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	<title>hkubicek &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Jun 1998 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
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	<title>hkubicek &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Interaktive Rathäuser in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland-600/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hkubicek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Elektronische<br />
Verwaltungsdienstleistungen werden von Politikern gefordert und von<br />
Bürgern gewünscht. Mit der Verbreitung neuer Informationstechnologien<br />
(IT) soll damit eine neue und<br />
verbesserte Form der Bürger-Verwaltungs-Interaktionen erreicht werden.<br />
Die vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen in<br />
Deutschland zunehmend an der<br />
Entwicklung entsprechender Angebote arbeiten. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen konnte mit ihnen aber bisher so gut<br />
wie nicht erreicht werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Studie lag ein<br />
Interaktionsbegriff zugrunde, der zwischen verschiedenen, grundsätzlich<br />
aufeinander aufbauenden Stufen der Bürger-Verwaltungs-Interaktion<br />
unterschied. Über die<br />
erste Stufe A, dem Paar &quot;Lesen &#8211; Veröffentlichen von Informationen&quot;,<br />
hinaus boten nur 74 Kommunen Interaktionsmöglichkeiten auf höheren<br />
Stufen an. Zum Vergleich: In Deutschland<br />
gab es 1996 116 kreisfreie Städte sowie ca. 14.700 Gemeinden (ohne<br />
Stadtstaaten) (Naschold/Bogumil 1998: 112). Bei den untersuchten<br />
Angeboten wurden die Interaktionsformen B,<br />
&quot;Fragen &#8211; Antworten (via E-Mail)&quot;, C1, &quot;holen/beschaffen von Formularen<br />
&#8211; anbieten von Formularen&quot;, und C2, &quot;schreiben/unterschreiben &#8211;<br />
empfangen von Formularen&quot;, realisiert.<br />
Weitergehende Interaktionsformen, wie C3, &quot;bezahlen-verbuchen&quot;, C4,<br />
&quot;nachfragen/kontrollieren &#8211; verfolgen&quot; und C5, &quot;Leistung empfangen &#8211;<br />
Leistung erbringen&quot;, sind in den von uns<br />
untersuchten Angeboten nicht vollständig online realisiert worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter den interaktiven Angeboten<br />
herrscht eine große Vielfalt und eine Tendenz zur Isolation. Fast immer<br />
handelt es sich um vereinzelte Angebote. In der Regel sind es nur<br />
wenige<br />
Behörden in einer Stadt, die ein interaktives (im Sinne von Stufe B und<br />
C) Angebot anbieten. Mal sind es die Entsorgungsbetriebe, mal die<br />
Volkshochschulen, mal die<br />
Einwohnermeldeämter. Dabei werden so gut wie nie alle Leistungen einer<br />
Behörde online angeboten, auch wenn sie in ihrer Form durchaus der<br />
jeweils angeboten Leistung entsprechen.<br />
Typisch sind aus dem Aufgabenbereich der Einwohnermeldeämter ein oder<br />
zwei Formulare &#8211; zumeist ein Antrag zu Lohnsteuerkartenanträgen oder<br />
der Antrag auf ein Führungszeugnis.<br />
Für den Bürger heißt dies, daß er keine stabile Erwartungshaltung<br />
gegenüber dem Online-Angebot von öffentlichen Verwaltungen aufbauen<br />
kann. Auch wenn er weiß, daß &quot;seine&quot; Stadt<br />
oder Gemeinde Online-Formulare bereithält &#8211; und dies ist bereits die<br />
Ausnahme -, kann er selten sicher sein, daß auch sein aktuelles<br />
Anliegen unterstützt wird. Geweckte Hoffnungen zu<br />
enttäuschen, kann schädlich sein. Dies ist zu bedenken, wenn Kommunen<br />
ihre Angebote bereits als &quot;virtuelle Rathäuser&quot; anpreisen, obwohl &quot;nur&quot;<br />
Vergnügungsanmeldungen,<br />
Standesamtformulare, Parkausweise oder Wein (!) bestellt werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bewertung der Online-Angebote<br />
orientierte sich in der Untersuchung an zehn Kategorien: Breite und<br />
