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	<title>Katharina Schuchmann &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Katharina Schuchmann &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Kopfgeldjäger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2016 07:57:10 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lego-Cowboy.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150131 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lego-Cowboy.jpg" alt="Lego Cowboy" width="640" height="425" /></a></p>
<p>Dass Technologien Macken und Netzwerke Lücken haben, damit sind wir alle dank andauernder Updatezyklen ausreichend vertraut. Immer mal wieder generiert eine Schwachstelle große mediale Aufmerksamkeit wie zuletzt die angreifbaren Qualcomm Chips, die in bis zu einer Millionen Android Geräten verbaut waren. Aber wie kommen solche Sicherheitslücken überhaupt ans Licht? Und wie verhindern wir, dass sie ausgenutzt werden?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Patch, also das Sicherheitsupdate, vieler Hersteller, die auf Android setzen und Qualcomm Chips verwenden, ließ lange auf sich warten. Ein bekanntes Problem der Android-Lieferkette und der Grund, weshalb der potentielle „Quadrooter“-Angriff überhaupt so bekannt wurde. Standardmäßig haben Hersteller nämlich 90 Tage Zeit, ein Patch für eine Sicherheitslücke bereitzustellen, bevor diese öffentlich gemacht wird. So hatte die Firma „Check Point Software Technologies Ltd“ die von ihnen gefundene Schwachstelle im April an Qualcomm gemeldet und nun Anfang August, nach Ablaufen der Frist, auf dem Hackerkongress DefCon in Las Vegas vorgestellt.</p>
<h3>Mit Sicherheitslücken zur Berühmtheit</h3>
<p>„Check Point“ ist eine Sicherheitsfirma und die Veröffentlichung einer Sicherheitslücke wie der Quadrooter-Angriff ist in erster Linie ruf- und damit profitfördernd. Liest man beispielweise die Blogeinträge des Unternehmens zu gefundenen Schwachstellen, wird man an mehreren Stellen auf die Sicherheitskonzepte und -dienstleistungen Check Points hingewiesen. Auch für Privatpersonen, die Schwachstellen in Systemen fanden, war das Veröffentlichen von Lücken lange ein Weg, den eigenen Namen in Programmierer_innen-Kreisen zu etablieren. Vor allem in den frühen Jahren der Informations- und Kommunikationstechnologien, wo es an standardisierten Qualifikationen und Zeugnissen mangelte, konnte man so sein Können unter Beweis stellen.</p>
<p>Heutzutage stehen Programmierer_innen vor einem breiteren Spektrum an Möglichkeiten, wenn ihnen eine Schwachstelle begegnet. Firmen haben früh begriffen, dass das ‚crowdsourcing‘ von Sicherheit ungemein effektiv sein kann und angefangen, kleinere Summen als Finderlohn auszuzahlen. Solche Belohnungssysteme haben sich unter dem Namen „Bug Bounty“ (also in etwa: Kopfgeld für Schädlinge) etabliert. Der erste Weg, den man also einschlagen kann, wenn man eine Sicherheitslücke entdeckt hat, ist das entsprechende Unternehmen zu informieren, in vielen Fällen eine kleine Summe zu kassieren, den Patch des Entwicklers abzuwarten und dann den Rufzuwachs durch die Assoziation mit dem gefundenen Risiko zu genießen.</p>
<h3>Der Handel mit Unsicherheiten</h3>
<p>Wesentlich lukrativer geht es allerdings auf dem Schwarzmarkt zu. Motivierte Kriminelle sind häufig bereit, ein Vielfaches der offiziellen Bug Bounties zu zahlen. Nachteile sind natürlich, dass man sich so potentiell strafbar macht und im weiteren Sinne auch jegliche Kontrolle über die Nutzung der Unsicherheit verliert. Ob ein_e Käufer_in die Information für sich nutzt oder weiterverkauft, wird kaum nachzuverfolgen sein &#8211; an Interessent_innen mangelt es jedenfalls nicht. Gerüchteweise hat auch das FBI für etwa $1 Million eine Sicherheitslücke erstanden, um das iPhone des San Bernardino-Täters zu knacken. Ob sie dazu auf Schwarzmarktgebote zurückgriffen, ist nicht bekannt, häufig aber auch gar nicht notwendig.</p>
