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	<title>Marie Adolph &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Marie Adolph &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das vergessene Land: Modellvorhaben der Raumentwicklung &#8211; MOROdigital</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 15:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
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		<category><![CDATA[Ländliche Region]]></category>
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					<description><![CDATA[Breitband ist ein entscheidender Faktor für Kommunen, um als Unternehmensstandort attraktiv zu bleiben. Ein Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/180919_AdolphArtikelbildCut.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-155227" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/180919_AdolphArtikelbildCut.png" alt="180919_AdolphArtikelbildCut" width="640" height="280" /></a></strong></p>
<p>Breitband ist ein entscheidender Faktor für Kommunen, um als Unternehmensstandort attraktiv zu bleiben. Ein Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt Kommunen dabei, individuelle Lösungen zu finden.</p>
<p>„Bis Ende 2018 sollen 50 Megabit pro Sekunde in allen Haushalten in Deutschland zur Verfügung stehen.“, so die <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/08/2017-08-30-breitbandausbau.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung im August 2017.</a> Verfehlt hat sie das Ziel allemal.</p>
<p>Nicht nur Landbewohner sind von schlechten Internetverbindungen betroffen, auch ansässige Unternehmen können die digitale Transformation nicht weiter vorantreiben. Daher scheint ein Standortwechsel in Ballungsgebiete die einzige Alternative- zum Nachteil der kommunalen Wirtschaft. „Breitband ist aktuell unter den vielfältigen Infrastrukturen ein zentraler, unverzichtbarer Standortfaktor, der die Attraktivität ganzer Regionen für die Gesellschaft und für die Wirtschaft entscheidend prägt“, so Steffen Maretzke vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Statt auf bundesweite Initiativen zu warten, müssen Kommunen den Breitbandausbau aus eigener Initiative vorantreiben und ausbauen. MOROdigital ist ein Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, das ausgewählte Regionen bei ihren Ausbauvorhaben unterstützt.</p>
<h3>„MOROdigital“</h3>
<p>Die Ungleichverteilung von schnellem Internet macht sich überwiegend auf dem Land bemerkbar. Während viele Großstädte und Ballungsgebiete von einer Internetverbindung von 50Mbit die Sekunde profitieren, ist die Internetversorgung in ländlichen Regionen durch die geringe Bevölkerungs- und Nachfragedichte bisher unzureichend.</p>
<p>Um ländliche Regionen für Bewohner und Unternehmen attraktiver zu gestalten, stellt die Bundesregierung jährlich finanzielle Unterstützung für die Kommunen zur Verfügung. Häufig reichen diese Mittel jedoch nicht aus, da vielen Kommunen das „Know How“ und Fachkenntnisse fehlen. Um Kommunen auf wissenschaftlicher und inhaltlicher Ebene bei ihren Ausbauvorhaben zu unterstützen, wurde im Dezember 2014 das Projekt „MOROdigital“ ins Leben gerufen. Anhand verschiedener Kriterien wurden Regionen ausgewählt, die mit ihrem Breitbandausbau noch am Anfang stehen oder bei ihren Vorhaben fortgeschritten sind. „Die Breitbandversorgung wird von den beteiligten Akteuren als wichtiger Faktor für die Schaffung regionaler Wertschöpfung erkannt.“, so MOROdigital. Im Regelfall erhalten die Modellregionen finanzielle Unterstützung von bis zu 80.000€. Bei Kostenüberschreitung müssen die Regionen diese aus eigenen finanziellen Mitteln aufbringen.</p>
<p>Von achtzehn Bewerberregionen, beteiligten sich acht bei dem Projekt. MOROdigital stellt Tipps, Beratungen und Informationen für die konkrete Planung oder weiteres Vorgehen zur Verfügung.  Die Projektleiter unterstützen die Regionen mit fachlichen Kompetenzen, um unter anderem verwaltungstechnische Fragen zu klären. Neben fachlicher Beratung, dokumentiert das „Projektcontrolling“ die erarbeiteten Ziele und Ergebnisse während der Aufbauphase. „Bis Ende 2017 haben sechs Modellvorhaben ihre spezifischen Forschungsprojekte umgesetzt“ berichtet Maretzke.</p>
<h3>Ergebnisse durch MOROdigital</h3>
<p>Zu Beginn des Projektes wurde schnell klar, dass jede Region individuelle Vor- und Nachteile aufweist und daher unter verschiedenen Voraussetzungen den Breitbandausbau vorantreiben muss.</p>
<p>Im südlichen Nordfriesland sind erste Ergebnisse zu vermerken. Die Region zeichnet sich durch eine dünne Besiedlung, viele Zweitwohnsitze und mittelständischen Unternehmen aus. Der Breitbandausbau soll die Region für Unternehmen, aber auch für Einwohner mit Erstwohnsitz attraktiver machen.</p>
<p>Das südliche Nordfriesland setzte bei der Umsetzung auf die Bürgerbeteiligung und die Kommunikation. Nach einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit entschieden sich 95% der Bürger mit einer Einlage von mindestens 1000€ bei der BürgerBreitbandNetz GmbH &amp; Co. KG (BBNG) Gesellschafter zu werden. BBNG ist ein Bürgerbeteiligungsmodell, das durch seine Finanzierungsverträge Baumaßnahmen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro umsetzen konnte und somit den Ausbau des schnellsten Internets im südlichen Nordfriesland durchführte. Mit der Unterstützung von 1600 Gesellschaftern, wurde der Grundstein für den flächendeckenden Ausbau gelegt.  „Dieses Netz bringt nicht nur verbindlich 50M Bit/s oder 100 MBit/s – es macht bereits heute Anschlüsse mit einer Leistung von 1 GigaBit/s und mehr möglich.“, blickt die <a href="http://www.buergerbreitbandnetz.de/jetzt-geht-es-richtig-los/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BBNG</a> voraus.</p>
<p>Auch die Gemeinden Luckau und Calau in Brandenburg beteiligten sich an dem Modellvorhaben. Beide Kommunen sind durch seine weit auseinander angesiedelten Wohngebiete geprägt, was den Breitbandausbau erschwert. Die Alternative: Der Ausbau des Mobilfunknetzes, das für alle Bewohner zugänglich ist. Eine Prozessplattform bot die Möglichkeit, die Zusammenarbeit der Nutzer, der beteiligten Unternehmen und der Fördermittelgeber zu koordinieren und schaffte es mit dieser, erste Erfolge zu erzielen. So profitiert jeder Haushalt von einem schnellen Internet ohne an ein Glasfasernetz angebunden zu sein. Auch hier gilt: Das Engagement der Beteiligten ist das wichtigste Element für die Realisierung der Vorhaben.</p>
