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	<title>fstegers &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>fstegers &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Zwei Monate deutscher Internetkanzler</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zwei_monate_deutscher_internetkanzler-681/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
		<category><![CDATA[Politik-Community]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Reto alias Urs Fähndrich hat sein Amt als Kanzler der Politik-Community
&#34;democracy online 2day&#34; angetreten. Reale Macht hat er jedoch nicht, und
im Gegensatz zu Amtsvorgänger Tim Peters fehlt ihm auch das medienwirksame Etikett
&#34;erster deutscher Internetkanzler&#34;. Peters, der sich als Taktgeber sah,
der die Einstellungen der Internet-Generation an die
Politiker vermittelt, ist sich jedoch sicher, daß auch sein(e)
Nachfolger diese Rolle wirksam ausfüllen können. Er selbst zieht nach
dem Ende seiner Amtszeit eine nüchterne, aber positive Bilanz.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto alias Urs Fähndrich hat sein Amt als Kanzler der Politik-Community<br />
&quot;democracy online 2day&quot; angetreten. Reale Macht hat er jedoch nicht, und<br />
im Gegensatz zu Amtsvorgänger Tim Peters fehlt ihm auch das medienwirksame Etikett<br />
&quot;erster deutscher Internetkanzler&quot;. Peters, der sich als Taktgeber sah,<br />
der die Einstellungen der Internet-Generation an die<br />
Politiker vermittelt, ist sich jedoch sicher, daß auch sein(e)<br />
Nachfolger diese Rolle wirksam ausfüllen können. Er selbst zieht nach<br />
dem Ende seiner Amtszeit eine nüchterne, aber positive Bilanz.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die zweimonatige Regierungszeit des 26-jährigen Berliners endete am<br />
1. September. Begonnen hatte die Netzkarriere einer<br />
Juninacht in einer Juninach um 2:56. Da legte sich Tim Peters mit<br />
einem Mausklick das Pseudonym &quot;General T&quot; zu, wie sein Useraccount<br />
verrät.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Keine vier Wochen später wurde der Jura-Student zum ersten<br />
Internetkanzler Deutschlands gewählt, von den  Usern der Plattform &quot;dol2day&quot;, die<br />
spielerisch umsetzten, was Visionäre digitaler Demokratie seit<br />
Jahren träumen.<br />
Online diskutiert die Community-Mitglieder über<br />
Fragen von der Steuerreform bis zur Abtreibung &#8211; und verdienen dafür<br />
Bimbes. Ein fragwürdiges Demokratiemodell?<br />
&quot;Den gibt&#8217;s hier nur für<br />
harte politische Arbeit&quot;, beruhigt Peters, der in real life bei der<br />
Jungen Union aktiv ist.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Er sammelte in drei<br />
Online-Stunden täglich eine ganz Menge Bimbes, half mit, das Programm<br />
der virtuellen Christdemokraten zu formulieren und setzte sich als<br />
deren Spitzenkandidat schließlich gegen Internet-Grüne und -Liberale<br />
durch. Im Netz abgeschlagen: die Sozialdemokraten.<br />
Statt im Bungalow residierte der Internetkanzler in einer WG in einem<br />
stilvoll renovierten Altbau in Berlin-Mitte. Die Verbindung zum<br />
Wahlvolk hielt ein 56k-Modem, kein ADSL. Aber um die Ecke machen ein<br />
Dutzend Internet-Startups die Chaussee-Straße zur &quot;Silicon Street&quot;.<br />
In einem davon jobbt Tim Peters neben dem Jura-Studium.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Er fühlt sich<br />
als Teil einer Internet-Generation. Und wenngleich er von dol2day<br />
als &quot;Spiel&quot; oder &quot;Experiment&quot; redet, sah er an seine Aufgabe als<br />
Sprecher dieser Generation: &quot;Das sind engagierte, stark vernetzte<br />
junge Menschen mit einem überdurchschnittlichen Bildungsstand, aus<br />
allen politischen Lagern.&quot; Unabhängig davon, welcher Partei sich die<br />
