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	<title>Nicolas Morgenroth &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Nicolas Morgenroth &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Netzpolitischer Einspruch &#8211; Halina Wawzyniak (Die Linke)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2014 12:34:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit 80 Prozent der Sitze im Bundestag und einer neuen „Digitalen Agenda“ im breiten Rücken wird sich die Große Koalition [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 80 Prozent der Sitze im Bundestag und einer neuen „Digitalen Agenda“ im breiten Rücken wird sich die Große Koalition in die Netzpolitik stürzen. Bleibt neben Projekten wie der „Netzallianz Digitales Deutschland“ überhaupt noch Platz für andere Stimmen? In unserer Reihe „Netzpolitischer Einspruch“ kommen die restlichen 20 Prozent zu Wort, sowie all jene Stimmen, die keinen Sitz im Bundestag haben. Halina Wawzyniak (Die Linke) gibt die „Marschrichtung“ ihrer Partei vor: keine Vorratsdatenspeicherung und ein starker parlamentarischer Internet-Ausschuss.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=r6v9SSpMvww&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Halina Wawzyniak" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/r6v9SSpMvww?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
<a href="http://politik-digital.de/halina-wawzyniak-anwaeltin-des-netzes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halina Wawzyniak</a> (*1973) ist Juristin und netzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke. Für ihre Partei <a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-halina-wawzyniak-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vertritt sie den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin.</a> Sie ist Mitglied des Parteivorstands und war Obfrau der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Wawzyniak wird ihre Partei voraussichtlich im Internet-Ausschuss vertreten.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/?s=%22netzpolitischer+einspruch%22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gibt es weitere Beiträge der Reihe “Netzpolitischer Einspruch”</a></strong><br />
<img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Rena Tangens: Datenschutz zwischen Kunst und Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2013 13:24:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Oktober hatte sie noch vor dem Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung demonstriert. Nun haben SPD [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Rena_Tangens.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-135820" alt="Rena_Tangens" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Rena_Tangens-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Im Oktober hatte sie noch vor dem Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung demonstriert. Nun haben SPD und Union sie im Koalitionsvertrag vereinbart, doch Rena Tangens will weiter dagegen vorgehen. Tangens&#8217; Themen sind der Datenschutz und das Internet. Als Künstlerin und politische Aktivistin beschäftigt sie sich seit Jahrzehnten damit, künstlerische Arbeit und politischer Aktivismus verweben sich in ihrem Leben.<br />
Außer ihr sind an diesem hoffnungsfrohen Oktobertag drei weitere Datenschutzaktivisten von der Mahnwache übrig geblieben. Einer von ihnen ist padeluun, der langjährige künstlerische und politische Weggefährte von Tangens. Die Entwicklung von Avantgarde-Künstlern, die mit (Punk-)Musik ebenso wie mit Super 8-Filmen und Performances experimentiert haben, zu Flyer-verteilenden Datenschutzaktivisten haben sie größtenteils gemeinsam erlebt. Was zunächst wie ein Bruch erscheint, kann tatsächlich als konsistente Entwicklung innerhalb eines künstlerischen Rahmens interpretiert werden.</p>
<h3>Demokratie als Art d&#8217;Ameublement</h3>
<p>Alles begann 1984 im westfälischen Bielefeld mit dem gemeinsamen Kunstprojekt und der Galerie <a href="http://www.ameublement.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Art d&#8217;Ameublement“,</a> auf Deutsch etwa „Einrichtungskunst“. Es war der Versuch, <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/6/6156/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Grenzen zwischen Künstler und Zuschauer sowie zwischen Produkt und Prozess einzureißen.</a> Inspiriert von Joseph Beuys („Jeder ist Künstler“), Yves Klein („Alles ist Kunst“) und dem anti-autoritären Geist der Punk-Bewegung wollten padeluun und Tangens Räume schaffen, in denen Kreativität und Produktivität sich nicht in einem käuflichen Produkt ausdrücken, sondern als Prozess ermöglicht werden sollten. Das Ergebnis war eine Mischung aus Performances und Installationen, in denen sie als Künstler zurücktraten und die Zuschauer aktiv werden sollten. Sie nannten diese Art von Kunst „Rahmenbau“. Bis heute will Rena Tangens einen gesellschaftlichen Rahmen mitgestalten, in dem sich Menschen „willkommen fühlen, selber aktiv zu werden“. Der Begriff „Rahmenbau“ drückt ihr Verständnis von Demokratie und dem Nullpunkt aus, an dem Kunst und Politik miteinander verschmelzen.</p>
<h3>Das Kunstobjekt Chaos Computer Club</h3>
<p>Mit dem Einzug des Chaos Computer Clubs (CCC) in die Ausstellungsräume von padeluun und Tangens begann 1985 der Übergang von der vielfältigen „Art d&#8217;Ameublement“ zu Themen der elektronischen Kommunikation. Als Ausstellungsstück diente ein selbstgebautes Modem in einer Kaffeetasse, mit dem die Nachrichten der Washington Post des kommenden Tages gelesen werden konnten. Es war ein Schlüsselmoment, welcher der Künstlerin eine Zukunft aufzeigte, in der neue Formen der Kommunikation und Partizipation möglich wurden und eine öffentlich zugängliche Plattform für Ideen entstand. Diese neue Welt war noch rahmenlos und, so Tangens, „diese neue Welt wollten wir mitgestalten“.<br />
Modems durften nun bei keiner Ausstellung mehr fehlen und die beiden Künstler gründeten zusammen mit anderen den Verein FoeBuD e. V., in dem sich Menschen sammelten, die mit Hilfe von Technik etwas verändern wollten. Sie bauten die Mailbox „Bionic“ in Bielefeld auf, außerdem ein Netzwerk in Jugoslawien, mit dem Friedensgruppen während des Krieges ihren gewaltfreien Widerstand organisieren konnten. Tangens machte damals die praktische Erfahrung, einen Netzknoten zu kontrollieren, was sie für die heute so offenkundigen Schwachstellen digitaler Kommunikationsnetzwerke sensibilisierte. Sie erfuhr, wie einfach es war, alle Nachrichten zu lesen, die über den Netzknoten liefen. „Das Macht-Ungleichgewicht zwischen den Technikern, die diese Knotenpunkte besitzen, und den Nutzerinnen und Nutzern“ sollte nicht noch weiter auseinandergehen. Daher wurden Verschlüsselungstechniken integriert, und Anfang der 1990er brachte der Verein das erste deutsche <a href="http://www.foebud.org/fruehere-projekte/pgp/pgp-Buch.pdf/view" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handbuch</a> für die „Pretty-Good-Privacy“ (PGP) Verschlüsselung heraus.</p>
<h3>„Die stärksten Kinder fressen die Revolution“</h3>
<p>Mit der Umbenennung von FoeBuD in <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalcourage e.V.</a> im Jahr 2012 entledigte man sich nicht nur des sperrigen Namens, es entsprach auch der Wandlung der Arbeit des Vereins über die Zeit: Digitalcourage musste sich seit den ersten AOL-CDs 1996 von der Gestaltung der elektronischen Vernetzung zurückziehen und konzentrierte sich fortan auf den Widerstand gegen die Vereinnahmung durch staatliche und Profitinteressen. Digitale Zivilcourage und eine kritische Öffentlichkeit wurden für den Verein immer wichtiger. Im Jahr 2000 verlieh er die ersten Big Brother Awards, um ironisch herausragende Überwachung öffentlich zu machen. Der „Rahmenbau“, die Ausgestaltung des Internets, wurde dennoch mehr und mehr von globalen Akteuren dominiert. Erst kam AOL, dann die staatliche Videoüberwachung und schließlich monopolistische Internetdienstanbieter wie Google, Amazon oder Facebook &#8211; und schließlich die Geheimdienste. Tangens beschreibt das in den Worten von Tim Berners-Lee: „Nicht die Revolution frisst ihre Kinder, sondern die stärksten Kinder fressen die Revolution“.</p>
<h3>Privatisierung und Überwachung</h3>
<p>Das Internet stellt für Tangens damals wie heute eine Öffentlichkeit dar, in der Grundrechte wie Pressefreiheit und Privatsphäre Gültigkeit haben müssen: Sie hält den gleichberechtigten Zugang ebenso wie gleichberechtigte Gestaltungsmöglichkeiten für eine notwendige Grundversorgung in einer Demokratie. Sie kämpft gegen die Privatisierung des öffentlichen Raums Internet durch „Firmenplattformen, wo die Regeln des Konzerns gelten“. Und sie setzt sich dagegen zur Wehr, dass die digitale Öffentlichkeit einem Überwachungsregime staatlicher Institutionen untersteht, dessen demokratische Legitimation mehr als fraglich sei. Tangens‘ Kritik richtet sich gegen die regierenden politischen Akteure, die in ihren Augen die Auseinandersetzung in beiden Bereichen scheuen.<br />
