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	<title>Karina Schmidt &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<item>
		<title>Die 5 wichtigsten Punkte zu Corona Tracing App(s)- Recap zum Livetalk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 13:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politik-digital:live]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Im zweiten politik-digital:live Talk haben wir mit der SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken, dem Autor und Informatiker Jürgen „tante“ Geuter,<a class="external" href="https://twitter.com/elawprof?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Prof. Dr. Dirk Heckmann</a>, Direktor am bidt, Lehrstuhl für Recht und Sicherheit der Digitalisierung an der TU München über freiwillige digitale “Contact Tracing Apps“ und dabei im spezifischen über das System „Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing“ (PEPP-PT), das von einem internationalen Team rund um das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) entwickelt wird, gesprochen. Die wichtigsten Punkte fassen wir hier für Sie zusammen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_row vc_custom_1588153638474 border-accent-color row-internal row-container" style="border-style: solid;border-left-width: 8px ;"><div class="row row-child"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_child col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-xsdn-bg" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ></p>
<h4>Sehen Sie hier:<strong><br />
</strong></h4>
<p><a class="external" href="https://www.youtube.com/watch?v=nWD1HxNm3UU&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zum Gespräch in voller Länge</a></p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row double-top-padding single-bottom-padding single-h-padding limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>1. Eine App ist weder ein Ersatz für Social Distancing Maßnahmen noch führt sie zu deren Lockerung.</h3>
<p>Saskia Esken macht an mehreren Stellen des Gesprächs klar, dass – anders als es in vielen öffentlichen Debatten den Eindruck erweckt- die App keine Social Distancing Maßnahmen ersetzen wird.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<blockquote>
<p>“Es geht darum die Arbeit von Gesundheitsämter zu vereinfachen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn die App dazu führt, dass wir das Infektionsgeschehen wesentlich reduzieren können, dann trägt sie zu Lockerungen bei. Aber das ist keine Kausalität.”</p>
</blockquote>
<p>Saskia Esken</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine App ist also nur ein Baustein im Kampf gegen die Epidemie. Am Ende könne sie natürlich einen wichtigen Beitrag leisten, aber die Annahme, die Einführung der App würde andere Maßnahmen obsolet machen, sei falsch. Auch Dirk Heckmann weist darauf hin, dass die App natürlich nicht direkt vor einer Infektion schützt. Nur weil jemand die App hat, heiße das nicht, dass er nicht infiziert ist.</p>
<p>Jürgen Geuter alias tante stellt insgesamt den Aufwand der App gegenüber ihrem Nutzen in Frage und würde lieber auf alternative Maßnahmen wie die Erhöhung der Kapazitäten in den Gesundheitsämtern und Personen die man persönlich anrufen kann, erhöhen.</p>
<blockquote>
<p>“Am Ende glaube ich, dass man viel Arbeit die man jetzt in diese ganze App und später das Serverhosting und so weiter steckt, dass wir die besser in andere Dinge stecken könnten, um die viele Probleme die ich kommen sehe besser handhaben zu können als yet another App.“</p>
</blockquote>
<p>tante</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>2. Die anvisierte Technologie PEPP-PT erfasst weder den Standort noch persönliche Daten</h3>
<p>Saskia Esken betont, dass die von der Bundesregierung anvisierte Contact Tracing App weder Bürger*innen überwachen, noch von staatlicher Seite herausfinden, soll wer infiziert ist und auch nicht, mit welchen Kontakten sich Bürger*innen getroffen haben.</p>
<blockquote>
<p>“Wir wollen eine oder mehrere Apps die technischen Datenschutz verbinden mit der Idee potentielle Infektionsketten transparent zu machen und stoppen zu können, sodass wir das Infektionsgeschehen besser unter Kontrolle bekommen.”</p>
</blockquote>
<p>Saskia Esken</p>
<p>Vielmehr könne anhand anonymer und ständig wechselnder IDs oder Schlüssel, die das Smartphone regelmäßig über Bluetooth low energy aussendet, für Nutzer*innen der App nachvollziehbar gemacht werden, ob sie sich in der Nähe einer positiv getestet Person aufgehalten haben. Betroffenen haben im Falle einer Infektion die Möglichkeit über ein Zertifikat vom Gesundheitsamt ihre ID auf einen Server hochzuladen, der dann wiederum eine Benachrichtigung an alle IDs aussendet, die mit der ID des Betroffenen Kontakt hatten.</p>
<p>Es findet also lediglich eine Austausch der ausgesendeten IDs statt, die wiederum auf einem Server gespeichert und im Falle einer Infektion abgerufen werden. Es werden keine Bewegungs- oder Standortdaten erhoben oder gespeichert. Niemand weiß also, wo die Betroffenen oder deren Kontakte sich aufgehalten haben.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>3. Die Nutzung muss freiwillig und datenschutzkonform sein</h3>
<p>Alle Expert*innen sind sich einig, dass eine verpflichtende Nutzung der App nicht zielführend ist. „Es darf nicht verpflichtend sein, niemand vertraut dem Ding, wenn es angeordnet wird“, so tante und auch Dirk Heckmann sagte, dass es formal juristisch zwar wohl möglich sei, eine App verpflichtend zu machen, er sich aber nicht vorstellen wolle, wie dies am Ende praktisch durchgesetzt werden könnte. Stattdessen spricht sich Dirk Heckmann dafür aus, das eine App vier zentrale Punkte erfüllen muss, auch um mit der DSGVO vereinbar zu sein. Als erstes müsse eine App <strong>freiwillig</strong> sein, damit sie auf Akzeptanz in der Bevölkerung stößt. Um die Akzeptanz zu steigern, müsse auf <strong>Transparenz</strong> gesetzt werden und Information leicht verständlich vermittelt werden; nur so könne man aktiv Vertrauen aufbauen. Auch <strong>Datensparsamkeit</strong> – also das nur wirklich notwendige Daten erhoben werden – und <strong>Privacy by Design</strong> seien bei der Entwicklung der App entscheidende Komponenten, so Heckmann. Auch Esken weist darauf hin, dass derzeitige Befragungen auf eine hohe Bereitschaft zur Nutzung der App hinweisen, es jedoch entscheidend sei, Vertrauen in der Bevölkerung zu schaffen. Esken weist noch einmal darauf, dass es derzeit mit PEPP-PT um ein Konzept, nicht direkt um eine bestimmte App geht. Am Ende könnten auch mehrere Anbieter in verschiedenen Ländern in Europa verschiedene Apps entwickeln, was schließlich auch einen grenzübergreifenden Effekt erzielen könnte.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>4. Die App muss Teil eines technischen, politischen und sozialen Gesamtkonzepts sein</h3>
<p>Die Einführung und die Nutzungsphase des digitalen Contact Tracing muss von einer Reihe an kommunikativen und begleitenden gesellschaftlichen Maßnahmen flankiert werden.</p>
<blockquote>
<p>“Die App muss gut eingebunden sein in ein gut funktionierendes und lernendes System Gesamtgesellschaft.”</p>
</blockquote>
<p>Saskia Esken</p>
<p>An dieser Stelle sind noch viele Fragen offen. Welche Handlungsempfehlungen werden den Menschen gegeben, die als Kontakte von Infizierten benachrichtigt werden? Gibt es genug Kapazitäten um die Erreichbarkeit von beratenden Hotlines zu garantieren? Wie vermeidet man Panik der Menschen vor einer potentiellen Infektion?</p>
