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	<title>Nadine Winter &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Nadine Winter &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Bildung: Kompetenzen, Lernorte und Erwachsenenbildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 14:49:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Wie können jung und alt notwendige digitale Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben erlenen? Und welche digitalen Kompetenzen sind entscheidend? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Fachforum „Bildung und Kompetenzen“ im Rahmen der Veranstaltung „Gesellschaftlicher Dialog Ethik &amp; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetze Welt“ am 17.04.2019 in Berlin.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Digitale Bildung und die damit verbundenen Herausforderungen für das deutsche Bildungssystem sind ein großes aktuelles Thema in den Medien und in der Politik. So beschäftigte sich auch die Veranstaltung „Gesellschaftlicher Dialog Ethik &amp; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetze Welt“ am 17.04.2019 mit dem Thema Bildung und Kompetenzen. Die Diskussion setzte sich diesmal nicht nur ausschließlich mit der digitalen Bildung in Schulen und Hochschulen auseinander, sondern erörterte auch die digitale Bildung für Seniorinnen und Senioren. Leitfrage der Podiumsdiskussion war „Wie können jung und alt notwendige digitale Kompetenzen erlernen, sodass alle selbstbestimmt leben und handeln können?“.</p>
<h3>Mehr Fokus auf Kompetenzen</h3>
<p>Bei digitaler Bildung kreisen Debatten oft um die Ausstattung von Schule mit digitalen Lehrmitteln und deren entsprechende Infrastruktur. Darüber hinaus wurde in der Vergangenheit viel über die Kenntnisse über digitale Tools und Medien unter Lehrenden diskutiert. Im aktuellen Digitalpakt wird als Ziel von digitalbasierter Bildung die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools und Medien gesehen. „Lehrenden muss nicht mehr beigebracht werden, wie beispielsweise ein Office-Paket funktioniert, und Schülerinnen und Schülern muss nicht der Umgang mit Computern beigebracht werden. Sie brauchen Verständnis für Fake News, Algorithmen und Medienkritik“, erklärte Ingo Ruhmann, Referent Digitaler Wandel in der Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Entscheidend sind also die digitalen Kompetenzen verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Werkzeugen und digitalen Medien sowie die Wirkung von digitalen Medien. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie Schulen diese Kompetenzen vermitteln können. „Es bleibt zwar viel zu tun, doch vieles hat sich in den letzten 20 Jahren durchaus positiv gewandelt hat.“, so Ingo Ruhmann. Der Digitalpakt soll durch die strategische Förderung von digitaler Bildung zu dieser Entwicklung beitragen.</p>
<h3>Informelle Lernorte als Chance</h3>
<p>Zudem müsse über den formalen Bildungsbereich hinausgeschaut werden und auch informelle Lernorte und Bildungsinstitutionen mehr in den Vordergrund gestellt werden. Gerade Kreativität könne in vielen Lebensbereichen gelernt und gefördert werden und Schulen seien hier nur ein Ort zum Lernen, erklärte Professor Christoph Igel, Wissenschaftlicher Leiter des Educational Technology Lab des deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DfKI). Der Digitalpakt beschränkt sich hier zu sehr auf die Förderung von Schulen und es wird davon ausgegangen, dass die Schule die Herausforderungen und Veränderungen durch die digitale Transformation schon stemmen wird, so Professor Christoph Igel. Informelle Lernorte können für die digitale Bildung als Chance gesehen werden. Wenn Schulen nicht mehr die alleinige Verantwortung in der Kompetenzvermittlung tragen, wird ihnen auch eine gewisse Entlastung geboten. „Schulen sind als Institution schlicht weg überfordert“, erklärt Christoph Igel. Genau hier können dann informelle Lernräume und Orte die Lücke schließen und so zur Förderung von Kompetenzen wie Kreativität beitragen, denn Schulen seien nur einer von mehreren Orten der Wissens- und Kompetenzvermittlung. Ein Digitalpakt, der sich nicht nur auf Schulen, sondern auch auf informelle Lernorte fokussiert, könne hier zielführend sein, erklärte Christoph Igel.</p>
<h3>Erwachsenenbildung: Auch die ältere Generation mitnehmen</h3>
<p>Eine oft vernachlässigte Bevölkerungsgruppe bei dem Thema digitale Bildung ist die ältere Generation. Da diese nicht wie jüngere Menschen mit den digitalen Medien und Technologien aufgewachsen sind und auch in ihrer Berufswelt eher später damit konfrontiert wurden, gehören diese zu einer Randgruppe im Umgang mit digitalen Medien und somit auch der digitalen Bildung. Kinder und Jugendliche, die Eltern haben, welche bereits den Umgang und die Kompetenzen zu digitalen Medien und deren Kompetenzen verfügen, weisen einen sicheren kritischen Umgang mit digitalen Tools auf, das ist bei älteren Menschen oft nicht der Fall So sind laut Studien fast 100% der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren online, bei den Über-75-Jährigen ist das nur bei ca. 20% der Fall. Deshalb ist es gerade bei dem Thema digitale Bildung entscheidend, auch diese mitzunehmen. Diese Generation wird natürlich nicht mehr zurück an die Schule gehen und dort den Umgang mit digitalen Medien und die damit verbundenen Kompetenzen lernen. Hier können non-formale Lernorte wie Bibliotheken sowie das informelle Lernen am Arbeitsplatz die Lücke schließen, so Christoph Igel. „Programme für unterschiedliche Zielgruppe, die jung und alt mitnehmen, seien hier entscheidend“, so Barbara Schwarze, Präsidium der Initiative D21. „Seniorinnen und Senioren können auch über Multiplikatoren, die bereits Zugang zu digitalen Medien und Technologien haben, fit gemacht werden und so deren Umgang erlernen.“, plädierte Joachim Schulte, Koordinator Verbraucherthemen und Projektleiter des Digitalkompass.</p>
<p>Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Steffen Wenzel, Geschäftsführer von politik-digital e.V.<br />
politik-digital hat den ersten Gesellschaftlichen Dialog der Wegweiser GmbH als Medienpartner begleitet.</p>
<p><strong>Titelbild:</strong> Wegweiser Media &amp; Conferences GmbH (Simone M. Neumann)</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<title>Berlin sagt Danke: Großer Aktionstag für alle ehrenamtlich Engagierten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 14:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Ehrenamt]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154425" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png" alt="Berlin sagt Danke" width="628" height="285" /></a>Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner Abgeordnetenhaus ihre Türen, um zum dritten Mal Danke an alle ehrenamtliche Engagierten in Berlin zu sagen.<b> </b></p>
<p>Täglich leisten Bürgerinnen und Bürger durch ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu einer positiven Entwicklung in Berlin. Sie helfen und unterstützen unter anderen Kranke und Benachteiligte, die von Armut und Obdachlosigkeit betroffen sind oder sie setzen sich in Patenschaften oder Mentorin Programmen für die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ein. Auch die Integration durch Sprach- und Bildungskurse für Geflüchtete zählen zu diesem Ehrenamt. Organisiert wird das Ehrenamt unter anderen online durch die Plattform <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a>, auf der die Initiatorinnen und Initiatoren Interessierte und ehrenamtliche Projekte miteinander vernetzen.</p>
<h3>Aktionstag „Berlin sagt Danke“</h3>
<p>Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner veranlasst das Berliner Abgeordnetenhaus zum dritten Mal dazu, Danke an alle Ehrenamtlichen in Berlin zu sagen. „Ohne Ehrenamt und ohne den Einsatz für die Mitmenschen würde unsere Stadt kälter sein. Berlin ist auch deshalb lebenswert, weil die Menschen sich umeinander kümmern, weil sie sich füreinander interessieren“, <a href="https://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/aktionstag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betont</a> Bürgermeister Michael Müller. Deshalb öffnet das Berliner Abgeordnetenhaus in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft am Sonntag, den 25. März 2018, im Rahmen des <a href="http://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionstag „Berlin sagt Danke“</a> ihre Türen.  Viele Einrichtungen wie etwa Museen, Opern, die Philharmonie, der Zoo, der Tierpark, das Abgeordnetenhaus und Schwimmbäder sagen den Ehrenamtlichen in Form von kostenlosen Führungen, Veranstaltungen, freien Eintritt oder Kontingenten an Freikarten Danke für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Im Abgeordnetenhaus von Berlin stehen zwei Konzerte mit jungen Berliner Musikerinnen und Musikern im Mittelpunkt. Zudem werden stündlich Führungen durch das Parlamentsgebäude angeboten.</p>
