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	<title>Jakob Werlitz &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Jakob Werlitz &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Computer-Wissenschaften und Ethik: Handlungsmaxime für Programmierer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2014 15:35:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Brauchen wir Ethikregeln für Informatiker und wo müssten diese wirksam werden? Wozu und in welchem Umfang sollen Datenanalysen über unsere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Big-Data_crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141877" alt="Big Data_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Big-Data_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Brauchen wir Ethikregeln für Informatiker und wo müssten diese wirksam werden? Wozu und in welchem Umfang sollen Datenanalysen über unsere Lebenswirklichkeit bestimmen? Der Computer-Wissenschaftler Kave Salamatian berichtete in einem Vortrag über die gefährlichen Missverständnisse im Umgang mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, die normierende Wirkung von Statistik und die Herausforderungen für unsere gesamte Gesellschaft.<br />
Es klingt nach einem harten Job, den der Computer-Wissenschaftler Kave Salamatian an der Université de Savoie in Frankreich verrichtet: Neben dem nötigen Know-how in Mathematik, Informatik und Programmierung versucht er angehenden Computerwissenschaftlern ein ethisches Rüstzeug für ihre spätere Arbeit mit auf den Weg zu geben. Bei seinem Vortrag „From Big Data to the banality of evil“ in der Heinrich-Böll Stiftung sprach Salamatian, der auch als Fellow an der Forschungsstelle Internet &amp; Menschenrechte der Europauniversität Viadrina in Frankfurt/Oder tätig ist, darüber, warum insbesondere algorithmische Modelle zur Auswertung von großen Datenmengen einer ethischen Grundlage bedürfen und wo man damit ansetzen muss.<br />
Was soll am Feuilleton-Schreckgespenst Big Data bitte banal sein? Unvorstellbar große Datenmengen, komplexe mathematische Modelle und ein unüberschaubares Feld an Anwendungsmöglichkeiten kommen zunächst so gar nicht banal daher. An Banalität gewinnt die Sache allerdings, wenn die aus den Daten gewonnen Annahmen für wahr und absolut genommen, wenn statistische Modelle handlungsweisend und folglich individuelle Fragestellungen mit Hilfe von Algorithmen beantwortet werden. Wenn also mathematische Hochrechnungen letztlich darüber entscheiden, ob ein Kredit oder eine Sozialhilfeleistung vergeben werden oder eine Person überwacht oder inhaftiert wird.<br />
Da Statistik die Wirklichkeit nicht abbildet, sondern begrenzt und auf Durchschnittsgrößen, Typologien und Wahrscheinlichkeiten reduziert, dürfen ihre Ergebnisse keinesfalls als strikte Handlungsmaximen verwendet werden. Stattdessen müssen sie als das betrachtet werden, was sie sind, nämlich Wahrscheinlichkeitsmodelle, so <a href="http://www.internet-science.eu/mobility/profiles/institutional/247" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Salamatian</a> in seinem <a href="https://soundcloud.com/boellstiftung/vortrag-from-big-data-to-banality-of-evil">Vortrag</a>. Schon häufig wurde über diese <a href="http://politik-digital.de/im-netz-der-daten/">Crux der massenhaften Datenauswertung</a> diskutiert und im selben Atemzug zumeist daraufhingewiesen, wie diese Technik auf dem Weg ist, unsere Gesellschaft grundlegend zu verändern. Die fortschreitende und umfassende Datenerhebung, immer komplexer entwickelte Statistikmodelle und leistungsfähigere Computer denn je haben für Wirtschaft und Politik gleichermaßen immense Möglichkeitsräume eröffnet. Das Wissen aus den digitalen Datenschätzen verspricht Macht, Kontrolle und jede Menge Geld.</p>
<h3>Ethikunterricht für Informatiker?</h3>
<p>Da die Datenmodellierung ein so wirkmächtiges Instrument darstellt, so Salamatian, müsse umso dringlicher darüber gesprochen werden, wie, wozu und im Dienste welcher politischen oder wirtschaftlichen Agenda sie eingesetzt werde? Für den Computer-Wissenschaftler, der selbst junge Informatiker ausbildet, liegt in der Lehre der zentrale Zugriffspunkt für die Implementierung ethischer Grundsätze. Klar müsse auch über Privatsphäre und Datenschutz gesprochen werden, natürlich sollte nicht jeder geschriebene Code seine Anwendung finden. Doch gerade heutzutage kann bezweifelt werden, ob und wie erfolgreich sich dies verhindern ließe.<br />
Studenten schon früh ihre soziale Verantwortung aufzuzeigen und ihnen einen Weitblick für gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und mögliche Folgewirkungen ihrer Innovationen zu vermitteln, könnte im Hinblick darauf zumindest eine wichtige Ergänzung darstellen. Dass Menschen unter spezialisierten Arbeitsbedingungen in vielschichtige, isolierte Arbeitsabläufe und hierarchische Strukturen eingebunden sind, erschwert die Möglichkeit moralischer Reflexion zudem &#8211; wie nicht zuletzt das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment">Milgram-Experiment</a> so gut unter Beweis stellte.</p>
<h3>Die Idee ist gut, aber&#8230;</h3>
<p>Dennoch oder gerade deswegen sollte die Diskussion über ethische Grundlagen für die Auswertung und Modellierung von Daten weiterhin geführt werden. Computerexperten verfügen in unserer Gesellschaft über einen zunehmenden Einfluss, weshalb ihre Eigenverantwortung immer wieder aufs Neue betont und gefördert werden muss. Nicht zuletzt ein gewisser Herr Snowden war es doch, der der Welt gezeigt hat, wie bedeutsam es ist auch für IT-Fachleute ist, die eigene Rolle innerhalb systematischer Menschenrechtsverletzungen zu hinterfragen.<br />
Allerdings lassen sich gegen die Idee auch viele Gegenargumente ins Feld führen. So beklagte Salamatian selbst, dass nur wenige seiner Schützlinge die Motivation aufbringen würden, sich mit entsprechenden Fragestellungen auseinanderzusetzen. Auch mangele es an Interdisziplinarität, um entsprechende Inhalte fächerübergreifend zu diskutieren und zu vermitteln. Nicht zuletzt bleibt aber auch die große Frage, wie gut ein im Studium angeeignetes Wertesystem den späteren ökonomischen und beruflichen Zwängen widerstehen könnte, denen sich die Computerexperten mit Sicherheit ausgesetzt sehen werden.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/intelfreepress/8758728512" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Intel Free Press</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 1: Smart Wearables</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 10:38:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Hardware, mit der wir ins Netz gehen und unser digitales Leben navigieren, wird immer kleiner. Doch das ist erst der Anfang. Die Technik ist auf dem Weg in jeden erdenklichen Gegenstand, den wir mit uns tragen. „Wearables“ sind der nächste konsequente Schritt und die Einstiegsdroge ins Internet der Dinge. Grund genug, unsere Sommerreihe damit zu beginnen, ein Produkt vorzustellen, das vielleicht schon in naher Zukunft nicht mehr aus unserem Kleiderschrank wegzudenken ist: das Smart Shirt. Was kann es, was will es und wo soll das noch alles hinführen?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Beginnen wir also unsere Reise durchs Internet der Dinge bei uns selbst, unserem Körper. Er ist eine bedeutende Datenquelle, an deren Erschließung bereits tüchtig gebastelt wird. Hinter dem Schlagwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantified_Self" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quantified Self</a>“ verbergen sich zahlreiche Konzepte, Anwendungen und Technologien, die die Generierung personenbezogener Daten be- und vorantreiben. Der Bereich der so genannten „Wearables“ (dt. Tragbares) ist dabei nicht nur ein sehr greifbares Beispiel, entsprechende Produkte sind auch bereits weit fortentwickelt. Für das kommende Jahr <a href="http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303491404579389270527635840.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">prognostizieren</a> Studien und Experten den kommerziellen Durchbruch der smarten Begleiter. Die meisten davon zielen darauf ab, in unsere ohnehin schon bestehende Gegenstandswelt integriert zu werden. Ob Armband  oder T-Shirt, alles kann mit der entsprechenden Technologie smart gemacht werden.<br />
Shooting Star unter den „Smart Wearables“ ist mit Sicherheit die digitale Brille „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Glass" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Glas</a>“, mit der der Suchmaschinenanbieter in den vergangenen Jahren viel Aufsehen erregte. Doch auch Fitness-Armbänder und Smart-Watches haben in letzter Zeit die Produktangebote erobert und können durchaus als Vorreiter der Entwicklung betrachtet werden. Größen wie <a href="https://www.apple.com/ios/ios8/health/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Apple</a> oder <a href="http://www.nike.com/us/en_us/c/nikeplus-fuelband#1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nike</a>, aber auch Startups wie <a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jawbone</a> oder <a href="http://www.golem.de/news/smartwatch-pebble-jetzt-auch-offiziell-in-deutschland-bestellbar-1407-107660.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pebble</a> bieten entsprechende Produkte an, die uns zunehmend und oft unbemerkt im Alltag begleiten. Doch auch diese Innovationen werden letztlich nur einen Übergangsschritt darstellen. Mit so genannten E-Textiles oder Smart Fabrics hat die Industrie bereits den nächsten Schritt vorweggenommen. Die Verarbeitung von Sensorik in Kleidungsstücken eröffnet ganz neue Möglichkeiten der automatisierten Datenerfassung, und das ohne dass der Konsument ein eigenes Gerät dazu bräuchte.<br />
<b>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</b><br />
Führende IT-Unternehmen wie der Chip-Hersteller <a href="http://recode.net/2014/05/28/intel-bets-its-smart-shirt-on-the-future-of-wearables-video/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Intel</a> arbeiten bereits seit Jahren an entsprechenden Lösungen, und die ersten Produkte können schon im Vorverkauf erworben werden. So zum Beispiel das „<a href="http://www.omsignal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Biometric Sweatwear</a>“ von OMSignal. Das Shirt ist noch kein Massenprodukt, kostet stolze 200 Dollar und ist bis dato vor allem als Sportbekleidung konzipiert. In einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hMiOmJHXyC4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werbevideo</a> zeigen die Macher allerdings auch Menschen, die das Shirt wie selbstverständlich unter ihrer  Alltagsgarderobe tragen. Aber was kann es denn nun? Es misst biometrische Daten wie die Herz- und Atemfrequenz, weiß, wie weit ich gelaufen bin und wie viel Stress mir das bereitet hat. Auch der Kalorienverbrauch pro Bewegungs-Session kann dem figurbewussten Nutzer angezeigt werden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-140890 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring.jpg" alt="cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring" width="476" height="268" /></a><br />
Um dies zu ermöglichen, ist das Hightech-Shirt aus leitfähigen Textilien hergestellt, die die Signale der  zahlreichen Mikrosensoren aufnehmen können. Eine kleine schwarze Box von der Größe einer Streichholzschachtel, das Datenmodul, sammelt und sendet kontinuierlich die so gemessenen Daten. Wifi und Bluetooth sei Dank, ist das Shirt auch schnell mit Smartphone und Laptop verbunden oder speichert die Körperdaten einfach direkt in der Cloud. Die Informationen werden von entsprechenden Apps dann nutzerfreundlich aufbereitet und miteinander verglichen, um Erfolgserlebnisse oder Trainingsrückschritte sichtbar zu machen. So entsteht ein kleines Universum aus Hard- und Software, das die eigenen Daten automatisch aktualisiert, auswertet und Hilfestellungen generiert.<br />
<b>Wozu das Ganze?</b><br />
Womit wir beim Nutzen angekommen wären. „Know yourself. Live better“, mit diesem Spruch bewirbt das Startup Jawbone sein Armband „<a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UP</a>“, das es bereits für 150 Dollar zu erwerben gibt. Das Unternehmen zeigt damit auf, welche Vision hinter den Tech-Klamotten steckt: Mehr Wissen, mehr Lebensqualität? In diesem Sinne ist die Innovation zunächst für Sportler interessant. Dank der fortlaufenden Vermessung der Vitalfunktionen können Trainingseinheiten optimiert werden. Selbstverständlich würden außerdem Informationen über Fortschritte und Trainingserfolge den gewünschten Effekt nicht verfehlen, wirbt der Hersteller, und auch in den sozialen Medien könne man nach Belieben mit den Ergebnissen prahlen. Ein solches Belohnungssystem würde Anreize schaffen, weiter und härter zu trainieren.</p>
<figure id="attachment_140870" aria-describedby="caption-attachment-140870" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smartshirt1.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-140870 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smartshirt1.png" alt="Smartshirt1" width="244" height="250" /></a><figcaption id="caption-attachment-140870" class="wp-caption-text">Bald auch auf Ihrem Smartphone: Herzfrequenzmessung über das T-Shirt.</figcaption></figure>