<p>Dirk Heckmann betont, dass es wichtig ist die Bevölkerung bereits vor der Einführung der App gut und umfassend zu informieren und rät, damit sofort zu beginnen.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Thema ist die Frage der “sozialen” Freiwilligkeit, die insbesondere tante zu Bedenken gibt. Er sieht das Problem des sozialen Drucks, der trotz offizieller “Freiwilligkeit” der Nutzung ausgeübt werden könnte. Dazu gehören Schuldzuweisungen bei einer Nichtnutzung, aber auch konkrete Einschränkungen durch Arbeitgeber*innen, die ihre Mitarbeiter*innen zwingen könnten die App zu verwenden, oder Restaurants, die keine Kunden mehr akzeptieren, die die App nicht installiert haben. Dieser Druck könnte vor allem weniger privilegierten Menschen Probleme bereiten, die in prekären Arbeitsverhältnissen stehen und weniger Mittel zur Verfügung haben. Diese Fragen nach den Grenzen von Freiwilligkeit habe sich auch schon in der Diskussion um die DSGVO gestellt. Wann kann man wirklich von einer informierten Freiwilligkeit sprechen?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>5. Mit der App wird eine neue technische Infrastruktur geschaffen</h3>
<p>Die Initiative von Google und Apple sich an der Entwicklung des digitalen Contact Tracing zu beteiligen, bezieht sich aktuell auf die Entwicklung einer API (Schnittstelle zur Anbindung für Programme an ein Softwaresysteme) und keiner eigenen App. Bei letzterem hätte Heckmann datenschutzrechtliche Bedenken, die im Falle der Fälle geprüft werden müssten.</p>
<p>Sowohl Heckmann als auch tante sind sich einig, dass aber die angekündigte Schnittstelle von Apple und Google aus technischer Sicht sinnvoll ist, um eine reibungslose Funktionalität zu gewährleisten. So könnte aktuell beispielsweise eine solche App auf Geräten mit iOS Betriebssystem nicht im Hintergrund laufen, was aber für die geplante Nutzung unabdingbar ist. Mit einer API wird eine Kompatibilität zwischen Geräten, Betriebssystemen und App möglich.</p>
<p>Durch diesen Schritt der Anpassung der Betriebssysteme, handelt es sich allerdings nicht mehr nur um eine App, sondern um eine neue Infrastruktur. Die könnte tante zufolge potentiell auch außerhalb der Pandemie- Zeit genutzt und zu einem neuen technischen Standard werden.</p>
<blockquote>
<p>“Wenn das bis ins Betriebssystem wandert, sprechen wir nicht mehr von einer App sondern einer Contact Tracing Plattform, einer neuen Infrastruktur, die natürlich auch in anderen Situationen aktiviert werden kann(…) Und wir müssen uns einfach die Frage stellen, ist das eine Plattform die wir grundsätzlich in Technologie einziehen lassen wollen oder nicht.”</p>
</blockquote>
<p>tante</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Original Photo by:</strong> <a class="external" href="https://unsplash.com/photos/h7a6g0ua6LM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CoinView App</a> on <a class="external" href="https://unsplash.com/s/photos/anxious?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-4"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Intuitive Technik für den Arbeitsplatz der Zukunft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/arbeitsplatz-der-zukunft-157580/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 13:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der digitale Transformationsprozess bietet nicht nur neue Technologien, die immer mehr den Arbeitsplatz erobern, sondern verändert diesen auch maßgeblich. Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der digitale Transformationsprozess bietet nicht nur neue Technologien, die immer mehr den Arbeitsplatz erobern, sondern verändert diesen auch maßgeblich. Das Konzept New Work soll den Menschen mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten dabei wieder in den Mittelpunkt stellen. Dafür bedarf es jedoch neuer kreativer und innovativer Lösungen. Wie sich Arbeit und Arbeitsplatz verändern, aber auch aktiv neu gestaltet werden können, erklärt Lieven Bertier von Barco ClickShare im Interview.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2020/06/Lieven-Bertier1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-157590" src="/wp-content/uploads/2020/06/Lieven-Bertier1.jpg" alt="Lieven Bertier" width="167" height="134" /></a><br />
Lieven Bertier ist seit mehr als 15 Jahren bei Barco tätig und hat in dieser Zeit verschiedene Funktionen für das Unternehmen übernommen. Seit 2014 ist er Teil des ClickShare-Teams und arbeitet als Segment Director Workplace, wo er sich mit der Veränderung des Arbeitsplatzes durch die Digitalisierung sowie neuen Kommunikationslösungen beschäftigt.</p>
<p></div></div>
<h3>politik-digital.de: Was bedeutet New Work für Sie?</h3>
<p>Lieven Bertier: New Work ist bereits heute Realität in den meisten Unternehmen, ob bewusst oder unbewusst. Zum einen lassen sich diese neue Entwicklungen an konkreten Zahlen festmachen. Laut unserer neusten <a href="https://infopages.barco.com/rs/141-TQB-685/images/Five%20Steps%20to%20the%20Perfect%20Meeting%20-%20report%20.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> ist zum Beispiel die Zahl der remote-arbeitenden Mitarbeiter im Laufe des letzten Jahrzehnts um 115% gestiegen. 49% der Beschäftigten arbeiten mittlerweile regelmäßig von einem anderen Standort als ihrem Büro aus. Gleichzeitig sind solche Zahlen nur ein kleiner Ausschnitt einer allgemeinen Flexibilisierung des Arbeitsplatzes, die neben einer selbstbestimmteren Wahl des Arbeitsorts auch flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitsprozesse miteinschließt. Am Ende gibt es viele Definition von New Work, die im Grunde alle eine Art Abkehr von strikten und starren Prozessen und Denkweisen beschreiben und mehr Spielraum und Freiheit für Innovation bedeuten.</p>
<h3>Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?</h3>
<p>Wenn wir in die nahe Zukunft schauen, werden die meisten Arbeitsabläufe wohl mehr oder weniger in ihrer Essenz erhalten bleiben. Was sich neben der immer weitervoranschreitenden Flexibilisierung der Arbeitskultur vor allem in den nächsten Jahren maßgeblich verändern wird, sind die technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen werden. Interessant ist, dass unsere Forschung zeigt, dass es vor allem die Mitarbeiter selbst sind, die hohe Erwartungen an die Technologien haben und sich sogar eine schnellere Digitalisierung des Arbeitsplatzes wünschen. 65% der Befragten wünschen sich eine stärkere Einbindung digitaler Hilfsmittel wie zum Beispiel Virtual und Augmented Reality. Wir sehen hier grundsätzlich eine fast ausschließlich positive Erwartungshaltung an neue Technologien.</p>
<h3>Welchen Einfluss hat die Digitalisierung des Arbeitsplatzes auf die Arbeitskultur? Können Sie hierfür ein konkretes Beispiel geben, was die radikalsten Veränderungen sein werden?</h3>
<p>Nehmen Sie das Beispiel der physisch immer weiter verteilten Teams. Hinzu kommt das Unternehmen immer öfter mit zeitlich festgelegten Projektteams arbeiten, bei denen immer öfter auch Freelancer miteingebunden werden. Hierin sehen wir ein klares Arbeitsmodell der Zukunft, das unser klassisches Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeiter oft über Jahrzehnte mit denselben Kollegen in festen Büroräumen zusammenarbeiten, ablöst. Solche Teams werden nur wenige Monate miteinander an gezielten Projekten zusammenarbeiten und das von verschiedenen Orten aus. Eine Herausforderung wird sein, eine vertraute Arbeitskultur und schnelle Kommunikation zu schaffen, um wirkliche Teamarbeit zu ermöglichen. Hierin sehen wir eine große Herausforderung. Gleichzeitig glauben wir, dass wir nur mit moderner Kommunikationstechnologie Lösungen für diese Herausforderungen finden können.</p>