<h3>Markt der Möglichkeiten</h3>
<p>Im Berliner Rathaus findet dieses Jahr wieder der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Hier können sich Interessierte einen Überblick verschaffen wie und wo man sich ehrenamtlich in Berlin engagieren kann. Auch sollen Interessierte ermutigt und angeregt werden bei wohltätigen Stiftungen und Projekte mitzumachen und außerdem soll so eine Austauschmöglichkeit unter den Ehrenamtlichen ermöglicht werden. Viele wohltätige Einrichtungen und Stiftungen sind hier mit kleinen Informationsständen vertreten. Unter anderen ist die Stiftung <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a> mit einem Stand mit dabei, um über ihre Informationsplattform für soziale Projekte zu informieren.</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berlin.de/berlin-sagt-danke/</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Bibliotheken im Wandel: Ein Ort für Kreativität und Austausch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2018 09:28:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenstransfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<category><![CDATA[öffentliche Bibliothek]]></category>
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					<description><![CDATA[Die öffentliche Bibliothek war einst ein Ort der Wissensaneignung, doch gerade durch den digitalen Wandel verändert diese drastisch ihren Charakter. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Wandel-der-Bibliotheken.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154409" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Wandel-der-Bibliotheken.jpeg" alt="Wandel der Bibliotheken" width="639" height="280" /></a>Die öffentliche Bibliothek war einst ein Ort der Wissensaneignung, doch gerade durch den digitalen Wandel verändert diese drastisch ihren Charakter. Früher standen die Bücher im Vordergrund, heute sind es die Besucher. Die Bibliothek wird zum Treffpunkt.</p>
<p>Unzählige Bücher, endlos lange Gänge, riesige alte Regale und vor allen Stille. So kennt man sie, die typische Bibliothek. Doch durch den freien Zugriff auf Wissen und Informationen im Internet durch Online-Lexika wie Wikipedia oder auch Aggregatoren wie Reddit hat sich auch die Bibliothek stark gewandelt. Oft wird ja vom Aussterben des analogen Buches durch die Digitalisierung gesprochen, dem zufolge könnte man meinen, dass auch die Bibliothek durch die Digitalisierung aussterben wird. Doch genau wie das eBook das analoge Buch nicht vollständig ablöst, lösen auch das Internet und Online-Lexika nicht die Bibliotheken ab. Sie verändern diese nur.</p>
<h3>Wissen zum Anfassen und Ausprobieren<b> </b></h3>
<p>Besucht man heute eine öffentliche Bibliothek, sieht diese oft nicht mehr so typisch aus wie man es in Erinnerung hat oder es aus alten Filmen kennt. Zwischen all den Büchern und Regalen befinden sich jetzt Kinder, die in kleinen Werkstätten das Coden lernen, offene Kreativräume, sogenannte Makerspaces zum Experimentieren und Ausprobieren von 3D-Druckern und Virtual Reality. In kleinen Musikräumen können Interessierte alleine oder in kleinen Gruppen unterschiedliche Musikinstrumente ausprobieren. Auch Integrationskurse für Geflüchtete werden angeboten. Die Bibliothek des Goethe Instituts in Bratislava zum Beispiel verleiht in ihrer „<a href="https://www.goethe.de/ins/sk/de/kul/sup/ajn.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibliothek der Dinge</a>“ nicht nur deutschsprachige Literatur, sondern auch Objekte wie Nähmaschinen, Teleskope und Werkzeuge. Hier soll die Bibliothek einen Ort schaffen, wo sich Menschen treffen, die sich für das Teilen von Kenntnissen, Werkzeugen und nützlichen Dingen interessieren. In der Landesbibliothek Dresden wird der <a href="https://www.slub-dresden.de/service/arbeitsplaetze-arbeitsraeume/slub-makerspace/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Makerspace</a> genutzt, um Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeiten zu geben, mit neuen Technologien eigene Do-it-yourself-Projekte zu realisieren. Andere haben den Begriff Bibliothek schon komplett aufgegeben wie beispielsweise die Universitätsbibliothek Stuttgart. Diese trägt den Namen <a href="https://kim.uni-hohenheim.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommunikation-, Informations- und Medienzentrum (KIM)</a>. In Bibliotheken passiert offensichtlich gerade ein großer Wandel und Veränderungen. Der Ort, der einst nur unsere Bücher beherbergt hat, wird immer mehr zum Austausch und Treffpunkt für Menschen.</p>
<h3>Der Makerspace: Kreativität und Wissenstransfer</h3>
<p>Die Makerspace-Bewegung, die in den USA schon in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends aufkam, ist mittlerweile auch in deutschen Bibliotheken angekommen. Als erste öffentliche Bibliothek in Deutschland griff die Stadt Köln diesen Trend 2013 auf. Der Makerspace ist eine offene Werkstatt mit neuen Technologien, Tools und Medien zur freien kreativen Nutzung. Der Wissenserwerb erfolgt hier vom Do-It-Yourself bis zum Do-It-Together. Neben dem Ausprobieren soll ein Raum zum Ideen- und Erfahrungsaustausch geschaffen werden. Besucherinnen und Besucher aller Alters- und Bevölkerungsgruppen können hier mit Hilfe neuer Technologien und digitalen Tools zusammen an Lösungen für Probleme und neuen Innovationen arbeiten. Außerdem werden Workshops für Menschen angeboten, die selbst aktiv werden möchten und Interesse daran haben, Neues zu entdecken. Speziell für Kinder und junge Erwachsene gibt es in den Kreativräumen ein großes Angebot. Gerade die spielerische Weise der Wissensvermittlung fernab des institutionellen Lernraums Schule kann frühzeitig das Interesse an Coding oder technologischen Inhalten wecken.</p>
<p>Das Gaming ist zum Beispiel eine Wissensquelle, die in einer zunehmenden digitalisierten Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Computerspiele beinhalten alles, was eine erfolgreiche Wissensvermittlung braucht: Sie setzen klare Ziele, geben unmittelbares Feedback, nehmen die Angst vor Fehlern, öffnen Raum für kreatives Denken und ermöglichen soziale Interaktion. Die spielerische Herangehensweise und die Spielwelten reduzieren die Komplexität von Problemen und fördern das Erkunden von Neuem und Neugier. In der Stadtbibliothek Köln soll der Makerspace einen „Mitmach-Ort“ schaffen und den Austausch von Wissen mit unterschiedlichen Generationen ermöglichen. Kinder können nicht nur das Coden lernen. Sie treten auch als Junior-Expertinnen und -Experten auf und können so gerade bei dem Umgang mit neuen Technologien Erwachsenen etwas beibringen. Außerdem können Schallplatten digitalisiert, Podcast aufgenommen, mit 3-D-Druckern experimentiert oder mit dem iPad musiziert werden.</p>
<h3>Die Bibliothek als Dritter Ort</h3>
<p>Bibliotheken sind eine Einrichtung außerhalb des institutionalisierten Bildungssystems, in dem Wissen und Informationen erworben werden können. Menschen jedes Alters finden unter den vielfältigen Bildungsangeboten die Möglichkeit zum konzentrierten Lernen und Lesen. Die zentralen Aufgaben der Bibliothek sind Wissen aufzubauen, zu strukturieren und zu vermitteln. Bibliotheken verfolgen das Ziel, Kompetenzen zu stärken und freien, leichten Zugang zu Information und Wissen in einen nicht kommerziellen Raum zu gewährleisten.</p>
<p>Mit dem Verlust des Informationsmonopols durch die Webangebote mussten sich auch die öffentlichen Bibliotheken neu definieren. Die Besucherinnen und Besucher der Bibliotheken suchen etwas anders, nicht mehr nur das klassische Buch für neue Informationen und Wissen, sondern sie suchen einen Ort für Unterhaltung und Austausch. Sie sind auf der Suche nach einen Treffpunkt. Einen Dreh- und Angelpunkt zwischen Wissenschaft, Politik und Kultur fernab des Internets. Das Lernen findet in Umgebungen und Zusammenhängen statt, die gar nicht mit dem Lernen in Verbindung gebracht werden. Das eigene Tun und Machen spielt dabei die wichtigste Rolle. Die Menschen wollen heute nicht mehr nur Konsumenten sein, sondern auch wieder selbst aktiv werden. Sie wollen Neues ausprobieren, kreativ sein und wieder eigene Dinge tun. Menschen lernen am liebsten in einem sozialen System, in dem sie Wissen teilen können. Und dabei sind sie auf der Suche nach einem Ort, der neben der Wohnung und dem Arbeitsplatz aufgesucht werden kann. In der Soziologie wird dies als „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Third_place" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dritter Ort</a>“ bezeichnet. Natürlich gab es solche dritten Orte auch schon früher wie zum Beispiel Cafés, Konzertsäle, Theater oder Vereine. Doch die Bibliothek vereint an einem Ort den Wissensaustausch aus Kultur, Politik und Wissenschaft. Durch das Internet hat sich die Gesellschaft mehr dezentralisiert, Bibliotheken geben nun wieder die Möglichkeit für einen zentralen Treffpunkt. Eben ein Ort für Menschen, nicht nur für Bücher.</p>
