<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>aeckert &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/author/aeckertpolitik-digital-de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>aeckert &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Wahlkrampf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkrampf-664/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wahlkrampf-664/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aeckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wahlkrampf-664/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Bundestagswahlkampf zwingt die Politiker mit
der der Frage zu beschäftigen: Wie bringt man
seine Partei ans Wahlvolk oder der lange Gang
ins Internet.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Bundestagswahlkampf zwingt die Politiker mit<br />
der der Frage zu beschäftigen: Wie bringt man<br />
seine Partei ans Wahlvolk oder der lange Gang<br />
ins Internet.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Selbst wenn Helmut Kohl persönlich am 18. September<br />
zwischen 12 und 14 Uhr in einer Online-Diskussion auf<br />
der Web-Site der <a href="http://www.cdu.de/">CDU</a> auf die<br />
Internet-Gemeinde niederkommt, oder die <a href="http://www.spd.de/">SPD</a> eine<br />
digitale Roadshow auf ihrer Site<br />
veranstaltet und zahlreiche Spitzenpolitiker auf den<br />
Web-Sites der Parteien rede und antwort stehen,<br />
können derlei Events nicht verhehlen, daß der<br />
diesjährige Wahlkampf im Internet kaum stattgefunden<br />
hat. Daß das Medium die politische Kommunikation<br />
begünstigen kann, haben die führenden Parteien<br />
dennoch klar erkannt &#8211; zumindest verbal messen sie<br />
ihm große Bedeutung bei. Ohne Internet geht im<br />
Wahlkampf nichts mehr, lassen sich doch Reden,<br />
Protokolle und Gesetzesvorlagen oder auch pure<br />
Polemik ohne Kommentar oder Selektion seitens der<br />
Journalisten direkt an den Bürger bringen. &quot;Im Internet<br />
können wir dem Besucher Ziele und Aktivitäten der<br />
FDP auf direktem Wege zugänglich machen&quot;,<br />
formuliert Caroline Rudolph, Wahlkampfreferentin des<br />
Bundesgeschäftsführers Hans-Jürgen Beerfeltz, die<br />
Intention des Auftritts. Obendrein erhofft man sich, aus<br />
der informierten und gebildeten Zielgruppe eine neue<br />
Stammwählerschaft zu etablieren. &quot;Wir rechnen damit,<br />
daß im Wahlkampf von den 60,5 Millionen Wählern<br />
rund 10 Prozent online sein werden und zwar durch alle<br />
Altersgruppen&quot;, mutmaßt Anna Siebenborn von der<br />
SPD-Internet-Redaktion und bestätigt damit eine Studie<br />
der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). &quot;Das<br />
kann man nicht vernachlässigen.&quot; Zudem begreifen die<br />
Parteien das Internet als Instrument, mit dem man<br />
schnell und schlagkräftig reagieren kann. Susanne<br />
Land, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei der<br />
CDU und zuständig für den Internet-Auftritt, betont den<br />
regen Kontakt zum Wähler. &quot;Schon bei der letzten<br />
Bundestagswahl haben wir mehr Post über BTX-Online<br />
als über die gelbe Post bekommen. Die CDU schätzt<br />
das Internet als wichtiges kommunikatives Medium.&quot;<br />
Die Strategen und Pressesprecher der Parteien<br />
messen der schnellen und effizienten Kommunikation<br />
im Wahlkampf daher außerordentliches Gewicht bei.<br />
