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	<title>brottbeck &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>brottbeck &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das Web, die Mode und schicke Bedenkenträger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[brottbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 11:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Schirrmacher]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Jetzt wo auch Politiker, Parteien und sogar die „Offline-Normalos“ sich durch Facebook und Co. kleine Bühnen des Lebens im Netz errichtet haben, wird dem Web 2.0 der Totenschein ausgestellt. Die Massen-Digitalisierung führe zum Niedergang interaktiver Beteiligung, heißt es. Doch ist das Web 2.0 wirklich nur eine Modeerscheinung, die schon bald wieder „out“ ist?  <img src="/sites/politik-digital.de/files/ild-F088826-0014__Bonn__Sommerschlu__verkauf_2.jpg" alt="Quelle: Bundesarchiv/Julia Faßbender, Lizenz:  Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany" title="Quelle: Bundesarchiv/Julia Faßbender, Lizenz:  Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany" width="312" align="left" height="205" />
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt wo auch Politiker, Parteien und sogar die „Offline-Normalos“ sich durch Facebook und Co. kleine Bühnen des Lebens im Netz errichtet haben, wird dem Web 2.0 der Totenschein ausgestellt. Die Massen-Digitalisierung führe zum Niedergang interaktiver Beteiligung, heißt es. Doch ist das Web 2.0 wirklich nur eine Modeerscheinung, die schon bald wieder „out“ ist?  <img fetchpriority="high" decoding="async" title="Quelle: Bundesarchiv/Julia Faßbender, Lizenz:  Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany" src="/wp-content/uploads/ild-F088826-0014__Bonn__Sommerschlu__verkauf_2.jpg" alt="Quelle: Bundesarchiv/Julia Faßbender, Lizenz:  Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany" width="312" height="205" align="left" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Abgesang auf das Internet und das Web 2.0 im Speziellen läuft gerade auf Hochtouren. Gerade jetzt, wo die virtuelle Welt über die kritische Masse hinaus begeistert.  Ausgewählte Horrorszenarien liefert <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/509/494841/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frank Schirrmacher in seinem Buch Payback</a> mit seiner kulturpessimistischen Auseinandersetzung mit dem Medium Internet. Bei der Welt Online heißt es sogar <a href="http://www.welt.de/webwelt/article5400784/Das-Web-2-0-hat-seine-besten-Tage-hinter-sich.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das Web 2.0 hat seine besten Tage hinter sich“</a>.</p>
<p><strong>Web 2.0 schon wieder „out“?</strong></p>
<p>Aber, mit dem Internet ist es nicht wie mit der Mode. Es ist nicht spätestens an dem Tag „out“, an dem es im Mode-Discounter um die Ecke von Jedermann erstanden werden kann. Das Internet und damit die Errungenschaften des Web 2.0 sind zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres Lebens geworden. Das wird es auch noch viel mehr und vor allem für noch viel mehr Menschen in Zukunft werden.</p>
<p>Es ist immer schick, Bedenkenträger zu sein &#8211; aktuelle Entwicklungen geschickt und schnell als tief schwarze Visionen an die Wand zu pinseln.  Doch das ist keine kritische Auseinandersetzung. Sicher, wir müssen uns mit den technischen Entwicklungen unserer Zeit und den daraus resultierenden Problemen und neu entstehenden Befindlichkeiten auseinandersetzen. Deshalb ist aber noch lange kein Abgesang fällig.</p>
<p><strong>Innovationen bringen Veränderung</strong></p>
