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	<title>afischer &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>afischer &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>And the Winner is&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Preisträger]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang November wurden die Gewinner eines Studentenwettbewerbs, der vom
Innenministerium ausgeschrieben wurde, im Berliner Roten Rathaus ausgezeichnet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert,
im Zeitalter der Chats, e-mails und Websites schrieb der Gewinner des ersten Preises,
Till Westermayer, zu einem hochaktuellen Thema: Chancen und Risiken elektronischer Demokratie in Deutschland.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang November wurden die Gewinner eines Studentenwettbewerbs, der vom<br />
Innenministerium ausgeschrieben wurde, im Berliner Roten Rathaus ausgezeichnet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert,<br />
im Zeitalter der Chats, e-mails und Websites schrieb der Gewinner des ersten Preises,<br />
Till Westermayer, zu einem hochaktuellen Thema: Chancen und Risiken elektronischer Demokratie in Deutschland.<!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Über 50 Studenten mussten lange warten. Manche hatten es vielleicht auch schon vergessen oder dachten, ihre Mühe wäre<br />
umsonst gewesen, denn immerhin kostete es den meisten von ihnen viele Stunden vor dem PC, um ihren Beitrag zum Thema<br />
&quot;Deutsche Staatlichkeit im Zeitalter der Globalisierung&quot; zu verfassen. Den Studentenwettbewerb, der vom<br />
<a href="http://www.bmi.bund.de/">Bundesministerium<br />
des Innern</a> zum 50. Jahrestag des Grundgesetzes schon im Sommer letzten Jahres ausgeschrieben wurde, hatte jedoch auch<br />
die neue Regierung nicht vergessen, und Anfang November schließlich die Gewinner benachrichtigt. Jedoch sind die<br />
&quot;Anfangsversprechen&quot;, nämlich die Teilnahme an einem Jugend-Verfassungskongress und die Veröffentlichung der besten<br />
Arbeiten, aus finanziellen Gründen vom Veranstalter gestrichen worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Oktober sind von einer unabhängigen Jury<br />
die eingereichten Arbeiten von Till Westermayer, Gerhard Kilian und Oliver Ernst als beste ausgewählt worden. Till<br />
Westermayer, der den mit 5000 Mark dotierten ersten Preis gewann, hat sich mit den &quot;Chancen und Risiken elektronischer<br />
Demokratie in Deutschland&quot; beschäftigt. In seiner wissenschaftlichen Ausführung legt der Soziologiestudent der<br />
<a href="http://www.uni-freiburg.de/">Universität<br />
Freiburg </a>jedoch nicht nur verschiedene Zukunftsvisionen dar, sondern führt auch die bisherigen Versuche elektronischer<br />
Demokratisierungsprozesse aus. Dabei stellt er die These auf, dass der Wunsch, elektronische Hilfsmittel zur<br />
Demokratisierung zu nutzen, nicht erst mit der Etablierung des Internets entstanden ist: Schon 1960 gab es den<br />
Begriff der &quot;Computerdemokratie&quot; in der Soziologie, wie der 24jährige in schildert. Interessante Beispiele geben<br />
Aufschluss über die Entstehung des Begriffs und die frühen Ideen der &quot;direkteren Demokratie&quot; in den USA. Till<br />
Westermayer kommt in seinem Wettbewerbsbeitrag zu dem Schluss, dass &quot;es nicht darum geht, den klassischen<br />
parlamentarisch-demokratisch verfassten Nationalstaat vor der Globalisierung zu schützen, sondern darum,<br />
neue Möglichkeiten in der Informationstechnologie flexibel zu nutzen, um so auch unter den Rahmenbedingungen<br />
einer sich globalisierenden Welt die demokratische Staatlichkeit gerade durch ihre Veränderung und Modernisierung zu<br />
erhalten.&quot; Neue technologische Möglichkeiten sollen also Werkzeuge sein für einen sich verändernden Staat, politische<br />
Chats zum Beispiel sieht Till Westermayer als einen wichtigen Schritt zu mehr Partizipation der Bürger. (siehe<br />
<a href="/archiv/koepfe/westermayer/interview.shtml">Interview</a>).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kurz nach der Preisverleihung, an der Till Westermayer ursprünglich, als er von seinem Gewinn noch nichts wusste,<br />
nicht teilnehmen wollte, &quot;um zuzuschauen, wie Preise an andere übergeben werden&quot;, entschloss sich der Veranstalter<br />
doch zu einer Publikation der drei Gewinner-Beiträge.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Digital ist besser?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digital_ist_besser_0-635/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinpartei]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Die Digitalen]]></category>
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					<description><![CDATA[<br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das haben sich auch Jens Oenicke und einige seiner
Mitmenschen gefragt, und gründeten kurzerhand am 8. Juni diesen Jahres ihre Partei
&#34;Die Digitalen&#34;.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das haben sich auch Jens Oenicke und einige seiner<br />
Mitmenschen gefragt, und gründeten kurzerhand am 8. Juni diesen Jahres ihre Partei<br />
&quot;Die Digitalen&quot;.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Knapp einen Monat später wurde die neue Partei vom Landeswahlleiter zur Wahl<br />
zum Berliner Abgeordnetenhaus zugelassen. Um aber auch tatsächlich daran teilnehmen zu können,<br />
benötigen <a href="http://www.digitalen.de/">die Digitalen</a> insgesamt 2200 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten<br />
Berlinern.</p>
<table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/oenicke/images/oenicke_kl.jpg" alt="Jens Oenicke" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Jens Oenicke</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>Jens Oenicke (33), Gründer, Vorsitzender und Spitzenkandidat der &quot;Digitalen&quot;, möchte kein Politiker<br />
der alten Schule sein (siehe auch das <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/oenicke/interview.shtml">Interview</a>). So erinnert seine vita doch<br />
irgendwie auch an einen anderen Politik-Quereinsteiger, der vergeblich versuchte der Politik seinen Stempel<br />
aufzudrücken und schließlich &quot;freiwillig&quot; seinen Verzicht erklärte. Oenicke ist ausgewiesener Marketing- und<br />
Kommunikationsfachmann, Vorstandsmitglied der VIRBUS AG und Buchpreisträger (&quot;Online-Marketing&quot;) und müßte sich eigentlich<br />
nicht in der Politik engagieren, da er seine Brötchen offensichtlich woanders verdient. Doch anscheinend hat Oenicke wie auch<br />
seine Mitstreiter eine Vision dieser Gesellschaft, die auch ein anderes Verständnis von Politik impliziert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Deshalb wollen die Digitalen sich<br />
hauptsächlich der Neuen Medien bedienen, um höchste Transparenz<br />
gegenüber den Bürgern und Bürgerinnen zu erreichen. Dabei sollen die<br />
Neuen Medien dazu eingesetzt werden, um möglichst flexibel und schnell<br />
zu reagieren, Abstimmungen und Meinugsbildung vorzunehmen und<br />
Informationen zu verbreiten. Dies alles sei im Rahmen des Grundgesetzes<br />
durchsetzbar, meinen die Digitalen. In ihrem Programm, das sich nicht<br />
an konkreten politischen Beispielen aufhält, sondern eher<br />
&quot;Pauschallösungen&quot; anbietet, heißt es &quot;wir verfolgen die Absicht, die<br />
eingefahrenen Bahnen der heutigen Politik mit den Mitteln des<br />
Informationszeitalters zu verändern&quot;. Die neuen Medien seien ein<br />
ideales Mittel, um Problemen angemessen zu begegnen und so langfristig<br />
die gesellschaftliche Veränderung aktiv zu steuern. Ganz groß<br />
geschrieben wird bei den Digitalen die &quot;Open Idea Policy&quot;, das heißt<br />
