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	<title>clegner &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>clegner &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Behördengänge leicht gemacht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-pdf-shtml-2409/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Transaktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Governikus]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei bisherigen Versuchen, Verwaltungsangelegenheiten online zu erledigen, musste man spaetesten beim Signieren auf den offline-Modus umsatteln. Eine neue Software aus Bremen macht es jetzt moeglich, Formulare auch online sicher einzureichen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei bisherigen Versuchen, Verwaltungsangelegenheiten online zu erledigen, musste man spaetesten beim Signieren auf den offline-Modus umsatteln. Eine neue Software aus Bremen macht es jetzt moeglich, Formulare auch online sicher einzureichen.<!--break-->
                  </p>
<p>Im Rahmen des Städte-E-Government-Wettbewerbs<br />
                  <a href="http://www.mediakomm.net/index.phtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MEDIA@Komm</a> haben sich die<br />
                  <a href="http://www.mediakomm.net/index.phtml?text_id=19&amp;language=de&amp;menu_id=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Preisträger</a> das Ziel gesteckt, Online-Transaktionen zwischen Bürokratie und Bürgern zu erleichtern. Die Stadt Bremen ist einer der Sieger des Wettbewerbs. Im Auftrag der Stadt gelang dem E-Government-Software-Unternehmen<br />
                  <a href="http://www.governikus.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Governikus</a> ein kleiner Durchbruch. Mit Hilfe einer neuen Anwendung können jetzt sichere Verwaltungstransaktionen durchgeführt werden.</p>
<p>Dass es mancherorts Verwaltungsformulare im Netz gibt, dürfte vielen Online-Amtsgängern bekannt sein. Doch bisher war es immer noch notwendig, das Formular auszudrucken, zu unterschreiben und per Post zu verschicken.<br />
                  <br />Dies wird sich jetzt ändern. Ab sofort können PDF-Formulare nicht nur online ausgefüllt, sondern auch digital unterschrieben werden. Ermöglicht wird die bequeme, neue Bearbeitungsmöglichkeit durch die Signierung des Dokuments. Hierzu wird das Online-Formular vor dem Versand mit einer elektronischen Signatur versehen. Der Empfänger erhält neben dem zertifizierten Dokument auch das Prüf- und Transportprotokoll, womit überprüfbar wird, ob die Datei auf dem Weg verändert wurde. Mit Hilfe der vom Entwickler programmierten’Governikus Pull-Backend’-Software wird die Gültigkeit der elektronischen Signatur überprüft und an den Empfänger weitergeleitet. Optional ist auch eine automatische Weiterverarbeitung des Dokumentes möglich.</p>
<p>In Bremen finden die mit Governikus signierbaren PDF-Formulare erstmals Anwendung.<br />
                  <br />Bereits<br />
                  <a href="http://www.bremer-online-service.de/anbieter/kap2_19.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zehn Formulare</a> der bremer Finanzämter können die Bürgerinnen und Bürger online bearbeiten, unterschreiben und getrost versenden. Darunter finden sich beispielsweise Formulare zur steuerlichen Anmeldung eines Unternehmens oder die Steuerfreistellung bei geringfügiger Beschäftigung.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 5.12.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Speyerer Qualitätswettbewerb</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-speyer2002-shtml-2974/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Speyer]]></category>
		<category><![CDATA[Speyerer Qualitätswettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[Das hört man gerne: Amtsschimmel im Konkurrenzkampf. Der „
                      Speyerer Qualitätswettbewerb“ findet in diesem Jahr nun schon zum sechsten Mal statt. Ziel der "Qualitätstage“ ist die Auszeichnung innovativer Weiterentwicklungen im Verwaltungsbereich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das hört man gerne: Amtsschimmel im Konkurrenzkampf. Der „<br />
                      <a href="http://www.dhv-speyer.de/Qualitaetswettbewerb/6.%20Speyerer%20Qualitaetswettbewerb/6Qual.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Speyerer Qualitätswettbewerb“</a> findet in diesem Jahr nun schon zum sechsten Mal statt. Ziel der &#8220;Qualitätstage“ ist die Auszeichnung innovativer Weiterentwicklungen im Verwaltungsbereich.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Speyerer Hochschule für Verwaltungswissenschaften organisiert mit finanzieller Unterstützung der drei Bundesregierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erneut einen Wettbewerb für öffentliche Verwaltungen. Die seit 1992 alle zwei Jahre stattfindende Ausschreibung war der erste mitteleuropäischer Verwaltungswettbewerb.<br />
                    <br />Teilnehmen können selbständige Verwaltungsorganisationen sowie Teilbereiche von Verwaltungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dies schließt unter anderem kommunale Unternehmen und Sozial- oder Gesundheitseinrichtungen mit ein.</p>
<p>Wer sich bis zum 30.6.2002 beworben hatte, wurde nach Wahl in den Kategorien Strategisches Management, Politik und Verwaltung, Bürgerorientierung, Public Private Partnership, Electronic Government, Personalmanagement und Wissensmanagement geprüft.</p>
<p>54 Bewerber stellten sich dem Urteil der Speyerer Jury. Die teilnehmenden Organisationen mussten vorab eine Selbstbewertung im Sinne des<br />
                    <a href="http://www.olev.de/c/caf.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gemeinsamen europäischen Qualitätsbewertungssystems</a> (CAF), welches in Deutschland ebenfalls von der Speyerer Hochschule aus im Auftrag des Bundesinnenministerium entworfen wird, oder nach dem<br />
                    <a href="http://www.efqm.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EFQM</a>-Modell verfassen. „Die Zahl der Bewerbungen ist auch deshalb beachtlich, weil mit den neu eingeführten Voraussetzungen einer Selbstbewertung eine zusätzliche Hürde errichtet wurde&#8221;, hielt Prof. Klages fest.</p>
<p>Im Rahmen der Abschlusstagung am 5. und 6. Dezember werden die Gewinner der Qualitätstage ausgezeichnet. Die begleitende Präsentation stellt die innovativsten Ideen vor und verdeutlicht anhand von best-practise Beispielen den aktuellen Stand der Forschung.<br />
                    <br />Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Vortrag zur „Verwaltungsmodernisierung in Europa am Beispiel der Weiterentwicklung des Common Assessment Framework (CAF)“ von Ministerialdirektor Klaus-Henning Rosen aus dem Bundesministerium des Inneren.<br />
                    <br />Die Preisvergabe findet zwar erst im Dezember statt, die Sieger der „sechsten Speyerer Qualitätstage“ sind aber bereits bekannt.<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Die Preisträger 2002</strong><br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Bürgerorientierung</strong><br />
                    <br />&#8211; Stadt Duisburg<br />
                    <strong></p>
<p>Electronic Government</strong><br />
                    <br />&#8211; Stadt Hagen &#8211; Habit<br />
                    <br />&#8211; Stadt Dortmund &#8211; Dortmunder Sytemhaus<br />
                    <br />&#8211; Kanton St. Gallen/Appenzell Ausserrhoden &#8211; Geografisches Informationssystem</p>
<p>                    <strong>Politik und Verwaltung</strong><br />
                    <br />Kein Preis</p>
<p>                    <strong>Public Private Partnership</strong><br />
                    <br />Kein Preis<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />Personalmanagement</strong><br />
                    <br />&#8211; Versicherungsanstalt des österreichischen Bergbaus<br />
                    <br />&#8211; Bundeskellereiinspektion Wien<br />
                    <br />&#8211; Stadt Freiburg i. Br.</p>
<p>                    <strong>Strategisches Manage-ment</strong><br />
                    <br />&#8211; Polizeipräsidium Münster<br />
                    <br />&#8211; Landkreis Osnabrück<br />
                    <br />&#8211; Kreis Soest<br />
                    <br />&#8211; Ministerium für Arbeit, Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen</p>
<p>                    <strong>Wissensmanagement</strong><br />
                    <br />&#8211; Institut für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften an der Montanuniversität Leoben, Österreich<br />
                    </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Franz Müntefering (SPD)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_franz_muentefering_spd-277/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
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					<description><![CDATA[<b><a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/muente.gif" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="99" width="99" /></a></b> 
