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	<title>aherrmann &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>aherrmann &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Wer regiert im Internet? &#8211; Die virtuelle Welt der Mikronationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronation]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Nation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die DDR existiert seit 10 Jahren nicht mehr als realer Staat. Seitdem gibt es sie nur noch als virtuelle Welt im Internet,
in der Ostdeutsche und auch Westdeutsche die Vorzüge des sozialistischen Deutschlands preisen. Im Internet gibt es aber
zusätzlich zahlreiche Nationen, die einzig virtuell existieren. Diese sogenannten Mikronationen werden von Usern gegründet,
um selbst gesellschaftlich und politisch gestalten zu können.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die DDR existiert seit 10 Jahren nicht mehr als realer Staat. Seitdem gibt es sie nur noch als virtuelle Welt im Internet,<br />
in der Ostdeutsche und auch Westdeutsche die Vorzüge des sozialistischen Deutschlands preisen. Im Internet gibt es aber<br />
zusätzlich zahlreiche Nationen, die einzig virtuell existieren. Diese sogenannten Mikronationen werden von Usern gegründet,<br />
um selbst gesellschaftlich und politisch gestalten zu können.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den letzten Jahren haben immer mehr dieser virtuellen Länder ihre Unabhängigkeit im World Wide Web ausgerufen. Allein<br />
in Deutschland gibt es mittlerweile schon über 50 Mikronationen, weltweit dürften es Hunderte sein.<br />
Jeder User kann Bürger einer Mikronation werden, er braucht dazu meist nur ein kleines Formular auszufüllen und muss eine<br />
eigene Email-Adresse besitzen. Danach kann er nach Herzenslust walten und gestalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Und so sehen sie aus&#8230;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Staaten ähneln von den Grundzügen her ihren realen Pendants. Zumeist gibt der Webmaster eine Verfassung vor und<br />
dementsprechend die entsprechende Staatsform, doch danach können die normalen Bürger ihren Einfluss geltend machen. Sie<br />
können Parteien, Firmen und Organisationen gründen, Regierungsämter oder hohe Militärränge übernehmen, einer bestimmten<br />
Religionsgemeinschaft beitreten oder für eine der virtuellen Zeitungen schreiben. Durch Gesetzesinitiativen sind sie<br />
theoretisch sogar in der Lage, das Grundgerüst des Staates, die Verfassung, zu verändern.<br />
Herzstück der Mikronationen sind dabei die Foren. Abhängig von der jeweiligen Staatsform entweder Parlament oder Senat genannt<br />
tun dort die Bürger ihre Meinung zur aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Situation kund.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die verschiedenen Nationen bieten politisch ein breites Spektrum. Es gibt Monarchien mit einem absolutistischen Herrscher,<br />
in der Regel dem Staatsgründer selbst, Republiken und parlamentarische Demokratien sowie sozialistische Staaten. Der<br />
Aufbau der einzelnen Nationen orientiert sich oftmals an realen Staaten. Die Verfassungen sind ähnlich und die Art und<br />
Weise der politischen Umsetzung erweist sich als sehr komplex. In Einzelfällen werden sogar eigene Sprachen entwickelt,<br />
die dann jedoch selbst die eigenen Bürger meist nur unzureichend beherrschen. Auf eine Nationalflagge, eine eigene Währung<br />
oder besser noch eine eigene Nationalhymne hingegen verzichten die Mikronationen nur selten. So begegnen dem unbedarft<br />
surfenden User dann Lobpreisungen in der Art von &quot;Schönes wunderbares Land, unvergleichlich bist du zu schaun! Von zarten<br />
duftigen Nebeln sind deine Küsten umhüllt.[&#8230;.] Oh schönes, wunderbares Land Tir Na nÒg&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Diplomatie mal virtuell</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das &quot;Leben&quot; in solchen Mikronationen mag für Computerfreaks schon interessant genug erscheinen, doch richtig spannend wird<br />
es erst, wenn diplomatische Beziehungen zu anderen virtuellen Ländern aufgenommen werden. So werden beispielsweise Allianzen<br />
und Freundschaftsverträge geschlossen. Höhepunkt dieser &quot;internationalen&quot; Verknüpfungen ist der Zusammenschluss von 18<br />
zumeist deutschsprachigen Mikronationen zur <a href="http://www.uvno.fr.fm/" target="_new" rel="noopener noreferrer">United Virtual Nations Organization</a> (UVNO).<br />
Diese besteht seit November 1999 und soll als Interessenvertretung fungieren und bei bilateralen Problemen eingreifen,<br />
denn auch in der Welt des Internets soll es schon zu Kriegen gekommen sein. In Kriegen wird meistens versucht, das gegnerische<br />
Forum auf irgendeine Weise lahmzulegen. Die UVNO besitzt selbstredend eine Charta und wird in näherer Zukunft sicherlich<br />
auch erste Resolutionen verabschieden. In der Vollversammlung wird jedenfalls angeregt über die unterschiedlichsten Themen<br />
diskutiert. Generalsekretär ist Andrés R. Chilavert aus der <a href="http://www.geocities.com/chilavert_ci/index2.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Volksrepublik Wolfenstein</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Mitglied der UVNO ist beispielsweise die <a href="http://www.freie-republik.de/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freie Republik Tir Na nÒg</a>.<br />
In dem virtuellen Staat angekommen, wird der User zunächst durch das landestypische &quot;Slainte&quot; begrüßt. Danach erfährt er,<br />
dass  Tir Na nÒg eine pazifistische,  parlamentarische, sozialdemokratische Republik ist, in der vor allem der Spaß an<br />
der Sache im Vordergrund stehen soll und es keinen Anspruch auf eine reale Existenz gibt.<br />
Ansonsten können sich die momentan gut 50 Bürger nach Herzenslust<br />
austoben und sich selbst als Politiker versuchen. So bietet sich ihnen<br />
ein breites Spektrum verschiedener Parteien an, von der konservativen<br />
Volkspartei bis zur Partei der Teufelsanbeter, denen sie beitreten<br />
können. Ihre politische Überzeugung geben sie dann im Parlament zum<br />
Besten. Darüber hinaus ist es möglich, in beispielsweise dem Institut<br />
für Grenzwissenschaften und Ufologie oder der Kirche zur Einführung des<br />
absoluten Gottesvertrauens aktiv zu werden oder besser noch eine ganz<br />
eigene Organisation zu gründen. In Wirtschaftsunternehmen wie dem<br />
Tirotel geht es nicht zuletzt darum, ordentlich Batzen zu verdienen &#8211;<br />
so nennt sich die offizielle Landeswährung &#8211; und diese dann auf das<br />
eingerichtete Konto in der Zentralbank zu bringen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Weitere Organisationen</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben der UVNO gibt es auch noch weitere internationale Zusammenschlüsse, die <a href="http://members.tripod.de/OrgFrieden/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Organisation für den Frieden</a>,<br />
die <a href="http://www.socialismus.de/Politik/Die_virtuelle_sozialistische_I/die_virtuelle_sozialistische_i.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Virtuelle sozialistische Internationale</a><br />
und die International Organization of Food Exporting Countries (<a href="http://pagina.de/iofec" target="_new" rel="noopener noreferrer">IOFEC</a>).<br />
Mittlerweile ist außerdem eine virtuelle <a href="http://www.geocities.com/xyhempyx/intermap15.gif" target="_new" rel="noopener noreferrer">Landkarte</a><br />