<p>Denn in den letzten zehn Jahren sind zunehmend ganz legale Zwischenhändler für Systemunsicherheiten auf den Plan getreten. Hierin besteht nun also eine weitere Möglichkeit Schwachstellen loszuwerden, will man sich weder an das Unternehmen selbst wenden noch die Risiken des Schwarzmarktes in Kauf nehmen. Solche Händler operieren meist international und bieten ihren Kunden jährliche Abonnements mit je nach Preisklasse verschieden ausführlichen Berichten und Anwendungsanleitungen zu Sicherheitslücken. Transparenz ist kein Anliegen solcher Firmen wie z.B. „Zerodium“, deren Kundenbasis laut <a href="https://www.zerodium.com/faq.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigener Aussage</a> aus großen Unternehmen in der Tech- sowie Finanzbranche als auch Regierungsorganisationen bestehen, welche mindestens <a href="https://www.wired.com/2015/11/heres-a-spy-firms-price-list-for-secret-hacker-techniques/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">$500,000</a> pro Jahr zahlen. Diese Summen erklären auch, wie Zerodium, die vor Kurzem eine Preisliste für Unsicherheiten veröffentlichten, in der Lage ist, bis zu eine halbe Million Dollar für eine Lücke in Apples iOS zu zahlen. Apple selbst hat Anfang dieses Monates als größtmögliche Belohnung „nur“ $200.000 ausgelobt.</p>
<h3>Ring frei für den Preiskampf</h3>
<p>Dabei handelt es sich zwar schon um die Königsklasse der Unsicherheiten; was sich aber eindeutig feststellen lässt, ist ein rapider Anstieg der Preise, die für Sicherheitslücken gezahlt werden. 2013 war die höchste Belohnung, die Facebook je an eine_n Kopfgeldjäger_in gezahlt hatte $33.500, Googles Top Auszahlung wurde mit $31.336 beziffert &#8211; heutzutage zahlt Google schon bis zu das Dreifache dieser Summe. Das Sicherheitsunternehmen Bugcrowd spricht sogar davon, dass ihre Sicherheitsforscher_innen in den letzten zwölf Monaten einen Zuwachs von 47% in der Durschschnittsauszahlung pro „Bug“ verzeichneten.</p>
<p>Zu erkennen ist also ein Preiskampf um Sicherheitslücken, der die Belohnungen immer weiter in die Höhe treibt. Das liegt daran, dass zum einem die Nachfrage nach Sicherheitslücken das Angebot weit überschreitet. Zum anderen ist es auch nicht einfach für jeden möglich, in das Geschäft um die Sicherheitslücken einzusteigen und so anderen deren Gewinn streitig zu machen, da ein hohes Niveau an technischem Know-How gefragt ist. Erstmal eine erfreuliche Entwicklung für alle Sicherheitsforscher_innen, darüber hinaus aber ergeben sich aber zwei Probeme. Erstens: Wenn Firmen mit immer höheren Sicherheitskosten konfrontiert sind, sind sie theoretisch irgendwann gezwungen höhere Preise zu verlangen, um ihre Kosten zu decken. Da aber gerade Technologie-Giganten wie Apple oder Google die weltweit höchsten Gewinne erzielen, sollten steigende Kosten zumindest kurzfristig kein Problem darstellen. Zu hinterfragen wäre vielleicht eher, ob Steuergelder in solche Preiskämpfe miteinfließen sollten. Denn im Endeffekt üben Zwischenhändler wie Zerodium mit ihren teilweise astronomischen Belohnungen großen Druck auf den Markt aus und das Kapital solcher Firmen stammt unter anderem aus den Abonnementzahlungen verschiedener Regierungen.</p>
<p>Das zweite Problem ist die undurchsichtige Struktur solcher Zwischenhändler, generell mangelt es nicht an Kritik an den Geschäften innerhalb der Cybersicherheitsbranche. Zurückführen kann man das auf die Dual-Use Natur von Technologien – in zweierlei Hinsicht. Einerseits können verschiedene Anwendungen sowohl im zivilen wie auch militärischen Bereich von Nutzen sein. Andererseits können z.B. Sicherheitslücken für offensive sowie defensive Vorgehen eingesetzt werden. Soll heißen, weiß man um eine Sicherheitslücke, kann man sie schließen &#8211; oder ausnutzen.</p>
<p>Mit der Einführung von Bug Bounty Programmen und wiederholtem Erhöhen von Belohnungen scheinen Firmen sich angesichts immer neuer Technologien, Lücken und Krimineller jedenfalls nicht ausschließlich auf das Moralverständnis von Sicherheitsforscher_innen verlassen zu wollen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/92583992@N00/7808358716/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lego Cowboy</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/92583992@N00/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chris Sheppard </a>via <a href="https://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0 </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Effektive Politik für den gesellschaftlichen Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 13:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit zwei Jahren existiert die Digitale Agenda und somit die erklärte Absicht der Bundesregierung Deutschland netzpolitisch ins 21. Jahrhundert zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5107656846_4d40f1c794_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149924 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5107656846_4d40f1c794_z.jpg" alt="Firmensitz im Beisheim Center am Potsdamer Platz" width="640" height="427" /></a>Seit zwei Jahren existiert die Digitale Agenda und somit die erklärte Absicht der Bundesregierung Deutschland netzpolitisch ins 21. Jahrhundert zu bringen. Besonders viel Nachholbedarf besteht bei der Digitalisierung und anschließenden Nutzung von Verwaltungsdaten. Hier setzt die Stiftung Neue Verantwortung (SNV) an.</p>
<p>Die <a href="http://www.stiftung-nv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung</a> hat sich vor Kurzem als Think Tank für Digitalisierungsthemen und die Gesellschaft im digitalen Wandel repositioniert und verfolgt den ehrgeizigen Anspruch, effektive und praktikable Strategien zu formulieren, um die ausbaufähige Digitalisierung Deutschlands tatkräftig voranzutreiben. Das soll erreicht werden durch die anhaltende Zusammenarbeit mit Experten aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen oder auch NGOs. So will man bei ständig wandelnden Problemstellungen, wie sie in einem sich rapide entwickelnden Gebiet wie der IT üblich sind, am Puls der Zeit bleiben und darüber hinaus ineffektive und unrealistische Ansätze möglichst frühzeitig ausmerzen.</p>
<p>In einer ersten <a href="http://www.stiftung-nv.de/publikation/das-datenzeitalter-gestalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung</a> spricht die SNV Handlungsempfehlungen zum Thema offene Daten aus, in deren Konzeption sowohl Ministerien als auch NGOs konsultiert wurden. Die Empfehlungen umfassen sowohl die konkrete Verteilung von öffentlichen Geldern, als auch generelle Notwendigkeiten der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in der Konzepterarbeitung für eine offene, digitale Regierung und Verwaltung.</p>
<h3>Interessenvertreter der Zivilgesellschaft</h3>
<p>Auch die Kanzlerin betonte schon mehrmals, dass die Digitalisierung alle Lebensbereiche betrifft. Deshalb beschäftigt sich der Think Tank nicht nur mit dem Thema offenen Daten, sondern u.a. auch mit dem  Arbeitsmarkt und der Industrie 4.0 sowie der Frage, wie sich Menschen bei immer neuen Qualifikationsansprüchen weiterbilden können. Weitere Themenfelder sind die Verbindung von Datenschutz mit Wettbewerbsrecht oder auch Strafverfolgung und IT Sicherheit angesichts fortschreitender Vernetzung von Menschen, Maschinen, Gebäuden und Städten. Die SNV will frühzeitige Impulse geben, um den gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten und nicht nur auf neue Tatsachen nachträglich reagieren.</p>
<p>Ein anderer Aspekt, in dem die Gesellschaft von den Anstrengungen der SNV profitieren soll, ist die breite Fächerung von Interessen, die bei der Erarbeitung der Ansätze einbezogen werden, als Kontrapunkt zu beispielsweise Lobbyisten. Papiere werden auf der Website veröffentlicht, wenn auch nicht open-source erarbeitet. Es sollen auch Veranstaltungen organisiert werden, um den Wissenstransfer zu ermöglichen.</p>
<p>Der Think Tank finanziert sich in seinen Bemühungen zu etwa drei Vierteln aus öffentlichen Geldern, das restliche Viertel der Förderung kommt von Unternehmen und Verbänden, wobei kein Unternehmensspender mehr als fünf Prozent des Gesamtbudgets stellen darf. So ist die Stiftung unabhängig und flexibel in ihrer Arbeit, muss sich allerdings auch jedes Jahr neu finanzieren.</p>
<p>Titelbild: Der Firmensitz der SNV am <a href="https://www.flickr.com/photos/grolli77/5107656846/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Potsdamer Platz</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/grolli77/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">grolli77</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Förderung für gemeinnützige Open-Source-Projekte: Jetzt Ideen einreichen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2016 13:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute startet die Bewerbungsphase für den Prototypefund, ein Projekt der Open Knowledge Foundation mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/raketenstart.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149882 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/raketenstart.jpg" alt="Raketenstart vom Cape Canaveral" width="640" height="427" /></a>Heute startet die Bewerbungsphase für den Prototypefund, ein Projekt der Open Knowledge Foundation mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über 1,2 Millionen Euro für gemeinnützige Open-Source Projekte. Interessierte haben bis zum 30. September 2016 Zeit, ihre Idee einzureichen.</p>