eine &quot;zeitgemäße pragmatische Politik jenseits von dogmatischen<br />
links/rechts Debatten&quot;. Sogar das Sparproblem scheint ganz einfach<br />
gelöst werden zu können, denn &quot;gespart werden muß nicht, wenn man nicht<br />
krampfhaft versucht, alte und erstarrte Strukturen künstlich am Leben<br />
zu erhalten.&quot; Stattdessen sollte man, laut Parteiprogramm, neue Wege<br />
finden, um den politischen und gesellschaftlichen Alltag zu<br />
revolutionieren. Daß die etablierten Parteien noch nicht<br />
darauf gekommen sind, ist bei so einfachen Lösungsmöglichkeiten kaum zu<br />
glauben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Obwohl sich die Digitalen von jeglichen Ideologien freisprechen, wünschen sie sich<br />
&#8211; ganz idealistisch &#8211; eine Gesellschaft, die tolerant, offen, grenzenlos, selbstbewußt und<br />
komplett eigenverantwortlich ist. Doch wenn dort steht &quot;Es soll wieder Spaß machen zu leben&quot;,<br />
fragt man sich schon, ob die anderen Parteien etwas anderes erreichen wollen.<br />
Nach Antworten soll erst gesucht werden, wenn die richtigen Fragen gestellt wurden. Damit<br />
wollen die Digitalen nach der Wahl am 10.Oktober anfangen.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wahl in Schlesig Holstein: Gewinnen oder Kiel holen!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahl_in_schlesig_holstein_gewinnen_oder_kiel_holen-856/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[Heide Simonis]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Rühe]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das Wahl-Jahr 99, das für die SPD ein Desaster nach dem anderen bescherte und sie
innerhalb von vier Wochen die Mehrheit im Bundesrat verlieren ließ, geht dem Ende entgegen. Doch kaum sind die
Wahlkampfstrapazen von Brandenburg, Saarland, Thüringen, Sachsen und Berlin überstanden, wird schon der nächste
Wahlkampf eingeläutet: Am 27. Februar 2000 wählen die Bürger Schleswig-Holsteins.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das Wahl-Jahr 99, das für die SPD ein Desaster nach dem anderen bescherte und sie<br />
innerhalb von vier Wochen die Mehrheit im Bundesrat verlieren ließ, geht dem Ende entgegen. Doch kaum sind die<br />
Wahlkampfstrapazen von Brandenburg, Saarland, Thüringen, Sachsen und Berlin überstanden, wird schon der nächste<br />
Wahlkampf eingeläutet: Am 27. Februar 2000 wählen die Bürger Schleswig-Holsteins.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Und wie schon in Berlin, bleibt<br />
den Sozialdemokraten auch im nördlichsten Bundesland der Republik nichts anderes übrig, als zu kämpfen. Denn hier<br />
steht nun mehr auf dem Spiel als bei den Wahlen in Berlin: Heißt der Gewinner am Abend des 27.Februars 2000 Volker<br />
Rühe und gewinnen die Konservativen im Mai in Nordrhein-Westfalen die Wahl, wird es voraussichtlich eine absolute Mehrheit<br />
im Bundesrat für die CDU/CSU/FDP regierten Länder geben und Bundeskanzler Schröder wird<br />
dann wohl auch noch heftiger den linken Parteiflügel zu spüren bekommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Schon früh stand fest, dass mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Volker Rühe, die CDU einen Top-Politiker als<br />
Herausforderer für die Schleswig-Holstein Wahl ins Rennen schickte. Der gebürtige Hamburger und stellvertretender<br />
Vorsitzender der CDU ist bekannt bei den Bürgern des nördlichsten Bundeslandes und hat es dennoch schwer gegen<br />
die nicht weniger prominente derzeitige Ministerpräsidentin Heide Simonis. Auf dem Landesparteitag am 9.Oktober<br />
wurde die bundesweit einzige Landeschefin mit einer klaren Mehrheit als Spitzenkandidatin nominiert: 98 Prozent<br />
der Delegierten wählten Heide Simonis an Platz eins der Landesliste. Unter dem Titel des Zukunftsprogramms<br />
&quot;Volle Kraft für unser Land&quot; will Heide Simonis Schleswig-Holstein in das Jahr 2005 führen. Erstmals am<br />
19. Mai 1993 von der Mehrheit des Schleswig-Holsteinischen Landtages gewählt und nach den Landtagswahlen 1996<br />
in ihrem Amt bestätigt, würde die Ministerpräsidentin nach einem Wahlsieg im Februar 2000 in ihre dritte<br />
Amtsperiode gehen. Der neue Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes ist sicher, dass die<br />
CDU trotz Volker Rühe nichts gegen die Landesregierung ausrichten kann. &quot;Wir wollen die Landtagswahl gewinnen.<br />
Wir wollen, dass Heide Simonis Ministerpräsidentin unseres Landes bleibt&quot;, gab der Landesvorsitzende die Richtung vor.<br />
Der Pressesprecher der Konservativen ist da ganz anderer Meinung: &quot;Die aktuellen Umfragezahlen zeigen, dass die<br />
CDU Schleswig-Holstein mit ihrem Spitzenkandidaten Volker Rühe auf Erfolgskurs ist. Wir wissen, dass wir für den<br />
Wahlerfolg am 27. Februar 2000 noch hart arbeiten müssen. Es gibt keinen Anlass, sich zurückzulehnen. Vielmehr<br />
muss die gesamte Partei in großer Geschlossenheit weiterarbeiten.&quot; Doch für Rühe geht es in Schleswig Holstein<br />
noch um mehr. Auch wenn zur Zeit bei der Frage nach dem nächsten Kanzlerkandidaten der Union meist andere Namen<br />
als erstes fallen, kann sich Rühe mit einem Wahlsieg wieder zurück in den Kreis der Bewerber für die nächste<br />
Bundstagswahl 2002 bringen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In digitaler Hinsicht haben die beiden Spitzenkandidaten die erste Runde des Wahlkampfs noch nicht so recht begonnen:<br />
Die Webmaster beider Parteien bauen zwar jeweils eine externe Wahlkampfseite für die Spitzenkandidaten auf, jedoch<br />
findet man unter <a href="http://www.heide-simonis.de/">heide-simonis.de</a> momentan allein den Hinweis &quot;under<br />
construction&quot;. Mit einem &quot;Standard-Webangebot&quot; (Lebenslauf, e-mail-Adresse, Presserklärungen und Wahlkampftermine)<br />
ist der CDU-Spitzenkandidat hingegen bereits jetzt unter <a href="http://www.ruehe.de/">ruehe.de</a> erreichbar,<br />
wenn auch die Seite noch Charme und Enthusiasmus vermissen läßt.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Obwohl die Wahlniederlagen der letzten Wochen vor allem auf die aktuellen Unstimmigkeiten innerhalb der Bundes-SPD und<br />
auf das schlecht präsentierte Sparprogramm zurückzuführen sind, versucht Heide Simonis nicht durch eine Distanzierung<br />
zu einigen rigiden Sparbeschlüssen Wählerstimmen zu gewinnen. Eher hofft die SPD in den nächsten Monaten von dem<br />
prognostizierten Konjunkturaufschwung etwas zu spüren und die gröbsten Klippen der Koalitionskrise umschifft zu haben.<br />
Genau dies war dem Frachter Pallas ja nicht gelungen, so dass jener Untergang vor einem Jahr diverse<br />
Kompetenzunstimmigkeiten innerhalb der Landesregierung offenlegte, die einen faden Geschmack bei den Wählerinnen und<br />
Wählern hinterlassen haben. So ist es momentan wohl nicht verwunderlich, dass die CDU in Umfragen die Nase vorn hat.<br />
Und angesichts der bundespolitischen Konsequenzen einer weiteren Wahlniederlage heißt es für die SPD in Schleswig<br />
Holstein nun wirklich: Gewinnen oder Kiel holen!</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>FDP gegen Internet-Steuer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fdp_gegen_internet_steuer-692/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/fdp_gegen_internet_steuer-692/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk-Staatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgebühr]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans Joachim Otto,
Bundestagsabgeordneter und rundfunkpolitischer Sprecher der
FDP-Fraktion, verurteilt den Beschluß der neuen Regelungen im Rundfunk-
Staatsvertrag. Während der Ministerpräsidentenkonferenz übergab der
Abgeordnete knapp 1000 Protest-e-mails, in denen sich Internet-User