Laut CDU sei die zentrale Herausforderung in diesem<br />
Bundestagswahlkampf die Fähigkeit, &quot;über Nacht auf<br />
Ereignisse reagieren zu können und die<br />
Gegenargumentation aufzubauen&quot;. Und die SPD ließ<br />
verlauten: &quot;Die Wahlkampfkommunikation wird<br />
schneller, und darauf muß man mit allen Mitteln der<br />
modernen Kommunikation reagieren&quot;. Doch liegt<br />
zwischen Erkenntnis und Umsetzung bekanntlich ein<br />
langer, steiniger Weg. Zwar prangt unter beinahe jeder<br />
Politikerbiographie inzwischen eine E-Mail-Adresse,<br />
mit dem professionellen Feedback-Handling sind<br />
Abgeordnete und Mitarbeiter jedoch meist überfordert.<br />
Uly Foerster dazu in seinem Artikel &quot;Der Rest ist<br />
Schweigen&quot; in Spiegel Online: &quot;Die Behauptung der<br />
Parteien, die Spitzenpolitiker seien direkt per E-Mail<br />
erreichbar, erweist sich als Wahlschwindel (!) Digitale<br />
Demokratie ist in Deutschland eine Fassade.&quot; Der<br />
Internet-Verantwortliche der FDP schlägt denn auch die<br />
Hände über dem Kopf zusammen, wenn er in Konr@d<br />
lesen muß, daß <a href="http://www.guido-westerwelle.de/">Guido Westerwelle</a><br />
zwölf Tage gebraucht<br />
hat, um ein E-Mail zu beantworten. Generell messen<br />
Politiker dem Internet immer noch eine nur ergänzende<br />
und die politische Kommunikation beschleunigende<br />
Komponente bei. Aufbau und Nutzen der<br />
Parteiangebote lassen vermuten, daß Politiker wie<br />
Parteien die Möglichkeiten des Internets &#8211;<br />
insbesondere was den Dialog mit dem Wähler betrifft &#8211;<br />
nicht ausschöpfen, sondern das Medium vorrangig als<br />
Verkündigungsorgan begreifen. Statt einem Mehr an<br />
Transparenz und Bürgerbeteiligung ist ein Imagegewinn<br />
häufig die zentrale Motivation für die Internet-Präsenz.<br />
&quot;Mit Internet und <a href="http://www.spd.de/">www.spd.de</a>, <a href="http://www.cdu.de/">www.cdu.de</a><br />
<a href="http://www.fdp.de/">www.fdp.de</a>, <a href="http://www.gruene.de/">www.gruene.de</a> glauben die Parteien, eine<br />
Universalbescheinigung für Modernität und<br />
Jugendfrische, Progressivität und Weltoffenheit zu<br />
besitzen&quot;, stellt Uly Foerster in seinem Artikel &quot;Der<br />
tägliche Müntefering&quot; in Spiegel-Online<br />
(www.spiegel.de) trocken fest. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Über eine Internet-Präsenz verfügen der Deutsche<br />
Bundestag, politische Parteien und Politiker seit rund<br />
drei Jahren und blicken damit auf eine Fülle von<br />
Praxiserfahrungen zurück. &quot;Zeit genug, die<br />
Einschätzungen in einem umfassenden &quot;Realitycheck&quot;<br />
systematisch zu erfassen&quot;, meint Phlipp Stradtmann,<br />
Diplomant der Medienwissenschaften im Institut für<br />
Journalistik und Kommunikationsforschung an der<br />
Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Im<br />
August veröffentlichte er die empirische Studie<br />
&quot;Deutschland auf dem Weg in die elektronische<br />
Demokratie? Das Internet als neues Medium der<br />
politischen Kommunikation und Partizipation&quot;.<br />
Stradtmann legte seiner Studie eine systematische<br />
Bestandsaufnahme der Internet-Angebote von<br />
Bundesparteien, Fraktionen, einzelnen Abgeordneten<br />
und des <a href="http://www.vov.de/">Virtuellen Ortsvereins</a> der SPD<br />
zugrunde, zu der er in rund 60<br />
Experteninterviews Internet-Macher aus dem<br />
