<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>aschminck &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/author/andrea-schminckgmx-de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Mar 2005 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>aschminck &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>eGovernment der dritten Generation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-moderne_kommunen050330-shtml-3167/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-moderne_kommunen050330-shtml-3167/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aschminck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Media@Komm]]></category>
		<category><![CDATA[Föderalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-bund-moderne_kommunen050330-shtml-3167/</guid>

					<description><![CDATA[
                              "e-government is more about government than about 'e" stellte die OECD schon 2003 fest. Der Ende 2004 erschienene Sammelband "Kommunales E-Government" der Deutschen Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK) knüpft an dieses Zitat an. In insgesamt sieben Beiträgen beschäftigen sich namhafte Experten mit der Verzahnung von eGovernment und Verwaltungsmodernisierung für erfolgreiche moderne Kommunen.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              &#8220;e-government is more about government than about &#8216;e&#8221; stellte die OECD schon 2003 fest. Der Ende 2004 erschienene Sammelband &#8220;Kommunales E-Government&#8221; der Deutschen Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK) knüpft an dieses Zitat an. In insgesamt sieben Beiträgen beschäftigen sich namhafte Experten mit der Verzahnung von eGovernment und Verwaltungsmodernisierung für erfolgreiche moderne Kommunen.
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>eGovernment befinde sich aktuell an der Schwelle zur &#8220;Reifephase&#8221; zur dritten Generation, entscheidende Weichenstellungen stehen aber noch aus &#8211; schreibt der Autor des ersten Beitrags, Busso Grabow. Seine Empfehlung für die neue Innovationsphase: eGovernment und Verwaltungsmodernisierung sollen verknüpft werden. Dazu müsse dann auch die Gesamtkonzeption kommunalen Handelns überdacht werden.</p>
<p>
                            <strong>Transformation des Staates<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Die dritte Generation des eGovernments sei dadurch gekennzeichnet, dass Einzellösungen zu integrierten Umsetzungskonzepten zusammenwachsen. Zuvor stand die Gestaltung von Homepages und die Entwicklung von Portalen für Kommunen im Vordergrund. In seinem Beitrag &#8220;Transformation der Verwaltung durch E-Government&#8221; gibt Hermann Hill den Kommunen den Ratschlag, sich von der Kundenorientierung als vorrangigem Ziel des eGovernments zu verabschieden. Das neue Mantra des eGovernments müsse eine Neukonzeption der Verwaltungsprozesse mit Hilfe von eGovernment sein und nicht nur eine elektronische Abbildung für die Belange des Kunden. eGovernment würde dann den Staat nicht nur modernisieren, sondern auch transformieren.</p>
<p>
                            <strong>eGovernment im föderalen Staat</strong></p>
<p>Ob die dritte Generation des eGovernments auch im föderalen Staat möglich ist, fragen sich Herbert Kubicek und Martin Wind. Das dezentrale Verwaltungswesen behindere derzeit die datentechnische Integration, da die Systeme der Länder oft nicht kompatibel sind.<br />
                            <br />Falsch wäre nun aber die Annahme, die verschiedenen IT-Systeme müssten vereinheitlicht werden. Vielmehr spiele die Standardisierung von Datenaustauschformaten eine Schlüsselrolle für das deutsche eGovernment. Doch wann darf der Bund hier einheitliche Vorgaben machen, die auch bis in Bereiche wirken, die der Selbstverwaltung vorbehalten sind? Hierzu sollten stets die Auswirkungen betrachtet werden, die eine standardisierte Regelung auf die Kommunen hat, empfehlen die Autoren. Bisher seien verfassungsrechtliche Bedenken aber meist untergeordnet worden, wenn ein hohes Interesse an einer vereinheitlichten Lösung bestand. Der Rückstand Deutschlands im eGovernment lasse sich deshalb nicht mit dem föderalen Staatsaufbau erklären, sondern sei vielmehr das Ergebnis fehlenden Interesses. Denn im föderalen Österreich funktioniere das ja auch.</p>
<p>
                            <strong>Erfolgsfaktoren &#8211; eine Checkliste</strong></p>