<p>Doch Nutzungsmöglichkeiten lassen sich auch im Alltag erschließen. Ist mit meinem Herz alles in Ordnung? Welche Situationen setzen mich besonders unter Druck und welche Maßnahmen helfen mir zur Entspannung? Wie lang und wann sind meine Tiefschlafphasen? Auf diese und ähnliche Fragen versprechen die Anbieter der Wearables eindeutige Antworten.<br />
Spezielles Augenmerk liegt außerdem auf Menschen, die besonderer Fürsorge und Aufsicht bedürfen, wie Kinder und Menschen hohen Alters oder mit Gesundheitsproblemen. Hier kann vor allem im Hinblick auf die Früherkennung von Gesundheitsrisiken ein großes Potenzial der Technologien erschlossen werden. Allerdings sind auch praktische Anwendungen wie der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Eltern-sollen-ihre-Kinder-mit-Wearable-LG-KizON-ueberwachen-2252571.html?wt_mc=sm.feed.tw.ho" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kindertracker von LG</a> denkbar, mit dem Eltern ihre Zöglinge nicht mehr aus den Augen oder besser dem Radar verlieren können.<br />
Langfristig ist auch hier Vernetzung der Schlüssel zu einer intensiveren Nutzung der Dienste. Ein Musikplayer, der die Songauswahl meinem Puls anpasst; Rezeptempfehlungen, die auf meinen Energieverbrauch und mein Training abgestimmt sind; oder eben ein intelligentes System, das beim Arzt Alarm schlägt, wenn mit meinen Vitalwerten etwas nicht in Ordnung ist. Komfort und Sicherheit, Belohnungsanreize und medizinische Früherkennung, das sind die offenkundigen Vorteile. Im öffentlichen Bereich ist darüber hinaus denkbar, dass Berufsgruppen im Nah- und Fernverkehr oder im Rettungswesen mit entsprechender Funktionskleidung ausgestattet sind, um neue Sicherheitsmechanismen zu implementieren. Der unternehmerische Erfindungsgeist kennt kaum Grenzen: <a href="http://www.blacksocks.com/de-de/smartersocks.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Socken</a>, die sich selbst sortieren? Oder besser <a href="http://www.fitbark.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Wearable</a> für den Begleiter auf vier Beinen?<br />
<b>Risiken und Nebenwirkungen</b><br />
Doch Spaß beiseite! Mal ganz abgesehen davon, dass unser Körper durchaus über ein eigenes Alarmsystem verfügt, um Verbrauch von Sauerstoff, Wasser und Nahrung zu kontrollieren, und der Fitnesswahn auch seine fragwürdigen Aspekte mit sich bringt: Wohin wird der Trend zur Selbstvermessung noch führen?<br />
Zunächst mal klingen Wörter wie Herzfrequenz, Puls, Sauerstoffsättigung, Blutwerte und Lungenfunktion nicht nur verdächtig nach Hausarztpraxis, sondern sie gehören letztlich auch genau dorthin. Biometrische Daten sind sehr intim und gleichzeitig erfordern ihre Einordnung und Interpretation mehr als eine App auf dem Smartphone. Darüber hinaus lässt sich bezweifeln, wie entsprechenden Messungen ohne Hinterfragen zu vertrauen ist. Spätestens das Versprechen des Armbandes <a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UP</a>, die Stimmung des Trägers erkennen zu können, sollte Zweifel hervorrufen.<br />
Hinterfragen sollten wir außerdem den gesellschaftlichen Umgang mit dieser neuen Quantität und Qualität an personenbezogenen Daten. Aus dem individuellen Drang zur Selbstoptimierung kann schnell ein sozialer Zwang zur rationalen Lebensführung erwachsen, der bestimmte Verhaltensmuster in Konsum, Gesundheitsvorsorge, Arbeitsalltag oder Freizeitgestaltung stigmatisiert. Gesunde oder ökologische Lebensweisen werden hingegen zur gesellschaftlichen Norm erhoben. Selbstverständlich wissen wir bereits jetzt schon, dass zu viel Kaffee ungesund ist und die meisten von uns mehr Sport treiben sollten. Doch nun sehen wir es schwarz auf weiß: Die Verfehlung wird konkret und ebenso ihre Häufigkeit. Verdrängung unmöglich, Konsequenz unausweichlich. Die Freiheit, sich dem zu entziehen, schwindet mit den Möglichkeiten der Aufzeichnung, und deren Verbreitung könnte schneller vonstatten gehen als erwartet.<br />
Zugegeben, die Shirts, die von den Herstellern bislang vorgestellt wurden, muten noch ein wenig futuristisch an und lassen nicht erwarten, dass bald jeder Mensch in entsprechender Mode herumlaufen wird. Früher oder später könnte die Technologie jedoch den Sprung in unsere Alltagsgarderobe schaffen. Auch OMSignal-Mitgründer Stéphane Marceau <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2014/05/25/my-t-shirt-told-me-to-take-a-chill-pill/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">prognostiziert</a>: „In a decade, every piece of apparel you buy will have some sort of biofeedback sensors built in it.” Welche Produkte und Technologien dabei am Ende die Nase vorn haben und ob tatsächlich unsere gesamte Umwelt „versmartet“ werden wird, sollte hinterfragt werden. Klar ist: Die Wege, auf denen unsere Körperdaten in die Geräte und von dort ins Netz gelangen, sind vorgezeichnet, und wir werden einen immensen Anstieg entsprechender, sehr intimer Datenschätze erleben. Eine Debatte darüber, wie es an dieser Stelle damit weiter geht und wie viele und welche Daten es letztlich sein sollen, ist nicht zu vermeiden.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Titelbild: <a href="http://openclipart.org/detail/1693/various-clothing-by-jicjac" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Clipart/Jic Jac</a> (Public Domain)<br />
Bild &#8211; Display: Screenshot aus <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MDa_af2pAdo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video</a><br />
Bild &#8211; T-Shirt:  <a href="http://www.cityzensciences.fr/en#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cityzen Sciences</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Partizipation im Netz: &#034;Je jünger, desto aktiver&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/partizipation-im-netz-je-juenger-desto-aktiver-140830/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2014 12:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitreden, mitmachen, mitfinanzieren – „Dabei sein“ wird im Internet immer populärer. Plattformen wie Startnext.de oder Change.org bieten  zahlreiche Möglichkeiten, sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/partizipation3.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140840" alt="partizipation3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/partizipation3.png" width="619" height="371" /></a>Mitreden, mitmachen, mitfinanzieren – „Dabei sein“ wird im Internet immer populärer. Plattformen wie Startnext.de oder Change.org bieten  zahlreiche Möglichkeiten, sich wirtschaftlich oder politisch einzubringen. Eine jüngst erschienene Studie untersuchte die vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation im Internet nun aufs Neue und fördert interessante Analogie zutage. Über die Ergebnisse des Forschungsprojektes berichtet Projektleiter Hendrik Send im Interview.<br />
Schon seit den frühesten Anfängen des Web 2.0 sind die Potenziale der Beteiligung an Politik, aber auch an wirtschaftlichen oder zivilgesellschaftlichen Projekten immer wieder in der Diskussion. Oft stehen dabei ähnliche Fragen im Raum: Kann das Internet die Demokratie beflügeln? Wer nutzt die Möglichkeiten und warum? Wo und wie können Formen der Mitgestaltung gewinnbringend und nutzerfreundlich eingesetzt werden?<br />
Eine <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Studie</a> des Berliner Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft mit dem Titel „<b>Online Mitmachen und Entscheiden – die Partizipationsstudie 2014“ </b>nahm sich nun erneut des Themas an. Das Forscherteam untersuchte das Phänomen in Kooperation mit TNS Infratest anhand einer repräsentativen Befragung von etwa 500 Teilnehmern. Dabei interessierten sich die Wissenschaftler für die Bekanntheit entsprechender Angebote, das Nutzungsverhalten, aber auch für die zugrunde liegende Motivation der Nutzer. Bemerkenswert ist, dass in der Studie politische und wirtschaftliche Partizipationsformen gleichermaßen betrachtet wurden.</p>
<h3>Jung, gebildet, männlich</h3>
<p>Die <a href="http://www.hiig.de/online-mitmachen-und-entscheiden-die-partizipationsstudie-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse der Studie</a> deuten zunächst daraufhin, dass die Angebote von einem Großteil der Bevölkerung genutzt werden. Ebenso bestätitgt sie die hinreichend bekannte Erkenntnis (<a href="http://www.sinus-institut.de/uploads/tx_mppress/DIVSI-Studie-Beteiligung-im-Internet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">siehe hierzu DIVSI-Studie S. 24ff</a>), dass vor allem junge Männer mit höherem Bildungsniveau eine hohe Affinität zur Online-Partizipation haben. Als „erstaunlich“ bezeichneten die Verfasser die Intensität der Nutzung, die mit durchschnittlich 1,5 Stunden relativ hoch ausfällt. Weniger überraschend mag sein, dass sich vor allem Online-Petitionen großer Beliebtheit unter den Befragten erfreuen, während aufwendigere Möglichkeiten oft nur von wenigen Menschen genutzt werden. Wirtschaftliche Angebote seien zwar vergleichsweise weniger Menschen bekannt, Crowdfunding und Online-Produktkonfigurationen würden dennoch zunehmendes Interesse hervorrufen.<br />
Die Federführung hatte unter anderem Projektleiter Prof. Dr. Hendrik Send vom Alexander von Humboldt Institut. Der Kommunikationswissenschaftler beantwortete  uns einige weiterführende Fragen zu den Ergebnissen:<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Zum Ziel der Studie: Sie haben in Ihrer Studie politische und wirtschaftliche Partizipation im Internet verglichen und einander gegenübergestellt. Was haben Sie sich von einer solchen Gegenüberstellung erhofft? Worin besteht die Vergleichbarkeit und was ist der Ihrer Überzeugung nach der größte Unterschied?<br />
<figure id="attachment_140839" aria-describedby="caption-attachment-140839" style="width: 205px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class=" wp-image-140839         " alt="Send" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Send.png" width="205" height="230" /><figcaption id="caption-attachment-140839" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Hendrik Send forscht am <a href="http://www.hiig.de/staff/dr-hendrik-send/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft</a> im Bereich internetbasierte Innovation und ist Projektleiter der Partizipationsstudie. Darüber hinaus ist er an der Hochschule Anhalt als Professor für den Masterstudiengang &#8220;Digitale Kommunikation&#8221; zuständig.</figcaption></figure><br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Politische Organisationen und Wirtschaftsunternehmen setzen Partizipationsplattformen im Internet ein, die auf teilweise sehr ähnlichen Mechanismen basieren. Nutzer können auf solchen Plattformen Ideen (oder im Falle von Petitionen „Gegen-Ideen“) eintragen, andere Ideen bewerten und diskutieren. Gemeinsam ist politischen und wirtschaftlichen Organisationen das Interesse, möglichst viele gute Ideen und Bewertungen zu bekommen. Die Literatur zu beiden Feldern ist bislang zu gering verbunden und baut wenig auf Ergebnissen des jeweils anderen Bereichs auf. Es war für uns spannend, zusammen mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftlern jeweils die Perspektive des anderen Bereichs einzunehmen und zu verstehen. Der größte Unterschied im Einsatz liegt darin, dass eine politische Organisation aber solche Plattformen meistens einsetzen wird, um Entscheidungen demokratisch zu legitimieren, und daher eine möglichst breite Teilnahme anstrebt. Wenn ein Unternehmen Kunden oder potentielle Kunden einlädt, Produkte oder Dienstleistungen gemeinsam zu entwickeln, so ist eine Idee, die alle schnell verstehen, nicht unbedingt die beste. Unternehmen rekrutieren zum Beispiel teilweise gezielt Personen, die viel höhere Ansprüche an Produkte haben als die breite Masse, so genannte Lead User.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Sie schreiben in der Studie: „Gerade die häufig hohe Bedeutung von Preisen regt dazu an, über Belohnungsanreize in der politischen Beteiligung nachzudenken“ (S. 42). Stößt hier die Übertragbarkeit von wirtschaftlichen und politischen Zielen nicht an ihre Grenzen? Birgt ein „Belohnungssystem“ im politischen Bereich nicht auch Gefahren?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Genau so ist es. Daher regen wir auch nur vorsichtig an, sich einmal darüber Gedanken zu machen. Belohnungssysteme bergen auch im wirtschaftlichen Kontext immer Gefahren und laden Menschen ein, ihr Verhalten auf die Erreichung von Belohnungen zu optimieren, anstatt das eigentlich gewünschte Verhalten wie z.B. das Eintragen und Diskutieren guter Ideen zu erwirken.<br />