<h3>Die Hoffnung auf Besserung</h3>
<p>Das Projekt lief Mitte des Jahres 2018 aus. Klar ist, dass die Umsetzung in jeder Region individuell angepasst werden muss, da die Bedürfnisse und die Bevölkerungsdichte stark voneinander abweichen. Nach dem Ende des Projektes arbeiten die Kommunen weiterhin an ihrem Ziel und setzen ihre Arbeit über MOROdigital fort.</p>
<p>Das Projekt zeigt, dass die Eigeninitiative der einzelnen Regionen Veränderungen anstoßen kann. Die Landbewohner müssen diese Veränderungen annehmen, akzeptieren und Engagement zeigen, um ihre Region für Unternehmen und neuen Bewohnern attraktiv zu gestalten.</p>
<p>Natürlich muss noch viel getan werden. Es muss nicht nur eine ausreichende digitale Infrastruktur gewährleistet werden, sondern auch ein allgemeines Versorgungsnetz, der Nahverkehr, die Nahversorgung und die Lebensqualität. „Neben dem Breitbandausbau gibt es noch viele andere Faktoren wie Fachkräfte, Kooperationspartner und großräumige Erreichbarkeit. IHK Umfragen zeigen allerdings bundesweit, dass aktuell die leistungsfähige Breitbandverfügbarkeit an herausragender Stelle steht, wenn es darum geht wichtige Standortfaktoren zu benennen.“, so Maretzke.<br />
Solange der Breitbandausbau auf Bundesebene stockt, müssen Kommunen daher selbst aktiv werden- und dabei die Bürger mit ins Boot nehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Titelbild: Andreas Glücklhorn, <a href="https://unsplash.com/photos/7nV4CZSIoxg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Unsplash</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Das vergessene Land: Wie Telemedizin Ärzten und Patienten neue Möglichkeiten eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 12:10:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Health]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landflucht]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung der Medizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielerorts sind ländliche Arztpraxen überlaufen und können ihre dringend benötigten Kapazitäten wegen akutem Ärztemangel nicht weiter ausbauen. Auf dem Land [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/telemedizin.cut_.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-155510" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/telemedizin.cut_.jpg" alt="telemedizin.cut" width="681" height="386" /></a><br />
Vielerorts sind ländliche Arztpraxen überlaufen und können ihre dringend benötigten Kapazitäten wegen akutem Ärztemangel nicht weiter ausbauen. Auf dem Land gibt es zu wenige Allgemeinärzte, ganz zu schweigen von Fachärzten. Besonders ältere Landbewohner mit eingeschränkter Mobilität sind auf eine ausreichende medizinische Versorgung angewiesen. Digitale Lösungen können hier Abhilfe schaffen.</p>
<p>Der demografische Wandel spiegelt sich nicht nur im Durchschnittsalter der Landbewohner wider, sondern auch in der Zahl der Landärzte, die sich ihrem Ruhestand annähern. „Bis zum Jahr 2020 gehen rund 50.000 niedergelassene Ärzte in den Ruhestand“, so die <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article156800436/Land-sucht-Arzt-dramatische-Unterversorgung-droht.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welt</a>. Für Landbewohner ist diese Entwicklung dramatisch. Die selektive Abwanderung hat zur Folge, dass immer mehr junge, gut ausgebildete Menschen in die Städte ziehen. So auch die Mediziner. Der Ärztemangel auf dem Land trägt neben dem breiteren Angebot an Arbeitsplätzen und Bildungschancen in Städten zur Landflucht bei.</p>
<h3>Telemedizin als Ausweg?</h3>
<p>Telemedizin ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken, mit deren Hilfe Ärzte ihre Patienten unter räumlicher und zeitlicher Distanz behandeln können. Es soll das medizinische Fachpersonal bei ihrer Arbeit unterstützen, nicht ersetzen. Durch den Einsatz neuer Medien wie Videochats beschränkt sich der Direktkontakt zwischen Arzt und Patient auf die Fälle, in denen er wirklich erforderlich ist. Auch Rezepte kann der Arzt per Telemedizin einfach an die nächste Apotheke senden, sodass der Patient den weiten Weg zur Praxis vermeiden kann. Telemedizin ersetzt keine Behandlung, sie unterstützt lediglich die Beratung und Versorgung der Patienten.</p>
<p>Parallel vereinfacht Telemedizin die Vernetzung zwischen den Ärzten. Medizinische Befunde werden unter dem Fachpersonal ausgetauscht und Ärzte sowie Patienten können sich durch einen weiteren Spezialisten eine zweite Meinung einholen. Durch „Telemonitoring“, also Fernuntersuchung,-diagnose und –überwachung reduziert sich der Aufwand in Krankenhäusern, da die Fernüberwachung der Patienten durch digitale Dienste erfolgen kann.</p>
<h3>Entwicklung in Deutschland: E-Health Gesetz und Gesundheits-Apps</h3>
<p>In Deutschland steht die Telemedizin noch am Anfang. Neben der technischen Ausstattung müssen auch die gesellschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden.<br />
Viele ältere Patienten sind noch nicht digital angebunden. Um telemedizinische Behandlungsformen zu nutzen, muss ihnen der Umgang mit neuen Medien vermittelt werden. Schulungen sind erforderlich, um Ärzten als auch Patienten einen einfachen Einstieg in die Telemedizin zu ermöglichen. Darüber hinaus ist die Haftbarkeit bei einer Fehldiagnose und die Vergütung der Behandlung noch unzureichend geregelt.</p>
<p>„Es werden zum Teil hohe Maßstäbe angelegt, die auch einfache telemedizinische Verfahren in den Rang innovativer Medikamente rücken. Das heißt, die für die Gesundheitsleistungen zuständigen Organisationen verlangen für auch noch so einfache Anwendungen einen extrem anspruchsvollen wissenschaftlichen Nachweis für den Nutzen“, so Prof. Dr. med Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin. Die <a href="http://www.dgtelemed.de/index.php?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DGTelemed </a>ist ein Netzwerk und Lobbyverband der Telemedizin in Deutschland und Europa. Zu seinen Mitgliedern zählen Krankenhäuser, Hochschulen, Krankenkassen, ärztliche Körperschaften und andere Akteure mit dem Ziel, telemedizinisches Potential nutzbar zu machen.</p>