Was für die Datenschutzaktivistin Tangens „eine große Gefahr für die Demokratie“ darstellt, ruft bei anderen kaum ein Schulterzucken hervor. Dieser Diskrepanz ist sie sich durchaus bewusst. Sie führt ihn auf ein fehlendes Bewusstsein für die Folgen der schwer greifbar zu machenden digitalen Überwachung zurück. Rena Tangens sieht es als ihre Aufgabe an, dieses fehlende Bewusstsein zu wecken, wenn sie betont, dass wir die meisten Internetdienste zwar nicht mit Barem, aber mit den eigenen Daten bezahlen. Daten, die dann nicht nur zur Kundenklassifizierung und zur Personalisierung der Werbung verwendet würden. Ebenso würden „detaillierte Persönlichkeitsprofile“ erstellt, die der „gezielten Diskriminierung und Manipulation“ dienten &#8211; für Tangens eine fatale Entmündigung.<br />
Tangens ist davon überzeugt, dass Überwachung das Verhalten der Menschen verändert. Vor allem diejenigen, „die in den realen Machtverhältnissen überleben müssen“, etwa als Betriebsrat, würden die Folgen konkret spüren. Noch mehr Informationen oder Daten würden dabei weder die großen Probleme der Menschheit wie Hunger lösen, noch den Terrorismus bekämpfen. Laut einer <a href="http://www.oxfordresearchgroup.org.uk/sites/default/files/globalthreats.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der Oxford Research Group</a> zähle dieser sowieso nicht zu den großen Problemen der Menschheit. Oberflächlich kann man Rena Tangens leicht als Verschwörungstheoretikerin abstempeln. Aber die Zeiten für Verschwörungstheoretiker sind außerordentlich gut: Edward Snowden hat wohl einigen von ihnen Recht gegeben und sie von ihrem Stigma befreit.</p>
<h3>Der Traum einer anderen digitalen Gesellschaft</h3>
<p>Und wie sollte die digitale Öffentlichkeit ihrer Meinung nach aussehen? Wie würde Rena Tangens den Rahmen gestalten?<br />
Alles fange mit der Befähigung der Menschen an, die eigenen Daten selbst zu kontrollieren. Die digitale Identität müsse für die Menschen nachvollziehbar und selbst bestimmbar sein. Konkret würde das bedeuten: ein Ende staatlicher Überwachung im Internet sowie die Pflicht für Internetdienstanbieter, das Einverständnis ihrer Nutzer zur Verwendung ihrer Daten einzuholen.<br />
Tangens‘ Kritik zielt dabei vor allem auf die Monopolbildung, die im Internet fruchtbaren Boden findet. Soziale Netzwerke erfüllen eben ihren Sinn, wenn sich alle Menschen in einem einzigen versammeln und jede mit jedem kommunizieren kann. Ebenso kann nur ein Großkonzern wie Google sich die Kosten für die Serverinfrastruktur leisten, die ein effizientes Durchsuchen der riesigen Datenmengen im Internet möglich machen. Von der EU fordert sie, die Interaktion zwischen sozialen Netzwerken mittels Datenportabilität und offenen Schnittstellen gesetzlich festzuschreiben sowie einen gemeinsamen Suchindex für Europa aufzubauen, den Anbieter von Suchalgorithmen gleichberechtigt durchforsten dürfen. Tangens‘ Programm besteht aus einem gesetzlichen Rahmen, der die Kontrolle der eigenen Daten zur Standardeinstellung macht und einen funktionierenden Wettbewerb im Internet garantiert, sowie dem Aufbau einer Open-Access-Infrastruktur. In den vergangenen Jahren musste ihr ursprünglicher Wille zur Gestaltung mehr und mehr einem Abwehrkampf mit den Realitäten weichen, doch davon lässt Rena Tangens sich nicht kleinkriegen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich träume davon, dass ich wieder einmal mehr Zeit habe, über die Gestaltung von positiven Aspekten des Netzes oder des Lebens nachzudenken, anstatt den Kampf dagegen zu führen, dass diese Träume in Zukunft komplett unmöglich gemacht werden. Ich sehe die Notwendigkeit, für Freiheit zu kämpfen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zum Träumen wird die Aktivistin Tangens leider so schnell nicht kommen: Die Vorratsdatenspeicherung steht nun im Koalitionsvertrag. Es bleibt jedoch fraglich, ob sie durchgesetzt werden kann. Zumindest wird das nicht ohne Widerstand passieren, solange Rena Tangens noch am Rahmen mitbauen will.<br />
&nbsp;<br />
Bild: (C) Rena Tangens<br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Hängt die NSA bestimmt mit drin &#8211; Digitale Presseschau 51/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2013 16:26:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Peter Schaar verabschiedete sich unlängst mit einem Dank an die NSA von seinem Amt als Bundesbeauftragter für den Datenschutz. Tatsächlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Schaar verabschiedete sich unlängst mit einem Dank an die NSA von seinem Amt als Bundesbeauftragter für den Datenschutz. Tatsächlich wäre ohne sie, und wie hinzuzufügen wäre: Edward Snowden, Datenschutz und Netzpolitik nicht so ein großes Thema im ausklingenden Jahr. Untersuchungsausschüsse, UN-Resolutionen, EU-Verordnungen, ein Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt und noch so vieles mehr in immerhin fünf Ministerien. Dennoch bleibt das Gefühl, dass mit möglichst viel Aufwand möglichst wenig verändert wird. Immerhin scheint woanders auch noch was zu passieren: Das Internet der Dinge, Netzfeminismus und der Einfluss des Internets auf die Sprachenvielfalt sind in dieser Woche Thema. Aber da hat die NSA sicher auch ihre Finger im Spiel.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=aI7Zuwu_MbA&amp;hd=1" title="Das neue Spiel - Pitchfilm" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/aI7Zuwu_MbA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Im Video der Woche wirbt Michael Seemann für das Crowdfunding seines noch zu verfassenden Buches &#8220;Das Neue Spiel. Nach dem Kontrollverlust&#8221;.</p>
<h3><a href="http://www.heute.de/bundestag-bekommt-internetausschuss-31189230.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisloses Chaos oder Wirrwarr mit System?</a></h3>
<p>Fünf Ministerien sollen sich zukünftig um Netzpolitik kümmern. Für manche bedeutet das die Fortführung des destruktiven Chaos, für andere, wie Sonja Schünemann auf heute.de, ein „Zuständigkeits-Wirrwarr mit System“. Andrea Voßhoff als neue Bundesdatenschützerin und Klaus-Dieter Fritsche als erster Geheimdienstkoordinator werden allenthalben als eindeutige Absage an unabhängige Kontrollinstitutionen gesehen. Und der Internetausschuss kommt erst mal doch nicht. <a href="http://blogs.faz.net/deus/2013/12/19/schlammcatchen-der-popcornminister-statt-internetausschuss-1880/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zumindest einer freut sich</a> und zieht der konzertierten Lobbypolitik in einem Ausschuss das ergebnislose „Schlammcatchen der Popcornminister“ vor. Neuland solle Neuland bleiben.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gastbeitrag-fuer-einen-anderen-new-deal-12710154.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Placebo-New-Deal</a></h3>
<p>Einen digitalen New Deal in Europa fordert der EU-Parlamentsabgeordnete der Grünen Jan-Philipp Albrecht auf faz.net. In Absage an nationale Tendenzen in Deutschland müsse eine gemeinsame Wertebasis geschaffen werden und Europa die digitale Unabhängigkeit erklären. Die EU-Datenschutzverordnung sei dazu der erste Schritt. <a href="http://www.carta.info/68290/datenschutz-zuruck-zum-thema/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Carta meldet Simon Assion dagegen Zweifel an:</a> Bisherige Datenschutzpolitik, einschließlich der EU-Verordnung, sei reines Placebo und würde nur die kleinen Akteure gängeln, während die Großen unbeschadet weiter sammeln könnten. Daraus ließe sich das Paradox der Gleichzeitigkeit von einer Vielzahl von Datenschutzgesetzen und einer beispiellosen korporativen und staatlichen Überwachung erklären.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/nsa-affaere-eu-ausschuss-fordert-stopp-von-safe-harbor-1312-103474.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snowden, der Bankräuber</a></h3>
<p>In einem Zwischenbericht vom Mittwoch hat der NSA-Untersuchungsausschuss der EU einige Forderungen gestellt. Wie Friedhelm Greis auf golem.de berichtet, fordern die Parlamentarier die Suspendierung sowohl des Safe-Harbour-, als auch des Swift-Abkommens. Auch eine EU-Cloud sei im Sinne des Ausschusses. <a href="https://netzpolitik.org/2013/drohgebaerden-und-kuschelkurs-vorsitzender-des-geheimdienstausschusses-mike-rogers-in-bruessel/#more-60263" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie netzpolitik.org berichtet,</a> hatte noch am Dienstag der US-Politiker Mike Rogers die EU-Parlamentarier für ihre Kurzsichtigkeit gerügt und Edward Snowden mit einem Bankräuber verglichen, der zur Finanzkrise befragt würde.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/usa-geheimdienste-bericht-nsa-obama/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forderungen mit Hintertüren</a></h3>