<p>Titelbild via <a href="https://pixabay.com/de/bibliothek-dublin-irland-trinity-2551593/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, christal21, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>“Unsere Vision heißt virtueller Schreibtisch“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 15:03:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslanges Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[eLearning]]></category>
		<category><![CDATA[Berufliche Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Blended Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Uni noch mit dem Rechenschieber gelernt und zu Hause schon mit dem ersten „Heimcomputer“ gearbeitet. Hermann Schumacher, Leiter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Weiterbildung.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154216" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Weiterbildung.jpeg" alt="Weiterbildung" width="619" height="280" /></a><br />
In der Uni noch mit dem Rechenschieber gelernt und zu Hause schon mit dem ersten „Heimcomputer“ gearbeitet. Hermann Schumacher, Leiter der School of Advanced Professional Studies (SAPS) der Universität Ulm, argumentiert im Interview, warum einmal studieren im Leben vielleicht nicht mehr ausreicht.</p>
<p>Der Wandel der Arbeitswelten ist in diesem Jahr Thema des Wissenschaftsjahres 2018. Auch auf der Bildungsmesse didacta wird vermehrt der Frage nachgegangen, inwiefern die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert bzw. verändern wird, welche Jobs durch die Automatisierung noch in 10 Jahren existieren und wie sich beispielsweise Unternehmen und Universitäten auf diese Veränderungen vorbereiten können. Gerade die berufliche Weiterbildung rückt hier immer mehr in den Vordergrund. Doch wie genau sieht ein Weiterbildungsprogramm aus? Und für wen ist so ein Programm sinnvoll? Hermann Schumacher erklärt die Bedeutung und Chancen von Weiterbildungsprogrammen für Studierende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Er veranschaulicht, wie Lernformate wie „Blended-Learning“ die Lehre bei solchen Programmen unterstützen.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/schumacher_hermann-Kopie.jpg"><img decoding="async" class="  alignnone wp-image-154227" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/schumacher_hermann-Kopie.jpg" alt="" width="180" height="238" /></a><strong>Hermann Schumacher ist Professor für Elektrotechnik und Leiter der School of Advanced Professional Studies (SAPS) der Universität Ulm.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p></div></div>
<h3>politik-digital e.V.: Die Universität Ulm hat seit 2011 ein Zentrum für berufsbegleitende universitäre Weiterbildung. Was ist der Hintergrund dieser Weiterbildungseinrichtung?</h3>
<p><em>Hermann Schumacher:</em> Die Universität Ulm bietet bereits seit 1997 Weiterbildungskurse an, vor allem im Bereich der Medizin (zum Beispiel für den Fachkundenachweis Notfallmedizin) oder auch Finanzdienstleistungen (zum Beispiel Lebensversicherungsmathematik). Diese Angebote machte und macht ein eingetragener Verein, die Akademie für Wissenschaft, Wirtschaft und Technik an der Universität Ulm e.V. Es tauchte aber mehr und mehr der Wunsch auf, auch echte Studienabschlüsse (Master) anzubieten. Das ist aber für einen privaten Verein schwierig. Deshalb haben wir die School of Advanced Professional Studies aus der Taufe gehoben, die eine Einrichtung der Universität ist und deshalb im öffentlich-rechtlichen Bereich agiert. Hier bieten wir aktuell vier Master-Studiengänge an.</p>
<p>Hochschulen bieten Weiterbildung an, weil es zunächst einmal ihre gesetzliche Aufgabe ist. Zudem wird Weiterbildung für die Hochschulen immer wichtiger, weil unsere Arbeitswelt sich immer stärker und schneller wandelt, sodass das einmal Gelernte immer schneller ergänzt werden muss. Und wer könnte das besser als die Hochschulen, an denen ja viel von dem neuen Wissen durch Forschung entsteht?</p>
<h3>Wie sieht so eine berufsbegleitende Weiterbildung konkret aus?</h3>
<p>Berufsbegleitend bedeutet, dass das Studieren mit dem Beruf vereinbar sein muss. Deshalb bieten wir vieles online an, sodass unsere Studierenden in ihrer Freizeit, zuhause oder auch auf Dienstreise, lernen können. Aber es ist auch wichtig, ab und zu mal mit den Lehrenden zusammenzutreffen oder vielleicht auch mal was im Labor zu machen. Deshalb gibt es vereinzelte „Präsenztermine“, meist freitags und samstags. Diese Kombination aus Online und Präsenz nennt man „Blended Learning“.</p>
<p>Ein anderes Problem für Berufstätige ist, dass sie nicht immer gleich viel Zeit für das Studieren haben – in einem Semester mal mehr, in einem anderen weniger oder auch gar keine Zeit. Deshalb ist unser Studium in Modulen organisiert und man bezahlt nur für die Module, die man auch tatsächlich belegt.</p>
<p>Das berufsbegleitende Studium muss nämlich im Gegensatz zum grundständigen Studium bezahlt werden. Die Gebühren berechnen sich nach dem Aufwand, welches ein Modul macht, also im wesentlichen nach der Anzahl der Leistungspunkte.</p>
<blockquote>
<h4>&#8220;Ob es uns gefällt oder nicht, unsere Berufswelt ändert sich rasant, und wer sich da nicht weiterbildet, hat mittelfristig keinen Job mehr.&#8221;</h4>
</blockquote>
<h3>Welche Chancen bietet ein Weiterbildungsprogramm Studierenden für ihre Berufslaufbahn?</h3>
<p>Zunächst einmal sind unsere berufsbegleitende Studierende sehr zielorientiert, denn das Studium ist für sie ja ein ganz erheblicher finanzieller und zeitlicher Aufwand, neben dem Berufsleben und der Familie. Was sie sich erhoffen, hängt sehr vom Einzelfall ab – auch darauf muss die Weiterbildung flexibel eingehen. Für manche ist es die Möglichkeit, zu ihrem Bachelor-Abschluss noch den Master nachzuholen und dadurch bessere Aufstiegschancen zu haben. Manche wollen sich im Hinblick auf den aktuellen oder auch einen angepeilten Job das nötige Spezialwissen aneignen. Diese Studierenden absolvieren dann keinen ganzen Masterstudiengang, sondern nur einzelne Module oder auch ein Diploma of Advanced Studies, ein sogenanntes „Nano-Degree“, das mit 30 Leistungspunkten etwa 1/3 so lang ist wie ein Master. Für andere ist das berufsbegleitende Studium eine Chance, ihrer Karriere eine andere Richtung zu geben, beispielsweise eine Wissenschaftlerin, die sich durch einen Abschluss im Bereich Wissenschaftsmanagement die Möglichkeit eröffnet, in Zukunft eher im Management von Wissenschaftsorganisationen zu arbeiten. Oder der Pädagoge, der sich in unserem neuen Angebot „Instruktionsdesign“ auf die Realisierung von Online-Lehre vorbereitet, einer Sparte, die es zu seinen Studienzeiten vielleicht noch gar nicht gab.</p>
<h3>Warum sollten Arbeitgeberinnern und Arbeitgeber die berufliche Weiterbildung fördern?</h3>
<p>Ganz einfach: Weil in der Berufswelt Stillstand Niedergang bedeutet. Digitalisierung beispielsweise ist nicht nur ein Schlagwort. Datenanalyse oder der Einsatz großer Sensornetze machen die Produktion und auch andere Geschäftsprozesse transparenter, schneller, effektiver. Die Konkurrenz nutzt solche Verfahren. Wenn das eigene Unternehmen es nicht tut, wird es verschwinden. Und neue Prozesse brauchen neue Kompetenzen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.</p>
<h3>Inwiefern unterscheidet sich ihre Arbeit als Hochschullehrer für Weiterbildung Studiengängen zur „klassischen“ Hochschullehre?</h3>
<p>Die klassische Vorlesung gibt es dort nicht mehr. Die entsprechenden Inhalte sind als Videos aufbereitet und/oder in ausführlichen Skripten enthalten. Als Hochschullehrer sind wir eher Lernbegleiter, die die Studierenden per Email betreuen, Online-Sprechstunden in einem Videokonferenzformat abhalten, die Lösungen von Aufgaben kommentieren oder auch im Rahmen von Präsenzveranstaltungen Fallstudien besprechen. Allerdings muss ich sagen, dass sich diese Art von Lehre allmählich auch im „klassischen“ Studium breitmacht, vor allem in Masterstudiengängen. Studierende sollen schließlich lernen, mit dem Wissen kompetent umzugehen und nicht den Vorlesungsstoff nachzubeten.</p>