entstanden, auf der ein Teil der Mikronationen seine geographische Position verewigt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die mikronationale Welt erscheint auf den ersten Blick als ungeheuer riesig und es stellt sich schnell die Frage, wie viele<br />
Menschen wohl der virtuellen Entfaltungsmöglichkeit verfallen sind. Ohne Zweifel nur sehr wenige, denn obwohl sich die<br />
Mikronationen sehr viel Mühe mit ihrem Staat geben, verfügen nur die wenigsten von ihnen über mehr als 100 Bürger. Darüber<br />
hinaus beschäftigt sich vor allem ein spezieller Menschentyp mit dieser Mischung aus Spiel, Abenteuer und Politik. Der<br />
typische Bürger ist männlich und jünger als 40 Jahre alt. Nicht selten drückt er noch die Schulbank oder lauscht gelehrig<br />
den Worten eines Uni-Professors.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grundsätzlich gibt es zwei Hauptmotive für die Gründung von Mikronationen. Ein sehr wichtiger Aspekt ist der einfache Spaß<br />
an der Sache. Bei diesen Mikronationen finden bisweilen auch Fantasy-Elemente ihre Aufnahme, so basiert das<br />
<a href="http://www.drull.de/main.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Drullische Imperium</a> teilweise auf dem Computerspiel Battle Isle<br />
sowie den klingonischen Gesellschaftsaspekten aus dem Stark Trek-Universum.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Zuflucht im Netz</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz alledem gibt es auch Mikronationen, die höhere Ziele anstreben oder anderweitig aus der Rolle fallen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hervorzuheben ist <a href="http://www.juga.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Cyber Yugoslavia</a>, das den Spalt zwischen Realität und<br />
Fiktion zu überwinden sucht. Diese Mikronation besteht seit September 1999 im ehemaligen Jugoslawien. In diesem Fall wird<br />
aus dem Spiel tatsächlich ernst, denn von den Kriegen auf dem Balkan getroffen, haben mittlerweile schon knapp 13.000 Menschen<br />
eine virtuelle Zuflucht in Cyber Yugoslavia gesucht. Es ist geplant, bei einer Einwohnerzahl von fünf Millionen Bürgern,<br />
wahrscheinlich sogar früher, eine Mitgliedschaft bei der UNO zu beantragen und somit als souveräner Staat zu gelten.<br />
Demnach will sich Cyber Yugoslavia ein Territorium von 20 Quadratmetern von der UNO erbitten, in dem es als Zentrum des<br />
Staates seinen Server platzieren kann.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine hochinteressante Geschichte verbirgt sich hinter der <a href="http://www.principality-sealand.net/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Principality of Sealand</a>.<br />
Am 2. September 1967 nahm der ehemalige englische Major Paddy Roy Bates die verlassene britische Militärbasis Roughs Tower<br />
entlang der englischen Ostküste in seinen Besitz, nachdem die Engländer diese räumen mussten, weil sie sich schon außerhalb<br />
des englischen Hoheitsgebietes in internationalen Gewässern befand. Bates siedelte dort mit seiner Familie an und verkündete<br />
die Unabhängigkeit von Sealand.<br />
Den Engländern gefiel das nicht besonders, so dass sie Bates mit Marineeinheiten zu provozieren versuchten, der dann auch<br />
tatsächlich alte Kanonenkugeln abfeuerte, die noch auf der Militärbasis herumlagen. Folglich wurde Bates vor einem englischen<br />
Gericht angeklagt. Das Gericht merkte jedoch an, dass es über ein Gebiet auf hoher See keine Jurisdiktion ausüben dürfe.<br />
Somit wurde indirekt die Souveränität Sealands bestätigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eventuellen Nachahmern sollte an dieser Stelle mitgeteilt werden, dass eine solche Aktion mittlerweile nicht mehr möglich<br />
ist, da die Vereinten Nationen dies mit der Seerechtskonvention vom 10. Dezember 1982 verboten haben. Eine künstliche Insel<br />
in internationalen Gewässern darf nicht mehr für unabhängig erklärt werden.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Die Realität ist ein herrlicher Ideenspender&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Lämmle]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronation]]></category>
		<category><![CDATA[Politiksimulation]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Nation]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Virtuelle Staaten sind im Internet zur Zeit auf dem Vormarsch. In diesen sogenannten Mikronationen versuchen die User,
selbst politisch und gesellschaftlich zu gestalten. Gründer solch einer Mikronation ist auch Axel Lämmle. politik-digital
hat mit ihm gesprochen und versucht herauszufinden, was den Reiz der politischen Einflussnahme im Internet ausmacht.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Virtuelle Staaten sind im Internet zur Zeit auf dem Vormarsch. In diesen sogenannten Mikronationen versuchen die User,<br />
selbst politisch und gesellschaftlich zu gestalten. Gründer solch einer Mikronation ist auch Axel Lämmle. politik-digital<br />
hat mit ihm gesprochen und versucht herauszufinden, was den Reiz der politischen Einflussnahme im Internet ausmacht.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Lämmle: Im September 1999 haben Sie die <a href="http://www.freie-republik.de/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freie Republik Tir Na nÒg</a><br />
gegründet. Als erstes drängt sich da die Frage auf, warum Sie diesen außergewöhnlichen Namen gewählt haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Der Name stammt aus der irischen Mythologie und beschreibt das sagenhafte &quot;Land der Verheißung&quot;, dies<br />
erschien mir als ein passender Name für ein solches Projekt&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was waren Ihre Motive, eine Mikronation zu gründen? Wo liegt der Reiz?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Ich interessiere mich schon seit meinem 15. Lebensjahr sehr für Politik, bin seit Jahren parteipolitisch<br />
aktiv und wollte ausprobieren, ob diese Art der Politiksimulation im Internet erfolgreich sein könnte. Mich reizte die<br />
Vorstellung, die Prozesse in einer Demokratie, Wahlen, Parteien, Regierungsarbeit u.s.w. zu simulieren, besser, neu oder<br />
einfach nur anders zu gestalten, oder vielleicht einfach zu lernen, wie schwer politische Arbeit tatsächlich sein kann&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sehen Sie Ihre Mikronation als ein reines Spiel bzw. Abenteuer an oder<br />
steckt mehr dahinter, beispielsweise die Umsetzung einer politischen Idealvorstellung?<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="106"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/laemmle.jpg" alt="Axel Lämmle" border="1" height="123" hspace="0" vspace="0" width="106" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="106">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Axel Lämmle</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><b>Axel Lämmle:</b> Dieses Projekt soll in erster Linie Spaß machen. Dass auf spielerische Art natürlich auch die Prozesse<br />
von Meinungsbildung, Gesetzgebung, Regierung und Opposition u.s.w. praktisch am eigenen Leib erfahren und gelernt werden,<br />
ist der zweite wichtige Aspekt.<br />
Die Freie Republik nennt sich &quot;sozialistisch&quot;, ohne aber andere Richtungen auszugrenzen. In erster Linie geht es um die<br />
Auseinandersetzung im positivsten Sinne mit den Mitbürgern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Kennen sich die Bürger der Freien Republik auch persönlich oder<br />
