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	<title>ehebecker &#8211; politik-digital</title>
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	<title>ehebecker &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Das Gästebuch von Sebnitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linksextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sebnitz]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Gästebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Republik lernt sich im Netz kennen: nachdem die &#34;Alten Medien&#34; die
Spirale der Entrüstung bis zum Anschlag angezogen haben, tobt nun
ein verbaler Kampf zwischen Ost und West, links und rechts im Gästebuch der Stadt Sebnitz. Der Tod des kleinen Joseph wird zum medialen Selbstläufer
und im Internet trifft sich, was nicht zusammenwachsen will.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Republik lernt sich im Netz kennen: nachdem die &#8220;Alten Medien&#8221; die<br />
Spirale der Entrüstung bis zum Anschlag angezogen haben, tobt nun<br />
ein verbaler Kampf zwischen Ost und West, links und rechts im Gästebuch der Stadt Sebnitz. Der Tod des kleinen Joseph wird zum medialen Selbstläufer<br />
und im Internet trifft sich, was nicht zusammenwachsen will.<!--break--><br />
Was ist der Unterschied zwischen Ossis und Serben? Die konnte man wenigstens bombardieren,<br />
um sie zu zivilisiertem Verhalten zu zwingen!&#8221;<br />
&#8220;Wenn das so weiter geht bauen wir wieder &#8216;ne Mauer, aber so hoch das in Frankreich Schatten<br />
ist. Manchmal frag ich mich echt was ihr Wessis ohne uns Ossis gemacht habt. Ihr seid doch alle<br />
Euren Boulevard-Medien verfallen.&#8221;<br />
Dies sind noch zwei der harmloseren Einträge aus dem<br />
<a href="http://www.oberelbe.de/gastbuch/gbsebn.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Internet-Gästebuch</a> der<br />
sächsischen Stadt <a href="http://www.sebnitz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Sebnitz</a>. Dort tobt parallel<br />
zur massenmedialen Berichterstattung über die Ermittlung, Verhaftung und Freilassung von<br />
Tatverdächtigen im Fall des ums Leben gekommenen Joseph nicht nur ein &#8220;Gesinnungskrieg&#8221;<br />
zwischen Rechts- und Linksextremen, sondern vor allem zwischen Ossis und Wessis.<br />
Die mediale Inszenierung des Falls, der nach drei Jahren vor allem durch die mittlerweile in<br />
Kritik geratene Beharrlichkeit der Eltern und die Sensationssucht der Boulevardmedien in den<br />
Fokus des öffentlichen Interesses gerückt ist, beschleunigt die Handlung des Dramas. Nachdem<br />
zunächst die Skandalisierung erfolgte, das hektische Handeln der Justiz gezeigt wurde und so<br />
die holzschnittartigen Ritualen der Politprominenz provoziert wurden, steht jetzt das Internet<br />
im Mittelpunkt. Dabei sind die Ereignisse im neuen Medium nicht nur Gegenstand der<br />
Berichterstattung, sondern auch wieder Teil der Entwicklung im Fall &#8220;Joseph&#8221;.<br />
Die Äußerungen im Internet-Gästebuch sind zum Teil volksverhetzend, gewaltverherrlichend und<br />
angesichts des Todes eines Kindes auch geschmacklos. Es scheint fast so als ob die &#8220;Alten<br />
Medien&#8221; aufgrund der pietätlosen Äußerungen des &#8220;Volksmundes&#8221; im Internet-Gästebuch die Nase<br />
über das &#8220;Neue Medium&#8221; rümpfen und sich freuen, weiter an der Skandalschraube drehen zu können.<br />
Ein willkommener Nebenkriegsschauplatz ist eröffnet. Anstatt inne zu halten und das eigene<br />
Handeln zu hinterfragen, bei dem zum Teil Verdächtigungen und Vermutungen ungeprüft in den<br />
Medienkreislauf eingespeist wurden, wird weiterhin der Entrüstungsspirale gefolgt. Zu der<br />
alten Absprache der Medien, dass an dem Fall Neo-Nazis beteiligt waren und von der<br />
schweigenden Mehrheit gedeckt werden, kommt nun die Empörung über den offenen und unzensierten<br />
Schlagabtausch im Netz.<br />
Nicht zuletzt durch die Berichterstattung in Presse und Fernsehen sind die Zugriffe auf das<br />
Sebnitzer Gästebuch von vermutlich 17 im Jahr auf 17,8 pro Minute hochgeschnellt und liegen<br />
mitlerweile insgesamt um die 100 000. Das digitale Deutschland trifft sich momentan am Rande<br />
der sächsischen Schweiz und jeder schaut mal rein. Traffic ist Trumpf und kein Spruch zu<br />
dumm, um nicht zur Schau gestellt zu werden. Neben der offenen Verhöhnung der Familie des<br />
Opfers &#8220;Abdulla und seine 2 Schlampen ab nach Irak oder lebenslang ins Zuchthaus&#8221; und den<br />
nicht minder harmlosen Kampfansagen an die &#8220;Nazi-Brut&#8221; im Osten wird schnell die Werbung für<br />
&#8220;Handytaschen&#8221; oder das Bekenntnisse zu einem Fußballclub geposted.<br />
Die Problematik mit virtuellen Pinnwänden ist <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/nf/0,1518,105282,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">nicht neu</a>.<br />
Nicht zum ersten Mal werden vor allem die unkontrollierten und ungepflegten Gästebücher von<br />
Kommunen und Institutionen missbraucht. Die Alternativen lauten abschalten oder zensieren.<br />
Auch die Stadt Sebnitz hatte zwischenzeitlich die Seite gesperrt, aber unter dem Hinweis,<br />
dass die &#8220;Diskussion&#8221; von der Polizei beobachtet werde, wieder freigeschaltet. Unterdessen wurde auf der Homepage des Schauspielers <a href="http://www.herbert-meurer.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Herbert Meurer</a>, der sich für eine solidarische und demokratische Netzöffentlichkeit<br />
engagiert, unter <a href="http://www.usp2.de/forum/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.krisenloesung.de</a><br />
ein alternatives Diskussionsforum eingerichtet.<br />
So fordern die überraschten Besucher des Sebnitz-Gästebuches einerseits immer wieder die<br />
permanente Säuberung der Einträge oder verlangen anderseits die Sicherung der aufgrund des<br />
Traffics nicht mehr sichtbaren Äußerungen. Und in der Tat handelt es sich hier um ein<br />
deutsches Zeitdokument einer in sich gespaltenen Republik in dem Vorurteil und Selbstmitleid,<br />
Wessis und Ossis, Linksextreme und Rechtsradikale (West wie Ost), Normalos, Voyeure sowie<br />
wirklich betroffene und couragierte Mitbürger ungebremst und ungefiltert aufeinander treffen.<br />
Und das ist in dieser Unmittelbarkeit in keinem andern Medium denkbar. Dabei dürfte einerseits<br />
die Konfrontation mit dem offen Hass und der bedrohlichen Präsenz von Rechtsextremen in der<br />
Öffentlichkeit (Ost) und andererseits mit der Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit (West)<br />
für so manchen gesamtdeutschen Nischenbewohner ein Schock sein. Aber vielleicht ist gerade<br />
das ein erster Schritt, um die so viel beschworene Zivilgesellschaft zu beleben.</p>
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		<title>Linksammlung rund um BSE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Linkliste]]></category>
		<category><![CDATA[BSE]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Dass BSE kein Modethema ist, beweist unsere ausführliche Linksammlung.
Hier finden Sie massenweise Dokumentationen der Seuche, Reden von Politikern
zum Thema und Verbrauchertipps.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Dass BSE kein Modethema ist, beweist unsere ausführliche Linksammlung.<br />
Hier finden Sie massenweise Dokumentationen der Seuche, Reden von Politikern<br />
zum Thema und Verbrauchertipps.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>1.) Daten, Zahlen, Fakten und FAQs<br />
zur Bovine Spongiforme Encephalopathie (BSE)<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.stern.de/zhp/themadestages/2000/11/24/bsefakten.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stern.de/zhp/themadestages/2000/11/24/<br />
	bsefakten.html</a><br />
	Ein Glossar der wichtigsten Begriffe, Daten und Zahlen zu BSE
	</li>
<li><a href="http://www.spiegel-online.de/politik/europa/0,1518,105210,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.spiegel-online.de/politik/europa/0,1518,105210,<br />
	00.html</a><br />
	Die Chronologie der BSE-Krise
	</li>
<li><a href="http://www.warentest.de/wtest/plsql/sw_seite.seite?kontaktnr=0&amp;dateiname=ab1362_1.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.warentest.de/wtest/plsql/sw_seite.seite?kontaktnr<br />
	=0&amp;dateiname=ab1362_1.htm</a><br />
	STIFTUNG WARENTEST: 21 Fragen und Antworten zum Rinderwahnsinn &#8230;
	</li>
<li><a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/BSE.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">userpage.fu-berlin.de/~dittbern/BSE.html</a><br />
	Diese &quot;BSE-Page&quot; Karl-Heinz Dittberner erscheint seit Oktober 1993 und stellt die umfassernste<br />
	Daten und Faktensammlung zu BSE dar. Vor allem unter
	</li>
<li><a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/BSE/Facts1.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">userpage.fu-berlin.de/~dittbern/BSE/Facts1.html</a><br />
	Fakten zum Rinderwahnsinn BSE + CJD &#8211; Teil 1<br />
	Inhalt 1.BSE in Europa in Zahlen, 2.BSE-Folgen: Todesfälle durch nvCJD (BSE-Opfer),<br />
	3.Prionengehalt beim BSE-kranken Rind, 4.Kritische Wurstsorten, 5.BSE-Risikoeinstufung der<br />
	Länder, 6.Wichtige EU-Vorschriften zu BSE.
	</li>
<li><a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/BSE/Facts2.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">userpage.fu-berlin.de/~dittbern/BSE/Facts2.html</a><br />
	Fakten zum Rinderwahnsinn BSE + CJD &#8211; Teil 2<br />
	7.Stichwort &quot;Tiermehl&quot;, 8.Stichwort &quot;Separatorenfleisch&quot;, 9.Tiermehl in Europa,<br />
	10.Rinderhaltung in Deutschland, 11.Verzehr von Wurst in Deutschland,12.BSE-Fälle in<br />
	Deutschland.
	</li>
<p></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>2.) Zuständige Ministerien und Behörden beim Bund<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.gruene-fraktion.de/aktuell/neu/index-afischer.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.gruene-fraktion.de/aktuell/neu/index-afischer.htm</a><br />
	Rücktrittserklärung der Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer vom 9. Januar 2001.
	</li>
<li><a href="http://www.bmgesundheit.de/themen/verbr/bse.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.bmgesundheit.de/themen/verbr/bse.htm</a><br />
	Die BSE Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit. Einerseits<br />
	sehr ausführlich mit<br />
	vielen Links und Beiträgen zum Verbraucherschutz. Andererseits war sie<br />
	bisher sehr auf die Person der<br />
	Gesundheitsministerin, Andrea Fischer, ausgerichtet; mit diversen<br />
	Interviews und der detaillierten Aufführung der Aktivitäten von Andrea<br />
	Fischer in<br />
	Sachen BSE: <a href="http://www.bmgesundheit.de/themen/verbr/bse/aktuell2711/2.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.bmgesundheit.de/themen/verbr/bse/aktuell2711/2.htm</a>
	</li>
<li><a href="http://www.bml.de/verbraucher/bse/bse-info.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.bml.de/verbraucher/bse/bse-info.htm</a><br />
	Die BSE Informationen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Zu<br />
	beachten ist hier neben den Verbraucherinformationen und offiziellen Verlautbarungen<br />
	(Pressemitteilungen) vor allem die Aufforderung, sich zu  Fragen zum Themenbereich<br />
	BSE/Tiermehl/Tests direkt per E-Mail unter: <a href="mailto:KrisenzentrumBSE@bml.bund.de">KrisenzentrumBSE@bml.bund.de</a><br />
	an das Ministerium zu wenden.
