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	<title>nrieger &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
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	<title>nrieger &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#034;Weg mit der Surfsteuer!&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgebühr]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
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		<category><![CDATA[Hans-Joachim Otto]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertsteuer]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hü oder Hott Herr Eichel? Verwirrung und Unmut herrscht derzeit bei
Internetusern, Wirtschaft und Datenschützern, wenn es um das Thema Internetsteuer geht.
Nachdem die Diskussion seit dem letzten Sommer leiser
wurde, ist sie nun angesichts der Pläne des
Finanzministers Hans Eichel erneut aufgeflammt. Hans-Joachim Otto, Vorsitzender der F.D.P.- Kommissionen
Internet und Medien, will mit einer E-mail-Aktion gegen die Entwürfe zur
Gebührenpflicht im Internet vorgehen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hü oder Hott Herr Eichel? Verwirrung und Unmut herrscht derzeit bei<br />
Internetusern, Wirtschaft und Datenschützern, wenn es um das Thema Internetsteuer geht.<br />
Nachdem die Diskussion seit dem letzten Sommer leiser<br />
wurde, ist sie nun angesichts der Pläne des<br />
Finanzministers Hans Eichel erneut aufgeflammt. Hans-Joachim Otto, Vorsitzender der F.D.P.- Kommissionen<br />
Internet und Medien, will mit einer E-mail-Aktion gegen die Entwürfe zur<br />
Gebührenpflicht im Internet vorgehen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits im vergangenen Jahr gab es eine <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/fdp_aktion.shtml"> Initiative</a> der<br />
FDP gegen die Pläne Eichels. Nun mobilisiert die FDP wieder Stimmen: gegen eine Steuer auf das Internet.<br />
Auf der Homepage der FDP gibt es die Vorlage einer Protest-E-mail, die Herrn Eichel zu einem Stopp seiner<br />
Pläne auffordert. Die <a href="http://www.fdp.de/fraktion/aktionen/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Protestmailaktion</a> richtet<br />
sich gegen zwei zentrale Entwürfe des Finanzministers. Einerseits betrifft dies den Entwurf zur Einführung<br />
von Rundfunkgebühren für PCs mit der Möglichkeit des Hörfunk- und Fernsehempfgangs und andererseits<br />
der Erlass zur sogenannten &quot;Surfsteuer&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Rundfunkgebühr für PCs wurde bereits im Juni 1999 mit der Änderung des Rundfunkstaatsvertrages<br />
beschlossen, jedoch aufgrund von Bedenken der Länder bis 2003 ausgesetzt. Der<br />
Umkehrschluss impliziert, dass mit dem Aufschub die Einführung eigentlich schon festgelegt ist. Lutz<br />
Reulecke, Referent Neue Medien bei der FDP, erläuterte, dass bezüglich des Rundfunkempfangs eine klare<br />
Diffenenzierung vorgenommen werden müsse. Es sei selbstverständlich, dass auf PCs, die mittels einer<br />
TV-Karte Rundfunk empfangen, Gebühren erhoben würden. In geraumer Zeit jedoch wird es möglich sein, direkt<br />
über das Internet Fernsehen und Radio empfangen zu können. Damit wären die digitalen Angebote für jeden<br />
Internetsurfer zugänglich. Das rechtfertigt jedoch noch keine Gebührenverplichtung, da die Einspeisung ins<br />
Netz freiwillig erfolgt und auch nicht jeder User Rundfunkangebote nutzen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Regelung zur &quot;Surfsteuer&quot;, die immer wieder,<br />
auch von Seiten des Finanzministeriums dementiert wurde, soll sie nun zum 1. Januar 2001 in Kraft treten.<br />
Das private Surfen am Arbeitsplatz soll dann ebenso wie das Telefonieren besteuert<br />
werden. Um die private und die dienstliche Nutzung von Internetseiten und -diensten auseinanderzuhalten,<br />
ist eine umfassende Protokollierung aller Online-Zugriffe des Arbeitnehmners nötig. Das wiederum bedeutet:<br />
eine umfassenden Kontrolle der Kommunikationsaktivitäten aller Mitarbeiter, auch wenn der Arbeitgeber das<br />
private Surfen grundsätzlich untersagt. Neben der Wirtschaft kritisieren auch Datenschützer und der Bund für<br />
Steuerzahler die geplante Besteuerung der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Von der Protestaktion der FDP klar ausgenommen seien jedoch die Pläne der EU zu einer Harmonisierung<br />
der <a href="http://europa.eu.int/comm/taxation_customs/proposals/taxation/com349_2000/com2000_349de.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Mehrwertsteuerregeln</a> des Dienstleistungsverkehrs im Internet. Sie klärt die steuerrechtlichen<br />
Verhältnisse für das Online-Geschäft. Diese Regulierungen seien notwendig, um einen fairen Wettbewerb<br />
garantieren zu können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf einer Pressekonferenz betonte die FDP ihren Anspruch als &quot; Partei der Generation @&quot; .<br />
Zusätzlich zur Mail-Aktion wurde eine FDP-Internet-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich für<br />
die privaten, als auch die kommerziellen Internet-Nutzer gleichermaßen einsetzten will.<br />
Der Arbeitsgruppe gehören derzeit an: Hans-Joachim Otto (FDP), Dr. Günther Rexrodt (FDP),<br />
Dr.Jorgo Chatzimarkakis (FDP, Sandra von Münster (FDP), Dr. Stefan Grüll (FDP),<br />
Alexander Graf Lambsdorf (FDP, Dr. Detlef Eckert (EU-GD Informationsgesellschaft),<br />
Uwe Evers (Universum Verlag), Felix Frohn-Bernau (Dooyoo.de), Bernd Harder,<br />
Dr. Detlev Krüger (Pixelpark AG), Marcel Reichart (Venturepark AG), Karsten Schneider (Intershop AG),<br />
Dr. Florian Schultz (Allmaxx AG) und Dr. Loretta Würtenberger (webmiles.de).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Otto sprach sich dafür aus, die größtmögliche Freiheit des<br />
Internet von staatlichen Eingriffen zu bewahren.<br />
Die bürokratische Distanz zwischen Bürgern und der öffentlichen<br />
Verwaltung müsse verringert werden, indem Bürgerdienstleistungen zunehmend über das<br />
Internet angeboten werden.<br />
Gleichzeitig forderte Otto die Verhinderung des von der<br />
Bundesregierung geplanten Zwangs-Urheberschutzes im Internet. Mit der beabsichtigten<br />
Novellierung des Urheberschutzrechtes würden viele Marketingkonzepte vereitelt, da sie<br />
es unmöglich mache kostenlose Software zum Download über das Netz anzubieten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">politik-digital sprach mit dem Initiator Hans-Joachim Otto, MdB, Vorsitzender der FDP-Internetkommission.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Otto, warum haben Sie sich zu diesem Zeitpunkt entschlossen,<br />
eine Aktion gegen die Internetsteuer zu starten? Braucht Herr Eichel<br />
angesichts der Versteigerungspreise für die UMTS-Lizenzen nun kein Geld<br />
mehr in seiner Kasse?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Wir haben die Aktion gestartet, weil Bundesfinanzminister Eichel vor zwei Tagen bekannt gegeben hat, dass er<br />
trotz starker Kritik an der Surfsteuer festhalten will.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> In welchen Bereichen soll eine geplante Internet-Steuer greifen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Die Frage bitte ich an Herrn Eichel zu richten, denn er will das Internet mit ständig neuen Steuern belasten. Herr<br />
Eichel hat sich dafür ausgesprochen, die Privatnutzung des Internet am Arbeitsplatz als sogenannten<br />
&quot;geldwerten Vorteil&quot; der Lohnsteuer zu unterwerfen. Zum anderen befürwortet Herr Eichel, die internetfähigen<br />
PC ab 2004 mit Rundfunkgebühren zu belegen. Und schließlich will er digitale Dienstleistungen europaweit mit<br />
Mehrwertsteuer belasten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Punkte sprechen Ihrer Auffassung nach gegen eine solche<br />
