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	<title>Constantin Estorff &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Start-Ups in Afrika: Profitieren die Menschen wirklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 10:26:07 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Neugründungen von vornehmlich digitalen Start-Ups sind für immer mehr afrikanische Länder eine höchst relevante Entwicklung. Und dieser Aufschwung ist auch aus Sicht der Entwicklungshilfe interessant. Dieser Artikel widmet sich der Frage, ob die Menschen in Afrika tatsächlich von den Start-Ups profitieren. Dafür haben wir unter anderem mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesprochen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Potential kann man schon aus den<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Statistiken</a> herauslesen: Von der 1,2 Milliarden großen Bevölkerung ist derzeit die Hälfte jünger als 25 Jahre, jährlich werden schätzungsweise mehr als 20 Millionen neue Arbeitsplätze benötigt. Mit einem 53-prozentigem Anstieg gegenüber dem Vorjahr konnten 2017 rund <a href="https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=mehr-geld-fuer-startups-in-afrika,did=1895068.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">560 Millionen Dollar</a> Risikokapitalzufluss in den subsaharischen Raum verzeichnet werden. In Kenia, Ghana und Nigeria befinden sich dabei die führenden Start-Up-Hubs. Doch bei all dem Hype – die Frage nach dem tatsächlichen Profit für die Menschen im subsaharischen Raum sollte auf jeden Fall gestellt werden.</p>
<h3>Vorsprung durch Innovation</h3>
<p>Im Zusammenhang mit Start-Ups in Entwicklungsländern hört man häufig einen Schlagbegriff: <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/leapfrogging-41469" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Leapfrogging</em></a><em>. </em>Gemeint damit ist das Überspringen „klassischer“ Entwicklungsschritte, vornehmlich durch innovative neue Möglichkeiten. Ein Beispiel dafür könnte <em>WeFarm </em>sein, ein Peer-to-Peer-Netzwerk zur Wissensverbreitung zwischen Bauern. Es kann damit zumindest teilweise den teuren Bau klassischer Schulen ersetzen. Man könnte hier auch <em>M-Pesa</em> nennen, ein System zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Es ist vor allem in Westafrika beliebt, schließlich kann man damit sicher sein, dass das bei einem Handel erhaltene Geld auch echt ist. So können illegale Geldgeschäfte effektiver bekämpft werden. Beispiele wie diese lassen sich vielerlei finden. Der positive Effekt für die Menschen sei damit gezeigt, könnte man meinen. Aber man sollte die versteckten Kosten nicht übersehen.</p>
<h3>Wer gewinnt hier eigentlich?</h3>
<p>Auf den ersten Blick ist die Ausgangslage für unternehmenslustige Afrikaner*innen gut: Die Märkte sind trotz der Bemühungen der <a href="https://au.int/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrikanischen Union</a> (AU) und kleinerer Verbände häufig noch in hohem Maße regionalisiert. Die Bedürfnisse der afrikanischen Menschen sind aus westlicher Sicht häufig schwer nachzuvollziehen. Dementsprechend gibt es in gewisser Weise einen Schutz vor Konkurrenz. <em>Jumia</em> konnte sich zum Beispiel mit speziellen Transportketten gegen Amazon durchsetzen.</p>
<p>Doch sind die größten Unternehmen –darunter die hier genannten– nur scheinbar „afrikanische“ Unternehmen. Tatsächlich sind sie meisten Unternehmen entweder im Besitz globaler Konzerne oder zumindest in den Führungsebenen von weißen, nicht afrikanisch-stämmigen Personen durchsetzt. So wird <a href="https://www.rocket-internet.com/companies/jumia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jumia</a> in Portugal entwickelt, während einer der Hauptbesitzer das Berliner Unternehmen <em>Rocket Internet SE</em> ist. Mit anderen Worten: erstens wird zwar der Gewinn in (Ost-)afrika gemacht – die Steuern aber in Europa bezahlt. Zweitens werden die hochbezahlten Jobs zumeist nicht von den Afrikaner*innen belegt, die somit von ihrem eigenen Aufschwung oft wenig mitbekommen. Bei den anderen hier genannten Unternehmen sieht es leider nicht viel anders aus.</p>
<p>Man könnte daran anknüpfend viel über <a href="http://www.bpb.de/apuz/146971/kolonialismus-und-postkolonialismus?p=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den neuen Kolonialismus</a> und dessen lange bisher wenig aufgearbeitete Tradition schreiben – aber um es kurz zu halten kann man dieses große Problem auch auf zwei kleinere Probleme herunterbrechen.</p>
<h3>Reicht Unternehmergeist alleine?</h3>
<p>Erstens: Wenn man den <a href="https://twitter.com/RobertAlai/status/1034132720153243648/photo/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichten</a> unzähliger afrikanischer Gründer*innen und jenen vom <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltwirtschaftsforum</a>, Glauben schenkt, ist ein Problem der strukturelle Rassismus. Die Risikokapitalfirma <em><a href="https://vilcap.com/wp-content/uploads/2017/06/VC_Breaking_the_Pattern.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Village Capital</a></em>, hat vor einiger Zeit festgestellt, dass 90% der Investments in den afrikanischen digitalen Finanzsektor an Start-Ups gehen, die einen oder mehrere Gründer*nnen aus Europa oder Nordamerika haben. Während die Inverstor*innen in ihnen bekannte Geschäftsmodelle und Firmenpraktiken investieren, entgegnen afrikanische Gründer*innen häufig, dass vor Ort aufgrund anderer Gegebenheiten andere Vorgehensweisen besser passen.</p>
<p>Im BMZ ist man sich dieser und ähnlicher Probleme selbstverständlich bewusst, Stichwort „<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marshall-Plan für Afrika</a>“. Laut einer Sprecherin versuche das BMZ mit unterschiedlichen Projekten, einen möglichst großen Teil der afrikanischen Wirtschaft zu stützen. So werden mit <em><a href="http://www.bmz.de/de/mitmachen/Wirtschaft/Make_IT/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Make-IT </a></em> die Rahmenbedingungen für afrikanische Start-Ups verbessert, indem ein besserer Zugang zu Risikokapital ermöglicht werde, oder geholfen werde, Innovation, Markterfahrung sowie nationale und internationale Sichtbarkeit zu verbessern. Durch <em><a href="https://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/Presse/AfricaGrow-Fonds.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AfricaGrow</a> </em>werden dann Investitionslücken für mittelständische Unternehmen gestopft. Mit einem ähnlichen Programm sticht auch die NGO “<a href="https://www.1millionstartups.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1millionstartups</a>” hervor, die ihre umfangreichen Förderungsangebote für Start-Ups an die Dienlichkeit für die <a href="https://sustainabledevelopment.un.org/?menu=1300" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SDG</a>s, also die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen knüpft. Jedoch wird gegen die rassistischen Tendenzen gegenüber Gründer*innen an sich direkt wenig unternommen. Die Bemühungen zielen eher darauf ab, dass es erfolgreiche afrikanische Gründungen <strong>trotz</strong> des Rassismus geben kann.</p>
<h3>Wer zuerst zugreift, behält</h3>
<p>Das Zweite Problem ist eines von Haben und Nicht-Haben. Egal, ob man ihn befürwortet oder bekämpft, in einer Sache ist man sich in der Wissenschaft einig: Der Kapitalismus funktioniert ohne Eigentum nicht. Viele besitzen kaum mehr als ihr eigenes Land oder können sich nur mit Rücküberweisungen gerade über Wasser halten. Zum Investieren bleibt jedoch nicht viel über – wenn diese Möglichkeit überhaupt bekannt ist. Hingegen gibt es aus dem Ausland umso mehr Geld. Das ist ein Problem, weil die Afrikaner*innen, wenn sich nicht investieren, letztendlich nicht von den Renditen ihres eigenen Wachstums profitieren können und sich eine vom Kapitalbesitz geprägte Mittelschicht nur langsam entwickeln kann. Außerdem fehlt dadurch häufig auch ein für Start-Ups wichtiger Faktor: lokale <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Start-Up-Angel</a>, die an einer auch für Afrika nachhaltigen Unternehmensentwicklung arbeiten und im besten Fall das Problem der ethnisch selektiven Investitionen aktiv bekämpfen könnten. Laut eigener Aussagen arbeitet das BMZ speziell in diesem Sinne über Make-IT mit lokal gewachsenen Start-up-Netzwerken wie dem <em><a href="https://abanangels.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">African Business Angel Network</a>, <a href="https://www.afrilabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrilabs</a></em> oder <em><a href="https://www.jokkolabs.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jokkolabs</a></em> vor Ort zusammen.</p>
