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	<title>mhenschke &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>mhenschke &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Abseits der Breitbandgesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen und das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[DSL]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
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					<description><![CDATA[Bundesweit kämpfen Bürgerinitiativen für flächendeckende DSL-Versorgung. Trotzdem sind noch
immer ganze Kommunen abgeschnitten vom schnellen Netz. Da Betriebe wegbleiben und die junge Generation flüchtet, droht eine Zweiklassengesellschaft. Jetzt soll das EU-Parlament helfen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesweit kämpfen Bürgerinitiativen für flächendeckende DSL-Versorgung. Trotzdem sind noch<br />
immer ganze Kommunen abgeschnitten vom schnellen Netz. Da Betriebe wegbleiben und die junge Generation flüchtet, droht eine Zweiklassengesellschaft. Jetzt soll das EU-Parlament helfen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Mehr als 40 Millionen Deutsche sind heute im Netz unterwegs. 59<br />
Prozent surfen bereits per schnellem Breitbandanschluss –<br />
Tendenz steigend. Doch der <a href="http://www.zukunft-breitband.de/Breitband/Portal/Navigation/breitbandatlas.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandatlas</a><br />
des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Auch im Jahr 2007 gibt<br />
es noch immer Ortsteile und Kommunen, die abgeschnitten sind von<br />
der bundesweiten DSL-Internetgemeinde. Die Bürger sind hier<br />
schlimmstenfalls gezwungen, per Modem im Schneckentempo durchs Netz<br />
zu navigieren. Das bringt teilweise deutliche Nachteile in Schule<br />
und Job mit sich. Zahlreiche Gewerbetreibende haben es schwer, in<br />
der heute stark internetbasierten Geschäftswelt mitzuhalten.<br />
Auch die Lokalpolitik ist betroffen: So wollen zwar viele Kommunen<br />
per E-Government Verwaltungsdienste online erreichbar machen, sind<br />
aber aufgrund der schlechten Zugangsbedingungen gar nicht in der<br />
Lage dazu. Nicht nur die elektronische Verwaltung und Antragsstellung<br />
sind auf den schnellen Internetzugang angewiesen &#8211; ein Leben in<br />
der DSL-Ödnis macht es zudem vielen Bürgern auf Dauer<br />
nicht leicht, per Internet aktiv am politischen Leben in ihrer Gemeinde<br />
und im Bundeslandes mitzuwirken.
</p>
<p>
<b>Netzanbieter scheuen Ausbaukosten </b>
</p>
<p>
Dabei wäre eine flächendeckende Versorgung mit DSL technisch<br />
möglich – wirtschaftlich allerdings wenig rentabel. Kritiker<br />
bemängeln, Netzanbieter würden hierzulande vor allem profitorientiert<br />
denken. Fakt ist: Sie haben freie Hand bei der Entscheidung, welche<br />
Gebiete sie erschließen. In Foren oder etwa in einem <a href="http://www.wdr.de/themen/computer/internet/ohne_breitband/gaestebuch.jhtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gästebuch<br />
auf WDR.de</a> klagen Telekom-Kunden, das Unternehmen lehne ihre<br />
DSL-Anträge ab, da sich ein teurer Ausbau der Leitungen für<br />
das Unternehmen nur dort lohne, wo man viele Kunden vermutet. Dieser<br />
Vorwand sei „angesichts der Millionenausgaben für die<br />
DSL-Werbung aberwitzig“, schreibt ein Bewohner aus Lindlar<br />
bei Köln. Wer in dünn besiedelten Gebieten lebt, wartet<br />
womöglich noch Jahre auf die schnelle Verbindung. In manchen<br />
Fällen bleibt immerhin das langsamere Funk-DSL, womit das Hochladen<br />
größerer Daten jedoch zur Tortur wird, oder der Wechsel<br />
zur Konkurrenz. Die sträubt sich aber in der Regel vor Alleingängen.
</p>
<p>
Weil sich – gerade in ländlichen Gegenden der Republik<br />
– noch immer zahlreiche Internetnutzer mit Modem, ISDN oder<br />
DSL light und Preisen jenseits aller Flatrate-Grenzen plagen müssen,<br />
schossen in den zurückliegenden zwei Jahren Bürgerinitiativen<br />
wie Pilze aus dem Boden. Allein 20 Ortsteile ihrer Region ohne Chance<br />
auf DSL haben die Gründer der Webseite <a href="http://www.dsl-am-niederrhein.de/" target="_parent" rel="noopener noreferrer">DSL-am-Niederrhein.de</a><br />
aufgetan. Die Betreiber bieten ein Forum für örtliche<br />
Initiativen, führen die angeblich gesundheitsschädlichen<br />
Folgen von Funk-DSL auf und fordern mit mahnenden Worten von der<br />
Politik, endlich ganz Nordrhein-Westfalen mit DSL zu versorgen:<br />
„Oder macht es Euch stolz, dass wir von Staaten überholt<br />
werden, die vor 15 Jahren nicht einmal ein flächendeckendes<br />
Telefonnetz hatten.“
</p>
<p>
Für umfassende Bildung macht sich laut eigener Aussage der<br />
„<a href="http://www.dsl-am-niederrhein.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Förderverein<br />
Bürgernetz Dresden</a>“ stark und stellt seinen 1300<br />
Mitgliedern in der ganzen Stadt 80 Hotspots für drahtloses<br />
Surfen zur Verfügung. Die ebenfalls sächsische Bürgerinitiative<br />
„<a href="http://www.graefe.eu/pro-dsl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pro-DSL Röderstal</a>“<br />
bekam sogar Unterstützung vom parteilosen Bundestagsabgeordneten<br />
Henry Nietzsche, der sich direkt an den Telekom-Vorstand wandte.<br />
Einen ersten Teilerfolg konnten die 300 privaten Mitglieder und<br />
50 Firmen zumindest verbuchen: Mitbewerber Vodafone richtete ein<br />
UMTS-Netz ein. Auch im Märkischen Kreis, in Teilen von Thüringen<br />
und selbst 50 Kilometer vor Köln klaffen nach wie vor große<br />
DSL-Löcher. Nicht selten ein Grund für Betriebe und Unternehmen,<br />
diese Gemeinden als Standort zu meiden.
</p>
<p>
<b>Erfolgreiche Gegenwehr in Cuxhaven </b>
</p>
<p>
An der Nordsee zeigte man, wie trotz Widerstände der Sprung<br />
ins DSL-Zeitalter gelingen kann. Die Bürger Cuxhavens wollten<br />
sich, wie zahlreiche andere engagierte Gemeinden bundesweit, nicht<br />
abfinden mit der unfreiwilligen DSL-Abstinenz. Rund 12 000 Privathaushalte<br />
zählt die Stadt, hinzu kommen knapp 1000 Gewerbetreibende und<br />
Unternehmen. Im Oktober 2005 riefen betroffene Bewohner und Firmen<br />
die „Bürgerinitiative DSL für Cuxhaven“ ins<br />
Leben. Auf einer <a href="http://dsl-fuer-cuxhaven.de/content/view/4/5/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karte</a><br />
illustrierten die Mitglieder, welche Straßenzüge durch<br />
die DSL-Verfügbarkeitsprüfung der Telekom gerasselt sind.<br />
Ergebnis: Nahezu das halbe Stadtgebiet lag abseits moderner Highspeed-Leitungen.
</p>
<p>
Die Initiative setzte sämtliche Hebel in Bewegung. Alle Bürger,<br />
die ans schnelle Breitbandnetz wollten, registrierten sich der bei<br />
der Bedarfsanalyse der örtlichen Industrie- und Handelskammer.<br />
650 Wünsche gingen dort allein im ersten halben Jahr ein, über<br />
ein Drittel davon Gewerbebetriebe. Breitbandanbieter wurden kontaktiert,<br />
Flyer gedruckt, lokale Medien machten die Anstrengungen publik,<br />
im Dezember 2005 ging die selbstgebastelte <a href="http://dsl-fuer-cuxhaven.de/content/view/1/2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetpräsenz</a><br />
online. Immer wieder wandten sich die Initiatoren an die Telekom,<br />
die Industrie- und Handelskammer, das Amt für Wirtschaftsforschung<br />
und den Bürgermeister. Alle Anfragen und Schriftwechsel dokumentierten<br />
die Macher sorgfältig auf der eigenen Webseite, um die Cuxhavener<br />
auf dem Laufenden zu halten und Unterstützer zu gewinnen. Im<br />
Juli 2006 kündigte eine Firma zumindest den Bau eines DSL-Funknetzes<br />
an – wenn auch zu hohen Bezugspreisen. Wenige Wochen später<br />
sagte Marktführer T-Com zu, das gesamte Stadtgebiet mit DSL<br />
zu versorgen. Herbst 2006 ging im Ortsteil Döse endlich der<br />
erste nutzbare DSL 6000er-Anschluss online und im Februar dieses<br />
Jahres war es schließlich vollbracht. Stolz verkündete<br />
die Bürgerinitiative: „Es ist geschafft! In Cuxhaven<br />
ist DSL flächendeckend verfügbar.“
</p>
<p>
<b>EU-Petition eingereicht</b></p>
<p>Während im Nachbarland Schweiz ab 1. Januar 2008 eine Internet-Grundversorgungspflicht<br />
bis ins kleinste Alpendorf in Kraft tritt – mit Mindestgeschwindigkeit<br />
und festen Preisen – kommen aus der Bundespolitik noch keine<br />
Signale. Deshalb suchte in diesem Sommer eine Bürgerbewegung<br />
Hilfe auf EU-Ebene. Die nichtkommerzielle „<a href="http://www.geteilt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
gegen digitale Spaltung</a>“ forderte in einer Online-Petition<br />
das Europäische Parlament auf, eine gesetzliche Grundlage zu<br />
schaffen, „die es jedem ermöglicht, das Internet von<br />
seinem Heimatort mit einer angemessenen Qualität zu einem erschwinglichen<br />
Preis zu nutzen“. Die Parole lautet: Kampf um Gleichberechtigung<br />
beim Internetzugang.