Tiefe des Angebotes; Transparenz; Suchmöglichkeiten;<br />
Benutzerfreundlichkeit;<br />
Elektronische Korrespondenz; Design und Aufbau der Formulare;<br />
Vertrauenswürdigkeit; Datensicherheit und Datenschutz; Technische<br />
Voraussetzungen für die Nutzung und<br />
Nutzungsvorteile. Für eine detaillierte Zusammenfassung der<br />
Erkenntnisse aus dieser Bewertung sei auf die entsprechenden Abschnitte<br />
in Kapitel 4 verwiesen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe A, die<br />
vorbereitenden Charakter für die weiterführenden Interaktionsstufen<br />
hat, sind die Quantität und Qualität der angebotenen Informationen<br />
entscheidend.<br />
Etwa gut die Hälfte der untersuchten Angebote bot Informationen aus<br />
allen Verwaltungsbereichen an. Bei den grundlegenden Informationen wie<br />
Öffnungszeiten, Adressen, usw. boten nur<br />
zehn Städte ausführlichere Informationen als übliche<br />
Telefonbucheinträge an. Auch die &quot;Was-erledige-ich-wo?&quot;-Listen sind<br />
längst nicht in allen Kommunen Standard. Vor diesem<br />
Hintergrund unterscheiden die Webseiten sich kaum von den<br />
Behördenübersichten in den Gelben Seiten. Berücksichtigt man die<br />
gelegentlich mangelnde Transparenz und<br />
Vertrauenswürdigkeit der Angebote, ist fraglich, ob die Online-Medien<br />
gegenüber den Printmedien nutzer-freundlicher gestaltet sind. Gute<br />
Suchmaschinen, der vorsichtige Einsatz von<br />
Frames, spezielle Ausfüllhilfen und die &quot;Link&quot;<br />
(Verbindungs)-Möglichkeiten des Hypertexts, sowie besondere Hilfetexte<br />
können die Benutzungsfreundlichkeit eines Online-Angebotes<br />
gegenüber schriftlichen oder telefonischen Alternativen der<br />
Anliegensverfolgung verbessern; was anhand von Beispielen aufzeigbar<br />
wäre. Leider gibt es ebensoviele Negativ-Beispiele, in<br />
denen sich eine gewisse Technikverspieltheit kontraproduktiv auswirkt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe B<br />
dominieren zentrale EMail-Adressen, die Anlaufstelle für<br />
unterschiedlichste Fragen, Anregungen und Kritik sind. Dabei bleiben<br />
zielgenaue Anfragen die<br />
Ausnahme. Die elektronische Erreichbarkeit innerhalb kommunaler<br />
Verwaltungen ist sehr unterschiedlich und damit für den Bürger<br />
schwierig nachzuvollziehen. Dazu kommen oft lange<br />
Antwortzeiten (länger als eine Woche). In solchen Fällen können<br />
Anliegen mit Telefon, Fax oder sogar &quot;Snail-Mail&quot; schneller und<br />
präziser verfolgt werden. Einige Kommunen teilten uns<br />
erst auf unsere Anfrage hin mit, daß bei ihnen Formulare auch per EMail<br />
bestellt werden können. Es stellt sich die Frage, warum darauf nicht<br />
auf den entsprechenden Informationsseiten<br />
hingewiesen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß die Interaktionsstufe C nur<br />
im Bereich &quot;Formulare herunterladen &#8211; veröffentlichen&quot; und &quot;Online<br />
abschicken &#8211; empfangen&quot; angeboten wird, wurde bereits erwähnt. Eine<br />
vollständige<br />
Anliegensverfolgung inklusive ihres Abschlusses &quot;online&quot; ist nicht<br />
möglich. Dafür kann bei vergleichsweise weniger komplexen<br />
Bestellvorgängen (z.B. von Informationsmaterial u.ä.) oder<br />
Anmeldungen wenigstens die Antragstellung komplett online erfolgen &#8211;<br />
die Bestätigung der Anmeldung oder die Zusendung des<br />
Informationsmaterials erfolgt dann per Post. Fast alle<br />
Online-Angebote der Stufe C können alternativ auch schriftlich und<br />
telefonisch erledigt werden. Insofern ist es besonders ärgerlich, daß<br />
nur in Ausnahmehilfen gute Hilfestellungen,<br />
erläuternde Informationen o.ä. genutzt werden. Dadurch werden die<br />
spezifischen Vorteile des Online-Mediums verspielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die C-Angebote demonstrieren<br />
ähnlich wie auf den anderen Interaktionsstufen in der Zusammenschau<br />