<p>Zudem wurden laut der Sprecherin des BMZs „z.B. Policy Hackathons in Nigeria unterstützt, die dazu geführt haben, dass die Regierung ein entsprechendes Rahmenwerk geschaffen hat, das <a href="http://www.med.gov.my/portal/document/files/Booklet%20NEF.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">National Framework for Innovation and Entrepreneurship</a>.“ Dies ist ein Erfolg, weil zahlreichen Berichten von Gründer*innen zufolge viele Regierungen nur wenige Anstrengungen in eine aktive Innovationspolitik setzen würden. So scherzt man gerne über das durchaus erfolgreiche kenianische „Savannah Valley“, es existiere nicht wegen der Regierung, sondern trotz der Regierung.</p>
<h3>Also doch China als Vorbild nehmen?</h3>
<p>Für eine aktivere Innovationspolitik, die gegebenenfalls eine selektiveren Außenwirtschaftspolitik bedeuteten würde, fehlen leider jedoch häufig die Mittel bei den Regierungen. Zudem leiden die meisten afrikanischen Staaten unter einer sehr ungleichen Vermögensverteilung, innerhalb derer die Reichsten ihre Gelder eher versuchen außer Land zu schaffen, statt sie lokal zu investieren. Zwei wichtige Voraussetzungen für einen schnellen Aufstieg wie dem Chinas, nämlich die Mittel durch äußerst hohe Rückinvestitionen und die relativ gleiche Vermögensverteilung, sind so oftmals nicht gegeben. Ein Marshallplan für Afrika, der seinem Original näher käme, müsste deswegen zumindest die Regierungen mit mehr Eigenkapital ausstatten, statt „nur“ Förderprogramme zu betreiben.</p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Titelbild:</strong> Mkimemia at English Wikipedia. &#8211; Transferred from en.wikipedia to <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4022744">Commons</a>.,</p>
</div>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>KI und Ethik: Eine Bestandsaufnahme (Teil 3/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 08:44:04 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der frühe französische Aufklärer Julien Offray de La Mettrie hatte eine revolutionäre Idee, die noch heute bei vielen heftige Reaktionen auslöst: der Mensch ist seiner Ansicht nach bloß eine biologische Maschine – Geist und Intelligenz seien im Grunde reproduzierbar. Und damit stand auf einmal die Grundidee für künstliche Intelligenz im Raum. Faszinierend ist, dass das Nachdenken über eine künstliche Intelligenz dem technischen Stand schon immer weit voraus war: Bereits seit den 1950ern nennt man zum Beispiel den Zeitpunkt, ab dem eine künstliche Intelligenz die menschliche übertreffen kann die <em>technologische Singularität.</em></p>
<p>Heute leben wir in einer Zeit, in der solche und ähnliche theoretische Überlegungen und Bedenken immer mehr Realität werden. Man beschäftigt sich deswegen immer ernster mit der Digitalethik. Umso wichtiger wird es zu fragen, wie die Politik damit konkret umgeht.</p>
<h3>Edel sei die KI, hilfreich und gut</h3>
<p>In der höchst ambitionierten <a href="https://www.bmbf.de/files/Nationale_KI-Strategie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Strategie der Bundesregierung</a>, welche 2018 veröffentlich wurde, ist nachlesbar: Künstliche Intelligenz solle „soziale Teilhabe und Handlungsfreiheit fördern“, sowie den „Schutz der Privatsphäre“ bewahren. Ein Fokus liege zudem auf möglichst großer „kultureller und medialer Freiheit“. Der hohe ideelle Anspruch der Bevölkerung kommt also nicht zu klein, und das ist auch gut so. Auch die schon lange als Schlagbegriff genutzte Forderung nach „Ethics by and for design“ wird als Bestandteil des Brands „A.I. made in Germany“ zum Ziel erklärt. Nach diesem Vorsorgeprinzip sollen ethische Überlegungen schon während der Entwicklung berücksichtigt werden, sodass potentielle Gefährdungen schon im Vorfeld eingeschränkt werden können. Dahinter könnte der Glaube daran stecken, dass Deutschland und Europa gerade wegen seiner hohen Moral mehr Integrität und Verlässlichkeit und damit einen Marktvorteile schaffe – Stichwort „<a href="https://politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ehrbarer Datenkaufmann</a>“. Jedoch genießen diese und ähnliche ethische Forderungen weltweit unter Wissenschaftlern und auch Unternehmern hohe Zustimmung. Die Europäer sind nicht moralischer als andere. Erst jüngst bestätigte dies auch Wolfgang Wahlster, eine Koryphäe der deutschen KI-Forschung, im <a href="https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/wolfgang-wahlster-wir-muessen-mit-china-kooperieren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit dem Tagespiegel.</p>
<h3>Alles eine Frage der Perspektive</h3>
<p>Die Umsetzung ist aber wie zu erwarten sehr unterschiedlich. Während die USA klassischerweise auf die Selbstverpflichtung der Unternehmen setzt, irritiert China den Westen mit einem eigenen, erst mal widersprüchlich erscheinenden Weg:  Einerseits gibt es die staatlich unterstützten <a href="https://www.baai.ac.cn/blog/beijing-ai-principles" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Beijing AI Principles</em></a>, welche weitestgehend den Positionspapieren der EU und von Google entsprechen,  andererseits aber auch das <a href="https://politik-digital.de/news/jede-handlung-wird-bewertet-willkommen-in-der-zukunft-154096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialkreditsystem</a>. Während man jedoch bei letzterem schnell an Orwells <em>1984 </em>und eine absolute Gleichförmigkeit denkt, bedeutet das System für die meisten Chinesen gerade das Gegenteil: den Schutz des Individuums und der Gesellschaft vor sich selbst. Warum? Als einer der am schnellsten wachsenden Gesellschaften der Welt hat sich China binnen weniger Jahre vom Entwicklungsland zu einer Informationsgesellschaft entwickelt – die Menschen brauchen aber länger als der technologische Fortschritt. Korrupte Beamte und Geldleiher sind ein häufiges Problem und behindern die Entwicklung einer wirklichen Zivilgesellschaft. Das Beispiel soll zeigen, dass ähnliche Wertevorstellungen je nach aktueller Lage extrem unterschiedlich umgesetzt und von der Bevölkerung wahrgenommen werden können.</p>
<h3>Gradlinig ausweichend</h3>
<figure id="attachment_161959" aria-describedby="caption-attachment-161959" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161959 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg" alt="Das KI-Siegel des KI-Bundesverbands" width="800" height="350" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800.jpg 800w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-300x131.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/KI-Siegel-800-768x336.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-161959" class="wp-caption-text">Das neue KI-Siegel des KI-Bundesverbands e.V.</figcaption></figure>
<p>Auch Deutschland und Europa gehen ihren eigenen Weg. Im Gegensatz zu den anderen Punkten der KI-Strategie sind die ethischen Ziele aber scheinbar bewusst offen gehalten; wenig verbindende Phrasen wie „die Bundesregierung wird prüfen, ob…“ finden sich relativ häufig wieder. Bei der Umsetzung geht man dabei zwei Wege:</p>
<p>Einerseits können und werden dabei bestehende Strukturen weiter unterstützt, wie beispielsweise das <a href="https://www.digitale-ethik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Digitalethik</a>. Auch wurde erst jüngst in Kooperation mit Facebook das <a href="https://fbnewsroomde.files.wordpress.com/2019/10/tum-erc3b6ffnung-ieai.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für KI-Ethik der TU München</a> eröffnet. Facebook und andere Digitalunternehmen dürften ein Interesse daran haben, die aktuell in Bezug auf Digitalethik eher kritische Stimmung mit solchen Mitteln beizulegen, bevor die Politik statt Unterstützung und Leitlinien doch noch einen harten Rahmen vorgeben könnte. Interdisziplinäre Gruppen wie die <a href="https://initiatived21.de/arbeitsgruppen/ag-ethik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AG Ethik</a> der Initiative D21 erarbeiten Konzepte. Im Frühjahr stellte der aus über 160 Unternehmen bestehende KI-Bundesverband außerdem sein <a href="https://ki-verband.de/ki-guetesiegel-ai-made-in-germany" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Gütesiegel</a> vor. Darin zu finden: Viele thematische und begriffliche Überschneidungen mit  Forderungen der Datenethikkommission und der europäischen Expertengruppe für KI. Und kürzlich stellte die 2018 von der Bundesregierung ins Leben gerufene Datenethikkommission ihre <a href="https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Fokusthemen/Gutachten_DEK_DE.html;jsessionid=1287F4CBD5DFA2E589FCE847A8D40CCD.1_cid324?nn=11678504" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handlungsempfehlungen</a> vor.</p>