</p>
<p>
Am 7. Juli 2007 ging eine 33 Seiten lange Unterschriftenliste an<br />
den Europäischen Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering<br />
in Brüssel. Das Argument der Urheber: Den Menschen, die in<br />
Gebieten ohne Breitbandtechnik lebten, würden „erhebliche<br />
berufliche, wirtschaftliche, private, gewerbliche und schulische<br />
Nachteile“ entstehen. Ebnet der ungleiche Internetzugang gar<br />
den Weg in die Zweiklassen-Gesellschaft? Im Netz zumindest erregt<br />
die Initiative Aufmerksamkeit mit einer geteilten Deutschlandkarte<br />
und zitiert Artikel 3 des Grundgesetzes, wonach „niemand wegen<br />
seiner Heimat oder Herkunft benachteiligt oder bevorzugt“<br />
werden darf. Trotzig setzten die Macher einen „Artikel 3b“<br />
darunter: „Es sei denn, Sie wollen DSL.“
</p>
<p>
Setzt das EU-Parlament die Bittschrift um, wäre die Deutsche<br />
Telekom vermutlich gezwungen, ihr DSL-Netz flächendeckend auszuweiten.<br />
Alternativ könnte der deutsche Gesetzgeber den Ausbau für<br />
Mitbewerber ausschreiben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschlands Parlamentarier im Webseitentest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 10:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
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					<description><![CDATA[Das deutsche Fachmagazin <a href="http://www.politik-kommunikation.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#34;politik&#38;kommunikation&#34;</a> hat die 2456 Abgeordneten aus Bund und Ländern auf ihre Internettauglichkeit getestet. Der bundesweite Webseitentest überprüfte, welcher Volksvertreter eine persönliche Homepage führt, wie diese aufgebaut ist und wo es Unterschiede zwischen Bundestag und Ländern gibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das deutsche Fachmagazin <a href="http://www.politik-kommunikation.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;politik&amp;kommunikation&quot;</a> hat die 2456 Abgeordneten aus Bund und Ländern auf ihre Internettauglichkeit getestet. Der bundesweite Webseitentest überprüfte, welcher Volksvertreter eine persönliche Homepage führt, wie diese aufgebaut ist und wo es Unterschiede zwischen Bundestag und Ländern gibt.<!--break--></p>
<p>
Punkte gab es in den Kategorien Design und Aufbau, Information, Interaktivität und<br />
Kreativität. Wenig überraschend: Die jüngsten Parlamentarier schnitten am besten ab. Immerhin nennen drei Viertel aller Abgeordneten eine persönliche Homepage ihr Eigen, SPDler haben die meisten. Am<br />
überzeugendsten zeigten sich im Schnitt die Mandatsträger der Grünen.
</p>
<p>
Die meisten Punkte aller Ministerpräsidenten ergatterte der Internetauftritt von Bayerns Edmund Stoiber. Testsieger sind die Homepages von <a href="http://www.kressl.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicolette Kressl</a> (SPD-Fraktion im Bundestag) und <a href="http://www.sarrach.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stefan Sarrach</a> (Landtagsabgeordneter, Die Linke). Wenn Sie neugierig sind, ob Ihr Mandatsträger internettauglich ist: Die Top 100 aus Bundestag und den Landesparlamenten sind <a href="http://www.politikagenda.de/_files/webseitentest/top_100.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> aufgelistet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>FDP startet eigenen &#034;YouTube-Channel&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fdp-startet-eigenen-youtube-channel-3261/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 08:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Die FDP  hat als - nach eigenen Angaben - erste Bundestagsfraktion einen eigenen Videobereich beim Online-Portal YouTube eingerichtet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die FDP  hat als &#8211; nach eigenen Angaben &#8211; erste Bundestagsfraktion einen eigenen Videobereich beim Online-Portal YouTube eingerichtet.<!--break-->
</p>
<p>
Unter <a href="http://www.youtube.com/fdp">www.youtube.com/fdp</a><br />
stehen dem Internetnutzer seit Freitag derzeit 18 Videos der Fraktion<br />
inklusive einer Bewertungsfunktion zur Auswahl. Der Großteil der<br />
bisherigen Kurzfilme ist übernommen aus dem hauseigenen Podcastangebot <a href="http://www.tv-liberal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;tv liberal &#8211; opposition live&quot;</a>,<br />
das schon seit Anfang des Jahres im Netz verfügbar ist.
</p>
<p>
Deshalb kann<br />
der Besucher des &quot;YouTube-Channels&quot; der FDP sowohl die<br />
Neujahrsansprache von Fraktionschef Guido Westerwelle als auch die<br />
jüngst in Wiesbaden abgehaltene Pressekonferenz zum Deutschlandprogramm<br />
der FDP-Bundestagsfraktion abspielen. Im Begrüßungsvideo sagt<br />
Westerwelle: &quot;Heute müssen Politiker auch auf die virtuellen<br />
Marktplätze gehen, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.&quot;
</p>
<p>
<br />
UPDATE: Der Vollständigkeit halber sei gesagt: Die Fraktion der Linken ist drei Monaten ebenfalls mit <a href="http://www.youtube.com/user/dielinke119">eigener Ecke</a> auf der Video-Plattform vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Politiker menscheln auf Privathomepages</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/politiker-menscheln-auf-privathomepages-3260/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2007 09:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Internetgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dialog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Was dem Spitzenpolitiker die TV-Homestory, ist dem  kleinen Abgeordneten von heute die Privathomepage. Das hat das NDR-Medienmagazin ZAPP <a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4202648_REF2488,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jetzt beleuchtet</a>. Fazit: Politiker setzen auf ihren privaten Online-Auftritten lieber auf &#34;selbstgestrickte Socken und selbstgesammelte Steine&#34; als auf dröges Parteiprogramm. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Was dem Spitzenpolitiker die TV-Homestory, ist dem  kleinen Abgeordneten von heute die Privathomepage. Das hat das NDR-Medienmagazin ZAPP <a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4202648_REF2488,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jetzt beleuchtet</a>. Fazit: Politiker setzen auf ihren privaten Online-Auftritten lieber auf &quot;selbstgestrickte Socken und selbstgesammelte Steine&quot; als auf dröges Parteiprogramm. <!--break-->
</p>
<p>
Wobei es einige gern mal übertreiben. Die sonst oftmals<br />
reservierten Volksvertreter breiten im Netz rücksichtslos Hobbys und<br />
Familienleben aus &#8211; mit der Hoffnung, sich modern zu geben. Klar<br />
herrscht vielerorts heile Welt auf den persönlichen Webseiten.<br />
Liebevoller Papa, Ehemann, als Hobbykicker im Fußballdress: Kaum eine<br />
private Seite, die nicht imagefördernd platziert wird. Laut<br />
Politologie-Professor Gerd Langguth von der UNi Bonn hat der Drang zum<br />
Netz-Exibitionismus &#8211; bekannt von Online-Plattformen wie StudiVZ oder<br />
Myspace &#8211; längst auch Politiker erfasst. FDP-Abgeordneter Wolfgang<br />
Hermann verteidigt sich: &quot;Man schimpft vielleicht nicht so schnell,<br />
wenn man weiß, der macht nicht nur Politik und Wirtschaft, der sammelt<br />
auch Fossilien.&quot;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kunstprojekt durchbricht Internetzensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/kunstprojekt-durchbricht-internetzensur-3298/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkampagnen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Wachter]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Jud]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Picidae]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Kunstprojekt &#34;picidae&#34;
wollen zwei Schweizer Künstler die weltweite Internetzensur
umgehen. Beim Besuch in der politik-digital.de-Redaktion sprachen
Christoph Wachter und Mathias Jud darüber, wie sie die chinesische
Firewall ausgetrickst haben und wie man mitmachen kann.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Kunstprojekt &quot;picidae&quot;<br />
wollen zwei Schweizer Künstler die weltweite Internetzensur<br />
umgehen. Beim Besuch in der politik-digital.de-Redaktion sprachen<br />
Christoph Wachter und Mathias Jud darüber, wie sie die chinesische<br />
Firewall ausgetrickst haben und wie man mitmachen kann.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de:</b> <a href="http://www.picidae.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">picidae</a><br />
ist jetzt seit einer Woche online. Was gab es bislang für Reaktionen?
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Wachter und Jud:</b> Es gab schon wahnsinnig viele<br />
Rückmeldungen, die waren unglaublich positiv. Bis auf ein paar<br />
Programmierer, die sich in irgendwelche Animositäten verstrickt<br />
haben. Es gibt halt so ein paar Eitelkeiten: „Eigentlich hab<br />
ich es erfunden“, „Das gab’s doch schon“,<br />
„Das ist der völlig falsche Weg, das geht doch niemals“.<br />
Aber das ist wirklich marginal.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><b></b></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><b></b></p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/images/cwachter_mjud.jpg" alt="Quelle: www.picidae.net" align="middle" height="270" width="360" /><i><br />
picidae-Entwickler Mathias Jud (links) und Christoph Wachter<span style="font-size: medium"><br />
</span> </i>
</p>
<p>
<b>Was entgegnen Sie denen?</b>
</p>
<p>
Es ist da und es funktioniert. (lacht)
</p>
<p>
<b>picidae wandelt HTML-Seiten in Bilder um, damit die maschinelle<br />
Internet-Zensur umgangen werden kann. Im Kern ist es ein Screenshot-Programm,<br />
das Links erkennt und Webadressen sowie Suchanfragen codiert: Ein<br />
Werkzeug gegen Zensur. Warum sagen Sie trotzdem: Wir sehen uns als<br />
nicht als Menschenrechtsaktivisten, sondern als Künstler?</b>
</p>
<p>
Wir kommen aus der bildenden Kunst und machen Projekte von dieser<br />
Seite her. Beim Kunstwerk gibt es eine Interpretationsoffenheit.<br />
Ich kann anhand eines Kunstwerks meine eigenen Ansichten gewinnen.<br />
Wir gehen einen Schritt weiter und fragen: Wie entstehen die eigenen<br />
Ansichten? Eine kleine Radikalisierung des Kunstbegriffs. Die Frage<br />
führt uns an die Grenzen der Wahrnehmung, an Grauzonen wie<br />
ein konkretes Verbot oder bewusste Ausblendungen. Deshalb ist es<br />
spannend zu fragen: Wer hat die Autorenschaft über meine eigene<br />
Sicht? Das ist natürlich von diesen Randgebieten aus besser<br />
sichtbar als aus der Mitte, wo wir immer nur das angucken, von dem<br />
wir denken, das ist das Richtige und Wahre. Wir als Künstler<br />
geben den Leuten ein Tool an die Hand, um die eigene Wahrnehmung<br />
zu befragen. Wie souverän bin ich in meiner Wahrnehmung?
</p>
<p>
<b>Das World Wide Web also nur eine Illusion?</b>
</p>
<p>
Natürlich ist eine Art von Vernetzung da, aber wir können<br />
uns über das Internet noch mal vernetzen, um noch etwas über<br />
das Medium herauszufinden. Dann wird picidae zu einem Werkzeug des<br />
Erkennens, das uns eine andere Perspektive auf das Internet ermöglicht.<br />
Es ist eine Abbildung des Internets an einem anderen Ort. Das ist<br />
schon alles. Es bringt nichts Neues an Inhalten, es macht nur sichtbar,<br />
was anderswo unsichtbar ist. Es ist später nicht mehr nachzuvollziehen,<br />
was man damit abgerufen hat und deshalb relativ unproblematisch.<br />
Es geht auch darum, dass man ein Tool kriegt, mit dem man plötzlich<br />
mal durch diese Mauer, diesen digitalen Vorhang gucken kann. Das<br />
ist ja eigentlich das Spannende. Auch von unserer Seite mal zu gucken,<br />
wann diese Filtersysteme überhaupt eingreifen. Darüber<br />
überhaupt nachzudenken, ist denke ich das größte<br />
Potenzial von picidae – neben dem konkreten Nutzen.