gegen eine grundsätzliche Gebührenpflicht aussprechen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans Joachim Otto,<br />
Bundestagsabgeordneter und rundfunkpolitischer Sprecher der<br />
FDP-Fraktion, verurteilt den Beschluß der neuen Regelungen im Rundfunk-<br />
Staatsvertrag. Während der Ministerpräsidentenkonferenz übergab der<br />
Abgeordnete knapp 1000 Protest-e-mails, in denen sich Internet-User<br />
gegen eine grundsätzliche Gebührenpflicht aussprechen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Liste, mit den Protest e-mails hat die FDP im Vorfeld auf ihrer Homepage gesammelt und bei Konferenzbeginn<br />
an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz Kurt Beck übergeben (siehe Foto).<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/otto.jpg" alt="Beck und Otto" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Beck &amp; Otto</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der neue Rundfunkstaats-Vertrag, den die Ministerpräsidenten am 24.Juni 99 beschlossen haben,<br />
sieht eine Gebührenpflicht für PC&#8217;s mit Rundfunk-Empfangsmöglichkeiten vor.<br />
Einige Bundesländer haben ihre Bedenken geltend gemacht, so daß bis 2003 die Gebührenpflicht<br />
vorläufig ausgesetzt ist. Doch mit dieser Regelung ist Otto nicht einverstanden. Sein Argument:<br />
Mit dem Aufschub bis 2003 ist die Gebührenpflicht de facto bereits heute beschlossene Sache.<br />
Weiterhin verurteilt der FDP-Politiker diese international einmalige Gebühr als eine<br />
Strafsteuer für Modernität, denn sie erschwere die Einstiegschancen für innovative Unternehmer<br />
und junge Kreative.<br />
Gerade der Bereich der neuen Medien sei ein Feld, in dem nicht zuletzt neue Arbeitsplätze<br />
geschafft würden, so Otto.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Nicht sinnvoll ist in den Augen des FDP-Politikers auch die Regelung, daß sich Privathaushalte<br />
von der Gebühr auf Zweitgeräte befreien lassen können, die Unternehmen aber für jeden Computer<br />
mit Internetanschluß eine Steuer entrichten müßten. So würden ab 2004 Handwerker und Unternehmen<br />
jährlich mit Hundert Millionen DM zusätzlich belastet.<br />
Daher hatte die FDP schon bei Vorlage des Entwurfs zum neuen Rundfunk-Staatsvertrag zu einer<br />
<a href="http://www.fdp.de/fraktion/aktionen/">Protest-Aktion </a>im Internet aufgerufen. Protest-E-mails, die nach der Ministerpräsidentenkonferenz<br />
eingehen, werden direkt an Kurt Beck weitergeleitet.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Top Links zur Schleswig-Holstein Wahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/top_links_zur_schleswig_holstein_wahl-859/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/top_links_zur_schleswig_holstein_wahl-859/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Linkliste]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/top_links_zur_schleswig_holstein_wahl-859/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Spitzenkandidaten</b><br />
<a href="http://www.heide-simonis.de/">SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis</a><br />
<a href="http://www.ruehe.de/">CDU-Herausforderer Volker Rühe</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Spitzenkandidaten</b><br />
<a href="http://www.heide-simonis.de/">SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis</a><br />
<a href="http://www.ruehe.de/">CDU-Herausforderer Volker Rühe</a><br />
<a href="http://www.dranbleiben.de/ok/wahlunterlagen/wahl-kandidaten.html">Grüne-Spitzenkandidaten Irene Fröhlich und Rainder Steenblock</a><br />
<a href="http://www.fdp-sh.de/wk.htm">FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki</a><br />
<a href="http://www.ssw-sh.de/">SSW-Spitzenkandidatin Anke Spoorendonk</a><br />
<a href="http://www.pbc.de/lv/schleswig-holstein/index1.htm">PBC-Spitzenkandidat Arnim Häbel</a><br />
</span></p>
<p>
<!--href=" ">FDP-Spitzenkanditat</a>


<p>
--><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Kandidaten</b><br />
<a href="http://www.spd-schleswig-holstein.de/lv/lpt99/landesliste.html">SPD-Liste</a><br />
<a href="http://www.cdu-sh.de/landesliste.html">CDU-Liste</a><br />
<a href="http://www.dranbleiben.de/ok/wahlunterlagen/wahl-kandidaten-liste.html">Die Grünen-Liste</a><br />
<a href="http://www.fdp-sh.de/kandlist.htm">Die FDP-Liste</a><br />
<a href="http://www.pds-sh.de/wahl2000/KandidatInnen.htm">Die PDS-Liste</a><br />
<a href="http://www.ssw-landesverband.de/frmtop.html">Die SSW-Liste</a><br />
<a href="http://www.pbc.de/lv/schleswig-holstein/index0.htm">Die PBC-Liste</a><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Regierung, Behörden &amp; Politik</b><br />
<a href="http://www.schleswig-holstein.de/">Homepage von Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.schleswig-holstein.de/forum/landtag.html">Schleswig-Holstein &#8211; Landtag</a><br />
<a href="http://www.bundesrat.de/Laender/index.html">Schleswig-Holstein im Bundesrat</a><br />
<a href="http://www.statistik-sh.de/EW99.htm">Landeswahlleiter Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.statistik-sh.de/">Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein</a><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Parteien (Landesverbände)</b><br />
<a href="http://www.spd-schleswig-holstein.de/">SPD Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.cdu-sh.de/">CDU Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.dranbleiben.de/">Grüne Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.fdp-sh.de/">FDP Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.pds-sh.de/">PDS Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.pbc.de/lv/schleswig-holstein/">PBC Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.jush.de/">Junge Union Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.ssw-landesverband.de/">SSW Landesverband</a><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Programme</b><br />
<a href="http://www.spd-schleswig-holstein.de/lv/h_s/programm/index.html">SPD Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.cdu-sh.de/programm.html">CDU Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.fdp-sh.de/programm/Einleitung.htm">FDP Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.dranbleiben.de/ok/wahlunterlagen/wahl-programm.html">Grüne Schleswig-Holstein</a><br />
<a href="http://www.ssw-landesverband.de/wahlprogramm.html">SSW</a><br />
<a href="http://www.pbc.de/lv/schleswig-holstein/index1.htm">PBC</a><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Medien</b><br />
<a href="http://www.kn-online/">Kieler Nachrichten</a><br />
<a href="http://www.ln-online.de/home.html">Lübecker Nachrichten &#8211; online</a><br />
<a href="http://www.flensburg-online.de/index.html">Flensburg online</a><br />
<a href="http://www.shz.de/">Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag</a><br />
<a href="http://www.shz.de/wahlfieber">Wahlbörse</a></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Wähler im Netz?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Jungwähler]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;16 und 17jährige Jugendliche machen eine Ausbildung oder jobben neben der Schule, sie machen
ihren Urlaub allein und renovieren ihre Zimmer, sie  genießen ihre Freiheiten und zeigen
Verantwortung für ihr Leben. Warum sollte diese Gruppe nicht auch politisch Verantwortung
tragen können?&#34;</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;16 und 17jährige Jugendliche machen eine Ausbildung oder jobben neben der Schule, sie machen<br />
ihren Urlaub allein und renovieren ihre Zimmer, sie  genießen ihre Freiheiten und zeigen<br />
Verantwortung für ihr Leben. Warum sollte diese Gruppe nicht auch politisch Verantwortung<br />
tragen können?&quot;</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So oder ähnlich argumentieren die Jusos, wenn es um die Herabsetzung des Wahlberechtigtenalters<br />