besteht der Kontakt nur über das Internet?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Sowohl als auch. Es geschieht häufig, dass jemand einen guten Freund mit in die Freie Republik &quot;hineinzieht&quot;,<br />
weiterhin finden unregelmäßig reale Treffen der Bürger untereinander statt, aus denen sich durchaus auch Freundschaften<br />
entwickeln. Großteils kennen sich die Bürger aber nur aus dem Internet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sehen Sie nicht die Gefahr, dass man sich als Bürger einer virtuellen<br />
Welt mehr und mehr von der Realität entfernt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Ich denke, dass eher das Gegenteil zutrifft. Wer  versucht hat, den Weg von einer &quot;Gesetzesidee&quot; über<br />
die Formulierung und Überzeugungsarbeit bis hin zur endgültigen Verabschiedung zu gehen, hat die Chance, den realen<br />
Gesetzgebungsprozess, der ja noch um ein vielfaches komplizierter ist, leichter zu verstehen. Damit wird meines Erachtens<br />
eher der politische Frust in der Realität abgebaut, weil man eben merkt, dass  es teilweise schon im Kleinen sehr schwer ist&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was für Menschen sind hauptsächlich Gründer oder Bürger einer Mikronation?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Zu 80% männlich im Alter zwischen 15 und 40 Jahren, ansonsten quer durch den Gemüsegarten, alle<br />
Schulabschlüsse und Einkommenshöhen vertreten, zumindest in der Freien Republik. Gemeinsam haben diese Bürger den Spaß am<br />
Internet und der politischen Simulation sowie den Wunsch, auf einem bestimmten Gebiet etwas bewegen zu können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Auf den Seiten verschiedener Mikronationen ist öfter von Kriegen<br />
untereinander die Rede. Da stellt sich doch die Frage, wie so ein virtueller Krieg geführt wird, durch Hackerangriffe?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Hacking-Angriffe sind verpönt, ebenso Mailbomben oder Virusattacken. Kriege unter den Mikros laufen<br />
in den Foren ab, in dem man durch geeignete Programme versucht, das Forum, welches ja der zentrale Teil der Kommunikation<br />
eines Landes ist, durch massenhafte Unsinn-Einträge vorübergehend lahmzulegen. Sie sind aber eigentlich eher selten und<br />
gelten gemeinhin als Ärgernis. Die Freie Republik beteiligt sich nicht an solchen Kriegen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Mikronation <a href="http://www.juga.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Cyber Yugoslavia</a> scheint ihre Seite wesentlich ernster<br />
zu nehmen als andere. Es ist sogar geplant, bei fünf Millionen Einwohnern, wahrscheinlich sogar früher, eine Mitgliedschaft<br />
in der UNO zu beantragen. Was halten Sie von dieser Verschmelzung zwischen virtueller und realer Welt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Es ist Usus unter den Mikros, dass diese absolut virtuell sind und keinen Anspruch auf reale Existenz<br />
erheben. Mikros, die einen solchen realen Anspruch haben, werden nicht in das virtuell-außenpolitische System integriert.<br />
Cyber-Yugoslavia ist auch eher als Oppositionsbündnis gegen das real herrschende Regime zu verstehen, weniger als eine<br />
Mikronation im klassischen Sinne.<br />
Eine echte Vermischung beider Welten halte ich für nicht geeignet,<br />
lässt sich aber manchmal aus tagesaktuellem Anlass nicht vermeiden.<br />
Aber auch dies kann ja ein Vorteil sein: Eine virtuelle Rentenreform<br />
dürfte auch virtuell eine schwer zu knackende Nuss sein und somit<br />
Verständnis für die reale Politik wecken. Weiterhin ist die Realität<br />
natürlich ein herrlicher Ideenspender&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Lämmle, wir bedanken uns für das Gespräch.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Arnd Herrmann<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die digitale Siegerehrung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/gold-fur-deutschland/die_digitale_siegerehrung-873/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/gold-fur-deutschland/die_digitale_siegerehrung-873/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gold für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Sydney]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die 27. Olympischen Spiele laufen derzeit nicht nur &#34;down under&#34; auf Hochtouren, auch im World Wide Web wird heiß um
Medaillen gekämpft. politk-digital hat sich eine Vielzahl von Internetseiten zur Olympiade angeschaut und verteilt nun
seine eigenen Medaillen in verschiedenen Kategorien.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die 27. Olympischen Spiele laufen derzeit nicht nur &quot;down under&quot; auf Hochtouren, auch im World Wide Web wird heiß um<br />
Medaillen gekämpft. politk-digital hat sich eine Vielzahl von Internetseiten zur Olympiade angeschaut und verteilt nun<br />
seine eigenen Medaillen in verschiedenen Kategorien.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Teilnehmer konnten sich durch einen guten Gesamteindruck, Informationen zum Sport und Australien, ein gelungenes<br />
Layout sowie alle weiteren außergewöhnlichen Aspekte und Ideen für das Siegerpotest qualifizieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die offizielle Website der Olympischen Spiele wird <a href="http://www.politik-digital/netzpolitik/netzkultur/sydney.shtml" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a> auf<br />
ihr Medaillenpotential getestet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>1. Medaillen für die deutsche Seiten</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Goldmedaille:</i> Mit dem Ersten sieht man besser. Sieger im innerdeutschen Kampf ist mit klarem Vorsprung die<br />
<a href="http://www.ndr.de/sydney2000/" target="_new" rel="noopener noreferrer">ARD</a>. Neben dem ZDF, 3sat und Eurosport für die olympischen<br />
Fernsehbilder in Deutschland verantwortlich, wird das Erste Deutsche Fernsehen seiner Favoritenstellung gerecht.<br />
Den User empfängt ein warmes, farbenfrohes und trotz allem noch übersichtliches Layout. So nutzt er gerne er die zahlreichen<br />
Informationsangebote. Er surft die obligatorischen Australieninfos ab und genießt besonders die aktuellen Sportergebnisse<br />
und Nachrichten aus Sydney. Dass dabei der Schwerpunkt auf den deutschen Athleten liegt, ist nicht verwunderlich. So<br />
bietet die Website kurze Portraits zu jedem deutschen Olympia-Starter an und darüber hinaus zu besonders bekannten<br />
Sportlern wie Doppelolympiasieger Jens Fiedler sogar Videosequenzen. Ein recht ausführlicher Rückblick auf die vergangenen<br />
Olympiaden seit 1896, ein Forum und ein Chat-Raum mit deutschen Sportlern fallen ebenfalls positiv ins Gewicht. Angemessen<br />
wird das ARD-Team vorgestellt, immerhin lauschen wir gut zwei Wochen lang und das mindestens zehn Stunden täglich seinen<br />
Sportweisheiten. Dass der User erfahren kann, welche Sportart er wann in der ARD verfolgen kann, ist selbstverständlich.<br />
Auf dem Weg zu olympischem Gold zeigt sich die ARD auch kinderfreundlich. Mit Hilfe von MAUStralien und der<br />
Dschungelolympiade kommen auch die jüngsten Surfer voll auf ihre Kosten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Silbermedaille:</i> Den zweiten Rang eroberte sich überraschend ein Außenseiter, die Homepage <a href="http://www.blind-olympics.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.blind-olympics.de</a><br />
der SpeyerNet AG. Damit soll der Einsatz für sehbehinderte und blinde Sportfans gewürdigt werden. Durch eine Sprachausgabe<br />