Dennoch konnten wir zeigen, dass für einen nennenswerten Teil der Online-Nutzer Preise ein wichtiger – teilweise der wichtigste – Anreiz sind. Natürlich wünschen wir uns zunächst, dass Bürger von sich aus ein Interesse daran haben, sich politisch zu beteiligen. Aber was ist mit denen, bei denen dieses Interesse, wenn überhaupt, nur gering ausgeprägt ist? Breite demokratische Legitimierung bedeutet auch, Bürger mit einer solchen Motivationslage zu berücksichtigen. Eine breitere Partizipation wäre durch den Einsatz von Preisen erreichbar. Dass man sich durch den Einsatz von Preisen neue Herausforderungen einhandelt, muss einem dabei bewusst sein. Angesichts der verbreiteten Ratlosigkeit im Umgang mit politisch inaktiven Gruppen könnten sich Versuche dennoch lohnen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Die politische Partizipation im Netz via Online-Petitionen wird häufig als Couch-Aktivismus abgetan – wenig Aufwand, wenig Anteilnahme. Außerdem steht sie unter dem Verdacht, mit anderen – aufwendigeren – Formen politischen Engagements in Konkurrenz zu stehen. Können Sie über den geringen Aufwand hinaus etwas zum Erfolg dieser Partizipationsformen sagen? Welche Rollen spielen Thema, Erfolgsaussicht/ -versprechen und Vermarktung der Anliegen?</p>
<h3>Junge Menschen nutzen andere Formen politischen Engagements</h3>
<p><strong>Hendrik Send:</strong> Unsere Daten können hierzu keine Aussagen rechtfertigen. Aus Gesprächen mit Betreibern von Partizipationsplattformen wissen wir, dass es natürlich Themen und Situationen gibt, die Nutzer eher zur Beteiligung animieren als andere, so z.B. wenn ein klarer, „böser“ Gegner des Volkswillen ausgemacht werden kann. Je jünger Wähler sind, desto schlechter sind bei klassischen Wahlen Jahr für Jahr ihre Beteiligungszahlen. Bei den von uns untersuchten Beteiligungsformen verhält es sich genau umgekehrt: Je jünger die Befragten sind, desto aktiver zeigten sie sich in den neuen Formen. Politisches Engagement findet also auch bei jungen Zielgruppen statt, nur in anderen Formen. Diese Verschiebung von Partizipationskanälen kann man als Konkurrenz oder als komplementäre Formen interpretieren.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Sie schreiben, es sei zu erwarten, dass breite Beteiligung in Zukunft eher abnehmen werde, anstatt zuzunehmen. Haben Sie auch untersucht, ob nicht auch zielgruppenspezifischer partizipiert werden wird? Zum Beispiel regional oder bei Nischenthemen?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Es ist zu erwarten, dass die Aktivität der Angebote der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Long-Tail-Verteilung</a> folgen wird. Gerade im Internet können regionale und Nischenthemen sehr effektiv von den Betroffenen diskutiert und bewertet werden. Gleichzeitig führen einige Mechanismen der Internetökonomie dazu, dass nur Platz für wenige sogenannte Superstars ist. Es dominieren sehr erfolgreiche Angebote den Markt. Für eine Untersuchung von Nischenthemen bräuchten wir einen wesentlich größeren Datensatz, da Nischenthemen eben nur sehr wenige Personen betreffen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Die Politik wird durch die zunehmenden Möglichkeiten der Partizipation auch herausgefordert.  Die Studie zeigt, dass gerade sehr konkrete Wege, politisch mitzugestalten, eher weniger Menschen bekannt sind. Müssen für Möglichkeiten der politischen Mitgestaltung und Partizipation bei Online-Aktivismus nicht sehr unterschiedliche Voraussetzungen definiert werden?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Wir waren eher darüber erstaunt, wie vielen Personen die Angebote bekannt sind und wie viele Personen diese überhaupt schon nutzen, angesichts der eher jungen Geschichte dieser Ausdrucksform. Gerade politische Mitgestaltung und Partizipation sind Felder, die eine Gesellschaft ausprobieren und verstehen muss. In den 1970er Jahren waren Demonstrationen und bunte Formen von politischer Partizipation für große Bevölkerungsteile in Deutschland völlig unakzeptabel. Es hat lange gedauert, bis eine friedliche Demonstration als begrüßenswerter Ausdruck von öffentlicher Meinung akzeptiert wurde, an dem heute auch sehr konservative Personen teilnehmen.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/afagen/5133070639" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Adam Fagen</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>) / Porträt: <a href="http://www.hiig.de/staff/dr-hendrik-send/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Humboldt Institut</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/themen/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt-140764/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2014 09:40:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Das Internet der Dinge ist keine Zukunftsmusik, es ist real. Wir nutzen es bereits tagein, tagaus und es ist absehbar, was uns in naher Zukunft noch bevorsteht. Während die Wirtschaft jubelt, warnen Datenschützer vor den Risiken, die diese Entwicklung mit sich bringt. Doch worum geht es dabei eigentlich genau und was ist so revolutionär daran? Mit unserer diesjährigen Sommerreihe wollen wir den „Dingen“ auf den Grund gehen und das Phänomen aus seiner Dunstwolke ziehen. In mehreren Beiträgen sollen Instrumente, Technologien und Dienste vorgestellt werden, in denen sich die Idee bereits manifestiert.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Buzzwords sind so eine Sache: In den immer unübersichtlicheren und vielstimmigeren Netzöffentlichkeiten sind sie notwendig und verwirrend zugleich. Sie organisieren und ermöglichen einen gemeinsamen Diskurs und verwässern gleichzeitig den Gegenstand, weil sie zu viele Einzelaspekte unter sich vereinigen. Das <b>Internet der Dinge </b>ist ein solches Buzzword. Es schwirrt seit einer gefühlten Ewigkeit durch Kongresse, Artikel und Diskussionsrunden. 1999 von Technik-Pionier Kevin Ashton eingeführt, avancierte der Begriff „Internet of Things“ (IoT) in den letzten Jahren zum „Next Big Thing“ der IT-Branche. Mehr noch, es gilt als Triebfeder einer „<a href="http://www.bmbf.de/de/9072.php">vierten industriellen Revolution</a>“, in deren Folge sich unsere Gegenwartskultur grundlegend umkrempeln wird.<br />
Nicht verwunderlich also, dass sich über das weite Feld technischer Neuerungen, die unter dem Sammelbegriff zusammengefasst werden können, bereits ein Meer an <a href="http://www.itespresso.de/2013/06/25/studie-bis-2020-generiert-das-internet-of-everything-144-billionen-us-dollar/">Verheißungen</a> und Verwünschungen gelegt hat. Es wird munter gewarnt und entwarnt, gefachsimpelt und philosophiert. Doch bei all den Ausblicken und Prognosen kann schnell übersehen werden, dass das Internet der Dinge längst seinen Weg in unseren Alltag, unsere Geräte und Wohnungen gefunden. Die großen IT-Konzerne der Gegenwart haben in entsprechende Technologien <a href="http://www.boersennews.de/nachrichten/videos/siemens-investiert-in-internet-der-dinge/759995">investiert</a>, forschen <a href="http://www.silicon-saxony.de/news/news-detail/archive/2014/january/article/bosch-forscht-fuer-internet-der-dinge-und-dienste.html?tx_ttnews%5bday%5d=07&amp;cHash=ae2962a6a9c50068371760ce0947b82d">selbstständig</a> an entsprechenden Geräten oder <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/google-kauft-nest-labs-fuer-3-2-milliarden-dollar-a-943362.html">kaufen Startups</a> auf. Die technologische Revolution ist in vollem Gange.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?<b> </b></h3>
<p>Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte der Informatiker Mark Weiser von „Ubiquitous Computing“ gesprochen. Die Bezeichnung, die sich in der US-Debatte bis heute durchgesetzt hat, bringt das Phänomen auf den Punkt: Rechner, wohin das Auge blickt. Die Idee ist zunächst so einfach wie einleuchtend: Nachdem wir im Web 2.0 unser Leben ins Internet gestellt haben, verlängern wir nun das Internet in die reale Welt. Intelligente Sensoren und eine Netzverbindung machen aus jedem Ding eine potenzielle Datenquelle.<br />
Wo früher Computer und in jüngerer Zeit Mobilfunkgeräte und Tablets die Schnittstellen im globalen Netz darstellten, sind nun Gegenstände die Pfeiler einer umfassenden Struktur. Nahezu jeder Gegenstand kann von nun an senden und empfangen. Cloud-Computing, Apps und Big Data helfen im Weiteren, die generierten Daten zu organisieren, zu verbinden und zu nutzen. Schon heute verwenden wir viele dieser Dienste und profitieren davon, teils ohne es wahrzunehmen. Das Smartphone speichert fortlaufend unseren Aufenthaltsort, das Auto misst die Temperatur, unser iPhone weiß, wie weit wir gelaufen sind, und schließt die Jalousien, wenn es zu hell ist. Während in der öffentlichen Wahrnehmung häufig technische Geräte wie das Smartphone im Vordergrund stehen, reicht das Spektrum an Anwendungsfeldern weit darüber hinaus. Ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder öffentlicher Infrastruktur, <a href="http://postscapes.com/what-exactly-is-the-internet-of-things-infographic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Nutzungsmöglichkeiten</a> scheinen nahezu unbegrenzt.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Durch das umfassende Zählen und Aufzeichnen erweitert sich unser Wissen immens. Unser Körper, unser Verhalten, unsere Geräte und unsere Umwelt: Das Internet der Dinge weiß Bescheid. Wir erlangen Statistiken zu beinahe jedem Aspekt unseres Lebens und können immens davon profitieren. Von der Verkehrsführung über die Logistik bis hin zum Stromverbrauch werden viele Bereiche der Wirtschaft und des Alltags transparenter und folglich optimierbar. So können Konsumenten nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch Ressourcen effizienter genutzt und die Umwelt geschont werden. Durch den Abgleich von Bedarf und Angebot bieten sich auch Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung und optimalen Auslastung von Gebrauchsgütern – <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/trend-sharing-economy-teilst-du-schon-1.1989642">Sharing-Economy</a>. Kundendaten erlauben außerdem angepasste Produkte je nach Geschmack, Physiognomie oder Wohnort.<br />
Mehr als das, birgt die umfassende Vernetzung unserer Gegenstandswelt auch die Möglichkeit, von überall und jederzeit auf diese zuzugreifen. Das Smartphone wird so zur Schaltzentrale über Haus, Auto und Arbeitsplatz. Noch besser wird das Ganze allerdings, wenn sich die Fenster in meinem Haus von alleine schließen, sobald sie Regen registrieren, oder mein Kühlschrank im Alleingang Milch bestellt, sobald sie aus ist. Letztlich geht die Entwicklung genau in diese Richtung: Maschinen kommunizieren untereinander, voll automatisch, und der Mensch muss nicht einmal mehr eingreifen. Interoperabilität ist das Zauberwort und maximaler Komfort die Versprechung.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Entwicklung steht zunächst in unserem Dienst. Sie macht uns sicherer, schneller, organisierter. Letztlich entsteht auf diese Weise eine virtuelle Struktur, die unbemerkt neben uns existiert, arbeitet und neue Realitäten schafft. Doch wie so oft, gilt auch hier: Nicht alles, was technisch umsetzbar ist, ist auch ethisch vertretbar, und auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Einwände.<br />
<i>Privatsphäre:</i> Wenn jedwedes Datum unseres Lebens abrufbar ist, vernetzt und schließlich zu umfassenden Nutzerprofilen zusammengefasst wird, dann werden auch Konzepte wie Anonymität und Privatsphäre grundlegend in Frage gestellt. Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung erhalten vor diesem Hintergrund einen völlig neuen Stellenwert und werden gleichzeitig durch die Technologie herausgefordert wie nie.<br />
<i>Diskriminierung:</i> Versicherungen interessieren sich naturgemäß  immens dafür, wie und wie viel wir essen und uns ernähren, ob wir uns die Zähne putzen oder rauchen, wie wir Auto fahren und ob wir Haus, Auto und Fahrrad angemessen gegen Einbruch und Diebstahl sichern. „<a href="http://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/computer/telefonica-auto-versicherung-100.html">Pay as you Drive</a>“ – Verfahren machen jetzt schon deutlich, wohin die Reise in dieser Hinsicht gehen könnte: Versicherungsprämien orientieren sich an messbaren Datenströmen. Im Rahmen der <a href="http://politik-digital.de/im-netz-der-daten/">Debatte über Big Data-Verfahren</a> wird bereits ausgiebig darüber diskutiert, wo die ethischen Grenzen einer solchen datenbasierten Einordnung liegen.<br />
<i>Entscheidungsfreiheit: </i> Die letzten Bereiche, in denen noch von einer Trennung zwischen materieller Welt und virtueller Sphäre gesprochen werden konnte, werden nun auch von der Digitalisierung ergriffen. Der Bereich dessen, was wir noch verstehen, nachvollziehen und kontrollieren können, ist und wird in diesem Geflecht immer stärker eingeschränkt. Mit der Automation geben wir immer größere und weitreichendere Entscheidungen an Maschinen und Algorithmen ab. Fragen der Verantwortung und Haftung sind hier ebenso zu stellen wie <a href="http://politik-digital.de/big-data-into-the-control/">die Frage nach Handlungsautonomie</a>.<br />
