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	<title>Charlotte Kleine &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Charlotte Kleine &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die zweite digitale Kluft und was wir dagegen tun können. (3/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 06:00:03 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die neue Spaltung scheint primär keine Ressourcen-Kluft zu sein, sondern eine Wissens- und Bewusstseinslücke. „Nur weil man in der 4. Klasse schon ein Handy hat, bedeutet das nicht, dass man etwas von Big Data oder KI verstehen wird“, sagt Pierre Laurent, der jetzt bei einer Waldorf Schule im Silicon Valley arbeitet und früher selbst einmal bei Microsoft und Intel war.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Entwickler*innen enthalten ihren eigenen Kindern ihre Produkte vor, weil sie wissen, dass Apps Urinstinkte im Menschen ansprechen, die einen hohen Abhängigkeitsfaktor haben. Dieses Wissen sollte bei der Digitalisierung des Bildungsbereich miteinberechnet werden. Was wird schon und was sollte getan werden, um ein Bewusstsein zu bilden?</p>
<h3>Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung<span class="Apple-converted-space"> </span></h3>
<p>Tristan Harris, ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, hielt einen TedX Talk zum Thema bewusstes und sinnvolles Nutzen von sozialen Medien und Smartphones. Er weiß, dass Smartphones nicht mehr verschwinden werden, das würde er auch nicht wollen. Harris wünscht sich lediglich, dass Technologie für den Menschen gemacht wird, statt ihn auszunutzen. Sein Ziel ist, dass man sich zunächst seines eigenen Konsums bewusst wird, um diesen anschließend willentlich zu ändern (oder eben auch nicht).</p>
<p>Stanford-Dozent <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/B._J._Fogg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fogg</a>, der ein viel beachtetes Konzept entwickelt hatte, wie App-User immer wieder zur Nutzung der Apps verleitet werden, ist überzeugt, dass es schwieriger ist, Programme zu entwickeln, die ein Verhalten verhindern sollen, als welche zu kreieren, die zu bestimmtem Handeln ermutigen. Deswegen scheinen neue Programme nicht die Lösung zu sein; vielmehr sollte man sich selbst weniger Versuchung aussetzen.</p>
<p>Zum Beispiel kann man durch Einstellungen Details, die die Apps anziehender wirken lassen, ausstellen. Diese Details sind schließlich kein Zufall, sondern bewusst ausgesucht, warum sie also nicht bewusst ausblenden? Die roten Benachrichtigungen auf blauem, grünem oder gelbem Hintergrund sind besonders kontraststark, welches die Versuchung vergrößert, sie anzuklicken, um sich dann, obwohl man es nicht vorhatte, im kontinuierlich aktualisierten Feed oder der neuesten Story zu verlieren. Harris‘ Lösung ist, den Bildschirm schwarz-weiß einzustellen. Tatsächlich ist der Reiz überraschend schnell weg.</p>
<h3>In Zukunft kein Profit mehr</h3>
<p>Der wichtigste Schritt sei es aber, den Werbesektor vom Profit zu entkoppeln. Als Analogie benutzt Harris den Energiesektor in den USA, der unabhängig vom Gewinn Strom erzeugt. So sollten, laut Harris, auch soziale Medien unabhängig von Profit, Menschen miteinander verbinden. Wenn Apps nicht mehr den Anreiz hätten, so viele Anzeigen wie möglich zu schalten, um den Gewinn zu vergrößern, würden sie auch für die Nutzer*innen weniger Versuchungen einprogrammieren, um diese so lange wie möglich von der App zu „überzeugen“ – um Foggs Wort zu benutzen.</p>
<p>Harris hat weitere Vorschläge gemacht, die sich sicherlich nicht alle umsetzen lassen, da sie nicht dem Business-Modell vieler Apps entsprechen, bei denen Werbung und Gewinn weiterhin untrennbar bleiben. Eine solche Idee lautet, dass verschiedene Homescreens auf unseren Handys zu mehr Autonomie bei unserem Verhalten führen würde. Darunter versteht er zum Beispiel einen Morgen-Screen, der uns nur die Uhrzeit anzeigt und uns vielleicht noch Podcasts spielen lässt. Benachrichtigungen würden erst ab einer eigens definierten Uhrzeit laden. So müsste man nicht jedes Mal der Versuchung widerstehen, doch noch kurz eine Mail zu checken. Man würde es bewusst mit dem Arbeitsbeginn machen. Ein Abendscreen dimmt die Farben und schickt weniger oder keine Push-Nachrichten, damit man nicht mehr abgelenkt wird.</p>
<h3>Mehr zahlen, weniger Werbung</h3>
<p>Eine Möglichkeit, Medien vom Werbe-Profit zu trennen, wäre, sie kostenpflichtig zu machen. Facebook hat von Anfang an versprochen, dass die Plattform immer kostenlos bleiben würde. Doch vielleicht wären, zumindest bei Angeboten wie digitalem Journalismus oder beim Streaming, einige Nutzer*innen bereit zu zahlen, um das Angebot werbefrei zu genießen. Neben Spotify Premium und Netflix, gibt es jetzt auch YouTube Premium, bei Online-Spielen kann man Upgrades kaufen. Viele Menschen würden sich wahrscheinlich ärgern, wenn sie auf ein Mal für Apps oder Abos zahlen müssten. Doch vielleicht könnte man auf diesem Weg den inoffiziellen Vertrag zwischen Entwickler*in und Endnutzer*in transparenter und ehrlicher gestalten? Man würde nicht mehr versuchen, das Angebot so attraktiv wie möglich zu gestalten, damit die Zeit maximiert wird, sondern so angenehm und nützlich oder produktiv. <a href="https://www.medienanstalt-nrw.de/fileadmin/user_upload/lfm-nrw/Foerderung/Forschung/Zahlunsbereitschaft/LFMNRW_Whitepaper_Zahlungsbereitschaft.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gerade jüngere User stehen einem digitalen Bezahlmodell aufgeschlossen gegenüber.</a><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Herangehensweise birgt dennoch das nächste (oder ursprüngliche) Problem: kostenpflichtige Apps könnten die Zugangs-Kluft wieder aufreißen. Man kann sich vorstellen, dass nur Wohlhabende willens und in der Lage sind, dafür Geld auszugeben.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die neue Kluft scheint die Gesellschaft weiter zu trennen. Sie spaltet Konzentrierte und Unkonzentrierte, und laut den Statistiken beeinflusst der sozio-ökonomische Hintergrund die Nutzung.<span class="Apple-converted-space">  </span>Wenn die Entwickler*innen immer mächtigere Programme entwickeln, ihre Kinder aber davor schützen, dann scheint es momentan so, als würde es zu einer weiteren Benachteiligung sozial Schwächerer kommen. Um dies zu verhindern, müssten wir entweder die fehlende Motivation für konzentriertes Arbeiten als Gesellschaft in Kauf nehmen und dies als neue Normalität bezeichnen – oder wir fördern verstärkt einen bewussten Umgang in allen Gesellschaftsbereichen durch Aufklärung und Stärkung der Autonomie gegenüber digitalen Mechanismen und Angeboten.</p>
