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	<title>jbuehl &#8211; politik-digital</title>
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	<title>jbuehl &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Virtueller Marktplatz Bayern: Der Motor stottert</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/virtueller_marktplatz_bayern_der_motor_stottert-575/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jbuehl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Marktplatz Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<category><![CDATA[Regionalportal]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
(Start-)Schwierigkeiten eines Vorzeigeprojekts</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
(Start-)Schwierigkeiten eines Vorzeigeprojekts</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Mit vier Wochen Verzögerung ging das Prestigeobjekt der bayerischen Staatsregierung am 11.<br />
Dezember 2000 online: Unter der Domain<a href="http://www.baynet.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> http://www.baynet.de</a> befindet sich der Virtuelle<br />
Marktplatz Bayern (VMB). E-Commerce, E-Government und Events sollen unter einem<br />
weiß-blauem Dach im Internet vereint werden: bayerische Identität auch im virtuellem Raum.<br />
Ursprünglich strebte die bayerische Regierung die Woche der in München stattfindenden<br />
Fachmesse Systems Anfang November 2000 zum Start an. Doch diesen medien- und<br />
publikumswirksamen Termin konnte die VMB Virtueller Marktplatz Bayern GmbH nicht einhalten.<br />
Das Unternehmen wurde vom Konsortium &quot;Siemens Business Services/SAP Markets Europa&quot;<br />
gegründet, um den VMB zu betreiben. Die beiden Software-Riesen hatten am 31. März 2000 nach<br />
einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der VMB befindet sich zwar schon im Netz, aber weite Teile des anspruchsvollen Konzepts warten<br />
noch auf ihre virtuelle Verwirklichung. Sowohl die Optimierung für den „Netscape Navigator“ als auch<br />
die Seiten in englischer Sprache werden seit vier Wochen angekündigt, stehen aber immer noch<br />
aus. Ebenso sind die Rubriken &quot;Nachrichten&quot;, &quot;Informationen&quot; sowie &quot;Urlaub und Freizeit&quot; ohne<br />
Inhalte. Der 31. März 2001 gilt jetzt als Stichtag, an dem der VMB voll funktionsfähig sein soll. Ob<br />
diese Zeitvorgabe eingehalten werden kann, hängt nicht allein von der Marktplatz GmbH ab. Mit im<br />
Boot sitzen etwa hinsichtlich E-Government die Kommunen und Landkreise, bezüglich<br />
E-Commerce und E-Business die für den Betrieb der regionalen Marktplätze zuständigen<br />
sogenannten regionalen Vermarkter. Hinzu kommt die Vielzahl der bayerischen Unternehmen und ihre<br />
Bereitschaft, Internetauftritte oder Online-Shops mit dem VMB zu koordinieren. Sie alle müssen in<br />
eine Richtung rudern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Die Marktplatz GmbH kann diese Kooperationsproblematik nur notdürftig umschiffen. Am 25.<br />
August 2000 wurde beispielsweise eine Partnerschaft mit <a href="http://www.yellowmap.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Yellowmap</a><br />
geschlossen. Dadurch sind alle bei Yellowmap verzeichneten Unternehmen beim VMB zu finden.<br />
Ob aber die Kommunen, Landratsämter und Bezirksregierungen bereit und fähig sind, bis zum 31.<br />
März virtuelle Rathäuser und interaktive Online-Verwaltungen auszubauen oder überhaupt<br />
einzurichten, darf als sehr fragwürdig betrachtet werden. Gerade Internetauftritte für Kommunen<br />
schließt übrigens die Marktplatz GmbH aus ihrem Angebot aus. Andererseits hat man ein sehr<br />
hochgestecktes Ziel formuliert: die bayernweite Standardisierung von Online-Verfahren der<br />
Behörden. Gelänge dies, würde sicher auch der papierene Formulardschungel etwas gelichtet.<br />
(Über den Projektfortschritt berichtet die Marktplatz GmbH unter http://www.info.baynet.de.)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    <b>Kritische Stimmen: Zu große Hast </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Von Anfang an erhoben sich kritische Stimmen, die bayerische Regierung betreibe die<br />