<h3>Inwiefern werden sich Unternehmenskultur und Umgang miteinander ändern, wenn zwischenmenschliche Kommunikation weitgehend durch technische Kommunikationsmittel ersetzt wird?</h3>
<p>In einem idealen Szenario wird der Wandel kaum zu spüren sein, weil die Technik Menschen eben noch effizienter miteinander verbindet. Natürlich werden Emails und Telefonanrufe weiterhin eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen Kollegen spielen. Gleichzeitig glauben aber zum Beispiel 77% der Befragten unserer Studie, dass Videoübertragung in den nächsten drei Jahren Standard für Meetings sein wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Mitarbeiter dazu befähigt werden, sich überall und immer digital mit ihren Kollegen zu vernetzen. Nur so kann ein reibungsloser Wechsel von Kommunikation Angesicht-zu-Angesicht hin zu digitaler Kommunikation funktionieren.</p>
<h3>Welche technischen und kulturellen Lösungen brauchen wir für den Arbeitsplatz der Zukunft?</h3>
<p>Im Grunde sind die meisten technischen Lösungen bereits vorhanden<strong>. </strong>Nun geht es tatsächlich darum den Wandel der Arbeitskultur aktiv zu gestalten. Unsere Studie zeigt, dass es hierbei vor allem wichtig ist, dass die Managementebene Freiheiten und Spielraum für das Erproben neuer Arbeitsprozesse einräumt. Dabei geht es sowohl um den Einsatz innovativer technischer Lösungen und flexiblerer Arbeitsmodelle, aber auch Dinge, die auf den ersten Blick eher banal wirken, wie zum Beispiel die Raumaufteilung in Büros. Verschiedene Studien von uns, die in den letzten Jahren erschienen sind, weisen klar darauf hin, dass ein diverses Angebot an Meeting- und Büroräumen eine deutlich bessere Arbeitskultur schafft. Besonders beliebt werden dabei immer mehr sogenannte Huddle Rooms oder Spaces. Dabei handelt es sich um kleine nicht buchbare Räume oder abgrenzbare Raumelemente, die für kurze spontane Meetings genutzt werden können und eine Abwechslung zu den oftmals noch vorhandenen Großraumbüros bereitstellen.</p>
<h3>In welchen Bereichen kann Technik verbessert werden?</h3>
<p>Ich denke, dass wir schon sehr weit gekommen sind mit den technischen Möglichkeiten, die wir heute haben. Der nächste große Schritt ist es, Technik benutzerfreundlicher, leichter anwendbar und schneller einsetzbar zu machen. Unsere letzte Studie hat gezeigt, dass noch heute 11% der Zeit von Besprechungen mit dem Anschließen und Einrichten von Technik verschwendet wird. Ein Hauptproblem ist, dass Technik zu kompliziert ist und nicht intuitiv für Nutzer verwendbar ist. Das schließt natürlich viele Menschen von ihrer Nutzung aus oder erfordert langwieriges Training. Am Ende ist es bei Technik wie bei gewöhnlichen Konsumgütern: Wenn Sie sich einen neuen Fernseher kaufen, wollen Sie auch nicht die gesamte Bedienungsanleitung durchlesen müssen, um diesen zu starten. Sie wollen ihn einstecken, anschalten und direkt benutzen. Das selbe gilt auch für Technik, die wir in unseren Büros verwenden.</p>
<h3>Wie kann Technik die Fort- und Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen unterstützen, wenn diese neue Berufe lernen müssen?</h3>
<p>Natürlich können durch die digitale Vernetzung bessere Trainingsmöglichkeiten angeboten werden. Mitarbeiter können von Zuhause aus lernen; Ausbilder und Lehrer können aus der Ferne digital unterrichten und müssen nicht physisch vor Ort sein. Das ist natürlich eine wichtige Errungenschaft, die es vor allem ermöglicht, gerade auch Menschen außerhalb der großen Ballungszentren zu erreichen, die sonst einen eher eingeschränkten Zugang zu digitaler Bildung haben.</p>
<h3>Welche Branchen werden als nächstes mit New Work erschlossen werden?</h3>
<p>Bisher ist New Work vor allem bei den großen Firmen im Gespräch und betrifft vor allem den Service- und Dienstleistungssektor. Vor allem in Büros hat die digitale Transformation bereits auch zu einem Wandel der Arbeitskultur geführt. Über kurz oder lang wird New Work wohl aber auch in anderen Branchen und Sektoren Anklang finden. Je mehr Prozesse automatisiert werden, desto mehr Freiheiten ergeben sich in der Regel auch, Arbeitsprozesse neu zu gestalten. Gleichzeitig verändern sich auch die Ansprüche der neu in den Arbeitsplatz kommenden Generationen. Zum einen wünschen sich diese immer mehr mit neuer und modernster Technologie zu arbeiten. Zum anderen werden Home Office, Teilzeitmodelle oder andere flexiblere Arbeitsformen in immer mehr Branchen gefragt werden. In den nächsten Jahren erwarten wir, dass es eine weitere Bewegung von New Work auch in der Produktion und dem produzierenden Gewerbe geben wird. Auch hier wird die Automatisierung neue Arbeitsmodelle ermöglichen.</p>
<p>Titelbild: asawin via <a href="https://pxhere.com/en/photo/1575603?__cf_chl_jschl_tk__=3494503c4f8db2a20a9f5c907d2a67a8f3d5b2d0-1582190023-0-AYGFX-U8uGoAkakfqZGuOXaX4yCvtTDxiXuOUJL6Y2uugrq0xJ7AsN4wY-p2-brF78iByfwtpf8geJWnHui1_BcdKounK3vsid_hlu-2Iue9yTFKwgE2gvxV1VRn-a6Bz-ncv1noDRCO4pDjOmVJ3-PsvXZJtj2V8AZuJe7Kwe4MN9Wn8JwT3ePY9I9n8_98P84dOeTREkHn4B1qfCnwIuwxonsLckPT1viHA53dcKQPeseOo2dYBk2W-09M0j4iHO0pW8u_DIJuA30EvJnnkcbu8wq7_aZ2B8v2wMIi0nIe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PxHere</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CCO</a>, bearbeitet.<br />
Bild Lieven Bertier: Barco</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 3.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>New Mobility, IoT &#038; Industrie 4.0: NKF-Summit Vol. 5</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ankuendigung-nkf-summit-vol-5-155719/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2019 10:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Am 8. März 2019 findet in Dresden der fünfte NKF Summit zum Thema Digitale Transformation statt. In Vorträgen, Panels und Ausstellungen informiert die Konferenz über aktuelle Trends der Schwerpunktthemen Internet der Dinge und Industrie 4.0.</p>
<p>Auch bei dem Dresden-Summit steht die Möglichkeit zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch zwischen Corporates, Mittelständlern, Investoren und Startups im Mittelpunkt. Wie im vergangenen Jahr, begleitet politik-digital.de den Summit als Medienpartner.</p>
<p>Die Veranstaltung in der Gläsernen Manufaktur richtet sich an Unternehmen, die Impulse für die erfolgreiche Digitale Transformation suchen. Ziel ist die Verbindung von Corporates, Mittelständlern und Startups durch Vorträge, Best Practices und Matching Sessions. Panel-Diskussionen und Fallstudien zeigen Beispiele, wie Unternehmen zukunftsfähige Konzepte für die Digitale Transformation entwickeln. Zu den <a href="https://nkf-summit.com/vol5/speaker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Speakern</a> zählen unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Ökonom und Autor Benedikt Herles, Finn Händel von Movinga, Gunnar Froh von Wunder Mobility und Sebastian Signer von Urmo.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://nkf-summit.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NKF Media </a></p>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Mit dem Turing-Bus durch die Arbeitswelten der Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 May 2018 13:39:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitswelten der Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Turing-Bus, das mobile, digitale Bildungsprojekt der Gesellschaft für Informatik e.V. und der Open Knowledge Foundation, fährt am 01. Juni [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Turing-Bus-640x280-Bild.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154700 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Turing-Bus-640x280-Bild.jpg" alt="&quot;Turing-Bus in Bernau&quot; von Leonard Wolf/Open Knowledge Foundation DE via flickr, CC-BY 4.0" width="640" height="280" /></a>Der Turing-Bus, das mobile, digitale Bildungsprojekt der Gesellschaft für Informatik e.V. und der Open Knowledge Foundation, fährt am 01. Juni 2018 seine zweite Station in Rangsdorf an. Das nach Alan Turing benannte Bildungsangebot reist unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“ zu Schulen, Jugendclubs und lokalen Institutionen in kleine und mittelgroße Städte in Deutschland.</p>