<p>Dass sich die Umsetzung in Deutschland als schwierig erweist, zeigt sich auch in der Berufsordnung der Landesärztekammern. Diese untersagt Ferndiagnosen zwischen Arzt und Patienten. Eine Ausnahme ist Baden-Württemberg. Dort wurde diese Regelung für erste Pilotprojekte <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73817/Modellprojekte-zur-Fernbehandlung-Landesaerztekammer-Baden-Wuerttemberg-gibt-Startschuss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gelockert</a>. „Erstmals in Deutschland gestatten wir, dass ärztliche Behandlungen ausschließlich über Kommunikationsnetze durchgeführt werden“, berichtet Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer in Baden-Württemberg. Die Forderung vieler Mediziner auf dem kommenden deutschen Ärztetag in Erfurt lautet: Eine Neuformulierung und Anpassung der Berufsordnung, sowie die Modernisierung des Fernbehandlungsverbotes.</p>
<p>Ein Anbieter solcher Dienste ist <a href="https://www.teleclinic.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teleclinic</a>. Durch Telefonate und Chats stehen Patienten rund um die Uhr in Kontakt mit medizinischem Fachpersonal. Teleclinic darf an privat-versicherte Patienten aus Baden-Württemberg Rezepte ausstellen.</p>
<p>„Hallo Sarah, ich bin hier um zu helfen. Starte einfach einen neuen Fall“. Das Berliner Startup <a href="https://ada.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ada Health“</a> entwickelte ein App, um Menschen bei ihren Symptomen zu beraten und gegebenenfalls herauszufinden, ob es notwendig ist, einen Arzt aufzusuchen. Der Assistent analysiert und vergleicht die vom User eingegebenen Daten und bietet dabei eine Entscheidungshilfe für die Patienten an. Aber auch Ärzte können die neue App nutzen. Ada ist nach Angaben der Anbieter in der Lage, 1.500 Krankheitsbilder und 200 seltene Krankheiten zu erkennen, mehr Diagnosen als ein einzelner Arzt stellen kann.</p>
<p>In Deutschland verläuft die Etablierung von Gesundheits-Apps langsamer als in anderen Ländern, auch aufgrund des Datenschutzes. Die derzeit geltenden Regulierungen zum Thema E-Health und Telemedizin sind sehr streng, sodass das Berliner Startup in anderen Ländern erfolgreicher als in Deutschland ist.</p>
<p>Das von der Bundesregierung im Jahr 2015 erlassene E-Health Gesetz deutet einen Wandel an. „Das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) enthält einen konkreten Fahrplan für die Einführung der digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards im Gesundheitswesen und nutzbringender Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte“, so das <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health-gesetz/?L=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesundheitsministerium</a>. Ziel ist, bis zum Ende 2018 alle Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken an das digitale Infrastrukturnetz anzuschließen. Neben einem elektronischen Patientenfach, auf das jeder Patient Zugriff hat, einer elektronischen Patientenakte, in die verschiedene Ärzte Einsicht haben, soll die elektronische Gesundheitskarte mit wichtigen Notfalldaten des Patienten flächendeckend eingeführt werden. In Ländern wie Schweden oder der Schweiz ist der Einsatz von Telemedizin schon heute Teil der erfolgreichen gesundheitlichen Grundversorgung.</p>
<h3>Herausforderungen</h3>
<p>Durch Telemedizin oder Gesundheits-Apps geben Patienten private Informationen über sich preis, die sie bisher nur ihrem Arzt persönlich anvertraut haben. Daher muss sichergestellt werden, wer die Daten organisieren und einsehen darf. Arztpraxen und Krankenhäuser müssen sich vor Hackerangriffen schützen. Deshalb muss eine umfangreiche Aufklärungsarbeit in diesem Bereich erfolgen. Zugleich birgt der Einsatz neuer Techniken Gefahr, das Arzt-Patienten-Verhältnis zu verschieben. Durch den nicht-persönlichen Kontakt verliert die individuelle Beratung und Betreuung an Bedeutung.</p>
<p>Auch Krankenkassen stehen vor der Aufgabe, die digitale Transformation umzusetzen. „Die wichtigsten Herausforderungen bestehen darin, kluge und gute Regelungen für die Finanzierung und Vergütung von telemedizinischen Leistungen zu finden“, so Rainer Beckers, Geschäftsführer der ZTG GmbH (Geschäftsbereich Telemedizin).</p>
<p>Ja, Telemedizin führt zu einer Veränderung in der medizinischen Grundversorgung. Der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient und die individuelle Betreuung ist bisher ein großer Einwand gegen den Einsatz telemedizinischer Versorgung. Möglich ist aber auch, dass die Betreuung an Qualität gewinnt, da die Mediziner durch telemedizinische Behandlungsmethoden mehr Zeit für den Patienten zur Verfügung haben.</p>
<p>Besondere Herausforderungen hierbei sind die Ausstattung mit technischen Geräten, eine gute und sichere Internetverbindung, Datenschutz und klare Richtlinien. All diese Forderungen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, telemedizinische Behandlungsformen in der medizinischen Grundversorgung zu verankern. Doch sollte das mittlerweile nicht möglich sein? In der heutigen Zeit entstehen ständig neue Innovationen und Konzepte durch die digitale Transformation. Wieso nicht auch in der Medizin? Für Landbewohner kann die neue Behandlungsform von großem Nutzen sein. Ältere und chronisch kranke Menschen sind nicht mehr auf die Hilfe anderer beim Arztbesuch angewiesen und müssen wegen ihres gesundheitlichen Zustandes nicht in die Stadt umziehen. Die Digitalisierung ist längst im Gesundheitswesen angekommen. Nun ist es Zeit diese auch umzusetzen.</p>
<p>Unter dem Motto „das vergessene Land“ beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Herausforderungen ländlicher Regionen und den neuen Chancen durch den digitalen Fortschritt. Lesen Sie <a href="http://politik-digital.de/news/das-vergessene-land-wie-digitalisierung-die-landflucht-stoppen-kann-154501/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> über die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Arbeitswelt im ländlichen Raum.</p>
