<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>cwelzel &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/author/carolin-welzelbertelsmann-de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>cwelzel &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>1000 Meter Zeitreise</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/1000_meter_zeitreise-604/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/1000_meter_zeitreise-604/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhardtstraße]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/1000_meter_zeitreise-604/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Reinhardtstraße</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Reinhardtstraße</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Stadt besteht zu weiten Teilen aus Häusern und aus Straßen. Von den Berliner Straßen sind einige<br />
bekannter als andere: die Sonnenallee beispielsweise hat sich einen Namen gemacht, weil im gleichnamigen<br />
<a href="http://www.sonnenallee.de/">Film von Leander Hausmann</a> die Wessis so schön über die Mauer gucken, auf das im Osten doch recht<br />
beschauliche Treiben. Die Straße des 17. Juni ist wahrscheinlich weniger wegen des Datums als vielmehr für<br />
die <a href="http://www.loveparade.net/">Love-Parade</a> berühmt und die Karl-Marx-Allee, weil sie früher Stalinallee hieß und das Gegenteil vom<br />
Westberliner &quot;ickkoofmirwat-Kuhdamm&quot; ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Manch Berliner Straße hat in den letzten Jahren völlig ihr Gesicht verändert oder verloren und andere sind so<br />
geblieben wie sie waren, nur mit mehr billigen Neonreklameschildern garniert. Es gibt aber immer noch Straßen,<br />
an denen der Umbruch vom ach so pittoresken Verfall zur neuen Mitte ablesbar ist. Eine davon liegt mitten in der<br />
Stadt und ist nicht nur bemerkenswert, weil sich hier das Berlin-Büro von politik-digital befindet, sondern auch,<br />
weil sie eine der typisch Berliner Verbindungen zwischen architektonischem Trash und E-Architektur ist,<br />
in diesem Fall dem jugendstilisierten Repräsentationsplattenbau des Friedrichstrassenpalast und dem kuppelgekrönten Reichstag.<br />
Mehr noch: an der <a href="http://www.stadtplandienst.de/query;ORT=b;PLZ=10117;STR=Reinhardtstr%2E;HNR=27;GR=2">Reinhardstraße</a> entlang lässt sich ablesen, welchen Weg Berlin seit nunmehr 10 Jahren geht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Reinhardtstraße ist spät aufgewacht. Noch vor einem guten Jahr war das Viertel rund um die<br />
Reinhardstrasse der letzte Kiez in Mitte, der noch ziemlich unsaniert am Spreeufer lag und mit Raum für illegale<br />
Clubs und billige Wohnungen aufwarten konnte. Lange konnte dieser Zustand nicht währen, denn sowohl der<br />
Reichstag als auch das neue Bundespressezentrum sind gleich um die Ecke. Gleich einem Berliner Naturgesetz<br />
rückten auch hier die Baufirmen an und begannen pastell-farbige Fassaden für Medienunternehmen zu tünchen,<br />
auf das die Mieten steigen und die Investoren zufrieden werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Noch bietet die Reinhardstraße aber ein Bild zwischen den baulichen und atmosphärischen Stühlen.<br />
Geographisch gerafft zeigt sie das ganze Spektrum, illustriert die Ambitionen und Entwicklungsschritte, die Berlin<br />
an anderen Stellen schon den Übergang von baufälligen Kiezen zur vollsanierten Langeweile beschert haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Biegt man von der Friedrichstraße auf Höhe des Friedrichstraßenpalasts in die Reinhardstraße ein, findet sich<br />
zunächst eine einzelhänderische Mischung aus Fahrradladen, antiquarischer Buchhandlung und orientalischem<br />
Teppichgeschäft. Ein erstes Highlight stellt hier der Kaffeekeller von Gina dar, der mit belegten Brötchen zu<br />
1,20 und Bockwurst aufwartet. Wenige Meter weiter, alles noch auf unsaniertem Terrain, bietet ein russischer<br />
Laden kitschige Samoware, seltsame Wodkasorten und Schokolade in unglaublichen Verpackungen feil.<br />
Unklar ist, warum man dort immer ein Exemplar des Tagesspiegel geschenkt bekommt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die frisch fertig gestellte Dreispitz-Passage hingegen ist so ausgestorben wie ein Marktplatz auf dem Mond.<br />
Allerdings weniger interessant. Weiter geht&#8217;s auf ostdeutschem Bürgersteig vorbei am <a href="http://www.liberale.de/tdh/index.phtml">Thomas-Dehler Haus der<br />
FDP</a>, das so hochsaniert ist, dass es auch neu sein könnte. Linkerhand liegt noch ein leckerer Happen für<br />
Baulöwen, ein tatsächlich unbebautes Stück Land, dass den Blick auf die Spree und die Heimstatt Brechtscher<br />
Theaterkunst, das <a href="http://www.berliner-ensemble.de/">Berliner Ensemble</a> freigibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Von da an geht es richtig los. Entweder die Häuser sind eingerüstet oder schon fertig saniert, wobei die<br />
Blockrandbebauung kombiniert mit den ubiquitären Alufenstern, flotten Dachaufbauten und hellgelber Farbe<br />
äußerst proper und ziemlich uniform daherkommen. Kurz vor dem begrünten Platz am Deutschen Theater steht<br />
noch ein halbverfallenes Objekt. Das Pflaster der Hofeinfahrt ist teilweise aufgerissen und das Unkraut wuchert<br />
sich an der Mauer entlang. Irgendeine Baufirma hat hier ihr Domizil und ist wohl noch nicht dazu gekommen,<br />
die eigene Fassade zu verschönern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">An ihrem nördlichen Ende wartet die Reinhardstraße auch noch mit ein bisschen Uni-Viertel auf, die <a href="http://www.hu-berlin.de/hu/lage/mitte/plang.html">Mensa-Nord</a><br />
versorgt die Medizinstudenten der nahegelegenen <a href="http://www.charite.de/">Charité</a> und schickt ihren Kantinenduft über den Vorplatz.<br />
Kurz dahinter, die belegten Brötchen kosten <a href="http://62.96.190.10/kultur/essen_und_trinken/.html/rest1233.html">hier</a> deutlich mehr als vorne in Gina´s Kaffeekeller, taucht die<br />
Reinhardstraße unter der <a href="http://www.s-bahn-berlin.de/">S-Bahn</a> hindurch und vollzieht den letzten Wechsel. Der Blick schweift über weite<br />
Flächen auf den <a href="http://www.bundestag.de/btberlin.htm">Reichstag</a> und die Baustelle des Kanzleramts. Hier übergibt die Reinhardtstraße nach einer<br />
1000 Meter langen Reise durch die Nachwendezeit Berlins an die prominentere Konrad-Adenauer-Straße.<br />
Fast hätten wir es nicht gemerkt: wir sind im Westen. Die Reinhardstraße endet genau dort, wo ihr früher<br />
die Mauer den Weg abschnitt.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/1000_meter_zeitreise-604/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Cyberwaffenrennen ist im Gang</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwarwaffenrennen-shtml-2619/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwarwaffenrennen-shtml-2619/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rüstungskontrolle im Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Friedenspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/cyberwarwaffenrennen-shtml-2619/</guid>

					<description><![CDATA[Interview mit Andrew Rathmell]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interview mit Andrew Rathmell<!--break--><br />
                    
                  </p>
<p>
                    <br />
                    <strong><br />
                    <img decoding="async" height="121" src="/images/arathmell.jpg" width="113" align="left" alt="" />Dr. Andrew Rathmell ist Geschäftsführer des International Centre for Security Analysis (ICSA) und Senior-Dozent am Department of War Studies, King’s College London. Er ist Experte für Nah-Ost-<br />
                    <br />Sicherheit, und Informationskrieg. politik-digital erklärte er, welche Rolle Computer Network Operations im Cyber-Krieg haben und welche Schwierigkeiten es beim Festlegen internationaler Gesetzesstandards zu Bekämpfung von Cyber-Waffen gibt.</strong>
                  </p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Hallo Mr. Rathmell, willkommen in unserem Chat-Raum. Ich freue mich, dass Sie vor der Böll-Konferenz die Zeit für ein Interview gefunden haben. Ich möchte mich mit Ihnen über Cyber-Waffen und Abrüstungs-Möglichkeiten unterhalten. Ist denn Cyber-Waffen-Kontrolle und Abrüstung wirklich notwendig?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Im Moment gibt es noch keinen Bedarf für intensive Waffenkontrolle und Abrüstung in diesem Bereich, da die Fähigkeiten des Militärs noch nicht weit fortgeschritten sind. Trotzdem ist es jetzt wichtig, darüber nachzudenken, wie Cyber-Waffen-Kontrolle in den kommenden Jahren aussehen könnte.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Warum ist es so schwierig, multinationale Standards zu entwickeln?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Wenn Sie von multinationalen technischen Standards und sochen für Informations-Sicherheits-Management sprechen, dann sind die Gründe die gleichen wie bei der Entwicklung jedweder Standards. So gab es z.B. bei den Versuchen, einen internationalen Standard für das Informations-<br />
                  <br />Sicherheits-Management (ISO 17799) zu entwickeln, Schwierigkeiten durch die unterschiedlichen nationalen Anforderungen und den natürlichen Wunsch der Staaten, ihre selbst entwickelten Standards einzubringen. Außerdem müssen Sie berücksichtigen, dass Standards die Einbeziehung der Industrie erfordern &#8211; das wird häufig von den Regierungen vergessen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Besteht die Gefahr, die Wirtschaft durch eine zu enge CNO (Computer Network Operations)-Infrastruktur zu sehr einzuschränken?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Wenn die CNOs durch Kontrollen mit einigen der Dual use-Technologien [sowohl zivil als auch militärisch genutzt, Anm. d. Verf.] (z.B. Network Mapping Tools) eingeschränkt wird, dann können normale Business-Vorgänge behindert werden. Andererseits, wenn sich CNOs stark vermehren und vielfältig genutzt werden, wird das Vertrauen in Infrastrukturen generell sinken, und die Aufnahme von e-Business wird sich für alle verlangsamen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was gibt es denn bis jetzt für internationale Ansätze, um einen gemeinsamen gesetzlichen Standard zu finden?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Es gibt zunehmend Bemühungen, die gesetzlichen Standards zum Cyber-Crime (z.B. Tagung des Europarates), die Gesetzgebung zum e-Commerce (z.B. UNCITRAL) und Guidelines (OECD) zu harmonisieren. Der russische Vorstoß bei der UN Generalversammlung ist der einzige ernsthafte Versuch, auf internationaler Ebene gesetzliche Beschränkungen zu IW (Information Warfare &#8211; Informationskrieg) und CNO zu entwickeln.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie gefährlich sind denn Nationen wie China, Russland oder die arabische Welt in diesem Szenario?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Die größte CNO-Bedrohung, d.h. der Staat mit den größten Fähigkeiten auf dem Gebiet, sind die USA; die NATO entwickelt ebenso Fähigkeiten. Dennoch sind Russland oder China vielleicht eher willens, e-Business zu zerstören, und nutzen diese Möglichkeiten, da sie weniger abhängig von der Informations-Infrastruktur sind als westliche Nationen. Für den Moment stellen arabische Länder und der Iran weniger eine Bedrohung dar, aber Terroristengruppen im Nahen Osten könnten CNO-Fähigkeiten nutzen &#8211; sie haben dies bereits im Cyber-Krieg zwischen Israel und den Palästinensern getan.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Stehen wir vor einer neuen Ära von Auf- und Abrüstung mit zahlreichen diplomatischen Verwicklungen wie zu Zeiten des Kalten Krieges?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Ja &#8211; aber nicht so schlimm wie in dem Rennen um Nuklearwaffen! Ein Cyberwaffenrennen ist im Gang, und es wird mehr und mehr Diplomatie drumherum geben.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> In Ihrem Text für die Konferenz haben Sie das Dilemma zwischen Nationen beschrieben, die ihre strategische Position verbessern und gleichzeitig Wege finden wollen, sich zu schützen. Sehen Sie einen Ausweg aus dieser Situation?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> In der Realität suchen die Nationen beide Vorteile, um die Risiken zu minimieren. Die USA und die NATO-Staaten wollen durch Kontrolle von Kriminellen die Wirtschaftserträge maximieren, solange sie CNO als Druckmittel nutzen können. Diese Dilemma muss nun angegangen werden. Es muss Einschränkungen in der staatlichen Nutzung von CNO geben, wenn das Vertrauen in Informations-Infrastrukturen und e-Business erhalten bleiben soll.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was ist mit dem Schutz von Persönlichkeitsrechten wie freie Meinungsäußerung und freiem Zugang? Müssen wir sie zugunsten von sicherer Infrastruktur aufgeben? Oder liegt die Lösung vielleicht auf einer technischen Ebene?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Lösungen sind technisch, sozial und politisch. Wir müssen einige Freiheiten aufgeben &#8211; wir brauchen elektronische Identifizierungen (z.B. elektronische Ausweise, ID cards), und es wird einige Eingriffe in die Privatsphäre geben. Dies kann durch Regularien beschränkt werden, aber ich denke, es ist unvermeidbar.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Eine letzte Frage: Welche Rolle kann die NGO (Non-Governmental Organisations)-Ebene in dieser Hinsicht spielen? Brauchen wir eine Friedensbewegung?</p>
