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	<title>mbornkessel &#8211; politik-digital</title>
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	<title>mbornkessel &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Großhandelsflatrate beschlossene Sache &#8211; Schwere Schlappe für die Telekom</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/grosshandelsflatrate_beschlossene_sache_schwere_schlappe_fuer_die_telekom-915/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ron Sommers schlimmste
Befürchtungen werden Realität, spätestens ab Februar 2001 muss der
Ex-Monopolist seinen Konkurrenten die hartnäckig verweigerte
Großhandelsflatrate anbieten.<!-- Auch die bisher gültigen zeitabhängigen Verbindungspreise (Unterteilung in Haupt- und Nebenzeit) werden von der Regulierungsbehörde kassiert.-->
Nach dem 15. Dezember können andere Internet-Provider die Leitungen der
Telekom ganztägig ab 1,5 Pfennige die Minute nutzen. Eine bislang
geltende - und besonders für Telekom-Tochter T-Online günstige - <a href="http://www.ftd.de/tm/tk/FTDVT8BZLFC.html?nv=rs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mengenrabatt-Regelung</a> wurde ebenfalls untersagt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ron Sommers schlimmste<br />
Befürchtungen werden Realität, spätestens ab Februar 2001 muss der<br />
Ex-Monopolist seinen Konkurrenten die hartnäckig verweigerte<br />
Großhandelsflatrate anbieten.<!-- Auch die bisher gültigen zeitabhängigen Verbindungspreise (Unterteilung in Haupt- und Nebenzeit) werden von der Regulierungsbehörde kassiert.--><br />
Nach dem 15. Dezember können andere Internet-Provider die Leitungen der<br />
Telekom ganztägig ab 1,5 Pfennige die Minute nutzen. Eine bislang<br />
geltende &#8211; und besonders für Telekom-Tochter T-Online günstige &#8211; <a href="http://www.ftd.de/tm/tk/FTDVT8BZLFC.html?nv=rs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mengenrabatt-Regelung</a> wurde ebenfalls untersagt.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Entscheidung, die Telekom-Chef <a href="http://www.telekom.de/untern/inv_relations/kurzprofil/manage/management.htm#sommer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ron Sommer</a><br />
als &quot;krassen Fehler&quot; bezeichnete, sorgt für neue Bewegung auf dem ins<br />
Trudeln geratenen Flatrate-Markt. Nachdem in den letzen Monaten bereits<br />
zahlreiche Telekom-Mitbewerber aufgrund des bisherig gültigen<br />
Abrechnungsmodells die Segel streichen mussten &#8211; <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/econsumer/flatrate2.shtml">politik-digital berichtete</a> &#8211; kann die Konkurrenz nun wieder härter am Wind segeln.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Deutsche Telekom AG (DT AG)<br />
sprach von einer klaren Fehlentscheidung und will eventuell gegen die<br />
Anordnung klagen. Sie befürchtet ernsthafte Probleme für das<br />
Telefonnetz. Schon jetzt gebe es, insbesondere in den Abendstunden,<br />
regional massive Probleme, eine freie Leitung zu erwischen. Durch den<br />
zu erwartenden zusätzlichen Internet-Verkehr könne es in dem<br />
schmalbandigen Telefonetz zu kritischen Engpässen kommen, so ein<br />
Sprecher des Ex-Monopolisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Regulierungsbehörde folgte in<br />
ihrer Entscheidung aber nicht den Telekom-Ängsten vor einem<br />
hoffnungslos überlasteten Telefonnetz, sondern entschied aufgrund von<br />
Wettbewerbsgründen und Verbraucherinteressen. Das jüngste<br />
Flatrate-Sterben zeige, dass das bisherige Abrechnungsystem nicht<br />
funktioniere und lediglich der Telekom zu Gute komme, so<br />
RegTP-Präsident <a href="http://www.regtp.de/behoerde/start/in_01-01-01-00-00_m/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klaus-Dieter Scheurle</a>.<br />
Da es hier um einen der &quot;aussichtsreichen Wachstumsbereiche der<br />