<p>Titelbild:  <a href="https://unsplash.com/@rawpixel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rawpixel</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/9K_tJ7dxYSU" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsplash</a>, CC0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das vergessene Land: Wie Digitalisierung die Landflucht stoppen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2018 14:23:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Ob Hessen, Sachsen oder Baden-Württemberg &#8211; Ein Großteil peripherer Räume ist mit der Bevölkerungsabwanderung in urbane Gebiete konfrontiert. Landbewohner*innen suchen das Stadtleben auf, um unter anderem die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten zu nutzen. Digitalisierung könnte einen Weg aufzeigen, dem entgegenzuwirken. Welche digitalen Möglichkeiten gibt es, den Standort „Land“ für Unternehmen attraktiver zu gestalten?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Seine Kindheit in einem Dorf zu verbringen hat große Vorteile. Der geringe Verkehrsfluss ermöglicht, die Straße vor der Haustür in ein Kreidekunstwerk zu verwandeln, der Wald gleicht einem riesigen Abenteuerspielplatz, und die frische Luft ist die beste Medizin für die kindliche Gesundheit.</p>
<p>Für Erwachsene und Arbeitnehmer*innen kann das Landleben eine enorme Last bedeuten. Eine Großzahl an Arbeitsplätzen ist in Ballungsgebieten zu finden, sodass lange Pendelwege für viele Landbewohner*innen zum Alltag gehören. Wegen geringer Nachfrage sind die Busverbindungen unregelmäßig und der wöchentliche Einkauf nur mit einem Auto möglich. Auf dem Land zu wohnen, fordert eine umfangreiche Planung, Spontanität ist ohne Auto schlichtweg unmöglich und Stress gehört zum Alltag einer jeden Familie. Oft entscheiden sich Familien deshalb dazu, dass ruhige und naturnahe Landleben hinter sich zu lassen, um in Städten ein neues Leben zu beginnen. Viele Schulen müssen schließen, Geschäfte gehen wegen zu geringer Nachfrage insolvent und der fehlende Breitbandausbau hält zukunftsorientierte Unternehmen ab, sich dort anzusiedeln.</p>
<h3>Demografischer Wandel und selektive Abwanderung</h3>
<p>Im Jahr 2000 wohnten 15,5% der deutschen Bevölkerung in Großstädten, bis zum Jahr 2030 könnte <a href="https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/bevoelkerungsentwicklung-ansturm-auf-die-metropolen-deutschlands/9686324.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Zahl laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln</a> (IW Köln) auf 19% anwachsen, Tendenz steigend. Bessere Bildungschancen, mehr Arbeitsplätze, gesundheitliche Versorgung und Mobilität sind Beweggründe für den Zuzug in die Städte. Bis zum Jahr 2050 könnte der demografische Wandel in Deutschland zu einem Einwohnerverlust <a href="https://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Doerfer_2011/Die_Zukunft_der_Doerfer_Webversion.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von 12 Millionen Menschen</a> führen. Ländliche Regionen sind davon besonders stark betroffen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen und das ruhige Landleben hinter sich lassen.</p>
<p>Man kann schon von einem Teufelskreis sprechen: Wegen geringer Nachfrage auf dem Land, melden ansässige Unternehmen die Insolvenz an oder verlegen ihren Standort in Ballungsgebiete. Die Zahl der Arbeitsplätze sinkt und junge Menschen suchen ihr Glück und eine*n Arbeitgeber*in in der Stadt auf. Durch den Einwohnerverlust nehmen die Kaufkraft und die Attraktivität der Region ab. Durch den Rückgang gut ausgebildeter Arbeitnehmer*innen sinken die Steuereinnahmen und somit die Investitionsbereitschaft der Kommunen. In diesem Zusammenhang wird von einer „selektiven Abwanderung“ gesprochen. Die Wahrscheinlichkeit in urbane Gebiete zu ziehen ist bei jungen, gut ausgebildeten Menschen höher als in anderen Gruppen.</p>
<h3>Der Breitbandausbau stockt</h3>
<p>Da sich die Arbeitsweise in vielen wirtschaftlichen Bereichen ändert, kann Digitalisierung ein Lösungsweg gegen die Landflucht aufzeigen. Viele Arbeitnehmer*innen benötigen nicht viel mehr als einen Computer und eine schnelle Internetverbindung zum Ausüben ihrer Tätigkeit. Die Niederlassung eines Betriebs in urbane Gebiete, ist in vielen Fachbereichen nicht mehr zwingend notwendig. Die digitale Transformation ermöglicht, Erledigungen, Einkäufe, aber auch geschäftliche Angelegenheiten über den Laptop zu steuern.</p>
<p>Unternehmen in Ballungsgebieten profitieren von Internetverbindungen von bis zu 50Mbit/s. Zum Alltag mittelständischer Unternehmen in ländlichen Regionen gehören Downloadgeschwindigkeiten von unter 10 Megabit pro Sekunde. Die Bereitstellung einer zuverlässigen und schnellen Internetverbindung könnte für ländliche Räume von großem Nutzen sein, da diese ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen ist. Aber nicht nur Unternehmen würden von schnelleren Verbindungen profitieren, auch Landbewohner*innen können sich entscheiden, ob sie vom heimischen Schreibtisch oder im Unternehmen arbeiten wollen.</p>
<p>In vielen peripheren Regionen in Deutschland muss der Breitbandausbau vorangetrieben werden. Das Problem: Ohne öffentliche Fördergelder besteht für private Telekommunikationsanbieter kein Anreiz, große Flächen mit Glasfaserleitungen auszustatten. Die einzelnen Kommunen müssen selbst handeln, wofür sie oftmals nicht das nötige Geld besitzen.  „42 % aller deutschen Unternehmen mit Zugang zum Internet und mindestens 10 Beschäftigten verfügten im Jahr 2017 über einen schnellen Internetanschluss“, gab <a href="https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/01/PD18_023_52911.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung</a> bekannt. Weniger als die Hälfte aller deutschen Unternehmen haben eine auszureichende Internetverbindung.</p>
<p><a href="https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2018/03/2018-03-14-koalitionsvertrag.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Im Koalitionsvertrag</a> der neuen Bundesregierung heißt es: „Wir wollen den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen bis zum Jahr 2025 erreichen“. Eine ähnliche Äußerung formulierte Peter Altmaier von der CDU bereits einige Jahre zuvor, in der es hieß: „Bis zum Ende des Jahres 2018 soll eine flächendeckende Versorgung von 50 Megabit die Sekunde gewährleistet werden. Wir wollen in den nächsten vier Jahren, die bürger- und anwenderfreundlichste öffentliche Verwaltung in ganz Europa werden.“ Eingehalten wurde das Ziel aber bisher nicht.</p>
