<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ctekoning &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/author/redaktionctekoningpolitik-digital-de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Mar 2009 10:41:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>ctekoning &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>test.de-Expertenchat zum Thema Solaranlagen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/testde-expertenchat-zum-thema-solaranlagen-4276/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/testde-expertenchat-zum-thema-solaranlagen-4276/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 10:41:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Kombianlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Koswig]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Schick]]></category>
		<category><![CDATA[Solarnalagen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[staatliche Zuschüsse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/testde-expertenchat-zum-thema-solaranlagen-4276/</guid>

					<description><![CDATA[Am Mittwoch, dem 4. März waren Michael Koswig und Peter Schick im Expertenchat der Stiftung Warentest. Eine Stunde lang beantworteten sie <a href="http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Chat-Solaranlagen/1760198/1760198/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen rund um das Thema Solaranlagen</a> und gaben Tipps im Umgang mit der Technik und zur staatlichen Förderung der Anlagen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, dem 4. März waren Michael Koswig und Peter Schick im Expertenchat der Stiftung Warentest. Eine Stunde lang beantworteten sie <a href="http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Chat-Solaranlagen/1760198/1760198/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen rund um das Thema Solaranlagen</a> und gaben Tipps im Umgang mit der Technik und zur staatlichen Förderung der Anlagen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/testde-expertenchat-zum-thema-solaranlagen-4276/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Was habt ihr bloß alle mit dem Steinmeier? :-)&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 10:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/</guid>

					<description><![CDATA[Am Mittwoch dem 4. März 2009, war die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende  Andrea Nahles zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur aktuellen Finanzkrise, zum SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und zu Mindestlöhnen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch dem 4. März 2009, war die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende  Andrea Nahles zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur aktuellen Finanzkrise, zum SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und zu Mindestlöhnen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Herzlich willkommen beim<br />
tagesschau-Chat im ARD-Hauptstadtstudio. Ich darf die stellvertretende<br />
SPD-Vorsitzende Andrea Nahles herzlich begrüßen, die inzwischen<br />
eingetroffen ist. Ich darf dieses Mal auch schon jetzt den Usern<br />
danken, die sich mit fast 100 Fragen und fast 1900 Stimmen so engagiert<br />
im Prechat beteiligt haben &#8211; das freut uns sehr! Wir können leider<br />
nicht alle stellen, da sonst keine Zeit mehr für die jetzt live<br />
gestellten Fragen von Ihnen bleibt &#8211; und vor allem auch die Nachfragen!<br />
Frau Nahles, danke dass Sie für uns Zeit haben &#8211; sind Sie bereit?
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Ja klar.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Frau Nahles, die SPD kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, obwohl sie<br />
einen neuen Parteivorsitzenden haben. Wie erklären Sie sich das?
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Anahles_0.jpg" align="left" vspace="5" width="179" height="153" hspace="10" /><b>Andrea Nahles</b>:<br />
Sie kennen offensichtlich unsere neuen Umfragen noch nicht. 🙂 Wir<br />
haben eine Aufholjagd, ja, aber ich bin deshalb zuversichtlich, weil<br />
dieser Zusammenbruch der weltweiten Finanzspekulation mehr Demokratie,<br />
mehr öffentliche Regulierung und mehr Gerechtigkeit nötig macht. Also<br />
SPD.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Jetzt haben Sie sich um eine Antwort gedrückt!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Nein.
</p>
<p>
<b>Ossi</b>: Wieso wird Steinmeier als Kanzlerkandidat vorgeschlagen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Weil er der populärste Politiker der SPD ist, weil er als<br />
Kanzleramtsminister und Außenminister einen guten Job gemacht hat und<br />
macht.
</p>
<p>
<b>Micu</b>: Sie gehören zu der sogenannten<br />
SPD-Linken. Wird es angesichts der schlechten Umfragewerte der SPD<br />
nicht Zeit, der Ära Schröder vollständig den Rücken zu kehren und die<br />
SPD wieder &quot;linker&quot; auszurichten. Konkret: Eine Zusammenarbeit mit der<br />
Linkspartei zum Beispiel im Rahmen einer rot-grün-dunkel-roten<br />
Koalition für die Bundestagswahl 2009 nicht auszuschließen? Oder: Statt<br />
einen Schröderianer wie Steinmeier zum Kanzlerkandidaten zu berufen,<br />
nicht eine neutralere (wenn Sie so wollen &quot;linkere&quot;) Person wie Klaus<br />
Wowereit zu wählen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Die<br />
Entscheidung, wer Kanzlerkandidat der SPD wird, ist mit überwältigender<br />
Mehrheit im Herbst letzten Jahres gefallen. Und die Frage, wie es mit<br />
einem Linksbündis für 2009 aussieht, ist innerhalb der SPD unter<br />
Einschluss von Klaus Wowereit und mir beschlossen worden: Es wird ein<br />
solches Bündnis nicht geben und das aus programmatisch-inhaltlichen<br />
Gründen. Mir ist schlecht geworden, was die Linkspartei am Wochenende<br />
zu Europa beschlossen hat und wie sie mit wirklich profilierten und<br />
klugen Europapolitikern ihrer Europafraktion umgegangen ist.
</p>
<p>
<b>Lisa</b>: War die Nominierung von Steinmeier ein Fehler? Macht diese Nominierung die Linkspartei stark?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Quatsch. Die Linkspartei wird doch seit Monaten nicht stärker, was habt ihr bloß alle mit dem Steinmeier? 🙂
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Die folgende Frage ist zugleich eine, die viele User vorab für besonders wichtig bewertet haben.
</p>
<p>
<b>Tom</b>:<br />
Wieso hat die SPD die Leiharbeit so liberalisiert, dass es nun faktisch<br />
möglich ist, tarifgebundene Arbeitsplätze durch<br />
Dumpinglohn-Leiharbeitnehmer zu ersetzen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir haben sie liberalisiert, aber gleichzeitig eine neue Regel<br />
eingeführt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Diese Regel ist richtig,<br />
daher wurde die Liberalisierung von dem Deutschen Gewerkschaftsbund<br />
damals auch klar unterstützt. Was dann aber passierte, war weniger gut.<br />
Die christlichen Gewerkschaften wurden durch ein Gerichtsurteil als<br />
tariffähig anerkannt, nachdem wir die &quot;Equal Pay Regelung&quot; vereinbart<br />
hatten.
</p>
<p>
Das hat dann dazu geführt, dass diese Regel systematisch<br />
unterlaufen wurde: durch Dumpingtarifverträge. Deshalb brauchen wir<br />
eine gesetzliche Korrektur und zwar ganz klar: Equal Pay muss ohne<br />
Ausnahme gelten!! Sie darf nicht durch Tarifverträge unterlaufen werden<br />
können. Ich habe außerdem ein Problem mit der sogenannten Konzernleihe<br />
&#8211; das heißt, dass Konzerne ihre eigene Leiharbeitsfirma gründen. Das<br />
müssen wir massiv einschränken, dafür muss man die Entfristung<br />
zurücknehmen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Wird es in dieser<br />
Legislaturperiode unter schwarz-rot noch eine Einigung zum Mindestlohn<br />
bei der Leiharbeit geben? Was ist Ihre Prognose?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Das weiß ich morgen früh hoffentlich. Es sieht nicht super gut aus,<br />
weil die Union blockt, aber wir haben auch die sechs neuen Branchen,<br />
die wir in eine Mindestlohnregel reingebracht haben und nur nach<br />
wirklich harten und zähen Verhandlungen durch bekommen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Kleine Bemerkung am Rande: Frau Nahles schreibt übrigens selbst, wie<br />
Sie auch über die Webcam erkennen können! Sie begründet es damit, beim<br />
Schreiben besser denken zu können.
