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	<title>Robert Meyer &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Robert Meyer &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Smart Meter: Der Datenschutz bleibt auf der Strecke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Dec 2015 09:51:03 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Nicht nur finanziell sind intelligente Stromzähler kein gutes Geschäft. Auch beim Datenschutz gibt es zahlreiche Bedenken gegen die sogenannten Smart Meter. Die Verbrauchsdaten verraten sogar, welches Haushaltsgerät wann in Betrieb ist. Damit ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten für Big Data.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Es ist drei Uhr nachts. Wir befinden uns in einem klassischen Mehrfamilienhaus. Die gesamte Bewohnerschaft hat sich schon vor Stunden schlafen gelegt. Die Waschmaschine bei Müllers im zweiten Stock springt von alleine an – zweieinhalb Stunden Waschgang mit 1.300 Umdrehungen. Natürlich im längeren Energiesparmodus, schließlich möchte man möglichst die Umwelt schonen. Nur die darunter im ersten Stock lebende Familie findet das aber nicht ganz so lustig.</p>
<p>Waschen, wenn der Strom am günstigsten ist. Dies ist eines der Kernargumente der Befürworter von Smart Meter. Und dieser Logik kann man sich auch nicht verschließen: Wer möchte nicht an der Stromrechnung sparen? Dazu braucht es intelligente Haushaltsgeräte sowie sogenannte Smart Meter, die intelligenten Stromzähler. In einem Smart Grid können beliebige Geräte zur optimalen Zeit eingeschaltet werden – alles im Sinne des günstigen Strompreises und der Verschiebung von Lastzeiten. Doch das Waschmaschinen-Beispiel verdeutlicht, dass diese idealisierte Vorstellung meistens an der Realität scheitert.</p>
<h3>Welcher Film läuft im Fernsehen?</h3>
<p>Wie groß ist das Einsparpotential, das intelligente Stromzähler angeblich versprechen? Die meisten Studien kamen zum selben Schluss: Sie kosten viel und sparen wenig. Als die Europäische Union den Einbau von Smart Metern in Haushalten als Zielvorgabe formulierte, sollten die Mitgliedsländer Nützlichkeitsstudien in Auftrag geben. In Deutschland war es die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst &amp; Young, die aber feststellte: Nur für Großverbraucher lohnt sich die Anschaffung finanziell. Haushalte mit bis zu 6.000 Kilowattstunden Verbrauch würden nur 1,2 bis 1,8 Prozent einsparen. Auf dieser Grundlage entschied die Bundesregierung, nur Verbraucher mit mehr als 6.000 Kilowattstunden in die Pflicht zu nehmen.</p>
<p>Um die Energiesparpotentiale optimal ausnützen zu können, müssten Energieunternehmen oder automatisierte Smart Grids die Geräte in einem Haushalt von außen steuern können. Damit ergeben sich aber datenschutztechnische Probleme. Durch Smart Metering hätte ein Stromkonzern detaillierten Einblick in das Verbrauchsprofil eines Haushalts. Je nach Einstellung können die intelligenten Stromzähler auch im Minutentakt Informationen an den Energielieferanten schicken. <a href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-1-147605/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das mag zwar gewisse Vorteile haben</a>, jedoch beginnt hier ein empfindlicher Bereich der Privatsphäre. Für die Bundesregierung als auch den Bundestag sind solche Informationen sensible Daten, die besonders vertraulich behandelt werden müssen. Und wer findet die Vorstellung, dass Haushaltsgeräte von alleine anspringen, nicht auch irgendwie gruselig?</p>
<p>Mittels solcher Daten kann präzise ermittelt werden, welche Haushaltsgeräte gerade benutzt werden. Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie an der Fachhochschule Münster konnte genau nachvollziehen, welche Geräte in Betrieb waren und welche nicht. Kühlschrank, Mikrowelle und Co. haben spezifische Stromverbrauchsprofile. Vergleicht man die Daten, die der Smart Meter sendet, mit bekannten Verbrauchskurven, ist eine Identifizierung kein Problem mehr. Die Forscher waren sogar in der Lage festzustellen, welcher Film gerade im Fernsehen lief. So lassen sich darüber hinaus Rückschlüsse auf die Zahl der Personen in einem Haushalt schließen.</p>