und taktile Braillezeilen (Blindenschrift) können auch diese benachteiligten Menschen im Internet surfen. Die Seite<br />
bietet Informationen zu Australien, die aktuellen Topnews und speziell Nachrichten zum deutschen Team.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Bronzemedaille:</i> Mit knappem Vorsprung vor einem breiten Verfolgerfeld konnte sich <a href="http://sydney2000.eurosport.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Eurosport</a><br />
gerade noch so auf das Siegertreppchen retten. Besonders sportinteressierte User kommen hier voll auf ihre Kosten, auf<br />
allgemeine Informationen zu Australien wird hingegen verzichtet. Eurosport spielt seine internationale Erfahrung aus und<br />
bietet gleich sechs Sprachen zur Auswahl an. Weiterhin gibt es Interviews mit internationalen Top-Athleten und speziell<br />
für Deutschland die wichtigsten Neuigkeiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf den Plätzen folgen zahlreiche Mitkonkurrenten. Angeführt wird das Mittelfeld vom Nationalen Olympischen Komitee (<a href="http://www.nok.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">NOK</a>),<br />
das neben ausführlichen Informationen zum deutschen Team auch sportpolitische Aspekte in den Vordergrund stellt. Außerdem<br />
kann die tägliche NOK-Pressekonferenz im Deutschen Haus per live-streaming verfolgt werden. Ebenfalls recht gut platziert<br />
ist die Seite <a href="http://www.sydney-live.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.sydney-live.de</a>, die  umfangreich berichtet.<br />
Allerdings sind die kleinen Online-Spiele auf der Homepage ziemlich sinn- und witzlos.<br />
Ansonsten bieten die Seiten <a href="http://www.olympia.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.olympia.de</a>, <a href="http://www.olympiade.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.olympiade.de</a>,<br />
<a href="http://www.olympiade-news.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.olympiade-news.de</a> und <a href="http://www.sport.de/spart/oly/2000/" target="_new" rel="noopener noreferrer">sport.de</a><br />
allesamt nichts Neues. Enttäuschend ist der Olympiaauftritt des <a href="http://www.zdf.de/events/olympia/" target="_new" rel="noopener noreferrer">ZDF</a>,<br />
das neben seinem  Sendepartner ARD beträchtlich abfällt. Schlusslichter im Teilnehmerfeld sind <a href="http://www.sydney2000.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.sydney2000.de</a><br />
und <a href="http://www.beckerarno.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.beckerarno.de</a>.<br />
Einen Sonderpreis verdient sich allerdings noch die <a href="http://www.olympiasydney.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Net Media Lt.</a>,<br />
die durch eine geschickte URL-Wahl den Sportfreak auf seine Unfall-KFZ-Seite lockt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>2. Medaillen für Australische Seiten:</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ausrichtendes Land der Sommerspiele muss natürlich ein besonderes Augenmerk auf die australischen Seiten gerichtet<br />
werden. Der digitale Wettkampf &quot;down under&quot; wird dabei auf einem insgesamt höheren Niveau als in Deutschland geführt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Goldmedaille:</i> Der Sieger in Australien heißt <a href="http://www.boxingkangaroo.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">The Boxing Kangaroo</a>,<br />
Australiens ultimative Sportfanseite. Neben einem sehr schönen Layout<br />
und vielen interessanten Sportnachrichten, die sich selbstredend vor<br />
allem auf einheimische Athleten beziehen, bekommt diese absolut<br />
sehenswerte Seite durch das &quot;Village Life&quot; einen persönlichen Touch.<br />
Dort gelangen Details aus dem Olympischen Dorf an die Öffentlichkeit.<br />
So erfährt der User beispielsweise von der hinreißenden Romanze des<br />
australischen Basketballspielers Julian Jones mit der Schwimmerin<br />
Petria Thomas. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Silbermedaille:</i> Knapp geschlagen geben muss sich <a href="http://www.olympics.smh.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Fairfax Interactive Network</a>.<br />
Die Seite bietet ausführliche Berichte und setzt stark auf Audio-, Video- und Photoeinsatz. Insgesamt ist die Seite zwar<br />
ausgesprochen sportspezifisch, nichts desto trotz aber hochinteressant. Ein vernünftiges Layout und eine recht einfache<br />
Steuerung bestätigen den verdienten zweiten Platz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>Bronzemedaille:</i> Den bronzen Rang erklimmt mit dem offiziellen <a href="http://www.gamesinfo.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Spectator-Guide</a><br />
eine Seite, auf welcher der Sport eindeutig zweitrangig ist. Hier sollte der User nicht surfen, wenn er die neusten Ergebnisse<br />
erfahren will, sondern wenn er sich auf einen Kurztrip nach Sydney vorbereitet. Ein Sydney-Führer, Tipps zur Einreise<br />
sowie die Vorstellung der einzelnen Sportanlagen erleichtern es, sich bei den Olympischen Spielen zurechtzufinden.<br />
Hervorzuheben ist die Tatsache, dass Teile der Homepage in unterschiedlichsten Sprachen (auch deutsch) dargeboten sind.<br />
Somit wird die Online-Suche wesentlich vereinfacht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die weiteren Seiten bleiben ohne Medaille. Ob <a href="http://www.olympics.telstra.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Telstra</a>,<br />
<a href="http://www.sydney.citysearch.com.au/Sydney/Olympics/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Citysearch</a> (ähnlich dem Spectator-Guide),<br />
<a href="http://www.ourolympics.com/index_aus.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">ourolympics.com</a>, <a href="http://www.olympics.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.olympics.com.au</a><br />
oder auch die Seite des <a href="http://www.australian.olympic.org.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Australischen Olympischen Komitees</a><br />
müssen nicht zwangsläufig besucht werden. Vollständig verzichten kann der Internetsurfer  auf die Seite des <a href="http://www.olympics2000ministry.nsw.gov.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">australischen Sportministeriums</a><br />
und <a href="http://www.theolympicclub.com.au/" target="_new" rel="noopener noreferrer">The Olympic Club</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wagen wir uns nun per Mausklick auf die internationale Bühne&#8230;<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/olympialinks2.shtml">[&#8230;hier geht es zur weltweiten Medaillenvergabe&#8230;]</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>KPMG-Studie zur virtuellen Verwaltung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/kpmg_studie_zur_virtuellen_verwaltung-942/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/kpmg_studie_zur_virtuellen_verwaltung-942/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Eckard Schindler]]></category>
		<category><![CDATA[KPMG]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsreform]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/kpmg_studie_zur_virtuellen_verwaltung-942/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><span style="color: #006699"><span style="font-size: x-small"><span style="color: #000000">Interview
mit Eckard Schindler, Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich
für den Bereich eGovernment, über die Studie Verwaltung der