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml#ta">tacheles.02</a>: 
Chat am 21. November 2002</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/muente.gif" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="99" width="99" /></a></b> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml#ta">tacheles.02</a>:<br />
Chat am 21. November 2002</b></span><!--break--><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b></p>
<p></b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><br />
Moderator: </b>Herzlich willkommen zum tacheles.02-Chat! Unser heutiger<br />
Gast hier im ARD-Hauptstadtstudio ist der SPD Fraktionschef <a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz<br />
Müntefering</a>. Herzlich willkommen liebe Chatter und Chatterinnen.<br />
Wir werden die nächsten 60 Minuten Zeit haben, Herrn Müntefering<br />
zur aktuellen Situation zu befragen. <b>tacheles.02</b> ist<br />
ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.<br />
Wir begrüßen Sie im Namen unserer Chatgäste, Herr Müntefering!<br />
Können wir anfangen?</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:<br />
</b>Ja, schönen guten Abend. Es kann losgehen!</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b> Dr. Doolittle:<br />
</b>Warum haben Sie von der Partei in die Fraktion gewechselt? Was<br />
geben Sie ihrem Nachfolger mit auf den Weg?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Peter Struck wollte als Verteidigungsminister<br />
im Kabinett bleiben. Daraufhin wurde ich wegen des Fraktionsvorsitzes<br />
gefragt. Ich habe gerne zugesagt.<br />
Zum Nachfolger: Schlage die Trommel und fürchte Dich nicht!</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dieter_Bohlen:<br />
</b>Hallo Herr Müntefering, schon mal bereut Fraktionsvorsitzender<br />
zu werden? Als General hätten Sie doch schon längst dazwischen<br />
hauen können &#8230;?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Bohlen:</i><br />
Ich bin ohne Reue.</p>
<p><b> Ulli: </b>Wenn man sich die Diskussionen der letzten Tage<br />
anhört, so kann mich sich ernste Sorgen um die demokratische politische<br />
Kultur in Deutschland machen. Extreme historische Vergleiche, gegenseitige<br />
Bezichtigungen, Rücktrittsforderungen und Boykottdrohungen bestimmen<br />
das Tagesgeschehen. Was ist geschehen?</p>
<p><b>Franz Müntefering: </b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i>Antwort<br />
an Ulli: </i>Einige sind wohl hysterisch. Ich finde auch, dass Merz,<br />
Koch und Meyer sich in der Wortwahl vergreifen. In der Sache streiten<br />
ist in Ordnung, sich niedermachen nicht. Ich hoffe, Angela Merkel bekommt<br />
die Jungs wieder unter Kontrolle.</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber auch aus den eigenen Reihen gab es Kritik,<br />
z.B. die Landesvorsitzenden der SPD. Wie steht die Partei zur Regierung?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i>Die<br />
Kritik richtet sich auf die Schwächen in der Kommunikation nach außen.<br />
Da war nicht alles optimal. Aber das bekommen wir in den Griff. In der<br />
Sache haben wir mit unserer Politik Recht. Und das wird sich auch durchsetzen.</p>
<p><b> Ulli: </b>SPD und Grüne erleben harte Tage als Regierungsfraktion.<br />
Die Kanzlermehrheit ist relativ knapp – wie schafft es die SPD,<br />
ihre Leute bei der Stange zu halten?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>An Ulli: </i>Der erste<br />
Schritt ist getan: mit Beitragsstabilisierung, Fortentwicklung der Ökosteuer,<br />
Hartz-Reform, Gesetz zu Steuerehrlichkeit. Damit bleibt der Staat handlungsfähig<br />
und die Schuldenkurve kann langsam gesenkt werden. Dies ist eine realistische<br />
Basis für die Politik der nächsten Jahre.</p>
<p><b> Robby: </b>Warum versucht die Regierung eigentlich immer<br />
&quot;mehr&quot; zu tun, um die Probleme in den Griff zu bekommen, anstatt<br />
einfach mal &quot;wo es nur geht&quot; die Finger raus zu lassen, Bürokratie<br />
abzuschaffen und wie jede Firma auch, zu optimieren?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby</i>: Politik<br />
muss gestalten, die Dinge laufen lassen wäre falsch. Wir handeln<br />
auch für Länder und Gemeinden. Sie müssen investieren können<br />
in die Zukunftsfähigkeit. Dass wir Bürokratie abbauen müssen,<br />
ist trotzdem richtig, und da gehen wir auch ran.</p>
<p><b> Trabbi: </b>Hallo, erst einmal danke für dieses Frustabladungsprogramm.<br />
Aber Spaß beiseite. Ich finde es zum Kotzen wie mit uns armen Bürgern<br />
umgegangen wird. Wie waren denn die Versprechen vor der Wahl, und jetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Trabbi:</i><br />
Was ist konkret gemeint? Wir haben wenig versprochen und halten das, was<br />
angekündigt war: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Programm für<br />
junge Arbeitslose, Energieeffizienzprogramm, usw. Stoiber wollte 70 Mrd.<br />
mobilisieren. Wenn einer zuviel versprochen hat im Wahlkampf, dann er.</p>
<p><b> Moderator: </b>Trabbis fehlende Antwort von eben ist nun<br />
eingetroffen:</p>
<p><b> Trabbi: </b>Steuern wolltet Ihr senken, Neuverschuldung<br />
zurückdrängen, soll ich noch weiter?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Trabbi:</i><br />
Die Steuersenkung 2003 wurde wegen der Fluthilfe verschoben. Die Steuersenkung<br />
2004 und 2005 wird realisiert, die Neuverschuldung wird im nächsten<br />
Jahr gesenkt auf 18,9 Mrd. Ziel bleibt: Nettokreditaufnahme 0 in 2006&#8230;.wir<br />
halten Balance zwischen Investieren und Schuldenbremsen.</p>
<p><b> Socke: </b>80.000 Euro Subvention pro Kopf und Jahr im Steinkohlebergbau<br />
erscheinen mehr als überdimensioniert. Wie rechtfertigt die Bundesregierung<br />
diese hohen Summen &#8211; wäre Steuersenkung eine Alternative?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Die Subventionen im Steinkohlebergbau<br />
sind seit Jahren stark rückläufig. Und das setzt sich auch in<br />
den nächsten Jahren fort. Da schimpft so mancher, der von der Sache<br />
nichts versteht. Ein Sockel an Steinkohlebergbau bleibt dauerhaft sinnvoll,<br />
auch wegen der Arbeitsplätze im Sekundärbereich.</p>
<p><b> Moderator: </b>Nun ein neues Thema:</p>
<p><b> Zahntechnigger: </b>Herr Vorsitzender: Wie lässt sich<br />
die Aussage des Kanzlers: &quot;Wir werden das nationale Steuerrecht auch<br />
soweit an internationale Erfordernisse anpassen, dass der Investitions-<br />
und Beschäftigungsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb<br />
bestehen kann&quot;, mit der Mehrwertsteuererhöhung für Zahntechnicker<br />
vereinbaren ?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Techniker: </i>Die<br />
erhöhte Mehrwertsteuer wird von den Krankenkassen bezahlt. Allerdings<br />
werden die Höchstpreise im Bereich Zahntechnik um 5 Prozent reduziert.<br />
Nicht um 10 Prozent wie zunächst angedacht.</p>
<p><b> volder23: </b>Frau Ulla Schmid erwähnte im ZDF, dass<br />
womöglich auch Beamte Rentenbeitragszahlungen leisten würden?<br />
Wird dieses Vorhaben umgesetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an volder23: </i><br />
Was sollte das bringen? Wenn mehr versichert werden über ihre Beiträge,<br />
haben auch mehr Anspruch auf Rentenzahlung. Dass würde ein Nullsummenspiel<br />
werden.</p>
<p><b> rote-brigarde: </b>Was ist dran, dass sich die Rentenbeiträge<br />
auf jeden Fall auf 19,5 Prozent erhöhen, wenn der Bundesrat nicht<br />
zu einer Erhöhung auf 19,3 zustimmt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>rote-brigade: Bei einem prognostizierten<br />
Wachstum von 1,5 Prozent im kommenden Jahr würden die Einnahmen der<br />
Rentenversicherung so sein, dass mit unserem Stabilisierungsgesetz 19,5<br />
Prozent erforderlich wären. Es liegt nicht in der Beliebigkeit von<br />
Politik, solche Zahlen zu verändern. Der Bundesrat sollte 19,5 Prozent<br />
bald akzeptieren, damit Klarheit herrscht.</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber wenn er das nicht tut &#8211; was dann &#8211; dann<br />
verzögert sich die Reform.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i><br />
Wenn es bis zum 31.12 kein Gesetz gäbe (Konjunktiv), würde per<br />
Verordnung der Beitragssatz auf 19,9 Prozent festgesetzt werden müssen.<br />
Ich nehme an, CDU/CSU wollen das auch nicht.</p>
<p><b> Robby: </b>EU Erweiterung: Meinen Sie nicht, dass die Arbeitslosenzahlen<br />
bei uns weiter steigen werden? Die Leute aus den Beitrittsländern<br />
sind gut ausgebildet und noch nicht so satt wie wir. Die werden doch sicher<br />
für guten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Allerdings habe<br />
ich keine Lust, dies dann alles zweimal (EU Unterstützung und bei<br />
uns höhere Arbeitslosenversicherung) zu zahlen.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby:</i> bei<br />
der EU-Erweiterung wird es vernünftige Übergangsfristen für<br />
Freizügigkeit von Arbeitsplatz und Wohnung geben. Das wird sich langsam<br />
einspielen. Es kommen ja auch nicht alle Menschen aus Portugal, Spanien,<br />
Irland zu uns.</p>