Verwirklichung mit zu großer Hast. Die unnötige Eile könne auf Kosten der Qualität des Angebots<br />
gehen und damit die Etablierung und Vermarktung des Produkts erheblich behindern, wird<br />
argumentiert. Genau aus diesem Grund treibt die Landeshauptstadt München gemeinsam mit ihren<br />
Partnern, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer, das Portal München im<br />
Internet behutsam und schrittweise in drei Stufen der Realisierung entgegen. Mit dem Portal wird<br />
angestrebt, die gesamte Münchner Stadtgesellschaft im Netz abzubilden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Wie der Starttermin musste ebenso die Frist für die Benennung der regionalen Vermarkter<br />
verlängert werden. In der Kabinettsitzung der Staatsregierung am 5. September verschob man den<br />
Termin vom 30. September auf den 30. November 2000. Gleichzeitig wurden die heftig in die Kritik<br />
geratenen Konditionen für die regionalen Betreiber verändert. Zunächst wollte das Konsortium<br />
Vorauszahlungen und Gebühren nach der Einwohnerzahl des Landkreises oder der kreisfreien<br />
Stadt. Damit wäre das finanzielle Risiko einseitig vor allem zu Lasten der regionalen Betreiber<br />
gegangen. Jetzt soll es individuelle Verhandlungen geben. Dabei werden sich die Entgelte nach der<br />
jeweiligen Region, ihren Besonderheiten und der vorhandenen IT-Infrastruktur richten. Für die<br />
Benennung der Vermarkter sind die 96 Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. 45 von diesen<br />
haben mittlerweile einen Betreiber benannt. Die Marktplatz GmbH geht davon aus, dass es<br />
zwischen 35 und 40 Vermarkter geben wird, die dann ganz Bayern abdecken. Vertragsabschlüsse<br />
gibt es allerdings erst mit sieben Betreibern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Auch in der künstlichen Wortschöpfung der URL www.baynet.de wird ein Nachteil gesehen. Von ihr<br />
führe kein reibungsloser Bezug zu Bayern, seiner Wirtschaft und Politik. Während <a href="http://www.berlin.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berlin</a><br />
oder <a href="http://www.hamburg.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hamburg</a> ihre Domain für Inhalte außerhalb von<br />
Politik und Verwaltung öffnen, behält der <a href="http://www.bayern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freistaat</a> allein seinen<br />
Behörden vor. Die Marktplatz GmbH versucht jetzt, aus dieser Not eine Tugend zu machen und die<br />
Marke &quot;Baynet&quot; zu popularisieren. In der ersten Januarwoche 2001 wirbt sie in bayerischen<br />
Tageszeitungen nicht mit dem Begriff &quot;Virtueller Marktplatz Bayern&quot; sondern mit dem Produktnamen<br />
&quot;Baynet&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">  <b>  Steiniger Weg: Umsetzung eines anspruchsvollen Konzepts </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Hinter dem VMB steht ein anspruchsvolles und interessantes Konzept. Aus dem heutigen Angebot<br />
lässt sich die künftige Struktur erkennen. Neben den Rubriken Nachrichten, Information sowie<br />
Urlaub und Freizeit wird auf drei Schwerpunkte gesetzt: Lebenslagen, Bürgerservice oder<br />
Behördenwegweiser, Marktplätze. Das Lebenslagenkonzept, das auch die Münchner als ein<br />
zentrales Element ihres Portals planen, beinhaltet eine Gliederung nach Lebenssituationen und<br />
-abschnitten wie &quot;Mobilität&quot;, &quot;Wohnung&quot;, &quot;Familie und Partnerschaft&quot; oder &quot;Kinder und Jugendliche&quot;.<br />
Der User soll so zu allem geleitet werden, was er in der entsprechenden Lage benötigt: von<br />
gesetzlichen Regelungen über notwendige Behördenkontakte bis hin zu kommerziellen Angeboten<br />
aus dem Segment der Marktplätze. Der Großteil der Lebenslagen und ihrer Untergliederungen ist<br />
derzeit noch in Arbeit. Unter &quot;Mobilität&quot; findet man etwa nur den Teil &quot;Rund ums Auto&quot;, unter<br />
&quot;Familie und Partnerschaft&quot; allein die &quot;Hochzeit&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Eng gekoppelt mit den Lebenslagen ist der Behördenwegweiser, weil der User direkt zur für ihn und<br />
sein Anliegen zuständigen Einheit geführt werden soll. Das bedeutet notwendig eine vielschichtige<br />