Telekommunikation&quot; gehe, will die Regulierungsbehörde durch ihr<br />
Vorgehen die solide Basis für die weitere &quot;wirtschaftliche,<br />
beschäftigungspolitische und verbraucherfreundliche Entwicklung des<br />
deutschen Internetmarktes&quot; legen, so Scheurle weiter. Im übrigen müsse<br />
die Telekom für einen wirtschaftlich sinnvollen Ausbau des<br />
schmalbandigen Netzes sorgen solange der breitbandige Zugriff per<br />
Digital Subscriber Line (<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Misc/TK_Abk.html#DSL" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DSL</a>)<br />
noch nicht flächendeckend gewährleistet sei. Konkrete Preisvorgaben<br />
machte die Regulierungsbehörde aber nicht, der Deutschen Telekom AG<br />
bleibe so genügend &quot;Freiraum zur Gestaltung der Konditionen einer<br />
Flatrate&quot;. Der &quot;unternehmerische Spielraum&quot; des Unternehmens würde<br />
entgegen deren Befürchtungen nicht eingeengt werden, begründet Scheurle<br />
diese Vorgehensweise in seiner <a href="http://www.regtp.de/aktuelles/00283/01/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rede</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Telekom-Konkurrenz zeigt sich erfreut</b><br />
Zwar knallten beim Haupt-Wettbewerber America Online (AOL) noch keine Sektkorken, doch Sprecher Jens Nordlohne betonte in einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/telekommunikation/0,1518,102985,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gespräch mit Spiegel Online</a>,<br />
dass die Großhandelsflatrate ein &quot;Schritt in die richtige Richtung&quot;<br />
sei. Nur so könne man &#8211; ähnlich wie bereits in Großbritannien &#8211; dem<br />
Kunden eine Flatrate unter der von der Politik geforderten magischen<br />
50,&#8211; Mark-Grenze anbieten. Zugleich bot er der Telekom an, bei<br />
Problemen mit Leitungsenpässen oder Investitionskosten gemeinsam eine<br />
Lösung zu finden und sich nicht mehr &quot;gegenseitig vors Schienbein&quot; zu<br />
treten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Politik und Wirtschaft begrüßen Entscheidung &#8211; 400.000 neue Arbeitsplätze?</b><br />
Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßten die RegTP-Entscheidung einhellig. Staatsminister <a href="http://www.bundesregierung.de/dokumente/Pressemitteilung/ix_24215.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hans Martin Bury</a><br />
sprach dabei von einem &quot;wichtigen Schritt in Richtung<br />
Informationsgesellschaft&quot; und kündigte zugleich an, die Bundesregierung<br />
werde &quot;mit gutem Beispiel vorangehen und internetfähige<br />
Dienstleistungen in den nächsten Jahren online bereit stellen&quot;. Auch<br />
die Opposition findet Worte der Zustimmung. Die CDU/CSU-Fraktion im<br />
Bundestag betont in einer <a href="http://www.cducsu.bundestag.de/texte/muell32i.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>,<br />
die bisherige Preispolitik der Telekom sei eine &quot;ausschließlich<br />
strategische Preisfestsetzung&quot; gewesen, durch welche man die<br />
&quot;Wettbewerber vom Internet-Markt fernzuhalten&quot; versucht habe. Der<br />
Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) rechnet mit einem &quot;weiteren<br />
Auftrieb&quot; welcher der elektronische Handel durch den Pauschalpreis<br />
erfahren werde und außerdem mit deutlich günstigeren Online-Gebühren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Experten erwarten nun ein <a href="http://www.ftd.de/tm/eb/FTDBRATENFC.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">massives Wachstum</a><br />
des bundesrepublikanischen eCommerce bis 2005 und sprechen in diesem<br />
Zusammenhang von bis zu 400.000 neuen Arbeitsplätzen. Paul Welfens von<br />
der Universität Potsdam bemerkt in einem <a href="http://www.net-business.de/politik/news.html?id=974560060.1&amp;ssid=ba44641d4bc05a54a0a7ffbd209735" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Net-Business</a>,<br />
