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	<title>Elena Klaas &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Elena Klaas &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Europäischer Gerichtshof kippt die anlasslose Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europaeischer-gerichtshof-kippt-anlasslose-vorratsdatenspeicherung-150813/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2016 11:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH Urteil]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab sofort ist die Speicherung der Vorratsdaten europäischer Bürger nicht mehr ohne konkreten Anlass möglich. Dies entschied am Mittwoch der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
<div class="pdf-page">
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jana-Donat_Europaflagge.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150814 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jana-Donat_Europaflagge-630x334.jpg" alt="" width="630" height="334" /></a><br />
Ab sofort ist die Speicherung der Vorratsdaten europäischer Bürger nicht mehr ohne konkreten Anlass möglich. Dies entschied am Mittwoch der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.</p>
<p class="text-wrapper user-select-text">Nach Anfragen eines schwedischen und britischen Gerichts <a href="http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2016-12/cp160145de.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärte</a> der EuGH, dass sich die anlasslose Vorratsdatenspeicherung nicht mit den EU-Grundrechten vereinen lässt. Mit der Begründung, die Speicherung der Daten ließe “sehr genaue Schlüsse auf das Privatleben” der Bürger zu, müssen anders formulierte Gesetze der Mitgliedsstaaten nun außer Kraft treten. Somit muss auch Deutschland reagieren, und das erst Ende 2015 verabschiedete Gesetz zur Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten wieder aufheben.</p>
<p>Ausnahmen dürfen nur gemacht werden, wenn eine konkrete Bedrohung der öffentlichen Sicherheit besteht, oder um schwere Straftaten zu bekämpfen. Auch hierbei jedoch setzt der Gerichtshof auf eine Formulierung präziser Gesetze, damit die Daten ausreichend von Missbrauchsrisiken geschütz werden. In solchen Fällen muss die Speicherung von Telekommunikationsdaten auf bestimmte Personen abzielen sowie zeitlich und örtlich begrenzt stattfinden.</p>
</div>
</div>
<p>Titelbild: Europaflagge von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Haftung bei Links: Was folgt aus dem Urteil?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/teure-links-linkhaftungsurteil-150788/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2016 10:56:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Linkhaftungsurteil]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Landgericht Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Heise Online]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer einen Link auf eine Seite mit illegalen Inhalten setzt, kann dafür haftbar gemacht werden. Das im September 2016 gefällte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="text-wrapper user-select-text"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RechtUnrecht.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150801" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/RechtUnrecht.png" alt="rechtunrecht" width="630" height="330" /></a>Wer einen Link auf eine Seite mit illegalen Inhalten setzt, kann dafür haftbar gemacht werden. Das im September 2016 gefällte Linkhaftungs-Urteil des Europäischen Gerichtshof wurde letzte Woche vom Landesgericht Hamburg angewandt. Wir haben bei dem Experten für digitales Urheberrecht David Pachali nachgefragt, was dies konkret bedeutet und welche Auswirkungen sich dadurch für die Zukunft der Netzwelt ergeben.</p>
<p class="text-wrapper user-select-text">Wenn Webseiten-Betreiber auf Internetseiten mit rechtswidrigen Inhalten verlinken, können sie laut dem Europäischen Gerichtshof nun dafür abgemahnt werden. Dieses Linkhaftungsurteil hat nun auch das Landgericht Hamburg zum ersten Mal angewendet und einem Anbieter von Lehrmaterial eine Abmahnung von 1.000 Euro zukommen lassen. Nach Anfragen der <a href="http://https://www.heise.de/newsticker/meldung/LG-Hamburg-will-Rechtmaessigkeit-seiner-Online-Inhalte-nicht-rechtsverbindlich-erklaeren-3568292.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise Gruppe</a> wollte jedoch nicht einmal das Landgericht selbst die Rechtmäßigkeit seiner Online-Inhalte für rechtsverbindlich erklären. Um genauer zu verstehen, was das Urteil nun eigentlich beinhaltet, hat uns der Redaktionsleiter der Website<a href="https://irights.info/was-ist-irightsinfo-redaktion" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> iRights.info</a> seine Einschätzungen dazu mitgeteilt.</p>
<p class="text-wrapper user-select-text"><strong> Das Urteil bezieht sich auf eine gewerblich betriebene Website mit „Gewinnerzielungsabsicht“. Können Sie erklären, welche verschiedenen Akteure darunter fallen? Ein privat geführter Blog, der Einnahmen über Bannerwerbung oder Affiliate-Links generiert? Eine Geschäftswebsite, die nur als Visitenkarte genutzt wird und über die primär nichts verkauft wird? Oder andersrum gefragt, wer fällt nicht darunter und muss sich erstmal keine Sorgen machen, wohin er von seiner Website aus verlinkt?</strong></p>
<p>David Pachali: Allgemeingültige Regeln gibt es leider noch nicht. Bislang gibt es ja nur zwei Entscheidungen in genau diesem Zusammenhang: Eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg und eine Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom September, auf die sich das Landgericht Hamburg beruft — oder zumindest glaubt, sich berufen zu können.</p>
<p>Es ist vielleicht hilfreich, sich vor Augen zu führen, wie es zu der Rechtsprechung überhaupt kam: Bei dem Fall am EuGH ging es um ein reichweitenstarkes Klatsch-Portal eines Verlagsunternehmens. Da war es so, dass die Seite auf Fotos verlinkte, die bei einem Filehoster unerlaubt veröffentlicht waren. Als die Fotos dort gelöscht wurden, tauchten sie anderswo wieder auf und die Seite verlinkte auch dorthin. Damit war es relativ eindeutig: Die Seite weiß, was sie tut, und verlinkt dennoch auf Urheberrechtsverletzungen.</p>
<p>Entscheidend ist nach diesem Urteil daher die Kenntnis oder das „Kennenmüssen“: Müsste ein Seitenbetreiber wissen, dass die verlinkten Inhalte Urheberrechte verletzen – und tut er es dennoch? Bei Seiten mit „Gewinnerzielungsabsicht“ kann man nach Ansicht des EuGH vermuten, dass sie von Urheberrechtsverletzungen wissen müssten. Der EuGH hat dann noch versucht, zumindest private Nutzer aus der Schusslinie zu nehmen. Aber da tut sich natürlich ein riesiger Graubereich auf.</p>