<p>
                  <strong>Andrew Rathmell:</strong> Viele Verbraucher, Datenschützer und Friedensbewegungen können die komplizierten Themen aufgreifen und Druck auf Unternehmen und Regierungen ausüben. Es ist wichtig, dass NGOs sich früh in dieser Debatte engagieren.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Vielen Dank, Dr. Rathmell.</p>
<p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwarwaffenrennen-shtml-2619/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kalter Krieg mit Teenagern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwardenning-shtml-2755/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwardenning-shtml-2755/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rüstungskontrolle im Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[Computerkriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Computervirus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/cyberwardenning-shtml-2755/</guid>

					<description><![CDATA[Interview mit Dorothy Denning]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interview mit Dorothy Denning<!--break-->
                    </p>
<p>
                      <br />
                      <strong><br />
                      <img decoding="async" height="123" src="/images/ddenning.jpg" width="105" align="left" alt="" />Dorothy E. Denning hat eine Professur für Computer Science an der Georgetown University und ist Leiterin des Georgetown Institute for Information Assurance. Ihre derzeitigen Arbeitsfelder umfassen die Bereiche Cyber-Crime und Cyber-Waffen-<br />
                      <br />Kontrolle, Informationskrieg und -sicherheit und Einfluss von Technologie auf die Gesellschaft. Mit politik-digital sprach sie über über die Gefahren der Cyber-Waffen.</strong>
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Hallo, Dorothy Denning. Wir werden uns heute über die legalen und technischen Möglichkeiten unterhalten, mit denen man das &#8220;Cyber-Rüsten&#8221; kontrollieren kann. Erst vor ein paar Tagen ist in Deutschland eine Pressemitteilung veröffentlicht worden, die davor warnte, dass die USA sehr aktiv im Entwickeln von &#8220;Cyber-Waffen&#8221; sind und dass wir vielleicht auf ein neues Wettrüsten zusteuern. Wie nah sind wir aus Ihrer Sicht einem &#8220;Kalten Cyber-Krieg&#8221;?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Meinen Sie einen Kalten Krieg mit Teenagern? Die haben mehr Cyber-Waffen als sonstwer.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Nein, nicht unbedingt Teenager. Eher erwachsene Militärs&#8230;</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Na ja, es wird viel geredet. Ich weiß nicht genau, welche Fähigkeiten bis jetzt entwickelt wurden.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Denken Sie, dass die Gefahr von Konflikten auf zwischenstaatlicher Ebene droht oder ist das eher informell?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ich glaube nicht, dass zur Zeit ernsthaft die Gefahr eines zerstörerischen Cyber-Krieges droht.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Waffen könnten denn in einem eventuellen Cyber-Angriff eingesetzt werden?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Es fallen verschiedene Hacker-Tools darunter, z.B. Computer-Viren, Würmer, Trojanische Pferde, Sniffer und Spionage-Tools. Ebenso zählen verschiedene Methoden dazu, mit denen man diese Werkzeuge in eine bestimmte Umgebung bringen kann.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was meinen Sie mit &#8220;bestimmter Umgebung&#8221;?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Gegen ein bestimmtes Ziel gerichtet.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Worin liegt ihre spezifische Gefahr? Worin unterscheiden sie sich von traditionellen Waffen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> In der Regel verursachen sie keine körperlichen Schäden, Verwundung und Tod eingeschlossen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber sie fügen auf indirektem Weg Schaden zu?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Sie können sehr hohe Kosten verursachen, z.B. wenn jemand Kreditkartennummern stielt oder sich mit betrügerischen Bank-Transaktionen beschäftigt. Sehr oft ist der Schaden zerstörender Natur, wie bei vielen Computer-Viren und Würmern. Aber auch diese verursachen Kosten. Schätzungen haben für den ILOVEYOU-Virus Schäden in Höhe von mehr als 10 Milliarden $ ergeben.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber inwiefern stellen sie denn eine neue &#8220;Klasse&#8221; von Waffen dar, die wir vorher nicht hatten?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Indem sie Bits und Bytes statt physikalischer Materie beinhalten.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Kann sich &#8220;gute&#8221; Software in schlechte verwandeln?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Gute Software kann benutzt werden für schlechte Taten. Sie kann auch ersetzt werden durch trojanisierte Versionen, die benutzt werden, um Schaden zuzufügen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wo ziehen Sie die Grenze zwischen gefährlicher Software und solcher, die für sich genommen harmlos ist und nur das Potenzial hat? Wie kann man gefährliche Software verbieten, ohne die gute zu beeinträchtigen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Es ist sehr schwierig, eine Grenze zu ziehen. Viele Software-Tools, die von Systemadministratoren dazu benutzt werden, Sicherheitslücken in ihren Systemen aufzudecken (und zu beheben), werden auch von Hackern verwendet, um Systeme zu finden, die für Angriffe offen sind. Es ist auch schwierig, gefährliche Software daran zu hindern, die gute zu schädigen. Viele Viren und Spionage-Tools verändern die Software auf dem Computer, den sie angreifen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Gibt es denn eher auf technischem oder eher auf gesetzlichem Wege Chancen, eine Kontrolle der Cyber-Waffen einzurichten?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ich denke, es gibt eher die Möglichkeit, kriminelles Verhalten zu kontrollieren als das Verhalten von Nationen. Darum geht es im wesentlichen in dem Cyber-Crime-Vertrag des Europarates.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Warum ist es so schwierig, Gesetze für das Verhalten von Staaten zu machen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Es gibt bereits allgemeine Gesetze, die auf Staaten anwendbar sind. Nicht klar ist, dass zusätzliche Gesetze von den Staaten gebraucht oder gewünscht werden. Wichtige Themen wären auch die Umsetzung und die Frage, wo die Grenzen zu ziehen sind.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber brauchen wir nicht zusätzlich zu staatlichen Gesetzen internationale Standards?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Das ist eine gute Frage. Es würde schon helfen, wenn die Staaten eine generelle Übereinkunft über die Bedingungen schließen würden, unter denen ein Cyber-Angriff einen Akt der Agression oder Bedrohung gegen den Frieden nach der UN-Charta darstellt.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Gibt es Chancen, dass wir zu einer solchen Übereinkunft kommen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ich weiß nicht. Die Staaten müssten zunächst einmal ein Interesse daran zeigen, an den Tisch zu kommen und darüber zu diskutieren.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Ist der Cyber-Crime-Vertrag des Europarates eine solche Gelegenheit?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Nein, denn dieser befasst sich nur mit kriminellen Aktionen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Faktoren machen es denn so schwierig, vor Cyber-Angriffen zu schützen oder sie zu verhindern?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Systeme und Menschen weisen Verwundbarkeiten auf, die ausgenutzt werden können. Es ist das gleiche in der physikalischen Welt. Menschen können ausgeraubt oder ermordet werden. Diebe können in Häuser einbrechen. Es ist unmöglich, alle Verbrechen zu verhindern.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber wenn man eine Waffe hat, ist diese auch sichtbar, und man kann (nicht in allen Ländern, aber in einigen) Leute davon abhalten, sie zu kaufen. Man kann sie auch zerstören, und dann ist sie weg. Aber Cyber-Bewaffnung ist anders, oder?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ganz anders. Man kann u.a. die Cyber-Waffe hunderte und tausende Male kopieren und sie mit geringem Aufwand an Menschen in der ganzen Welt verteilen. Außerdem geht es auch um die Meinungsfreiheit, denn Software ist eine Form der Meinungsäußerung.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welchen Stellenwert nimmt der Bereich Cyber-Waffen in der Forschung ein? Können Forscher daraus lernen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Indem wir die Cyber-Waffen studieren, lernen wir bessere Cyber-Verteidigungssysteme zu entwickeln. Es ist unmöglich, eine starke Verteidigung aufzubauen, ohne die Angriffsmethoden und die eigenen Verwundbarkeiten zu kennen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Kümmern sich Staaten mehr um die geeignete Cyber-Bewaffnung und die technischen Möglichkeiten der Verteigung als um internationale Gesetzesstandards?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ja, ich glaube, den Staaten ist der Schutz ihrer kritischen Infrastrukturen und der Wirtschaft vor Hackern und potenziellen Cyber-Terroristen wichtiger.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber in gewisser Weise ist doch die Bedrohung von Cyber-Attacken, z.B. auf kritische Infrastruktur da. Was können wir als Bürger oder Forscher tun, um diese Gefahr in die Köpfe der Politiker zu bringen?</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Zumindest in den USA wird die Aufmerksamkeit des Kongresses und der Öffentlichkeit von den verschiedenen Vertretungen der Exekutive, das Verteigungs-, Justiz- und Wirtschaftsministerium eingeschlossen, auf dieses Thema gelenkt. Auch die Presse spielt eine wesentliche Rolle mit ihren Berichten.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Aber gleichzeitig sollen doch die USA die neue Cyber-Supermacht sein, die auch international eine Rolle spielen sollte im Werben um Transparenz und den gesetzlichen Status. Und sie werden kritisiert, weil sie diese Rolle nicht einnehmen.</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ich denke, den USA ist es wichtiger, international für gute Cyber-Verteidigung gegen kriminelle und terroristische Bedrohung zu werben. Sie haben sich an den Verhandlungen zum DoE-Vertrag beteiligt und auch mit den G8 gearbeitet, um die Harmonisierung der internationalen Cyber-Crime-Gesetze und die internationale Kooperation bei Ermittlungen und Verurteilungen voranzutreiben.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie schützen Sie selbst ihre &#8220;kritische Infrastruktur&#8221;? Halten Sie Teenager von Ihren Büroräumen fern?;-)</p>
<p>
                    <strong>Dorothy Denning:</strong> Ich überlasse das den Sicherheitsleuten auf unserem Campus. Bis jetzt haben sie ganz gute Arbeit geleistet.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben.</p>
</p>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwardenning-shtml-2755/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutschland mit .de</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland_mit_de-703/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/deutschland_mit_de-703/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungsprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/deutschland_mit_de-703/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Auf Worte lasst Taten folgen&#34;: auch die Bundesregierung
scheint sich auf diese Binsenweisheit besonnen zu haben und will nun ernst machen mit ihrem
digitalen Engagement. Deutschland soll endlich an die Spitze der IT-Nationen anschließen und
die reformwillige rot-grüne Regierung möchte sich als Motor betätigen.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Auf Worte lasst Taten folgen&quot;: auch die Bundesregierung<br />
scheint sich auf diese Binsenweisheit besonnen zu haben und will nun ernst machen mit ihrem<br />
digitalen Engagement. Deutschland soll endlich an die Spitze der IT-Nationen anschließen und<br />
die reformwillige rot-grüne Regierung möchte sich als Motor betätigen.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Nachdem man sich zunächst bemüht hatte, dass breitenwirksame IT-Wunder herbeizureden, ist die<br />