<h3>Neue Arbeit und neue Ideen: Coworking Spaces auf dem Land</h3>
<p>Digitalisierung kann der Landflucht etwas entgegensetzen. Dieser Fortschritt muss genutzt werden, um auf dem Land erfolgreich zu wirtschaften. Dabei bedarf es der Ansiedlung von zukunftsorientierten Unternehmen, die Arbeitnehmer*innen aus dem Umkreis beschäftigen und somit die Attraktivität der Region verbessern. Durch die Digitalisierung werden Arbeitsabläufe erleichtert, Prozesse durch Softwarelösungen schneller und die Vernetzung zwischen den Unternehmen führt zu einer Förderung der niedergelassenen Wirtschaft. Arbeitnehmer*innen ersparen sich das tägliche Pendeln und unterstützen durch ihre Steuerabgaben die kommunale Wirtschaft. Familien können dort leben, wo sie sich die Immobilien leisten können, abseits der Großstadthektik und inmitten der Natur.</p>
<p>Bisher existiert diese Form der Arbeitsstätte größtenteils in Großstädten, sowie vereinzelt in Klein- und mittelgroßen Städten. Diese neue Art von gemeinschaftlichem Arbeiten dient der Vernetzung von Unternehmen, Freiberufler*innen und Startups. Sie arbeiten – je nach Konzept – gemeinsam oder auch unabhängig voneinander in mehr oder weniger offenen Räumen, und können durch den Austausch gegenseitig voneinander profitieren. Wieso also nicht auch in ländlichen Gebieten?</p>
<p>Tobias Kremkau, Coworking-Manager des “<a href="http://sanktoberholz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">St. Oberholz</a>”sieht hierbei sehr viel Potential. In vielen ländlichen Räumen stehen Immobilien frei, die genutzt werden könnten, um Coworking Spaces zu errichten. Wenn es mit dem Arbeitgeber*innen vereinbar ist, und die Arbeitnehmer als „digitale Nomaden“ lediglich einen Schreibtisch und Internet benötigen, müssen Angestellte und Freiberufler*innen nicht mehr täglich in die Stadt pendeln, sondern können in ihrer Kommune ihre Arbeit ausführen. Der Vorteil gegenüber dem klassichem Home-Office ist, dass sich Arbeitnehmer im Umkreis von Arbeitskolleg*innen bzw. „Coworkern“ befinden, sodass eine „Büroatmosphäre“ und weitere positive Nebeneffekte wie Vernetzung und gemeinsame Projekte entstehen können. „Kommunen müssen verstehen, dass sie im globalen Wettbewerb um Aufmerksamkeit stehen. Und, dass die Zielgruppe interessant für sie ist. Allein zu erkennen, dass das Menschen sind, die ihre Arbeit mitbringen, also Einkommen, aus dem sie dann vor Ort ihre Steuern zahlen, scheint viele Kommunen noch zu überfordern“, so <a href="https://twitter.com/Isarmatrose" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Kremkau</a>.</p>
<p>Die großen Hürden müssen sicherlich noch gemeistert werden: Schnelles Internet auch auf dem Land und ein politischer Diskurs, der sich mit den Potentialen und Herausforderungen ländlicher Räume beschäftigt. Ländliche Regionen müssen die Möglichkeit der digitalen Transformation der Gesellschaft nutzen, um ihren Standort für Unternehmen, Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen attraktiver zu gestalten.</p>
<p>Dieser Artikel ist der erste Teil einer Reihe, die sich mit den unterschiedlichen Herausforderungen ländlicher Regionen und den neuen Chancen durch den digitalen Fortschritt beschäftigt.</p>
<p>Titelbild: ThomasWolter via <a href="https://pixabay.com/de/tilt--shift-dorf-landschaft-1073222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>,<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC0</a>, bearbeitet.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<title>“Bildung für und über Big Data”: Neue Studie erschienen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2018 10:08:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Begriff „Big Data“ gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine festgelegte Definition, die die Komplexität dahinter erfasst, existiert bisher nicht. Ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/system-2660914_960_720bearbeitet1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154383" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/system-2660914_960_720bearbeitet1.jpg" alt="system-2660914_960_720bearbeitet1" width="640" height="280" /></a>Der Begriff „Big Data“ gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine festgelegte Definition, die die Komplexität dahinter erfasst, existiert bisher nicht. Ein Gutachten des interdisziplinären Forschungsclusters „Abida“ hat untersucht, wie sich deutsche Bildungsangebote mit Big Data und der digitalen Transformation beschäftigen.</p>
<h3>Big Data, Algorithmen und künstliche Intelligenz</h3>
<p>„Keine Daten zu benutzen ist so unmöglich wie kein Wasser zu nutzen“, konstatiert Andreas Weigend, ehemaliger Chefwissenschaftler von Amazon. Mit der Digitalisierung entstehen riesige Datenmengen, aus denen gewinnbringende Ergebnisse entstehen können. Seit dem Jahr 2002 existieren mehr digitale als analoge Daten, alle zwei Jahre verdoppelt sich die Anzahl. Sei es der Einkauf auf Amazon, die Nutzung einer Navigations-App, ein „Gefällt mir“- Klick auf Facebook oder der Chatverlauf in sozialen Netzwerken. Mit jeder Internetnutzung vergrößert sich der digitale Fingerabdruck der Internetnutzer. Die Daten werden analysiert und sortiert, um wirtschaftliches Nutzen zu erzeugen, wie zum Beispiel Werbung, die an individuelle Interessen angepasst und personalisiert werden. Die große Masse an Individualdaten im Netz wird als „Big Data“ bezeichnet. Algorithmen haben die Zuständigkeit, die Datensammlungen mithilfe eines Auswertungsprozesses zu analysieren und die relevanten Informationen zu „Smart Data“ zu bündeln.</p>
<p>„Die Korrelationen die ausgerechnet werden, sagen uns nicht warum etwas geschieht, aber sie machen uns darauf aufmerksam das etwas passiert.“ So können Algorithmen Zusammenhänge berechnen, die teilweise für Menschen absurd erscheinen, sich in der Realität jedoch bewahrheiten.</p>
