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	<title>Florian Idelberger &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Creative Commons – Die Lizenz zum Traum vom freien Wissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141646" alt="Foto CC-Lizenzen 2 Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt es offene Lizenzen für schöpferische Werke. Sie erlauben es den Urhebern, ihre Arbeiten schnell und unkompliziert im Internet zu verbreiten. „Creative Commons“ hat zu diesem Zweck Standardlizenzen entwickelt, die mittlerweile schon in der vierten Version existieren.<br />
„Creative Commons“ oder kurz „CC“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „kreative Allgemeinheit“ oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">„schöpferisches Gemeingut“</a> und nimmt Bezug auf die kreative Gestaltungskraft, die die vielen kleinen und großen Schöpfer, Autoren und Urheber von Werken in unserer Gesellschaft haben. Konkret bezeichnet CC aber auch eine gemeinnützige Organisation, die Schöpfern von Werken mit den sogenannten <a href="http://creativecommons.org/choose/?lang=de">CC-Lizenzen</a> ein einfaches Tool zur Verfügung gestellt haben, das es Urhebern wie Nutzern von Inhalten gleichermaßen ermöglicht, die vielfältigen Spielräume des Internets auszunutzen, ohne dabei miteinander in Konflikt zu geraten.<br />
Zu diesem Zweck stellen die US-Organisation und ihre nationalen Ableger sechs verschiedene Standardlizenzen zur Verfügung, inklusive Hilfsmitteln zur einfachen Kennzeichnung von Werken, die unter einer CC-Lizenz veröffentlich wurden. Die Erstellung der Lizenzen wurde bei der Gründung von Creative Commons im Jahr 2001 von der bekannten GPL-Lizenz (General Public License) inspiriert, die für freie Software eingesetzt wird. Die Lizenzen wurden nach und nach weiterentwickelt und sind mittlerweile in der <a href="http://de.creativecommons.org/2013/11/25/version-4-0-ist-da/">vierten Version</a> online.<br />
Diese Lizenzen erlauben es dem Urheber eines Werks, Inhalte seiner Wahl mit einem möglichst breiten Publikum zu teilen, und – je nach Lizenz – auch das Verändern und Weiterverbreiten explizit zu fördern und zuzulassen, ohne auf den Schutz des Urheberrechts zu verzichten. Für den Nutzer oder andere Urheber, die ein Werk bearbeiten oder weiterentwickeln wollen, hat die Lizenz in Verbindung mit einer klaren Kennzeichnung den Vorteil, dass sie sofort wissen, ob und zu welchem Zweck sie ein bestimmtes Werk verwenden dürfen.<br />
Die Lizenzen werden von Creative Commons in drei „Ebenen“ beschrieben. Diese bestehen aus einem klassischen juristischen Lizenzvertragstext, einem einfacheren, für Laien verständlichen Text, sowie einem maschinenlesbaren Code, der dann unter anderem von <a href="http://www.google.com/imghp?as_st=y&amp;tbm=isch&amp;as_q=&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;cr=&amp;as_sitesearch=&amp;safe=images&amp;tbs=sur:fmc">Suchmaschinen erkannt werden kann</a>. Diese sollen neben der rechtlichen Gültigkeit auch die einfache Verwendung sicherstellen.</p>
<h3>Sechs Standardlizenzen</h3>
<p>Die Grundbausteine der sechs zur Verfügung gestellten Lizenzen sind identisch, sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Weiterverwendung der Inhalte. Die Lizenzen werden üblicherweise mit Kürzeln bezeichnet. Die einfachste Variante heißt <b>CC-BY</b>. Diese Lizenz erlaubt jegliche Verwendung, sofern der Name des Autors genannt wird. Ähnlich wie die GPL für quelloffene Software fügt <b>CC-BY-SA</b> („share alike“) die Bedingung hinzu, dass jegliche Benutzung erlaubt ist, sofern auf den Inhalten aufbauende Werke unter gleichen Bedingungen geteilt werden. Dies kann z.B. helfen, die Ergebnisse von Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia für alle zugänglich zu halten. Eine weitere Möglichkeit der Einschränkung ist die <b>CC-BY-ND</b> („no derivatives“), die