dass die Halbierung der Internetkosten auf 40 Mark innerhalb der<br />
nächsten drei bis vier Jahren zwischen 300.000 und 400.000 neue<br />
Arbeitsplätze nach Deutschland bringen könne.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>RegTP will DSL-Angebot überprüfen</b><br />
Damit aber nicht genug der schlechten Nachrichten für das Team Telekom. In einem <a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/wirtschaft/.html/18artik07.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Berliner Zeitung</a><br />
kündigt Chefregulierer Scheurle eine Entscheidung hinsichtlich des<br />
immer stärker in den Mittelpunkt rückenden Internet-Zugangs per DSL an.<br />
Es lägen zwei Anträge von Telekom-Mitbewerber vor, die nicht mehr &#8211; wie<br />
bislang üblich &#8211; die kompletten Teilnehmeranschlüsse mieten, sondern<br />
nur noch ein gewisses Frequenspektrum für den DSL-Zugang kaufen wollen.<br />
Dadurch könnte man Telefonkunde bei der Telekom bleiben, seinen<br />
DSL-Anschluss aber von einem Mitbewerber zur Verfügung stellen lassen.<br />
Eine <a href="http://www.europa.eu.int/eur-lex/de/lif/dat/2000/de_300X0417.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Verordnung</a> sehe dies ab 1. Januar 2001 vor, so dass ein Eingreifen der Regulierungsbehörde ohnehin unumgänglich sei.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geplatzte &#034;always online&#034;-Träume</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/geplatzte_always_online_traeume-918/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Poweruser]]></category>
		<category><![CDATA[Provider]]></category>
		<category><![CDATA[Surf1]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen
konnte?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen<br />
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot<br />
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen<br />
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen<br />
konnte?</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Noch am 28. August versprach das<br />
Bitburger Unternehmen seinen Kunden im 4. Quartal 2000 eine<br />
&quot;interaktive Flatrate für nur 19 Euro monatlich&quot; anzubieten. Leider<br />
zeige es sich, dass das bisherige Konzept &#8211; für 139 Mark unbegrenzt<br />
surfen &#8211; doch nicht finanzierbar sei, wie Surf1 Geschäftsführer Nylis<br />
G. Renschler <a href="http://www0.surf1.de/default.asp?lang=de&amp;m=5&amp;i=5">gestehen musste</a>.<br />
Bereits zu diesem Zeitpunkt geisterten die ersten Gerüchte über den<br />
bevorstehenden Konkurs des ersten deutschen Flatrate-Anbieters durch<br />
diverse Foren, bevor schließlich am 31. August die Eröffnung des<br />
Insolvenzverfahrens offiziell beantragt wurde. Mittlerweile wurden alle<br />
Zugangsmöglichkeiten gesperrt. Fraglich bleibt, ob die Surf1-Kunden das<br />
für ein Jahr im voraus zu zahlende Nutzungsentgelt überhaupt zurück<br />
bekommen werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Surf1 ist nur ein Beispiel für<br />
fehlgeschlagene Kalkulationen und einer gehörigen Portion Blauäugigkeit<br />
mancher Provider. Auch andere Flatrate-Anbieter geraten mehr und mehr<br />
unter Finanzierungsdruck. Schuld an der ganzen Misere seien, so<br />
einhelliger Tenor der betroffenen Unternehmen, die sogenannten<br />
&quot;Poweruser&quot;. Diese seien zum Teil 24 Stunden am Tag online und<br />
blockieren dadurch nicht nur die Einwahlports, sondern würden dadurch<br />
auch die gesamte Kalkulation der Flatrate-Anbieter über den Haufen<br />
schmeißen.<br />
<br />
Insbesondere die Firma Sonnet hatte in letzter Zeit große<br />
Zugangsprobleme. Verärgerte Nutzer äußern in Diskussionsforen die<br />
Vermutung, diese Probleme seien absichtlich herbeigeführt um die Kosten<br />
zu senken. Mittlerweile sind die technischen Schwierigkeiten nach<br />