geht. Einen weiteren kleinen Schritt in diese Richtung hat nun die Landesregierung in<br />
Nordrhein-Westfalen gemacht. Nachdem  junge Wähler in Niedersachsen, Schleswig-Holstein,<br />
Hessen, Mecklenburg-<br />
Vorpommern und Sachsen-Anhalt es vorgemacht haben, dürfen nun auch<br />
Jugendliche ab 16 in Nordrhein-Westfalen am politischen Geschehen in ihrer Stadt oder Gemeinde<br />
teilnehmen. Bei der Kommunalwahl am 12. September haben sie die Möglichkeit, ihren Stimmzettel<br />
auszufüllen und zur Wahlurne zu gehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur für  300.000 Jugendlichen steht dieses Jahr eine Premiere an, auch öffentliche<br />
Institutionen sind neue, digitale Wege gegangen, um die junge Zielgruppe vor ihrem<br />
vermeintlichen &quot;Lieblingsspielzeug&quot; zu erreichen.<br />
Der Landesverband der SPD in Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Schule, Weiterbildung,<br />
Wissenschaft und Forschung und der<br />
Jugendring NRW haben Web-Kampagnen ausgearbeitet, in der Hoffnung, so mehr Jungwähler zu<br />
informieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ohne oppositionelle Konkurrenz von der CDU geht der Landesverband der SPD ins Internet-Rennen und<br />
es scheint, die SPD und ihre Jugendorganisationen hätten den Wink mit dem Mausklick verstanden:<br />
Der Landesverband startete erfolgreich (siehe <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/ab16interview.shtml">Interview</a>) eine themenspezifische Kampagne im<br />
Netz, die von der Multimedia-Agentur<br />
<a href="http://www.barracuda.de/welcome_2.html#">barracuda digitale agentur</a> aus Köln<br />
produziert wurde.<br />
Unter <a href="http://www.ab16.de/">www.ab16.de</a> präsentiert sich das Angebot in einem<br />
ansprechenden Layout, welches zusätzlich eine ausgefallene aber perfekte Navigation bietet:<br />
Nicht Themenleisten findet man am Bildschirmrand, sondern eine Grafik, die schon mal<br />
witzig-ironisch daherkommt.<br />
Inhaltlich setzt die Kampagne auf kurze Informationen und prägnante Antworten auf wichtige<br />
Fragen, wie zum Beispiel &quot;Wen darf ich wählen?&quot; &quot;Was bringt mir das?&quot; und &quot;Wählen &#8211; wie geht<br />
das?&quot; <br />
Ganz wichtig ist den Verantwortlichen von www.ab16.de die Meinung der User, denn nicht allein<br />
auf einer Seite rufen die Verantwortlichen zu Eigeninitiative und Verbesserungsvorschlägen auf.<br />
Auch die Zielgruppe selbst kommt nicht zu kurz: Auf einer Seite äußern junge Wähler ihre<br />
Meinung zu der Senkung des Wahlalters und den Wahlen. Hier loben alle ganz klar ihre neue<br />
politische Verantwortung. Was man alles bewirken kann, wenn man die erst mal hat, können die<br />
Web-Site-Besucher jede Woche neu unter dem Link &quot;Projekt der Woche&quot; begutachten. Auf Wunsch<br />
kann der Website-Besucher einen wöchentlichen Newsletter anfordern, in dem er informiert wird,<br />
was sich auf der Website und drumherum getan hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht ganz so gut strukturiert und mit einem eher auf jung getrimmten Layout präsentiert das<br />
Ministerium für Schule und Weiterbildung ihren Webauftritt zum Wahlrecht ab 16<br />
(<a href="http://www.16plus.de/">www.16plus.de</a>). Dafür gibt es jedoch interaktive Möglichkeiten:<br />
Zusammen mit der Agentur<br />
<a href="http://www.wysiwyg.de/">WYSIWYG.de</a> gibt die Redaktion dem User die Möglichkeit, bei<br />
einem Quiz mitzumachen und dabei T-Shirts zu gewinnen, Jugendliche aus den 80iger Jahren<br />
digital anzukleiden oder die Lebensgewohnheiten der damaligen Jugendbewegungen zu erraten.<br />
Auch können die jungen Web-Site-Besucher schon bei den Erklärungen wählen: möchten sie kurze,<br />
schnelle, einleuchtende Antworten auf ihre Fragen haben, oder geben sie  sich erst mit<br />
ausführlichen wissenschaftlichen Begründungen zufrieden. Für beide Bedürfnisse hat die<br />
Web-Site etwas zu bieten.<br />
Einen besonderen Service hält das Ministerium zusätzlich im Netz bereit: Eine Linkliste<br />
verweist auf Web-Sites zu verschiedenen Themengebieten, wie zum Beispiel &quot;Organisationen&quot;,<br />
&quot;Gesetze und mehr&quot;  und &quot;Meinungen und Visionen&quot;.  Für die Sorgfältigen unter den jungen<br />
Wählern also genau das Richtige.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ähnliche Informationen gibt es auch auf der Web-Site des Jugendrings NRW, der das Projekt<br />
<a href="http://www.ab-16.de/"> &quot;Erstmal Kommunalwahl ab 16&quot; </a><br />
ins Leben gerufen hat. Allerdings sind die Seiten alles andere als professionell gestaltet und<br />
die Rubriken in der Navigationszeile sind so ungeschickt<br />
formuliert, dass ein schnelles Abrufen von Information nicht möglich ist. <br />
Doch offensichtlich möchte der Kreisjugendring auch nicht in erster Linie informieren, sondern<br />
Jugendliche ansprechen, die sich politisch engagieren wollen. Die WWW-Site ruft Jugendgruppen,<br />
Klassen und Schülerzeitungen auf, ihre Wünsche, Ideen und Forderungen in Bezug auf die<br />
Jugendarbeit in ihrer Stadt oder Gemeinde zu artikulieren. Diese sollen dann an Aktionstagen<br />
auf Plakatwänden, Homepages und in Radiosendungen präsentiert werden. Somit lautet hier die<br />
Devise: Seid aktiv!<br />
Die drei websites sind untereinander verlinkt und bilden somit eine Plattform, die sowohl dem<br />
User mit wenig Zeit, dem mit großem Interesse an Hintergründen als auch dem mit viel<br />
Engagement passende Informationen liefert.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nun, nach so viel Weboffensive, hoffen die Initiatoren natürlich auf ein entsprechendes Echo<br />
der Jugendlichen in Form von einer hohen Wahlbeteiligung. Ob die Rechnung mit dem Netz<br />
aufgeht, werden sie am 12.September ab 18 Uhr erfahren.</span></p>
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		<title>Berlin: Zwischen Staat und Stadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Die Digitalen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Während der große Umzug immer noch auf Hochtouren läuft, die Bonner
Abgeordneten sich langsam in der Hauptstadt einleben, an jeder Ecke in Berlin gebaut und Strassen
aufgerissen werden, geht der letzte Wahlkampf in diesem Jahr in die heisse Phase. Doch auch in
Berlin scheint es keine spektakulären Überraschungen zu geben.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Während der große Umzug immer noch auf Hochtouren läuft, die Bonner<br />
Abgeordneten sich langsam in der Hauptstadt einleben, an jeder Ecke in Berlin gebaut und Strassen<br />
aufgerissen werden, geht der letzte Wahlkampf in diesem Jahr in die heisse Phase. Doch auch in<br />
Berlin scheint es keine spektakulären Überraschungen zu geben.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Digitalen haben es nicht geschafft. Die im Sommer gegründete Partei wollte mit ihrem Spitzenkandidaten<br />
und Vorsitzenden <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/oenicke/">Jens Oenicke</a> die Politik mit Hilfe der modernen<br />
Informationstechnologien revolutionieren. Die Teilnahme an der Berliner Wahl zum Abgeordnetenhaus<br />
scheiterte aber an nicht genügend Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Berlinern.<br />
Die &quot;Open Idea Policy&quot;, die die Partei vertreten wollte, wird demnach wohl nicht in digitaler<br />
Art und Weise im Berliner Parlament ausgeübt. Jedoch versprechen die Digitalen auf ihrer<br />
<a href="http://www.digitalen.de/">Homepage</a>, nicht in der Versenkung zu verschwinden,<br />
sondern bei den nächsten Landtagswahlen im Frühjahr 2000 auf den Listen zu stehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei den etablierten Parteien gibt es keine Überraschungen in der &quot;heissen Phase&quot; des Wahlkampfs<br />