</p>
<p>
<b>Wie lange haben Sie an der Technik gefeilt? </b>
</p>
<p>
Wir haben im Frühjahr 2007 in Halle mit dem Projekt begonnen<br />
und der Frage: Wie kann man eigentlich eigene Ansichten generieren,<br />
wenn man abgeschnitten ist von ganz vielen anderen Positionen in<br />
der Welt? Auf die heutige Zeit übertragen ist das sicherlich<br />
das Internet und die eigene Position darin. So kam die Idee. Wir<br />
haben einige Wochen daran entwickelt, bis es geklappt hat. Wir haben<br />
das Tool aber nicht geschaffen, weil wir etwa die einzigen wären,<br />
die die technischen Feinheiten dazu haben. Wenn man sich fragt,<br />
wie man Zensur konkret umgehen kann, kommt man immer auf ganz andere<br />
technische Lösungen. Da überlegt man an Verschlüsselungen<br />
rum und wie man seine IP-Adresse möglichst schnell ändern<br />
kann. Dadurch, dass wir von der künstlerischen Seite kommen,<br />
die immer nach dem „Bild der Welt“ fragt, war das für<br />
uns der Weg, den wir genommen haben. Und deshalb ist es auch so<br />
ein einzigartiger Weg.
</p>
<p>
<b>Sie waren im März und April für drei Wochen in<br />
Shanghai und Peking, wo Sie picidae getestet haben. Blieb die Aktion<br />
erst mal geheim?</b>
</p>
<p>
Von dem Projekt hat niemand gewusst. Ich wäre ungern nach<br />
China gereist unter dem Motto: Wir kommen jetzt eure Firewall ausprobieren.<br />
Auch wenn es wirklich kein Hacking ist, was wir machen. Das Zensur-System<br />
dort wurde erst in den letzten Jahren aufgebaut. Und es wird immer<br />
stärker. 2006 wurde es noch einmal verschärft. Man muss<br />
sich jetzt ausweisen, wenn man in ein Internetcafé geht,<br />
dann wird man handschriftlich in Listen eingetragen. Die haben auch<br />
Aufseher, die rumgehen und vor allem Touristen überwachen.
</p>
<p>
<b>Ihnen ist trotzdem gelungen, ihr Programm auf dem Server<br />
in Zürich aufzurufen und von Peking aus brisante Webseiten<br />
anzusteuern. Sicher nicht ohne Risiko?</b>
</p>
<p>
Es ist ja nicht so, dass jeder einzelne Monitor eine Kamera hat,<br />
sondern der ganze Raum ist überwacht. In Peking hängen<br />
auch überall auf der Straße Videokameras rum. Wir haben<br />
ja nicht nur picidae verwendet, das wäre ja kein Problem gewesen.<br />
Wir wollten halt auch gucken, ob es wirklich zensiert ist und haben<br />
auch zensierte Seiten aufgerufen. Daran hatten sie, glaube ich,<br />
weniger Spaß. Da legt man schon mal verschiedene Seiten lahm.<br />
Es gibt einmal die einfachen Filter: Ruft man BBC und Wikipedia<br />
auf, kommt ein Timeout. Das waren auch die ersten Sachen, die wir<br />
wirklich merkten. Denn das sind Quellen, auf die wir oft zugreifen,<br />
um ganz banale Dinge nachzugucken, auch vor Ort über Shanhai<br />
und Peking. <br />
Und dann gibt es komplexere Filtersysteme, die Inhalte erkennen<br />
können. Da darf ein Wort nur ganz bestimmt vorkommen, sonst<br />
wird es gesperrt. Was dahinter steckt und wie das genau funktioniert,<br />
weiß natürlich niemand, außer den Programmierern.
</p>
<p>
<b>Gab es gefährliche Situationen? </b>
</p>
<p>
Gefährlich ist ein superschwieriger Terminus. Es ist ja nur<br />
ein Gefühl, was man hat, zumindest solange nichts passiert<br />
– und es ist ja nichts passiert. Deshalb ist schwer zu sagen,<br />
ob es gefährlich war oder nicht. Wir haben das Ganze auch dokumentiert.<br />
Das heißt: Abgesehen davon, dass wir sowieso schon super auffällig<br />
waren, waren wir auch noch mit der Videokamera unterwegs. Das gab<br />
schon immer Probleme. Wir waren jetzt nicht die beliebtesten Gäste.<br />
Beim Test der Seiten gab es auch verschiedene Wege, wie die Zensur<br />
griff: Einer ist, dass die IP-Adressen geblockt wurden. Das ist<br />
natürlich im Internetcafé schlecht…na ja, das<br />
ganze Café haben wir jetzt nie lahm gelegt. Aber dass dann<br />
keiner der hundert Leute mehr per Internet aus China rauskommt,<br />
ist da durchaus möglich.
</p>
<p>
<b>Für viele Chinesen ist das öffentliche Internetcafé<br />
der einzige Zugang zum Netz. Wird vom Regime bewusst gesteuert,<br />
dass es vergleichsweise wenig Heim-PCs gibt mit Online-Anschluss?</b>
</p>
<p>
Ja, das ist eine straffe Zensur, den Internetzugang nur über<br />
Internetcafés zur Verfügung zu stellen – die können<br />
kontrolliert werden. Und da hat man auch eine wirtschaftliche Sanktionsmöglichkeit,<br />
weil jeder Internetcafébetreiber natürlich gern ein<br />
Internetcafébetreiber bleiben möchte. Der Betreiber<br />
selbst hat schon ein Kontrollbedürfnis, dass nichts passiert,<br />
was ihm dann die Lizenz kostet.
</p>
<p>
<b>Was kann der Nutzer in Staaten wie China mit Ihrem Werkzeug<br />
konkret anfangen?</b>
</p>
<p>
Das Tolle an picidae ist, dass du eine Seite aufrufen kannst, ohne<br />
eine Verschlüsselungstechnologie zu benutzen oder ein Programm<br />
auf dem Rechner zu installieren. Das wäre im Internetcafé<br />
nicht möglich, weil die Sachen ja kontrolliert werden.
</p>
<p>
<b>Wie erfährt ein chinesischer Internetnutzer, dass<br />
und wo es dieses Werkzeug picidae gibt? Sie können ja schlecht<br />
Reklamezettel verteilen oder Werbekampagnen im Netz starten. </b>
</p>
<p>
Das Problem an der Zensur ist natürlich, dass man nicht nur<br />
nach Worten suchen, sondern auch ganze Seiten blocken kann. Wenn<br />
wir sagen würden, auf dieser Seite kann man auf picidae zugreifen,<br />
dann ist die natürlich einfach weg. Deshalb ist picidae ein<br />
Community-Projekt. Jeder kann sich diese Software herunterladen,<br />
kann sie sich installieren. Dann haben wir verlinkte Tags bzw. Zeichen<br />
gemacht – das sind Klammern mit einem kleinen „O“<br />
in der Mitte – die kann man sich auf seiner Seite irgendwohin<br />
machen. Und wenn man so durch das Netz surft und die Community entsprechend<br />
groß ist, trifft man irgendwann auf dieses Zeichen. Aber:<br />
Der Name des Links, der Name des Bildes und der Alt-Text des Bildes,<br />
dort darf nirgendwo ein Wort vorkommen, sonst ließe sich das<br />
schon wieder indizieren. Das ist die eine Ebene. Für den Fall,<br />
dass ein pici-Server gesperrt wird, haben wir noch ein zweites Tool<br />
gebaut. Das heißt pici-Proxy und funktioniert wie eine Umleitung<br />
zu einem anderen pici-Server. Das kann man sich ganz normal von<br />
unserer Homepage runterladen. Dadurch kann eine Art doppeltes Netz<br />
entstehen, in dem man sich Gedanken machen und Einblick gewinnen<br />
kann in den Internetzugang anderer Regionen. Das ist das Ideal.<br />
Aber es funktioniert auch ohne Netzwerk, etwa wenn sich ein Cyber-Dissident<br />
einen Server einrichtet, den er seinen Leuten kommuniziert. Hier<br />
in Deutschland sind schon ganz viele pici-Proxys entstanden und<br />
pici-Server sind am Entsehen. Und es gibt natürlich kein zentrales<br />
Server-Verzeichnis.
</p>
<p>
<b>Man geht davon aus, dass hinter der chinesischen Firewall<br />
etwa 30.000 Zensoren stecken. Befürchten Sie, in einigen Monaten<br />
oder Jahren können diese auch Bilder zensieren? </b>
</p>
<p>
Bilder zu erkennen und in Text umzuwandeln, kann heute jeder Scanner.<br />
Das Problem ist nur, dass in China alles ausgelegt ist auf Filtersysteme<br />
nach Worten. Die Datenmenge und die Art, wie mit diesen Daten umgegangen<br />
wird, hat einen ganz anderen Ansatz. Das ist wie wenn man sagt:<br />
Man kann das Meer entsalzen! Kann man. Aber wenn das in der Menge<br />
auftritt, ist es halt nicht mehr möglich. Die Chinesen müssten<br />
ganz umrüsten. Es ist dort eben alles darauf ausgelegt, dass<br />
es so funktioniert. Es ist die ausgefeilteste Zensur weltweit, aber<br />
es gibt auch wahnsinnig viele Internetnutzer. Man sagt, dass in<br />
China das Internet aufgrund der Zensur schon ziemlich langsam sei.<br />
Und das schon jetzt, mit der ganz einfachen Filtertechnologie, die<br />
– wie berichtet wird – noch wirklich nur ein Paket nach<br />
Text durchscannen kann. Um aber ein Bild durchscannen zu können,<br />
sind so viel mehr Schritte notwendig. Und das macht natürlich<br />
in 99,9 Prozent der Fälle null Sinn.
</p>
<p>
<b>Ihr Test zeigte auch, welche Seiten in Westeuropa gesperrt<br />
sind. Kein heimischer Internetnutzer fühlt sich normalerweise<br />
zensiert. </b>
</p>
<p>
In Deutschland hatte „Heise“ 2005 einen Link zu dem<br />
Programm „Any DVD“ gesetzt, diese Seite wurde per Gerichtsentscheid<br />
gesperrt. In der Folge wäre dann Heises Seite über den<br />
Provider gesperrt worden: Ein klarer Fall von Takedown! Oder Wikipedia<br />
wurde runtergenommen, als es einen Streit gab um Namensnennung.<br />
Diese Fälle werden aber nur bekannt, wenn es zu langen Prozessen<br />
kommt. Wenn allerdings nur irgendein Anwalt irgendwohin schreibt:<br />
&quot;Nehmt das sofort runter!&quot;: Wer erfährt das? Das<br />
ist ja das Unglaubliche. Und es gibt nirgendwo ein Recht darauf,<br />
Zugang zu allem zu haben. Manche Suchmaschinen zeigen sogar an,<br />
dass etwas von den Suchresultaten rausgenommen wurde. Wer aber was,<br />
wann, warum und auf wessen Verantwortung gelöscht hat, bleibt<br />
in der Regel im Dunkeln.