dol2day- Mitglieder normalerweise zuordneten &#8211; bei Internet-Themen<br />
seien sie sich einig, meint Peters. Und auch wenn die Ideen und<br />
Meinungen der dol2day- Community nicht unbedingt repräsentativ<br />
seien, wären sie doch aufgrund der demographischen Zusammensetzung<br />
als Trendbarmeter für die Politik interessant.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Kanzlerschaft bedeutete für Peters vor allem eine Mittlerrolle zu<br />
den Parteien und Parlamentariern. Im Gegensatz zum Bundeskanzler übt er<br />
keine Regierungsfunktion aus &#8211; das&quot;Herrschaftsgebiet&quot; ist ja auch nur<br />
virtuell. Die Kanzler-Stimme zählt in den dol2day- Diskussionen nicht<br />
mehr als die eines gerade beigetreten Mitglieds. Die Funktion ähnelt<br />
eher der des Bundespräsidenten, der Themen setzen und die Community nach<br />
außen vertreten kann.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie, das war zu Beginn der Amtszeit von &quot;General<br />
T.&quot; noch nicht genau definiert. Zusammen mit den dol2day- Machern<br />
versuchte er, auf zwei Wegen den Dialog mit politischen Entscheidern<br />
einzuleiten:<br />
Zum Chat mit der Community stellten sich auf seine Einladung<br />
CDU-Internet-Sprecher Thomas Heilmann, SPD-Netzexperte Jörg<br />
Tauss und Hildegard Müller, Vorsitzender jungen Union. Von ihnen<br />
fühlte sich der Internetkanzler ernst genommen &#8211; auch wenn in seiner<br />
Wählerschaft neben der deutschen Innenpolitik oder der EU-Osterweiterung<br />
auch über ganz andere Themen diskutiert.<br />
Peters:  &quot;Die Umfrage:<br />
&#8216;Welchen Brotaufstrich ißt du morgens am liebsten?&#8217; hat schon<br />
Kultstatus.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ärgerlich nur, daß die Chat-Funktion nicht gleich zu Beginn der<br />
Kanzlerschaft zu Verfügung stand. Die studentischen Gründer von<br />
dol2day hatten Probleme, die Technik einzubauen. Noch mehr<br />
hektische Handy-Telefonate zwischen Kanzler und Konstrukteuren waren<br />
nötig, bis endlich das versprochene Umfrage-Tool einsatzbereit war.<br />
Tim Peters hatte in der Community Online-Petitionen zu &quot;Mehr Wettbewerb<br />
im Ortsnetz&quot;<br />
und &quot;Multimedia-Ausbildung in Schulen&quot; geplant.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Ergebnisse<br />
sollten gleichsam als Unterschriten-Aktion der Netizens an die<br />
wirklichen politischen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.<br />
Weil die technische Umsetzung sich stark verzögerte, konnte der<br />
Kanzler zwar Einfluß auf die Gestaltung des Umfrage-Tools nehmen,<br />
hatte aber selbst nicht mehr viel davon.&quot;Nur 200 der rund 4000<br />
registrierten Nutzer unterstützen die Aktion bis zum Ende der<br />
Kanzlerschaft, berichtet er enttäuscht: ?Aber es war ja eine<br />
Premiere.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jetzt hofft General T., dass sein seit dem 9. September gewählter<br />
Nachfolger das Tool besser einsetzen könne. Dafür habe es Kanzler Nr.<br />
2 aber  natürlich schwerer als er, von den Politikern wahrgenommen zu<br />
werden als er, meint Peters.<br />
Trotzdem gibt er sich überzeugt, daß<br />
sein Posten mehr darstellt als ein vorübergehendes Maskottchen für<br />
ein paar Medienberichte und Politker, die sich mit dem Siegel der<br />
hippen New Economy schmücken wollen.<br />
Auch Kanzler Nr. 2 und 3. können<br />
seiner Meinung nach als Sprecher der Internet-Generation auftreten.<br />
Voraussetzung: gute Ideen, hochwertige Gäste im Chat. Und eine<br />
technische Neuerung bei dol2day: Die Anliegen, die der Kanzler an<br />
die Politik weiterleiten soll, müssten besser aus der Masse der<br />
diskutierten Fragen hervorgehoben werden. Sonst könne der Kanzler<br />