Steuer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Alle neuen Steuern und Gebühren sind kontraproduktiv für die rasche Verbreitung des Internet in Deutschland.<br />
Die Politik muss Anreize für eine stärkere Nutzung des Internet setzen statt die User abzuzocken. Die geplante<br />
Surfsteuer würde zudem eine gigantische Bürokratie heraufbeschwören, weil jedes Unternehmen ein<br />
&quot;Surfbuch&quot; führen müsste, um sämtliche privaten Ausflüge seiner Mitarbeiter ins Internet aufzuzeichnen und zu<br />
dokumentieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Könnte eine Internetsteuer sinnvoll werden, wenn das Netz stärker an<br />
die Stelle der herkömmlichen Medien Fernsehen und Radio tritt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Niemand zwingt ARD und ZDF, ihre Programme ins Netz zu stellen. Ich halte es für inakzeptabel, jeden<br />
internetfähigen Arbeitsplatz der Rundfunkgebührenpflicht in Höhe von künftig über DM 400,00 pro Jahr zu<br />
unterwerfen, nur weil dort neben Millionen anderer Netzangebote auch ARD und ZDF ihre öffentlich-rechtlichen<br />
Programme ins Netz gestellt haben. Die PC werden auf absehbare Zeit nicht primär als<br />
Rundfunkempfangsgeräte genutzt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Tatsache ist ja, dass manches e-commerce Unternehmen die<br />
Mehrwertsteuer umgeht, indem im Ausland abgerechnet wird. Sollten da<br />
nicht ein Riegel vorgeschoben werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Im Bereich e-commerce gibt es einen scharfen weltweiten Wettbewerb. In diesem globalen Wettbewerb dürfen<br />
die europäischen Unternehmen nicht gegenüber US-amerikanischen benachteiligt werden. Dies gilt auch<br />
hinsichtlich der Mehrwertsteuer. Ich plädiere daher für eine pragmatische Lösung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welchen Erfolg versprechen Sie sich von Ihrer Internetaktion? Gehen<br />
Sie auch auf analogem Wege gegen die Steuerpläne vor?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b> Der Widerstand gegen Eichels Steuerpläne schwillt an. Wir sehen deshalb wachsende Chancen für unsere<br />
Initiative und werden mit Nachdruck gegen seine weltfremden Pläne auch auf analogem Wege und<br />
selbstverständlich auch im Deutschen Bundestag vorgehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie haben vor einer Weile schon einmal eine ähnliche Aktion zum Thema<br />
&quot;Flatrates&quot; gestartet. War diese Aktion so erfolgreich, dass Sie die Vorgehensweise überzeugt hat?<br />
Die Flatrate hat sich schliesslich noch nicht durchstetzen könnnen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hans-Joachim Otto:</b>Unsere bisherige Netzkampagnien waren alle sehr erfolgreich und haben unbestreitbar Wirkung erzielt. Wir<br />
sind davon überzeugt, mit dazu beigetragen zu haben, dass immer mehr Provider Flatrates anbieten. Für<br />
Reformen braucht man einen langen Atem. Wir bleiben deshalb am Ball (und im Netz), um die<br />
Rahmenbedingungen für das Internet in Deutschland nachhaltig zu verbessern.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rechtsradikalismus: Anarchie im Internet?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-rechts-ist-das-world-wide-web/rechtsradikalismus_anarchie_im_internet-802/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie rechts ist das World Wide Web?]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das Internet ist weder ein
rechtliches Niemandsland, noch ein Raum der &#34;anarchistischen Freiheit&#34;,
in der jeder tun und lassen kann, was er will. Rechtsextremistische
Hetze im Internet unterliegt, ebenso wie jede andere verfassungswidrige
Tat auch, dem deutschen Strafrecht. Die Besonderheiten und Eigenheiten
des Mediums Internet bedingen aber, dass es zu erheblichen
Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung kommt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das Internet ist weder ein<br />
rechtliches Niemandsland, noch ein Raum der &quot;anarchistischen Freiheit&quot;,<br />
in der jeder tun und lassen kann, was er will. Rechtsextremistische<br />
Hetze im Internet unterliegt, ebenso wie jede andere verfassungswidrige<br />
Tat auch, dem deutschen Strafrecht. Die Besonderheiten und Eigenheiten<br />
des Mediums Internet bedingen aber, dass es zu erheblichen<br />
Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung kommt.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Internetseiten rechtsradikaler Bewegungen gibt es seit mehreren Jahren. In den letzten<br />
Monaten jedoch sind neben einem Anstieg der Gewalttaten auch höhere rechtsradikale Aktivitäten im<br />
Internet zu verifizieren. Angesichts der nicht neuen aber neu entdeckten faschistischen<br />
Umtriebe herrscht zumeist Ratlosigkeit, besonders im Internet. Welche Möglichkeiten gibt es,<br />
gegen die digitale Nazi-Szene vorzugehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der rechtliche Rahmen</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es wird der Eindruck erweckt, dass die Verfolgung krimineller Sites der rasanten Entwicklung der<br />
weltweiten Vernetzung hinterherhinkt.<br />
Der Grund: Polizei und BKA sind bei der Ermittlung und Bestrafung der Täter oft die Hände gebunden,<br />
obwohl es in Deutschland verschiedene rechtliche Grundlagen gibt, die eine Verfolgung rechtsradikaler<br />
Seiten im Internet ermöglichen. Grundsätzlich finden die Regelungen des<br />
<a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/gg/index.htm"> Grundgesetz </a> (GG),<br />
des <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/index.htm"><br />
Strafgesetzbuch </a> (StGB),<br />
des <a href="http://www.netlaw.de/gesetze/iukdg.htm">Informations- und Telekommunikationsdienste-Gesetz</a> (IuKDG)<br />
und des <a href="http://www.netlaw.de/gesetze/mdstv.htm">Mediendienstestaatsvertrag</a> (MDStV)<br />
Anwendung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gesetze auf der einen, Hilflosigkeit auf der anderen Seite. Woran liegt das?<br />
Die deutschen Gesetze würden schon ausreichen, erläutert Internetrechtsexperte und Rechtsanwalt<br />
<a href="http://www.hanselaw.de/">Dr. Oliver Gießler</a>,sie müssten nur angewendet werden. Das Strafgesetzbuch ermögliche die<br />
Bestrafung der Inhaber verfassungswidriger Sites, aufgrund der Paragraphen<br />
<a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/bes01-05.htm#p86"> § 86 STGB<br />
</a> -Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen,<br />
<a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/bes01-05.htm#p86a"><br />
§ 86a STGB</a>  -Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen,<br />
<a hfer="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/bes01-05.htm#p130"><br />
§ 130 StGB</a>  -Volksverhetzung, <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/bes01-05.htm#p130a"><br />
§ 130a StGB</a> &#8211; Anleitung zu Straftaten, und  <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/bes01-05.htm#p131"><br />
§ 131 StGB </a> &#8211; verherrlichende, verharmlosende oder menschenunwürdige Darstellung von Gewalt.<br />
Eine Bestrafung könne auch auf Basis der § 8 und §20 <a href="http://www.netlaw.de/gesetze/mdstv.htm"><br />
MDStV </a> erfolgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Einen weiteren spezifisch nationalen Rechtsrahmen setzt neben dem Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV)<br />
das am 1. August 1997 in Kraft getretene &quot;Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz&quot; (IuKDG).<br />
Vor allem durch die Regelung der Verantwortlichkeit<br />
der einzelnen Rollenträger im Internet leistet es einen wichtigen Beitrag zur Rechtssicherheit.<br />
Anbieter sind demnach für eigene Inhalte verantwortlich <a href="http://www.netlaw.de/gesetze/mdstv.htm"> § 5 Abs.1 IuKDG/MDStV</a>,<br />