</p>
<p>
Hier kommt Platz zwei aus dem Prechat:
</p>
<p>
<b>Balduin</b>: Wie und wodurch will sich die SPD wieder als Partei der sozialen Gerechtigkeit profilieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir sind das &#8211; gegen anders lautende Gerüchte &#8211; immer gewesen. Und<br />
dennoch: Wir wollen einen neuen, sozial regulierten Kapitalismus global<br />
und das heißt, es muss Schluss gemacht werden mit der systemischen<br />
Verantwortungslosigkeit. Wer verantwortlich ist für diese globale<br />
Finanzkrise mit ihren Verheerungen, muss klar sein und das muss<br />
Konsequenzen haben. Gerecht ist, dass Vermögende, die die<br />
Hauptprofiteure der letzten Jahre waren, durch einen Sonderbeitrag an<br />
der Bewältigung der Krise finanziell beteiligt werden. Gerecht ist,<br />
wenn es eine Börsenumsatzsteuer gibt, wenn Steueroasen trockengelegt<br />
werden, wenn es trotz der Krise ordentliche<i> </i>Lohnrunden gibt &#8211;<br />
wie jetzt im öffentlichen Dienst. Gerecht ist es, wenn wir für genügend<br />
Geld für Kurzarbeit sorgen, auch öffentliche<br />
Beschäftigungsmöglichkeiten vorbereiten, wo das nicht reicht &#8211; und auch<br />
im Einzelfall Unternehmen helfen. Mindestlöhne muss es außerdem<br />
flächendeckend geben.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Börsenumsatzsteuer &#8211; auf nationaler oder europäischer Ebene?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Erstmal national, gerne auch europäisch. Die Briten haben schon eine.
</p>
<p>
<b>Gerd</b>: Wäre eine Verstaatlichung von Banken unter Rot-Grün undenkbar, beziehungsweise nicht durchsetzbar gewesen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Bei einer Krise, wie der, die wir erleben, wäre eine Verstaatlichung in jeder Koalition möglich.
</p>
<p>
<b>Donaldduck</b>:<br />
Müsste die SPD angesichts dieser tiefgreifenden Finanz- und<br />
Wirtschaftskrise nicht gemeinsam mit anderen europäischen<br />
Sozialdemokraten an einem Masterplan feilen, der nicht allein aktuelle<br />
Probleme bekämpft und mildert, sondern längerfristig ein<br />
zukunftsfähiges Modell einer neuen Balance des Verhältnisses zwischen<br />
Staat und Markt elaboriert, was sich einmal auf EU-Ebene installieren<br />
lässt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Richtig, wir haben im<br />
letzten Herbst ein gemeinsames Papier zur Bewältigung der Finanzkrise<br />
erarbeitet, dass sich in vielen Punkten auf der Tagesordnung der G 20<br />
wiederfindet. Richtig ist aber, es muss nach den Löscharbeiten noch<br />
mehr Hirnschmalz in die Frage reingesteckt werden. Wie wollen wir in<br />
Zukunft die Macht der Banken demokratisch kontrollieren, wie sieht eine<br />
neue Weltwirtschaftsordnung aus. Ich erkenne in den USA, ja selbst in<br />
Ländern wie der Schweiz, eine Offenheit für strukturelle und<br />
perspektivische Fragen, die mich ermutigt.
</p>
<p>
<b>Balduin</b>: Warum wird eine Verkäuferin bei<br />
Veruntreuung von 1,30 Euro fristlos entlassen und der Manager bzw.<br />
Investmentbanker, der Milliarden veruntreut und ganze Volkswirtschaften<br />
ruiniert, mit hohen Boni belohnt und nicht bestraft?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Das ist eine gute Frage. Dass die Verkäuferin für dieses kleine<br />
Vergehen überhaupt vor Gericht gehen musste und das nicht vor Ort im<br />
Betrieb gütlich geklärt werden konnte, ist schon ein dickes Ding. Man<br />
hätte auch als Gericht anders entscheiden können! Fest steht aber auch,<br />
dass die Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Chef von Hypo Real<br />
Estate ermittelt. Es muss ihm Untreue nachgewiesen werden. Ich denke,<br />
das hier noch einige Verantwortliche angeklagt werden. Insgesamt ist<br />
aber eine Verschärfung der Haftungsregeln nötig.
</p>
<p>
<b>JB</b>:<br />
Finden Sie es nicht etwas einseitig, allein den Bankern die Schuld in<br />
die Schuhe zu schieben. Schließlich hat der Staat es doch auch<br />
verschlafen, den Ordnungsrahmen an neuartige Finanzinstrumente<br />
anzupassen &#8211; und in der Zeit, in der diese Instrumente neu aufgelegt<br />
wurden, war ja schließlich großteils die SPD an der Regierung.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Die Hauptverantwortung liegt definitiv in einem auf kurzfristige<br />
Renditen abzielenden System. Während die Politik jetzt jeden Tag Rede<br />
und Antwort steht und stabilisiert und hilft, hat kaum jemand von den,<br />
sorry, Brandstiftern sich öffentlich seiner Verantwortung gestellt.<br />
Wenn ich in den letzten Jahren gefragt habe, warum die Managergehälter<br />
immer astronomischer wurden, hieß es: Ja, wir tragen ja auch so viel<br />
Verantwortung. Schön, sage ich da. Nur wo erleben wir das in diesen<br />
Monaten denn? Ja, auch die politische Ebene hat nicht genügend<br />
reguliert. Viele haben nur die dynamischen Seiten der Entwicklung<br />
gesehen, die Risiken wurden von allen unterschätzt.
</p>
<p>
<b>Edel</b>: Welche Mitschuld an der Wirtschaftskrise hat die Politik?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ich sehe, dass wir die Rating-Agenturen nicht genügend kontrolliert<br />
haben. Ich denke, es gab eine unselige Euphorie in puncto<br />
Privatisierung bis hin in die Kommunen. Ich denke, dass viele faule<br />
Papiere nicht auf den Markt hätten kommen dürfen, es aber kaum wirksame<br />
Aufsichten dafür gab. Und das war vielfach auch gewollt. Ich erinnere,<br />
dass aber schon in Heiligendamm Peer Steinbrück und Angela Merkel (man<br />
kann sagen zu spät, aber ich sage immerhin früher als alle anderen)<br />
eine schärfere Regulierung und mehr Transparenz eingefordert haben.<br />
Damals voll blockiert von den USA und Großbritannien.
</p>
<p>
<b>W.friess: </b>Aber bei den Landesbanken sitzen doch viele Politiker in den Aufsichtsräten, haben diese versagt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles: </b>Es<br />
gibt offensichtlich die Tendenz, jetzt die Politiker zu den<br />
eigentlichen Sündern zu stempeln. Vielleicht weil die<br />
Hauptverantwortlichen die Bühne nicht betreten.
</p>
<p>
<b>Roland</b>:<br />
Bestraft man mit der Börsenumsatzsteuer (wie auch mit der<br />
Abgeltungsteuer) nicht Privatanleger, die bereit sind, riskant zu<br />
investieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: 0,5 Prozent auf Aktienverkäufe die über 1000 Euro liegen&#8230;. das ist nicht unzumutbar.
</p>
<p>
<b>UweD</b>: Frau Nahles, was genau sind faule Papiere. Können Sie das erläutern?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Schlechte Risiken, die mit ein paar guten vermischt werden und dann eine rote Schleife drumrum bekommen.
</p>
<p>
<b>UweD</b>:<br />
Mit der Börsensteuer bestraft man Unternehmen, denen man die Aufnahme<br />
von Kapital schwerer macht. Die Folge der Steuer ist eine<br />
Verschlechterung der Rendite. Somit wird diese Anlageklasse weniger<br />
interessant.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Lieber UweD, was<br />
schlagen Sie denn vor? Sollen wir das weiter so beschleunigt laufen<br />
lassen? Ohne Beteiligung an den immensen Kosten &#8211; auch an die nächste<br />
Generation betreffenden Folgekosten?
</p>
<p>
<b>KaFi</b>: Ich<br />
lese hier auf der Tagesschau-Seite vom &quot;Rettungskonzept&quot; für Opel.<br />
Demnach sollen 3500 Stellen gestrichen werden und die anderen müssen<br />
sich auf Lohnkürzungen einstellen. Meine Meinung dazu ist, dass hier<br />
auf Kosten der Arbeitnehmer &quot;gerettet&quot; wird. Wie denken Sie darüber?
</p>
<p>
<b>Deumex</b>:<br />
Aus aktuellem Anlass: Wie sehen Sie die Chancen, angesichts des<br />
Rettungsplans die Marke Opel zu erhalten? Inwieweit könnte die News von<br />
heute, 3500 Stellen zu streichen, darauf einen Einfluss haben?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ja, auch die Arbeitnehmer werden leider wie auch schon in der<br />
Vergangenheit einen bitteren Preis für das Rettungspaket erbringen<br />
müssen. Vordringlich ist jetzt aber erstmal das es überhaupt eine<br />
stabile zukunftsweisende Lösung gibt.
</p>
<p>
<b>J2009</b>: Warum haben Sie nach dem Rücktritt Becks nicht für den SPD-Vorsitz kandidiert? Angst?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Haha.