<p>Andererseits lässt sich eben auch eine Strategie der „Europäisierung“ dieser Frage beobachten. Gerne wird unterstellt, dass auf EU-Ebene unliebsame Entscheidungen getroffen werden, die sonst auf Nationalebene nicht durchsetzbar wären. Grund dafür wäre demnach, dass die Augen der Öffentlichkeit noch immer auf die Nationalparlamente ausgerichtet sind. Man könnte genau das unterstellen, aber in diesem Fall kann dieser Schritt durchaus Sinn ergeben. Nur wenn man gute und vor allem einheitliche Bedingungen für die Nutzung von KI schafft und so die Vorteile des größten Binnenmarktes der Welt auch nutzt, kann Europa sich längerfristig im weltweiten Wettbewerb behaupten. Sich wiederum gegenseitig in immer liberaleren Steuer- und vor allem auch Ethikgesetzgebungen zu unterbieten bringt letztendlich niemandem etwas. Bei diesem Vermittlungsprojekt hat die <em>„</em><a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/high-level-expert-group-artificial-intelligence" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>High Level Expert Group on Artificial Intelligence</em></a><em>” </em>alle Arbeit geleistet. Doch sie wird auch heftig kritisiert – zu industriefreundlich seien ihre Richtlinien. Damit rechnet <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-ethikrichtlinien-fuer-kuenstliche-intelligenz-nehmt-der-industrie-die-ethik-weg/24195388.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Metzinger</a>, Philosophie-Professor und selber Mitglied der Expertengruppe mit selbiger ab. Das verwundere ihm zufolge wenig, schließlich ist die Expertengruppe beinahe ausschließlich aus Industriellen zusammengesetzt.</p>
<h3>Oder soll man es lassen?</h3>
<figure id="attachment_161960" aria-describedby="caption-attachment-161960" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161960 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg" alt="Biarritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden? " width="640" height="280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/Biarritz-300x131.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161960" class="wp-caption-text">Biaritz: Könnte dieser romantische, kleine Ort als der Gründungsstätte einer KI-Weltordnung bekannt werden?</figcaption></figure>
<p>Es drängen sich also wieder die großen Fragen auf: wie stark kann man Ethik in Form politischer Intervention überhaupt noch durchsetzen? Darauf kann dieser Artikel selbstverständlich keine Antwort liefern, schließlich beschäftigt diese Frage seit Jahrzehnten Sozialwissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aller Couleur. Doch zwei mehr oder weniger konkrete Maßnahmen wären trotzdem denkbar:</p>
<p>Einerseits kann man den politischen Diskurs hierzulande in die Mangel nehmen. Grundsätzlich sind sich die Menschen nämlich in den meisten Themen, die die Digitalisierung anbelangen, relativ einig. Freiheit, Arbeitsplätze, Datensicherheit sind als Forderungen Allgemeinposten, denen die meisten Parteien und auch die meisten Bürgerinnen und Bürger zustimmen dürften. Der Teufel steckt jedoch im Detail – also dort, wo niemand hinschaut. Es gibt <a href="https://www.freiheit.org/netzpolitik-mehr-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein fehlendes Bewusstsein</a> um die Relevanz digitaler Problematiken allgemein. Die Bundesregierung hat sich zwar zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung besser aufzuklären – so widmet sich das Wissenschaftsjahr 2019 beispielsweise der KI. Doch eine großangelegte Aufklärungskampagne, wie sie auch in der Strategie geplant ist, sähe anders aus. Mit dem Thema Datensicherheit kann man als Partei (zumindest heute noch) keine Wahlkämpfe gewinnen, sodass bei diesem ohnehin schon eher als Konsens gehandhabten Thema auch nicht so recht ein „Wettbewerb“ um die besten Lösungen entstehen will. Aber gerade davon lebt ja bekanntlich die Demokratie. Ein paar interessante Ideen springen dabei natürlich immer noch heraus, wie zum Beispiel die Idee der Innovationsstiftung für nachhaltige und soziale digitale Anwendungen (<a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressestatements/anna-christmann-und-dieter-janecek-zum-digitalgipfel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">INSDA</a>), welche die Grünen seit geraumer Zeit fordern.</p>
<p>Andererseits könnte man noch größer denken und ein Abkommen auf globaler Ebene anstreben: Auf dem G7-Gipfel haben Frankreich und Kanada kürzlich ihre Idee eines <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-019-02491-x" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>„International Panel on Artificial Intelligence“</em></a>  (IPAI) vorgestellt. Nicht wenige fordern, dass sich hier Deutschland ebenfalls beteiligen soll.  Ziel dieses Panels ist es, grundlegende Abmachungen über die Nutzung von KI zu schließen. Angesichts der Gefahr, die von KI-Waffensystem ausgeht und der Ungewissheit, wie man mit dem Zeitpunkt der „technologischen Singularität“ umgehen soll, macht dies durchaus Sinn. Aber obwohl das IPAI vom Namen und vom Anspruch her dem fürs Klima prominenten <em><a href="https://www.de-ipcc.de/119.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„International Panel on Climate Change“</a></em>  (IPCC), nacheifern will, sollen die Vereinten Nationen hier keinen eigenen Sitz bekommen. Entsprechend diesem wahrscheinlich an das trumpistische Amerika gerichtete Zugeständnis müsste dieser KI-Rat also eher „intergouvermental“ genannt werden.</p>
<h3>Sollten wir Fortschrittsoptimisten werden?</h3>
<p>Was lässt sich nun zusammenfassend sagen? Es gibt noch viel Raum dafür, um künstliche Intelligenz ethischer zu erfassen, und sehr viele gegenläufige Interessen. Die hier vorgestellten Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der teilweise graswurzelhaften Initiativen, die sich für eine ethische KI einsetzen. Man könnte tatsächlich darauf pochen, dass sich die Wirtschaft und Wissenschaft an dieser Stelle mehr oder weniger selbst regulieren.</p>
<p>Ein Fortschrittsoptimist war der Anfangs erwähnte Julien Offray de La Mettrie übrigens nicht. Seiner Ansicht nach war der Mensch nicht zu bändigen, das sei sein Schicksal. Aber ob das auch für eine vom Menschen geschaffene Maschine gilt, ließ er offen.</p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/">KI und Wirtschaft</a><br />
Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a></p>
<p class="_1l8RX _1ByhS">Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@nasa?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">NASA</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/earth?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a><br />
KI-Siegel: <a href="https://ki-verband.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Bundesverband</a><br />
Biarritz: <a href="https://unsplash.com/@heftiba" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toa Heftiba</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/biarritz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>KI und Gesellschaft: Eine Bestandsaufnahme (Teil 2/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2019 11:43:14 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-6"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Der Herbst 2018 sollte in Deutschland politisch den Einstieg ins KI-Zeitalter symbolisieren: Seitens der Regierung wollte man nun zur Weltspitze gehören. Im ersten Artikel dieser Reihe wurde bereits durchleuchtet, wie das bisher funktioniert hat. Nur was macht das eigentlich mit uns als Gesellschaft? Eine Bestandsaufnahme von Sein und Selbstbewusstsein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Über Künstliche Intelligenz wird seit mittlerweile 20 Jahren diskutiert. „Doch das öffentliche Interesse könnte irgendwann erlahmen. Man hakt die mit der KI verbundenen Chancen und Risiken geistig ab – und plötzlich ist man überrascht, dass die technische Entwicklung mit aller Durchschlagskraft am Ende doch stattfindet.“ So warnte zumindest der Bundestagspräsident a.D. Norbert Lammert auf einer Veranstaltung über die KI-Kommission. Um sicherzustellen, dass es so genau nicht kommt, gibt es sowohl die höchst ambitionierte <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Strategie der Bundesregierung</a>, als auch die <a href="https://www.bundestag.de/ausschuesse/weitere_gremien/enquete_ki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Enquete-Kommission</a> des Bundestages. Es ist parteipolitisch allgemeiner Konsens, dass man gesellschaftliche Akzeptanz schaffen will. Doch wie soll das eigentlich genau funktionieren?</p>
<h3>„German Angst“, oder doch eher „German Mut“? Und wer nutzt überhaupt diese Begriffe?</h3>
<p>Zunächst ein Lagebericht: Laut einer <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Kuenstliche-Intelligenz-Bundesbuerger-sehen-vor-allem-Chancen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM-Umfrage</a> aus dem Jahr 2018 befanden 71% der Deutschen künstliche Intelligenz als für den zukünftigen Wohlstand entscheidend und fast genauso viele Menschen hielten KI überwiegend für eine Chance. Noch 2017 waren es nicht mal die Hälfte. Auch die vielbeschworene „german angst“ findet sich statistisch nicht wieder: Auf die <a href="https://taz.de/Umfrage-zu-kuenstlicher-Intelligenz/!5605059/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frage</a>, welche Popkultur-KI am ehesten zu den eigenen Vorstellung einer KI passt, wurden am häufigsten der sympathische Star-Wars-Roboter „R2D2“ genannt und nicht etwa die Killer-Maschine „Terminator“. Aber von einem „R2D2“ ist heute trotzdem noch wenig zu sehen.</p>