<p><b> Robby: </b>Das ist dann aber eine zwei Klassen EU, oder?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Nein, wieso? Bei allen bisherigen<br />
Erweiterungen gab es solche Übergangsfristen!</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Für das übermäßige<br />
deutsche Haushaltsdefizit waren laut EU-Kommission nicht unkontrollierbare<br />
Ereignisse – wie die Flutkatastrophe – verantwortlich. Woran<br />
ist die Haushaltspolitik gescheitert?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:</i><br />
Das Wachstum war dramatisch niedriger, als von Experten prognostiziert.<br />
Noch im August wurde es auf 0,7 Prozent geschätzt (Hans Eichel schätzte<br />
auf 0,75 Prozent, war also dicht bei den Wirtschaftsweisen). Aber dann<br />
ist es abgestürzt. Mit allen Konsequenzen für die Steuereinnahmen.<br />
Wir haben nun die Schlüsse gezogen und das Wachstum für die<br />
kommenden Jahre in unserer Erwartung deutlich reduziert. Deshalb müssen<br />
wir jetzt die Stabilisierungsgesetze machen. Dass die Opposition das nicht<br />
akzeptieren will, zeigt nur, dass sie unrealistisch ist und kein Gegenkonzept<br />
hat.</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Wie soll das Defizit im nächsten<br />
Jahr wieder unter die 3 Prozent gesenkt werden? Ist das überhaupt<br />
machbar?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:<br />
</i>Wenn unsere eingebrachten Gesetze beschlossen und von CDU/CSU im<br />
Bundesrat nicht verhindert werden, werden Bund, Länder, Gemeinden<br />
und Sozialversicherungen keine übermäßigen Schulden machen<br />
müssen. Dann bleiben wir sicher unter 3 Prozent.</p>
<p><b> Robby: </b>0,7 Prozent zu 0,75 Prozent? Das heißt,<br />
die Regierung ist noch optimistischer als die Wirtschaftsweisen? Ich kann<br />
es kaum glauben! Jedem normal Bürger ist fast klar, das diese Zahlen<br />
nicht erreicht werden können.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby:</i> Dass<br />
war im August. Im Juli schätzte die Dresdner Bank noch auf 1,0 Prozent.<br />
Präziser als Hans Eichel damals geschätzt hat, geht es überhaupt<br />
nicht.</p>
<p><b> Moderator: </b>Eine weitere kritische Nachfrage hat uns<br />
erreicht.</p>
<p><b> Sparfuchs: </b>Sparen heißt die Devise, um das Haushaltsloch<br />
zu stopfen, momentan hört man aber nur Erhöhung, Erhöhung,<br />
Erhöhung. Heißt sparen nicht eigentlich Ausgaben senken?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Sparfuchs: </i><br />
Es geht um die Balance: Investitionen müssen sein, damit unsere Substanz<br />
an Infrastruktur nicht kaputt geht und wir Bildung und Forschung für<br />
morgen und übermorgen fördern. Sparen tun wir zum Beispiel am<br />
Arbeitsmarkt, wenn wir Arbeitslosenhilfe reduzieren. Dafür nehmen<br />
wir den Unternehmen und den Reichen allerdings auch mehr Steuern ab (Kontrollmitteilungen,<br />
Körperschaftssteuer als Gewinn-Mindeststeuer).</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber haben Sie da nicht ein Kommunikationsproblem,<br />
denn dass Sie sparen, scheint kaum jemand mitzubekommen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i>Die<br />
Arbeitslosenhilfeempfänger schon. Es stoßen eben viele Einzelinteressen<br />
aufeinander. Der Staat muss handlungsfähig sein. Nur ganz Reiche<br />
können sich einen armen Staat leisten. Also machen wir eine vernünftige<br />
Kombination aus Sparen und Abbau von Subventionen und Investitionen für<br />
die Konjunktur.</p>
<p><b> Sparfuchs: </b>Wo investieren Sie denn mehr als früher,<br />
wenn sie schon Einnahmenseitig agieren?<br />
<b><br />
Franz Müntefering: </b>Sparfuchs: In 2003 werden wir 29 Mrd.<br />
in die Infrastruktur investieren, deutlich mehr als jemals zuvor. Natürlich<br />
bedeutet das auch Arbeitsplätze und zusätzliche Chancen für<br />
<br />
Produktion.<br />
<b><br />
danman787: </b>Lieber Herr Müntefering &#8211; treffen die aktuellen<br />
Reformen (im negativen) nicht immer nur Ihre eigentliche Zielgruppe (Angestellte,<br />
kleine Fondsparer, Immobilieneigentümer etc.) anstatt die wirklichen<br />
Großverdiener ?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an danman787: </i>Alle<br />
sind betroffen, in besonderer Weise aber die Unternehmen, die ihre Körperschaftssteuer<br />
zahlen müssen, und alle, die in den vergangenen Jahren den Finanzminister<br />
betrogen haben. Unsere Kontrollmitteilungen werden so manchen mit breiten<br />
Schultern zur Ehrlichkeit zwingen und auch Geld in die Kasse von Hans<br />
Eichel bringen.</p>
<p><b> Russ Mayer: </b>Wir befinden uns auf den Weg in eine Rezession.<br />
Sind ihre Steuererhöhungen nicht pures Gift? Hat Lafontaine vielleicht<br />
sogar recht?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Russ Mayer:</i><br />
Wir haben Wachstum und keine Rezession. Bei unserem hohen Niveau sind<br />
auch kleine Wachstumsraten bedeutsam und die werden wir auch behalten.<br />
Die Neuverschuldung aus der Zeit von Helmut Kohl setzt unseren Möglichkeiten,<br />
mit neuen Schulden zu arbeiten, allerdings Grenzen. In diesem Jahr werden<br />
22 Prozent von jedem Euro Steuern für Zinsen gebraucht. Das ist seit<br />
1998 so und das ist gefährlich hoch. Die Lösung kann nicht in<br />
neuen Schuldenbergen liegen.</p>
<p><b> Moderator: </b>Die User haben noch einige Fragen zum Thema<br />
Steuern:</p>
<p><b> christian77: </b>Der Nachtragshaushalt soll mit dem Abbau<br />
von Steuervorteilen ermöglicht werden. Welche wären dies?</p>
<p><b> Franz Müntefering:</b> <i>Antwort an christian77:<br />
</i>Der Nachtragshaushalt für 2002 kann nur noch mit zusätzlichen<br />
Schulden ausgeglichen werden. Statt 21,1 Mrd. jetzt 34,6Mrd. &#8211; das ist<br />
ja gerade das Problem gegenüber Europa. Neue Steuern bekommen wir<br />
nicht vor 2003/2004.</p>
<p><b> Jack2002: </b>Herr Müntefering warum wird die Ökosteuer<br />
nicht abgeschafft?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Jack2002: </i><br />
Die Ökosteuer in der bisherigen Form wird zum 1.1.2003 letztmalig<br />
erhoben. Sie leistet einen erheblichen Beitrag, damit die Rentenversicherungsbeiträge<br />
nicht explodieren. Sie kommt insofern Arbeitnehmer und Arbeitgebern je<br />
zur Hälfte zu Gute.</p>
<p><b> ckone67: </b>Radikale Einschnitte ins soziale Netz, weg<br />
mit den vielen Verwaltungsvorschriften, mehr Markt, runter mit den Steuern<br />
und Subventionen, nichts, was die 5 Weisen angeregt haben, wird umgesetzt.<br />
Wozu werden Kommissionen und Gutachter gehört, wenn der Politiker<br />
sich dann doch anmaßt, alles besser zu wissen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Wir sind eine Demokratie, und<br />
keine Expertokratie. Wir müssen die Verantwortung in der Politik<br />
übernehmen. Die flotten Sprüche von radikalen Einschnitten müsste<br />
man mal konkretisieren, um zu sehen, was da genau gemeint ist. Wollen<br />
Sie die Staatsquote unter 40 Prozent senken, wie Stoiber das wollte? Dann<br />
wäre der Staat, auch der Sozialstaat, allerdings am Ende. Das ist<br />
eine Richtungsentscheidung.</p>
<p><b> Bayer: </b>Was halten Sie von den Vorwürfen von Lafontaine<br />
an Gerhard Schröder</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Bayer:</i> Nichts!</p>
<p><b>Expertenrunde:</b> Allerdings ist die Frage berechtigt &#8211;<br />
werden die Runden und Kommissionen nicht lediglich zur Befriedung des<br />
Volkes eingesetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Expertenrunde:<br />
</i>Nein. Natürlich lässt sich Politik immer beraten, und das<br />
ist auch selbstverständlich. Und in Sachen Hartz hat sich die Kommissionsarbeit<br />
ganz besonders gelohnt. Es wurden Vorschläge entwickelt, die von<br />
allen beteiligten Gruppen mitgetragen werden können.</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Finanzexperte Heinemann meint, dass Hartz<br />
auch nur Augenauswischerei sei – ist das Konzept doch nicht das,<br />
was es ein sollte?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:</i><br />
Mit Augenwischerei kann ich nichts anfangen? Was ist gemeint?</p>
<p><b> Moderator: </b>Hier ist die Antwort von Arbeitnehmer:</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>&#8230;dass es zuwenig radikal ist und Arbeitnehmer<br />
gegen Arbeitslose ausspielt</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:<br />
</i>Das stimmt nicht! Es wird zügiger vermittelt, die Leiharbeit<br />
wird systematisiert, es gibt mehr geregelte Minijobs, es gibt Kapital<br />
für Arbeit, dass heißt Kredithilfen für Unternehmer, die<br />
Arbeitslose einstellen. Und und und.</p>
<p><b> Dieter_Bohlen: </b>Wie wollen Sie den jetzt noch die Kurve<br />
für Hessen bekommen? Herr Bökel findet die Performance der Regierung<br />
momentan wohl nicht so toll, oder?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Dieter_Bohlen:<br />
</i>Der Wahlkampf in Hessen wird anstrengend, klar. aber Gerhard Bökel<br />
kämpft, und es geht ja vor allem um die Landespolitik. Und Roland<br />
Koch ist ja nicht gerade ein Sympathiebolzen.</p>
<p><b> Russ Mayer: </b> Wie sollen eigentlich die Kommunen ihre<br />
Schulden senken, wenn immer mehr Lasten (Sozialausgaben) auf sie abgewälzt<br />