wobei als eigene Inhalte  auch fremde Inhalte gelten, die in das eigene Angebot integriert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Schlupflöcher</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eines der Hauptprobleme, dem sich die Ermittler gegenübersehen, ist die euphemistische Sprache<br />
der Inhalteersteller. Die von deutschen Rechtsextremisten über deutsche Provider ins Internet<br />
eingespeisten Inhalte werden in der Regel so formuliert, dass die rechtsextremistische Grundhaltung<br />
zwar klar erkennbar bleibt, jedoch möglichst keine Angriffsfläche für eine strafrechtliche<br />
Verfolgung geboten wird. Die Köpfe hinter den populistischen Hetzparolen wissen genau, bis an<br />
welche Grenze sie gehen können, um einer rechtlichen Ahndung zu entgehen.<br />
Seit einiger Zeit haben die Rechten verschiedene <a href="http://www.iks-jena.de/mitarb/lutz/security/pgpfaq.html">Verschlüsselungstechniken</a> entdeckt, die im Netz<br />
angeboten werden: allen voran das Programm<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/xtreme.shtml#pgp">&quot;Pretty Good Privacy&quot;</a><br />
(PGP). Diese Techniken behindern zwar die Ermittlungsarbeit der<br />
Polizei, jedoch bieten bei konkretem Verdacht die üblichen Wege, wie<br />
Hausdurchsuchungen, genügend Handlungsspielraum, um die Täter<br />
überführen zu können. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a title="usa" name="usa"></a><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine weitere Hürde im Kampf gegen rechtsgerichtete Internetseiten ist die Anwendbarkeit des<br />
deutschen Strafrechts bei Delikten im Internet. Laut<br />
<a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/szprecht/stgb/allg1-2.htm#p3">§ 3 StGB</a><br />
gilt das deutsche Strafrecht für alle Taten, die im Inland begangen werden. Damit ist das deutsche<br />
Recht also bei illegalen Netzinhalten anwendbar, wenn Inhalte aus Deutschland oder dem Ausland<br />
auf einen in Deutschland lokalisierten Server eingespeist werden, nicht aber, wenn diese über einen<br />
Server im Ausland laufen.<br />
Man habe keine rechtliche Handhabe, wenn Rechtsextremisten, ihre strafbaren Inhalte, über<br />
ausländische Provider zum Beispiel in den USA ins Netz stellen. Dort falle die Hetze unter die<br />
Meinungsfreiheit und sei somit legal, erläutert Rechtsanwalt Dr. Gießler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Anonymität des Internets offenbart sich hier als verkannte Schattenseite. Jeder deutsche<br />
Staatsbürger ist der Strafverfolgung ausgesetzt, auch wenn die Tat im Ausland<br />
begangen wird. Wenn aber eben anonym über ausländische Server gearbeitet wird, bekommt die Fahnder nicht<br />
heraus, wer die Drahtzieher hinter den Seiten sind. Der unüberschaubare Tummelplatz WWW bietet<br />
somit Versteck für jeden, der es sucht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Verstecke gibt es reichlich. Zum ersten Mal wurde von der <a href="http://www.denic.de/"> Denic</a> eine rechtsradikale Domain aus<br />
dem Netz genommen, nachdem im Kundenforum von <a href="http://www.strato.de/">Strato</a> ein Hinweis eines<br />
Kunden einging. Strato informierte die Denic, die nach der Überprüfung durch die Rechtsabteilung<br />
die Domain sperrte. Stichproben würden bei denic selbst nicht durchgeführt, sagte Pressesprecher<br />
Klaus Herzig. Man sei nur eine Registrierungsstelle und keine Zensurbehörde, die zudem keine<br />
rechtlichen Möglichkeiten habe gegen solche Seiten vorzugehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Kontrolle, zum Beispiel mittels einer Filtersoftware, sei schon deshalb nicht möglich, da<br />
diese Programme Seiten nach Inhalten durchsuchen und mit den Inhalten habe die Denic nichts zu<br />
tun, dafür sei unter anderem der Verfassungsschutz, die Polizei oder die <a href="http://www.fsm.de/">FSM-Freiwillige<br />
Selbstkontrolle Multimedia</a> zuständig. Man sei nur für die Domainnamen Ansprechpartner und bei der<br />
Registrierung wisse man nicht, was sich hinter dem entsprechenden Namen verberge. Wonach sollte<br />
man auch suchen, fragt Herzig, schließlich könnten auch unter der Domain &quot;Gänseblümchen&quot;<br />
rechtsradikale Inhalte und Hetzparolen verborgen  sein. Darüber hinaus benötige man zur Überprüfung<br />
der Domainnamen einen riesigen Überwachungsapparat, dessen Aufbau mit großen finanziellen Belastungen<br />
verbunden wäre. Außerdem würde die Kontrolle sehr lange dauern, womit nicht mehr gesichert sei,<br />
dass jeder sofort eine Domain registrieren könne.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Letztendlich sei es eine Entscheidung der Gesellschaft, inwieweit sie überhaupt eine solche<br />
Überwachung wolle, resümiert Herzig. Dennoch denkt man bei der Denic über Möglichkeiten nach, dem Problem<br />
entgegenzutreten. Zusammen mit dem Justizministerium soll es eine Initiative geben, die die<br />
Registrierung eindeutiger Domainnamen durch rechtsradikal Gesinnte verhindert. Das<br />
Justizministerium werde eine Liste mit verfänglichen Domainnamen erstellen, die bei der Denic<br />
registriert werden. Gibt man dann Namen wie www.heil-hitler.de&quot; ein, soll sich dahinter eine<br />
Webpage der Initiative verbergen, auf der die Surfer über Sinn und Ziel des &quot;Domaingrabbing&quot; aufgeklärt werden.<br />
Herzig erklärte, dass es eine technisch sehr einfach machbare Sache sei, da eine Domain entweder frei sein kann,<br />
oder eben nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Technische Hintergründe</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In einem Atemzug mit der Bekämpfung krimineller Seiten fallen immer wieder die Begriffe Filtersoftware und<br />
PICS (Platform for Internet Content Selection). Ziel dieser Techniken ist es, bestimmte Informationen oder Quellen<br />
vom Transport oder der Anzeige auszunehmen.<br />
Hier jedoch offenbart sich ein grundsätzliches Problem. Im Bereich Content müsse dringend<br />
zwischen &quot;illegal&quot; und &quot;potentially harmful&quot; unterschieden werden, erläutert Joseph Dietl von dem <a href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik u. Gesellschaft</a> (FITUG).<br />
&quot;Illegal&quot; wären in Deutschland rechtsradikale Schriften, &quot;potentially harmful&quot; dagegen zum Beispiel<br />
der Schwarzenegger-Film &quot;Terminator&quot;, der von der FSK nicht als &quot;frei für alle Alter&quot; eingestuft<br />
wurde. Filtersysteme könnten überhaupt nur im Bereich &quot;potentially harmful&quot; sinnvoll eingesetzt<br />
werden. Um &quot;illegal content&quot; wirksam bekämpfen zu können, sei eine internationale Zusammenarbeit<br />
der Polizei nötig. Das wiederum setze eine supranationale Definition des Begriffes &quot;illegal&quot;<br />
voraus, so Dietl.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Unter Filtersoftware versteht man in der Regel einen Proxy, also eine Art Sekretariat für<br />
Netzinformationen&quot;, erläutert Lutz Donnerhacke von der FITUG.<br />
Da ein Proxy jede Anfrage eines Auftrages bearbeitet, könne er nach bestimmten Kritierien diese<br />
Bearbeitung verweigern. Filtersoftware greife damit in den Datenstrom vor dem Anwender ein. Hier<br />
bestimmen Dritte, über abrufbare Informationen. Filterungen, die die jeweiligen<br />
Infrastrukturbetreiber vorgenommen haben, können deshalb vom Anwender nicht einfach umgangen<br />
werden. Die lokal installierbaren Programme, wie NetNanny oder CyberPatrol, die von fast allen<br />
Browsern unterstützt werden, ermöglichen in der Regel keinen <a href="http://www.koehntopp.de/kris/artikel/rating_does_not_work/">Einblick in die Filterlisten</a>. Hier<br />
