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	<title>apiezunka &#8211; politik-digital</title>
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	<title>apiezunka &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Online-Wahlkampf in den Anden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[apiezunka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 15:21:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Chile finden am 13. Dezember 2009 die Präsidentschaftswahlen statt. Marco Enríquez-Ominami ist einer der vier Kandidaten für die Nachfolge von Präsidentin Michelle Bachelet. Als politischer Außenseiter hat er das Netz zu seiner Wahlkampfarena gemacht. Und plötzlich ist er ein aussichtsreicher Kandidat für die Stichwahl. 
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&#160;
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Chile finden am 13. Dezember 2009 die Präsidentschaftswahlen statt. Marco Enríquez-Ominami ist einer der vier Kandidaten für die Nachfolge von Präsidentin Michelle Bachelet. Als politischer Außenseiter hat er das Netz zu seiner Wahlkampfarena gemacht. Und plötzlich ist er ein aussichtsreicher Kandidat für die Stichwahl.<br />
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Nachdem sich die Parteien der &quot;Concertación&quot; (ein Mitte-Links-Bündnis von vier Parteien, das in den letzten 20 Jahren die Präsidenten gestellt hat) gegen den 36-Jährigen als offiziellen Kandidaten entschieden hatten, schien Marco Enríquez-Ominami als unabhängiger Bewerber chancenlos. Erst seine intensive Kampagnenarbeit und sein familiärer Hintergrund (sein Vater ist der verstorbene Miguel Enríquez, ein wichtiger Links-Politiker in den 80ern) brachten ihn auf Platz drei der Umfragen.
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Nun kämpft er u.a. gegen den ehemaligen Präsidenten Eduardo Frei Ruiz-Tagle um den Einzug in eine mögliche Stichwahl Mitte Januar. Sein größter Kontrahent allerdings ist Sebastian Piñera. Der konservative Unternehmer und Multimillionär liegt in den Umfragen mit 38 Prozent vorne.
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<b>Witzige Videos haben Tradition</b>
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Ein wichtiger Teil der Wahlkampagne sind für alle Kandidaten die in Chile sehr beliebten &quot;Franjas Electorales&quot;. In diesen Videobotschaften versuchen die Kandidaten mit Gags und Emotionen, ihre Wähler im Fernsehen und im Internet von sich zu überzeugen. Mit Wortwitzen und harmonischen Szenen im Kreise der Familie füllt auch Marco Enríquez Ominami die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8uu0_eN1thI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünfminütigen Clips</a>, um sich als verantwortungsvollen und engagierten Familienvater und Politiker darzustellen.
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Zusätzlich zu den &quot;Franjas Electorales&quot; nutzt Enríquez-Ominami das Internet intensiv für seinen Wahlkampf. Auf seiner <a href="http://web.marco2010.cl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> können sich interessierte Bürger Marco-Plaketten für Haus und Auto besorgen und ihre persönlichen Geschichten aus der Kampagne erzählen. Neben vielen Partizipationsmöglichkeiten versucht er, mit Fotos und intensiver Kampagnenberichterstattung Emotionen zu wecken und zur Wahl zu mobilisieren.
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<b>Digitales Buhlen um die Erstwähler</b>
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Auch Sebastian Piñera bemüht sich im Internet aktiv um seine Wählerschaft. Auf seiner <a href="http://www.facebook.com/note.php?note_id=120381055818" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Seite</a> erklärt er stolz, der <a href="http://twitter.com/sebastianpinera" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meistgelesene Twitterer</a> (&quot;gran Twittero&quot;) in Chile zu sein. Ganz besonders geht Piñera auf mögliche jungen Wähler im Netz zu. In dem Netzwerk &quot;<a href="http://mojatexchile.ning.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendliche und Piñera&quot;</a> (Jovenes y Piñera) können junge Wähler sich mit einem Profil registrieren und ihre Wünsche für das zukünftige Chile formulieren.