<p>In diesem Graubereich hat das Landgericht Hamburg dann noch einmal sehr schnell zugunsten von Rechteinhabern entschieden. Da ging es um eine Website, auf der der Betreiber auch Lernmaterial gegen Geld anbot. Nach Ansicht des Landgerichts Hamburg war das ausreichend für die „Gewinnerzielungsabsicht“. Es soll dabei nicht auf den konkreten Link ankommen, sondern die Website als ganze.  Einen ähnlichen Graubereich gibt es zum Beispiel bei Creative-Commons-Lizenzen zur nicht-kommerziellen Nutzung. So unbefriedigend es ist: Wer sonst darunter fällt und Kenntnis haben müsste, müssen dann weitere Gerichtsentscheidungen zeigen.</p>
<p><strong>Bezieht sich das Urteil auf die Setzung eines Hyperlinks auf ein konkretes Objekt (z.B. Foto, Video, Text), eine Unterseite, oder auf die ganze Webpräsenz?<br />
</strong><br />
Bei der Entscheidung des Landgerichts Hamburg ging es um einen Link, der direkt auf eine Unterseite mit der Rechtsverletzung führte. In dem Fall vorm Europäischen Gerichtshof führte der Link auf eine Zwischenseite und man musste sich noch mal weiterklicken. Wie tief man da prüfen soll, kann derzeit leider niemand mit Sicherheit sagen.</p>
<p><strong>Wie kann ich denn überhaupt erkennen ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt?</strong></p>
<p>Das wüsste ich auch gerne. Denn sehr häufig ist selbst für geübte Augen gar nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob auf einer Website Urheberrechte verletzt werden. Nur selten ist das relativ deutlich. Wenn zum Beispiel auf einer Website mit so einer Südsee-Adresse Kinofilme massenhaft kostenlos bereitstehen, wird es wohl nicht mit rechten Dingen zugehen.</p>
<p>Aber das erwähnte Urteil des EuGH beschränkt sich nicht auf „offensichtliche“ Rechtsverletzungen, bei denen sich dieser Eindruck unmittelbar aufdrängt. Wer verlinkt, soll vielmehr aktiv nachforschen. Aber selbst, wer zum Beispiel bei einer anderen Website nachfragt, ob dort alles OK ist, kann nicht sicher sein, dass nicht doch irgendwo Urheberrechte verletzt werden. Es könnte ja zum Beispiel in der Lizenzkette ein Fehler passiert sein. Diese Prüfpflicht ist aus einer sehr speziellen Konstellation entstanden, aber in der Praxis ist das ziemlich weltfremd.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">
<p style="text-align: right;"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/david-1-color-print.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-150805 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/david-1-color-print-305x305.jpg" alt="david-1-color-print" width="168" height="168" /></a><strong>David Pachali </strong>ist Redaktionsleiter der Webseite <a href="https://irights.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights.info</a>. Er ist außerdem als freier Journalist und Experte für Urheberrecht in der Netzpolitik tätig. Weitere Infos: <a href="http://david.pachali.net/">http://david.pachali.net/</a></div></div><br />
<strong>Angenommen, ich überprüfe die Website, auf die ich verlinken will, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Was passiert, wenn der Websitebetreiber im Nachhinein illegale Inhalte online stellt bzw. mit seinen Inhalten gegen das Urheberrecht verstößt. Müsste ich in bestimmten Zeiträumen die Website und ihre Inhalte kontrollieren, um mich abzusichern?<br />
</strong><br />
Auch das kann im Moment niemand mit Sicherheit sagen.</p>
<p><strong>Bezieht sich die Entscheidung nur auf Webseiten oder auch auf Links, die man in Social Media postet?<br />
</strong><br />
In den beiden Entscheidungen spielte Social Media keine Rolle. Für die Betreiber sozialer Netzwerke gilt meist ein sogenanntes Haftungsprivileg, solange sie nicht wissen, was ihre Nutzer posten. Für die Nutzer selbst macht es aber keinen großen Unterschied, ob sie Links auf einer Website setzen oder in sozialen Netzwerken. Von daher ist die Frage bei Social Media dieselbe: Müsste, wer öffentlich postet, von Urheberrechtsverletzungen wissen, weil er mit „Gewinnerzielungsabsicht“ handelt?</p>
<p>Zusätzlich ist bei sozialen Netzwerken relativ ungeklärt, ab wann dort eine „Öffentlichkeit“, so wie das Urheberrecht sie versteht, erreicht ist. Unter Umständen kann sie sich auch ergeben, wenn man technisch betrachtet nicht „öffentlich“ postet. Andererseits: Wenn man bedenkt, dass bei Social Media schon bislang vieles ungeklärt war, passiert relativ wenig. Die Warnungen vor Abmahnwellen waren meist etwas vorschnell, auch wenn es natürlich immer wieder Probleme gibt. Meine Twitter-Timeline war auch schon vor den Link-Urteilen zu gefühlt einem Drittel illegal oder halblegal.</p>
<p><strong>Wenn nicht mal das Landgericht Hamburg auf Anfrage eine rechtsverbindliche Erklärung über die einwandfreie Rechtmäßigkeit seiner Inhalte abgegeben kann oder will, wie soll man vorgehen, wenn man eine Anfrage eines anderen Webseiten-Betreibers erhält?<br />
</strong><br />
Die Anfrage von Heise Online beim Landgericht Hamburg zeigt ja auf kluge Weise, wie schnell man nach dieser Entscheidung in der Realsatire landet. Ich würde so eine rechtsverbindliche Erklärung als angefragter Website-Betreiber auch nicht abgeben.</p>
<p><strong>Wie würden Sie nun weiter vorgehen &#8211; Ist es erstmal sicherer, bis auf weitere Rechtsprechungen, alle Links zu entfernen?<br />
</strong><br />
Sicherer wäre es, aber vor allem würde ich jetzt nicht in Panik verfallen. Man könnte vorsichtshalber auch die Kommunikation über das Internet einstellen und die Kulturtechnik der Verlinkung zu den Akten legen. Die Frage ist doch: Zu welchem Preis? Wenn Websitebetreiber aus Angst keine Links mehr setzen, gibt es ein ernstes Problem für die Meinungs- und Informationsfreiheit. Das hat auch der EuGH nach meiner Meinung zu wenig bedacht. Diese Gefahr ist in dem Urteil angelegt, auch wenn das Landgericht Hamburg in dem konkreten Fall vielleicht einfach falsch entschieden hat. Aber es muss sich noch herausschälen, was daraus in der Praxis für Website-Betreiber folgt.</p>
<p><strong>Wie sehen Sie die weitere Entwicklung? Worauf können wir uns einstellen?<br />
</strong><br />
Die Entscheidung des Landgerichts war ja eine einstweilige Verfügung — eine Art Eilverfahren, aus dem man letztlich noch keine allgemeinen Regeln ableiten kann. Wie weit die Prüfpflichten bei der Verlinkung reichen, musste das Gericht nicht weiter erörtern, weil der Webseitenbetreiber erklärt hatte, dass er zu Prüfungen gar keinen Anlass sehe und die Entscheidung so akzeptiert hat.</p>