Angaben von Sonnet zwar behoben, doch trennt sich das Unternehmen nun<br />
von den &quot;Powerusern&quot; und <a href="http://www.sonnet.de/news.html">kündigt die Verträge</a>.<br />
<br />
Da mit dem griffigen Slogan &quot;<i>Für sagenhafte 79,- DM (Festpreis) im Monat kannst du mit Sonne surfen ohne Limit</i>&quot;<br />
geworben wurde und &#8211; obwohl momentan auch bei Sonnet keine Neuanmeldung<br />
möglich ist &#8211; immer noch wird, regt sich dagegen heftiger <a href="http://www.telepolis.de/newsticker/forum/go.shtml?list=1&amp;g=20000904pmo002">Widerstand</a><br />
der betroffenen Nutzer. Es wurde der Ansturm auf das Angebot einfach<br />
grob unterschätzt. Sonnet kalkulierte lediglich mit einer<br />
Durchschnittsnutzung von drei bis vier Stunden täglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die erst am 18. August<br />
eingerichtete Flatrate der Düsseldorfer Firma DUSnet wird nach nur<br />
einem Monat wieder eingestellt &#8211; erneut seien die &quot;Poweruser&quot;, &quot;die das<br />
Angebot als günstige Standleitung nutzen&quot; der Grund, so eine <a href="http://www.dusnet.de/presse.phtml">Pressemitteilung</a><br />
des Unternehmens. Eine &quot;gesunde&quot; Mischkalkulation sei aufgrund der<br />
enorm hohen Nutzungszeit nicht möglich. Die momentan geltenden<br />
rechtlichen Bedingungen und Inter-Connection-Vereinbarungen würden ein<br />
nicht querfinanziertes Flatrate-Angebot unmöglich machen,<br />
schlussfolgert man.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit haben die Düsseldorfer den<br />
Punkt getroffen. Die meisten der nun betroffenen Unternehmen nutzen<br />
zwangsweise die Netz-Dienstleistungen der Telekom. Zur Zeit fallen<br />
alleine für jede Online-Minute Inter-Connectiongebühren von 1,72 Mark<br />
an, weitere Entgelte für Datenvolumen und Internetnutzung kommen noch<br />
dazu. So sind die Kalkulationsgrenzen auf dem heiß umkämpften Markt eng<br />
gesteckt. Zusätzlichen Preisdruck übt die Telekom durch ihr seit April<br />
eingeführtes <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5005">Flatrate-Angebot</a><br />
aus. Befreit von den eigenen Gebühren und mit der Finanzkraft eines<br />
Ex-Monopolisten in der Hinterhand, setzte sie dadurch die Preisspirale<br />
nach unten in Bewegung. Mittlerweile bewirbt sie intensiv ihr <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5006">T-DSL Flatrate-Angebot</a>, das die magische 50 Mark-Grenze unterschreitet. Dabei setzt die Telekom erstmals auf einen Breitband-Zugang (<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Misc/TK_Abk.html#DSL">DSL</a>), der nach dem übertragenen Datenvolumen und nicht nach der Online-Zeit abgerechnet wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kritiker sehen in der<br />
Preispolitik des Ex-Monopolisten den Versuch, unliebsame Konkurrenten<br />
aus dem Weg zu schaffen und rufen daher zum Protest auf. Sie<br />
befürchten, dass längerfristig nur noch große Anbieter wie die Telekom<br />
oder auch AOL den Preiskampf durchstehen können und kleinere<br />
Unternehmen mit günstigeren Angeboten keine Chance mehr hätten.<br />
<br />
Insbesondere von Verbraucherseite wird die Forderungen nach einem<br />
Einschreiten der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation<br />
immer lauter, doch die Regulierer fühlen sich nach Angaben von <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/pmo-04.09.00-002/">Heise online</a> nicht für Internetzugangsgebühren zuständig. Andererseits antwortete die Regulierungsbehörde dem Initiator einer <a href="http://www.geocities.com/s_feige/telekom/telekom.html">Telekom-Protest-Seite</a>,<br />
dass sie &quot;Abhilfemöglichkeiten&quot; prüfen werde. Es bleibt wieder einmal<br />
abzuwarten, ob und wie sich die Politik &#8211; schließlich fordert man dort<br />