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<object width="300" height="250"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cv1KX1e4lZU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cv1KX1e4lZU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="300" height="250"></embed></object><br />
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<p>
Die Bemühungen um die jungen Wähler sind bei allen Kandidaten offensichtlich. Sie gehen davon aus, dass die Jung- und Erstwähler eine entscheidende Stimme am Wahl-Sonntag haben werden. Die viralen Strategieansätze bergen dazu bei den internet-affinen Chilenen ein bedeutendes Mobilisierungspotential. So haben zum Beispiel etwa 5,5 Millionen der ca. 17 Millionen Chilenen ein Profil bei Facebook. Laut dem amerikanischen Unternehmen ist das der höchste Anteil von Facebook-Nutzern an der Gesamtbevölkerung, der je in einem Land erzielt wurde.</p>
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		<title>Still stehen für den Bildungsstreik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[apiezunka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 10:42:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Protestaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[In Österreich protestieren Studenten gegen die schlechten Studienbedingungen, sowohl auf der Straße als auch im Netz. Egal ob Straßenblockaden oder Audimax-Besetzung: Die ganze digitale Welt kann mitmachen und mitschauen – manchmal sogar in Echtzeit.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Österreich protestieren Studenten gegen die schlechten Studienbedingungen, sowohl auf der Straße als auch im Netz. Egal ob Straßenblockaden oder Audimax-Besetzung: Die ganze digitale Welt kann mitmachen und mitschauen – manchmal sogar in Echtzeit.</p>
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Ohne sich zu bewegen – regelrecht eingefroren – stehen etwa 30 Studierende auf dem Urban-Loritz-Platz in Wien. Mit dem fünf-minütigen &quot;Freezen&quot; möchten sie die Wiener Passanten auf die Hochschulbedingungen in Österreich aufmerksam machen: Nix geht mehr. &quot;Still stehen&quot; ist eine der vielen Aktionen der Gruppe &quot;<a href="http://www.unsereuni.at/" target="_blank" title="www.unsereuni.at" rel="noopener noreferrer">unibrennt</a>&quot;.
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Für die nächsten Tage plant unibrennt weitere Projekte in Wien und anderen österreichischen Städten: In Bus und Bahn möchten Sie über Bildung diskutieren. Nicht jeder Passant soll daher einen Sitzplatz bekommen. &quot;Wir haben oft nicht die Möglichkeit das zu studieren, was wir wollen, weil die Zugangsbeschränkungen so hoch sind. Wir kriegen dann auch keinen Platz&quot;, erklärt Marlene von unibrennt.
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<b>Sitzblockade im Livestream</b>
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&quot;Mit unseren Aktionen wollen wir endlich nach außen tragen, welche Missstände an der Uni herrschen,&quot; erklärt Aljoscha, Mitglied der Presse AG. Der 22-Jährige Student freut sich besonders über das internationale Interesse an der Audimax-Besetzung in Wien, das auch durch die digitale Außenkommunikation gefördert wurde. &quot;Viele studentische Vereinigungen aus Europa und Lateinamerika haben bereits ihre Solidarität ausgesprochen. Die meisten werden durch <a href="http://www.facebook.com/unsereuni" target="_blank" title="Audimax Besetzung in der Uni Wien - Die Uni brennt!" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> angesprochen,&quot; erzählt Marlene, Studentin für Publizistik.
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<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/oesi_bildungsstreik1.jpg" alt="Foto by alexkoch" title="Foto by alexkoch" width="224" height="188" />
</div>
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<div align="center">
<align="center"><i><a href="http://www.flickr.com/photos/unibrennt/" rel="cc:attributionURL">by unibrennt</a>  <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" rel="license">CC BY-NC-SA 2.0</a></i></align="center">
</div>
<p><align="center"></p>
<div xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" about="http://www.flickr.com/photos/unibrennt/4073081422/">
</div>
<p></align="center"></p>
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Knapp 28.000 Mitglieder zählt die Gruppe mittlerweile. &quot;Durch die Gruppe kann man sich informieren und sie hilft uns, ein Feedback auf unsere Aktionen zu erhalten. Zusätzlich erfährt der User mehr über den Livestream aus dem Audimax. Alle Versammlungen und Projekte können so jederzeit verfolgt werden.&quot; sagt Marlene.
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<b>Opposition formiert sich im Netz</b>
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Doch nicht jeder Studierende unterstützt die Besetzungen an den österreichischen Unis. In der Facebook-Gruppe &quot;<a href="http://www.facebook.com/pages/Studieren-statt-Blockieren/161298391957" target="_blank" title="Studieren statt Blockieren" rel="noopener noreferrer">Studieren statt blockieren</a>&quot; (knapp 24.000 Mitglieder) formulieren die Gegner ihren Unmut über die stattfindenden Proteste. Einer von ihnen ist Johannes Bauer. Der Student der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften kann sich nicht mit allen Forderungen der Gruppe unibrennt identifizieren.