	</li>
<li><a href="http://www.bundesrechnungshof.de/presse/010108prm1.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.bundesrechnungshof.de/presse/010108prm1.html</a><br />
	Hier ermittelt die &quot;Arbeitsgruppe zur Schwachstellenanalyse im Bereich des gesundheitlichen<br />
	Verbraucherschutzes und der Nahrungsmittelsicherheit&quot; im Auftrag des Kanzlers.
	</li>
<li>Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin<br />
	in Berlin(BgVV)<br />
	<a href="http://www.bgvv.de/presse/aktuell/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.bgvv.de/presse/aktuell</a>
	</li>
<li>Paul-Ehrlich-Institut in Langen (Bundesamt für Sera und Impfstoffe)<br />
	Informationen zu BSE und CJD (Sicherheit von Arzneimitteln)<br />
	<a href="http://www.pei.de/bse/bse_infos.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.pei.de/bse/bse_infos.htm</a>
	</li>
<li>Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere <a href="http://www.dainet.de/bfav/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.dainet.de/bfav</a>
	</li>
<p></span></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>3.) Ministerien der Länder:<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><b>Bayern </b>
<ul>
<li>Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten<br />
	<a href="http://www.stmelf.bayern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stmelf.bayern.de</a><br />
	<br />
	In eigener Sache: Landwirtschaftsministerium zur BSE-Krise vom 26. Dezember 2000. Die<br />
	Position und Maßnahmen des Ministeriums und Minister Miller in Sachen Tiermehlverbot (in zehn<br />
	Punkten)<br />
	<a href="http://www.stmelf.bayern.de/Pressemitteilungen/2000/pm359-00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stmelf.bayern.de/Pressemitteilungen/2000/pm359-00.html</a>
	</li>
<li>Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit<br />
	<a href="http://www.stmas.bayern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stmas.bayern.de</a><br />
	<br />
	Pressemitteilung: Deklaration von Wurstwaren Gesundheitsministerin Stamm ordnet verstärkte<br />
	Kontrollen an <a href="http://www.stmas.bayern.de/politik/PM2000/12/0012-765.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stmas.bayern.de/politik/PM2000/12/0012-765.htm</a>
	</li>
</ul>
</li>
<li><b>Schleswig-Holstein</b>
<ul>
<li><a href="http://www.schleswig-holstein.de/landsh/bse/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.schleswig-holstein.de/landsh/bse/index.html</a>
	</li>
<li>Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Heide Simonis zu Maßnahmen der<br />
	schleswig-holsteinischen Landesregierung gegen BSE am 14. Dezember 2000<br />
	<br />
	<a href="http://www.schleswig-holstein.de/landsh/bse/info_reg-erkl.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.schleswig-holstein.de/landsh/bse/info_reg-erkl.html</a>
	</li>
</ul>
</li>
<li><b>Niedersachsen</b>
<ul>
<li>Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten<br />
	informiert auf den nachstehenden Seiten über aktuelle Fragen zu BSE<br />
	<a href="http://www.ml.niedersachsen.de/bse/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.ml.niedersachsen.de/bse</a>
	</li>
</ul>
</li>
<li><b>Nordrhein-Westfalen</b>
<ul>
<li>Ministerium für Umwelt und Naturschutz,<br />
	Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen<br />
	mit seiner Informationskampagne &quot;Klarheit durch Information&quot; Etikett ist<br />
	gut &#8211; NRW ist besser<br />
	<a href="http://www.pro-nrw.de/index_flash.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.pro-nrw.de/index_flash.html</a>
	</li>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>4.) BSE-Informationen der EU</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.europa.eu.int/comm/food/index_de.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.europa.eu.int/comm/food/index_de.html</a><br />
	EU zur Lebensmittelsicherheit
	</li>
<li><a href="http://europa.eu.int/comm/dgs/agriculture/index_de.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">europa.eu.int/comm/dgs/agriculture/index_de.htm</a><br />
	Europäische Kommission Generaldirektion Landwirtschaft, Franz Fischler
	</li>
<li><a href="http://europa.eu.int/comm/dgs/health_consumer/index_de.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">europa.eu.int/comm/dgs/health_consumer/index_de.htm</a><br />
	Europäische Kommission Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz, David   Byrne
	</li>
<li><a href="http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html#reports" target="_new" rel="noopener noreferrer">europa.eu.int/comm/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html#reports</a><br />
	EU Reports zu den BSE-Risiken in den einzelnen Ländern
	</li>
<li><a href="http://europa.eu.int/comm/food/fs/inspections/vi/reports/germany/index_en.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">europa.eu.int/comm/food/fs/inspections/vi/reports/germany/index_en.html</a><br />
	Liste der veterinäramtlichen Kontrollen der EU in Deutschland
	</li>
<li><a href="http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/ssc/out120_en.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">europa.eu.int/comm/food/fs/sc/ssc/out120_en.pdf</a><br />
	Download des EU-Reports über das BSE-Risiko in Deutschland vom<br />
	August 2000
	</li>
<p></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>5.) Verbraucherzentralen</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Auf den Seiten der Verbraucherzentrale NRW <a href="http://www.vz-nrw.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.vz-nrw.de</a>  finden sich<br />
	neben zahlreichen Verbrauchertipps und Hintergrundinformation zur Entstehung und Verbreitung<br />
	von BSE auch klare Schuldzuweisungen [&quot;Die Schuldigen&quot;:<br />
	<a href="http://www.vz-nrw.de/d013946.htm#2" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.vz-nrw.de/d013946.htm#2</a>] und  Forderungen der Verbraucher-Zentrale<br />
	<a href="http://www.vz-nrw.de/d014102.htm#6" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.vz-nrw.de/d014102.htm#6</a> .
	</li>
<li><a href="http://www.verbraucher.de./" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.verbraucher.de.</a><br />
	Die Verbraucherzentrale Hessen fordert Neuausrichtung der bundesdeutschen und der hessischen<br />
	Agrarpolitik hin zum Ökologischen Anbau.<br />
	<br />
	<a href="http://www.verbraucher.de./ernaehrung/presse/pm-pk.rtf" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.verbraucher.de./ernaehrung/presse/pm-pk.rtf</a><br />
	Pressemitteilung vom 15.12.2000<br />
	BSE-Krise: Bündnis erwartet grundlegende Neuausrichtung der Agrarpolitik hin zum Ökologischen<br />
	Anbau. Aus Anlass der aktuellen BSE-Krise fordert das Bündnis aus den Naturschutzverbänden<br />
	BUND und NABU, der Verbraucher-Zentrale Hessen   (VZH) und der Vereinigung Ökologischer  Landbau<br />
	in Hessen (VÖL) eine Neuausrichtung der bundesdeutschen und der hessischen Agrarpolitik hin zum<br />
	Ökologischen Anbau.
	</li>
<li>Online-Kampagne der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für<br />
	Jugendliche zum Thema Lebensmittelsicherheit.<br />
	<br />
	<a href="http://www.talkingfood.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.talkingfood.de</a>
	</li>
<p></span></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>6.) Bauernverband und Lebensmittelindustrie</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.bauernverband.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.Bauernverband.de</a><br />
	Der deutsche Bauernverband informiert seine Mitglieder über die Zentrale Markt- und<br />
	Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH (ZMP) zu<br />
	den Konsequenzen der BSE-Krise <a href="http://www.zmp.de/news/bse.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.zmp.de/news/bse.htm</a> wie:<br />
	gestoppten Rindfleischexport nach Russland, EU-Interventionen für Rindfleisch und<br />
	&quot;Rauskaufaktionen&quot;, stagnierendem Fleischverbrauch, steigenden Mischfutterpreisen und dem<br />
	Einsatz von Eiweiß im Mischfutter
	</li>
<li><a href="http://www.lebensmittelindustrie.de/Fleischindustrie.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.lebensmittelindustrie.de/Fleischindustrie.htm</a><br />
	Liste von fleischverarbeitenden Firmen und Unternehmen
	</li>
<p></span></span></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>7.) Online-Dossiers<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissenschaft/bse-neu/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.sueddeutsche.de/wissenschaft/bse-neu</a><br />
	&quot;Risiko Rinderwahn&quot;: Dossier der Süddeutschen Zeitung mit Artikeln und weiterführenden Links
	</li>
<li><a href="http://www.stern.de/magazin/bse/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stern.de/magazin/bse</a><br />
	Das Stern Dossier zum Rinderwahn in Deutschland:  Forum zum Thema, Links, Reportagen aus dem<br />
	Stern, aktuelle Meldungen sowie Daten, Zahlen und Hintergründen
	</li>
<li><a href="http://www.spiegel-online.de/politik/0,1518,k-816,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.spiegel-online.de/politik/0,1518,k-816,00.html</a><br />
	Das Themenpaket bei Spiegel online:  Forum zum Thema, BSE-Hotlines, eine Chronologie der<br />
	BSE-Krise und alle Spiegelartikel.
	</li>
<li><a href="http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=686" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.netzeitung.de/servlets/page?section=686</a><br />
	eigene Artikel und aufbereitete Hintergrundinformationen
	</li>
<p></span></span></span></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>8.) Weiterführende Links<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><a href="http://www.dainet.de/dain/foren/ernaehrung/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.dainet.de/dain/foren/ernaehrung/</a><br />
	Information und Beratung zu BSE vom Deutschen Agrarinformationsnetz (dainet)mit einem Schwerpunkt auf Ernährung und Zubereitung.
	</li>
<li><a href="http://www.heynkes.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.heynkes.de/</a><br />
	Texte, Informationen und ein Diskussionsforum zu Prion-Krankheiten für Angehörige<br />
	von Creutzfeldt-Jakob-Patienten sowie interessierte Laien. Von Roland Heynkes
	</li>
<li><a href="http://www.bth-umweltrecht.de/html/bse.htm">www.bth-umweltrecht.de/</a><br />
	Überblick und Veröffentlichungen zum Thema Rechtsprechung und BSE
	</li>
<li><a href="http://www.uni-giessen.de/nutriinfo/bseextra.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.uni-giessen.de/nutriinfo/bseextra.htm</a><br />
	BSE-Special des Instituts für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Giessen
	</li>
<li><a href="http://www.unizh.ch/pathol/neuropathologie/d/ptn_prionen_index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.unizh.ch/pathol/neuropathologie/d/ptn_prionen_index.html</a><br />
	Nationales Referenzzentrum für Prion-Erkrankungen (NRPE) am<br />
	Institut für Neuropathologie in Zürich
	</li>
<li>Informationen des Robert Koch-Instituts BSE/CJK/vCJK<br />
	<a href="http://www.rki.de/INFEKT/BSE/BSE.HTM" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.rki.de/INFEKT/BSE/BSE.HTM</a>
	</li>
<li><a href="http://www.prionics.ch/d/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.prionics.ch/d/index.html</a><br />
	Prionics AG (Zürich) Hersteller von BSE-Teste
	</li>
<p></span></span></span></span></span>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>9.) Literatur zum Thema (gefunden unter:  <a href="http://www.rinder.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.rinder.de</a>)<br />
</b></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></span></span></span></p>
<ul>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li><b>BSE und andere spongiforme Enzephalopathien.</b><br />
	Erscheinungsdatum: Aug.   1998 BLACKWELL WISSENSCHAFT, BERLIN Hrsg. von Braun, Ueli.  Hardcover.<br />
	XIV, 151 S., 34 Abb., 24 Tab., Zahlr. Beitr., Inkl. Video-CD-ROM, Kartoniert, deutsch,<br />
	ISBN 3-8263-3212-1.