<p>Die Analysemuster der Algorithmen werden in vielen wirtschaftlichen Bereichen genutzt: Kreditunternehmen bewerten durch mathematische Berechnungen die Kreditwürdigkeit ihrer Gläubiger, Polizisten grenzen den Ort bevorstehender Kriminaltaten ein und Unternehmen passen ihre Werbung an die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten an.</p>
<p>Das selbstbestimmende Individuum steht vor neuen Herausforderungen. Der Ruf nach mehr Digital- und Medienbildung wird immer lauter. Wie kann der Mensch Aufklärung über Algorithmen, Big Data und künstliche Intelligenz erhalten? Wie reagieren Bundesregierung und Anbieter des politischen Diskurses auf die neue Materie?</p>
<h3>Bildung und Medienbildung über Big Data</h3>
<p>Das Deutschland dringenden Nachholbedarf bei verschiedenen Facetten der Digitalisierung hat, steht außer Frage. Auch zum Thema Big Data gibt es nur eine geringe Anzahl an Angeboten, die sich mit den Chancen, Funktionen und den Gefahren beschäftigen. Die digitale Agenda 2014-2017 des deutschen Bundestages spricht die Grundsätze der Digitalpolitik in Zeiten des digitalen Wandels an. Big Data wird zwar in dem Papier erwähnt, erhält jedoch nicht die erforderliche Aufmerksamkeit. Nur jedes fünfte Unternehmen in Deutschland nutzt Big Data, während internationale Großkonzerne wie Facebook und Google mit der Verarbeitung von Daten weit fortgeschritten sind. Die Anforderung an die Politik: Weiterbildungs-und berufliche Qualifizierungsangebote mit Fokus auf die Digitalisierung weiter ausbauen.</p>
<p>Ziel der Bundesregierung ist die Förderung digitaler Bildung in Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  will mithilfe von „Learning Analytics“, also Auswertungen von Benutzerdaten, digitale Kompetenzen an Bürger vermitteln. Auch Landesregierungen wie in Nordrheinwestfalen legen einen Medienkompetenzrahmen vor, der folgende Absicht definiert: „Ziel des Medienkompetenzrahmen NRW ist es, alle Kinder und Jugendlichen zu einem sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu befähigen und neben einer umfassenden Medienkompetenz auch eine informatische Grundbildung zu vermitteln”. Außer-sowie innerschulische Bildungsangebote sollen ermöglichen, die Kompetenzen der Schüler sowie der Lehrer im Umgang mit Big Data und digitaler Bildung zu fördern.</p>
<p>Akteure der politischen Bildung wie die “Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)“ bieten ebenfalls umfangreiche Angebote zum Thema „Big Data“ an. Darunter Dossiers, Experteninterviews und medienpädagogische Angebote. Auch Landeszentralen zeigen durch Kurzvideos und Mini-Games zur Datenerfassungen Möglichkeiten auf, dem Thema „Big Data“ näher zu kommen.</p>
<h3>Zielgruppe Schüler</h3>
<p>Das Ergebnis einer Studie der ICILS-2013 lautete: Die Achtklässler verfügen nur über ein mittleres Kompetenzniveau zum Thema „Computer- und informationsbezogene Fertigkeiten.“ Viele Schüler sind nicht in der Lage, sicher und selbstständig erhaltene Informationen zu bewerten. 99% der Schüler fordern ein vermehrtes Angebot zu digitalen Themen wie rechtliche Fragen im Internet und Programmieren. Ein interessantes Ergebnis des Gutachtens betrifft die Privacy-Kompetenz und die Datenpreisgabe. Die bisherige Annahme lautete, dass die Datenpreisgabe gering ist, sobald ein User über eine hohe Privacy-Kompetenz besitzt. Doch dem ist nicht so. Je größer das Wissen ist, dass die eigenen Daten verarbeitet und analysiert werden, desto höher ist die Datenpreisgabe.<br />
Das Gutachten zeigt, dass Themen wie Big Data nicht fester Bestandteil des Lehrplans sind, sondern nur in Zusatzangeboten der Schulen oder außerschulischen Projekten bereitgestellt werden. Schon jetzt befassen sich viele Anbieter mit der Digitalisierung und tragen dazu bei, das Thema in einem gerechten Kontext zu vermitteln. Die Unterrichtsinhalte in Schulen zu Big Data stehen jedoch noch am Anfang. Es wird dringend gut ausgebildetes Personal benötigt, dass  die Rolle des Wissensvermittlers einnimmt. Daher lautet eine zentrale Erkenntnis der <a href="http://www.abida.de/sites/default/files/Gutachten_Bildung.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>: Wir brauchen mehr Aus-und Weiterbildungsangebote, die kontinuierlich die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung behandeln.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>Titelbild: geralt via <a href="https://pixabay.com/de/system-netz-netzwerk-verbindung-2660914/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CCO</a>, bearbeitet.</p>
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		<title>Bundestagswahl 2017: Kaum Unterschiede bei der Google-Suche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Mar 2018 15:19:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Personalisiert Google meine politischen Suchergebnisse? Werden meinem Nachbar andere Inhalte angezeigt, wenn er im Internet nach der gleichen Partei sucht? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Algorithmen.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154300" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Algorithmen.jpeg" alt="Anzeige turi.indd" width="640" height="280" /></a>Personalisiert Google meine politischen Suchergebnisse? Werden meinem Nachbar andere Inhalte angezeigt, wenn er im Internet nach der gleichen Partei sucht? Nein, die Ergebnisse gleichen sich, lautet das Fazit einer Studie die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Studie „Datenspende: Google und die Bundestagwahl 2017“, eine Kooperation der Initiative „AlgorithmWatch“ und sechs Landesmedienanstalten, beschäftigte sich mit der personalisierten Google-Suche zum Thema „Bundestagswahl 2017“. Das im Juli 2017 gestartete Projekt wertete mithilfe eines Browserplugins die Suchanfragen 4.384 freiwilliger Teilnehmer aus und untersuchte ihre Google-Suchergebnisse auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Erhalten Personen mit unterschiedlichen Meinungen und Vorlieben, die gleichen Suchergebnisse auf Google?</p>
<h3>Personensuche weist gleiches Ergebnis auf</h3>
<p>Katharina Zweig, Professorin an der TU Kaiserslautern stellte das überraschende Ergebnis vor. Die Filterblasentheorie von Eli Pariser aus dem Jahr 2011 konnte nach Auswertung der Daten nicht bestätigt werden. Begriffe wie „Cem Özdemir“, „Alexander Gauland“  oder „Angela Merkel“, die zeitgleich gesucht wurden, entsprachen bis zu neunzig Prozent den Suchergebnissen der anderen Teilnehmer.</p>