Regionalisierung im Hinblick auf die Kommunen, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise und<br />
Regierungsbezirke. Geleistet wird dies unter der aktuellen Version des VMB kaum. Zwar gibt es<br />
externe Links zu vielen Behörden und Kommunen, aber die Verknüpfung aus den Lebenslagen<br />
heraus und damit eine nutzerorientierte Angebotspalette bleibt der Zukunft vorbehalten. Heute findet<br />
man hier vor allem Verweise auf Einrichtungen des Freistaats und gesetzliche Regelungen.<br />
Dagegen ist man bei der bei Regionalisierung kommerzieller Angebote aus den Lebenslagen heraus<br />
schon einige Schritte weiter. Wer beispielsweise als Münchner eine Gastwirtschaft für seine<br />
Hochzeitsfeier sucht, der wird vor Ort fündig und bekommt zumindest einige Anschriften. Gleiches<br />
gilt für Freizeitaktivitäten und das Angebot an sozialer Betätigung für Kinder und Jugendliche.<br />
Allerdings tauchen hier unter dem Motto &quot;Helfen macht Spaß&quot; auch nicht erwartbare Einträge auf:<br />
die &quot;Urlaubskasse des Bayerischen Baugewerbes e.V.&quot; und die &quot;Sozialrechtliche Vereinigung von<br />
Zementwerken in Bayern e.V.&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der Behördenwegweiser als zweites Hauptelement bildet das Besondere und den<br />
Wettbewerbsvorteil des VMB. Durch die Koppelung von Lebenslagen, Behördenwegweiser und<br />
kommerziellen Angeboten bieten sich exklusive Vermarktungsmöglichkeiten für Unternehmen.<br />
Darüber hinaus verleiht die Präsenz von staatlichen und kommunalen Stellen dem VMB von vorne<br />
herein einen eher öffentlichen, nicht offensichtlich profitorientierten Charakter. Mit diesen Pfunden zu<br />
wuchern, bleibt anderen Anbietern von virtuellen Märkten verwehrt. Das ist auch der Kern der Kritik<br />
des &quot;Rechenzentrums Bayerischer Genossenschaftsbanken&quot; (RGB), einem Unternehmen der<br />
Raiffeisen- und Volksbanken. Das RGB betreibt mit <a href="http://www.myshop.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">My Shop</a> die größte<br />
virtuelle Verkaufsplattform für mittelständische Unternehmen in Bayern, die mittlerweile auch<br />
bundesweit expandiert. Die Software für &quot;My Shop&quot; ließ der Bayerischen Einzelhandelsverband mit<br />
finanzieller Unterstützung des Freistaats Bayern entwickeln. Später kaufte das RGB sie auf und<br />
baut sie seitdem aus. Obwohl die EU-Kommission das Gemeinschaftsunternehmen von Siemens<br />
und SAP genehmigt und das Bundeskartellamt keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken geäußert<br />
hat, dürfte die exklusive Public-Private-Partnership einen schalen Nachgeschmack verursachen und<br />
die Thematik auf der Tagesordnung halten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der dritte Schwerpunkt des VMB sind die Marktplätze. Hierüber soll der gesamte VMB finanziert<br />
werden. Während die Marktplatz GmbH Hard- und Software zentral bereitstellt, basiert der Baustein<br />
Marktplätze wie bei &quot;My Shop&quot; auf Regionalisierung. Die regionalen Vermarkter sind für den Betrieb<br />
zuständig und finanzieren sich über Webauftritte und Online-Shops für Firmen sowie über Werbung.<br />
Für den Auftritt von bayerischen Unternehmen im Rahmen des VMB werden gestaffelte Angebote<br />
gemacht. Kostenlos ist der Eintrag ins Unternehmensverzeichnis. Bezahlt werden muss die<br />
Einbettung einer Firma in bis zu drei Lebenslagen. Diese kann allein oder in Zusammenhang mit<br />
einer Visitenkarte oder einem strukturierter Internetauftritt gewählt werden. Neben B2C-Marktplätzen<br />
sollen insbesondere für den Mittelstand und die Behörden geschlossene Marktplätze für B2B und<br />
A2B (Administration to Business) aufgebaut werden. Auch wenn dem normalen User der Einblick in<br />
das Geschehen auf diesen Märkten verwehrt bleibt: im Hinblick auf A2B wird man ihm immerhin die<br />
heutigen Nachfolger der ehemals königlich-bayerischen Hoflieferanten anzeigen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Die Marktplätze sind zentral für das Gelingen des VMB. Von ihnen hängt es ab, ob sich die<br />
gesamte Unternehmung finanziell trägt. Dennoch sind sie bis jetzt der am wenigsten ausgebaute<br />