<h3>Leichtes Spiel für Stromdiebe</h3>
<p>Bisher ist ein solches Ausforschen noch Zukunftsmusik. Der Smart Meter-Rollout bis zum Jahr 2020 eröffnet jedoch völlig neue Perspektiven für Big Data. Man mag es nicht so schlimm finden, wenn der Stromkonzern weiß, ob nun der Fernseher läuft oder nicht. Aber in Verbindung mit anderen Daten – Stichwort Big Data – lassen sich exakte Profile erstellen, die auch Einfluss auf andere Lebensbereiche haben können. Die Frau Schmidt sitzt also nur vor dem Fernseher und kommt nie vom Sofa hoch? Da kann die Krankenkasse doch mal die Beiträge anheben. Natürlich ist das ein überspitztes Szenario, das aber zur Realität werden kann, wenn wir uns der Konsequenzen von Big Data nicht bewusstwerden.</p>
<p>Aber nicht nur Konzerne könnten die Verbrauchsdaten interessant finden. Kriminelle können mithilfe der Informationen Einbrüche planen. Dafür ist meist nur ein Eindringen über Smart Meter nötig – <a href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-einfallstor-hacker-147655/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein unrealistisches Szenario</a>. Auch Stromdiebe können die Daten manipulieren, um hieraus ihren eigenen Vorteil zu ziehen. Bereits 2012 sollen Mitarbeiter des Stromkonzerns Enemalta über 1.000 Smart Meter manipuliert haben, um Energie abzuzweigen. Die intelligenten Stromzähler zeichneten einfach weniger Verbrauch auf. Wer die Täter bezahlte, durfte sich über eine kleinere Stromrechnung freuen. Insgesamt soll dadurch allein in einem Jahr ein Schaden in Höhe von 30 Millionen Euro entstanden sein.</p>
<h3>Verbraucherverbände warnen vor einer „Zwangsdigitalisierung“</h3>
<p>Die Hersteller von Smart Metern führen zu ihrer Verteidigung an, dass die gesetzlichen Vorgaben ausreichende datenschutzrechtliche Vorgaben machen. Unter anderem hat das <a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik</a> ein Schutzprofil entwickelt – diesen Zertifizierungsprozess müssen Smart Meter durchlaufen. Darüber hinaus muss eine Firewall im Übertragungsmodul installiert werden. Außerdem gelte das Gebot der Datensparsamkeit. Eine minutengenaue Übermittlung der Daten an den Anbieter wird es nicht geben – zumindest vorerst.</p>
<p>Die <a href="http://www.vzbv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verbraucherzentrale Bundesverband</a> warnt trotzdem deutlich vor einer „Zwangsdigitalisierung“ deutscher Haushalte durch den Einbau von Smart Metern. „Die neue ‚intelligente Infrastruktur‘ bringt für die Mehrzahl der Stromverbraucher mehr Kosten als Nutzen. Eine Modernisierungsoffensive in Deutschlands Kellern darf nicht per Zwang und auf Kosten der Verbraucher verordnet werden“, so Marion Jungbluth, Leitung Team Energie und Mobilität des vzbv. Die Verbraucherschützer plädieren stattdessen für den freiwilligen Einbau. „Darüber hinaus sei das Potenzial der Vernetzung auf Haushaltsebene für die Hebung von Effizienzpotenzialen auf der Netzebene gering“, stellt die Verbraucherzentrale <a href="http://www.vzbv.de/pressemitteilung/smart-meter-verbraucher-lehnen-zwangsdigitalisierung-ab-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einer Pressemitteilung</a> fest.</p>
<p><em><strong>Lesen Sie den <a href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-1-147605/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Teil der Reihe</a>:</strong></em> Eine erfolgreiche Energiewende braucht nicht nur umweltfreundliche Stromquellen, sondern auch geeignete Abnehmer. Hier kommen intelligente Stromzähler ins Spiel. Darauf aufbauende „Smart Grids“ ermöglichen eine effiziente Energienutzung in einem von starken Schwankungen und dezentralisierten erneuerbaren Energien gekennzeichneten System.</p>