	</li>
<li>Rhodes, Richard: <b>Tödliche Mahlzeit.</b><br />
	Erscheinungsdatum: Feb.2000 GOLDMANN WILHELM, Taschenbuch. 278 S., ( Originaltitel:  Deadly<br />
	Feasts). (Spiegel Buch)., Eine schleichende Epidemie bedroht die Menschheit. (Tb), Aus d.<br />
	Amerikanischen v. Vogel Sebastian. Kartoniert / Taschenbuch, deutsch, ISBN 3-442-12971-0, DM 16,90.
	</li>
<li><b>Zum Beispiel Rindfleisch.</b><br />
	Erscheinungsdatum: Okt.1996 LAMUV VERLAG K.K.RABE, GOETTINGEN Red. v. Launer, Ekkehard<br />
	Lieferzeit: sofort Taschenbuch. 94 S., ( Tb), Mit Abb., Kartoniert / Taschenbuch, deutsch,<br />
	ISBN 3-88977-462-8, DM 12,00
	</li>
<p></span></span></span></span></span></span>
</ul>
</li>
<p></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der_oberste_schulmeister_verlaesst_die_bildungspolitik-637/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Herzog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik.
Roman Herzog hat in seiner fünfjährigen Amtszeit besonders
im Bildungsbereich viel bewegt und dennoch wenig verändern
können.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Der oberste Schulmeister verläßt die Bildungspolitik.<br />
Roman Herzog hat in seiner fünfjährigen Amtszeit besonders<br />
im Bildungsbereich viel bewegt und dennoch wenig verändern<br />
können.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die vielbeachteten Reden des Bundespräsidenten<br />
Roman Herzog im Hotel Adlon und auf dem Berliner<br />
Bildungsforum sollten Bildung wieder zum<br />
&quot;Mega-Thema unserer Gesellschaft&quot; machen und ihr<br />
einen &quot;Ruck&quot; für den &quot;Aufbruch ins 21. Jahrhundert&quot;<br />
geben. Der Ruck ging vor allem durch die Feuilletons,<br />
fand großen Zuspruch in der Öffentlichkeit, machte die<br />
Äußerungen des Bundespräsidenten zur meistzitierten<br />
politischen Rede der vergangenen Jahre und den<br />
Terminus &quot;Ruck-Rede&quot; zu einem neuen<br />
Qualitätsmerkmal. Es zeigte sich jedoch schon sehr<br />
bald, daß das Ansinnen des Bundespräsidenten,<br />
&quot;Tabus zu knacken, Irrwege abzubrechen und falsche<br />
Mythen zu beseitigen&quot;, nicht die erhoffte Resonanz in<br />
der bildungspolitischen Realität fand, um eine<br />
Bildungsreform zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe<br />
zu machen und im Konsens voranzutreiben.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/herzog/images/herzog.jpg" alt="Roman Herzog" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Roman Herzog</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">  Daß der Bundespräsident insgesamt 19 Reden zu<br />
Bildung und Wissenschaft gehalten und versucht hat,<br />
leadership zu praktizieren, indem er als Schirmherr von<br />
Initiativen wie &quot;<a href="http://www.fit-for-it.de/">Fit fürs Informationszeitalter</a>&quot; fungierte<br />
oder den &quot;<a href="http://www.bildungsinitiative.de/">Initiativkreis Bildung</a>&quot;<br />
(www.bildungsinitiative.de) einberief, unterstreicht, daß<br />
das Thema Bildung das zentrale Anliegen seiner<br />
Amtszeit gewesen ist, dem er vor allem Prominenz und<br />
Kontinuität verliehen hat. Die Argumente in Herzogs<br />
Reden zielten unter anderem auf Leistung, Effizienz,<br />
Ausbildung statt Bildung und die verstärkte Vermittlung<br />
von Werten, wobei von ihm auch betagte<br />
Sekundärtugenden wie &quot;Verläßlichkeit, Pünktlichkeit<br />
und Disziplin&quot; angeführt wurden. Seitenhiebe gegen<br />
das &quot;Laissez-faire&quot; als Weg zu Freiheit und<br />
Selbstbestimmung, welchen Herzog lieber durch<br />
Anstrengung geprägt sehen würde, konnte sich der<br />
konservative Präsident nie so recht verkneifen, was<br />
einem gesamtgesellschaftlichen Konsens in<br />
Bildungsfragen nicht gerade förderlich gewesen sein<br />
dürfte. Noch in seiner letzten Rede zum Thema<br />
Bildungspolitik formuliert er auf dem Deutschen<br />
Bildungskongreß in Bonn (im April 1999): &quot;Es ist nicht<br />
ohne Ironie, daß gerade diejenigen, die vor dreißig<br />
Jahren den Muff unter den Talaren beklagten, nun<br />
mitunter selbst in eine muffige Routine eingebunden<br />
sind, ohne Chance, ein lähmendes Gleichgewicht von<br />
Gremien- und Interessengruppen zu überwinden&quot;. Als<br />
Gegenmittel hatte Herzog vor allem marktökonomische<br />
Empfehlungen zur Hand, wie das Bekenntnis zu mehr<br />
Wettbewerb, Leistungsorientierung, Effizienz,<br />
Konkurrenzfähigkeit, Leistungs- und Qualitätsmessung,<br />
Anreizsystemen, Motivation und die berühmte<br />
Leistung, die wieder belohnt werden muß. Es kann<br />
Roman Herzog sicher nicht vorgeworfen werden, daß er<br />
leichtsinnig einer Ökonomisierung des Bildungswesens<br />
das Wort geredet hat, zumal weil er angesichts der<br />
gesamtgesellschaftlichen Herausforderung immer auf<br />
das Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft<br />
verwiesen hat. Insgesamt kann er daher eine positive<br />
Bilanz bei dem zentralen Anliegen seiner Amtszeit<br />
ziehen, sich darüber freuen, daß diejenigen, die etwas<br />
bewegen wollen, in den Beratungs- und<br />
Entscheidungsgremien über Parteigrenzen hinweg<br />
zusammenarbeiten, aber er sollte sich vielleicht doch<br />
etwas darüber wundert, daß ihm bei seinen Initiativen<br />
vor allem die großen Medien-, Kommunikations- und<br />
Computerkonzerne zur Seite gestanden haben. Vor<br />
diesem Hintergrund können die wertkonservativen<br />
Argumente auch als symbolische Geste interpretiert<br />
werden, die eine starke inhaltliche Verantwortung des<br />
Staates für Bildung postulieren, während die<br />
strukturelle Verantwortung im Bildungswesen Zug um<br />
Zug durch wirtschaftliche Kompetenz und Ressourcen<br />
ersetzt und privatisiert wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dafür, daß das Thema Bildung auch weiterhin eine<br />
zentrale Rolle im Schloß Bellevue einnehmen wird,<br />
garantieren die designierten Kandidaten für die<br />
Nachfolge Herzogs, die entweder direkt aus der<br />
Universität kommen oder sich eingängig mit<br />
Bildungsreformen und Bildungspolitik befaßt haben.<br />
Vor allem Johannes Rau hat in NRW nicht nur 1970 als<br />
Landesminister für Wissenschaft und Forschung<br />
begonnen, sondern hat auch 1992 als Ministerpräsident<br />
eine Bildungskommission zur &quot;Zukunft der Bildung &#8211;<br />
Schule der Zukunft&quot; einberufen um, &quot;eine Diskussion in<br />
Gang zu bringen, die über die Tagesaktualitäten hinaus<br />
weit in die Zukunft weist.&quot; Es wird also weiter über<br />
Bildung diskutiert werden &#8211; was auf diesem Gebiet<br />
nach wie vor der emphatischste Ansatz von<br />
Reformpolitik zu sein scheint. Ob es dann auch wieder<br />
mal &quot;rucken&quot; wird, bleibt abzuwarten, daß dieser Ruck<br />
dann unter anderen Vorzeichen steht, darf jedoch mit<br />
Sicherheit angenommen werden. Wer sich nochmals<br />
über den &quot;Aufbruch in der Bildungspolitik&quot; informieren<br />
will, dem sei gleichnamiges Buch von Michael Rutz<br />
(Hg., 1997) empfohlen, in dem Roman &quot;Herzogs Rede<br />
und 25 Antworten&quot; versammelt sind.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Pixel Parteitage: die Parteien öffnen sich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/virtueller-parteitag/pixel_parteitage_die_parteien_oeffnen_sich-699/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Die Parteien haben das Netz entdeckt und zwar nicht mehr nur als Informationsinstrument oder Wahlkampfplattform,
sondern zur Organisation parteiinterner Prozesse.
<!--Hatte sich die SPD durch ihren virtuellen Ortsverein bereits frühzeitig einen Vorsprung erarbeitet und wähnt sich bereits auf dem Weg zur Netzwerkpartei [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,99300,00.html], nutzen mittlerweile alle Parteien interne Netzwerke und Foren zur Information, Kommunikation und Partizipation ihrer  Mitglieder.
-->
Im Rennen um das Prädikat der führenden &#34;Internet-Partei&#34; Deutschlands wird jetzt mit virtuellen Parteitagen die
nächste Runde eröffnet. Sie sollen neue Partizipationschancen für die Mitglieder und mehr Transparenz für die
beobachtende Öffentlichkeit bieten - und vor allem zeigen, wie offen die Parteien den Neuen Medien gegenüber stehen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Die Parteien haben das Netz entdeckt und zwar nicht mehr nur als Informationsinstrument oder Wahlkampfplattform,<br />
sondern zur Organisation parteiinterner Prozesse.<br />
<!--Hatte sich die SPD durch ihren virtuellen Ortsverein bereits frühzeitig einen Vorsprung erarbeitet und wähnt sich bereits auf dem Weg zur Netzwerkpartei [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,99300,00.html], nutzen mittlerweile alle Parteien interne Netzwerke und Foren zur Information, Kommunikation und Partizipation ihrer  Mitglieder.
