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	<title>cotto &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>cotto &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Es wird roadgemappt &#8211; für Nachhaltigkeit in der Informations &#038; Kommunikationstechnik (NIK)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/nachhaltigkeit-und-informationsgesellschaft/wissensgesellschaftnik4-shtml-2639/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cotto]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit und Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie-Roadmap]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Was die öffentliche Hand beschafft – vom Bleistift bis zum Panzer – beschafft sie nach festgelegten Regeln. Im Projekt NIK werden diese auf ihre Nachhaltigkeitspotenziale überprüft und neue Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was die öffentliche Hand beschafft – vom Bleistift bis zum Panzer – beschafft sie nach festgelegten Regeln. Im Projekt NIK werden diese auf ihre Nachhaltigkeitspotenziale überprüft und neue Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt.<!--break-->
                    </p>
<p>&#8220;Es geht ja auch noch wie früher&#8221;, meinte der parlamentarische Staatssekretär des BMBF Wolf-Michael Catenhusen während seiner Eröffnungsrede zum 2. Expertenforum im Projekt NIK am 16. Mai 2002 in Berlin. &#8220;Wie früher&#8221; ging es noch, als sein Mikrophon ausfiel. &#8220;Wie früher&#8221; geht es jedoch nicht mehr in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung der Branche macht auch hier eine verstärkte Orientierung an Umweltanforderungen nötig. Wie in vielen Brachen ist Nachhaltigkeit das Schlagwort. Eingebunden in die Strategie<br />
                    <a href="http://www.roadmap-it.de/allginfo.htm#init" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachhaltigkeit</a> der Bundesregierung wurde das<br />
                    <a href="http://www.dlr.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)</a> beauftragt, mit Hilfe der Roadmaptechnik Innovationspfade und Handlungsoptionen für nachhaltige Entwicklung und nachhaltiges Wirtschaften in der Informationsgesellschaft aufzuzeigen. Das Roadmapping soll erprobt und exemplarischee Roadmaps entworfen werden. Im Rahmen der Veranstaltung wurden erste Entwürfe und Umsetzungsstrategien zur Nachhaltigkeit in der IKT vorgestellt, Erfahrungen referiert und mit Experten diskutiert.</p>
<p>
                    <strong>Herausforderungen des 21. Jahrhunderts</strong><br />
                    <br />Zwei zentrale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts lauten &#8220;Informationsgesellschaft&#8221; und &#8220;Nachhaltige Entwicklung&#8221;. Es gilt, beide Komplexe zu verknüpfen und innovative Möglichkeiten in der IKT zu finden und grundlegende ökologische Herausforderungen und soziale Ungleichgewichte so zu integrieren, dass die Chancen einer zukunftsfähigen Entwicklungsperspektive für alle Staaten und Menschen weltweit und dauerhaft gewahrt und verbessert werden. Die Roadmapping-Technik soll dabei das Mittel zum Zweck sein. Mit ihrer Hilfe können Leitplanken für eine zukunftsfähige, d.h. auf ökonomische, ökologische und soziale Belange abgestimmte Entwicklung, Fertigung und Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologie) erarbeitet werden. Das Roadmapping gilt als international modernste Methode in Entscheidungs- und Strategiefindungsprozessen. Daher gilt ihre Anwendung in diesem Prozess als reizvoll und spannend. Eine Aufgabe des<br />
                    <a href="http:www.roadmap-it.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NIK-Projektes</a> ist dementsprechend, die Anwendbarkeit, Effektivität und Praktikabilität von Roadmapping zu untersuchen.</p>
<p>Der Schwerpunkt der 1. Expertenkonferenz im Projekt NIK im November 2001 lag im Dialog mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Das Rahmenkonzept wurde vorgestellt und allgemeine Handlungsfelder, vordringlich bewertete Handlungsfelder, Fokusthemen, Themenschwerpunkte, Fokusgruppen und Verfahrensweisen abgestimmt. In anschließend parallel arbeitenden Fokusgruppen werden ausgewählte Themenschwerpunkte und Fokusthemen präzisiert.</p>