<p>Ausgewählte Prototypen erhalten bis zu sechs Monate lang bis zu 30.000 Euro Förderung. Darüber hinaus stellt das Projekt jeder Idee eine_n Mentor_in zur Seite und gibt die Möglichkeit, sich nachhaltig zu vernetzen und so potentielle weitere Geldgeber_innen, Teilnehmer_innen, Partner_innen und Förderprogramme zu finden, damit das Weiterbestehen von innovativen Ansätzen auch nach Ende des Förderzeitraumes gewährt werden kann.</p>
<p>Der Prototypefund wird über drei Jahre und vier Runden auf je zehn Projekte verteilt, dabei wird sich die Schwerpunktsetzung weiterentwickeln und den aktuellen Bedürfnissen der Zeit angepasst. Erste Schwerpunkte sind in dieser Bewerbungsphase Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit und Softwareinfrastruktur, mit einem Fokus auf die Nutzbarkeit offener Daten angesichts des angekündigte Open Data Gesetzes.</p>
<p>Es handelt sich um einen Art Graswurzelförderprogramm, da es sich an Einzelpersonen mit innovativen Ideen richtet und damit einen Gegenpol zu den exklusiven Förderprogrammen für Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen bildet. Auch den Fund selbst wollen die Initiatoren als Prototyp verstanden wissen, nach jeder Runde wird es Feedback und Auswertung geben, um das Programm weiter anzupassen und verbessern.</p>
<p>Die Projekte müssen Open Source sein, der Code wird dementsprechend über z.B. GitHub oder Bitbucket zugänglich gemacht werden. Und auch zwischen den geförderten Prototypprojekten soll offene Kommunikation stattfinden. Teilnehmer werden ermutigt, sich über Probleme und Lösungen austauschen, so soll Innovation durch trial and error erreicht werden.</p>
<p>Die Bewerbungsphase startet heute (01. August 2016) und läuft über zwei Monate bis zum 30. September 2016. Interessierte können sich <a href="http://prototypefund.de/submission/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bewerben und bekommen nach etwa zwei weiteren Monaten Bescheid, ob sie unter den Finalisten sind. Offizieller Förderstart ist der 01. März 2017, dann haben alle Prototypen sechs Monate Zeit, umgesetzt und am Demo Day am 31. August 2017 präsentiert zu werden. Weitere Informationen gibt es auch in den <a href="http://prototypefund.de/faq/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAQ</a>.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://unsplash.com/photos/TV2gg2kZD1o" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rocket Launch</a> von <a href="https://unsplash.com/@spacex" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpaceX</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Bürger befragen Politiker zur Abgeordnetenhauswahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buerger-befragen-politiker-zur-abgeordnetenhauswahl-149834/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2016 16:08:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149835 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg" alt="Logo Abgeordnetenwatch.de" width="640" height="280" /></a>In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me Anything“ (also einer digitalen Fragestunde) auf Reddit. In der Wahl um den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus wird zwar nicht mit ganz so harten Bandagen gekämpft wie Übersee, Abgeordnetenwatch.de rüstet aber dennoch auf.</p>
<p>Am 18.09. wird das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Zusätzlich zum etablierten <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragetool</a>, bei dem man per Postleitzahl die Abgeordneten des entsprechenden Wahlkreises ermitteln und kontaktieren kann, stellt Abgeordnetenwatch.de nun auch die aktuellen <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin/wahlprogramme" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramme</a> der Parteien zur Verfügung. Um auch die tl;dr Wähler abzuholen, sind die Kernpunkte der Programme, je nach Wichtigkeit größer oder kleiner, neben den PDFs gelistet.</p>