<p>Das Internet ist kein Status-quo-Medium. Keiner weiß, was für technische Entwicklungen uns in den nächsten Jahren erwarten. Nur eine vage Ahnung davon, dass es unser Leben grundlegend verändern wird, besteht.</p>
<p>Das Internet funktioniert wie ein Markt – manche Produkte werden bisweilen unerwartet zum Renner und andere bleiben ein Nischenphänomen. Wobei die Online-Produkte, die weniger „in“ sind, nicht zwangsläufig aus dem Regal „Web 2.0“ verbannt werden, wie es im Mode-Discounter der Fall wäre. Diese Entwicklung zeigt, dass gewisse Innovationen und Angebote im Web 2.0 sich beizeiten selbst überholen. Das ist aber nicht das Ende des Internets oder des Web 2.0. Denn zeitgleich positionieren sich neue Angebote in den Weiten des Netzes, die mehr oder minder rasant in der Gunst der Nutzer steigen. Aufgrund der unendlichen Weite, bleibt allerdings im Netz eine Bandbreite erhalten, die theoretisch jedem Nutzer sein Produkt bietet.</p>
<p><strong>Altes geht, Neues kommt</strong></p>
<p>Das Ende des Web 2.0 oder gar des Internets ist also nicht in Sicht. Eine Gemeinsamkeit ist aber doch festzustellen: Die Mode im Discounter und auch das Web 2.0 unterliegen dem Prinzip: Altes geht, Neues kommt. Das Web 2.0 bleibt. Wahrscheinlich betiteln wir es nur irgendwann anders, weil die steten Veränderungen uns neue Optionen ermöglichen, von denen wir heute noch nicht zu träumen wagen</p>
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		<title>Nett, Sie hinzuzufügen …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[brottbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 13:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzbeziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer hätte das gedacht? Waren Soziale Netzwerke vor einigen Jahren noch primär der Dreh- und Angelpunkt für Jugendliche, Studierende, Fachexperten oder ein gepflegtes Nischenpublikum, tummeln sich mittlerweile immer mehr „Junggebliebene“ dort. Das gilt auch für Politiker - nur was bedeutet dies für ehemals private bzw. öffentliche Kommunikation?<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hätte das gedacht? Waren Soziale Netzwerke vor einigen Jahren noch primär der Dreh- und Angelpunkt für Jugendliche, Studierende, Fachexperten oder ein gepflegtes Nischenpublikum, tummeln sich mittlerweile immer mehr „Junggebliebene“ dort. Das gilt auch für Politiker &#8211; nur was bedeutet dies für ehemals private bzw. öffentliche Kommunikation?</p>
<p><!--break--></p>
<p>Politiker wie Angela Merkel oder Frank-Walter Steinmeier wähnen sich in den social communities näher bei den Jungwählern. Während Xing schon immer die erste Anlaufstelle für das gediegene Business-Publikum darstellte, zieht es eben dieses Publikum mittlerweile verstärkt in die jugendaffinen communities, wo es weniger um das Netzwerken in beruflicher Hinsicht geht, sondern primär um das Vernetzen mit Freunden,  Bekannten und Netzbekannten.</p>
<p><b>Partyfotos und Seelenzustand</b></p>
<p>Profan ausgedrückt, geht es hier primär um das Sehen und Gesehen werden. Das ist zwar auch in den beruflichen Netzwerken nicht anders, allerdings präsentieren hier (noch) die Wenigsten die anrüchigen Partyfotos vom letzten Wochenende oder verewigen ihren derzeitigen Seelenzustand auf anderer Menschen Pinnwand.</p>
<p>Ändern sich also auf Dauer unsere Gesellschaft und unser offline Umgang miteinander, wenn wir nicht nur von unseren Freunden und Netzbekannten, sondern auch von Politikern und Vorgesetzen alles wissen und an jeder ihrer Seelenregungen teilhaben können? Bin ich jetzt in Zukunft sofort mit jedem per DU und best friend, weil mein Chef oder der Frank (-Walter Steinmeier) mich ja letztens bei facebook hinzugefügt haben und ich dank Twitter beinahe sekundengenau über jeden der Politiker Schritte auf dem Laufenden gehalten werde?</p>