<p>Ich erwarte, dass es da in naher Zukunft weitere Entscheidungen geben wird. Es ist immerhin möglich, dass die Gerichte die Link-Prüfpflicht dann zumindest wieder auf ein halbwegs praktikables Maß zurechtstutzen und sich der Schaden durch das EuGH-Urteil in Grenzen hält. Außerdem hoffe ich auf die normative Kraft des Faktischen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/absturz-administrator-angriff-at-62281/">Pixabay</a>, CC0 bearbeitet<br />
Portrait: Bereitgestellt von David Pachali, Copyright: Mika Redeligx</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>“Wir müssen aufhören zu überlegen, wie wir ganze Institutionen transformieren können” &#8211; Anja C. Wagner im Gespräch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wir-muessen-aufhoeren-die-institutionen-transformieren-zu-wollen-interview-anja-wagner-150766/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2016 14:27:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative Digitale Region]]></category>
		<category><![CDATA[Anja C. Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgruppe Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Zahlreiche Initiativen haben im Jahr 2016 die Chancen und Hindernisse der Digitalisierung in verschiedenen Kontexten diskutiert. Wir haben mit der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
<div class="text-wrapper user-select-text">
<p class="text-wrapper user-select-text"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-150767" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-630x330.png" alt="Arbeitsgruppe Bildung und Lernen" width="630" height="330" /></a>Zahlreiche Initiativen haben im Jahr 2016 die Chancen und Hindernisse der Digitalisierung in verschiedenen Kontexten diskutiert. Wir haben mit der Bildungsberaterin Anja C. Wagner über ihre Beteiligung in der Initiative Digitale Region und die Zukunft der Bildung gesprochen.</p>
<p class="text-wrapper user-select-text">Die 11. Initiative Digitale Region hat sich auch in diesem Jahr intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die ländlichen Räume beschäftigt (Den Bericht über die Abschlussveranstaltung der Initiative finden Sie <a title="Chatbots und autonome Shuttles auf dem Land – Der Abschlussbericht der 11. Initiative Digitale Region" href="http://politik-digital.de/news/chatbots-und-autonome-shuttles-auf-dem-land-der-abschlussbericht-der-11-initiative-digitale-region-150679/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>). Neben Politik, Wirtschaft und Logistik war auch das Thema Bildung ein wichtiger Bestandteil. Wieso es für die Zukunft elementar sein wird, die Bildung in Deutschland grundlegend zu verändern, und wie dies mit Initiativen wie der Digitalen Region gefördert werden kann, erläutert die Leiterin der Bildungsgruppe im Interview.</p>
<p><strong>Frau Wagner, viele digitale Transformationsprozesse werden mittlerweile mit der Endung 4.0 versehen. Was verstehen Sie unter Arbeit und Bildung 4.0?</strong></p>
<p>Der Begriff “Arbeit 4.0” wurde vom Arbeitsministerium benannt, um im Gegensatz zur Industrie 4.0 die Arbeitnehmersicht mit einzubeziehen. Aber da der Begriff anfangs sehr stark von Großkonzernen geprägt wurde, rückte damit der Blick auf die klein- und mittelständigen Unternehmen, sowie auf die Freiberufler und Selbständigen in den Hintergrund. Das wollen wir ändern. Die Sichtweise, die wir auf die klassische Arbeit haben, und woraus wir unsere ganze Gesellschaft ableiten, funktioniert meines Erachtens nicht mehr. Das ist der Grund, warum wir über Transformation nachdenken müssen.</p>
<p><strong>Spezifisch im Kontext der Bildung; wo fängt dort die Transformation an – in der Schule?</strong></p>
<p>Ich würde mich dem Thema anders nähern. Nämlich mit der Frage, wo wir eigentlich hin wollen. Was ist denn das Ziel? Wie soll unsere Gesellschaft aussehen? Es häufen sich ja die Anzeichen, dass wir weg müssen von der Wachstumsgesellschaft und hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Von dem Ziel ausgehend muss das Bildungssystem verändert werden. Und da kommen wir zu dem Schluss, und das verstärkt sich immer mehr, dass das bestehende Bildungssystem den Anschluss total verloren hat. Auch in der Digitalisierungsdebatte.</p>
<p>Wenn durch die Digitalisierung die Arbeit vieler Erwachsener bald wegfällt, dann müssen wir heute handeln.  Wir müssen ihnen zeigen, wie sie ihre Intelligenz und ihr Wissen trotzdem noch konstruktiv einbringen können, und dazu brauchen wir neue Räume. Wir brauchen Infrastrukturen, um den Menschen einen Rahmen zu bieten, wo sie sich entfalten können, wo sie weiterlernen können und neue Ideen bekommen. Das könnten z.B. Co-Working- oder Makerspaces sein, auf jeden Fall aber eine Art sozialer Treffpunkt, der nicht mit alten Strukturen besetzt ist. Wir brauchen neutrale Orte, wo Menschen verschiedener Herkunft zusammenkommen. Und wenn wir diese Räume erst einmal haben, dann können wir überlegen, wie die traditionellen Bildungsinstitutionen dazu einen Beitrag leisten können.</p>
<h3 style="text-align: right"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Anja-C.-Wagner.jpg"><img decoding="async" class="  aligncenter wp-image-150768 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Anja-C.-Wagner-305x341.jpg" alt="" width="181" height="202" /></a><strong>Dr. Anja C Wagner</strong> beschäftigt sich mit globaler Transformation im digitalen Wandel. Mit dem Unternehmen FrolleinFlow GbR bietet sie heute Studien, Vorträge, Consulting und verschiedenene Online-Projekte an. Weitere Infos: <a href="http://acwagner.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://acwagner.info</a></div></div></h3>
<p><strong>Ihnen geht es also weniger darum, digitale Kompetenzen in Deutschland auszubauen, sondern mehr darum, dass man diese Räume schafft, um Leute zum Nachdenken anzuregen und ihre Überlegungen dann mit anderen zu teilen?</strong></p>
<p>Genau. Diese Diskussion über digitale Kompetenzen ist nicht sinnvoll, weil sie von den Institutionen aus gesteuert wird. Ich denke, wir brauchen generell eine digital offenere Kultur; der Diskurs momentan handelt ja mehr von den Problemen als den Chancen. Und wenn diese Offenheit gelingt und dann z. B. die Verwaltung mehr digitalisiert wird, und sogar die gesamte Sozio-Ökonomie, dann ist man als Bürger ja fast gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen und kann so digitale Kompetenz erlangen. .</p>
<p><strong>Konkrete, schnell umgesetzte Maßnahmen helfen also nicht, langfristige Lösungen zu finden?</strong></p>
<p>Das kommt darauf an. Ich habe z.B. mit Margret Rasfeld von der evangelischen Schule in Berlin Mitte gesprochen. Es ist bemerkenswert, was auch innerhalb des bestehenden Systems schon möglich ist. Die haben dort keine gute Internetverbindung und setzen wenig Digitales ein. Stattdessen werden die Kinder zu mehr Offenheit und mehr Verantwortung “erzogen”. Das heißt, ihnen werden Räume angeboten, wo sie dies entwickeln können. Und das ist viel wichtiger als das da irgendwie ein Computer eingesetzt wird. Das sind die Schulen, an denen man sich orientieren sollte.</p>