<p>Der Frageservice des gemeinnützigen Vereins Parlamentwatch e.V. existiert bereits seit 2004 und bietet neben Landtagsabgeordneten auch die Möglichkeit Fragen an Abgeordneten aus Europaparlament und Bundestag zu schicken, egal ob Wahlperiode oder nicht. Von ca. 1,5 Millionen Besuchern in 2015 hinterließen etwas mehr als zehn Prozent eine Frage, von welchen im Schnitt 80,4% beantwortet wurden.</p>
<p>Nicht nur in dieser beeindruckenden Quote unterscheidet sich das Portal von Reddits AMAs, sondern auch in der Sachlichkeit der Fragen. So prüft ein Moderationsteam die Fragen vor Weiterleitung auf unangemessenen Inhalt wie Hetze, lässt aber auch keine Fragen zu Privatleben zu. Wer also auf der Suche nach Klatsch oder privaten Kochrezepten ist (wie bei Barack Obamas AMA in 2013), wird enttäuscht werden, ansonsten konnten die Berliner Abgeordneten allerdings bei der vergangenen Wahl 2011 mit der überdurchschnittlichen Antwortquote von 83% punkten.</p>
<p>Zuletzt hatte Abgeordnetenwatch Schlagzeilen mit ihrer gewonnenen Transparenzklage gegen den Bundestag gemacht. Dieser hatte sich zuerst geweigert die Namen der Interessenvertreter mit Hausausweisen zum Bundestag zu nennen, wurde dann aber richterlich dazu angehalten und veröffentlichte die Listen im November 2015.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://awatch.wavecdn.net/sites/abgeordnetenwatch.de/files/abgeordnetenwatch_logo_0.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logo Abgeordnetenwatch.de</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 4.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Algorithmus als Richter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 10:13:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Automatisierte Justiz – ein Projekt aus den Niederlanden zeigt, wie es gehen kann und hat damit Erfolg. Der Robo-Richter ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/download1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149739 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/download1.jpg" alt="Frau mit Justizapp" width="640" height="280" /></a>Automatisierte Justiz – ein Projekt aus den Niederlanden zeigt, wie es gehen kann und hat damit Erfolg. Der Robo-Richter ist wohl nur eine Frage der Zeit. Sind Justizirrtümer damit eine Sache der Vergangenheit?</p>
<p>Menschliche Entscheidungen sind häufig intuitiv und leicht beeinflussbar. Wir sind schlecht darin, Wahrscheinlichkeiten korrekt zu beurteilen und über- bzw. unterschätzen daher gerne Risiken. Wird zum Beispiel anhaltend über Terror berichtet, neigen wir dazu, unser eigenes Anschlagsrisiko grob zu überschätzen. Auch orientieren wir uns an gewissen Fixpunkten, unabhängig von ihrer tatsächlichen Relevanz. Man denke nur an den Impuls, etwas zu kaufen, weil es stark reduziert ist, ganz abgesehen von der Angemessenheit des Original- bzw. vermeintlichen Schnäppchenpreises. Während man in solchen Fällen vielleicht noch von einer gewissen Korrelation zwischen Preis und Qualität ausgehen kann, lässt sich ein solcher Anker-Effekt auch bei gänzlich unabhängigen Werten feststellen.</p>
<p>So wurden Richter_innen in einem Versuch gebeten zwei, den Probanden unbekannterweise gezinkte, Würfel zu werfen, deren Summe immer nur drei oder neun war. Anschließend präsentierte man ihnen einen fiktiven Fall von Ladendiebstahl mit der Frage, ob sie ein Strafmaß höher oder niedriger als die gerade gewürfelte Summe aussprechen würden. Solche, die eine Summe von neun gewürfelt hatten sprachen sich im Schnitt für eine Strafe von 8 Monaten aus. Die, deren Summe drei gezeigt hatte, im Mittel für 5 Monate. Nun kann man argumentieren, dass diese Tendenz zu Fehleinschätzungen uns vermehrt nur in solchen Momenten beeinflusst, in denen wir nicht ernsthaft nachdenken. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich solche Willkür nicht unterbinden lässt.</p>
<h3>Scheidung per Algorithmus</h3>