<p>Und das ist auch das erste Problem, welches politisch angegangen werden soll: Viele haben anscheinend unzutreffende Vorstellungen davon, was KI überhaupt ist. Das kann man auch daran sehen, dass über 80% der Befragten glauben, KI würde die Gesellschaft heute noch nicht beeinflussen. Angesichts der Rolle der KI in Digitalwirtschaft, Industrie, Sicherheit, Medizin, etc. geht dieser Glaube an der Realität vorbei. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen der auf einer bestimmten Aufgabe spezialisierten „schwachen KI“ und der „starken KI“, welche der menschlichen Intelligenz zumindest ebenbürtig ist. Letztere Vorstellung hält sich hartnäckig in den Köpfen, ist aber eher noch Zukunft.</p>
<h3>Konkurrenz belebt das Geschäft</h3>
<p>Die KI-Strategie will ein realistischeres Bild von künstlicher Intelligenz vermitteln und damit die immerhin noch 33 kritischen Prozent der Bevölkerung überzeugen. Das soll gezielt durch die Unterstützung ökologischer oder sozialer Leuchtturmprojekte geschehen, die über einen <a href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/G/gewinner-beim-ki-innovationswettbewerb-des-bmwi.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI-Innovationswettbewerb</a> auserkoren werden. Die 16 Gewinner der ersten Runde des mit jeweils ca. 10-20 Millionen Euro dotierten Preises stehen auch schon fest. Darunter: <em>REIF</em>, ein intelligentes Wertschöpfungsnetzwerk zur Verringerung des unnötigen Lebensmittelabfalls, <em>EMPAIA</em>, ein auf KI basierendes Diagnose-Werkzeug für den medizinischen Bereich, und viele Ökosysteme für KI-Anwendungen. Man will eben auch internationale Normen durchsetzen. Kritisieren kann man hier lediglich die Höhe der Förderungen: Amerikanische Digitalkonzerne oder der chinesische Staat rüsten einzelne Forschungsprojekte teilweise mit deutlich höheren Beträgen aus.</p>
<p>Positiv ist außerdem, dass es bereits sehr relevante staatlich finanzierte Institutionen gibt, die die Auswirkung der Digitalisierung und der KI auf die Gesellschaft umfangreich beforschen. Ein prominentes Beispiel wäre das <a href="https://www.hiig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Institut für Internet und Gesellschaft</em></a> (HIIG). Aber auch die Länder bemühen sich: Vor kurzem hat das von der Landesregierung geförderte <a href="https://www.bidt.digital/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation</em></a> (bidt) den Betrieb aufgenommen. Das Problem ist hier jedoch häufiger wieder ein fehlendes mediales und gesellschaftliches Interesse an den teilweise höchstinteressanten Forschungsprojekten.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row one-top-padding one-bottom-padding single-h-padding limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_x_neg_double shift_x_fixed"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h3 class="h3" ><span>Die Utopisten sind die Realisten von morgen</span></h3></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-160956" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2.png" width="640" height="480" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em>Eine Parade durch New York für die Besatzung der Apollo 11. Doch wie sieht heute breite Euphorie für technischen Fortschritt aus?</em></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-8"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Deshalb kann man nun fragen: Reichen diese Leuchtturmprojekte und intensive Forschung aus, um allgemeine Akzeptanz für KI zu schaffen? Man könnte hier der Ansicht sein, dass zu dem krassen Ziel des „KI-Weltmeisters Deutschland“ ein ebenso krasses soziales Ziel gehören müsste, welches dann auch ebenso laut offenbart wird. Die Regierung könnte dann zeigen, aus welchem sozial-marktwirtschaftlichen Holz sie geschnitzt ist. Für solch ein großes Denken gibt es neben der ausführlichen Forschung auch Zustimmung aus einem breiten Spektrum an Meinungen. Zu erwähnen wäre der Soziologe Harald Welzer. Auch wenn seine Thesen umstritten sind,  gehört er zu den lautesten und kritischsten Stimmen in den politischen Feuilletons. In einem <a href="https://www.zeit.de/2019/34/digitalisierung-kuenstliche-intelligenz-algorithmen-denken-dummheit/seite-3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Essay</a> forderte Welzer kürzlich, die Politik solle KI primär für zivilisatorische Zwecke nutzen, um beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ermöglichen. Die Digitalisierung sei kein Schicksal, sondern eine Gestaltungsaufgabe.</p>
<p>Es gibt aber auch aus den Reihen der CDU laute Forderungen. Genauer gesagt in einem <a href="https://www.kas.de/documents/252038/4521287/Bewertung+der+deutschen+KI-Strategie+Teil+3.pdf/aa0ecb4e-3a71-de71-63ba-fb08bf72dd57?version=1.1&amp;t=1559810781469" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Positionspapier</a>, das die <em>Konrad-Adenauer-Stiftung</em> mit der industrienahen <em>Cambrian-Group</em> schon vor der Veröffentlichung der offiziellen KI-Strategie herausgegeben hat. Darin enthalten: Der Wunsch nach einer breiten gesellschaftlichen Euphorie, wie es sie auch schon während des Apollo-Raumfahrt-Programms in den USA gab. Häufige Forderungen, wie beispielsweise ein Digitalministerium, eine aktive und vor allem globale KI-Ethikpolitik, oder Digitalwissenschaften als Schulfach, sind in der tatsächlichen Strategie nur noch schemenhaft zu erkennen.</p>
<p>Die Frage mit den Digitalwissenschaften als Schulfach griff auch jüngst <a href="https://www.freiheit.org/netzpolitik-mehr-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ann Cathrin Riedel vom Verein für liberale Netzpolitik</a> auf: Eine magere digitale Medienbildung sei längerfristig eine Gefahr für die Stabilität der Gesellschaft. Sichtbar sei dies am fehlenden Bewusstsein für Falschmeldungen und Scheinidentitäten, von dem viele und vor allem Ältere betroffen sind. Schon immer von russischen Desinformationskampagnen geplagt, zeigt sich Finnland hier vorbildlich und betreibt breite Aufklärungsprogramme.</p>
<p>An sozialen Ideen, aber auch Notwendigkeiten mangelt es also nicht. Und dass solch große Pläne auch von Regierungen verlautbart werden können, sieht man neben Finnland auch an Japan: Die Idee der <a href="https://www.gov-online.go.jp/cam/s5/eng/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Society 5.0</em></a>, einer vollvernetzten und smarten Gesellschaft muss man zwar nicht gut finden, aber sie zeigt: Es ist möglich zu träumen.</p>
<h3>Wird künstliche Intelligenz zur neuen sozialen Frage?</h3>
<p>Um einen Funken zu entfachen, reicht es aber nicht aus, nur mit Utopien zu zündeln. Genauso wichtig ist es, bestehenden Bedenken auszuräumen. Und diese sind nicht nur leise seitens der noch regierenden SPD zu vernehmen. Auch <em>Die Linke</em> zeigt sich besorgt: Sowohl die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsmarkt, als auch der damit verbundene Machtzuwachs der multinationalen Plattformriesen würden das Wohl des Individuums gefährden.</p>
<p>Bezogen auf die Arbeitswelt gibt es viele Bemühungen, diese auf KI-Kurs zu trimmen. Durch KI-Trainerinnen und Trainern für den Mittelstand, oder auch das „KI-Observatorium“. Dieses sich momentan noch in den Startlöchern befindliche Forschungszentrum soll die Folgen der KI auf die Arbeitswelt erforschen und reflektieren. Vielleicht ergeben sich dann mehr Erkenntnisse zu der immer noch hart umkämpften Frage, ob sich künstliche Intelligenz wirklich negativ auf Arbeitsplätze auswirkt.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-9"><div class="row one-top-padding one-bottom-padding single-h-padding limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_x_neg_double shift_x_fixed"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h3 class="h3" ><span>Ein Steiniger Weg</span></h3></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-160954" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32.png" width="640" height="480" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/ki32-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><em>Die Bundestagskuppel: Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam aber gründlich. Nur gilt das heute immer noch?</em></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-10"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Der Frage nach der Wirkung der KI auf Plattformökonomien wiederum wurde bisher sowohl in den öffentlichen Sitzungen der KI-Kommission, als auch in der KI-Strategie weniger beachtet. Und das, obwohl die monopolisierende Dynamik dieser Wirtschaftsfelder und die dabei unterstützende Rolle der KI-Technologie von <a href="http://digital.fuerstenberg-forum.de/wp-content/uploads/2018/10/SJ_03-18_EBOOK_Plattformoekonomie_als_Game-Changer.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unterschiedlichen Seiten</a> konstatiert wurden. Eine denkbare Erklärung: Zwar können die Möglichkeiten der KI-Nutzung reguliert werden, wie an der DSGVO zu sehen ist. Doch finden die Regulierungsmöglichkeiten ihre Grenze bei den vermehrt auf KI basierenden Geschäftsmodellen der (multinationalen) Unternehmen. Ein Beispiel hierfür ist der mittlerweile als systemrelevant eingestufte Finanzdienstleister <em>Blackrock</em>, der seine Vormachtstellung dem intelligenten Risikomanagement-System <em>Aladdin </em>zu verdanken hat. Und gleichzeitig übt <em>Blackrock </em>auch noch großen <a href="https://lobbypedia.de/wiki/BlackRock" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einfluss auf die Finanzgesetzgebung</a> aus.</p>