<p><strong>Auf der Online Educa Berlin hat der PISA-Koordinator Andreas Schleicher davon gesprochen, dass Kompetenzen wie kritisches Denken und Hinterfragen relevanter sind als bloßes Wissen. Sehen Sie das genauso?</strong></p>
<p>Grundsätzlich ja. Vor ein paar Jahren hat er mal über die “4 Ks” gesprochen, die zentrale Kompetenzen sein sollen: Kommunikation, Kollaboration, kreatives Denken und kritisches Denken. Ich bin aber kein Fan von dem Plural in “Kompetenzen”. Ich finde, es gibt nur eine Kompetenz: in dem Moment, wo man auf ein Problem stößt, muss man die Kompetenz haben, das lösen zu können. Um die Kompetenz zu haben, braucht man einerseits ein paar Fähigkeiten, die man irgendwo erworben hat. Zweitens braucht es das notwendige Wissen, das man entweder selbst hat oder auf das man zugreifen kann. Außerdem braucht es eine offene Kultur die erlaubt, dass man dieses Problem überhaupt lösen darf. Und schließlich braucht man Rahmenbedingungen, also Technologien, mit Hilfe dessen man das Problem dann angehen kann. Und diese 4 Kategorien, das zusammen ist erst Kompetenz. Denn wenn wir diesen Kompetenzbegriff immer nur an die Person binden, dann ist dies eine Individualisierung, die den Blick auf das eigentliche Problem verstellen kann. Dann heißt es oft: “Sie haben nicht genug gelernt, sonst hätten Sie ja die Kompetenz” Das stimmt aber oftmals nicht, denn es sind häufig die Rahmenbedingungen, die nicht stimmen. Eben dass kompetente Menschen nicht kompetent handeln können. Aber ich finde schon auch, dass wir auf die 4Ks Wert legen müssen. Zudem braucht es meiner Meinung nach eine Person darüber hinaus Empathiefähigkeit, Resilienz und Netzkompetenz.</p>
<p><strong>Ähnlich äußert sich Herr Schleicher, gerade was die Empathie angeht. Aber das sind ja im Grunde Charaktereigenschaften. Die können einem bestimmt bis zu einem bestimmten Grad auch beigebracht werden, aber nicht immer. Wie kann man das unterstützen?</strong></p>
<p>Wenn man diese Fähigkeiten fördern will, dann müssen wir eben überlegen wie das Bildungssystem aussehen müsste, damit Menschen, junge Menschen, die zuhause nicht das ideale Umfeld haben, genau das vorfinden. Ob das jetzt Schulklassen der heutigen Art sind, das würde ich hinterfragen. Man muss Kindern eine Anlaufstelle bieten, die ganz anders aussehen könnte als die heutigen. Da gibt es ja zB die Sudbury School, die Kindern einen Rahmen bietet, wo sie hingehen können. Das ist aber eben nicht so durchdekliniert mit Frontalunterricht und einem Lehrer vorne, der alles besser weiß. Dort  ziehen sich die Kinder im Grunde selbst die Sachen raus, die sie interessant finden.</p>
<p><strong>Also geht es dann da wie in den USA auch viel mehr um das individuelle Lernen, das von der Digitalisierung gestützt wird und darauf abzielt, dass jeder Schüler seinen persönlichen Fortschritt macht?</strong></p>
<p>Also das “adaptive learning” kann durchaus sinnvoll sein. Das ist super, gerade wenn man etwas umlernen will und einem durch Algorithmen individuell geholfen wird. Aber das reicht nicht, um solch eine Charaktereigenschaft aufzubauen. Da braucht es noch viel komplexere soziale wie kulturelle Rahmenbedingungen als nur die Kinder oder auch die Erwachsenen mit der Technologie alleine zu lassen. Die haben dies ja nie gelernt, adäquat damit umzugehen und sich die eigene Kompetenz zu formen.</p>
<p><strong>Im Projekt Digitale Region haben Sie Ihre Erfahrungen bei der Leitung der Arbeitsgruppe Bildung eingebracht. Wie waren Ihre Erfahrungen damit?</strong></p>
<p>In diesen freiwilligen Initiativen melden sich natürlich auch einige Leute, um in die Netzwerke reinzukommen und um etwas von ihrem eigenen Unternehmen zu platzieren. Aber mit ein paar Leuten in der AG haben wir auch viel diskutiert und eine Umfrage vorbereitet. Obwohl der Rücklauf nicht superhoch war, gab es doch ein interessantes Ergebnis: Es wurde nämlich einheitlich gesagt, dass viele Akteure gar nicht mehr auf eine Entscheidung von oben warten, um etwas zu verändern, sondern dass die Kommunen auf individuelle Köpfe setzen, die etwas verändern wollen. Wir müssen aufhören zu überlegen, wie wir ganze Institutionen transformieren können. In allen Vereinen, Verwaltungen und Firmen gibt es diese 10-15% der Menschen, die nur darauf warten, dass sich endlich was verändert. Und für mich geht es nur noch darum, diese Menschen zu finden und miteinander zu vernetzen. Ich denke, dass wir nur so vorankommen.</p>
<p><strong>Das passt zu dem, was Sie eingangs gesagt haben. Man braucht Querdenkender, man hat sie auch, und die sind es, die das Ganze anfangen müssen, damit sich dann nachhaltig was verändern kann.</strong></p>
<p>Richtig. Aber die werden eben auch meistens blockiert, weil sie in der zweiten Reihe sitzen und nicht befördert werden, weil sie zu anstrengend sind. Und deswegen muss man Strukturen schaffen, in denen diese Leute eine Stimme bekommen. Wir brauchen Strukturen gegen die Blockierer. Und das ist nicht nur im Bildungssystem so, sondern auch in der Wirtschaftsentwicklung und in den Verwaltungsstuben. Wir brauchen also Anlaufstellen für die, die was machen wollen. Das passiert nicht in den alten Strukturen. Es muss eben der Software-Entwickler mit dem Handwerksbetrieb zusammendenken, und dann kann was ganz Neues entstehen. Und das ist dann Innovation.</p>
<p><strong>Also ist das Ihr Appell an den Bürger: Trauen Sie sich, finden Sie andere Menschen, mit denen sie sich verbinden können, seien Sie zusammen kreativ?</strong></p>
<p>Ja, ganz genau!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Arbeitsgruppe Bildung by Martha Friedrich, Erklärfilmstudio, licenced <a class="external" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY 4.0</a></p>
</div>
</div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Per Mausklick zum Master of Science</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2016 15:07:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[MOOCs]]></category>
		<category><![CDATA[Online Educa Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Online Universitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Studieren ist teuer und die Tendenz in vielen Ländern steigend. Gleichzeitig wird der Bedarf an Berufstätigen mit einem abgeschlossenen Studium [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