<p>Zumindest in vergleichsweise simplen Entscheidungsprozessen könnten Algorithmen hier Abhilfe schaffen. Ein Pilotprojekt bildet das niederländische System Rechtswijzer (übersetzt soviel wie: „Wegweiser zum Recht“), ein komplett automatisierter Streitschlichtungsservice. Derzeit bietet das Portal Lösungen in Scheidungsangelegenheiten und bei Beschwerden zu Online-Käufen an. Module zur Schlichtung von Mietstreitigkeiten sowie zur Konfliktlösung am Arbeitsplatz sollen folgen. Nutzer_innen des Systems füllen umfangreiche Fragebögen zu unter anderem ihrer Vermögenssituation, Bildungsstand und gemeinsamen Kindern aus, auf Basis derer ein Algorithmus dann einen Lösungsvorschlag macht. Angeblich schalten nur fünf Prozent der Nutzer_innen darüber hinaus noch menschliche Richter_innen ein.</p>
<p>Vorteile solcher Schlichtungsalgorithmen sind neben der Reduktion der gerade genannten Willkür auch die Vereinheitlichung von Gebühren – so zahlen Paare 100€ für die Nutzung des Portals und weitere 360€, wenn menschliche Schlichter_innen eingeschaltet werden sollen. In Deutschland sind Rechtsanwaltskosten zwar klaren Regelungen unterworfen, steigen aber proportional mit dem Streitwert der Scheidung, der sich aus Einkommen und Vermögen der Parteien zusammensetzt. Ein Wert von unter 100€ oder auch 460€ ist so kaum erreichbar. Durch eine Vereinheitlichung per Algorithmus würden Scheidungen also jeden das Gleiche kosten – ob Fixkosten allerdings gerechter sind als proportional steigende, sei dahingestellt. Was außer Frage steht ist, dass eine Vereinheitlichung der Entscheidungskriterien, unabhängig von menschlichen Launen, zu bevorzugen ist.</p>
<p>Die Limitationen einer solchen Plattform sind allerdings schnell erreicht. Nur in Streitsituationen zwischen zwei Parteien, in denen es um eindeutig kalkulierbare Variablen geht, kann ein Algorithmus einen Lösungsvorschlag abgeben. Ist ein Prozess zu komplex oder beispielsweise eine richterliche Auslegung einer bestimmten Beweislage gefragt, könnte man aber dennoch von der preisreduzierenden Dimension einer zumindest Teilautomatisierung bestimmter Formalien profitieren.</p>
<h3>Zukunft der Justiz?</h3>
<p>Andererseits scheint es nur eine Frage der Zeit, bis lernende Algorithmen in der Lage sind, Urteile über weniger eindeutige Verhältnisse zu fällen. Vorstellbar ist, dass mittelfristig eine Umkehr der Verhältnisse stattfindet: anstatt, dass der Algorithmus Jurist_innen unterstützt, unterstützen diese den Algorithmus, füttern ihn mit Meinungen und menschlichen Einschätzungen und lassen ihn ansonsten walten.</p>
<p>Natürlich wäre so ein Algorithmus aber nur so gut wie seine Programmierer_innen und die zugrundeliegenden Daten. Brächte man einem Algorithmus beispielsweise bei, Entscheidungen auf Basis historischer Urteilssprechungen zu fällen, würden systematische Fehler in dieser Datenbank konsequenterweise auch von der Maschine übernommen. Hindernisse dieser Art sind aber keineswegs unüberbrückbar. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz vollautomatisierter Gerichtsurteile ist vorstellbar, insbesondere, wenn sie schrittweise eingeführt wird – in diesem Sinne ist Rechtswijzer nicht nur ein Wegweiser zum Recht, sondern auch ein Wegweiser in die Zukunft.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://unsplash.com/photos/Trs-x4A3z1w" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frau mit Smartphone</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash</a> von <a href="https://unsplash.com/@bchild311" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Benjamin Child</a>,<br />
<a href="https://pixabay.com/en/smartphone-mobile-phone-app-icon-569515/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smartphone</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> von <a href="https://pixabay.com/en/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geralt</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, </span>[bearbeitet]</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Verschlüsselung wird endgültig Mainstream</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2016 14:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook Messenger]]></category>