Bundestag und den Bundesparteien über ihre<br />
Erfahrungen und Einschätzungen befragte. Die<br />
Aussagen der Gesprächspartner faßte Stradtmann in<br />
sieben Themenbereichen zusammen: &quot;Organisation<br />
und Internet-Kompetenz der Akteure&quot;, &quot;Qualititäten des<br />
Mediums Internet für die politische Arbeit&quot;,<br />
&quot;Entwicklung und Schwerpunkt der Internet-Angebote&quot;,<br />
&quot;Zielgruppen und Resonanz&quot;, &quot;Wahlkampf im Internet&quot;,<br />
&quot;Konsequenzen und Herausforderungen für Politik und<br />
Gesellschaft&quot; sowie &quot;Chancen einer elektronischen<br />
Demokratie&quot;. Aus der Studie geht klar hervor, daß die<br />
Parteizentralen und der Deutsche Bundestag zwar die<br />
Notwendigkeit eines professionellen Auftritts erkannt<br />
haben, aber die Internet-Kompetenz der meisten<br />
Akteure selten über die Bedienung des E-Mails<br />
hinausgeht. Partei, Fraktion und Web-Abgeordnete<br />
sind untereinander nicht genug vernetzt, tauschen ihre<br />
Erfahrung nicht aus und investieren unnötig viel Zeit in<br />
die Erarbeitung von Know-how, das in der Partei<br />
andernorts schon lange verfügbar ist. Es hapert an der<br />
internen Organisation, und Gelder für Software sowie<br />
zur Betreuung und Wartung müssen die Abgeordneten<br />
über ihre Aufwandspauschale bestreiten &#8211; da bessern<br />
sie lieber das Gehalt der langjährigen Sekretärin auf.<br />
Die Web-Auftritte werden von Parteien und<br />
Abgeordneten nicht in professionelle Hände<br />
abgegeben, sondern zumeist nebenbei von der<br />
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit entwickelt und betreut.<br />
Außer der SPD, für deren Auftritt Wysiwyg<br />
(www.wysiwyg.de) verantwortlich zeichnet, hat keine<br />
Partei eine professionelle Agentur bemüht.<br />
Ambitionierte Mitarbeiter scheitern an der Unkenntnis<br />
der Parteiverantwortlichen, die, von Schwellenangst<br />
geplagt, den Weg in die neuen Medien nur sehr<br />
zögerlich wagen. Wie Desperados kämpfen sich eine<br />
Handvoll engagierter Web-Abgeordnter durch den<br />
Apparat auf der Suche nach direktem Kontakt zum<br />
Wähler. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Von mediengerechter Umsetzung ihres Online-Auftritts<br />
sind die Parteien noch weit entfernt. Keiner Partei<br />
scheint es trotz Diskussionsforen mit Spitzenpolitikern<br />
und Chat-Bereichen gelungen zu sein, eine echte<br />
Community aufzubauen. Zwar haben alle Parteien<br />
außer der CSU inzwischen Diskussionsforen<br />
eingerichtet, die die Kommunikation der User<br />
untereinander fördern sollen, doch die Foren werden<br />
zensiert, unliebsame Wortbeiträge entfernt &#8211; darauf<br />
reagieren Bewohner des Cyberspaces allergisch.<br />
Vernichtende Kritik ernteten die Parteiauftritte dann<br />
auch von Web-Profi Paulus Neef, Geschäftsführer der<br />
Online-Agentur Pixelpark und Präsident des Deutschen<br />
Multimedia Verbandes (DMMV) im Lifestyle-Magazin<br />
Konr@d: Brav und zurückhaltend seien die Web-Sites<br />
der deutschen Parteien im Vergleich zu dem, was die<br />
Politik in den USA, Großbritannien oder Japan biete.<br />
Im Ausland treffe man viel öfter auf einen spielerischen<br />
Umgang mit Grafiken, Buttons und Backgrounds. Der<br />
Auftritt der SPD habe den &quot;Charme einer Plakatwand&quot;,<br />
die CDU &quot;funktioniert, läßt aber kalt&quot; und das Angebot<br />