<p>Auf 300 Seiten haben Experten in den USA die Überwachungspraktiken der Geheimdienste kritisiert. Diese würden zugunsten von Sicherheitsinteressen Freiheitsrechte einschränken und verletzen. Till Schwarze hat auf Zeit Online die wichtigsten Forderungen zusammengestellt. Allerdings stehen die Experten prinzipiell zur NSA, und der Bericht lässt laut <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/us-spaehaffaere-die-hintertueren-im-nsa-bericht-a-940067.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad Lischka auf Spiegel Online</a> einige Hintertüren, die mögliche Beschränkungen und Kontrollen aufweichen könnten.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-der-dinge-maschine-chattet-mit-maschine-1.1845758" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maschinen mit Maschinen</a></h3>
<p>Die Vernetzung von Geräten untereinander gilt als die nächste große Entwicklung. Immer mehr Kommunikation über Netzwerke würde dann nicht mehr nur maschinen-vermittelt funktionieren, sondern verliefe gänzlich zwischen Maschinen. Am Beispiel des kalifornischen Konzerns Cisco zeigt Nikolaus Piper auf süddeutsche.de die Potenziale und Gefahren des „Internet of Things“ auf. Denn nur mit einem effektiven Datenschutz würde die Kommunikation zwischen Maschinen das Leben der Menschen verbessern.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/sprachenkiller-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Back to Babel</a></h3>
<p>In der digitalen Welt können 96,3 Prozent aller bekannten Sprachen als ausgestorben gelten, so das Ergebnis der Studie „Digital Language Death“. Jochen Dreier stellt die Studie auf Hyperland vor und spricht vom „Sprachenkiller“ Internet. <a href="http://netzwertig.com/2013/12/19/vom-aussterben-bedroht-das-internet-verdraengt-viele-sprachen-gut-so/#more-31543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Weigert</a> hingegen begrüßt auf netzwertig.com diese Sprachvereinheitlichung. Auch wenn Weigert stark verkürzt argumentiert und die Bedeutung von sprachlichen Missverständnissen oder Nicht-Verstehen für die großen Probleme der Menschheit überschätzt: Er bezieht Stellung in einer Debatte, die geführt werden sollte.</p>
<h3><a href="http://irights.info/das-internet-ist-das-problem-und-seine-losung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#Aufschrei sei Dank!</a></h3>
<p>Dass Feminismus wieder salonfähig in „Mainstreamdebatten“ geworden ist, sei größtenteils dem Hashtag #Aufschrei zu verdanken, so das Fazit von Annina Luzie Schmid auf irights.info. Mit dem Hashtag, der im vergangenen Jahr auch den Grimme Online- Award erhalten hat, sei es gelungen, „eine Brücke zwischen digitaler Szene und dem Rest der Welt zu bauen“. In ihrem Beitrag skizziert sie, durch welche Projekte und dank welcher Protagonistinnen das Thema Sexismus auch nach der intensiven #Aufschrei- Debatte öffentliche Sensibilisierung erfährt. Denn das Internet sei nicht nur Plattform für Sexismus, sondern auch emanzipatives Werkzeug.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Peter Schaar zum Abschied: &#034;Diese Liebe brauchen wir nicht&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/peter-schaar-zum-abschied-diese-liebe-brauchen-wir-nicht-135690/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2013 14:56:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zehn Jahre war Peter Schaar Deutschlands oberster Datenschützer. In seiner Zeit ist das Amt vom verwaltenden Beamtenposten zum Politikum geworden. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Freund-hört-mit_hise42_cc-by-nc-sa_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-135692" alt="Freund hört mit_hise42_cc-by-nc-sa_bearb" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Freund-hört-mit_hise42_cc-by-nc-sa_bearb-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Zehn Jahre war Peter Schaar Deutschlands oberster Datenschützer. In seiner Zeit ist das Amt vom verwaltenden Beamtenposten zum Politikum geworden. Inmitten der Offenlegung des umfassendsten Überwachungsskandals in der Geschichte endet heute seine Amtszeit. Die Grünen haben ihn in der vergangenen Woche mit einer Mischung aus Diskussionsveranstaltung und Empfang verabschiedet.<br />
Nahezu die gesamte Prominenz der Partei war vergangenen Mittwoch angetreten, um mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit einen Rückblick auf dessen Amtszeit zu wagen und über die Zukunft von Datenschutz und Demokratie zu diskutieren. Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion, leitete den Abend mit dem Titel <a href="http://www.gruene-bundestag.de/themen/datenschutz/freund-hoert-mit_ID_4390337.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Freund hört mit!?“</a> im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ein. Ihr Ko-Vorsitzender Anton Hofreiter hielt die Laudatio und der Netzpolitiker Konstantin von Notz kümmerte sich um die Moderation. Auch Renate Künast, Cem Özdemir und Christian Ströbele waren zum Abschied von Schaar gekommen.</p>
<h3>Teilerfolge trotz Abhängigkeit</h3>
<p>Peter Schaar ist studierter Volkswirt und hatte bereits Ämter als Vorstandssprecher der Grünen Hamburg und stellvertretender Datenschutzbeaufragter der Hansestadt inne, bevor er 2003 auf Vorschlag der Partei unter der rot-grünen Koalition zum Bundesbeauftragten für Datenschutz gewählt wurde. 2008 wurde er dann mit einer großen Mehrheit wiedergewählt. Diese breite Unterstützung bröckelte zuletzt, da Schaar sich gerade im Laufe des von Edward Snwoden offen gelegten Überwachungsskandals in starker Opposition zu der Regierung und vor allem zum Innenministerium positionierte. Dabei ist sein Amt personell wie finanziell von diesem abhängig. Rückblickend meinte Schaar an dem Abend, dass er zwar viele Entwicklungen habe beeinflussen können, allerdings nicht genügend Ressourcen und die nötige Unabhängigkeit zur Verfügung gehabt habe, um wirklich effektiv arbeiten zu können. Dennoch, der elektronische Personalausweis musste wegen Schaar ohne Fingerabdruck auskommen, und auch bei der neuen Gesundheitskarte konnte er Teilerfolge erringen, wie er in einem ausführlichen <a href="http://www.deutschlandfunk.de/interview-der-woche-schaar-snowden-sollte-aufenthaltsrecht.868.de.html?dram:article_id=272080" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit dem Deutschlandfunk</a> betonte.<br />
Sowohl in diesen beiden Fällen, als auch beim ersten Beschluss einer Vorratsdatenspeicherung 2007 stellte Schaar sich nicht grundsätzlich dagegen, sondern bemühte sich um Kompromisse, was ihm auch viel Unmut einbrachte. „Ich habe mir da viel Kritik anhören müssen“, erinnert sich der scheidende Bundesbeauftragte in seiner Abschiedsrede.</p>
<h3>Es geht um Grundrechte und Selbstbestimmung</h3>
<p>Dass Schaar dennoch insgesamt parteiübergreifend viel Respekt entgegengebracht wurde, beweist auch die Auszeichnung seines Buches <a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Ende-der-Privatsphaere-Der-Weg-in-die-UEberwachungsgesellschaft/Peter-Schaar/e274320.rhd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das Ende der Privatsphäre“</a> zum <a href="http://www.fes.de/daspolitischebuch/preistraeger.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politischen Buch</a> des Jahres 2008 durch die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung. In diesem warnt er vor der Bedrohung der Privatsphäre durch staatliche Überwachung. Auch bei seinem Abschied ist es ihm wichtig zu betonen, dass Privatsphäre nicht mit „allein gelassen werden“ gleichgesetzt werden dürfe, sondern eine wichtige Voraussetzung für Selbstbestimmung sei. Für Schaar verdecken die Begriffe Datenschutz und Privatsphäre mit ihrer trockenen Sperrigkeit die Themen, um die es geht: Grundrechte und Selbstbestimmung.<br />
Allerdings wirkt auch der Verwaltungsmensch Schaar selbst im Vergleich zu seinen Ko-Diskutanten, Rena Tangens vom <a href="https://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalcourage e.V.</a> und Netzaktivist Jacob Appelbaum, recht bürokratisch-sachlich. Nichtdestotrotz ist es wohl auch zu einem gutem Teil dem Bundesbeaufragten zuzuschreiben, dass der US-Aktivist Appelbaum erstaunt konstatieren kann, „wie informiert die Bevölkerung, und wie uninformiert die Bundesregierung ist“.</p>
<h3>Blick in die Zukunft</h3>
<p>Mit Blick auf die Zukunft sieht der Gewürdigte an diesem Abend vor allem drei Baustellen für den oder die Nachfolger/in: Es müsse mehr Verschlüsselung gefördert und eingesetzt und in diesem Zusammenhang auch über die Pflichten von Anbietern von Telekommunikationsleistungen neu diskutiert werden. Zudem sei die Arbeit am bestehenden Recht wichtig, doch müsse diese notwendigerweise inter- oder supranational geschehen. Schaar betont dabei vor allem die EU-Datenschutzverordnung und die UN-Resolution zum Schutz der Privatsphäre, die er als „erste Schritte in die richtige Richtung“ bezeichnet.<br />