werden?<br />
<b>Franz Müntefering: </b><i>Antwort an </i> <i>Russ<br />
Mayer: </i>Zum 1.1.2004 rücken die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger<br />
in das Arbeitslosengeld 2 (Zusammenlegung Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe).<br />
Das entlastet die Gemeinden, die die Sozialhilfe zahlen müssen wesentlich.<br />
Und mit unserem Steuerpaket sorgen wir ja nicht nur für den Bund,<br />
sondern auch für Länder und Gemeinden. Falls CDU/CSU das im<br />
Bundesrat aufhalten, schaden sie auch den Gemeinden.</p>
<p><b> Haushaltsloch: </b>Ist eine Erhöhung der Mehrwertsteuer<br />
sozial gerecht? Wer mehr kaufen kann, zahlt dann zwar auch mehr, doch<br />
den Geringverdiener schmerzen die 7 Prozent bzw. 16 Prozent weit mehr.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Haushaltsloch: Wir erhöhen<br />
die Mehrwertsteuer nicht. Wir versuchen mit unseren verschiedenen Gesetzen,<br />
strukturell gerecht die Dinge zu beeinflussen, das ist anstrengender als<br />
die Mehrwertsteuer pauschal zu erhöhen, aber eben gerechter.</p>
<p><b> M.Stumpf: </b>Die Bundesregierung verliert Woche für<br />
Woche in den Umfragen. Könnten Sie bitte dazu Stellung nehmen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an M. Stumpf: </i>Zur<br />
Bundestagswahl sind wir wieder vorne. Man kann nicht an jedem Tag aller<br />
Menschen Liebling sein. Wir haben ein anstrengendes Konzept, aber es ist<br />
richtig, und die Menschen werden das auch erkennen und akzeptieren, wenn<br />
alle Zusammenhänge deutlicher werden, als sie in der Hektik der Tage<br />
noch sind.</p>
<p><i> Albrecht Müller: </i>Guten Abend Herr Vorsitzender! Bald wird<br />
wohl ein Untersuchungsausschuss auf Sie zukommen. Halten Sie den für<br />
legal?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Albrecht Müller:<br />
</i>Es kommt darauf an, wie der Untersuchungsauftrag formuliert ist.<br />
Wenn er verfassungsgemäß ist, wird es den Untersuchungsausschuss<br />
natürlich geben. Wir sind gespannt, was Koch und Merz der Frau Merkel<br />
da zu tun auferlegen.</p>
<p><b> Moderator: </b>Letzte Frage, die Zeit ist fast vorbei &#8211;<br />
leider!</p>
<p><b> gerhard schröder: </b>Was muss die SPD denn tun, um<br />
die Fraktion bei der Stage zu halten? Die Mehrheit ist ja merklich dünn,<br />
die erste Krise war schon da&#8230;Franz hilf!</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>An besonderen Gerhard Schröder:<br />
</i>Wir diskutieren rechtzeitig und ausführlich (intensiver, als<br />
es in der 1. Phase möglich war) und sorgen so für Mehrheitsfähigkeit.<br />
Die Fraktion will Regierungsfähigkeit, und wird ihren konstruktiven<br />
Teil dazu beitragen. Ich bin mir sicher, alle 251 ziehen da an einem Strang,<br />
und zwar in dieselbe Richtung.</p>
<p><b> Moderator: </b>Liebe Gäste! Unsere Zeit ist leider<br />
schon wieder vorbei. Sehr geehrter Herr Müntefering, vielen Dank<br />
für die Bereitschaft, sich den Fragen unserer Chatter und Chatterinnen<br />
zu stellen. Ich hoffe, es hat Ihnen ebensoviel Spaß gemacht wie<br />
uns! Das tacheles.02 Team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen<br />
Abend. tacheles.02 ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.<br />
Der nächste tacheles.02 Live-Chat-Termin ist der 2. Dezember, 20.15<br />
bis 21.15 Uhr, Gast ist <a href="http://www.dietrich-austermann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dietrich<br />
Austermann</a>, haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Bis<br />
zum nächsten Mal!</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Weitere Informationen<br />
zu Franz Müntefering:</b></span>
</p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.spdfraktion.de/pa/fraktionsvorsitzender/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Fraktionsvorsitzender<br />
	Franz Müntefering</a></span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<a title="ta" name="ta"></a><b>tacheles.02</b> ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a></span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Quo vadis EU?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Voice of Civil Europe:]]></category>
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		<category><![CDATA[Osterweiterung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Senff]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/wsenff.jpg" alt="Petra Pau" align="left" height="95" width="71" /></b></span>
</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/wsenff.jpg" alt="Petra Pau" align="left" height="95" width="71" /></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Herzlich Willkommen im Chatraum von europa-digital.de und politik-digital.de!<br />
Gemeinsam mit der Niedersächsischen Staatskanzlei und dem Europäischen<br />
Informations-Zentrum Niedersachsen (EIZ Niedersachsen) laden wir Sie in<br />
den folgenden 60 Minuten zum Chat ein! Unser Gast ist Wolfgang Senff,<br />
Niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten.<br />
Herr Senff ist zudem stellvertretendes Mitglied im Konvent zur Zukunft<br />
Europas, der seit Februar 2002 tagt. Die Arbeit des Konvents soll hier<br />
auch das Hauptthema der kommenden Stunde sein. Wie soll Europa aussehen?<br />
Was kann der Konvent bewirken? Diese und weitere Fragen können heute<br />
gestellt werden. Weitere Informationen zu Herrn Senff finden Sie übrigens<br />
auf seiner <a href="http://www.wolfgang-senff.de/">Homepage</a>. Nun aber<br />
erst einmal: Guten Tag nach Hannover! Sind Sie bereit, Herr Senff?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Guten Tag, Berlin! Ich hoffe, wir haben eine spannende Stunde miteinander.<br />
Viel Spaß!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine erste Frage von uns vorab, Herr Senff: Warum brauchen wir einen EU-Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Die Europäische Union muss sich auf ihre Zukunft vorbereiten; das<br />
heißt, auf eine Mitgliedszahl von mindestens 25 Ländern. Dazu<br />
brauchen wir eine neue Zielbestimmung und neue Abstimmungsverfahren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Ein guter Teil der bei uns bereits eingegangenen Fragen beschäftigt<br />
sich mit der Türkei, daher würde damit gerne einsteigen. Hier<br />
die erste Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>jonas:</b><br />
Wie ist Ihre Position zu dem Wahlsieger der Türkei, welcher ursprünglich<br />
sowohl gegen die EU, wie auch die NATO Politik gemacht hat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Ich kann Ihnen nicht zustimmen, dass sich die jetzige Mehrheitspartei<br />
in der Türkei gegen Europa definiert hat. Im Gegenteil: Herr Erdogan<br />
hat immer klar gesagt, dass er für eine europäisch orientierte<br />
Türkei eintritt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sanchez:</b><br />
Herr Senff, glauben Sie, dass die deutsche Unterstützung für<br />
einen türkischen EU-Beitritt ein Votum durch die Bürger hat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Es gibt keine deutsche Unterstützung für einen EU-Beitritt der<br />
Türkei. Der Bundeskanzler ist lediglich der Meinung, dass der Beitrittswunsch<br />
der Türkei nicht zu einer Hängepartie werden darf. Ich bin ganz<br />
sicher, dass in der heutigen Situation eine Volksabstimmung in den meisten<br />
europäischen Ländern und auch in Deutschland gegen einen Türkeibeitritt<br />
zur EU ausgehen würde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>DaPhnE:</b><br />
Unter welchen Bedingungen kann die Türkei der EU beitreten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Es gibt zwei Diskussionsfelder. 1. Der geopolitische Ansatz.<br />
Das heißt, wir müssen die Türkei weiterhin in einem europäischen<br />
Sicherheitssystem halten. 2. Der gesellschaftliche und ökonomische<br />
Ansatz, also die Frage, ob die EU heute schon ökonomisch in der Lage<br />
ist, 70 Millionen weitere Einwohner zu verkraften, die nur einen Bruchteil<br />
des EU-Durschnitts-Einkommens in ihrem Lande erarbeiten. Damit ist klar,<br />
die Türkei muss sich ökonomisch weiter nach vorne entwickeln.<br />
Hinzu treten alle Fragen einer durchgreifenden und durchgängigen<br />
Demokratisierung der türkischen Gesellschaft. Die Türkei hat<br />
sich dort auf den Weg gemacht, ist aber bei weitem noch nicht am Ziel<br />
angekommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>EuroMan:</b><br />
Der Wahlsieger Erdogan fordert aber ein &quot;konkretes Datum&quot; für<br />
die EU-Beitrittsverhandlungen. Wird man dem in Kopenhagen entsprechen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das kann man nur schwer vorhersagen. Ich persönlich rate davon ab,<br />
der Türkei Hoffnungen über ein konkretes Datum zu machen, solange<br />
in den Gesellschaften der europäischen Mitgliedsstaaten keine politische<br />
Mehrheit für einen EU-Beitritt zu erlangen ist. Das hätte enttäuschende<br />
und gravierende Wirkungen auf die Türkei selbst. Ich empfehle, diesen<br />
ganzen Prozess mit mehr Offenheit und Ehrlichkeit zu steuern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Ich werde noch zwei, drei Fragen zum Thema zulassen, dann zu einem weiteren<br />