</p>
<p>
<b>J2009</b>: &quot;Haha&quot; ist eine wirklich tolle Antwort für eine SPD-&quot;Spitzenpolitikerin&quot;!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Oh je, ein bisschen Augenzwinkern geht immer. Ich finde die Frage,<br />
sorry, sehr merkwürdig. Ich habe 2005 als Generalsekretärin kandidiert,<br />
mit vielen Folgen für mich, aber auch für meine Partei. Von Angst kann<br />
keine Rede sein &#8211; aber Augenmaß, Realismus und Mehrheiten sind da schon<br />
wichtige Stichworte.
</p>
<p>
<b>Yoshi</b>: Gerade auf junge Menschen übt Politik<br />
keinen großen Reiz mehr aus. Intransparenz, Rechthaberei und<br />
Unaufrichtigkeit sind Stichworte, mit denen Politik in Verbindung<br />
gebracht wird. Wie wollen Sie die Politik, insbesondere für junge<br />
Menschen wieder positiv erfahrbar machen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Mal eine Frage zurück: Ist das jetzt nicht die Zeit, wo klar wird, wer<br />
überhaupt noch in der Lage ist verantwortlich zu handeln, ist das nicht<br />
die Zeit der Politik und ist das nicht vielleicht die beste Erfahrung?<br />
Ich weiß um viele Unzulänglichkeiten im politischen Betrieb, aber ich<br />
bitte alle von den Zuschauertribünen runter zu kommen. Wir brauchen<br />
mehr Demokraten und mehr Menschen, die mitmachen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Frau Nahles, wir haben nebenbei im Chat eine Umfrage gemacht, die<br />
natürlich nicht repräsentativ sein muss: &quot;Ist die SPD noch links?&quot; Die<br />
Antwort ist: 37 Prozent sagen ja, 63 Prozent sagen nein. Wollen Sie<br />
darauf reagieren?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Was sagt uns<br />
das? Jeder, der meine Politik in den letzten Jahren verfolgt hat weiß,<br />
dass ich mir meine eigene Meinung nicht nehmen lasse &#8211;<br />
nichtsdestoweniger ist die SPD eine linke Volkspartei.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Zwei Fragen zum Altkanzler sind eingetroffen:
</p>
<p>
<b>Ozz</b>: Glauben Sie, dass Gerhrad Schröder der SPD noch mal nützen könnte?
</p>
<p>
<b>Karsten</b>:<br />
Was halten Sie von der neuen außenpolitischen Agenda des ehemaligen<br />
SPD-Parteivorsitzenden Gerhard Schröder? War die Iranreise mit<br />
Steinmeier abgestimmt?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Das kommt<br />
ehrlich auf die Situation an, wie er sich einbringt und welcher Anlass.<br />
Er hat sich in der SPD sehr stark zurückgezogen in den letzten Jahren.<br />
Ich denke es ist richtig, auch Gesprächskontakte zum Iran zu haben. Das<br />
heißt nicht, deren Politik zu billigen, aber Gespräche gerade von<br />
ehemaligen Funktionsträgern können Brücken bauen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Stichwort Managergehälter: Wird es eine Einigung heute Abend im Koalitionsausschuss dazu geben ?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Ich denke ja &#8211; allerdings gehen uns die Punkte, die wir im Konsens mit<br />
der Union hinkriegen können, leider noch nicht weit genug. So will die<br />
Union in keinem Fall eine Deckelung der steuerlichen Absetzbarkeit von<br />
Managergehältern &#8211; wir aber schon.
</p>
<p>
<b>Mfm</b>: Was sind Ihre persönlichen Vorschläge zur Bekämpfung der Finanzkrise?
</p>
<p>
<b>Dr. PushPull</b>: Wie wollen wir jemals von dieser Staatsverschuldung herunterkommen? Es wird doch wohl zu einer Geldentwertung kommen?!
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Wir haben im Konsens in der SPD Spitze unsere Vorschläge erst am Montag<br />
veröffentlicht. Unter dem Titel Steinmeier/Steinbrück-Papier. Sie<br />
finden das auf der Homepage www.spd.de. Diese Vorschläge teile ich und<br />
bin darüber hinaus der Meinung, dass wir auch über eine stärkere<br />
Verpflichtung der Europäischen Zentralbank für Beschäftigung eintreten<br />
sollten. Die Staatsverschuldung wird uns tatsächlich noch lange<br />
beschäftigen. Daher auch mein Vorschlag, über höhere Steuern für<br />
Spitzenverdiener und Vermögende wenigstens einen Teilausgleich zu<br />
schaffen. Ob und inwieweit eine inflationäre Entwicklung droht, will<br />
ich nicht spekulieren.
</p>
<p>
<b>Altlast</b>: Ich gehöre zum<br />
Heer der Langzeitarbeitslosen. Wie ich, werden viele Betroffene durch<br />
Zuteilung von unsinnigen, aber teuren Trainingsmaßnahmen letztendlich<br />
unvermittelbar, da zu lange arbeitslos. Wie würde eine SPD-Regierung<br />
das Problem angehen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Ich wäre dankbar, wenn sie mir das mal konkreter schildern könnten: andrea.nahles@bundestag.de.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Zwei persönliche Fragen zum Schluss:
</p>
<p>
<b>Selhan</b>: Könnten Sie sich als erste Frau im Amt der SPD-Parteivorsitzenden vorstellen?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Vorstellen ist das eine&#8230;..
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: &#8230;und das andere?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Eben.
</p>
<p>
<b>Moderatorin</b>:<br />
Heute morgen konnte man Sie beim Frühstück im Café Einstein im<br />
Regierungsviertel sehen. Mit wem und zu welchem Thema tagten Sie da &#8211;<br />
verraten Sie das im Chat?
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>: Staatssekretär Axel Nawrath (Finanzministerium). Thema: Finanzkrise. Was sonst. 🙁
</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll480-magnifier_pos-3.html" onclick="windowOpen('/interaktiv/chat/chatprotokoll480-magnifier_pos-3.html',820,700,1,1);return false;" title="Zur Fotostrecke des Beitrages [neues Fenster]"><br />
</a></p>
<p>
<b>Moderatorin</b>: Das war eine knappe Stunde hier<br />
im tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Andrea Nahles, dass Sie sich<br />
mitten in einer themenreichen Bundestags-Sitzungswoche Zeit für die<br />
Diskussion mit den Lesern von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
genommen haben. Ein Dankeschön auch an unsere User für die vielen<br />
Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten.Das<br />
tagesschau.de-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.
</p>
<p>
<b>Andrea Nahles</b>:<br />
Besten Dank und sorry für die Tippfehler&#8230; (Anm. der Redaktion: im<br />
Chat schrieb sie &quot;Tipfehler&quot;, grinste danach und sagte: &quot;Den Tippfehler<br />
habe ich absichtlich gemacht&quot;)
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/was-habt-ihr-bloss-mit-dem-steinmeier-4275/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Andrea Nahles</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-andrea-nahles-4273/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-andrea-nahles-4273/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 14:19:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Reichensteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzensteuersatz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat-mit-andrea-nahles-4273/</guid>

					<description><![CDATA[An diesem Mittwoch ist Andrea Nahles, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende, von 13.00 bis 13.45 Uhr im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik.digital.de. Was möchten Sie von Andrea Nahles wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=232&#38;id=ts#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier bereits ihre Fragen! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An diesem Mittwoch ist Andrea Nahles, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende, von 13.00 bis 13.45 Uhr im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik.digital.de. Was möchten Sie von Andrea Nahles wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=232&amp;id=ts#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier bereits ihre Fragen! <!--break--></a></p>
<p>
Superwahljahr 2009, die Umfragewerte für die SPD sind schlecht – da packen die Sozialdemokraten die Folterinstrumente für Besserverdienende aus: Reichensteuer einführen, Spitzensteuersatz anheben und Krisensoli einfordern. Was bisher nur bei der Parteilinken diskutiert wurde, macht sich mittlerweile auch der Parteichef zu Eigen: Die Reichen werden mehr bezahlen müssen, forderte Franz Müntefering am Wochenende. Seine Stellvertreterin Andrea Nahles wird es freuen. Denn die Frontfrau des linken Flügels will schon lange weg von der Schröder-SPD &#8211; hin zu Inhalten, die Bündnisse mit der Linkspartei möglich machen.</p>
<p>Warum hat sich der Wechsel von Beck zu Müntefering in den Umfragen bisher nicht ausgezahlt? Verpufft ist auch der Schwung von Gesine Schwans Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin. War es ein Fehler, die Politik-Professorin in ein aussichtsloses Rennen gegen den populären Amtsinhaber Köhler zu schicken?<br />
Sollte der Staat beim krisengeschüttelten Autobauer Opel einsteigen? Und: Wie will sich die SPD mit ihren Plänen zur Begrenzung von Managergehältern im Koalitionsausschuss durchsetzen, der am Mittwochabend tagt?
