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	<title>mkunze &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<item>
		<title>Bürgernetz Münster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mkunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1997 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Münster]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Martin Kunze und Ulrich Kathöfer beschreiben
den digitalen Service der historischen Stadt</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Martin Kunze und Ulrich Kathöfer beschreiben<br />
den digitalen Service der historischen Stadt</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Das Bürgernetz Münster wurde auf<br />
dem Colloquium buerger@internet.hh nicht im Vortrag, sondern »zum<br />
Anfassen« dargestellt. Das Foyer war zum Internetcafe umgebaut worden<br />
und bot die Möglichkeit, die vielfältigen Facetten des publikom &#8211;<br />
Stadtnetz für Münster selbst in Augenschein zu nehmen. Als Ergänzung<br />
soll der folgende Text dienen. Vielleicht kann das »Modell Münster« ein<br />
Vorbild für ein Hamburger Bürgernetz und für andere Bürgernetze sein.<br />
Aber sicher sind auch ganz andere Entstehungsgeschichten und Beteiligte<br />
denkbar. Das Projekt <medi@netz> stellt zumindest auch einen recht vielversprechenden Ansatz dar.<br />
</medi@netz></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Münster entstand schon 1995<br />
die Initiative, ein Bürgernetz aufzubauen. Vorgestellt werden soll hier<br />
zum einen die »Geschichte«, soweit man in diesem Zeitrahmen überhaupt<br />
davon sprechen darf, zum anderen soll das publikom &#8211; Stadtnetz für<br />
Münster, und dabei insbesondere die Bürgernetz-Ideen, die dort<br />
eingegangen sind, dargestellt werden. Ein kurzer Blick auf weitere<br />
Aktivitäten des büne e.V. bildet den Abschluß. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Geschichte des Bürgernetzes/Stadtnetzes:</b><br />
Ein paar Faktoren in Münster waren für die Bürgernetz-Entwicklung<br />
sicher förderlich, ein paar eher hindernd. Sicherlich haben aber die<br />
typischen Eigenschaften der Stadt die Entstehung und Entwicklung des<br />
publikom geprägt. Einige Stichworte zur Stadt Münster:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>    etwa 280.000 Einwohner </li>
<li>    Universitätsstadt mit mehr als 50.000 Studenten </li>
<li>    »Schreibtisch Westfalens« (fast nur Verwaltung,    kaum Industrie)</li>
<li>    Bischofsstadt </li>
<li>    zwei konservative Tageszeitungen </li>
<li>    aber: rot-grüne Mehrheit im Rat </li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits Anfang 1995 gab es die ersten Aktivitäten zur Errichtung eines Bürgernetzes / Stadtinformationssystems:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Gründung des Verein Bürgernetz-büne e.V. </li>
<li>Ratsantrag »D.O.M.« (SPD &#8211; Grüne) </li>
<li>Ratsantrag »Telematik und Multimedia« (CDU) </li>
<li>Multimedia-Tage 1995 </li>
<li>Gründung der Initiative Multimedia Münsterland </li>
<li>Gründung des Initiativkreis Telekommunikation (i-tek)</li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Anfang stand die Idee eines<br />
Bürgernetzes, wie es bereits in vielen Städten existierte (USA: local<br />
civic network). Die Initiative ging zum einen von engagierten Bürgern,<br />
meist Studenten, aus, die die Möglichkeiten des Internet an der<br />
Universität kennengelernt hatten. Das Bürgernetz sollte diese<br />
Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger verfügbar machen.<br />
Gleichzeitig wurde bei den Grünen über ein städtisches<br />