<p><em><strong>Lesen Sie den <a title="Intelligente Stromzähler: Einfallstor für Hacker" href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-einfallstor-hacker-147655/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten Teil der Reihe</a>:</strong></em> Intelligente Stromzähler sind künftig unumgänglich. Die sogenannten Smart Meter stehen jedoch im Verdacht, besonders anfällig für Hacker-Angriffe zu sein. Im schlimmsten Fall könnten so ganze Stromnetze lahmgelegt werden.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/eigirdas/2609315441/in/photolist-4Yzqzg-qUWAkV-2deze-5D8GNf-8vXtWh-sQhXu5-vHo6Ng-ouwxoG-5T6X6j-9koxEe-5WeCyV-YDzD-hHeTJN-dhcrhL-68AWeZ-nszzHu-7eKpi2-8ZjSgP-oVcUF-wHNEV7-5K7cna-byksZV-7uXJ64-8byG1L-67t6gQ-51SJ9d-5FjNXX-kXBmWn-9mqoBT-7buwjo-4UX3zP-qRKyHh-kuwNwa-dmnM9X-5UQhBV-4BDBPS-eMzno9-7BrXe-5migh-9NNu3z-6mbccG-wCU4GV-4P7ZdJ-kXBXhz-7Jc27G-B1m1n-ew3TfW-CENQ2-ft3oNz-oHaWD6" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elglrdas</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Bildung endlich digitalisieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 09:22:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit der Plattform bildungviernull.nrw möchte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Vorschläge zur digitalen Zukunft der Bildung sammeln. Bis zum 15. Januar 2016 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Bildungviernull.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-147739 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Bildungviernull.jpg" alt="Teaser-Bildungviernull" width="640" height="280" /></a>Mit der Plattform bildungviernull.nrw möchte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Vorschläge zur digitalen Zukunft der Bildung sammeln. Bis zum 15. Januar 2016 dürfen interessierte Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen und diskutieren.</p>
<p>Ausgerechnet Bildungseinrichtungen sind oft noch Horte des Analogen. Digitalisierung? Fehlanzeige. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens versucht derzeit, mithilfe der Online-Beteiligungsplattform <a href="https://www.bildungviernull.nrw/landnrw/de/home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bildungviernull.nrw</a>, Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern zum „Lernen im digitalen Wandel“ zu sammeln. Wie können Kitas, Schulen, Universitäten und die Fachkräfteausbildung besser an die digitalisierten Verhältnisse angepasst werden? Das Projekt soll ein realistisches Leitbild zum digitalen Lernen ergeben, von der frühkindlichen bis zur beruflichen Bildung – als Grundlage für die künftige Gestaltung des Bildungssystems. Bis zum 15. Januar 2016 können alle Interessierten und Experten Vorschläge für die Einbindung des Digitalen in die Bildung einbringen. Die Diskussion gliedert sich in fünf Themenbereiche:</p>
<ol>
<li>Selbstbestimmtes Lernen</li>
<li>Frühkindliche Bildung</li>
<li>Schule und Weiterbildung im Digitalen Wandel</li>
<li>Hochschule 4.0</li>
<li>Fachkräfteausbildung im Digitalen Wandel</li>
</ol>
<h3>Ausführlicher Diskussionsprozess</h3>
<p>Im Anschluss diskutiert das Bildungsministerium gemeinsam mit Expertinnen und Experten über die eingebrachten Vorschläge. Das Ergebnis des Fachgesprächs wird auf der Website zur Kommentierung veröffentlicht. Außerdem dient es als Grundlage für einen anschließenden Kongress, bei dem die Vorschläge in Workshops diskutiert werden. Darüber hinaus können sich Interessierte bis zum 15. Januar 2016 für einen Vortrag anmelden, um dort praxisnahe Beispiele zu erläutern. Im Nachgang des Kongresses wird es ein zweites Fachgespräch geben, auf dessen Basis ein Leitbild zum Thema „Lernen im digitalen Wandel“ entstehen soll. Dieses wird dann erneut zur Diskussion auf die Plattform gestellt und danach der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vorgelegt.</p>
<h3>Beteiligung: Ausbaufähig, jedoch konstruktiv</h3>
<p>Eine rege Beteiligung rufen aktuell vor allem klassische Fragen hervor. Sollten Tablets in den Unterricht eingebunden werden? Wie kann man Bildungseinrichtungen besser technisch ausstatten? Oft bleiben die Vorschläge sehr vage: „Entscheidende Voraussetzung für die für Kinder gewinnbringende Digitalisierung in der frühkindlichen Bildung ist die Medienbildung der Fachkräfte!“ Dennoch gibt es hin und wieder auch sehr konkrete Anregungen und Problemschilderungen. Welche Online-Plattformen eignen sich für Schulen? Welche Kosten sind im chronisch unterfinanzierten Bildungssystem damit verbunden? Wie sieht es dabei mit dem Datenschutz aus?</p>