<p>Wenn ganzheitliches Aufklären das Ziel ist, könnte es sinnvoll sein, solche Fälle öffentlich zu problematisieren, gleichzeitig aber auch die Relevanz der Innovationskraft durch die Wirtschaft zu betonen.</p>
<h3>Welchen Traum wollen wir träumen?</h3>
<p>Doch welches Resümee lässt sich jetzt ziehen? Einerseits versucht die Bundesregierung, Tatsachen zu schaffen und die Debatte damit zu erden. Das ist positiv zu bewerten. Andererseits jedoch fehlte bisher der Mut, nicht nur eine große wirtschaftliche Vision zu formulieren, sondern sich auch ein ebenso klares und großes soziales Ziel zu setzen. Diese Einseitigkeit muss nicht zwingend zu schlechten Ergebnissen führen. Doch um hier wieder mit Worten Norbert Lammerts zu enden: „Es muss ja nicht so kommen. Aber das es sicher nicht so kommt, ist so sicher auch wieder nicht“.</p>
<p>Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/bestandsaufnahme-ki-deutschland-2019-156755/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Wirtschaft</a><br />
Hier geht es zum dritten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Ethik</a></p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS">Titel: <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ai?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a><br />
Parade in New York: <a href="https://images.nasa.gov/details-S70-17433.html">NASA</a><br />
Bundestagskuppel: <a href="https://unsplash.com/@ripato" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ricardo Gomez Angel</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
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		<title>KI, Wissenschaft und Wirtschaft: Eine Bestandsaufnahme. (Teil 1/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 09:22:43 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Es ist ganz offiziell: <a href="https://www.ki-strategie-deutschland.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland soll KI-Weltmeister werden</a> – zumindest wenn es nach der Bundesregierung geht. Die Veröffentlichung der ambitionierten KI-Strategie seitens der Bundesregierung, sowie die Einberufung der KI-Enquete-Kommission im Bundestag sollte allen zeigen: „Wir sind dran, macht euch keine Sorgen!“. Während die Regierung mit ihrer Strategie die Bundesrepublik KI-tauglich machen will, soll die Kommission beraten und gleichzeitig auf Seiten der Bevölkerung und auch bei der Politik selbst Vertrauen schaffen.  Einen herben Rückschlag gab es jedoch schon: Das für die Strategie angesetzte Zusatz-Budget von 3 Milliarden Euro wurde bereits im März von Finanzminister Scholz <a href="https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/millionen-statt-milliarden-fuer-ki-strategie-a-1258401.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf 500 Millionen Euro zurechtgestutzt.</a></p>
<p>Mit Blick sowohl auf die KI-Strategie, als auch auf die Themensetzung der Enquete-Kommission kann man vier Themen-Schwerpunkte erkennen: Man will die KI-Forschung fördern, die wirtschaftliche Umsetzung sicherstellen, gesellschaftliche Akzeptanz schaffen und nicht zuletzt bei all dem auch noch ethisch verankert sein. Die folgenden Zeilen widmen sich den ersten beiden Schwerpunkten.</p>
<h3>Die großen Digitalunternehmen sind in der Forschung taktgebend</h3>
<p>Die Mittel der klassischen Forschungsförderung – Forschungsgelder, Professuren und Forschungscluster- fanden sich in der Strategie wenig überraschend wieder, doch bei der Umsetzung hagelte es bisher von vielen Seiten Kritik: Von den <a href="https://taz.de/Hemmnisse-in-der-KI-Forschung/!5623727/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 KI-Professuren</a>, die das BMBF besetzen wollte,  konnten beispielsweise bisher nur für etwa 30 überhaupt ein Plan zur Besetzung vorgelegt werden. Auch ein zuvor groß angekündigtes neues virtuelles deutsch-französisches KI-Forschungszentrum wurde im Haushaltsentwurf 2019 <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kooperation-deutsch-franzoesisches-prestigeprojekt-zur-ki-forschung-droht-zu-versanden/22906856.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit keinem Wort mehr erwähnt</a>. Man wolle stattdessen bestehende Kooperationen weiter verstärken.</p>
<p>Besonders interessant dürfte aber vor allem der Umgang mit der ungeheuren Dynamik in der Digitalbranche sein, die weltweit die Forschungslandschaft verändert. Das wissen auch die Sachverständigen der KI-Kommission auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu berichten. Dr. Tina Klüwer, Gründerin des KI-Unternehmens <em>parlamind </em>und selbst lange Jahre KI-Forscherin, bescheinigt, dass auch in der KI-Grundlagenforschung längst nicht mehr altgediente Forschungseinrichtungen, sondern die größten Digitalunternehmen taktgebend seien. Diese Entwicklung dürfe man nicht verschlafen.</p>
<p>Der preisgekrönte Robotiker Prof. Sami Haddadin konstatiert ebenfalls die schwere Trennbarkeit und hohe Dynamik zwischen digitaler Grundlagenforschung und ihrer wirtschaftlichen Verwertung. Gleichzeitig betont er jedoch die für Deutschland so zentrale Rolle der beharrlichen und zeitintensiven Grundlagenforschung. Das Problem seien hier in erster Linie fehlende Entfaltungsmöglichkeiten für junge Innovatorinnen und Innovatoren – sowohl finanziell, als auch rechtlich. Das Problem ist aber bekannt –  unter Vertretern des Forschungsministeriums wird als Beispiel hierfür gerne das MP3-Debakel genannt, bei dem die vom deutschen Fraunhofer-Institut entwickelte Technologie letztendlich in Japan und in den USA wirtschaftlich umgesetzt wurde. Harald Popp, Mitentwickler des in den 80er Jahren erforschten Kompressionsverfahrens teilte in einem <a href="https://www.mp3-history.com/content/dam/mp3history/de/documents/FraunhoferIIS_Produktbrosch%C3%BCre_mp3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht des Fraunhofer-Instituts</a> diese Analyse und problematisiert an diesem Beispiel die Unterfinanzierung deutscher Digitalunternehmen.</p>
<figure id="attachment_161977" aria-describedby="caption-attachment-161977" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161977 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg" alt="Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitiker*innen: der MP3-Player " width="1920" height="1280" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash.jpg 1920w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-300x200.jpg 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-768x512.jpg 768w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ruijia-wang-lR-oW3b23cM-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-161977" class="wp-caption-text">Zwar sieht man ihn heutzutage nicht mehr sehr häufig, dennoch ist er immer noch in den Erinnerungen vieler Forschungspolitikerinnen und -politiker: der MP3-Player.</figcaption></figure>
<h3> „A.I. Made in Germany“</h3>
<p>Um einen Brain-Drain gut ausgebildeter, innovationsdurstiger und potentiell unterfinanzierter Wissenschaftlicherinnen und Wissenschaftler zu verhindern, will man momentan von allen Seiten Gegenkräfte mobilisieren. Das Siegel „A.I. Made in Germany“ soll gezielt etabliert werden. Man sieht unschwer: bei der KI geht es nicht nur um eine weitere Technologie, sondern auch um eine Frage der Identität. Die KI-Strategie will selbstbewusst an die sagenumwobene Herkunftsbezeichnung anknüpfen und Deutschlands globale Stellung in den Ingenieurswissenschaften noch für lange Zeit behaupten. Deshalb will sich die Regierung in der Wirtschaft sowohl als treibende, als auch als regelnde Kraft betätigen.</p>
<p>Neben der verstärkten Förderung des ohnehin schon bestehenden Gründungsprogramms <a href="https://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EXIST</a> findet sich hier neuerdings auch die staatliche <a href="https://www.bmbf.de/de/agentur-fuer-sprunginnovationen-9677.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agentur für Sprunginnovationen</a>, welche nach langen Diskussionen um den konkreten Ort nun endgültig in Leipzig angesiedelt werden soll. Deren Aufgabe ist es, Schlüsseltechnologien in der Forschung frühzeitig zu erkennen, um diese dann möglichst schnell in Deutschland zur Marktreife zu bringen, indem sie auch noch dabei hilft, das nötige Wagniskapital zu organisieren. Auf diesem Weg sollen die häufig noch eher selbstgenügsamen universitären Forschungseinrichtungen effizienter der Wirtschaft zuspielen können. Ob dies auch so funktioniert oder die enttäuschten Länder und Kommunen, welche sich ebenfalls um den Standort für die Agentur beworben hatten, nicht am Ende doch selbst eine Konkurrenz ins Leben rufen, ist momentan schwer absehbar und wird sich erst die nächsten Monate zeigen.</p>
