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	<title>eblocher &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Das Ende des Internet &#8211; dank Spam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[eblocher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
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					<description><![CDATA[(Kommentar) 230 Mails im Posteingang – und das meiste davon Spam. Darüber ärgert sich auch Eberhard Blocher, Geschäftsführer der East African Homepages KG, jeden Tag. Für politik-digital.de bewertet er die verschiedenen Maßnahmen im Kampf gegen den unerwünschten Datenmüll.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>(Kommentar) 230 Mails im Posteingang – und das meiste davon Spam. Darüber ärgert sich auch Eberhard Blocher, Geschäftsführer der East African Homepages KG, jeden Tag. Für politik-digital.de bewertet er die verschiedenen Maßnahmen im Kampf gegen den unerwünschten Datenmüll.<br />
<!--break--></p>
<p>
Die Überschrift ist vielleicht etwas reißerisch, aber<br />
ich denke wirklich, dass das Internet so langsam am Ende ist. Seit<br />
etwa 13 Jahren nutze ich täglich E-Mail, aber noch nie habe<br />
ich Spam in einem Umfang erlebt, wie er dieses Jahr eintrifft.
</p>
<p>
Vor einigen Wochen habe ich einen <a href="http://eberhard.i.ph/blogs/eberhard/2007/07/31/spambekampfung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstversuch</a><br />
zum Thema Spam unternommen. Hintergrund war die Tatsache, dass ich<br />
viele augenscheinlich gut gemachte Spams erhielt, deren Absenderadresse,<br />
wie üblich, gefälscht war. Doch die zugehörige Domain<br />
existierte seltsamerweise noch nicht einmal. Ich habe diese daher<br />
kurzerhand registriert und erhielt innerhalb kurzer Zeit sehr viele„Rückläufer”:<br />
automatische Antworten von den Spam-Empfängern, beispielsweise<br />
als Abwesenheitsnotiz oder wegen „falscher” Empfängeradresse.<br />
Es zeigte sich, dass erstaunlich viele der Spam-Empfänger in<br />
nur wenigen Ländern zu finden waren, in diesem Fall meist Deutschland,<br />
Schweiz, Österreich und Skandinavien. Es gab kaum Rückläufer<br />
aus anderen Kontinenten. Das Internet ist also gar nicht so international,<br />
wie man vielleicht denken könnte.
</p>
<p>
<b>Spammer und Gespammte im Rüstungswettlauf</b>
</p>
<p>
Im Kampf gegen Spam verfolgt man verschiedene Ansätze: Schon<br />
im fünften Jahr veranstaltet <a href="http://www.eco.de/servlet/PB/menu/-1/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco<br />
&#8211; der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.</a> &#8211; Anfang<br />
September in Köln wieder den Anti-Spam-Gipfel. Einen Tag lang<br />
werden dort Experten aus ganz Europa und darüber hinaus Statistiken<br />
über das Spamaufkommen vorstellen, technische Lösungen<br />
präsentieren und von Erfolgen bei der Bekämpfung von Spam<br />
mit juristischen Maßnahmen berichten. Werden sie einen Schritt<br />
nach vorne machen? Das darf bezweifelt werden.
</p>
<p>
Technische Maßnahmen gegen Spam sind sicher wichtig und richtig.<br />
Nach vielen Jahren des Zögerns bin auch ich zu diesem Entschluss<br />
gekommen. Doch ein Unbehagen bleibt. Vor allem die Angst vor den<br />
berüchtigten „False Positives” sitzt tief. Was,<br />
wenn mich ein wichtiger Auftrag nicht erreicht, weil er fälschlicherweise<br />
im Spamfilter hängengeblieben ist? Begeben wir uns hier nicht<br />
in einen Rüstungswettlauf, der letztlich nie zu Ende sein wird?
</p>
<p>
Wenn Spams mit intelligenten Wortfiltern eliminiert werden, weichen<br />
die Versender eben auf graphische Werbung aus, oder sie gestalten<br />
ihre E-Mails noch intelligenter, als es die Filter sind. Menschen<br />
sind schließlich Computern in der Intelligenz immer noch weit<br />
voraus: Sprachwissenschaftler bestätigen, dass Menschen Wörter<br />
auch dann erkennen können, wenn einige Mittelbuchstaben fehlen.<br />
Doch Filter sind dann schnell am Ende &#8211; und der Spam wird doch zugestellt.<br />
Ziel verfehlt, setzen. Oder die Werbung wird in Anhängen versteckt,<br />
seit einigen Wochen etwa in PDFs. Dadurch wird das Problem verschlimmert,<br />
da sich die Größe des Mülls und damit die Netzwerkbelastung<br />
vervielfacht.
</p>
<p>
<b>Anti-Spam-Gesetze scheitern</b>
</p>
<p>
Manche haben auch seit Jahren gehofft, den Spam-Versendern mit<br />
juristischen Mitteln entgegentreten zu können. Dieser Ansatz<br />
ist nicht ganz verkehrt: Die langjährige Erfahrung zeigt, dass<br />
die Anzahl der Spam-Versender erstaunlich klein ist. Es müssen<br />
mitnichten tausende von Bösewichten identifiziert und weggeschlossen<br />
werden; oftmals geht das versendete Spamvolumen signifikant zurück,<br />
wenn nur eine Handvoll Schurken geschnappt werden. Dennoch ist es<br />
auch hier wieder ein Wettlauf zwischen Hase und Igel. Das bekannteste<br />
Beispiel für diesen Ansatz, der US-amerikanische „<a href="http://www.ftc.gov/bcp/conline/pubs/buspubs/canspam.shtm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Can-Spam-Act</a>”<br />
aus dem Jahre 2003, kann im Abstand von einigen Jahren durchaus<br />
als gescheitert angesehen werden. Das Gesetz verbietet unter anderem<br />
uneindeutige Absender und irrführende Betreffzeilen und schreibt<br />
vor, dass eine funktionierende Rücksende-E-Mail-Adresse angegeben<br />
werden muss. Alles Punkte, die Spammer nach wie vor fröhlich<br />
missachten, da die Konsequenzen ausbleiben.
</p>
<p>
Was folgt? Hier ist die Internet-Gemeinschaft gefordert. Weder<br />
technische noch juristische Lösungen führen letztlich<br />
weiter. Die Politik muss handeln, auch<a href="http://www.icann.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
ICANN</a> als „Welt-Internetregierung”, zuständig<br />
für die Vergabe von Namen und Adressen im Internet und für<br />
technische Standards. Da ich aus eigener Erfahrung vermute, dass<br />
sich ICANN hier sehr schwer tut, muss dieser Hund zum Jagen getragen<br />
werden. Das geht nur durch einen stärkeren Einfluss nationaler<br />
Regierungen, gerade im <a href="http://gac.icann.org/web/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Governmental<br />
Advisory Committee</a>, dem „Regierungsbeirat“ in der<br />
„Welt-Internetregierung“, dem bisher nur beratende Funktion<br />
zukommt.
</p>
<p><i>Eberhard Blocher ist Diplom-Volkswirt und Geschäftsführer<br />
der <a href="http://www.eahp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">East African Home<br />
Pages KG</a> mit Sitz in Köln. Er beteiligt sich regelmäßig<br />
an Diskussionen über die Zukunft des Internets, etwa auf dem<br />
UN-Weltgipfeln zur Informationsgesellschaft oder dem eco-Anti-Spam-Gipfel.</i></p>
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