</p>
<p>
<b>Wo picidae auf einem Server liegt, umgeht es die Zensur<br />
in dieser Region. Dann wird man darüber auch Seiten erreichen<br />
können, die aufgrund fremdenfeindlicher Inhalte gesetzlich<br />
gesperrt wurden. </b>
</p>
<p>
Da muss dann die Selbstkontrolle greifen, der letzte Punkt in der<br />
Zensur. Dass in den USA der Begriff „Stormfront“ (rassistische<br />
Website in den USA, Anm. der Red.) rausgenommen wurde, kann man<br />
ganz richtig finden. Aber mit diesem Stormfront-Filter fiel auch<br />
ein gleichnamiger PC-Spielehersteller raus und ein Song von Billy<br />
Joel. Da fangen wir schon an abzuwägen und zu sagen: Okay,<br />
das geben wir jetzt mal alles ab und wenn dadurch etwas wegfällt,<br />
egal. Aber wie ist das mit dem Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_B%C3%BCssow" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Jürgen<br />
Büssow“</a>. Ich glaube, da würde einige Leute schon<br />
noch interessieren, was da rundherum noch rausgerissen wird. Etwas<br />
anderes ganz Bizarres: Man sagt, es ist völlig richtig, dass<br />
das Hakenkreuz gesperrt wird. Aber die Falun Gong, die in China<br />
verfolgt werden und dessen Suchwort dort sofort geblockt wird, wollen<br />
immer wieder aufmerksam machen auf die Menschenrechtssituation in<br />
China. Deren Zeichen ist das seitenverkehrte Hakenkreuz. Bei einer<br />
Demonstration mit Gerhard Schröder in München wollten<br />
die nur für ihre Rechte kämpfen, weil in China ihr Zeichen<br />
konfisziert wird. Aber hier konnten sie das nicht artikulieren,<br />
denn hier findet ja das Gleiche statt, aus anderen Gründen<br />
allerdings. Das ist ein Problem. Wenn wir anfangen, unsere Sprache<br />
zu beschneiden: Wie nutzen wir dann noch unsere Sprache und was<br />
fällt dann weg?
</p>
<p>
<b>picidae kann auch die Kindersicherung von Providern umgehen.<br />
So etwas spricht sich schnell rum auf dem Schulhof. Zuhause setzt<br />
sich das 12-jährige Kind allein an den PC und kann auf alles<br />
zugreifen. Ein berechtigter Vorwurf?</b>
</p>
<p>
Man setzt Kinder ja auch nicht vor den Fernseher, drückt ihnen<br />
die Fernbedienung in die Hand und sagt: „Mach mal.“<br />
Beim Computer sollte das genauso sein. Denn die Kinder wissen ganz<br />
schnell, wo man die Firewall abschaltet. Aber wenn ein Kind über<br />
picidae reingeht und irgendwas mit sexpics.com eingibt, dann hat<br />
das Kind ein Alter erreicht, wo der Kinderfilter am heimischen PC<br />
ohnehin zur Debatte steht. Die haben dann auch ein Interesse, genau<br />
das zu sehen. Es gab noch vor der Internetzeit die Kids, die hingen<br />
rum und haben Sexhotlines angerufen und wussten, wenn sie über<br />
die Frauennummer anrufen, ist es umsonst. Das ist ein Abenteuer<br />
und gehört vermutlich irgendwie dazu. Es gibt auch ganz viele<br />
andere Möglichkeiten, den Kinderfilter leicht ohne picidae<br />
zu umgehen. Wenn ein Kind das möchte, kriegt es das auch hin.<br />
Wenn man das als Erziehungsmaßnahme sieht, tut man auch gut<br />
daran, das Internet mit dem Kind gemeinsam anzuschauen. Aber irgendwann<br />
kommt der Moment, wo Selbstverantwortung gefragt ist. Das hat ja<br />
auch was von Erwachsenwerden und Medienkompetenz erlernen.
</p>
<p>
<b>Wird sich picidae weltweit verbreiten? </b>
</p>
<p>
Das ist eine Möglichkeit, wie sich picidae entwickelt, die<br />
optimale natürlich. Aber es gibt Ansätze da drin, die<br />
sind auch darüber hinaus bedeutend, wenn das so nichts wird.<br />
Wir umgehen die Zensur auf andere Art und Weise. Wir können<br />
mit dem Filtersystem glücklich sein, dass wir überhaupt<br />
eine andere Vorstellung vom Internet bekommen können. Das Internet<br />
ist nicht mehr das Gleiche, wenn man mal mit picidae rumgespielt<br />
hat. Wir müssen das alles vernetzen. Da muss nicht jede Universität<br />
noch ein neues Tool entwickeln, und dann sagen „Wir haben<br />
jetzt was erfunden, wir knacken die chinesische Firewall“,<br />
das ist Blödsinn. Wir müssen uns verlinken und wir müssen<br />
die Dinge zusammenbringen, denn sonst gewinnt die Zensur immer.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Online-Studie jetzt online</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-studie-jetzt-online-3256/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/online-studie-jetzt-online-3256/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 13:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-ZDF-Online-Studie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/online-studie-jetzt-online-3256/</guid>

					<description><![CDATA[Seit zehn Jahren kommt sie so zuverlässig wie das Weihnachtsfest und die Krawalle am 1. Mai: Die <a href="http://www.daserste.de/service/studie.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Studie von ARD und ZDF</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren kommt sie so zuverlässig wie das Weihnachtsfest und die Krawalle am 1. Mai: Die <a href="http://www.daserste.de/service/studie.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Studie von ARD und ZDF</a>.<!--break--><br />
Und passend zum Jubiläum wurde eine historische Marke überschritten.<br />
Erstmals hat die Zahl der Internetnutzer in Deutschland die<br />
40-Millionen-Grenze geknackt und liegt nun bei 40,8 Millionen. Damit<br />
haben aktuell 62,7 Prozent der Deutschen ab 14 Jahre Zugang zum<br />
weltweiten Netz, 2,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Vor allem Frauen<br />
und die Generation der so genannten &quot;Silver Surfer&quot; über 60<br />
Jahren verzeichnen die stärksten Zuwächse. Überraschend: Erstmals gibt<br />
es mehr &quot;Onliner&quot; jenseits der 60 als junge Surfer zwischen 14 und 19<br />
Jahre. Für die bundesweite Repräsentativstudie wurden im April dieses<br />
Jahres 1820 Erwachsene in Deutschland befragt. </p>
<p>Modem und ISDN machen erwartungsgemäß DSL-Zugängen Platz, die sich in<br />
Windeseile verbreiten. Schon 59 Prozent der Internetnutzer verfügen<br />
über eine schnelle Breitbandverbindung. Vor allem deshalb mausern sich<br />
Videos und Audiodateien im Internet zum großen Trend. 16 Prozent der<br />
Onliner schauen sich im Netz mindestens einmal wöchentlich bewegte<br />
Bilder an, wobei sich Videoportale steigender Beliebtheit erfreuen.<br />
Jeder Fünfte ruft wenigstens einmal pro Woche Audiodateien auf, 11<br />
Prozent gehen zum Radiohören ins Netz. Die Fernsehsender reagieren auf<br />
den Trend. Zur morgen endenden Internationalen Funkausstellung (IFA)<br />
kündigte das ZDF an, in seiner <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Mediathek&quot;</a> einen Großteil des Programms abrufbar zu machen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Vision einer wachsenden Stadt&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vision-einer-wachsenden-stadt-3611/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/vision-einer-wachsenden-stadt-3611/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Hafencity]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ole von Beust]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/vision-einer-wachsenden-stadt-3611/</guid>

					<description><![CDATA[<b>Am 3. September 2007 war Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Hamburgs neue Hafencity, die Pläne der der Bundesregierung zur Online-Durchsuchung und Anti-Raucherfilme in seiner Schulzeit.</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Am 3. September 2007 war Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über Hamburgs neue Hafencity, die Pläne der der Bundesregierung zur Online-Durchsuchung und Anti-Raucherfilme in seiner Schulzeit.</b><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Herzlich willkommen im tagesschau-Chat.<br />
Heute ist Ole von Beust, CDU, Hamburgs Erster Bürgermeister<br />
zu uns ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Der Sommer neigt sich<br />
dem Ende zu, die Politik nimmt wieder das Tagesgeschäft auf.<br />
Was steht an &#8211; in Hamburg und auf dem bundespolitischen Parkett?<br />
Liebe User, nutzen Sie die Gelegenheit, um Ole von Beust Ihre Fragen<br />
zu stellen! Guten Tag, Herr von Beust, was hat Sie denn aufgehalten?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Der Tunnel unterm Tiergarten war<br />
gesperrt, sonst wäre ich pünktlich hier gewesen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ovonbeust85x.jpg" alt="Ole von Beust" align="absmiddle" height="120" width="85" /><br />
<i> Ole von Beust (CDU),<br />
Erster Bürgermeister von Hamburg</i>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>ALexander G.:</b> Sehr geehrter Herr von Beust, Hamburg<br />
ist &#8211; nach der Bertelsmann-Stiftung &#8211; das reichste Bundesland. Gleichzeitig<br />
zählt es jedoch auch zu den unsichersten. Wie ist das vereinbar?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust: </b>Das reichste ja, wenn ich mir ansehe,<br />
was das Bruttosozialprodukt pro Kopf ergibt, ist Hamburg mit London<br />
und Genf die reichste Region Europas. Allerdings ist das der private<br />
Reichtum, die Stadt selber ist hoch verschuldet. Trotzdem haben<br />
wir im Bereich innere Sicherheit in den letzten Jahren massiv investiert,<br />
während wir früher die Hauptstadt des Verbrechens waren,<br />
haben wir uns jetzt auf eine Stufe mit Leipzig „hochgearbeitet&quot;.<br />
Mehr Personal bei der Polizei, bei den Strafgerichten und Neubauten<br />
im Strafvollzug. Das reicht noch nicht, aber wir sind erheblich<br />
weiter gekommen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Apropos innere Sicherheit:
</p>
<p>
<b>supersonic:</b> Hallo Herr von Beust, Herr Schäuble<br />
hat seinen Vorschlag zurückgezogen, Waffen wieder an 18-jährige<br />
Sportschützen zu verkaufen. Wie finden Sie das?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Dass der Vorschlag zurückgezogen<br />
wurde, finde ich richtig. Die Grenze von 21 Jahren bei so gefährlichen<br />
Gegenständen halte ich für richtig.
