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	<title>nkluge &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>nkluge &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Wilde Ehen&#8221;? Mitbestimmungspraxis und -bedarf in der New Economy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nkluge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie wird sich die Mitbestimmung 
in den Unternehmen des neuen Mittelstands und der sogenannten New 
Economy entwickeln, nachdem die Branche von ihrer ersten Krise erschüttert 
worden ist? Welche Rolle spielt dabei die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes 
und wie ist sie zu bewerten? Eine wissenschaftliche Einschätzung 
aus gewerkschaftlicher Perspektive nimmt Dr. Norbert Kluge vor, 
Leiter des Forums Mitbestimmung und Unternehmen - eine gemeinsame 
Initiative von Bertelsmann Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie wird sich die Mitbestimmung<br />
in den Unternehmen des neuen Mittelstands und der sogenannten New<br />
Economy entwickeln, nachdem die Branche von ihrer ersten Krise erschüttert<br />
worden ist? Welche Rolle spielt dabei die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes<br />
und wie ist sie zu bewerten? Eine wissenschaftliche Einschätzung<br />
aus gewerkschaftlicher Perspektive nimmt Dr. Norbert Kluge vor,<br />
Leiter des Forums Mitbestimmung und Unternehmen &#8211; eine gemeinsame<br />
Initiative von Bertelsmann Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung.</span><!--break--> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit der Mitbestimmung in den<br />
Unternehmen des neuen Mittelstands könnte es sein wie mit wilden Ehen:<br />
Die Formen des Zusammenseins werden lockerer, man vertraut vor allem<br />
auf sich selbst und braucht zumindest zu Anfang des noch jungen Glücks<br />
nichts und niemand, außer sich selbst. Gefördert wird diese Haltung<br />
durch gute und sichere Umfeldbedingungen, die einen Wechsel von<br />
Beziehungen leicht ermöglichen und im Falle des Scheiterns nicht zur<br />
persönlichen sozialen Katastrophe werden lassen. Kommt die Beziehung in<br />
die Jahre, werden Verträge doch attraktiver, vielleicht gerade deshalb,<br />
weil man sich nun besser kennt. (&#8230;)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber vielleicht muss man heute<br />
selbst unter diesen Umständen nicht mehr unbedingt heiraten und kann<br />
versuchen, eigene Wege des Zusammenlebens zu gehen. Darin könnte das<br />
Neue in den Arbeitsbeziehungen der New Economy liegen. Davon werden<br />
auch mehr und mehr die Verhältnisse in der Old Economy erfasst. Nicht<br />
absolute und krisensichere Bindung steht auf dem Wunschzettel vieler<br />
Wissensarbeiterinnen und -arbeiter, aber das Interesse an<br />
Verbindlichkeit. Und persönliche Freiräume in der Arbeit und hohe<br />
soziale Standards stehen selbstverständlich hoch im Kurs. Solange man<br />
selbst dafür sorgen kann, tut man`s. Und wenn das nicht mehr so einfach<br />
geht &#8211; wie gegenwärtig in der Krise -, greift man gerne und pragmatisch<br />
auf die Idee kollektiver Sicherung und Gestaltung zurück. Warum sollte<br />
man dafür auch das Rad neu erfinden? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Kooperationskapital Mitbestimmung&quot; als Aufgabe für die Politik</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mitbestimmung ist nach wie vor<br />
eine überzeugende Idee. In einen akzeptanzfähigen stabilen Rechtsrahmen<br />
gegossen und zu flexibler Ausfüllung dieses Rahmens vor Ort fähig,<br />
spricht alles für die Fortschreibung dieses Regimes der Arbeits- und<br />
Wirtschaftsbeziehungen &#8211; auch unter dem Zeichen der New Economy.<br />
Mitbestimmungsgesetze bilden die unverzichtbare Handlungsgrundlage. Ein<br />
gutes Gesetz ist immer besser als ein schlechtes. Und deshalb ist es zu<br />
begrüßen, wenn eine Regierung im Interesse am Erhalt des<br />
&quot;Kooperationskapitals Mitbestimmung&quot; Gesetze, die nicht mehr in die<br />
Zeit passen, auf Vordermann bringen will. Politischer Handlungsbedarf<br />
ist gegeben, weil sich die Konturen der zukünftigen Arbeitsgesellschaft<br />
bereits in der New Economy abzeichnen und immer mehr auch tradierte<br />
Unternehmen und Tätigkeiten erfassen. (&#8230;)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den einen &#8211; Arbeitgebern &#8211; gehen<br />
die Mitbestimmungsvorschläge zu weit, und sie würden das Abendland<br />
unternehmerischer Freiheiten und wirtschaftlicher Prosperität näher an<br />
den Abgrund bringen (zu neu-deutsch: zum &quot;Standortnachteil<br />
Mitbestimmung&quot; werden). Und den anderen &#8211; Gewerkschaften &#8211; geht die<br />
Mitbestimmung nicht weit genug. All dies beeindruckt die guten,<br />
eingelaufenen, gefährdeten oder wilden Ehen in den Betrieben und<br />
Unternehmen natürlich vor Ort wenig. Und nach Verabschiedung neuer<br />
Mitbestimmungsgesetze ging bisher weder das Abendland unter, noch wurde<br />
ein Unternehmer auf kaltem Wege um seine Verfügungsrechte gebracht,<br />
kein Sozialismus brach aus und Blütenträume von vermeintlich<br />
gewerkschaftlich verwalteter Arbeiterselbstverwaltung wurden auch nicht<br />
wahr.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Denn es gab und gibt, über alle<br />
Lagergrenzen und über alles verbalradikale Gezerre hinweg, eine<br />
fundamentale und &#8211; nach wie vor &#8211; breit akzeptierte Übereinstimmung<br />
über die prinzipielle Notwendigkeit und Funktion, sowie über die<br />
positiven Effekte von Mitbestimmun. (&#8230;)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/forschung/ehe1.doc">Gesamttext zum Download</a> (54KB, Word.doc)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zuerst erschienen, in: Gewerkschaftliche Monatshefte Nr. 4/2001.<br />
</span></p>
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