Regierung nun dazu übergegangen, konkrete Schritte anzukündigen. Bundeskanzler Schröder<br />
formulierte vergangene Woche das nationale Ziel, die Informationstechnologie in den Adelsstand<br />
der Allgemeinbildung zu befördern und erteilte ihr mit einem <a href="http://www.bundesregierung.de/frameset/index.jsp" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Zehn-Punkte Programm</a><br />
den Ritterschlag.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das ambitionierte Vorhaben dreht sich im Kern um die Nutzermobilisierung. &quot;Internet für alle&quot;:<br />
Damit jeder die Chance bekommt, seinen Wissenshorizont via Internet erweitern zu können und<br />
dies nicht mehr von finanziellen Barrieren eingeschränkt wird, sollen nun wirklich alle<br />
Schulen mit Internetzugängen ausgestattet werden, so der Bundeskanzler.<br />
Bevölkerungsgruppen, die bisher jenseits des digitalen Grabens lebten, sollen Brücken<br />
geschlagen bekommen. Vor allem Arbeitslosen wird eine neue Chance geben, indem ihnen Kurse die<br />
Grundkenntnisse der digitalen Welt vermitteln, so dass sie die fehlende Qualifikation in Sachen<br />
Computer und Netz nachholen können. Wer schließlich den eloquenten Umgang mit den Neuen Medien<br />
mit der &quot;Internet-Reifeprüfung&quot; schwarz auf weiß belegen kann, erhöhe seine Attraktivität für<br />
potentielle Arbeitgeber, lautet die Hoffnung der Bundesregierung.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Staat als Schrittmacher</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mag auch der Skeptiker hinter den kernigen Parolen des Bundespresseamtes<br />
(.com schon Deutschland!) eine reine Imagewerbung vermuten, das Vorhaben der Regierung zielt<br />
in die richtige Richtung. Es ist nämlich so, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der<br />
staatlichen Sorge um den digitalen Fortschritt und der tatsächlichen Schrittgeschwindigkeit<br />
desselben vermutet werden kann. Der Staat fungiert als digitaler Pacemaker.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Durchdringung der IT ist<br />
mittlerweile mehr als eine politische Feierabendbeschäftigung. Länder wie die Vereinigten<br />
Staate, Großbritannien und Finnland machen uns vor, wie eine koordinierte staatliche Förderung<br />
die Internetnutzung in die Höhe treibt. Dazu müssen harte Faktoren wie die PC-Ausstattung des<br />
öffentlichen Raumes und weiche Infrastruktur wie eine adäquate Rechtssprechung und Engagement<br />
für die Ausbildung Hand in Hand gehen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Digitale Brücken an analogen Gräben</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Allerdings kann ein bloßes Schielen auf die Nutzerzahlen in die Irre führen: wie eine <a href="http://www.bah.de/presse_digital.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a><br />
der Technologieberater von <a href="http://www.bah.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Booz, Allen &amp; Hamilton</a> zeigt, ist das Problem die ungleiche<br />
gesellschaftliche Verteilung der Nutzerschicht. Der Einzug digitaler Technologie in den Alltag<br />
vertieft den klassischen Graben zwischen gut ausgebildeten, jungen Stadtbewohnern und weniger<br />
gebildeten Schichten. Die Verteilung der &quot;Surfer&quot; in den verschiedenen Bildungsschichten läuft<br />
dem Anteil an der Gesamtbevölkerung diametral entgegen: 45% aller Deutschen haben einen<br />
Hauptschulabschluss, diese Gruppe macht aber nur 26% der Internetuser aus. Umgekehrt besitzen<br />
nur 10% der Bevölkerung einen Hochschulabschluss, stellen aber 17% der Nutzergruppe.<br />
Auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land werden digital gestützt: Das Landleben genießen<br />
zwar 34% der Deutschen, aber lediglich 18% der Nutzer leben in ländlichen Gegenden. In der<br />
Stadt leben 52% der hiesigen Bevölkerung, die einen Anteil von 58% bei den Internetusern<br />
ausmachen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick nicht dramatisch erscheinen, sondern werden es erst<br />
vor dem Hintergrund des Stellenwertes, den die Informationstechnologie in den nächsten Jahren<br />
einnehmen soll. Längst sind die neuen Technologien zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor<br />
geworden, messen sich Volkswirtschaften mit dem Anteil, den der IT-Umsatz am Bruttosozialprodukt<br />
hat und brüsten sich mit dem Standortfaktor, den eine hohe Digitalisierung der Bevölkerung<br />
mittlerweile ausmacht.<br />
Eine weitere Vertiefung des Unterschiedes zwischen gebildet und weniger gebildet, arm und<br />
reich, Stadt und Land, kann sich eine moderne Industrienation einfach nicht mehr leisten.<br />
So ist das 10 Punkte Programm der Regierung im Rahmen der <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">d21-Initiative</a> kein schmückendes<br />
Beiwerk sondern kommt grade noch zur rechten Zeit.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Masse und Klasse</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben<br />
der problematischen Nutzerverteilung in den gesellschaftlichen<br />
Segmenten gibt es einen weiteren qualitativen Faktor, der bisher<br />
vernachlässigt wurde: die inhaltliche Ausgestaltung der<br />
Internetnutzung. Das Internet, so sieht es auch die Bundesregierung,<br />
soll mehr sein als ein Lifestyle- oder Spaßfaktor. Das Internet soll<br />
synonym für Information und Bildung stehen. Auch hier haben Booz Allen<br />
&amp; Hamilton in ihrer von d21 in Auftrag gegebenen Studie klare<br />
Defizite und Lösungsansätze herausgearbeitet. Die klassischen<br />
Zugangsbarrieren sind finanzieller Natur, ergänzt von Unkenntnis der<br />
Anwendung und dem Unwissen um die Vorteile der Technologie im<br />
(Bildungs-) Alltag. Hier kann die deutsche Regierung nach Meinung der<br />
Berater einiges bewerkstelligen, um finanziell schlechter gestellte<br />
oder IT-skeptische Kreise online zu bringen. Zunächst soll der Staat<br />
demnach stärker darauf achten, dass die kommerziellen Anbieter sich<br />
nicht auf die einkommensstarken Teile der Bevölkerung kaprizieren.<br />
Finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Familien bei der<br />
PC-Ausstattung wäre eine Möglichkeit. Zudem macht eine fehlende<br />
Qualitätssicherung der Internetangebote diese unübersichtlich und<br />
gerade bei Angeboten, die sich an Einsteiger richten, ist die<br />
thematische Betreuung wenig transparent, so Booz Allen &amp; Hamilton.<br />
Einfache Programme, anwenderfreundliche Oberflächen und eine<br />
thematischer Einordnung von Anbietern und Angeboten könnten vom Staat<br />
in ihrer Entwicklung gestützt werden und den IT-Muffeln den Zugang<br />
erleichtern.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#8230; und der Staat verleiht Flügel</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es gibt, so die Berater in ihrer Studie, einen direkten Zusammenhang zwischen der Höhe der<br />
Internetdurchdringung eines Landes und dem staatlichen Engagement. So ist der neue<br />
Produktionsfaktor &quot;Information&quot; den USA auf Bundesebene 5,5 Mrd. Dollar jährlich wert, für IT<br />
in Schulen allein wurden schon vor zwei Jahren 6,5 Mrd. Dollar ausgegeben. Kein Wunder, dass<br />
die Vereinigten Staaten in vielen Bereichen der Strukturentwicklung weit vorne liegen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber auch Deutschland darf sich rühmen, in einigen digitalen Entwicklungsfächern Klassenerster<br />
zu sein: bei der technischen und rechtlichen Ausgestaltung der digitalen Signatur oder der<br />
technischen Telekommunikationsinfrastruktur zum Beispiel. Und auch hier zeigt sich, wie sehr<br />
das Interesse der Regierung beflügeln kann: die digitale Signatur beispielsweise ist Teil der<br />
Forschung des <a href="http://www.mediakomm.net/ns4_index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Media@Komm</a> &#8211; Projektes zur digitalen Stadtverwaltung, mit 50 Millionen Mark<br />
getragen von der Bundeswirtschaftsministerium.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Vorreiterrolle der &quot;Amtsschimmel&quot; ist also ein wesentlicher Entwicklungsfaktor. Denn die<br />
schönsten Initiativen und die wohlmeinendste Unterstützung verpufft im digitalen Hohlraum,<br />
wenn die Regierung selber nicht weiß, wovon sie eigentlich spricht.<br />
Die Fortschritte in der digitalen Verwaltung, Mitarbeiterschulung, Auftragvergabe via Internet<br />
und sinnvolle, funktionale Webangebote der Ämter bringen auch Schwung in die private Nutzung.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als Schritt in die richtige Richtung ist vor diesem Hintergrund die ausdrückliche Förderung<br />
des eGovernment im Schröder`schen Programm zu werten. Der <a href="http://www.bund.de/ziele/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bund Online 2005</a><br />
soll möglich machen, dass die Verwaltungsangelegenheiten<br />
bald vom heimischen PC aus erledigt werden können. Vorbild für diese großangelegte Aktion ist<br />
ein Projekt der englische Regierung, die umgerechnet über 5, 52 Milliarden DM ins eGovernment<br />
investiert.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Geht<br />
es nach Booz Allen &amp; Hamilton soll die Regierung auch im<br />
kommerziellen Sektor aktiver werden und stärker mit der Wirtschaft<br />
zusammenarbeiten. Auf der Vorschlagsliste der Berater stehen neben der<br />
Motivation von Start-up Gründern und der Einrichtung von eCommerce<br />
Portalen auf städtischen Sites auch die stärkere Einbindung<br />
traditioneller Betriebe in den eCommerce. Auch hier gibt es bereits<br />
vielversprechende Ansätze im www, wie zum Beispiel die<br />
Online-Initiative des deutschen Handwerks in Form des Portals <a href="http://www.handwerk.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
www.handwerk.com</a>.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brauchen wir einen eMinister?</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Obwohl die Bundesregierung den Handlungsbedarf erkannt hat, stellen die Berater noch erhebliche<br />
Defizite bei der Koordination der verschiedenen Bemühungen fest. Auf gut Deutsch: die eine<br />
Hand weiß nicht, was die andere tut. Es fehlt eine zentrale Stelle, die alle Bemühungen<br />
bündelt und den Informationsfluss beweglich hält. Ein spezielles Internetministerium wie es<br />
andere Länder eingerichtet haben, ist dazu nicht unbedingt notwendig. Die föderale Struktur,<br />
die unter anderem bei der Bildungshoheit der Länder zum tragen kommt, sollte im Falle einer<br />
zentralen Stelle berücksichtigt werden. Dass diese zentrale Stelle dringend erforderlich ist,<br />
zeigt jedoch die Fülle der Projekte und Initiativen, die derzeit wie Pilze aus dem digitalen<br />
Brachland schießen. Landesregierungen, Ministerien, Verbände und Privatwirtschaft sollen sich<br />
stärker vernetzen und in ihren Aktionen abstimmen.<br />
Denkbar wäre eine Koordinierungsstelle für Konzeptionsarbeit, ergänzt von einer bundesweit<br />
zugängliche Datenbank zum Nutzungsverhalten und schließlich in der Praxis eine konzertierte<br />
Bildungsarbeit, um die verbreitete Scheu vor der digitalen Technologie zu verringern.<br />
</span></span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Anfang einer solchen staatlichen Initiative, so meinen die Berater muss natürlich noch<br />
mehr Beratung stehen: eine detaillierte Nutzungsstudie soll endgültig offen legen, wo die<br />
virtuellen Haken sind. Und IT-Visionen brauche das Land, meinen Booz Allen &amp; Hamilton.<br />
Ein bisschen hat die Regierung schon gelernt: Der Slogan zum 10 Punkte Programm<br />
&quot;Deutschland erneuern&quot; klingt ein wenig wie &quot;Deutschland erwache&quot;. Jenseits der<br />
missionarischen Parolen steht jedoch der dringende Versuch, diejenigen aus ihrem<br />
Dornröschenschlaf zu holen, die Gefahr laufen, den digitalen Weckruf zu verpassen.</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/deutschland_mit_de-703/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf den Spuren der Nazis im Internet. Ein Selbstversuch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-rechts-ist-das-world-wide-web/auf_den_spuren_der_nazis_im_internet_ein_selbstversuch-801/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/wie-rechts-ist-das-world-wide-web/auf_den_spuren_der_nazis_im_internet_ein_selbstversuch-801/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie rechts ist das World Wide Web?]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/auf_den_spuren_der_nazis_im_internet_ein_selbstversuch-801/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Seitdem die Seite &#34;Heil-Hitler.de&#34; vom Netz genommen wurde, richtet sich der Blick von Medien,
Politikern und Verfassungsschützern aufs WWW. Doch wie zugänglich sind die rechten Inhalte im
Netz wirklich? Können sich ein Schüler aus Brandenburg, ein Lehrling aus der Pfalz oder ein
Politiker aus Bayern gleichermaßen Zugang zu faschistischen Inhalten im Netz verschaffen?