Vielfalt und im Einzelfall Isolation. Hinzu kommt eine große Varianz in<br />
der<br />
technischen Bereitstellung. HTML-Formulare unterschiedlichster<br />
Komplexität und mit verschiedensten Formen der Eingabeunterstützung<br />
stehen neben Dokumenten, die mal als<br />
HTML-Seite, mal als Word-Dokument, komprimiert oder als PDF-Dokument<br />
heruntergeladen werden können. Dies alles setzt eine gewisse<br />
Vertrautheit der Bürger mit typischer<br />
Browser-, Textverarbeitungs- und File-Transfer-Software voraus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Inhaltlich lassen sich bei diesen<br />
Angeboten gewisse Schwerpunktsetzungen erkennen, die einer<br />
Stabilisierung der Nutzererwartung förderlich sind. Häufig sind<br />
Bestellmöglichkeiten von<br />
entweder touristischen oder wirtschaftsbezogenen<br />
Informationsbroschüren. Weitere Online-Formulare sind am ehesten bei<br />
Leistungen des Einwohnermeldeamtes bzw. der Bürgerämter,<br />
der Abfallentsorgung, der Kfz-Anmeldung oder den Bildungseinrichtungen<br />
zu vermuten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Von besonderer Bedeutung sind bei<br />
einigen Anliegen die Vorschriften zur Wahrung der<br />
Rechtsverbindlichkeit. Oft erklären die Kommunen mit ihnen die nur<br />
teilweise mögliche<br />
Online-Erledigung dieser Anliegen. Ummeldungen können nur vorbereitet,<br />
müssen aber beim Bürgeramt noch unterschrieben werden,<br />
Ausweisverlustanzeigen können ausgedruckt,<br />
müssen aber persönlich beim Einwohnermeldeamt abgegeben werden. Was bei<br />
einigen Kommunen heruntergeladen werden kann, ist bei anderen Kommunen<br />
bereits online abschickbar.<br />
Dies unterstreicht die Spielräume, die bei interaktiven<br />
Online-Angeboten vorhanden sind und nur von den wenigsten Kommunen<br />
genutzt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fast widersprüchlich mutet es an,<br />
daß einerseits eine &quot;noch ungeklärte rechtliche Situation&quot; als<br />
Entschuldigung für unvollständige Angebote in Anspruch genommen wird,<br />
andererseits aber<br />
das Thema Datenschutz und Datensicherheit auf den Webseiten praktisch<br />
vernachlässigt wird. Technische Möglichkeiten wie SSL-Verbindungen oder<br />
die Vergabe von Pin-Nummern,<br />
die bei anderen, kommerziellen Electronic Commerce-Anwendungen wie z.B.<br />
Flugbuchungen längst benutzt werden, finden keinen Einsatz bei den<br />
Kommunen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die interaktiven Online-Angebote<br />
sind in Deutschland bisher nicht über das Stadium des Experimentierens<br />
hinausgekommen. Dies soll nicht die Leistung derjenigen schmälern, die<br />
die zur<br />
Zeit vorgefundenen Online-Angebote entwickelt und aufgebaut haben.<br />
Häufig scheinen jedoch einzelne Prestigeprojekte der Verwaltung zu<br />
reichen, um sich mit einem &quot;virtuellen Rathaus&quot;<br />
gegenüber der Öffentlichkeit zu profilieren. Es ist nur selten<br />
ersichtlich, ob und wie diese Angebote erweitert werden sollen. Eine<br />
langfristige Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen kann nur dann erreicht werden, wenn<br />
die bestehenden Angebote, die in einzelnen Ansätzen durchaus<br />
vielversprechend sind, in umfassendere,<br />
konsequent aus Sicht der Bürger entwickelte Konzepte eingebunden<br />
werden. Dazu ist eine Analyse und Konzentration auf diejenigen<br />
Qualitäten, die eine Online-Interaktion zwischen<br />
Bürgern und Verwaltung nützlich machen, notwendig.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Spezifische Vorteile der<br />
Online-Medien werden zu nachlässig oder nicht genutzt. Wenn der<br />
Informationsgehalt auf den Webseiten nicht über die einschlägigen<br />
Eintragungen in den<br />
Telefonbüchern hinausgeht, sind letztere für die meisten Bürger in der<br />
