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RSS-NewsfeedEuropas Jugendliche diskutieren Netzpolitik
26. Juli 2010 - 13:38An HUWY teilnehmen können junge Leute im Alter von 16 bis 24, wobei das Höchstalter nicht „so streng“ zu sehen sei, so Projektleiter Ralf Lindner im Gespräch mit politik-digital.de. Jugendliche bewegten sich seit Jahren „wie selbstverständlich“ durch das Netz. Ihre Erfahrungen sollten von der Politik für ein „besseres Internet“ berücksichtigt werden, heißt es dazu auch auf huwy.eu.
Diskussionsthemen sind unter anderem Zensur und Meinungsfreiheit im Internet, Datenschutz sowie Cyber-Mobbing. Die Debatten sollen sowohl online in den sozialen Netzwerken, Foren und Chats als auch offline in anderen sozialen Gruppen (z.B. Schule, Verein, Jugendzentrum) stattfinden.
Die Ergebnisse werden zusammengefasst und auf sogenannten „HUB-Seiten“ (Hub: aus dem Englischen für „Knotenpunkt“) national und europaweit veröffentlicht. Diese Seiten dienen zugleich als Schnittstelle mit der Politik. Parlamentarier sollen die Ergebnisse dort nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch in ihr Wirken einfließen lassen und auf der Plattform darüber berichten. Interessant an HUWY sei laut Lindner zu sehen, „welche netzpolitischen Themen zum Beispiel Jugendliche in Estland diskutieren“.
Bisher mehr Offline-Diskussionen
Besonders an HUWY sei auch die „dezentrale Diskussionsstruktur“, so Lindner. Die Jugendlichen könnten entscheiden, ob sie auf „StudiVZ oder im Straßencafé“ miteinander ins Gespräch kommen wollen. Vier Wochen nach Start des Projekts zeichnet sich allerdings ab, dass bislang bevorzugt offline diskutiert wird.
Eine entschiedene Rolle spielen die sogenannten „Gruppenleiter“. Sie wurden im Vorfeld für HUWY extra geschult. Ihre Aufgabe ist es, Mitglieder zu werben, die Diskussionen zu leiten und deren Ergebnisse festzuhalten.
Dialog mit Politik gesucht
Laut Lindner versuche man derzeit verstärkt, „politische Entscheidungsträger als Partner zu gewinnen“. Es gebe „mehrere mündliche Zusagen“ namhafter Politiker. Bereits an Bord sind unter anderem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, der Europaparlamentarier Matthias Groote (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Grüne). Auch die Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ wolle man einbinden, so Lindner weiter. Über andere Möglichkeiten der Ergebnisauswertung, wie zum Beispiel einer Anhörung im EU-Parlament, berate das HUWY-Team derzeit noch.
Benjamin Bergemann |
Benjamin Bergemann war Juni bis Mitte August Praktikant bei politik-digital.de. Nach Lokalzeitungspraktikum, Abitur und Zivildienst will er den Sommer 2010 nicht ungenutzt am Strand verstreichen lassen. Das Praktikum bei ...
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