keine Agenda setzen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die kurze Amtszeit und die damit verbundene Fluktuation sieht er<br />
dagegen nicht als grundsätzliches Problem. Im Internet sei das Tempo<br />
ja auch schneller. Daß sie gerade auf drei Monate erhöht wurde,<br />
findet er trotzdem gut.<br />
Langfristig, so die Einschätzung von<br />
&quot;General T&quot;, werde dol2day zwar ein Spiel bleiben, aber eines, das<br />
die Politik auf den großen Handlungsbedarf in Sachen Internet<br />
hinweise.<br />
Als Ersatz für die Realpolitik möchte er das dol2day- Modell mit<br />
häufigen Abstimmungen und Umfragen aber nicht sehen. Da setzt<br />
RCDS-Mann Peters auf festere Strukturen: &quot;Ich bin ein Anhänger<br />
repräsentativer Demokratie. Am Ende muß jemand die langfristige<br />
Verantwortung übernehmen.&quot; Als Partizipationsinstrument auf lokaler<br />
Ebene kann er sich das Netz dagegen durchaus vorstellen.<br />
Die größten Chancen beim Interneteinsatz liegen seiner Meinung nach<br />
jedoch eher in der virtuellen Diskussionskultur, die er sie bei<br />
dol2day kennengelernt hat. Die Lösung seien virtuelle<br />
Organisationen als Ergänzung zur herkömmlichen Parteistruktur: &quot;Die<br />
sind ideal für Leute für Leute, die jung und mobil sind, und nicht<br />
ständig Zeit haben, sich abends ab 18 Uhr in einer Kneipe zu treffen<br />
und lokal Politik zu machen, aber dafür jeden Tag eine halbe Stunde<br />
aufwenden, um online zu diskutieren.&quot;<br />
</span></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Besucherrekord &#8211; Der virtuelle Parteitag der Grünen lockt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/besucherrekord_der_virtuelle_parteitag_der_gruenen_lockt-698/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Virtuellen Parteitag der
baden-württembergischen Grünen: Die Delegierten haben die
Diskussionsplattform angenommen und diskutieren eifrig.
Verbesserungsvorschläge wurden gleich umgesetzt. Die Stimmung ist
gut, nicht nur in der extra eingerichteten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/content.php3?menuitem=0702" target="_new" rel="noopener noreferrer">Flüsterecke&#34;</a> rund um die
virtuelle Kaffemaschine.</b></span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Virtuellen Parteitag der<br />
baden-württembergischen Grünen: Die Delegierten haben die<br />
Diskussionsplattform angenommen und diskutieren eifrig.<br />
Verbesserungsvorschläge wurden gleich umgesetzt. Die Stimmung ist<br />
gut, nicht nur in der extra eingerichteten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/content.php3?menuitem=0702" target="_new" rel="noopener noreferrer">Flüsterecke&quot;</a> rund um die<br />
virtuelle Kaffemaschine.</b></span></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum Start am Freitag verzeichnete der Server <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
www.virtueller-parteitag.de</a> rund 7500 einzelne Besucher, seitdem sind<br />
es gut 3000 pro Tag. Die Hälfte davon sind richtige<br />
Arbeitssitzungen, bei denen mehrere Beiträge gelesen oder geschrieben<br />
werden&quot;, erklärt Grünen-Sprecherin Britta Kurz.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zunächst tummelten sich die Delegierten (und die ebenfalls<br />
schreibberechtigen übrigen Mitglieder des Landesverbandes) vor allem<br />
in der Flüsterecke. Zu den zu erwartenden Bekundungen im Stil von<br />
Ich bin auch drin&quot; und ich freue mich auf die virtuelle Diskussion&quot;<br />
gesellte sich schnell Parteitags-Gossip (Cem Özdemir hat sich schon<br />
eingeloggt&quot;) und Frotzeleien. Inzwischen gibt es jeden Tag einen<br />
ViP-Limerick von Präsidiumsmitglied Norwin Hiller. Vor allem aber<br />
werden in der Flüsterecke Vor- und Nachteile des Virtuellen<br />