Zukunft - Status quo und Perspektiven für eGovernment 2000.</span></span></span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><span style="color: #006699"><span style="font-size: x-small"><span style="color: #000000">Interview<br />
mit Eckard Schindler, Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich<br />
für den Bereich eGovernment, über die Studie Verwaltung der<br />
Zukunft &#8211; Status quo und Perspektiven für eGovernment 2000.</span></span></span></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Zukunft der Verwaltungen heißt e(lectronic)Government. Der Begriff eGovernment steht für die Nutzung von netzbasierten<br />
Technologien innerhalb einer Behörde, zwischen Behörden und mit den Abnehmern öffentlicher Dienstleistungen. e-Government<br />
beinhaltet den Einsatz von Internet, Intranet, Extranet und Electronic Data Interchange (EDI).<br />
Die KPMG, eine der weltweit größten Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, hat zu diesem Thema die<br />
<a href="http://www.kpmg.de/library/surveys/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a>&quot;Verwaltung der Zukunft &#8211; Status quo und Perspektiven<br />
für eGovernment 2000&quot; veröffentlicht. Grundlage der Studie war eine Umfrage in den deutschen Bundes-, Landes- und<br />
Kommunalverwaltungen. politik-digital hat den Autor der Studie, <a href="mailto:eschindler@kpmg.com">Eckard Schindler</a>,<br />
interviewt. Er ist Manager bei KPMG Consulting und verantwortlich für den Bereich eGovernment.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/egovernment/images/schindler.jpg" alt="Eckard Schindler" align="left" border="1" height="175" width="130" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Nach der Auswertung Ihrer Studie und vor dem Hintergrund der Erfahrungen,<br />
die KPMG mit dem Thema hat: Kommt Bewegung in das deutsche eGovernment oder sind wir digitales Brachland?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Die Verwaltungslandschaft bewegt sich schon. Die Kommunen waren dabei die ersten, die sich vor etwa<br />
fünf Jahren mit dem Thema Internet beschäftigt haben. Das Thema kommt nunmehr auf allen Verwaltungsebenen in Bewegung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Warum sind gerade die Kommunen bei diesem Thema so schnell aktiv?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Weil die Kommunen am ehesten die Schnittstelle zu den Bürgern sind und die Bürger die Internettechnik<br />
in den letzten Jahren mehr und mehr von ihrer Behörde eingefordert haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Könnten Sie uns erläutern, was für Vorteile das eGovernment den<br />
Verwaltungen bringt und das vielleicht an einem typischen Verwaltungsvorgang erläutern.?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Eine Zielrichtung ist, dem Bürger über das Internet Zugriff auf Verwaltungsleistungen zu ermöglichen,<br />
beispielsweise einen Hochzeitstermin festzulegen oder sein Kraftfahrzeug anzumelden. Die Vision, wie sie in europäischen<br />
Ländern wie England, Finnland und Österreich bereits sichtbar angegangen wird, ist, dass der Bürger irgendwann durch ein<br />
Portal Zugriff auf alle Verwaltungsleistungen hat und er alle Schritte auf einmal erledigen kann, wenn er z.B. umzieht. Er<br />
muss dann nicht erst die verschiedenen Ämter anlaufen. Dieses <i>One-Stop-Government</i> bringt dem Bürger klare zeitliche Vorteile.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Der zeitliche Vorteil für den Bürger liegt auf der Hand. Was ist der große<br />
Vorteil für die Verwaltungen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Nehmen wir mal folgendes Beispiel aus einer Kommune. In einem Meldeamt können sich bestimmte<br />
Einrichtungen nach einer Person erkundigen. Berlin bekommt beispielsweise Tausende Anfragen in einer Woche. Wenn es dazu eine<br />
Datenbank im Internet gibt, in welche der gesuchte Name eingegeben wird und gleichzeitig die fällige Abfragegebühr über eine<br />
sogenannte <i>Smart Card</i> (Chipkarte) erfolgt, braucht es niemanden mehr in der Verwaltung, der diese Prozesse abwickelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Negativ gesehen kostet diese Entwicklung dann wohl Arbeitsplätze?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ja, aber u.a. auf die Reduzierung von Personalkosten zielt die Modernisierung der Verwaltungen<br />
ohnehin ab. Die Verwaltungen stehen immer noch unter einem hohen Finanzdruck.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Sie meinten vorhin, dass England, Finnland und Österreich auf dem Gebiet<br />
eGovernment schon sehr weit sind. Wo würden Sie denn Deutschland einordnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ich denke, Deutschland befindet sich durchaus im Mittelfeld. Es gibt andere Länder, die schon vor<br />
längerer Zeit erkannt haben, dass ein solches Thema Unterstützung seitens der Regierungen und seitens der Verwaltungsspitzen<br />
bedarf. Solche Zielvorstellungen gibt es in Großbritannien, wo im Regierungsprogramm klar definiert ist, was bis 2002 über<br />
Internet möglich sein soll, beispielsweise die Steuererklärung. Dieses Verankern auf den höchsten Führungsebenen ist in<br />
Deutschland erst in den letzten Monaten zu erkennen gewesen. Aber auch bei uns wird etwas getan. Wir haben zum Beispiel mit<br />
dem Bundesministerium des Inneren und unserem Technologiepartner Cisco Systems den Wettbewerb<br />
&quot;<a href="http://www.verwaltung-der-zukunft.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">eGovernment in Bundes- und Landesverwaltungen</a>&quot; ausgerufen,<br />
durch den Projekte gefördert werden sollen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Welche Bedeutung hat Ihrer Ansicht nach das eGovernment für die<br />
demokratischen Strukturen? Wird unsere Demokratie und ihr Verwaltungsapparat transparenter und pluraler oder nur<br />
technokratischer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Er kann transparenter und pluraler werden, das ist aber nicht zwangsweise der Fall. Um das einmal zu<br />
erläutern: Das Internet schafft die Möglichkeit, dass Prozesse partizipativer erfolgen. Das heißt, die Verwaltung und der<br />
Bürger können sehr viel enger zusammenarbeiten. So werden in Zukunft stärker die Interessen vieler berücksichtigt. Die<br />
Verantwortung kann stärker verteilt und nach unten gegeben werden. Auf der anderen Seite haben wir Themen wie digitale<br />
Demokratie. Es gibt die Möglichkeit, online zu wählen. Experten erwarten, dass dadurch eine stärkere Aktivierung der Bürger<br />
möglich ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Eine andere Frage: Warum denken Sie, dass sich die Verwaltungen mit dem<br />
Einsatz von neuen Technologien schwerer tun als die Privatwirtschaft?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Eckard Schindler:</b> Ich denke es sind drei Effekte. Es gibt den Wettbewerbsdruck nicht, der die Verwaltungen zwingt, die<br />
neuen Technologien sehr viel schneller zu nutzen. Es gibt nur einen Finanzdruck, aber der wirkt mitunter eher kontraproduktiv,<br />
weil dann nichts für Investitionen übrig bleibt. Ein anderer Effekt ist, dass es den Verwaltungen schwerer fällt,<br />
qualifiziertes IT-Personal zu bekommen, da die Privatwirtschaft höhere Gehälter zu bieten hat. Der dritte Effekt ist, dass es<br />
in den Verwaltungen seit gut zehn Jahren andere Modernisierungsthemen gibt. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit der<br />