<p><b>&#8220;Du, Herr Steinmeier&#8230;&#8221; </b></p>
<p>Oder schreibe ich jetzt etwa, in den  eigentlich unkonventionellen Netzwerken: „Sehr geehrter Herr Steinmeier von der SPD,  ich freue mich, Sie jetzt zu meinen studivz-Freunden zählen zu dürfen.“  (bzw.  unter Ihren „Ich-finde-Sie-gut-Anhängern“ zu sein)? Eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass im Netz schneller gegruschelt , verlinkt oder auch auf die Pinnwand des jeweils anderen geschrieben wird. Da gibt es nette Äußerungen oder weniger amüsante Kommentare.</p>
<p>Sicherlich, die Frage des Umganges Miteinander und das Ausplaudern von Privatem sind nicht erst mit dem Run der Politiker auf die Communities entstanden, sondern eigentlich so alt wie die Menschheit selbst. Jeder ist höchstpersönlich dafür verantwortlich, seine Grenze zum Privaten zu ziehen und niemand ist gezwungen, sein Leben auf facebook und Co. auszubreiten.  Andererseits  gab  es auch immer schon Menschen, die sich zu benehmen wussten und andere welche die imaginären Grenzen des guten Anstands mit blinder Sicherheit überschritten.</p>
<p><b>Erbarumungsloses Online-Feedback</b></p>
<p>Fest steht jedoch, wenn Menschen des öffentlichen Lebens oder auch jedes anderes Individuum sich im Internet bewegen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass der Volksmund bzw. die Nutzermeinung, –  wenn sie denn kommt – schneller, direkter, erbarmungsloser und viraler ist als in der Offline-Welt. Das ist allerdings kein Hinderungsgrund, sonder vielmehr nur ein Aspekt der Online-Kommunikation.</p>
<p>Überwiegen sollte jedoch primär der positive Eindruck, vor allem dass über das Internet eine schnelle Rückkopplung möglich ist. Der ein oder andere Nutzer sollte sich jedoch durchaus fragen, ob er alles, was er im Netz von sich gibt, dem Betreffenden auch im wahren Leben ins Gesicht sagen würde.<br />
Jetzt stellt sich nur noch die triviale aber durchaus entscheidende Frage, ob die ursprüngliche Zielgruppe, die jungen, nur partiell an Politik interessierten, Menschen, innerhalb der sozialen Netzwerken überhaupt erreicht wird …</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Flashmob am 7. Juni: Gelebte Demokratie</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/flashmob-am-7-juni-gelebte-demokratie-4312/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[brottbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 17:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Flashmob]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2009]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>Ort:</b> bundesweit // Wahlurne Ihres Vertrauens und vor allem Ihres Wahlbezirks ###<b>Zeit:</b> 14 Uhr<b> ###Aktion:</b> Jeder informiert sich vorab und macht ein Kreuzchen an einer individuell ausgewählten Stelle. Das besondere: Alle stürmen zur gleichen Zeit bundesweit die Wahllokale, aber gewählt wird nacheinander!<b> ###Ziel:</b> Die Wahlbeteiligung merklich nach oben treiben und zur Verwunderung der Medien und der Politik beitragen! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ort:</b> bundesweit // Wahlurne Ihres Vertrauens und vor allem Ihres Wahlbezirks ###<b>Zeit:</b> 14 Uhr<b> ###Aktion:</b> Jeder informiert sich vorab und macht ein Kreuzchen an einer individuell ausgewählten Stelle. Das besondere: Alle stürmen zur gleichen Zeit bundesweit die Wahllokale, aber gewählt wird nacheinander!<b> ###Ziel:</b> Die Wahlbeteiligung merklich nach oben treiben und zur Verwunderung der Medien und der Politik beitragen! <!--break--></p>
<p>
Flashmobs: Ein neuralgischer Punkt und plötzlich sind alle da, engagieren und beteiligen sich, nehmen teil und tun ihre Meinung kund wie aus dem Nichts. 