Informationssystem gesprochen. Daraus wurde der Ratsantrag (und<br />
-be-schluß) »für eine digitale offene Stadt Münster« ungeschickterweise<br />
»D.O.M.« abgekürzt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Multimedia-Tage im Oktober<br />
1995, eine Veranstaltung der Universität und der Halle Münsterland,<br />
brachte alle zusammen, die am Aufbau eines Stadtnetzes interessiert<br />
waren: Stadt, Uni, Provider, Bürger &#8230; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es bildete sich eine Initiative<br />
»Multimedia Münsterland«, in der alle Beteiligten übereinkamen, wie ein<br />
Stadtnetz (unter Beteiligung des Umlandes) aussehen sollte und welche<br />
Möglichkeiten die Bürger haben sollten.<br />
Die Ideen, die hier zusammengetragen wurden und umgesetzt werden<br />
sollten, waren die, die der büne e.V. schon vorher formuliert hatte:<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>    Vernetzung der Bürger durch neue Kommunikationsmedien</li>
<li>technische Unterstützung, Schulung, Abbau von Schwellen(-ängsten) mit den Zielsetzungen</li>
<li>Stärkung der Gemeinschaft </li>
<li>Förderung der Medienkompetenz </li>
<li>Demokratisierung </li>
<li>Stärkung der Wirtschaft</li>
<p></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Realisierung begann Anfang<br />
1996, als sich das Projekt Citykom der Stadtwerke Münster, die neu<br />
gegründete Online-Agentur agenda media und der büne e.V.<br />
zusammensetzten, um ein Stadtinformationssystem mit kommerziellen und<br />
nichtkommerziellen Inhalten aufzubauen, das sich durch kommerzielle<br />
Angebote, Werbung und die Vermarktung von Internetzugängen finanzieren<br />
sollte. Den Stadtwerken fiel dabei insbesondere die Finanzierung zu,<br />
agenda media brachte journalistische Kompetenz ein. Der büne e.V.<br />
brachte die Ideen und Sachkompetenz ein (und auch viel Arbeitseifer).<br />
Nach zwei Monaten stand »www.muenster.de«. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das publikom &#8211; Stadtnetz für Münster:</b><br />
Das System bekam den Namen »das publikom &#8211; Stadtnetz für Münster« und<br />
besteht aus kommerziellen Inhalten, nichtkommerziellen Inhalten (im<br />
Bürgernetz oder auf privaten Homepages) und Informationen der Stadt.<br />
Darüber liegt ein Verzeichnissystem, in dem alle Informationen nach<br />
Themengebieten eingeordnet sind. Eine Volltextsuche ist ebenfalls<br />
verfügbar, dazu kommen weitere Dienste, insbesondere interaktive wie<br />
Kleinanzeigen, Diskussionsforen, Chat, Veranstaltungskalender etc. Die<br />
Interaktivität, also die Möglichkeit für den Bürger, nicht nur<br />
Informationen abzurufen, sondern auch selber mitzugestalten, ist eines<br />
der wichtigsten Charakteristika des Münsterschen Stadtnetzes. Dies<br />
geschieht durch Selbstdarstellung im Bürgernetz, aber insbesondere auch<br />
durch die Möglichkeit zu Diskussionen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben dem Informationssystem<br />
selbst steht das publikom auch für den Netzzugang über eigene Computer.<br />
Dabei ist der Zugriff auf Informationen aus Münster (nicht nur aus der<br />
Domäne muenster.de, sondern auf alles, was Bezug zu Münster hat) wie<br />
auch eine E-Mail-Kennung (die Möglichkeit, eine Homepage anzulegen) und<br />
der Zugriff auf die Netnews kostenlos. Für 25 DM pro Monat gibt es<br />
einen vollen Internetzugang. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bürger ohne Computer können das<br />
System über öffentliche Terminals benutzen. Zur Zeit gibt es (neben<br />
kommerziellen öffentlichen Internetzugängen und Computern in den<br />