<p>Im Vergleich zur Personensuche wichen die Suchergebnisse nach Parteien stärker voneinander ab. Doch auch hier konnte die Theorie nicht bestätigt werden, da die Teilnehmern aufgrund regionaler Unterschiede abweichende Links zu ortsansässigen Parteien erhielten. Von einem personalisierten Suchergebnis kann daher nicht gesprochen werden.</p>
<h3>Filterblasen und Echokammern beeinflussen unsere Denkweise</h3>
<p>Die Filterblasentheorie von Eli Pariser aus dem Jahr 2011 findet zumindest in der Google-Suche von politischen Begriffen keine Anwendung.</p>
<p>Der Begriff einer „Filterblase“ wird im Zusammenhang mit Algorithmen häufig verwendet. Eli Pariser, ein amerikanischer Polit-Aktivist löste mit dem Begriff  der „Filter Bubble“ eine weltweite Debatte über personalisierte Inhalte im Internet aus. Die Idee: Durch das Klickverhalten im Netz offenbaren Menschen ihre Vorlieben. Ein Algorithmus lernt aus dem Verhalten des Nutzers und bietet ihm Inhalte an, die seinen Interessen und Präferenzen entsprechen, sprich: der Algorithmus personalisiert sein Suchergebnis. Dadurch sieht der Nutzer durch einen Filter nur noch den Ausschnitt der Welt, der mit seinen eigenen Interessen, Präferenzen und Überzeugungen übereinstimmt.  Allerdings ist die Theorie der Filter-Bubble umstritten, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/twitter-datenanalyse-wir-hatten-eine-falsche-vorstellung-von-der-filterblase-a-1185406.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch Untersuchungen über Twitter haben die Vermutung nahgelegt, dass Nutzer weniger isoliert von anderen Ansichten sind, wie es Pariser zuvor annahm.</a></p>
<h3>Zukünftige Maßnahmen für den Umgang mit Algorithmen</h3>
<p>Nach der Präsentation der Ergebnisse ging es auf dem Podium um den Umgang mit Algorithmen. Da diese beim Sortieren von Informationen unverzichtbar sind, muss zukünftig gewährleistet sein, dass sie nicht missbräuchlich arbeiten.  Die Einführung eines „Algorithmen-TÜV“ soll die Aufgabe haben, Mindeststandards wie Transparenz, Berichtspflicht und Diskriminierungsfreiheit zu garantieren. Siegfried Schneider, Präsident der bayerischen Landeszentrale für neue Medien, fordert eine bessere Kontrolle von Personen, die Algorithmen entwickeln. Darüber hinaus soll der neue Beruf des „Data Scientist“ darauf abzielen, die Auswirkungen programmierter Algorithmen zu bewerten.  Die geforderte Transparenz stehe im Interesse der Verbraucher- und Persönlichkeitsrechte. Aber auch  Nutzer müssen an ihrer Medienkompetenz arbeiten und ihr Wissen über die Effekte algorithmischer Filterung vertiefen.</p>
<p>Dr. Anja Zimmer , Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), machte abschließend deutlich, dass die Studie lediglich eine Momentaufnahme eines begrenzten Zeitraums über einen Anbieter (hier: Google) ist. Man dürfe das Ergebnis nicht verallgemeinern und auf andere Anbieter wie Facebook projizieren. Auch für Google könnte das Ergebnis bei der nächsten Wahl schon anders ausfallen.</p>
<p>Titelbild: Veranstaltung &#8220;Algorithmen transparent machen&#8221;, bearbeitet</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>YouTube statt Lexikon: Politische Bildung mit Tutorials</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/politische-bildung-mit-tutorials-154253/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2018 14:10:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie nennen sich MrWissen2Go, was geht ab!? oder explainity. Das Videoportal YouTube wird immer häufiger zu einem Ort, an dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/artikelbild-kamera2.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154277" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/artikelbild-kamera2.png" alt="artikelbild kamera" width="640" height="350" /></a>Sie nennen sich MrWissen2Go, was geht ab!? oder explainity. Das Videoportal YouTube wird immer häufiger zu einem Ort, an dem nicht-offizielle Anbieter neue Formen der politischen Wissensvermittlung etablieren. Mithilfe Erklärungsvideos zu politischen Sachverhalten wird den Zuschauern die Möglichkeit geboten, sich eine eigene Meinung zu verschaffen und diese in einer konstruktiven Auseinandersetzung innerhalb des Kanals zu vertreten. Ist diese Art der Informationsbereitstellung eine zeitgemäßere Form politischer Bildung und können traditionelle Anbieter noch mithalten?</p>
<p>Die Bereitstellung von kostenloser, frei zugänglicher Bildung ist laut dem Grundgesetz die Aufgabe des Staates. Das schließt nicht aus, dass neben diesem Angebot noch weitere private Anbieter zur Vielfalt des Bildungsangebotes beitragen.</p>
<p>Durch die Digitalisierung in sämtlichen Lebensbereichen, entstehen neue Bildungskonzepte, die das bestehende Angebot erweitern. Darunter eine neue Art des sogenannten „non-formalen Bildungsangebotes“, die die Kompetenzen und Fähigkeiten der Bürger außerhalb ihrer formalen und schulischen Bildung erweitern wollen. Sind es zum einen sogenannte „Tutorials“, also filmische Gebrauchsanweisungen, die den Zuschauern das Alltagsleben erleichtern sollen, bieten Personen und Unternehmen über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und YouTube, Bildungsmöglichkeiten an, die User über aktuelle Themen informieren.</p>
<h3>MrWissen2Go, explainity &amp; Co.</h3>
<p>Eine Vorreiterfunktion nimmt Mirko Drotschmann mit seinem YouTube-Kanal „Mr Wissen2Go“ ein. Der Moderator der Kindernachrichtensendung „Logo“ ist seit 2012 als sogenannter „Vlogger“ (Video-Blogger) auf seinem YouTube-Kanal „MrWissen2Go“ zu sehen und gibt per Erklärungsvideos sein Wissen weiter. Die Videos dienen dem Zweck, jungen wissbegierigen Menschen politische Prozesse, geschichtliche Ereignisse und komplexe Zusammenhänge übersichtlich und reduziert darzustellen.</p>
<p>Zu seiner Zielgruppe gehören Jugendliche, die sich auf bevorstehende Klausuren vorbereiten müssen oder sich außerhalb schulischer Notwendigkeiten, weiterbilden wollen. Doch was macht ihn so erfolgreich? Weshalb nutzen Bürger die Plattform YouTube, um sich Informationen anzueignen, die sie in der Schule oder auf anderem Bildungsweg erhalten könnten?</p>