<p>Drei Wochen nach dem Start der Beteiligungsplattform sind 86 Vorschläge sowie 111 Kommentare eingegangen. Augenscheinlich eher niedrige Werte. Jedoch lässt sich der Erfolg nicht nur quantitativ bemessen. Es kommt vor allem auf die Qualität der Beiträge an. Bisher konnten die Betreiber Troll-Beiträge aus der Diskussion raushalten. In Zeiten von Hate Speech und Co. eine Seltenheit.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/opensourceway/6082519811/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">opensource.com</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Intelligente Stromzähler: Einfallstor für Hacker</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/smart-meter-einfallstor-hacker-147655/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2015 09:22:53 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Intelligente Stromzähler sind künftig unumgänglich. Die sogenannten Smart Meter stehen jedoch im Verdacht, besonders anfällig für Hacker-Angriffe zu sein. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den einzelnen Verbraucher. Im schlimmsten Fall könnten so ganze Stromnetze lahmgelegt werden.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Eine fortschreitende Vernetzung erhöht die potenziellen Angriffsflächen von kritischen Infrastrukturen. „Die Erfahrung bei anderen Technologien zeigt, dass Sicherheitssysteme über kurz oder lang immer »geknackt« wurden, wenn der Anreiz dazu nur hoch genug ist.“ So ernüchternd lautet die Einschätzung des Deutschen Bundestags in seiner 2015 erschienenen Technikfolgenabschätzung zum Thema „Moderne Stromnetze“. Bei Smart Metern wird es nicht anders laufen. Dieser Ansicht sind fast alle Experten. Auch Dominik Spannheimer vom Übertragungsnetzbetreiber <a href="http://www.50hertz.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">50Hertz</a> sagt <a href="http://www.sdtb.de/index.php?id=2500&amp;termin=1&amp;tid=3051&amp;tbl=%2FKalender.164.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf einer Podiumsdiskussion Mitte November</a>: „Es gibt keine hundertprozentige IT- und damit auch Netz-Sicherheit.“</p>
<p>Einerseits kann das Eindringen auf physischem Wege geschehen. Kritische Infrastrukturen sind heute noch zentralisiert und dadurch weitgehend abgesichert – sei es nur der Zaun um das Umspannwerk. In Zukunft wird es aufgrund der großen Zahl von installierten Smart Metern deutlich mehr Angriffspunkte geben. Wer Zugang zu Smart Metern hat, kann diese auch manipulieren. Jedoch ist der Aufwand für einen solchen Einbruch meist zu hoch.</p>
<h3>Wie gehen Angreifer vor?</h3>
<p>Vielmehr versuchen sich Angreifer, über lückenhafte Software und Kommunikationsschnittstellen in das System einzuklinken. Das ist laut Experten oft auch der viel einfachere Zugang. Ein Einfallstor sind zum Beispiel sogenannte SCADA-Systeme, die der Überwachung und Visualisierung der Steuerungsprozesse in einem System dienen. Auch einer der bekanntesten Cyber-Würmer machte sich an diesen zu schaffen: Stuxnet. Veraltete Virensoftware, fehlende Systemupdates, schwache Authentifizierung (Passwörter) oder selten durchgeführte Sicherheitstests sind Schwachstellen von solchen Systemen. Der Bundestag betont in seiner Technikfolgenabschätzung: „Stuxnet ist unter dem Strich weniger in seiner Eigenschaft als konkrete Schadsoftware alarmierend – wichtig ist vielmehr der nun vorliegende Nachweis über die Möglichkeit von Angriffen solcher Qualität. […] Durch Stuxnet wird deutlich, dass die gesamte Sicherheitskonzeption von Systemen zur Prozesssteuerung dringlich zu überdenken und, wo notwendig, der aktuellen Bedrohungslage anzupassen ist.“</p>
<p>Ein großes Problem ist dabei die Standardisierung der Technik. Hätte jedes Messgerät eine andere Software, wäre der Aufwand, in genügend Systeme einzudringen, viel höher. Durch Standard-Komponenten wird es natürlich leichter, in mehr als nur einen einzigen Smart Meter einzudringen. Knacken Hacker einen, knacken sie alle.</p>