--><br />
Im Rennen um das Prädikat der führenden &quot;Internet-Partei&quot; Deutschlands wird jetzt mit virtuellen Parteitagen die<br />
nächste Runde eröffnet. Sie sollen neue Partizipationschancen für die Mitglieder und mehr Transparenz für die<br />
beobachtende Öffentlichkeit bieten &#8211; und vor allem zeigen, wie offen die Parteien den Neuen Medien gegenüber stehen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den Anfang macht in diesen Tagen der als technisch innovativ bekannte Südwesten der Republik: Sowohl die CDU als<br />
auch die Grünen veranstalten in Baden-Württemberg ihre ersten so genannten &#8216;Internet-Parteitage&#8217;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei sind die beiden Parteitage nicht direkt miteinander zu vergleichen: Während die CDU bereits die vorbereitende<br />
Diskussion von vier Teilfragen des <a href="http://www.cdu.de/kongress/einladung-201100-page.htm">kleinen bildungspolitischen<br />
Parteitags</a> am 20. November in Stuttgart im Mitgliedernetz als &quot;Internet-Parteitag&quot; feiert, ziehen Bündnis90/Die Grünen<br />
in Baden-Württemberg gleich mit ihrem kompletten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/">Landesparteitag</a> vom<br />
24.11. bis 3.12.2000 in den Cyberspace.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Vorfeld hatte die CDU eine Woche lang vier Fragen zu Studiengebühren, Abitur nach zwölf Jahren, Fremdsprachen-<br />
und islamischem Religionsunterricht, die sich eng an der Antragslage des Parteitags orientierten, zur Diskussion und<br />
Abstimmung in das Mitgliedernetz gestellt. Mit einem Abstimmungsergebnis von 57% zu 43% fand sich dort beispielsweise<br />
eine Mehrheit zugunsten der Einführung von <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/islamunterricht.doc">islamischem Religionsunterricht</a>.<br />
Damit folgte die Mehrheit den <a href="http://www.cdu.de/projekt21/indx_ltb.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitsätzen</a>,<br />
die von der Bildungspolitischen Parteikommission unter dem Vorsitz von Annette Schavan<br />
erstellt und durch den Parteivorstand zur Beschlussfassung eingebracht worden waren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Beim Thema <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/studiengebuehren.doc">Studiengebühren</a> votierten jedoch 56% der virtuellen Vorkoster<br />
für ein gebührenfreies Erststudium innerhalb der Regelstudienzeit und widersetzen sich damit der Leitlinie von<br />
Kommission und Vorstand. Sie wollten zumindest zuerst prüfen, ob Gebühren unter der Voraussetzung der<br />
Sozialverträglichkeit zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre beitragen könnten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es verwundert also kaum, wenn die stellvertretende CDU-Parteichefin und Bildungsexpertin Schavan das Projekt eines<br />
Internet-Parteitags als innovativ und richtungweisend, das Ergebnis aber als nicht repräsentativ qualifiziert. In<br />
der Tat liegt die Vermutung nahe, dass sich unter den rund 400 Teilnehmern der Diskussion und Abstimmung zumeist<br />
jüngere CDU Anhänger verbergen. Angesichts dieser geringen Teilnehmerzahlen liegt der CDU noch ein steiniger Weg<br />
zur führenden virtuellen Partei bevor &#8211; ungeachtet des apostrophierten &quot;Bildungsvorsprungs für Deutschland&quot; unter<br />
dem der reale Parteitag firmierte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/ergebnisse.doc">Ergebnisse</a> der Diskussion und Abstimmung im Netz<br />
wurde den 106 Delegierten in Stuttgart zwar nur zur Kenntnisnahme vorgelegt, stimmten aber in ihrem Votum<br />
weitestgehend mit den per Handzeichen eingeholten Beschlüssen überein. Und das sogar bei dem offenen Streitthema der<br />
Studiengebühren, weil sich zeigte, dass gegenwärtig weder die &quot;virtuelle&quot; noch die &quot;reale&quot; Partei gewillt ist, in<br />
diesem Punkt dem angestrebten Kurs des Vorstandes zu folgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bündnis-Grünen befinden sich hingegen auf der Überholspur der politischen Datenautobahn. Vom Zuhören, Mitreden,<br />
über das <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/wie/antragen.html">Antragstellen</a> bis zum<br />
<a href="http://www.virtueller-parteitag.de/wie/abstimmen.html">Abstimmen</a> gelten für den virtuellen Parteitag<br />
soweit wie möglich &quot;ganz analog sämtliche Regeln, Vorschriften und Vereinbarungen, die auch für den kleinen<br />
Parteitag (Landesausschuss) von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg gelten&quot;. Für Mitglieder, versteht sich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit der Ausrichtung des weltweit ersten ordentlichen Parteitages im Internet wollen Bündnis 90/Die Grünen einen<br />
Beitrag zur Diskussion um die Weiterentwicklung der Demokratie leisten. Dabei wollen sie nicht nur über die Chancen<br />
und Risiken der Neuen Medien reden, sondern diese auch erproben und im wahrsten Sinne des Wortes selbst erfahren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dies kommt beispielweise durch die Konzipierung einer sicheren Verfahrensweise durch die Trennung von Diskussion und<br />
Abstimmung auf zwei Servern zum Ausdruck. Die Vorteile liegen in den Augen der Grünen jedenfalls auf der Hand: &quot;Während<br />
auf einem regulären Parteitag die Diskussionen hintereinander stattfinden, werden die Themen auf dem virtuellen<br />
Parteitag gleichzeitig behandelt. Während ein regulärer Parteitag an einem Ort stattfindet, ist beim virtuellen<br />
Parteitag eine Teilnahme von jedem Ort der Erde möglich &#8211; Internetanschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus gibt es<br />
keine Redezeitbegrenzung, kein Losverfahren bei der Auswahl der Redebeiträge &#8211; jede und jeder kann sooft mitreden<br />
wie er oder sie will.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter diesen Vorraussetzung werden auf die virtuelle Parteitagsregie noch ungeahnte Herausforderungen der Moderation<br />
und Strukturierung zukommen &#8211; ganz zu schweigen von den großen Fragen, ob die Technik und die digitalen Delegierten<br />
mitspielen. Jedenfalls wird man im Netz vor realen Farbbeuteln sicher sein &#8211; wie virtuelle Wurfgeschosse aussehen und<br />
was sie beim System-Administrator anrichten können, bleibt abzuwarten. Flecken auf dem Anzug werden es allerdings nicht<br />
sein.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Nach der Wahl ist nach der Wahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/nach_der_wahl_ist_nach_der_wahl-730/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/nach_der_wahl_ist_nach_der_wahl-730/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wahlnachlese in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wahlnachlese in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben gewählt. Und nach der Wahl<br />
ist nicht vor der Wahl. Zumindest im Netz nicht. Haben im Endspurt noch<br />
alle Spitzenkandidaten eifrig gechattet und auf möglichst vielen<br />
Partei-, Kampagnen- und Unterstützungs-Plattformen oder<br />
Personality-Pages kommuniziert und mobilisiert, stellt die<br />
Nachbereitung im Netz die Akteure vor Probleme.<br />
</span></span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits<br />
der obligatorische Dank an die Wähler und Unterstützer scheint dabei<br />
nicht nur den Verlieren schwer zu fallen. So sucht man sowohl auf <a href="http://www.ute-vogt.de/">Ute Vogts Homepage</a> als auch bei ihren <a href="http://www.wir-fuer-ute-vogt.de/">Unterstützern </a> vergeblich nach Dankesworten oder Glückwünschen. Erst bei der <a href="http://www.bawue.spd.de/">Landespartei</a> wird man am Tag nach dem Urnengang fündig. Auch Kurt Beck reagiert auf seiner <a href="http://www.spdinrlp.de/">Personality-Page</a><br />
nicht und man muss auch hier den Umweg auf die Wahlkampfplattform der<br />
Landespartei gehen. Lediglich Erwin Teufels Team scheint seine beiden <a href="http://www.erwin-teufel.de/">Wahlkampf</a>&#8211;<a href="http://www.cdu.org/">Sites</a> im Griff zu haben.</span></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Im Internet ist nicht auf der Straße</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass<br />
sich digitale und analoge Welten nach unterschiedlichen Regeln drehen,<br />
zeigte sich bereits im Wahlkampf deutlich.<br />
Die CDU sammelte mit ihrer umstrittenen Unterschriftenaktion gegen<br />
Jürgen Trittin in den letzten Tagen vor der Wahl angeblich Zehntausende<br />
von Unterschriften auf der Straße und punktete damit offensichtlich bei<br />
ihren Stammwählern. In das Internet fand diese Kampagne keinen Einzug<br />
mehr. Ute Vogt unterstützten hingegen bis zur Wahl 1430 Personen<br />
(namentlich und bildlich) auf der Seite der ersten deutschen <a href="http://www.wir-fuer-ute-vogt.de/">Online-Wählerinitiative</a>.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
Strategien des Straßenwahlkampfes oder der Massenmedien lassen sich<br />
nicht ohne weiteres auf das Netz übertragen. Für einige Aktionen sind<br />
die Kommunikationswege im Netz zu langsam, weil die Communities zu<br />
klein und unflexibel sind. Noch erreichen Slogans den Wähler auf<br />
Plakaten und der Mattscheibe schneller. In anderen Fällen scheint das<br />
Netz zu flüchtig, um gewichtige Informationen oder Hintergrundwissen<br />
hier zu verbreiten. In vielen Fällen allerdings sind vor allem die<br />
Parteien nicht flexibel oder ideenreich genug, um die Bürger auf ihre<br />
&#8216;Seite&#8217; zu ziehen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf<br />
der Suche nach einer digitalen Wahlnachlese entpuppen sich die<br />
Wahlkampf-Sites der Kandidaten und Landesverbände also als falsche<br />
Adresse.<br />
Wie in der &#8216;analogen&#8217; Politik oder von der &#8216;Elefantenrunde&#8217; im<br />
öffentlich-rechtlichen Fernsehen bekannt, übernehmen auch im Netz noch<br />
am Wahlabend die Bundesparteien das Ruder. Die Kommentierung von Sieg<br />
und Niederlage findet überwiegend auf deren Seiten statt.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So wird bei der <a href="http://www.cdu.de/">Bundes-CDU</a><br />
aufgrund des Ergebnisses in Baden-Württemberg die Verbindung zur<br />
Bundestagswahl hergestellt: &quot;Union hat bei der Bundestagswahl 2002 alle<br />
Chancen&quot;. Nach der Wahl eben ist doch vor der Wahl &#8211; besonders wenn es<br />
an anderen Themen und Konzepten mangelt.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.gruene.de/index2.htm">Bündnis-Grünen</a><br />
gehen eher in Sack und Asche und bekennen in einer kurzen<br />
Bestandsaufnahme der Ergebnisse, dass sie mit den Landtagswahlen in<br />
Südwesten nicht zufrieden sind.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.fdp.de/portal/">FDP</a><br />
sieht sich trotz der gravierenden Stimmenverluste in beiden<br />
Regierungskoalitionen und als dritte politische Kraft im Lande<br />
bestätigt. Hier unterscheidet sich das Netz strategisch nicht vom<br />
real-politischen Parkett: die politische Interpretation des Geschehens<br />
ist äußerst selektiv.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Willkommen im Internet-Wahlstudio</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht<br />
nur die Landesverbände haben nach der Wahl eine digitale Pause<br />
eingelegt. Nachholbedarf besteht auch in der Online-Berichterstattung<br />
vom Wahlabend selbst. Während alle anderen Parteien &#8211; wenn überhaupt &#8211;<br />