</p>
<p>
&quot;Inhaltlich schwingt in manchen Forderungen eine gewisse politische Ideologie mit. Andere Meinungen werden gar nicht miteinbezogen,&quot; erklärt der 20-Jährige. Dies möchte er ändern und ist selbst als Admin einer Facebook-Gruppe aktiv geworden: In der neu gegründeten Facebook-Gruppe  &quot;<a href="http://www.facebook.com/pages/Uni-verandern/168518179785?ref=mf" target="_blank" title="Uni verändern" rel="noopener noreferrer">Uni verändern</a>&quot; erhofft er sich &quot;ideologiefreie Diskussionen&quot; und konstruktive Vorschläge gegen die Probleme an den Hochschulen. Bislang fehlen Johannes und seinen acht Mitstreitern noch Diskussionspartner.
</p>
<p>
<b>Schweigsamer Minister</b>
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Die Presse-AG von unibrennt verfolgt die Diskussionen in beiden Gruppen. &quot;Wir gucken uns an, was dort geschrieben wird und diskutieren auch mit. Inhaltlich stimmen wir bei vielem überein. Ansonsten nutzen wir das auch, um unser Handeln zu erklären,&quot; sagt Marlene. Die Studierende aus den Fachbereichen Publizistik, Geschichte und Politik haben sich viel vorgenommen: &quot;Wir haben Beauftragte für die einzelnen sozialen Netzwerke und Twitter. Einige arbeiten an unserer Zeitung &#8216;morgen&#8217; oder geben Interviews.&quot; erklärt Aljoscha. Auch Johannes Bauer diskutiert regelmäßig in seiner Gruppe mit.
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<p>
Nur der österreichische Minister für Wissenschaft und Forschung Johannes Hahn hat sich dagegen bislang zurückgehalten. Ein einzelner gefakter <a href="http://twitter.com/Johannes_Hahn" target="_blank" title="http://twitter.com/Johannes_Hahn" rel="noopener noreferrer">Twitter-Account</a> lässt den Minister online aktiv werden. Ansonsten tritt er sowohl on- als auch offline zu diesem Thema kaum in Erscheinung.</p>
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		<title>Online-Widerstand in Honduras</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-widerstand-in-honduras-4517/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[apiezunka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 14:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Honduras]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[„Bedecke deinen Mund mit einem in Essig getränkten Taschentuch“ empfiehlt „Nelly DelCid“ auf ihrem Blog den Demonstranten gegen Tränengas. In der Hauptstadt von Honduras, Tegucigalpa, protestieren seit Juli Tausende Demonstranten gegen die amtierende Interimsregierung, sowohl auf der Straße als auch im Netz.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Bedecke deinen Mund mit einem in Essig getränkten Taschentuch“ empfiehlt „Nelly DelCid“ auf ihrem Blog den Demonstranten gegen Tränengas. In der Hauptstadt von Honduras, Tegucigalpa, protestieren seit Juli Tausende Demonstranten gegen die amtierende Interimsregierung, sowohl auf der Straße als auch im Netz.</p>
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Ende Juni hatte das Militär den rechtmäßig gewählten Präsidenten „Mel“ Zelaya außer Lande gebracht. Zelaya hatte versucht, sich durch eine vom Kongress nicht genehmigte Volksbefragung eine weitere Amtszeit zu sichern. Seitdem kommt es täglich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und dem Militär. Als Reaktion auf die Proteste verhängte de-facto-Präsident Roberto Micheletti zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in der Hauptstadt eine Ausgangssperre.
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<a href="http://hondurasparatodos.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Honduras_Blog_0.jpg" alt="Honduras para todos" title="Honduras para todos" vspace="5" width="224" align="left" height="105" hspace="5" /></a>Gegen die Einschränkung ihrer Rechte wehren sich viele Demonstranten. Auch Alex Aguilar kämpft auf seine Weise mit. Der aus Honduras stammende Dozent für Geographie an der US-Universität Salisbury schreibt in seinem Blog „<a href="http://hondurasparatodos.wordpress.com/" target="_blank" title="hondurasparatodos.wordpress.com" rel="noopener noreferrer">Honduras para todos</a>“ (Honduras für alle) über die stattfindenden Widerstandsbewegungen.