<h3></h3>
<p><strong>Titelbild:</strong> Photo by <a href="https://unsplash.com/@ilumire?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Jelleke Vanooteghem</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/s4GL0XwPSIU?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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			</item>
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		<title>Die zweite digitale Kluft: die Ursachen (2/3)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-2-156349/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 12:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Mittlerweile scheint es, als hätte man kein Bewusstsein mehr dafür, wie viel Zeit man am Bildschirm verbringt, dafür nimmt man sich aber bewusst bildschirmfreie Zeiten. Sollte es nicht lieber umgekehrt sein? Warum erscheint uns das manchmal schwer umsetzbar?</p>
<p>Unser Verhalten beweist, dass Apps wie Snapchat und Instagram mit einer genauen Menschenkenntnis programmiert sind. Das veranlasst uns, viel mehr Zeit als nötig auf ihnen zu verbringen, erklärt Tristan Harris, der früher einmal selbst Google-Mitarbeiter war. Heute ist sein Ziel nicht mehr, Menschen an die Bildschirme zu locken. Stattdessen erklärt er ihnen die Mechanismen, die dafür sorgen, dass wir doch schon wieder gedankenlos seit zwei Stunden auf Facebook und Twitter rumscrollen.</p>
<h3>Versuchung: Belohnung und Anerkennung</h3>
<p>Wenn Jugendliche im Schnitt 6 Stunden und 40 Minuten an ihren Handys und anderen Bildschirmen verbringen, kann nicht mehr von einem Hobby die Rede sein. Wenn man erfährt, dass Jugendliche ihre Snapchat-Passwörter vor den Sommerferien weitergeben, damit ihre Streaks nicht verloren gehen, dann kann von Abhängigkeit die Rede sein, denn hier wird das Leben um Snapchat herum gestaltet.</p>
<p>Streaks entstehen, wenn zwei Menschen täglich auf Snapchat miteinander kommunizieren, sich also Fotos hin- und herschicken. Snapchat zeigt dann an, wie viele Tage ohne Unterbrechung zwei Menschen das schon machen. Umso mehr Streaks mit umso höheren Zahlen, desto beliebter ist man, scheint die (nicht so) subtile Idee dahinter zu sein. Streaks vermitteln einem das Gefühl von Anerkennung und Belohnung. Das läuft darauf hinaus, dass die App nicht nur zum bewussten Kommunizieren genutzt wird, sondern auch, dass sie den Rhythmus der Kommunikation zwischen Nutzern bestimmt. Sie zwingt einen beinahe, die App jeden Tag zu nutzen.</p>
<h3>Was Stanford Kurse damit zu tun haben</h3>
<p>Bei den Streaks handelt es sich nicht etwa um einen glücklichen Einfall des Entwicklers, es ist das Ergebnis eines fundierten Wissens, wie man Menschen zu einem bestimmten Verhalten anregt.</p>
<p>Die Zeiten, in denen Steve Jobs in seiner Garage tüftelte, sind längst vorbei. Heute weisen viele der erfolgreichsten Unternehmer im Silicon Valley Abschlüsse von amerikanischen Elite-Universitäten vor. Ein Kurs sticht dabei besonders hervor: der Persuasive Tech Lab von B.J. Fogg an der Stanford University. Fogg entwickelte ein Modell, welches erklärt, wie man Menschen am besten überzeugt – darunter versteht Fogg, Menschen zu überzeugen, Programmen ihre (Frei-) Zeit zu widmen. Viele Mitarbeiter und Gründer der erfolgreichsten Apps belegten diesen Kurs, so etwa Instagram-Mitbegründer Kevin Systorm. Auch die drei Snapchat-Erfinder lernten sich in Stanford kennen und belegten diesen Kurs.</p>
<p>Die Prämissen des Fogg Behavior Model (FBM) sind einfach, überraschen einen nicht unbedingt, sind dafür aber unglaublich wirksam: Menschen/Nutzer sind faul. Damit sie dranbleiben, muss alles so einfach wie möglich gemacht werden. 1-klick-kaufen auf Amazon, Autoplay auf YouTube, Videos, die auf dem Facebook-Feed abgespielt werden, bevor man drückt…</p>
<p>Fogg identifiziert drei Kernaspekte, die unser Verhalten bestimmen:</p>
<p>• Damit wir etwas durchführen, müssen wir erstens auf irgendeine Weise motiviert sein.<br />
• Zweitens müssen wir in der Lage sein, die Handlung umzusetzen, ohne dabei einen großen Aufwand zu betreiben.<br />
• Und drittens muss es einen Auslöser geben. Eine gute App sorgt zeitgleich für eine hohe Motivation bei dem Nutzer, für einen niedrigen Schwierigkeitsgrad in der Ausführung und kreiert ständig neue Auslöser, sogenannte Trigger. Schnell bemerkt man, wie viele Apps diesem Modell folgen.</p>
<h3>Zeit ist Geld</h3>
<p>Dabei stellt sich natürlich die Frage, weshalb die in einer App verbrachte Zeit für Entwickler so ausschlaggebend ist. Sie ist deshalb ein wichtiger Maßstab, weil sie Gewinn produziert. Werbung ist die Haupteinnahmequelle der meisten kostenlosen Produkte, umso mehr Zeit man also auf einem Programm verbringt, umso mehr Anzeigen können einem geschaltet werden. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen Kunde und Produkt. Es gilt, den Nutzern so viele Werbeanzeigen wie möglich zu zeigen, ohne dass sie sich abwenden. Sie werden zum Instrument, welches den Wert kreiert. Einige gehen dabei soweit, dass ihr ausgesprochenes Ziel ist – gerade bei Computerspielen, die mehr Aufmerksamkeit erfordern – die Nutzer zu „Windel-Produkten“ zu machen: man vergisst beinahe aufzustehen und würde am liebsten wieder Windeln tragen, damit man weiterspielen kann.</p>
<h3>Humanistische Werte mit Doppelmoral</h3>