in diesem Jahr:  Weiterhin liegt die CDU um den joggenden Spitzenkandidaten <a href="http://www.diepgen.de/"><br />
Eberhard Diepgen</a> in der Wählergunst weit vorn. In Umfragen zahlt sich die Strategie der<br />
Konservativen, jetzt noch stärker auf den beliebten Bürgermeister zu setzen, scheinbar aus.<br />
Denn 38% der Berliner würden bei der Wahl am 10.Oktober  &quot;Ebi&quot;  wiederwählen. Ihre Strategie<br />
geändert hat auch die SPD, jedoch in eine andere Richtung: Ihren Spitzenkandidaten Walter Momper zeigen<br />
die Berliner Genossen nicht mehr allzu gern: Die zuletzt gedruckten Plakate tragen schlicht den<br />
Ausspruch: &quot;Wir kämpfen für Berlin.&quot; Und kämpfen muss die SPD wohl auch. Die Umfragewerte sind<br />
denkbar schlecht: Erhebungen prophezeien der Berliner SPD nur knapp über 20 %. Das hatte man<br />
sich damals wohl anders vorgestellt, als Walter Momper im Januar zum Spitzenkandidaten gekürt<br />
wurde. An die Emotionen und die Nostalgie von 1989 wollten die Genossen appellieren. Doch es scheint,<br />
die Berliner sind mit der jetzigen großen Koalition und dem Regierenden Bürgermeister zufrieden,<br />
so dass die erhoffte Nostalgie weitgehend ausbleibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Während die Umfragewerte für die Genossen also alles andere als gut sind,<br />
hat sich auf den Websites der SPD jedoch eine Menge getan: Die erste Veränderung,<br />
die dem Besucher der Webpage <a href="http://www.momper.de/">momper.de</a> auffällt,<br />
ist, dass der Spitzenkandidat jetzt eine eigene externe Homepage besitzt. Verlinkt<br />
wird von dort aus auf die Homepage der <a href="http://www.spd-berlin.de/"> SPD-Berlin</a>,<br />
auf <a href="http://www.diepgen-geht.de/">diepgen-geht.de</a> und die Wahlkampfseiten,<br />
auf denen sich die Webmaster der SPD in der letzten Zeit verstärkt um mehr Bürgernähe<br />
bemühen. So gibt es zum Beispiel ein Gästebuch und ein Forum, in denen sich<br />
jeder Besucher zum Wahlkampf der SPD äußern kann. Sehr lobenswert ist, dass<br />
auch Meinungen, die nicht mit der Partei konform gehen, veröffentlicht werden.<br />
Ein neues, sehr fortschrittliches Angebot sind die Chats mit prominenten Berliner<br />
Politikern. Leider sind die Ankündigungen der Chats nicht auf dem neuesten Stand,<br />
und auch Transkripte der virtuellen Fragestunden sind nicht verlinkt. Trotzdem:<br />
die SPD hat in den letzten Wochen zumindest digital zugelegt und überholt mittlerweile<br />
die Websites der <a href="http://www.cduberlin.de/">Berliner CDU</a>, die ihr<br />
Internet-Angebot in den letzten Wochen nicht verändert oder gar erweitert hat.<br />
Während die Konservativen in der letzten Bewertung <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin1999/diepvsmomp.shtml">Diepgen<br />
vs. Momper</a> das digitale Wettrennen gewinnen, prägte in den letzten Wochen<br />
der Stillstand die Websites. Zwar gibt es auch hier immer noch ein Forum, doch<br />
Chats und andere virtuelle Dialogmöglichkeiten sucht der Websitebesucher vergebens.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die kleinen Parteien, die sich teilweise bei den letzten Landtagswahlen im Webwahlkampf gut geschlagen<br />
haben, enttäuschen digital in Berlin. Besonders die <a href="http://www.gruene-berlin.de/"><br />
Grünen</a>, die in Sachsen eine hervorragende Website präsentierten, bleiben in Berlin hinter den<br />
Erwartungen zurück: Neben dem gewöhnlichen Angebot des Landesverbandes gibt es zwar die<br />
Sonderseiten zur Wahl mit Kandidaten und Programm, doch die einzige Besonderheit in diesem Angebot<br />
ist eine Liste mit den Lieblingslinks der Kandidatinnen und Kandidaten. Auf die Umfragewerte hat<br />
diese magere Webpräsenz jedoch keinen Einfluss: Waren die Grünen in Sachsen mit 2,5 %  von der<br />
5%-Hürde und damit vom Einzug in den Landtag weit entfernt, so wird die Partei in Berlin den<br />
Einzug ins Abgeordnetenhaus souverän schaffen: In aktuellen Umfragen liegt die Partei bei 11%.<br />
Auch der <a href="http://www.pds-berlin.de/">PDS</a>, die bei allen Landtagswahlen in diesem Herbst<br />
gewaltig an Stimmen hinzugewinnen<br />
konnte,  werden laut Umfragen circa 16% der Wählerstimmen prophezeit. Somit wird sie wohl auch in Berlin drittstärkste<br />
Kraft im Parlament. Der Webwahlkampf findet bei der PDS zwar statt, jedoch nutzt die Partei<br />
nicht die Funktionen, die das neue Medium mit sich bringt:  Ausser viel Text und vielen Informationen<br />
bietet die Partei recht wenig Interaktivität. Positiv ist<br />
allerdings, dass viele Bezirksverbände eine eigene Homepage besitzen und per e-mail zu<br />
erreichen sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Partei, die in bei den letzten Wahlkämpfen digital wie analog &quot;versagte&quot;, überrascht indes<br />
mit einer erstaunlich guten Präsentation im Netz: Die <a href="http://www.fdp-berlin.de/">FDP</a><br />
strukturiert ihr Angebot schon auf der Startseite gut und erstaunlich viele Bezirksverbände besitzen<br />
eine eigene Homepage, auf die die Berliner FDP verlinkt. Kandidaten werden kurz und informativ vorgestellt,<br />
es gibt ein Forum und zahlreiche e-mail-Adressen: Für FDP-Maßstäbe eine außerordentlich<br />
gute Webpräsenz. Trotzdem wird die FDP aller Voraussicht nach nicht in das Berliner Abgeordnetenhaus<br />
einziehen. In Umfragen sind die Liberalen weit von der 5%-Hürde entfernt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt ist der Berliner<br />
Wahlkampf aber dennoch nicht so langweilig wie er gerne gemacht wird.<br />
Als Beobachter fehlt es einem eher an &quot;Substantiellem&quot; in den<br />
Diskussionen, obwohl genügend Probleme zu bewältigen sind. Ein Grund<br />
für die unzureichende Auseinandersetzung mit tagespolitischen<br />
Ereignissen könnte sein, dass sich Berlin als deutscher Regierungssitz<br />
in Zukunft gewaltig verändern wird, und auch die Bedeutung des<br />
ehemaligen Stadtstaates mit besonderer Aufgabe als &quot;Insel im Kampf<br />
gegen den Sozialismus&quot; obsolet geworden ist. Der zukünftige Regierende<br />
Bürgermeister wird ein anderes Berlin regieren, als zuletzt. Nicht nur<br />
der erneute Versuch einer Fusion mit Brandenburg und das soziale<br />
Zusammenwachsen zwischen Ost und West ist zu bewältigen, sondern<br />
vielmehr sind es repräsentative Aufgaben, die der Berliner<br />
Bürgermeister demnächst zu erfüllen hat. Die Berliner Bürgerinnen und<br />
Bürger vertrauen bei dieser &quot;Metamorphose&quot; Berlins, vom Staat zur<br />
Stadt, anscheinend eher auf Diepgen als auf Momper, obwohl der gerade<br />
wegen seiner Volkesnähe aus dem politischen Abseits zurückgeholt wurde.<br />
Ob aber die SPD taktisch klug beraten war, sich auf diesen<br />
Personality-Wahlkampf einzulassen, bleibt nicht nur aufgrund der<br />
derzeitigen Umfragewerte zweifelhaft. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Wir wollen zeigen, dass man online etwas verändern kann.&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/wir_wollen_zeigen_dass_man_online_etwas_veraendern_kann-709/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Jobelius]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Lennardt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wir_wollen_zeigen_dass_man_online_etwas_veraendern_kann-709/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Sebastian Jobelius, Vorsitzender der Jusos in Nordrhein-Westfalen
und Stefan Lennardt, Pressesprecher der SPD in NRW im Gespräch
mit politik-digital zur Weboffensive &#34;ab16.de&#34;.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Sebastian Jobelius, Vorsitzender der Jusos in Nordrhein-Westfalen<br />