<p>Um den Kommunen einen praktischen Ratgeber an die Hand zu geben, zählen Busso Grabow, Helmut Drüke und Christine Siegfried zehn Erfolgsfaktoren für kommunales E-Government auf. Diese wurden in Begleitung des Projektes media@komm erforscht. Die Verknüpfung von eGovernment mit der Verwaltungsreform gilt auch hier als zentraler Faktor: &#8220;E-Government gibt der Verwaltungsreform einen neuen, kräftigen Schub&#8221;, schreiben die Autoren. Ein weiterer Erfolgsfaktor könnte mit Blick auf die knappen kommunalen Kassen die Verwendung von Open-Source-Betriebssystemen sein. In dem Beitrag wird auch erwähnt, dass bei den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Akzeptanz geschaffen werden muss. Ob dies auch ausreicht, um das nötige Vertrauen in die (Sicherheit der) Anwendungen zu schaffen, bleibt unbeantwortet.</p>
<p>
                            <strong>Der Vorreiter Bremen</strong></p>
<p>Mit Bremen hat Deutschland ein Praxisbeispiel für erfolgreiches eGovernment der dritten Generation vorzuweisen. Die freie Hansestadt war 1999 einer der Sieger im Städtewettbewerb media@komm. Die Bremer Entscheidungsträger hatten bereits früh erkannt, dass eine eGovernment-Strategie erstellt und in die Verwaltungsmodernisierung integriert werden muss, um das gesteckte Ziel zu erreichen: eine effizientere Verwaltung und weniger konsumtive Ausgaben.<br />
                            <br />Entsprechende Geschäftsprozesse in der Verwaltung wurden untersucht und optimiert, damit eine möglichst medienbruchfreie Verarbeitung entstehen konnte. Gisela Schwellach und Martin Hagen blicken in ihrem Beitrag zurück auf die Entwicklung des eGovernments in Bremen und nennen Erfolge, Erfolgsfaktoren aber auch einige Niederlagen wie die Probleme bei der Einführung der Signaturkarte.<br />
                            <br />Durch die Haushaltskonsolidierung wurde bei der technischen Modernisierung viel Wert auf Wiederverwendbarkeit gelegt. Eine Public Private Partnership, die bremen online services GmbH &amp; Co KG (bos), soll nun die Produkte an andere Kommunen weiterverkaufen.<br />
                            <br />Die Bürger in Bremen können mittlerweile schon von 150 Online-Anwendungen profitieren. So ist es über das Internet möglich, eine Adressänderung gleichzeitig einer Reihe unterschiedlicher Institutionen zu melden. Dazu gehören Behörden, Zeitungen und auch Versorgungsunternehmen. Neben dem Stadtstaatstatus nennen die Autoren vor allem die integrative und gleichzeitige Entwicklung von Infrastruktur, Anwendungen und Zugangsmöglichkeiten als Wegbereiter des Bremer Erfolgs.</p>
<p>
                            <strong>Bestandsaufnahme und Wegweiser</strong></p>
<p>In zwei weiteren Beiträgen wird der Bogen zu den wirtschaftlichen Aspekten des eGovernments und dem eGovernment im europäischen Vergleich geschlagen. Insgesamt ist den Autoren eine umfangreiche Bestandsaufnahme des kommunalen eGovernments gelungen. Dem Leser wird verdeutlicht, dass eGovernment der dritten Generation zu größeren Umbrüchen in Verwaltung und Politik führen wird, als beim Aufbau der ersten Stadtinformationssysteme vermutet wurde. Interessant sind vor allem die umfassenden Hinweise auf weiterführende Literatur und Studien.<br />
                            <br />Leider wird die Zielgruppe des Sammelbandes nicht genannt. Sie dürfte allerdings auf versierte eGovernment-Experten begrenzt sein, da das &#8220;Beamtendeutsch&#8221; der meisten Beiträge für andere Leser wohl nicht immer verständlich ist. Für kommunale Entscheidungsträger kann das Buch aber sicherlich ein hilfreicher Wegweiser in Richtung erfolgreiches eGovernment sein. Hoffentlich erreicht die Publikation diese Zielgruppe auch.</p>
<p>
                              <span class="fett"></p>
<p>                              </span>
                            </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-moderne_kommunen050330-shtml-3167/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mauern im globalen Dorf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-datenschutz-globalemauer123-shtml-2830/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-datenschutz-globalemauer123-shtml-2830/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aschminck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Aufenthaltsort]]></category>
		<category><![CDATA[geographischer Standort]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Geolocation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Geolocation-Software]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Individualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[IP-Adresse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/econsumer-datenschutz-globalemauer123-shtml-2830/</guid>