zusätzlich zur Pflicht der Namensnennung das Verändern der Inhalte verbietet – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (z.B. sind je nach Staat bestimmte Formen der Satire oder künstlerische Schöpfungen, die ein eigenständiges Werk bilden, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. die Kunstfreiheit gedeckt und können nicht eingeschränkt werden). Eine ebenso beliebte wie umstrittene Lizenzvariante ist <b>CC-BY-NC</b> („non-commercial“), die die kommerzielle Verwendung von Daten verbietet und ursprünglich die Verbreitung freier Inhalte fördern bzw. deren kommerzielle Ausschlachtung verhindern sollte.<br />
Was zunächst gut klingt, ist in der Praxis jedoch problematisch, denn es ist unmöglich, in der Lizenz vollumfänglich festzulegen, was als „kommerziell“ gilt und was nicht. Dazu hat im Zweifel jeder Urheber und jeder Nutzer, aber letztendlich auch jedes Gericht eine andere Meinung. Verfolgt zum Beispiel ein privater Blogger, der ein paar Werbeanzeigen geschaltet hat, schon kommerzielle Zwecke? Diese Grenze ist sehr schwer zu ziehen und klar darzustellen, weswegen der Nutzen von CC-NC fraglich ist, was sich auch in der Bewertung durch <a href="https://wikimedia.de/wiki/Datei:IRights_CC-NC_Leitfaden_web.pdf">Wikimedia Deutschland</a> und die <a href="http://blog.okfn.org/2013/01/08/consequences-risks-and-side-effects-of-the-license-module-non-commercial-use-only-2/">Open Knowledge Foundation</a> niederschlägt und in einer von dem Informationsportal <a href="http://irights.info/webschau/creative-commons-landgericht-koeln-sieht-deutschlandradio-als-kommerziellen-nutzer/22162">irights.info</a> durchgeführten Studie näher ausgeführt wird.<br />
Damit werden die Lizenzen den freien Softwaredefinitionen immer ähnlicher, da diese und die mit ihnen verbundenen Projekte kommerzielle Nutzung explizit erlauben, solange die weiteren Lizenzbedingungen, wie die Möglichkeit der Weiterverbreitung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen, eingehalten werden. Ein etwaiger Benutzer wäre möglicherweise von der Verwendung der Daten abgeschreckt, wenn unklar ist, welche Verwendung erlaubt ist.<br />
Schließlich gibt es noch die zwei kombinierten Lizenzen <b>NC-SA</b> (keine kommerzielle Nutzung und Nutzung unter gleichen Bedingungen) sowie <b>NC-ND</b> (keine kommerzielle Benutzung und keine Veränderungen). Diese sind aus ähnlichen Gründen problematisch, da sie nicht viel mehr erlauben als die kostenlose Nutzung, während alle anderen Rechte beim Urheber bleiben.<br />
Eine weitere Option ist die seit 2009 verfügbare <b>CC0</b>-Lizenz, die es dem Autor eines Werkes erlaubt, dieses der Öffentlichkeit („public domain“) ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Standort des Urhebers oder Benutzers. In diesem Fall werden so viele Rechte am Werk wie (juristisch) möglich abgegeben.<br />
Bis einschließlich Version 3.0 im Jahr 2008 gab es zusätzlich noch „portierte“ Versionen, die für jedes Land und die dort geltenden Gesetze entsprechend angepasst wurden. Mit der Version 4.0 wurde dies aber, gestützt durch Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen der Autoren, weitestgehend aufgegeben, stattdessen wird eine internationale Lizenz (mit den verschiedenen oben genannten Varianten) zur Verfügung gestellt. Diese ist mit allen relevanten internationalen Verträgen, die das Urheberrecht betreffen, kompatibel und soll Urhebern wie Nutzern das Lizensieren von Werken so leicht wie möglich machen, ohne die Veröffentlichung von kreativen Werken durch zusätzliche Länderlizenzen zu verkomplizieren.</p>
<h3>Zugang zu Forschung und Kultur für jedermann</h3>