Die Beweispflicht müsse dabei stets bei denjenigen liegen, die Grundrechte einschränken wollten, und nicht andersherum. Gerade das „Anlasslose“ bereite ihm Sorgen, meint Schaar in Richtung der Sicherheitspolitiker und Geheimdienste und moniert eine schlicht nicht funktionierende Kontrolle der Geheimdienste: „Niemand hat ein vollständiges Bild“. Eine öffentliche Kontrolle der Geheimdienste sei unabdingbar, denn „deren Liebe brauchen wir nicht“, wie Schaar mit Verweis auf den Ausspruch des früheren Stasi-Chefs Erich Mielke ruft.<br />
Besonders bemerkenswert ist Schaars Forderung nach dem Schutz aller Menschen vor der „Liebe“ der Geheimdienste unabhängig von ihrer Herkunft und Staatsangehörigkeit. Da Geheimdienste nach aktuellem Recht sowohl Nicht-Bürger ohne Einschränkung überwachen, als auch Daten miteinander austauschten dürften, sei ein effektiver Schutz notwendigerweise universell und nicht auf die eigenen Bürger beschränkt.<br />
Die Anforderungen an den oder die Nachfolger/in sind also sehr hoch: internationale Datenschutzabkommen, öffentliche Kontrolle der Geheimdienste, universeller Schutz vor Überwachung. Und dann ist da ja noch der andere Teil des Amtes, die Informationsfreiheit. Peter Schaar macht an dem Abend deutlich, dass diesen Anforderungen seiner Erfahrung nach nur ein/e Bundesbeauftragte/r entsprechen könne, der oder die nicht mehr abhängig vom Bundesinnenministerium und den dortigen Sicherheitspolitikern sei.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/64016652@N02/11309680903/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hise42</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Google &#038; Co watch the Watchmen &#8211; Digitale Presseschau 50/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 17:28:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst zivilgesellschaftiche Organisationen, dann Autoren und schließlich US-amerikanische Internetkonzerne: Die Aufrufe zu einer internationalen Regelung von Datenschutz und Privatsphäre häufen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst zivilgesellschaftiche Organisationen, dann Autoren und schließlich US-amerikanische Internetkonzerne: Die Aufrufe zu einer internationalen Regelung von Datenschutz und Privatsphäre häufen sich. Reagiert hat bisher nur der Vorratsdatenfan Sigmar Gabriel. Währenddessen geht ein Reporter auf die Suche nach seinem digitalen Ich und „Datenjournalisten“ betreiben die Datengräberei im Sinne der Öffentlichkeit. Datengold kennt keinen Schlamm!</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=i8Y0anwBzW8&amp;hd=1" title="Netzkultur Freunde des Internets" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/i8Y0anwBzW8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Im Video der Woche bewerben die bpb und die Berliner Festspiele ihre dreiteilige Konferenz <a href="http://netzkultur.berlinerfestspiele.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Netzkultur &#8211; Freunde des Internets&#8221;</a>.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/autoren-gegen-ueberwachung/demokratie-im-digitalen-zeitalter-der-aufruf-der-schriftsteller-12702040.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autoren empören sich – wer noch?</a></h3>
<p>Nachdem sich bereits die organisierte Zivilgesellschaft für einen <a href="https://de.necessaryandproportionate.org/text" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internationalen Aufruf</a> gegen die globale Kommunikationsüberwachung zusammengeschlossen hat, zieht die literarische nach. 560 Schriftsteller aus 83 Ländern fordern eine verbindliche Internationale Konvention der digitalen Rechte. Das zog auch <a href="https://netzpolitik.org/2013/ueberwachung-einfach-mal-die-luft-anhalten/#more-59926" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Häme und die Kritik</a> auf sich, mit naivem Reformwillen den Blick in die tiefen Machtstrukturen des Problems zu überdecken. <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-12/nsa-ueberwachung-freiheit-protest" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andere halten dagegen</a>: Der Aufruf sei nicht nur an die Machthabe gerichtet, sondern auch an uns Schafe, endlich zu handeln.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/widerstand-gegen-nsa-ueberwachung-snowden-ruettelt-die-techkonzerne-wach-1.1839068" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Watchmen vs. Watchmen</a></h3>
<p>Auch eine Reihe von Internetkonzernen hat eine <a href="http://reformgovernmentsurveillance.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne</a> zur Reform der staatlichen Überwachung gestartet. Dass dahinter auch bzw. nur <a href="http://www.taz.de/Kommentar-Googles-Anti-Spaehkampagne/!129071/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wirtschaftliche Interessen</a> stehen, bezweifelt niemand. Das Vertrauen der Nutzer will wiedergewonnen und Reaktionen, die die Marktmacht der US-amerikanischen Konzerne beschneiden könnte, unterbunden werden. Dabei steht die eigene Überwachung der Nutzer nicht zur Debatte. Interessant ist, <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/unternehmen-in-der-spaehaffaere-der-geheimdienst-ist-doch-grossartig-12704657.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">welche Konzerne die Kampagne nicht unterstützen</a>.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vorratsdatenspeicherung-folgen-des-gutachtens-des-eu-generalanwalts-a-938620.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">So nicht, aber anders!</a></h3>
<p>Anfang 2014 entscheidet der Europäische Gerichtshof über die europäische Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (VDS). Nun hat EU-Generalanwalt Pedro Villalón die Richtlinie in einem Gutachten für rechtswidrig erklärt. Das freut die Gegner der VDS, allerdings<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/innenministerium-sieht-sich-durch-eu-generalanwalt-bestaetigt-a-938673.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> sieht sich auch das Bundesinnenministerium bestätigt.</a> Denn grundsätzlich hält Villalón die VDS nicht für rechtswidrig, sondern nur die konkrete Ausgestaltung. Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/2013/12/nicht-anders-nicht-gar-nicht-zwischenstand-zur-vorratsdatenspeicherung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Gesellschaft</a> fordert: „So nicht, anders nicht, gar nicht“!</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/ueberwachung-und-zensur-das-war-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die NSA ist nicht allein</a></h3>
<p>Im ZDF-Blog hat David Pachali für jeden Monat ein Ereignis oder eine Entwicklung in der globalisierten überwachten Welt gesammelt. Diese kleine Sammlung in Kalenderform zeigt: Überwachung ist ein globales Phänomen und die NSA ist wohl der größte, aber bestimmt nicht der einzige Akteur in diesem Feld.</p>
<h3><a href="http://www.capital.de/themen-newsbeitrag/sie-kennen-dich.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datengold kennt keinen Schlamm</a></h3>
<p>Wer weiß wie viel über uns? Diese Frage ist bei der globalen Datensammelei inzwischen nahezu unmöglich zu beantworten. Matthias Thieme hat sich für Capital dennoch auf die Suche nach seinem verstreuten digitalen Ich begeben. Er recherchiert bei alten Bekannten wie Amazon, entdeckt aber auch unbekannte Goldgräber wie Acxiom. Freiwillig geben ihm die Wenigsten sein digitales Ich zurück.</p>
<h3><a href="http://futurezone.at/digital-life/datenjournalismus-die-ganze-welt-besteht-aus-daten/39.110.685" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Datenjournalistin</a></h3>
<p>„Die ganze Welt besteht aus Daten. Wir stellen sie in einen Zusammenhang“. Im Interview auf futurezone.at erzählt Mona Chalabi von ihrer Arbeit als Datablog-Redakteurin beim Guardian. Neu sei diese Art der journalistischen Arbeit nicht, Journalismus habe sich schon immer auf Daten gestützt. „Neu sind die Mittel, die Daten-Journalisten heute zur Verfügung stehen“.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-12/aegypten-menschenrechtsaktivistin-shitstorm-sexuelle-gewalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Repression und Sexismus in den Social Media</a></h3>
<p>Sexualisierte Gewalt ist bei Konflikten gerade für Männer ein willkommenes Mittel zur Einschüchterung. In Ägypten ist sie seit den Anfängen der Revolution auf der Straße präsent, von Seiten der wechselnden Regime wie von Demonstranten. Auf zeit-online berichtet Mohamed Amjahid von einer Anwältin, die sexistische Angriffe nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Social Media erleiden musste.</p>
<h3><a href="http://www.polisphere.eu/blog/tabea-wilke-waehlerbindung-2-0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Wählerbindung 2.0“</a></h3>