der FDP mit winzig kleiner Schrift sei &quot;grauenhaft&quot;.<br />
Ausgerechnet die in Bonn so verfemte PDS biete nach<br />
Ansicht von Neef die sympathischste Site. Ein hartes<br />
Urteil, das sich die Strategen der SPD offensichtlich zu<br />
Herzen nahmen. Diese hat mangelnde<br />
Interaktionsmöglichkeiten inzwischen erkannt und<br />
unterzieht die Site nun einer regelmäßigen<br />
Renovierung. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Während die Parteien sich redlich um Zulauf bemühen,<br />
schlug das kommerziell ausgerichtete pluralistische<br />
Forum Wahlkampf 98 (http://www.wahlkampf98.de) ein<br />
wie eine Bombe; nicht zuletzt, weil die Initiatoren Lars<br />
Hinrichs und Peer-Arne Böttcher sowie die ausführende<br />
Hamburger Agentur Netwhere (www.netwhere.de)<br />
wichtige strategische Kooperationen mit ECRC<br />
München (http://www.ecrc.de), Excite Deutschland<br />
(http://www.excite.de) und Silicon Graphics<br />
(http://www.sgi.de) unterhalten und das Angebot<br />
ständig aktualisieren. Rund 40 000 Pageviews pro Tag<br />
verzeichnet das Angebot, das sich ausschließlich über<br />
Bannerwerbung finanziert. Am 1. Februar gingen die<br />
Betreiber mit dem Angebot ins Netz. Geplant war<br />
damals, das Forum über Beiträge von Parteien zu<br />
finanzieren und im Gegenzug Chats zu moderieren und<br />
Seiten zur Selbstdarstellung zur Verfügung zu stellen.<br />
Trotz anfänglicher Begeisterung konnten sich die<br />
Parteien letztendlich nicht für das Konzept erwärmen &#8211;<br />
die geplante Zusammenarbeit platzte. Das Forum lebt<br />
von redaktionellen Medienkooperationen mit namhaften<br />
Magazinen und Tageszeitungen wie &quot;Der Spiegel&quot;, &quot;Die<br />
Zeit&quot;, &quot;Die Woche&quot;, &quot;Berliner Zeitung&quot;, &quot;Neue Züricher<br />
Zeitung,&quot; &quot;Die Tageszeitung&quot;, &quot;Süddeutsche Zeitung&quot;<br />
und vielen anderen, die das Forum mit ausgewählten<br />
Inhalten zum Thema versorgen. Momentan sind auf der<br />
Site rund 5000 Artikel einzusehen, die das<br />
Wahlkampf-98-Team über ein von der Agentur Lava<br />
(http://www.lava.de) produziertes Redaktionssystem<br />
einpflegt. Alle Artikel sind über eine Volltextsuche<br />
leicht recherchierbar. Um die Community zu etablieren<br />
und bei der Stange zu halten, finden seit Mitte März<br />
allabendlich moderierte Chats &#8211; teils mit prominenten<br />
Politikern &#8211; zu wechselnden Themen statt. Aktuelle<br />
Meinungsumfragen sowie die berühmte<br />
&quot;Sonntagsfrage&quot;: Wen würden Sie wählen, wenn<br />
nächsten Sonntag Wahl wäre? geben ein Meinungsbild<br />
der Internet-Gemeinde &#8211; teilweise mit skurrilen<br />
Ergebnissen. Die Juli-Umfrage ergab: SPD 20 Prozent,<br />
CDU/CSU 14,7 Prozent, B90/Die Grünen 13,5 Prozent,<br />
APPD 10,7 Prozent, FDP 9,9 Prozent, NPD 8 Prozent<br />
und PDS 6,7 Prozent. Als Gegengewicht zur<br />
Online-Umfrage veröffentlicht das<br />
Meinungsforschungsinstitut Infratest-Dimap seine<br />
Zahlen unter der Adresse http://www.infratest.de/indi/.<br />
Aktuelle Prognosen sind der Der Web-Site<br />
http://www.wahlkampf98.de/news/prognosen/ zu<br />
entnehmen. Neben informativen Komponenten kommt<br />
auf der Site auch der Spaß nicht zu kurz. Die Betreiber<br />
installierten unzählige Links zu Persiflagen und<br />
Cartoons im Netz und entwickelten mit dem von Hanno<br />
Müller (hanno@lava.de) programmierten<br />