<h3>Das Angebot profitiert von Glaubwürdigkeit und Komplexitätsreduktion</h3>
<p>In der Schule fällt es vielen Kindern und Jugendlichen schwer, aufkommende Fragen in einem Klassenumfeld zu äußern. Faktoren wie Scham und Angst vor dem Spott der Schulkameraden lassen die Schüler lieber schweigen, als ihre Frage zu stellen.</p>
<p>Durch die Möglichkeit, als anonymer Benutzer in sozialen Netzwerken wie YouTube seine eigenen Vorschläge zu Themen einzubringen, Aussagen zu hinterfragen oder unangenehme Fragen zu stellen, wird eine Möglichkeit des Austausches geschaffen, der die User zu einer kritischen Auseinandersetzung  mit dem Thema animiert. Die entstehende Nähe zwischen dem Nutzer und dem Anbieter, führt zu Glaubwürdigkeit und Augenhöhe. YouTube-Stars und ähnliche Influencer (Personen mit starker Präsenz und hohem Ansehen in sozialen Netzwerken) leben von ihrer Glaubwürdigkeit, Authentizität und der Entwicklung zu einer Identifikationsfigur, auch wenn die Glaubwürdigkeit einiger Influencer in der letzten Zeit gelitten ha<a href="http://www.horizont.net/marketing/kommentare/Bifi-Bloggergate-und-Co.-Influencer-Marketing-muss-endlich-erwachsen-werden-164907" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t</a>.</p>
<p>Während traditionelle Nachrichtenformate auf eine Sprache zurückgreifen, die für junge Menschen schwer verständlich ist, füllen politisch informierende YouTube-Formate diese Lücke aus und gestalten ihre Beiträge auf leicht verständliche Weise. Dabei achten sie darauf, dass aktuelle Ereignisse in einen geschichtlichen Kontext eingebunden werden, um Nutzer die Möglichkeit zu bieten, die neue Information in ihr vorhandenes Wissen einzuordnen.</p>
<p>Ein weiterer Anbieter ist der YouTube-Kanal „explainity“. Die Idee: Die Meinungsbildung junger Menschen durch unabhängige, klare und komplexitätsreduzierte Videos zu fördern.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nahostkonflikt-YouTube.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154254" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nahostkonflikt-YouTube.png" alt="Nahostkonflikt YouTube" width="640" height="280" /></a></p>
<p>Der Kanal explainity veröffentlich einmal pro Monat einen maximal 10-minütigen Beitrag über gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Phänomene. So werden beispielsweise der Syrien-Konflikt oder die Datenschutzgrundverordnung in animierten Clips anschaulich erklärt. Entscheidend ist dabei die Reduzierung komplexer Sachverhalte auf einfache Erklärungen, die zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik anregen sollen. Ähnlich wie bei MrWissen2Go werden Themenvorschläge via Facebook aufgegriffen und in einem Themenpool gesammelt und umgesetzt. Ziel des Angebotes ist, Menschen mit geringem Vorwissen bei der Information und Meinungsbildung zu unterstützen. Andreas Ebert, Geschäftsführender Gesellschafter von explainity, geht davon aus, dass das Aufkommen alternativer Bildungsangebote voranschreiten und das deutsche Bildungswesen durch neue Bildungsansätze herausfordern wird.<strong> </strong></p>
<h3>Die neuen Herausforderungen für traditionelle Weiterbildungsanbieter</h3>
<p>Immer weniger Menschen schlagen ein Lexikon auf, um die Definition eines Begriffes nachzulesen. Knapp jeder zweite Erwachsene in Deutschland nutzt ein digitales Medium, um sich außerhalb des beruflichen Kontextes weiterzubilden. Dass Interessierte dabei problemorientiert und nicht anbieterorientiert vorgehen, stellt Julia Behrens, Project-Managerin von „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann Stiftung, in einem Interview klar: „Wenn jemand digitale Weiterbildung nutzt, dann passiert das meist aus Eigeninitiative und von zu Hause aus. Dabei wird selten konkret nach „Weiterbildung“ oder einem bestimmten Anbieter gesucht“. Das Projekt forscht mit Befragungen digitaler Nutzer die Ausprägungen und Auswirkungen digitalen Lernen<a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/monitor-digitale-bildung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">s</a>. Die Webportale  Google oder YouTube stützen durch die Masse ihrer Beiträge und die Vielfalt ihres Angebotes diese Vorgehensweise. Grund hierfür ist, dass die Nutzer an qualitativ hochwertigen, komplexitätsreduzierenden und spannenden Beiträgen von engagierten Anbietern interessiert sind und es für sie keinen hohen Stellenwert mehr hat, dass die Information von einer unabhängigen Institution zur Verfügung gestellt wird. Ein weiterer Vorteil kostenfreier Online-Angebote ist, dass dabei kein Risiko besteht, in eine falsche oder unzureichende Weiterbildung investiert zu haben.</p>
<p>Selbstverständlich greifen viele Lernende weiterhin auf traditionelle Anbieter zurück, allein, weil z.B. die Hilfe durch einen Tutor ein wichtiger Faktor für die individuelle Weiterbildung ist.</p>
<p>Doch wie können sich traditionelle Anbieter gegen die neuen Angebote durchsetzen? „Mit einer individuell und maßgeschneiderten Begleitung, die Online-Anbieter nicht gewährleisten können“, so Julia Behrens. Außerdem müssen auch die traditionellen Anbieter die neuen Möglichkeiten der digitalen Vermarktung für sich nutzen.</p>
<p>Immer wichtiger wird auch die Medienkompetenz der User, damit diese sicher zwischen unvoreingenommenen und parteiischen Anbietern unterscheiden können. Außerdem müsse der Bildungsbeitrag in den Schulen zum Thema Digitalisierung verbessert werden und neben dem Einsatz neuer Techniken die Neugestaltung der pädagogischen und didaktischen Konzepte ins Zentrum gerückt werden, so Andreas Ebert von explainity.</p>
<p>Aufgabe von Schulen und weiterer staatlicher Institutionen muss künftig sein, den Usern einen Weg aufzuzeigen, konstruktive und sachlich richtige Informationen von manipulativen Beiträgen unterscheiden zu können.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>Titelbild: PhotoMIX-Company via <a href="https://pixabay.com/de/objektiv-ausr%C3%BCstung-video-3143893/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Beitragsbild: YouTube Screenshot.</p>
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