Teil des VMB. Wie sie sich entwickeln, ist heute nicht abzusehen. Bisher sind gerade sechs<br />
regionale Marktplätze online. Der Aufbau der Angebote steht erst am Anfang. Nur zwei Marktplätze<br />
bieten jeweils drei Online-Shops.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Portal München: Stadtgesellschaft im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/portal_muenchen_stadtgesellschaft_im_netz-578/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jbuehl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtportal]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Schon heute gibt es für den Internetauftritt der Landeshauptstadt <a href="http://www.muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">München</a>
durchwegs gute Noten. Die Fachpresse lobt die Anfang März 1996 gestarteten Websites der Stadt immer wieder auf 
vordere Plätze. In Kooperation mit der <a href="http://www.muenchen.ihk.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Industrie- und Handelskammer</a> 
sowie der <a href="http://www.hwk-muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Handwerkskammer</a> plant die Stadt jetzt 
einen völlig neuen Auftritt im Web. Die virtuelle Welt erhält ein Portal München.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Schon heute gibt es für den Internetauftritt der Landeshauptstadt <a href="http://www.muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">München</a><br />
durchwegs gute Noten. Die Fachpresse lobt die Anfang März 1996 gestarteten Websites der Stadt immer wieder auf<br />
vordere Plätze. In Kooperation mit der <a href="http://www.muenchen.ihk.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Industrie- und Handelskammer</a><br />
sowie der <a href="http://www.hwk-muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Handwerkskammer</a> plant die Stadt jetzt<br />
einen völlig neuen Auftritt im Web. Die virtuelle Welt erhält ein Portal München.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Projekt ist Chefsache im Münchner Rathaus.<br />
Oberbürgermeister <a href="http://www.christian-ude.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Christian Ude</a>, SPD,<br />
und der Leiter seines Direktoriums, Dr. Ernst Wolowicz, treiben unermüdlich an. Internet als Teil der kommunalen<br />
Daseinsfürsorge lautet das Leitbild. Städtische Infrastrukturleistung hört nicht bei Verkehr,<br />
Wirtschafts- und Sozialdiensten oder Kultur auf. In München zählt auch das Internet dazu. Dem gemäß<br />
öffnet die Landeshauptstadt, bisher alleiniger Anbieter unter www.muenchen.de, ihre Domain. Über das Portal soll<br />
der Nutzer alles und alle in München finden. Es entsteht eine Plattform zur Darstellung und Kommunikation für<br />
Bürger, örtliche Wirtschaft, politische Parteien, Kultur und Kunst, Bildungsinstitutionen, Aktivitäten im<br />
Bereich des Sports, der Vereine und der Kirchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Vorstellung: Wer im Internet Angebote aus und über München sucht, der kommt über das Portal<br />
München mit wenigen Zeigefingerbewegungen zur gewünschten Website. Für das digitale München soll<br />
gelten: kein nerven- und zeitraubende Suchverkehr in kleinen Seitenstraßen und Sackgassen, sondern ein<br />
hochleistungsfähiges Verkehrsleitsystem innerhalb der Datenautobahn, das schnelle und sichere Zielerreichung<br />
garantiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Mittelpunkt steht die Präsentation verschiedenster Anbieter innerhalb des Portals und damit unter dem Dach von<br />
<a href="http://www.muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">muenchen.de</a>.  München macht damit ein attraktives und<br />
kostengünstiges Angebot auch für Unternehmen, die sich mit dem weltweit bekannten und unverwechselbaren<br />
Stadtnamen präsentieren können. Damit geht man einen Schritt über das die heutige Portal-Landtschaft<br />
dominierende vertikale Konzept, das viele Links auf externe Websites beinhaltet, hinaus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Nachhaltiger Aufbau: Der Weg zum Portal München  </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem der Münchner Stadtrat das anspruchsvolle Grobkonzept am 26. Juli 2000 beschlossen hatte, endete am<br />