<p>Auf polisphere plädiert Tabea Wilke für eine „Wählerbindung 2.0“. Gerade nach der Wahl, also in der Phase wo Wahlversprechen (nicht) umgesetzt werden, sei es essentiell, mit den Wählern zu kommunizieren. Für eine beidseitige Kommunikation wiederum sei das Social Web unerlässlich.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>CoLab: Die offene Denkfabrik schaut zurück und blickt nach vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 16:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Co:llaboratory]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Haselbeck]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-135544" alt="Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_4988-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Am Mittwoch hat der Collaboratory e. V. zur netzpolitischen Winterfeier samt Speednetworking und Glühwein eingeladen. Geschäftsführer Sebastian Haselbeck nutzte die Gelegenheit, einen Blick zurück auf ein spannendes und projektreiches Jahr 2013 zu werfen und einen Ausblick auf 2014 zu geben. Philipp Müller plädierte in einem Vortrag für eine digitale Realpolitik.<br />
Im BASE_camp in Berlin Mitte kamen am Mittwochabend Freunde und Experten des <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Collaboratory</a> zusammen. Die „Experten- und Interventionsplattform“ des Internet und Gesellschaft Collaboratory (kurz CoLab) baut auf einen kleinen verwaltenden Kreis, der die projektbezogene Arbeit mit externen Experten koordiniert. Ziel des Vereins ist es, so <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Sebastian" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haselbeck</a> in seiner Begrüßung, nicht nur „zu Debatten beizutragen“, sondern sie auch „anzustoßen“. Dazu soll vor allem eine offene und plurale Arbeitsweise beitragen: Jeder kann dem „Lenkungskreis“ des CoLab Projekte zu allen Themen vorschlagen, die sich in dem Spannungsfeld zwischen Internet und Gesellschaft verorten. Wird eine Initiative angenommen, dann werden zusätzlich zum externen Projektleiter über eine offene Bewerbungsphase bis zu 35 Experten gesucht, die möglichst aus unterschiedlichen Bereichen und Institutionen mit ihren jeweiligen Blickwinkeln kommen.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"> Das <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet und Gesellschaft Collaboratory e. V.</a> wurde 2010 von Google Deutschland angestoßen und ist seit 2012 ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, interdisziplinär und praxisbezogen die Wechselwirkung zwischen Internet und Gesellschaft mit möglichst vielen Stakeholdern zu untersuchen. </div></div>Der Einstieg in eine Expertengruppe ist so niedrigschwellig wie möglich gehalten. Jeder Interessierte kann sich mit einem Online-Formular bewerben. Gemeinsam mit dem Leiter der Initiative entscheidet der Lenkungskreis über die Teilnehmer. Ziel ist es, eine möglichst heterogene Gruppe von Akteuren zusammenzustellen. Dabei arbeiten Experten nicht zwingend als Vertreter von Institutionen mit, sondern nehmen aus persönlicher Motivation mit ihrem jeweiligen Blick auf ein Thema teil. Der Austausch ist sehr offen, die Zusammenarbeit zwischen den selbst ernannten „Experten“ soll auf Augenhöhe stattfinden. Die so zusammengestellten Gruppen arbeiten in Eigeninitiative drei bis sechs Monate an ihrem Thema; die Ergebnisse werden schließlich im Internet und als gedruckte <a href="http://www.collaboratory.de/w/Publikationen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publikationen</a> öffentlich zur Verfügung gestellt.<br />
Eine Kostprobe dieser offenen Arbeitsweise konnten die Teilnehmer an der Winterfeier beim entspannten Speednetworking nach dem „offiziellen Teil“ erhalten, indem sie auf einen Gongschlag alle vier Minuten die Gesprächspartner wechseln und sich so mit einer Vielzahl von Gästen austauschen konnten.<br />
Anfang des Jahres hatte sich die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Lernen_in_der_digitalen_Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">7. Initiative</a> des CoLab mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien für Lernen und Bildung beschäftigt. Die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Nachhaltigkeit_in_der_Digitalen_Welt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">8. Initiative</a> „Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt“ suchte und fand Antworten auf die Frage, wie Zeugnisse der kulturellen und wissenschaftlichen Arbeit der Nachwelt in Zeiten erhalten bleiben können, in denen diese zunehmend digitale Formen annehmen. In Zusammenarbeit mit dem internationalen Blogger-Netzwerk FutureChallenges.org der Bertelsmann Stiftung arbeitete die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Globalisierung_und_Internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">9. Initiative</a> schließlich zu „Globalisierung und Internet“, mit einem Schwerpunkt auf supranationale Abkommen wie ACTA und TAFTA. Die Ergebnisse sind als Debattenmagazin sowohl <a href="http://www.collaboratory.de/w/Globalisierung_im_Schatten_der_Ueberwachung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a> als auch an Kiosken erhältlich. Zusätzlich brachte der Lenkungskreis des CoLab auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Prof. Wolfgang Kleinwächter zwei Exemplare der Diskussions- und Streitschriften <a href="http://www.collaboratory.de/w/Discussion_Paper_Series" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„MIND“</a> heraus, die „Multi-Stakeholder“-Dialoge zu verschiedenen Themen abbilden sollen.<br />
In seinem Rückblick auf das Jahr 2013 aus netzpolitscher Perspektive ist laut <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Philipp#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Philipp Müller</a>, Mitglied des Lenkungskreises, „viel kaputt gegangen“, aber auch „viel geschaffen worden“. In seinem Vortrag „netz.macht.politik – Ein Aufruf zu einer Digitalen Realpolitik“ erörterte er das theoretische Potenzial von Machiavelli für die heutige Netzpolitik. Sein Fazit: Digitale Politik unterliegt Bedingungen, die im Kontext nur teilweise veränderbar sind. Die Fähigkeit, zwischen veränderbaren und unveränderbaren Strukturen zu unterscheiden, sowie die Fähigkeit, Momente zu erkennen, in denen Veränderung möglich ist, sei, so Müller, die Kernfunktion von Strategie in der Netzwerkgesellschaft. In der anschließenden Diskussion wurde diese Sichtweise teilweise als zu einengend und zu konform gegenüber Machtstrukturen kritisiert. Ein Teilnehmer äußerte sein Misstrauen gegenüber dem Begriff Realpolitik, da er für ihn stark mit dem Kalten Krieg und einer Rhetorik der Alternativlosigkeit verbunden sei.<br />
Für das Jahr 2014 will das CoLab thematisch noch mehr in die Breite gehen. In dem Projekt „Smart Country“ soll „das Potenzial von Internet für die Lebensqualität auf dem Land untersucht werden“, so CoLab-Chef Haselbeck. Zudem wird man sich mit der aufkommenden „Sharing Economy“ und weiterhin mit dem Thema „Internet Governance“ auseinandersetzen. An guten Inhalten fehlt es nicht, aber, wie Haselbeck zugibt, es muss noch an der Außenwirkung gefeilt werden. Doch der Geschäftsführer gibt sich optimistisch: „Die Leute haben verstanden, dass das CoLab eine offene Plattform ist, wo sie ihre Positionen und Ideen einbringen können, und genauso werden wir weitermachen.“<br />
Bild: <a href="http://www.collaboratory.de/w/Benutzer:Tobias.schwarz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Schwarz/Collaboratory</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 4.0</a><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>&#8230;Dr. Lars Castellucci (SPD) antwortet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/dr-lars-castellucci-spd-antwortet-135393/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2013 10:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag. politik-digital.de fragt...]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Castellucci]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de fragt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-134341" alt="politikdigital fragt3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen Sesseln. Bringen die neuen Abgeordneten auch frischen Wind für die Netzpolitik und eine digitale Gesellschaft mit? Im letzten Beitrag unserer Interviewreihe antwortet: Lars Castellucci (SPD).<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie nutzen Sie das Internet für Ihre politische Arbeit?<br />