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<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2016-12-01-oeb-2229-2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-150715" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2016-12-01-oeb-2229-2-630x278.jpg" alt="2016-12-01-oeb-2229-2" width="630" height="278" /></a><br />
Studieren ist teuer und die Tendenz in vielen Ländern steigend. Gleichzeitig wird der Bedarf an Berufstätigen mit einem abgeschlossenen Studium immer höher. Bildungsforscher kritisieren jedoch die konventionellen Wege der Wissensvermittlung. Die Lösung ist für viele: mehr Einbindung der Digitalisierung im Bildungssektor. Wie das im Hochschulsystem funktionieren kann, zeigen drei konkrete Beispiele.</p>
<p>Die 22. OEB, eine globale Konferenz zu digital unterstütztem Lernen, griff auch dieses Jahr die zentralen Probleme der Bildung auf (einen allgemeinen Bericht über die Konferenz finden Sie <a title="Digitale und andere Kompetenzen: die Zukunft der Bildung" href="http://politik-digital.de/news/bericht-von-der-oeb-2016-150703/">hier</a>). Gerade die Verbesserung der Hochschulsysteme stand im Fokus vieler Diskussionen. In den Academic Sessions wurden unterschiedliche Beispiele von der Einbindung digitaler Aspekte in das Studium vorgestellt.</p>
<h3>Ein Maßstab für Online-Kurse</h3>
<p>In den letzten Jahren hat sich das Angebot von Online-Kursen stark erhöht. Immer mehr Menschen wollen an den sogenannten <a title="Massive Open Online Courses – Uni für alle?" href="http://politik-digital.de/news/massive-open-online-courses-uni-fuer-alle-145218/">MOOCS</a> (Massive Open Online Courses) teilnehmen. Je mehr Menschen sich jedoch auf die Online-Angebote verlassen, desto wichtiger ist es, dass die Qualität der Bildung auch im Netz gewährleistet ist.  Aus diesem Grund hat die European Foundation for Management Development das System EOCCS (Electronic Online Course Certification System) entwickelt, mit dem Online-Kurse zertifiziert werden. Im Jahr 2016 wurden 16 Business- und Management-Kurse von acht verschiedenen Universitäten, unter anderem von der HEC Paris, der Henley Business School und der Open University, zertifiziert.</p>
<p>Vier Aspekte bilden das Framework des Systems: der institutionelle Kontext, der Aufbau der Kurse, wie die Informationen konkret vermittelt werden, und die Qualität der Informationsvermittlung. Der Prozess, um EOCCS-zertifiziert zu werden, findet ebenfalls in vier Schritten statt. Die Universität kann den Antrag auf Zertifizierung jederzeit stellen und muss daraufhin Unterlagen und eine Selbsteinschätzung einreichen. Die Bewerbung wird dann in fünf bis zehn Wochen von einem Online-Ausschuss geprüft, und schließlich wird darüber abgestimmt ob das Zertifikat ausgestellt werden soll. Ist dies der Fall, bekommt der Online-Kurs spätestens zwölf Wochen nach der Bewerbung das Zertifikat, das drei Jahre lang gültig ist. Ähnlich wie bei herkömmlichen Universitäten gibt es somit also einen internationalen Maßstab, an dem sich Studenten orientieren können.</p>
<h3>Die erste Online-Universität der Welt</h3>
<p>Die Open University of Catalonia ist eine Online-Universität, die 1994 als erste Internet-Hochschule der Welt gegründet wurde und seitdem 58.000 Absolventen hervorgebracht hat. Sie bietet vollständige Master- und PhD-Programme auf Katalanisch, Spanisch und Englisch in verschiedenen Studienrichtungen wie Psychologie, Wirtschaft und Informatik. Das neueste Projekt der OUC ist die “Funiversity”, ein Studienformat, das ein Gleichgewicht zwischen Bildung und Entertainment garantieren will. Zwei Säulen des Projektes sind zum einen professionell produzierte Videos und zum anderen Spiele mit Lerneffekt.</p>
<p>Die Videos, die dem Dokumentationsstil von Vice ähneln, werden durch interaktive Inhalte ergänzt. So sieht man zum Beispiel beim Pausieren des Videos Extra-Infos darüber, welche zentralen Konzepte das Video beinhaltet, und weiterführende Links zur Vertiefung in das Thema. Außerdem können Studenten nachdem sie das Video beendet haben, ihr Wissen über die Inhalte in verschiedenen Fragen testen.</p>
<p>Quadrivia, das neueste Lernspiel der Universität, ist ein Quiz im Stil von Quizduell, wo Studenten gegeneinander antreten können. Die 30.000 Fragen wurden von den Professoren entwickelt und decken so die Inhalte der verschiedenen Kurse ab. Außerdem bekommen die Studenten nach jeder Runde Feedback zu ihrem Fortschritt. Besonders interessant beim Konzept der “Funiversity” ist, dass sich die OUC weniger an anderen, konventionellen Universitäten orientiert, sondern zunehmend an Entertainment Angeboten wie Netflix, wo Internetnutzer ihre meiste Zeit verbringen.</p>
<h3>Das 75/25-Konzept</h3>
<p>Ein weiteres Beispiel, wie das Internet für bessere Bildung genutzt werden kann, hat Klaas Wassens von der Erasmus University in Rotterdam vorgestellt. Nachdem die niederländische Universität festgestellt hatte, dass sich immer weniger Studenten für den Teilzeit-Master Business Administrations bewerben, entwraf die Universität das 75/25-Konzept. Anstatt den ganzen Master in den Räumen der Universität in Rotterdam stattfinden zu lassen, wurden 25% des Unterrichts auf Online-Elemente übertragen. Hierbei war es der Fakultät überlassen sich zu entscheiden, wie sie den Online-Unterricht gestalten. Beispiele reichen von Online-Vorlesungen über Simulationen von Tutorien und Tests, um den Fortschritt der Studenten zu überprüfen. Der erste Master in diesem Format, der im Januar 2015 startete, wird nun schon zum dritten Mal angeboten. Inzwischen hat das Programm wieder einen Zuwachs von 26% Studenten. Vor allem, so erklärt Klaas Wassens, seien mehr Studenten aus anderen Regionen der Niederlande dazugekommen. Das liegt vor allem daran, dass die Studenten nur noch zwei Mal in der Woche nach Rotterdam pendeln müssen, und somit Fahrtkosten und Zeit sparen. Das Konzept, das laut dem Professor auch auf andere Studienfächer übertragbar wäre, ist also vor allem für Städte interessant, in denen die Lebenskosten sehr hoch sind und viele Studenten daher weit außerhalb wohnen.</p>
<p>Alle drei Beispiele, die die Digitalisierung in einem unterschiedlichen Ausmaß in die Bildungsangebote einbinden, haben dasselbe Ziel: die Hochschulbildung für Menschen zugänglich machen, die durch finanzielle Beschränkungen sonst nicht dazu in der Lage wären. Außerdem lassen die neuen Formate hoffen, dass sich der Trend der digitalen Bildung weg von MOOCs mit einer hohen Dropoutrate und hin zu einem ernst genommenen Medium zur Wissensvermittlung entwickelt.</p>