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		<category><![CDATA[Datensicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[In kürzester Zeit hat sich verschlüsselte Kommunikation dank Whatsapp im Mainstream etabliert. Wo man vor ein paar Monaten noch Kommunikationspartner_innen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/download.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149728 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/download.jpg" alt="Eine Hand hält ein Smartphone" width="640" height="280" /></a>In kürzester Zeit hat sich verschlüsselte Kommunikation dank Whatsapp im Mainstream etabliert. Wo man vor ein paar Monaten noch Kommunikationspartner_innen überzeugen musste, zusätzliche Messenger wie Signal oder Telegram zu installieren, profitieren heute über eine Milliarde Menschen, vielleicht sogar ohne ihr Wissen, von Verschlüsselung. Rufe nach Hintertüren zur Kriminalitätsbekämpfung werden allerdings immer lauter.</p>
<p>Wie am vergangenen Freitag angekündigt, führt Facebook nach der im April begonnenen Ende-zu-Ende Verschlüsselung von WhatsApp nun auch die Option ‚geheimer Unterhaltungen’ beim Facebook Messenger ein. Anders als bei WhatsApp werden also nur von Nutzern ausgewählte Unterhaltungen verschlüsselt. Der Gedanke hinter dieser Optionalität ist, so <a href="https://newsroom.fb.com/news/2016/07/messenger-starts-testing-end-to-end-encryption-with-secret-conversations/">Facebook</a>,  dass Nutzer_innen den Messenger geräteübergreifend gebrauchen wollen. Eine verschlüsselte Nachricht ist aber nur auf dem Ausgangs- bzw. Empfangsgerät lesbar. So soll also ermöglicht werden, den Messenger weiterhin für alltägliche Unterhaltungen auf Computern und Smartphones zu nutzen und bei Bedarf in den geheimen Modus zu wechseln.</p>
<p>Sowohl WhatsApp als auch der Facebook Messenger nutzen das Signal-Protokoll von Open Whisper Systems zur Verschlüsselung der Nachrichten. Das Protokoll ist Open-Source und kann potentiell von jedem auf Schwachstellen überprüft sowie für die Entwicklung von Ende-zu-Ende verschlüsselten Kommunikationstools verwendet werden. Vorteil bei WhatsApp und dem Facebook Messenger ist die Verbreitung der Services – anders als bei z.B. Signal, der App, die dem Protokoll seinen Namen gibt, muss man seine Kommunikationspartner_innen nicht erst davon überzeugen, den neuen Service zu installieren.</p>
<h3>Abhörgefahr durch Metadaten</h3>
<p>Der Teufel liegt allerdings wie immer im Detail. Zwar sind die Inhalte jeder Nachricht, die via Signal-Protokoll-Plattformen verfasst und versendet werden, verschlüsselt und nur von Absender und Empfänger lesbar. Ob darüber hinaus entstehende Metadaten, d.h. Verbindungsdaten wie Uhrzeit und Telefonnummer des Senders und Empfängers, aber gespeichert werden, liegt im Ermessen der Anbieter. Die Signal App tut das nicht – und wird deshalb wohl auch von Snowden und Konsorten empfohlen – WhatsApp und Facebook Messenger allerdings schon.</p>
<p>Die Gefahr liegt in der Aussagekraft solcher Metadaten. Zahlreiche Studien haben bereits nachweisen können, dass schon eine Handvoll scheinbar ‚anonymer’ Datenpunkte ausreichen, um Personen eindeutig zu identifizieren und Schlüsse über sie zu ziehen. Andererseits verzichten Facebook und WhatsApp aber darauf, die gespeicherten Verbindungsdaten für Data-Mining und darauf basierender personalisierter Werbung zu nutzen. Darin unterscheiden sie sich von Google. Potentiell analysiert würden die Metadaten also wohl nur zu Zwecken der Strafverfolgung. Die Verschlüsselung mag dementsprechend keine hundertprozentige Privatheit garantieren, ist aber dennoch ein großer Schritt in die richtige Richtung.</p>
<h3>Entschlüsselung für Sicherheitsbehörden?</h3>
<p>Missfallen findet diese Trendwende hin zur Privatsphäre allerdings bei Sicherheitsbehörden. Diese fordern immer wieder Hintertüren, also die Möglichkeit zur Entschlüsselung der Nachrichten, für Regierungsbehörden. Zuletzt erregte die Aufforderung des FBI an Apple, ihnen Zugang zum iPhone des Attentäters von San Bernardino zu gewähren, große Aufmerksamkeit. Dagegen spricht, dass eine Hintertür jegliche Verschlüsselungsanstrengungen untergrübe. Darüber hinaus wären nicht nur Sicherheitsbehörden in der Lage, durch die Hintertür in verschlüsselte Systeme einzudringen, sondern auch Kriminelle. Zudem ist Verschlüsselung nicht ausschließlich zur Absprache krimineller Machenschaften interessant, sondern auch für wirtschaftliche und politische Akteure, sowie Privatpersonen – um eben auch mal in einer geheimen Unterhaltung per Facebook Vertrauliches auszutauschen.</p>