Regel schneller, einfacher und billiger zu benutzen. Spezifische<br />
Vorteile der Online-Präsentation, wie die<br />
Möglichkeiten der Stichwortsuche, die auf den Tag genaue Aktualität<br />
oder die Verknüpfung mit weiterführenden, erläuternden und erklärenden<br />
Informationen, können nur bei einer<br />
sorgfältigen Redaktion der Verwaltungsseiten gewährleistet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Technische und rechtliche Hürden<br />
werden vorschnell als Entschuldigung für minderwertige Online-Angebote<br />
in Anspruch genommen. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion kann auch bei einzelnen<br />
Interaktionsstufen sinnvoll sein, wenn sie entsprechend in die<br />
Anliegensverfolgung eingebunden sind. Häufig zeigen auch<br />
Angebote in anderen Städten zu ähnlichen Problemlagen, daß mehr möglich<br />
ist als dem Bürger auf den jeweiligen Web-Seiten gezeigt wird. Ein<br />
Vergleich der Ummeldemöglichkeiten in<br />
Oldenburg, Mannheim, Vechta und Münster kann diese Zusammenhänge an<br />
einem praktischen Beispiel verdeutlichen (s. Kap 4.10.).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote werden nicht<br />
aus Bürgersicht, sondern zu sehr aus der Verwaltungsperspektive<br />
erstellt. Interne Organisationspläne beeinflussen den Aufbau der<br />
Webseiten. Das<br />
Ressortprinzip begünstigt Einzellösungen. Typisch ist z.B. die<br />
Online-Ummeldung bei den Stadtwerken, ohne daß diese mit einer<br />
Ummeldung beim Einwohnermeldeamt verknüpft wird.<br />
Aus Bürgersicht muß es aber darum gehen, die notwendigen Anliegen nach<br />
Lebenslagen, und nicht nach Ämtern, zu integrieren<br />
(&quot;one-stop-government&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Verknüpfung der<br />
Online-Angebote mit anderen Maßnahmen zur Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion ist notwendig. Webseiten können das<br />
Prinzip der in immer mehr<br />
Städten verfolgten Einrichtungen von &quot;Bürgerämtern&quot; sinnvoll ergänzen.<br />
Einige der innovativsten Angebote fanden wir in Städten, in denen es<br />
solche Bürgerämter gibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Austausch über mögliche<br />
Lösungen wird unter den Städten und Gemeinden nur in Ausnahmefällen<br />
praktiziert. Das Rad wird an vielen Stellen neu erfunden. Dabei ließen<br />
sich schon<br />
aus denjenigen Angeboten, die bis heute realisiert worden sind,<br />
nützliche Anwendungen zusammenstellen, die eine Steigerung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion bedeuten würden. Im<br />
Falle eines Umzuges könnte der Bürger seine Wohnung, den Hund, Strom,<br />
Wasser und Mülltonne in einem Zug allein von seinem PC (und mit einem<br />
Gang zum Briefkasten) ummelden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote bedürfen<br />
einer Organisation, die die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der<br />
Bürger ernst nimmt. Dazu sind verwaltungsinterne und<br />
verwaltungsübergreifende<br />
Kooperationen notwendig. Auch eine Reihe externer Faktoren sind zu<br />
berücksichtigen, wie insbesondere der Vernetzungsgrad und die<br />
Medienkompetenz der Bürger. Auf sie kann in<br />
dieser Studie nicht eingegangen werden. Statt dessen soll die<br />
vorliegende Erhebung dazu beitragen, Stärken und Schwächen der<br />
bestehenden Online-Angebote aufzuzeigen, und damit in<br />
einer relativ frühen Phase der Entwicklung Perspektiven eröffnen, wie<br />
&quot;virtuelle Rathäuser&quot; im Sinne einer Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion erfolgreich weiterentwickelt<br />
werden können.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland-600/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Interaktive Rathäuser in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland_0-946/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland_0-946/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hkubicek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/interaktive_rathaeuser_in_deutschland_0-946/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wieviel
digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die
vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen
in Deutschland zunehmend an der Entwicklung entsprechender Angebote
arbeiten.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wieviel<br />
digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen<br />
in Deutschland zunehmend an der Entwicklung entsprechender Angebote<br />
arbeiten.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Elektronische<br />
Verwaltungsdienstleistungen werden von Politikern gefordert und von<br />
Bürgern gewünscht. Mit der Verbreitung neuer Informationstechnologien<br />
(IT) soll damit eine neue und<br />
verbesserte Form der Bürger-Verwaltungs-Interaktionen erreicht werden.<br />
Die vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen in<br />
Deutschland zunehmend an der<br />
Entwicklung entsprechender Angebote arbeiten. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen konnte mit ihnen aber bisher so gut<br />
wie nicht erreicht werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Studie lag ein<br />
Interaktionsbegriff zugrunde, der zwischen verschiedenen, grundsätzlich<br />
aufeinander aufbauenden Stufen der Bürger-Verwaltungs-Interaktion<br />
unterschied. Über die<br />
erste Stufe A, dem Paar &quot;Lesen &#8211; Veröffentlichen von Informationen&quot;,<br />
hinaus boten nur 74 Kommunen Interaktionsmöglichkeiten auf höheren<br />
Stufen an. Zum Vergleich: In Deutschland<br />
gab es 1996 116 kreisfreie Städte sowie ca. 14.700 Gemeinden (ohne<br />
Stadtstaaten) (Naschold/Bogumil 1998: 112). Bei den untersuchten<br />
Angeboten wurden die Interaktionsformen B,<br />
&quot;Fragen &#8211; Antworten (via E-Mail)&quot;, C1, &quot;holen/beschaffen von Formularen<br />
&#8211; anbieten von Formularen&quot;, und C2, &quot;schreiben/unterschreiben &#8211;<br />
empfangen von Formularen&quot;, realisiert.<br />
Weitergehende Interaktionsformen, wie C3, &quot;bezahlen-verbuchen&quot;, C4,<br />
&quot;nachfragen/kontrollieren &#8211; verfolgen&quot; und C5, &quot;Leistung empfangen &#8211;<br />
Leistung erbringen&quot;, sind in den von uns<br />
untersuchten Angeboten nicht vollständig online realisiert worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter den interaktiven Angeboten<br />
herrscht eine große Vielfalt und eine Tendenz zur Isolation. Fast immer<br />
handelt es sich um vereinzelte Angebote. In der Regel sind es nur<br />
wenige<br />
Behörden in einer Stadt, die ein interaktives (im Sinne von Stufe B und<br />
C) Angebot anbieten. Mal sind es die Entsorgungsbetriebe, mal die<br />
Volkshochschulen, mal die<br />
Einwohnermeldeämter. Dabei werden so gut wie nie alle Leistungen einer<br />
Behörde online angeboten, auch wenn sie in ihrer Form durchaus der<br />
jeweils angeboten Leistung entsprechen.<br />
Typisch sind aus dem Aufgabenbereich der Einwohnermeldeämter ein oder<br />
zwei Formulare &#8211; zumeist ein Antrag zu Lohnsteuerkartenanträgen oder<br />
der Antrag auf ein Führungszeugnis.<br />
Für den Bürger heißt dies, daß er keine stabile Erwartungshaltung<br />
gegenüber dem Online-Angebot von öffentlichen Verwaltungen aufbauen<br />
kann. Auch wenn er weiß, daß &quot;seine&quot; Stadt<br />
oder Gemeinde Online-Formulare bereithält &#8211; und dies ist bereits die<br />
Ausnahme -, kann er selten sicher sein, daß auch sein aktuelles<br />
Anliegen unterstützt wird. Geweckte Hoffnungen zu<br />
enttäuschen, kann schädlich sein. Dies ist zu bedenken, wenn Kommunen<br />
ihre Angebote bereits als &quot;virtuelle Rathäuser&quot; anpreisen, obwohl &quot;nur&quot;<br />
Vergnügungsanmeldungen,<br />
Standesamtformulare, Parkausweise oder Wein (!) bestellt werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bewertung der Online-Angebote<br />