nach dem Motto verfahren: <a href="http://193.159.161.103/landtagswahl2001/">&quot;Landeswahlleiter Übernehmen Sie&quot;</a>, auf die Ergebnisse des <a href="http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/wahl/wahlen1.htm">statistischen Landesamtes</a> oder gar die Online-Berichterstattung anderer Medien verweisen, wartete die SPD mit einem eigens eingerichteten <a href="http://www.spd.de/events/wahlstudio/">Internet-Wahlstudio</a><br />
auf. Hier wurden nicht nur die Hochrechnung, Endergebnisse, Bilder des<br />
Abends und Folgetages präsentiert, sondern es bestand auch die<br />
Möglichkeit, am Wahlabend ab 18:00 Uhr Glückwünsche und Kommentare in<br />
ein Gästebuch einzutragen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese<br />
innovative Art der Online-Berichterstattung weist in jedem Fall die<br />
Richtung für eine angemessene Nachlese von Wahlen. Die aufwendig<br />
gestalteten Wahlkampfplattformen sollten nicht nur Glückwünsche und<br />
Danksagungen bereithalten, sondern könnten auch die Information und<br />
Kommunikation nach der Wahl fortführen. Gerade für<br />
Koalitionsverhandlungen, Kabinettsbildung und bis zur Vereidigung der<br />
neuen Regierung bietet sich diese Kontinuität an. Als letzter Akt vor<br />
der nächsten Wahl bliebe dann noch die <a href="http://www.archive.org/internet/index.html#Web">Archivierung</a>  der Wahl-Plattformen als Zeitdokumente des Internet.<br />
</span></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bildungs-Bytes in Stars and Stripes</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die zentralen Thesen der Kandidaten und ihre Präsentation im Netz</b></span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bildung ist naturgemäß ein
wichtiges Thema für Präsidentschaftskandidaten. Nirgendwo kann man
soziales Verantwortungsbewusstsein besser plausibel machen als bei der
Ausbildung der jungen Generation, mit deren Entwicklungsperspektiven
die Zukunft der gesamten Gesellschaft verbunden wird.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die zentralen Thesen der Kandidaten und ihre Präsentation im Netz</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bildung ist naturgemäß ein<br />
wichtiges Thema für Präsidentschaftskandidaten. Nirgendwo kann man<br />
soziales Verantwortungsbewusstsein besser plausibel machen als bei der<br />
Ausbildung der jungen Generation, mit deren Entwicklungsperspektiven<br />
die Zukunft der gesamten Gesellschaft verbunden wird.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber ebenso kann man nirgendwo so<br />
kläglich scheitern, als wenn der Eindruck entsteht, dass Bildung nur<br />
eine untergeordnete Rolle im Konzert der zentralen Konzepte spielt und<br />
nicht zu den Kernkompetenzen eines Kandidaten zählt. Auch wenn im<br />
Zweikampf der zwillingsgleichen Kandidaten Bush und Gore bisher Themen<br />
wie Steuern, Sozial- und Außenpolitik im Mittelpunkt standen, gilt es<br />
besonders in der Bildungspolitik sich keine Blöße zu geben und<br />
größtmögliche Differenz bei weitest gehendem Einvernehmen deutlich zu<br />
machen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den USA ist Bildung ebenso wie<br />
in Deutschland Ländersache, aber im Unterschied zu Berlin kann<br />
Washington Mittel an die Bundesstaaten fließen lassen und diese an<br />
politische Vorgaben knüpfen. Damit ist ein fiskalischer Hebel<br />
vorhanden, mit dem sich bildungspolitische Konzepte auf Bundesebene<br />
durchsetzen und koordinieren lassen. Womit diese nicht wie in<br />
Deutschland auf Forschung und Hochschulbau beschränkt werden oder im<br />
Zuge der föderalen Fallenstellerei im Dickicht der<br />
Kultusministerkonferenz auf der Strecke bleiben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit kommt den<br />
bildungspolitischen Konzepten und Wahlkampfversprechen aber auch ein<br />
höheres Gewicht zu, das sich bei Regierungsantritt nicht mit dem<br />
pauschalen Hinweis auf Landes- bzw. bundesstaatliche Kompetenzen abtun<br />
lässt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits der oberflächliche Blick<br />
auf die Wahlplattformen im Netz lässt Unterschiede zwischen Bush und<br />
Gore erkennen, die einen tieferen Zusammenhang zwischen der Form der<br />
Präsentation und den Inhalten der Bildungspolitik vermuten lassen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><a href="http://www.georgewbush.com/issues/education.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.georgewbush.com/issues/education.html</a></b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">George Bush<br />
verweist als Gouverneur von Texas erwartungsgemäß auf die<br />
herausragenden Leistungen seines Staates, der im Vergleich zu den<br />
anderen selbstverständlich die größten Fortschritte im Bildungswesen<br />
gemacht hat. Auch wenn ein derartiges Kokettieren mit der Rolle des<br />
provinziellen Herausforderers gegenüber dem weltläufigen und<br />
regierungserfahrenen Vizepräsidenten im Rahmen der<br />
Wahlkampfinszenierung eine durchaus ambivalente Wirkung haben kann,<br />
verfängt es bei der Bildungsproblematik eher als in Außen- und<br />
Sicherheitspolitischen Kontexten. So steht es auch dem Herausforderer<br />
zu, die Reformbedürftigkeit des Bildungswesens anzumahnen und das<br />
bisherige Bemühen des Bundes im Kern zu kritisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dementsprechend will Bush Schulen<br />
vermehrt in Formen freier Trägerschaft überführen, lokale und familiäre<br />
Selbstverantwortung stärken sowie die Bundesstaaten aus der<br />
regulierenden Umklammerung des Bundes befreien, sie aber keineswegs aus<br />
der Verantwortung entlassen. Dabei sollen zugleich die Standards hoch<br />
gehalten, der Charakter der Bildung verbessert und mehr Sicherheit an<br />
den Schulen gewährleistet werden. Gemeinsamkeiten mit Gore finden sich<br />
hingegen in übergreifenden Tests und Evaluationsverfahren, denen sich<br />
Schüler, Lehrer und Schulen unterwerfen müssen, um ihre<br />
Leistungsfähigkeit nachzuweisen und Qualitätssicherung zu<br />
gewährleisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während Bush die Leitlinien<br />
seiner Bildungspolitik auf seiner Homepage in einer digitalen Bleiwüste<br />
aus Reform Proposals, Position Proposals, Fact Sheeds und Reden<br />
präsentiert, kommt Gore etwas bunter und durchaus interaktiver daher. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><a href="http://www.algore2000.com/education/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.AlGore2000.com/education/</a></b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dies korrespondiert durchaus mit<br />
der Leistungsbilanz, die Al Gore als Vizepräsident und Mitglied des<br />
Kongresses für sich verbucht und den Schwerpunkten, die er in der<br />
Vergangenheit vorangetrieben hat. Dazu zählen vor allem Themen wie<br />
Lebenslanges Lernen und die Vernetzung aller Klassenräume. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der <a href="http://www.taz.de/tpl/2000/10/19.nf/text?Tname=a0101&amp;list=TAZ_sw&amp;Idx=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offenkundigen<br />
Misere an den öffentlichen Schulen</a><br />
&#8211; zu der sich die deutschen Verhältnisse im Vergleich durchaus noch als<br />
solide beschreiben lassen &#8211; will Gore vor allem durch die<br />
Bereitstellung von Bundesmitteln (8 Milliarden $ in 10 Jahren)<br />
beikommen, mit denen die nötigsten Reparaturen an Gebäuden<br />
durchgeführt, fehlendes Mobiliar beschafft und mehr Lehrer eingestellt<br />
werden sollen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kontroverse Positionen, wie etwa<br />
die von Bush favorisierten Bildungsgutscheine, mit denen Eltern ihre<br />
Kinder in Privatschulen einkaufen können, werden auf der Homepage in so<br />
genannten Town Hall Questions abgehandelt, in denen der Kandidat<br />
freizügig auf die (fiktive?!) Fragen von besorgten Eltern oder<br />
engagierten Lehrern antwortet. Ebenso vertrauensvoll gibt sich der<br />
Kandidat Gore in seinem Education Blue Book <a href="http://www.algore2000.com/agenda/bluebook/p1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.AlGore2000.com/agenda/bluebook/p1.html</a>,<br />
in dem sich Klein-Al (in Schreibschrift) den Fragenkatalog zur<br />
Bildungspolitik für das Schuljahr 2000 eingetragen hat und dessen<br />
Antworten in diesem Arbeitsheft hoffentlich zum Bestehen der Klasse<br />
reichen &#8211; falls nicht, hat er sich schon eine Bonusfrage vorgemerkt &#8211;<br />
why is education reform important?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grundsätzlich lassen sich die<br />
Position in der Formel: &#8216;mehr Geld&#8217; (Gore) vs. &#8216;mehr<br />
Selbstverantwortung&#8217; (Bush) zusammenfassen. Wobei die Verschärfung der<br />
Rechenschaftspflicht und die Kontrolle der lokalen und<br />
bundesstaatlichen Bildungsakteure beide Kandidaten verbindet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Abwandlungen dieser Positionen finden sich einerseits bei dem grünen Kandidaten Ralph Nader <a href="http://www.votenader.com/issues/edu_main.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.votenader.com/issues/edu_main.html</a>, der seine bildungspolitischen Thesen unter das Motto &quot;Education for Everyone&quot; stellt und andererseits bei <a href="http://www.buchananreform.com/library/default.asp?id=118" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buchananreform.com/library/</a>Patrick<br />
J. Buchanan von der Reformpartei, der unter Bildung vor allem die<br />
Stärkung des Charakters und keine multikulturellen Curricula versteht. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Durch die im Vergleich zu Gore<br />
und Bush sehr dünnen Darstellungen der bildungspolitischen Konzepte<br />
werden hoffentlich nur die eingeschränkten Ambitionen der beiden<br />
Außenseiter dokumentiert und nicht der Stellenwert von Bildung, die<br />
trotz aller frommen Lippenbekenntnisse letztendlich ein Issue unter<br />
vielen ist, das traditionell nach Wahlen schnell wieder aus dem<br />
Blickfeld der Politiker gerät.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kuhhandel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kuhhandel-839/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[BSE]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>BSE-Krise zwischen Agrar-Lobbyismus, Verbraucherschutz und Bauernopfern</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>BSE-Krise zwischen Agrar-Lobbyismus, Verbraucherschutz und Bauernopfern</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die BSE-Krise fordert Opfer und reißt Lücken, auf der Weide, in den Läden und in<br />
den Ministerien. Nach den Rücktritten der Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer und<br />
des Landwirtschaftsministers Karl-Heinz Funke sind die Wünsche der Opposition erfüllt<br />
worden, obwohl eben diese Opposition zu Regierungszeiten auch nicht mit Wissen um die Gefahr<br />
geprahlt hat. Das Thema Rindfleisch ist mit den Rücktritten noch lange nicht vom Tisch.<br />
Schuld an der Krise haben nämlich alle ein bisschen, die Politik, die Bauern und der<br />
Verbraucher.<br />
</span>
</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/ribbon.gif" alt="Ribbon" /> </td>
<td>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
			Überraschend ist denn auch <br />
			weniger das Auftreten von BSE-<br />
			Fällen<br />
			in Deutschland, als <br />
			vielmehr das vermeintliche <br />
			Erstaunen, der hektische<br />
			Aktio-<br />
			nismus und die an Schlamperei <br />
			grenzende Naivität auf Seiten<br />
			<br />
			der politisch Verantwortlichen <br />
			aber ebenso bei den wütend<br />
			protestierenden Bauern und <br />
			empörten Verbrauchern. Ehrliche<br />
			Bestürzung<br />