politik-digital machte den Selbstversuch und schickte drei unvorbelastete Redakteure auf die
Suche nach den Nazis im Netz. Unser Fazit: Sie sind antidemokratisch, verfassungsfeindlich,
jugendgefährdend - und sehr gut versteckt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b><br />
Seitdem die Seite &#8220;Heil-Hitler.de&#8221; vom Netz genommen wurde, richtet sich der Blick von Medien,<br />
Politikern und Verfassungsschützern aufs WWW. Doch wie zugänglich sind die rechten Inhalte im<br />
Netz wirklich? Können sich ein Schüler aus Brandenburg, ein Lehrling aus der Pfalz oder ein<br />
Politiker aus Bayern gleichermaßen Zugang zu faschistischen Inhalten im Netz verschaffen?<br />
politik-digital machte den Selbstversuch und schickte drei unvorbelastete Redakteure auf die<br />
Suche nach den Nazis im Netz. Unser Fazit: Sie sind antidemokratisch, verfassungsfeindlich,<br />
jugendgefährdend &#8211; und sehr gut versteckt.</b></span><!--break--><br />
&nbsp;<br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b>Der Test: 12 x 5=6 ?</b><br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">In unserem informellen Test gaben wir <b>12</b> gängige Propagandabegriffe in <b>5</b> Suchmaschinen ein:<br />
<a href="http://www.yahoo.de/"> yahoo!</a>, <a href="http://www.web.de/"> web.de</a>, <a href="http://www.google.com/">google.com</a>,<br />
<a href="http://www.altavista.de/">altavista.de</a> und <a href="http://www.fireball.de/">fireball.de</a>.<br />
Die gleichen Begriffe probierten wir auch über die direkte Suche aus. Nur <b>sechsmal</b> insgesamt<br />
spuckten die Suchmaschinen Nazi-Sites auf den ersten 20 Plätzen aus. Unter<br />
<a href="http://www.hitleradolf.de/">www.hitleradolf.de</a> trifft man auf eine Datenbank mit<br />
Unfallfahrzeugen und Jung-Nazis, die unter dem Namen des Propagandaministers <a href="http://www.goebbels.de/">Goebbels</a><br />
harte Inhalte vermuten, werden mit Bären- und Diddel-Bildchen überrascht. Unter dem Suchbegriff<br />
&#8220;Drittes Reich&#8221; verbergen sich honorige Münz- und Briefmarkensammler, das Suchwort<br />
&#8220;Auschwitz-Lüge&#8221; führt in den meisten Suchmaschinen zunächst zu <a href="http://www.nizkor.org/"> Nizkor</a>,<br />
wo über die absurden Argumente der Auschwitz-Leugner aufgeklärt wird.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Jungnazis, die in die Suchmaschinen Begriffe wie &#8220;Joseph Goebbels&#8221;, &#8220;Reichskristallnacht&#8221; oder<br />
&#8220;Auschwitz&#8221; eingeben, haben gute Chancen, sich mit Hilfe von reichhaltigem antifaschistischen<br />
Material eines Besseren belehren zu lassen. Die meisten Seiten, auf die man trifft, wenn die<br />
Suchmaschinen mit rechtem Vokabular gefüttert werden, sind politisch äußerst korrekte<br />
Forschungsprojekte, antifaschistische Zusammenschlüsse, organisierte Nachkommen von Auschwitz-Opfern.<br />
Jüdische Initiativen wie die <a href="http://www.shoa.de/">shoa.de</a> erreichen eine bessere<br />
Trefferquote als schlichte <a href="http://ingeb.org/Lieder/deutsche.html">Nazi-Schüttelreime</a>,<br />
die mit pseudo-Volksmelodien unterlegt sind. In einigen Fällen gelang es durch vier bis fünf<br />
Verweise schließlich auf einer Seite mit rechtsradikalem Hintergrund zu stranden: auf<br />
<a href="http://www.whitepride.com/"> der Skinseite Whitepride.com</a>oder <a href="http://www.resistance-radio.com/">resistance.radio.com</a><br />
landeten die Test-Surfer erst über mehrere Links. Wer direkt auf Seiten mit faschistischen<br />
Inhalten kommen möchte, muss schon etwas erfinderisch oder entsprechend informiert sein.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Natürlich ist die Zahl der Seiten mit rechtsextremen Inhalten insgesamt bedeutend höher<br />
einzuschätzen als unser Test auf den ersten Blick zu sagen scheint. Aktuelle Zählungen belaufen<br />
sich auf ungefähr 300 deutsche Seiten mit faschistischem Hintergrund. Jedoch, nur durch die<br />
Eingabe anstößiger Domainnamen ins Netz oder in Suchmaschinen sind die braunen Seiten des<br />
Netzes nicht zu finden.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b>Versteckt, verschwunden oder verlinkt</b><br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Viele der anstößigen Seiten verbergen sich nämlich hinter Namen, die nicht aus dem gängigen<br />
Register der Propagandabegriffe stammen. Wer jedoch eine Adresse kennt, befindet sich schnell<br />
mittendrin. Die Seiten sind untereinander optimal verlinkt, was den Verdacht auf ausgedehnte<br />
Netzwerke mit gut ausgebildeten Kommunikationsstrukturen bestätigt. Auf den Seite des<br />
<a href="http://www.thulenet.com/">Thulenets.com</a> beispielsweise finden sich zahllose Links<br />
zu faschistischen Webangeboten in aller Welt. Diese &#8220;Schlüsseladressen&#8221; sind oft auf<br />
Linklisten zum Thema Rechtsradikalismus zu finden, die keinen dezidiert radikalen Hintergrund<br />
haben. Bei der Begriffssuche unter dem Stichwort &#8220;nazi&#8221; oder &#8220;nazis&#8221; werden meist zwei Angebote<br />
an relativ prominenter Stelle geführt. <a href="http://www.burks.de/"> http://www.burks.de</a><br />
ist die Hompage von Burkhard Schroeder, einem dem linken Spektrum zuzuordnenden Journalisten,<br />
der sowohl anti- wie auch faschistische Links führt.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Die andere gut bestückte Linkliste findet sich unter <a href="http://www.nazis.de/">www.nazis.de</a>,<br />
eine Seite die verwirrend mit rechten Propagandabegriffen operiert. Domainname und Aufmachung<br />
sollen Rechtsradikale auf die Seite locken und zum Verweilen bewegen. Das &#8220;Diskussionsforum für<br />
und mit Rechtsradikalen&#8221; hat sich den Dialog zum Ziel gesetzt. Die Macher sind Menschen<br />
verschiedenster Berufszweige aus ganz Deutschland, die sich ehrenamtlich in den Mail-Diskussionen<br />
mit Rechtsradikalen auseinandersetzen. Die Fäden dieser Site laufen beim Berliner<br />
<a href="http://www.rabanus-verlag.de/">Rabanus-Verlag</a> zusammen. Die Unternehmerinitiative<br />
befolgt eine einfache Marketingstrategie: Die Leute da abholen, wo sie sind.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Markus Rabanus, einer der Initiatoren, hält die Seite, die mit großer Deutschlandfahne und<br />
Begriffen wie &#8220;Stolz und Scham&#8221; und &#8220;Heil Hitler&#8221; aufwartet, für sehr erfolgreich. Nachdem er<br />
1998 festgestellt hatte, dass täglich rund 300 Eingaben unter www.nazis.de erfolgen, beschloss<br />
er diese und andere anstößige Domainnamen zu kaufen. Sein größter Coup war in diesem<br />
Zusammenhang der Erwerb von <a href="http://www.thulenet.de/">www.thulenet.de</a>, dass nun ein<br />
Forum für ausgestiegene Ex-Nazis bietet. Ein Schachzug, der die faschistischen Macher von<br />
thulenet.com nicht gefreut hat. Das Dialogangebot von nazis.de trifft nicht bei allen auf<br />
Gegenliebe. Die Seite der Initiative läuft gegenwärtig aus Sicherheitsgründen über 20 Server.<br />
Attacken von rechts gibt es auch im Netz.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b>Déja vu</b><br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Auch wenn die Nazi-Sites nicht immer offen in der Netzstruktur liegen, stellen sich beim geübten<br />
Surfer gewisse Wiedererkennungseffekte ein. Adressen oder Linkzusammenhänge, die häufig<br />
auftauchen, lassen auf den Grad der Zusammenarbeit schließen. Mehr oder weniger harmlos<br />
klingende Domainnamen, die mit gewissen Zahlenkombinationen verknüpft sind, machen nach einer<br />
Weile misstrauisch: Die Zahl 88 steht für &#8220;Heil Hitler&#8221;, weil das H der achte Buchstabe im<br />
Alphabet ist. Die 18 ist dementsprechend ein für &#8220;Adolf Hitler&#8221; verwandtes Kürzel. So verbirgt<br />
sich hinter <a href="http://www.combat18.de/"> combat18.de</a> eine getarnte Nazisite, die zunächst<br />
durch Abspielen der Nationalhymmne, später durch die eindeutige Linkliste Rückschlüsse auf die<br />
Gesinnung der Macher zulässt.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Viele der offensichtlichen Seiten sind in den letzten Tagen lahmgelegt worden, so beispielsweise www.propatria.org<br />
oder www.nationalisten.de, andere sind innerhalb weniger Tage aus den Listen der Suchmaschinen<br />
verschwunden. Erhielten wir noch vor kurzem bei Fireball mit dem Suchbegriff &#8220;nazi&#8221; eine<br />
Propaganda-Seite mit dem Namen Rudolf-Hess.com auf Platz 29, erreichten wir die Seite fünf Tage<br />
später nur noch über die direkte Adresseingabe. Offensichtlich folgen diesmal den politischen<br />
Appellen tatsächlich Taten. Der <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/recht.shtml#usa"> Sinn </a> solcher einzelnen Aktionen<br />
ist allerdings streitbar.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;"><b>Analoge Gefahr im Netz</b><br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Trotz der oft unerfreulichen Surfausflüge in rechte Nischen und Niederungen stellte unser<br />
Testteam fest: Das Netz ist nicht &#8220;rechts&#8221; und die Neonazi-Szene nicht digital.<br />
Aber die Gefahr von rechts im Netz gibt dem traurigen Phänomen der ewig Gestrigen eine neue<br />
Facette. Dass die meisten Seiten gut verborgen operieren macht es nicht besser, im Gegenteil.<br />
Ob das Internet allerdings zur braunen Breitenkommunikation taugt, ist fraglich. Zumindest darf<br />
nicht der Fehler begangen werden, das Problem der Ausländerhetze und nationalen Engstirnigkeit<br />
offiziell ins Netz zu verlagern und in der analogen Welt nicht ausreichend zu beachten. Die<br />
neonazistischen Kreise, so Markus Rabanus vorsichtig, verfügen nicht flächendeckend über<br />
Möglichkeiten mit dem Internet zu operieren. Fehlendes mediales Know-how und die Sehnsucht nach<br />
&#8220;echter Gemeinschaft&#8221; in Nazi-Kreisen legen den Schluss nahe, dass im Internet die Kader der<br />
Szene operieren. Die reale antifaschistische Arbeit vor Ort kann durch die Sperrung von<br />
Domainnamen keinesfalls ersetzt werden.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica;">Verbieten oder unterwandern, diskutieren oder totschweigen &#8211; über den richtigen ideellen Umgang<br />
mit den braunen Seiten wird gestritten. Der in der westlichen Welt des vernetzten 21. Jahrhunderts<br />
vorherrschende Diskurs der Integration und Toleranz macht uns den Umgang schwer. Denn die Nazis<br />
verweigern sich diesen Prämissen prinzipiell. Mit dem Verbot von Meinungen und Gesinnungen ist<br />
das Prinzip unseres Rechtsstaates, selbst wenn es sich um Volksverhetzung handelt, auf die Probe<br />
gestellt. Die digitalen Faschisten nutzen die globalen Strukturen des Netzes zum Aufbau ihres<br />
eigenen Netzwerkes. Ironie der globalen Schicksalsgemeinschaft, dass diese Menschen gerade die<br />
Internationalität und Globalisierung als ärgste Feinde bekämpfen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/wie-rechts-ist-das-world-wide-web/auf_den_spuren_der_nazis_im_internet_ein_selbstversuch-801/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitaler Spargel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitaler_spargel-944/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/digitaler_spargel-944/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Beelitz]]></category>
		<category><![CDATA[Mannheim]]></category>