Hochschulen) vier Zugänge, die aber bald deutlich erweitert werden<br />
sollen. Die Hauptaufgabe der Stadtnetzterminals ist das Bekanntmachen<br />
des publikom in der Bevölkerung und damit verbunden die (Einstiegs-)<br />
Nutzung des publikom ohne technische Hürden. Über den kostenlosen<br />
Zugang zum publikom hinaus bieten die Terminals direkten Zugriff auf<br />
Funktionen, die einen Bezug zum Aufstellungsort haben. So kann der<br />
Nutzer der Stadtbücherei am dortigen Terminal zum Beispiel in der<br />
Wissen der Bibliothek nach Titeln und deren Verfügbarkeit<br />
recherchieren. Natürlich steht ihm diese Funktionalität auch vom<br />
heimischen Computer aus zur Verfügung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das publikom wurde und wird<br />
ständig weiterentwickelt, im Jahre 1997 stieg insbesondere die Stadt<br />
selbst stärker in das Angebot ein. Seitdem werden die gemeinsamen<br />
Seiten von einer Redaktion betreut, die sich aus Vertretern der Stadt,<br />
der Citykom und des büne zusammensetzt. Seit Mitte 1997 basiert das<br />
Verteilsystem auf einer Wissen, auch optisch wurde das publikom<br />
aufgewertet und durch neue Dienste ergänzt.<br />
Für die Zukunft ist eine noch weitere Ausweitung der Informationen und<br />
Dienste geplant, insbesondere sollen die Diskussionsforen belebt<br />
werden. Durch eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und durch<br />
Schulungen sollen mehr Bürgerinnen und Bürger an das System<br />
herangeführt werden. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Verein Bürgernetz und seine Aktivitäten:</b><br />
Der Verein besteht aus etwa 50 Mitgliedern, die größtenteils aus dem<br />
universitären Umfeld kommen. Neben der oben beschriebenen maßgeblichen<br />
Mitwirkung beim Aufbau des Stadtnetzes und Beteiligung an der<br />
redaktionellen Arbeit ist der büne insbesondere damit beschäftigt, das<br />
»Bürgernetz im engeren Sinne«, also die Homepages der<br />
nichtkommerziellen Gruppen auf dem eigenen Server www.muenster.org. zu<br />
betreuen. Dies umfaßt neben der Technik insbesondere die Beratung der<br />
Bürgergruppen. Seit Mitte 1997 betreibt der Verein dazu ein eigenes<br />
Büro, das täglich von 14 bis 18 Uhr besetzt ist. Für diese Tätigkeit<br />
stellt die Stadt Münster einen Betrag von 80.000 DM pro Jahr zur<br />
Verfügung. Im Bürgernetz sind mittlerweile fast 300 Gruppen vertreten,<br />
bei stetig steigender Tendenz.<br />
Neben der Beratung in Internet- und Stadtnetz-Fragen ist die Schulung<br />
eine zentrale Aufgabe des Vereins. Schulungen zur Internet-Einführung,<br />
Homepage-Gestaltung und inzwischen auch Angebote für spezielle<br />
Zielgruppen werden zusammen mit verschiedenen Bildungsträgern<br />
durchgeführt. Der büne sieht sich auch als politische Vertretung der<br />
Bürger im Bereich Neue Medien. Durch Mitwirkung im D.O.M.-Beirat und<br />
anderen Gremien, aber auch durch Kontakte zu Parteien und anderen<br />
Interessengruppen soll die Bürgernetz-Idee vorangetrieben werden.<br />
Die Öffentlichkeitsarbeit ist bisher oft ein wenig zu kurz gekommen;<br />
diese soll in Zukunft deutlich ausgeweitet werden. Zum<br />
Erfahrungsaustausch werden Kontakte zu anderen Bürgernetzgruppen<br />
gepflegt, in Vorträgen wird das Bürgernetz Münster in ganz Deutschland<br />
vorgestellt. In Gründung ist der »Verband freier Bürgernetze«, der<br />
übergreifende Projekte (z. B. eine PGP-Schlüssel-Zertifizierung) und<br />
eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen soll.</span></p>
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