schon länger die 50 Mark Flatrate &#8211; des Problems annimmt.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>MP3, Warez und andere Piratenstücke</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mp3_warez_und_andere_piratenstuecke-796/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[File Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkopie]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschbörse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Es gibt nichts, was es im Netz nicht gibt! Von gut sortierten Angeboten
kann man sich CDs als illegale MP3-Dateien herunterladen, auf gerne besuchten
'Warez'-Seiten finden sich die neuesten Produkte der Softwareindustrie
und viele andere Sachen, für die normalerweise die eine oder andere
Mark bezahlt werden müsste.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Es gibt nichts, was es im Netz nicht gibt! Von gut sortierten Angeboten<br />
kann man sich CDs als illegale MP3-Dateien herunterladen, auf gerne besuchten<br />
&#8216;Warez&#8217;-Seiten finden sich die neuesten Produkte der Softwareindustrie<br />
und viele andere Sachen, für die normalerweise die eine oder andere<br />
Mark bezahlt werden müsste.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Moderne Freibeuter verursachen Milliardenschäden</b><br />
<br />
Manch eingefleischter Fan der Heavy Metall Band &quot;<a href="http://www.metallica.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Metallica</a>&quot;<br />
ist in diesen Tagen nicht gut auf seine schweren Lieblinge zu sprechen.<br />
Durch eine bis dato einmalige Aktion wurden die Musiker zu einer der <a href="http://www.killmetallica.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meist gehassten Bands im Netz</a>. Im Kampf gegen illegale MP3-Kopien ihrer Songs zogen die US-Boys vor ein kalifornisches Gericht und erkämpften die <a href="http://www.gnn.de/0005/7634.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sperrung von fast 320.000 Nutzern</a> des MP3-Tauschdienstes <a href="http://www.napster.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während nun die Fans im Web über diese &quot;Unverschämtheit&quot; wettern, wittert die Musikindustrie ihre Chance. Spätestens seit dem <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/52472.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urteil gegen AOL</a><br />
im April diesen Jahres &#8211; danach haften Internetprovider wenn auf ihren<br />
Servern Raubkopien angeboten werden &#8211; ist das Thema MP3 ständig auf der<br />
Tagesordnung. Nicht verwunderlich, denn nach Schätzungen der deutschen<br />
Phonoindustrie sei alleine im Jahr 1999 dem bundesdeutschen<br />
Musikgewerbe ein Schaden von rund 140 Millionen Mark zugefügt worden.<br />
Dabei spielten die professionellen Raubkopierer mittlerweile eine eher<br />
untergeordnete Rolle; das Internet läuft ihnen den Rang ab!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Download ohne Grenzen&quot;</b><br />
In<br />
der schönen, neuen Online-Welt haben nationale Grenzen nur eine<br />
marginale Bedeutung und zur Zeit sind länderübergreifende gesetzliche<br />
Regelungen noch die Ausnahme &#8211; aber in <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/g8.shtml">Vorbereitung</a>!<br />
Wer will, der kann sich mit vollen Händen aus dem schier<br />
unerschöpflichen Web-Fundus bedienen. Musik, Software jeder Art,<br />
Cracks, Kreditkartennummern, Passwörter oder ganze Kinofilme werden &#8211;<br />
ganz offen &#8211; auf verschiedenen Seiten im Netz zur kostenlosen Nutzung,<br />
bzw. zum Download angeboten. Dass damit nicht unerhebliche Schäden<br />
verursacht werden ist vielen Nutzern zwar bewusst, aber letztlich egal!<br />
Zum Teil brüsten sich die Webmaster und Member dieser Seiten mit ihrem<br />
umfangreichen und überprüften Angeboten, die sie ständig aktualisieren<br />
und animieren dadurch die Surfer zu erneuten Besuchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Provider wehren sich</b><br />