		<category><![CDATA[Münster]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/digitaler_spargel-944/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders
überzeugen:</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service<br />
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die<br />
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders<br />
überzeugen:</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fahrt beginnt in <a href="http://www.mannheim.de/">Mannheim</a>. Die Seite ist angenehm übersichtlich<br />
und bietet neben dem gängigen Mix aus Tourismus, Wirtschaft und Lokalnachrichten auch Extras wie die aktuelle<br />
<a href="http://www.mannheim.de/verkehr/index.html">Verkehrslage</a> zur Ferienzeit. Eine<br />
Mannheimer Besonderheit ist das <a href="http://ice.mannheim.de/">virtuelle Bürgerforum</a>, in dem<br />
gegenwärtig Pläne der Bahn diskutiert werden, Mannheim als ICE-Bahnhof stillzulegen. Besonders fit ist die<br />
Universitätsstadt in <a href="http://www.mannheim.de/internetrathaus/index.html">virtuellen Verwaltungsdingen</a>:<br />
Ausweisangelegenheiten, KFZ-Kennzeichenreservierung und sogar Ausleihverlängerungen bei der Stadtbibliothek<br />
sind online möglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weiter geht&#8217;s Richtung Nord-Westen, dort wartet im flachen <a href="http://www.muenster.de/">Münster</a>land ein erster Web-Höhepunkt.<br />
Die Münsteraner haben sich etwas ausgedacht, das nicht nur Einheimische und Touristen auf die Seite lockt: der<br />
von Lesern geschriebene <a href="http://www.muenster.de/">Fortsetzungsroman</a> hat eine über Deutschland<br />
verstreute Fangemeinde. Außergewöhnlich in der city-web Landschaft ist auch die Möglichkeit, den Standesamttermin<br />
online zu reservieren und die Trauung per Webcam übertragen zu lassen. Neben der Internet-Hochzeit und der<br />
Geschichte um die Studentin Ruth bietet die Site natürlich auch alle anderen Standards.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.bremen.de/">Hansestadt Bremen</a> hat gemeinsam mit Bremerhaven ein visuell<br />
ansprechendes Webangebot konzipiert, bei dem allerdings die Informationsbeschaffung ein wenig Surfen erfordert.<br />
Die Suche wird aber mit einem ausgereiften Formularangebot belohnt, zu dem auch <a href="http://www.bremen.de/themen.html"><br />
elektronische Steuererklärungen</a> gehören.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die nächste Etappe führt in den hohen Norden nach <a href="http://www.hamburg.de/">Hamburg</a>. Die Hafenstadt wird<br />
ihrem internationalen Anspruch mit Informationen in <a href="http://dibis.dufa.de/">10 Sprachen</a> gerecht.<br />
Dazu gesellen sich zahlreiche Links mit <a href="http://www.hamburg.de/StadtPol/botschaft/welcome.htm">Reiseinformationen</a>,<br />
Auskünfte zu den Konsulaten sowie eine eigene Rubrik <a href="http://www.hamburg.de/Behoerden/Auslaenderbeauftragter/welcome.htm">der Ausländerbehörde</a>.<br />
Downloads der <a href="http://www.hamburg.de/Dibis/form/">gängigen Formulare</a> runden das Angebot ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht nur größere und große Städte können anspruchsvollen Service im Netz bieten. Ein Schwenk von Hamburg<br />
nach Osten tief ins Brandenburgische zeigt, dass auch im Märkischen Sand ambitionierte Online-Verwaltung<br />
möglich ist. Die <a href="http://www.beelitz.de/">Spargelstadt Beelitz</a> vor den Toren Berlins<br />
zählt zwar nur rund 11.000 Einwohner, kann aber mit einem ansehnlichen Webangebot aufwarten. Auch wenn der<br />
Gang zum Amt in Beelitz nicht ganz so weit sein dürfte, können die Bürger sich zu Hause alle notwendigen<br />
<a href="http://www.potsdam-mittelmark.de/beelitz/index.html">Formulare</a> herunterladen. Die Spanne reicht<br />
von Abfallentsorgung bis Impfempfehlungen. Für Umzüge halten die Beelitzer unter der Rubrik &quot;Verwaltung/Service&quot;<br />
eine eigene Serviceseite bereit, die alle notwendigen Schritte und Termine auflistet. Auch hier finden sich gleich die<br />
passenden Formulare und eine Hilfe beim Ausfüllen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zur Spargelzeit lohnt allerdings auch ein ganz realer Ausflug nach Beelitz &#8230;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/digitaler_spargel-944/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Teppichhandel und Talkshow: Wer hat das Zeug zum Bürgermeister?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zwischen_teppichhandel_und_talkshow_wer_hat_das_zeug_zum_buergermeister-721/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/zwischen_teppichhandel_und_talkshow_wer_hat_das_zeug_zum_buergermeister-721/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/zwischen_teppichhandel_und_talkshow_wer_hat_das_zeug_zum_buergermeister-721/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
 <b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Berlin ist verschuldet, Berlin ist
verfilzt, Berlin ist Hauptstadt. Wie geeignet sind die Kandidaten für den
Posten des Bürgermeisters einer Stadt, die ohne Geld in der Champions-League
spielen will? Hier unsere Einschätzung:</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
 <b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Berlin ist verschuldet, Berlin ist<br />
verfilzt, Berlin ist Hauptstadt. Wie geeignet sind die Kandidaten für den<br />
Posten des Bürgermeisters einer Stadt, die ohne Geld in der Champions-League<br />
spielen will? Hier unsere Einschätzung:</span></b><!--break-->
</p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr bgcolor="#cccccc">
<td valign="top" width="14%"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Kandidat
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="16%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Rubrik
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Einschätzung<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="15%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Punkte (max. 10)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%">
<p align="center">
			<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin/images/wowereit_sp_kl.jpg" align="middle" height="184" width="130" /><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span>
			</p>
<p align="center">
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Wowereit<br />
			<br />
			in Kanzlers Hand</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Filz-Faktor</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Angeblich<br />
			ist bei Wowereit alles Samt und nix Filz. Allerdings besteht auf Grund<br />
			der langjährigen Parteimitgliedschaft latente Sippenhaft. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">6<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffddcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Glamour-Kurve</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">12 Jahre Bezirksstadtrat in Tempelhof war wenig weltäufig, auch<br />
			wenn es in diesem Bezirk einen Flughafen gibt. Doch dann kam &quot;Und das<br />
			ist gut so&quot;. Mit einem Satz wurde Wowereit zum Star, bundesweit: &quot;Und<br />
			das ist gut so&quot; schreibt Geschichte. Wow Wowereit.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">7<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Berlin-Punkte</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wie gesagt, 12 Jahre Tempelhof&#8230; Leider fehlt Klaus Wowereit das Ostberliner Flair &quot;und das ist nicht gut so&quot;.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">5<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffccdd">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Schulden-Spezialist</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Das<br />
			Parteiprogramm &quot;10 Punkte für Berlin&quot; macht uns Hoffnung. Als<br />
			Wirtschaftsexperte hat Klaus Wowereit allerdings noch keinen Namen, das<br />
			sollte sich schnell ändern. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">5<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Klaus<br />
			Wowereit, SPD</span></td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="16%">
<p>
			 <span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wertung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wowereit hat den Glamour à la berlinoise erfunden. Sympathisch, clever und ohne Pomp schaffte er sich ein nachhaltiges Image.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">20 <br />
			(von 40)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr bgcolor="#cccccc">
<td valign="top" width="14%"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Kandidat
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="16%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Rubrik
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Einschätzung<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="15%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Punkte (max. 10)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%">
<p>
			<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin/images/steffel_sp_kl.jpg" align="middle" height="186" width="130" /></p>
<p align="center">
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Steffel<br />
			<br />
			in Deckung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Filz-Faktor</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Steffel<br />
			zählt 35 Lenze, davon hat er 19 in der CDU verbracht. Seine Ziehväter<br />
			sind Diepgen und Landowski, die unangefochtenen Berliner Filz-Meister.<br />
			Und er handelt mit Teppich. Noch Fragen? </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">9<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffddcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Glamour-Kurve</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Steffel<br />
			stammt aus Reinickendorf. Das ist an sich nichts Verwerfliches.<br />
			Allerdings konnten wir den elterlichen Raumausstatterbetrieb in keinem<br />
			internationalen Handelsregister finden. Also doch eher Brigitte Mira<br />
			als John F. Kennedy. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">2<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Berlin-Punkte</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Hier<br />
			hat Steffel die Nase im Wind: Reinickendorfer Urgestein, Teppichhandel<br />
			und jede Menge Angestellte aus den östlichen Bezirken. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">7<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffccdd">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Schulden-Spezialist</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Steffel<br />
			ist promovierter Betriebswirtschaftler und erfolgreicher Unternehmer,<br />
			das empfielt ihn. Allerdings ist Berlin kein mittelständischer Betrieb<br />
			und das Abgeordnetenhaus kein Teppichlager. Oder etwas doch? </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">6<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank<br />
			Steffel, CDU</span></td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="16%">
<p>
			 <span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wertung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Eigentlich<br />
			passt Steffel wunderbar ins Rote Rathaus. Wie ein junger Diepgen könnte<br />
			er die nächsten 20 Jahre dort verweilen. Stolpern kann er nur über den<br />
			dichten Filz zu seinen Füßen. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">20 <br />