<p>Dass Medien und Apps Einnahmequellen brauchen, ist per se nichts Verwerfliches und erstmal auch legitim. Doch mittlerweile entfernen sie sich dadurch von ihren ursprünglichen (behaupteten) Idealen. Ihre Entwickler bieten etwas an, vor dem sie sich und ihre Kinder selbst in Acht nehmen. Facebook, YouTube und Co. betonen immer wieder ihre humanistischen Werte, es gehe darum Menschen zu verbinden, jedem die Möglichkeit zu geben, sich in seinen Videos zu entfalten etc.</p>
<p>Tony Fadell, der unter Anderem maßgeblich zu der Entwicklung der iPods beigetragen hat, warnte, dass sich Entwickler der potenziellen Gefahren ihrer Produkte oftmals nicht bewusst seien. An dem Tag, an dem sie selbst Kinder hätten, behauptete er, würde sie sich das ändern. Tatsächlich entstand 2015 YouTube Kids und später auch Facebook Messenger Kids.</p>
<p>Es wirkt zynisch, wenn Facebook-Mitarbeiter ihren Kindern bis zum 16. Lebensjahr keine Smartphones erlauben, aber täglich an Aktualisierungen der App arbeiten, damit der Feed noch interessanter wird und Menschen noch mehr Zeit auf der App verbringen.</p>
<h3>Das Fogg Behavior Model in der Praxis</h3>
<p>Nehmen wir YouTube als Beispiel: Unabhängig davon, ob man ein bestimmtes Video sehen möchte oder aus Langeweile auf die Seite geht – sobald man das erste Video zu Ende geschaut hat, sorgt der Autoplay dafür, dass man ohne Klick das nächste Video schauen kann, welches von einem Algorithmus vorgeschlagen wird. Sowohl das ursprüngliche Video als auch das Neue entsprechen beide dem Trigger und der Motivation. Die Autoplay-Funktion sorgt für die einfachste mögliche Ausführung. So ähnlich ist es auch bei den Snapchat-Streaks: die Hürde ist etwas höher, die Motivation, den Streak zu erhalten, dafür aber auch.</p>
<h3>Programmierende Apps für programmierte Nutzer</h3>
<p>Auch andere Methoden erweisen sich als nützlich, um den Nutzer zu reizen. So zum Beispiel die „gamification“ von Apps. Das Prinzip beruht darauf, die sonst bei Computerspielen angewendeten visuellen Trigger in alltäglich genutzte Apps einzubauen, die dadurch spielerischer und nicht mehr nur nutzungsorientiert werden. Auch Belohnung spielt dabei eine immer wichtigere Rolle (siehe Streaks).</p>
<p>Wenn Entwickler wissen, wie und wann man Nutzer am besten triggert, kann man Bedenken haben, ob es eigentlich noch eine freie Entscheidung ist, auf eine App zu gehen. Ständig haben wir bewusst oder unbewusst das Bedürfnis, nach neuen Nachrichten zu gucken. Das ist kein Zufall, sondern beabsichtigt. Die App ist in der Lage, den Nutzer selbst zu programmieren, ihr Zeit zu schenken.</p>
<p>Nur weil wir beeinflussbar sind, heißt es nicht, dass wir unseren freien Willen aufgeben müssen. Man kann sich durchaus ein bewusstes Nutzen angewöhnen. Dazu mehr im <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-3-156385/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritten und letzten Teil</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:<br />
<strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@4dgraphic?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Alexander Dummer</a> on <a href="https://unsplash.com/@4dgraphic?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die zweite digitale Kluft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 12:59:57 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>In einer Reportage berichtet die New York Times über Mitarbeiter der Silicon Valley, die ihren Kindern den Zugang zu jeglicher Art von Bildschirmen verbieten. Selbst die Kindermädchen dürfen ihre Smartphones nicht zücken. Andere Eltern bezahlen Berater, um zu erfahren, wie sie ihre Kinder am besten Bildschirmfrei erziehen können. Einige warnen, dass so mittlerweile eine neue digitale Kluft entstünde.</p>
<h3>Ein neuer Spalt zieht sich durch die Gesellschaft</h3>
<p>Mit der anfänglichen Verbreitung von privaten Computern und Internet Zugang entstand die Sorge, dass die ungleiche Verteilung dieser neuen Produkte zu einer Spaltung der Gesellschaft führen würde. Es würde Vernetzte geben und Analoge, denen die Welt des Internets verborgen bleiben würde. Die Sorge bestand sowohl auf nationaler Ebene, zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten, als auch auf Internationaler, wo ganze Regionen oder Kontinente von modernen Kommunikationsmitteln abgeschottet würden. Diese Sorge war nicht unberechtigt, noch heute hängt die Nutzung digitaler Möglichkeiten und das Maß der dafür notwendigen Kompetenzen u.a. von <a href="https://initiatived21.de/app/uploads/2019/01/d21_index2018_2019.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alter, Geschlecht, formalem Bildungsabschluss und Region ab</a>. Dennoch: Heutzutage besitzen 98% der Haushalte in Deutschland mindestens einen Computer und 99% ein Smartphone. Auch weltweit haben die meistens Haushalte mindestens ein Handy. Außerdem wird in Deutschland der Digitalpakt eingeführt, um allen Kindern die wichtigsten, sogenannten „21<sup>st</sup> century skills“ zu vermitteln. Diese Kluft des Zugangs scheint zumindest bei Jugendlichen weitestgehend geschlossen, doch schon wird vor der nächsten gewarnt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Weniger ist mehr</h3>