<strong>Dr. Lars Castellucci:</strong> Das Internet spielt für meine politische Arbeit eine wichtige Rolle. Zum einen als Informationsquelle, aber insbesondere auch als Kommunikationsmedium. Über meine <a href="http://www.lars-castellucci.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> sowie meine Präsenz in den sozialen Netzwerken <a href="https://www.facebook.com/larscastellucci" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="https://twitter.com/larscastellucci" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> kann ich mit den Bürgerinnen und Bürgern in meinem Wahlkreis und darüber hinaus in den Dialog treten. Viele von ihnen machen von dieser Möglichkeit Gebrauch.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre?<br />
<figure id="attachment_135397" aria-describedby="caption-attachment-135397" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lars-Castellucci-SPD-C-spdbw_bearb.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-135397 " alt="Lars Castellucci (SPD) (C) spdbw_bearb" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lars-Castellucci-SPD-C-spdbw_bearb-305x457.jpg" width="183" height="274" /></a><figcaption id="caption-attachment-135397" class="wp-caption-text">Dr. Lars Castellucci (*1974) ist promovierter Politikwissenschaftler, Hobby-Kirchenmusiker und wurde 2013 auf eine Professur für Nachhaltiges Management in Mannheim berufen. Seit 1991 ist er bei der SPD in Baden-Württemberg auf kommunaler und Landesebene aktiv und sitzt nun im 18. Bundestag.</figcaption></figure><br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Ich achte darauf, im Web zwischen meinen Auftritten als Politiker und als Privatperson zu trennen. Manchmal sind die Grenzen jedoch fließend, gerade im Zeitalter der Social Media. Hier die Balance zu finden, stellt eine permanente Herausforderung dar.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Bedeutung hat das Thema Netzpolitik für Sie? Wollen Sie sich in diesem Politikfeld engagieren?<br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Die Netzpolitik gehört bisher nicht zu meinen politischen Schwerpunkten. Die aktuellen Entwicklungen verfolge ich jedoch immer mit großem Interesse.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie stehen Sie zur gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität?<br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität ist unabdingbar, wenn wir weiterhin über ein offenes und freies Netz verfügen wollen. Hier geht es schließlich um Fragen der Teilhabe und der Meinungsfreiheit sowie des fairen Wettbewerbs.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist Datenschutz für Sie eine staatliche oder eine individuelle Aufgabe? Inwieweit können oder müssen wir uns selbst schützen und wo muss der Staat eingreifen?<br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Der Datenschutz und die Wahrung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung sind ohne Zweifel Aufgabe des Staates. Hier geht es um Grundrechtsschutz. Natürlich ist jeder von uns auch selbst dafür verantwortlich, welche personenbezogenen Daten er beispielsweise in sozialen Netzwerken mitteilt und welche nicht. Insbesondere bei jungen Menschen finde ich den teilweise sehr sorglosen Umgang mit privaten Daten erschreckend. Daher spielt die Vermittlung von Medienkompetenz und digitaler Selbstständigkeit bereits in frühen Jahren eine entscheidende Rolle.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Halten Sie die Vorratsdatenspeicherung für ein angemessenes Mittel der Kriminalitätsbekämpfung? Wie würden Sie sie einschränken?<br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Ich persönlich sehe die Vorratsdatenspeicherung sehr kritisch und bin gespannt auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes. Dass im Koalitionsvertrag auf Druck der SPD eine deutliche Verkürzung der Speicherfrist angestrebt wird, finde ich richtig.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche netzpolitischen Fragen müssen Ihrer Ansicht nach im kommenden Jahr dringend eine Antwort finden?<br />
<strong><strong>Dr. </strong>Lars Castellucci:</strong> Netzpolitik darf nicht als isoliertes Thema, sondern muss als Querschnittsthema betrachtet werden, das Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche hat. Herausforderungen gibt es zahlreiche: Die von mir erwähnte Vermittlung der Medienkompetenz, übrigens auch an die ältere Generation, der Breitbandausbau, die Auswirkungen der ständigen mobilen Erreichbarkeit auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer…<br />
<strong></strong><!--[if gte mso 9]&gt;--><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/barockschloss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">barockschloss</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a><br />
Porträt: (C) <a href="http://www.flickr.com/photos/spdbw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spdbw</a><br />
<img decoding="async" style="font-size: 12px" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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		<item>
		<title>&#8230;Katrin Albsteiger (CSU) antwortet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/katrin-albsteiger-csu-antwortet-135223/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 11:47:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag. politik-digital.de fragt...]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de fragt]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Albsteiger]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-134341" alt="politikdigital fragt3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen Sesseln. Bringen die neuen Abgeordneten auch frischen Wind für die Netzpolitik und eine digitale Gesellschaft mit? Diesmal antwortet: Katrin Albsteiger (CSU).<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie nutzen Sie das Internet für Ihre politische Arbeit?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Das iPad und das iPhone sind meine ständigen Begleiter. Überall arbeiten, Reden schreiben und per Mail mit meinem Büro in Berlin und im Wahlkreis von überall her kommunizieren können, ist unerlässlich. Natürlich nutze ich das Netz auch zur Informationsbeschaffung und Recherche. Die <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/37145846_kw51_mobile_anwendungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestag-App</a> ist mir in den letzten Wochen besonders ans Herz gewachsen. Hier finde ich eine Vielzahl von Informationen, die ich für meine Arbeit als Abgeordnete brauche. Ein großer Teil der Kommunikation läuft bei mir über <a href="https://twitter.com/dieAlbsteigerin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>. Dort kann ich mich mit meinen Followern austauschen und bekomme schnell mit, was die brennenden Themen des Tages sind. Twitter ist ein politischer Seismograph. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich ohne Internet arbeiten sollte und frage mich manchmal, wie das wohl „früher“ gelaufen ist.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre?<br />
<figure id="attachment_135228" aria-describedby="caption-attachment-135228" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Katrin-Albsteiger-CDU-by-sa-3.0-Junge-Union-Bayern.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-135228 " alt="Katrin Albsteiger CDU by-sa 3.0 Junge Union Bayern" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Katrin-Albsteiger-CDU-by-sa-3.0-Junge-Union-Bayern-305x445.jpg" width="183" height="267" /></a><figcaption id="caption-attachment-135228" class="wp-caption-text">Katrin Albsteiger (*1983) ist Politikwissenschaftlerin aus Neu-Ulm und war von 2011 bis Oktober 2013 die erste weibliche Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern. Albsteiger, von Edmund Stoiber die &#8220;Geheimwaffe der CSU&#8221; betitelt und als Nachwuchspolitikerin <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1386542" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ausgezeichnet</a>, zog dieses Jahr über die Landesliste in den Bundestag ein.</figcaption></figure><br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Indem ich mir sehr genau überlege, was ich auf <a href="https://www.facebook.com/katrin.albsteiger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und Twitter von mir preisgebe und was nicht. Ansonsten treffe ich die üblichen Vorkehrungen, die man treffen sollte, wenn man sich im Netz bewegt. Wie sich meine Passwörter zusammensetzen und auf welche Sicherheitssoftware ich setze, werde ich hier allerdings nicht ausplaudern.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Bedeutung hat das Thema Netzpolitik für Sie? Wollen Sie sich in diesem Politikfeld engagieren?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Netzpolitik ist ein unheimlich wichtiges Thema, das ich sehr spannend finde, weil es eben kein Nischenthema ist, sondern auf fast alle Lebensbereiche Einfluss hat. Es gehört zur Gesellschaftspolitik. Deshalb werden praktisch alle Abgeordneten mit diesem Politikfeld konfrontiert.