und Stefan Lennardt, Pressesprecher der SPD in NRW im Gespräch<br />
mit politik-digital zur Weboffensive &quot;ab16.de&quot;.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> In dieser Zeit wird oft von den politisch desinteressierten<br />
Jugendlichen geredet, denken Sie, dass Sie ausgerechnet<br />
vor den Rechnern die politisch interessierten Jugendlichen<br />
antreffen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sebastian Jobelius</b>: Ich glaube nicht, daß Jugendliche per se politisch desinteressiert sind.<br />
In Gegenteil: Viele fühlen sich für ihre Umwelt verantwortlich, sie denken<br />
mit und haben eine Meinung. Was sie ablehnen sind die etablierten Formen<br />
der Politik, die Fratzen im Fernsehen und die ewig gleichen Floskeln der<br />
Politiker. Hier bietet das Internet eine Alternative, denn man muss sich<br />
von niemandem vollquatschen lassen. Mit einem guten Angebot kann man daher<br />
gerade im Netz interessierte Jugendliche erreichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Stefan Lennardt</b>: Wir wissen aus Erfahrung, dass viele<br />
Internet-User das Web für politische Information nutzen. Man kann ja<br />
politische Infos nirgends so gut aufbereiten. Und: Wer auf unserer Site<br />
landet, wollte schließlich dahin. Mit wirklich Desinteressierten kriegen wir<br />
es also kaum zu tun.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Glauben Sie, dass Jugendliche durch das Internet eher auf ihr neues<br />
Recht aufmerksam werden als durch Zeitung und Fernsehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sebastian Jobelius</b>: Zeitung und Fernsehen informieren nur sehr verkürzt über das neue Wahlrecht<br />
für 16jährige. Im Netz dagegen kann man sich in aller Ruhe mit dem neuen<br />
Wahlrecht beschäftigen: wie geht das überhaupt, muß ich mich anmelden, was<br />
wollen die überhaupt von mir ? Unsere Seiten gehen natürlich noch weiter.<br />
Wir wollen zeigen, dass man etwas verändern kann und dass die Jusos was auf<br />
die Beine kriegen. Schließlich haben wir auch mit das Wahlrecht 16<br />
durchgesetzt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Stefan Lennardt</b>: Es gehört alles zusammen. Manche lesen wenig und sehen nur fern, andere<br />
haben gar keinen Fernseher und stattdessen mit dem Web genug. Für die<br />
meisten bietet das Internet in Sachen Politik wohl eher Zusatz-Infos. Aber<br />
für uns ist das sehr attraktiv.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie schätzen Sie allgemein das Engagement bei Jugendlichen ab 16<br />
Jahren im politischen Bereich ein? Auch aufgrund Ihrer<br />
persönlichen Erfahrungen bei den Jusos?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sebastian Jobelius</b>:Ich stelle fest, dass Jugendliche eigentlich an allen Ecken und Enden<br />
engagiert und aktiv sind. Das Angebot ist ja auch riesig. Natürlich würde<br />
ich mir oft wünschen, mehr Jugendliche wären bei den Jusos oder anderen<br />
Jugendorganisationen aktiv, doch das ist nicht immer der Fall. Wenn ich das<br />
Engagement der meisten Jugendlichen beschreiben sollte, würde ich sagen: es<br />
muss Spaß machen, konkret sein und bloß nichts Bindendes mit sich bringen.<br />
Das ist natürlich mit einer Jugendorganisation wie den Jusos nicht immer<br />
vereinbar, aber wir arbeiten daran.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Fordern Sie, dass auch auf Bundesebene ab 16 Jahren gewählt werden<br />
kann?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sebastian Jobelius</b>: Ich setze mich für das Wahlrecht ab 16 auf Landes- und Bundesebene ein.<br />
Hierfür kann ich kurz drei Gründe nennen: 1. Die Probleme unserer<br />
Gesellschaft haben Ende der 90er Jahre in vollem Maße die Jugend erreicht.<br />
Man nehme nur die Krise auf dem Ausbildungsmarkt. Jugendliche haben das<br />
Recht zu sagen, wem sie am ehesten zutrauen derartige Probleme zu lösen.<br />
Politiker würden die Probleme ernster nehmen, wenn sie auf die Stimmen der<br />
16jährigen angewiesen sind. 2. Ich darf mit 16 meinen Beruf und meine<br />
Religion wählen, ich bin straffähig, kann Kinder kriegen und heiraten. Die<br />
Politik sollte sich hier nicht wichtiger nehmen als sie ist: wer das darf,<br />
darf auch einen Abgeordneten mitwählen. 3. Viele sagen: 16jährige<br />
interessieren sich noch nicht für Politik. Doch das ist eine vermessene<br />
Position. Es geht ja darum, eine politische Entscheidung zu treffen. Und<br />
dazu sind 16jährige sehr wohl in der Lage.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Stefan Lennardt</b>: Das ist keine durchgängige Forderung in der SPD. Ist vielleicht auch ganz<br />
gut, jetzt erstmal ein paar Erfahrungen zu machen. Privat fände ich auch ein<br />
bundesweites Wahlrecht ab 16 absolut okay.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Haben Sie schon feedback von den Jugendlichen bekommen? Wie ist<br />
die Resonanz allgemein auf das Projekt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Sebastian Jobelius</b>: Das Feedback ist hervorragend. Wir hatten alleine in der ersten Woche über<br />
20.000 Besuche auf unserer Site. Die Jusos machen mit www.ab16.de<br />
Wahlkampf und stoßen dabei auf das Interesse vieler Jugendlicher. Das<br />
ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzumachen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Stefan Lennardt</b>: Die meisten Mails bekommen direkt die Jugendlichen, die auf unserer Site<br />
vorgestellt werden. Die Nutzung war in der ersten Woche schon höher als auf<br />
unserer klassischen &quot;SPD-Site&quot; &#8211; das hat uns gefreut und gewundert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.<br />
<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview mit Sebastian Jobelius und Stefan Lennardt führte Anne-Katrin Fischer.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Im Netz: Diepgen vs. Momper</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/im_netz_diepgen_vs_momper-866/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzenkandidat]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Momper]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die beiden Spitzenkandidaten in Berlin geben sich nicht nur in der
realen Welt ein &#34;Wettrennen&#34;. Auch im Internet sind beide mit persönlichen Homepages vertreten.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die beiden Spitzenkandidaten in Berlin geben sich nicht nur in der<br />
realen Welt ein &quot;Wettrennen&quot;. Auch im Internet sind beide mit persönlichen Homepages vertreten.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> In Berlin ist was los zur Zeit.<br />
Der Umzug läuft auf vollen Touren, die Bonner beziehen nach und nach<br />
ihre Berliner Büros und Wohnungen, und immer noch wird an jeder Ecke<br />
gebaut, geplant und debattiert. Jedoch ist nicht allein der Umzug<br />
verantwortlich für die Bewegung und Aufbruchstimmung, die in der Stadt<br />
an der Spree momentan herrscht, auch der Wahlkampf geht jetzt in die<br />
heiße Phase. &quot;Diepgen rennt&quot; durch Berlin, &quot;Momper ist auf Touren.&quot; Die<br />
Spitzenkanditaten von CDU und SPD kommen in diesem Sommer ganz schön<br />
ins Schwitzen, halten sie das, was in ihrem vollen Wahlkampfkalender<br />
versprochen wird.<br />
Doch nicht nur in der realen Welt geben sich Eberhard Diepgen und<br />
Walter Momper fit, jung und modern. Zusätzlich haben beide Kandidaten<br />
virtuell aufgerüstet. Mit persönlichen Homepages zeigen sich die<br />
Spitzenkandidaten im &quot;Neuen Medium&quot; ganz inter-nett und werben um die<br />
Stimmen der Surfer vor den Rechnern. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Checkpoint ebi ist das Wahlkampfzentrum der CDU und verantwortlich für die Wahlkampfseiten im Internet-<br />