<h3>Wie nutzen Sie dabei MOOCs und andere e-Learning Plattformen?</h3>
<p>MOOCs, also Massive Open Online Courses, bieten wir nicht an. Alle unsere Angebote verfolgen das Blended-Learning-Modell, wie oben beschrieben, mit intensiver, individueller Betreuung. Dafür zahlen unsere Studierende gutes Geld.</p>
<p>E-Learning-Plattformen nutzen wir nicht nur, wir entwickeln sie weiter. Unsere Vision heißt „virtueller Schreibtisch“. Dazu haben wir eine ganze Reihe Werkzeuge mit einem Cloudspeicher verknüpft. Die bekannte e-Learning-Plattform „Moodle“ bildet einen Schwerpunkt. Hier werden Videos, Skripte, Selbsttests usw. angeboten. Moodle ist mit dem e-Portfolio-System „Mahara&#8221; verknüpft, in dem Studierende ihren Lernfortschritt dokumentieren und mit anderen teilen können. Ihre Dokumente können sie in der Cloud speichern (das Open-Source-System OwnCloud) und mit anderen gemeinsam bearbeiten. Wir stellen auch von Moodle unabhängige Kalender- und Forumslösungen bereit. Für Videokonferenzen steht, in Moodle integriert, die Open-Source-Lösung „Big Blue Button“ bereit.</p>
<blockquote>
<h4>&#8220;Als Hochschullehrer sind wir eher Lernbegleiter, die die Studierenden per Email betreuen, Online-Sprechstunden in einem Videokonferenzformat abhalten, die Lösungen von Aufgaben kommentieren oder auch im Rahmen von Präsenzveranstaltungen Fallstudien besprechen.&#8221;</h4>
</blockquote>
<p>Besonders stolz sind wir auf unseren Remote-Tool-Server auf Basis des Open-Source-Programms Guacamole. Hier kann der Studierende über einen (fast) beliebigen Web-Browser eine virtuelle Windows- oder Linux-Maschine starten, auf der dann leistungsfähige Simulationssoftware zur Verfügung steht, ohne Installationsaufwand. Dort erarbeitete und dokumentierte Ergebnisse landen dann wieder im eigenen Cloud-Speicher. So wird Online-Lernen von überall und zu jeder Zeit möglich – zuhause, am Arbeitsplatz, aber auch im Internet-Café (wo es so etwas noch gibt &#8230;).</p>
<h3>Ist eine Weiterbildung in jeden Fachbereich möglich und auch sinnvoll?</h3>
<p>Absolut! Unsere Angebote zum Beispiel kommen aus den Fachbereichen Wirtschafs-, Ingenieur-, Naturwissenschaften und aus den Bereichen Psychologie oder Pädagogik. Auch geisteswissenschaftliche Angebote sind absolut denkbar. Lediglich die Methoden werden sich von Fach zu Fach unterscheiden. Dafür halten wir eine ganze Palette von Möglichkeiten bereit.</p>
<h3>Zum Schluss: Werden solche Programme in Zukunft zur Regel für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden?</h3>
<p>Mit Sicherheit. Das Schlagwort vom „Lebenslangen Lernen“ wird immer mehr zur Notwendigkeit. Einmal studieren und dann das ganze Leben ausschließlich von diesem Wissen zehren, das geht nicht mehr (wenn es denn überhaupt mal so war). Die Methoden, die ich beispielsweise im Ingenieurstudium Ende der siebziger Jahre gelernt habe, sind schon noch gültig, aber neue sind hinzugekommen. Und ich musste im Studium noch mit Rechenschieber arbeiten, zuhause hatte ich einen der ersten „Heimcomputer“. Heute sind Computer überall. Und die Revolution durch künstliche Intelligenz hat gerade erst begonnen. Ob es uns gefällt oder nicht, unsere Berufswelt ändert sich rasant, und wer sich da nicht weiterbildet, hat mittelfristig keinen Job mehr.</p>
<h3>Vielen Dank für das Gespräch!</h3>
<p>Titelbild via <a href="https://pxhere.com/de/photo/1065872" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pxhere</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Beitragsbild: Hermann Schumacher, © Universität Ulm, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Mit mehr Diversität zu einer Universität der Zukunft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-mehr-diversitaet-zu-einer-universitaet-der-zukunft-154151/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Feb 2018 14:23:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[MOOCs]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[eLearning]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Für eine Universität der Zukunft würde ich mir wünschen, dass sie den Mut hat anders zu sein“, erklärt Sascha Friesike, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Friesike.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154166" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Friesike.jpeg" alt="Universität" width="619" height="280" /></a>„Für eine Universität der Zukunft würde ich mir wünschen, dass sie den Mut hat anders zu sein“, erklärt Sascha Friesike, Professor für digitale Innovation der Vrije Universiteit Amsterdam im Interview.</p>
<p>Das deutsche Bildungssystem ist zunehmender Kritik ausgesetzt. Seit der Bundestagswahl vergangenen September rückte das Thema Digitale Bildung mehr in den Fokus von Medien und Politik. Die Diskussion thematisierte besonders Vermittlung von Medienpädagogik, Medienkritik und die Ausstattung von digitalen Lehrmitteln an Schulen. Doch wie sieht es an Universitäten aus? Wie verändert der Wandel zur Wissensgesellschaft die Lehre an Universitäten? Und was können Studierende, Dozierende und die Politik konkret verbessern? Sascha Friesike plädiert im Interview für mehr Diversität in der Lehre und bei Lehrenden. Studierenden rät er, auch mal wieder persönlich mit neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen auf Dozierenden zu zugehen.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Sascha.jpg"><img decoding="async" class="  alignleft wp-image-154155" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-Sascha-195x119.jpg" alt="" width="185" height="123" /></a><br />
Sascha Friesike ist Professor für digitale Innovation an der  Vrije Universiteit Amsterdam und assoziierter Wissenschaftler am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></div></div>
<h3>politik-digital e.V: Durch die Digitalisierung und den Wandel zur Wissensgesellschaft kommen gerade auf Universitäten viele neue Anforderungen hinzu. Welche Probleme und Chancen begegnen Ihnen dabei in der Lehre an Universitäten?</h3>
<p>Sascha Friesike: Also zu der Frage könnte man mehrere Bücher schreiben, daher fange ich vielleicht mal mit einer einzigen Herausforderung an und zwar wie intensiv sich unser Wissen erweitert, also nicht unser persönliches Wissen, sondern das „Weltwissen“. In jedem Fach, das wir unterrichten, gibt es mehr und mehr Inhalt, der eigentlich auch irgendwie beigebracht werden sollte. Dadurch werden die Lehrpläne immer praller gefüllt, was erhebliche Kosten hat. Studenten haben weniger Zeit sich Inhalte selbst zu erarbeiten und es wird immer wieder festgestellt, dass die Universität dadurch verschulter wird. Es wird zunehmend zu einer Herausforderung für Hochschullehrer, jungen Menschen beizubringen, selbstständig Informationen zu suchen, diese zu interpretieren und anzuwenden. Dabei würde man ja eigentlich denken, dass das genau die Kernfunktion einer Universität ist, nämlich reflektierende Menschen hervorzubringen.</p>
<h3>Wie müsste eine Universität aussehen, die auf die Wissensgesellschaft vorbereitet?</h3>
<p>Es gibt im englischsprachigen Raum das „Four C“-Konzept des Lernens, man kann das mehr oder weniger mit „vier Ks“ übersetzen. Das Konzept sagt, dass man für die Wissensgesellschaft vier Schlüsselfähigkeiten ausbilden muss und praktischer Weise fangen sie im Englischen alle mit einem C an: Kritisches Denken (<b>C</b>ritical Thinking), also die Fähigkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, die darauf beruht, dass man Fakten eingeholt, verstanden und bewertet hat. Zusammenarbeit (<b>C</b>ollaboration), also die Fähigkeit, in einer immer arbeitsteiligeren Welt gut im Team zusammenarbeiten zu können. Kommunikation (<b>C</b>ommunication), also die Fähigkeit in richtiger Form und Format kommunizieren zu können, und Kreativität (<b>C</b>reativity), also die Fähigkeit, selbstständig neue Lösungen zu entwickeln.</p>
<p>Wir könnten jetzt über jeden dieser vier Aspekte lange sprechen, weil jeder einen Rattenschwanz an Folgen hat. Aber im Grunde müsste eine Universität der Zukunft diese Fähigkeiten stärker in den Fokus ihrer Ausbildung rücken. Dabei ist mir aber wichtig zu erwähnen, dass es dafür keine Musterlösung gibt. Wir sollten nicht jeden Hochschullehrer in ein 4C-Korsett packen, sondern viel eher für Diversität in der Lehre werben und Studenten diese Fähigkeiten in ganz unterschiedlichen Formaten beibringen, ohne Professoren dabei auf die Füße zu treten mit endloser Bürokratie und gut gemeinter Gleichmacherei, was leider oft die Konsequenz von „strategischen Änderungsprozessen“ in der Lehre ist.</p>