Einführung neuer betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, wie der Kosten- und Leistungsrechnung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Was sind denn Ihrer Meinung nach die Hinderungsgründe für die Behörden,<br />
eGovernment stärker oder überhaupt zu nutzen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Gerade die Führungsebene ist sich der Möglichkeiten noch nicht bewusst. Es kommt letztlich darauf<br />
an, vor allem Prozesse durch Internettechnologien zu unterstützen. In der Privatwirtschaft, besonders in den USA, gibt es<br />
auf oberster Ebene einen <i>Chief Information Officer</i>, der strategische Entscheidungen mitbeeinflusst. Dieser Chief hat dabei<br />
zweifellos IT-Sachverstand. In der Verwaltung gibt es einen Referatsleiter IT, darüber einen Abteilungsleiter und dann z.B.<br />
einen Staatssekretär. Wenn der IT-Referatsleiter etwas vorschlägt, hat das nicht das gleiche Gewicht, als wenn das eine<br />
Person auf höchster Ebene tun würde. Außerdem gibt es noch viele ungelöste Fragen&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> &#8230;der Sicherheitsgedanke zum Beispiel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> &#8230;die digitale Signatur ist noch nicht umgesetzt, beim Thema Sicherheit gibt es die Unkenntnis, wie man<br />
damit umzugehen hat. Der letzte Punkt ist im Augenblick, dass das Budget für die Modernisierung neu umverteilt werden muss.<br />
Andere Projekte müssen zurückgestellt werden, um die gewonnenen Ressourcen für eGovernment zu nutzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Wie denken Sie, sollten die Mitarbeiter der Verwaltungen an eGovernment<br />
herangeführt werden. In Ihrer Studie sprechen Sie von Pilotprojekten. Wie kann so ein Projekt konkret aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Wir können uns gut vorstellen, dass allen Führungskräften, z.B. innerhalb eines Ressorts, über<br />
Internet eine Schulung zum Thema &quot;Internet und eGovernment&quot; angeboten wird. Das ganze ist keine fixe Idee. Weltweit wurden<br />
alle Mitarbeiter von KPMG Consulting in so einem eLearning-Projekt fortgebildet. So kann das große Hindernis des<br />
Know-how-Defizites abgebaut werden, um so vor allem aus Sicht der Fachverantwortlichen Ideen für eGovernment-Anwendungen zu<br />
entwickeln.<br />
Ferner könnten in manchen Bereichen E-Business-Solutions auf den öffentlichen Aufgabenbereich übertragen werden. Z.B. nutzt<br />
die Bundesschuldenverwaltung eBanking-Anwendungen zur Depotverwaltung. Ähnliche Solutions könnten z.B. zur Abwicklung der<br />
BAFöG-Darlehen genutzt werden. Die Schwierigkeit für die Behörden ist, herauszufinden, was für sie wirklich sinnvoll ist und<br />
wo schnelle Erfolge zu erzielen sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Wird die virtuelle Verwaltung den persönlichen Kundenkontakt vollständig<br />
ersetzen oder wird dieser an bestimmten Punkten auch in Zukunft notwendig sein?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Nein, den persönlichen Kontakt kann man nicht komplett ersetzen. Bestimmte Routinetätigkeiten wird<br />
man über das Internet abwickeln, andere Angelegenheiten jedoch, bei der man ein gewisses Vertrauensverhältnis aufbauen muss,<br />
wenn es um Subventionen und dergleichen geht, werden weiterhin persönlich getätigt. Die verschiedenen Altersgruppen werden<br />
zudem das Internet unterschiedlich nutzen. So wird es nie eine Verwaltung geben, die alles über Internet abwickelt. Es wird<br />
immer drei Möglichkeiten geben, mit der Verwaltung in Kontakt zu kommen: einmal das Internet und dann Call-Center und kleine<br />
Bürger-Offices, bei denen man sich meldet, damit die Angelegenheiten dort von Dritten per Internet für einen erledigt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Als abschließende Frage bitten wir Sie um eine Vision. Wo sehen Sie die<br />
virtuelle Verwaltung durch eGovernment in drei Jahren, wo in zehn?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Eckard Schindler:</b> Ich denke, in drei Jahren hat es einen Schub gegeben. Wir werden die digitale Signatur haben, so dass<br />
viel mehr Transaktionen über das Internet abgewickelt werden. In den Verwaltungen selbst wird man viel stärker das Intranet<br />
zum Wissenstransfer nutzen. In zehn Jahren werden die Technologien genutzt, um die behördenübergreifenden Prozesse zu<br />
optimieren und das wird zu einer veränderten Verwaltungslandschaft geführt haben. Kommunen, Bund und Länder könnten stärker<br />
verbunden sein. In zehn Jahren werden wir auch in Deutschland durch ein einziges Portal Zugriff auf viele Verwaltungsleistungen<br />
haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Gespräch.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview mit Eckard Schindler führte Arnd Herrmann</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>eGovernment oder Amtsschimmel &#8211; Wie weit ist die deutsche Verwaltung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment_oder_amtsschimmel_wie_weit_ist_die_deutsche_verwaltung-945/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment_oder_amtsschimmel_wie_weit_ist_die_deutsche_verwaltung-945/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[KPMG]]></category>
		<category><![CDATA[Anderson Consulting]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie erfahre ich meinen aktuellen Kontostand? Wo kaufe ich mein neues Handy? Wie sieht die Verwaltung der
Zukunft aus? Auf diese drei Fragen gibt es drei einfache Antworten: e(lectronic)Banking, eCommerce und
eGovernment. Doch während eBanking und eCommerce schon länger zu den verbreiteten Technologien gehören,
steckt das eGovernment vor allem in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Zwei neue Studien belegen den
Aufholbedarf der deutschen Amtsstuben.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wie erfahre ich meinen aktuellen Kontostand? Wo kaufe ich mein neues Handy? Wie sieht die Verwaltung der<br />
Zukunft aus? Auf diese drei Fragen gibt es drei einfache Antworten: e(lectronic)Banking, eCommerce und<br />
eGovernment. Doch während eBanking und eCommerce schon länger zu den verbreiteten Technologien gehören,<br />
steckt das eGovernment vor allem in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Zwei neue Studien belegen den<br />
Aufholbedarf der deutschen Amtsstuben.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Erst in den letzten Monaten ist eGovernment so richtig in Mode gekommen. Dass eine Trendwende im Verwaltungsapparat<br />
bevorsteht, belegt das wachsende Interesse der Unternehmensberater am Thema. Große Firmen wie KPMG und Anderson Consulting<br />
haben sich des eGovernments angenommen, um sofort beratend zur Stelle zu sein, wenn die deutsche Bürokratie demnächst aus<br />
ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Denn auch den Chefbeamten der deutschen Verwaltungen dämmert allmählich, welchen Stellenwert<br />
das Internet hat und welche Vorteile es darüber hinaus bietet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Studien der Consultants kommen grundsätzlich zu ähnlichen Ergebnissen. Bislang bieten die Behörden ihren Bürgern viel zu<br />
selten Online-Dienste an. Insgesamt sind die Verwaltungen beim Thema Internet noch wenig fortschrittlich, lediglich 21% der<br />
Behörden-Mitarbeiter haben einen persönlichen Internetzugang und 31% verfügen noch nicht über eine eigene E-Mail-Adresse.<br />
Folgerichtig sehen sich knapp 60% der deutschen Behörden im internationalen Vergleich als Nachzügler (Ergebnisse der<br />