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<p>Titelbild: <a href="http://www.online-educa.com/media/picture-gallery?page=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OEB</a> via online-educa.com, Copyright OEB16/ICWE GmbH</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Digitale und andere Kompetenzen: die Zukunft der Bildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2016 10:48:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Online Educa Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Tablets im Klassenzimmer, Hochschulkurse online und künstliche Intelligenz als Lehrer &#8211;  im Bildungssektor sind die Auswirkungen der Digitalisierung schon konkret [&#8230;]]]></description>
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<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/31017258340_a641c9bacc_z-2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150704" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/31017258340_a641c9bacc_z-2.jpg" alt="31017258340_a641c9bacc_z-2" width="640" height="307" /></a>Tablets im Klassenzimmer, Hochschulkurse online und künstliche Intelligenz als Lehrer &#8211;  im Bildungssektor sind die Auswirkungen der Digitalisierung schon konkret zu spüren. Inwiefern digitale Neuerungen in Schulen und Universitäten schon genutzt werden und was das für die Zukunft der traditionellen Bildung bedeutet, wurde zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember auf der 22. OEB Konferenz in Berlin diskutiert.</p>
<p>Die OEB ist eine globale, branchenübergreifende Konferenz über elektronisch unterstütztes Lernen. Mehr als 2.000 Teilnehmer aus 93 Ländern haben sich auch dieses Jahr wieder im Hotel Intercontinental versammelt, um sich in rund 100 Vorträgen und Seminaren von 270 Referenten über die Neuigkeiten in der digitalen Bildung zu informieren.</p>
<h3>Wem gehört die Bildung?</h3>
<p>Im Eröffnungsplenum der Konferenz diskutierten drei führende Köpfe aus dem Bildungssektor über die Zukunft der Bildung unter dem Thema “Owning Learning”. Andreas Schleicher, Leiter des Direktorats für Bildung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, hält ein vermehrtes Vermitteln von Kompetenzen für elementar. Er argumentiert, dass Fähigkeiten wie Kreativität und kritischem Denken, aber auch Charaktereigenschaften wie Neugierde, Resilienz und Courage immer wichtiger werden, um in der sich stetig wandelnden Arbeitswelt erfolgreich zu sein. Tricia Wang, eine global agierende Technologie-Ethnographin ist überzeugt, dass künstliche Intelligenz in der Bildung eine führende Rolle spielen wird. Jedoch müssten die Entwickler der Maschinen noch lernen, ihre Weltanschauung zu erweitern, damit die programmierten Algorithmen keine rassistischen oder sexistischen Weltanschauungen weitertransportieren, wie das heutzutage oft der Fall ist. Der dritte Teilnehmer der Diskussion war Roger Schenk, ein amerikanischer Visionär im Bereich virtueller Lernwelten und Kognitionswissenschaftler. Er plädiert für das Abschaffen von Prüfungen, da seiner Meinung nach die Universitäten, Politiker und Prüfungsunternehmen (Anm. d. Red: In den USA müssen für die Bewerbung an Universitäten standardisierte Tests wie die SATs abgelegt werden) zu viel Einfluss auf den Bildungssektor haben. Zur PISA Studie, deren neuesten Ergebnisse heute vorgestellt werden und die unter anderem von Andreas Schleicher koordiniert wurde, äußerten sich die beiden anderen Teilnehmer kritisch.</p>
<h3>Vorträge, Workshops, und hitzige Diskussionen</h3>
<p>Der Hauptteil der Konferenz bestand aus Workshops, Keynotes und Vorführungen zu verschiedenen Bereichen der digitalen Bildung. Die meisten Vorträge handelten von der Veränderung der Universitäten und wie diese die Digitalisierung besser nutzen könnten. Hierbei wurde jedoch oft theoretisch diskutiert und wenig konkrete Vorschläge gebracht (Anm. d. Red.: Ein Überblick über praktische Beispiele im tertiären Bildungssektor, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, finden Sie <a href="http://politik-digital.de/news/per-mausklick-zum-master-of-science-150714/">hier</a>). Verschiedene Workshops behandelten auch das Thema digitaler Kompetenzen: So haben zwei finnische Frauen ein <a href="http://lahiverkko.fi/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt</a> auf die Beine gestellt, in dem sie der älteren Gesellschaft durch ein Online-Magazin und Peer-to-Peer-Trainings die Nutzung sozialer Netzwerke beibringen. Ähnliche Projekte griffen die gleiche Problematik mit anderen Zielgruppen wie jungen Arbeitslosen oder Flüchtlingen auf. Auch die Diskussion um falsche News im Netz sowie die Zukunft der Bildung nach dem Brexit wurden in politischen Debatten aufgegriffen und heiß diskutiert. Interessierte des Business-Sektors konnten Vorträge über Consulting besuchen, darunter ein Workshop zweier britischer Entrepreneurs, die das Konzept <a href="http://www.wearehominal.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Service Design</a> für bessere Kundenbetreuung entwickelten.</p>
<h3>Virtuelle Klassenzimmer und Lern-Apps</h3>
<p>Zwischen den Vorträgen und in den Kaffeepausen präsentierten 73 Aussteller ihre Produkte zu unterschiedlichen Themenbereichen. So z. B. <a href="http://www.urkund.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urkund</a>, die führende Plagiatskontrolle weltweit, oder <a href="http://eu.getcatchbox.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Catchbox</a>, ein Schaumstoffwürfel mit eingebautem Mikrofon, der in großen Räumen zum Fragesteller geworfen werden kann. Außerdem wurden zahlreiche Apps vorgestellt, die das Lernen erleichtern sollen. <a href="https://www.supereddy.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SuperEddy</a>, eine App die von einem deutschen Team entwickelt wurde, und vor kurzem in mehreren Sprachen erschienen ist, hilft Kindern mit Legasthenie oder Dyslexia, in verschiedenen Spielen die Rechtschreibung zu lernen. Ein anderes Projekt aus Schweden, <a href="http://http://www.sciproprojects.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SciPro</a>, assistiert wiederum Studenten im Verfassen einer qualitativ hochwertigen Thesis auf Bachelor-, Master- oder PhD-Niveau. Über ein Online-Matching System werden Supervisor und Student verbunden und können digital durch kontinuierliche Feedbackmethoden zusammenarbeiten.</p>
<p>Auf der OEB wurde also viel geboten; vielleicht sogar ein wenig zu viel für zweieinhalb Tage. Nichtsdestotrotz gab die Konferenz einen guten Einblick in die Zukunft der Bildung im digitalen Zeitalter. Dies gilt auch im Bezug auf die Teilnehmer: Obwohl die Konferenz jährlich in Berlin stattfindet, stammt die große Mehrheit entweder aus Großbritannien, Skandinavien oder den USA. Diese Quote wiederum spiegelt wider, dass gerade in Deutschland im digitalen Bildungssektor noch viel getan werden muss.</p>