			kann im Grunde nur <br />
			noch derjenige glaubhaft machen, <br />
			der bisher davon<br />
			ausgegangen ist, <br />
			dass Seuchen &#8211; insbesondere in einer durch <br />
			industrielle<br />
			Agrarproduktion, Subventionen und maßlose Mobilität geprägten<br />
			Wirtschaftsgemeinschaft &#8211; an Landesgrenzen halt machen würden. Also im Grunde<br />
			niemand mehr. </span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daher gilt es vor allem zu hinterfragen, welche institutionalisierten Interessen bisher durch<br />
wen in der deutschen BSE-Debatte vertreten wurden und wie sich die Positionen, Argumentations-<br />
und Handlungsstrategien angesichts der jetzt bestätigten BSE-Fälle binnen kürzester<br />
Zeit um 180-Grad gedreht haben. Die Interessen der Bauern, die nicht nur in ihren Verbänden,<br />
sondern auch in den zuständigen Ministerien über ein vertretbares Maß hinaus<br />
institutionalisiert sind und das politische Handeln in der BSE-Krise bestimmt haben, treten<br />
plötzlich hinter den Verbraucherschutz zurück.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So wurden aus knallharten Agrar-Lobbyisten wie Ex-Landwirtschaftsminister Funke oder dem<br />
Präsidenten des Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, über Nacht flammende Vertreter<br />
von Verbraucherinteressen. Indem sie das zerstörte Image ihrer Klientel &#8211; zumindest<br />
verbal &#8211; durch schonungslose Offenheit zurück gewinnen woll(t)en, betreiben sie unter den<br />
gegebenen Umständen jedoch nichts anderes als Lobbyismus. Gesundheitsministerin Fischer<br />
verteidigte hingegen bis zuletzt die Sicherheit der deutschen Wurst, obwohl sie sicherlich<br />
nicht zu den Agrar-Lobbyistinnen zu zählen ist und eingestehen musste, dass sie selbst<br />
keine deutschen Wurstwaren kaufen würde. Nach dem deutschen BSE-GAU war sie vor allem<br />
darauf  bedacht, die Zuständigkeit für den Verbraucherschutz vom<br />
Landwirtschaftsministerium auf das Gesundheitsministerium zu übertragen. Eine Forderung,<br />
die angesichts der in ihrem Ressort eine Woche lang &#8211; bzw. vier Jahre &#8211; ignorierten<br />
Risikowarnung für Wurstwaren durch die Bundesanstalt für Fleischforschung nicht gerade<br />
für Vertrauen bürgt. Ebenso wenig wie der sich anschließende Aktionismus einer<br />
Eilverordnung, die mangels juristischer Handhabe (keine &quot;Gefahr im Verzug&quot;) nicht zu Stande<br />
kam und noch relativ glücklich durch die Selbstverpflichtung der angeschlagenen<br />
Fleischindustrie abgefangen wurde.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch das innerhalb einer Woche durch Kabinett und Parlament verabschiedete Tiermehlverbot<br />
hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Vor allem die, warum es nicht schon viel früher<br />
beschlossen worden ist und warum das unter hochgradigem BSE-Verdacht stehende Rückenmark<br />
von Rindern erst Anfang Oktober 2000 aus der Nahrungsmittelkette verbannt worden ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber auch der gutgläubige Verbraucher und der fahrlässige Landwirt müssen sich an<br />
die eigene Nase fassen. Trotz der jahrelangen Diskussion über die BSE-Gefahr und<br />
offensichtlicher Mängel bei der Prävention war das Vertrauen in die Politik,<br />
Futtermittelhersteller und Fleischproduzenten quasi blind. Wer hatte bisher gewusst, was<br />
Separatorenfleisch und Milchaustauschfutter ist und wie bzw. woraus sie gewonnen werden?<br />
Wer hat sein Konsumverhalten konsequent umgestellt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zu gerne wurde den Beschwörungsformeln und Imagekampagnen geglaubt, nach denen deutsches<br />
Rindfleisch BSE-frei sei und dem Verbraucherschutz mit einer Kennzeichnungspflicht genüge<br />
getan werden könne. Ein Etikettenschwindel, wie sich herausstellen musste, der zum Bumerang<br />
geworden ist, weil das dreifache D für Aufzucht, Schlachtung und Verarbeitung in<br />
Deutschland im Verdachtsfall zum &quot;Gütesiegel&quot; für BSE-Fleisch wird. Die Reaktionen<br />
der Nachbarländer, die deutsches Importfleisch verbannen und Wurstwaren aus den Regalen<br />
räumen, zeigen dies überdeutlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese finale Option des Verbraucherschutzes ist zu oft die einzige Handlungsstrategie gewesen,<br />
die auf der EU-Ebene und auch von den Bundesländern verfolgt worden ist. Im Mittelpunkt<br />
stand dabei jedoch immer die &quot;Reinheit&quot; des eigenen Fleisches und weniger die Verantwortung<br />
für die Gesamtheit des Marktes mit seinen Produzenten und Konsumenten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In diesem Punkt haben stets die Interessen der Agrarpolitik dominiert und das politische<br />
Handeln bestimmt. Die Politiker sind jedoch nicht allein für die gegenwärtige Situation<br />
verantwortlich zu machen. Bauern, Fleisch- und Futtermittelindustrie haben entweder auf<br />
fahrlässige Weise oder sogar wider besseren Wissens ihre Produktionspraktiken beibehalten.<br />
Jetzt stehen sie vor dem Scherbenhaufen eines ruinierten Rindfleischmarktes. Um so<br />
befremdlicher ist, dass gegenwärtig der Ruf nach Entschädigungen für die<br />
betroffenen Bauern lauter zu vernehmen ist als ein Bekenntnis zu strukturellen<br />
Veränderungen. Andere Branche sind auch unternehmerischen Risiken und den<br />
Gesetzmäßigkeiten des Marktes ausgesetzt und nicht durch den Staat gegen eigenes<br />
Missmanagement abgesichert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Politik ist jedoch für ihr gegenwärtiges Krisenmanagement selbst verantwortlich.<br />
Und für das zu Stande kommen der jetzigen Situation zumindest teilweise. Wer den nationalen<br />
Fleischmarkt frei von BSE halten will muss, konsequent testen und darf seine Augen nicht vor<br />
unliebsamen Tatsachen verschließen. Nicht untersuchte Verdachtsfälle befreien nicht<br />
von BSE, sondern erhöhen die Verbreitungsgefahr und die Dunkelziffer. Mit Tiermehl<br />
&quot;verunreinigtes&quot; &#8211; oder richtiger: systematisch bis an die Toleranzgrenze gepanschtes &#8211;<br />
Mischfutter und falsch deklarierte Wurstsorten stellen kriminelle Delikte dar und verlangen<br />
nach angemessenen Reaktionen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das zerstörte Vertrauensverhältnis von Bauern und Fleischproduzenten zu Ihren Kunden kann<br />
letztendlich nicht durch die Politiker auf nationaler oder EU-Ebene gekittet werden, sondern<br />
muss mühsam zwischen regionalen Anbietern und Abnehmern wieder aufgebaut werden. Freiwillig und<br />
selbst durchgeführte Futter- und BSE-Tests könnten dies ebenso befördern wie  eine<br />
grundsätzliche Orientierung an den Prinzipien des ökologischen Anbaus und eine damit<br />
verbundener Richtungswechsel in der Agrarpolitik. Aber auch hier ist zu beachten, dass mit dem<br />
Ruf nach der Umverteilung von Subventionen in diese Richtung auch (Öko)Lobbyismus betrieben wird.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sebnitz 2.0</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/die-netzjournaille/sebnitz_2_0-846/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Netzjournaille]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linksextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sebnitz]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Gästebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Ossis gegen Wessis, Linke contra Rechte - der Krieg der Meinungen
um den &#34;Fall Joseph&#34; tobte im virtuellen Gästebuch der Stadt
Sebnitz, bis das Forum geschlossen wurde. Die politik-digital-Autoren
Eike Hebecker und Christoph Bieber verstehen und kommentieren die
Netzereignisse als Echo auf mediale und reale Verwerfungen im Lande.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Ossis gegen Wessis, Linke contra Rechte &#8211; der Krieg der Meinungen<br />
um den &quot;Fall Joseph&quot; tobte im virtuellen Gästebuch der Stadt<br />
Sebnitz, bis das Forum geschlossen wurde. Die politik-digital-Autoren<br />
Eike Hebecker und Christoph Bieber verstehen und kommentieren die<br />
Netzereignisse als Echo auf mediale und reale Verwerfungen im Lande.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das<br />
virtuelle Gästebuch der sächsischen Kleinstadt Sebnitz, die durch den<br />
&quot;Fall Joseph&quot; in die Schlagzeilen geraten ist, wurde am 4. Dezember bis<br />
auf weiteres aus dem Netz genommen, nachdem es vierzehn Tage lang mit<br />
rechts- wie linksextremistischen Parolen befeuert worden war. Im<br />
Strudel der virtuellen Wirrköpfe und digitalen Demagogen sind die<br />
wenigen nachdenklichen und räsonierenden Beiträge besorgter Bürger<br />
weitgehend untergegangen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf<br />
den Web-Seiten der Kommune schaukelten sich einerseits xenophobische<br />
Hetztiraden &#8211; vor allem, aber nicht ausschließlich gegen die Familie<br />
Abdullah &#8211; und linksradikale Gewaltaufrufe (&quot;Tötet das Nazipack&quot;) zu<br />
einer für viele Beobachter schockierenden Welle aus Hassgefühlen,<br />
Ignoranz und Dummheit hoch. Andererseits trafen Vorurteile und<br />
Selbstmitleid unter „Ossis“ und „Wessis“ in noch nie da gewesener Härte<br />
aufeinander. Die beiderseitige Bekundung, die Mauer wieder hoch ziehen<br />
zu wollen, gehörte dabei noch zu den harmloseren Drohungen. Hier<br />
scheinen sich über zehn Jahre angestaute und nicht bewältigte Probleme<br />
der Wiedervereinigung eruptionsartig Bahn gebrochen zu haben.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Vor<br />
dem Hintergrund einer derartigen Auseinandersetzung im öffentlichen<br />
Raum des Internet verweist die immer wieder problematisierte Frage des<br />
Verhältnisses der Deutschen zu ihren ausländischen Mitbürgern und die<br />
bisweilen peinlich anmutende Diskussion um eine kulturelle Identität<br />
vor allem darauf, dass sich Deutsche in Ost und West weitgehend fremd<br />
geblieben sind und nach wie vor mit Misstrauen begegnen. Ausländerhass<br />
und Naziparolen sind dabei ebenso Mittel und Medium wie demonstrativer<br />
Antifaschismus und symbolisches „Gutmenschentum“.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ebenso<br />
wie die mediale Berichterstattung im &quot;Fall Joseph&quot; dem Generalverdacht<br />
von rechtsradikalen Tätern im Osten verfallen ist und mit Sebnitz eine<br />
ganze Region in Sippenhaft genommen hat, verfahren auch die hetzenden<br />
Schreihälse und selbsternannten Saubermänner im Gästebuch. Sie springen<br />
auf den Themenzug auf, nutzen die öffentliche Aufmerksamkeit und<br />
liefern quasi die „O-Töne“ zu den Szenarien, die in den Medien<br />
entworfen werden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das<br />
&quot;Ereignis sebnitz.de&quot; scheint in mehrfacher Hinsicht Premierencharakter<br />
zu haben. Erstmals wurde ein öffentliches Gästebuch im Internet zum<br />
Austragungsort einer bundesweit beachteten digitalen Debatte. Aber<br />
warum? Aus welchem Grund wird eine randständige Homepage eines<br />
ostdeutschen Provinzstädtchens zum Schauplatz einer relativen Neuheit,<br />
der Nutzung eines &quot;öffentlichen Ortes&quot; als kommunikativem Kampfplatz<br />
für ideologische Extrempositionen und einem Resonanzboden für die<br />
Befindlichkeit einer in sich gespaltenen Republik?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Drei nur scheinbar einfache Erklärungsversuche bieten sich an.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erstens.</b><br />
Das Netz wirkt als Ventil &#8211; wer nicht auf die Straße gehen will oder<br />
gehen kann, echauffiert sich heute eben digital und heizt die<br />