Angebot der CDU in Berlin<br />
(<a href="http://www.cduberlin.de/">cduberlin.de</a>) und für die des regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen<br />
<a href="http://www.diepgen.de/">www.diepgen.de</a>.<br />
Jedoch findet nur unter letztgenannter Adresse der richtige Wahlkampf statt. Sucht man  allerdings unter der URL<br />
<a href="http://www.cdu-berlin.de/">www.cdu-berlin.de</a> nach Informationen zum Wahlkampf, präsentiert sich dort<br />
nur der Hinweis, dass sich unter dieser Domain der Kreisverband Reinickendorf bald<br />
ins Netz wagt. Da fragt man sich schon verwundert, ob die CDU Berlin sich intern nicht auf eine gemeinsame Domain einigen<br />
kann.<br />
<br />
Dafür geht es bei diepgen.de in die Offensive: Schon auf der Startseite erwartet die Besucher ein ansprechendes Layout,<br />
das vorwiegend in rot (!) und grau gehalten ist. Um den Namen des CDU-Mannes sind Schlagwörter angeordnet, die<br />
werbewirksam mit ihm assoziiert werden. &quot;Ziele, Ausdauer, Mut&quot; und ganz groß &quot;Erfolge&quot; sind da zu lesen, und schnell wird<br />
geklickt, um zu erfahren, was hier nun geboten wird.<br />
In der Navigationsspalte sind vier Bereiche angegeben, durch die der User sich hindurchklicken kann. Eberhard Diepgen im<br />
Dialog, der Bürgermeister persönlich, der Politker,die aktuelle Politik und Presse stehen hier zur Auswahl. Um Kontakt<br />
mit Diepgen aufzunehmen, sollte jeder Web-Site-Besucher sich eine Frage ausdenken, e-mail-Adresse und Name angeben und<br />
schon landet die Frage beim Checkpoint ebi. Dessen Name ist allerdings ganz zufällig der Spitzname des Kandidaten,<br />
ursprünglich bedeutet sie &quot;Entscheidende Berlin Initiative&quot;.<br />
Auf jeder Seite läuft ein Wahlcountdown, und in jedem Bereich des Internet-Angebots werden Turnschuhe angepriesen.<br />
Jedoch nicht irgendwelche Turnschuhe, sondern die &quot;ebi-runner&quot;. Das sind Joggingschuhe, geschmückt mit dem Schriftzug ebi<br />
und  Berlin Wappen, mit denen jeder CDU-Anhänger es sportlich mit Diepgen aufnehmen kann. Wann und wo der Spitzenkandidat<br />
joggt, erfährt man &#8211; natürlich &#8211; in der Rubrik &quot;Diepgen persönlich&quot;. Klickt man auf Credo erscheint das für einen<br />
Politiker wohl eher untypische Motto: &quot;Verspreche nichts, was du nicht halten kannst.&quot; Taktisch sehr klug fügt<br />
Eberhard Diepgen hinzu: Und das gilt insbesondere in Zeiten des Wahlkampfs.<br />
Leider lässt sich auch nach langem Nachforschen nur eine Telefonnumer vom Checkpoint ebi finden. Nach einem Kontakt zum<br />
Büro Eberhard Diepgen sucht man vergeblich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht ganz so eigenständig und auf den Spitzenkandidaten zugeschnitten ist die Präsentation des SPD-Herausforderers<br />
Walter Momper. Unter <a href="http://www.momper.de/">momper.de</a> findet sich zwar die Startseite mit dem Konterfei des<br />
51jährigen Kandidaten, jedoch befindet man sich schon nach einem Klick auf den Wahlkampfseiten der Berliner SPD<br />
(<a href="http://www.spd-berlin.de/">spd-berlin.de</a>). <br />
Die persönlichen Seiten des &quot;Mannes mit dem roten Schal&quot; im SPD-Angebot zeugen nicht gerade von Professionalität, und<br />
die User haben nicht sehr viele Möglichkeiten, um etwas über den Spitzenkandidaten persönlich zu erfahren. Zwar kann der<br />
interessierte Web-Site Besucher eine mittellange Biographie, die letzten Reden und die nächsten Daten seiner<br />
Wahlkampftermine hier finden, jedoch werden die technischen und grafischen Möglichkeiten zur besseren Navigation und für<br />
ein größeres Angebot nicht ausgeschöpft.<br />
Hinzu kommt, dass das müde Textangebot gerade einmal von zwei unterschiedlichen Photos (Momper klein und Momper groß)<br />
aufgelockert wird.<br />
Allerdings ist das gesamte Wahlprogramm der SPD im Internet veröffentlicht und als PDF-Datei zum Herunterladen<br />
freigegeben.  Zusätzlich wird auf eine Seite gelinkt, in der alle Kandidaten aufgeführt werden, und ausserdem wird die<br />
&quot;Quadriga&quot;, das Führungsteam an der Spitze der Berliner SPD, ausführlich vorgestellt.Einen kleinen aber feinen Streich<br />
spielt die SPD der CDU jedoch: gibt man die URL <a href="http://www.diepgen-geht.de/">diepgen-geht.de</a> erscheint die<br />
Website einer Initiative der SPD Berlin, die auf ihre Website verweist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es scheint, die CDU hätte die Zeichen der Zeit erkannt: Jedenfalls erklärte der Pressesprecher der Berliner CDU,<br />
Matthias Wambach, dass das Internet als Medium für den Wahlkampf immer mehr an Bedeutung gewinne.<br />
Wichtig erscheine ihm auch, nicht nur junge Wähler zu erreichen, sondern auch  ältere, die beruflich viel mit dem<br />
Internet arbeiten.<br />
Besonders das Suchen sei im Internet leichter und komfortabler als das Herumblätter in Stapeln von Broschüren.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So gewinnt Diepgen das &quot;Wettrennen&quot; im Netz. Denn im Vergleich präsentieren sich die Websites des Regierenden<br />
Bürgermeisters in einem besseren Layout, ausführlicher und mit einer übersichtlicheren Navigation als die seines Gegners.<br />
Ausserdem werden die digitalen Möglichkeiten voll ausgeschöpft: Im Bereich Dialog<br />
rufen die Verantwortlichen zum Schreiben von e-mails und Kommentaren zum Wahlkampf auf. So wird die Nähe zum Bürger und<br />
dessen Vorstellungen mit jedem Mausklick gefördert und gefordert.<br />
Doch eigentlich unterscheidet sich der virtuelle Wahlkampf nicht sonderlich von dem realen: Während  die CDU  ganz auf das<br />
bekannte Gesicht ihres Spitzenkandidaten und Bürgermeisters setzt und mit der ausführlichen Homepage Diepgens die Wähler<br />
informiert, wartet die SPD mit dem gesamten Team und dem Inhalt ihres<br />
Programmes auf. Weniger der Kopf Walter Momper scheint hier zu zählen, als das, was er und seine Partei den Berlinern<br />
versprechen. Mag sein, dass die SPD ihren Kurs aufgrund der schlechten Umfrageergebnisse für Momper geändert hat, denn bei<br />
der Nominierung des Herausforderers wollte die Partei gerade mit der Persönlichkeit Walter Momper Nostalgie und gute<br />
Erinnerungen wecken. Auch im Netz.</span></p>
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		<title>NewMedia@HamburgerWahlkampf?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem Hamburg sich in den letzten Jahren
zu einem der wichtigsten New Economy- und New Media-Standorte entwickelt hat,
haben auch die Parteien in der Hansestadt das Potenzial des WWW erkannt: Viel
stärker als beim Wahlkampf vor vier Jahren setzen die Landesverbände auf die digitalen ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem Hamburg sich in den letzten Jahren<br />
zu einem der wichtigsten New Economy- und New Media-Standorte entwickelt hat,<br />
haben auch die Parteien in der Hansestadt das Potenzial des WWW erkannt: Viel<br />
stärker als beim Wahlkampf vor vier Jahren setzen die Landesverbände auf die digitalen<br />
Möglichkeiten, die sich in einem Netz-Ringen um die Wählergunst erschließen lassen.<br />
Doch hat sich die Mühe und das Geld gelohnt? Wer ist digitaler Gewinner und Verlierer?<br />
Und wie macht sich &quot;Richter Gnadenlos&quot; Schill im WorldWideWeb? Sicher ist: Viel<br />
mehr Gelder als 1997 fließen nun auch in die Planung, den Aufbau und die Pflege<br />
von Wahlkampfwebsites. Während der Gesamtetat für den Wahlkampf bei der SPD bei<br />
1,5 Millionen Mark liegt und die CDU mit rund der Hälfte auskommen muss, schneiden<br />
online jedoch die Konservativen in der Elbmetropole am besten ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gewinnen mit Online-Ole</b><br />
Die CDU Hamburg um Spitzenkandidat Ole von Beust präsentiert sich im frischen<br />