<a href="http://www.kpmg.de/library/surveys/" target="_new" rel="noopener noreferrer">KPMG-Studie</a> &quot;Verwaltung der Zukunft &#8211; Status quo und<br />
Perspektiven für eGovernment 2000&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Europas Primus ist Großbritannien. eGovernment ist ein zentrales Thema in der Politik von Premierminister Tony Blair. Bis<br />
2005 sollen sämtliche Verwaltungsleistungen im Internet abzurufen sein und bereits bis zum Ende dieses Jahres erwartet die<br />
britische Regierung, dass 20% aller Steuererklärungen digital eingereicht werden. Die Schlüsselrolle bei der technischen<br />
Modernisierung der Verwaltungen spielt dabei die digitale Signatur. Durch eine neue Gesetzgebung wird die elektronische<br />
Unterschrift rechtlich mit der handschriftlichen gleichgesetzt. In den USA wurde dies Gesetz sogar schon verabschiedet und<br />
tritt am 1. Oktober in Kraft.<br />
Die EU hatte diese Gleichstellung in ihren Richtlinien im Januar festgelegt. Bis Mitte 2001 haben die Mitgliedsstaaten Zeit,<br />
ihre nationalen Gesetzgebungen dahingehend zu verändern.<br />
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</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Deutschland wird die rechtliche Gleichstellung wohl erst Anfang 2001 beschließen. Schneller reagierte die Landesverwaltung<br />
von Niedersachsen. Dort soll die digitale Signatur Anfang des Jahres in den Verwaltungsapparat einführt werden. Mittlerweile<br />
nutzen 7000 niedersächsische Beamte ihre Chipkarten, um digitale Dokumente zu signieren.<br />
Bereits 1997 hatte Deutschland als weltweit erstes Land das Signaturgesetz eingeführt. Damit wurde die Grundlage für<br />
Online-Transaktionen in Wirtschaft und Verwaltung geschaffen. Seitdem sind digital unterzeichnete Dokumente beweisfähig und<br />
rechtsverbindlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Potenzial, das in eGovernment steckt, wird deutlich, wenn man es mit den Entwicklungen von eCommerce und eBanking<br />
vergleicht. Viele Bankkunden tätigen ihre Überweisungen inzwischen per Internet oder rufen ihren Kontostand mit einem<br />
einfachen Mausklick ab. Und der elektronische Geschäftsverkehr, sprich eCommerce, boomt. Bereits 60% der User nutzen die<br />
Bestellmöglichkeiten per Internet und das renommierte Marktforschungsinstitut Forrester Research schätzt, dass der Umsatz im<br />
Jahr 2001 allein in Deutschland auf 27 Milliarden Mark steigen wird.<br />
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</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die technischen Möglichkeiten im Bereich eGovernment sind vielfältig, das Internet steht zweifellos im Mittelpunkt. Darüber<br />
kann der Bürger Verwaltungsdienstleistungen abrufen und Transaktionen durchführen. Die organisationsinterne Vernetzung per<br />
Intranet und dessen organisationsübergreifendes Pendant Extranet helfen, innerhalb oder zwischen zwei Behörden<br />
schnellstmöglich Informationen auszutauschen. Beim Extranet erhält eine Partnerorganisation auf bestimmten Datenbereichen<br />
eine Zugangsberechtigung, die nicht jedes Mal neu erteilt werden muss. Eine Passwortabfrage gestattet den schnellen Zugriff.<br />
Schließlich gibt es noch Electronic Data Interchange (EDI), durch das ein international standardisierter<br />
Geschäftsdatenaustausch von Dokumenten und Protokollen möglich wird. Gängig ist zur Zeit<br />
<a href="http://www.edicenter.de/edi/index.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">EDIFACT</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Entgegen aller technischen Vorteile gibt es jedoch einige Probleme, die eine schnellere Umsetzung des eGovernments behindern.<br />
Besonders die Angst vor Sicherheitslücken bremst den Modernisierungsdrang. So befürchten Regierungen und Behörden, dass<br />
eventuell die Chipkarten, auf denen die digitale Signatur transportiert wird, geknackt werden könnten.Ebenso unsicher werden<br />
die Rechtslage und die Frage des Datenschutzes beurteilt. Des weiteren fehlt es in den Behörden an IT-Fachkräften. Die<br />
zunächst abschreckend hohen Investitionskosten &#8211; in dreistelliger Millionenhöhe allein für die Kommunen &#8211; tun ihr Übriges.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz alledem kommen die Behörden an der virtuellen Verwaltung nicht mehr vorbei. Die Bürger fordern mehr und mehr die<br />
Technologien, die sie selbst privat nutzen. Außerdem stehen die Verwaltungen unter einem ungeheuren Finanzdruck, so dass die<br />
möglichen Personaleinsparungen nach Abschluss des Modernisierungsprozesses gerade noch rechtzeitig kommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es gibt auch schon ambitionierte Projekte in Deutschland. Ein Beispiel ist die Initiative der Hamburger CDU. Fraktionschef<br />
Ole von Beust plant einen digitalen Marktplatz. Über ein e-Commerce-Portal sollen die städtischen Aufträge im alljährlichen<br />
Wert von 2,1 Milliarden DM abgewickelt werden. Umsetzen will von Beust das &quot;Business-to-Government-Projekt&quot; zusammen mit dem<br />
Internetauktionshaus Ricardo.de, das schon Erfahrung mit eCommerce gesammelt hat. Einen entsprechenden Antrag stellte die<br />
CDU Anfang Juli in der Hamburger Bürgerschaft.<br />
Der Antrag kann aufgrund der Sommerpause erst frühestens im September diskutiert werden, so dass sich die Regierungskoalition<br />
aus SPD und GAL noch nicht zu dieser Idee geäußert hat. Doch der  wissenschaftliche Referent der CDU für Wirtschaft und<br />
Umwelt, Ralf-Peter Christ, geht davon aus, dass die Regierungsparteien den Antrag nicht ablehnen werden. Zu überzeugend<br />
seien die vorgebrachten Argumente und die bereits erzielten Erfolge in der freien Wirtschaft. Die CDU plant, im Jahr 2003 die<br />
meisten Beschaffungstransaktionen der Hansestadt elektronisch durchzuführen. Ob dies tatsächlich eine realistische<br />
Einschätzung ist, konnte auch Christ nicht eindeutig sagen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hauptziele des Projektes sind Transparenz, Effizienz und vor allem Kosteneinsparungen. Bei sämtlichen Einkäufen der<br />
Hansestadt, selbst für Bleistifte, soll der Bedarf auf einem digitalen Marktplatz im Internet ausgeschrieben werden. Auf<br />
diese Weise soll eine umgekehrte Auktion erfolgen, an deren Ende die Stadt sich den günstigsten Anbieter für das benötigte<br />
Produkt aussuchen kann. Bevor dieses Projekt umgesetzt werden kann, müssten allerdings noch einige rechtliche Voraussetzungen<br />
geschaffen werden. Beispielsweise muss sichergestellt sein, dass das Rechtssystem den Abschluss von Verträgen im Internet<br />
ermöglicht.<br />
Die Hamburger CDU kann sich gut vorstellen, das Projekt zunächst modellhaft in einer einzelnen Behörde zu testen und es<br />
danach langsam auf die gesamte Verwaltung auszudehnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie erfolgreich auch immer diese Idee oder andere Projekte in der nahen Zukunft umgesetzt werden, die Gesamtentwicklung des<br />
eGovernenment verläuft auf einer vorgezeichneten Bahn. Auf dem Weg zur Informations- und Wissensgesellschaft ist es ohnehin<br />
die einzig logische Konsequenz.<br />
</span></p>
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		<title>Internet für alle &#8211; Das Forum Informationsgesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Internet für Anfänger oder wie kann ich potentiellen Usern das World Wide Web schmackhaft machen? Unter diesem Motto
könnte das neue <a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Forum Informationsgesellschaft</a>