<p>
                    <strong>Öffentliche Beschaffung als Fokusthema</strong><br />
                    <br />Eines dieser Fokusthemen ist die &#8220;Öffentliche Beschaffung&#8221;. Hier soll der öffentliche Beschaffungsprozess unter Nachhaltigkeitskriterien aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Vier Punkte stehen dabei im Mittelpunkt:<br />
                    </p>
<ol>
<li>Die Aufnahme produktbezogener Aspekte der Nachhaltigkeit aus dem Bereich der Ökonomie, Ökologie und Soziokultur in Ausschreibungen unter Beachtung der geltenden Richtlinien. Berücksichtigung ökologischer Aspekte ist heute bereits möglich. Schwieriger ist die Formulierung sozialer Belange, da diese produktunabhängig sind und Diskriminierung anderer darstellen (Beispiel: Mindestanteil von 50% Frauen in gehobener Position). Der Bereich der Ökonomie wird bereits einbezogen, allerdings muss Wertebasis eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, anstatt einer reinen Kostenbetrachtung sein.<br />
                      </li>
<li>Der Wandel von einer Produktions- zur einer Informationsgesellschaft bedingt neue Anforderungen nach Mobilität und Erreichbarkeit. Geeignete Techniken hierfür müssen Nachhaltigkeitsgesichtspunkten entsprechen. Die so formulierten Produktanforderungen können als technische Spezifikation in Ausschreibungen einbezogen werden und Eingang in die Beschaffung finden.<br />
                      </li>
<li>Die nachhaltigere Gestaltung des Beschaffungsvorganges durch Zusammenfassung aller Kommunikationsformen.<br />
                      </li>
<li>Die Steigerung der Nachhaltigkeit der Verwendung Geräten durch veränderte Beschaffungswege. Hierzu müssen technisch unterstützte Organisationsformen herausgearbeitet werden, um eine verstärkte Wiederverwertbarkeit von Geräten zu gewährleisten.</li>
</ol>
<p>Probleme ergeben sich durch die fehlende Definition von gewünschten sozialen Faktoren (z.B. vertragliche Verankerung des Anspruches auf Telearbeit), der mangelnden Akzeptanz alternativer Arbeitsformen, ungenügende Kenntnisse über betriebliche Auswirkungen und fehlende technische Möglichkeiten. Es ist noch unklar, mit welchen Umsetzungsstrategien herkömmliches Handeln mit neuen Anforderungen angereichert werden kann. Nachhaltige Beschaffung ist noch nicht Praxis, weshalb es positiver Beispiele und &#8220;Treiber&#8221; bedarf.</p>
<p>
                    <strong>Beispiel: Energieeffiziente Steckernetzteile</strong><br />
                    <br />Ein konkreter Roadmap-Punkt des Fokusthemas Öffentliche Beschaffung ist der Einsatz energieeffizienter Steckernetzteile. Diese weisen eine Leerlaufleitung von ca. 1-2 Watt auf, im Gegensatz zu herkömmlichen Netzteilen mit einer Leerlaufleistung von ca. 10-20 Watt. Eine Einsparung von ca. 125 GWh pro Jahr wäre so möglich (Basis 2 Mio. Beschäftigte mit jeweils 1,5 Steckernetzteilen. Im Maßnahmenplan dieses Roadmap-Punktes wurde für die kommenden Jahre folgende Etappen formuliert:</p>
<blockquote>
<p>2002 Auflistung aller eingesetzten Geräte mit Steckernetzteilen<br />
                      <br />2003 Erkundung über die Verfügbarkeit energieeffizienter Steckernetzteile<br />
                      <br />2003 Musterangebote<br />
                      <br />2004 Preisverhandlungen<br />
                      <br />2004 Pilotbeschaffung<br />
                      <br />2007 Erfahrungsberichte / Auswertung<br />
                      <br />2008 Ausschließliche Beschaffung energieeffizienter Steckernetzteile</p>
</blockquote>
<p>
                    <strong>Ziele</strong><br />
                    <br />Die Ziele des NIK-Projektes sind hoch gesteckt und die konkrete Umsetzung steht erst am Anfang. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft scheinen momentan noch hochmotiviert und engagiert zu sein. Eine regelrecht jugendliche Begeisterung und tiefe Überzeugung für das Thema Nachhaltigkeit sind zu spüren. &#8220;Nachhaltigkeit ist heute längs mehr als Umweltpolitik&#8221;, sagte beispielsweise Staatssekretär Catenhusen vom BMBF (Link Interview bei uns) in seiner Rede, und Herr Fidalgo (LG. Phillips Displays) fügte hinzu: &#8220;Nachhaltigkeit heißt anders ausgedrückt Wirtschaftlichkeit&#8221;.<br />