<p>Bei der neuen Kluft handelt es sich nicht mehr um Zugang, sondern um den Platz, den Bildschirme in der Freizeit von Jugendlichen, einnehmen. Über die Zeit, die Kinder und Jugendliche vor dem Bildschirm verbringen sollten, herrscht auch unter Experten Uneinigkeit. So kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu dem <a href="https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/smartphone-medienkonsum-wichtig-fuer-konzentration-von-kindern-a-1272998.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schluss</a>, dass eine maßvolle Internetnutzung für die Konzentration und das Sozialverhalten förderlich sein kann. Laut einer <a href="https://www.commonsensemedia.org/sites/default/files/uploads/pdfs/census_factsheet_digitalequitygaps.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie </a>der Common Sense Media über Bildschirmnutzung bei Jugendlichen in den USA sitzt ein Jugendlicher im Schnitt 6 Stunden und 40 Minuten vor Bildschirmen. Die Zeit beinhaltet keine Computernutzung in der Schule oder bei den Hausaufgaben, es handelt sich ausschließlich um Freizeit. Die Studie zeigt außerdem, dass Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten ein unterschiedliches Konsumverhalten aufweisen. Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen verbringen im Schnitt 8 Stunden und 7 Minuten vor Bildschirmen, Kinder aus Haushalten mit einem höheren Einkommen sind rund 5 Stunden und 42 Minuten mit Bildschirmen beschäftigt. Im Internet verbringen Jugendliche in Deutschland durchschnittlich täglich 214 Minuten. Diese Zahl kann auch Recherchen bei Hausaufgaben beinhalten, aber es handelt sich hier ausschließlich um die Internetnutzung, nicht um die Bildschirmzeit (Offline-Computer- oder Tabletspiele, Fernsehen etc. zählen also nicht). Viele Erkenntnisse der amerikanischen Studie sind auch in Deutschland relevant. Die zweite Kluft spaltet wieder arm und reich, doch diesmal scheint weniger mehr zu sein.</p>
<h3>Jede freie Minute am Handy?</h3>
<p>Wenn man die amerikanischen Zahlen betrachtet, sollte beachtet werden, dass eine zeitgleiche Nutzung doppelt angerechnet wird. Das bedeutet, wenn man eine Stunde lang an seinem Handy auf Instagram ist, während man am Computer eine Serie bei Netflix schaut, zwei Stunden angerechnet werden. Man könnte also meinen, die Studie übertreibe, schließlich sei die durchschnittliche Zahl nicht so hoch. Doch selbst bei halbierten Zahlen (wenn man also davon ausginge, dass immer mindestens zwei Geräte im Spiel seien) würde es sich bei der Stundenzahl noch um einen Großteil der Freizeit handeln.</p>
<h3>Von Reizüberflutung und „multi-tasking“</h3>
<p>Es geht dabei nicht ausschließlich darum, wie viel Zeit wirklich vor Bildschirmen verbracht wird, sondern um die Folgen. Tatsächlich sind die Langzeitfolgen einer täglichen und langen Exposition nur wenig erforscht, doch einige Forscher warnen bereits, dass intensive Smartphone-Nutzung unter anderem das Konzentrationsvermögen senke. Permanent werden verschiedenste Sinne angesprochen, was zu einer Reizüberflutung führe. Die zeitgleiche Nutzung schade dem Konzentrationsvermögen dabei nur noch mehr. Reize, die beim Fernsehen angesprochen werden, reichen nicht mehr aus, zu schnell sind Jugendliche gelangweilt und checken zwischendurch ihr Handy. In der Studie wird berichtet, dass Jugendliche der Meinung sind, problemlos „multitasken“ zu können. Doch die Leiter der Studie hatten den Eindruck, dass es den meisten Teilnehmern sehr schwerfiel, dem Gespräch zu folgen, ohne auf ihr Handy zu schauen. Kann überhaupt noch von Konzentrations<i>problemen</i> die Rede sein, wenn diese zum Regelfall werden?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Reich und konzentrationsfähig vs. arm und &#8211;<i>un</i>fähig?</h3>
<p>Die zweite digitale Kluft wird auch zwischen Konzentrationsfähigen und -unfähigen unterscheiden. Kinder kalifornischer Privatschulen ohne Bildschirme werden nach dieser Theorie durchschnittlich bessere Ergebnisse erzielen, weil sie Konzentration lernen und zu Hause die Versuchung der Ablenkung nicht kennen werden. Es ist sicher einfacher, bei wohlhabenden Haushalten Alternativen für Freizeitgestaltung anzubieten, wenn die finanziellen Ressourcen kein Problem darstellen. Die Zeit, in der man Sport, Musik oder anderen Engagements nachgeht, ist Zeit, die nicht vor Bildschirmen verbracht wird. Es sind außerdem Momente die Konzentration erfordern und in denen „multi-tasking“ selten gut geht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein weiteres Problem scheint zu sein, dass Smartphones mittlerweile so unumgänglich geworden sind, dass Eltern sich fragen, wie sie ihre Zeit damals ohne totgeschlagen haben. Sie wissen nicht, wie sie ihre Kinder ohne digitale Hilfe unterhalten sollen. In den USA gibt es daher schon ein neues Buisness-Modell, was genau dieses Problem lösen soll. Eltern leisten sich jetzt acht bis zwölf Sitzungen mit Privatberatern, um zu lernen, wie sie ihre Kinder von Bildschirmen fernhalten können. Die Berater kommen mit den Anfragen nicht mehr hinterher, die Nachfrage scheint immens zu sein. Der Inhalt ist dabei relativ offensichtlich: Bewegung, greifbare Spielzeuge und ein vorgelebtes Verhalten als Vorbildfunktion. Die Handy- und Mediennutzung der Eltern ist ausschlaggebend, denn sie färbt auf die Kinder ab. Wird das Handy beim Abendbrot geduldet? Muss ein Anruf noch kurz angenommen werden oder ein Termin zwischendurch unbedingt vereinbart werden, ehe man sich wieder dem Kind widmet? Je nach vorgelebtem Konsumverhalten werden Kinder und Jugendliche ihr eigenes Verhalten als normal empfinden.</p>
<h3>Eine vielschichtige Spaltung</h3>
<p>Die zweite digitale Kluft spaltet Menschen, die unkonzentriert „multi-tasken“ und jene, die den Versuchungen der Apps widerstehen. Natürlich befinden sich die Verhaltensweisen auf einem Spektrum, doch es scheint, als würde man in der Silicon Valley die zwei Extremen im gleichen Haushalt auffinden: die Programmierer, die mit genauesten Kenntnissen die Apps spaßig und mit hohem Suchtpotenzial entwickeln, zu Hause aber keine Bildschirme zulassen. Umso mehr einem die Mechanismen bekannt und bewusst sind, desto eher kann man ihnen entgehen. Die digitale Kluft spaltet also auch zwischen „Algorithmen-bewussten“ Menschen und „Algorithmen-unbewussten“ Nutzern, bei welchen die Versuchung besteht, sie in Produkte zu verwandeln.</p>
<p>Warum ist die Versuchung überhaupt so groß ständig auf das Handy zu schauen? Warum surft man geistesabwesend auf Facebook rum, in der Hoffnung auf Interessantes zu stoßen, obwohl man sich längst langeweilt?</p>
<p>Dazu mehr im <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-2-156349/">zweiten Teil</a>.</p>