<h3>Und was ist mit dem Mittelstand?</h3>
<p>Damit der technologische Wandel auch am heiligen deutschen Mittelstand nicht spurlos vorbei geht, sollen außerdem KI-Trainerinnen und Trainer engagiert werden. Dass dies tatsächlich notwendig ist beteuert der Berliner Unternehmer Rasmus Rothe im <a href="https://www.tagesschau.de/inland/kuenstliche-intelligenz-111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Tagesschau</a>. Es vergingen Monate, bis ein Unternehmen verstanden hätten, was für ein Potential dahintersteckt, konstatiert Rothe. Hier lässt sich jedoch ein durchwachsenes Fazit ziehen: Zwar wurden die notwendigen 20 Stellen in den Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren mittlerweile besetzt und es wird auch schon fleißig daran gearbeitet, den Sollwert von 1.000 Unternehmenskontakten im Jahr zu bewerkstelligen. Doch ist nach wie vor fraglich, ob eine einzige Person alleine tatsächlich im Schnitt 50 Unternehmen im Jahr auf KI-Kurs trimmen kann.</p>
<figure id="attachment_161980" aria-describedby="caption-attachment-161980" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-161980 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png" alt="Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer" width="640" height="480" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer.png 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/10/ki2-TinaKluewer-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-161980" class="wp-caption-text">Sie kann in der Enquete-Kommission aus der Praxis erzählen: parlamind-Gründerin Tina Klüwer</figcaption></figure>
<h3>Nicht nur für das Klima braucht man stabile Ökosysteme</h3>
<p>Sowohl für Neugründungen aus der Forschung heraus, als auch für neue Geschäftsfelder längst etablierter Unternehmen vernimmt man von allen Seiten die laute Forderung nach einem „Ökosystem“ für künstliche Intelligenz. Doch wie sieht so ein Ökosystem aus?  Dr. Tina Klüwer betont an dieser Stelle den rechtlichen Rahmen als zentrales Kriterium, in ihrem Fall vor allem den Datenschutz. In Form der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stelle dieser sowohl Unternehmen, als auch Aufsichtsbehörden vor offene Fragen. Es sei teuer, Rechtssicherheit zu gewährleisten, was vor allem junge, aber auch mittelständische Unternehmen trifft. Befürworter der DSGVO würden aber entgegnen, dass sich auch hier längerfristig „best practices“ durchsetzen werden. Dass man die Forschung jedoch heutzutage überhaupt schwer kontrollieren könne, bescheinigt Prof. Haddadin indirekt, als er von eigenen Forschungsprojekten erzählt, bei denen die in Deutschland rechtlich nicht möglichen Parts schlichtweg in die USA ausgelagert worden sind.</p>
<h3>Werte sind kein Unique Selling Point?</h3>
<p>Für diese Fragen der Regulatorik hält sowohl die Kommission, als auch die Strategie der Bundesregierung eine im besten Sinne typisch deutsche Lösung bereit: Normierung. Michael Teigler von der deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (DKE) erklärt vor der KI-Kommission, dass das Normungssystem ein Erfolgsmodell für Deutschland sei, das es fortzusetzen gelte. Sowohl die DKE, als auch die DIN versuchen zum Teil mit der Hilfe des Bundeswirtschaftsministeriums sowohl technische, als auch ethische Aspekte der KI zu normieren. Man versucht der Wissenschaft und Wirtschaft Rechtssicherheit und Datenkonsistenz zu gewährleisten durch klare und verbindliche Vorgaben, welche rechtlich jedoch nicht festgeschriebene sind. Demgegenüber verbreitet sich die Kritik, dass sich die aus Deutschland stammenden Normen –insbesondere die ethischen – am Ende international nicht durchsetzen werden können. Mario Brandenburg von der FDP-Bundestagsfraktion fasst zusammen: „Werte sind kein USP“, wobei USP für „Unique Selling Point“ steht. Heißt auch: Man könne als Europa international nur Werte setzen, wenn man sich an der Spitze der Entwicklung befindet.</p>
<p>Inwieweit jedoch die Gesellschaft bereit ist, im Sinne eines globalen Wettbewerbs die eigenen Werte auszudehnen oder aber auch zu verwerfen und ob das überhaupt wünschenswert wäre, steht auf einem anderen Blatt. Genau dies wird Inhalt des zweiten Artikels über den Stand der KI-Kommission sein.</p>
<p>Hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-gesellschaft-eine-bestandsaufnahme-156825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Gesellschaft</a><br />
Hier geht es zum dritten Teil der Reihe: <a href="https://politik-digital.de/news/ki-und-ethik-eine-bestandsaufnahme-156842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KI und Ethik</a></p>
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<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/robot?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Symbolbild MP3-Player:</strong> by <a href="https://unsplash.com/@sidem0n?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Ruijia Wang</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ipod?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Tina Klüwer</strong>: obs/parlamind</div>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-13" data-row="script-row-unique-13" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-13"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-15"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-15" data-row="script-row-unique-15" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-15"));</script></div></div></div>
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		<title>Qualifizierung und Arbeitsmarkt &#8211; Neue Chancen für Geflüchtete in IT-Berufen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 08:02:28 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-16"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Kann man unter den Geflüchteten neue, begeisterte Fachkräfte für IT-Berufe gewinnen? Diese Hoffnung haben momentan viele. Branchenübergreifend werden neue, gut ausgebildete IT-Fachkräfte benötigt, um die digitale Transformation zu stemmen. Doch wie realistisch ist das?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Dies beschäftigt gerade viele Unternehmen, unter anderem Microsoft, das zu diesem Anlass zu einer Podiumsdiskussion nach Berlin eingeladen hat.</p>
<p>Doch zuerst ein paar Fakten: Ende 2018 haben knapp <a href="https://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Von_individuellen_u_institutionellen_Huerden/Von_individuellen_u_institutionellen_Huerden_online.pdf">1,7 Millionen Schutzsuchende</a> in Deutschland gelebt. Die Zahlen der neu nach Deutschland gekommenen Geflüchteten hat zwar von <a href="https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/zahl-der-fluechtlinge.html">745.000 Personen im Jahr 2015  auf etwa 185.000 Personen im Jahr 2018 abgenommen</a>, nichtsdestotrotz ist die Integration in den Arbeitsmarkt einer der akutesten, wichtigsten, aber auch schwersten Aufgaben für eine gelungene Integrationspolitik. Häufig sind Ausbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete unerreichbar aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis, einer zu niedrigeren Bildung oder nicht zuletzt aufgrund der bleibenden körperlichen und seelischen Schäden eines Bürgerkrieges. Trotzdem gab es 2018 allein in Deutschland <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2903/umfrage/jahresdurchschnittswerte-des-bestands-an-offenen-arbeitsstellen/">knapp 800.000 offene Stellen</a>, von denen alleine <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/82000-freie-Jobs-IT-Fachkraeftemangel-spitzt-sich-zu">82.000</a> auf die IT-Branche fallen. Damit die Geflüchteten dieses Leck im momentan ohnehin schwankenden Wachstumsdampfer Deutschland stopfen können, müssen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.</p>
<p>Zur Podiumsdiskussion im Rahmen der Initiative #digitalfueralle waren die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius, die Geschäftsführerin der <a href="https://www.redi-school.org/?lang=de">ReDI School of Digital Integration</a> Anne Kjær Riechert und Astrid Aupperle von Microsoft Deutschland eingeladen.</p>
<h3>Eine &#8220;klassische&#8221; Ausbildung ist billiger</h3>