13. Oktober die europaweite Ausschreibung für das Feinkonzept. Der Gewinner soll bis Ende März 2001 das<br />
Konzept erstellt haben. Für den Sommer 2001 ist die endgültige Entscheidung des Stadtrats geplant.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es wurde ein zweistufiges Vorgehen vereinbart, schon weil die Komplexität der vorgesehenen Angebotsvielfalt einen<br />
großen Paukenschlag zur Verwirklichung ausschließt. Die erste Stufe endet mit der Bewertung des<br />
Feinkonzeptes durch Stadt und Kammern.  In der zweiten Stufe geht es um mögliche Betreibermodelle. Am<br />
Wahrscheinlichsten scheint heute eine Kapitalgesellschaft mit einer städtischen Mehrheit. Die Stadt will<br />
keinesfalls Nutzungs- und Vermarktungsrechte an der Domaine <a href="http://www.muenchen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">muenchen.de</a><br />
aufgeben oder veräußern. Deshalb ist eine Übernahme des Berliner Modells (<a href="http://www.berlin.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">berlin.de</a>)<br />
ausgeschlossen. Auch wenn sich das Portal zu einem späteren Zeitpunkt finanziell selbst tragen soll: Heute<br />
investieren die Partner in Daseinsfürsorge und Infrastruktur, während ein privater Betreiber Gewinnerzielung<br />
im Auge hätte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Struktur: Themenblöcke statt Anbieter  </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Stadtinformationssystem soll über das Portal zum virtuellen Abbild des antiken Forums, zum Marktplatz für<br />
den Austausch von Ideen und Gütern werden. Es ermöglicht so eine Funktion, die die realen Plätze unserer<br />
modernen Städte nicht erfüllen können. Dazu gehören E-Government und E-Civil-Society, aber<br />
selbstverständlich auch E-Commerce und E-Business.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Größter Wert wird auf eine bedienerfreundliche und zielgruppengerechte Darstellung gelegt. Das vertikale<br />
Konzept wird ausgemustert. Kommen wird ein horizontaler Aufbau der Internetseiten. Die Inhalte sind nicht nach Anbietern<br />
wie Stadtverwaltung, Wirtschaft oder Tourist-Info gegliedert, sondern nach übergreifenden Themenblöcken. Unter<br />
der Rubrik Politik befinden sich dann nicht nur die Angebote der Münchner Parteien und Positionen der Stadt,<br />
sondern auch politische Initiativen von Verbänden und Vereinen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Blöcke werden offene Grenzen haben und ineinander übergehen. Nimmt man die Tourist-Info, dann stehen dort<br />
neben den Inhalten des Fremdenverkehrsamtes auch diejenigen anderer Anbieter, neben georeferenzierten Stadtplan und<br />
Web-Cam-Aufnahmen aus München könnte auch eine virtuelle Einkaufsstraße angeboten werden. Tourist-Info<br />
und Marktplatz sind interpenetriert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Virtuelles Rathaus: Interaktiver Online-Service auf dem Weg  </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch für das Virtuelle Rathaus gelten Zielgruppenorientierung und Bedienungsfreundlichkeit. Maßgeblich werden<br />
für den Webauftritt nicht mehr die nur für Eingeweihte nachvollziehbaren Strukturen und Hierarchien der<br />
Verwaltung sein. Ansatzpunkt ist vielmehr die konkrete Lebenslage des Nachfragers. Ob Bürger oder Firma, ob<br />
Wohnortwechsel oder KfZ-Zulassung, ob Baugenehmigung oder Unternehmensansiedlung: Informationen und notwendige<br />
Verwaltungsgänge sollen sich nach wenigen Klicks unabhängig von verwaltungsinternen Zuständigkeiten auf<br />
dem Bildschirm aufbauen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Drei Bereiche sind grundsätzlich vorgesehen. Die Stadt will erstens alle für die Öffentlichkeit vorgesehenen<br />
Informationen ins Internet bringen. Zweitens soll der Formularservice, mit dem zumindest ein Amtsgang per pedem<br />
vermieden wird, ausgeweitet werden. Schon heute hält das Kreisverwaltungsreferat diesen Service in vielen Bereichen<br />
bereit. Darunter sind Angebote zu einer Vielzahl städtischer Serviceleistungen:<br />
<a href="http://www.muenchen.de/referat/kvr/service/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Einwohnerwesen und Melderegister, Standesamt,<br />