</p>
<p>
Beteiligungen entstehen spontan und gerade das ist der große Vorteil des Internets. Braucht man früher noch eine Masse von Menschen und Material und vor allem willige Partizipierende, geht heute alles ganz schnell und unkompliziert vom heimischen PC aus – die Buschtrommel Internet funktioniert reibungslos.
</p>
<p>
Doch während die Menschen sich via Netz mehr oder minder spontan zur zeitgleichen, <a href="http://www.pillowfightday.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweiten Kissenschlacht</a> in der realen Welt verabreden, bleiben Massenbewegungen hinsichtlich politischer Aktivitäten im Netz unterrepräsentiert &#8211;  zumindest solche, die sich zu sichtbaren Offline-Aktionen entwickeln. Also: Hier der Aufruf zum Flashmob am 7. Juni.</p>
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		<title>Die offenen Fragen im Superwahljahr</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-offenen-fragen-im-superwahljahr-4242/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[brottbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 10:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Superwahljahr]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Superwahljahr 2009 hat begonnen! Und bereits heute ranken sich zahlreiche Hoffnungen, Befürchtungen und noch viel mehr offene Fragen um die Online-Kampagnen der Parteien und Politiker in Bund und Land. Während die Einen ihre ganze Hoffnung auf eine Kampagne im Stil Barack Obamas setzen, befürchten die Anderen, dass eine Mobilisierung der Massen über das Internet in Deutschland nicht funktionieren wird. Eine Zusammenstellung der offenen Fragen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Superwahljahr 2009 hat begonnen! Und bereits heute ranken sich zahlreiche Hoffnungen, Befürchtungen und noch viel mehr offene Fragen um die Online-Kampagnen der Parteien und Politiker in Bund und Land. Während die Einen ihre ganze Hoffnung auf eine Kampagne im Stil Barack Obamas setzen, befürchten die Anderen, dass eine Mobilisierung der Massen über das Internet in Deutschland nicht funktionieren wird. Eine Zusammenstellung der offenen Fragen.<!--break--></p>
<p>
Der Online-Wahlkampf erscheint wie eine Gleichung mit mehreren Unbekannten. Keiner weiß wirklich, was bei den Bürgern ankommt. Und es drängt sich die Frage auf, was sollen und vor allem was können und wollen die Adressaten der immer zahlreicher werdenden Botschaften überhaupt mit dem frei Haus gelieferten Input anfangen? Einige dieser Variablen der Gleichung &quot;Online-Kampagne&quot; haben wir daher aufgegriffen, denn Sie regen auch unbeantwortet zum Nachdenken und Diskutieren an.
</p>
<p>
<b>Welche Form der Partizipation wünschen sich die Absender?</b>
</p>
<p>
Was die Absender der Nachrichten möchten, ist zumindest auf den ersten Blick klar: Sie wollen sich und ihre Sache darstellen, Interessierte informieren und bestehende Nutzergruppen ansprechen. Und wenn alles gut geht, gewinnen sie vielleicht sogar den ein oder anderen neuen Sympathisanten im Netz hinzu. Dank Web 2.0 nutzen sie dazu nicht mehr nur die „althergebrachte“ Homepage, auf die sich nur hartgesottene Anhänger verwirrten, sondern sie ködern via sozialer Netzwerke Interessierte und versorgen sie ganz nebenbei mit Informationen.
</p>
<p>
Auf den zweiten Blick drängt sich aber auch hier die Frage auf: Was wünschen sich Politiker von ihren Nutzern im Netz? Aktive Partizipation? Mobilisierung Dritter? Oder vielmehr die Aufmerksamkeit der traditionellen Massenmedien durch mehr oder minder gewitzte Netzauftritte und Webaktionen?