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<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/wilfredrubens/31017258340/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Educa Berlin</a> by Wilfried Rubens via flickr, CC BY-NC 2.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Chatbots und autonome Shuttles auf dem Land &#8211; Der Abschlussbericht der 11. Initiative Digitale Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2016 09:15:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chatbots]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative Digitale Region]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttles]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Country Projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Digitalisierung macht vor nichts halt &#8211; das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch stimmt das tatsächlich? Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digitale-Region.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-150680 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digitale-Region-630x346.png" alt="digitale-region by Martha Friedrich, Erklärfilmstudio" width="630" height="346" /></a></p>
<p>Die Digitalisierung macht vor nichts halt &#8211; das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch stimmt das tatsächlich? Die Beteiligten der 11. Initiative Digitale Region sehen das differenzierter. Denn obwohl die Digitalisierung der Start kontinuierlich fortschreitet und Projekte wie die Smart City von Wirtschaft und Politik gefördert werden, rücken die ländlichen Räume Deutschlands zunehmend in  den Hintergrund. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben das Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V. und Unternehmen für die Region e.V. einen Think Tank entwickelt, um ländliche Regionen für die digitale Zukunft vorzubereiten. Am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 hat die Initiative ihren Abschlussbericht in Berlin vorgestellt.<b> </b></p>
<p>Als Nachfolger des Smart Country Projektes sieht auch die 11. Initiative Digitale Region ein großes Potenzial in der digitalen Entwicklung des ländlichen Raumes. 70 ehrenamtliche ExpertInnen haben sich seit April 2016 engagiert, um Lösungsvorschläge zur Digitalisierung auf dem Land zu formulieren. Ihr Konzept setzt auf ein intensives Zusammenspiel von ExpertInnen und lokalen BewohnerInnen.  Zunächst entwickelten ExpertInnengruppen theoretische Ansätze mit fünf unterschiedlichen Themenbereichen: Arbeit &amp; Wirtschaft, Politik &amp; Verwaltung, Bildung &amp; Lernen, Mobilität &amp; Logistik sowie das Thema Facing Fears, wo es um die  Sorgen der BügerInnen angesichts der Digitalisierung geht. Nach einer Testphase entwickelten die Teams Parameter, die in einer digitalen Region vorhanden sein sollten. Hierzu gehören eine intelligente Infrastruktur von Breitband über ein intelligentes Straßennetz sowie die aktive Nutzung der Digitalisierung in der Bildung, Verwaltung und der Arbeitswelt. Außerdem setzt eine digitale Region auf Transparenz im Digitalisierungsprozess sowie bei der Partizipation ihrer BürgerInnen.</p>
<h3>Workshops in Wennigsen, Augsburg und Südniedersachsen</h3>
<p>In drei Modellregionen erarbeiteten BürgerInnen und ExpertInnen in Workshops Ideen für die praktische Umsetzung der Konzepte. So bemängelten die Beteiligten in der Gemeinde Wennigsen bei Hannover das Fehlen einer intelligenten Verwaltung. Als konkrete Lösung haben sich die 30 TeilnehmerInnen für einen Chatbot auf der Verwaltungswebsite ausgesprochen. Mit Hilfe des Chats können BürgerInnen etwa den Bot nach Öffnungszeiten erfragen, was die Verwaltungsmitarbeiter entlastet. Außerdem diskutierten sie das Einrichten eines Co-Working-Spaces, um Berufstätigen der Gemeinde das Pendeln nach Hannover zumindest teilweise zu ersparen. Der Workshop der zweiten Modellkommune in der Region Augsburg in Bayern hat sich vor allem auf das Thema digitale Kompetenzen spezialisiert. Die BürgerInnen hatten bemängelt, dass es in der Region keine Vorreiter der Digitalisierung gebe und somit wenig Fortschritt entstünde. Ein erster Schritt könnte das Einsetzen eines Digital-Dolmetschers sein, der in der Region als Ansprechpartner für digitale Orientierung sorgt. Außerdem sollen Fortbildungen und Workshops für einen digitalen Wissenstransfer angeboten werden. In Südniedersachsen war das vorherrschende Thema Mobilität. Der Workshop beschäftigte sich mit dem lückenhaften Öffentlichen Persönlichen Nahverkehr und wie dieser durch die Digitalisierung ausgebaut werden könnte. Konkrete Lösungen der TeilnehmerInnen waren zum Beispiel das Anbieten günstiger E-Bikes für SeniorInnen, die Entwicklung eines autonom fahrenden Shuttles mit flexiblem Kurs, sowie Güterversorgung durch Drohnen.</p>
<h3>Handeln und nicht nur Reden<b> </b></h3>
<p>Das letzte Kapitel des Abschlussberichts (<a href="http://blog.collaboratory.de/web/wp-content/uploads/2016/12/Digitale-Region_Hintergrundbericht_0112.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF)</a> beinhaltet Handlungsvorschläge für andere Regionen, weist aber auch darauf hin, dass es mehr Orte zum Testen digitaler Strategien geben müsse. Außerdem stellt die Initiative Empfehlungen auf, die sich aus den bisherigen Erkenntnisse ergeben: So müsse ein Perspektivwechsel auf den Menschen und seine alltäglichen Probleme als Ausgangspunkt vollzogen und die Bevölkerung konkret mit eingebunden werden. Ein zentraler Bestandteil sei außerdem der Wissenstransfer: Nur wenn Probleme und Errungenschaften zwischen den Regionen weitergegeben werden, können sich die ländlichen Räume zusammen entwickeln. Schlussendlich wird an die Politik von Bund und Ländern appelliert, die durch eine konkrete Förderung der Kommunen dafür sorgen soll, dass die Digitalisierung tatsächlich auch vor dem ländlichen Raum nicht Halt macht.</p>
<p>Titelbild: digitale-region by Martha Friedrich, Erklärfilmstudio, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY 4.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Digitale Grundrechte für alle &#8211; Veröffentlichung einer EU-Digitalcharta</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/veroeffentlichung-einer-digital-charta-150661/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2016 14:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Charta]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Netzpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Netz wird die Diskussion über digitale Grundrechte schon länger geführt. Nun soll eine Charta, die von 27 Initiatoren aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14475349990_cf2209724a_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-150662 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14475349990_cf2209724a_z-630x411.jpg" alt="" width="630" height="411" /></a><br />
