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	<title>hflor &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Virtueller Pranger für Dozenten</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
<span style="font-size: x-small">In den USA geht ein Stück um die Deutungshoheit im Nahost-Konflikt und wissenschaftliche Freiheit in die fünfte Spielzeit. Die Hauptdarsteller: ein konservativer Think Tank, diverse Dozenten für Nahost-Studien und – als Statisten - Studierende. Bühne ist die Website www.campus-watch.org.</span>
</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
<span style="font-size: x-small">In den USA geht ein Stück um die Deutungshoheit im Nahost-Konflikt und wissenschaftliche Freiheit in die fünfte Spielzeit. Die Hauptdarsteller: ein konservativer Think Tank, diverse Dozenten für Nahost-Studien und – als Statisten &#8211; Studierende. Bühne ist die Website www.campus-watch.org.</span>
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Campus Watch ist ein Projekt des Middle East Forums,<br />
einer konservativen und pro-israelischen Denkfabrik. Erklärtes<br />
Ziel der Organisation ist, US-amerikanische Interessen im Nahen<br />
Osten zu schützen. Zu diesen zählt vor allem der Kampf<br />
gegen einen militanten Islam und für eine allgemeine Anerkennung<br />
des Staates Israel sowie die Eindämmung der Bedrohung, die<br />
vom Iran ausgehe. Die Strategie des Forums ist es, „das intellektuelle<br />
Klima zu formen und beeinflussen“, in dem die US-Außenpolitik<br />
gemacht wird. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"><b>Liberalen Dozenten den Kampf angesagt</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Mit der Plattform <a href="http://www.campus-watch.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Campus<br />
Watch</a> hat das Middle East Forum den Dozenten der Nahost-Studiengänge<br />
den Kampf angesagt, die für den Think Tank einen „monolithischen<br />
linken Block“ bilden. Im mission statement auf Campus Watch<br />
ist dies etwas weniger forsch formuliert: Es gehe um die Verbesserung<br />
von Forschung und Lehre: um das Aufdecken analytischer Fehlschlüsse,<br />
darum, Politik und akademische Lehre nicht miteinander zu vermischen<br />
und Intoleranz einen Riegel vorzuschieben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Von Campus Watch kritisierte Dozenten bezeichneten<br />
die Plattform auf Nachfrage von politik-digital.de als ein Projekt<br />
von „Ultra-Zionisten“ (Prof. Omid Safi, University of<br />
North Carolina, Chapel Hill) und „anti-arabischen Rassisten“<br />
(Prof. Juan Cole, University of Michigan), die ein Klima der Angst<br />
verbreiten wollten, auf dass niemand die offizielle US-amerikanische<br />
oder israelische Politik kritisiere. Neben hohen Zahlen an Hate-Mails<br />
berichteten die Dozenten von der Einflussnahme auf Personalentscheidungen<br />
durch das Anprangern auf der Campus Watch-Site.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"><b>Studierende als Tippgeber</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Wie dies in der Praxis aussieht, zeigt ein Blick<br />
auf die Homepage. Dort findet sich neben dem hervorgehobenen „Quote<br />
of the month“ eine Fülle an Dozentenzitaten. Diese werden<br />
von Studierenden an die Redaktion geschickt. Aufgelistet sind Äußerungen,<br />
die sich kritisch mit dem US-amerikanischen Präsenz im Irak,<br />
der israelischen Politik oder etwa dem war on terror auseinandersetzen.<br />
Darüber hinaus werden auf der Seite kritisch Artikel, Blogs,<br />
Buchveröffentlichungen oder Konferenzbeiträge unter die<br />
Lupe genommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Dass ausgerechnet die Dozenten der Nahost-Studien<br />
in den Fokus gerieten, liegt an deren besonderer Rolle, die konservative<br />
Strategen ihnen beimessen. Als Lehrende, Publizisten und politische<br />
Berater treten sie als Multiplikatoren auf und tun genau das, was<br />
sich auch das Middle East Forum zum Ziel gesetzt hat: das intellektuelle<br />
Klima zu prägen. Es geht in dieser teils unerbitterlich ausgefochtenen<br />
Auseinandersetzung also um die Deutungshoheit über zentrale<br />
politische und militärische Konflikte. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"><b>Der Abschied vom akademischen Streit</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Campus Watch ein spezifisches Online-Projekt, das<br />
in dieser Form und Reichweite mit keinem anderen Medium realisierbar<br />
gewesen wäre. Quasi in Echtzeit, direkt nach der Vorlesung,<br />
wird ein Zitat an Campus Watch gemeldet und umgehend online stellt.<br />
Studierende und Kollegen können dann mit Solidaritätsbekundungen<br />
ebenso wie mit Hass-Mails den jeweiligen Dozenten erreichen. Diese<br />
wiederum reagieren z.B. in eigenen Blogs, Websites, Artikeln.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Die Auseinandersetzungen, die hier via Internet<br />
stattfinden, haben wenig von einer inhaltlichen Debatte. Vielmehr<br />
hält das Internet her als ausgeweitete Kampfzone, in der vor<br />
allem gegenseitige Diffamierungen und Bezichtigungen als Waffen<br />
eingesetzt werden. So ist Campus Watch zum Lehrstück geworden<br />
über die verschenkten Chancen im Internet.</span></p>
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