</p>
<p>
Und mit welcher Souveränität gehen deutsche Politiker und Parteien mit Aktionen der Nutzer im Internet um? Solche Bottom-up-Aktionen greifen die ursprüngliche Kampagne auf, breiten sich aber unkontrolliert im Netz aus. Und vielleicht bezwecken sie sogar das genaue Gegenteil von dem, was sich die gewiefte Kommunikationsstrategen dabei gedacht hatten?
</p>
<p>
<b>Weiterverarbeitung des Inputs</b>
</p>
<p>
Die entscheidende Frage ist folglich: Was machen die deutschen Internetnutzer im Superwahljahr 2009 überhaupt mit dem Input, den sie nicht nur seitens der Politiker und Parteien, sondern auch durch die Medien und andere Nutzer im Netz erhalten? Was ist in diesem Zusammenhang überhaupt Partizipation?
</p>
<p>
Reicht es für die Partizipation bereits aus, wenn sich ein Nutzer beispielsweise durch Zufall den Clip „<a href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=9Vj1H46gnr0&amp;hl=de" target="_blank" title="youtube.com" rel="noopener noreferrer">Maas stoppt die Raserei</a>“ zu Landtagswahl im Saarland ansieht, aber weiter nicht über die politische Botschaft nachdenkt? Oder ist das nur der Anfang, und für die „wahre Partizipation“ müsste der User selber einen Clip drehen, diesen kommentieren, weiterempfehlen und andere Nutzer vielleicht sogar vom Kandidaten und in letzter Konsequenz vom Urnengang überzeugen?
</p>
<p>
Man könnte Partizipation auch ganz banal in die Kategorien „gute und schlechte Partizipation“ einteilen. Derjenige, der sich ernsthaft, politisch durchdacht mit einem Thema im Internet auseinandersetzt und mit Mitstreitern um die beste Lösung ringt, der betreibt „gute Partizipation“. Und derjenige, der sich nur einen Clip ansieht, der betreibt „schlechte Partizipation“ bzw. vielmehr irgendwie überhaupt keine Form der Partizipation?!
</p>
<p>
<b>Obama hat es vorgemacht &#8211; but can we?</b>
</p>
<p>
Trotz der Freude, dass in Zeiten des allgemein beklagten sinkenden Politikinteresses und der schwindenden Parteienbindung ein neues Informations- und viel gelobtes Partizipationsmedium den Weg in die Politik gefunden hat, stellt sich die Frage: Was kommt dabei herum?
</p>
<p>
Dass Menschen durch Twitter-Nachrichten, Video-Einspieler und andere Elemente im Netz informiert, mobilisiert und organisiert werden können, das hat Barack Obama auf eindrucksvolle Weise unter Beweis gestellt. Doch ist die pure Mobilisierung bereits eine Form der Partizipation?
</p>
<p>
<b>Mobilisierung = Partizipation?</b>
</p>
<p>
Was ist mit den im Vergleich zu Obama weniger charismatischen wirkenden deutschen Politikern?<br />
Gelingt es ihnen, die Nutzer nicht nur zu mobilisieren, sondern auch zur Partizipation zu ermuntern? Es wäre aus empirischer Sicht spannend zu sehen, wer was mit welchen Informationen anfängt und wie sich die Wege der Informationen, Meinungen und Argumentationen durch die Netzwelt schlängeln und so eine Form der Partizipation darstellen.
</p>
<p>
Fragen über Fragen! Antworten darauf, was die deutschen Politiker und Wähler im Wahlkampf veranstalten und wie sie partizipieren, ergeben sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate. Doch die Frage, wie sich Partizipation im Netz &#8211; beeinflusst durch immer neue technische Möglichkeiten &#8211;  klassifizieren und definieren lässt, bleibt spannend.
</p>
<p>
<b>Haben Sie eine Vorstellung wie Partizipation im Superwahljahr 2009 aussehen kann? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns über Ihre Ideen und kritischen Anmerkungen zur Online-Kommunikation und Partizipation im Superwahljahr 2009.<br />
</b></p>
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