<p>Eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit von Systemen und damit auch einem intelligenten Stromnetz ist und bleibt darüber hinaus der Faktor Mensch. Ungeschulte Mitarbeiter oder alltägliche Fehler können ein Einfallstor für Angreifer sein. Schon alleine das Öffnen infizierter E-Mails reicht aus, um in ein System einzudringen. Bei einem Test sind kürzlich <a href="http://www.netzpiloten.de/phishing-polizei-sicherheit-mensch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mehr als 50 Prozent der Polizeibeamten auf solche Phishing-Mails hereingefallen</a>. Dass dieses Szenario auf dem Strommarkt nicht nur in der Theorie existiert, beweist eine als „Dragonfly“ bekanntgewordene Hacker-Gruppe. Die IT-Sicherheitsfirma <a href="http://www.netzpiloten.de/phishing-polizei-sicherheit-mensch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Symantec</a> <a href="http://www.symantec.com/connect/blogs/dragonfly-western-energy-companies-under-sabotage-threat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete im Sommer 2014</a> über einen breit angelegten Angriff auf die IT-Anlagen der westlichen Energiewirtschaft. „Dragonfly“ nutzt üblicherweise verseuchte E-Mails, um in die Systeme einzudringen. Die eingeschleuste Malware spionierte dann Systeminformationen und Passwörter aus. Wenn die Gruppe die Möglichkeiten genutzt hätte, die ihr offenstanden, so Symantec, hätte die Energieversorgung in den betroffenen Ländern großen Schaden nehmen können. Unter anderem wurden Netzbetreiber, Energieproduzenten und Hersteller für die Industrie infiziert. Betroffen waren vor allem Spanien und die USA. Aber auch deutsche Unternehmen gerieten ins Fadenkreuz der professionell vorgehenden Hacker.</p>
<h3>Was können Angreifer im Stromnetz anrichten?</h3>
<p>Sobald sich die Angreifer Zugang zum System geschaffen haben, stehen ihnen fast alle Möglichkeiten offen. Auf der anderen Seite können Eindringlinge auch systemische Krisen auslösen. Über Smart Meter gelangen sie in die Kommunikationsinfrastruktur und können so durch böswillige Kommandos dem Netzbetreiber sowie dem Smart Grid erheblichen Schaden zufügen. Durch das Senden verfälschter Informationen an den Betreiber können unter anderem falsche Steuerungsaktionen ausgelöst werden. Überlastungen im Stromnetz wären eine mögliche Folge. Wenn die Angreifer die Kontrolle über das System haben, dürfte es auch ein leichtes sein, beispielsweise die Energiezufuhr in U-Bahnen auszuschalten. Doch es könnte auch weitaus gravierendere Folgen haben, so eine entsprechende <a href="https://www.infosys.tuwien.ac.at/staff/skopik/ait/2012_giinf.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie aus Österreich von 2012</a>: „So könnte etwa ein (klassischer) IT-Angriff (z. B. ein Wurm) zum Totalausfall des Stromnetzes führen.“</p>
<h3>Wie wahrscheinlich sind solche Szenarien?</h3>
<p>Die Bedrohungslage ist deutlich. Doch existiert diese nur in der Theorie? Grundsätzlich gilt: Je vernetzter ein System ist, beispielsweise eine Stadt, desto größer ist die Zahl potenzieller Angriffsflächen. Bereits 2012 stellte das Innenministerium fest, dass es immer mehr Cyber-Attacken auf Informationsstrukturen gibt, die gleichzeitig zunehmend professioneller durchgeführt werden. „Zwei bis drei Mal pro Woche bekommen wir einen Angriff mit“, schildert Dominik Spannheimer seine Erfahrungen beim Netzbetreiber 50Hertz.</p>
<p>Smart Meter stehen in besonderem Verdacht, anfällig für Angriffe auf sich selbst und das gesamte Stromnetz zu sein. „In verschiedenen Untersuchungen von IT-Experten wurde gezeigt, dass die Sicherheit marktgängiger Smart Meter mit nicht allzu komplexen und relativ verbreiteten Angriffstechniken kompromittiert werden kann“, stellt der Bundestag in seiner Technikfolgenabschätzung fest. Bereits die Kontrolle über wenige Smart Meter reicht aus, <a href="//www.syssec-project.eu/m/page-media/3/costache-ec2nd11.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so eine Studie</a>, um gefährliche Spannungsspitzen zu verursachen, die letztendlich zum Blackout führen können. Die öffentliche Sicherheit wäre in der Folge gefährdet.</p>