Themenfeld gehen. Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alle Fragen<br />
veröffentlicht werden können; es sind zu viele.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>DaPhnE:</b><br />
Was meinen Sie mit &quot;die Türkei weiterhin in einem europäischen<br />
Sicherheitssystem halten&quot;? Bewahrung der Menschenrechte und Schutz<br />
von Minderheiten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff</b>:<br />
Das europäische Sicherheitssystem wird durch die Nato begründet.<br />
Dort ist die Türkei ein unverzichtbarer und zuverlässiger Partner.<br />
Den müssen wir um jeden Preis erhalten. Die Frage der Menschenrechte<br />
und Schutz vor Minderheiten habe ich unter dem Stichwort &quot;Demokratisierung&quot;<br />
beantwortet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schiller Hameln:</b><br />
Sollte nicht die Türkei als strategisch-kulturell wichtiger Staat<br />
besser gefördert werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Wir fördern die Türkei heute schon strategisch militärisch.<br />
Gerade mit Deutschland gibt es einen massiven kulturellen Austausch. Allerdings<br />
stimme ich Ihrer unausgesprochenen Annahme zu, dass die Akzeptanz der<br />
türkischen Kultur in Deutschland noch förderungsbedürftig<br />
ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Wir bleiben beim Thema Erweiterung, wenden uns aber nun einer<br />
anderen Region zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>GO:LF: </b>Guten<br />
Tag Herr Senff, meine Frage wäre, was die Osterweiterung Europas<br />
für Konsequenzen für Niedersachsen haben wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Der Gewinn der Erweiterung besteht zunächst in Sicherheit,<br />
Frieden und Wohlstand für das erweiterte Europa. Also auch für<br />
Niedersachsen. Niedersachsen rückt in die zentrale geopolitische<br />
Lage, die wir heute schon wirtschaftlich nutzen. Das sehen wir z.B. an<br />
den vielen Logistikzentren, die sich bei uns neu ansiedeln.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>meci:</b><br />
Verliehrt Niedersachsen Subventionen durch die Osterweiterung der EU?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das ist zu vermuten. Allerdings erst in vier Jahren. Bis dahin müssen<br />
wir unsere Unternehmen durch ein neues Fitnessprogramm auf die kommende<br />
Konkurrenz vorbereiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>AnSuMiSa:</b><br />
Mit welchen Einschränkungen muss das Land Niedersachsen durch die<br />
Osterweiterung rechnen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das ist schwer vorherzusagen. Im wesentlichen wird es um die traditionelle<br />
Fonds-Förderung der Europäischen Union gehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oglum:</b><br />
Sehr geehrter Herr Senf, denken Sie nicht das durch die Osterweiterung<br />
den Deutschen mehr Arbeitsplätze durch die Polen weggenommen werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Unterm Strich glaube ich nicht, denn es gibt beschränkende Zuzugsregelungen<br />
bis ungefähr 2011. Andererseits ist schon heute der Warenaustausch<br />
zu unseren Gunsten dramatisch gestiegen. Also werden Arbeitsplätze<br />
durch polnische Einkäufe bei uns gesichert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Eine Nachfrage zur Antwort auf &quot;meci&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schiller Hameln:</b><br />
Wer soll dieses neue &quot;Fitnessprogramm&quot; bezahlen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Ein solches Programm gibt es bereits. Insbesondere für kleinere und<br />
mittlere Betriebe. Es besteht aus mehreren Teilen, die aus Mitteln der<br />
EU des Bundes und des Landes finanziert werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>AnSuMiSa:</b><br />
Welches osteuropäische Land ist Ihrer Meinung nach beitrittsfähig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Die Kommission hat nach gründlicher Recherche zehn Kandidatenländer<br />
von 12 als beitrittsfähig deklariert. Ich habe keinen Zweifel an<br />
der Richtigkeit der Entscheidung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>der schlaue<br />
fuchs:</b> Nach welchen Kriterien wurden diese bestimmt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Nach Kriterien der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der gesellschaftlichen<br />
Entwicklung insbesondere der Demokratisierung und nach der Fähigkeit,<br />
EU-Recht umzusetzen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sa_lo:</b><br />
Und welche Länder sind das?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Polen, Ungarn, Tchechien, Slowenien, Slowakai, Malta, Zypern, Estland,<br />
Littauen und Lettland.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dorothée:</b><br />
Und warum sind die anderen beiden Länder nicht beitrittsfähig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Weil sie die oben genannten Kriterien nicht erfüllen. Insbesondere<br />
die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Das sind Rumänien und<br />
Bulgarien.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>K. Kieseheuer:<br />
</b>Wie sollen die Bürger eigentlich von der Osterweiterung<br />
überzeugt werden? Außer durch diesen Chat &#8211; gibt es eine Strategie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Leider in ganz Europa: Nein. Mit Ausnahme eines kleinen Landes in der<br />
Mitte Europas, das Niedersachsen heißt. Wir sind die einzige Region<br />
in Europa, die eine von der EU und dem Europäischen Parlament und<br />
dem Land bezahlte Kampagne seit Ende 2001 fahren, mit der wir die Bürgerinnen<br />
und Bürger von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Erweiterung<br />
überzeugen wollen Informationen im Internet dazu unter: <a href="http://www.europa-wird-bunter.de/">www.europa-wird-bunter.de</a></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>aporü:</b><br />
Sie sagen auf Ihrer Webseite: &quot;Ich weiss, Europa hat ein Imageproblem<br />
und ich will helfen, es zu beseitigen. Nach meiner festen Überzeugung<br />
wird das nicht mit weniger, sondern nur mit mehr europäischer Politik<br />
gelingen.&quot; Was heißt denn das konkret???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das heißt, dass Europa klären muss, wer wofür zuständig<br />
ist. Wir müssen klar machen, dass es wichtige Fragen in unseren Gesellschaften<br />
gibt, die wir alleine nicht mehr lösen können. Verteidigung,<br />
Außenpolitik, innere Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit<br />
und vieles andere mehr. Dazu brauchen wir neue Formen, siehe Konvent.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine vorerst letzte direkte Frage zur Osterweiterung, danach kommen wir<br />
zum Thema &quot;Konvent&quot;, wir kommen vermutlich auf das Themenfeld<br />
zurück.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>AnSuMiSa:<br />
</b>Wie lange dauert es Ihrer Meinung nach bis die osteuropäischen<br />
Länder (beispielsweise Polen) eine ähnliche Wirtschaftskonjunktur<br />
haben wie die westeuropäischen Länder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Die Konjunktur in Polen ist besser als die in den alteuropäischen<br />
Ländern heute schon. Aber Sie meinen vermutlich, wie lange es dauert,<br />
bis Polen von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgeschlossen<br />
hat. Nach den Erfahrungen aus anderen Beitrittsrunden ist ein Zeitraum<br />
von 15 bis 20 Jahren notwendig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Nun also zum Konvent. Weiss jeder, was damit gemeint ist? Bitte zuerst<br />
Verständnisfragen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Renataschule:</b><br />
Was ist ein Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Konvent kommt aus dem Lateinischen und heißt &quot;Zusammenkommen&quot;.<br />
In unserem Fall handelt es sich um den Konvent zur Zukunft der Europäischen<br />
Union. Dort treffen sich aus jedem Mitgliedsstaat mehrere Vertreterinnen<br />
und Vertreter. Die Beitrittsländer sind ebenfalls dabei. Aufgabe<br />
ist, einen europäischen Grundgesetztext zu erarbeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Nachfrage zum Wording der Veranstaltung: Wenn der Konvent mit &quot;Zusammenkommen&quot;<br />
übersetzt werden kann&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>WFroschi:</b><br />
Warum schreiben sie dann nicht Zusammenkommen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das müssen Sie die Regierungschefs der westeuropäischen Länder<br />
fragen. Die haben das Ding &quot;Konvent&quot; genannt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>1337: </b>Sind<br />
sie in die Bildung dieses Konventes involviert?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Ich bin stellvertretendes Mitglied des Deutschen Bundesrates im Konvent.<br />
Die Hauptmitglieder sind Regierungsvertreter Außenminister Fischer,<br />
Stellvertreter von ihm ist Staatsminister Bury. Bundestagsvertreter Herr<br />