werde versucht, generell den Zugang zu Informationen zu verhindern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Manche Filtersoftware verwendet zusätzlich PICS. Hinter dem Begriff PICS verbirgt sich ein Klassifizierungssystem, welches vom<br />
Inhaltserzeuger bzw. -anbieter (self-rating) oder von einer Rating-Agentur (third-party rating)<br />
in freier Entscheidung eingesetzt wird.<br />
Auch der Nutzer kann entscheiden, ob er ein solches Filtersystem<br />
einsetzen will oder nicht. Nutzer ist jedoch nicht gleich Nutzer: Ein besorgter Vater kann beispielsweise durch zusätzliche<br />
Kategorisierungsinformationen lokal die Anzeige von bestimmten Daten unterdrücken<br />
und für seine Kinder unzugänglich machen. Der Spieltrieb der lieben Kleinen sollte jedoch nicht unterschätzt<br />
werden, die Systeme sind ebenso leicht zu knacken wie ein Fernsehdekoder.<br />
Im Falle einer großen Firma<br />
kann durchaus &quot;die Firma&quot; als Nutzer auftreten und so die Entscheidungsfreiheit der einzelnen<br />
Mitarbeiter einschränken. Ebenso könnte ein Internetprovider die Rolle des Nutzers annehmen und<br />
den Entscheidungsspielraum seiner Kunden begrenzen, erklärt Dietl.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die verbreitesten PICS Klassifizierungen fußen auf amerikanischen Moralvorstellungen und könnten<br />
nicht einfach auf den europäischen Kulturraum übertragen werden. Im Themenbereich nackte Haut und<br />
Sex würden sich die Amerikaner sehr prüde und verschroben geben, bei den Themen Gewalt und<br />
Rasssismus hingegen sei die Klassifizierung sehr undifferenziert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Darüber hinaus ergeben sich durch die Filtersysteme<br />
<a href="http://www.netlaw.de/gesetze/iukdg.htm#Artikel%202"> datenschutzrechtliche</a> Probleme.<br />
Es bestehe bei der Administration von Proxies durch Dritte die Möglichkeit, die Aktivitäten der<br />
Benutzer zu ermitteln und so datenschutzrechtlich bedenkliche Profile zu erstellen. Jedoch können<br />
dies im Moment durch die Freiwilligkeit umgangen werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Gedanke, eine allgemeine Sperre durchsetzen zu wollen, scheitert bereits an der durch die<br />
Verfassung gesicherte <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/gg/gg1_de.htm#art5"><br />
Kommunikationsfreiheit</a>.<br />
Derzeit sei es möglich, über<br />
<a href="http://www.uni-bremen.de/%7Ea02h/spuren/anonym.htm">Anonymisierer</a> im Netz zu stöbern.<br />
Donnerhacke gibt zu bedenken, dass die Filtersysteme anonymes Surfen nicht akzeptieren und deshalb<br />
unterbinden würden. So ist der Einsatz dieser Technik bisher immer wieder an Protesten<br />
gescheitert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Lassen sich diese Schutzvorkehrungen noch mit dem demokratisch-freiheitlichen Grundprinzip unserer Gesellschaft<br />
vereinbaren? Wem obliegt überhaupt die Kompetenz, über die zu<br />
indizierenden Inhalte zu entscheiden? Die Gefahr, die sich hinter solchen Filter-Systemen verbirgt<br />
ist nicht immer offensichtlich, denn der Einsatz solcher Systeme bewegt sich sehr nah am Rande der<br />
Zensur.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Filtersysteme können also nicht als eine reelle Möglichkeit zur Bekämpfung rechtspopulistischer<br />
Seiten gesehen werden. Ebenso ist kein gesetzlicher Übereifer nötig, da die rechtlichen Grundlagen<br />
theoretisch ausreichend sind. Ein tiefgreifender rechtlicher Ausweg wäre derzeit nur mit Hilfe einer supranationalen<br />
gesetzlichen Regelung denkbar. Bis dahin muss der deutsche Rechtsrahmen ausgeschöpft werden, damit das Netz nicht zum Nest<br />
für Neonazis wird.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/wie-rechts-ist-das-world-wide-web/rechtsradikalismus_anarchie_im_internet-802/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Jenseits der &#034;Gutenberg-Galaxis&#034;?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/jenseits_der_gutenberg_galaxis-876/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/jenseits_der_gutenberg_galaxis-876/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Marshall McLuhan]]></category>
		<category><![CDATA[Medientheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Gutenberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/jenseits_der_gutenberg_galaxis-876/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die Linie führt vom Mainz des 15. Jahrhunderts direkt ins Silicon Vally: Der Grundstein zum
digitalen Zeitalter wurde vor 550 Jahren gelegt. Johannes Gutenberg war es nämlich, der mit der
Erfindung des Buchdrucks die Grundlage zur Verbreitung der &#34;Verschriftlichung&#34; legte. Und auch in Zeiten
von &#34;livestreaming&#34; und &#34;voice-control&#34; ist das geschriebene Wort hochaktuell.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die Linie führt vom Mainz des 15. Jahrhunderts direkt ins Silicon Vally: Der Grundstein zum<br />
digitalen Zeitalter wurde vor 550 Jahren gelegt. Johannes Gutenberg war es nämlich, der mit der<br />
Erfindung des Buchdrucks die Grundlage zur Verbreitung der &quot;Verschriftlichung&quot; legte. Und auch in Zeiten<br />
von &quot;livestreaming&quot; und &quot;voice-control&quot; ist das geschriebene Wort hochaktuell.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kaum einer weiß es, doch anno 2000 begehen wir das <a href="http://www.gutenberg.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Gutenbergjahr</a>. Anlass ist der 600. Geburtstag von Johannes Gensfleisch , besser bekannt unter dem<br />
Namen Johannes Gutenberg, der angesichts seiner weitgreifenden Entwicklungen im letzten Jahr zum &quot;Mann<br />
des Jahrtausends&quot; gewählt wurde. Schenkt man den Prognosen des 1962 publizierten Buches &quot;Die<br />
Gutenberg-Galaxis&quot; des kanadischen Medientheoretikers<br />
<a href="http://www.hans-hass.de/Energon/436_438_Ueber_Marshall_McLuhan.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Marshall<br />
McLuhan</a> Glauben, so befänden wir uns am Ende der &quot;Buchgalaxis&quot; und am Anfang einer neuen<br />
Medien-Galaxis, in der das &quot;Phänomen&quot; Buch durch Fernsehen, Radio und Internet gänzlich an den Rand<br />
gespielt wurde. Doch McLuhan irrte, das Wort wehrt sich &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der <a href="http://www.gutenberg.de/zeitgutb.htm" target="_new&quot;" rel="noopener noreferrer">Patriziersohn Johannes Gutenberg</a><br />
hat mit seiner Erfindung der einzelnen gusseisernen Lettern und der Verbesserung des mechanischen<br />
Drucks die Welt verändert, nein nicht nur verändert, sondern revolutioniert: auch wenn die Druckkunst<br />
schon Jahrhunderte vor Gutenbergs Geburt und ebenso das System der bewegbaren Lettern bereits um 1400<br />
bei den Chinesen entwickelt wurden. Jahrhunderte lang musste man sich auf das gesprochene Wort verlassen.<br />
Mit Gutenberg begann sich eine völlig neue Kultur zu entwickeln: Die Kultur des geschriebenen Wortes &#8211; die<br />
Massenliteralität.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Schreib- und Lesekunst war vor Gutenberg ein elitäres Gut. Nicht nur Analphabetismus, sondern auch<br />
die sehr hohen Preise für die kunstvoll in Handarbeit kopierten Schriften behinderten lange Zeit den<br />
Siegeszug der Schriftsprache. Im Mittelalter war die Voraussetzungen für das Lesen eines Textes nicht<br />
nur die Fähigkeit, Lesen zu können, und zugleich die Beherrschung der lateinischen Sprache, sondern<br />
auch die Möglichkeit Bücher und Schriften in ausreichendem Maß erschwinglich herzustellen. Gutenbergs<br />
Entwicklung der beweglichen Lettern und der Druckpresse machte die Vervielfältigung von bis zu 1500<br />
Exemplaren einer Schrift erstmals möglich. &quot;Ohne Gutenberg keine Reformation, keine Schulpflicht,<br />