Sicherheit und Ordnung, Gewerbewesen und Straßenverkehr</a>.<br />
Drittens soll die Möglichkeit von Online-Anträgen angeboten werden. Ziel ist hier die medienbruchfreie<br />
Verarbeitung der über Internet eingereichten Anträge.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Hürden bleiben und können nicht von der Kommune allein übersprungen werden. Ohne die digitale Signatur<br />
könne sich das Virtuelle Rathaus, ja das ganze Internet nicht weiterentwickeln, erklärt Klaus Diemer, im<br />
Direktorium der Landeshauptstadt zuständig für das Portal München. Urheber online übermittelter<br />
Dokumente müssen eindeutig identifizierbar sein. Dokumente müssen während der Übermittlung vor<br />
Fälschungen sicher sein. München hofft hier auf positive Erfahrungen der<br />
<a href="http://www.bremen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hansestadt Bremen</a>, mit der man sich im Austausch befindet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bremen führt im Rahmen von <a href="http://www.mediakomm.net/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Media@Komm</a><br />
ein entsprechendes Projekt durch. Diemer: &quot;Als Stadtstaat können die Bremer Gesetze und Verordnungen zum Einsatz<br />
bzw. zur Erleichterung von Verfahren recht schnell über die Bühne bringen, wie z. B. das ‚Bremische Gesetz zur<br />
Erprobung der digitalen Signatur in der Verwaltung&#8217; vom 1.Juni1999.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bürgerschaftliches Engagement und Stadtviertelorientierung  </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein zentraler Aspekt des Portals München ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Rund<br />
10 000 Vereine sind in München eingetragen. Etwa ein Drittel aller Münchner übernimmt ehrenamtlich<br />
Aufgaben und Arbeiten in allen nur denkbaren Organisationen. Der Stadtratsbeschluss stellt deutlich heraus: &quot;Das<br />
Internet ist im Hinblick auf das große Spektrum bürgerschaftlichen Engagements, das sich laufend sowohl in<br />
seinen Angeboten wie auch in seinen Anbietern verändert, das einzige Medium, das diese Anforderungen erfüllen<br />
kann.&quot; Mit der Sparte &quot;Markt der Möglichkeiten&quot; soll die Übernahme freiwilliger und unentgeltlicher Aufgaben<br />
gefördert werden. Er wird das Forum der E-Civil-Society und für E-Policy. Neben Information geht es um<br />
Kommunikation und Abgleich von Interessen. Chatrooms und Benutzerforen sind selbstverständliche Bestandteile.<br />
So kommen politische Entscheidungsträger und aktive Bürgergesellschaft unkompliziert zusammen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die Realität diesem Idealbild anzunähern, muss der Spaltung der Gesellschaft in eine &quot;Info-Elite&quot; und<br />
diejenigen, die nicht die Chance zur Teilhabe erhalten, entgegengetreten werde. Auch für den pluralistischen<br />
Himmel des Internets gilt derzeit das von E. E. Schattschneider Anfang der 60er Jahre herangezogene Bild: &quot;The flaw<br />
in the pluralist heaven is that the heavently chorus sings with a strong upper-class accent.&quot; In diesem Zusammenhang<br />
wird unter Kosten- und Nutzenaspekten überlegt, ob für die Münchner über das Portal &#8211; mit Ausnahme<br />
der Telefongebühren &#8211; kostenfreie Internetzugänge, E-Mail-Adressen und eigene Hompages angeboten werden. Das<br />
wird sicher nicht ausreichen. Allerdings kann eine Kommune diese Aufgabe auch nicht alleine schultern. Bund und<br />
Länder stehen mit in der Verantwortung.<br />
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<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Portal soll dem ausgeprägten Stadtviertel-Bewußtsein der Münchner Rechnung getragen werden.<br />
Während sich die Regionalisierung unter www.muenchen.de heute nur in den Angeboten der Bezirksausschüsse<br />
(eine Art Stadtteilparlamente, deren Rechte Schritt für Schritt ausgebaut werden sollen) ausdrückt, soll<br />
künftig die Feinstruktur der Stadtteile abgebildet werden: Firmen, Einzelhandel, Lokale, Vereine und<br />
Veranstaltungen. Jeder Münchner soll die Informationen zu seinem Viertel gebündelt im Internet finden.</span></p>
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