Parteitags diskutiert.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Teilweise konnte das ebenfalls über das Ländle zwischen Lahr und<br />
Stuttgart verteilte Präsidium und die Technik-Abteilung Kritik und<br />
Anregungen bereits umsetzen. So gibt es inzwischen zu verschiedenen<br />
Änderungsanträgen und Diskussionssträngen Unterforen für die<br />
Diskussion. Neben den Anträgen zu den beiden geplanten Leithtemen<br />
Elektronische Bürgerdemokratie&quot; und Ladenschlussgesetz&quot; wurden eine<br />
Umsetzung für Resolutionen geschaffen: Die Delegierten wollten sich<br />
zu Tarifautonomie, BSE und Flughafenbau äußern. Trotzdem hätte die<br />
Plattform übersichtlicher strukturiert werden können, bemängeln<br />
insbesondere mit dem Medium erfahrene Delegierte wie Rolf Link. Da<br />
gibt es im Internet bessere Foren&quot;, meint Link, der sich auch bei den<br />
virtuellen Grünen der Politik-Simulation www.dol2day.de engagiert.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt sind die Stimmen der Delegierten über den noch bis Sonntag<br />
dauernden Virtuellen Parteitag durchweg positiv:<br />
Boris Palmer, Landtagskandidat in Tübingen, lobt die sachliche<br />
Diskussion: Auf Parteitagen werden meist nur fünf Prozent der<br />
Anträge wirklich gelesen. Hier habe ich mir bisher alle Anträge<br />
angeschaut.&quot; Der Delegierte Ives Veneday aus Konstanz freut sich,<br />
dass es statt einzelner Redebeiträge eine fortlaufende Diskussion<br />
gibt: Man geht in der Debatte aufeinander ein und kann Dinge<br />
klarstellen oder näher erläutern.&quot; Kurze Diskussionsbeiträge statt<br />
langer Grundsatz-Papiere sind gefragt. Das senke auch die<br />
Hemmschwelle, sich zu Wort zu melden, sagt der der 19jährige<br />
Delegierte Thorsten Deppner aus Freiburg. Andreas Kozlik aus Murr<br />
verkündet in einem der ersten Diskussionsbeiträge stolz: Meine erste<br />
Parteitagsrede nach 14 Jahren Mitgliedschaft bei den Grünen.&quot;<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insbesondere Frauen haben angemerkt, dass die Diskussion so für sie<br />
bequemer ist&quot;, hat die Delegierte Nicole Franke aus Tübingen<br />
beobachtet. Auch wenn die Mehrzahl der Beiträge trotz gleicher<br />
Geschlechteranteile weiterhin von Männern komme.<br />
Hier diskutieren nicht nur die Internet-Freaks&quot; , meint Carsten<br />
Labbert vom virtuellen Parteitagspräsidium. Zwar gäbe es viele junge<br />
Delegierte, aber das sei bei normalen Parteitagen nicht anders. Dafür<br />
erzählt er von einer berufstätigen Delegierten mit kleinen Kindern:<br />
Die hätte zu einem normalen Parteitag einfach nicht kommen können.&quot;<br />
Ausgegrenzt fühlt sich durch das digitale Verfahren offenbar niemand.<br />
Viele Delegierte sind stolz auf die hohe Internet-Verbreitung in der<br />
Partei. Die Kreisverbände stellen ihren Delegierten bei Bedarf die<br />
Netzanschlüsse in ihren Büros zur Verfügung. Mancherorts surfen die<br />
Delegierten öffentlich und laden zur Diskussion über das Experiment.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Tenor der Delegierten: Ein virtueller Parteitag kann nach Meinung der<br />
meisten ein reales Treffen nicht ersetzen, aber ergänzen. Einige<br />
schlugen bereits vor, die bestehende Plattform auch unabhängig von<br />
Parteitagen zur Programmdiskussion zu erhalten.</span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Preis für schwarze Daten-Schafe</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/preis_fuer_schwarze_daten_schafe-904/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>An prominenten Preisträgern mangelte es nicht, als am vergangenen
Donnerstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Big Brother Awards 2000
verliehen wurden. Die Gewinnern blieben den Preisverleihungen jedoch lieber
fern und schickten meist nicht einmal eine Erklärung an die Preisverleiher.