					<description><![CDATA[Die ursprüngliche Vision des „World Wide Web“, eine global frei zugängliche Vielfalt an Informationen bereitzustellen, wird immer häufiger durch Software für „Geolocation“ unterlaufen. Diese ermöglicht es Website-Anbietern, anhand der IP-Adresse eines Nutzers dessen Aufenthaltsort zu bestimmen. Wo Datenschützer die Anonymität der Internetnutzer gefährdet sehen, wittern Online-Werber und Internet-Händler eine neue Goldgrube. Doch welche Chancen und Risiken birgt Geolocation aus Sicht der Konsumenten?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Die ursprüngliche Vision des „World Wide Web“, eine global frei zugängliche Vielfalt an Informationen bereitzustellen, wird immer häufiger durch Software für „Geolocation“ unterlaufen. Diese ermöglicht es Website-Anbietern, anhand der IP-Adresse eines Nutzers dessen Aufenthaltsort zu bestimmen. Wo Datenschützer die Anonymität der Internetnutzer gefährdet sehen, wittern Online-Werber und Internet-Händler eine neue Goldgrube. Doch welche Chancen und Risiken birgt Geolocation aus Sicht der Konsumenten?</p>
<p><!--break--></p>
<p>Die wenigsten Internet-Nutzer werden bisher von Geolocation (auch Geotargeting bzw. Geotracking) gehört haben. Gleichwohl kommen sie bei zahlreichen Aufenthalten im Netz damit in Berührung. Manch einer wird sich wohl schon gewundert haben, warum er beim Versuch, die englischsprachige Google-Seite<br />
                            <a href="http://www.google.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.com</a> von Deutschland aus aufzurufen, doch wieder auf der deutschen Seite gelandet ist. Vom Nutzer unbemerkt, wird im Hintergrund anhand seiner IP-Adresse sein geographischer Standort ermittelt. Die angeforderte Seite wird dann in der entsprechenden Landessprache angezeigt. Dieses Geolocation genannte Verfahren kann laut dessen Anbietern mittlerweile mit einer Trefferquote von 99 Prozent das Herkunftsland und mit sogar 80 Prozent die<br />
                            <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/18005/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herkunftsstadt des Internet-Nutzers berechnen</a>.</p>
<p>Ursprünglich für die Online-Werbebranche entwickelt, um personifizierte Werbebanner schalten zu können, kommt Geolocation-Software neuerdings immer häufiger auch in anderen Bereichen digitaler Dienste (wie Online-Casinos oder Handy-Applikationen) zur Anwendung. Web-Inhalte werden dabei je nach Aufenthaltsort des Nutzers entsprechend gefiltert und modifiziert. Manche Websites werden gar nur für bestimmte nationale oder regionale Nutzergruppen angeboten. Problematisch hieran ist nicht nur das Verfahren an sich, sondern die Tatsache, dass dem Nutzer keinerlei Information darüber zukommt, ob und wann es bei seinen Surftrips angewandt wird. Kann sich der Kunde eines Online-Shopping-Portals so noch sicher sein, ob er nicht aufgrund seines Standortes für gleiche Produkte höhere Preise angezeigt bekommt als in anderen Ländern? Möchte er dann zum Preisvergleich Seiten anderer Länder aufrufen, wird er möglicherweise wie bei<br />
                            <a href="http://www.google.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.com</a> immer wieder auf seine Heimatseite umgeleitet. Solche Eingriffe in den einst freien Informationsfluss des WWW dürften von den meisten Internet-Nutzern als Bevormundung und Ausgrenzung empfunden werden. Denn ihre Browser-Eingabe<br />
                            <a href="http://www.google.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.com</a> ist wohl weniger ein Tippfehler, als vielmehr der bewusste Aufruf der englischsprachigen Seite. Darüber hinaus widerspricht dieses Verfahren dem Grundgedanken des Internets, welchen dessen Erfinder Tim Berners-Lee, die &#8220;Allgemeingültigkeit im Web&#8221;<br />
                            <a href="http://www.ibiblio.org/pioneers/lee.html">nennt</a>: “ein Web – für jeden, alles und überall”.</p>
<p>Was für die User ein klarer Nachteil ist, eröffnet neue Chancen für private wie kommerzielle Website-Inhaber. Sahen sich diese bisher überfordert, ihre Inhalte im globalen Netz einem Patchwork an lokalen Vorschriften anzupassen, haben sie nun die Möglichkeit, mithilfe von Geolocation nur Nutzern aus ausgewählten Ländern den Zugriff auf ihre Seiten zu gestatten. Online-Casinos können so verhindern, dass ihre Angebote von Spielern aus Ländern genutzt werden, in denen das Online-Glückspiel verboten ist.</p>