<p><strong>Bild von:</strong> <a href="https://pixabay.com/de/users/PublicDomainPictures-14/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=89193">PublicDomainPictures</a> auf <a href="https://pixabay.com/images/id-89193/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-8"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<item>
		<title>Karliczek Impulse: „Früher spendete man Blut, jetzt eben Daten“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/karliczek-impulse-ki-in-der-medizin-156390/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/karliczek-impulse-ki-in-der-medizin-156390/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2019 13:17:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[chanceKI]]></category>
		<category><![CDATA[datenspende]]></category>
		<category><![CDATA[Karliczek Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[KI in der Medizin]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-9"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Am 10. Juli fand im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) die erste Diskussionsrunde einer neuen Veranstaltungsreihe statt: Karliczek. Impulse. Wie wir Künstliche Intelligenz nutzen wollen. In diesem neuen Format diskutieren Experten mit verschiedenen Fachrichtungen aus Wissenschaft und Praxis und setzten sich mit Herausforderungen der KI auseinander.</p>
</div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-162038" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/07/WJ19_Karliczek.Impulse._Civey-Umfrage_Medizin.jpg" width="640" height="360" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/07/WJ19_Karliczek.Impulse._Civey-Umfrage_Medizin.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/07/WJ19_Karliczek.Impulse._Civey-Umfrage_Medizin-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>KI in der Medizin – Konsens bei den Teilnehmern</h3>
<p>In der ersten Veranstaltung in dieser Reihe ging es um KI in der Medizin. Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) diskutierte mit Prof. Dr.-Ing. Horst K. Hahn (Direktor des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medizin MEVIS, Bremen und Professor of Medical Imaging an der Jacobs Universität, Bremen) Prof. Dr. Manja Marz (Professorin für Bioinformatik, Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Dr. Philipp Kellmeyer (Facharzt für Neurologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Carmen Hentschel moderierte das Gespräch. Nach einleitenden Worten und einem kurzen Vortrag von Prof. Hahn, ging es zu einer wenig kontroversen Diskussion über: Bei weitgehender Einigkeit ergänzten sich die Teilnehmer.<br />
Zum Ende der Diskussionsrunde kam das Konzept der Datenspende auf. Sicherlich würde selbst eine Podiumsdiskussion, bei der es allein um Datenspende ging, nicht ausreichen, um dieses komplexe und hochinteressante Thema zu beleuchten. Dennoch war es schade, dass nur so kurz auf dieses Problem eingegangen wurde, denn die aufgeworfenen Fragen waren umso interessanter.</p>
<h3>„Früher spendete man Blut, jetzt eben Daten“</h3>
<p>„Früher spendete man Blut, jetzt eben Daten“ sagte Karliczek. Datenspende soll im Prinzip wie Blutspende funktionieren, nur dass man eben sein Einverständnis gebe, seine medizinischen Daten, beziehungsweise Krankheitsgeschichte, einer KI zu spenden. KIs funktionieren schließlich nur mit einer Unmenge an Daten. Blut spenden sollte man bestenfalls regelmäßig, pro Spende rettet man wahrscheinlich möglicherweise ein Leben, hat selbst aber keinen direkten Nutzen dieser Spende. Das wäre bei einer Datenspende anders: Der Zweck, eine KI mit Datenspenden zu füttern, ist ein möglichst präzises Bild einer Krankheit und ihrer Symptome zu erstellen. Die Datenspende hilft also exponentiell vielen Menschen, und potenziell auch einem selbst ¬– sofern man damit einverstanden ist und die Daten auf einen Menschen zurück-verfolgbar sind. Doch bevor man an diesem Punkt angelangt ist, gibt es schon mehrere Haken.</p>
<p>Zum einen, meint Karliczek, müssten die Daten anonymisiert und nicht zurück-verfolgbar sein, damit der Datenschutz gewährleistet ist. Zum anderen aber sollte ein Spender „an dem Wissen teilhaben können“. Das bedeutet konkret, man müsste die Daten verschlüsseln und anonymisieren, dieses ganze Prozedere aber wieder rückgängig machen können, wenn der Patient selbst Symptome aufweist und davon erfahren möchte. Doch natürlich stellt sich damit das Problem, dass wenn es für den Patienten möglich ist, es auch für andere möglich ist, (mit mehr oder weniger Umständen) an die Gesundheitsakten der Spender zu kommen. Eine weitere Frage stellt sich, wenn ein Spender nicht mehr Teil des Datensystems sein möchte. Kann man eine Spende rückgängig machen? Auch dafür müsste die Möglichkeit bestehen, die Daten wieder entschlüsseln zu können.<br />
Man wünscht sich, dass diese Fragen in bei weiteren angeregten Diskussionen mehr im Detail erörtert werden.</p>
<p>Zu weiteren Informationen, dem Programm der nächsten Veranstaltungen und zum Live Stream der Diskussion kommen Sie <a href="https://www.wissenschaftsjahr.de/2019/neues-aus-der-wissenschaft/karliczekimpulse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@franckinjapan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Franck V.</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/ai?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p><strong>Titelgrafik:</strong> ©BMBF/Wissenschaftsjahr 2019</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-11"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-11" data-row="script-row-unique-11" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-11"));</script></div></div></div>
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		<title>m-health in Afrika:  Medizinische Versorgung per App</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/medizinische-versorgung-app-afrika-156293/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 08:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[m-health]]></category>