Grund für das unfeine Benehmen: Die Auszeichung gab's für Firmen,
Institutionen und Einzelpersonen, die durch Datenmissbrauch oder Verletzung von
Bürgerrechten die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>An prominenten Preisträgern mangelte es nicht, als am vergangenen<br />
Donnerstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Big Brother Awards 2000<br />
verliehen wurden. Die Gewinnern blieben den Preisverleihungen jedoch lieber<br />
fern und schickten meist nicht einmal eine Erklärung an die Preisverleiher.<br />
Grund für das unfeine Benehmen: Die Auszeichung gab&#8217;s für Firmen,<br />
Institutionen und Einzelpersonen, die durch Datenmissbrauch oder Verletzung von<br />
Bürgerrechten die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Preisverleihungen in Deutschland und der Schweiz waren Premieren. In<br />
Österreich waren bereits 1999 Big Brother Awards verteilt worden. Die<br />
dortigen Ausrichter hatten entsprechend auch die professionellste Website der drei<br />
nationalen Komittees aufzuweisen und übertrugen Preisverleihung und<br />
anschließende Party per Videostream ins Netz.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Undurchsichtig: Die Payback-Karte</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Deutschland ging es ernster zur Sache: Der Preis solle vor allem als<br />
Anstoß zur Diskussion dienen, so die Meinung des Haupt-Initators <a href="http://www.foebud.org/" target="_new" rel="noopener noreferrer">FoeBud e. V.</a><br />
aus Bielefeld. Beteiligt waren an der Organisation<br />
außerdem die <a href="http://www.aktiv.org/DVD" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V.</a>, der <a href="http://www.ccc.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club e.V.</a><br />
und <a href="http://www.fitug.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">FITUG e.V</a>. Eine von ihnen bestimmte Jury sichtete und überprüfte die bis Ende<br />
September eingegangenen Nomierungsvorschläge. Ausgezeichnet wurden auf der<br />
Preisverleihung am vergangenen Donnerstag in Bielefeld schließlich Datensünder in<br />
sieben Kategorien: Im Bereich Business und Finanzen ging der deutsche Big<br />
Brother Award &#8211; eine mit einem Bleiband gefesselte und von einer Glasscheibe<br />
zerteilte Figur &#8211; an Loyalty Partners, das Unternehmen hinter der<br />
&quot;Payback&quot;-Rabattkarte. Die &quot;Payback&quot;-Karte, die Verbraucher an Tankstellen, in<br />
Supermärkten oder bei der Lufthansa mit Preisnachlässen lockt, diene vor allem der<br />
Sammlung von personalisierten Kundendaten, begründete die Jury ihre Wahl. Die<br />
Verbraucher würden darüber nicht informiert, die Geschäftspraktiken bewußt<br />
verschleiert, kritisierte die Jury weiter.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für höchst undurchsichtig und daher preiswürdig befand die Jury auch die<br />
Videoüberwachung auf Bahnhöfen der Deutsche Bahn AG: Was und wozu DB, Polizei<br />
und Bundesgrenzschutz dort beobachteten und aufzeichneten, entziehe sich<br />
jeder Kontrolle (Kategorie Behörden und Verwaltung). Berlins Innensenator<br />
Eckard Werthebach (CDU) bekam den Award in der Kategorie Politik. Er hatte sich<br />
zuletzt Anfang September für einen umfangreichen Ausbau der<br />
Telefonüberwachung in der Hauptstadt stark gemacht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Freemail-Betreiber GMX aus München bekam die Quittung für zwei<br />