Hellblau &#8212; farblich abgestimmt auf den blonden Hamburger Jung´. Die übersichtliche<br />
Struktur der Seite, unterstützt durch eine Sitemap, wird durch ganz neue Wahlkampf-Strategien<br />
der CDU Hanseaten ergänzt: Neben geplanten Chats mit dem Spitzenkandidat<br />
wird ein SMS-Service angeboten, der potenzielle Wähler mit den neuesten Informationen<br />
aus der konservativen Wahlkampfzentrale versorgt. Doch damit nimmt die Interaktivität<br />
noch kein Ende: Ein eher unterhaltsames denn wahlwirksames Instrument ist das<br />
Gästebuch. Auf den ersten Blick erkennt man hier, dass kein Webmaster am Werk<br />
ist und Beiträge zensiert. Ob eine ernstgemeinte Auseinandersetzung mit dem<br />
Wahlprogramm oder ähnliches dadurch gefördert wird, ist allerdings zu bezweifeln.<br />
Früh angekündigt hat Online-Ole seine e-Voting Initiative. Der User kann hier<br />
zwischen vier Möglichkeiten wählen, was die CDU als erstes machen soll, wenn<br />
Sie in der Regierungsverantwortung ist. Das vermeintliche Highlight im Webwahlkampf<br />
der CDU ist jedoch die Website <a href="http://gewinnen-mit-ole.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gewinnen-mit-ole.de</a>.<br />
Doch entpuppt sich diese Site nicht als Rätsel oder Wissensspiel, sondern vielmehr<br />
als Adressensammelstelle. Denn um an der Verlosung um einen &quot;Dombesuch mit Ole<br />
von Beust&quot; teilzunehmen, reicht es lediglich, Name und Adresse anzugeben. Nichtsdestotrotz<br />
beweist die Hamburger CDU hier Internetinnovation. Sie schöpft viele Möglichkeiten<br />
der digitalen Information und Kommunikation aus, und liegt so ganz klar vor<br />
der SPD.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Nichts Neues bei der SPD</b><br />
Diese legt andere Schwerpunkte im Netz: Anders als die Konservativen setzen<br />
die Sozialdemokraten ihr digitales Augenmerk nicht auf Spitzenkandidat und Regierenden<br />
Bürgermeister Ortwin Runde, sondern auf allgemeine Informationen zur Wahl zur<br />
Hamburgischen Bürgerschaft. Sämtliche Downloads von der Kandidatenliste über<br />
das Programm bis hin zum Versenden von elektronischen Wahlkampfkarten, bieten<br />
nicht wirklich etwas Neues. Auch das Diskussionsforum für registrierte Besucher<br />
und die Möglichkeiten, sich den SPD-Newsletter zuschicken zu lassen, zeigen<br />
keine digitalen Innovationen. Das Ziel der SPD-Internet-Projektgruppe, alle<br />
84 Hamburger SPD-Distrikte ins Netz zu bringen, wurde jedoch erreicht, so dass<br />
zu lokalen Veranstaltungen, dem Vorstand und den Zielen für den Distrikt jederzeit<br />
im Netz Informationen bereit stehen. Die interaktiven Möglichkeiten des WorldWideWeb<br />
werden auch in der Hochphase des Wahlkampfes von der SPD Hamburg nicht ausgeschöpft.<br />
So scheint es, als setzten die Hamburger Sozialdemokraten eher auf Information<br />
als auf Kommunikation.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Krista Sager Superstar</b><br />
Beim Koalitionspartner, der <a href="http://www.gruene-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GAL<br />
Hamburg</a>, sieht es auf der Landesverband-Website ähnlich aus. Jedoch sind<br />
Angaben zur Wahl leichter zu finden, und auch die Informationen zu den Personen<br />
sind auf den Wahlkampf abgestimmt und übersichtlicher angeordnet. Neben den<br />
obligaten Dialogmöglichkeiten wie Mailingliste, Gästebuch und Diskussionsforum<br />
bieten aber auch die Grünen/Alternative Liste im digitalen Wahlkampf keine Innovationen.<br />
Die persönliche Homepage der Spitzenkandidatin <a href="http://www.krista-sager.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krista<br />
Sager</a> kann dies nicht wettmachen, verschafft jedoch einen umfassenden Einblick<br />
in die Biographie, in die politischen Schwerpunkte und die Fußballprognosen<br />
der Senatorin für Wissenschaft und Forschung, die ein bekennender FC St. Pauli<br />
Fan ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>FDP setzt auf Lange</b><br />
Während sich die Hamburg-Site der FDP momentan in Überarbeitung befindet, ist<br />
der Wahlkampf der Hanseatischen Liberalen schon bei der Domaineingabe ganz auf<br />
den Spitzenkandidaten Rudolf Lange (<a href="http://www.lange2001.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.lange2001.de</a>)<br />
zugeschnitten. Die Seite hält neben Informationen zum Wahlprogramm und zum Spitzenkandidaten<br />
einen SMS-Newsservice bereit, wie ihn die CDU auch anbietet. Desgleichen wartet<br />
die FDP mit einem e-voting für die Hamburger auf. Hier geht es jedoch nicht<br />
um inhaltliche Fragen wie bei der CDU, sondern der User soll allein schätzen,<br />
wie viel Prozent der Wählerstimmen die Hamburger FDP am 23. September für sich<br />
verbuchen kann. Die Ankündigung des Spitzenkandidaten Lange, einen frechen Wahlkampf<br />
zu machen, erfüllt sich im Netz am offensichtlichsten am Beispiel des Anti-SPD<br />
Puzzles, das der User per Mausklick zusammenfügen kann. Als einziger Landesverband<br />
in Hamburg ruft die FDP im Netz zum Spenden auf, im &quot;Spendenforum&quot; finden sich<br />
jedoch keine Online-Überweisungsträger, sondern lediglich Angaben zur Bankverbindung.<br />
Im Gegensatz dazu möchten die Hamburger Liberalen Mitgliederrekrutierung online<br />
ausführen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Der &quot;Häuptling&quot; informiert</b><br />
Die <a href="http://www.stattpartei-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statt-Partei<br />
Hamburg</a> um Spitzenkandidat Jürgen Hunke stellt solide und gut strukturierte<br />
Information ins Netz. &quot;Der Häuptling der Nichtwähler&quot;, wie sich Hunke gerne<br />
bezeichnet, geht mit einem Mini-Etat von 10.000 Mark in den Wahlkampf, damit<br />
sind auch im Netz keine Neuheiten zu erreichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Der (S)chill Out-Bereich</b><br />
Auch die schillerndste Persönlichkeit im hanseatischen Wahlkampf, Ronald Barnabas<br />
Schill, ist mit seiner <a href="http://www.schill-partei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei<br />
Rechtsstaatlicher Offensive</a> (PRO) im Netz vertreten. Jedoch kann dieser<br />
Webauftritt nicht mit dem Gegenspieler, der Anti-Schill-Site, mithalten. Dröge<br />
Wahlkampf-Informationen rund um die Partei des &quot;Richter Gnadenlos&quot;, Termine<br />
und eine Presseschau präsentieren sich in einem unprofessionellen Layout. Der<br />
Link &quot;Forum&quot; ist zurzeit nicht anklickbar &#8211; ähnlich wie in seinen Verhandlungen<br />
ist Schill, der sich ab September schon als Hamburger Innensenator sieht, wohl<br />
auch digital nicht zu einem Dialog bereit. <a href="http://www.schill-out.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.schill-out.de</a><br />
wurde von den Jusos Hamburg ins Leben gerufen. Die Seite befasst sich inhaltlich<br />
mit dem Wahlprogramm der PRO-Partei , hat eine kommentierte Version der SPD<br />
Harburg und der Gewerkschaft ver.di online gestellt und möchte so dem &quot;Haider<br />
Norddeutschlands&quot; jegliche Wählergunst entziehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auch wenn die Hamburger Parteien im Jahre 2001 digital versierter und professioneller<br />
an den Wahlkampf im Netz herangehen und besonders bei der CDU Interaktivität<br />
groß geschrieben wird, ist eins klar: Information für und Kommunikation mit<br />
dem Wähler muss im WWW anders gehandhabt werden als auf dem Marktplatz oder<br />
vor dem Fußballstadion. Politisch interessierten Usern reicht es nicht, in einem<br />
Kandidaten-Chat mit den Slogans, Zahlen und Wahlkampfthesen abgespeist zu werden,<br />
die sie schon auf Großveranstaltungen und auf Plakaten präsentiert bekommen.<br />
</span></p>
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