</p>
<p>
Fragen Sie Andrea Nahles im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de 
</p>
<p>
<b>Zur Person</b>
</p>
<p>
Andrea Nahles, geboren 1970 in Mendig/Rheinland-Pfalz. Die studierte Literaturwissenschaftlerin trat 1988 in die SPD ein. Ab 1995 war sie drei Jahre lang Juso-Bundesvorsitzende. Von 1998 bis 2002 war sie erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages, 2005 wurde sie erneut in das Parlament gewählt. Im Streit über eine Kandidatur für das Amt der Generalsekretärin trat Franz Müntefering 2005 als SPD-Vorsitzender zurück, was Nahles das Etikett &quot;Königsmörderin&quot; einbrachte. Zwei Jahre später wurde sie auf Vorschlag des damaligen SPD-Chefs Kurt Beck -neben Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück- zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Andrea Nahles gehört dem linken Parteiflügel an. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-andrea-nahles-4273/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Politik im Twitterwahn</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/politik-im-twitterwahn-4272/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/politik-im-twitterwahn-4272/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 14:54:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/politik-im-twitterwahn-4272/</guid>

					<description><![CDATA[Welcher Politiker verabschiedet gerade fleißig Praktikantinnen? Welcher Volksvertreter rockt zum neuen U2 Album? Welcher Abgeordnete findet Fotoshootings anstrengend? Auf <a href="http://www.parteigefluester.de/" title="www.parteigefluester.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteigefluester.de</a> findet man die Antworten auf all diese Fragen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welcher Politiker verabschiedet gerade fleißig Praktikantinnen? Welcher Volksvertreter rockt zum neuen U2 Album? Welcher Abgeordnete findet Fotoshootings anstrengend? Auf <a href="http://www.parteigefluester.de/" title="www.parteigefluester.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteigefluester.de</a> findet man die Antworten auf all diese Fragen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Schon seit einiger Zeit haben deutsche Politiker und Parteien Twitter<br />
für sich entdeckt. Und bisher musste man, wollte man eine breite<br />
Auswahl an Polit-Twitterer verfolgen, jeden einzeln abonnieren. <a href="http://www.parteigefluester.de/" title="www.parteigefluester.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parteigefluester.de</a> dagegen sammelt die Tweets von ausgewählten Politikern auf einer Seite und bündelt sie zu einem fortlaufenden Tweet-Thread.
</p>
<p>
Übersichtlich nebeneinander stehen die großen Parteien der deutschen Politiklandschaft aufgelistet. Praktisch im Minutentakt werden die neuesten Twitter-Meldungen der verschiedenen politischen Lager aktualisiert.
</p>
<p>
<b>Intransparente Auswahl</b>
</p>
<p>
Dabei fällt auf, dass die Polit-Twitterer ein Gefühl von &quot;Ich bin wie du&quot; vermitteln wollen. Es menschelt gewaltig auf der Seite. Und bei der ein oder anderen Nachricht stellt sich der geneigte Leser die Frage: Will ich das überhaupt wissen?
</p>
<p>
Die Bündelung von Tweets, die aus der Feder von Menschen des öffentlichen Interesses stammen, ist ein hilfreiches Tool, sich im aufkeimenden Online-Wahlkampf ein bisschen Orientierung zu verschaffen. Allerdings: Zwei Kritikpunkte muss sich Parteigeflüster gefallen lassen. Erstens ist die Auswahl der Politiker nicht transparent oder in irgendeiner Art erläutert. Und zweitens: Müsste die Seite nicht eigentlich &quot;Parteigezwitscher&quot; heißen?
</p>
<p>
<a href="http://www.parteigefluester.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/parteigefl__ster.jpg" vspace="10" width="455" align="left" height="240" hspace="10" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/politik-im-twitterwahn-4272/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Gegen große staatliche Beteiligungen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/gegen-grosse-staatliche-beteiligungen-4263/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/gegen-grosse-staatliche-beteiligungen-4263/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 19:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Silvana Koch-Mehrin]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Lissabon Vertrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/gegen-grosse-staatliche-beteiligungen-4263/</guid>

					<description><![CDATA[Am 20.02.09 war Silvana Koch-Mehrin, FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl 2009, zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit
politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur Europapolitik ihrer Partei, zur Funktionsweise der EU oder der momentanen Finanzkrise.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20.02.09 war Silvana Koch-Mehrin, FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl 2009, zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit<br />
politik-digital.de. Sie beantwortete Fragen der Chatter zur Europapolitik ihrer Partei, zur Funktionsweise der EU oder der momentanen Finanzkrise.<!--break--><b></b><br />
<b></b></p>
<p>
<b>Moderator</b>: Herzlich Willkommen beim<br />
tagesschau-Chat. Heute chatten wir mit Silvana Koch-Mehrin,<br />
FDP-Präsidiumsmitglied und Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der<br />
Europawahl. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für die Diskussion mit den<br />
Usern von tagesschau.de und politik-digital.de nehmen. Frage nach<br />
Brüssel: Frau Koch-Mehrin, können wir starten?<b> </b>
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Guten Tag auch von meiner Seite, starten wir, gerne!
</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll478-magnifier_pos-1.html" onclick="windowOpen('/interaktiv/chat/chatprotokoll478-magnifier_pos-1.html',820,700,1,1);return false;" title="Zur Fotostrecke des Beitrages [neues Fenster]"><br />
</a></p>
<p>
<b>Moderator</b>: In den letzten Wochen ist viel<br />
über den Höhenflug der FDP geschrieben worden: Bis zu 18 Prozent in den<br />
Umfragen, gestiegener Einfluss in den Bundesländern. Doch heute scheint<br />
die FDP wieder in der Realität anzukommen: Erst wird mit einer Blockade<br />
des Konjunkturpakets II im Bundesrat gedroht, heute Vormittag hat die<br />
FDP klein beigegeben und für die Vorschläge der Großen Koalition<br />
gestimmt. Sieht so Machtzuwachs der Liberalen aus?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Wir haben immer gesagt, dass wir nicht blockieren werden, weil wir<br />
glauben, dass ein Passieren besser ist als ein Paket, das mit anderen<br />
Mehrheiten zustande kommt und möglicherweise weitere Steuererhöhungen<br />
(Kfz-Steuer) enthält.
</p>
<p>
<b>hausmann</b>: Wie kann die FDP trotz des offensichtlichen Scheiterns dieses Systems weiterhin neoliberale Positionen vertreten?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Das System der sozialen Marktwirtschaft ist nicht gescheitert. Die FDP<br />
steht für freie Märkte im Sinne der sozialen Marktwirtschaft. Wir<br />
wollen keine Anarchie der Märkte, sondern faire Wettbewerbsbedingungen.
</p>
<p>
<b>Walter</b>: Wieso verstummt bzw. unterstützt die FDP jetzt massive staatliche Interventionen, welche sie bis dato rigoros abgelehnt haben?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Das stimmt so nicht. Die FDP spricht sich nach wie vor gegen große<br />
staatliche Beteiligungen aus. Wir beziehen entschieden Position gegen<br />
Enteignungen. Richtig ist, dass wir dem Bankenrettungspaket zugestimmt<br />
haben, weil es darum ging, das Finanzsystem in Deutschland und weltweit<br />
am laufen zu halten.
</p>
<p>
<b>Lauenstein</b>: Welche Position hat die FDP zur Reform des Bankensystems?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Die Bankenaufsicht wie wir sie in Deutschland haben, hat nicht<br />
funktioniert. Das hat die FDP bereits bei der Einführung durch Hans<br />
Eichel beanstandet. Statt einer ineffektiven Doppelstruktur, wäre eine<br />
echte Bankenaufsicht angesiedelt bei der Bundesbank richtig. Außerdem<br />
wollen wir für die längst selbstverständlich international tätigen<br />
Finanzinstitute auch effiziente internationale Regeln.