Doch<br />
seit dem bereits erwähnten AOL-Urteil werden auch die Gegenmaßnahmen<br />
seitens der Provider intensiviert. Eine der bekanntesten<br />
deutschsprachigen MP3-Seiten &#8211; MP3Hitz &#8211; kämpft seit einigen Tagen<br />
gegen ihre komplette Löschung. Da kein seriöser Provider solchen Seiten<br />
den benötigten Webspace zur Verfügung stellt, müssen sich die<br />
Internetpiraten &#8211; vergleichbar mit ihren zur See fahrenden Vorfahren &#8211;<br />
im Netz kleine Basen suchen. Zumeist nutzen sie kostenlose<br />
Speicherplätze wie <a href="http://geocities.yahoo.com/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo!Geocities</a>, um ihre Files dort anzubieten.<br />
Auf verschiedene Benutzeraccounts verteilt und auch von verschiedenen<br />
Personen betreut, existieren auf der Seite zahlreiche Unterrubriken,<br />
die von Yahoo!Geocities gezielt gelöscht wurden und auch weiterhin<br />
verstärkt unter Beschuss stehen. Doch davon lässt sich das Team nicht<br />
beeindrucken sondern lädt &#8211; zum Teil in Nachtarbeit &#8211; fleißig wieder<br />
hoch und versichert, dass sie &quot;alles tun, um MP3Hitz zu erhalten&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Kampf gegen Windmühlen</b><br />
Während Metallica und nun auch der Rapper <a href="http://www.gnn.de/0005/7931.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Dre</a><br />
gegen die Napster-User vorgehen oder MP3Hitz gezielt gelöscht wird,<br />
lassen sich die MP3-Tausch-Fans einfach etwas Neues einfallen &#8211; <a href="http://mpex.net/news/archiv/00186.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnutella</a>!<br />
Was sich zunächst nach einer neuen Variante des bekannten<br />
Nuss-Nougat-Aufstrichs anhört, ist aber die Fortsetzung von Napster mit<br />
anderen Mitteln. Im Gegensatz zu Napster läuft das Programm nicht über<br />
zentrale und vom Anbieter betriebene Server, sondern jeder einzelne<br />
User fungiert hier gleichzeitig als Server und Client. Eine Sperrung<br />
von Ports oder bestimmten IP-Adressen ist daher leicht zu umgehen.<br />
Dabei ist Gnutella nur eines der im Netz kursierenden Tauschprogramme<br />
und ist durch seine persönliche Abwandlung der OpenSource-Philosophie<br />
namens &quot;<a href="http://www.gnu.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GNU&#8217;s Not Unix!</a>&quot;<br />
für jeden fachkundigen Nutzer leicht veränderbar. Die Klone und<br />
Varianten werden daher zukünftig noch zunehmen und somit die Verfolgung<br />
von Raubkopierern weiter erschweren.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Filter soll schützen</b><br />
Dagegen vorgehen könnte das von der Musikindustrie entwickelte &quot;<a href="http://www.ifpi.de/recht/re-22.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rights Protection System</a>&quot;<br />
(RPS) welches das Übel aus dem Netz filtern, bzw. den Zugang zu<br />
illegalen Inhalte unterbinden oder ganze Internetadressen für den<br />
Zugriff aus Deutschland sperren soll. Dabei müssten die Server aller<br />
inländischen Internetanbieter die über eine Verbindung ins Ausland<br />
verfügen mit diesem System ausgerüstet werden. Das RPS überwacht den<br />
Datenstrom der nach Deutschland hereinfließt und soll so den Zugriff<br />
auf urheberrechtlich geschützte Dateien, die auf einem ausländischen<br />
Server abgelegt sind, verhindern. Der Bundesverband der<br />
Phonographischen Wirtschaft ist der Meinung, dass dies ohne größere<br />
Probleme umzusetzen sei; lediglich 50 bis 70 Provider verfügten über<br />
diese Auslandsanbindung und auch die Technik sei in die bestehenden<br />
Systeme einfach zu integrieren.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da dieses Verfahren aber eine stetige Überwachung der Daten erfordert, kommt unweigerlich die <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/datenschutz">Datenschutzfrage</a><br />