&quot;Phrasendrescher&quot;<br />
(http://www.wahlkampf98.de/fun/phrasendrescher/) ein<br />
nützliches Tool für Dampfplauderer, das auf Wunsch<br />
eine eloquente Wahlkampfrede vollautomatisch<br />
zusammenstellt; lediglich politische Gewichtung,<br />
Textlänge und stilistischer Anspruch sind vorher zu<br />
bestimmen. Neben Wahlkamp 98 etablierten sich eine<br />
ganze Reihe von Foren und unterhaltsamen<br />
Treffpunkten, deren URLs einer Link-Liste im<br />
Screen-Online-Angebot<br />
(http://www.screen-multimedia.de) zu entnehmen sind.<br />
Am bemerkenswertesten erscheint hier Wahlstreet<br />
(http://www.wahlstreet.de), eine Initiative, die &quot;Die Zeit&quot;<br />
und der &quot;Berliner Tagesspiegel&quot; gemeinsam mit der<br />
Universität Wien betreibt. Seit Anfang April handeln die<br />
Betreiber an der Politikbörse Bundespartei-Aktien, die<br />
bereits für eine Mark zu haben sind. Gewinne werden<br />
nach der Wahl den Anteilen entsprechend ausgezahlt.<br />
Ähnliche Angebote in den USA haben gezeigt, daß der<br />
Kursverlauf an der Wahlbörse viel präzisere Prognosen<br />
über Meinungsschwankungen erlaubt, als die<br />
Statistiken der Meinungsforschungsinstitute. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Erst zur Bundestagswahl 2002 ist mit einem<br />
Wahlkampf im Internet zu rechnen. Das bestätigt auch<br />
der Internet-Verantwortliche einer Bundespartei<br />
(Welche Partei?): &quot;Obwohl alle Parteien das Internet<br />
als so wichtig einschätzen, sind wir 1998 sicherlich<br />
noch ganz weit davon entfernt, so etwas wie einen<br />
Internet-Wahlkampf zu haben. Wir werden uns zwar<br />
alle kleine, virtuelle Kissenschlachten liefern und uns<br />
freuen, wenn wir mal mit unserer Web-Site schneller<br />
auf ein Ereignis reagieren als die anderen. Aber ich<br />
denke, das alles ist nur eine Spielwiese für das, was<br />
erst 2002 kommt.&quot; Sechs Millionen informierte<br />
wahlberechtigte User scheinen Politikern und Parteien<br />
keine adäquat große Gruppe, um den Topf für<br />
klassische Wahlkampfmittel zu belasten &#8211; lieber<br />
zockeln Politiker von Kaff zu Kaff und schwingen vor<br />
kleinen Gruppen ihre Reden. Aber es besteht Hoffnung:<br />
Bis zum Jahr 2002 hat sich der Bundestag sicher um<br />
ein gutes Stück verjüngt. Die älteren Abgeordneten<br />
können teilweise noch nicht einmal mit dem PC<br />
umgehen und haben die Möglichkeiten des Mediums<br />
noch gar nicht begriffen. Auch die technische<br />
Infrastruktur der Bevölkerung und der Parlamentarier<br />
sowie die Vernetzung der Abgeordneten wird sich bis<br />
dahin wesentlich verbessert haben. Schon im<br />
Dezember 1997 hat der Ältestenrat beschlossen, das<br />
Internet-Angebot als Teil der Amtsausstattung zu<br />
ermöglichen, und dafür im Januar 98 eine<br />
Standardlösung zur Gestaltung von Homepages auf<br />
zwei Disketten mit einem Handbuch an jeden der 672<br />
Parlamentarier verschickt. Bleibt zu hoffen, daß sich<br />
bis dahin eine Schlüsselperson &#8211; wie Al Gore in den<br />
USA &#8211; aufrafft, eine Bresche für neue Medien zu<br />
schlagen. Falls sich die Wählerschaft am 27.<br />
September für eine SPD-Regierung entscheidet, ruhen<br />
diesbezüglich alle Erwartungen auf Jost Stollmann<br />
(http://www.jost-stollmann.de).</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wahlkrampf-664/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