</p>
<p>
<b>Halli</b>: Wie könnte liberale Politik aussehen, die gegen die Wirtschaftskrise hilft?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Statt mit Konjunkturpakteten ausgewählten Branchen zu helfen, würde die<br />
FDP mit einer deutlichen Steuer- und Abgabenentlastung allen Bürgern,<br />
aber vor allem denen mit kleineren und mittleren Einkommen mehr vom<br />
Geld, das sie selbst verdient haben, lassen. Die Bürger können ihr Geld<br />
dann frei für Konsum nach ihren eigenen Entscheidungen ausgeben. Vor<br />
allem ist eine solche Reform eine vertrauensbildende Maßnahme für den<br />
Wirtschaftsstandort Deutschland. 50 Prozent von Wirtschaft ist<br />
Psychologie, sagt man.
</p>
<p>
<b>Jakob R.</b>: Warum soll man<br />
im Jahr 2009 die FDP wählen? Mein Bauchgefühl sagt, dass die heutige<br />
Finanzkrise noch schlimmer wäre, wenn die Wirtschaftspolitik Ihrer<br />
Partei &#8211; Deregulierung der Märkte usw. &#8211; in den letzten Jahren<br />
fortgeführt worden wären.
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Zur Erinnerung: In den letzten zehn Jahren hat die FDP leider nicht auf<br />
Bundesebene regiert. 2009 sollte man die FDP wählen, weil wir die<br />
einzigen sind, die einen klaren Kompass in der Wirtschafts- und<br />
Steuerpolitik haben. Wenn die FDP regiert hätte, hätte es eine bessere<br />
Bankenaufsicht gegeben. Vor allem hätten wir die sprudelnden<br />
Steuereinnahmen in den guten Zeiten genutzt, um den Haushalt zu<br />
sanieren und die Bürger steuerlich zu entlasten.
</p>
<p>
<b>pat</b>: Sind Steuerentlastungen nicht ein recht unpräzises Mittel?
</p>
<p>
<b>jenser</b>:<br />
Wie soll das gehen? Steuern massiv senken und gleichzeitig die<br />
öffentlichen Finanzen nicht weiter zu verschulden, gerade wenn die<br />
Wirtschaft so rapide wegbricht?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Die FDP hat über 400 Vorschläge, wo Ausgaben beim Bund eingespart<br />
werden können (über 10 Milliarden Euro). Zusätzlich wäre ein einfaches<br />
und niedriges und deswegen gerechtes Steuersystem ein Anreiz für viele<br />
Aufträge und Dienstleistungen, die derzeit auf dem Schwarzmarkt<br />
erledigt werden, in die reale Wirtschaft zu überführen. Schätzungen<br />
sehen die Schattenwirtschaft bei 340 Milliarden Euro, wenn davon nur<br />
ein Teil wieder in die Realwirtschaft käme, wäre eine Steuerreform<br />
schon finanziert.
</p>
<p>
<b>pat</b>: Sind Steuerentlastungen nicht ein recht unpräzises Mittel?
</p>
<p>
<b><br />
Silvana Koch-Mehrin:</b> Ganz<br />
im Gegenteil, wir meinen, die Bürger wissen am besten selbst, wofür sie<br />
ihr selbst verdientes Geld ausgeben möchten. Ich sehe nicht den<br />
Vorteil, dass andere entscheiden, wohin mein Geld geht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Nachfrage: Welche Ausgaben möchte die FDP streichen/reduzieren?
</p>
<p>
<b>Totti84</b>: Können Sie Beispiele für die 10 Milliarden an Einsparungen nennen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Zum Beispiel die Entwicklungshilfe für Länder wie China, die mit uns wirtschaftlich auf Augenhöhe konkurrieren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Ein beliebtes Beispiel.
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Zusätzlich gibt die Bundesregierung viele Millionen für PR aus, wo sie<br />
ihre schlechte Politik (Gesundheitsfonds) besser verpacken will. Große<br />
Einsparungsmöglichkeiten gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit, sie<br />
ist inzwischen die größte Behörde der Welt.
</p>
<p>
<b>c.a.</b>:<br />
Einige der 400 Vorschläge sind aber auch in der Kritik, da sie pauschal<br />
kürzen und in der Krise insbesondere im Etat des Bundesministeriums für<br />
Arbeit und Soziales wildern wollen &#8211; hier aber die größten Kosten<br />
fällig werden, wenn es mehr Arbeitslose und Kurzarbeiter gibt. Wie<br />
passt das zusammen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Viel<br />
Geld vom Staat hilft nicht immer viel. Wenn die Arbeitslosigkeit nicht<br />
über eine Riesenbehörde verwaltet würde, könnte man mit weniger Geld<br />
wesentlich effektiver Menschen in den Arbeitsmarkt zurück bringen.
</p>
<p>
<b>birkenfloh</b>: Wonach richtet sich denn der Kompass der FDP, außer nach Deregulierung?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Der klare Kompass unter dem Leitmotiv Freiheit und Verantwortung zieht<br />
sich durch alle Politikfelder bei den Bürgerrechten, wo wir uns ganz<br />
klar gegen einen Überwachungsstaat stellen. Bis hin zu einer<br />
ideologiefreien Umweltpolitik und einem Europa, das stark ist, weil es<br />
sich auf einige Politikbereiche konzentriert, aber keine<br />
alltagsregulierende Bürokratie ist.
</p>
<p>
<b>1234</b>: Was verstehen sie unter ideologiefreier Umweltpolitik?
</p>
<p>
<b>hdfgh</b>: Wird die FDP weiterhin auf Atomenergie setzen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Es ist total falsch, sichere und moderne AKW`s abzuschalten ohne<br />
bessere Alternativen. Natürlich fänden auch wir es schön, wenn wir<br />
Energie allein aus erneuerbaren Quellen beziehen können. Aber bis dahin<br />
sollten wir ideologiefrei auch Kernenergie in den Energiemix<br />
einbeziehen.
</p>
<p>
<b>Consi86</b>: Im Juni gibt es ja<br />
Europawahlen &#8211; wie erreichen Sie, Frau Koch-Mehrin ganz konkret die<br />
Wähler in Deutschland? (Viele von meinen Kommilitonen wissen gar nichts<br />
von der Europawahl &#8211; spiegelt diese Unwissenheit Ihrer Meinung nach<br />
auch ein gewisses Desinteresse an Europa wider?)
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Als FDP sind wir schon immer eine Europapartei gewesen. Wir wollen die<br />
EU als Friedensgemeinschaft, mit Binnenmarkt und auch einer Verfassung.<br />
Aber wir sind auch der Ansprechpartner für mehr und mehr berechtigte<br />
Kritik an zu oft unsinnigen EU-Beschlüssen. Im Wahlkampf werden wir vor<br />
allem auf direkte Ansprache und Dialog setzen, weil meine Kollegen und<br />
ich ständig feststellen müssen, dass es eine große Distanz zwischen EU<br />
und den Bürgern gibt. Ich halte es für eine Bringschuld der Politik,<br />
diesen Abstand zu verringern.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sollten<br />
weitere Übertragungen von Kompetenzen auf die EU nur durch<br />
Volksentscheid möglich sein &#8211; wie es etwa die CSU jüngst forderte?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Schon 2004, als tatsächlich etwas zu entscheiden war<br />
(Verfassungsvertrag), haben wir als FDP zweimal im Bundestag das<br />
Grundgesetz ändern wollen, (CSU war dagegen), um Referenden in<br />
Deutschland zu ermöglichen. Auch jetzt ist es wieder Teil unseres<br />
Wahlprogramms, dass bei einer neuen Vertragsgrundlage die Bürgerinnen<br />
und Bürger selbst abstimmen sollten.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sie sagen, die EU sei keine &quot;richtige&quot; Demokratie. Wo sehen Sie die Defizite?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
In der EU fehlt die Gewaltenteilung. Es gibt keine Regierung und<br />
Opposition, dadurch fehlt klare Verantwortlichkeit und Kontrolle. Das<br />
demokratische Grundrecht freie und GLEICHE Wahl ist verletzt, weil etwa<br />
in Luxemburg zwölf mal weniger Bürger für einen Abgeordneten stimmen<br />
müssen als in Deutschland. Außerdem gibt es zu wenig Bürgerbeteiligung,<br />
so dass sich oft nicht sagen lässt, wer da eigentlich was im Namen der<br />
Bürger beschließt.
</p>
<p>
<b>Imperor:</b> Halten Sie den Vertrag von Lissabon für eine gute Grundlage für die Europäische Union?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Der Lissabon Vertrag macht die EU etwas demokratischer, transparenter<br />
und effizienter, ist aber ein Kompromiss zwischen 27 Ländern und allen<br />
politischen Richtungen. Er kann nur ein Zwischenschritt sein.