<p>Die Möglichkeit, bestimmte Nutzergruppen gezielt auszugrenzen, kann allerdings auch schwerwiegende Folgen haben. Totalitäre Staaten wie China und Saudi-Arabien sind bereits dafür bekannt, staatskritische Seiten aus dem Ausland für die eigenen Bürger zu sperren. Sie könnten die Geolocation-Software für weitergehende politische Zensurmaßnahmen missbrauchen. Die Surfer haben keine Chance, die Anwendung von Geolocation zu unterbinden. Wenn sie überhaupt von dessen Anwendung erfahren. Anonymisierungsdienste, welche den Aufenthaltsort des Nutzers verschleiern, können nur eingeschränkt Abhilfe leisten, denn immer mehr Online-Firmen verweigern anonymen Besuchern den Zugriff auf ihre Dienste. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Internetverbindung über einen entfernten Rechner herzustellen. Der Nutzen dieses Vorgehens zeigt sich an einem aktuellen Beispiel: Die Wahlkampfseite des amerikanischen Präsidenten<br />
                            <a href="//www.georgewbush.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.georgewbush.com</a> war in der Woche vor der US-Wahl nur von Nordamerika aus erreichbar. Sie kann von anderen Orten aber über einen amerikanischen Proxyserver abgerufen werden. Die Verwendung eines Proxys verlagert das Problem jedoch lediglich: Auch dieser kann ebenso wie der PC des Nutzers aufgrund seines Standortes vom Zugriff auf bestimmte Webseiten ausgeschlossen sein.</p>
<p>Längst hat sich die Geolocation-Software wie ein Lauffeuer verbreitet. Verschiedenste Branchen haben sie für sich entdeckt und nutzen sie zur Verbesserung ihrer Produkte. Frei nach dem anschaulichen Motto &#8220;Go global – be local&#8221; wird neuerdings der Handy-Dienst<br />
                            <a href="http://www.mobimate.com/worldmate/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WorldMate</a> angepriesen. Dieser zeigt dem mobilen Nutzer seinen Standort auf einer Weltkarte an oder versorgt ihn mit den regionalen Wettervorhersagen. Und der angeschlagenen Musikindustrie wiederum eröffnet das Verfahren ganz neue Formen der Marktanalyse: Anhand der IP-Adressen von Nutzern illegaler Tauschbörsen im Internet &#8211; den eigentlichen Erzfeinden großer Musikkonzerne &#8211; können Aussagen über die Beliebtheit bestimmter Songs in verschiedenen Ländern getroffen werden.</p>
<p>Diese Vorteile der neuartigen Software für digitale Dienstleister macht sich auch die Werbung zunutze. Geolocation-Anbieter stimmen ihre Werbestrategien speziell auf die Verwertung der Technologie durch die Wirtschaft ab. Dass Geolocation den Profit des Unternehmens vermehrt, verspricht nicht nur der Slogan &#8220;Because Location Matters&#8221; des kommerziellen &#8220;Geolocaters&#8221; Quova. Solange dies der Effizienz und der Kundenzufriedenheit dient, ist dagegen nichts einzuwenden. Gefährlich ist die Anwendung aber dann, wenn der Nutzer nicht mehr frei zwischen Inhalten wählen kann, und Wirtschaft oder Politik entscheiden, welche Informationen er erhält. Dass dies kein Zukunftsszenario sondern schon Realität ist, zeigen Suchergebnisseiten, welche je nach Aufenthaltsland oder -stadt verschiedene Links auflisten.</p>
<p>Je nach Anwendung kann Geolocation demnach für den Konsumenten sowohl einen Segen als auch eine Einbuße an Informationsfreiheit bedeuten. Der Geolocation sollten Grenzen gesetzt werden, damit das noch weltumspannende Netz nicht in kleine regionale Netze aufgespalten wird. Andernfalls wird es für Nutzer bestimmter Webangebote aufgrund ihres Standortes wohl bald immer häufiger &#8220;Ich bin draussen!&#8221; heissen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Weiterführende Links:</span><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="%20">www.quova.com</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://www.cnn.com/2004/TECH/internet/07/12/borders.online.ap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.cnn.com/2004/TECH/internet/07/12/borders.online.ap/</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/3958665.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/3958665.stm</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://www.georgewbush.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.georgewbush.com</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://www.mobimate.com/s60/worldmate/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mobimate.com/s60/worldmate/</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/52516/4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.heise.de/tr/artikel/52516/4</a><br />
                            <br />–<br />
                            <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/427/41386/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/427/41386/</a></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="klein" bgcolor="#FFCC33">Erschienen am<br />
                                  <!-- #BeginEditable "Erscheinungsdatum" -->11.11.2004</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-datenschutz-globalemauer123-shtml-2830/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
