Gute Meldung für ängstliche Briten: Das Innenministerium will die Kriminalitätsstatistiken des Königreiches noch 2008 benutzerfreundlich kartografiert ins Internet stellen. Damit sollen die Einwohner an die lokale Polizeiarbeit herangeführt werden.
Gordon Brown, britischer Premierminister, hat seiner Internetseite number10.gov.uk ein neues Outfit verpassen lassen. Sein Team für digitale Kommunikation werkelte fleißig und präsentierte am 12. August das Ergebnis. Das ist auf Grundlage der Weblog-Software Wordpress erstellt und überrascht mit einem Layout, welches alles vereint, was einmal als "typisch Web 2.0" bezeichnet wurde: Große Bilder, runde Ecken - und ein Beta-Zeichen hinter dem Titel.

June Sarpong, ehemalige britische TV-Moderatorin von MTV und Channel 4, will mit einer neuen Internetseite dafür sorgen, dass auch aufstrebende junge Frauen sich politisch informieren können. Auf www.politicsandthecity.com finden eben diese Frauen eine Mischung aus Klatsch und tagesaktueller Politik, sowie Mode und Musik.
Das Cabinet Office spart sich teure Berater und fragt die Bürger, was sie sich für Online-Services mit öffentlichen Daten wünschen. Für die Umsetzung gibt es bis zu 20.000 Pfund. Am ersten Tag gingen auf der Online-Plattform showusabetterway.co.uk über 100 Vorschläge ein.
120 Vorträge in 41 Panels für 180 Teilnehmer in zwei Tagen: Information-Overload an der Royal
Holloway University of London. Dort fand vom 17. bis 18. April eine Konferenz zum Thema "Politics: Web 2.0" statt. Christian Heise war vor Ort dabei.
Das Büro des britischen Premierministers, 10 Downing Street, twittert. Natürlich sitzt da nicht Gordon Brown persönlich und schickt 140 Zeichen lange Kurzmeldungen in die Online-Welt. Doch das Team für digitale Kommunikation des Premiers nutzt den Internetdienst, um über Pressemitteilungen und Termine zu informieren.
Großbritannien gilt in in Deutschland gerne als leuchtendes Vorbild in Sachen elektronischer Demokratie - seien es die Online-Petitionen des britischen Premiers oder die Projekte der Nichtregierungsorganisation MySociety.org. Doch während sich zivilgesellschaftliche Mitmach-Seiten und politische Blogs prächtig entwickelten, verpassten es Parteien im Vereinigten Königreich, sich die Neuen Medien zu nutze zu machen. Das schreibt Robert Colvile vom Centre For Policy Studies in einer aktuellen Studie.
Die Financial Times
berichtet, dass die britische Regierung plane, Blogs und Internetforen
mit politischen Inhalten zu beobachten und auszuwerten.
Wie viele Menschen in Großbritannien sind online und welche Dienste nutzen sie dort? Dieser Frage geht die Internet-Umfrage der britischen Oxford Universität nach. Für die dritte Auflage machten 2.000 Befragte Angaben zu ihren Nutzungsgewohnheiten.
Zwei Drittel der Briten gehen demnach von zu Hause aus ins Netz. Der durchschnittliche Internetnutzer sei dabei männlich, besser gebildet und verfüge über ein hohes Einkommen, so die Autoren der Studie. Breitbandanschlüsse benutzen bereits 85 Prozent der "Onliner".