<p>Wie wird der Arbeitsmarkt der Zukunft aussehen und wie können sich junge Menschen für die Zukunft rüsten? Um diese Frage zu beantworten, bieten Expertinnen und Experten der <a href="https://gi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesellschaft für Informatik</a>, der <a href="https://okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a> sowie Studierende der Informatik an den Stationen des <a href="https://turing-bus.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Turing-Busses</a> Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Workshops, Hackathons und Vorträgen mit der Rolle der Digitalisierung und Technologie für Beruf und Gesellschaft vertraut zu machen. Das breite Spektrum an Methoden, Hardware und Know-How verknüpft dabei praxisnahe IT-Kompetenz mit gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung. Praxisbezug und sich mit den neuen Technologien in kleinen Projekten vertraut machen steht dabei im Vordergrund. Im Interview mit politik-digital spricht Projektleiter Bela Seeger darüber, welche Veränderungen Bildung durchlaufen muss, damit sie zukunftsfähig bleibt.</p>
<p><strong>politik-digital.de: </strong><strong>Was kann man bei den geplanten Turing-Bus Stationen konkret machen?</strong></p>
<p><strong>Bela Seeger:</strong> Auf den Stationen des Turing-Busses werden Workshops, Vorträge und Hands-on-Sessions angeboten, bei denen die Schüler*innen mit Mikrocontrollern wie Arduinos und Raspberry Pis Einstiege in die Welt der Programmierung und Informatik finden, sich kritisch mit Technologien auseinandersetzen und in Kontakt mit existierenden Initiativen treten.</p>
<p>Ein Beispiel ist das digitale Flugblatt: hier bauen die Schüler*innen mithilfe eines Kleincomputers einen mobilen WLAN-Hotspot, über den Nachrichten, beispielsweise politischer Natur, verbreitet werden können.</p>
<p><strong>Ihr Projekt richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. In welchem Alter sollten Kinder mit dem Thema Digitalisierung und Informatik in Kontakt kommen?</strong></p>
<p>Unsere Zielgruppe ist aufgrund der Workshopinhalte und ihrer Schwierigkeitsstufe so gewählt. Es gibt einige gute Alternativen für jüngere Teilnehmer, hier steht oft jedoch alleinig der spielerische Einstieg in Programmiersprachen im Vordergrund.</p>
<p><strong>Wie muss sich Bildung in Schulen verändern, damit Kinder die notwendigen digitalen Kompetenzen lernen, die in der Zukunft für die Arbeitswelt notwendig sein werden.</strong></p>
<p>Es gibt neben dem Turing-Bus eine Reihe an Projekten und Initiativen die es sich zum Ziel gemacht haben, Angebote zum Erwerb digitaler und anderer Kompetenzen zu schaffen, die in den Arbeitswelten der Zukunft benötigt werden, wie zum Beispiel die <a href="https://www.fablabs.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fablabs</a>, das <a href="http://fabmobil.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabmobil</a>, <a href="https://jugendhackt.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugend hackt</a> und einige lokale <a href="https://wiki.hackerspaces.org/Germany" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hackerspaces</a>. Allerdings ist klar, dass der eigentliche Bedarf an Bildung durch diese Angebote nicht abgedeckt werden kann. Hier stehen Bund und vor allem die Länder vor der Herausforderung, durch entsprechende Infrastrukturen und Förderungen Abhilfe zu schaffen.</p>
<p><strong>politik-digital.de: Wo hört die Kompetenz der Schule auf und wo sehen Sie Nachholbedarf?</strong></p>
<p>In der heutigen Form stehen viele Schulen vor der Herausforderung, ein veraltetes Schulsystem zu bedienen, welches die Kapazitäten der Lehrerinnen und Lehrer voll auslastet. Vielerorts fehlen außerdem die Mittel, um die benötigten technischen Ausstattungen bereitzustellen. In der Konsequenz entstehen zu wenig Angebote, um Schüler*innen auf die Arbeitswelten der Zukunft vorzubereiten. Hier muss dringend in Fortbildungen und den Abbau maroder Strukturen investiert werden. Gleichzeitig gibt es auch in Zukunft einen Bedarf an außerschulischen Angeboten wie z.B. Jugend hackt, die gerade aufgrund ihrer nicht formellen Strukturen wichtig sind und gut funktionieren. Hier muss der Staat nachhaltig in zivilgesellschaftliche Organisationen und Projekte investieren.</p>
<p>Hier sind die nächsten Haltestellen des Turing-Busses:</p>
<ul>
<li>01. Juni &#8211; <strong>Rangsdorf</strong> (BB). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=oberschule%20rangsdorf#map=19/52.28961/13.44108" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oberschule Rangsdorf</a></li>
<li>04. Juni &#8211; <strong>Garz/Rügen</strong> (MV)<strong>. </strong><a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=%20Regionale%20Schule%20%E2%80%9EAm%20Burgwall%E2%80%9C#map=19/54.31403/13.35177" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regionale Schule „Am Burgwall“</a></li>
<li>07. Juni &#8211; <strong>Tessin</strong> (MV). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=regionale%20schule%20tessin#map=19/54.02471/12.45922" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regionale Schule Anne Frank</a></li>
<li>21. Juni &#8211; <strong>Beetzendorf</strong> (ST).  <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=Goethestra%C3%9Fe%2018%2C%2038489%20Beetzendorf#map=18/52.70655/11.09812" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ländliches Gymnasium Beetzendorf</a></li>
<li>22. Juni &#8211; <strong>Uelzen</strong> (NI). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=52.97231%2C10.56490#map=19/52.97231/10.56490" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lessing-Gymnasium</a></li>
<li>25. Juni &#8211; <strong>Landsberg (Saalekreis) </strong>(ST). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=Sekundarschule%20%E2%80%9EAn%20der%20Doppelkapelle%E2%80%9C%20Landsberg#map=19/51.52509/12.16927" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sekundarschule „An der Doppelkapelle“ Landsberg</a></li>
<li>26. Juni &#8211; <strong>Riesa</strong> (SN). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=Lange%20Str.%2051%2C%2001587%20Riesa#map=19/51.30389/13.26924" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christliches Gymnasium &#8220;Rudolf Stempel&#8221;</a></li>
<li>27. Juni &#8211; <strong>Pfiffelbach </strong>(TH). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=regelschule%20pfiffelbach#map=19/51.05906/11.43763" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regelschule Pfiffelbach</a></li>
<li>02. Juli &#8211; <strong>Templin </strong>(BB). <a href="https://www.openstreetmap.org/search?query=gymnasium%20templin#map=18/53.11052/13.51209" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gymnasium Templin</a></li>
</ul>