</p>
<p>
<b>Nachhaker78:</b> Im CDU-Grundsatzprogramm findet sich<br />
der umstrittene Begriff der „Leitkultur&quot;: Was verstehen<br />
Sie darunter und wie stehen Sie zu einer „Leitkultur&quot;?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Die Leitkultur gibt die Vielzahl<br />
der kulturellen Werte unseres Landes wieder, die wir uns über<br />
Jahrhunderte erarbeitet haben. Leitkultur heißt, dass man<br />
die Spielregeln, die darauf basieren, einhalten muss, aber nicht<br />
die eigene Kultur, wenn es eine andere ist, aufgeben sollte.
</p>
<p>
<b>Henryk:</b> Manche CDUler wehren sich gegen Horrorfotos<br />
auf Zigarettenschachteln. In Kanada war das erfolgreich, Belgien<br />
und die Briten haben längst nachgezogen. Kein Mittel, um auch<br />
deutsche Jugendliche abzuhalten?
</p>
<p>
<b> Ole von Beust: </b>Ich habe das am Wochenende in<br />
der Zeitung gelesen und habe noch keine abgeschlossene Meinung.<br />
Ich bin selber immer Nichtraucher gewesen, glücklicherweise.<br />
Ich erinnere mich aber an Anti-Raucherfilme in meiner Schulzeit,<br />
wo rauchbedingte Krankheiten sehr direkt, erschütternd und<br />
fast brutal gezeigt wurden. Die Reaktion der Raucher nach einem<br />
solchen Film war: „Ich bin völlig fertig, ich muss erstmal<br />
eine rauchen.&quot; Also sollte man die Erfahrung der anderen Länder<br />
auswerten und dann entscheiden.
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Nachfrage zur Leitkultur:
</p>
<p>
<b>joopi: </b>Zur Leitkultur: Was ist für Sie die<br />
wichtigste „deutsche&quot; Spielregel? Gibt es solche?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Die sind im Grundgesetz zusammengefasst:<br />
Respekt, Gleichberechtigung, demokratische Teilhabe.
</p>
<p>
<b>BM-Rlp:</b> Herr von Beust, warum entschieden Sie<br />
sich in die CDU einzutreten, wo sich die großen Parteien doch<br />
so sehr ähneln?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Unabhängig davon, ob sie das<br />
heute tun, war damals 1971 die politische Diskussion sehr weltanschaulich.<br />
Der Sozialismus bzw. Marxismus wurde von vielen als ernsthafte Alternative<br />
zur marktwirtschaftlichen, freiheitlichen Ordnung gesehen. Da ich<br />
von Marxismus nichts halte, auch in seiner Theorie nicht, habe ich<br />
mich damals für die klare Alternative in Form der CDU entschieden.
</p>
<p>
<b>Sonnenschein:</b> Sehr geehrter Herr von Beust, was<br />
halten Sie von einem großen Nordstaat bestehend aus Bremen,<br />
Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein? Sicherlich könnte<br />
man so eine Menge Geld sparen.
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Das wäre zu groß. Vom<br />
Harz bis Sylt, da wären auch die Mentalitäten zu unterschiedlich.<br />
Mir liegt an einer sehr, sehr engen Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein,<br />
in der Hoffnung, dass eines Tages die Menschen sagen, wir machen<br />
schon so viel zusammen, dann können wir auch ein gemeinsames<br />
Bundesland bilden. Andere sind eingeladen, sich an Kooperationen<br />
zu beteiligen. Ich glaube aber, realistisch ist eine sehr enge Kooperation<br />
mit Schleswig-Holstein.
</p>
<p>
<b>doublett:</b> Ist die Bundesrepublik Deutschland nicht<br />
zu föderalistisch geprägt? Niedersachsen muss ja nicht<br />
dabei sein.
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Föderalismus an sich ist was<br />
Gutes, das zeigt auch der Vergleich mit zentralistisch organisierten<br />
Staaten wie z.B. Frankreich oder Italien. Für die anderen deutschen<br />
Regionen kann ich nicht sprechen. Ich glaube aber im internationalen<br />
Wettbewerb ist die Aufteilung in 16 Länder auf Dauer eher hinderlich.<br />
Darum der Versuch, mit Schleswig-Holstein voran zu kommen. Das geht<br />
aber nur, wenn die Bürger mitmachen und nicht von oben nach<br />
unten.
</p>
<p>
<b>Berliner Journalist:</b> Ist der Umzug der Bild-Zeitung<br />
von Hamburg nach Berlin für Sie und die Stadt eine Ohrfeige?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Schön ist es nicht. Aber die<br />
Bild-Zeitung hat das nicht mit Schwierigkeiten oder mangelnder Attraktivität<br />
Hamburgs begründet, sondern quasi mit dem Vermächtnis<br />
Axel Springers, dass die größte europäische Zeitung<br />
im wiedervereinigten Berlin ihren Sitz haben soll.<br />
Hamburg bleibt, was Printmedien und IT angeht, &#8211; ähnliches<br />
gilt für Werbeagenturen &#8211; der mit Abstand größte<br />
Medienstandort Deutschlands.
</p>
<p>
<b>sonne478:</b> Herr von Beust, wie lässt sich<br />
ihr ambitioniertes Umweltprogramm mit dem Bau des Kohlekraftwerks<br />
unter einen Hut bringen?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Über den Bau ist noch nicht<br />
entschieden. Wir sind in intensivem Gespräch mit Vattenfall.<br />
Ziel ist es, da die Kraftwerke Brunsbüttel und Wedel vom Netz<br />
gehen, die Stromversorgung für die örtliche Industrie,<br />
aber auch die Haushalte zu einem vernünftigen Preis sicherzustellen<br />
und gleichzeitig in der Region die CO2-Bilanz zu verbessern. Es<br />
geht also um die Größe der Kraftwerke, um Einsparungen<br />
von Kohleverbrennung an anderen Orten, um die Art des Energieträgers<br />
und um das Ausmaß von Kraft-Wärme-Kopplung. Das ist alles<br />
im Gespräch und es ist noch keine Entscheidung gefallen.
</p>
<p>
<b>Trigger:</b> Gehört Kernenergie (längere<br />
Laufzeiten) für Sie zum Klimaschutz dazu?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust: </b>Ich halte es für vernünftig.<br />
Aber da Sozialdemokraten und Grüne es nicht wollen, politisch<br />
im Moment nicht durchsetzbar. Ginge es nach mir, wäre ich für<br />
einen Ausstieg aus der Kernenergie, allerdings zeitlich verzögert,<br />
damit wir, bis die erneuerbare Energie soweit ist, in Deutschland<br />
keine Kohlekraftwerke bauen müssen oder vom Gas zu abhängig<br />
werden.
</p>
<p>
<b>crapman:</b> Hallo Herr von Beust, ich habe eine Frage<br />
zur Umweltpolitik: Jahrelang hat die CDU eine autofreundliche Politik<br />
betrieben, Wirtschaftswachstum ging vor Umweltschutz. Jetzt, kurz<br />
vor der Wahl, entdecken Sie auf einmal den Klimawandel und grüne<br />
Themen. Können wir uns in Zukunft u.a. auf mehr Förderung<br />
von Radfahrern und öffentlichem Nahverkehr einstellen?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Ja. Wir werden in Hamburg kurzfristig<br />
fünf Millionen Euro für die Verbesserung des Radwegenetzes<br />
zur Verfügung stellen, die U- und S-Bahnen werden ihr Angebot<br />
verbessern, wir wollen freiwillige autofreie Tage im Jahr, an denen<br />
Bahnen und Busse kostenlos genutzt werden können.
</p>
<p>
<b>Kristian Alexander: </b>Trotz Pisa-Schock, zunehmender<br />
Gewalt in Schule und immer mehr Kindern, die unter „armen&quot;<br />
Verhältnissen aufwachsen, wurde gerade in Hamburg unter Ihrer<br />
Regierung die Situation verschlechtert: Studiengebühren, längere<br />
Arbeitszeit für Lehrer, größere Klassen, kostenpflichtige<br />
Schulbücher und viele, viele weitere Maßnahmen. Warum<br />
fällt es Ihrer Regierung so schwer, finanzielle Mittel für<br />
die Bildung bereitzustellen, einem der wichtigsten sozialen Bereiche?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Hamburg war, als ich die Regierung<br />
übernahm, zum einen zutiefst verschuldet. Wir hatten ein jährliches<br />
Defizit von strukturell 700 Millionen Euro und dazu kamen Steuerausfälle<br />
in den ersten Jahren von einer Milliarde Euro. Also war Sparen notwendig,<br />
überall, um finanziell auf den grünen Zweig zu kommen.<br />
In den letzten beiden Jahren wurde dann, als es finanziell besser<br />
ging, in Bildung investiert: kostenloser Deutschunterricht vor der<br />
Schule für die Kinder, die schlecht Deutsch können, Senkung<br />
der Klassenfrequenzen in Grundschuleingangsklassen von 26 auf unter<br />
20, erhebliche Investitionen in die Universität, z.B. ins Klimarechenzentrum<br />
oder ins Universitätskrankenhaus Eppendorf. Weitere Investitionen<br />
werden folgen. Und denken Sie bitte auch daran, dass wir in Sachen<br />
Kita-Betreuung jährlich etwa 40 Millionen mehr ausgeben &#8211; und<br />
wohl das beste Angebot in Westdeutschland haben &#8211; als es unter Rot-Grün<br />
der Fall war.
</p>
<p>
<b>Berliner07:</b> Hallo Herr von Beust. Warum haben<br />
Sie den Plan ihrer Bildungsministerin abgelehnt, Werbung an Schulen<br />
zuzulassen? Das wäre doch eine Möglichkeit für die<br />
Schulen gewesen, mehr Geld in die Kassen zu bekommen und so auch<br />
die Unterrichtsqualität zu verbessern?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust: </b>Ich finde, die Schulen sollen unter<br />
anderem die Schüler zu verantwortungsbewussten Verbrauchern<br />
erziehen, dazu passt Werbung nur sehr bedingt. Ich fürchte<br />
auch, dass Firmen an den Schulen werben würden, an denen die<br />
Schüler die höchste Kaufkraft haben, also in den so genannten<br />
„besseren Gegenden&quot;. Das würde das Gleichgewicht<br />
zwischen den Schulen erschweren. Nebenbei: Räume ohne Werbung<br />
finde ich auch nicht unangenehm.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Was sagen Sie zu Annette Schavans<br />
Vorschlägen, um die Schulbildung in Deutschland zu vereinheitlichen?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Die Überlegung, in Kernfächern<br />
wie z.B. Deutsch, Mathe, Englisch ein einheitliches Niveau zu ermöglichen,<br />
halte ich für richtig. Man könnte dieses aber auch durch<br />
Qualitätstests der schulischen Abschlüsse in den einzelnen<br />
Ländern erreichen. Manchmal glaube ich, Wettbewerb ist besser,<br />
als alles gesetzlich regeln zu wollen.