<p>Creative Commons und dessen nationale Ableger kümmern sich neben der Weiterentwicklung und Verbreitung der Lizenzen auch um technische <a href="http://creativecommons.org/choose/">Hilfen</a> und praktische Ratschläge, anhand derer sich digitale Güter besser teilen lassen. Das von Creative Commons selbst gesteckte Ziel, Innovation und Kreativität zu fördern, geht dabei sogar bis hin zu dem Wunsch, „das volle Potential des Internets zu erschließen“. Jedermann soll vollumfänglichen Zugang zu Forschung, Lehre und kultureller Partizipation erhalten, damit allerorten Wachstum, Entwicklung und Produktivität gefördert werden können. Deshalb ist auch definiert, dass Creative Commons zwar das bislang existierende Urheberrecht für die entwickelten Lizenzen als Grundlage nutzt, dabei verliert die Organisation aber nicht aus den Augen, dass sielangfristig eine grundlegende Reform des Urheberrechts vorziehen würde.<br />
Beispiele für die Verwendung offener Lizenzen, wozu die Creative Commons-Lizenzen zählen, sind zum Beispiel die Open Data-Portale des <a href="https://govdata.de/">Bundes</a> und der <a href="http://daten.berlin.de/">Länder</a>, freie Bildungsmaterialien sowie Plattformen, die <a href="http://www.jamendo.com/de">Musik</a>  unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. <br />
Gerade in Verbindung mit dem System der Verwertungsgesellschaften gab und gibt es offene Fragen in Bezug auf CC-Lizenzen. So erlaubte die Verwertungsgesellschaft für Musikwerke Gema es den durch sie vertretenen Musikern bis vor Kurzem nicht, einzelne Stücke auch unter CC zu lizenzieren. Mittlerweile wurde sie zumindest für Inhalte unter NC („non-commercial“) durch eine europäische <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/40959">Richtlinie</a> dazu verpflichtet. Als Reaktion auf die Konflikte zwischen althergebrachten Verwaltungsgesellschaften und den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich die alternative Verwertungsgesellschaft <a href="https://www.c3s.cc/">C3S</a> mit mehr und gleichberechtigten Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Mitglieder gegründet. Zurzeit arbeitet man an der Infrastruktur für den Betrieb, um dann beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beantragen zu können.</p>
<h3>Urheberrechtsreform ist überfällig</h3>
<p>Unabhängig davon, ob sie wünschenswert und überfällig ist – eine wirkliche Reform des Urheberrechts wird mit dem Voranschreiten der Globalisierung und als Folge der Vielzahl internationaler Verträge immer schwieriger. Deswegen sind offene Lizenzen wie die von Creative Commons eine gute Möglichkeit, Inhalte einfach abrufbar, verteilbar und veränderbar oder einfach für eine größere Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Insbesondere in Bezug auf offene Daten, sei es von Verwaltungsorganisationen oder Kulturinstitutionen, sind solche Lizenzen der Weg der Wahl, da sie die rechtssichere Weiternutzung oder Verarbeitung erlauben. Aber auch für Künstler, die z.B. Samples oder Bildausschnitte in ihren Werken verarbeiten, machen offene Lizenzen das Arbeiten einfacher.<br />
Immer mehr wird dies auch von öffentlicher Seite mitgetragen: Offene Lizenzen und offene Standards werden bei Ausschreibungen vermehrt vorausgesetzt oder zumindest gefördert. Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MGTLIfk-1BQ">Politiker</a> setzten sich immer mehr für die Öffnung von mit öffentlichen Geldern bezahlten Inhalten ein. In der Informationsgesellschaft werden Daten jeder Art immer wichtiger, deshalb ist es gut, dass erste Schritte getan sind, die jedem Bürger nach eigener Befähigung erlauben, auf öffentliche oder von ihm indirekt mitfinanzierte Daten zugreifen und diese nutzen zu können.<br />