keine Goethe-Ausgaben, keine Aufklärung, kein Quelle-Katalog und keine Zeitungen&quot;, wie es Jochen Hörisch,<br />
Professor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim treffend formuliert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bis ins 20. Jahrhundert hinein hatte das Buch eine Monopolstellung inne. Über Jahrhunderte hinweg gab es<br />
nur eine Möglichkeit, Informationen, Nachrichten und Mitteilungen festzuhalten und für die Nachwelt zu<br />
sichern, nämlich in schriftlicher Form auf Pergament, Papier oder anderen äquivalenten Materialien.<br />
Laut<br />
<a href="http://www.nzz.ch/online/02_dossiers/dossiers1999/buchmesse99/buch991012dotzler.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
McLuhan`s Theorie</a><br />
wandeln wir heute jedoch in einer anderen &quot;Medien-Galaxis&quot;, die Galaxis der audiovisuellen Medien.<br />
Das wird sicher niemand bestreiten wollen. 30 Jahre nach Veröffentlichung seines Buches ist ein Teil der<br />
Prognose eingetroffen: der Buchkultur ist ein Zeitalter des Bildes gefolgt. Doch in einem hat sich McLuhan<br />
geirrt. Die bösen AV-Medien, neuerdings noch unterstützt von der digitalen Variante, haben die Welt des<br />
Mediums Buch und der Schriftkultur nicht verdrängt &#8230;. neue Medien verdrängen die alten nicht, sie<br />
ergänzen diese und schreiben ihnen neue Rollen zu. Trotz Telefon schreiben sich die Leute noch<br />
Briefe, obwohl es das Fernsehen gib, existieren noch Theater und trotz Musik aus der Konserve gibt es<br />
noch Live-Konzerte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Zeitalter von Internet und digitaler Vernetzung scheint es eine Renaissance der Verschriftlichung zu<br />
geben. Nichts anderes passiert doch täglich millionenfach, wenn sich Menschen e-mails schreiben, sich<br />
in Chats und Newsgroups dem geschriebenen Wort hingeben. Das mit zunehmender Weiterentwicklung der<br />
Bild- und Tonübertragung dieser Trend wieder abflauen könnte, sei dahingestellt. Es scheint jedoch<br />
sicher, dass alternative Möglichkeiten der Kommunikation dem Wort nichts anhaben können. Es ist<br />
resistent, einfach deshalb, weil es den Ursprung unserer gegenwärtigen Kommunikationsmedien darstellt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Machen wir die Probe aufs Exempel. Vergleichen wir das Medium Buch mit den &quot;neuen Medien&quot; wie zum<br />
Beispiel dem Internet. Gutenberg zerlegte seine Texte in<br />
<a href="http://www.gutenberg.de/erfindun.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">einzelne Zeichen</a>, einzelne Lettern,<br />
die er dann wieder zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügte &#8211; ebenso arbeiten die<br />
Computerspezialisten &#8230; sie spalten Texte in Bits und Bytes, um das Datenwirrwarr dann wieder zu einem<br />
Gesamtgefüge zu verschmelzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Technik, die den Begriff &quot;Text&quot; in der digitalen Welt neu definiert, ist der Hyperlink. Der<br />
Hyperlink, mit dessen Hilfe man mit einem Klick entweder auf einen Zusammenhang im selben Text,<br />
eine Zusatzinformation in einem anderen Dokument, ja auf einen weit entfernten Rechner irgendwo auf der<br />
Welt zugreifen kann, nimmt dem Text eine wichtige Eigenschaft, die ihn jahrhundertlang charakterisierte:<br />
die Eindimensionalität. Doch die Idee hinter der Verlinkung ist mindestens genauso alt, wie das Buch<br />
selbst, nur kleidete sich der Link in vordigitalen Zeiten in die elegante Formulierung Fußnote oder<br />
Verweis. Und um dem Hinweis zu folgen, musste der interessierte Leser selbst aktiv werden: die<br />
entsprechende Seite aufschlagen, oder sich ein weiterführendes Buch aus der Bibliothek holen&#8230;.<br />
Auch bei der Betrachtung von Suchmaschinen führt der Weg unweigerlich zurück zum Buch. Seitdem die<br />
Menschen lesen, gibt es Orientierungshilfen, &quot;Hinweisschilder&quot;, die sie durch den Dschungel der<br />
ungeheuren Flut an geistigen Ergüssen führen. Inhaltsverzeichnisse, Katalogisierungen, Lexika,<br />
alles kleine &quot;gutenbergianische&quot; Helfer.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eines ist sicher. Die digitalen Medien werden Bücher, Zeitschriften und Zeitungen nicht verdrängen.<br />
Neue Medien werden zwar auch weiterhin versuchen, dem Buch seinen Platz streitig zu machen, die Gutenberg-Galaxis jedoch hört<br />
nicht auf zu enden, da ist sich auch<br />
<a href="http://www.uni-mannheim.de/i3v/00032900/00958891.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hörisch </a>sicher.<br />
Am Anfang war das Wort. Am Ende auch.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Official Website &#8211; &#034;Ich lade Sie runter!&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/das-gibts-nur-zweimal-die-expo2000/die_official_website_ich_lade_sie_runter-877/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/das-gibts-nur-zweimal-die-expo2000/die_official_website_ich_lade_sie_runter-877/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das gibt´s nur zweimal: Die Expo2000]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Expo 2000]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Weltausstellung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/die_official_website_ich_lade_sie_runter-877/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Das kommt nur einmal, pardon zweimal, das kommt nie wieder! Gleich
zwei Premieren feierte die Expo in diesem Jahr: Nicht nur, dass die
EXPO zum ersten Mal seit ihrem Bestehen in Deutschland stattfindet,
sondern auch dass sie sich im &#34; digitalen Zeitalter&#34; erstmalig
virtuell im Internet präsentiert.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Das kommt nur einmal, pardon zweimal, das kommt nie wieder! Gleich<br />
zwei Premieren feierte die Expo in diesem Jahr: Nicht nur, dass die<br />
EXPO zum ersten Mal seit ihrem Bestehen in Deutschland stattfindet,<br />
sondern auch dass sie sich im &quot; digitalen Zeitalter&quot; erstmalig<br />
virtuell im Internet präsentiert.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Besuch auf der Expo?</b> Pflicht! Spätestens seit Veronas lilafarbenem Lackoutfit und Sir Peter<br />
Ustinovs Begegnung mit der &quot;Chillout-Zone&quot;.<br />
Dank Internet kann sich jeder das Spektakel erstmal in Ruhe von zu Hause ansehen. Niemand kauft schließlich<br />
gern die Katze im Sack! Also rauf auf den virtuellen Highway &#8211;<br />
Ziel: <a href="http://www.expo2000.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.expo2000.de</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/images/exp.jpg" align="left" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.expo2000.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> empfängt den Besucher mit einem angenehm<br />
dunkelblauen Hintergrund mit leicht farblich abgesetztem Expo-Motiv. Ein schlichtes, dennoch ansprechendes<br />
Design, aber vor allem übersichtlich und konsistent. Acht Rubriken laden ein, in die Welt der Expo<br />
abzutauchen. Wohin als erstes? Eigentlich gibt es da ja nur eine Alternative: Die Antwort auf die Frage<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/agenda21/was_ist_expo.html" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Was ist die Expo?</a>&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hoppla &#8211; die richtige Abfahrt verpasst?</b> Keine Sorge, jedes der einzelnen Unterthemen erscheint auf<br />
dem blauen Eingangshintergrund in einer eigenen Farbe, so dass sich die Frage &quot; Wo bin ich?&quot;  immer leicht<br />
beantworten lässt. Um sich erst einmal einen Gesamtüberblick zu verschaffen, lohnt sich ein Abstecher auf<br />
das &quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/expo_gelaende_40.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Expo-Gelände</a>&quot; passend<br />