</p>
<p>
<b>Student82:</b> Bezüglich des Länderfinanzausgleichs:<br />
Sehr geehrter Herr von Beust, denken Sie, es gibt eine realistische<br />
Chance einer Neuordnung des Länderfinanzausgleichs, bei dem<br />
Hamburg ja derzeit ein großer „Verlierer&quot; ist?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Ich hoffe ja. Wie verhandeln ja<br />
gerade darüber in der so genannten Föderalismuskommission<br />
II. Es liegen jetzt eine Reihe von Gutachten vor, die im Laufe dieses<br />
Jahres ausgewertet und diskutiert werden. Da im Moment die Steuern<br />
„sprudeln&quot;, ist vielleicht jetzt der beste Zeitpunkt<br />
für eine Einigung, einfacher als in Zeiten fiskalischer Nöte.<br />
Wie hieß es beim Handball: Wenn nicht jetzt, wann dann?
</p>
<p>
<b>logoff500:</b> Herr von Beust, die CDU Hamburg ist<br />
nicht gerade der wichtigste Teil der Union. Wie wollen Sie den stärken?<br />
Zusatzfrage: Wie ist ihr Verhältnis zu Kanzlerin Merkel?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Ein wirklich gutes Verhältnis,<br />
vertrauensvoll und unkompliziert. Die CDU Hamburg ist relativ klein,<br />
das stimmt. Aber ich versuche, Erfahrung aus der Großstadtpolitik<br />
in die Gesamt-CDU mit einzubringen. Denken Sie an unser Modell der<br />
Kindertagesbetreuung, der Krippenplätze, der Zulassung von<br />
Fixerstuben, der staatlichen Heroinabgabe an Schwerstabhängige.<br />
Alles Punkte, wo trotz unserer Kleinheit die Bundes-CDU sich bewegt.
</p>
<p>
<b>spectator34:</b> Sie kommen doch sicher gerade von<br />
der CDU-Präsidiumssitzung. Was können wir von dort an<br />
Impulsen erwarten?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Stimmt, ich komme da her. Aber<br />
ich will Sie auch nicht langweilen, denn wir haben mehr über<br />
laufende Projekte geredet wie z.B. Online-Überwachung, mögliches<br />
NPD-Verbot, Bahnprivatisierung, Erbschaftssteuerreform. Aber das<br />
sind Prozesse, die noch nicht abgeschlossen sind. Wegweisende Impulse<br />
kann ich Ihnen daher diesmal nicht mitteilen. Das wird sicherlich<br />
nach dem Parteitag im Dezember anders aussehen.
</p>
<p>
<b>tobiby:</b> Was sagen Sie zum Thema „Fachkräftemangel<br />
in Deutschland&quot;? Was ist Ihrer Meinung nach der beste Lösungsansatz?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Das eine ist die Qualifizierung<br />
der hier Wohnenden, das heißt z.B. auch, dass Kinder und Jugendliche<br />
aus so genannten Migrantenfamilien so rechtzeitig Deutsch lernen,<br />
dass sie in der Schule die Chance haben, sich zu qualifizieren.<br />
Daran arbeiten wir in Hamburg sehr stark. Dazu gehört auch<br />
das Anbieten von vielen Praktikumsplätzen, gerade für<br />
Hauptschüler, die sonst trotz des Mangels Schwierigkeiten in<br />
der Qualifizierung haben. Weiter das Zulassen und Fördern privater<br />
Hochschulen &#8211; in Hamburg tun wir das, um hochqualifizierten akademischen<br />
Nachwuchs zu bilden. Ich meine auch, dass Ausländer, die hier<br />
studiert haben und qualifiziert sind, besser als bisher die Chance<br />
haben müssen, in Deutschland zu bleiben und auch ihre Familien<br />
nachziehen dürften.
</p>
<p>
<b>Moderatorin: </b>Drei Nachfragen zu Ihrer Themenaufzählung<br />
aus der CDU-Präsidiumssitzung:
</p>
<p>
<b>Mensa:</b> Och, mit Online-Überwachung langweilen<br />
Sie hier sicher niemanden. Was wurde denn diesbezüglich besprochen?
</p>
<p>
<b>KlaI: </b>Wie stehen Sie denn zur Online-Überwachung<br />
&#8211; für mich ist das ein Eingriff in die Privatsphäre und<br />
stärkt mein Vertrauen nicht.
</p>
<p>
<b>Silversurfer:</b> Sind Sie als Jurist beim Thema Online-Durchsuchung<br />
auf der Seite von Herrn Schäuble und befürworten eine<br />
Durchsuchung ohne richterliche Anordnung?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Für Online-Überwachung<br />
müssen die gleichen Grundsätze gelten wie für staatliche<br />
Eingriffe in das Brief- und Fernmeldegeheimnis. Ich meine sogar<br />
noch strengere. Aber das heißt, nur im Fall eines konkreten<br />
Verdachts eines Terroristenübergriffs sollte aufgrund richterlichen<br />
Beschlusses dies möglich sein. Warum soll Onlinekommunikation<br />
anders gestellt werden, als die herkömmliche Kommunikation<br />
per Telefon oder Brief?
</p>
<p>
<b>lüdenscheidt: </b>Herr von Beust, was ist ihre<br />
städtebauliche Vision für die Stadt Hamburg, was unterscheidet<br />
Hamburg im Vergleich zu Berlin in Bezug auf eine moderne, zukunftsweisende<br />
Stadt?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Zunächst haben wir eine Vision<br />
der „wachsenden Stadt&quot;, in der wir städtebaulich,<br />
aber auch was Industrie und Gewerbe, Soziales und Bildung und z.B.<br />
Verkehr angeht, eine genaue Vorstellung haben, wie es in den nächsten<br />
12 Jahren weitergehen soll. Sie sprechen Städtebau an. Zwei<br />
Dinge stehen im Vordergrund: Die Weiterentwicklung der so genannten<br />
Hafencity, eines innerstädtischen Areals auf ehemaligen Hafenflächen.<br />
In der Grundfläche etwa fünfmal so groß wie der<br />
Potsdamer Platz. Und dazu ergänzend die Stadtteile Wilhelmsburg<br />
und Harburg weiter zu entwickeln. Grundsatz: Wohnen, Arbeiten und<br />
Freizeit stadtnah am Wasser, in ökologischer Bauform, gut von<br />
neuen Linien des öffentlichen Personennahverkehrs erschlossen.<br />
Der zweite Schwerpunkt ist die Verdichtung der Bebauung von Quartieren<br />
am „äußeren Innenstadtring&quot; wie z.B. Hamm,<br />
Barmbek und Altona.
</p>
<p>
<b>BM-Rlp:</b> Wie kann man die immensen Ausgaben für<br />
Elbphilharmonie und Hafencity rechtfertigen die nur einem Bruchteil<br />
der Bevölkerung zum Vorteil sind?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Die Investitionen in der Hafencity<br />
sind bis auf die Infrastruktur private Investitionen in Höhe<br />
von insgesamt 3 bis 4 Milliarden Euro. Die Elbphilharmonie ist ein<br />
Projekt in Public-Private-Partnership. Wichtig ist, dass das neue<br />
kulturelle Angebot für alle erschwinglich ist. Das wird der<br />
Fall sein, die Erfahrung mit Kulturinvestition in anderen Städten<br />
&#8211; ich denke an Sydney oder Bilbao &#8211; zeigen, neben der kulturellen<br />
Bereicherung lockt Kultur zehntausende von Touristen in die Metropolen.<br />
Das bringt Kaufkraft mit sich und neue Arbeitsplätze bei Hotel,<br />
Gastronomie und Handel. Das zeigt sich, nebenbei, jetzt schon.
</p>
<p>
<b>Tobitos: </b>Hat Hamburg als Austragungsstadt der<br />
WM 2006 ihrer Meinung nach einen guten Eindruck hinterlassen und<br />
könnten Sie sich vorstellen, andere Sportereignisse in Hamburg<br />
auszutragen?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Wir haben jetzt ja gerade die Triathlon-Weltmeisterschaft<br />
hinter uns mit der Teilnahme von 8000 Athleten und rund 600.000<br />
Zuschauern. Da dies in der Innenstadt stattfand, war das aufgrund<br />
der Verkehrsbehinderungen eine enorme Belastung für die Menschen.<br />
Aber die Bilder von dem Ereignis wurden in 70 Staaten übertragen,<br />
also eine gute Werbung für die Stadt. Wir bemühen uns<br />
sehr, Hamburg als Sportstadt weiter zu entwickeln &#8211; in den verschiedensten<br />
Sportarten.
</p>
<p>
<b>michi 89:</b> Eine Frage eines Mitschülers&#8230;was<br />
halten sie eigentlich vom HSV?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Viel! Ich war gestern beim Spiel<br />
gegen Bayern und die Mannschaft hat auch ohne van der Vaart hervorragend<br />
gespielt. Mich hat es nicht auf dem Stuhl gehalten.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Zum Abschluss noch einmal der Städtevergleich<br />
Hamburg-Berlin:
</p>
<p>
<b>Berliner Jung:</b> Klaus Wowereit werden immer wieder<br />
bundespolitische Ambitionen nachgesagt. Könnten Sie sich einen<br />
CDU-Posten auf Bundesebene vorstellen?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Eine Stunde tagesschau-Chat sind<br />
vorbei. Dankeschön an unsere User für die vielen Fragen,<br />
die wir leider nicht alle stellen konnten. Herr von Beust, möchten<br />
Sie noch ein Schlusswort an die User richten?
