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	<title>astahmann &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Wählerfischen im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[astahmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Bremer Parteien präsentieren sich interaktiver als gewöhnlich. Welche Bedeutung das Internet
als Mitmachmedium im Wahlkampf haben kann, haben die Parteien aber noch nicht begriffen, meint Anja Stahmann, Abgeordnete der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. Ein Gastkommentar.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bremer Parteien präsentieren sich interaktiver als gewöhnlich. Welche Bedeutung das Internet<br />
als Mitmachmedium im Wahlkampf haben kann, haben die Parteien aber noch nicht begriffen, meint Anja Stahmann, Abgeordnete der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. Ein Gastkommentar.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p class="normal">
Am 13. Mai ist in Bremen Landtagswahl. Die heiße<br />
Phase hat längst begonnen. Plakate pflastern die Straßen<br />
und Plätze an der Weser. Eine Veranstaltung jagt die nächste.<br />
Die Parteien bauen ihre Stände auf und informieren die Wähler<br />
mit gedruckten Programmen und Faltblättern. </p>
<p>Auch das gezielte Wählerfischen im Internet nimmt an Fahrt<br />
auf. Im Web tummeln sich die SpitzenkandidatInnen der Parteien mit<br />
ihren Homepages. Interaktiver als sonst präsentieren sich die<br />
Bremer Parteien. Auf Kampagnenseiten können Plakate beguckt,<br />
eCards verschickt und Videos angeschaut und versendet werden. </p>
<p>Man gibt sich deutlich mehr Mühe, das Angebot bleibt aber ausbaufähig.<br />
Der virtuelle Wahlkampf steckt immer noch in den Kinderschuhen.<br />
Es gibt kaum Chats, nicht einmal Spiele oder andere Extras. Dafür<br />
sind Internettagebücher, die Weblogs, langsam aber sicher im<br />
Kommen. Die meisten Parteien nutzen das Internet nur halbherzig.<br />
Ein Grund: in knappen Wahlkampfbudgets ist meist wenig Luft für<br />
aufwändige Netzseiten und deren Pflege, denn gestellte Fragen<br />
müssen beantwortet und gewünschte Informationen auch zügig<br />
zur Verfügung gestellt werden. Gerne greift man daher auf das<br />
Bewährte und Bekannte in Papierform zurück. </p>
<p>Wer nicht weiß, welcher Partei er bei der Bürgerschaftswahl<br />
in Bremen am 13. Mai seine Stimme geben soll, findet auf <a href="http://www.kandidatenwatch.de/bremen-435-0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.kandidatenwatch.de</a><br />
eine Orientierungshilfe. Die etwa 291 Bewerberinnen und Bewerber<br />
um insgesamt 83 Mandate (68 in Bremen und 15 in Bremerhaven) werden<br />
auf der Internetseite mit einem Kurzportrait vorgestellt und können<br />
online befragt werden. Das Besondere: Alle Fragen und Antworten<br />
sind öffentlich einsehbar. Das Wahl-Portal ist ein Projekt<br />
von abgeordnetenwatch.de in Kooperation mit der Heinrich-Böll<br />
Stiftung Bremen. Das Portal stößt nicht überall<br />
auf Gegenliebe. SPD und Linke beteiligen sich nicht, da sie die<br />
Teilnahme von den rechtsextremen Parteien wie DVU ablehnen. Das<br />
schmälert unter anderem auch den Erfolg des bisher in Hamburg<br />
und im Bund so erfolgreichen Portals. Beiträge, die Beleidigungen,<br />
Beschimpfungen und menschenverachtende Formulierungen enthalten,<br />
werden laut Betreibern nicht freigeschaltet.
</p>
<p>
Unterschiedlichste Fragen an die Kandidaten sind im Portal eingegangen<br />
und zum Teil beantwortet. Die Resonanz beim Wähler und den<br />
Kandidaten ist aus meiner Sicht schleppend und kann mehr Schwung<br />
gebrauchen.
</p>
<p>
Längst geht die Mehrheit der Deutschen regelmäßig<br />
online. Für Jugendliche ist das Internet das wichtigste Informationsmedium.<br />
Parteien scheinen noch nicht wirklich zu verstehen, welche Bedeutung<br />
das Internet tatsächlich hat oder haben kann &#8211; und dass das<br />
Netz ein Mitmachmedium sein kann und keine Einbahnstraße sein<br />
muss.
</p>
<p>
Die Möglichkeiten des Internets sind beim Wählerfischen<br />
längst nicht ausgeschöpft. Aber auch dem realen Wahlkampf<br />
in Bremen fehlt derzeit der Pfiff, da die seit 12 Jahren regierende<br />
große Koalition wenig bis gar nicht die Auseinandersetzung<br />
miteinander sucht &#8211; noch nicht einmal im Netz.
</p>
<p>
<b><span class="fett">Anja Stahmann ist Stellvertretende Fraktionsvorsitzende<br />
der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft und bildungspolitische<br />
Sprecherin der Grünen. Neben der Bildungspolitik gehört<br />
auch Medienpolitik zu ihren Schwerpunkten. Im Internet ist sie mit<br />
einem eigenen Weblog vertreten: <a href="http://www.anja.stahmann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.anja.stahmann.de</a>.</span><br />
</b>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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