<p>Weiter Stationen sind aktuell in Planung und werden in Kürze auf der <a href="https://turing-bus.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite</a> des Turing-Bus veröffentlicht.</p>
<p>Titelbild: &#8220;Turing-Bus in Bernau&#8221; von Leonard Wolf/Open Knowledge Foundation DE via <a href="https://www.flickr.com/photos/okfde/40501856010/in/album-72157667278897527/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY 4.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesellschaftlicher Dialog Ethik &#038; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetzte Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2018 20:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung der Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel der Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Arbeitswelt, Bildung und gesellschaftliche Herausforderungen befinden sich im steten Wandel – nicht erst, aber auf grundlegend neue Weise durch die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-154542" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Artikelbild_Gesellschaftlicher_Dialog_2018-630x449.jpg" alt="Artikelbild Gesellschaftlicher Dialog" width="630" height="449" />Arbeitswelt, Bildung und gesellschaftliche Herausforderungen befinden sich im steten Wandel – nicht erst, aber auf grundlegend neue Weise durch die Digitalisierung. Der Frage, wie wir diesen Wandel gestalten können, ging der erste „Gesellschaftlicher Dialog Ethik &amp; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetze Welt“ am 17.April in Berlin nach. politik-digital hat die Veranstaltung als Medienpartner begleitet.</p>
<p>In Fachforen, Vorträgen und Workshops widmeten sich über 60 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf Einladung der Wegweiser Media &amp; Conferences GmbH Berlin den Auswirkungen der Digitalisierung.</p>
<p>Mit einem Eingangsstatement gab Dr. Klaus von Dohnanyi, ehemaliger Bundesbildungsminister und Bürgermeister der Stadt Hamburg, Antworten auf die Frage, was die Digitalisierung für den Arbeitsmarkt bedeutet und welche ethischen Fragen hierbei zentral sind. Anschließend diskutierten die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff, Internetbotschafterin Prof. Dr. Gesche Joost, Informatik-Professor Dr. Christoph Meinel, Dr. Michael Müller-Wünsch, CIO der Otto GmbH und Dr. Ralf Schneider, CIO der Allianz Group vorab die Fragen, die später in den Workshops ausführlicher aufgegriffen wurden.</p>
<h3>Wandel der Arbeitswelten: Zwischen Homeoffice und neuen Berufen</h3>
<p>Zu den dringendsten Fragen gehört, wie wir die Veränderungen der Berufswelt gestalten können: Wie kann der Arbeitsmarkt nachhaltig gestaltet werden, welche Berufe wird es in Zukunft noch geben, welche Rolle werden Homeoffice und mobiles Arbeiten spielen? Einigkeit herrschte darüber, dass wir auf die vielfältigen Herausforderungen differenziert reagieren müssen. Lösungen, die sich bei 20-Jährigen anbieten, passen nicht immer auf 55-Jährige. Lebenslanges Lernen wird unabdingbar sein. Traditionelle Vorstellungen von Arbeit werden sich ändern und neue Arbeitskonzepte die bestehenden ablösen.</p>
<p>Kontrovers blieb, ob die Digitalisierung Arbeitsplätze abschaffen oder nur verändern wird. Und auch das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als Antwort auf mögliche Arbeitsplatzverluste spaltet die Gemüter: Während einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür plädierten, sich die verschiedenen Modelle genauer auf ihre Umsetzbarkeit und Auswirkungen zu überprüfen, wandte eine Zuschauerin ein, dass das BGE Arbeit nur teilweise ersetzen könne, so fehle bei ehrenamtlicher Arbeit die Wertschätzung, die klassische Arbeit erfahre.</p>
<h3>Digitale Bildung</h3>
<p>Um die für die Digitalisierung notwendigen Kompetenzen zu lernen, ist es notwendig, dass der Staat mehr in Bildung investiert, damit die Schulen die richtige Ausstattung erhalten und das Lehrpersonal entsprechend fort- und weitergebildet werden kann. In den Diskussionen herrschte Konsens, das sowohl die Infrastruktur an Bildungseinrichtungen wie z.B. in Schulen und Hochschulen sowie die Kompetenzvermittlung von Fähigkeiten wie kritisches Denken und Kreativität gefördert werden müssen. Die Unternehmen müssen ebenfalls ihr Personal mit digitalen Grundkompetenzen weiterbilden.</p>
<p>Aber auch ältere Menschen brauchen beim Erwerb digitaler Fähigkeiten Unterstützung, sowohl durch haupt- als auch durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Gerad die Über-70-Jährigen sehen sich oft außerstande, allein das Internet für ihre Zwecke zu nutzen – da viele analoge Angebote zu Gunsten von digitalen Konzepten aufgegeben werden (z.B. schließen viele Bankfilialen, während das Online-Banking zunimmt), wird sich dieses Problem verschärfen.</p>
<h3>Ethik – Leitbild der digitalen Souveränität</h3>
<p>Während die ethischen Grundfragen nur sehr knapp angerissen wurden, gab es zumindest einen Überblick über Datenschutz und die nötigen Bestimmungen. Laut Dr. von Dohnanyi ist Deutschland hierbei klar ein Vorbild für die Welt. Fraglich bleibt allerdings nach wie vor, wem die personalisierten Daten am Ende gehören. Gesche Joost plädiert beim mündigen Umgang mit der digitalen Welt für ein Leitbild der digitalen Souveränität. Die User müssen die Konsequenzen des eigenen Handelns im Netz, aber auch die Weitergabe personenbezogener Daten sollten wahrnehmen und verstehen. Aber nicht nur der User, auch der Staat steht in der Pflicht. Gesellschaftlicher Fortschritt und digitaler Fortschritt gehen für die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön Hand in Hand. Auch ihre  Kollegin von der Linken Anke Domscheit-Berg forderte im Forum „Staat und Rahmenbedingungen“, dass wir die digitale Revolution mit einer sozialen Revolution verbinden müssen.</p>
<p>Neben dem Individuum und dem Staat müssen die Unternehmen Verantwortung übernehmen. Ein wichtiges Stichwort bei dieser Auseinandersetzung ist Corporate Digital Responsibility, also der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und digitaler Kommunikation – von Datenschutz bis zur informationellen Selbstbestimmung – durch Unternehmen, die nicht nur ihren Gewinn maximieren wollen, sondern sich im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung auch neuen sozialen Herausforderungen stellen.</p>
<p>Das Abschlussplenum eröffnete Justizministerin Dr. Katarina Barley mit den Worten: „Die Digitalisierung der Welt ist ein gesellschaftliches Totalphänomen.“ Sie griff erneut das Thema Datenschutz, Verbraucherschutz und die Rolle der Politik auf. Spannend war hierbei die Aussage von Prof. Dr. Detlev Ganten, der es als unethisch bezeichnete, „dass die ganzen Daten in Krankenhäusern, bei Ärzten und Krankenkassen nicht für Forschung genutzt werden“ und damit sinnbildlich das Fazit des Tages festhielt: Sowohl die Nutzung als auch die Nicht-Nutzung von Daten kann ethisch und unethisch sein. Es geht vielmehr darum, Richtlinien und Regeln für den richtigen Umgang mit Daten festzulegen und zu vermitteln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>E-Sport: Aus der Nische ins Rampenlicht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/e-sport-aus-der-nische-ins-rampenlicht-154482/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 13:42:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Sportförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Games]]></category>
		<category><![CDATA[Massensport]]></category>