Prof. Meyer. Stellvertreter Herr Altmaier. Bundesratsvertreter Ministerpräsident<br />
Teufel, Stellvertreter meine Wenigkeit.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>K. Kieseheuer:<br />
</b>Wie wird man als Mitglied bestimmt? Warum ist Joschka Fischer<br />
einfach so abgesandt worden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Die Mitglieder werden von den entsendenden Gremien bestimmt. Herr Fischer<br />
durch die Bundesregierung, die anderen durch Parlament und Bundesrat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>aporü:</b><br />
Der Rauswurf von Peter Glotz aus dem Konvent war ja ein bisschen überraschend.<br />
Ist Joschka Fischer der bessere Mann? Und was sind eigentlich seine Aufgaben<br />
im Konvent? Bislang war darüber ja recht wenig zu erfahren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Herr Glotz ist nicht rausgeschmissen worden, wie Sie das auszudrücken<br />
pflegen. Herr Fischer ist als Außenminister selbstverständlich<br />
für die Europapolitik mitzuständig und kann ein stärkeres<br />
aktuelles Gewicht einbringen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Hier zwei Fragen auf einmal:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Anika &amp;<br />
Jaqueline:</b> Was ist ihr Ziel im Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>DaPhnE:</b><br />
Als Mitglied des Deutschen Bundesrates, welche Standpunkte vertreten Sie<br />
im Hinblick auf den Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Als Vertreter des Bundesrates liegt mir besonders daran, die Fähigkeit<br />
der deutschen Länder eigenständige Politik zu machen zu verbessern.<br />
Selbstverständlich bin ich als Europaminister brennend daran interessiert,<br />
den Fortschritt der Europäischen Einigung zu beschleunigen und ihn<br />
dauerhaft zu machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sanchez:</b><br />
Warum gibt es so einen Konvent erst jetzt, nach 40 Jahren EG/EU? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Bislang reichte es aus, die Euroäische Einigung im wesentlichen unter<br />
Mitgestaltung der nationalen Regierungen und des Europäischen Parlamentes<br />
voranzutreiben. Jetzt haben wir eine Größe erreicht, wo wir<br />
uns grundsätzlich neu aufstellen müssen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Eine Nachfrage zur Teilnahme von Außenminister Fischer.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>K. Kieseheuer:</b><br />
Haben die anderen Mitgliedsländer die Brisanz noch nicht erkannt,<br />
oder warum sind sie nicht so hochrangig vertreten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Ich bitte Sie, diese Frage dort zu stellen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>AnSuMiSa:<br />
</b>Meinen sie, dass eine europäische Gemeinschaft durchführbar<br />
ist, schließlich hat jedes Land doch andere Mentalitäten und<br />
Ansichten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Ich bin fest davon überzeugt, dass die gemeinsamen Chancen<br />
und Probleme eine sichere Grundlage für die europäische Zusammenarbeit<br />
bieten. Dabei ist wichtig, dass wir die Eigenarten der Nationen und Regionen<br />
erhalten und fördern. Wir Niedersachsen möchten auch in einem<br />
Europa gerne als Niedersachsen erkennbar bleiben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Frau Uschi:<br />
</b>Gibt es ein spezielles Interesse Niedersachsens im Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Neben dem allgemeinen Interesse, das ich schon beschrieben habe, geht<br />
es für uns im wesentlichen darum, in unseren Dörfern, Städten<br />
und im Lande selbst handlungsfähig zu bleiben. Wir glauben nicht,<br />
dass die Europäische Union in viele Politikfelder bis zum letzten<br />
Dorf runterregieren muss. Das können wir selbst besser, denn wir<br />
kennen uns vor Ort besser aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sanchez: </b>Hat<br />
der Konvent einen Zeitplan, bis wann er zu Ergebnissen kommen muss? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Ja, er hat einen Zeitplan. Wir wollen bis Mitte nächsten Jahres zu<br />
Ergebnissen gekommen sein. Wir werden dann &#8211; so hoffe ich &#8211; einen Verfassungsentwurf<br />
vorlegen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Molnar:</b><br />
Welche Ziele werden im Bereich von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik mit<br />
dem Konvent verfolgt? Zur Zeit entsteht der Eindruck, dass beide Bereiche<br />
zu kurz kommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das sind im wesentlichen Politikfelder, die nach meiner Überzeugung<br />
im Bereich der Mitgliedsstaaten und nicht bei der Europäischen Union<br />
angesiedelt sein müssen. Allerdings gibt es Fragen, die nur im europäischen<br />
Rahmen geregelt und gelöst werden können. Z.B. die vorhin diskutierte<br />
Frage der Freizügigkeit im Arbeitsmarkt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Azkill:</b><br />
Spielen Schüleraustausche eine Rolle im Konvent?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Die Austausche selbst nicht. Aber wir haben im Juli dieses Jahres<br />
einen großen Extrakonvent mit der Jugend Europas veranstaltet, der<br />
sich ebenfalls mit der Zukunft Europas beschäftigt hat. Wir selbst<br />
veranstalten in Niedersachsen am 2. Dezember zu dieser Thematik einen<br />
eigenen Jugendkonvent. Informationen dazu im Internet: <a href="http://www.event.eiz-niedersachsen.de/">www.event.eiz-niedersachsen.de</a></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ben: </b>Wird<br />
es einen Zweiten geben? Kann man sich dafür bewerben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Zu den jetzt behandelten Fragen sicherlich nicht. Dieses ist<br />
bereits der zweite Konvent. Ich habe Sie eben missverstanden. Ich spreche<br />
jetzt nicht vom Jugendkonvent, sondern von einem Vorläuferkonvent,<br />
der sich mit Fragen der Grundrechte beschäftigt hat. Einen zweiten<br />
Jugendkonvent wird es in Niedersachsen nicht geben. Aber wir werden in<br />
der Form des Konventes mit der Jugend Niedersachsens weiter die Fragen<br />
der europäischen Einigung diskutieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jasmin u.<br />
Nicole:</b> Welche Voraussetzung muss man erfüllen, um am Jugenkonvent<br />
teilzunehmen zu können?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Wir haben die Teilnehmer aus den Mitgliedern von Jugendverbänden<br />
für den Jugendkonvent in Brüssel ausgesucht. Für unseren<br />
Konvent in Niedersachsen am 2. Dezember können Schülerinnen<br />
und Schüler der Sekundarstufe II und Berufsschulen teilnehmen. Nähere<br />
Informationen gibt es unter den o.a. Adresse.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>europameister2:</b><br />
Gibt es eigentlich junge Abgeordnete im Europaparlament? Da sind doch<br />
nur alte Knacker, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:</b><br />
Das Europäische Parlament ist unter der Überschrift &quot;Hast<br />
Du einen Opa, schick ihn nach Europa&quot; gestartet. Diese Zeit ist längst<br />
vorbei. Gerade im Europäischen Parlament gibt es viele junge Frauen<br />
und Männer, die mit Begeisterung ihre Arbeit machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>azkill:</b><br />
Nehmen am Jugendkonvent auch ausländische Schüler teil? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Natürlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>vicky:</b><br />
Was sagen sie zum schlechtem Abschneiden bei der Pisa-Studie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b> Wir müssen dringend mehr für die Bildung unserer jungen<br />
Leute machen. Den Eindruck hatte ich allerdings auch schon vor der Pisa-Studie.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wüste:</b><br />
Was sollte ihrer Meinung nach in dem Verfassungsentwurf an erster Stelle<br />
stehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Die Grundrechte, die bereits von dem Grundrechtekonvent im Jahre<br />
2000 erarbeitet wurden, aber noch keine Rechtsgültigkeit haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jasmin u.<br />
Nicole:</b> Welche berufliche Voraussetzung muss ich haben, um im<br />
europäischen Parlament zu arbeiten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Das kommt drauf an, als was. Auf jeden Fall braucht man eine<br />
sehr ordentliche Fremdsprachenausbildung, die sich auf zwei bis drei Sprachen<br />
bezieht. Nähere Informationen dazu im Internet: www.eiz-niedersachsen.de</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>gaucho: </b>Welche<br />
sind die Amtssprachen im EU-Parlament?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Die Sprachen aller Mitgliedsstaaten, allerdings als normale Unterhaltungs-<br />
und Verhandlungssprache hat sich eindeutig die englische Sprache durchgesetzt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>chrima:</b><br />
Was kann ich persönlich dafür tun, die europäische Einigung<br />
voranzubringen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Engagieren Sie sich privat und beruflich wo immer Sie können.<br />