</p>
<p>
<b>Lambertus</b>:<br />
Die EU ist eine supranationale Organisation, d.h., dass eine gewisse<br />
Souveränität den Mitgliedern erhalten bleiben muss. Die Demokratie<br />
(oder Bürgernähe) kann somit gar nicht verwirklicht werden. Sehen Sie<br />
das anders?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Wir sollten<br />
beginnen mit einer klaren Abgrenzung der Zuständigkeiten. Die EU<br />
beschließt, welche Inhaltstoffe in Schokolade sind, welche Glühbirnen<br />
verboten werden, wie viele Stunden Arbeitnehmer maximal arbeiten dürfen<br />
&#8211; das ist nicht mehr supranational, dass ist Innenpolitik.
</p>
<p>
<b>Wahlberechtigter</b>:<br />
Sie konstatieren eine große Distanz zwischen der EU und den Bürgern.<br />
Sollte das Europawahlrecht in Deutschland daher nicht so geändert<br />
werden, dass man nicht nur für Parteien, sondern auch für Personen<br />
stimmen kann?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Derzeit<br />
stimmt jedes Land nach nationalem Recht ab, was ich schlecht finde. Ich<br />
wünsche mir bei Europawahlen das gleiche Wahlrecht in allen EU-Ländern.<br />
Ich persönlich wäre dafür, auch Personen direkt wählen zu können. In<br />
anderen Ländern ist das auch möglich.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine Frage zum Auftritt des tschechischen Staatspräsidenten &#8211; leidenschaftlicher EU-Skeptiker.
</p>
<p>
<b>green pepper</b>: Hallo Frau Koch-Mehrin. Wie bewerten Sie die Rede von Václav Klaus gestern im EP?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Václav Klaus hat die Probleme der EU drastisch auf den Punkt gebracht:<br />
Demokratiedefizit, Bürgerferne, sinkende Akzeptanz, zu viel Bürokratie,<br />
zu weitgehende Entscheidungen. Ich fand es albern, habe mich aber nicht<br />
gewundert, dass viele Kollegen dazwischen gerufen und den Saal<br />
verlassen haben. Damit hat Václav Klaus die Abgeordneten in ihrer<br />
Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen, vorgeführt.
</p>
<p>
<b>Zensurstaat-Ahoi?</b>:<br />
Der Lissabon-Vertrag hebelt aber auch das deutsche Grundgesetz aus, wie<br />
soll dies demokratisch sein? Zumal kein Bürger Deutschlands darüber<br />
abstimmen durfte!
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Der<br />
Lissabon-Vertrag verringert das Demokratiedefizit etwas, weil die<br />
nationalen Parlamente mehr Mitsprache erhalten, weil das europäische<br />
Parlament als die am meisten demokratisch legitimierte EU-Institution<br />
mehr Mitentscheidung bekommt und weil die Möglichkeit eines<br />
europäischen Bürgerbegehrens eingeführt wird.
</p>
<p>
<b>Golem</b>:<br />
Empfinden Sie nach einigen Jahren im Europaparlament die<br />
bundesdeutschen Politikdebatten nicht ein bisschen provinziell, bzw. zu<br />
eng gefasst. Schließlich steht die EU ja vor globalen Problemen?
</p>
<p>
<b>carlos: </b>Wann<br />
akzeptieren die Eurokraten das Nein der Bürger innerhalb der EU und<br />
warum wird am Vertrag/Verfassung immer noch weiter getüftelt ?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Nur in Irland konnten die Bürger abstimmen, es gab keine europaweiten<br />
Bürgerentscheidungen. Zum Verfassungsvertrag hatten Spanien und<br />
Luxemburg per Referendum mit ja gestimmt, in Frankreich und den<br />
Niederlanden gab es ein Nein. In der Schweiz haben gerade vor kurzem<br />
die Bürger sich FÜR eine Erweiterung des Schengen-Raumes ausgesprochen<br />
und damit klar FÜR eine EU-Errungenschaft.
</p>
<p>
<b>Golem</b>:<br />
Empfinden Sie nach einigen Jahren im Europaparlament die<br />
bundesdeutschen Politikdebatten nicht ein bisschen provinziell, bzw. zu<br />
eng gefasst. Schließlich steht die EU ja vor globalen Problemen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Nicht als provinziell, aber ich würde mir wünschen, dass bei den<br />
Debatten in Deutschland die europäische Perspektive stärker<br />
berücksichtigt wird. Umgekehrt fehlt mir in der Europapolitik die<br />
politische Auseinandersetzung.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine Frage zu Ihrer persönlichen Leistungsbilanz:
</p>
<p>
<b>Fränk</b>: Was haben Sie in der laufenden Legislaturperiode im EU-Parlament getan?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>:<br />
Im Haushaltsausschuss bin ich vor allem mit der Reform der EU-Finanzen<br />
befasst, sowohl was die Einnahmen (keine EU-Steuer! Maximal 1 Prozent<br />
des BIP eines Landes als Beitrag zur EU), als auch was die Ausgaben<br />
angeht, wo ich nur zeitlich befristete will und eine Veränderung des<br />
EU-Haushaltes. Mehr als 40 Prozent geht immer noch in<br />
Agrarsubventionen, nicht mal 7 Prozent in Forschung und Bildung. Im<br />
Haushaltskontrollausschuss bin ich der Frage nachgegangen, warum<br />
eigentlich Nicht-Regierungs-Organisationen, deren Hauptzweck lobbying<br />
ist, von der EU dafür finanziert werden. ATTAC zum Beispiel hat<br />
EU-Gelder bekommen. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der<br />
drittgrößten Fraktion im Haus arbeite ich sehr stark mit meinen<br />
Kollegen an der politischen Meinungsbildung im Europaparlament. Und da<br />
wir keine parlamentarischen Geschäftsführer haben, befasse ich mich<br />
auch mit Personal-, Finanz- und jeder Menge anderer Aufgaben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Zum Schluss das Ergebnis unserer Umfrage unter den Chat-Teilnehmern:<br />
Wir wollten wissen: Wird Guido Westerwelle der nächste Außenminister?<br />
Was schätzen Sie?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Die Entscheidung treffen nur die Wähler und Guido Westerwelle.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: 30 Prozent glauben er wird es, 70 Prozent galuben nicht daran.
</p>
<p>
Das<br />
war eine gute Stunde tagesschau-Chat. Vielen Dank, liebe User für Ihre<br />
Fragen. Leider konnten wir nicht alle stellen. Das Chatprotokoll gibt<br />
es in Kürze auf tagesschau.de und politik-digital.de. Frau Koch-Mehrin,<br />
vielen Dank für Ihre Zeit. Grüße nach Brüssel!
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin</b>: Herzlichen Dank, bis demnächst. Grüße ins Netz.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/gegen-grosse-staatliche-beteiligungen-4263/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft der EU aktiv mitgestalten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-der-eu-aktiv-mitgestalten-4262/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-der-eu-aktiv-mitgestalten-4262/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 11:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/die-zukunft-der-eu-aktiv-mitgestalten-4262/</guid>

					<description><![CDATA[Die Europäische Union und ihr Demokratiedefizit - ein seit ewiger Zeit schwelender Konfliktherd. Nun begegnet die EU dem Problem mittels einer neuen Internetplattform: E-Partizipation heißt das Zauberwort. Die Bürger der Mitgliedstaaten können der Kommission ihre Meinungen zu bestimmten Gesetzen mitteilen, aber auch eigene Vorschläge unterbreiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Union und ihr Demokratiedefizit &#8211; ein seit ewiger Zeit schwelender Konfliktherd. Nun begegnet die EU dem Problem mittels einer neuen Internetplattform: E-Partizipation heißt das Zauberwort. Die Bürger der Mitgliedstaaten können der Kommission ihre Meinungen zu bestimmten Gesetzen mitteilen, aber auch eigene Vorschläge unterbreiten.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Wie kann die EU die wirtschaftliche und soziale Zukunft seiner Bürger<br />
in einer globalisierten Welt gestalten? Diese und andere Fragen können die Bürgerinnen und Bürger der<br />
EU-Mitgliedsstaaten auf einer Online-Plattform von nun an mit den Offiziellen diskutieren. Initiator ist<br />
die Europäische Kommission. Sie rief im Dezember 2008 das Projekt <a href="http://www.european-citizens-consultations.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Bürgerkonferenz</a> ins Leben.