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie stehen Sie zur gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Die Netzneutralität ist extrem wichtig, deshalb muss ihre Gewährleistung auch als eines der Regulierungsziele im Telekommunikationsgesetz verbindlich verankert werden. Auf europäischer Ebene muss sich die Bundesregierung ebenfalls für eine entsprechende gesetzliche Verankerung stark machen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist Datenschutz für Sie eine staatliche oder eine individuelle Aufgabe? Inwieweit können oder müssen wir uns selbst schützen und wo muss der Staat eingreifen?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Hier geht es nicht um Entweder-Oder. Jeder Einzelne muss seine eigenen Daten so gut es geht schützen. Der Staat muss natürlich auch im Netz für die Sicherheit seiner Bürger sorgen. Da es sich eben um ein World-Wide-Web handelt, liegt ein besonderes Augenmerk darauf, europaweit und nach Möglichkeit darüber hinaus ein einheitliches Schutzniveau beim Datenschutz zu garantieren.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Halten Sie die Vorratsdatenspeicherung für ein angemessenes Mittel der Kriminalitätsbekämpfung? Wie würden Sie sie einschränken?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Die Vorratsdatenspeicherung kann ein geeignetes Mittel zur Aufklärung von Straftaten und somit zur Kriminalitätsbekämpfung sein. Mir ist aber hierbei sehr wichtig, dass die von den Telekommunikationsunternehmen zu speichernden Daten allerhöchsten Sicherheitsauflagen unterliegen, auf Servern in Deutschland gespeichert werden und der Zugriff der Sicherheitsbehörden auf diese Daten nur bei schweren Straftaten und nach Genehmigung eines Richters erfolgen kann.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche netzpolitischen Fragen müssen Ihrer Ansicht nach im kommenden Jahr dringend eine Antwort finden?<br />
<strong>Katrin Albsteiger:</strong> Wie bereits erwähnt, ist Netzpolitik ein so breites Feld, dass eine Festlegung auf nur ein drängendes Problem kaum möglich ist. Wir müssen eine Vielzahl von Herausforderungen bewältigen, vom Breitbandausbau, über die Durchsetzung von einheitlichen europäischen Datenschutzstandards, bis hin zur Erarbeitung eines modernen Urheberrechts.<br />
<strong></strong><!--[if gte mso 9]&gt;--><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/barockschloss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">barockschloss</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a><br />
Porträt: Junge Union Bayern (CC BY-SA 3.0)<br />
<img decoding="async" style="font-size: 12px" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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		<title>Sind wir alle Mitreisende? &#8211; Digitale Presseschau 49/2013</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sind-wir-alle-mitreisende-digitale-presseschau-492013-135273/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2013 16:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Gunnar Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Jan-Peter Kleinhans]]></category>
		<category><![CDATA[große Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Niels Fallenbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Spauschus]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Beckedahl]]></category>
		<category><![CDATA[René Obermann]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsverhandlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[ad hoc EU-US Working Group]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Biselli]]></category>
		<category><![CDATA[Christiane Schulzki-Haddouti]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Co-Traveler]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Überwachung von Angela Merkels Handy erscheint nach den neuesten Enthüllungen geradezu kleinlich, wie ein mit bitterer Leidenschaft geführter Streit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überwachung von Angela Merkels Handy erscheint nach den neuesten Enthüllungen geradezu kleinlich, wie ein mit bitterer Leidenschaft geführter Streit zwischen Kindern, der nach fünf Minuten vergessen ist. Denn die NSA überwacht nach einem Artikel in der Washington Post nicht nur das Handy der deutschen Kanzlerin, sondern die Verbindungsdaten aller Mobiltelefone der Welt, die noch auf die überlasteten Server des Geheimdienstes passen. Dagegen scheint die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland geradezu ein bescheidenes Unterfangen zu sein. Internationale Abkommen, wie die EU-Datenschutzverordnung oder gar transatlantische Abkommen, rücken derweil weiter in die Ferne.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=KtNPKdtCumM&amp;hd=1" title="Was taugt die Währung Bitcoin? - DIGIsellschaft 14" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/KtNPKdtCumM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Der Elektrische Reporter: Was taugt die Währung Bitcoin? &#8211; DIGIsellschaft 14</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/handy-ueberwachung-nsa-greift-milliardenfach-standortdaten-ab-a-937330.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer verreist schon mit Terroristen?</a></h3>
<p>Eine neue Welle der Erkenntnis schwappt über die NSA-geplagte Öffentlichkeit. Die NSA speichere verdachtsunabhängig Telefonnummern, Ortsangaben, Geräte- und SIM-IDs von hunderten Millionen Mobiltelefonen weltweit, melden unter anderem <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/handydaten-speicher-der-nsa-archiv-fuer-die-verdaechtigen-der-zukunft-1.1836306" target="_blank" rel="noopener noreferrer">süddeutsche.de</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/handy-ueberwachung-nsa-greift-milliardenfach-standortdaten-ab-a-937330.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel-Online</a>. Sie beziehen sich auf einen Bericht der Washington Post, nachdem die NSA diese Daten in Zusammenhang mit Terrorverdächtigen verwerte, aber auch archiviere. Die Identifizierung und die Erstellung von Bewegungsprofilen von theoretisch jedem Handynutzer weltweit sind damit möglich. Auf <a href="https://netzpolitik.org/2013/how-to-analyze-everyone-teil-ia-basics-der-handyortung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpolitik.org</a> erklärt Anna Biselli die technischen Grundlagen dafür und weist auf die Verwendung solcher Daten auch durch deutsche Behörden hin.</p>
<h3><a href="https://netzpolitik.org/2013/bericht-der-eu-us-ad-hoc-arbeitsgruppe-zum-ueberwachungsskandal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Mühlen der Diplomatie</a></h3>
<p>Ebenso auf netzpolitik.org bespricht Jan-Peter Kleinhans den <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/report-findings-of-the-ad-hoc-eu-us-working-group-on-data-protection.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisbericht</a> der ad hoc EU-US Arbeitsgruppe zum Datenschutz. Deren Ziel war die Aufklärung über die rechtlichen Rahmenbedingungen der US-Überwachung und ihrer Auswirkung auf EU-Bürger. Zwar sieht Kleinhans diese Ziele nicht als erreicht, aber er begrüßt den Bericht. Er zeige vor allem, dass die USA die meisten Presseberichte bestätigt habe, dass jegliche gesetzliche Einschränkung der Überwachung nur für US-Bürger gelte und „dass es noch ein langer Weg zur internationalen Verständigung bezüglich Telekommunikationsüberwachung ist“. Für <a href="https://netzpolitik.org/2013/geheimdienste-und-buergerrechte/#more-59666" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a> stehen die Geheimdienst dabei im Weg. Sie seien ein Anachronismus &#8211; struktureller Rechtsbruch würde begangen und damit die Demokratien untergraben.</p>
<h3><a href="http://gutjahr.biz/2013/12/vorratsdaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dieses Kätzchen müsste ohne VDS sterben</a></h3>
<p>Mit „gezielter Täuschung“ würden Sicherheitspolitiker den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung propagieren und so das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ad absurdum führen, schreibt Richard Gutjahr auf seinem Blog. Gegen die Argumente von Gabriel, Friedrich und Co präsentiert er selbst erstellte Tabellen mit Daten zur Telekommunikationsüberwachung in Deutschland. So würden Kinderpornographie und Terrorismus nur für einen Bruchteil der Abfragen durch Behörden als Anlässe dienen. Zudem verweist er noch auf die „oft unterschätzten“ Bestandsdaten, auf die 250 Sicherheitsbehörden Zugriff hätten und auf die im Jahr 2012 rund 36 Millionen mal zugegriffen worden sei. Auch <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/datensicherheit-und-kosten-unklar-gruene-sprechen-von-einem-schweren-fehler/9149510-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anwaltsverbände</a> sehen die Vorratsdatenspeicherung als problematisch an, solange der Zugriff von ausländischen Geheimdiensten nicht ausgeschlossen werden könne und die Finanzierung nicht geklärt sei.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/letzte-huerden-fuer-die-datenschutzreformen/#more-14028" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bremsen die Streber?</a></h3>