<p>Im Hinterkopf sollte man dabei behalten, dass vertrauliche Inhalte auf WhatsApp und dem Facebook Messenger nicht sicher sind, solange Nutzer_innen die Gesprächsprotokolle weiterhin im Klartext auf ihren Geräten speichern und beispielsweise durch Beschlagnahmung, Verlust oder Diebstahl eines Gerätes ihre Daten ‚verlieren‘ können. Dennoch: Unterm Strich ist eine automatische Verschlüsselung ohne aktives Zutun der Nutzer ein großer Gewinn für den Datenschutz, weil zumindest das Abfangen oder Belauschen von Unterhaltungen unterbunden wird.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://unsplash.com/photos/8G5DLKTadEU" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smartphone</a> by </span><a href="https://unsplash.com/@seandubois" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span class="licensetpl_attr">Sean DuBois</span></a><span class="licensetpl_attr"> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash</a> licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Goldener Internetpreis 2016 &#8211; Jetzt Bewerben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2016 09:21:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Nominierung]]></category>
		<category><![CDATA[Generationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Goldene Internetpreis zeichnet digital aktive Menschen über 60 Jahren aus. Bis zum 16. September können sich Interessierte online bewerben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Goldener-Internetpreis-2016-Logo.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149702 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Goldener-Internetpreis-2016-Logo.jpg" alt="Logo Goldener Internetpreis 2016, Digital aktiv im Alter" width="639" height="295" /></a>Der Goldene Internetpreis zeichnet digital aktive Menschen über 60 Jahren aus. Bis zum 16. September können sich Interessierte online bewerben und ihre Beiträge als Erfahrungsberichte, Projektbeschreibungen, Videodokumentationen oder Präsentationen einreichen.</p>
<p>Etwa 50% der über 60-jährigen nutzen das Internet. Ihre Erfahrungen können andere inspirieren, ebenfalls die Möglichkeiten des Internets für sich zu entdecken. Der „Goldene Internetpreis 2016 – Digital aktiv im Alter“ prämiert in der Kategorie „Alltag“ Einzelpersonen über 60, die das Internet versiert nutzen, sowie in der Kategorie „Starthilfe“ Menschen der Generation 60+, die Anderen beim Einstieg ins Netz helfen. So zeichnete die Jury im vergangenen Jahr zum Beispiel Ursel Ilgner aus. Die 74-jährige engagiert sich bei Wikipedia und hat beim Aufbau mehrerer Websites mitgewirkt.</p>
<p>Seniorenorganisationen und Initiativen oder Einrichtungen, die mit und für Senioren im Internet aktiv sind, können außerdem für ihren Einsatz in der Kategorie „Soziales Engagement“ nominiert werden. Des Weiteren loben die Veranstalter den Sonderpreis „Jung und Alt – gemeinsam online“ für generationenübergreifende Projekte und Initiativen aus. Insgesamt sind Preisgelder von 8000€ ausgeschrieben.</p>
<p>Um eine Nominierung für den Goldenen Internetpreis kann sich jede Einzelperson über 60 sowie seniorenorientierte Online-Initiativen <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/mitmachen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bewerben oder auch von Anderen <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/nominiere-ein-projekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> vorgeschlagen werden.</p>
<p>Schirmherr des diesjährigen Goldenen Internetpreises ist Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Organisiert wird die Veranstaltung außerdem durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation e.V. (BAGSO), Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), Wege aus der Einsamkeit, Google Deutschland und die Deutsche Telekom.</p>
<p>Weitere Infos: www.goldener-internetpreis.de</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/media/388" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logo</a> des Goldenen Internetpreises</span><span class="licensetpl_attr"><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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