		<category><![CDATA[Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[E-Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Jahren diskutieren Experten aus Politik und Sport über die Anerkennung von E-Sport als offizielle Sportart in Deutschland. Die neue Regierung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-esport-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154486" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-esport-1.jpg" alt="Bild esport (1)" width="640" height="280" /></a>Seit Jahren diskutieren Experten aus Politik und Sport über die Anerkennung von E-Sport als offizielle Sportart in Deutschland. Die neue Regierung hat nun angekündigt, E-Sport in Zukunft fördern zu wollen. Bedeutet dies also eine formale Zulassung der längst über eine Nischensportart hinausgewachsenen Disziplin?</p>
<p>Das wettkampfmäßige Spielen von Computer- und Videospielen, kurz E-Sport, erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Trotzdem ist E-Sport in Deutschland noch nicht als offizielle Sportart anerkannt. Der eSport-Bund Deutschland (ESBD), der erst im November 2017 gegründet wurde, hat sich dieses Vorhaben als oberstes Ziel für 2018 gesetzt. Gleichzeitig dominieren zwei von Grund auf verschiedene Herangehensweisen den Umgang mit diesem Thema: Auf der einen Seite gibt es die Befürworter und Unterstützer der Branche, die großes Potential in diesem Bereich sehen und eine Anerkennung für längst überfällig halten. Auf der anderen Seite argumentieren viele, dass E-Sport kein richtiger Sport sei, die Strukturen und Teams nicht professionell genug und die digitale Gewaltanwendung der Spiele der Anerkennung im Wege stehen würden. Die Politik liefert mit der Formulierung zum Thema E-Sport im Koalitionsvertrag genügend Anlass, sich zu fragen, wie die Zukunft von E-Sport in Deutschland gestalteten werden sollte und ob die Politik mit ihren Vorschlägen der gewachsenen Bedeutung von E-Sport gerecht werden kann.</p>
<h3>Parteien wollen E-Sport in Deutschland in Zukunft fördern</h3>
<p>Seit den Sondierungsgesprächen der SPD, CDU und CSU taucht der Begriff E-Sport wieder häufiger in den Nachrichten auf. Die Koalitionspartner fordern im Koalitionsvertrag, dass der elektronische Sport in Deutschland als offizielle Sportart anerkannt wird.<br />
So weit so gut. Auch von der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition, welche bereits 2016 mit der Piratenpartei im Abgeordnetenhaus in Berlin einen ersten Unterstützer für E-Sport gewinnen konnte, scheint kaum Gegenwind zu kommen. Während die Piratenpartei damals noch auf Landesebene als alleiniger Verfechter der Disziplin in der politischen Landschaft auftreten konnte, sind mit FDP, Grünen und der Linken nun auch weitere Oppositionsparteien auf Bundesebene sowie die drei Regierungsparteien hinzugekommen, die sich in Zukunft für E-Sport in Deutschland einsetzen wollen.</p>
<p>Das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ergebnis besagt, man erkenne „die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“</p>
<p>Die Entscheidung der Politik, so die meisten Experten, bezieht sich auf die stetig gewachsene wirtschaftliche Bedeutung der Branche und die damit verbundene Torschlusspanik der politischen Entscheidungsträger, die Chance zu vertun, Deutschland an die Spitze einer Sportart der Zukunft zu helfen. Und tatsächlich: In Zahlen ausgedrückt spielen in Deutschland 36 Millionen Menschen Computerspiele. Einer Studie des Wirtschaftsprüfers &#8220;Deloitte&#8221; zufolge wird der Umsatz in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 130 Millionen steigen. Insgesamt ist der aktuelle Markt für Computerspiele in Deutschland etwa 4 Milliarden Euro schwer (zum Vergleich: die Bundesliga hat im letzten Jahr 2,6 Milliarden Euro umgesetzt). Darüber hinaus haben auch E-Sport Events in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und sich zu einer eigenen gewinnbringenden Einkommensquelle unabhängig von privaten Erwerb von Spielen und Inventar entwickelt. Die Stadien, die sonst nur bei Bundesligaspielen und von internationalen Popstars gefüllt werden, sind bei den E-Sport Events binnen Sekunden restlos ausverkauft, während weitere Millionen die Spiele online verfolgen. Die besten Spieler kämpfen hierbei um Preisgelder in Millionenhöhe, wie man sie sonst nur aus dem Fußball oder Tennis kennt.</p>
<p>Während Deutschland sich noch zögerlich dem Thema nähert, ist die Disziplin in asiatischen Ländern wie Japan, Südkorea und China, aber auch den USA und Frankreich längst als Sportart anerkannt und erfährt damit eine deutlich stärkere Förderung als es in Deutschland. Wenn Deutschland nicht weiter ins Hintertreffen geraten soll, muss die Politik jetzt handeln.</p>
<p>Zwar können Unterstützer und Vertreter von E-Sport mit der im Koalitionsvertrag bekundeten Unterstützung der Politik erst einmal aufatmen, jedoch wird die endgültige Entscheidung mit größter Wahrscheinlichkeit nicht in den Parlamenten, sondern in den verschiedenen nationalen und internationalen Sportorganisationen getroffen. Wie in Deutschland rechtlich über E-Sport entschieden wird, scheint daher schlussendlich vor allem an zwei Institutionen zu hängen: Dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Internationalen Olympischen Komitees.</p>
<h3>Skepsis bei den Sportverbänden</h3>
<p>Für die Aufnahme in den DOSB müssen hierbei drei Kriterien erfüllt werden. Die Ausübung einer Sportart müsse eine „eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität“ haben und die „Einhaltung ethischer Werte wie Fairplay und Chancengleichheit“ gewährleisten. Zudem müssen gewisse organisatorische Voraussetzungen gegeben sein, ohne die eine Disziplin nicht als offizielle Sportart anerkennt werden kann.</p>
<p>Das Gutachten „Ist E-Sport Sport“ des Deutschen Bundestags vom 9. Juni 2017 besagte hierzu noch, dass unter der aktuellen Definition des Deutschen Olympia Sportbundes E-Sport nicht als Sportart erfasst werden könne. Weiter heißt es: „der gerichtlichen Anerkennung von E-Sport als Sport und damit als gemeinnützig auch der Umstand [entgegensteht], dass gewisse E-Sport-Spiele von gewaltverherrlichenden Inhalten geprägt sind und damit sportethische Werte wie z.B. die Unverletzlichkeit der Person ignorieren. Im Falle von Paintball hat die finanzgerichtliche Rechtsprechung die Gemeinnützigkeit vor allem aus diesem Grund abgelehnt. Möglicherweise müsste E-Sport als Sportart zuerst einmal einzelne Spielarten verbieten oder aus ihrem Wettkampfprogramm streichen, um einer Anerkennung näher zu kommen.“</p>
<p>Die Einschätzung von Thomas Bach, dem Vorsitzenden des Internationalen Olympischen Komitees, E-Sport würde zumindest all jene Sportarten ausschließen, die gewalttätige oder diskriminierende Inhalte enthielten und damit nicht zum Frieden zwischen Völkern beitragen würden, lässt zur Vorsicht aufrufen. So dürften keine Spiele unter den Begriff des Sports gefasst werden, die sich mit Gewalt, Explosionen und Töten beschäftigen.<br />
Diese Gruppe der Spiele macht jedoch einen Hauptteil des lukrativen E-Sport-Geschäfts aus und ist auch in E-Sport-Events und Wettkämpfen am populärsten vertreten. Am Ende würden nur digitale Versionen von bereits bestehenden Sportart in Wettkämpfen vertreten sein. Der Zuschauermarkt hierfür wäre weitaus beschränkter und viele vermuten, die Sport-Simulationen würde einen Fehlstart für die Disziplin bedeuten, sollten die ersten Schritte von E-Sport auf der internationalen Sportbühne in diese Richtung gehen.</p>
<h3>Professionalisierung der E-Sportler</h3>