			(von 40)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr bgcolor="#cccccc">
<td valign="top" width="14%"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Kandidat
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="16%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Rubrik
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Einschätzung<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="15%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Punkte (max. 10)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%">
<p>
			<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin/images/ggysi_sp_kl.jpg" align="middle" height="177" width="130" /></p>
<p align="center">
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gysi<br />
			<br />
			&quot;back to the roots&quot;</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Filz-Faktor</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wen<br />
			Gregor Gysi nicht aus alten Mauer-Tagen kennt, den hat er garantiert in<br />
			irgendeiner Talkshow näher kennengelernt. Der Einzelkämpferstatus<br />
			könnte täuschen&#8230;. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">6<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffddcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Glamour-Kurve</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Charmant,<br />
			rhetorisch, schillernd: Gysi ist ein Talkshow-Traumgast. Bei ihm stört<br />
			sich niemand am Berliner Jargon, der wirkt höchstens originell. Wenn<br />
			Gysi sich jetzt noch einen Brioni-Anzug zulegt, muss Joschka Fischer<br />
			aufpassen. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">9<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Berlin-Punkte</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Gysi bringt trotz seines Bekanntheitsgrades ordentlich Bodenhaftung mit. Allein die Wilmersdorfer Witwen sind skeptisch.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">5<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffccdd">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Schulden-Spezialist</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Äußerst unsicher. Bisher hat er sich wenig konkret geäussert. Würden Sie diesem Mann ihr Sparschwein anvertrauen?<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">3<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" bgcolor="#cccccc" valign="middle" width="14%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gregor<br />
			Gysi, PDS</span></td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="16%">
<p>
			 <span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wertung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Kosmopolitisch<br />
			trotz PDS &#8211; das soll ihm mal jemand nachmachen. Allerdings wird die<br />
			Wahl zum OB nicht nach Einschaltquoten entschieden&#8230;. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">20 <br />
			(von 40)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr bgcolor="#cccccc">
<td valign="top" width="14%"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Kandidat
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="16%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Rubrik
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Einschätzung<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="15%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Punkte (max. 10)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%">
<p>
			<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin/images/klotz_sp_kl.jpg" align="middle" height="182" width="130" /></p>
<p align="center">
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Klotz<br />
			im Kreise ihrer Lieben</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Filz-Faktor</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Ein<br />
			Kamäleon. Von der SED zum Unabhängigen Frauenverband zu den Grünen &#8211;<br />
			Sibyll Klotz mischt schon länger in der Politik mit. Bei soviel<br />
			parteipolitischer Flexibilität dürfte der Filz noch nicht sehr dicht<br />
			sein. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">4<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffddcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Glamour-Kurve</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Dass<br />
			Sibyll Klotz eine Frau ist und relativ jung tut eigentlich nichts zur<br />
			Sache. Aber das ist auch der einzige Grund, warum ihr ein bisschen<br />
			naturblonder Rest-Glamour anhaftet. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">2<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Berlin-Punkte</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Unentschieden. Sibyll Klotz ist in Berlin geboren und aufgewachsen, könnte aber auch aus Oehr-Erkenschwiek stammen.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">3<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffccdd">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Schulden-Spezialist</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Nicht<br />
			verkehrt. Eine Wirtschaftsexpertin mit Schwerpunkt Arbeitsmarkt &#8211; bei<br />
			der augenblicklichen Situation könnte Berlin das gut gebrauchen. </span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">8<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" bgcolor="#cccccc" valign="middle" width="14%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sibyll<br />
			Klotz, Grüne</span></td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="16%">
<p>
			 <span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wertung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Kompetente Kandidatin, der ein eigenständiges Profil fehlt. Eine echte Herausforderung für Wahlkampf-Strategen.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">20 <br />
			(von 40)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table border="1" cellpadding="1" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr bgcolor="#cccccc">
<td valign="top" width="14%"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Kandidat
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="16%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"></p>
<p>
			Rubrik
			</p>
<p>			</span></td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Einschätzung<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="15%"> <span style="font-size: xx-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial">Punkte (max. 10)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" bgcolor="#cccccc" valign="top" width="14%">
<p>
			<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/berlin/images/rexrodt_sp_kl.jpg" align="middle" height="179" width="130" /></p>
<p align="center">
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Rexrodt<br />
			sagt seine Meinung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Filz-Faktor</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Gering. Immerhin konnte die FDP sich sechs Jahre lang das Abgeordnetenhaus<br />
			von außen angucken.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccbbdd" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">2<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffddcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Glamour-Kurve</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Nicht ohne. Hat sich in Afrika schon mal Malaria zugezogen und ist auch<br />
			aus Berlin rausgekommen, bis Bonn.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">5<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffcc">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Berlin-Punkte</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Rexrodt ist ein geborener Berliner, aber das weiss eigentlich niemand.<br />
			Ein bisschen &quot;icke&quot; könnte nicht schaden.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">4<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffccdd">
<td valign="top" width="16%">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Schulden-Spezialist</span>
			</p>
</td>
<td valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Aussichtsreich. Immerhin haben wir es mit einem wirtschaftliberalen ex-Wirtschaftsminister<br />
			zu tun. Nur Eichel wäre noch besser.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">8<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" bgcolor="#cccccc" valign="middle" width="14%"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Günter<br />
			Rexrodt, FDP</span></td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="16%">
<p>
			 <span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Wertung</span>
			</p>
</td>
<td bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="55%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">Sachlich gut. Kosmopolitisch durchaus vielversprechend wenn auch nicht<br />
			gerade europäisches Jet-Set. Leider auf Grund des fehlenden Filzes<br />
			wenig aussichtreicher Kandidat.<br />
			</span>
			</p>
</td>
<td align="center" bgcolor="#ccffcc" valign="top" width="15%"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial"><br />
			</span></p>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial">19 <br />
			(von 40)<br />
			</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/zwischen_teppichhandel_und_talkshow_wer_hat_das_zeug_zum_buergermeister-721/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bye Bye Bill!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bye_bye_bill-810/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/bye_bye_bill-810/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Clinton]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/bye_bye_bill-810/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>Ein Portrait zum Abschied</b></span>
</p>
<p>
&#160;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>
Noch finden sich unter der Adresse des <a href="http://www.whitehouse.gov/WH/EOP/OP/html/OP_Home.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Weißen Hauses</a>
die Geschichte und die Bilder der Clinton-Ära. In wenigen Tagen wird man hier auf Bush umstellen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>Ein Portrait zum Abschied</b></span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b><br />
Noch finden sich unter der Adresse des <a href="http://www.whitehouse.gov/WH/EOP/OP/html/OP_Home.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Weißen Hauses</a><br />
die Geschichte und die Bilder der Clinton-Ära. In wenigen Tagen wird man hier auf Bush umstellen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Bill Clinton geht am 20. Januar 2001 nach 8 Jahren Amtszeit in Rente. Der einst mächtigste Mann der Welt und nun jüngste<br />
US-Präsident i.R. ist uns ans Herz gewachsen, um so mehr seit wir das Wahlunentschieden zwischen Bush und Gore und den<br />
anschließenden unbefriedigenden Wahlsieg Bushs hinnehmen mussten.<br />
Jetzt, wo wir wissen, was kommt, wird uns so richtig klar, was wir verlieren.<br />
Seit Kennedy hatten die USA keinen Präsidenten mehr, der so cool war. Natürlich war Bill auch politisch erträglicher als das,<br />
was vor ihm war und nach ihm sein wird, vor allem aber war er uns Europäern sympathisch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Er war ein Präsident, der sich öffentlich zu seinen Mariuhana-Erlebnissen bekannte und dann beschwichtigend erklären musste,<br />