</p>
<p>
<b>Sprachrohr für den Widerstand </b>
</p>
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„Ich möchte den Widerstand in Honduras unterstützen“ erklärt der 45-Jährige. In seinem Blog informiert er regelmäßig über die wichtigsten Ereignisse und bietet eine Übersicht über alle wichtigen Organisationen, die sich gegen Zelayas Sturz aussprechen. Hier beschreibt er auch die Reaktionen der US-Regierung auf die Situation in Honduras.
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<p>
Seine Informationen erhält er von verschiedenen Quellen: „Ich informiere mich über Radio, Fernsehen und Zeitungen in Honduras. Natürlich aber auch durch direkte Mitglieder der Widerstandsbewegung.“ Einzelne Widerstandskämpfer lässt Aguilar in seinem Blog direkt zu Wort kommen: Autoren, wie die Bloggerin mit dem Pseudonym Nelly DelCid, informieren hier über Sicherheitsvorkehrungen bei Demonstrationen und rufen zu Protesten auf.
</p>
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<b>Twittern für die Meinungsfreiheit</b>
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<p>
Welche Lösungen die honduranische Bevölkerung bevorzugt, versucht der in Maryland lebende Blogger über Umfragen zu erfahren. Über seinen Twitter-Account (cocobila) informiert er mehrmals täglich auch über die Reaktionen aus dem Ausland.
</p>
<p>
Mit seinem Blog ist Alex Aguilar nicht allein. Auch die Blogger von „<a href="http://voselsoberano.com/v1/" target="_blank" title="voselsoberano.com" rel="noopener noreferrer">voselsoberano</a>“ („Gib dem Souverän eine Stimme“) nutzen das Internet, um die Vorgänge in Honduras zu dokumentieren. „In den ersten Wochen nach dem Putsch wurden alle unabhängigen Medien geschlossen oder zensiert. Wir wollen über den Widerstand berichten und das Volk in Honduras informieren.“
</p>
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Das Team aus Sozialwissenschaftlern und Grafikern hofft dabei auf Multiplikator-Effekte. „In Honduras haben nur 15 Prozent der Bevölkerung einen Internetzugang. Wir können leider nicht alle erreichen.“ In ihrem Blog dokumentieren sie die Ereignisse in den Straßen und erklären, welche Gesetze durch den Putsch verletzt wurden. <a href="http://voselsoberano.com/v1/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=139%3Agran-parte-del-pueblo-parece-lora-repitiendo-lo-que-los-golpistas-nos-dicen&amp;catid=8%3Aarte-y-letras-en-resistencia&amp;Itemid=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Honduras_Karikatur.jpg" alt="Karikatur auf „voselsoberano“" title="Karikatur auf „voselsoberano“" vspace="5" width="117" align="right" height="157" hspace="5" /></a>
</p>
<p>
Besonders wichtig ist den Bloggern der Bereich Kunst. Unter Pseudonymen können Künstler auf der Website ihre Karikaturen, Gedichte und Fotos veröffentlichen, die sich mit dem Konflikt in Honduras beschäftigen. „Das Volk drückt seine Wut durch Gedichte, Lieder, Graffiti oder Karikaturen aus. Andere Freiräume sind ihnen verschlossen“, erklärt der Sprecher von „voselsoberano“. 
</p>
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<b>Kein Ende in Sicht</b>
</p>
<p>
Auch Mitglieder der Gruppe haben Formen von Zensur zu spüren bekommen. „Unsere Autoren versuchen zu dokumentieren, was auf den Straßen passiert. Oft werden ihnen dabei Kameras und Telefone abgenommen.“ Dennoch wollen sie mit ihrer Arbeit weitermachen. 
</p>
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Bislang ist ein Ende des Konflikts nicht abzusehen: Die Interimsregierung unter Micheletti verhandelt mit der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Sie weigern sich, Delegierte der OAS ins Land zu lassen. Auch Zelaya Versuche, Honduras zu betreten, sind gescheitert. Er bemüht sich derweil außerhalb des Landes um internationale Unterstützung.</p>
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