                    <br />Es bleibt zu hoffen, dass die Aufbruchstimmung anhält, dass Ergebnisse konkret werden, Taten folgen und, wenn ausreichend roadgemappt wurde, die politische Unterstützung bei der Umsetzung nicht fehlt. Und das Wichtigste ist, dass die Bevölkerung mitmacht &#8211; heute können erst 18 Prozent der Bürger mit dem Begriff Nachhaltigkeit etwas anfangen.<br />
                    </p>
<p>
                      
                    </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mit Roadmapping zur Nachhaltigkeit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/nachhaltigkeit-und-informationsgesellschaft/wissensgesellschaftnik3-shtml-2842/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cotto]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit und Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie-Roadmap]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf-Michael Catenhusen]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Wolf-Michael Catenhusen, Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interview mit Wolf-Michael Catenhusen, Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF<!--break-->
                    </p>
<p class="tidy-3">
                      <strong>Der Deutsche Bundestag hat im Sommer 2001 das Projekt &#8220;Nachhaltigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnik&#8221; (NIK) gestartet. Unternehmen, Wissenschaft und Verbraucher sollen gemeinsam Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln. Ziel ist es, eine &#8220;Roadmap&#8221; zur Nachhaltigkeit für den IKT Bereich zu entwickeln.</strong>
                    </p>
<p>
                    <strong><br />
                      <strong>politik digital:</strong><br />
                    </strong> Was verbirgt sich hinter den Begriffen Nachhaltigkeit und Roadmapping?</p>
<p>
                    <strong><br />
                      <strong>Catenhusen:</strong><br />
                    </strong> Mit dem Begriff Nachhaltigkeit ist eine sich selbst tragende, dauerhafte gesellschaftliche und soziale Entwicklung in der Gesellschaft gemeint, die Lebensqualität sichert, die Ressourcen schont und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft sichert. Das ist natürlich ein sehr ambitioniertes und ehrgeiziges Ziel, das in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung von Industriebranchen betrifft. Das Prinzip Roadmapping ist eine Technik der Entscheidungsfindung. In diesem Kontext sollen in einem ständigen Prozess Produktionsverfahren und die Produkte der IKT stärker an den Zielen der Nachhaltigkeit orientiert werden.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Welche Aspekte der Nachhaltigkeit spielen in der IKT eine Rolle?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Betrachtet werden soll der gesamte Lebenszyklus von Produkten, etwa Produktion, Gebrauch und auch Recycling. Es geht um ein komplexes Set von Zielen, von der Einsparung von Ressourcen bis zu einer besonderen Benutzerfreundlichkeit. Das Entscheidende an diesem Prozess ist, dass die Akteure, also die Unternehmer selbst, aber auch Vertreter aus dem Umwelt- und Verbraucherbereich diese Ziele gemeinsam erarbeiten sollen. Wir, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, geben nur eine Struktur vor. Wir finanzieren einen Dialogprozess zur Erarbeitung dieser Roadmaps. Es ist also ein dezentraler, von unten organisierter Prozess &#8211; und deshalb mit großen Chancen verbunden.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Warum wurden keine leichter verständlichen Begriffe gewählt, insbesondere vor dem Hintergrund der Bedeutung der Einbindung der Bevölkerung?