<blockquote>
<h4>&#8220;Wir suchen immerzu nach Musterlösungen, den idealen Kandidaten, die ideale Lehrumgebung, die ideale Uni und dabei fällt der Wert von Diversität schnell unter den Tisch.&#8221;</h4>
</blockquote>
<h3>Wie verändert sich dabei ihre Rolle als Dozent?</h3>
<p>Das kommt drauf an. Das kann man immer sagen und ist in aller Regel richtig. Hier, weil Lehre sehr unterschiedlich ist; wenn man im Bachelor Grundlagen der Statistik unterrichtet, dann hat man eine andere Aufgabe als wenn man im Master einen sehr spezialisierten Kurs hat. Aber um noch einmal auf die Zunahme an Wissen zurückzukommen, so kann man schon feststellen, dass es für Hochschullehrer immer schwieriger wird, selbst die eigenen Gebiete vollumfänglich zu kennen. Es passiert also immer öfter, dass Studenten sich Inhalte erarbeiten, die man als Dozent nicht kennt. Auch hier, wer Grundlagen der Statistik unterrichtet, wird hoffentlich selten in die Situation kommen, wie der Ochs vorm Berge zu stehen.</p>
<p>Aber ich unterrichte beispielsweise gerade einen Kurs zu neuen Technologien und deren Anwendungen. Und in diesem Kurs kommen Studenten immer wieder mit Konzepten oder Quellen, die teilweise tagesaktuell sind, so dass ich die unmöglich alle kennen kann. Für mich hat das den Vorteil, dass ich selber jedes Mal, wenn ich den Kurs unterrichte, wieder etwas lerne. Aber als Dozent ist das auch wirklich eine Herausforderung, weil man zugeben muss nicht alles zu wissen, geschweige denn alles wissen zu können.</p>
<h3>Änderungen im Bildungssystem brauchen Zeit, sehr viel Zeit. Was können Universitäten und Dozierende trotzdem jetzt schon ändern (z.B. Aufbau der Vorlesungen, Prüfungen, Struktur der Seminare etc.)?</h3>
<p>Durch die Lehrfreiheit hat man ja doch eine ganze Menge Spielraum in der Art und Weise, wie man unterrichtet. Daher glaube ich, dass man gar nicht auf systemische Änderungen warten muss, um etwas zu erreichen. In jedem Fach kann man sich fragen, was genau eigentlich das ist, was man vermitteln will, und wie man am besten dorthin kommt. Ich stelle beispielsweise inzwischen keine Klausuren mehr. Weil ich in meinen Fächern einfach festgestellt habe, dass die Anwendung von Wissen in einem Kontext einen ganz anderen Lernerfolg bringt als das Auswendiglernen für eine Klausur. Auch hier wieder der Disclaimer, dass das natürlich für andere Fälle anders sein kann. Und vielleicht ist eine Klausur in anderen Fächern eine gute Methode, um abzufragen, wie gut Studenten verstehen.</p>
<p>Ich habe allerdings oft das Gefühl, dass Klausuren deshalb geschrieben werden, da auf Grund der hohen Anzahl von Studenten andere Prüfungsformen schon an den Ressourcen scheitern. Wenn Klausuren also keine bewusste Entscheidung sind, sondern die einzige Option, dann ist tatsächlich ein systemisches Problem, dass ma nur schwer selber lösen kann.</p>
<h3>Und den Studierenden: Was raten Sie diesen?</h3>
<p>Die Sache auch mal selbst in die Hand zu nehmen und mit Dozenten direkt darüber zu sprechen, was besser laufen könnte. Es ist ja nicht so, dass wir die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten und es dann nur vortanzen. Wir haben, wenn wir Kurse entwickeln, bestimmte Annahmen und es kann immer sein, dass wir falsch liegen. Viele Verbesserungen meiner Kurse kamen von Studenten selber, die auf mich zugekommen sind und gesagt haben, dass sie Ideen haben, was man anders oder besser machen könnte.</p>
<p>Ganz typisch ist, dass sich Kurse mit anderen überschneiden. Für Dozenten ist das schrecklich schwer genau dies zu wissen, weil wir ja nicht regelmäßig alle anderen Kurse in einem Studiengang besuchen können. Da ist der Input von Studenten Gold wert. Es gibt in vielen Fächern Evaluierungen, wo Studenten angeben können, wie zufrieden sie mit dem Kurs waren. Die kann man ausfüllen, klar. Aber nach meiner Erfahrung bringt es viel mehr, mit einem Dozenten direkt zu sprechen. Einfach mal drei bis fünf Ideen mitbringen, was man tun könnte, um einen Kurs besser zu machen. Ich für meinen Teil bin immer dankbar, wenn Studenten sich diese Mühe machen. Und ich glaube Studenten ist gar nicht klar, wie viel sie schon alleine dadurch verbessern können, dass sie die Idee für einen besseren Unterricht überhaupt mal vorschlagen. Also ich meine damit wirklich Verbesserungen eines Kurses, nicht einfach die Aussage, dass einem der Stoff zu umfangreich ist.</p>
<h3>Welche Strukturen müssen von bildungsökonomischer und politischer Seite etabliert werden?</h3>
<p>Wir haben eine Zunahme an Studenten, die aber nicht im gleichen Maße einer Zunahme der Lehrkörper entspricht. Gleichzeitig ist das ganze Bildungssystem durchzogen von prekären Arbeitsbedingungen (beispielsweise Dozenten, die pro Unterrichtsstunde aber nicht für die Vorbereitung bezahlt werden) und Zeitverträgen. Und das hat ziemlich üble Folgen: Ich kenne so viele talentierte Leute, die dem System den Rücken gekehrt haben und jetzt irgendwo in der Industrie arbeiten. Diese Leute hätte man wirklich gebraucht. Stattdessen werden Positionen sehr eindimensional vergeben, so dass sich die Professoren, die feste Stellen haben in ihrem Profil zu oft ähneln.</p>
<p>Dabei will man als Bildungssystem ja eigentlich genau das Gegenteil, man will Diversität in der Lehre. Man möchte, dass Studenten unterschiedliche Blickwinkel bekommen und lernen, dass es nicht „die eine reine Lehre“ gibt. Hier müssen wir deutlich flexibler werden. Die zunehmende Quantifizierung von Forschungsleistungen, die oft das einzige Einstellungskriterium sind, tut aber im Grunde genau das Gegenteil und schafft statt Vielfalt eine Art Monokultur, um es mal überspitzt darzustellen.</p>
<blockquote>
<h4>&#8220;Viele Verbesserungen meiner Kurse kamen von Studenten selber, die auf mich zugekommen sind und gesagt haben, dass sie Ideen haben, was man anders oder besser machen könnte.&#8221;</h4>
</blockquote>
<h3>Und was ist mit den MOOCs und vielen e-Learning Plattformen – werden diese die klassische Präsenz-Universität ersetzen?</h3>
<p>Erstmal gehe ich davon aus, dass wir in Zukunft mehr und nicht weniger Bildung brauchen werden. Die Welt wird zunehmend komplexer, eigentlich jedes einzelne Wissensgebiet nimmt rasant zu. Dazu hatten wir ja eingangs gesprochen. Es gibt Studien, die sagen, dass es weniger als zehn Jahre dauert, bis die Menschen das Weltwissen verdoppelt haben. Und um von dieser Zunahme an Wissen zu profitieren, müssen wir es in die Köpfe der Menschen bekommen, zumindest Teilweise. Daher brauchen wir viel Bildung und ich gehe nicht davon aus, dass es dafür in Zukunft einen einzigen goldenen Weg gibt. Die Frage ist also eigentlich nicht: Schaffen MOOCs die Präsenz-Universität ab, sondern eher: Wofür nutzen wir was? Ich sehe bei meinen Studenten einen unglaublichen Bedarf nach einem sozialen Lernumfeld. Der größte Wert einer Universität für Studenten sind in aller Regel die Kommilitonen. Das ist natürlich schwer zu schlucken als Professor, ist aber trotzdem so.</p>
<p>Bei MOOCs habe ich erstmal kein soziales System, in dem ich lernen kann. Daher sind die Abbruchraten bei MOOCs auch so hoch. Aber sie können ein wunderbares Werkzeug sein, wenn ich sie mit einem bestehenden sozialen System kopple. Sagen wir mal eine Abteilung in einer Firma möchte sich zu einem bestimmten Thema besser informieren, dann wäre ein MOOC über den man innerhalb der Firma spricht, eine gute Option. Gerade wenn wir das Zauberwort des lebenslangen Lernens in den Ring werfen, werden wir sehen, dass unsere Universitäten das kapazitiv gar nicht könnten. MOOCs und andere Formate sind daher ungemein wichtig.</p>
<h3>Zum Schluss: Die Universität der Zukunft &#8211; wie sollte sie Ihrer Meinung nach aussehen? (Stichwort: Ort, Lehrinhalte, Lehrstruktur, Ausbildung von Dozierenden)</h3>
<p>Auch hier bin ich für Vielfalt. Die Universität der Zukunft sollte eben anders aussehen als die nächste Universität. Wir suchen immerzu nach Musterlösungen, den idealen Kandidaten, die ideale Lehrumgebung, die ideale Uni und dabei fällt der Wert von Diversität schnell unter den Tisch. Für die Universität der Zukunft würde ich mir daher wünschen, dass sie den Mut hat, anders zu sein.</p>
<h3>Vielen Dank für das Gespräch!</h3>