folgenschwere Pannen im Juli 2000: 118.000 Kunden des Mailanbieters waren von<br />
Postverlusten betroffen, weil GMX bei Serverarbeiten pfuschte. Wenig später<br />
knackten Hacker die Paßwörter von mehr als 1600 Kunden. GMX sei nicht ausreichend<br />
gegen eine solche Attacke gesichert gewesen, obwohl gerade erst die<br />
Freemail-Services von Lycos und Web.de ähnlichen Angriffen zum Opfer gefallen<br />
waren, hieß es in der Begründung. Auch das GMX &#8211; allerdings auf freiwilliger<br />
Basis &#8211; Kundendaten zur zielgruppenspezifischen Werbung erhebt, gefiel der<br />
Award-Jury nicht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für langfristige Schwächung der Privatsphäre und der persönlichen<br />
Grundrechte verpasste die Jury dem Bundesverwaltungsamt in Köln den &quot;Lifetime<br />
Award&quot;: Das von der Behörde geführte Ausländerzentralregister &#8211; eine Datenbank mit<br />
den Angaben zu mehr als zehn Millionen<br />
Personen &#8211; sei eine behördliche Diskriminierung nicht-deutscher Bürger,<br />
sagte Jury-Mitglied Thilo Weicherte, stellvertretender Datenschutzbeauftrager<br />
Schleswig-Holsteins. Seiner Einschätzung nach verstößt das Register gegen<br />
das Gesetzt zur informationellen Selbstbestimmung und den Gleichheitsgrundsatz<br />
des Grundgesetzes.<br />
Außerdem vergab die Jury einen &quot;Szenepreis&quot; an den Hersteller des<br />
Webservers Apache -desse Standardkonfiguration nach Meinung des Gremiums zuviele<br />
Userinformationen preisgeben- und zur regionalen Anbindung eine Trophäe für die<br />
Region Ostwestfalen-Lippe.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>FPÖ liegt in Österreich vorne</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wenig überaschend gingen gleich mehrere der österreichischen <a href="http://www.bigbrotherawards.at/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Big Brother<br />
Awards</a> an die FPÖ und ihr Umfeld:<br />
Ausgezeichnet wurde so Justizminister Dieter Böhmdorfer, der seine Bereitschaft<br />
erklärt hatte, oppositionelle Meinungsäußerungen strafrechtlich zu verfolgen.<br />
Ebenfalls einen Big Brother Award wert waren der östereichischen Jury die<br />
Aktivitäten der FPÖ-nahen Polizeigewerkschaft AUF (Aktion unabhängiger<br />
Freiheitlicher): Der ehemaligen AUF-Chefs Josef Kleindienst hatte jüngst enthüllt, dass<br />
AUF-Mitglieder auf Wunsch von FPÖ-Funktionären diese aus den<br />
Polizeicomputern mit umfangreichen Auskünften über politische Gegner und andere<br />
missliebige Personen versorgten: Dazu gehörten auch unbestätigten Hinweise auf<br />
Straftaten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In der Kategorie &quot;People&#8217;s Choice&quot;, der nicht von der Jury vergeben<br />
wurde, entschieden sich die Abstimmungsteilnehmer für die FPÖ als Gesamtpartei.<br />
In der Sparte &quot;Business&quot; bekam die Handelskette Saturn den Award: Wer an<br />
ihren Kassen mit Karten zahlt, gibt damit laut Geschäftsbedingungen<br />
automatisch eine &quot;unwiderrufliche Erlaubnis zur Weitergabe&quot; seiner Kundendaten. Den<br />
meisten Kunden ist dieses nicht eimal bewusst. Im Bereich Telekommunikation<br />
&quot;ehrte&quot; die österreichische Big-Brother-Jury einen Kandidaten auf<br />
europäischer Ebene: Die Arbeitsgruppe &quot;Lawful Interception&quot; des &quot;European Telecom<br />
Standard Institute&quot;. Dort würden Telekommunikationsunternehmen und<br />
Technikhersteller wie Siemens, Ericsson und Alcatel nicht nur die künftigen Standards der<br />
