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Endlich: StudiVZ muss Verbrechen nicht mehr decken

Interessantes Detail aus einem Spiegel-Online-Interview mit StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke: Etwa zehn Anfragen will das größte deutsche soziale Netzwerk pro Woche von Behörden bekommen, darunter auch der Staatsanwaltschaft. "Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben", so Riecke.

Hintergrund der Aussagen sind geänderte Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen, denen die etwa fünf Millionen StudiVZler zustimmen mussten. Dies hatte zu Protesten und bei einigen Usern zur Entfernung von Klarnamen aus dem sichtbaren Angebot geführt. Die geänderten Bedingungen erlauben zum einem personalisierte Werbung, zum anderen erleichtern sie laut Riecke bei Ermittlungsersuchen nun auch die Weitergabe der Nutzerdaten.

StudiVZ ist mit etwa fünf Millionen Mitgliedern das größte soziale Netzwerk in Deutschland. Eigentlich steht die Plattform nur Studenten zur Verfügung, an deutschen Hochschulen sind aber aktuell nur etwa 2,5 Millionen Studierende eingeschrieben.

EOT
7 Kommentare
Trackback von Fehler im System am 27.02.2008 um 20:23 Uhr
StudiVZ: "Gott sei Dank"
Das social network StudiVZ ist vor einiger Zeit ins Blickfeld der öffentlichen Debatte gekommen, nachdem die Betreiber ihre AGB samt Datenschutzerklärung geändert hatten. Diese Änderung bestand in der Außenwirkung hauptsächlich darin, dass Nutz...
Gadgets-for-all, am 27.02.2008 um 20:28 Uhr Antworten
Wie beruhigend... ich bin
Wie beruhigend... ich bin weg!
Gast, am 27.02.2008 um 23:33 Uhr Antworten
ehrlich gesagt, wer den AGBs
ehrlich gesagt, wer den AGBs dort zustimmt, ist doch selber schuld. Dort dann als Biene Maja oder unter einem sonstigen Phantasienamen angemeldet zu bleiben, tut den Betreibern auch nicht wirklich weh. Profil löschen und weg!
Trackback von NYblog am 27.02.2008 um 23:39 Uhr
Datenschutz a la StudiVZ. Nachtrag.
Gut zu wissen … Riecke: Wir haben die Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung aus zwei Gründen geändert. Zum einen, um zielgerichtet werben zu können. Zum anderen, um Konflikte mit Ermittlungsbehörden zu vermeiden. SPIEGEL ONLINE:...
Sanne, am 28.02.2008 um 19:02 Uhr Antworten
Bei dem Interview hatte doch
Bei dem Interview hatte doch garantiert Niklas seine Finger im Spiel...sehr viral das ganze...So eine Äußerung pünktlich zum Start eines neuen Spin-Offs (in augenfreundlichem Orange)?!?
sgievert, am 28.02.2008 um 21:09 Uhr Antworten
:) Ja, stimmt - die

:) Ja, stimmt - die "Gott-sei-Dank-Äußerung" hat sich ziemlich viral verbreitet, wenn auch in diesem Fall wieder nicht im Sinne des Erfinders. Gibts eigentlich ein Niklas-Sörensen-Profil bei StudiVZ? (für die neu Hinzugeschalteten: Das ist der erfundene Absender, der für ein FDP-Video im Hamburg-Wahlkampf mit fragwürdigen Methoden Werbung gemacht hat: http://www.politik-digital.de/fdp-hamburg-spam-google-prestige)

alex, am 02.03.2008 um 16:31 Uhr Antworten
gab es nicht von Seiten des
gab es nicht von Seiten des studiVZ-Betreiber ein Dementi, dass die Darstellungen falsch seien und die Worte Rieckes aus dem Zusammenhang gerissen wurden?
sgievert, am 02.03.2008 um 18:27 Uhr Antworten
Hallo alex, jetzt wird es
Hallo alex, jetzt wird es etwas spitzfindig: Die Richtigstellung von StudiVZ bezog sich ausschließlich auf die Schlagzeile des Interviews von Riecke bei Spiegel-Online (Spon hat die Schlagzeile dann auch geändert - darin war ein Bezug zwischen Kifferfotos und Weitergabe von Nutzerdaten hergestellt worden - was sinngemäß laut Rieckes Aussagen sogar möglich war). Dem Interviewortlaut, auf den sich auch diese Meldung bezieht, hat niemand bei StudiVZ widersprochen.
alex, am 02.03.2008 um 20:48 Uhr Antworten
Das erklärt natürlich
Das erklärt natürlich einiges. Ich habe mich lediglich auf das studiVZ-interne "Klartext"-Dementi bezogen. By the way, bezugnehmend auf die Darstellung, lediglich 50% der Nutzer seien Studenten, haben die Macher des Studentennetzwerkes letzte Woche mit meinVZ ein neues Startup auf die Beine gestellt. Ich persönlich sehe diesen Schritt nur als Instrument speziellere Kunden- und Werbeanalyse zu betreiben. ...

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Sebastian Gievert

Sebastian Gievert (31) ist Diplom-Journalist und arbeitet seit Januar 2007 als Redaktionsleiter von politik-digital.de in Berlin.

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