<i>Fremdzugriff</i><i>:</i> Garagentür auf, Alarm aus – Einbrechen leicht gemacht? <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kuehlschrank-verschickt-spam-botnet-angriff-aus-dem-internet-der-dinge-a-944030.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fälle</a>, in denen die technische Infrastruktur gehackt wurde, haben in der Vergangenheit bereits für Aufsehen gesorgt. Auch in Wirtschaft und Politik wird die Frage nach der Sicherheit und Manipulierbarkeit entsprechender Geräte und Technologien diskutiert. Denn eines ist klar: Mit der Digitalisierung all unserer Alltagsgegenstände erweitern sich die Angriffsfläche für Cyberkriminalität sowie dadurch entstehende Schäden immens.</p>
<h3>Die Sommerreihe „Internet der Dinge“</h3>
<p>Trotz allem: Wirtschaft und Politik können und wollen den Zug nicht verpassen, sondern vielmehr  in voller Fahrt aufspringen. Es geht um Geld, neue Industriezweige, Innovationspotenziale und eine Wachstumsbranche. Die Probleme müssen weiter diskutiert werden, doch sich dem Wandel zu verschließen, ist schier unmöglich. Wir wollen das Internet der Dinge greifbar machen. Mit unserer Sommerreihe werfen wir einen Blick auf Anwendungsfelder und ganz konkrete Produkte. Wir wollen wissen, wie diese technologische Revolution im Kleinen aussieht und funktioniert, was sich verändert und mit welchen Folgen. Was bedeutet es, wenn nahezu mein gesamtes Haus mit Sensoren ausgestattet ist, und was habe ich davon? Was verbirgt sich hinter der „Smart City“ und warum sollte ich intelligente Unterwäsche tragen? Die nächsten Wochen werden es zeigen.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><em><strong>Teil 6: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/"><em><strong>Smart City</strong></em></a><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em><br />
Bild: <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png">deviantart/dadallone</a>  (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div>
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		<title>Meckern bis der Arzt kommt &#8211; Digitale Presseschau 26/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2014 14:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Es reicht, Schluss damit! Überwachung, Google, genug aufgeregt! Seit dieser Woche wissen wir, dass wir alles ein bisschen lockerer sehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es reicht, Schluss damit! Überwachung, Google, genug aufgeregt! Seit dieser Woche wissen wir, dass wir alles ein bisschen lockerer sehen sollten, mit Fassung tragen eben. Wer trotzdem ein wenig digitalen Frust abbauen will, der kann sich wie immer über Google und Co. beschweren. Das kann aber auch nicht die Lösung sein. Stattdessen ist diese Woche konstruktives Denken gefragt: Emails verschlüsseln, Datenschutzstandards einführen und alle Kinder zu Informatikern erziehen. Das klingt doch gut! Wer da noch Einwände hat, der geht am besten zum Arzt, aber online bitteschön.</p>
<h3>Video der Woche<b><br />
</b></h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=0n_UqRlmFaU&#038;feature=youtu.be<br />
Ist das jetzt noch Galgenhumor oder schon zynisch oder beides? Seit einem Jahr erhitzt der Überwachungsskandal die Gemüter, nur einer bleibt ganz cool: Nein, nicht Chuck Norris, sondern Bundestagspräsident Lammert. Er trägt die Bespitzelung seiner Person durch die NSA mit Fassung. Was <a href="http://gefaelltmir.sueddeutsche.de/post/89945359394/dass-beitraege-aus-dem-deutschen-bundestag-virale">für die einen</a> ein tragikomisches Paradebeispiel für den politischen Umgang mit der Überwachungsaffäre darstellt, sorgte vor Ort aber lediglich für amüsiertes Gelächter.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/verschluesselung-e-mail-neue-anbieter/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschlüsseln für Anfänger</a></h3>
<p>Wer Datenklau und Überwachung nicht <a href="https://twitter.com/search?q=%23mitfassung&amp;src=typd">#mitFassung</a> tragen möchte, der sollte einfach mal darüber nachdenken, seinen Emailprovider zu wechseln. Die Zeiten, in denen digitale Selbstverteidigung Nerds und Netzaffinen vorbehalten war, nähern sich ihrem Ende. Zahlreiche Email-Dienste bieten mittlerweile verschlüsselte Emailkommunikation an, selbst die Bösen von Google. Na dann muss das doch klappen! Ein Überblick dazu &#8211; umfassend, verständlich und übersichtlich.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/verschluesselung-e-mail-neue-anbieter/komplettansicht">www.zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.eaid-berlin.de/?p=413" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anschnallen nicht vergessen &#8211; Mehr Standards für das Netz?</a></h3>
<p><b></b>Wie in der analogen Welt auch, kann individuelle Selbstverteidigung aber nicht die Lösung sein. Vielmehr bedarf es gesetzlich festgelegter Standards, die sichere Kommunikation für alle gewährleisten. Das ist dann keine Bevormundung, sondern entspricht dem Schutzauftrag des Staates, meint der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar. Wie die „Helmpflicht für das Internet“ aussehen könnte, erklärt er uns auch.<br />
<em><a href="http://www.eaid-berlin.de/?p=413">www.eaid-berlin.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/telemedizin-wird-in-deutschland-zum-alltag-12990869.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tschüss Hausarzt, hallo digitales Wartezimmer!</a></h3>
<p>Mit dem digitalen Helm ab zum Online-Doktor? Telemedizin soll ärztliche Versorgung ohne den manchmal lästigen oder mühseligen Weg in die Praxis ermöglichen. Gesetzliche Regelungen fehlen bis dato und das trotz einschlägiger Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. Erste Pilotprojekte laufen allerdings bereits und Geschäftsideen sprießen aus dem Boden. Nur noch eine Frage der Zeit?<br />
<em><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/telemedizin-wird-in-deutschland-zum-alltag-12990869.html">www.faz.net</a></em></p>
<h3><a href="http://frau-dingens.de/?p=3009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unser tägliches Google gib uns heute!<b></b></a></h3>
<p>Es ist auf jeden Fall nur eine Frage der Zeit bis die FAZ die nächste Google-Schelte durchs Netz schickt. Die Bloggerin Yasmina Banaszczuk hat genug davon. Die alten Eliten in Verlagen und Redaktionen haben kein Problem mit Google, sondern mit Machtverlust. Harte Worte, aber ein guter Punkt. Was sonst noch hinter der Scheindebatte steckt und worüber wir uns stattdessen Gedanken machen sollten, erfahren wir außerdem.<br />
<em><a href="http://frau-dingens.de/?p=3009">www.frau-dingens.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/proteste-auf-entwicklerkonferenz-google-und-die-wut-1406-107477.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Willkommen im Google-Imperium!</a></h3>
<p>Doch es gibt auch viele, die der anhaltenden Google-Kritik noch nicht überdrüssig sind. Einige davon standen diese Woche sogar vor der Haustür des Konzerns und waren drauf und dran dem IT-Riesen bei seiner hauseigenen Messe I/O die Stimmung zu verhageln. In Kalifornien erleben die Menschen jetzt schon, was es bedeutet, wenn Marktmacht und Unternehmergeist ineinander greifen. Die stete Expansion des Google-Imperiums lässt wenig Gutes vermuten.<br />
<em><a href="http://www.golem.de/news/proteste-auf-entwicklerkonferenz-google-und-die-wut-1406-107477.html">www.golem.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/bildung/informatikunterricht-an-der-schule-geht-nicht-per-mausklick-1.2008760" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Computerlehrpläne in Deutschland: „Das grenzt an Utopie“ </a></h3>
<p>Weitsicht ist auch in Sachen Bildung gefragt. IT und Informatik durchdringen zunehmend unsere Gesellschaft. Computerkenntnisse und Programmieren sind bereits zentrale Fähigkeiten in der Arbeitswelt. Nach Meinung einiger Experten ist es höchste Zeit, dass Kinder auch in jungen Jahren bereits das digitale Einmaleins erlernen. Deutschland ist davon aber meilenweit entfernt. Woran hakts?<br />
<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/bildung/informatikunterricht-an-der-schule-geht-nicht-per-mausklick-1.2008760">www.sueddeutsche.de</a></em><br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
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		<title>@President – Wie Staatsoberhäupter twittern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2014 09:58:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Putin retweeten oder Obama folgen &#8211; kein Problem! Regierungschefs in der ganzen Welt haben den Mikrobloggingdienst Twitter längst für sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Putin retweeten oder Obama folgen &#8211; kein Problem! Regierungschefs in der ganzen Welt haben den Mikrobloggingdienst Twitter längst für sich entdeckt. Einige von ihnen kommen dabei auf sehr beachtliche Followerzahlen und werden auch kräftig retweetet. Die Twiplomacy Studie 2014 gibt einen aktuellen Überblick über  das Online-Gezwitscher der Obrigkeiten aus Kreml, Weißem Haus und Co. Social Media-Experte Martin Fuchs hat sich die Erhebung und ihre Ergebnisse genau angeschaut und fand den einen oder anderen Kritikpunkt.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=COgwKktrSfM&amp;feature=youtu.be" title="Twiplomacy 2014" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/COgwKktrSfM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Vor gut einem Jahr hatten wir auf <a href="http://politik-digital.de/staats-gezwitscher-in-europa-und-der-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a> bereits über das weltweite <a href="http://twiplomacy.com/blog/twiplomacy-study-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Ranking der  Regierungsoberhäupter</a> berichtet. Seitdem hat sich die Zahl der untersuchten Accounts um 139 auf insgesamt 644 erhöht. Mittlerweile, so die Studie, seien immerhin 83 Prozent der Regierungen von UN-Staaten auf Twitter vertreten. Wenig geändert hat sich hingegen auf den Spitzenpositionen. Der Papst, <a href="https://twitter.com/Pontifex" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@Pontifex</a>, ist auch in diesem Jahr Feedback-König im Twitternetzwerk: Tweets aus dem Vatikanstaat wurden im vergangenen Jahr am meisten retweetet, im Durchschnitt über 10.000 Mal. Auf die größte Fangemeinde mit etwa 43,7 Millionen Followern kommt weiterhin US-Präsident <a href="https://twitter.com/BarackObama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@BarackObama</a>. Neuling im Kreis der meist gefolgten Twitterer und auf Platz 5 des Rankings ist in diesem Jahr der indische Premierminister <a href="https://twitter.com/narendramodi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@NarendraModi</a>. Damit schickt sich der seit Mai dieses Jahres amtierende Regierungschef an, sogar das <a href="https://twitter.com/WhiteHouse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weiße Haus</a> zu überholen. Mit 4.967.847 erreichten Nutzern fehlen ihm hierzu nur noch weniger als 10.000 neue Follower.</p>
<h3>Twittern à la Merkel?</h3>
<p>Lediglich Zaungast ist und bleibt die deutsche Regierungsspitze: Wie auch im Vorjahr verfügt kein deutscher Spitzenpolitiker über einen Account in dem sozialen Netzwerk. Unsere Regierungsvertreter werden von den Verfassern dementsprechend zu „Twitter-Außenseitern“ ernannt. Dass die deutsche Kanzlerin nicht selbst auf Twitter unterwegs ist und stattdessen Sprecher Steffen Seibert über <a href="https://twitter.com/RegSprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@RegSprecher</a> offizielle Tweets absetzen lässt, passe allerdings zu Merkels „präsidialem Führungsstil“ und entspreche auch  eher der Regel unter Spitzenpolitikern, so Christian Thams von der Agentur Burson-Marsteller, die die Studie verfasst hat. Allerdings ergab die Untersuchung auch, dass unter den Regierungschefs und Staatsoberhäuptern zumindest Zwei Drittel einen persönlichen Twitteraccount pflegen (oder pflegen lassen).<br />
Überraschend ist hingegen, welche Rolle Twitter mittlerweile in der internationalen Diplomatie einnimmt. Als neuen Trend beobachten die Verfasser, dass  Außenminister rund um den Globus Twitter verstärkt dazu nutzen, sich zu vernetzen und miteinander in Kontakt zu treten. Die Studie spricht im Hinblick darauf von einem „Virtual diplomatic network“. Auch Deutschlands Außenvertretung ist mit <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@AuswaertigesAmt</a> in die diplomatischen Kreise Twitters eingebunden.<br />
So weit so gut, viele Zahlen und viel Kritik an der deutschen Twitter-Politik. Ganz so einfach ist das aber dann auch wieder nicht. Denn so „spannend und gut“ es grundsätzlich sei, die Twitteraktivitäten der Regierungschefs und Regierungen genauer zu betrachten, seien die Ergebnisse auch mit Vorsicht zu genießen. Das meint zumindest der Hamburger Wahlbeobachter und Politikberater Martin Fuchs. Er hat für uns einige Kritikpunkte zusammengetragen:<br />