dass er nie inhaliert habe. Wir glaubten ihm kein Wort.<br />
Dann war da seine<br />
<a href="http://www.abcnews.go.com/sections/us/dailynews/onrecord_980818.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Schwäche für Frauen</a>,<br />
die jede Menge Talkmaster mit Gag-Material versorgte. Über Geschmack<br />
läßt sich zwar streiten und Ehebruch ist an sich verwerflich, bei Bill<br />
war es aber anders. Der Mann hat halt auch Fehler und das ist<br />
menschlich und somit verzeihlich. Und als er vor Gericht s<br />
tand und ins Kreuzverhör genommen wurde, tat er uns schon fast wieder<br />
leid. Schließlich wusste jedes Kind, dass es hier nicht um Bill und<br />
Monica, sondern um den Sitz im Weißen Haus selbst ging.</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="113">
<tbody>
<tr>
<td width="113"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/billclinton.jpg" alt="Bill Clinton" border="1" height="150" hspace="0" vspace="0" width="113" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Bill Clinton</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Schließlich die<br />
<a href="http://www.cnn.com/ALLPOLITICS/1996/news/9605/10/clinton.wwtranscript/index.shtml" target="_new" rel="noopener noreferrer">Grundstücksspekulationen<br />
</a>in Arkansas, die ziemlich unkoscher waren, aber wer wollte denn<br />
einen so hoffnungsvollen jungen Präsidenten wegen ein bisschen Boden<br />
abschreiben? Eben. Außerdem hatte Bill die erste ordentliche First Lady<br />
seit langem vorzuweisen. Kein Charity-Mäuschen, sondern eine<br />
ambitionierte und fähige Politikerin, die auch in schweren Zeiten zu<br />
Bill hielt, zumindest politisch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Bill brachte uns<br />
die Vereinigten Staaten wieder ein bisschen näher und zeigte uns eine<br />
Seite jenseits der Bigotterie, religiösen Moral und des permantenten<br />
Football-Jubels, die USA jenseits der &quot;Californication&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Was hat er<br />
eigentlich politisch getan, um dieses Bild zu stützen? Zunächst war er<br />
in einer Zeit Präsident, in der die Staaten den längsten unaufhaltsamen<br />
Wirtschaftsaufschwung ihrer Geschichte erlebten. Dass das verlorene<br />
Geld der Asien-Krise vor allem nach Nordamerika floß, war zwar nicht<br />
wirklich Bills Verdienst, aber immerhin nutzte er das entspannte Klima.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Was wir auch an<br />
ihm mochten, war der von ihm verfolgte Community-Gedanke. Die vielen<br />
benachteiligten Bevölkerungsgruppen in den USA versuchte er zu<br />
integrieren. Bei Bill wäre nicht passiert, was nun bei Bush geschehen<br />
ist: der Songschreiber von Ricky Martin distanziert sich öffentlich von<br />
seinem Star, weil dieser zu Bushs Inauguration singen will. Das, so der<br />
Songwriter, sei ein Verrat an allem, wofür ein Puerto Ricaner stehen<br />
sollte. Bei Bills Abschiedspartner wäre so ein Auftritt natürlich<br />
völlig in Ordnung gewesen. Wahrscheinlich hätte Bill bei dieser<br />
Gelegenheit zu seinem Saxophon gegriffen, was zwar ein bisschen<br />
nostalgisch ist, für einen Herren in den 50ern aber sehr in Ordnung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Die<br />
Liberalisierung der Gesellschaft war vielleicht am Ende Clintons<br />
größter Verdienst, größer als die Sozialreformen und der Ausgleich des<br />
Haushalts. Ein Versöhner, aber keiner der ewig betroffen ist. Bill war<br />
der erste Präsident, der aus der Generation der Babyboomer und als<br />
Gegner des Vietnamkrieges gewählt wurde. Geradezu ein amerikanischer<br />
Paradigmenwechsel, der nun nach acht Jahren Amtszeit auch wieder vorbei<br />
sein dürfte.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Hinter all dem<br />
Ruhm und der ungebrochenen Popularität ist Bill aber immer noch ein<br />
Mann wie wir. Er hat nämlich -trotz wirtschaflicher &quot;Hausse&quot; ganz<br />
beträchtliche private Schulden während seiner Amtszeit angehäuft und<br />
die gilt es nun abzuzahlen. Bill könnte seine Memoiren schreiben und<br />
uns noch mehr menschliche Züge einer Weltmacht offenbaren, aber<br />
eigentlich ist das nicht sein Stil. Vielleicht hält er sich auch als<br />
bezahlter Fest-Redner über Wasser, das macht sich in seinem Fall<br />
bestimmt bezahlt. Viel eher möchten wir aber glauben, dass Bill der<br />
erste &quot;First Gentleman&quot; der Vereinigten Staaten wird. Als solcher hat<br />
er das Zeug zu einer zweiten Jacky O. Wir sehen schon die<br />
Joggingschuhe, die er zum Kult machen wird und die Skandale, die ihn<br />
vollends in den Rang eines Stars katapultieren. Bye Bye Bill &#8211; aber<br />
vielleicht nicht für immer?<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/bye_bye_bill-810/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verschollene Schätze und verwaiste Werke</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verschollene_schaetze_und_verwaiste_werke-952/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/verschollene_schaetze_und_verwaiste_werke-952/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Beutekunst]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/verschollene_schaetze_und_verwaiste_werke-952/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Kunstwerke, die im Dritten Reich beschlagnahmt, gestohlen und verbracht
worden sind, hängen in vielen deutschen Museen. Der Grund: Der Kontakt
zum früheren Besitzer und dessen Erben konnte nicht vermittelt werden.
Eine ausführliche Liste der „Beutekunst“ im Internet soll nun Abhilfe
schaffen. Dr. Michael Naumann stellte das Projekt in Berlin vor.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Kunstwerke, die im Dritten Reich beschlagnahmt, gestohlen und verbracht<br />
worden sind, hängen in vielen deutschen Museen. Der Grund: Der Kontakt<br />
zum früheren Besitzer und dessen Erben konnte nicht vermittelt werden.<br />
Eine ausführliche Liste der „Beutekunst“ im Internet soll nun Abhilfe<br />
schaffen. Dr. Michael Naumann stellte das Projekt in Berlin vor.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wenn ein Rembrandt-Gemälde im Museum den Vermerk „Besitz die<br />
Bundesrepublik Deutschland“ trägt, kann es sein, dass dieses Werk in<br />
Wirklichkeit aus dem Bestand der berüchtigten „Linzer Sammlung“ Adolf<br />
Hitlers stammt. Die geklauten Kostbarkeiten aus dem Besitz von<br />
Verfolgten des NS-Regimes wollte Hitler in einem germanischen<br />
Mega-Museum in seiner Heimatstadt Linz zusammenführen, wohl um die Welt<br />
angesichts des deutschen Kunstsinns neidvoll erblassen zu lassen. Die<br />
rechtmäßigen Besitzer dieser Kunstwerke konnten nach dem Krieg nicht<br />
immer ermittelt werden. So sind immerhin 2.200 Bilder in Verwaltung der<br />
Bundesregierung aus dieser zusammengeraubten und beschlagnahmten<br />
Sammlung später an deutsche Museen als Leihgabe gegangen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Aus deutschen Wohnzimmern und russischen Archiven&#8230;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Internet-Initiative der <a href="http://www.bundesregierung.de/01/pressf.html">Bundesregierung</a><br />
veröffentlicht nun die nicht zurückgeführten Kulturgüter auf der Webpage<br />
<a href="http://www.lostart.de/">www.lostart.de</a>, um die<br />
möglichen Vorbesitzer oder Anspruchsberechtigten zu ermitteln. Dabei finden auf diesen Seiten nicht nur<br />
„verfolgungsbedingt entzogene“ Kunstwerke der sogenannten „Linzer Sammlung“ Aufnahme in die<br />
Internetdatei. Neben diesen als gestohlen eingestuften Werken gab und gibt es auch zahlreiche Kulturgüter<br />
in Archiven, Museen und deutschen Wohnzimmern, bei denen vermutet wird, dass sie ihren verfolgten<br />
Eigentümern von Nazis geraubt wurden. Bei diesen Werken ist es besonders schwierig, die Provenienzen<br />
festzustellen. Auf der anderen Seite sind auch Kulturgüter, die als sogenannte Beutekunst aus deutschen<br />
Sammlungen entwendet und ins Ausland gebracht wurden, hier registriert. Allein in Russland befinden sich<br />
etwa eine Millionen Stücke aus deutschen Sammlungen, darunter wahrscheinlich auch der legendäre<br />
Schliemann-Schatz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#8230; ins Internet und um die Welt</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dr. Michael Naumann, Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung<br />
für Kultur und Medien, stellte die neuen Webseiten von lostart.de am<br />
10.4 in Berlin vor. An das Internet knüpft er in diesem Zusammenhang die<br />
Hoffnung, das der weltweite Verbreitungsradius dazu beitragen wird, mehr<br />
Anspruchsberechtigte zu erreichen. „Das Internet“ erklärte Naumann<br />
„bietet einen qualitativen und quantitativen Unterschied, den es vorher<br />
einfach nicht gab“.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Beginn der Bemühungen um Rückführung der geraubten Kunst liegt<br />
selbstverständlich schon weit zurück. Direkt nach dem Krieg richteten<br />
die Alliierten in München einen „Central Collecting Point“ (CCP) ein,<br />
von dem aus viele der eingelagerten Werke der „Linzer Sammlung“ ihren<br />
Vorbesitzern oder jüdischen Organisationen zugeführt wurden.. In<br />
Westdeutschland kümmerte sich die „Treuhandverwaltung Kulturgut“ um eine<br />
Vermittlung der Restbestände des CCP. Seit 1969 schließlich ist das<br />
Finanzministerium für die verwaisten Werke zuständig. In der ehemaligen<br />
DDR war die Wiedergutmachung des NS-Bilderklaus über ihre Anfänge nicht<br />
hinausgekommen. Vonstatten ging hier eher die Rückgabe von verbrachten<br />
Kunstwerken, darunter berühmte Arbeiten wie Raffaels Sixtinische Madonna<br />
(Dresden) oder der Pergamonaltar (Berlin) durch die Sowjetunion.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Suche Borussia&#8230;.</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach der Wende bemühte man sich zunächst ebenfalls vor allem um die<br />
Rückführung von kriegsbedingt verbrachten Kunstgegenständen aus<br />
Osteuropa. Erst durch die Washingtoner Konferenz zur Vermögensregelung<br />
von Holocaust-Opfern im Dezember 1998 belebte sich die Diskussion um<br />
Wiedergutmachung von deutscher Seite wieder, und so bat Michael Naumann<br />
zunächst die Direktoren der führenden deutschen Museen um Mithilfe. Da<br />
das Echo aus diesem Kreise nur äußerst zaghaft zurückschallte, beschloss<br />
Naumann andere Wege zu gehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zunächst folgte eine gemeinsame Erklärung<br />
von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, in der die Prüfung<br />
von verdächtigen Kunstwerken als Ziel genannt wurde. Die<br />
„Koordinierungstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern“,<br />
seit 1998 mit Sitz in Magdeburg, begann daraufhin im Herbst 1999 ihre<br />
interne Verlust-Datenbank für den Internet-Start umzubauen. Mit Hilfe<br />
des Instituts für Betriebliche und Technische Informationssysteme der<br />
<a href="http://wwwiti.cs.uni-magdeburg.de/">Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</a><br />
wurde dieser Internetgang<br />
vorbereitet und professionell durchgeführt. Inzwischen dürfte auch den<br />
Direktoren der deutschen Museen klar geworden sein, dass an die Stelle<br />
der Werke, die sie möglicherweise verlieren, lange vermisste Kunstwerke<br />