<em>Praktische Informationen rund um Creative Commons-Lizenzen gibt es am 2.09. auf einer <a href="http://pb21.de/2014/08/cc-lizenztextlesung/">CC-Lizenztextlesung</a> in Berlin.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/kalexanderson/5996465579">Kristina Alexanderson</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Bitcoin: Mit Sicherheit anonym?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2014 08:37:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bitcoin und andere digitale Währungen sind nicht aufzuhalten. Auf der zweiten internationalen Konferenz „Bitcoin 2014“ in Amsterdam setzten sich Vertreter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bitcoin.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140746" alt="Bitcoin" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bitcoin.png" width="635" height="317" /></a>Bitcoin und andere digitale Währungen sind nicht aufzuhalten. Auf der zweiten internationalen Konferenz „Bitcoin 2014“ in Amsterdam setzten sich Vertreter der Finanzaufsicht sowie Experten der Finanz – und Rechtsbranche intensiv mit den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für virtuelle Währungen auseinander.<b> </b> In all den Diskussionen über den <a href="litik-digital.de/11-berliner-hinterhofgespraech-bitcoins-community-waehrung-oder-zahlungsmittel-der-zukunft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellen Stand und die Zukunft von Bitcoin</a> wird eines immer wieder deutlich: Noch ist nicht abzusehen, wie sich die Besonderheiten von Kryptowährungen auf unsere Gesellschaft auswirken werden. Dies verwundert jedoch insofern nicht allzu sehr, als die Mehrzahl öffentlicher und privater Institutionen immer noch nicht vollständig im Informationszeitalter angekommen und Kryptowährungen noch sehr jung sind. Angesichts der<a href="http://politik-digital.de/revolution-des-waehrungssystems-durch-bitcoins/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> wachsenden Bedeutung dieser Zahlungssysteme</a> und des immer größeren Investitionsvolumens, das mit digitalen Währungen getätigt wird, ist es allerdings höchste Zeit, sich Gedanken über den Umgang der globalen Gesellschaft mit Kryptowährungen zu machen. Auf der internationalen Konferenz <a href="http://bitcoin2014.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Bitcoin 2014“ in Amsterdam</a> wurden Vorteile von Kryptowährungen präsentiert, aber es wurden auch die Untiefen des neuen Systems deutlich gemacht und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.</p>
<h3>Die Vorteile überwiegen</h3>
<p>Sogar kritische Stimmen wie die von Finanzexperten oder von Vertretern der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Bankenaufsichtsbeh%C3%B6rde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EBA</a>) räumen Vorteile digitaler Währungen ein: beispielsweise die erhöhte finanzielle Inklusion, d.h. den Zugang zu Konten oder Finanzdienstleistungen unabhängig von Wohnverhältnis oder Beschäftigungsstatus, oder auch den erhöhten Wettbewerb im Finanzsektor. Bitcoin-Experten sehen jedoch noch sehr viel mehr Vorteile: Bitcoin ist  das erste Zahlungsnetzwerk, das auf offenem Quellcode basiert, was die Funktionsweisen detailliert nachvollziehbar macht und vor der Einflussnahme durch Politik oder Zentralbanken schützt. In der Annahme, dass die Entwicklung von Bitcoin dadurch auch berechenbarer ist, halten Befürworter die Währung auf lange Sicht für viel stabiler als traditionelle Währungen.Die kryptographische Implementierung durch das Bitcoin-Protokoll baut eine gewisse Sicherheit schon per se mit ein, ermöglicht aber trotzdem blitzschnelle Transaktionen zu minimalen Kosten. Ein weiterer Vorteil wird in den kryptographischen Funktionen des Bitcoin-Netzwerks gesehen: Jeder User hat die Möglichkeit, mit Hilfe von Software die eigenen Transaktionen überprüfen, während das Netzwerk die Integrität aller Transaktionen sicherstellen kann, wodurch Diebstahl und Betrug verhindert werden sollen.</p>
<h3>Analogien zwischen Kryptowährungen und Bargeld</h3>