<figure id="attachment_130260" aria-describedby="caption-attachment-130260" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fuchs.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-130260  " alt="fuchs" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fuchs.jpg" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-130260" class="wp-caption-text">Martin Fuchs ist <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger</a> und Politikberater in Hamburg. Seit über 14 Jahren beschäftigt er sich mit Wahlkampf, strategischer Politikberatung und den Hintergründen des Politikgeschäftes. Darüber hinaus berät er Unternehmen, öffentliche Institutionen und die Politik beim Einsatz von Social Media.</figcaption></figure></p>
<h3>Zur Kritik an der deutschen Außenseiterrolle</h3>
<p style="padding-left: 150px">„Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die seit Jahren vorgetragene Kritik, Deutschland und die deutsche Regierung hinke bei der Social-Media-Nutzung hinterher, nur weil Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht twittert. Merkel hat sich Twitter vor ein paar Jahren angeschaut, hat schnell gemerkt, dass es nicht ihr Kanal ist und sich bewusst gegen eine Nutzung entschieden. Das ist konsequent und zu begrüßen. Und besser als ein mehr schlecht als recht gepflegter Account, nur weil &#8216;man&#8217; das im Jahr 2014 so macht und andere Regierungschefs dort kommunizieren. Twitter ist nicht das Medium der Kanzlerin und die bewusste Entscheidung dagegen zeugt von einer großen Social-Media-Kompetenz.</p>
<p>Zudem ist die Argumentation der Studie auch noch falsch. In der Pressemitteilung heißt es prominent: &#8216;Deutschland weiterhin einzige G8-Nation ohne twitternde Spitzenpolitiker&#8217;. Das ist einfach falsch. <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/2013/12/wie-social-media-ist-die-bundesregierung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Allein in der Bundesregierung gibt es</a> fünf twitternde Minister, und 22 von 50 (politischen) Regierungsmitgliedern twittern. Dies entspricht 44 Prozent und bedeutet eine deutlich größerer Verbreitung als in der Gesamtbevölkerung (ca. 7 Prozent im Durchschnitt). Betrachtet man nur Minister und Staatssekretäre, nutzen sogar 94 Prozent der Regierungsmitglieder Social Media. Weitere Spitzenpolitiker wie Partei- und Fraktionschefs, Ministerpräsidenten und der Regierungssprecher twittern ebenfalls.</p>
<h3>Martin Fuchs: „Nackte Zahlen nur schwer vergleichbar“</h3>
<p>Außerdem finde ich es schwierig, die Regierungschefs anhand der (sehr plakativen, aber wenig aussagekräftigen) Anzahl ihrer Follower miteinander zu vergleichen. Davon abgesehen, dass man einen Regierungschef aus einem Land mit 1,8 Milliarden Einwohnern (wie Indien) nur schwer mit dem Oberhaupt eines Drei-Millionen-Einwohner-Landes vergleichen kann, sagt die Masse allein nichts über die Reichweite und den Einfluss aus. Es ist ein Indiz, aber eine klare Aussage lässt sich damit nicht treffen. Entscheidend ist vielmehr die Qualität der Follower und die Frage: &#8216;Wen will ich mit meinen Tweets eigentlich erreichen?&#8217; Wenn ein Staatschef oder Minister Public Diplomacy betreiben will, dann reicht es, wenn er die wichtigen 10-20 anderen Regierungschefs bzw. Minister als Follower hat, dann  braucht er gar nicht Millionen &#8216;normale Bürger&#8217;.“<br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Jenseits von Gut und Böse &#8211; Digitale Presseschau 25/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2014 11:55:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Willkommen im Internet der Quasi-Monopole! Google, Amazon &#38; Co: ganz, ganz schlimm.  Aber weniger meckern, sondern machen, fordern diese Woche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Willkommen im Internet der Quasi-Monopole! Google, Amazon &amp; Co: ganz, ganz schlimm.  Aber weniger meckern, sondern machen, fordern diese Woche zwei Autoren. Wo Google versagt, bieten sich neue Möglichkeiten, und auch Amazon ist nicht „die Ausgeburt des Bösen“. Ganz böse ist aber, was die NSA in Deutschland so treibt, und das haben wir nun endlich schwarz auf weiß – Original-Dokumente statt. Die politischen Folgen dürften uns noch eine Weile beschäftigen. Beschäftigt ist auch die deutsche Polizei: Videoüberwachung und Funkzellenabfrage eröffnen neue Wege der Ermittlung. Ob das Internet allerdings neue Chancen für die Demokratie eröffnet? – Finden Sie es heraus!</p>
<h3> Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=oKr4Gw_QOE8<br />
„Into the Wild“ &#8211; den Titel der diesjährigen re:publica muss in Europa bald vielleicht jeder beim Wort nehmen, der nicht ins Visier staatlicher Videoüberwachung geraten will. In Großbritannien schon flächendeckender Standard, wird die Überwachung des öffentlichen Raums nun auch von europäischer Seite vorangetrieben. Neue Technologien eröffnen den Staatsbeamten dabei gänzlich neue Möglichkeiten. Ein Kurzfilm des Kultursenders ARTE will uns eine Warnung sein.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-dokumente-von-snowden-enthuellen-standorte-in-deutschland-a-975611.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Endlich „bewiesen“: Massenüberwachung in Deutschland</a></h3>
<p>Doch auch ohne die Installation abertausender Kameras ist die Massenüberwachung der deutschen Bevölkerung längst Realität. Eine Realität, der sich die deutsche Regierung und Generalstaatsanwaltschaft bisher verschlossen haben. Kaum Aufklärung, keine Ermittlung – aus Mangel an Beweisen, hieß es. Wie unpassend, dass der SPIEGEL ausgerechnet jetzt mit einer neuen Enthüllungsoffensive für eine wesentlich klarere Beweislage sorgt. In welch umfassendem Ausmaß die NSA in Deutschland operiert, was der BND darüber weiß und inwiefern dieser sogar mit dem US-Geheimdienst zusammenarbeitet – die zum <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/snowdens-deutschland-akte-alle-dokumente-als-pdf-a-975885.html">Download</a> bereit gestellten Dokumente bergen einiges an Brisanz.<br />
<em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-dokumente-von-snowden-enthuellen-standorte-in-deutschland-a-975611.html">www.spiegel.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/funkzellen-abfrage-imsi-catcher-datenschutz-nrw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Privatsphäre ade, hallo Funkzellenabfrage!</a></h3>
<p>Brisant ist auch, was die nordrheinwestfälische Polizei in Sachen Überwachung so auf dem Kasten hat. Nach dem Motto „Wer braucht schon Kameras, wenn sowieso jeder seine kleine Ortungsstation mit sich herumführt“ nutzt die Polizei in Deutschland in zunehmendem Maße die Möglichkeit der Funkzellenabfrage. Verbrecherortung via Handy – ist doch halb so schlimm, wenn’s hilft! Beides muss jedoch stark bezweifelt werden. Karsten Polke-Majewski informiert auf Zeit Online über das fragwürdige Verfahren.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/funkzellen-abfrage-imsi-catcher-datenschutz-nrw">www.zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zukunft-von-google-wenn-das-vertrauen-verspielt-ist-1.2000913" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicht mehr „Everybody‘s Darling“: Google</a></h3>
<p>Neue Möglichkeiten nutzen – nach diesem Motto verfährt auch Google seit Jahren und hat sich auf diese Weise vom sympathischen Start-Up zum kompromisslosen Konzern gemausert. Durch das Geschäftsgebaren des IT-Riesen bröckelt auch das Vertrauen in die Suchmaschine ganz gewaltig. Jetzt braucht es keine öffentliche Dauerschelte, sondern kreative Gegenangebote, meint Tobias Kniebe auf Sueddeutsche.de.<br />
<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zukunft-von-google-wenn-das-vertrauen-verspielt-ist-1.2000913">www.sueddeutsche.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.carta.info/73207/das-boese-boese-amazon/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rette sich, wer kann, vor einem Unternehmen, das Geld verdienen will!“</a></h3>
<p>Feuilletonisten, Verleger und Politiker können aber nicht nur lautstark gegen Google wettern. Auch der Onlinehandel-Gigant Amazon ist ihnen ein Dorn im Auge. Denn was Google in der Suchmaschinen-Branche, das ist Amazon im Buchhandel: Marktführer. Doch Verteufeln und Dramatisieren ist nicht angebracht. Christian Buggisch weist auf Carta.info Argumente und Verschwörungstheorien der Kritiker zurück und plädiert für weniger Schwarz-Weiß-Malerei.<br />
<em><a href="http://www.carta.info/73207/das-boese-boese-amazon/">www.carta.info</a></em></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internet-und-demokratie-mitmach-maschine-fuer-die-elite-1.2004200" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet = Demokratie? Ja, nein, vielleicht!</a></h3>
<p>Befördert das Internet die Demokratie? Auch bei dieser komplexen Frage sind einfache Antworten mehr als fehl am Platz. Zu vielschichtig sind die Begriffe, zu jung das Forschungsfeld und zu fluide das Untersuchungsfeld. Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie zur Online-Partizipation ging der ewigen Streitfrage nun von Neuem auf den Grund und fand wieder nicht die eine Antwort.<br />
<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internet-und-demokratie-mitmach-maschine-fuer-die-elite-1.2004200">www.sueddeutsche.de</a></em><br />
Bild: Screenshot aus Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Spenden im Netz fürs Netz – ein Überblick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 15:17:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140483" alt="Spenden" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png" width="640" height="338" /></a>Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt ja beides. Während sich die Zivilgesellschaft zu Themen rund um das Internet immer besser organisiert, fehlt der wachsenden Anzahl an Akteuren in vielen Fällen die breite, leider auch finanzielle, Unterstützung. Doch worüber finanzieren die Organisationen sich stattdessen, wie akquirieren sie Spenden und worin unterscheiden sie sich in Finanzierung und Struktur? Ein Überblick über die Netzaktiven und Aktiven im Netz.<br />
Mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI&amp;feature=kp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a> auf der diesjährigen re:publica ging es Sascha Lobo auch darum, eine Diskussion über Internet-Aktivismus und dessen chronische Unterfinanzierung anzustoßen. Knackpunkt ist dabei häufig die mangelnde Bereitschaft der Sympathisanten, sich auch tatkräftig oder mittels Spenden zu engagieren. Um den ewigen Status als „Hobby-Lobby“ zu überwinden, müssten die Netzorganisationen ihre Finanzierung jedoch umso mehr auf ein festeres Fundament stellen &#8211; unabhängig und jenseits von Zeitdruck und ökonomischen Zwängen.<br />
Wo also liegt das Problem? Sind die Menschen tatsächlich nicht bereit, netzpolitisches Engagement zu unterstützen? Fehlt es an öffentlichkeitswirksamen Narrativen, handfesten Bedrohungen oder dem Bewusstsein für die Bedeutung netzpolitischer Themen? Oder mangelt es an Professionalität in der Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise der Organisationen und Vereine?<br />
Unter dem Motto <em>„Was kostet die Demokratie?“</em> wollen wir herausfinden, wie es denn nun konkret um die Spendenbereitschaft der Netzinteressierten bestellt ist und welchen Anteil Spenden in den Einnahmen der führenden Netzorganisationen haben. Wir versuchen einen besseren Einblick in die Finanzierung spendengestützter Netzorganisationen zu gewähren und die Mittelverwendung  verstärkt zu thematisieren. Mit diesem Beitrag wollen wir die Debatte über Defizite, Möglichkeiten und Professionalisierungsbedarf der Organisationen, zu der wir auch unsere zählen, fortsetzen.</p>
<h3>Wie ist das bei uns?</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung mit unserer Arbeit für <b>politik-digital e.V.</b> können wir sagen, dass Spenden mit unter 5.000 Euro im Jahr gegenüber 350.000 Euro Gesamteinnahmen nur minimal zu unserer Finanzierung beitragen. Stattdessen sind wir in unserer Arbeit auf alternative  Finanzierungsmodelle angewiesen. So generieren wir einen Großteil der Einnahmen durch Dienstleistungen in den Bereichen Redaktion und Live-Kommunikation. Damit finanzieren wir u.a. die Redaktion und den Betrieb von politik-digital.de als verlagsunabhängige und parteienübergreifende Informations-, Kommunikations- und Partizipationsplattform zum Thema Politik und Internet.<br />
Auftraggeber der Dienstleistungen sind beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (<a href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/europawahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dossier zur Europawahl</a>), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (<a href="http://www.ganztagsschulen.org/">http://www.ganztagsschulen.org/</a>), die <a href="http://www.test.de/suche/?q=chat&amp;ff=P3F1ZXJ5PWNoYXQmY2hhbm5lbD1kZSZmb2xsb3dTZWFyY2g9OTk3NSZmb3JtYXQ9WE1M0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (<a href="https://www.study-in.de/de/community/chat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a>). Mit der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Bürgersprechstunde</a> (DBS) wird außerdem eines unserer Projekte in Teilen von Google Deutschland mit unterstützt.<br />