<p>Titelbild: jarmoluk via <a href="https://pixabay.com/de/projektor-spiegel-zimmer-hörsaal-2775438/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Beitragsbild: Sascha Friesike, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Internetguide für Eltern: Auch Eltern müssen begleitet werden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internetguide-fuer-eltern-auch-eltern-muessen-begleitet-werden-154127/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2018 15:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Safer Internet Day]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Eltern haben durch ihre Erziehung einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung unserer Gesellschaft. Banale Erkenntnis, aber für die Medienbildung entscheidend“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internetguide3.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154140" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internetguide3.jpeg" alt="Internetguide3" width="619" height="280" /></a>„Eltern haben durch ihre Erziehung einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung unserer Gesellschaft. Banale Erkenntnis, aber für die Medienbildung entscheidend“, so stellte Martin Drechsler, Geschäftsführer des Verbandes Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V (FSM), am Dienstag das frisch gelaunchte Webangebot „elternguide.online“ vor.</p>
<p>Das neue medienpädagogische Angebot „Internetguide für Eltern“ wurde im Rahmen des <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Day 2018</a>  im Digitalen Lernzentrum von Facebook in Berlin präsentiert. Der Guide soll Eltern Tipps und Hilfestellung in der Medienbildung geben und dadurch ein hilfreicher Begleiter für Eltern in der (Medien-)Erziehung sein. Entstanden ist er in einem Kooperationsprojekt von dem Verein <em>Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM)</em>, der EU-Initiative <em>klicksafe</em>, dem<em> Deutschen Kinderhilfswerk e.V</em>, der Kindersuchmaschine <em>fragFINN.de</em> und dem <em>Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg (JFF)</em>. Unterstützt wird das Projekt vom Sozialen Netzwerk <em>Facebook</em>.</p>
<h3>Der Internetguide mit Tipps zur Medienerziehung in der Familie</h3>
<p>Zunächst zum Guide: Auf der Website <a href="http://elternguide.online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elternguide.online</a> sind die Informationen zur Medienerziehung für Eltern aufbereitet und frei zugänglich. Mit Hilfe des Guides sollen Eltern ihre Kinder bei der Nutzung von Apps, Spielen, Websites und Sozialen Netzwerken unterstützen und bestmöglich begleiten können. Unterteilt ist der Guide in fünf Lebensphasen: Frühste Kindheit (0-2 Jahre), Kleinkinder (3-5 Jahre), Grundschulalter (6-10 Jahre), Übergangsphase (11-13 Jahre) und Jugendalter (14-17 Jahre). Die verschiedene Lebensphasen bedeuten unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen und diese sind auch in der Medienerziehung und im Umgang mit Medien entscheidend. In der Rubrik <a href="http://elternguide.online/medienwelten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienwelten</a> werden die unterschiedlichen Medienarten von Apps über Videos bis hin zu sozialen Medien vorgestellt. Eltern können sich hier über die Chancen und Risiken der Medien informieren. Auch über die Rolle von <a href="http://elternguide.online/medien-in-der-familie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medien in der Familie</a> stehen Tipps zur Verfügung. Fragen von Eltern werden in der Rubrik <a href="http://elternguide.online/sie-fragen-wir-antworten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie fragen &#8211; Wir antworten</a> durch Expertinnen und Experten in kurzen Video-Clips beantwortet.</p>
<h3>Ziel des Guides: Zielgruppenspezifisches Angebot</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot-elternguide.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-154137 alignright" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot-elternguide.jpg" alt="Screenshot elternguide.online" width="331" height="311" /></a></p>
<p>„Ziel war es einen Guide zu entwickeln, der eher weniger gut informierte Eltern anspricht und ihnen Unterstützung bietet“, erklärte <a href="https://www.facebook.com/1martindrechsler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Drechsler</a>, Geschäftsführer des Verbands FSM bei der Auftaktveranstaltung im Digitalen Lernzentrum Berlin. Bei der Entwicklung stand die Idee ein zielgruppenspezifisches Angebot zu entwickeln im Vordergrund. Angebote für Eltern zur digitalen bzw. zeitgemäßen Bildung und Medienpädagogik gebe es schon viele. Doch gerade Eltern, die beispielsweise weniger auf Elternabenden an Schulen oder medienpädagogischen Diskussionsrunden teilnehmen, sei es schwer anzusprechen, argumentiert Drechsler. &#8220;Entscheidend ist es hier Eltern auf vielfältigen und unterschiedlichen Wegen und Formen anzusprechen&#8221;, plädierte Björn Schreiber, Referent für Medienbildung des FSM, in der Diskussionsrunde. Durch kurze Video-Clips von Expertinnen und Experten sollen z.B. weniger gut informierte Eltern schneller angesprochen werden. Ein weiteres Problem abseits der inhaltlichen Ansprache ist: Wie werden Eltern auf diese Angebote aufmerksam? „Selbst alle vermeintlich etablierten Medienpädagogische Projekte sind immer noch nicht unter den Eltern bekannt“, bekräftigt Birgit Kimmel, pädagogische Leitung von klicksafe. Die Möglichkeiten und das große Angebot an Medienerziehungsratgebern sei noch nicht in der breiten Masse der Eltern angekommen und von dieser wahrgenommen. Die Herausforderung wird es jetzt sein, dass richtige und insbesondere zielgruppenspezifische Marketing für die entsprechende Zielgruppe des Internetguides zu finden. Laut Kimmel gebe es hier auch schon erste Ideen: Mehr Netzwerkarbeiten und Zusammenschlüsse mit anderen Institutionen oder auch mehr regelmäßige Formate, die immer wieder an Eltern herangetragen werden.</p>
<h3>Und entspricht der Guide den Anforderungen und Erwartungen?</h3>
<p>Ziel war es einen Internetratgeber für Eltern zu entwickeln, der sich von den herkömmlichen textlastigen (Print-)Ratgebern unterscheidet. Auf den ersten Blick ist der Guide jedoch ein interaktiver Printratgeber mit vielen Textbausteinen im Netz, der sich allerdings noch im Aufbau befindet. Entscheidend ist, wie er sich jetzt weiterentwickelt. Um die Idee, weniger gut informierte Eltern anzusprechen, in Zukunft weiter voranzutreiben, sollte die immer noch sehr textlastige Seite auf jeden Fall durch Videos, Grafiken, Icons und kleine Podcasts ergänzt werden. Hier ist noch viel &#8220;<a href="https://dictionary.cambridge.org/de/worterbuch/englisch/trial-and-error" target="_blank" rel="noopener noreferrer">trial and error</a>&#8221; angesagt. Insbesondere das Feedback der ersten Nutzerinnen und Nutzer kann jetzt Goldwert sein. Die Zusammenarbeit aus unterschiedlichen medienpädagogischen Institutionen mit ihren jeweiligen Erfahrungen ist schonmal gut. Allerdings sollte so ein Projekt auch von staatlicher Seite gefördert werden und nicht ausschließlich von einem privaten Konzern wie Facebook. Die Kooperation mit allen Akteuren – gemeinnützige, wirtschaftliche und staatliche – könnte bei so einem Projekt von Vorteil sein! Mit einer potentiellen neuen Regierung eröffnen sich vielleicht neue Möglichkeiten zur gemeinsamen Zusammenarbeit an solchen Projekten.</p>
<p>Titelbild via <a href="https://pixabay.com/de/karte-erkunden-abenteuer-846083/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, Free-Photos, bearbeitet, <a href="https://pixabay.com/de/service/terms/#usage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>.</p>
<p>Screenshot: <a href="http://elternguide.online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elternguide.online</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schutzranzen-App: Augen auf die Straße, nicht aufs Smartphone!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/schutzranzen-app-augen-auf-die-strasse-nicht-aufs-smartphone-154042/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2018 08:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
		<category><![CDATA[Greenwashing]]></category>