ins Spiel. In der Offline-Welt ist es ja auch nicht ohne weiteres<br />
möglich Telefongespräche ohne entsprechende richterliche Beschlüsse<br />
abzuhören. Wieso dies im Cyberspace plötzlich kein Problem mehr sein<br />
soll bleibt ein spannender Konfliktpunkt im Streit zwischen den<br />
geschädigten Industrien und den aufmerksamen Datenschützern.<br />
</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Auch Software wird angeboten</b><br />
Durch<br />
das RPS könnten theoretisch auch andere Datei-Formate nach illegalen<br />
Inhalten durchsucht und somit weitaus höhere Schadensbilanzen gemindert<br />
werden. Während der Normalsurfer bislang aufgrund von engen Bandbreiten<br />
und teuren Tarifen seine CDs noch bevorzugt im Fachhandel zu kaufen<br />
scheint, &quot;lohnt&quot; sich der illegale Download von extrem teuerer<br />
Anwendungssoftware für den Privatnutzer in finanzieller Hinsicht. Trotz<br />
großer Datenmengen und den damit verbundenen Online-Kosten spart man &#8211;<br />
bei Softwarepreisen zum Teil weit über 1.000 Mark &#8211; durch den<br />
&quot;Raubdownload&quot; eine ganze Menge. Nicht nur deshalb sind Warez-, Gamez-,<br />
Filez-, Crackz oder Appz-Sites hoch frequentiert, so mancher Surfer<br />
entwickelt bei dem riesigen Angebot eine ausgeprägte<br />
Sammlerleidenschaft und lädt bis die Festplatte voll ist. Inwieweit<br />
diese Sammler die illegal beschaffte Software dann auch wirklich<br />
nutzen, bzw. ohne diese Angebote überhaupt gekauft hätten, bleibt<br />
fraglich.<br />
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</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.bsa.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Business Software Alliance</a> (BSA) beziffert den durch Softwarepiraten in Deutschland entstandenen <a href="http://www.bsa.de/zahlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schaden</a><br />
auf 839 Millionen Mark, weltweit auf 11 Milliarden Dollar (1998). Dabei<br />
befürchtet sie, dass diese Beträge in den nächsten Jahren &#8211; Dank immer<br />
schnelleren und billigeren Zugangsmöglichkeiten &#8211; noch bedeutend<br />
steigen werden. Es fänden sich derzeit an die 690.000 Seiten mit zum<br />
Teil umfangreichen Angeboten im Netz. Ein effektives Vorgehen scheint<br />
bei dieser großen Anzahl fast unmöglich und so erwecken die<br />
BSA-Erfolgsmeldungen &#8211; etwa wenn im ersten Quartal 2000 aufgrund von<br />
BSA-Anzeigen Software im Wert von rund 450.000 Mark nachlizensiert<br />
wurde &#8211; den Eindruck des oft zitierten Tropfens, der auf dem heißen<br />
Stein verdampft.<br />
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</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Online=Offline?!</b><br />
&quot;Im Netz gibt es alles außer Mord&quot;, zitiert der <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/jk-17.02.00-000/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise Newsticker</a> den Geschäftsführer der Firma <a href="http://www.netuse.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NetUSE</a>,<br />
Martin Seeger. Er hat damit den Punkt getroffen. Bislang lagen die<br />
Schwerpunkte der polizeilichen Netzermittlungen im Bereich der <a href="http://www.bka.de/aktuell/agenda98/vtr99/vtr_kind.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kinderpornographie</a>.<br />
In Zukunft müssen sich Polizei und Staatsanwaltschaften intensiver und<br />
umfassender mit dem Netz und seinen vielfältigen kriminellen Auswüchsen<br />
beschäftigen. Durch die immer weiter fort schreitende internationale<br />
Vernetzung stoßen nationale Gesetzgebungen schnell an ihre Grenzen und<br />
müssen daher schnellstmöglich durch weiter gehende Ordnungsrahmen<br />
ersetzt werden.</span></p>
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&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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