Fundraising betreibt der Verein nur in geringem Maße. Zwar wird für die DBS gezielt um Zuschüsse und Spenden geworben, darüber hinaus beschränkt sich die Akquise allerdings auf wenig prominente <a href="http://verein.politik-digital.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenaufrufe auf unserer Seite</a>.<br />
Wir fragten bei insgesamt 12*<ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins><ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins> Vereinen, Organisationen und Initiativen im Bereich der Netzpolitik und des Netz-Aktivismus nach, um Einblicke in den Status Quo der Spendenbereitschaft zusammenzutragen und Lobos Klage mit den notwendigen Fakten zu unterlegen. In sieben Fragen baten wir sie um Auskunft darüber, wie hoch ihre Spendeneinnahmen (auch gegenüber alternativen Einnahmequellen) sind, woher diese größtenteils stammen und auf welche Weise bzw. wie aufwendig sie um Spenden werben. Antworten erhielten wir von acht der angeschriebenen Organisationen. In einem Fall konnten wir die Informationen teilweise selbst recherchieren.</p>
<h3>Netzpolitik: Ein heterogenes Feld</h3>
<p>Nach einem ersten Blick auf die Antworten wird zunächst eines deutlich: So unterschiedlich die von uns adressierten Akteure in Struktur, Aktivitäten und Inhalten sind, so vielfältig sind auch ihre Finanzierungsmodelle. Während sich einige Vereine vorrangig über ihre Mitgliederbeiträge und somit relativ solide finanzieren können, sind andere Organisationen sehr viel mehr von Spenden abhängig. Andere wiederum finanzieren sich teilweise über Dienstleistungen oder konkrete Kampagnenzuschüsse. Außerdem muss unterschieden werden zwischen Organisationen, die vor allem von Großspendern wie Stiftungen oder gar Unternehmen getragen werden, und jenen, die vor allem Einzelpersonen ansprechen. Im Folgenden haben wir versucht entlang dieser Differenzierungen das Feld der im Netz aktiven und netzpolitischen Organisationen zu skizzieren und ihren Praktiken der Spendenakquise gegenüberzustellen.</p>
<hr />
<p>[expand title=&#8221;<strong>Digitalcourage</strong>&#8220;]<br />
Jenseits der Berliner Hauptstadtblase verrichten beispielsweise die Netzaktivisten von <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitalcourage</b> <b>e.V.</b></a> (vormals FOEBUD) seit 1987 ihre Arbeit in Bielefeld. In ihrem Engagement für „<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter</a>“ richten sie sich mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Initiativen an die Öffentlichkeit.<br />
Hier machten im Geschäftsjahr 2012 (<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns/transparenzbericht-wer-steht-hinter-digitalcourage-und-wie-verwenden-wir-die-spenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a>) die erwirtschafteten Einnahmen etwa 20 Prozent der Gesamteinnahmen von ca. 315.000 Euro aus, Mitgliedsbeiträge etwa 11 Prozent, Einzelspenden ca. 30 Prozent sowie Großspenden und Zuschüsse  41 Prozent. Eine besondere Rolle nehmen bei Digitalcourage gezielte Bezuschussungen im Rahmen der <a href="https://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> ein. Die Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen kann damit insgesamt als hoch angesehen werden.<br />
Der Verein ist allerdings darum bemüht, sein finanzielles Fundament vor allem über Kleinspenden zu stützen, die für einen breiteren Rückhalt in der Gesellschaft stehen. Dazu ist es laut eigener Aussage insbesondere wichtig, auch jenseits der netzaffinen Community Geldgeber zu gewinnen. Dennoch setzen die Bielefelder vor allem auf klassische Spendenaufrufe in ihrem Newsletter, in ihren Druckmaterialien und auf <a href="https://digitalcourage.de/spende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihrer Homepage</a>. Darüber hinaus werden Stiftungen und weitere korporative Geldgeber gezielt und projektbezogen angeschrieben. Gegen externes Fundraising hat man sich hier jedoch bewusst entschieden und integriert die Akquise stattdessen in die alltäglichen Bürotätigkeiten, um Wissen und Ressourcen innerhalb des Vereins zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Fundraisingberater hinzugezogen, um das Team in diesem Bereich weiter zu schulen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Internet Gesellschaft Collaboratory</strong>&#8220;]<br />
Eine völlig andere Finanzstruktur findet sich beim <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V.</b></a>, das aber auch andere Ziele verfolgt. Als „ <a href="http://www.collaboratory.de/w/%C3%9Cber_uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Experten- und Interventionsplattform</a>“ will das CoLab vor allem dazu dienen, interdisziplinär und praxisbezogen neue Diskussionen und Projekte in der digitalen Gesellschaft anzustoßen.  Der junge Verein (Gründungsjahr 2012) zehrt noch von einer Anschubfinanzierung des Initiators Google Deutschland und war auch im vergangenen Jahr weiterhin stark auf die Spenden des Konzerns angewiesen (56,7 Prozent der Gesamteinnahmen). Die restliche Finanzierung errechnet sich durch einen Jahresübertrag, nicht-monetäre Zuwendungen und  zu 11,3 Prozente über projektbezogene Kostenbeteiligungen (u.a. Bertelsmann Stiftung, Wikimedia). Kleinspender stehen hingegen  bislang noch kaum auf der Geberliste des Vereins (unter 5 Prozent). Darüber hinaus profitiert das CoLab projektbezogen auch von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Organisationen.<br />
Entsprechend seiner Finanzierungsstruktur adressiert das Collaboratory vornehmlich Unternehmen und Stiftungen, die im selben Feld tätig sind, „d.h. mit dem Internet oder weitestgehend mit dem digitalen Wandel in Berührung stehen.“ Neben dem obligatorischen Spendenaufruf auf der Webseite und einem Eintrag bei <a href="https://www.boost-project.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boost-project.com</a>, werden diese gezielt angeworben, häufig auch im Rahmen konkreter Projektfinanzierung (Sponsoring). Insgesamt verwendet der Verein 40-50 Prozent seiner Personalausgaben auf Fundraising.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: hoch<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Digitale Gesellschaft</strong>&#8220;]<br />
Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitale Gesellschaft</b></a> gründete sich 2010 und wurde auf der re:publica 2011 der Netz-Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat der eingetragene Verein einen stabilen Stamm an <a href="https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördermitgliedern</a> aufgebaut, der sein finanzielles Rückgrat bildet. Durch konstante monatliche Mitgliedsbeiträge von mindestens 5 Euro und durchschnittlich 5-10 Euro verschaffen die Fördermitgliedschaften den Netzaktivisten eine gewisse Planungssicherheit. Darüber hinaus spielen traditionelle Kleinspenden eine große Rolle. Insgesamt kam die Organisation im Jahr 2011 somit auf eine Spendensumme von knapp 13.500 Euro, wie dem aktuellen <a href="https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a> zu entnehmen ist. Die zweite große Säule der Finanzierung bilden Großspenden von Stiftungen. Seit Mai 2013 beispielsweise empfängt der Verein eine Förderung der <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftungsgruppe Open Society Foundations</a>, die im vergangenen Jahr jede Spendeneinnahme des Vereins mit einem Euro bezuschusst hat. Auch konnte die Bridge-Stiftung zwischen 2012 und 2013 dafür gewonnen werden, die <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne der Digitalen Gesellschaft zur Netzneutralität</a> mit 9.500 Euro zu unterstützen.<br />
Bereits auf ihrer Startseite wirbt die Digitale Gesellschaft sehr prominent um Fördermitglieder. „Arbeit für digitale Bürgerrechte kostet Zeit und Geld“, heißt es dort. Angesichts der geringen Anzahl hauptberuflicher und voller Arbeitsstellen betreibt der Verein kein aufwendiges oder professionelles Fundraising, sondern bindet den Spendenappell stattdessen <a href="https://digitalegesellschaft.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der Webseite</a> und in Publikationen ein. Außerdem bemüht man sich stetig, bestehende Förderungen zu erhalten bzw. zu verlängern, und um neue Förderpartnerschaften projektbezogen zu werben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>netzpolitik.org</strong>&#8220;]<br />
<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>netzpolitik.org</b> </a> versteht sich selbst als „<a href="https://netzpolitik.org/about-this-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform für digitale Bürgerrechte</a>“ und besteht in seiner derzeitigen  Form seit dem Jahr 2004. Mit seiner  journalistischen Arbeit bewegt sich der Verein an der Schnittstelle von Internet, Gesellschaft und Politik. Dabei finanziert er sich nach eigener Aussage über mehrere Quellen: zum einen über Werbung, Gastbeiträge in anderen Medien und Einnahmen aus externen Vorträgen der Autoren, zum anderen über die Community, also<a href="https://netzpolitik.org/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> spendenbasiert</a>. Allerdings reichen die Einnahmen über die zuerst genannten klassischen Finanzierungsmodelle nicht aus. Dementsprechend sind die Netzpolitik-Experten zusätzlich auf Spenden angewiesen, um sich unabhängig und angemessen mit ihren Themen auseinandersetzen zu können.<br />
2013 startete man aufgrund des systematisch unausgeglichenen Haushaltes eine <a href="https://netzpolitik.org/2013/was-wollen-wir-mit-mehr-finanzierung-schaffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenkampagne und -Debatte</a>  innerhalb der eigenen Community und legte im Zuge dessen auch <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/Infografik_netzpolitik_klein-725x1024.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die eigene Finanzierung</a> offen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Leser davon zu überzeugen, so genannte Freiwilligen-Abonnements abzuschließen. Ein erstes positives <a href="https://netzpolitik.org/2014/unser-vermarktungsdilemma-teil-2-freiwillige-finanzierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fazit</a> zog netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl  zu Beginn dieses Jahres: Seit dem Appell verfügt der Verein über relativ kontinuierliche Spendenzuflüsse von etwa 5.500 Euro monatlich und konnte dadurch sogar eine zusätzliche Halbtagsstelle finanzieren. Entsprechend ist und bleibt netzpolitik.org sehr stark auf die Spendenbereitschaft seiner Nutzer angewiesen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>abgeordnetenwatch.de</strong>&#8220;]<br />
Ein etwas anderes Ziel verfolgt <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Abgeordnetenwatch.de</b></a>. Die Organisation will einen  „direkten Draht von Bürgerinnen und Bürgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden“  herstellen. Auch darüber hinaus setzt sich die Organisation für öffentlichen Dialog, Transparenz und die Verbindlichkeit von Politik ein.<br />
Das organisationale Konzept  sticht in gewisser Weise aus dem Feld der politischen Netzorganisationen heraus. Abgeordnetenwatch.de versteht sich als Sozialunternehmen und verfügt über eine bei Sozialunternehmen immer beliebtere Hybridstruktur, sprich eine Doppelstruktur aus Verein und GmbH: Die GmbH übernimmt  als technischer Dienstleister Aufträge für den Verein und stellt sie diesem in Rechnung. Im Jahr 2013 betrug der Wert dieser Dienstleistungen 73.471 Euro. Weitere Einnahmequellen der GmbH sind Medienpartner und Dienstleistungen für Partnerprojekte im Ausland sowie Gebühren für erweiterte Profile, die Kandidaten im Vorfeld von Wahlen angeboten werden.  Die Basisprofile der gewählten Abgeordneten sind jedoch ausschließlich spendenfinanziert. Die GmbH erreichte auf diese Weise im Jahr 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 236.107 EUR. 24 Prozent davon machten Einnahmen aus Profilerweiterungen für Kandidaten aus.<br />
Der Verein finanziert sich über Förderbeiträge, Kleinspenden, Stiftungszuwendungen und Kooperationen und erreichte <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a> Einnahmen in Höhe von 368.393 EUR. Während die Zuwendungen von Stiftungen in den vergangenen Jahren leicht schwankten (und zuletzt sanken), ist die Zahl der Kleinspender stetig gestiegen und erreichte zuletzt einen Wert von 265.383 Euro (72 Prozent der Vereinseinnahmen).<br />
Seit 2013 existiert eine Stelle für Fundraising (neben sechs weiteren Festangestellten, den zwei Geschäftsführern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter). Darüber hinaus bittet der Verein über den Newsletter und den Spenden-Button auf der Startseite um Zuwendungen. Zumindest 5 Prozent seiner Einnahmen konnte der Verein durch Kooperationszuschüsse zu Einzelprojekten decken.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Liquid Democracy</strong>&#8220;]<br />
An der Schnittstelle von Politik und BürgerInnen angesichts einer veränderten Kommunikationsinfrastruktur arbeitet auch der Verein <a href="https://liqd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Liquid Democracy e.V.</b></a> Der Verein bemüht sich durch die Bereitstellung von Software und Knowhow darum, <a href="https://liqd.net/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">demokratische Partizipation und Teilhabe zu befördern</a>.<br />
Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins sind entsprechend der Organisationsphilosophie sehr transparent und <a href="https://liqd.net/about/transparency/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online zugänglich</a>. Die Finanzierung teilt sich auch hier in unterschiedliche Geschäftsbereiche auf:  in den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb sowie den steuerrechtlichen Geschäftsbereich. Die <a href="https://liqd.net/projekte/adhocracy-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freie Software Adhocracy</a> konnte in den vergangenen Jahren konstant einen Mehrwert erzeugen (2011: ca. 1.000 Euro und 2012/2013 bereits über 5.000 Euro). Auch die Einnahmen aus Beratungsleistungen und Software- Anpassungen konnten entsprechende Gewinne generieren (etwa 6.000 Euro für 2013).<br />
Interessant ist insbesondere der ideelle Bereich: Zuwendungen im Rahmen des <a href="http://policycompass.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekts „Policy Compass“</a> (158.656,10 Euro) und <a href="http://www.stark-gemacht.de/de/aktuelles/meldungen/4start/gruenes_licht_erste_runde.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Aktiv mitentscheiden</a> (10.200,32Euro) beliefen sich 2013 auf zusammen rund 169.500 Euro. An Spenden hat der Verein im selben Zeitraum etwa 4.000 Euro eingenommen. Mitgliederbeiträge beliefen sich auf ca. 2.400 Euro. Im Vorjahr waren die Spendeneinnahmen mit 8.000 Euro wesentlich höher und die Mitgliederbeiträge nur geringfügig geringer. Auch von 2011 auf 2012 war das Spendenaufkommen stark gesunken (um 14.000 Euro), während die Mitgliedsbeiträge zumindest etwas zunahmen (um ca. 550 Euro). Bis auf das Jahr 2013 verzeichnete der ideelle Bereich zumeist ein Defizit.<br />
Laut eigner Aussage sind die Spender bei Liquid Democracy vor allem Einzelpersonen, die lediglich über den Spendenaufruf auf der Homepage dazu motiviert werden. Darüber hinaus unternimmt der Verein keine Bemühungen und investiert entsprechend auch nicht in professionelles Fundraising. Die Abhängigkeit von Spenden muss  im Vergleich zum gut laufenden Zweck- und Geschäftsbetrieb dementsprechend als sehr gering eingeschätzt werden.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: gering<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: gering<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Transparency International Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Schon etwas länger im Geschäft sind die Transparenzverfechter von <a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Transparency International Deutschland </b></a>. Seitz 1993 engagiert sich der gemeinnützige Verein gegen Korruption und Missbrauch.  Dazu will die Organisation <a href="http://www.transparency.de/UEber-uns.44.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigener Aussage</a> „Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Schaffung von Transparenz zusammenbringen“.<br />
Der Verein kann auf einen breiten und stetig wachsenden Mitgliederstamm setzen, wodurch Einnahmen zwischen 78.240 Euro (2011) und 87.040 Euro (2013) entstanden. Noch stärker fallen Mitgliedsbeiträge korporativer Mitglieder ins Gewicht, und zwar mit 110.900 Euro (2013). Die Spendeneinnahmen lagen im selben Zeitraum mit zwischen 40.331 Euro (2013) und maximal 72.895 Euro (2012) darunter und nahmen damit einen Anteil von lediglich 10-20 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Davon sind wiederum 20-30 Prozent Kleinspender. Obgleich die Spenden nicht den maßgeblichen Teil der Finanzierung bei TI Deutschland ausmachen, stellen sie doch einen elementaren Bestandteil der Finanzstruktur dar.<br />
Die Spendenakquise richtet sich hier vor allem an Privatleute, aber es werden auch Unternehmen erreicht. In Fundraising wird allerdings nicht gezielt und direkt investiert, stattdessen wird <a href="http://www.transparency.de/Spende.1259.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über die Website</a> sowie über ein alljährliches Mailing zu Weihnachten und über Spendenaufrufe in den Publikationen, im Newsletter und der Mitgliederzeitschrift um Spenden geworben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: mittel<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: mittel<br />
Akquise-Bemühung: mittel bis hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Wikimedia Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Ein ähnlich etablierter Akteur ist <a href="http://wikimedia.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Wikimedia Deutschland</b></a>. Der gemeinnützige Verein hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben, arbeitet eng mit der Wikimedia Foundation zusammen und unterstützt vielzählige Projekte in diesem Bereich. Das wohl bekannteste ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Enzyklopädie Wikipedia</a>. Wikimedia finanziert sich fast ausschließlich über Spenden (2012: 91,43 Prozent, 2013: 85,53 Prozent), zu einem geringen Teil auch durch Mitgliederbeiträge (2012: 4,3 Prozent, 2013: 8,52 Prozent) und im Schnitt nur zu etwa 5 Prozent über andere Erlöse. Im Fall von Wikimedia Deutschland sprechen wir tatsächlich von jährlichen <a href="http://wikimedia.de/images/a/a0/Wmde_jb_2013_RZ_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendeneinnahmen</a> im Millionenbereich.<br />
Die Spenden stammen zum allergrößten Teil von „Klein- und Kleinstspendern“. Nach eigener Aussage belief sich die durchschnittliche Spende im Zuge der letzten Kampagne auf eine Höhe von 22 Euro. Nur selten erreichen die Organisation Spenden im vierstelligen Bereich. Eine Ausnahme bilden einzelne Projekte wie Wikidata, für die auch größere Zuschüsse von Stiftungen erlangt werden konnten. Andere Projekte werden über Drittmittel finanziert, beispielsweise die <a href="http://wikimedia.de/wiki/Bildungsprojekte/OERde13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OER-Konferenz</a> (Open Educational Resources) , für die zudem verschiedene Sponsoren gewonnen werden konnten.<br />
Da die Kleinspenderschaft eine so große Rolle spielt, steckt der Verein viele Ressourcen in das Fundraising. Ein Blick in das <a href="http://wikimedia.de/wiki/Mitarbeitende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterregister</a> zeigt, dass hierfür 2,7 Vollzeitstellen, unterstützt von vier  Werkstudenten, angestellt sind. Wikimedia setzt auf gezielte Kampagnen, um Kleinspenden seiner Nutzer einzuwerben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: gering<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Open Knowledge Foundation</strong>&#8220;]<br />
Keine Antworten, aber dafür einen ausführlichen <a href="http://okfn.de/about/#Ttigkeitsberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht in Netz</a> konnte zur <b>Open Knowledge Foundation </b>zur Rate gezogen werden. Die Daten-Aktivisten verfügen über eine prozentual geringe Mitgliederförderung (5.000 Euro), die nur 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen 2013 ausmachte. Spenden fielen mit ca. 29.000 Euro zumindest zu 8,4 Prozent ins Gewicht. Den größten Anteil nehmen Zuschüsse zu gezielten Projekten wie <a href="http://ec.europa.eu/information_society/apps/projects/factsheet/index.cfm?project_ref=325091" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCloud</a> oder <a href="http://www.big-project.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIGData</a> ein, die insgesamt 250.000 Euro (72,1 Prozent) einbrachten. Dem stehen anderweitige geschäftliche Einnahmen von circa 62.500 Euro (18 Prozent) gegenüber. 2012 hingegen waren die Gesamteinnahmen noch wesentlich geringer  (etwa 130.000 Euro) Das ähnlich hohe Spendenaufkommen (29.000 Euro) trug in diesem Jahr zu immerhin über 20 Prozent dazu bei. Die OKFN funktioniert also, wie viele der aufgeführten Organisationen auch, durch eine Mischfinanzierung. Dabei wird versucht die Fixkosten möglichst zu minimieren und projektgebunden zu arbeiten.<br />
Spendenakquise betreibt die Open Knowledge Foundation über <a href="http://okfn.de/support/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihre Seite</a> und <a href="https://www.betterplace.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betterplace.org</a>. Gleichzeitig wird sehr stark projektbezogen <a href="http://okfn.de/projects/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um Beteiligungen geworben</a>. Für Fundraising existiert zudem eine halbe Stelle und es wird im <a href="http://okfn.de/wp-content/blogs.dir/21/files/2011/01/OKFDE-Taetigkeitsbericht-2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht 2012</a> als Zielsetzung  im Rahmen diverser Projekte erwähnt<br />
[/expand]</p>
<hr />
<h3>Unterm Strich</h3>
<p>Wie eingangs angedeutet, weisen die Befunde auf eine Vielfalt an Organisations- und Finanzstrukturen hin. Dennoch haben wir im Folgenden versucht, ein wenig Ordnung in das netzpolitische und -aktive Feld zu bekommen. Zentral werden hierfür die bisherigen Kategorien sein: Spendenabhängigkeit, Spendenherkunft und Spendenakquise.<br />
Um dem Leser einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen und die Ergebnisse der Recherche auch visuell aufbereiten zu können, haben wir versucht, die untersuchten Akteure (beschränkt auf ihre Vereinstätigkeiten) entlang bestimmter Kategorien grob einzuteilen.*<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png"><img decoding="async" class=" wp-image-140493  " alt="Eigene Darstellung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png" width="600" height="404" /></a><br />
<em>*Den Kategorien: Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen; Höhe der Mitgliederbeiträge; Anteil der Großspender; Anteil von Unternehmensspenden sowie Grad der Akquise-Bemühung wurde wurden die Werte gering, mittel oder hoch zugeordnet.</em><br />
Die <b>Abhängigkeit von Spenden</b> ist für die untersuchten Akteure allgemein sehr hoch. Viele Organisationen sind <i>nahezu vollständig</i> auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, beispielsweise das Co:llaboratory, Wikimedia oder die Open Knowledge Foundation. Mit <i>geringen Einnahmen</i> können zumindest netzpolitik.org (über Werbung und Gastreden bzw. -Beiträge)  oder Digitalcourage (Online-Shop) zu ihrem Einnahmen beitragen.<br />
Speziell ist die Situation von Liquid Democracy und Abgeordnetenwatch, die ihre Vereinsstruktur jeweils um eine <i>geschäftstätige GmbH</i> erweitert haben. Diese Doppelstruktur macht sie jedoch nicht gänzlich unabhängig von Spenden. So finanziert sich die GmbH Parlamentenwatch z.B. vor allem über die Dienstleistungen gegenüber dem Verein. Bei Liquid Democracy hingegen erzeugt die GmbH durch externe Dienstleistungen erhebliche Zusatzeinnahmen.<br />
Eine weitere zentrale Möglichkeit, neben selbst generierten Einnahmen und sporadischen Spenden Einnahmen zu erhalten, sind <b>Mitgliedschaften. </b>Hier muss mit Blick auf die untersuchten Akteure allerdings unterschieden werden. Transparency International Deutschland kann beispielsweise auf einen klassischen Mitgliederstamm zurückgreifen, während andere Vereine wie die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik.org eher durch Fördermitglieder im Sinne konstanter Spender unterstützt werden. Hier wäre zu überlegen, wie kleinere Vereine ihre Vereinsstrukturen weiter professionalisieren können im Hinblick auf Attraktivität und Akquise entsprechender Mitgliedschaften.<br />
Gesondert davon zu sehen sind <b>Großspenden</b> von Stiftungen, die im netzpolitischen und -aktiven Bereich eine wichtige Rolle spielen. Während sich die durchschnittliche Spende bei vielen Vereinen deutlich unter 20 Euro bewegt (Wikimedia, Digitale Gesellschaft, Liquid Democracy), kann durch entsprechende Langzeitförderungen und Projektunterstützung größere Planungssicherheit hergestellt werden. Besonders angewiesen darauf scheinen jüngere Organisationen wie die Digitale Gesellschaft oder das Co:llaboratory. Aber auch etablierte Akteure wie Transparency International greifen auf entsprechende Zuschüsse zurück. Dabei wird in vielen Fällen auch gezielt um Projektbeteiligungen geworben (Big Brother Awards von Digitalcourage, EU Policy Compass von Liquid Democracy, BIG Data von Open Knowledge Foundation, Digitale Bürgersprechtsunde von politik-digital und andere).<br />
Gewichtige <b>Spenden von Unternehmen</b> finden sich hingegen kaum auf der netzpolitischen Landkarte. Nennenswerte Spenden seitens der Wirtschaft bestätigten uns lediglich das von Google anschubfinanzierte Co:llaboratory und Transparency International. Abgeordnetenwatch erhielt zumindest Zuwendungen von unternehmensnahen Institutionen wie der Robert Bosch-Stiftung oder der Vodafon-Stiftung.<br />
So vielfältig die Wege der Mittelbeschaffung, so unterschiedlich auch die ihrer <b>Akquise</b>: Bei dem an Kleinspender gerichteten Fundraising setzen die meisten Organisationen auf Hausarbeit. Vereine wie die Digitale Gesellschaft,  Liquid Democracy, Digitalcourage oder netzpolitik.org  verfügen jedoch <i>nicht über einzelne Stellen</i>, die sich konkret mit Strategien auseinandersetzen, sondern verteilen entsprechende Arbeiten über die bestehenden Stellen und Mitarbeiter. Überraschend  ist, dass auch Transparency International nach eigener Aussage keine Arbeitsstelle im Bereich Fundraising hat.<br />