		<category><![CDATA[Vula]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-12"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Fehlende Infrastruktur und Aufklärung, sowie akuter Fachkräftemangel, sind in vielen Regionen Afrikas ein chronisches Problem. Diese Missstände wollen Krankenschwestern, Gynäkologen oder Augenärzte ändern; immer häufiger entwickeln sie Apps, die den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern sollen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Herausforderungen: geographische und temporäre Barrieren überwinden</h3>
<p>Circa 12% der Weltbevölkerung lebt in Afrika, dennoch findet man auf dem Kontinent über 70% der übertragbaren Infektionen. Regionen werden immer wieder von Epidemien wie Ebola, Malaria oder HIV geplagt. Zudem nimmt die Zahl chronischer Erkrankungen wie Herzerkrankungen und Diabetes zu. Die Ursachen sind dabei zahlreich. Das Budget für Gesundheit ist in vielen Ländern extrem niedrig, die internationale Entwicklungshilfe wurde in den letzten Jahren reduziert. Universelle Krankenversicherung sind selten und bieten oft nur unzureichende Deckung. Hinzu kommt, dass es einen akuten Fachkräftemangel gibt. In Kamerun leben beispielsweise rund 20 Millionen Menschen, doch gibt es in dem gesamten Land nur <a href="https://www.theguardian.com/world/2012/aug/26/africa-innovations-transform-continent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">40 Herzspezialisten</a>.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Gründe für diesen Mangel sind komplex. Ein wichtiger, wenn auch nicht alleiniger, Grund ist der niedrige Urbanisierungsgrad. Viele Menschen haben keinen schnellen Zugang zu Gesundheitszentren, denn die nächsten Arztpraxen liegen weit weg. Hier könnte mobile Gesundheit (auch m-Gesundheit oder m-health) wichtige Lösungen bringen. Das Ziel der m-Gesundheit ist es, temporäre und geografische Barrieren durch Apps, Clouds und Blockchains zu überwinden. In Tansania lebt zum Beispiel fast 75% der Bevölkerung in ländlichen Gegenden, dafür besitzen beinahe 90% der Erwachsenen ein Smartphone. Apps sollen diesen Menschen jetzt helfen, einfachen, teils kostenlosen Zugang zu Informationen und Untersuchungen zu haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Warum die Entwicklung von mobilen Gesundheitsapps anders läuft. Das Beispiel <i>Vula</i></h3>
<p>Das Spannende bei den Apps im Gesundheitsbereich ist, dass sie oftmals aus eigener Initiative entwickelt werden, ohne die Unterstützung der (wenn auch schwachen) vorhandenen Infrastruktur. Diese Entwickler haben die eine oder andere Erfahrung mit dem landeseigenen System gemacht und kennen die jeweiligen Mängel. Die Apps gehen also präzise lokale Probleme an, was bedeutet, dass die entwickelten Apps das Potenzial besitzen, eine große soziale Wirkung zu entfalten. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein Beispiel ist hier „<a href="https://www.vulamobile.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vula</a>“ was auf Zulu soviel wie „offen“ bedeutet. In Swasiland und Südafrika entwickelte ein Augenarzt eine App, dessen Ziel es ist, frühzeitig Augenprobleme zu entdecken. Das Besondere dabei: Menschen aus ländlichen Gegenden müssen sich nicht in eine Klinik begeben. Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Man fotografiert die eigenen Augen mit dem Smartphone und lädt das Foto in der Datenbank der App hoch. Dieses Bild wird anschließend von einem spezialisierten Augenarzt ausgewertet. So können Krankheiten wie Grauer Star erkannt werden und der Arzt kann nun in direkten Kontakt mit dem Patienten treten. Die App gewann Preise und konnte dank der Fördergelder in darauffolgenden Jahren von Spezialisten in den Bereichen Kardiologie, Orthopädie und Verbrennungen erweitert werden. Heute können Nutzer so schneller auf die verschiedensten spezialisierten Diagnostika Zugriff haben.</p>
<h3>Jugendliche Entwickler – die Zukunft der m-Gesundheit?</h3>
<p>Nicht nur Angestellte des Gesundheitssystem arbeiten an den Missständen, sondern auch junge Entwickler. „Eine Idee für eine App entwickeln“ lautete die Aufgabe einer 8. Klasse in Yaoundé, Kamerun. Vier damals 14-jährige Mädchen wollten die Menschen in ihrem Land dazu ermutigen mehr Blut zu spenden. Eines der Mädchen hatte zuvor ihren Onkel verloren, da das Krankenhaus keine Blutkonserve der richtigen Blutgruppe vorhanden hatte. Ihre Idee war einfach: eine Datenbank mit Blutspendern, die, sobald ihre Blutgruppe benötigt wird, vom Krankenhaus kontaktiert werden. Ihre Idee haben die Mädchen in die Tat umgesetzt. Heute arbeiten sie nach der Schule und in ihren Ferien an ihrer App „Hemo“ (wie Hemoglobin) mithilfe eines Mentors und hoffen damit auch einen kulturellen Wandel beim Thema Blutspende herbeizuführen.</p>
<p>Ein anderes Beispiel ist Adebayo Alonge. Mit 14 Jahren lag der Nigerianer drei Wochen im Koma, da er während einer Asthmaattacke ein falsches Medikament einnahm. 900.000 Menschen sterben jährlich weltweit wegen falscher Medikamente, deren Unterschied zum richtigen Medikament mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. In einigen Teilen Afrikas betrifft das jedes 10. Medikament. Diese Erfahrung hat Alonge dazu geführt, im Laufe seines Studiums ein Gerät zu entwickeln, das Menschen vor dieser Gefahr schützt. Das Resultat ist der „<a href="https://som.yale.edu/news/2019/03/rxall-founded-by-adebayo-alonge-16-named-best-early-stage-startup-in-hello-tomorrow-global-challenge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RxScanner</a>“: ein kleines schwarzes Gerät, das in die Hosentasche passt und nur 150 Gramm wiegt. Mit einer 97% Wahrscheinlichkeit ist es in der Lage zu sagen, ob es sich um die richtige Arznei<span class="Apple-converted-space">  </span>handelt. Das Ganze innerhalb von 30 Sekunden. Man legt das Medikament in den Scanner, der mit einer App auf dem Smartphone verbunden ist. Nach kurzer Analyse informiert der Bildschirm den Nutzer, ob es sich um das richtige oder falsche Medikament handelt. Der Haken ist – noch – der Preis: 1.350€ kostet ein Gerät. Während Alonge angekündigt hat, dass seine Priorität sei, den Preis zu senken, scheint es sich hier doch um ein Gerät zu handeln, das es vorerst nur in Krankenhäusern geben wird. Immerhin wird es schon von über 10.000 Patienten genutzt.</p>