<p>Immer wieder wurden auf der Bitcoin-Konferenz Analogien zwischen Bargeld und Bitcoin gezogen. Auch der Einkauf ohne Kreditkarte oder Bankverbindung unterliegt Regelungen, nach denen der Kunde gewisse Rechte hat, und auch ein analoger Einkauf basiert auf Vertrauen in den Verkäufer. Mit dem Unterschied, dass Bitcoin mehr der Funktionsweise von Bargeld entspricht als der bisheriger elektronischer Bezahlverfahren, da es dezentral ist und zumindest bisher schwerer überwachbar ist. Ein weiteres Thema war das Problem der Geldwäsche in Kryptowährungssystemen. Da ein Bitcoin-Wallet (vergleichbar mit einer Geldbörse, die eine oder mehrere Kontonummern enthält) per se nur aus einer oder mehreren Nummern besteht, die keiner Person zugeordnet sind, und weil man beliebig viele dieser Geldbörsen erstellen und besitzen kann, wird Bitcoin und ähnlichen Systemen oft vorgeworfen, sie würden Geldwäsche und Steuerhinterziehung erleichtern. Dem muss man entgegen halten, dass alle Transaktionen sich öffentlich nachvollziehen lassen, weshalb Bitcoin auch nur pseudonym und nicht anonym ist. Es gibt jedoch alternative Entwicklungen für mehr Anonymität wie <a href="http://zerocoin.org/">Zerocoin</a> und <a href="https://www.darkcoin.io/">Darkcoin</a>.</p>
<h3>Verbraucherschutz bleibt noch auf der Strecke<b> </b></h3>
<p>Bei der Weiterentwicklung des Bitcoin-Systems spielt der Verbraucherschutz bislang noch eine untergeordnete Rolle. Anders als im Bankensystem gibt es keine Programmfunktion, um missbräuchliche oder sonstige unliebsame Transaktionen wieder rückgängig zu machen. Dies ist durchaus beabsichtigt und wird von Entwicklern und Befürwortern generell positiv bewertet, da Benutzer beispielsweise nicht auf Kreditkartenfirmen angewiesen sind und deren Gewinn zwangsläufig mitfinanzieren. Dies verlangt jedoch eine gesteigerte Eigenverantwortung vom Nutzer über die eigenen Bitcoin-Finanzen. Auf der Bitcoin waren sich Rechtsanwälte und technische Experten von Bitcoin Startups weitgehend darin einig, dass die Bitcoin-Welt neuen Nutzern sehr viel mehr abverlangt als ein klassisches Konto. Hervorgehoben wurde insbesondere die Gefahr für Nutzer, sich unabsichtlich selbst zu schaden, indem sie die einzige Kopie ihrer digitalen Geldbörse löschen oder jemand unbeabsichtigt Zugang erhält. Außerdem muss sich jeder Bitcoin-Nutzer, der  seinen privaten Bitcoin-Schlüssel zur Verwaltung an einen Onlinedienst übergibt und dort große Beträge hortet, darüber im Klaren sein, dass er vollständig davon abhängig ist, wie gut der Dienst verwaltet wird, wie sicher er ist und wie viele Finanzreserven für eventuelle Schäden er vorrätig hat. Wer die Daten hingegen nur auf den eigenen Geräten verwaltet und sie vielleicht sogar auf mehrere „Konten“ aufteilt,  ist selbst für die Sicherheit verantwortlich. Sind keine zusätzlichen Schutzmechanismen zwischengeschaltet, kann im Prinzip jeder mit privatem Schlüssel und Bitcoin-Wallet über die damit verbundenen „Bitcoins“ verfügen. Deshalb ist es dann besonders wichtig, für Schutzmaßnahmen zu sorgen oder zum Beispiel den privaten Schlüssel „offline“ zu halten.</p>
<h3>Vorteile und Bedürfnisse in Einklang bringen</h3>
<p>Die Vertreter von Bitcoin-Startups kündigten an, dass sie in der Lage seien, Prozesse und ein technisches System zu entwickeln, um eine Brücke zwischen den Vorteilen der Kryptowährungen (z.B. Anonymität) einerseits und dem Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit und Kontrolle sowie Möglichkeiten für Aufsichtsbehörden nach Sanktionierung zu schaffen. Wie das genau das im Ergebnis aussehen wird, ist aber noch unklar. Es bleibt also spannend, ob es möglich sein wird, die Vorteile von Bitcoin mit den Anforderungen von Regierungen und Verbrauchern in einem realisierbaren Kompromiss zu vereinigen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit und Vorteile von Bitcoin aufzugeben. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/100239928@N08/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/BTC Keychain</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>) <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
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