Über <i>personelle Ressourcen</i> für Fundraising verfügen hingegen die Open Knowledge Foundation (0,5 Stelle), Abgeordnetenwatch (1 Stelle) und Wikimedia. Letztere Organisation sticht jedoch deutlich heraus, da sie eine ganze Abteilung damit betraut. Auch das CoLab ließ uns wissen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der personellen Ressourcen in die Mittelbeschaffung eingehen.<br />
Hier bleibt jedoch zu bedenken, dass viele Organisationen, ob das CoLab, die Digitale Gesellschaft oder Abgeordnetenwatch, auch Arbeitszeit in die Stiftungsförderung und Anwerbung von Projektpartnern investieren.</p>
<h3>Fazit<b> </b></h3>
<p><b>Die Stiftungen müssen‘s richten: </b>Zusammenfassend lassen sich nur wenige verallgemeinerbare Aussagen treffen. Auffällig ist mit Sicherheit, wie bedeutsam Stiftungen sind,  insbesondere in Bereichen, in denen die breite Unterstützung aus der Bevölkerung fehlt. Das betrifft in erster Linie neuere und netzpolitische Organisationen. Etablierte Akteure wie Transparency oder Wikimedia hingegen, die einen durchaus anders gelagerten Fokus haben, stehen dem gegenüber. Auch zeigt sich, dass gerade Tätigkeitsfelder, die jenseits des klassischen Aktivismus oder der netzpolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegen, imstande sind, durch ihre Expertise und ihr Know-how Einnahmen zu generieren.<br />
<b>Wenige Spenden, wenig Akquise: </b>Der auf der re:publica 14 von Sascha Lobo gescholtene Vogel hatte mit Sicherheit keine Lobby, bis die Umweltverbände auf ihn aufmerksam machten. Netzpolitik und Transparenz haben diese auch nur zum Teil. Gerade erstere steht unter dem Verdacht, für die breite Bevölkerung vollkommen unbedeutend zu sein. Entsprechend gering sind die Bemühungen der Organisationen, auch jenseits der eigenen Klientel um Unterstützung zu werben. Fundraising, so scheint es, entwickelt sich erst mit einem erhöhten Spendenaufkommen.<br />
<b>Konkrete Angebote schaffen: </b>Eine konkrete und im besten Falle auch regionale Vogelart zu retten, ist mit Sicherheit attraktiver, als sich mit 10 Euro für „den Artenschutz“ im Allgemeinen zu engagieren. Auch beim Aktivismus im und für das Internet sind einzelne Projekte und Kampagnen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse und Förderungen zu generieren. Vor allem oben genannte Stiftungen, aber auch Unternehmen scheinen  durchaus mehr dazu bereit, Gelder bereitzustellen, wenn klare Ziele verfolgt werden und In- und Output transparent gemacht werden. Dementsprechend sollte darüber nachgedacht werden, weniger abstrakt die „Freiheit des Netzes“ zu bewerben, als um Unterstützung für konkrete Kampagnen oder Projekte zu werben.<br />
<strong>Siehe dazu auch den Kommentar <em><a href="http://politik-digital.de/koepfe-voll-kasse-leer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Köpfe voll &#8211; Kasse leer</a></em></strong><em> von <a href="http://politik-digital.de/user/swenzel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steffen Wenzel</a><br />
</em><br />
<em>Abschließend will ich an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeitern und Vertretern der hier vorgestellten Organisationen vielmals dafür danken, dass sie trotz geringer Zeitreserven bereit waren, die notwendigen Informationen bereitzustellen und auf unsere Fragen zu antworten.</em><br />
Bild: <a href="http://pixabay.com/en/money-coins-donate-moneybox-cash-230265/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay/bohed</a><small> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) </small><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Online für Europa: Die MdEPs in den sozialen Netzwerken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-fuer-europa-die-mdeps-in-den-sozialen-netzwerken-140475/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 11:40:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 25. Mai wurde das Europäische Parlament neu gewählt. Auch in den Reihen der deutschen VertreterInnen wurde rund ein Drittel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MEP_Online.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140477" alt="MEP_Online" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MEP_Online.png" width="640" height="324" /></a>Am 25. Mai wurde das Europäische Parlament neu gewählt. Auch in den Reihen der deutschen VertreterInnen wurde rund ein Drittel der Mandate neu besetzt, noch dazu von einer größeren Zahl an Parteien. Der Hamburger Wahlbeobachter und Politikberater Martin Fuchs hat sich die Aktivitäten der deutschen MdEPs im sozialen Netz zu Beginn der neuen Legislaturperiode angesehen und stellt erhöhte Aktivitäten fest.<br />
Auch nach den Neuwahlen des europäischen Parlaments im Mai diesen Jahres sind es die üblichen Verdächtigen, die im sozialen Netz auf sich aufmerksam machen: so zum Beispiel Netzpolitiker <a href="https://twitter.com/JanAlbrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Philipp Albrecht</a> von den Grünen oder Piratenpolitikerin <a href="https://twitter.com/Senficon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Reda</a>. Letztere zählt außerdem zu den 31 neuen deutschen ParlamentarierInnen und zudem zu einer der acht neu vertretenen Parteien aus Deutschland im Straßburger Parlament. Die sozialen Medien sind hingegen längst nicht mehr Alleinstellungsmerkmal der Netzpartei: 95,8 Prozent der MdEPs sind mittlerweile im Web 2.0 angekommen.<br />
Dies <a href="http://bit.ly/SocialMediaMEP" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ergab eine Recherche</a> des Hamburger Wahlbeobachters Martin Fuchs zur Social Media-Präsenz der deutschen Europapolitiker. Unter Verwendung des <a href="https://pluragraph.de/categories/mep/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social-Media-Analyse-Portals Pluragraph.de</a> wertete der Kommunikationsexperte die Aktivitäten der deutschen Europaparlamentarier quantitativ aus und stellte dabei eine steigende Tendenz fest.<br />
Mit 92 von 96 Abgeordneten sei die Nutzung entsprechender Dienste im Vergleich zur vergangenen Legislaturperiode um 1,8 Prozentpunkte gestiegen. Insbesondere Facebook (94 Prozent) setzt sich demnach unter den VolksvertreterInnen mehr und mehr durch. Hier lässt sich mit 20,8 Prozentpunkten auch die größte Zunahme an neuen Facebook-Fanseiten verzeichnen.<br />
Spitzenreiter sind hier die Vertreter von SPD und Grünen. Aber auch die Onlinedienste Twitter (65 Prozent) und YouTube (53 Prozent) werden von einer Mehrzahl der Abgeordneten genutzt. Besonders aktiv im Zwitschern zeigen sich die Abgeordneten von FDP und Grünen. Das Online-Engagement trifft indes durchaus auf Resonanz: Mit durchschnittlich 5.689 Facebook-Fans und 3.966 Twitter-Followern kommen die Europaabgeordneten nämlich auf eine ordentliche Reichweite.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/jasonahowie/8583949219" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Jason Howie</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Kontrollieren, Regulieren, Protestieren – Digitale Presseschau 24/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2014 12:11:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fußball und Netzpolitik, wie passt das denn zusammen? Na ja, nicht so richtig. Im WM-Gastgeberland Brasilien muss die Regierung nun [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fußball und Netzpolitik, wie passt das denn zusammen? Na ja, nicht so richtig. Im WM-Gastgeberland Brasilien muss die Regierung nun trotzdem einsehen, dass sich Protest im Netz nicht ohne Weiteres kontrollieren lässt. Kontrollieren lässt sich hingegen, wer unsere E-Mails mitliest, verspricht uns DE-Mail. Allerdings interessiert das in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ecken der Welt ohnehin nur wenige. Woran das wohl liegt, wie die Zukunft der Internetpolitik aussieht und warum &#8220;Datenbesitz&#8221; keinen Sinn macht? Das alles in der digitalen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=K_zXSJCWrWM" title="Alles Verschlüsseln" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/K_zXSJCWrWM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Informationelle Selbstbestimmung fängt im Kleinen an. DE-Mail, also Verschlüsselung „Made in Germany“, soll das nun auch für all die Otto-Normal-Verbraucher da draußen ermöglichen – und zwar ohne großen Aufwand oder Sachverstand. Klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch natürlich wird bereits Kritik laut. Trotzdem besser als nichts? Und haben wir überhaupt eine Alternative? Fragen wir mal den Fachmann, dachten sich die Kollegen von ZDF info.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/fragen-an-experten-auf-der-netzkonferenz-eurodig-12984250-p3.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vier Fragen, vier Antworten</a></h3>
<p>Hoch die Mauern in der digitalen Welt? Auf gar keinen Fall, meint Fadi Chehadé, Präsident der Internetadressenbehörde ICANN. Pünktlich zum EuroDIG 2014, bei dem in diesen Tagen in Berlin die großen Fragen der internationalen Netzpolitik diskutiert werden, hat die Frankfurter Allgemeine ihn und drei weitere Experten auf diesem Feld zur Zukunft des Internets und der Internet Governance befragt.<br />
<em><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/fragen-an-experten-auf-der-netzkonferenz-eurodig-12984250-p3.html">www.faz.net</a></em></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/whistleblower-edward-snowden-der-hat-doch-gar-nichts-enthuellt-12982298.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uninteressant, weil unbekannt? – Bei den Snowden-Leaks fehlt das Entscheidende.</a></h3>
<p>Warum eigentlich verschlüsseln? Ach stimmt, da war ja was: NSA-Affäre und so. Auch in dieser Woche schlug der Jahrestag der Snowden-Enthüllungen noch kleine Wellen durch die Netzöffentlichkeit. Die viel diskutierte Frage, warum es eigentlich immer noch die meisten nicht allzu brennend interessiert, dass ihre Privatsphäre quasi nicht mehr existent ist, wurde in dieser Woche von Wolfgang Michal recht pragmatisch beantwortet. Seine These: Snowden hat gar nichts enthüllt! Wie bitte?<br />
<em><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/whistleblower-edward-snowden-der-hat-doch-gar-nichts-enthuellt-12982298.html">www.faz.net</a></em></p>
<h3><a href="http://digitalcourage.de/blog/2014/das-erste-jahr-nach-snowden-weltweit-betrachtet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globale Überwachung &#8211; globale Proteste</a></h3>
<p>Komisch nur, dass es im vergangenen Jahr dennoch zahlreiche Protestbewegungen gab, und zwar weltweit. Die Netzaktivisten von Digital Courage haben die verschiedenen Aktionen in Europa und Lateinamerika zum Jahrestag noch mal zusammengefasst. Was im Heimatland der NSA passiert und warum gerade in Südamerika das Thema Überwachung nicht mit einem bloßen Schulterzucken quittiert wird, kann hier nachgelesen werden.<br />
<em><a href="http://digitalcourage.de/blog/2014/das-erste-jahr-nach-snowden-weltweit-betrachtet">www.digitalcourage.de</a></em></p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2014/06/brasilien-im-netz-treffen-proteste-und-regierung-aufeinander/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friede, Freude, Fußball-WM? Nicht in Brasilien!</a></h3>
<p>Apropos Südamerika: 3:1 gewonnen im Eröffnungsspiel, ganz Brasilien befindet sich im WM-Fieber! Nein, nicht ganz. Von Medien im In- und Ausland möglichst ignoriert, organisiert sich rund um das sportliche Megaevent weiterhin der Protest. Allerdings nicht gegen Überwachung, sondern gegen die immense Geldverschwendung bei den Vorbereitungen der WM. Während die Proteste  auf der Straße repressiv bekämpft und von den Feierlichkeiten fern gehalten werden, finden sie übers Netz dennoch ihren Weg in die Öffentlichkeit.<br />
<em><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2014/06/brasilien-im-netz-treffen-proteste-und-regierung-aufeinander/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.blog.zdf.de/hyperland</a></em></p>
<h3><a href="http://connected.tante.cc/2014/06/09/wem-gehoert-mein-digitaler-zwilling/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Der Eigentumsbegriff ist ein Irrweg“</a></h3>
<p>Noch mal zurück zum Datenskandal: Seit diesem versuchen wir angestrengt nachzudenken und zu diskutieren, wie wir „unsere Daten“ besser schützen und kontrollieren können. Stichwort: Verschlüsselung. Dabei ist noch nicht einmal gesagt, was in der digitalen Welt genau meins und deins ist. Jürgen Geuter erklärt in Sachen Daten dem Besitzdenken den Kampf an.<br />
<a href="http://connected.tante.cc/2014/06/09/wem-gehoert-mein-digitaler-zwilling/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.connected.tante.cc</a><br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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