</p>
<p>
Auf der <a href="http://www.europaeische-buergerkonferenzen.eu/de/propositions" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschen Internetpräsenz</a> sind die Kernthemen soziale Sicherheit oder Gerechtigkeit, Armut oder Arbeitsplätze. Um aktiv mitdebattieren und abstimmen zu können, muss vorher einfach ein Account angelegt werden. Dann kann es schon losgehen.
</p>
<p>
<a href="http://www.europaeische-buergerkonferenzen.eu/de/propositions" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/EBrgfnz.jpg" align="left" height="190" width="352" /></a>Die Online-Interaktion zwischen der EU und seinen Bürgern soll zeigen, welche Themen die Menschen der einzelnen Nationen besonders bewegen. Im März werden dann an drei Wochenenden 27 nationale Bürgerkonferenzen per Video miteinander verbunden, um der EU die Empfehlungen der jeweiligen Länder mitzuteilen.
</p>
<p>
In Deutschland wird dies am 28.-29. März im Weltsaal des Auswärtigen Amts in Berlin der Fall sein. Die Teilnehmer sollen zufällig ausgewählte Bürger sein. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-der-eu-aktiv-mitgestalten-4262/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Silvana Koch-Mehrin</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-silvana-koch-mehrin-4260/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-silvana-koch-mehrin-4260/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 10:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[große Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Ampelkoalition]]></category>
		<category><![CDATA[Jamaikakoalition]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat-mit-silvana-koch-mehrin-4260/</guid>

					<description><![CDATA[Am Freitag ist die FDP-Spitzenkandidatin der Europawahlen Silvana Koch-Mehrin zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Von 13.30 bis 14.30 Uhr beantwortet sie die Fragen der User. Was möchten Sie von Silvana Koch-Mehrin wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=228&#38;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier bereits Ihre Fragen!</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag ist die FDP-Spitzenkandidatin der Europawahlen Silvana Koch-Mehrin zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Von 13.30 bis 14.30 Uhr beantwortet sie die Fragen der User. Was möchten Sie von Silvana Koch-Mehrin wissen? <a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=228&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier bereits Ihre Fragen!</a><!--break--></p>
<p>
Im Juni stehen Europawahlen an. Nachdem die FDP 2004 mit Silvana Koch-Mehrin nach zehn Jahren Abwesenheit den Wiedereinzug ins Europäische Parlament schaffte, sollen es diesmal mehr als 6,1 Prozent der Stimmen werden. Koch-Mehrin kritisiert und verteidigt den EU-Reformvertrag von Lissabon zugleich. Für welche Inhalte steht die FDP in Europa?
</p>
<p>
Sollten weitere Übertragungen von Kompetenzen auf die EU nur durch Volksentscheid möglich sein &#8211; wie es etwa die CSU jüngst forderte? Lassen sich die positiven Umfragewerte der FDP in reale Wählerstimmer verwandeln? Will Kanzlerin Merkel nach der Bundestagswahl wirklich eine Regierung aus Union und FDP? Oder hat sie sich in der Großen Koalition mit der SPD eingerichtet? Wie stabil wäre eine Ampelkoalition? Kann Silvana Koch-Mehrin sich einen Ministerposten in Berlin vorstellen?
</p>
<p>
Fragen Sie Silvana Koch-Mehrin im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de
</p>
<p>
<b>Zur Person:</b>
</p>
<p>
Silvana Koch-Mehrin, geboren 1970 in Wuppertal. Bis zum Schulalter aufgewachsen in Marokko und im Sudan. Von 1990 bis 1995 studierte sie Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Hamburg, Straßburg und Heidelberg, im Anschluss Promotion. 1999 wurde Koch-Mehrin in den Bundesvorstand der FDP gewählt, seit 2004 ist sie Mitglied des Präsidiums ihrer Partei. Bei der Europawahl 2004 führte sie die Liberalen – nach zehn-jähriger Abstinenz – zurück ins Europaparlament. Im Januar 2009 wurde Koch-Mehrin erneut zur Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl gekürt. Silvana Koch-Mehrin lebt mit Partner und ihren drei Töchtern in Brüssel. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-mit-silvana-koch-mehrin-4260/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Germany´s Next Merkel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/germanys-next-merkel-4259/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/germanys-next-merkel-4259/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 20:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Casting]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Brender]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/germanys-next-merkel-4259/</guid>

					<description><![CDATA[DSDS, Germany`s Next Topmodel oder The Next Uri Geller:  Das ZDF setzt den Privaten mit Ich Kann Kanzler eine politische Castingshow entgegen. Der Sender sucht keine Models oder Zauberer, sondern politische Nachwuchstalente. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sprach mit politik-digital.de über das neue Fernsehformat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>DSDS, Germany`s Next Topmodel oder The Next Uri Geller:  Das ZDF setzt den Privaten mit Ich Kann Kanzler eine politische Castingshow entgegen. Der Sender sucht keine Models oder Zauberer, sondern politische Nachwuchstalente. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sprach mit politik-digital.de über das neue Fernsehformat.<!--break--></p>
<p>
Angelehnt an das kanadische Original <a href="http://www.cbc.ca/nextprimeminister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Canada´s Next Great Prime Minister“</a> will das ZDF etwas gegen die Politikverdrossenheit junger Menschen tun. Die Zielgruppe ist zwischen 18 und 35 Jahren alt. Die <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Wahlen/Waehlerverhalten2005,property=file.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlbeteiligung in dieser Altersgruppe</a> lag bei den letzten Bundestagswahlen 2005 bei 68,8 Prozent im Vergleich zu 77,7 Prozent im Bundesdurchschnitt.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Brender3_0.jpg" align="left" width="130" height="209" />ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender möchte das neue Format allerdings nicht als eine weitere Talenteshow in der Fernsehlandschaft verstanden wissen: „Es ist keine Casting-Show nach Topmodel-Art. Bei uns werden die Leute im Vorfeld nicht in unterschiedlichen Sendungen herausgeschossen“, grenzt er sich gegen die populären Formate der Privatsender ab. &quot;Wir werden vorher intern eine Vorauswahl treffen, die dokumentiert wird. Es werden keine Leute vorgeführt, die sich verbal nicht so fantastisch ausdrücken können.“</p>
<p><b>Bildungsauftrag (und junge Zuschauer)</b>
</p>
<p>
Vielmehr soll mit der neuen Sendung der öffentlich rechtliche Bildungsauftrag erfüllt werden. „Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender und auch Radiostationen haben momentan erhebliche Probleme, junge Menschen an die Prozesse unsere Demokratie heran zu führen. Deswegen müssen wir versuchen, Formate zu entwickeln, die junge Leute interessieren. Über diese Formate wollen wir versuchen, sie auch für Politik und Demokratie zu begeistern“, erklärt Brender seine Bildungsstrategie.
</p>
<p>
Wird „Ich kann Kanzler“ zu einer weiteren Wissensshow werden? „Wir werden durch Tests und Quizfragen den jungen Leuten zeigen, wie Demokratie funktioniert“, erklärt Brender den Aufbau. „Aber Kandidaten müssen auch ihre Ideen für die Zukunft dieser Republik erläutern. Und zwar so, dass jeder es versteht. Wer Phrasen drischt, wird sicherlich nicht weiter kommen.“</p>
<p><b>Gewinn: Ein Kanzlergehalt</b>
</p>
<p>
Den Gewinner der Show erwartet am Ende natürlich auch ein Preis. Aber anders als der Titel verspricht, wird der Sender kein politisches Amt zur Verfügung stellen. „Es gibt keine Garantie, dass der Gewinner Kanzler oder Kanzlerin wird“, gibt Brender lachend zu.
</p>
<p>
Vielmehr soll es einen Geldpreis in Höhe eines Kanzlergehalts geben. Leider nur ein Monatssalär in Höhe von 21792 Euro (wenn man von zwölf Monatsgehältern ausgeht). „Das Geld wird aber nicht einfach bar auf die Hand gezahlt. Es soll je nach Fähigkeiten und nach Interesse der Einzelnen in persönliche Projekte gesteckt werden,“ erklärt der ZDF-Chefredakteur &#8211; zum Beispiel in Bildungsreisen oder Fortbildungen. <br />
<b><br />
Praktikum im Präsidialamt</b>
</p>
<p>
Anstelle eines Plattenvertrages erhält der Sieger außerdem noch die Chancen auf ein hochwertiges Praktikum: „Da haben wir schon gute Signale. Es wird sehr wahrscheinlich Praktika im Bundespräsidialamt geben“, so Brender.