Nehmen Sie an Austauschprogrammen teil und pflegen Sie Städtepartnerschaften<br />
und tragen Sie zu Toleranz in der Gesellschaft bei.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ben:</b><br />
Wie sieht ihre eigene Arbeit für Europa aus. Sind sie überwiegend<br />
in Hannover oder Brüssel? Haben sie einen festen Standort?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Mein Hauptstandort ist selbstverständlich Hannover. Von<br />
dort bewege ich mich zwischen Brüssel und Berlin.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Sehr geehrte Damen und Herren! Vielen Dank für Ihre Teilnahme<br />
an unserem Chat! Vielen Dank auch an die Adresse von Minister Senff! Leider<br />
konnten nicht alle Fragen gestellt werden &#8211; es waren zu viele. Weitere<br />
Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Ministers. Wir wünschen<br />
allen Beteiligten einen schönen Tag!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wolfgang Senff:<br />
</b>Ich bedanke mich herzlich für die vielen Fragen. Ich hoffe,<br />
sie ausreichend beantwortet zu haben. Ansonsten siehe oben. Ich wünsche<br />
Ihnen einen schönen Tag!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Im Namen von EIZ Niedersachsen, der Staatskanzlei, europa-digital<br />
und politik-digital vielen Dank an alle Beteiligten!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Weitere Informationen<br />
zu Wolfgang Senff:</b><br />
</span><span style="font-size: x-small"> </span>
</p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.wolfgang-senff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wolfgang-senff.de</a></span></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Koalitionsvertrag und der lange Weg in die Informationsgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-vertrag-shtml-3185/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheitsgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[Während 1998 von Internet noch kaum die Rede war, finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag verschiedene Initiativen und Projekte, die das digitale Deutschland auf dem Weg in die Informationsgesellschaft weiter vorantreiben sollen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während 1998 von Internet noch kaum die Rede war, finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag verschiedene Initiativen und Projekte, die das digitale Deutschland auf dem Weg in die Informationsgesellschaft weiter vorantreiben sollen.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Lektüre des<br />
                    <a href="http://www.spd.de/servlet/PB/show/1023294/Koalitionsvertrag.pdf">Koalitionsvertrages</a> offenbart, dass die rot-grüne Koalition das Internet für Verwaltung, Bildung, Arbeit und Bürgerbeteiligung ausgiebig zu nutzen gedenkt. Die Bundesregierung knüpft in ihren Koalitionspapieren an bereits begonnene Projekte an und formuliert Absichtserklärungen für einige neue Initiativen. Die Pläne der rot-grünen Koalition orientieren sich dabei an dem Leitgedanken, Deutschland weiter in die Informationsgesellschaft zu führen. Dies soll unter anderem mittels der Förderung von Zukunftstechnologien geschehen, da „[e]in dynamischer, zukunftsgerichteter Unternehmenssektor &#8230; Garant für neue Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum &#8230;“ sei.<br />
                    <br />Laut dem Koalitionsvertrag ist eine Spitzenposition Deutschlands in diesem Bereich unerlässlich, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.<br />
                    <br />Mit Hilfe des Programms „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ möchte man den Prozess aktiv gestalten. Die Initiative soll hierbei gewährleisten, dass existierende „Chancen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien“ gewinnbringend genutzt werden können. Man erhofft sich hiervon Impulse für Arbeitsmarkt und Wirtschaft.<br />
                    <br />Der Koalitionsvertrag bietet einige Ansätze, die das Fundament für eine solche Entwicklung weiter ausbauen könnten.<br />
                    <br />Ganz konkret ist die schnelle Einführung von UMTS und die Förderung des digitalen Rundfunks geplant.</p>
<p>
                    <strong>Digitale Grundversorgung</strong><br />
                    <br />Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fällt weiterhin die Rolle des informationellen Grundversorgers zu. Bemerkenswert ist hierbei die Positionierung der Koalitionspartner für den Ausbau des öffentlich-rechtlichen Internetangebots, da die Bundesregierung hiermit das Prinzip der informationellen Grundversorgung auf digitale Dienste ausweiten würde. Eben dieser Punkt ist schon seit längerem<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/oeffrech.shtml">heiß umstritten</a>, da sich die Online-Expansion der Rundfunkanstalten nur schwer mit der verfassungsrechtlichen Definition des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrags vereinbaren lässt. Hauptkritiker des öffentlich-rechtlichen Webangebots sind die Verbände des<br />
                    <a href="http://www.vprt.de/">privaten Rundfunks</a> und der<br />
                    <a href="http://www.bdzv.de/">Zeitungsverleger</a>. Während diese im Fall des staatlich geförderten Internetdienstes auf den Tatbestand der Wettbewerbsverzerrung pochen, beharrt beispielsweise ARD-Intendant<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/interview_pleitgen.shtml">Fritz Pleitgen</a> auf die Notwendigkeit eines nicht kommerziellen „Mittlers von verlässlichen Informationen“. Sofern das Vorhaben ausgeführt wird, sind weitere Konflikte vorprogrammiert.<br />
                    <br />Nichtsdestotrotz ist dieser Plan als Teilaspekt im Kampf gegen eine<br />
                    <a href="/studie/index.shtml#nonli">digitale Spaltung der Gesellschaft</a> zu verstehen. Das Problem ist von Seiten der Bundesregierung erkannt. Nicht umsonst betonen die Koalitionspartner die Bedeutung des „chancengleichen und diskriminierungsfreien Zugangs zu den neuen Medien“. In diesem Kontext wird jedoch auf die Vorreiterrolle der EU-Kommission hingewiesen, welche mittels Richtlinien den nationalen Rahmen vorgeben.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Verwaltungsmodernisierung</strong><br />
                    <br />Ein weitere Initiative, welche die Koalitionspartner fortsetzen wollen, ist das Programm „<br />
                    <a href="http://www.staat-modern.de/">Moderner Staat – Moderne Verwaltung</a>&#8220;. Ziel des laufenden Projekts ist die Modernisierung der Verwaltung und der Abbau von Überregulierung. Bereits im März 2001 hatte die Regierung einen 80 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt und begonnen diesen zu verwirklichen. Die noch ausstehenden Schritte sollen nun in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden. Auch in Sachen e-Government geht’s weiter. Im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung hatte sich die Regierung mit dem Projekt „<br />
                    <a href="http://www.bmi.bund.de/liste/Schwerpunkte/Informationsgesellschaft/Politische_Ziele/ix3835_artikel.htm?categoryVariant=bmi_PZ&amp;Thema=63&amp;language=de">BundOnline 2005</a>“verpflichtet, 350 internetfähige Dienstleistungen ins Netz zu stellen.<br />
                    <br />Zusätzlich zu den internen Aufräumarbeiten und dem Ausbau des Onlineangebots, soll die Verwaltung für den Bürger transparenter werden. Die Koalitionspartner beabsichtigen erneut den Erlass des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Mit Hilfe des Gesetzes könnten Bürger freien Zugang zu öffentlichen Daten und Akten erhalten. An internationalen Vorbildern mangelt es nicht. Sogar hier zu Lande existieren bereits IFGs in<br />
                    <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/bln/ifg/ifg.htm">Berlin</a>,<br />
                    <a href="http://www.brandenburg.de/land/lfdbbg/adressen/ifgdtld.htm">Brandenburg</a>,<br />
                    <a href="http://www.nordrhein-westfalen.datenschutz.de/fachbereich/fach_3_komplett.html">Nordrhein-Westfalen</a> und<br />
                    <a href="http://www.datenschutzzentrum.de/material/recht/infofrei/infofrei.htm">Schleswig-Holstein</a>. Trotz Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag von 1998 gelang es der Regierung nicht, das Gesetz auf den Weg zu bringen.<br />
                    <br />Bekannt als Prestigeobjekt von Bündnis90/Die Grünen<br />
                    <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/ifg.shtml">scheiterte</a> das IFG nach zahlreichen Überarbeitungen am Widerstand der sozialdemokratisch geführten Bundesministerien für Inneres, Finanzen und Wirtschaft. Nun steht das IFG erneut auf der Agenda der Koalition.</p>
<p>
                    <strong>Onlinewahlen</strong><br />
                    <br />Rot-Grün plädiert für eine stärkere direkt-demokratische Teilhabe der Bürger. Aus diesem Grund möchte man, wie schon 1998 zu lesen war, Volksbegehren und Volksentscheide auf Bundesebene einführen. Doch diesmal wird auch das Internet berücksichtigt. Passend zu dem Versuch, Deutschland in eine e-Demokratie zu verwandeln, wird der alte partizipatorische Traum von Online-Wahlen angedacht.<br />