gehängt werden können. Zudem hat sich gezeigt, dass die rechtmäßigen<br />
„neuen alten“ Besitzer in den meisten Fällen zu einem fairen Verkauf der<br />
Bilder bereit sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Seiten von www.lostart.de bieten den Kunstsuchenden nun verschiedene<br />
Möglichkeiten. Dr. Michael Franz, Leiter der Koordinierungsstelle in<br />
Magdeburg, erläuterte anlässlich der Pressekonferenz am 10.4., wie die<br />
Vermittlung der Kunstwerke im Internet funktioniert. Zum einen gibt es<br />
Listen der Kunstwerke, die den rechtmäßigen Anspruchsstellern zugeführt<br />
werden könnten. Weiterhin bieten die Seiten die Möglichkeit, gesuchte<br />
Kunstgegenstände anzumelden. Darüber hinaus veröffentlichen deutsche<br />
Institutionen eine Beschreibung von Bildern, die aus ihren Sammlungen<br />
ins Ausland verbracht wurden. Die Koordinierungsstelle ist auch<br />
Herausgeberin des internationalen Newsletters &quot;Spoils of War&quot;, der den<br />
Informationsaustausch auf internationaler Expertenebene gewährleisten<br />
soll und ebenfalls auf dieser Website zu finden ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#8230;.biete van Gogh</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Einige Kunstwerke konnten bereits im Vorfeld des Internetstarts<br />
vermittelt werden. So hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bereits<br />
verschiedene Objekte der Sammlung Silberg zurückgeben können, darunter<br />
eine Zeichnung von van Gogh. Auch die berühmte Borussia von Menzel ist<br />
im Rückgabe-Prozess begriffen. In vielen Fällen, so betonte Naumann ist<br />
man bei der Deklarierung von Werken mit möglicher NS-Provenienz auf die<br />
moralische Haltung der jetzigen Besitzer angewiesen, da ein Verweis auf<br />
Verjährungfristen den Anspruch formal-juristisch abschmettern würde. Um<br />
so wichtiger sei es, mit Hilfe des Internets Transparenz zu schaffen und<br />
die Biographie von Kunstwerken zu dokumentieren: „Rechtsfrieden ist<br />
nicht in jedem Fall identisch mit Gewissensfrieden“ erklärte Naumann und<br />
stellte weiterhin fest, dass gerade bei einem zwangsläufig immer<br />
unvollkommenen Bemühen um Gerechtigkeit für Opfer des NS-Regimes<br />
juristische Fristen kein Argument sein dürften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die www.lostart.de-Initiative verfolgt weitgestreckte Ziele. Dr. Gerd<br />
Harms, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, knüpft an das Projekt die<br />
Hoffnung einer internationalen Zusammenarbeit bezüglich vermisster oder<br />
gestohlener Werke. Mit Hilfe einer allgemein kompatiblen Software soll<br />
irgendwann der gesamte Kunstmark transparenter werden. Vielleicht taucht<br />
der legendäre Schliemann-Schatz dann ja auch wieder auf&#8230;.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/verschollene_schaetze_und_verwaiste_werke-952/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>mfg &#8211; Multimedia lässt grüssen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Multimediabranche]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Förderung in Baden-Württemberg</b><br />
<br />
<b>kabel21, k.e.i.m. e.V. und bwcon.de<br />
ifex, mfg und www:</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Förderung in Baden-Württemberg</b></p>
<p><b>kabel21, k.e.i.m. e.V. und bwcon.de<br />
ifex, mfg und www:</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">so könnte es klingen, wenn das<br />
gediegene schwäbische Rap-Quartett &quot;Fantastische Vier&quot; ein Loblied auf<br />
die landeseigene Multimedia-Förderung zum Besten geben würde. Viele<br />
Initiativen, viel Geld und viele Abkürzungen bietet das Land<br />
Baden-Württemberg für einen Bereich, der inzwischen zu einem wichtigen<br />
Posten im Landeshaushalt geworden ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die vielen Kürzel, hinter denen<br />
sich Projekte, Akteure und Mittel verbergen, lassen einen ebenso kurzen<br />
Schluss zu: in Württemberg wird kräftig Geld für Multimediaförderung<br />
ausgegeben. Im Haushalt der endenden Legislaturperiode sind 500<br />
Millionen Mark bereitgestellt worden.<br />
Die nüchterne Zahl verlangt nach einer längeren Erklärung, will man die<br />
Logik und die Stoßrichtung der Schwaben verstehen: wofür wurde das Geld<br />
ausgegeben, was wurde im einzelnen gefördert und woher stammt das Geld<br />
eigentlich?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Säulen der Förderung</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die drei Säulen, auf denen die<br />
solide schwäbische Multimediaentwicklung ruht, lauten Bildung, Content<br />
und Wirtschaft. Dr. Ansgar Zerfaß, stellvertretender Geschäftsführer<br />
der <a href="http://www.mfg.de/">MFG Medienentwicklung</a> erläutert<br />
gegenüber politik-digital die Schwerpunktsetzung: &quot;Die technologische<br />
Infrastruktur steht für uns &#8211; nach langer Diskussion- nicht im<br />
Vordergrund. Diese Entwicklung hängt von so vielen äußeren,<br />
privatwirtschaftlichen Faktoren ab, dass es wenig sinnvoll für das Land<br />
ist, hier mit grossen Summen zu fördern. Uns ist wichtig, dass Umgang<br />
mit und Inhalt der Neuen Medien gestärkt werden.&quot; Aus diesem Grund<br />
wurden 200 Millionen Mark allein in den eBildungssektor gepumpt, vor<br />
allem das zukunftsträchtige Projekt der virtuellen Hochschule Baden<br />
Württemberg ist mit rund 50 Millionen Mark gut bedacht worden. Ein<br />
weiterer Teil des Geldes ist dem Bereich &quot;Content&quot; gewidmet. Dahinter<br />
verbirgt sich die Förderung von inhaltlichen Angeboten wie sie<br />
beispielsweise kleine und mittelständische Verlage ins Netz stellen<br />
können. Und apropos klein- und mittelständisch: bei der<br />
Wirtschaftsförderung werden genau diese Akteure, einerlei ob Old oder<br />
New Economy besonders bedacht, schließlich soll ja alles einmal One<br />
Economy sein: Die Handwerksverbände erhalten für ihren Online-Ausbau<br />
ebenso Unterstützung wie die Start-up Branche für ihre Azubis.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mittel aus Privatisierung</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei soviel schwäbischem Innovationsgeist stellt sich noch eine zentrale Frage: woher stammen die üppigen Mittel?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Multimedia-Förderung in Baden-Württemberg hat vor allem von<br />
der Privatisierung beispielsweise im Energiesektor profitiert. Allerdings stammt<br />
ein Teil des Geldes auch aus dem laufenden Haushalt &#8211; die Ministerien haben<br />
verschiedene Posten zur Innovationsförderung umgewidmet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt werden über 150<br />
Projekte mit Fördermitteln bedacht. Bei den verschiedenen aufgelegten<br />
Förderprogrammen wird nicht immer auf Anhieb deutlich, wer hier<br />
eigentlich für wen Mittel bereit hält. Zwar ist die Gesamtzahl der<br />
Fördertöpfe unter dem Deckel &quot;medi@&quot; vereint, eine Übersicht findet<br />
sich im Web jedoch nicht. Den Überblick behält bei dieser Streuung die<br />
MFG Medienentwicklung, ein von der Landesregierung als GmbH<br />
abgekoppeltes Kompetenzzentrum. Das Land hält gemeinsam mit dem <a href="http://www.swr.de/">SWR</a> allerdings die meisten Anteile an dem Kompetenzzentrum. Die MFG wacht gemeinsam mit dem Landesmedienreferat und dem <a href="http://www.wm.baden-wuerttemberg.de/">Wirtschaftsministerium</a><br />
über die Verteilung der Gelder auf der Programmebene. Dieses Modell<br />
eines nicht direkt politisch gebundenen, fachlich agierenden<br />
Kompetenzknotens macht inzwischen bundesweit Schule: andere<br />
Bundesländer, beispielsweise Niedersachsen, planen eine ähnliche<br />
Stelle. Ansgar Zerfass erklärt den Erfolg dieses Modells:&quot;Wir haben<br />
genug Abstand vom parteipolitischen Tagesschäft, um sachlich<br />
entscheiden zu können und genug Nähe, um kurze Wege gehen zu können.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Multimedia-Väter des Landes<br />
sehen sich in jedem Fall bundesweit an digitaler Spitzenposition: genau<br />
wie in Hessen und Nordrhein-Westfahlen, so glaubt man bei der MFG,<br />
verbinden sich in Württemberg eine hohe Fördersumme mit effizienter<br />
Steuerung und guter Außenwirkung. &quot;Sicher tun auch andere Länder<br />
gemessen an ihren Möglichkeiten viel. Wir sind zum Beispiel<br />
zurückhaltender bei der Subvention für einzelne Unternehmen, die andere<br />
Standorte vielleicht eher nötig haben&quot; heisst es selbstbewußt aus<br />
Stuttgart. Man ist sich im Ländle seiner Position als Speerspitze der<br />
Old Economy bewusst: &quot;Wir sind natürlich längst nicht so `hip´ wie<br />
Berlin oder Hamburg, dafür vielleicht solide und nachhaltig&quot;. Die<br />
Bereinigung in der Start-up Branche fiel denn in Schwaben auch lange<br />
nicht so gründlich aus, wie in anderen Gegenden. Die Anzahl der<br />
Unternehmen steigt und mit 180.000 Mark Umsatz pro Kopf liegt man mit<br />
der Region an bundesdeutscher Branchen-Spitze.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Multimedia Glanzpapier?</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wo Höhen sind, soll es<br />
bekanntlich auch Tiefen geben. Und die Opposition hat zu der<br />
schwäbischen Innovationsförderung auch einige Anmerkungen zu machen.<br />
Marc Mausch, Kandidat der Grünen für den Landtag und Initiator des<br />
ersten virtuellen Parteitages, relativiert die Euphorie: &quot;Man kann<br />
natürlich nicht sagen, dass nichts getan wird. Die Richtung stimmt<br />
schon, aber die meisten Projekte zielen zu sehr auf<br />
Hochglanzveranstaltungen ab.&quot; Mausch, der beim Systementwickler Brokat<br />
angestellt ist, kritisierte gegenüber politik-digital, dass die<br />
Landesregierung den Sinn der eParticipation, der Bürgerpartizipation<br />
mit Hilfe neuer Medien, noch nicht verstanden habe. Gerade in den<br />
Bereichen, die das tägliche Leben der Bürger berührten, wie die<br />
Kommunalverwaltung oder die Stadtteilförderung gelte das Motto: &quot;Wenn<br />
der Bund nicht hilft, dann hilf dir selbst.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Preise auszuschreiben, so erklärt Mausch, sei zwar eine öffentlichkeitswirksame<br />
Maßnahme, die weniger prestigeträchtige Förderung des Media@Komm<br />
Projektes, dessen Vize-Bundessieger Esslingen immerhin aus der Region kommt,<br />
überlasse man dagegen lieber dem Bund. Nicht alles anders, aber einiges<br />
besser will man im Falle eines Regierungswechsels in Stuttgart machen. Mehr<br />
eParticicpation und Bürgernähe wäre der korrigierte Kurs der<br />
oppositionellen Multimediaförderung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Medienentwickler von der MFG<br />
machen sich um einen Regierungswechsel zunächst wenig Sorgen, auch wenn<br />
in Multimediakreisen zu hören war, dass bei MFG vor allem<br />
regierungsnahe Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Kern, erläutert<br />
Zerfass, sei außer Nuancen in der Ausgestaltung und Akzenten bei<br />
einigen Projekten nicht viel Änderungen zu erwarten. Dazu sei das Thema<br />
allen politischen Akteuren zu wichtig und die Kontinuität zu<br />
entscheidend. Es grüsst die Sachpolitik &#8211; MFG<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mfg_multimedia_laesst_gruessen-733/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