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					<description><![CDATA[„Achtung, Schulkinder sind in der Nähe!“ „Kind, ich weiß wo du bist!“, überspitzt ausgedrückt ist das die Funktionsweise der App [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Schutzranzen.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154043" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Schutzranzen.png" alt="Schutzranzen" width="620" height="280" /></a>„Achtung, Schulkinder sind in der Nähe!“ „Kind, ich weiß wo du bist!“, überspitzt ausgedrückt ist das die Funktionsweise der App Schutzranzen. Seit einigen Tagen wird diese App gerade unter Datenschützern stark kritisiert.</p>
<p><i>ein Kommentar</i></p>
<p>Zunächst erstmal zur App: Mit einem Peilsender im Ranzen und einer App fürs Smartphone wollen die Entwickler den Schulweg für Kinder sicherer machen. Eltern erhalten mehr Kontrolle über den Aufenthaltsort ihrer Kinder, außerdem soll das System Autofahrer warnen, sobald sich Schüler in der Nähe aufhalten. Unterstützt wurde das Unternehmen von der Stadt Wolfsburg, VW und dem Ranzenhersteller Scout.</p>
<p>Aktuell wird die App <a href="https://schutzranzen.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutzranzen</a> heftig in den Medien kritisiert. Im Zuge der ersten Testphase sind Gegner und Kritiker immer lauter geworden. Der <a href="https://aktion.digitalcourage.de/civicrm/petition/sign?sid=5&amp;reset=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Brief</a> des Vereins Digitalcourage vergangen Montag fordert aus datenschutzrechtlichen Gründen die sofortige Einstellung des Projekts. Am Mittwoch wurde als Reaktion auf die Proteste die Testphase vorerst eingestellt.</p>
<p>Im Fokus der Debatte steht der Datenschutz. Und ja: diese Bedenken sind richtig und notwendig, aber sie sollten nicht der alleinige Fokus sein. Die Idee der Entwickler war, den Straßenverkehr und Schulweg von Kindern sicherer zu machen. Eigentlich ja ein guter Gedanke, könnte man meinen. Aber lassen sich Schulwege sicherer machen, wenn Kinder stets Handy oder GPS-Sender bei sich tragen und Autofahrer sich eine passende App installieren? Und wieso müssen Eltern ständig Bescheid wissen, wo sich ihr Kind aufhält? Was war der Treiber der Entwickler? Wie weit dürfen Eltern zum Schutz des Kindes in dessen Privatsphäre eingreifen? Und wann sind digitale Tools in der Erziehung ein Mehrwert und wann nicht?</p>
<h3>Liebe Eltern, gebt euren Kindern Freiräume!</h3>
<p>Eine Frage bei Ortungs-Apps ist immer, wo die Daten gelagert werden und wer darauf Zugriff hat. Während die Entwickler bemüht sind, diese datenschutzrechtliche Bedenken zu zerstreuen, stellt sich eine zweite datenethische Frage. Denn auch die Eltern können per App jederzeit durch die GPS-Position den eindeutigen Standort ihres Kindes genau nachverfolgen und dringen damit in die Privatsphäre ihres Kindes ein. Es mag manchmal geboten sein, aus elterlicher Verantwortung die Privatsphäre des Kindes zu dessen Schutz zu begrenzen. Ist es aber notwendig, immer zu wissen, wo sich das Kind aufhält? Und vor allen was mache ich, wenn ich weiß, dass das Kind auf dem Heimweg trödelt und sich von Spielplätzen oder einen Kiosk ablenken lässt? Das ist doch allenfalls niedlich, liebe Eltern! Klar, getrieben von der elterlichen Sorge verleiten digitale Tools wie die Schutzranzen-App natürlich schnell dazu, sein Kind kontrollieren zu wollen. Doch wir waren alle mal Kind und jugendlich und wir wissen, wie wichtig es ist, genau in dieser Lebensphase Freiräume zu haben. Die kleinen Geheimnisse, die Eltern nicht wissen, sind doch gerade so spannend und aufregend in diesem Alter. Privatsphäre zu gewähren ist ein Zeichen von Respekt. Besonders Eltern sollten die Freiräume ihrer Kinder respektieren. Bevor Eltern also solch eine App einsetzen, sollten sie sich fragen: Unterstützen solche Apps wie Schutzranzen den Schutz der Kinder? Und geht man als Elternteil mit dem Einsatz solcher Anwendungen zu weit? „Statt sinnlose Überwachungsspiele mit unseren Kindern zu spielen, sollten wir sie lieber in ihrer Entwicklung altersangemessen begleiten und ihnen vermitteln, wie sie sich bestmöglich selber vor Gefahren schützen oder ihnen zumindest ausweichen können“, appellierte Rainer Beck in einer <a href="http://www.kindervertreter.de/de/news_presse/pressemitteilung/gps_sender_im_schulranzen_nicht_alles_was_geht_ist_auch_sinnvoll/2018-01-24/130" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a> der Deutsche Kinderhilfe e.V.</p>
<h3>Autofahrer: Augen auf im Straßenverkehr</h3>
<p>„Die Autofahrer-Funktion warnt den Autofahrer, sobald ein kritischer Abstand zur Position der Kinder unterschritten wird. Der Autofahrer hat dann ausreichend Zeit, seine Aufmerksamkeit zu erhöhen und sein Fahrverhalten anzupassen.“, so versucht die App Schutzranzen Autofahrer auf ihrer Website anzuwerben. Also auch Autofahrern soll die App das Leben erleichtern. Die Smartphones von Schülern oder Sender an deren Schultaschen sollen einen Autofahrer per App warnen, wenn ein Kind in der Nähe ist und ihnen womöglich vors Auto laufen könnte. Die Warnung erfolgt per Audiosignal über das Handy des Autofahrers. Praktisch? Oder ein zusätzliches Signal, das den Autofahrer ablenkt? Wir kennen es alle: Im Auto läuft Musik, das Navi quasselt im 20-Sekunden-Takt und draußen hupen die Autos. Ist dann nicht ein weiters Signal schlicht zu viel? „Zusätzliche Hinweise auf Kinder in der Nähe dürften gerade in Städten und in der Nähe von Schulen, gerade zu Stoßzeiten eher zu einer Reizüberflutung der Autofahrer führen, was zu einer Erhöhung des Unfallrisikos ohne konkreten Anlass beitragen könnte“, warnt Rainer Beck. Wahrscheinlich könnten viele Unfälle einfach vermieden werden, wenn Autofahrer sich nur auf den Straßenverkehr konzentrieren. Quasi wie man es schon als Kind beim Fahrradführerschein lernte: Augen auf im Straßenverkehr!</p>
<h3>Spielfeld der Wirtschaft &#8211; CSR? Profit? Oder Mehrwert?</h3>
<p>Sicherheit im Straßenverkehr war und wird wahrscheinlich mehr oder weniger Thema in öffentlichen Debatten sein. Deswegen interessieren sich Unternehmen schon seit Jahrzehnten für dieses Problem. Immer wieder kommen neue Innovationen auf, die zur Lösung dieses Problems beitragen sollen. Doch kann Profit als Treiber die Lösung von gesellschaftlichen und sozialen Problemen sein? Und steckt hinter solchen Anwendungen vielleicht nur Marketing und <a href="http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/corporate-social-responsibility.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSR</a>? Und darf die Sicherheit von Kindern ein Spielfeld der Wirtschaft sein? Oder ist es gut, dass auch durch Profit und CSR versucht wird, gesellschaftliche Probleme zu lösen? Die Debatte um die App Schutzranzen wirft wieder genau solche Fragen auf. Gerade der Konzern VW ist in den letzten Jahren nicht gerade durch sein positives Image in den Medien bekannt gewesen. Man könnte ihm also Greenwashing unterstellen und dass hinter der App und den Aussagen der Pressesprecher kein ernsthaftes soziales und gesellschaftliches Interesse steht. Welche Gründe nun genau zu der Entwicklung dieser App geführt haben, wird man wahrscheinlich nie herausfinden. Die Frage ist auch weniger, ob diese wichtig sind, sondern eher: Wer braucht solche Apps? Der geldgierige Manager? Der junge hippe zukünftige Gründer? Oder die Eltern? Oder vielleicht wirklich Schülerinnen und Schüler? Und welchen Interessen sollte die Wirtschaft hier nachgehen, um wirklichen Mehrwert zu schaffen?</p>
<p>Also: Liebe Eltern, kritisiert nicht nur das Eindringen von Unternehmen in die Privatsphäre eurer Kinder, sondern hinterfragt auch euer eigenes Verhalten und gewährt euren Kindern die nötige Privatsphäre und Respekt! Liebe Autofahrer, fahrt vorsichtig, gerade in der Nähe von Schulen! Liebe Entwickler, lasst euch nicht von Daten oder CSR zu Innovationen ohne Mehrwert drängen, sondern verwendet eure Kreativität und Gelder für Innovationen mit wirklichen gesellschaftlichen Mehrwert und Nutzen! Und dann muss vielleicht das Problem Sicherheit im Straßenverkehr nicht mehr ein Spielfeld der Wirtschaft und somit auch kein Einschreiten in die Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen sein. In dieser kontroversen Debatte kreuzen sich wirtschaftliche, gesellschaftliche und private Interessen. Wir können diese wahrscheinlich mal wieder nicht zusammenbringen. Doch wie (fast) jede Diskussion hat auch diese etwas Gutes: Das Thema Sicherheit im Straßenverkehr hat zwischen Groko, Trump und NetzDG einen kleinen Platz in den Medien gefunden und somit die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Und wenn wir heute Abend nach Hause fahren, egal ob mit Auto oder Fahrrad oder einfach zu Fuß, sollten wir vielleicht alle mal im Hinterkopf behalten: Augen auf die Straße, nicht aufs Smartphone!</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="http://schutzranzen.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schutzranzen.com</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Media Policy Lab zur Sicherung von Medienvielfalt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/media-policy-lab-zur-sicherung-von-medienvielfalt-153951/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2018 10:22:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Media Policy Lab]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch war es soweit: das neue Medieninstitut Media Policy Lab wurde in Berlin eröffnet. Das Institut ist ein Projekt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Media-Policy-Lab.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-153953" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Media-Policy-Lab.png" alt="Media Policy Lab" width="640" height="280" /></a></p>