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Wenn man sich damit aufhielte, würde man die Zeit zur Konkretisierung verlieren. Ich denke, der Begriff Nachhaltigkeit wird in diesem Projekt durch die Ergebnisse sehr viel konkreter fassbar. Das Problem ist, dass den Begriff Nachhaltigkeit alle Politikfelder belegen und er damit einen hohen Abstraktionsgrad hat. Ich glaube, dass es gerade in diesem Projekt gelingen könnte, ihn sehr viel anschaulicher und transparenter zu machen. Wenn man über Nachhaltigkeit konkret in bestimmten Handlungsfeldern der Gesellschaft diskutiert, wird der Begriff auch fassbar und pragmatisch. Das Roadmapping ist ein in Unternehmen, vor allem im angelsächsischem Bereich, praktizierter Prozess der Strategiefindung und der Verständigung von Entscheidungsträgern. Wir wollten diese Technik in der Praxis erproben und sind als Ministerium selbst sehr neugierig auf die Ergebnisse. Insbesondere im Bereich der IKT liegen nach zahlreichen Studien noch hohe Potenziale in einer umweltfreundlichen Nutzung. Die Erwartungen sind sehr abstakt. Wir haben deshalb auch keine politischen Vorgaben gegeben und glauben, dass vielmehr diese Technik der Verständigung spannend ist. Die Industrie hat schon längst solche Prozesse der Entscheidungsfindung etabliert. Wir versuchen nun, diese Entscheidungstechniken auch für Verständigungsprozesse zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu öffnen.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Inwiefern ist eine Steuerung von wirtschaftlicher Entwicklung mit dem Ziel von Nachhaltigkeit überhaupt möglich?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Man muss unterschiedliche Ebenen sehen. Die Politik kann Vorgaben geben, etwa durch gesetzliche Rahmenbedingungen. Das tut sie auch. Hier kommt es eher darauf an, perspektivisch nach vorn zu blicken. Die Frage ist: Wie können unternehmensinterne Nachhaltigkeitsstrategien einzelner Unternehmen für Branchenlösungen geöffnet werden und wie kann der Prozess beeinflussbar sein für Ziele im Sinne der Umwelt- und Verbraucherinteressen.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Eine Haupteigenschaft der IKT Branche ist ihre Schnelllebigkeit. Wie wird im NIK Projekt eine flexible Reaktion auf neue Entwicklungen in der IKT berücksichtigt?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Die Schnelllebigkeit birgt große Chancen, weil es dadurch kaum Strukturverfestigungen gibt. Man kann natürlich nur für einen Zeitraum von maximal 3-5 Jahren tiefergehende Produktziele formulieren. Man muss nicht unbedingt über jede modische Erneuerung alle halbe Jahre reden. Innerhalb dieser 3-5 Jahre passiert so viel an neuer Technologie und Rationalisierungsgewinn, man ist immer im Wettlauf mit der Zeit. Es wird sich zeigen, wie das funktioniert. Wenn dieser Roadmapping-Prozess in der IuK-Industrie als gesellschaftlicher Diskurs organisiert ist, schreit er natürlich nach Bestätigung. Dieser Prozess in dieser Form ist noch einmalig in Deutschland.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Momentan befindet sich das Projekt noch auf einer sehr abstrakten Ebene. Wie sieht der Zeithorizont aus, wann werden Konzepte konkreter?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Wir machen hier etwas ohne Vorbild. Es ist auch gut, dass Politik den Mut hat, nicht nur Etabliertes zu wiederholen, sondern wirklich Innovatives erproben zu lassen. Wir glauben natürlich, dass konkrete Ergebnisse in einem überschaubaren Zeitraum anwendbar werden. Ich denke, dass für Segmente der IuK- Industrie Roadmaps bis Anfang nächsten Jahres vorliegen sollten und erprobt werden, in dem sie von Akteuren in ihre Unternehmensplanungen einbezogen werden. Dann soll ein Rückkopplungsprozess organisiert werden, wie weit sich das bewährt und eine Optimierung erfolgt.</p>
<p>
                    <strong>politik digital:</strong> Was kostet Nachhaltigkeit? Welche Mehr-Kosten entstehen? Welche Kosten werden eingespart?</p>
<p>
                    <strong>Catenhusen:</strong> Das BMBF kann erst einmal nur die Infrastruktur zur Verfügung stellen und politisch helfen, die Offenheit und das Engagement der Wirtschaft herzustellen. Das Erstaunliche und Positive, was man heute schon sagen muss, ist, dass eine Reihe von Unternehmen der IuK-Industrie wirklich interessiert sind, sie nehmen den Prozess selbst in die Hand. Der Prozess ist durchaus auch Wunsch der Industrie. Nachhaltigkeitsziele können die wirtschaftliche Situation von Unternehmen natürlich auch verbessern. Ressourcenschonung ist heute angesichts der hohen Kosten von Ressourcen unternehmerisches Eigeninteresse.<br />
                    </p>
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