europäischen Datenübertragung beraten, sondern zugleich freimütig mit<br />
Polizei- und Geheimdiensten deren Überwachung besprechen, hieß es zur<br />
Begründung.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schweizer Big-Brother-Awards für Horchposten und Urin-Überwachung</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Überwachungsbestrebungen ahndeten auch die schweizer Preisverleiher, die <a href="http://www.siug.ch/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
&quot;Swiss Internet User Group&quot; (SIUG)</a>, das Kulturzentrum&quot;Rote Fabrik&quot; in Zürich<br />
und das &quot;Archiv Schnüffelstaat<br />
Schweiz&quot;. Gewinner waren das Militärdepartement der Bundesregierung (für<br />
die Einrichtung des Satelliten-Horchpostens SATOS-3) und der langjährige Chef<br />
der Bundespolizei, Urs van Däniken. Abgestraft mit einem Award<br />
wurde weiterhin der Chemiekonzern Hoffmann-La Roche, der seinen Lehrlingen alle sechs<br />
Monate eine Urinprobe zwecks Drogenüberprüfung abverlangt.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Schließlich setzten<br />
sich die Schweizer als einziges der drei deutschsprachigen Kommitees auch<br />
mit der Fernsehvariante von &quot;Big Brother&quot; auseinander: Die populäre<br />
Containershow sei eine &quot;Verharmlosung&quot; totaler Überwachung, befand die Jury.<br />
Dementsprechend gab es einen Award für den Sender TV 3, der die Show in der Schweiz<br />
ausstrahlt. Neben diesen vier negativen Preisen wurde mit dem &quot;Winkelried<br />
Award&quot; auch &quot;besonders lobenswerter Widerstand gegen Überwachung und<br />
Kontrolle&quot; prämiert: Geehrt wurden zwei Verwaltungsmitarbeiter, die gegen<br />
Datenmissbrauch in ihren Behörden protestiert hatten und daraufhin entlassen<br />
wurden und ein Journalist der Zürcher &quot;Weltwoche&quot;.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Großbritannien, wo der Big Brother Award 1998 erstmals verliehen wurde,<br />
wurden in diesem Jahr noch keine Auszeichnungen vergeben. Die USA preschten<br />
dagegen bereits im April 2000 vor. Vor großen Namen schreckte Organisator<br />
<a href="http://www.privacyinternational.org/bigbrother/us2000/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Privacy International</a> auch hier nicht zurück: An den Pranger gestellt wurde unter anderem<br />
DoubleClick. Die Firma, einer der größten Vermarkter für Bannerwerbung, würde das<br />
Nutzungsverhalten von 50 Millionen Internet-Surfern ausspähen, so der<br />
Vorwurf. Wie in der Schweiz gab es auch hier positive Preise für Vorkämpfer<br />
des Datenschutzes, benannt nach Louis Brandeis, einem ehemaligen Richter des<br />
Obersten Gerichtshofs der USA.<br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>And the winner is&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/poldi-award-2002/and_the_winner_is_0-905/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[poldi-Award 2002]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Firmen, die unsensibel mit Kundendaten umgehen und Politiker,
für die Datenschutz ein Fremdwort ist, sollen mit einem Negativ-Preis geoutet
werden: Nach britischem Vorbild wollen Netzaktivisten im Oktober auch in
Deutschland den &#34;Big Brother Award&#34; verleihen. Bis zum 25. September können
noch Nominierungen eingereicht werden.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Firmen, die unsensibel mit Kundendaten umgehen und Politiker,<br />