<h3>Künstliche Intelligenz statt Ärzte?<span class="Apple-converted-space"> </span></h3>
<p>Weitere Apps sollen Ärzte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Nutzer aufklären. Einige Apps erlauben es die Krankheitsgeschichte eines Patienten in der Cloud zu speichern, so können verschiedene Ärzte diese einsehen und ein besseres Verständnis für die Gesundheit des jeweiligen bekommen. Dies ist besonders relevant in ruralen Gegenden oder bei Analphabeten. Laut Statistiken könnten<a href="https://www.liberation.fr/futurs/2016/11/11/en-afrique-du-sud-le-medecin-est-dans-le-smartphone_1526223" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> 80% der Fragen der Patienten auch ohne ein Gespräch mit dem Arzt beantwortet werden</a>. Apps sollen so Ärzte entlasten und ihnen mehr Zeit für schwerer erkrankte Patienten verschaffen.</p>
<p>Apps, die Frauen in ihrer Schwangerschaft begleiten, sind ebenfalls sehr verbreitet. Dabei ist das Angebot von Land zu Land und App zu App sehr unterschiedlich. In Kamerun kann man „<a href="https://www.jeuneafrique.com/363242/societe/start-up-africaine-de-semaine-gifted-mom-secours-futures-mamans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GiftedMom</a>“ für 50 CFA pro Woche (ungefähr 0,08€) abonnieren.<span class="Apple-converted-space">  </span>Wöchentlich bekommt man SMS, die Tipps geben, Fragen beantworten und an die anstehenden Arzttermine erinnern. In Uganda optimierte ein Arzt ein <a href="https://www.appsafrica.com/mobile-pregnancy-tool-kit-to-save-african-lives/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">analoges Gerät</a>, welches dazu dient, das Herzschlagen des Fötus abzuhören. Er installierte in dem klassischen Gerät ein hochsensibles Mikro, das die Herzgeräusche aufnimmt. Die Daten werden in eine Cloud geladen und nachdem der Arzt die Daten ausgewertet hat, bekommt die zukünftige Mutter eine SMS mit den Ergebnissen. Auch Aufklärung unter Jugendlichen läuft in Rwanda über die App „<a href="https://www.tantine.org/about-tantine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tantine</a>“. Menstruation, Sex und Schwangerschaft sind dort Tabuthemen. Sexualkunde in der Schule ist, wenn vorhanden, meist unzureichend und in Familien wird das Thema gemieden. Die Mitentwicklerin, Sylvie Uhirwa, kreierte also eine App, die die Fragen der Jugendlichen beantwortet. Mit großem Erfolg: mehr als 400.000 Nutzer haben die App im kleinen Rwanda bereits heruntergeladen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Begrenzte Möglichkeiten durch fehlende Infrastruktur und Sicherheitsbedenken?</h3>
<p>Einerseits sind viele dieser Apps dazu konzipiert, die mangelnde medizinische Infrastruktur auszugleichen, andererseits scheitert ihre Nutzung teilweise genau an dieser, oder aber auch an der fehlenden Netzabdeckung. Einige Regionen sind nicht an die nationalen Strom- und Telefonnetze angebunden. Viele Apps brauchen Zugang zum Internet, um ihren Zweck zu erfüllen. Daher schicken Aufklärungs- und Informationsprogramme wie „GiftedMom“ SMS, so können sie nämlich die meisten Mütter erreichen. Andere Apps bedürfen Aktualisierungen, die über das Internet geladen werden, funktionieren aber sonst auch ohne Netz.</p>
<p>Eine weitere Frage stellt sich bei der Sicherheit und dem Schutz der Daten. Viele Entwickler greifen auf Blockchains zurück, generell scheint bis jetzt es wenig Bedenken oder Kritiken gegeben zu haben. Von Datenleaks hat bis jetzt noch keine der m-Gesundheit Apps berichtet. Man sollte dabei vielleicht nicht vergessen, dass die meisten Apps noch sehr klein sind und sich in ihren Anfangsphasen befinden. Sie besitzen daher noch überschaubare (wenn auch teils sensible) Mengen an Daten, die wenig Anreiz verschaffen einzelne Apps anzugreifen. Die Frage der Sicherheit medizinischer Daten wird sich in Zukunft aber weiterhin stellen.</p>
<p>Titelbild: Aerial Caridac Care von rawpixel via <a href="https://pixabay.com/photos/aerial-cardiac-care-checkup-3242869/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-12" data-row="script-row-unique-12" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-12"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-14"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Intiative D21: Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulunterricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2019 07:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Transformation]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Stefanie Kaste, D21-Referentin Digitale Bildung und Co-Autorin des Denkimpulses, leitete den Abend ein, bevor sie das Wort an den Keynote-Speaker Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, gab. Er hielt eine anschauliche Rede über das Potential von Algorithmen in der Leistungsverbesserung und -optimierung von Schülern und Studenten. Anschließend moderierte der Vizepräsident der Initiative D21, Thomas Langkabel, eine Diskussionsrunde mit Saskia Esken (MdB, SPD), Dr. Anna Christmann (MdB, Die Grünen), Martin Brause (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg Senat) und Olaf Gründel (Leiter des Leonardo Da Vinci Gymnasium Nauen) sowie Dr. Jörg Dräger.</p>
<h3>„Menschen Zeit für Menschliches geben“</h3>
