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"Politik kann auch Spaß machen"

Genau eine Woche vor der Bundestagswahl haben am Sonntag, 20.September, Vertreter der Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien über die Themen Wahlmüdigkeit, Nichtwähler und Politik-/Parteienfrust diskutiert.


Teilnehmer waren Anne Knauf, Mitglied im Bundesvorstand der Jusos, Conrad Clemens, Vorsitzender des Landesverbandes der Jungen Union Berlin, Kathrin Henneberger, Vorstandssprecherin der Grünen Jugend, David Issmer, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Berlin, Marco Heinig, Mitglied des BundessprecherInnen-Rates der linksjugend ['solid] sowie Julia Reda, Vorstandsmitglied der Jungen Piraten. Komplettiert wurde die Runde durch Monica Hevelke vom Archiv der Jugendkulturen aus Berlin.

Hier finden Sie die Aufzeichnung der 70minütigen Veranstaltung.

EOT
3 Kommentare
SMS Kostenlos, am 22.09.2009 um 13:24 Uhr Antworten
Nicht wählen zu gehen ist
Nicht wählen zu gehen ist wohl auch keine Lösung. Finde es aber gut, dass sich das Wahlprogramm auf das Internet ausgeweitet hat. Informationen zu einzelnen Parteien sind so einfach wie noch nie zu bekommen. Auch wenn es gleichzeitig die Wahl doch sehr viel schwieriger macht!
ECS 144 Grundcharakter, am 22.09.2009 um 20:51 Uhr Antworten
Ich will frei Wählen von
Ich will frei Wählen von der Liste der Partei aber keine Partei erstellt eine Liste wo von ich Kandidaten/in einen meine Stimme geben kann ! Ich werden allgemein Wählen (Kreuz)auf den Stimmschein !
Gast, am 28.09.2009 um 11:10 Uhr Antworten
Nicht wählen zu gehen ist

Nicht wählen zu gehen ist keine Lösung? Mag sein. Wählen zu gehen ist aber auch keine.

Wer durchschaut denn noch wahrhaftig, wer wirklich was zu melden hat? In einer zunehmend frei wirtschaftlichen Gesellschaftsordnung haben Konzernbosse das Sagen. Wenn sie massenhaft Aktien abstoßen/einkaufen, hat das unmittelbare Folgen. Wenn sie ihren Sitz in die kostengünstige dritte Welt (die im Übrigen in ihrem Elend politisch und wirtschaftlich gewollte ist und aufrecht erhalten wird) verlegen, dann hat das unmittelbare Folgen. Ich kann nur herzlich lachen über Politiker, die vollmundig Arbeitsplätze versprechen, aber gegen einen frei marktwirtschaftlichen Abbau derselben nahezu machtlos sind. Aber ----> "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!" (Frei nach K. Adenauer; ehemals geachteter Staatsmann ^^).

Für mich ist Politik nur noch ein vordergründiges Geplänkel, um unser demokratisches Selbstbild aufrecht zu erhalten. Und ich bin mir sicher, dass unter den Nichtwählern auch einige sind, die das genauso sehen. In diesem Sinne ist auch die Aussage: "Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen!" zu verstehen. Wahrhaftige Demokratie ist daran zu erkennen, dass das Volk der souverän ist. Leider ist derzeit ein eklatanter Mangel an souveränen Bürgern gegeben. Die Menschen müssen endlich begreifen, dass sie all den Wirtschaftsgranden nichts schuldig sind und aufhören, ihnen ihr Geld in den Rachen zu werfen. Die Wirtschaft (Versorgungsauftrag) sowie auch die gegenwärtige Politik (Vertretung des Volkswillens) haben imo nicht auf ganzer Linie versagt. Das würde nämlich vorraussetzen, dass sie die Fehlentwicklungen heutiger Tage gar nicht wollen. Ich denke aber, dass sie das durchaus wollen (immerhin werden sie reich dabei^^). Wir werden verarscht und lassen es leider auch allzu bereitwillig mit uns machen. Und das wissen die doch auch.

Man muss schon mit Blümchen-artiger Überzeugung auf die Geschehnisse der menschlichen Geschichte und vor allem der Gegenwart schauen, um das Gute in den Machthabern zu sehen. Ich sehe es nicht. Ebenso wenig in einer Gesellschaft, die sich nach Strich und Faden verarschen lässt, solange es noch was zu mampfen gibt (und wennn es erst vom anderen Ende der Welt zu uns geschifft werden muss). Aber das Dicke Ende wird auf die eine oder andere Weise noch kommen. Und da lassen wir uns selbst keine Wahl, wenn das Volk nicht endlich aufwacht. Dann sind wir (in diesem Sinne) alle Nichtwähler. Und das ist ja bekanntermaßen keine Lösung.

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Stefan Gehrke

Stefan Gehrke ist Geschäftsführer von pol-di.net e.V. / politik-digital.de.

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