<p>Das Europäische Parlament hat sich im Oktober auf eine EU-Datenschutzverordnung geeinigt. Nun beraten die Justiz- und Innenminister im Europäischen Rat darüber. Auch hier ist die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eu-reform-datenschutz-muss-weiter-warten-a-937656.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a> an den deutschen Innenpolitikern groß. So würden sie den Beschluss der Verordnung behindern. Christiane Schulzki-Haddouti hat mit dem Sprecher des Bundesinnenministeriums, Philipp Spauschus, gesprochen und ihn über den Stand der Dinge befragt.</p>
<h3><a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/7710-die-netzpolitik-der-grossen-koalition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Den Wackelpudding an die Wand nageln</a></h3>
<p>Kein gutes Wort an der digitalen Agenda im großen Koalitionsvertrag lässt Gunnar Sohn im The European. Einerseits würde ein „Biotop“ von Sicherheitspolitikern und -beratern „mit einer paranoid anmutenden, hermetischen Gedankenwelt“ gehegt, andererseits seien die Zusagen zum Breitbandausbau nicht verbindlich oder ausreichend genug. Ausführlich zitiert der Autor den „Technologie-Experten“ Roman Friedrich von Booz &amp; Co und kommt zu dem Schluss, dass die große Koalition sowohl Wohlstand als auch Wachstum verspiele.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/deus/2013/12/06/regularien-sind-die-werkzeuge-der-hilflosen-1847/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschlüsselung statt Regularien</a></h3>
<p>Auf faz.net reagiert Niels Fallenback auf ein Interview mit dem Chaos-Computer-Club Vorsitzenden Frank Rieger und dem Telekom-Chef René Obermann. Mit letzterem würde er „keine Woche in einer gemeinsamen Wohnung aushalten“, schreibt der Autor. Statt Regularien wie Schengen-Routing oder DE-Mail, wie Obermann sie propagiert, fordert Fallenbeck als „einzig wirksame Alternative“ die Verschlüsselung aller Übertragungswege durch quelloffene Techniken. Obwohl sie die Möglichkeiten dazu hätte, habe die Telekom daran offenbar kein Interesse.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8230;Cansel Kiziltepe (SPD) antwortet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/cansel-kiziltepe-spd-antwortet-135153/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2013 09:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag. politik-digital.de fragt...]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de fragt]]></category>
		<category><![CDATA[Cansel Kiziltepe]]></category>
		<category><![CDATA[18. Bundestag]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-134341" alt="politikdigital fragt3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/politikdigital-fragt3-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Der 18. Bundestag hat 229 neue Gesichter: Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sitzt zum ersten Mal in den blauen Sesseln. Bringen die neuen Abgeordneten auch frischen Wind für die Netzpolitik und eine digitale Gesellschaft mit? Diesmal antwortet: Cansel Kiziltepe (SPD).<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie nutzen Sie das Internet für Ihre politische Arbeit?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Das Internet ist aus meiner Arbeit nicht wegzudenken. Mit Mails halte ich schnellen Kontakt zu meinen Mitarbeitern und Parteifreunden. Über die Online-Angebote von Tageszeitungen halte ich mich auf dem Laufenden oder recherchiere zu politischen Fragestellungen. <a href="https://www.facebook.com/CanselKiziltepe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, <a href="https://twitter.com/CanselK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und eine <a href="http://cansel-kiziltepe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigene Website</a> haben schon während meines Wahlkampfes zum Standardprogramm gehört. Das wird auch in Zukunft weiter gepflegt und ausgebaut, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen und erreichbar zu sein.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Privates und Berufliches zu trennen ist als Bundestagsabgeordnete nicht ganz leicht. Die Menschen haben ein gewisses Bedürfnis, auch persönliche Dinge über mich zu erfahren. Trotzdem gibt es viele Dinge, die nicht auf eine Homepage oder Ähnliches gehören.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Bedeutung hat das Thema Netzpolitik für Sie? Wollen Sie sich in diesem Politikfeld engagieren?<br />
<figure id="attachment_135157" aria-describedby="caption-attachment-135157" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Cansel-Kiziltepe_bearb.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-135157 " alt="Cansel Kiziltepe_bearb" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Cansel-Kiziltepe_bearb-305x457.jpg" width="183" height="274" /></a><figcaption id="caption-attachment-135157" class="wp-caption-text">Cansel Kiziltepe (*1975) hat VWL studiert und ist seit 2005 Mitglied der SPD. Kurz darauf trat sie ihre Stelle im Büro des SPD-Politikers Ottmar Schreiner an, wo sie sieben Jahre lang tätig war. Nach einer Anstellung bei Volkswagen ist sie nun über die Landesliste Berlin in den Bundestag eingezogen.</figcaption></figure><br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> In der letzten Wahlperiode gab es bereits eine Enquete-Kommission zu diesen Fragen. Die Ergebnisse sind sicherlich nicht allzu konkret, aber ich glaube, dass wir erst am Anfang der Diskussion stehen, wie das Internet unser Zusammenleben verändert und wie wir darauf reagieren müssen. Ein Problem ist zurzeit immer noch, dass die Diskussion sehr fachspezifisch ist und nur wenige Experten das Thema wirklich durchdringen. In dieser Legislaturperiode sollten wir daran arbeiten, die Netzpolitik aus der Expertenecke herauszuholen und breiter in der öffentlichen Diskussion zu verankern.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie stehen Sie zur gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität haben wir bereits im Wahlprogramm gefordert. Ich freue mich sehr, dass dieses Vorhaben auch mit der Union verabredet werden konnte und nun im Koalitionsvertrag steht.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist Datenschutz für Sie eine staatliche oder eine individuelle Aufgabe? Inwieweit können oder müssen wir uns selbst schützen und wo muss der Staat eingreifen?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Datenschutz ist beides. Jeder kann den Umgang mit seinen Daten in gewisser Weise selbst beeinflussen, beispielsweise indem er oder sie entscheidet, wie viel bei Facebook preisgegeben werden soll. Aber natürlich erheben Behörden und staatliche Stellen auch Daten. Wenn diese in die falschen Hände geraten, dann liegt das in der Verantwortung des Staates. Außerdem hat gerade die NSA-Affäre gezeigt, dass es als Einzelperson fast unmöglich ist, sich vor dem Zugriff anderer Geheimdienste zu schützen. Da hat Politik auch eine Verantwortung, dies nur unter ganz bestimmten Umständen zuzulassen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Halten Sie die Vorratsdatenspeicherung für ein angemessenes Mittel der Kriminalitätsbekämpfung? Wie würden Sie sie einschränken?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Nein. Die Vorratsdatenspeicherung ist ein schwerer Eingriff in die Grundrechte der Menschen. Ich finde es falsch, wenn Daten anlasslos gespeichert werden. Eine Strafverfolgung hat genügend andere Möglichkeiten, auf die zurückgegriffen werden kann, wenn es um die Aufklärung insbesondere von schweren Straftaten geht.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche netzpolitischen Fragen müssen Ihrer Ansicht nach im kommenden Jahr dringend eine Antwort finden?<br />
<strong>Cansel Kiziltepe:</strong> Aus meiner Sicht brauchen wir eine Antwort auf die NSA-Affäre und die Frage, wie wir in einer vernetzten Welt, in der nationale Regeln immer weniger Bestand haben, mit Datenschutz umgehen. Daneben brauchen wir dringend eine Verbreiterung der Diskussion unter Gerechtigkeitsaspekten: Gehört der Internetanschluss zum Existenzminimum? Schaffen wir es flächendeckend auch in ländlichen Regionen schnelle Verbindungsraten bereitzustellen? Wie können wir Kindern und Jugendlichen eine Medienkompetenz vermitteln, die nicht abhängig vom Elternhaus ist? Das alles sind Fragen, die mir bisher zu kurz kommen.<br />
<strong></strong><!--[if gte mso 9]&gt;--><br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/barockschloss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">barockschloss</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a><br />
Porträt: (C) Cansel Kiziltepe<br />
<img decoding="async" style="font-size: 12px" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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