</p>
<p>
<b>Ole von Beust:</b> Liebe Grüße und ich<br />
nutze selbst privat wie beruflich viel das Internet und es hat Spaß<br />
gemacht, sich auf diese Weise zu unterhalten. Tschüss.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Vielen Dank für Ihr Interesse<br />
und vielen Dank an Herrn von Beust. Das Protokoll des Chats ist<br />
in Kürze zum Nachlesen auf den Seiten von tagesschau.de und<br />
politik-digital.de zu finden. Das tagesschau-Chat-Team wünscht<br />
noch einen schönen Tag!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bilder gegen Internetzensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bilder_gegen_internetzensur-3251/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 13:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/bilder_gegen_internetzensur-3251/</guid>

					<description><![CDATA[Wer hat’s erfunden? Zwei Schweizer Künstler sind angetreten, die
digitale Chinesische Mauer zu stürmen, genauer: die mit westlicher
Technik hochgerüstete Internet-Firewall, mit der die Chinesische
Regierung die Internet-Bewegungen der rund 170 Millionen einheimischen
Online-Nutzer im Zaum hält. Die Waffe von Christoph Wachter und Mathias
Jud gegen die Zensoren sind - Bilder. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hat’s erfunden? Zwei Schweizer Künstler sind angetreten, die<br />
digitale Chinesische Mauer zu stürmen, genauer: die mit westlicher<br />
Technik hochgerüstete Internet-Firewall, mit der die Chinesische<br />
Regierung die Internet-Bewegungen der rund 170 Millionen einheimischen<br />
Online-Nutzer im Zaum hält. Die Waffe von Christoph Wachter und Mathias<br />
Jud gegen die Zensoren sind &#8211; Bilder. <!--break-->Die Schweizer entwickelten laut <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/das_bild_als_tarnkappe_1.548485.html">Neue Zürcher Zeitung</a><br />
ein Verfahren, mit dem die Zensur im Internet überwindbar wird.<br />
„picidae“ (das lateinische Wort für Specht) heißt das Programm, das man<br />
seit Dienstag unter <a href="http://www.picidae.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">picidae.net</a><br />
aufrufen kann. Das Prinzip: picidae wandelt HTML-Seiten, die der Nutzer<br />
in ein Suchfeld eingibt, in Bilder um. Die maschinelle Zensur der<br />
Internetwächter basiert hingegen auf einer Textanalyse und kann die<br />
aufgerufenen Webseiten somit nicht mehr erfassen. Beim Versuch in einem<br />
chinesischen Internetcafé konnten die Schweizer Künstler ungefiltert<br />
brisante Suchbegriffe wie „Tiananmen“ eingeben, um Informationen zum<br />
Massaker gegen chinesische Studenten 1989 aufzurufen. Ohne das<br />
picidae-Skript blinkte auf dem Schirm der übliche Hinweis, die<br />
Verbindung sei während des Ladens zurückgesetzt worden – eine<br />
verschleierte Zensur-Meldung. </p>
<p>Die Künstler sind allgemein interessiert an der Frage: Wie<br />
fremdbestimmt ist unsere Wahrnehmung? Das erhoffte „globale Dorf“ habe<br />
das Internet nicht geschaffen. Je nach Internetzugang und Provider<br />
variiere der Zugang zum Wissen im Internet. Der Knackpunkt für Wachter<br />
und Jud: Die Begrenztheit unseres individuellen Netzzugangs können wir<br />
normalerweise gar nicht wahrnehmen, da uns die Vergleichsbasis fehlt.<br />
picidae soll das beheben.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschland Platz 6 der Spam-Verursacher</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in
den Griff bekommen wollen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in<br />
den Griff bekommen wollen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Nur ein Klick, schon verschwindet der nervende Werbemüll im<br />
virtuellen Papierkorb. Hielte sich jeder daran, wäre das weltweite<br />
Geschäft mit Spam-E-Mails nicht derart einträglich, wie<br />
es der Fall ist. Einer <a href="http://www.politik-digital.de/forward.php?link=1804" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a><br />
des Magazins &quot;Consumer Reports&quot; zufolge kauften über<br />
eine halbe Million US-Surfer im Vormonat ein Produkt, das per Spam<br />
beworben wurde. Zum <a href="http://www.eco.de/servlet/PB/menu/1932304/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5.<br />
Deutschen Anti Spam Kongress</a>, der am 5. September in Köln<br />
stattfindet, kommen Experten zusammen, die sich dem Kampf gegen<br />
die elektronische Belästigung verschrieben haben. Schwerpunkt<br />
in diesem Jahr ist das neuartige &quot;Stock Spam&quot;, der massenhafte<br />
E-Mail-Versand von Aktienempfehlungen, bei dem einzig der Urheber<br />
Kasse macht, indem er den Kurs von Wertpapieren in schwindelerregende<br />
Höhen treibt. Zudem steht das kriminelle &quot;Phishing&quot;<br />
auf dem Kongressplan, also betrügerische E-Mails mit dem Ziel,<br />
an Zugangsdaten für Online-Banking zu gelangen. 2006 stieg<br />
die Zahl der Phishing-Opfer um ein Viertel auf über 3000 Fälle,<br />
so eine Hochrechnung des Branchenverbandes BITKOM. Dabei wurden<br />
im Schnitt 4000 Euro erbeutet.
</p>
<p>
<b>Nerviges Dosenfleisch</b>
</p>
<p>
Jeder kriegt es, aber nur wenige kennen seinen Namens-Ursprung:<br />
&quot;Spam&quot; war ein 1936 entstandener Markenname für Dosenfleisch<br />
der amerikanischen Firma Hormel Food – zusammengesetzt aus<br />
&quot;Spiced Porc and Ham“, also gewürztes Schweinefleisch.<br />
Schon im Zweiten Weltkrieg soll die kulinarische Grausamkeit aufgrund<br />
seiner langen Haltbarkeit und massenhaften Verfügbarkeit unter<br />
Soldaten wenig geliebt worden sein. Ähnlich ergeht es heute<br />
dem unerwünschten elektronischen Nachfolger. Erst durch eine<br />
Episode der britischen Comedyserie &quot;Monty Phython&#8217;s Flying<br />
Circus&quot; wurde Spam zum Synonym für ungebetene Massen-E-Mails:<br />
In dem dreiminütigen Sketch fällt das Wort „Spam&quot;<br />
mehr als 100 Mal, wodurch jede Unterhaltung unmöglich wurde.<br />
Heute steht &quot;Spam“ für unerwünschte, meist<br />
auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten, die massenhaft<br />
versandt und dem Empfänger unverlangt zugestellt werden. In<br />
der Regel haben sie werbenden Inhalt. Ebenfalls dazu zählen<br />
unsinnige Einträge in Newsgroups oder Kettenbriefe. Eine Übersicht<br />
der Spam-Typen finden Sie in unserem <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/spam_mhenschke_glossar_070830.shtml">Glossar</a>.
</p>
<p>
<b>Bundesrepublik seit 2006 mit Anti-Spam-Gesetz</b>
</p>
<p>
Rund vier Fünftel aller Spam-E-Mails, die in deutschen Postfächern<br />
landen, stammen aus dem Ausland. Spamming ist ein weltweites Problem<br />
und muss daher auf globaler Ebene gelöst werden, sind sich<br />
Experten einig. Internationale Zusammenarbeit und eine grenzüberschreitende<br />
Rechtsverfolgung werden immer wichtiger. Laut einer <a href="http://www.spamhaus.org/statistics/countries.lasso" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellen<br />
Rangliste</a> der gemeinnützigen Organisation Spamhaus.org<br />
liegt Deutschland auf Platz sechs der weltweit führenden Herkunftsländer<br />
von Spam-E-Mails. Die USA führen demnach mit deutlichem Vorsprung<br />
gegenüber China und Russland. Gesamt betrachtet, liegt der<br />
asiatische Kontinent ganz vorn. Grund sind die von Land zu Land<br />
unterschiedlich harten Gesetze gegen die Drahtzieher.
</p>
<p>
Die USA versuchten 2004, das Spam-Problem durch das landesweite<br />
Gesetz CAN SPAM ACT einzudämmen, mit dem Täter zu Haftstrafen<br />
von bis zu fünf Jahren und Geldbußen in Millionenhöhe<br />
verurteilt werden können. In Europa ist seit 2004 das Verschicken<br />
unverlangter Werbemails verboten. Hierzulande begegnet man der Herausforderung<br />
mit wettbewerbs- und zivilrechtlichen Mitteln, nicht aber mit strafrechtlichen<br />
Sanktionen. Im Juni 2006 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine<br />
Art Anti-Spam-Gesetz (Elektronisches Geschäftsverkehrvereinheitlichkeitsgesetz,<br />
ElGVG), das Verbraucher vor unerwünschter Werbung schützt.
</p>
<p>
Es besagt: Wird Werbung elektronisch versandt, muss in der Kopf-<br />
und Betreffzeile klar erkennbar sein, wer der Absender ist und ob<br />
es sich um eine Werbenachricht handelt. Damit soll dem Bürger<br />
das Ausfiltern von unerwünschtem Spam erleichtert werden. Bei<br />
Verstoß droht dem Absender ein Bußgeld von bis zu 50<br />
000 Euro. Kritiker dagegen fordern eine Erhöhung der Strafe<br />
um das Zehnfache. Werbe-Mails aus dem Ausland, die das Hauptproblem<br />
darstellen, fallen allerdings nicht unter das Gesetz. Deshalb sei<br />
die Verordnung kaum ausreichend, um der Spam-Flut beizukommen, betonen<br />
Experten.
</p>
<p>
Um die Kräfte zu bündeln und die internationale Rechtsdurchsetzung<br />
zu verbessern, haben sich zahlreiche Organisationen und Initiativen<br />
gebildet, wie die <a href="http://www.oecd-antispam.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OECD<br />
Task Force on Spam</a>, die <a href="http://www.londonactionplan.com/?q=node/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
London Action Plan (LAP)</a> oder das EU-Pilotprojekt <a href="http://www.spotspam.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpotSpam</a>,<br />
das als europaweite Sammelstelle für Spam-Beschwerden dient.
</p>
<p>
<b>50 Milliarden Euro Schaden im Jahr</b>
</p>
<p>
Spam verursacht jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Neben<br />
den Internet-Übertragungskosten für Empfang und Versand<br />
kostet das Lesen, Löschen oder Beantworten dieser Belästigungspost<br />
wertvolle Arbeitszeit. Verstopfen Spam-E-Mails das Postfach über<br />
den begrenzten Speicher hinaus, wird sogar erwünschte Post<br />
abgewiesen. So versäumt der Betroffene schnell wichtige Fristen<br />
oder verpasst Aufträge. Im schlimmsten Fall droht der Serverabsturz<br />
und mit ihm teure Reparaturkosten. Der Löwenanteil fällt<br />
an durch den notwendigen Einsatz von Anti-Spam-Filtern. Wird zudem<br />
die eigene Mail-Adresse durch Dritte für den Spam-Versand missbraucht,<br />
kann das eigene Image darunter leiden. Die durch Spam entstandenen<br />
Zusatzkosten für 2005 wurden weltweit mit 50 Milliarden Euro<br />
beziffert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In sechs Schritten zum sicheren Postfach</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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					<description><![CDATA[Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Fakt ist: Viele Internetnutzer gehen zu sorglos mit ihrer persönlichen<br />
E-Mail-Adresse um. Am wirkungsvollsten ist es, Spam-E-Mails bereits<br />
im Vorfeld zu vermeiden. Das können Sie tun, um das Spam-Aufkommen<br />
in Ihrem Postfach zu reduzieren:
</p>
<p>
<b>Alternativen E-Mail-Account zulegen</b>
</p>
<p>
Sorgen Sie dafür, dass Spammer nicht an Ihre Haupt-E-Mail-Adresse<br />
kommen, die Sie im normalen Post-Verkehr, also mit Freunden oder<br />
am Arbeitsplatz, nutzen. Wer häufiger seine Identität<br />
bei der Teilnahme an Gewinnspielen, beim Ausfüllen von Anmeldeformularen,<br />
in Chat-Räumen oder beim Schreiben in Newsgroups preisgibt,<br />
riskiert, dass seine Mailbox mit lästigen Werbebotschaften<br />
überfüllt wird. Besonders Chat-Räume und Newsgroups<br />
sind eine bei Spammern und Adressensammlern äußerst beliebte<br />
„Recherchemöglichkeit“. Daher ist es besonders<br />
zu empfehlen, sich alternative E-Mail-Accounts für bestimmte<br />
Internetaktivitäten wie Online-Shopping, Chats oder Online-Auktionen<br />
einzurichten. Eine kostenlose und auf Wunsch zeitlich begrenzte<br />
E-Mail-Adresse bekommen Sie leicht bei gängigen E-Mail-Anbietern<br />
(z.B. GMX, WEB.de, Hotmail, AOL, etc.).