für die Datenschutz ein Fremdwort ist, sollen mit einem Negativ-Preis geoutet<br />
werden: Nach britischem Vorbild wollen Netzaktivisten im Oktober auch in<br />
Deutschland den &quot;Big Brother Award&quot; verleihen. Bis zum 25. September können<br />
noch Nominierungen eingereicht werden.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum 50-jährigen Erscheinen von George Orwells Überwachungsstaat-Vision<br />
&quot;1984&quot; hatte die Bürgerrechtsorganisation Privacy International 1998 den &quot;Big<br />
Brother Award&quot; in Großbritannien ins Leben gerufen.<br />
1999 folgten<br />
Organisationen in den USA und Österreich ihrem Beispiel mit einer eigenen<br />
Preisverleihung.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> In der Alpenrepublik &quot;ehrte&quot; die Jury  Preisträger in unterschiedlichen<br />
Sparten wie Behörden oder Business. Den &quot;Lifetime Award&quot; bekam Innenminister<br />
Karl Schlögl, den die Jury für schwerwiegende Eingriffe ins<br />
Redaktionsgeheimnis verantwortlich machte. In einer Kategorie entschieden statt der Jury<br />
Volkes Stimme &#8211; und verpasste den Preis Microsoft Österreich für seine<br />
Geschäftspraktiken einen &quot;Big Brother Award&quot;.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei der Deutschland-Premiere beschränken sich die Preisverleiher auf ein<br />
Jury-Verfahren. In der Jury sitzen Vertreter von FoeBuD, dem<br />
<a href="http://www.ccc.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Chaos-Computer-Club</a>, dem Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung<br />
(FIfF) und Datenschutz-Spezialist Thilo Weichert.<br />
Die Jury wird die Nominierungen überprüfen und einen Preisträger<br />
auswählen.<br />
Vorschläge für Kandidaten machen kann dagegen jeder: noch bis zum 25.<br />
September über die Website www.big-brother-award.de. Knapp 15 Nominierungen<br />
gibt es schon. &quot;Anonyme Postkarten&quot;, auf denen nur <a href="http://www.microsoft.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Microsoft&quot;</a>; steht, haben wir<br />
aber aussortiert, erklärt Netzkünstler Padeluun vom FoeBud e. V.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Wer denn Award bekommt, wird 26. Oktober in Bielefeld verkündet &#8211;<br />
zeitgleich mit den Zeremonien in Österreich, Großbritannien, der Schweiz und den<br />
USA. Wenn der Preisträger tatsächlich selbst erscheint, soll er die<br />
Möglichkeit haben, sich zu den Vorwürfen zu äußern, die ihm die Trophäe eingebracht<br />
haben.<br />
Um die Bedeutung des Preises zu erhöhen,plant Padeluun vom <a href="http://www.foebud.org/" target="_new" rel="noopener noreferrer">FoeBud e. V.</a><br />
derzeit noch, weitere Organisationen ins Boot zu holen, die sich mit Bürgerrechten<br />
und Datenschutz beschäftigen.<br />
Für Pressearbeit, Recherchekosten und sonstige<br />
Spesen hoffen  hofft <a href="http://www.padeluun.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Padeluun</a> im nächsten Jahr auf finanzielle<br />
Unterstützung vom Bundeswirtschaftsministeriums: Durch das Aufzeigen von Problemen würde<br />
der Preis schließlich die Akzeptanz von Datenverkehr erhöhen, und das sei<br />
ja ganz im Sinne des Ministeriums. Mehr Professionalität könnte dem deutschen<br />
Big Brother Award nicht schaden: Obwohl die Vorbereitungen für die 2000er<br />
Vergabe seit Monaten liefen, machte nur eine minimale Webpräsenz darauf<br />
aufmerksam.<br />
</span></span></p>
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