<p>Anne Kjær Riechert hat sich mit der gemeinnützigen ReDi School of Digital Integration viel vorgenommen: IT-affine Geflüchtete den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern und damit Perspektiven abseits von Niedriglohn-Jobs schaffen. Nach eigenen Angaben nehmen bereits 550 Teilnehmer aus 51 verschiedenen Ländern teil, die von 350 Freiwilligen aus der IT-Branche in unterschiedlich anspruchsvollen Kursen unterrichtet werden. Das Problem: Zu viele Interessenten und zu hohe Hürden seitens der Behörden. Daran, dass man unter den Geflüchteten viele begeisterte IT-Fachkräfte gewinnen kann, scheint also was dran zu sein. Es sei Riechert zufolge trotzdem nicht einfach, selbst ein gemeinnütziges Projekt wie dieses umzusetzen. Eine Zertifizierung koste nicht nur viel Zeit und Geld, es werden auch seitens der Jobcenter Interessierte von einer Ausbildung in der ReDi-School mit dem Argument abgehalten, eine „klassische“ Ausbildung sei billiger. Deswegen und aufgrund einer geringen Flexibilität der Behörden in Bezug auf junge, agile Projekte, bei denen sich die Planung auch schnell ändern kann, richtet Riechert klare Verbesserungswünsche an die Politik. Wenig überraschend werden hier als Vorbild für die Berliner Behörden jene aus München genannt.</p>
<h3>Den Weg in die moderne Arbeitswelt unterstützen</h3>
<p>Die Digitalunternehmen haben am Fachkräftemangel natürlich am meisten zu leiden, weswegen sie zunehmend die <a href="https://www.zeit.de/2019/33/digitalisierung-schule-it-konzerne-kooperation">Digitalisierung der deutschen Bildungsinstitutionen selbst in die Hand nehmen</a>. Dabei sind sie entweder unterstützend im Zeichen des gesellschaftlichen Engagements tätig, wie Microsoft im Falle der ReDI-School oder statten auch ganze Schulen mit Smartboards und Tablets aus, wie beispielsweise Google, Samsung oder auch wieder Microsoft. Diese schnelle und effiziente Digitalisierung abseits des Digitalpakts muss selbstverständlich mit einer Markenbindung, die jetzt bereits in der Lehre beginnt, teuer gekauft werden.  Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft, weist jedoch im Laufe der Diskussion auf den geringen Veränderungswille in Schulen und Ausbildungsstätten hin; Angebote für Bildungsförderungen würden häufig nicht angenommen. Dabei wolle Microsoft die Teilhabe am Berufsleben in einer wandelnden Berufswelt sicherstellen und Betroffene auf dem Weg in die digitale Arbeitswelt unterstützen. In diesem Fall in Form des Engagements für die ReDI-School.</p>
<p>Dass Digitalkonzerne wie Microsoft ins Thema Bildung eingreifen ist dann wiederum mit Hinblick auf den eher größer werdenden Fachkräftemangel in der IT-Branche, den vielen nach Deutschland kommenden potentiellen Fachkräften und einer lahmenden staatlich organisierten Digitalisierung wieder nachvollziehbar.</p>
<h3>Anreize sollen über ein Belohnungssystem geschaffen werden</h3>
<p>Doch ist die Politik tatsächlich so taten- und vielleicht auch hilflos? Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Lezius, Mitglied der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“, widerspricht. Auch die Politik habe die Relevanz der Digitalisierung der Bildungsinstitutionen für die Wirtschaft verstanden und die Rolle der Freiwilligen für die Umsetzung erkannt. Die Verwaltungsprobleme seien ebenso bekannt wie die wenig auf digitale Anforderungen ausgelegten Ausbildungen in den Berufsschulen und die <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/digitalpakt-fuer-berlins-schule-257-millionen-euro-auf-der-hohen-kante/25001556.html">Probleme bei der Umsetzung des Digitalpaktes</a>. Aber man sei dran. Lezius verweist an dieser Stelle beispielhaft auf <a href="https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/news/cdu-schlaegt-weiterbildungs-plattform-milla-vor">MILLA</a>. Bei diesem Projekt geht es darum, alle Benachteiligten bei der Berufs(weiter)bildung zu unterstützen. Umgesetzt wird dies mit einer Datenbank, die für jede individuelle Situation alle möglichen Weiterbildungsmöglichkeiten eingespeichert hat und es zudem ermöglicht, sich von überall aus bequem und digital weiterzubilden. Anreize sollen über ein Belohnungssystem geschaffen werden.</p>
<p>Aber was ist speziell mit den Geflüchteten? Selbstverständlich kann das Problem der großen Anzahl offener Stellen in der IT-Branche nicht allein durch Geflüchtete behoben werden. Nichtsdestotrotz gibt es auch von der Bundesregierung unterstützte Projekte, die bei der Diskussion unerwähnt blieben. Besonders interessant für den IT-Bereich wäre zum Beispiel die Initiative <a href="http://www.wir-gruenden-in-deutschland.de/">„Wir Gründen in Deutschland“</a>. Junge, geflüchtete Gründerinnen und Gründern werden hier bei der Gründung unterstützt.</p>
<p>Dass eine Weiterbildung wie die auf der ReDi School auch realistisch ist, konnte man im Anschluss der Diskussion sehen: Der Absolvent Zaid Zaim aus Syrien hat dank seiner Ausbildung vom IS zerstörte Ausgrabungsstätten  mit dem Mixed-Reality-System <em>HoloLens </em>digital nachgebaut.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@herlifeinpixels?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Hannah Wei</a> on <a href="https://unsplash.com/@herlifeinpixels?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-16" data-row="script-row-unique-16" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-16"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-18"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Wo gibt es überhaupt noch Milchkannen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interview-mit-wolf-dieter-lukas-bmbf-156661/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 15:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesministerium für Bildung und Forschung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-19"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Prof. Wolf-Dieter Lukas ist designierter Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bei der Eröffnung der Ausstellung „Ideenschmiede KI“ des Wissenschaftsjahrs 2019 im Bikini Berlin berichtet er über internationale Konkurrenz in der KI-Forschung, der Vereinbarkeit mit Datenschutzrichtlinien und dem Einsatz von KI in Schulen. Das Wissenschaftsjahr 2019 widmet sich dem Thema „Künstliche Intelligenz“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben! Sie sind jetzt designierter Staatssekretär im BMBF und kennen das Ministerium durch ihre jahrelange Arbeit als Leiter der Abteilung „Forschung für Digitalisierung und Innovationen“ ziemlich gut. Was denken Sie, wie gut ist das BMBF für die Technologien von morgen gerüstet?</strong></p>
<p>Wir beschäftigen uns im BMBF mit nichts anderem als dem Morgen. Andere Ministerien müssen sich hingegen mit dem Hier und Jetzt auseinandersetzen. Wir fragen uns hingegen, wie die Welt in den nächsten 20 bis 30 Jahren ausschauen wird. Wenn es zum Beispiel ums Klima geht, haben wir schon Lösungen entwickelt, die jetzt schon umgesetzt werden können. Wir sind nicht nur ein Ministerium, das die Forschung vorantreibt, wir müssen auch gleichzeitig das antizipieren, was kommen wird. Das heißt auch, dass wir uns fragen, welche Anforderungen wir überhaupt an Zukunftstechnologie stellen wollen und welche Risiken zu erwarten sind.</p>
<p><strong>Da können wir ja gleich überleiten zu dem Thema, was uns heute am meisten interessiert: Künstliche Intelligenz. In der KI-Forschung gelten China und die USA als weltweit führend. Erst kürzlich hat ein <a href="https://www.focus.de/digital/dldaily/gastbeitrag-von-mark-klein-ki-europa-braucht-politische-einheit-und-unternehmergeist_id_11083336.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ERGO-Vorstand </a>genau dies nochmal in aller Deutlichkeit kritisiert. </strong><strong>Wie kann Europa jetzt aufschließen und welche anderen Schwerpunkte in der Forschung setzen?</strong></p>
<p>Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass die herrschende Meinung nicht immer gleich die Richtige sein muss. Erst kürzlich haben wir auf einer unserer Pressekonferenzen einen Experten zu Wort kommen lassen, der analysiert hat, welche Regionen auf der Welt am meisten zu künstlicher Intelligenz forschen. Was denken sie, die USA, China oder die EU?</p>
<p><strong>Ich denke, sie können es mir beantworten? </strong></p>
<p>Europa! Nicht China, und nicht die USA. Wenn man dann noch die finanziellen Mittel mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis setzt, steht allein Deutschland schon nicht schlecht da. Wenn wir uns hier in Deutschland schon mit diesen Ländern vergleichen, können wir ja so schlecht nicht sein. Wir haben aber in der Wahrnehmbarkeit ein Problem. Die KI, die wir als Konsument täglich erleben, ist eindeutig von Amerika beherrscht. Was man hingegen nicht sehen kann, ist die KI, die in den Fertigungsanlagen ihren Einsatz findet. Im Bereich der KI-Anwendung in der Produktion sind wir weltweit führend, das sieht man bloß nicht.</p>
<p><strong>Also können wir auch davon ausgehen, dass sich in Deutschland heutzutage und in der Zukunft wieder neue „Hidden Champions“ im KI-Bereich herausbilden werden, die ja so typisch und wichtig für die deutsche Wirtschaft sind?</strong></p>