</p>
<p>
<b>Vorsichtig mit Mail-Adressen umgehen</b>
</p>
<p>
Spam-Programme durchforsten automatisch Internetauftritte nach<br />
E-Mail-Adressen. Verwenden Sie deshalb wichtige E-Mail-Adressen,<br />
die Sie für längere Zeit verwenden wollen, in der Öffentlichkeit<br />
nach Möglichkeit nicht so, dass sie für jedermann abrufbar<br />
sind. Es empfiehlt sich, auf einer Internet-Präsenz die Kontakt-E-Mail-Adresse<br />
nicht im Klartext, sondern in Form einer kleinen Bild-Datei (z.B.<br />
GIF) darzustellen. Allerdings wird dadurch das Einlesen der Mailadresse<br />
nicht nur für Spammer erschwert, sondern auch für Menschen<br />
mit Behinderungen oder mit technischen Einschränkungen beim<br />
Internetzugang. Alternativ lässt sich die Adresse auch unter<br />
Verwendung von Leerzeichen oder dem Ausdruck &quot;[at]“ statt<br />
&quot;@“ angeben.
</p>
<p>
<b>Filterprogramme einsetzen</b>
</p>
<p>
Viele der Standard-E-Mail-Programme können mittlerweile alle<br />
empfangenen E-Mails nach bestimmten Adressen filtern und Nachrichten<br />
einer bestimmten E-Mail-Adresse oder ganzen Domain blockieren. Verfügt<br />
Ihr E-Mail-Programm dennoch über keine Filtermöglichkeiten,<br />
gibt es zahlreiche Hilfsprogramme, die die eigene Mailbox überprüfen<br />
können und unerwünschte E-Mails löschen, noch bevor<br />
man die Mailbox zum Lesen öffnet. &quot;AntiSpamWare“,<br />
&quot;SpamEater Pro“, &quot;SpamFlush“, &quot;SpamKiller“,<br />
&quot;Super-SpamKiller Pro“ oder &quot;SPAMfighter“<br />
sind nur einige der zahlreichen Werkzeuge, die mittlerweile für<br />
alle Betriebssysteme erhältlich sind. Wer einen der kostenlosen<br />
E-Mail-Dienste wie etwa GMX oder WEB.de nutzt, kann die dort vorhandenen<br />
Spam-Filter aktivieren.
</p>
<p>
<b>Den eigenen PC sicher konfigurieren</b></p>
<p>Halten Sie das Betriebssystem Ihres Computers durch neueste Updates<br />
und Sicherheitspatches ständig aktuell. Das schließt<br />
Sicherheitslücken. Über neuste Updates kann man sich per<br />
Einstellung automatisch benachrichtigen lassen. Jeder Rechner sollte<br />
über ein Virenschutzprogramm verfügen, das in kurzen Abständen<br />
aktualisiert werden muss. Außerdem ist der Einsatz einer Firewall<br />
sinnvoll. Diese Anwendung überprüft alle Daten, die der<br />
User aus dem Netz lädt sowie die Daten, die von dem Computer<br />
ins Netz geschickt werden.
</p>
<p>
<b>Nicht auf Werbe-E-Mails antworten oder deren Dateianhang<br />
öffnen</b>
</p>
<p>
Spammer setzen häufig falsche Betreffzeilen wie &quot;Re:<br />
Ihre Anmeldung&quot; oder &quot;Klassentreffen&quot; und gefälschte<br />
Absenderadressen (.z.B. ebay.de oder Bundeskriminalamt) ein. Sie<br />
geben sich als Freunde, Arbeitskollegen oder seriöse Unternehmen<br />
aus, um einen persönlichen Bezug herzustellen und Sie dazu<br />
zu veranlassen, die Mail zu öffnen. Anwender sollten daher<br />
vor dem Öffnen Betreffzeile und Absender einer Mail kontrollieren.<br />
Dazu muss die Vorschau-Funktion des E-Mail-Programms deaktiviert<br />
sein, da sonst alle eingehenden Mails automatisch geöffnet<br />
werden. Offenbaren Sie in Ihrer Adresse möglichst nicht Ihren<br />
vollen Namen, sonst können Spam-Programme Sie in Werbe-Mails<br />
persönlich ansprechen. Es empfehlen sich eher Muster wie smeier@provider.de.
</p>
<p>
Bestellen Sie nie etwas über unerwünschte E-Mails. Sie<br />
könnten nicht nur betrügerischen Verkaufsmethoden zum<br />
Opfer fallen, sondern verbreiten Ihre Adresse auch innerhalb der<br />
Spammer-Community.
</p>
<p>
Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge (tragen häufig<br />
die Endungen .exe, .com, .pif oder .scr und enthalten oft Viren<br />
oder Trojaner) und beantworten Sie keine E-Mails dubioser Absender.<br />
Oft enthalten diese am Anfang oder Ende Anmerkungen wie: &quot;Klicken<br />
Sie hier, wenn Sie keine weiteren Mails mehr von uns erhalten möchten&quot;<br />
oder &quot;Antworten Sie mit dem Betreff &#8216;Remove&#8217;, um von der Verteilerliste<br />
gelöscht zu werden&quot;. Das sollten Sie tunlichst vermeiden,<br />
denn das zeigt dem Absender, dass dieses Postfach aktiv ist, was<br />
Ihre Adresse für den Weiterverkauf wertvoller macht und in<br />
Zukunft noch mehr Reklame nach sich ziehen kann. Ausnahmen sind<br />
natürlich von Ihnen bestellte Newsletter, die Sie durch eine<br />
Antwort abbestellen können. E-Mails mit unbekanntem Absender<br />
im Zweifelsfall lieber löschen.
</p>
<p>
Grundsätzlich darf nur derjenige mittels E-Mail-Werbung angeschrieben<br />
werden, der seine Einwilligung hierzu erteilt hat (Die Beweislast,<br />
das es eine Einwilligung gibt, liegt beim Absender) oder bereits<br />
eine laufende Geschäftsbeziehung zu dem Versender unterhält<br />
(z.B. durch Online-Shopping). Ist das nicht der Fall, ist die Mail<br />
unverlangt und verletzt das Persönlichkeitsrecht von Privatpersonen<br />
bzw. ist bei Unternehmen unzumutbar im Sinne des Gesetzes gegen<br />
den unlauteren Wettbewerb. Immer unzulässig ist der Versand<br />
von E-Mail-Werbung jedoch, wenn die Identität des Absenders<br />
verheimlicht wird oder keine gültige Adresse existiert, unter<br />
der sich der Empfänger abmelden kann.
</p>
<p>
<b>Robinsonliste</b>
</p>
<p>
Es gibt Listen für Postanschriften und auch für E-Mail-Werbung,<br />
in die man sich eintragen kann, wenn man keine unverlangte Werbung<br />
wünscht. Eine davon ist die <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.robinsonliste.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robinsonliste</a><br />
des Interessenverband Deutsches Internet e.V. Registrierte Unternehmen<br />
haben Zugriff auf die Liste und können die eingetragenen Adressen<br />
aus ihrer Datenbank löschen.
</p>
<p>
<b>Wo kann ich mich beschweren?</b>
</p>
<p>
Um gegen die Übeltäter gerichtlich klagen zu können,<br />
ist eine ladungsfähige Adresse notwendig. Die Absender von<br />
Spam-Mails ausfindig zu machen, ist jedoch in vielen Fällen<br />
schwierig, da diese meist vom Ausland aus agieren. In jedem Fall<br />
können sich Anwender beschweren und damit helfen, die Spam-Flut<br />
einzudämmen:
</p>
<p>
Seit dem 1. Januar 2007 nimmt die Internet-Beschwerdestelle des<br />
Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. Spam-Beschwerden<br />
an. Infos dazu unter <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.internet-beschwerdestelle.de</a>.<br />
<br />
Für Rechtsberatungen zum Thema Spam stehen seitdem die <a href="http://www.verbraucherzentrale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verbraucherzentralen</a><br />
zur Verfügung.
</p>
<p>
Beschwerden können per E-Mail auch unter Beifügung der<br />
vollständigen Spam-E-Mail und dem Original-Mail-Header eingereicht<br />
werden unter der Adresse: <br />
<a href="mailto:spam@internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spam@internet-beschwerdestelle.de</a><br />
Wie man den Header einer E-Mail mit seinem eigenen E-Mail-Programm<br />
anzeigen lassen kann, wird <a href="http://th-h.de/faq/headerfaq.php3#headerzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
beschrieben.
</p>
<p>
Zu den Partnern des eco-Verbandes gehören in Sachen Spam-Verfolgung<br />
unter anderem:
</p>
<p>
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). <br />
Dieser ist zuständig für Beschwerden von Privatpersonen<br />
und erreichbar unter<br />
<a href="mailto:beschwerdestelle@vzbv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschwerdestelle@vzbv.de</a>.
</p>
<p>
Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ).<br />
<br />
Diese ist Ansprechpartner für geschädigte Unternehmen<br />
und erreichbar unter <br />
<a href="mailto:mail@wettbewerbszentrale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mail@wettbewerbszentrale.de</a>.
</p>
<p>
Beschwerden an diese Stellen senden Sie ebenfalls unter Beifügung<br />
der vollständigen Spam-E-Mail und dem original Mail-Header.
</p>
<p>
Spam-E-Mails, die Mehrwertdiensterufnummern enthalten (z.B. (0)900er<br />
Nummern) bzw. dem Empfänger teure Dialer-Programme &quot;vermitteln“,<br />
können als Beschwerden an die Bundesnetzagentur (BNetzA) [www.bundesnetzagentur.de]<br />
weitergeleitet werden.</p>
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