orientierte sich in der Untersuchung an zehn Kategorien: Breite und<br />
Tiefe des Angebotes; Transparenz; Suchmöglichkeiten;<br />
Benutzerfreundlichkeit;<br />
Elektronische Korrespondenz; Design und Aufbau der Formulare;<br />
Vertrauenswürdigkeit; Datensicherheit und Datenschutz; Technische<br />
Voraussetzungen für die Nutzung und<br />
Nutzungsvorteile. Für eine detaillierte Zusammenfassung der<br />
Erkenntnisse aus dieser Bewertung sei auf die entsprechenden Abschnitte<br />
in Kapitel 4 verwiesen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe A, die<br />
vorbereitenden Charakter für die weiterführenden Interaktionsstufen<br />
hat, sind die Quantität und Qualität der angebotenen Informationen<br />
entscheidend.<br />
Etwa gut die Hälfte der untersuchten Angebote bot Informationen aus<br />
allen Verwaltungsbereichen an. Bei den grundlegenden Informationen wie<br />
Öffnungszeiten, Adressen, usw. boten nur<br />
zehn Städte ausführlichere Informationen als übliche<br />
Telefonbucheinträge an. Auch die &quot;Was-erledige-ich-wo?&quot;-Listen sind<br />
längst nicht in allen Kommunen Standard. Vor diesem<br />
Hintergrund unterscheiden die Webseiten sich kaum von den<br />
Behördenübersichten in den Gelben Seiten. Berücksichtigt man die<br />
gelegentlich mangelnde Transparenz und<br />
Vertrauenswürdigkeit der Angebote, ist fraglich, ob die Online-Medien<br />
gegenüber den Printmedien nutzer-freundlicher gestaltet sind. Gute<br />
Suchmaschinen, der vorsichtige Einsatz von<br />
Frames, spezielle Ausfüllhilfen und die &quot;Link&quot;<br />
(Verbindungs)-Möglichkeiten des Hypertexts, sowie besondere Hilfetexte<br />
können die Benutzungsfreundlichkeit eines Online-Angebotes<br />
gegenüber schriftlichen oder telefonischen Alternativen der<br />
Anliegensverfolgung verbessern; was anhand von Beispielen aufzeigbar<br />
wäre. Leider gibt es ebensoviele Negativ-Beispiele, in<br />
denen sich eine gewisse Technikverspieltheit kontraproduktiv auswirkt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe B<br />
dominieren zentrale EMail-Adressen, die Anlaufstelle für<br />
unterschiedlichste Fragen, Anregungen und Kritik sind. Dabei bleiben<br />
zielgenaue Anfragen die<br />
Ausnahme. Die elektronische Erreichbarkeit innerhalb kommunaler<br />
Verwaltungen ist sehr unterschiedlich und damit für den Bürger<br />
schwierig nachzuvollziehen. Dazu kommen oft lange<br />
Antwortzeiten (länger als eine Woche). In solchen Fällen können<br />
Anliegen mit Telefon, Fax oder sogar &quot;Snail-Mail&quot; schneller und<br />
präziser verfolgt werden. Einige Kommunen teilten uns<br />
erst auf unsere Anfrage hin mit, daß bei ihnen Formulare auch per EMail<br />
bestellt werden können. Es stellt sich die Frage, warum darauf nicht<br />
auf den entsprechenden Informationsseiten<br />
hingewiesen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß die Interaktionsstufe C nur<br />
im Bereich &quot;Formulare herunterladen &#8211; veröffentlichen&quot; und &quot;Online<br />
abschicken &#8211; empfangen&quot; angeboten wird, wurde bereits erwähnt. Eine<br />
vollständige<br />
Anliegensverfolgung inklusive ihres Abschlusses &quot;online&quot; ist nicht<br />
möglich. Dafür kann bei vergleichsweise weniger komplexen<br />
Bestellvorgängen (z.B. von Informationsmaterial u.ä.) oder<br />
Anmeldungen wenigstens die Antragstellung komplett online erfolgen &#8211;<br />
die Bestätigung der Anmeldung oder die Zusendung des<br />
Informationsmaterials erfolgt dann per Post. Fast alle<br />
Online-Angebote der Stufe C können alternativ auch schriftlich und<br />
telefonisch erledigt werden. Insofern ist es besonders ärgerlich, daß<br />
nur in Ausnahmehilfen gute Hilfestellungen,<br />
erläuternde Informationen o.ä. genutzt werden. Dadurch werden die<br />