<p>Der Sorge, dass in näherer Zukunft Roboter Lehrer ersetzen würden, trat Dräger schon in den ersten Sätzen seines Vortrags entgegen. Es ginge lediglich um schwache KI, die u.A. Routineaufgaben von Lehrern übernehmen könne so, dass „Menschen wieder mehr Zeit für Menschliches“ bliebe. Algorithmen erlaubten es, die Leistungen einer sehr großen Anzahl an Schülern zu analysieren und ihnen personalisierte Aufgaben zu geben. Gerade in Fächern wie Mathematik führe der Einsatz von Algorithmen zu positiven Ergebnissen vor. Anhand von Beispielen aus den USA zeigte Dräger, dass man die Leistungen vieler Schüler so stark verbessern könne. Lehrer hätten nun mehr Zeit für den Einzelnen und könnten auf spezifische Schwächen und Schwierigkeiten eingehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Pädagogik und Technik: ein Henne-Ei-Problem?</h3>
<p>Zum Abschluss forderte Dräger eine andere Priorisierung und Reihenfolge bei der Digitalisierung von Schulen. Es wird darauf bestanden, dass Schulen Smartboards haben; es wird die Frage diskutiert, ob Tablets oder Laptops eingeführt werden sollten. Dabei liegt in der ganzen Zeit eigentlich noch kein pädagogisches Konzept vor, <i>wie</i> diese Materialien eingesetzt werden sollten. Das führt häufig dazu, dass Lehrer sich überfordert fühlen. Sie nutzen diese neuen Möglichkeiten dann nicht konstruktiv und sinnvoll. Dadurch kämen direkt und indirekt finanzielle sowie zeitliche Ressourcen abhanden. Es würde nicht nur in die Materialien investiert, die Lehrkräfte müssten auch ausreichend geschult werden. Die Grünen-Abgeordnete Dr. Anna Christmann nannte dies später in der Diskussionsrunde ein Henne-Ei-Problem: so lange es kein pädagogisches Konzept gäbe, in der die Nutzung von Technik sinnvoll sei, würden viele Lehrer sich sträuben letztere einzusetzen. Andererseits scheint ein pädagogisches Konzept nur dann sinnvoll, wenn es umsetzbar ist – und dazu gehört, dass die nötigen Ressourcen existieren.</p>
<h3>Die Lösung zum Henne-Ei-Problem</h3>
<p>Dräger schlug vor eine „top-down“ Herangehensweise anzunehmen. Was sei überhaupt das Ziel einer digitalen Bildung? Darüber müssten sich Bildungspolitiker, Lehrkräfte, Eltern und andere involvierte erst einmal im Klaren sein. Daraus könne man dann eine adäquate Pädagogik entwickeln. Überarbeitete Lehrpläne in Schulen, sowie in der Ausbildung von neuen Lehrern, und Fortbildungen für bereits erfahrene Lehrer würden dann angepasst werden. Dann erst sollte sich die Frage stellen, ob Tablets oder Laptops sinnvoller wären. Zurzeit finge man mit letzterem an und komme so nicht dazu, den Sinn und Zweck einer digitalen Bildung zu erörtern, geschweige denn einen zweckmäßigen Lehrplan zu entwickeln.</p>
<p>Die Initiative D21 veröffentlicht die Livestreams zu ihren Veranstaltungen auf Youtube:</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=3IimyF7aojI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> zur Keynote</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=zOZpfyJyeKc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> zur Podiumsdiskussion</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-15" data-row="script-row-unique-15" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-15"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-17"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-17" data-row="script-row-unique-17" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-17"));</script></div></div></div>
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		<title>„Ein Leben ohne Handy kann ich mir nicht mehr vorstellen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/jugendliche-smartphone-nutzung-studie-bitkom-156158/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2019 08:13:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
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		<category><![CDATA[BITKOM]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Schlauer durch Smartphones und doch verboten?</h3>
<p>Die Studie gibt keine genaueren Angaben, wie diese Verbote aussehen. Es wäre interessant zu wissen welche Faktoren für Eltern entscheidend sind. Ist es die gesamte Zeit, die das Kind vor dem Bildschirm verbringt oder sind es gewisse Apps, die nur begrenzt erlaubt sind? Schließlich geben 66% an, sich Wissen durch das Internet angeeignet zu haben. 30% der Jugendlichen meinen sogar ihre Schul- und Ausbildungsleistungen durch Internetnutzung verbessert zu haben.</p>
<h3>Welche Apps sind am beliebtesten?</h3>
<p>Handys sind mittlerweile hauptsächlich soziale Vergnügungsgerät. Telefonieren stellt dabei – wie erwartet – nicht mehr die Hauptnutzung dar. Sie werden weitestgehend für anderen Medienkonsum genutzt, zum Beispiel, zum Musik streamen oder zum Videos gucken. Die sozialen Medien spielen erwartungsgemäß eine sehr große Rolle. Die Nutzung der verschiedenen Apps variiert dabei je nach Altersklasse. Ganz vorne mit dabei sind klassenübergreifend Whatsapp und mit steigender Tendenz Instagram. In der 10-11-Jährigen-Kategorie liegt die Musik- und Video-App TikTok vorne: 24% der Befragten benutzen diese regelmäßig.</p>
<h3>Verantwortungsbewusst in den sozialen Medien</h3>
<p>Oftmals herrscht dabei die Sorge, dass Jugendliche sich nicht bewusst seien, welche Informationen bedenkenlos veröffentlicht werden können und welche doch eher privat bleiben sollten. Doch laut der Bitkom Studie meinen 58% der Befragten, sie seien verantwortungsbewusst und hätten im Blick, welche Informationen sie bei ihrer Nutzung preisgeben.</p>
<p>Weitere Informationen zur Studie sind <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Mit-10-Jahren-haben-die-meisten-Kinder-ein-eigenes-Smartphone" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> zu finden. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Girls Cell Phones Sitting by Gary Cassel via <a href="https://pixabay.com/photos/girls-cell-phones-sitting-3481791/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-18" data-row="script-row-unique-18" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-18"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-20"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-20" data-row="script-row-unique-20" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-20"));</script></div></div></div>
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