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RSS-NewsfeedPatzer beim Grimme Online-Award
21. Juni 2007 - 11:09
Mittlerweile ist die vorzeitig veröffentlichte Seite wieder offline - Screenshots gibt es bei Stefan Niggemeier zu sehen.
Gewonnen haben demnach in der Kategorie Information das Freiburg-Blog Fudder, Stefan Niggemeier und das Tagesschau-Blog. Preisträger in der Kategorie Wissen und Bildung ist Mario Sixtus, der elektrische Reporter. In der Kategorie Kultur und Unterhaltung erhalten polylog.tv und "Nach 100 Jahren", ein Online-Projekt über die Poetin Annette von Droste-Hülshoff, den Grimme-Preis. Und der Publikumspreis geht allem Anschein nach an hausgemacht.tv.
Via netzpolitik.org, Niggemeier und wirres.net.
UPDATE:
Das Grimme-Institut hat mittlerweile - Dienstag, 11 Uhr - eine Pressemitteilung zur vorzeitigen Veröffentlichung der Gewinner herausgegeben. Zum Patzer heißt es darin:
Durch eine peinliche Panne und die rasche Verbreitung in verschiedenen Weblogs sind die Preisträger des Grimme Online Award 2007 vorzeitig gestern Nacht bekannt geworden und waren eine Zeitlang online auf der Website des Instituts einzusehen. Damit folgt der Grimme Online Award – allerdings unbeabsichtigt – dem Modus des Grimme-Fernsehpreises, bei dem die Preisträger stets schon vorher bekannt gegeben werden… Bei allen Beteiligten – insbesondere den Nominierten und Preisträgern des Grimme Online Award – entschuldigen wir uns für die unbeabsichtigte Vorab-Bekanntgabe.
Wir nehmen die Ereignisse der letzten Nacht zum Anlass, die Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Preisträger bereits jetzt zu verschicken. Dieses betrifft auch den diesjährigen Publikumspreis, dessen Abstimmung gestern Abend beendet wurde und dessen Gewinner-Präsentation ebenfalls in der redaktionellen Vorbereitung war.
Die Gewinner stimmen also. Herzlichen Glückwunsch!
Ob es sich bei der Panne um menschliches oder technischen Versagen handelte, konnten politik-digital.de nicht herausbekommen. Auf Nachfrage versicherte Katrin Bernsmann aus der Presseredaktion des Grimme-Instituts aber, dass die Abstimmung für den Publikumspreis bis Montag, 18 Uhr, möglich gewesen sei. Dieses Datum sei auch als Ende der Abstimmung vorgesehen gewesen. Leider war das dem abstimmenden Publikum vorher nicht bekannt. Genauso hätte es das Grimme-Institut öffentlich machen können, dass die Preisträger des Online-Preises vor der Verleihung feststehen. Man wollte aber die Spannung bis zum Schluss, also bis zur Verleihung, halten, sagte Bernsmann.
Diesmal hat das nicht geklappt. Und mit ein bisschen mehr Transparenz hätte sich das Grimme-Institut einiges an Schelte erspart.
Simone Gerdesmeier |
Simone Gerdesmeier war von April 2007 bis September 2008 Volontärin bei politik-digital.de und arbeitet momentan als freie Journalistin in Berlin.
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