spezifischen Vorteile des Online-Mediums verspielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die C-Angebote demonstrieren<br />
ähnlich wie auf den anderen Interaktionsstufen in der Zusammenschau<br />
Vielfalt und im Einzelfall Isolation. Hinzu kommt eine große Varianz in<br />
der<br />
technischen Bereitstellung. HTML-Formulare unterschiedlichster<br />
Komplexität und mit verschiedensten Formen der Eingabeunterstützung<br />
stehen neben Dokumenten, die mal als<br />
HTML-Seite, mal als Word-Dokument, komprimiert oder als PDF-Dokument<br />
heruntergeladen werden können. Dies alles setzt eine gewisse<br />
Vertrautheit der Bürger mit typischer<br />
Browser-, Textverarbeitungs- und File-Transfer-Software voraus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Inhaltlich lassen sich bei diesen<br />
Angeboten gewisse Schwerpunktsetzungen erkennen, die einer<br />
Stabilisierung der Nutzererwartung förderlich sind. Häufig sind<br />
Bestellmöglichkeiten von<br />
entweder touristischen oder wirtschaftsbezogenen<br />
Informationsbroschüren. Weitere Online-Formulare sind am ehesten bei<br />
Leistungen des Einwohnermeldeamtes bzw. der Bürgerämter,<br />
der Abfallentsorgung, der Kfz-Anmeldung oder den Bildungseinrichtungen<br />
zu vermuten.<br />
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</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Von besonderer Bedeutung sind bei<br />
einigen Anliegen die Vorschriften zur Wahrung der<br />
Rechtsverbindlichkeit. Oft erklären die Kommunen mit ihnen die nur<br />
teilweise mögliche<br />
Online-Erledigung dieser Anliegen. Ummeldungen können nur vorbereitet,<br />
müssen aber beim Bürgeramt noch unterschrieben werden,<br />
Ausweisverlustanzeigen können ausgedruckt,<br />
müssen aber persönlich beim Einwohnermeldeamt abgegeben werden. Was bei<br />
einigen Kommunen heruntergeladen werden kann, ist bei anderen Kommunen<br />
bereits online abschickbar.<br />
Dies unterstreicht die Spielräume, die bei interaktiven<br />
Online-Angeboten vorhanden sind und nur von den wenigsten Kommunen<br />
genutzt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fast widersprüchlich mutet es an,<br />
daß einerseits eine &quot;noch ungeklärte rechtliche Situation&quot; als<br />
Entschuldigung für unvollständige Angebote in Anspruch genommen wird,<br />
andererseits aber<br />
das Thema Datenschutz und Datensicherheit auf den Webseiten praktisch<br />
vernachlässigt wird. Technische Möglichkeiten wie SSL-Verbindungen oder<br />
die Vergabe von Pin-Nummern,<br />
die bei anderen, kommerziellen Electronic Commerce-Anwendungen wie z.B.<br />
Flugbuchungen längst benutzt werden, finden keinen Einsatz bei den<br />
Kommunen.<br />
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</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die interaktiven Online-Angebote<br />
sind in Deutschland bisher nicht über das Stadium des Experimentierens<br />
hinausgekommen. Dies soll nicht die Leistung derjenigen schmälern, die<br />
die zur<br />
Zeit vorgefundenen Online-Angebote entwickelt und aufgebaut haben.<br />
Häufig scheinen jedoch einzelne Prestigeprojekte der Verwaltung zu<br />
reichen, um sich mit einem &quot;virtuellen Rathaus&quot;<br />
gegenüber der Öffentlichkeit zu profilieren. Es ist nur selten<br />
ersichtlich, ob und wie diese Angebote erweitert werden sollen. Eine<br />
langfristige Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen kann nur dann erreicht werden, wenn<br />
die bestehenden Angebote, die in einzelnen Ansätzen durchaus<br />
vielversprechend sind, in umfassendere,<br />
konsequent aus Sicht der Bürger entwickelte Konzepte eingebunden<br />
werden. Dazu ist eine Analyse und Konzentration auf diejenigen<br />
Qualitäten, die eine Online-Interaktion zwischen<br />
Bürgern und Verwaltung nützlich machen, notwendig.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Spezifische Vorteile der<br />