</p>
<p>
Über Gewinner und Verlierer der Show entscheidet eine Jury, kein Telefon-Voting. Bewerben kann man sich ab sofort auf<a href="http://kanzler.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> kanzler.zdf.de</a>. Zu sehen ist die Sendung am 19. Juni um 21.15 Uhr. Auch die die Frage des Moderators ist schon geklärt. Mit dem heute-Anchormann Steffen Seibert führt ein politischer Journalist durch die Sendung.
</p>
<p>
<a href="http://kanzler.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7505770,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Banner1.jpg" width="583" height="420" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/germanys-next-merkel-4259/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Obamas Versprechen auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/obamas-versprechen-auf-dem-pruefstand-4257/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/obamas-versprechen-auf-dem-pruefstand-4257/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:32:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/obamas-versprechen-auf-dem-pruefstand-4257/</guid>

					<description><![CDATA[&#34;Ihr sollt eure Regierung zur Rechenschaft ziehen. Ihr sollt mich zur Rechenschaft ziehen!&#34; So lautete eine der großen Aussagen, die Barack Obama während seines Wahlkampfes immer wieder proklamierte. &#34;In Ordnung, wir werden&#34;, reagierte daraufhin <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politifact.com</a> und rief den <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obameter</a> ins Leben. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Ihr sollt eure Regierung zur Rechenschaft ziehen. Ihr sollt mich zur Rechenschaft ziehen!&quot; So lautete eine der großen Aussagen, die Barack Obama während seines Wahlkampfes immer wieder proklamierte. &quot;In Ordnung, wir werden&quot;, reagierte daraufhin <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politifact.com</a> und rief den <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obameter</a> ins Leben. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Das Projekt der St. Petersburg Times aus Florida stellt dabei die  Wahlversprechen auf den Prüfstand, die der neue US-Präsident während des Wahlkampfes gemacht hat. <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/obamter34.jpg" vspace="10" width="265" align="left" height="215" hspace="10" /></a>Eingeteilt sind die Versprechungen dabei in sechs Kategorien: &quot;no action&quot; (keine<br />
Bewegung), &quot;in the works&quot;(in Arbeit), &quot;stalled&quot; (unterbrochen), &quot;promise broken&quot; (Versprechen gebrochen), &quot;compromise&quot; (Kompromiss) und<br />
&quot;promise kept&quot; (Versprechen gehalten).
</p>
<p>
<b>Mehr als nur eine Statistik <br />
</b>
</p>
<p>
politifact.com zählte insgesamt über 500<br />
Versprechungen, von denen noch 478 offen sind. Dieses negative Ergebnis ist allerdings dem Umstand geschuldet, dass Obama noch keine vier Wochen im<br />
Amt ist.
</p>
<p>
Das Tool ist aber mehr als nur reine Statistik. Es erklärt, warum es mit dem ein oder anderem Projekt<br />
hapert  &#8211; oder warum es bereits gescheitert ist. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/obamas-versprechen-auf-dem-pruefstand-4257/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Porto für rechtsverbindliche E-Mails</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/porto-fuer-rechtsverbindliche-e-mails-4251/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/porto-fuer-rechtsverbindliche-e-mails-4251/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 16:32:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Post]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[De-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[T-Systems]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/porto-fuer-rechtsverbindliche-e-mails-4251/</guid>

					<description><![CDATA[Das Bundesprojekt De-Mail soll ab 2010 einen vertraulichen und sicheren Geschäftsverkehr im Internet ermöglichen. Fragen zur Datensicherheit und den Kosten bleiben dennoch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesprojekt De-Mail soll ab 2010 einen vertraulichen und sicheren Geschäftsverkehr im Internet ermöglichen. Fragen zur Datensicherheit und den Kosten bleiben dennoch.<!--break--></p>
<p>Mit dem <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_028/nn_122688/sid_FB2EE59E47AC29B0A7008C6120AFEE11/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2009/01/Buergerportal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Kabinett gebilligten und am 11.2.09 im Bundestag diskutierten Gesetzentwurf</a> zum elektronischen Bürgerportal sind jetzt Sicherheits- und Datenschutzaspekte des Projektes umrissen. </p>
<p><b>Telekom und Deutsche Bahn zuständig für Daten</b></p>
<p>De-Mail soll nur von akkreditierten und staatlich geprüften Providern angeboten werden. In wie weit diese sicherer sind als andere, wird sich erst noch herausstellen müssen. Kritiker bemängelten, dass mit der Deutschen Telekom, T-Systems, der Deutschen Post oder der Deutschen Bahn mehrere ehemalige oder demnächst ehemalige Staatsbetriebe an der Umsetzung des Systems beteiligt wurden. Andere Konkurrenten wie zum Beispiel die Strato AG hatten <a href="http://www.heise.de/newsticker/Querelen-um-Buergerportale-und-Buergermail--/meldung/117126" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hierbei das Nachsehen</a>.</p>
<p>Zur Teilnahme soll der Bürger einen Account bei einem der jeweiligen Anbieter von De-Mail anlegen. Einrichten kann das Postfach nur, wer auch eindeutig identifizierbar ist. Dies geschieht zum Beispiel gegen Vorlage des Ausweises in einer Postfiliale oder später über den elektronischen Pass.</p>
<p>Allerdings war es gerade der Umgang mit den <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581938,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunden</a>-oder <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606767,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterdaten</a>, der den staatsnahen Konzernen in den vergangen Monaten sehr viel negative Presse einbrachte. Das Vertrauen der Bevölkerung in diese Unternehmen dürfte nicht unbedingt gefördert worden sein. Aber genau mit der Akzeptanz beim Bürger steht und fällt das Projekt.</p>
<p>Die Finanzierung ist derzeit durch ein ePorto geplant. Die Frage, die sich dabei stellt: Warum sollte auf einen kostenpflichtigen Service (De-Mail) zurückgegriffen werden, der sich bereits kostenlos (E-Mail) etabliert hat? Ob die Frage nach Sicherheit bei der Mehrzahl der Bürger bereits angekommen ist, wird sich erst noch zeigen müssen.</p>
<p><b>Schutz gegen Spam und Diebstahl?</b> </p>
<p>&quot;Jeder soll in die Lage versetzt werden, sich gegen unerwünschtes Mitlesen, Diebstahl wichtiger Daten, Betrug im Internet und gegen Spam besser zu schützen&quot;, umriss Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0205/politik/0066/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Zeitung</a>. </p>
<p>Dem setzte die Datenschutzexpertin der Grünen, Silke Stokar, ebenfalls in der Berliner Zeitung entgegen: &quot;Ich bezweifle, dass Herr Schäuble, wenn er unerwünschtes Mitlesen verhindern will, auch sich selber meint.&quot; Das Projekt müsse auf jeden Fall von externen Datenschützern gründlich untersucht werden. </p>
<p>Des Weiteren fordert sie, dass für den Bürger eindeutig klar werden muss, welche Behörden Zugriff auf die De-Mails haben. Zuständig für De-Mail wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sein, das wiederum direkt dem Innenministerium untersteht. </p>
<p>Das BSI selbst beschreibt auf seiner Seite zum <a href="http://www.bsi.de/bsi/gesetz.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz über die Errichtung der Institution in Paragraph 3 Aufgaben, Punkt 6</a>, dass das Amt den Strafverfolgungs- und Verfassungsschutzbehörden bei der Auswertung und Bewertung von Informationen zuarbeitet. Wie weit der Begriff Information hierbei gefasst wird, ist nicht weiter definiert.   </p>
<p><b>Kritik an Datensicherheit</b></p>
<p>Aber auch die technischen Seite des Projektes wird durchaus kritisch gesehen. So z. B. von der Opposition im Bundestag oder dem Bundesdatenschutz-Beauftragten Peter Schaar. Letzterem reicht es nicht aus, dass die Dienstanbieter bei De-Mail untereinander verschlüsselt miteinander kommunizieren.</p>
<p>Schaar sieht die die Gefahr, dass Dritte die Nachrichten auslesen oder gar verändern könnten und bevorzugt eine End-End-Verschlüsselung. Bei dieser Technik können mit entsprechenden Schlüsseln nur Absender und Empfänger die Nachrichten lesen.</p>
<p>Trotz der vielen offenen Fragen läuft die Pilotphase des Projektes im Sommer diesen Jahres in Friedrichshafen an. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/porto-fuer-rechtsverbindliche-e-mails-4251/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