stehen, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (<a href="http://www.bmwi.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">BMWi</a>)
gezielt Internet-Laien ansprechen will, die bislang wenig Zugang zum Internet gefunden haben.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Internet für Anfänger oder wie kann ich potentiellen Usern das World Wide Web schmackhaft machen? Unter diesem Motto<br />
könnte das neue <a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Forum Informationsgesellschaft</a><br />
stehen, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (<a href="http://www.bmwi.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">BMWi</a>)<br />
gezielt Internet-Laien ansprechen will, die bislang wenig Zugang zum Internet gefunden haben.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter der Rubrik &quot;<a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/rattat/fr_set/fr_set_01.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Rat und Tat</a>&quot;<br />
werden Anfänger auf die Datenautobahn geführt. Dementsprechend klärt das Forum über die grundlegenden Gesichtspunkte des<br />
Internets auf und erläutert den Internet-Novizen, was beispielsweise ein Provider oder Browser ist.<br />
Die Koordinatorin des Forums, Eva Gehltomholt, meint zu dieser Anfängerhilfe, dass &quot;die Entwicklung der Informations-<br />
und Kommunikationstechnologien an Dynamik und Tempo zugenommen&quot; habe. &quot;Das erweiterte Angebot&quot; erschwere &quot;jedoch gerade<br />
weniger geübten Benutzern die Orientierung.&quot; Deshalb biete das neue Forum Informationsgesellschaft allen Bürgerinnen und<br />
Bürgern die Chance, &quot;gebündelte Informationen abzurufen, das Medium durch sinnvolle Nutzung besser kennen zulernen und<br />
positive Ansätze im nichtkommerziellen Bereich zu betrachten.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Forum gehört ebenso wie die <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> oder<br />
&quot;<a href="http://www.frauen-ans-netz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Frauen ans Netz</a>&quot; zur Aktion &quot;Internet für alle&quot; der<br />
Bundesregierung, die vom BMWi koordiniert wird. Am  1. August dieses Jahres trat es die Nachfolge des Forums Info 2000<br />
an.<br />
Es beschränkt sich jedoch logischerweise nicht darauf, Einstiegshilfen für neue User zu geben, sondern soll des weiteren<br />
als interaktive Plattform den Dialog zwischen Öffentlichkeit und Experten ermöglichen. Die Gelegenheit, Experten direkt<br />
kontaktieren zu können, ist eine wesentliche Neuerung verglichen mit dem Forum Info 2000.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Innerhalb des Forums bilden sechs <a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/extern/fr_set_extern/FR_set_arbeitsgr_in.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgruppen</a><br />
die Themenschwerpunkte. Diese befassen sich mit Bildung, Demokratie und Verwaltung, Frauen in der<br />
Informationsgesellschaft, Kunst und Kultur, nachhaltiger Entwicklung sowie Seniorinnen und Senioren. In den<br />
Arbeitsgruppen sollen die unterschiedlichen Materien aufbereitet werden, um eine große Breitenwirkung zu erzielen.<br />
Konkret bereitet beispielsweise die Arbeitsgruppe Frauen eine internationale Konferenz zum Thema &quot;Frauen im Internet&quot;<br />
vor, die nächstes Jahr stattfinden soll. Im Rahmen der Expo ist am 6. Oktober eine Konferenz zur nachhaltigen<br />
Entwicklung geplant, die auf der Vorbereitung des Forums beruht.<br />
Nach Angaben von Frau Gehltomholt verfolgen die Arbeitsgruppen allesamt das Ziel, &quot;zur Chancengleichheit in der<br />
Wissensgesellschaft beizutragen. Sie setzen zum einen bei Personengruppen an, die bisher unter den Internet-Nutzern<br />
unterdurchschnittlich vertreten sind, zum Beispiel Frauen, Seniorinnen und Senioren, und bearbeiten zum anderen<br />
Themenfelder, die die Interessen breiter Bevölkerungsgruppen aufgreifen, beispielsweise schulische und außerschulische<br />
Bildung; künstlerische und kulturelle Angebote&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Ergebnisse der Gruppen, in denen zahlreiche Professoren und andere Fachleute wie der WDR-Intendant Fritz Pleitgen<br />
oder der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss sitzen, sollen die politische Meinungsbildung und Programmatik beeinflussen.<br />
Für genauere Recherchen zu den dargebotenen Themengebieten kann sich der User Broschüren und andere Materialien<br />
herunterladen und bei Bedarf auch noch auf die abschließenden Ergebnisse des Forums 2000 zurückgreifen. Wem das an<br />
Informationen immer noch nicht ausreicht, der kann die Mitarbeiter des Forums per <a href="mailto:info@forum-informationsgesellschaft.de">Email</a><br />
kontaktieren und sich bei der Suche nach Experten helfen lassen. Dadurch soll es ermöglicht werden, gezielter im<br />
Internet zu suchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Highlight jeder Arbeitsgruppe ist das zugehörige Forum, das &quot;den etwa 200 Expertinnen und Experten als Basis für die<br />
Zusammenarbeit dient&quot;. Interessierte Bürger können dort ihre Anregungen und Kritik rund um das Thema Internet loswerden,<br />
wenn sie sich zuvor als Mitglieder haben eintragen lassen.<br />
Die geforderten Anmeldungen sind allerdings sehr kompliziert. Es reicht nicht aus, dass der User sich einmalig anmeldet<br />
und er damit auf die sechs verschiedenen Foren zugreifen kann, sondern er muss sich für jedes der Foren erneut<br />
einschreiben.<br />
Zu den Nutzern der Website zählen Vertreter aus Firmen und Verbänden sowie Politik und Verwaltung. Auf besonders viel<br />
Resonanz stößt das Forum bei Wissenschaftlern, die sich mit den dargebotenen Themen intensiv beschäftigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht nur Ergebnissen der Arbeitsgruppen werden in den Foren geboten, das Bild wird durch aktuelle Themen zusätzlich<br />
belebt. Tagespolitische Fragen wie Rechtsradikale im Netz oder Studieren per Internet werden ebenso behandelt wie die<br />
neusten Zahlen der deutschen Internetnutzung veröffentlicht werden. Ferner überzeugt das gelungene Layout. Dezente<br />
Farben und eine ansonsten übersichtliche Gestaltung erleichtern es, sich zu orientieren und damit das Angebot zweckmäßig<br />
zu nutzen. Kritikpunkt an dieser Stelle ist einzig der Einsatz zu vieler störender Fenster.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Frau Gehltomholt geht davon aus, dass die Ergebnisse des Forums die Politik in Deutschland beeinflussen können. So seien<br />
bereits &quot;zahlreiche Anregungen und Initiativen der Expertinnen und Experten in das Aktionsprogramm der Bundesregierung<br />
eingeflossen&quot;. Beispielsweise hatte die Bundesregierung Vorschläge der Experten angenommen, besondere Studiengänge und<br />
&quot;Schnupperkurse&quot; für Frauen an Universitäten einzurichten. Über Fachveranstaltungen und Kongresse sowie die Teilnahme<br />
verschiedener Ministerien an den Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden sei außerdem gewährleistet, dass &quot;aktuelle<br />
Entwicklungen und Anforderungen fortlaufend in die Politik eingebracht&quot; werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ohne Zweifel ist das Forum Informationsgesellschaft ein ambitioniertes Projekt, das für seine Zukunft selbst<br />
verantwortlich ist: Erfolg oder Misserfolg entscheiden jährlich neu über die Fortführung.<br />
</span></p>
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