fremdenfeindliche Stimmung als „Adi“, “Anonymus“ oder „Helmut Kohl“ an.<br />
Anders gesagt: Wer e-mails schreibt, wirft keine Steine mehr. Neben der<br />
augenscheinlichen Naivität dieser Aussage ist hier auf die<br />
Besonderheiten der digitalen Anonymisierung hinzuweisen. Denn die von<br />
vielen Schreiberlingen selbstgewählte Vermummung führt zu einer<br />
gewissen „Entwertung“ solcher Beiträge, mögen sie auch noch so ekelhaft<br />
und rassistisch sein. Das Fehlen einer &#8211; wenn man so will –<br />
„demokratischen Identität“ macht das laute Schrei(b)en im Gästebuch zu<br />
einem nicht-öffentlichen Protest. Hier, in diesem besonderen Fall, wäre<br />
dem Hamburger Medienforscher Knut Hickethier beizupflichten, der<br />
digitale Proteste stets mit dem Drücken der Lösch-Taste kontrollieren<br />
möchte und öffentliches Aufbegehren nur „auf der Straße“ für zulässig<br />
hält. Dabei muss immerhin der „reale Körper“ dem Protest Ausdruck und<br />
Authentizität verleihen. Die bedächtigeren und demokratisch gesinnten<br />
Diskutanten prangerten daher auch die Anonymität an und versahen ihre<br />
Beiträge demonstrativ mit der „wahren“ Identität, um ihnen<br />
Authentizität und Gewicht zu verleihen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Zweitens.</b><br />
Das digitale Gästebuch stellt ein Zwitterwesen aus den Mechanismen der<br />
Berichterstattung in den alten Medien und den Optionen des Mediums<br />
Internet dar. Dabei treten vor allem die negativen Folgen einer<br />
ungefilterten und unmoderierten Öffentlichkeit hervor. An dieser Stelle<br />
liegt vielleicht eine Deutungsmöglichkeit, die zumindest den<br />
zweifelhaften „Boom“ der Website erklären könnte. Nüchtern &#8211; sofern<br />
möglich &#8211; wäre zunächst einmal festzuhalten, dass die &quot;Sebnitz-Site&quot;<br />
unter aufmerksamkeitsökonomischen Gesichtspunkten äußerst erfolgreich<br />
war. Sie stand im Fokus des öffentlichen Interesses, auf die Meldungen<br />
in den einschlägigen Online-Medien folgte die überregionale Presse und<br />
auch das Fernsehen hat sich der Story angenommen. Das Internet wirkt<br />
als Themen-Reservoir für die alte Medienwelt, nicht nur „Moorhuhn“ und<br />
„Big Brother“ lassen grüßen. Online wird vieles nachvollzogen, was die<br />
Inszenierung der Boulevardmedien vorgibt. Nur hier sind die<br />
Artikulationen nicht mehr zu kontrollieren, sie werden nicht mehr durch<br />
den – wenn auch bescheidenen – massenmedialen Filter gejagt. Der Preis<br />
einer absoluten Redefreiheit ist die absolute Niveaulosigkeit vieler<br />
Einträge, die es zu ertragen gilt.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Drittens.</b><br />
Das Netz ist zum Ort eines echten politischen Diskurses geworden, der<br />
eine argumentative, rationale Auseinandersetzung mit der Thematik<br />
ermöglicht. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Allein schon der<br />
verschwindend geringe Anteil „normaler“, „ergebnisorientierter“<br />
Einträge im Sebnitzer Gästebuch macht diese Hoffnung zunichte. Zudem<br />
sind dort auch nicht die richtigen Akteure (Betroffene/Beteiligte,<br />
Sachverständige, Politiker) vertreten, um eine sachliche, vernünftige<br />
Diskussion zu führen. Stattdessen sind es in der Mehrzahl mediale<br />
Trittbrettfahrer, die durch tendenziöses Halb- oder Nichtwissen das<br />
digitale Gästebuch der Stadt besudeln. Andererseits scheint hier<br />
erstmals ungebremst und ungefiltert zusammen zu kommen, was in einer<br />
„bürgerlichen“ und massenmedialen Öffentlichkeit nicht zusammengehört.<br />
Sender und Empfänger, Berichterstatter und ihre Phänomene, O-Ton und<br />
Kommentar sowie Wessis und Ossis, Linksextreme und Rechtsradikale (West<br />
wie Ost), Normalos, Voyeure sowie wirklich betroffene und couragierte<br />
Mitbürger. Und das ist in dieser Unmittelbarkeit in keinem andern<br />
Medium denkbar. Das hohe „Empörungspotenzial“ ist dabei vor allem in<br />
der digitalen Verkoppelung realen und medialer Nischen zu sehen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der<br />
&quot;Erfolg&quot; in Hits und Visits ist selbstverständlich nur vordergründig,<br />
er verkehrt sich durch die dubiose Basis eines nicht aufgeklärten<br />
Todesfalles selbstverständlich ins Gegenteil: das ohnehin schon<br />
ruinierte Image des Städtchens wird durch das digitale Wüten der<br />
Netzidioten und -chaoten nicht besser. Doch aus welchem Grund?<br />
Scheinbar herrscht der Glaube, auch die Netzdiskussion habe &quot;in<br />
Sebnitz&quot; stattgefunden. Doch dem ist nicht so, &quot;sebnitz.de&quot; ist zum im<br />
Wortsinn &quot;virtuellen Treffpunkt&quot; für eine &#8211; nicht nur deutsche &#8211; Szene<br />
geworden, die ihrer fremdenfeindlichen Einstellung durch die digitalen<br />
Kommentare tumben Ausdruck verleiht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Was<br />
also tun? Die &quot;klassische&quot; Form des Aufstands der Anständigen, die<br />
Lichterkette, wurde ob der unsicheren Verhältnisse in und um Sebnitz<br />
abgesagt. Ist eine Verlagerung der gutmenschlichen Gegenaktion ins Netz<br />
a la &quot;www.sebnitz-ist-sauber.de&quot; der richtige Weg? Vermutlich nicht,<br />
auch wenn das Gewaltpotenzial geringer sein mag. Aber vielleicht gibt<br />
es doch Möglichkeiten, wie die extremistische Diskussionstätigkeit<br />
eingedämmt werden kann. Die eifrigen Gästebuch-Schreiber wollen nur zum<br />
Teil ihrer &quot;Gesinnung&quot; Ausdruck verleihen, sie wollen auch am &quot;Event&quot;<br />
sebnitz.de teilnehmen. Sicher ist die Schließung des Gästebuches ein<br />
Mittel. Ohnehin ist es der Stadt hoch anzurechnen, dass sie das<br />
Tagebuch nach seiner ersten kurzfristigen Schließung wieder geöffnet<br />
hat und trotz des drohenden Imageverlustes bis zum Montag online<br />
beließ. Die Motive hierfür lagen vor allem darin, andere<br />
Online-Adressen im Landkreis Oberelbe zu schützen, auf die die<br />
Diskussion überzugreifen drohte, erklärte ein Vertreter der<br />
Stadtverwaltung auf Anfrage. Darüber hinaus hatte der Staatsschutz aus<br />
Ermittlungsgründen darum gebeten, die Seite offen zu halten, um die<br />
extremistischen Schreihälse an einem zentralen Ort überwachen zu<br />
können.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da<br />
den Schreibern aber bewusst gewesen sein dürfte, dass die Website unter<br />
einer verschärften Beobachtung von Polizei und Verfassungsschutz stand,<br />
dürften hier keine überragenden Erkenntnisse zu erwarten sein. Das<br />
Szenario erinnert vielmehr an die realen Kundgebungen von<br />
rechtsextremen Organisationen. Sie werden letztendlich unter Auflagen<br />
genehmigt, von der Polizei geschützt, von Gegendemonstranten attackiert<br />
und beschimpft. Das ganze Szenario wird dann vom Staatsschutz bzw.<br />
allen beteiligten Parteien fein säuberlich auf Video gebannt und<br />
ausgewertet.<br />
</span></span>
</p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Was<br />
bleibt, ist außer der Gewissheit, dass sich solche Ereignisse bei<br />
gegebenem Anlass auf jeder politischen, kommunalen oder<br />
institutionellen Homepage wiederholen können, vor allem die Erkenntnis,<br />
dass der „Fall sebnitz.de“ den Mechanismen von realem Protest auf der<br />
Straße in frappierender Weise ähneln. Nötig wären vor allem der Schutz<br />
und die Hervorhebung diskursorientierter Beiträge und damit der<br />
Versuch, eine politische Artikulation und Partizipation von Bürgern im<br />
Netz zu institutionalisieren und dahin zu lenken, wohin sie gehört: an<br />
einen erst noch zu schaffenden öffentlich-rechtlichen<br />
Kommunikationsraum im Netz.</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Buy bye Millennium</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/buy_bye_millennium-934/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitslücke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Computerproblem]]></category>
		<category><![CDATA[Jahr-2000-Problem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Wie kommt man ohne Problem ins nächste Jahrtausend? Welche
Produkte sind Y2K-kompatibel und wie können wir vielleicht
doch noch den Computer überlisten? Ein Kommentar zum Jahrtausendwechsel.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Wie kommt man ohne Problem ins nächste Jahrtausend? Welche<br />
Produkte sind Y2K-kompatibel und wie können wir vielleicht<br />
doch noch den Computer überlisten? Ein Kommentar zum Jahrtausendwechsel.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Trends, Tipps und Tricks zum Jahrtausendwechsel</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Verknüpfung von Markenprodukten mit besonderen Ereignissen ist gemeinhin als Eventmarketing<br />
bekannt und erfreut sich bei den Werbeagenturen einer immer größeren Beliebtheit. Obwohl die<br />
Idee so alt wie der Schokoladenosterhase ist, bringt dieses marketingtechnische Trittbrettfahren dem<br />
aufmerksamen Konsumenten stets neue &#8211; mehr oder weniger passende &#8211; Produkte ein wie Sonnencreme<br />
zur Sonnenfinsternis, die 2000g starke Milka oder das ebenso dimensionierte Nutellaglas zur<br />
Jahrtausendwende. Der Lebensmittelkonzern Kraft-Jacobs-Suchard, der in den vergangenen Monaten<br />
bereits den Blödelbarden Wigald Boning als Genußlebensmittelbevorratungsfachberater für seine<br />
idealen Bevorratungsprodukte Milka-Millennium, Miracoli im praktischen 2er Vorrats-Pack und das<br />
jahrtausendsichere Verwöhnaroma von Jacobs Krönung werben ließ, wartet kurz vor dem Jahreswechsel<br />
mit einem weiteren Service auf. Auf der eigens erstellten <a href="http://www.kraft.de/millennium/index.html"><br />
Webseite </a>wurde ein Jahr 2000-Check für die private Vorsorge zum herunterladen bereitgestellt.<br />
Neben dem bereits überall bekannten Geheimtip, einfach die Zeitanzeige seines heimischen PCs<br />
auf den 31.12.1999 um 23:58 Uhr zu stellen und nach zwei Minuten das korrekte Umspringen auf den<br />
01.01.2000 zu überprüfen, wird dort auch offenbart, daß die Versorgung mit Verbrauchsgütern<br />
&quot;einer der sensibelsten Bereiche in bezug auf das Jahr 2000-Problem ist&quot;. Der konsequente Rat<br />
aus dem Hause Kraft-Jacobs-Suchard kann daher nur lauten: &quot;Beschaffen Sie sich rechtzeitig<br />
einen Vorrat Ihrer Lieblingsprodukte. Verschiedene Lebensmittelhersteller bringen schon jetzt<br />
günstige Vorratspackungen in den Handel. Halten Sie die Augen nach Schnäppchen offen und greifen<br />
Sie zu.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer sich dann doch etwas gewissenhafter vorbereiten und schnell noch die aktuellsten Informationen<br />
und Ressourcen Via Internet erschließen möchte sollte unbedingt bei den einschlägigen Webseiten<br />
(<a href="http://www.year2000.com/">http://www.Year2000.com</a>) und <a href="http://www.y2k.com/"><br />
http://www.Y2K.com </a>oder den entsprechenden Angeboten der allseits<br />
bekannten Suchmaschinen vorbeischauen, die sich bereits seit geraumer Zeit mit der systematischen<br />
Aufbereitung aller Aspekte des Jahr-2000 bzw. Y2K (Y = year K = 1000) Problems beschäftigen.<br />
Auch die Bundesregierung und das Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik haben unter<br />
<a href="http://www.info-jahr-2000.de/">http://www.info-jahr-2000.de </a>und <a href="http://www.bsi.bund.de/2000"><br />
http://www.bsi.bund.de/2000 </a>in einer &#8211; aufgrund ihrer graphischen Gestaltung leider nur<br />
wenig Vertauen erweckenden &#8211; Webseite Berichte und Broschüren für den besorgten Bürger zusammengefaßt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da die Millenniums Sonne zuerst über der mikronesischen Republik von Kiribati auf, einer Gruppe<br />