Online-Medien werden zu nachlässig oder nicht genutzt. Wenn der<br />
Informationsgehalt auf den Webseiten nicht über die einschlägigen<br />
Eintragungen in den<br />
Telefonbüchern hinausgeht, sind letztere für die meisten Bürger in der<br />
Regel schneller, einfacher und billiger zu benutzen. Spezifische<br />
Vorteile der Online-Präsentation, wie die<br />
Möglichkeiten der Stichwortsuche, die auf den Tag genaue Aktualität<br />
oder die Verknüpfung mit weiterführenden, erläuternden und erklärenden<br />
Informationen, können nur bei einer<br />
sorgfältigen Redaktion der Verwaltungsseiten gewährleistet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Technische und rechtliche Hürden<br />
werden vorschnell als Entschuldigung für minderwertige Online-Angebote<br />
in Anspruch genommen. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion kann auch bei einzelnen<br />
Interaktionsstufen sinnvoll sein, wenn sie entsprechend in die<br />
Anliegensverfolgung eingebunden sind. Häufig zeigen auch<br />
Angebote in anderen Städten zu ähnlichen Problemlagen, daß mehr möglich<br />
ist als dem Bürger auf den jeweiligen Web-Seiten gezeigt wird. Ein<br />
Vergleich der Ummeldemöglichkeiten in<br />
Oldenburg, Mannheim, Vechta und Münster kann diese Zusammenhänge an<br />
einem praktischen Beispiel verdeutlichen (s. Kap 4.10.).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote werden nicht<br />
aus Bürgersicht, sondern zu sehr aus der Verwaltungsperspektive<br />
erstellt. Interne Organisationspläne beeinflussen den Aufbau der<br />
Webseiten. Das<br />
Ressortprinzip begünstigt Einzellösungen. Typisch ist z.B. die<br />
Online-Ummeldung bei den Stadtwerken, ohne daß diese mit einer<br />
Ummeldung beim Einwohnermeldeamt verknüpft wird.<br />
Aus Bürgersicht muß es aber darum gehen, die notwendigen Anliegen nach<br />
Lebenslagen, und nicht nach Ämtern, zu integrieren<br />
(&quot;one-stop-government&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Verknüpfung der<br />
Online-Angebote mit anderen Maßnahmen zur Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion ist notwendig. Webseiten können das<br />
Prinzip der in immer mehr<br />
Städten verfolgten Einrichtungen von &quot;Bürgerämtern&quot; sinnvoll ergänzen.<br />
Einige der innovativsten Angebote fanden wir in Städten, in denen es<br />
solche Bürgerämter gibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Austausch über mögliche<br />
Lösungen wird unter den Städten und Gemeinden nur in Ausnahmefällen<br />
praktiziert. Das Rad wird an vielen Stellen neu erfunden. Dabei ließen<br />
sich schon<br />
aus denjenigen Angeboten, die bis heute realisiert worden sind,<br />
nützliche Anwendungen zusammenstellen, die eine Steigerung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion bedeuten würden. Im<br />
Falle eines Umzuges könnte der Bürger seine Wohnung, den Hund, Strom,<br />
Wasser und Mülltonne in einem Zug allein von seinem PC (und mit einem<br />
Gang zum Briefkasten) ummelden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote bedürfen<br />
einer Organisation, die die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der<br />
Bürger ernst nimmt. Dazu sind verwaltungsinterne und<br />
verwaltungsübergreifende<br />
Kooperationen notwendig. Auch eine Reihe externer Faktoren sind zu<br />
berücksichtigen, wie insbesondere der Vernetzungsgrad und die<br />
Medienkompetenz der Bürger. Auf sie kann in<br />
dieser Studie nicht eingegangen werden. Statt dessen soll die<br />
vorliegende Erhebung dazu beitragen, Stärken und Schwächen der<br />
bestehenden Online-Angebote aufzuzeigen, und damit in<br />
einer relativ frühen Phase der Entwicklung Perspektiven eröffnen, wie<br />
&quot;virtuelle Rathäuser&quot; im Sinne einer Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion erfolgreich weiterentwickelt<br />
werden können.</span></p>
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