<p>Die für uns so wichtigen Mittelständler benutzen ja schon bereits sehr breit und seit langem KI-Methoden, machen bloß keine großen Pressemitteilungen daraus. Sie benutzen die Technik schon und integrieren sie in ihre Produkte. Aber ich merke, sie wollen auch Schwächen hören. Aber um nochmal schnell festzuhalten: Im verarbeitenden Gewerbe sind wir top, Industrie 4.0 findet bei uns in der Landwirtschaft auch schon statt – hochmodern!</p>
<p><strong>Aber gerade diesbezüglich hat ja Bundesbildungsministerin Karliczek erst kürzlich erwähnt, man bräuchte nicht an jeder Milchkanne in Deutschland 5G. </strong></p>
<p>Moderne Mähdrescher brauchen natürlich schon 5G, die blöde Milchkanne aber selbstverständlich nicht. Sie hat das anders gemeint, man hätte den Kontext auch noch erwähnen müssen, aber das wurde leider nicht mehr transportiert. Und wo gibt es überhaupt noch Milchkannen?</p>
<p><strong>Sie wollten aber noch eine Schwäche nennen? </strong></p>
<p>Dienstleistungen. Unsere Dienstleister sind noch nicht so weit mit KI. Amazon, Google und Co. geben dafür sehr viel Geld aus und ich würde mir wünschen, dass die großen deutschen Dienstleister auch so viel Geld ausgäben. Da müssen wir auch mal an die Wirtschaft appellieren: Ihr müsst da frühzeitig ran!</p>
<p><strong>Wenn wir jetzt schon bei Amazon, Google und Co. sind: Daten sind ja bekanntlich die Ressource schlechthin für die KI-Forschung. Fragen rund um Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung werden in Europa und insbesondere in Deutschland als sehr heikel betrachtet. Es gibt ja offensichtlich einen Interessensgegensatz zwischen KI-Forschung und Datenschutz. Wie sehen Sie das, wird man diesen Gegensatz überhaupt vereinbaren können? </strong></p>
<p>Zuerst einmal ist das vor allem eine europäische Frage. Wir haben eine gemeinsame Datenschutzgrundverordnung. Einige sehr große amerikanische Unternehmen wollen diese Regeln sogar für ihre weltweiten Geschäfte übernehmen mit der Begründung, dass sie mit diesen Regeln nicht nur den europäischen Markt bedienen können, sondern gleichzeitig auch alle anderen Märkte. Es ist also möglich, diese Regeln durchzusetzen. Zweites brauchen wir in Europa so etwas wie einen ehrbaren Datenkaufmann. Wenn Unternehmen miteinander Daten tauschen, dann müssen sie auch darauf vertrauen können, dass mit den Daten nur das gemacht wird, wofür sie bereitgestellt worden sind.</p>
<p>Und die Unternehmen werden nicht so wie die Konsumenten ihre Daten einfach so hergeben. Die wissen nämlich, wie wertvoll die sind. Wir arbeiten momentan an einer gemeinsamen europäischen Cloud (Anm. des Autors: gemeint ist Gaia-X). Da geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um die Regeln eines fairen Handelns mit Daten.</p>
<p>Die Grundsätze und Regeln so eines ehrbaren Datenkaufmanns haben wir mit dem Fraunhofer-Institut zusammen entwickelt und viele Unternehmen haben schon ihr Interesse geäußert, daran zu partizipieren. Solche Regeln muss dann auch nicht unbedingt der Staat setzen. Es wäre schön, wenn sich die Wirtschaft selbst dazu verpflichten würde, diese zu befolgen.</p>
<p><strong>Zuletzt würde ich Ihnen gerne noch eine Frage zur digitalen Bildungspolitik stellen. Wie kann die KI-Technologie Ihrer Meinung nach im schulischen Kontext angewendet werden?</strong></p>
<p>Spielerisch. Kinder sind sehr schnell darin, Systeme zu durchschauen. Man sollte keine Ehrfurcht produzieren im Sinne von „das wirst du erst verstehen, wenn du Erwachsen bist“, sondern die Kinder spielen, probieren und hinterfragen lassen. Es sollte in der Schule keine Distanz aufgebaut werden. Was wir nicht brauchen, ist ein Tafelunterricht, bei dem die Kinder theoretisch lernen, was KI ist. Das interessiert die Kinder erstens nicht, es veraltet zweitens schnell und hilft den Kindern drittens nicht, kritisch zu sein und zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Aber was sollten SchülerInnen als Betroffene, NutzerInnen oder vielleicht auch als EntwicklerInnen von KI ihrer Meinung nach schon jetzt konkret in der Schule lernen?</strong></p>
<p>Ich bin hier in Berlin zur Schule gegangen und man hat uns erklärt: Traut den Zeitungen nicht. Ich finde eine Medienbildung ist sehr wichtig, um kritische Bürger zu erziehen, die unterschiedlichste Medien hinterfragen und natürlich auch selbst nutzen können. Nur so können sie etwas bewegen. Kritisch bleiben! Und die Lehrer sollten sich natürlich darauf einlassen und nicht sagen, dass sie das alles nicht wollen. Die Lehrer sollten sich eher mit ihren Schülern ins Abenteuer stürzen.</p>
<p><strong>Das genau dann umzusetzen ist aber häufig schwierig. Ich denke da an den Bildungsföderalismus im Allgemeinen und den Digitalpakt im Spezifischen. Wie will man erreichen, dass das Geld am Ende auch so umgesetzt wird, wie man es sich zum Beispiel hier im BMBF vorstellt? </strong></p>
<p>Ich kann Ihnen sagen, dass der deutsche Bundestag und wir als Geldgeber darauf achten, was mit dem Geld passiert. Wir wollen die Wirkung sehen. Es wird tolle Beispiele geben! Sie werden sicherlich darüber berichten was schief geht, aber das ist auch völlig in Ordnung.</p>
<p><strong>Aber sollte es so kommen, werden wir natürlich auch über das, was gut läuft, berichten.</strong></p>
<p>Hoffentlich! Denn dann bekommt man mit, wie es funktionieren kann und wie man es besser nicht machen sollte. Lassen Sie ruhig mal den Wettbewerb ein wenig laufen. Wenn einige Länder oder Kommunen den Digitalpakt dann besonders gut umsetzen, pilgern hoffentlich alle dahin und machen es ihnen nach. Dafür spielen auch Sie – also die Medien – eine Rolle, indem sie mit Ihrer Berichterstattung dafür sorgen, dass das Gute auch nachgeahmt wird.</p>
<p><strong>Wollen wir es hoffen! Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben und noch viel Erfolg bei der Eröffnung des <a href="https://futurium.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Futuriums</a>! </strong></p>
<p><strong>Titelbild:</strong> © BMBF/Hans-Joachim Rickel</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-19" data-row="script-row-unique-19" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-19"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-21"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>FDP-Bundestagsfraktion veröffentlicht den Digitalisierungsmonitor 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 16:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Laut einer beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen Studie bewerten die Deutschen die Digitalisierung an sich überwiegend positiv. Insgesamt sehen 43% der Befragten ausschließlich Vorteile, weitere 53% sowohl Vor- als auch Nachteile bei Digitalisierung allgemein.</p>
<p>Trotz der schwächelnden wirtschaftlichen Konjunktur sorgen sich fast 90% der Befragten im Hinblick auf die Digitalisierung nicht um ihren Arbeitsplatz. Ganz im Gegenteil: 81% der Befragten erhoffen sich von der Digitalisierung Erleichterungen am Arbeitsplatz – 12% mehr als im Jahr zuvor. Sie stehen dem Arbeitsplatz 2.0 damit sehr positiv gegenüber.</p>
<p>Der Politik wird hingegen größtenteils ein mangelhaftes Handeln bescheinigt. So denken fast 90%, dass die Politik die Bevölkerung nicht genügend auf die Digitalisierung vorbereitet. Der Anteil der Befragten, der über Verbindungsprobleme bei der mobilen Internetnutzung klagt, hat dagegen sogar seit 2018 zugenommen.</p>
<p>Beim Thema Bildung ist man ebenfalls optimistisch: 74% meinen, dass die digitale Bildung vor allem Chancen bietet. Auffällig ist hier allerdings, dass drei von vier der 18- bis 29-Jährigen skeptisch gegenüber der möglichst frühen Nutzung von digitalen Lehrmethoden sind – beim Thema Digitalisierung scheinen die Jungen besonnener zu sein.</p>
<p>Das Thema Mobilität stellt den letzten Abschnitt der Studie dar. Es stellt sich heraus, dass ein großer Teil der Deutschen noch immer kritisch gegenüber Sharing-Modellen ist, vor allem für Autos. Hingegen könnten sich in Deutschlands Metropolen mit 47% immerhin fast die Hälfte der Befragten vorstellen, bei gegebenem Angebot Flugtaxis zu nutzen.</p>
<p>Zur Erhebung der Studie 1007 zufällig gezogene über 18-Jährige Bürgerinnen und Bürger telefonisch im Juni 2019 befragt. Die Abweichungen liegen bei höchstens 3%.</p>
<p>Zu der vollständigen Studie gelangen Sie <a title="Digitalisierungsmonitor 2019" href="https://www.fdpbt.de/sites/default/files/2019-08/PDF-Digitalisierungsmonitor-2019_Druck.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier.</a></p>
<p><span class="c-message__body" dir="auto"><strong>Bild:</strong> <a href="https://pixabay.com/de/photos/laptop-computer-pc-notebook-gr%C3%BCn-2055522/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laptop</a> by Goumbik via Pixabay</span></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-22" data-row="script-row-unique-22" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-22"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-24"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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