von Koralleninseln im Pazifischen Ozean aufgehen wird, können die erwarteten Störungen aber auch<br />
in ihrem Fortschreiten von der internationalen Datumsgrenze aus verfolgt werden. Wer beobachtet,<br />
wie in Asien die ersten Atommeiler außer Kontrolle geraten und ein allgemeines Chaos ausbricht,<br />
kann dann schnell den Atombunker aufsuchen oder sich beim gänzlichen Ausbleiben der Millennium<br />
Macken ganz locker machen und MTV einschalten. Der Musiksender hat sich nämlich nicht gescheut<br />
sechs Jugendliche auszuwählen, um sie vom 26.12. Bis 01.01. in einem Bunker unter dem Times Square<br />
einzusperren und rund um die Uhr von Kameras beobachten zu lassen. Damit in der kurzen Zeit im<br />
Bunker so richtig die Post abgeht, falls draußen eben nichts passieren sollte und die drinnen<br />
keine existentiellen Ängste kriegen, müssen die Insassen allesamt an einer täglichen &quot;Wahrheit<br />
oder Pflicht&quot; Runde teilnehmen, um spannendes Sendematerial für das MTV Network und die MTV<br />
<a href="http://www.mtv.com/">Webseite</a> garantieren zu können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dieser beachtliche Inszenierungsaufwand führt auch zum eigentlichen Kern des Y2K Problems zurück,<br />
das im Kern kein technisch determiniertes sondern ein sozial konstruiertes Ereignis ist. Wie wir<br />
alle wissen, aber anscheinend nicht wahrhaben wollen, gehört das zweitausendste Jahr logischerweise<br />
noch zum alten Jahrtausend, womit die wirkliche Zeitenwende eigentlich erst zu Silvester 2000/2001<br />
stattfindet. Leider war die Menschheit so dumm oder die zuständigen Techniker nicht schlau genug,<br />
diese Tatsache zu bedenken, was uns eine Menge Ärger mit der Doppelnull erspart hätte. Dummer<br />
Weise stellt diese kleine Unachtsamkeit die Menschheit vor ein noch nie dagewesenes Problem:<br />
&quot;Zu keiner anderen Zeit in unserer Geschichte sind wir mit einer Tatsache konfrontiert worden,<br />
die einen Endtermin hat, der absolut nicht veränderbar ist. In der Vergangenheit konnten wir<br />
immer noch auf eine Lösung in letzter Minute hoffen, auf eine rund-um-die-Uhr Verhandlung oder<br />
für eine Rettung in letzter Minute beten&quot;, schreiben John L. Petersen, Margaret Wheatley und<br />
Myron Kellner-Rogers in ihrem lesenswerten Aufsatz unter mit dem Titel  <a href="http://www.angelfire.com/ca/rhomer/deutsch.html"><br />
&quot;Das Jahr 2000: Soziales Chaos oder Gesellschaftliche Transformation?&quot;</a>.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da also in letzter Minute kein James Bond auftauchen wird, der die Uhr eine Sekunde vor dem<br />
Ablaufen des Countdowns anhält oder die Bombe rechtzeitig entschärft, kann man eigentlich nur<br />
versuchen, Risiken und Chancen rational zu ergründen und wie in dem Text geschehen gegeneinander<br />
abzuwägen. In den Augen der Autoren ist Y2K vor allem: &quot;Ein technologisches Problem, das nicht<br />
mit Technologie behoben werden kann. Erstmalig ein nicht überschreitbarer Endtermin. Eine<br />
systemische Krise, die niemand alleine lösen kann. Eine Krise über Grenzen und Hierarchien<br />
hinweg. Eine Entwicklungschance für Personen und Organisationen. Eine Gelegenheit, größere<br />
Systeme zu vereinfachen und umzugestalten.&quot; Die Vermutung liegt nahe, daß der eigentliche<br />
soziale Effekt des Jahr Y2K Problems in der gesellschaftlichen Vergegenwärtigung und Auseinandersetzung<br />
mit der Tatsache liegt, daß wir mittlerweile in allen gesellschaftlichen Teilbereichen und<br />
der alltäglichen Lebenswelt auf Gedeih und Verderb mit Computertechnologie verbunden sind.<br />
Vor allem die Apokalyptiker und Technikskeptiker, die immer noch daran glauben zumindest einige<br />
Entwicklungen der Computerisierung und Informatisierung der Gesellschaft zurückdrehen oder<br />
zumindest auf ein erträgliches Maß regulieren zu können, haben sich im Aufwind der Ungewißheit<br />
des Y2K Problems noch ein letztes Mal versammelt und hoffen zur Jahrtausendwende auf die<br />
schlagartige Einlösung ihrer pessimistischen Prognosen, idealer Weise durch den Rückfall in eine<br />
computertechnische Steinzeit. Voraussichtlich wird jedoch wenig dergleichen passieren, aber<br />
dennoch wird es nie wieder so wie früher sein. Die Vorstellung einer computerlosen und<br />
kommunikationstechnisch unvernetzten Gesellschaft wird eine historische sein. Ihre Anwesenheit<br />
wird hingegen einer unhintergehbaren und vermutlich nie wieder in dieser Intensität hinterfragten<br />
Normalität werden.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Episode 2: Der politische Prozeß</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/star-wars-phantom-politics/episode_2_der_politische_prozess-955/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Wars - Phantom Politics]]></category>
		<category><![CDATA[politisches System]]></category>
		<category><![CDATA[Star Wars]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/episode_2_der_politische_prozess-955/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Konfliktkonstellation und Lösungsstrategien</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Konfliktkonstellation und Lösungsstrategien</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Der Name des administrativen Zentrums der interplanetarischen Gemeinschaft, &quot;Coruscant&quot;,<br />
klingt im englischen Original dem spanischen Wort &quot;corazon&quot; zum Verwechseln ähnlich &#8211; doch<br />
der Herzmuskel des politischen Universums benötigt offenbar einen Bypass: die nur noch<br />
schwer zu kontrollierende Bürokratie erschwert das Regieren und hat den Kongress zu einem<br />
Debattierklub degenerieren lassen.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In einer Sondersitzung des Senats (parallel tagt die Tafelrunde der Jedi-Ritter) beklagt sich<br />
Königin Amidala über die Repressalien des Handelsimperiums, das inzwischen ihren<br />
Heimatplaneten Naboo besetzt hält. Auffallend an der Konflikt-Konstellation im Senat ist, daß<br />
sich hier die Repräsentanten souveräner Planeten mit einer supraplanetarischen Organisationen<br />
wie der Handelsföderation auseinandersetzen müssen. Offenbar hält der Handelsverbund selbst einen Sitz im<br />
Galaktischen Senat, dem aggressiven Planetenbund wird somit der Status eines<br />
vollwertigen Mitgliedes zuerkannt. Damit gerät allerdings die angestrebte<br />
Gleichberechtigung aller Abgeordneten aus den Fugen und die parlamentarische<br />
Konstruktion in eine Schieflage.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während die äußere Architekur an ein überdimensionalen Pilz erinnert, spiegelt der Senatssaal<br />
im Inneren die Dimensionalität des (Welt-)Raums wieder, die in ihm repräsentiert wird. Die<br />
Vertreter der Bundesplaneten und Planetenbünde sind in freischwebenden Logen plaziert, die<br />
das gesamte Rund der Kuppel ausfüllen. Damit wird über die meist kreisförmige Anordnung<br />
irdischer Parlamente hinausgegangen, die die Erde noch als Scheibe symbolisieren. Somit<br />
werden weitere Achsen innerhalb des politischen Spektrums erschlossen: neben den alten<br />
Gegensatz von &quot;rechts&quot; und &quot;links&quot; können nun auch &quot;oben&quot; und &quot;unten&quot; als politische<br />
Richtungsbezeichnungen treten.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Galaktische Senat wählt auch einen Obersten Kanzler, der auf einer zentral positionierten<br />
säulenartigen Empore der Versammlung vorsitzt &#8211; es fehlen allerdings die Logen für<br />
Regierungsmitglieder. Ohnehin gibt die eigentliche Führungsperson eine traurige<br />
Figur ab. Sein Handeln ist nahezu darauf beschränkt, als Sitzungsleiter die<br />
verschiedenen Abgeordneten aufzurufen. Ist den Parlamentsmitgliedern einmal das<br />
Rederecht zuerteilt, schweben die Redner samt ihrer Loge von der Kuppel herab und<br />
können dann ihre Anliegen vorbringen. Begleitet werden sie von einer mobilen<br />
Kameraeinheit, die alle Äußerungen in das senatoriale Soundsystem übertragen. Von<br />
Königin Amidala der Machtlosigkeit bezichtigt, schluckt Kanzler Valorum nur und<br />
erhält dann Einflüsterungen von zwei links und rechts von ihm positionierten<br />
&quot;Bürokraten&quot;. Die galaktische Verwaltungsmaschinerie hat das demokratisch gewählte<br />
Oberhaupt längst zu einer Sprechpuppe werden lassen.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als die Prinzessin vehement das Verhalten des Senats in der Naboo-Krise kritisiert, ist der<br />
schwache und korrumpierbare Kanzler Valorum nur in der Lage, eine Kommission<br />
einzuberufen und mit der Untersuchung der Anschuldigungen vor Ort zu beauftragen. Diese<br />
Konstellation mag an das bisweilen unglückliche Agieren des Sicherheitsrates der UNO<br />
erinnern, der über Beschlüsse debattiert oder diese blockiert, während militärische Fakten<br />
geschaffen und ihre Beobachter zu Geiseln werden.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Königin Amidala bleibt daraufhin nur der Ausweg, ein Mißtrauensvotums gegen den Kanzler zu<br />
beantragen. Dazu ist sie laut intergalaktischer &quot;Verfassung&quot; als Herrscherin eines souveränen<br />
Systems legitimiert. Diese Konstellation ist durchaus mit dem Mißtrauensvotum von Kohl gegen<br />
Schmidt 1982 vergleichbar, denn umgehend wird der Abgeordnete ihres Heimatplaneten, der<br />
angesehene Senator Palpatine, als einer von drei neuen Kanzlerkandidaten aufgestellt und<br />
später auch gewählt. Palpatine hat sich sein Ansehen zunaechst als Gesandter von Naboo<br />
erworben und ist dann zum &quot;Regionalvertreter&quot; mehrerer benachbarter Planeten aufgestiegen.<br />
Damit versammelt er offenbar eine Art &quot;Fraktion&quot; hinter sich, die vornehmlich durch<br />
geopolitische Interessen zusammengehalten wird. Dies fügt sich zwar gut in das Szenario des<br />
Handelskrieges ein, erscheint aber im Zeitalter der Hyperraumfahrt auch ein wenig<br />
anachronistisch.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese dramatische Szene im galaktischen Parlament wird auch von alten Bekannten beobachtet:<br />
Nicht nur haben die &quot;Wookies&quot;, das Volk von Han Solos Gefährten Chewbacca eine eigene<br />
Box, sondern auch die bereits auf der Erde gesichtete Spezies mit dem Leuchtfinger ist dort<br />
anwesend. In einer kurzen Schnittfolge direkt nach dem Mißtrauensantrag ist im linken<br />
Bildvordergrund eine Gruppe von drei E.T.´s zu sehen.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da der galaktische Gerichtshof nicht schnell genug auf den Plan treten kann, bleibt Königin<br />
Amidala nichts anderes übrig, als in der Phase des Übergangs nach Naboo zurückzukehren und<br />
eine kriegerische Konfliktlösung anzustreben. Damit handelt sie frei nach der Clausewitzschen<br />
Devise: &quot;Krieg ist die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln.&quot; Und sie folgt damit dem<br />
genuinen Politikbegriff der &quot;Star Wars&quot;-Saga, der auf einem politischen System aufbaut, das<br />
extrem auf das Element der Legislative verkürzt erscheint. Trotz einiger staatskundlicher<br />
Schwächen verdient das Werk von George Lucas aber noch immer das Prädikat &quot;pädagogisch<br />
wertvoll&quot;.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Schon jetzt!:<span style="font-size: x-small"> <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/film/starwars3.shtml">Episode 3 &#8211; Phantom<br />
Politics </a></span></b><br />
</span></p>
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