<p>Der Roman <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/BLACKOUT-Morgen-ist-es-zu-spaet-Roman/Marc-Elsberg/e394832.rhd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Blackout“ von Marc Elsberg</a> beschrieb vor einigen Jahren genau dieses Szenario. Unter anderem hatten Angreifer Smart Meter manipuliert, um das europäische Stromnetz lahmzulegen. Möglich ist das Szenario, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich. Die geschilderte Aneinanderreihung fällt wohl in die Kategorie „One in a Million“. Dennoch werden wir uns in Zukunft auf Stromausfälle einstellen müssen. Auf der Podiumsdiskussion Mitte November über die Netzsicherheit warnt Karsten Pieschke von der <a href="http://www.psi.de/de/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PSI AG</a>: Wir dürfen uns bezüglich der Netzsicherheit bloß nicht in falsche Sicherheit wiegen. Die PSI AG bietet Leitsystemsoftware für große Versorgungsnetze. Die Software optimiert und steuert den weitaus größten Teil der Deutschen Strom- und Gasnetze sowie viele Versorgungsnetze in Europa und Asien. Vor allem lokale Blackouts werden häufiger vorkommen, so Pieschke. Intelligente Stromzähler und Netze, merkt Dominik Spannheimer an, machen das Roman-Szenario aber durchaus wahrscheinlicher.</p>
<h3>Was kann man dagegen machen?</h3>
<p>IT-Systeme sind niemals zu 100 Prozent sicher. Mit dieser ernüchternden Erkenntnis müssen wir heutzutage leben. Dennoch kann man versuchen, die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Angriffe auf das Stromnetz zu reduzieren. Dazu braucht es effektive Sicherungsmaßnahmen. Der Deutsche Bundestag zieht bisher aber ein kritisches Fazit: Insbesondere „in den Verteilnetzen, in denen die Automatisierung von Prozessen und die Nutzung von IT bisher keineswegs zum Standard gehören, stellt dies vielfach absolutes Neuland dar.“ Problem ist häufig die Finanzierung, da IT-Sicherheit oftmals noch als Kosten, nicht als Zukunftsinvestition gesehen wird. Viele Sicherungsmethoden sind in der Theorie bekannt, werden in der Praxis aber kaum angewandt, da sie entweder zu teuer oder zu komplex sind.</p>
<p>Das <a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)</a> hat einen Mindeststandard für die IT-Sicherheit von Smart Metern entwickelt, der in den Augen vieler ausreichend ist. Sandro Gaycken, Direktor der <a href="https://de.esmt.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European School of Management and Technology</a> und Berater für Cyber-Security, ist jedoch skeptisch. Acht bis zehn Jahre brauche es definitiv noch, bis es gute Sicherheitskonzepte gibt. Viele der heutigen Technologien und deren Markt seien noch nicht ausgereift genug.</p>
<h3>Wie soll man mit der Bedrohung umgehen?</h3>
<p>Praktisch versuche man bei 50Hertz zum Beispiel, Internet und Stromsysteme klar voneinander zu trennen, um Angriffe zu vermeiden. Auch der schlichte physische Schutz von Smart Metern, beispielsweise mit Schlössern, wäre ein Mittel der Sicherung. Regelmäßige Tests der Systeme und Updates sollten vor allem bei den Netzbetreibern und Energieunternehmen selbstverständlich sein. Insgesamt ist es aber trotzdem schwierig, die Sicherheit im Smart Grid zu gewährleisten, da es viele Beteiligte und kaum zentrale Stellen gibt, wodurch die Zahl der Angriffsflächen steigt. Die Offenheit des digitalen Raums hat außerdem zur Folge, dass Angriffe verschleiert und auch fremde Computer für die Attacken missbraucht werden können. Die Möglichkeiten zur Abwehr sowie die Rückverfolgung sind dadurch enorm begrenzt.</p>
<p>Die KRITIS-Strategie des Innenministeriums setzt angesichts der Unvermeidbarkeit solcher Angriffe vor allem auch einen Schwerpunkt auf die Nachsorge. Eine offene Risikokommunikation oder Selbstverpflichtungen oder Selbsthilfe-Fähigkeiten werden von Nöten sein. Das Krisenmanagement muss effizient sein und der Regelbetrieb schnell wiederaufgenommen werden.</p>