<p>Zwar existiert auch in diesem Zusammenhang keine allgemein anerkannte Definition des Sportbegriffs, doch wird sehr häufig die körperliche Ertüchtigung bzw. die eigenmotorische Aktivität als Kategorisierungsmerkmal verwendet. Obwohl die Spieler vor den Monitoren sitzen, ist eine digitale Ertüchtigung nachweisbar vorhanden. Die Spiele können nur mit schnellen Reaktionen und Entscheidungen sowie guter Motorik gewonnen werden. Der Sportwissenschaftler Ingo Froböse forscht über E-Sport und fand heraus, dass E-Sportler bis zu 400 Bewegungen pro Minute an Tastatur und Maus schaffen. Es sind aber auch die taktischen Fähigkeiten gefragt, um den Gegner zu besiegen. Bei einem Spiel stehen die Gamer unter einer enorm hohen psychischen Belastung, so dass ihr Cortisolspiegel (ein Stresshormon) auf einem ähnlich hohen Niveau wie der eines Rennfahrers liegt. Zudem liegt die Herzfrequenz zwischen 160 und 180 Schlägen pro Minute, die üblicherweise bei einem schnellen Lauf erreicht werden.</p>
<p>Die E- Sportler trainieren auf engstem Raum wie klassische Profisportler. Heutzutage müssen die E-Sportler körperlich ebenso fit sein wie geistig, denn nur dann können sie online optimale Ergebnisse erzielen. Die Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit nehmen mit klassischer sportlicher Aktivität zu. Die Profis trainieren täglich acht Stunden, um ihre Reaktionsgeschwindigkeit und die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und haben damit einen &#8220;klassischen&#8221; Arbeitstag. Die E-Sport-Trainigsteams überlassen das Können ihrer Spieler nicht dem Zufall. Schalke 04 führt mit seinen E-Sportlern sportmedizinische Tests durch. Hinzu kommen häufig Trainings- und Ernährungspläne für die Talente, an die sich alle gleichermaßen zu halten haben. Immer mehr E-Sportler integrieren Fitnesstrainings zunehmend in ihren Alltag. Spielerisches Potential allein reicht nicht mehr aus, auch Teamfähigkeit wird von den Spielern gefordert, damit die konzeptionelle Aufstellung gelingen kann.</p>
<p>Auch hat sich in den vergangenen Jahren eine immer stärker wachsende Vereinskultur entwickelt, die einen eindeutigen Schritt hin zu einer Professionalisierung der Disziplin darstellt. Der eSport-Bund Deutschland e.V. repräsentiert endlich übergeordnet die Interessen der Profis und Amateure des Sports. Zuvor gab es zwar lokale kleinere Verbände und eine Arbeitsgruppe, aber es fehlte eine klare Vereinsstruktur, weshalb der Sport nicht anerkannt werden konnte. Dies soll sich nun mit dem unabhängigen und überparteilichen Spitzenverband, der alle bundesweiten Interessen vereint, ändern. Der ESBD möchte laut seiner Satzung unter anderem mit eigenen (National-) Mannschaften an internationalen Wettbewerben teilnehmen, eigene E-Sport Ligen auf Bundesebene, Landesebene und regionaler Ebene schaffen und organisieren, Schiedsrichter und Trainer aus- und fortbilden und zertifizieren sowie ein Schiedsgericht schaffen. Zweck des Vereins ist es, ebenso Werte im und durch den Sport zu vermitteln und das Fairplay-Verhalten der Spieler zu fördern.</p>
<h3>E-Sport muss offizieller Sport werden</h3>
<p>Digitales Gaming ist mittlerweile keine Randerscheinung mehr, sondern ein wachsender und zukunftsorientierter Sport. Schaut man sich die ausverkauften Veranstaltungen, Preisgelder und Fangemeinschaft an, bermerkt man ein noch nicht ausgeschöpftes Potential. Die Entwicklung hin zu einem Massenphänomen wie in China oder Südkorea ist zu erwarten. Fraglich ist eher, ob E-Sports mehr Menschen als nur bestimmte Gruppen begeistern können, damit eine breite Nutzung innerhalb der Bevölkerung entstehen kann. Von einem gesellschaftlichen Massenphänomen kann erst die Rede sein, wenn der elektronische Sport eine gleiche flächendeckende Begeisterung wie z.B. Fußball auslösen kann.</p>
<p>Die von der Bundesregierung forcierte offizielle Anerkennung könnte so die Grundlage für den Aufbau einer breiten Amateurstruktur bilden und gleichzeitig die Integration von E-Sport in die Sportförderung der Länder ermöglichen. Eine offizielle Anerkennung erscheint jedoch im Zuge der starken Kritik aus den entscheidenden Behörden und Gruppierungen aus Sport und Gesellschaft derzeit weiterhin unwahrscheinlich. Dies dürfte sich auch nicht ändern, solange die Regierung nicht als ersten Schritt E-Sport in Deutschland zielgerichtet fördert und so der Disziplin die Grundlage gibt, sich sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in den Gremien der Sportverbände als Sportart zu qualifizieren.</p>
<p>Anstatt eines Lippenbekenntnisses als Antwort auf die lauter werdenden Forderungen an die Politik muss es zu einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Thema kommen, die Förderungsmaßnahmen auch im Falle einer &#8211; wenn auch vorläufigen &#8211; Nichtanerkennung von E-Sport als Sportart in Betracht zieht. Darüber hinaus muss es zu einer Auseinandersetzung der Politik mit den Meinungen und der fachlichen Auseinandersetzung von Entscheidungsträgern aus Sport und Gesellschaft kommen, anstatt in leeren Worthülsen und ohne ausreichend informierte Planung den nächsten Schritt in diese Richtung vorzugeben.</p>
<p>Daher kann das Ergebnis der GroKo Verhandlungen zwar als Meilenstein in der Diskussion über eine offizielle Anerkennung von E-Sport als Sportart gesehen werden, da zum ersten Mal Einigkeit in den Bestrebungen und Willen zur Förderung von E-Sport besteht. Doch wo ein Wille ist, ist eben doch nicht immer ein Weg. Die politischen Akteure müssen differenzierter und zielorientierter mit dem Thema umgehen, um E-Sport auf die eine oder eben doch andere Art zu fördern und Deutschlands Bestrebungen in dieser zukunftsorientierten Disziplin in die richtige Richtung zu steuern.</p>
<p>Titelbild: <a href="http://https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_International_2014.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The International 2014</a> by Jakob Wells <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-BY 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Gesellschaftlicher Dialog Ethik und Digitalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2018 09:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[technologische Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik der Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 17. April 2018 lädt die Wegweiser GmbH zum ersten „Gesellschaftlichen Dialog Ethik &#38; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetzte Welt“ in das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/header_ww_ethik2_620x274.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154445" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/header_ww_ethik2_620x274.jpg" alt="header_ww_ethik2_620x274" width="620" height="274" /></a>Am 17. April 2018 lädt die Wegweiser GmbH zum ersten „Gesellschaftlichen Dialog Ethik &amp; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetzte Welt“ in das Humboldt Carré in Berlin ein. Der Kongress wird von Bundesminister Peter Altmaier eröffnet und von Bundesministerin Dr. Katarina Barley, MdB abgeschlossen. politik-digital.de begleitet die Veranstaltung als Medienpartner.</p>
<p>Angesichts sich beschleunigender Veränderungen von Kommunikation, Information, Lernen, Arbeit, Freizeit, Medizin und Demokratie widmet sich der Gesellschaftliche Dialog Ethik &amp; Digitalisierung der Analyse der derzeitigen Entwicklungen.</p>
<p>In zahlreichen Foren diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unter folgenden Leitfragen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die verschiedenen Lebensbereiche:</p>
<ol>
<li>Staat &amp; Rahmenbedingungen: Kann der Staat Schritt halten mit der Wucht der Digitalisierung und noch immer aus technologischer Innovation gesellschaftlichen Fortschritt für alle machen?</li>