<p>Am Mittwoch war es soweit: das neue Medieninstitut Media Policy Lab wurde in Berlin eröffnet. Das Institut ist ein Projekt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und widmet sich Fragen der Netzpolitik und der digitalen Medienvielfalt. Netzpolitische Debatten werden mit wissenschaftlicher Expertise vernetzt, um so die Sicherung der Medienvielfalt im digitalen Zeitalter zu gewähren.</p>
<h3>Forschung mit netzpolitischen Debatten verbinden und fördern</h3>
<p>Eine demokratische Gesellschaft ist auf eine funktionierende vierte Gewalt, die Presse, angewiesen. Dazu gehört heute ein Journalismus, der auch im Digitalen eine Finanzierung findet, eine diskriminierungsfreie Angebotsvielfalt, die Nutzern qualitative Informationen zugänglich macht und Strukturen, die die Auffindbarkeit von journalistischen Inhalten ermöglichen. Das Media Policy Lab erforscht diese wichtigen Aufgaben zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und weiteren Akteuren der digitalen Gesellschaft. „Wir möchten in Fragen der Sicherung von Medienvielfalt im digitalen Zeitalter eng zusammenarbeiten, Synergien schaffen und die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Thema fördern, da wir einen erhöhten Forschungsbedarf in diesem Bereich sehen“, erklärte die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg Anja Zimmer in einer <a href="http://mabb.de/uber-die-mabb/presse/pressemitteilungen-details/media-policy-lab-fuer-die-sicherung-von-medienvielfalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>. Durch jährlich neue aktuelle Schwerpunkte soll das Lab flexibel auf den Wandel der Informationsgesellschaft reagieren können und so wissenschaftliche Experten schneller mit Netzpolitischen Debatten vernetzen.</p>
<h3>Projekte, Veröffentlichungen und Veranstaltungen</h3>
<p>Eine Aufgabe des Labs ist der Wissenstransfer. Für die Öffentlichkeit werden thematisch relevante <a href="http://mediapolicylab.de/veroeffentlichungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichungen</a> der wissenschaftlichen Experten, Studien und Berichte aus den Projekten zusammengestellt. Hierzu zählt beispielsweise die Studie „<a href="https://algorithmwatch.org/de/filterblase-geplatzt-kaum-raum-fuer-personalisierung-bei-google-suchen-zur-bundestagswahl-2017/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenspende: Google und die Bundestagswahl 2017</a>“ der Initiative AlgorithmWatch. Zusätzlich soll durch Kooperationen mit Experten eigenständige Projekte zu den neuen Herausforderungen der digitalen Medienlandschaft entwickelt und durchgeführt werden. Und natürlich dürfen auch hier thematische Veranstaltungen zur Förderung von Wissenschaftskommunikation und der Bereicherung der öffentlichen Debatte nicht fehlen. Eine erste Veranstaltung ist auch schon bekannt: <a href="http://mediapolicylab.de/veranstaltungen/details/google-und-die-bundestagswahl-2017.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Algorithmen transparent machen</a>. Diese findet am 28. Februar in Berlin statt. Weitere Veranstaltungen werden <a href="http://mediapolicylab.de/veranstaltungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bekannt gegeben.</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="http://mediapolicylab.de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Media Policy Lab</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-123958" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Datenschutz für Kinder: Neue Aufklärungswebseite online</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/datenschutz-fuer-kinder-neue-aufklaerungswebseite-online-153932/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2018 16:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie vermittelt man Kindern einen sicheren und bewussten Umgang mit persönlichen Daten im Internet? Mit „Klodwig und Lodwig von Datenfang“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_datakids.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-153933 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild_datakids.png" alt="Screenshot www.data-kids.de" width="640" height="280" /></a>Wie vermittelt man Kindern einen sicheren und bewussten Umgang mit persönlichen Daten im Internet? Mit „Klodwig und Lodwig von Datenfang“, „Kräppel, dem Cookie“ und „Dietrad Methodius Archibald“ sollen künftig Grundschulkinder diesen bewussten Umgang erlernen.</p>
<p>Das Internet ist nicht nur für Jugendliche wichtig. Auch Kinder sind immer mehr online. Laut der <a href="https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/KIM/2016/KIM_2016_Web-PDF.pdf">KIM-Studie 2016</a> wächst die Zahl stetig. 2016 nutzten 66% der befragten Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren das Internet. Im Jahr 2008 waren es nur 59%.</p>
<p>Bereits im Grundschulalter ist also schon Aufklärung über Datenschutz notwendig. Ein sicherer und bewusster Umgang mit den eigenen Daten und Informationen im Internet wird immer wichtiger. Gute altersgerechte Angebote gibt es bislang allerdings wenige. Die Berliner Behörde für Datenschutz und Informationsfreiheit möchte daher mit ihrer neuen Kinderwebseite <a href="https://data-kids.de//" target="_blank" rel="noopener noreferrer">data-kids.de</a> diese Lücke schließen.</p>
<p>Kinder ist häufig nicht bewusst, worum es beim Datenschutz geht, erklärt Maja Smoltczyk, Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Die neue Webseite sei daher ein erster wichtiger Schritt, um Kindern im Grundschulalter das nötige Wissen zu vermitteln, damit diese künftig souverän und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umgehen können.</p>
<h3>Aufklärung für Kinder, Lehrkräfte und Eltern</h3>
<p>Grundschulkinder können auf der Seite mit eigens entwickelten Roboterfiguren die Welt des Datenschutzes erkunden. Die Roboter erklären den Kindern spielerisch die Figuren aus der Datenschutzwelt und ihre Fähigkeiten. So erläutert der Roboter „Kräppel, der Cookie“, wie und warum HTTP-Cookies auf Internetseiten Daten sammeln. Ein Datenschutz-Lexikon bringt Kindern Begriffe wie Cloud, Datenschutz oder Viren durch analoge Beispiele näher. Außerdem gibt es zwei Broschüren zu den Themen <a href="https://www.data-kids.de//files/65236604dec1f6d2552f7eb1c8caf6dc.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cookie</a> und <a href="https://www.data-kids.de//files/ecd490137f8346e7616c79f62bb41dc6.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Recht am eigenen Bild</a>, auch hier erläutern praxisnahe analoge Beispiele diese Begriffe. Für Lehrkräfte, Pädagogen und Eltern sind Informationen zu Datenschutzkompetenz <a href="https://www.datenschutz-berlin.de/medienkompetenz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a>.</p>
<h3>Schülerwettbewerb: Roboternamen gesucht</h3>
<p>Grundschullehrkräfte aufgepasst: Ein Blick auf die Seite lässt erkennen, dass sich die Seite noch in der Aufbauphase befindet. Zwei Roboterkinder haben noch keinen Namen. Im Rahmen eines Schülerwettbewerbes werden Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen dazu aufgerufen, ihre Namenvorschläge für die beiden Roboterkinder einzureichen. Einsendeschluss ist der 5. März 2018.</p>
<p>Auch die Broschüren und das Datenschutz-Lexikon befinden sich noch im Aufbau. Die Inhalte der Seite sollen künftig stetig und fortgeschrieben und weiterentwickelt werden.</p>
<p>Titelbild <a href="https://www.data-kids.de//" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Screenshot: data-kids.de</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
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