                    <a href="/edemocracy/evoting/creativ.shtml">e-Voting</a> soll jedoch erst ein mal unterhalb der Bundesebene „ausprobiert“ werden.</p>
<p>
                    <strong>Datenschutz</strong><br />
                    <br />Die Reform der Medien- und Kommunikationsordnung wird genauso wie die Neugestaltung des Datenschutzrechts fortgesetzt.<br />
                    <br />Im Bereich des Datenschutzes will man sich stärker auf selbstregulative Modelle verlassen. Die Umsetzung der zweiten umfassenden Datenschutznovelle stützt sich offenbar auf ein<br />
                    <a href="http://www.heise.de/bin/tp/issue/download.cgi?artikelnr=11108&amp;rub_ordner=inhalt">Expertengutachten</a>, wie aus Fraktionskreisen zu verlauten war. Stärker als bisher sollen die Daten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Form eines eigenen Gesetz geschützt werden.<br />
                    <br />Die Bundesregierung will zum Thema Datenschutz noch überprüfen, ob und inwiefern eine institutionalisierte Koordinationsplattform geschaffen werden kann.</p>
<p>
                    <strong>Bildung</strong><br />
                    <br />Neben dem flächendeckenden Internetangebot in Schulen, welches im Zuge der Initiative „Jugend ans Netz“ aufgebaut wurde, sind nun auch Netzzugänge für alle Einrichtungen der Jugendhilfe geplant. Da die digitale Grundversorgung prinzipiell gegeben ist, will die Regierung zukünftig die Internetnutzung von Jugendlichen mit dem Ziel steuern, sie aktiv an informationelle Bildungsangebote heran zu führen. Als zentrale Anlaufstelle soll hiefür eine digitale Bildungsplattform entstehen.</p>
<p>
                    <strong>Jugendmedienschutz</strong><br />
                    <br />Obwohl seit dem 27. September der<br />
                    <a href="/econsumer/verbraucherschutz/jugendschutz.shtml">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</a> (JMDStV) vorliegt, wird das Thema Jugendschutz auch im Koalitionsvertrag erwähnt. Um Jugendliche und Kinder vor der Darstellung von Gewalt in allen Offline- und Onlinemedien zu bewahren, liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung von Medienkompetenz. Auf diesem Weg will man den verantwortungsvollen Umgang mit den Medien anerziehen. Als rechtlicher Schutz ist die Einrichtung eines Systems der „regulierten Selbstreguliertung“ geplant. Hierbei steht die Kodifizierung einheitlicher Bewertungskriterien für die freiwillige Selbstkontrolle von medialen Anbietern im Vordergrund. Letztlich verweist der Vertrag jedoch auf die internationale Komponente des Problems, welche eine nationale Gesetzgebung ohne die Durchsetzung von weltweiten Mindeststandards für Jugend- und Medienschutz nahezu wirkungslos macht.</p>
<p>
                    <strong>Ausbildung und IT-Branche</strong><br />
                    <br />Im Bereich Weiter- und Ausbildung von Jugendlichen streben die Koalitionspartner ein Modell ähnlich dem der IT-Branche an. Hierbei stehen e-Learning-Methoden im Vordergrund.<br />
                    <br />Für die IT-Branche selbst erklären die Koalitionspartner die Absicht, das Defizit an weiblichen Fachkräften abzubauen. Bis 2005 soll der Anteil von Frauen in diesen Studien- und Ausbildungsgängen auf 40 Prozent anwachsen. Ohne diesen Schritt, wäre das „Projekt Informationsgesellschaft“ in seiner gesamtgesellschaftlichen Tragweite wohl auch nicht zu bewältigen.</p>
<p>
                    <strong>e-Business</strong><br />
                    <br />Im Bereich e-Business ist vor allem die Anpassung des Urheberrechts auf die Praktiken einer „digitalen Welt“ zu vermelden. Der Ausgleich zwischen Urhebern und Nutzern soll gewährleistet und der Schutz vor Raubkopien erweitert werden.<br />
                    <br />Zusätzlich erhalten Verwertungsgesellschaften die Möglichkeit, Teile ihrer Einnahmen wieder für die Förderung von Kunst und Kultur einzusetzen.<br />
                    <br />Ergänzend wird in diesem Rahmen auf die Unterstützung von Open-Source-Produkten hingewiesen. Parlament und Verwaltung sind hierbei federführend.<br />
                    <br />Am 14. März 2002 entschloss sich der Ältestenrat des Deutschen Bundestages für die<br />
                    <a href="/netzpolitik/linux/bundestux.shtml">Einführung des Betriebssystems Linux</a>.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, wendet sich der Koalitionsvertrag den Themen Internet und Informationsgesellschaft wesentlich stärker zu als noch 1998. Trotzdem sucht man vergebens nach näheren Informationen zur Förderung der Informationsgesellschaft in Ostdeutschland, der Einführung der elektronischen Signatur oder der Verwendung des Internets im Gesundheitswesen. Das kontrovers diskutierte Thema „<br />
                    <a href="/econsumer/datenschutz/retent.shtml">Daten-Vorratsspeicherung</a>“ findet ebenfalls keine Beachtung. Als Schlupfloch könnte das angekündigte Programm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ dienen. Hier ließe sich Nichtgenanntes nachträglich miteinfließen lassen.<br />
                    <br />Der Koalitionsvertrag berücksichtigt stärker als zuvor die Verwendung des Internets. Dennoch wäre ein zusammenfassendes „Kapitel Informationsgesellschaft“, das alle diesbezüglichen Pläne vorstellt, ein deutlicheres Zeichen für die Relevanz des neuen Mediums.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 24.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Ihre Themen für die Koalitionsvereinbarung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkampagnen-e-demokratie2-shtml-3187/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Oct 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Neben den wahlkampfbestimmenden Themen, die momentan von SPD und den Grünen in den Koalitionsverhandlungen vereinbart werden, stehen auch wichtige Entscheidungen zu den Bereichen Internetrecht und Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft an. Das neue Forum von 
                      Projekt e-Demokratie ermöglicht Bürgern seit dem 23. September, hierzu Stellung zu nehmen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neben den wahlkampfbestimmenden Themen, die momentan von SPD und den Grünen in den Koalitionsverhandlungen vereinbart werden, stehen auch wichtige Entscheidungen zu den Bereichen Internetrecht und Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft an. Das neue Forum von<br />
                      <a href="http://www.elektronische-demokratie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt e-Demokratie</a> ermöglicht Bürgern seit dem 23. September, hierzu Stellung zu nehmen.<!--break-->
                    </p>
<p>Die durch den Unterausschuss Neue Medien initiierte Initiative gibt nun allen Interessierten die Chance, „<br />
                    <a href="http://www.elektronische-demokratie.de/index.php?act=forum&amp;PHPSESSID=5bbd8d848bfd6c9c7960aa0ea5364e3c" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ihre Themen für die Koalitionsvereinbarung</a>&#8221; vorzustellen.<br />
                    <br />Das Pilotprojekt des Deutschen Bundestages bemüht sich auch in diesem Fall, neue Formen der Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Parlament zu erproben.<br />
                    <br />Die gegenwärtige Onlinedebatte soll hierbei ausloten, welche Rahmenbedingungen nach Meinung der Bürger für die Zukunft der Informationsgesellschaft von Nöten sind und welche davon die neue/alte Regierung umsetzen sollte.<br />
                    <br />In dem bereits 229 Mitglieder umfassenden Forum werden neben individuellen Vorschlägen ungeklärte Fragen der Internetgesetzgebung diskutiert. Inhaltlich drehen sich die Beiträge um das Für und Wider von Daten- und Jugendschutz, die Förderung von Open Source, die Haftbarkeit von Providern, eLearning sowie dem kontroversen Thema<br />
                    <a href="/econsumer/datenschutz/retent.shtml">Daten-Vorratsspeicherung</a>.</p>
<p>Erwartungsgemäß plädieren die Nutzer für den rechtlichen Schutz der Informationsfreiheit im WWW. Ebenso hofft man auf eine stärkere Einbindung des Themas E-Demokratie in alle Bereiche der politischen Arbeit. Neben dem Wunsch einiger User, nun endlich alle Gesetze und deren Entstehungsprozess in das Rampenlicht der elektronischen Öffentlichkeit zu stellen, werden auch konkrete Themen wie die Notwendigkeit der digitalen Signatur diskutiert.<br />
                    <br />Eines ist deutlich herauszulesen aus den Beiträgen der Bürger, die Regierung Schröder-Fischer hat einiges nachzuholen in den erwähnten Bereichen.<br />
                    <br />Festzuhalten ist, das Forum bietet interessante Vorschläge zu den anstehenden Fragen.<br />
                    <br />politik-digital.de berichtet in Kürze über die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen und überprüft, ob einige Userwünsche Wirklichkeit werden.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 10.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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