in einem Grünton gestaltet. Und dann gleich weiter zum<br />
<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/vision/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Rundumblick</a> von den Dächern<br />
der Expo, ganz ohne Höhenangst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hilfe, wo geht es zurück zur Hompage?</b> Auf allen Seiten befindet sich ein Link zurück zur<br />
&quot;Home&quot; Page und ein Link zur Eingangsseite des jeweiligen Themengebietes. Aber auch die Farben geben immer<br />
einen Hinweis auf den Standort, so dass die Orientierung im Datendschungel nicht verlorengeht. Zahlreiche<br />
Verknüpfungen auf themenspezifische Seiten bieten darüber hinaus zu einem Stichwort einen umfassenden<br />
Überblick. A propos Überblick. Wollten sie nicht auch schon immer mal etwas über die Geschichte der Expo<br />
erfahren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein <a href="http://www.expo2000.de/deutsch/geschichte/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Klick</a> genügt</b><br />
für den Sprung zurück in die Vergangenheit. Wie? Die Weltausstellung in Hannover ist die Erste, die seit<br />
der &quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/geschichte/berlin1896.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">verhinderten<br />
Weltausstellung</a>&quot; 1896 in Berlin in Deutschland stattfindet?<br />
Aha, deshalb präsentiert sich die &quot;Official Website&quot;  natürlich in deutsch, klar. Für Besucher aus dem<br />
Ausland stehen neben deutsch und englisch noch 9 weitere Sprachen zur Auswahl. Doch leider öffnet sich<br />
zum Beispiel für <a href="http://www.expo2000.de/willkommen/franz.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">französisch</a> nur<br />
ein kleines Begrüßungsfenster. Das komplette Webangebot ist nur in deutsch und<br />
<a href="http://www.expo2000.de/home_40_e.html" target="_new" rel="noopener noreferrer"> englisch</a> verfügbar. Schade. Naja, dann<br />
statt Sprachunterricht eben erstmal eine Rundreise mit dem Expo-Express.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Und wohin auf der Expo?</b> Jeder Schauplatz, der sich auch direkt auf dem Plan<br />
des <a href="http://www.expo2000.de/deutsch/plan/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Expo-Geländes</a> anzeigen<br />
lässt, wird durch ein Photo visualisiert. Ein ganz spezieller Service verbirgt sich hinter dem Begriff<br />
&quot; MyExpo&quot; . Hier kann sich jeder Expo-Bummler seinen ganz individuellen Expo-Tag zusammenstellen. Alle<br />
interessanten Veranstaltungen werden auf einer Art Karteikarte gesammelt und anschließend eine ganz<br />
persönliche Route ausgedruckt. Und wenn die heimische Druckerpatrone leer ist? Kein Problem. Die bequem von<br />
zu Hause zusammengestellte Tour lässt sich speichern und dann einfach direkt an den Monitoren des<br />
Besucherinformationsdienstes auf der Expo wieder abrufen. Clever.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Expo-Webseiten begeistern</b>, auch wenn sich der Themenbasar<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/fun/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Entertainment</a>&quot; nicht so recht in das<br />
Gesamtkonzept einfügen will. Der von einer zweiten Web-Agentur nachträglich zur Werbekampagne mit Verona<br />
Feldbusch und Sir Peter Ustinov realisierte Webauftritt fällt nicht nur gestalterisch aus dem Rahmen,<br />
sondern verfolgt auch inhaltlich eine ganz eigene Linie. Die vielfältigen multimedialen Details führen<br />
darüber hinaus zu unheimlich langen Ladezeiten und zögerlichen Reaktionen der Anwendungen. Aber die Zeit<br />
kann ja auch sinnvoll genutzt werden, zum Beispiel um nach einer Unterkunft zu suchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wo bettet der müde Expowanderer sein Haupt?</b> Auf der Hompage gibt es kein Icon mit dem Titel<br />
&quot;Übernachtungen&quot;. Da lohnt sich vielleicht ein Blick hinter die Kulisse von<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/ticket_shop_40.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Tickets+Shops</a>&quot;, ein<br />
Billet benötigt schließlich jeder.  Eine hellblaue Ebene öffnet sich. Was kostet die Eintrittskarte in die<br />
Zukunft?&quot;, wird der findige User gefragt, wenn sein Mauszeiger über den Button<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/ticket/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Tickets</a>&quot; fährt. Genau das will<br />
er ja wissen, also &quot; klick los&quot; . Die Suche führt  zu einer Grafik mit allen Preisen und Ermäßigungen und den<br />
verschiedenen Möglichkeiten, eine Karte zu kaufen. Gut, das wäre geschafft.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zurück auf &quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/ticket_shop_40.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Tickets+Shop</a>&quot;,<br />
mit einem kleinen Abstecher über &quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/hannover/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
Hannover</a>&quot; findet sich doch noch die richtige Kategorie:<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/reise/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Reiseziel: Expo</a>&quot;. &quot;Unterbringung&quot;<br />
steht dort geschrieben, neben einer Karte, die die Möglichkeit bietet, mit dem Verkehrsmittel seiner Wahl<br />
eine Reiseroute nach Hannover zu planen. Hinter<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/reise/unter.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Unterbringung</a>&quot; verbirgt sich<br />
eine umfangreiche Linkliste mit  Hotels und Zimmervermittlungsagenturen. Sind sie dynamisch, sportlich,<br />
jung? Dann empfiehlt sich eine Übernachtung im<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/expokids/uebernachtung.html" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Jugendcamp</a>&quot;. Oder<br />
mögen Sie es bequem und elegant? Dann vielleicht doch lieber eines der Hotels. Einfach Online buchen,<br />
schnell und bequem. Was es nicht alles gibt!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Nachdem Eintritt und Unterkunft gesichert sind</b>, ist nur noch eine Frage offen. Mit welchen<br />
kulturellen Highlights erwartet die EXPO die Weitgereisten? Der &quot; <a href="http://www.expo2000.de/deutsch/eprogramm/vkindex.html" target="_new&quot;" rel="noopener noreferrer"><br />
Veranstal-<br />
tungskalender</a>&quot; scheint sich für die Lösung dieses Problems förmlich aufzudrängen, also nichts<br />
wie rein. Aha, alles rund um die Veranstaltungen ist also orange hinterlegt. Bei einem Klick auf &quot;Mein Tag&quot;<br />
öffnet sich ein Kalender, an dem jeder sein persönliches Expo-Datum eingeben kann. Neben dem tagesaktuellen<br />
Angebot erscheint auch die Auflistung der ständigen Veranstaltungen. Nun gilt es eine Auswahl aus dem<br />
üppige Angebot zu treffen: Hier steht man wahrscheinlich vor der schwierigsten Aufgabe des gesamten<br />
EXPO-Auftritts.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Was wäre die Expo ohne  &#8211; Twipsy</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer ist Twipsy?<br />
Twipsy ist das offizielle Maskottchen der Expo. Leider sieht Twispy aus wie ein gerupfter Paradiesvogel.<br />
Allerdings ist das arme Federvieh auch ein fleißiger Helfer, mit dem es sich unter der Rubrik<br />
&quot;<a href="http://www.expo2000.de/deutsch/suche/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Suchen</a>&quot; zu chatten lohnt.<br />
Fragen zu Preisen, Unterbringung und Öffnungszeiten beantwortet Twipsy meist souverän, auch grammatikalisch<br />
falsche und mit Rechtschreibfehlern gespickte Anfragen. Doch Vorsicht: Twipsy kann auch ganz schon eigen<br />
werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für ein Interview mit Politik-digital konnte Twipsy ein bisschen was von seiner knappen Zeit abzweigen.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Guten Tag, Twipsy!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Guten Tag, ich freue mich, Sie kennen zu lernen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Warum heißt Du eigentlich Twipsy?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Warum tragen Sie Ihren Namen? Ich bin eben Twipsy genannt worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Du siehst noch sehr jung aus! Wie alt bist Du?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Es begann vor langer Zeit. Ein Funken. Ein Urknall. Ein Stern mit spitzen<br />
Zacken. Geballte Energie breitet sich aus. Vielleicht ein Fels. Eine Amöbe. Leben im Wasser.<br />
Etwas wie eine Pflanze. Ein Wesen, das einen Mund zu haben scheint. Einen Bauch. Augen. Füße.<br />
Ein Lächeln.  Farbe gibt dem Körper Ausdruck. -TWIPSY- das bin ich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ah ja! Also schon sehr alt. Was hast Du eigentlich vor<br />
der Expo gemacht?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Vor meinem Engagement bei der EXPO 2000 habe ich auch schon als Datenträger<br />
gearbeitet. Besonders gerne habe ich immer persönliche E-Mails übertragen. Die meisten<br />
Empfänger freuen sich so darüber.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Nun noch eine abschließende Frage: Was wirst Du<br />
machen, wenn die Expo vorbei ist?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Auch nach der Expo 2000 wird es Informationen geben, die durch das<br />
Internet transportiert werden müssen. Da wird es für mich noch viel zu tun geben!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Interview.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Twipsy:</b> Keine Ursache!</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>UMTS: Der Lizenzerwerb war erst der Anfang</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>Mit einem europäischen Rekordstand von knapp 100 Milliarden DM
endete am Donnerstag die Versteigerung der UMTS Lizenzen.Von den ursprünglich sieben Bietern konnten alle
sechs verbliebenen Unternehmen je eine kleine UMTS-Lizenz mit zwei Frequenzpaketen ersteigern.</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Mit einem europäischen Rekordstand von knapp 100 Milliarden DM<br />
endete am Donnerstag die Versteigerung der UMTS Lizenzen.Von den ursprünglich sieben Bietern konnten alle<br />
sechs verbliebenen Unternehmen je eine kleine UMTS-Lizenz mit zwei Frequenzpaketen ersteigern.</b><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel kostet so eine Lizenz eigentlich?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <b>Deutsche Telekom</b> mit ihrer Mobilfunktochter T-Mobil (D1) muss für die zwei Frequenzpakete 16,58<br />
Milliarden Mark zahlen.<br />
16,52 Milliarden Mark muss <b>VIAG Interkom</b> für seine Lizenz aufbringen.<br />
Auch <b>Mannesmann Mobilfunk</b> (D2) konnte eine UMTS-Lizenz ersteigern: zum Preis 16,47 Milliarden Mark.<br />
Die Gruppe um <b>E-Plus/ Hutchinson</b> zahlt 16,42 Milliarden Mark für ihre Lizenz.<br />
Das Konsortium <b>3 G</b> ersteigerte seine Lizenz für 16,45 Milliarden Mark. Es kann im  Gegensatz zu den andern<br />
Bietern aber noch auf keinen einen eigenen  Kundenstamm aufbauen.<br />
<b>Mobilcom</b>, die mit France Télécom einen finanzstarken Partner hat, kostet die Lizenz 16,37 Milliarden Mark.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Was sich alle fragen: Woher kommt so viel Geld?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben den Lizenzkosten müssen die Telekommunikationsunternehmen weitere zehn bis zwölf Milliarden Mark für<br />
den Aufbau der Netze aufbringen. Keine der Bieterfirmen verfügt über ein Volumen an eigenen liquiden Mitteln,<br />
die in Höhe des Kaufpreises eines mittleren Unternehmens liegen. Bankkredite allein reichen zur Finanzierung<br />
der teuren Lizenzen nicht aus. Philipp Schindera, Pressesprecher von T-Mobil, erläuterte, dass die Telekom<br />
die Summe über kurzfristige Kredite, eigene Rücklagen und Anleihen finanzieren werde.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die anderen Unternehmen werden sich das Geld von den Finanzmärkten beschaffen. Das bedeutet die Ausgabe<br />
neuer <a href="http://www.boersenlexikon.de/aktie.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Aktien</a> und<br />
<a href="http://www.boersenlexikon.de/anleihe.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Anleihen </a>.<br />
Allerdings drückt ein Überangebot an Anleihen die Kurse am Markt. Die Unternehmen müssten dann, um f&amp;ür<br />
Anleger dennoch attraktiv zu sein, ihre Papiere mit hohen Zinsen ausstatten, was ihre Finanzierung zusätzlich<br />
verteuern würde. Hinzu kommt eine herabgestufte Bewertung der<br />
<a href="http://informer2.comdirect.de/de/finanztools/lexikon/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bonität</a> der Firmen,<br />
welche ebenfalls höhere Zinsen für Kredite und Anleihen zur Folge hätte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die erste Hürde, die von den Telekommunikationsfirmen genommen werden muss, ist der Aufbau der<br />
Netzinfrastruktur. Zunächst gilt es einen Vertrag mit einem Lieferanten für den Aufbau der Netze<br />
auszuhandeln. Da europaweit fast gleichzeitig 60 UMTS-Mobilfunknetze aufgebaut werden, könnte es zu<br />
Kapazitätsengpässen der Zulieferer kommen. Wer also zuerst kommt, der baut zuerst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bis Ende 2003 müssen dann 25 Prozent der Bevölkerung mit UMTS versorgt sein: das  verlangen die Auflagen,<br />
die mit dem Lizenzerwerb verbunden sind. Jedoch wird das Netz zunächst nur in den Ballungszentren zum<br />
Einsatz kommen und erst nach und nach, wie es schon bei GMS der Fall war, in weniger dicht besiedelte<br />
Gebiete vorstoßen. Schon allein deshalb, wird UMTS den &quot;alten&quot; Standard GMS nicht von heute auf morgen<br />
verdrängen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mobilfunknutzer können sich über den Ausgang der Versteigerung freuen, denn mit den sechs<br />
UMTS-Netzbetreibern wird es in Deutschland einen scharfen Wettbewerb geben. Der Verbraucher kann also neben<br />
einem vielfältigen Angebot der konkurrierenden Unternehmen, auch mit fairen Preisen aufgrund des harten<br />
Konkurrenzkampfes rechnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit dem Übergang von der LP zur CD vergleicht Schindera die neue UMTS-Technologie. Sie werde ein neues<br />
Zeitalter des Mobilfunkes eingeleiten. Vielfältige Möglichkeiten werden sich dem Nutzer bieten: drahtlose<br />
Netzwerk-Anbindung in Gebäuden und innerhalb einer Stadt, etwa um mit Notebooks und Organizern ständig<br />
&quot; online&quot;  zu sein. E-Commerce: das Einkaufen und bargeldlose Bezahlen von Waren und Dienstleitungen per Handy<br />
oder Palm, Datendienste für den mobilen Einsatz: Navigations- und Informationsdienste fürs Auto. Eben der<br />
Markt der Zukunft, schwärmt Schindera.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mobilfunklizenzen unter dem Hammer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mobilfunklizenzen_unter_dem_hammer-921/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS-Lizenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Startschuss für die Versteigerung der begehrten Lizenzen des
drahtlosen Kommunikationssystems UMTS fiel am Montag, 31. Juli 2000 in Mainz. 10 Stunden täglich bieten
7 Unternehmen in der ehemaligen US-Kaserne, für das &#34;Universial Mobile Telecommunications System&#34; <a href="http://www.umts-forum.org/">UMTS</a>.
