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	<title>uweißenbach &#8211; politik-digital</title>
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	<title>uweißenbach &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Bürger gestalten Kommunalpolitik mit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[uweißenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen und das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ihre Meinung interessiert mich. Schreiben Sie mir!“ So oder so ähnlich fordern Bürgermeister
auf den Websites ihrer Kommunen die Bürger zum Gespräch auf. Online sollen sie über Stadtplanung und politische Entscheidungen mitdiskutieren.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ihre Meinung interessiert mich. Schreiben Sie mir!“ So oder so ähnlich fordern Bürgermeister<br />
auf den Websites ihrer Kommunen die Bürger zum Gespräch auf. Online sollen sie über Stadtplanung und politische Entscheidungen mitdiskutieren.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Kommunalpolitische Beschlüsse erscheinen den Einwohnern einer<br />
Stadt oft näher und damit greifbarer und nachvollziehbarer<br />
als Entscheidungen auf Landes- oder Bundesebene. Über die in<br />
den Kommunalverfassungen vorgesehenen Bürgerbegehren und Bürgerentscheide<br />
können Bürger zudem schon länger aktiv an der Kommunalpolitik<br />
mitwirken. Damit bieten sich die Kommunen für eine intensive<br />
Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern an.
</p>
<p>
Können Kommunen wegweisend sein, wenn es darum geht, politische<br />
Prozesse ins Internet zu übertragen und die kreativen Elemente<br />
des Mitmach-Internet Web 2.0 für das politische Handeln zu<br />
nutzen? Erhalten kommunale Entscheidungen neue Impulse, eine neue<br />
Qualität? Wie wird sich das „Mitmach-Web 2.0“ auf<br />
Bürgerbegehren und Bürgerentscheid auswirken?
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/egovernment/bund/Buhre_minden.jpg" alt="Michael Buhre" title="Quelle: Stadt Minden" height="136" width="119" /><br />
<i>Michael Buhre, <br />
Bürgermeister der Stadt Minden</i>
</p>
<p>
<b>Online-Diskussion in der Praxis: Die Stadt Minden</b>
</p>
<p>
Eine eindeutige Antwort darauf gibt die kommunale Praxis bisher<br />
nicht. Es fehlen noch Erfahrungswerte beim Umgang mit Web 2.0. Doch<br />
es gibt erste positive Ansätze, die Bürger über webbasierte<br />
Anwendungen an Planungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen.<br />
Ein Beispiel hierfür findet sich etwa in der <a href="http://www.minden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadt<br />
Minden</a>.
</p>
<p>
In der nordrhein-westfälischen Kreisstadt streiten Einwohner<br />
und Stadtparlament gerade um das Mindener Stadthaus. Viele Bürger<br />
wollen das Gebäude erhalten. Das Stadtparlament dagegen befürwortet<br />
den Abriss des Rathauses und den Bau eines Einkaufszentrums, der<br />
„Domhof-Galerie“. Das soll den Einzelhandel in der Mindener<br />
Innenstadt stärken.
</p>
<p>
Am 23. November 2007 findet zu dieser Frage ein Bürgerentscheid<br />
statt. Im Vorfeld informiert die Stadtverwaltung Minden die Bürger<br />
auf einer <a href="http://www.minden.de/sites/presse/domhofgalerie.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonderseite</a><br />
im Internet ausführlich über die „Domhof-Galerie“.<br />
In einer Online-Umfrage können die Einwohner ihre Meinung zum<br />
Thema abgeben &#8211; zudem können sie in einem <a href="http://www.forum-minden.dhp-sennestadt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet-Forum</a><br />
ihre Ideen zur Entwicklung der Mindener Innenstadt präsentieren<br />
und über die aktuellen Planungen diskutieren. „Die Anregungen<br />
und Meinungen der Bürger fließen kontinuierlich in den<br />
Planungs- und Entscheidungsprozess von Rat und Verwaltung ein. Das<br />
gilt natürlich auch für die Impulse, die über das<br />
Internet kommen“, betont der Mindener Bürgermeister Michael<br />
Buhre. Auch außerhalb des kommunalen Angebotes, im Weblog<br />
„<a href="http://www.amtage.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Minden-Magazin</a>“,<br />
können die Bürger ihre Meinung zum Thema Stadthaus-Abriss<br />
und zum bevorstehenden Bürgerentscheid äußern.
</p>
<p>
<b>Mehr Legitimation, wenn Bürger mitreden können</b>
</p>
<p>
Eine These der elektronischen Demokratie besagt: Wenn öffentliche<br />
Belange schon im Vorfeld parlamentarischer Entscheidungen intensiv<br />
in und mit der Bürgerschaft diskutiert werden, wenn die Bürger<br />
bei kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen mitreden können<br />
&#8211; so wie derzeit in Minden &#8211; erhalten die Beschlüsse des Stadtparlaments<br />
eine größere Legitimation. Das „Mitmach-Web 2.0“,<br />
die Online-Kommunikation in Form von Weblogs, Internet-Foren, Online-Umfragen<br />
und Ideenbörsen kann in dieser Hinsicht sehr nützlich<br />
und förderlich sein.
</p>
<p>
Die Vorteile eines breiten öffentlichen und transparenten<br />
Online-Dialogs lokalpolitischer Themen sieht auch Michael Buhre:<br />
„Die Diskussionen sind nicht nur hilfreich, sie sind geradezu<br />
notwendig, um ein gutes und abgewogenes Ergebnis in einem Planungsprozess<br />
zu erzielen, der auf Akzeptanz angewiesen ist.“
</p>
<p>
<b>Kreative und kompetente Bürger </b>
</p>
<p>
Ob das Web 2.0 tatsächlich zum „Mitmach-Web in der Kommunalpolitik“<br />
werden kann, knüpft Michael Buhre an bestimmte Kriterien: „Dazu<br />
ist die Bereitschaft zur politischen Beteiligung sowohl auf Seiten<br />
der Kommunen als auch der Bürger notwendig. Es besteht die<br />
Chance, die Kreativität und Kompetenz der Bürgerschaft<br />
zum Vorteil der Kommune zu nutzen und eine breite Akzeptanz in der<br />
Bevölkerung für Entscheidungen zu schaffen. Es besteht<br />
allerdings auch das Risiko, dass die gewählten Entscheidungsträger<br />
möglicherweise aus ihrer Verantwortung fliehen oder Entscheidungsprozesse<br />
durch gut organisierte Minderheiten beziehungsweise Interessengruppen<br />
gezielt beeinflusst werden.“
</p>
<p>
Um mit Hilfe der Web 2.0-Elemente vom rein informativen Charakter<br />
einer kommunalen Webseite hin zu einem Gespräch mit den Bürgern<br />
zu kommen, müssen die Kommunen auch den technischen Rahmen<br />
für eine internetgestützte bürgerschaftliche Beteiligung<br />
schaffen. <br />
„Ich denke, dass in naher Zukunft die technischen Möglichkeiten<br />
erheblich stärker genutzt werden. Ob dies die Kommunikation<br />
zwischen Bürgern und Kommune verbessern wird, hängt allerdings<br />
auch davon ab, wie sich die politische (Beteiligungs-)Kultur insgesamt<br />
entwickeln wird“, meint der Mindener Bürgermeister.</p>
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		<title>Kommunen und das Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[uweißenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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