Im Netz wird die Diskussion über digitale Grundrechte schon länger geführt. Nun soll eine Charta, die von 27 Initiatoren aus der deutschen Gesellschaft zusammen mit der ZEIT-Stiftung entworfen wurde, in der EU-Netzpolitik für Klarheit sorgen.<b> </b></p>
<p>Wie kann die individuelle Freiheit trotz der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft noch ausreichend geschützt werden? Mit dieser Frage als zentralem Ausgangspunkt haben sich Digitalexperten und Politiker wie Jan-Philipp Albrecht, Johnny Haeusler, Sascha Lobo, Heinz Bude, Jeanette Hofmann und Martin Schulz in den letzten 14 Monaten eingehend beschäftigt. Die Charta, deren Auszüge am 1. Dezember in mehreren deutschen Tageszeitungen zu lesen sein soll, greift in 23 Artikeln aktuelle Probleme der digitalen Politik auf: Zentrale Themen sind Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen, aber auch Richtlinien künstlicher Intelligenz sowie der Umgang mit Hassreden im Internet.</p>
<p>Die digitale Verfassung, die zudem von 50 prominenten Persönlichkeiten wie Jürgen Habermas, Carolin Emcke und Miriam Meckel unterstützt wird, soll eine Diskussion in der Gesellschaft anstoßen. Außerdem will Mit-Initiator Martin Schulz die Charta wenige Tage nach der Veröffentlichung dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des EU-Parlaments vorlegen.</p>
<p>Die Charta kann ab sofort unter <a href="http://www.digitalcharta.eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.digitalcharta.eu</a> abgerufen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:<a href="https://www.flickr.com/photos/european_parliament/14475349990/"> European President Martin Schulz speaks in the plenary chamber</a> by European Parliament via flickr, CC BY-NC-ND 2.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deine Mutter hat Angst vorm Netz: Offliner und Silver-Surfer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/silver-surfer-zwischen-neugierde-und-ueberforderung-150595/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 11:16:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ü60 Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Gesellschaft wird auch bei der älteren Bevölkerung der Zugang zum Internet immer wichtiger. Jedoch sind auch im Jahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hands-545394_1280.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-150596 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hands-545394_1280-630x420.jpg" alt="hands-545394_1280 by stevepb via Pixabay, licenced CC0 Public Domain" width="630" height="420" /></a>In unserer Gesellschaft wird auch bei der älteren Bevölkerung der Zugang zum Internet immer wichtiger. Jedoch sind auch im Jahr 2016 48% aller über 60-Jährigen, und damit rund 10 Millionen Menschen, Offliner. Was genau sie daran hindert das Internet zu nutzen, und wie wir ihnen den Einstieg in das digitale Leben ermöglichen können, hat eine Studie nun untersucht.</p>
<p>Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet hat zum Thema “Vermessung der Netzwelt” eine <a href="https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-ue60-studie-die-digitalen-lebenswelten-der-ueber-60-jaehrigen-deutschland/1-einfuehrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie </a>veröffentlicht, die das digitale Leben der über 60-Jährigen in Deutschland darstellt. Um zu erforschen, ob und wie ältere Menschen das Internet nutzen, hat das Institut Hypothesen aus qualitativen Interviews entwickelt, und diese in einer repräsentativen Befragung getestet. Hierbei wurde nicht nur das Digitalisierungslevel der älteren Bevölkerungsschicht erfragt, sondern auch deren selbst zugeschriebene digitale Kompetenz sowie subjektive Chancen und Risiken des Internets.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie zeigen drei Segmente der Ü60-Bevölkerungsschicht. Der kleinste Teil ist das internetaffine Segment. Er besteht aus souveränen Internetnutzern, die wie selbstversändlich einen digitalen Lebensstil führen und das Internet als “eine der besten Erfindungen die es je gab” bezeichnen. Zehn Millionen Offliner jedoch werden von den Machern der Studie weiterhin  als internetfernes Segment eingestuft. Sie haben, so die Studie, Angst vor dem digitalen Wandel, fühlen sich überfordert und sind in Sorge, den Risiken des Internets nicht adäquat begegnen zu können. Des Weiteren gibt es noch das Segment mit  hohem Teilnahmepotenzial, das rund 38 Prozent der Ü60-Bevölkerung ausmacht. Hierzu gehören Ältere, die gerne mehr online sein wollen, sich jedoch zu unsicher und nicht kompetent genug fühlen und sich deshalb meist von Freunden oder Verwandten helfen lassen.</p>
<p>Um zu vermeiden, dass die Mehrheit der über 60-Jährigen in Zukunft von den fortschreitenden Digitalisierungsprozessen  ausgeschlossen wird, müssen die tatsächlichen oder vermeintlichen Hürden also abgebaut werden. Hierfür hat die Studie drei konkrete Empfehlungen ausgesprochen. So müssen wir die Zweifel und Ängste der älteren Bevölkerung ernst nehmen anstatt sie als überängstlich oder desinteressiert abzustempeln. Außerdem fehlen, so die Autoren der Studie, den noch lernwilligen über 60-Jährigen oftmals Erklärungen und Anleitungen für Online-Aktivitäten, die meist fälschlicherweise als intuitiv bezeichnet werden. Letztendlich sei es genauso wichtig, das Vertrauen der älteren Gesellschaft in ihre eigene Kompetenz zu stärken. In diesem Zusammenhang erscheint die Beobachtung der Studienmacher erwähnenswert, auch, dass nach wie vor mehr Informationen dazu angeboten werden, wie man sich vor Gefahren des Internets schützen kann.</p>
<p>Um also einem Trend der gespaltenen Gesellschaft zwischen jungen On- und älteren Offliner entgegenzuwirken, sollten wir uns als Ziel setzen, allen Menschen in unserer Gesellschaft die Chance zu bieten, sich mit dem Internet vertraut zu machen</p>
<p>Titelbild: hands-545394_1280 by stevepb via<a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fcdn.pixabay.com%2Fphoto%2F2014%2F11%2F25%2F16%2F56%2Fhands-545394_960_720.jpg&amp;imgrefurl=https%3A%2F%2Fpixabay.com%2Fen%2Fhands-old-typing-laptop-internet-545394%2F&amp;h=640&amp;w=960&amp;tbnid=Bj_Ysrn3GDt-QM%3A&amp;vet=1&amp;docid=7eKuHoXqCA3PGM&amp;ei=lQozWMOuBMzSU7Dbv_gM&amp;tbm=isch&amp;iact=rc&amp;uact=3&amp;dur=350&amp;page=0&amp;start=0&amp;ndsp=11&amp;ved=0ahUKEwiDzeShjbrQAhVM6RQKHbDtD88QMwgdKAAwAA&amp;bih=650&amp;biw=692"> Pixabay</a>, licenced CC0 Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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