Bis der Hammer fällt, können unter Umständen Wochen vergehen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Startschuss für die Versteigerung der begehrten Lizenzen des<br />
drahtlosen Kommunikationssystems UMTS fiel am Montag, 31. Juli 2000 in Mainz. 10 Stunden täglich bieten<br />
7 Unternehmen in der ehemaligen US-Kaserne, für das &quot;Universial Mobile Telecommunications System&quot; <a href="http://www.umts-forum.org/">UMTS</a>.<br />
Bis der Hammer fällt, können unter Umständen Wochen vergehen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit im Boot sitzen die Betreiber der bestehenden vier digitalen GSM-Mobilfunknetze: Die Mobilfunktochter<br />
der Deutschen Telekom &#8211; T-Mobil, Mannesmann/Vodafone, E-Plus/KPN und Viag Interkom. Darüber hinaus<br />
pokern die zwei netzunabhängigen Dienstleister MobilCom und Debitel mit, sowie die Neueinsteiger ohne<br />
deutsche Partner: die spanische Telefonica und die finnische Sonera &#8211; die ihre Kräfte im sogenannten Group 3<br />
Konsortium gebündelt haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In  Deutschland hat man sich ebenso wie in Finnland und England für das Verfahren der <a href="http://www.worldstocks.de/htm/versteigerung.htm">Versteigerung</a> entschieden.<br />
Im alternativen Schönheitswettbewerb, dem sogenannten &quot;Beauty Contest&quot;, setzt die zuständige<br />
Regulierungsbehörde einen Preis fest und bewertet die eingereichten Bewerbungen der Unternehmen nach<br />
Kriterien wie Netzdichte, Glaubwürdigkeit des Geschäftsplans, Investitionsvolumen und Beschäftigungseffekten.<br />
Den Zuschlag erhält dann eben das größte und finanzkräftigste Unternehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es stellt sich die Frage, ob nicht auch bei der Versteigerung gerade die größten und finanzstärksten Unternehmen<br />
bevorteilt werden. Das Verfahren<br />
wurde gewählt, da es als das Transparentere angesehen wird und grundsätzlich jedem Unternehmen die<br />
Möglichkeit bietet, daran teilzunehmen, erläuterte der Pressesprecher der <a href="http://www.regtp.de/">Bundesregulierungsbehörde für<br />
Telekommunikation und Post (Reg TP)</a>, Rudolf Boll. Mit diesem Verfahren sind ebenso Verhandlungen nach dem<br />
Ende der Auktion möglich. So ist durch die Regulierungsbehörde sichergestellt, dass kleinere Unternehmen die<br />
keine Lizenz erhalten haben, die Netze als Service-Provider nutzen dürfen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Alle Firmen haben sich lange auf diese milliardenschwere Auktion vorbereitet, in der es darum geht,  ein Stück<br />
Zukunft zu ersteigern &#8211; den Zugang zur dritten Generation des Mobilfunks. Die erste Generation der<br />
Mobilfunknetze begann mit den analogen  A, B und C-Netzen. Die zweite Generation bilden die digitalen,<br />
derzeit vier Mobilfunknetze D1, D2, Viag Intercom und E-Plus, die über den <a href="http://www.mediendaten.de/gesamt/technikglossar">GSM</a>-Standard verfügen. Mit der<br />
Weiterentwicklung entstehen Systeme der dritten Mobilfunkgeneration, deren technischer Standard als<br />
&quot;IMT-2000&quot; (International Mobile Telecommunications Standard 2000) bezeichnet wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die neuen Technologie ermöglicht eine Datenübertragung von bis zu zwei Megabit pro Sekunde. Sie ist damit bis<br />
zu 30 Mal so schnell wie ISDN (64 kBit pro Sekunde) und bis zu 200 Mal schneller als heutige Handys (9,6 kBit<br />
pro Sekunde). Das Stichwort lautet wieder einmal Multimedia: Durch die größere Bandbreite und die schnelleren<br />
Übertragungsraten wird das Handy zu einer multimedialen Plattform, mit der Möglichkeit der Übertragung<br />
komplexer Datenpakete, Bilder und Filme. Eine Live-Videokonferenz wird, ebenso wie Mobiles Surfen im Internet,<br />
technisch realisierbar sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die neue Standardfamilie IMT 2000 ermöglicht es auch, weltweit mit ein und demselben Handy zu telefonieren.<br />
Universal System lautet das Zauberwort &#8211; ein weltumspannendes Netz , ohne Grenzen. Die Probleme, die bei<br />
GSM durch die drei konkurrierenden Systeme für Amerika, Japan und Europa entstanden, wird das UMTS Netz<br />
umgehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn die Einführung von UMTS erfordert den Aufbau einer neuen<br />
Funkinfrastruktur. Die Aufwendungen für dieses Projekt wird die Unternehmen weitere Milliarden kosten. Allerdings<br />
werden die zukünftigen Lizenzinhaber ein berechtigtes Interesse daran haben, die Netze  so schnell wie möglich<br />
aufzubauen, um den Rückfluss des bei der Versteigerung investierten Geldes zu ermöglichen. Annahmen, die<br />
hohen Kosten der Unternehmen würden auf die Mobiltelefonierer abgewälzt, konnte Stehpan Althoff, Sprecher von<br />
T-Mobil, nicht bestätigen. UMTS ergebe nur einen Sinn, wenn es schnell zu einem Massenmarkt mit vielen<br />
Kunden werde und die könne man eben nur mit niedrigen Kosten gewinnen. Der Wettbewerb der Firmen<br />
untereinander werde sein übriges tun, um die Preise zu drücken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">2002 soll das erste Netz stehen, vorerst jedoch nur in den Ballungszentren. Um eine flächendeckende<br />
Versorgung zu gewährleisten, sind mit dem Erwerb der Lizenzen Auflagen verbunden. Bis Ende 2003 müssen<br />
25% und bis Ende 2005 die Hälfte der Bevölkerung mit dem neuen Netz abgedeckt werden.<br />
Der neue Standard wird GSM nicht übergangslos ablösen. Zu Beginn werden die Netze parallel laufen, wie es<br />
auch schon bei dem alten analogen C-Netz und den neuen digitalen Netzen der Fall war.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das alte C-Netz wird<br />
Ende 2000 nach 10 Jahren parallelen Betrieb abgeschaltet. Die Lizenzen für D1 beispielsweise laufen noch bis<br />
2009, doch wird der Fortbestand der digitalen Netze der zweiten Generation nicht nur von den Betreibern, sondern<br />
auch entscheidend vom Verhalten der Nutzer abhängig sein. Die derzeitigen Handys lassen sich im neuen Netz<br />
nicht mehr verwenden. Auf Grund der ständigen Verbesserung der Handytechnologie, sei es üblich, Handys<br />
regelmäßig auszuwechseln, so Althoff.  Diese Entwicklung sichert natürlich den<br />
E-Plus,  Viag Intercom oder auch D1 Shops wieder eine neue Verkaufsrunde, zumal die Akkus der meisten<br />
Handtelefone nach drei Jahren sowieso nicht mehr zu gebrauchen sind und man sich nach einem neuen Handy<br />
umschauen muss.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum Ausgang der Versteigerung gibt es zahlreiche Aussagen. Darüber, wer letztendlich das Rennen macht und<br />
ob die Preise die Ergebnisse der anderen Länder übersteigen werden, können nur Spekulationen angestellt werden.<br />
In England war man von einer dreistelligen Milliardensumme ausgegangen, eine Erwartung, die sich nicht bestätigte.<br />
Bereits bei knapp 71,2 Milliarden DM (22,5 Milliarden Pfund Sterling) fiel der Hammer. Experten rechnen in<br />
Deutschland mit einem zweistelligen Milliardenbetrag, obwohl sich alle Beteiligten bisher nur sehr vorsichtig<br />
vorantasten. Es ist also mit mindestens zwei bis drei Wochen Verhandlungszeit zu rechnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Sicher ist, dass<br />
die Regulierungsbehörde, eine Bundesbehörde des <a href="http://www.bundeswirtschaftsministerium.de/">Bundeswirtschaftsministeriums</a>, nach Beendigung der<br />
Verhandlungen den Erlös an den Bundesfinanzminister Eichel weiterleiten wird. Über die Verwendung des Geldes<br />
gibt es keine konkreten Pläne, bestätigte die Pressesprecherin Ulrike Schreckenberger. Der Erlös werde zur<br />
Schuldentilgung des Bundes verwendet. Man rechne jedoch im Bundesfinanzministerium nicht mit einer<br />
bestimmten Summe. Euphorische Prognosen jedoch hoffen, mit Erlösen von bis zu 120 Milliarden Mark einen<br />
historischen Überschusses in der Haushaltskasse des Bundes erwirtschaften zu können. Mit der damit<br />
verbundenen Zinsersparnis sollen Bereiche des Verkehrswesens und der Bildung gefördert werden. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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