<li>Arbeitgeber &amp; Arbeitnehmer: Wie können Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Wandel der Arbeitswelt durch Robotik, Automatisierung und Digitalisierung gemeinsam gestalten?</li>
<li>IT-Sicherheit &amp; Datenschutz: IT-Angriffe, Sicherheitslücken und Bequemlichkeit – Wie erreichen wir einen hohen IT-Schutz für unsere vernetzte Welt?</li>
<li>Mobilität &amp; Robotik: Fahren oder fahren lassen – neue Freiheiten oder drohender Kontrollverlust durch autonome Mobilitätsangebote?</li>
<li>Gesundheit &amp; Pflege: Big Data in der Gesundheitswirtschaft als Chance für uns alle oder persönliches Risiko?</li>
<li>Bildung &amp; Kompetenzen: Wie gewinnen „Jung und Alt“ notwendige digitale Kompetenzen, sodass alle selbstbestimmt/mündig leben/handeln können?</li>
</ol>
<p>Weitere Informationen zu Programm, Referenten und Teilnahmemöglichkeiten finden Sie <a href="https://www.wegweiser.de/de/gesellschaftlicher-dialog-ethik-digitalisierung-vertrauen-unsere-vernetzte-welt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Titelbild: © Wegweiser GmbH</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Mit Musik gegen Internetzensur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 14:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<category><![CDATA[Streamingdienste]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit Journalisten aus Ländern, die von Autokraten regiert werden, in Pop-Songs [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uncensored_Cover_Playlist-Homepage.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154355" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uncensored_Cover_Playlist-Homepage.png" alt="Internetzensur" width="640" height="280" /></a>Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit Journalisten aus Ländern, die von Autokraten regiert werden, in Pop-Songs umgewandelte Texte. Mit Streaming-Diensten soll so die Zensur umgangen werden.</p>
<p>Zum Welttag gegen Internetzensur haben sich Journalisten aus China, Ägypten, Thailand, Usbekistan und Vietnam mit Reporter ohne Grenzen in einer Kampagne zusammengetan, um trotz Zensur mit einer Uncensored Playlist und unter dem Hashtag truthfindsaway verbotene Texte in musikalischer Fassung zu veröffentlichen.</p>
<p>Hintergrund der Kampagne ist die eingeschränkte Pressefreiheit unabhängiger Medien in den fünf Ländern. Mit den in Pop-Songs umgewandelten Originaltexten, welche in den autokratisch geprägten Ländern verboten und nun durch Streamingdienste sowohl in Englisch als auch in der jeweiligen Landessprache auf den Streaming-Plattformen Spotify, Deezer und Apple Music verfügbar sind, soll die Wahrheit im Rahmen der Pressefreiheit nun doch ans Licht kommen. Dies sei durch die vergleichsweise große Freiheit von Streamingdiensten in den betroffenen Ländern möglich. Um eine weite Verbreitung zu fördern und um an den Zensurbehörden vorbei zu arbeiten, werden die Lieder in den jeweiligen Ländern unter Pseudonymen, abgewandelten Titeln und schlicht gestalteten Covern veröffentlicht.</p>
<p>“Wir nutzen mit dieser Kampagne eine Hintertür“, so Matthias Spielkamp, Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen. „In vielen Ländern verwehren die Machthaber den Menschen freien Zugang zum Internet, doch Musik-Streaming-Dienste sind fast überall frei zugänglich. Also verbreiten wir die Texte mutiger Journalisten als Pop-Songs – damit Zensoren und Diktatoren in aller Welt endlich verstehen: Das freie Wort lässt sich nicht unterdrücken, die Wahrheit findet immer einen Weg.“</p>
<p>Neben Streaming-Diensten sind auch Radiosender eingeladen, sich an der Kampagne zu beteiligen und am 12. März ab 6:00 die Pop-Songs in ihr Programm aufzunehmen. Das Material ist <a href="http://t1p.de/ROGUPM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> verfügbar.</p>
<p>Weitere Informationen zu der Kampagne finden Sie <a href="https://www.uncensoredplaylist.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Titelbild: <a href="http://t1p.de/ROGUPM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uncensored Playlist</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Aktionstage zum Thema Netzpolitik und Demokratie: Jetzt eigene Vorschläge einreichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 11:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeszentrale für politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landeszentrale für Politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Bürgerrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bundeszentrale für politische Bildung ruft mit mehreren Landeszentralen zur Beteiligung an bundesweiten Aktionstagen zum Thema Netzpolitik auf. Bis zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Aktionstage-Netzpolitik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154241" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Aktionstage-Netzpolitik.jpg" alt="Aktionstage Netzpolitik" width="620" height="248" /></a>Die Bundeszentrale für politische Bildung ruft mit mehreren Landeszentralen zur Beteiligung an bundesweiten Aktionstagen zum Thema Netzpolitik auf. Bis zum 14. April 2018 können Interessierte Programmvorschläge einreichen.</p>
<p>Der digitale Fortschritt bringt nicht nur Möglichkeiten, sondern stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen und Probleme. Die Zentralen für politische Bildung organisieren zwischen dem 7. und 9. Juni 2018 im Rahmen einer deutschlandweiten Aktion zahlreiche Veranstaltungen rund um Netzpolitik, digitale Bürgerrechte und Internetkultur, an deren Programmplanung man sich aktiv beteiligen kann.</p>
<h3>Austausch zur Netzpolitik in Deutschland fördern</h3>
<p>Das Format der Veranstaltung greift auf die digitalen Partizipationsmöglichkeiten zurück, denn das große Ziel ist es, die Zivilgesellschaft direkt mit einzubeziehen. „Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken“, sagt Thomas Erling von der Landeszentrale Sachsen-Anhalt in einer <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/presse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Doch mit der alltäglichen Nutzung des Internets sind die Verbraucher unterschiedlichen Herausforderungen des digitalen Raums ausgesetzt. In einem Austausch zwischen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sollen wichtige Fragen aus dem Bereich Netzpolitik, Überwachung im öffentlichen Raum, Robotik in der Pflege, Netzneutralität und vieles mehr diskutiert werden.</p>
<h3>Selber aktiv werden und mitgestalten<strong> </strong></h3>
<p>Um einen Vorschlag für die Programmplanung am gewünschten Veranstaltungsort einzureichen, muss man lediglich das Onlineformular ausfüllen, das anschließend an die zuständigen Landeszentrale für politische Bildung seines Bundeslandes weitergeleitet und bearbeitet wird. Vorschlagen kann man alle beliebigen Formate, von klassischen Vorträgen bis Kunstperformances. Die einzige Voraussetzung ist die Überparteilichkeit der Veranstaltung. Von der partizipativen Form der Aktion profitieren sowohl die Veranstalter, die zusätzlichen Input erhalten, als auch die Akteure vor Ort, denen eine Plattform für ihre Perspektive geboten wird.</p>
<p>Weitere Informationen zum Aufruf finden Sie <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/mitmachen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesarbeitsgemeinschaft Politische Bildung Online</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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