<p>Intelligente Stromnetze können niemals zu 100 Prozent sicher sein. Es ist vor allem eine Frage unseres Umgangs mit den möglichen Bedrohungen. Mit einer passenden Vorsorge ist es zumindest möglich, die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit erfolgreicher Angriffe zu verkleinern und ihre Folgen zu minimieren.</p>
<p><em><strong>Lesen Sie den <a href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-1-147605/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Teil der Reihe</a>:</strong></em> Eine erfolgreiche Energiewende braucht nicht nur umweltfreundliche Stromquellen, sondern auch geeignete Abnehmer. Hier kommen intelligente Stromzähler ins Spiel. Darauf aufbauende „Smart Grids“ ermöglichen eine effiziente Energienutzung in einem von starken Schwankungen und dezentralisierten erneuerbaren Energien gekennzeichneten System.</p>
<p><em><strong>Lesen Sie den <a title="Smart Meter: Der Datenschutz bleibt auf der Strecke" href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-datenschutz-147749/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritten Teil der Reihe</a>:</strong></em> Nicht nur finanziell sind intelligente Stromzähler kein gutes Geschäft. Auch beim Datenschutz gibt es zahlreiche Bedenken gegen die sogenannten Smart Meter. Verbraucherverbände warnen vor einer „Zwangsdigitalisierung“.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/nayukim/5704133786" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nayu Kim</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>NSA: „Es gibt noch eine ganze Menge Aufklärungsbedarf“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2015 14:44:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit Christian Flisek und Jens Zimmermann über aktuelle netzpolitische Themen. Vor allem die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Header-3.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-147705 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Header-3.jpg" alt="SPD-Parteitag-Header-3" width="640" height="280" /></a>Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit Christian Flisek und Jens Zimmermann über aktuelle netzpolitische Themen. Vor allem die Überwachungstätigkeiten der NSA und des BND sowie die Digitale Agenda standen dabei im Fokus.</p>
<p>Fast zwei Jahre lang beschäftigt sich der Deutsche Bundestag nun mit den Enthüllungen von Edward Snowden und deren Konsequenzen. „Es gibt noch eine ganze Menge Aufklärungsbedarf“, konstatiert Christian Flisek, SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss. Der Bundesnachrichtendienst (BND) habe mit seiner „Weltraumtheorie“ eindeutig deutsches Recht überstrapaziert. Laut dieser Auslegung fallen Daten, die per Satellit abgeschöpft werden, nicht unter deutsches Recht. So könne es nicht weitergehen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bis spätestens nächsten Sommer hier eine umfassende BND-Reform bekommen werden.“</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=n5jS1qNuFbA" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Christian Flisek" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n5jS1qNuFbA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Flisek rechtfertigte sich außerdem zu seiner Position bezüglich der <a href="http://politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-vorratsdatenspeicherung-147222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kürzlich beschlossenen Vorratsdatenspeicherung</a>. Er war der einzige SPD-Abgeordnete im Ausschuss Digitale Agenda, der für das Gesetz votiert hat. Als Berichterstatter im federführenden Rechtsausschuss habe er konstruktiv auf die Gestaltung Einfluss nehmen wollen. „Wir müssen nach vielen Jahren einer sehr ideologischen Diskussion ein Stück weit alle miteinander aus den Schützengräben kommen.“ Christian Flisek betonte vor allem die beschlossene Evaluierung des Gesetzes in drei Jahren.</p>
<p>Jens Zimmermann, SPD-Abgeordneter im Ausschuss Digitale Agenda, hat trotzdem gegen die neue Vorratsdatenspeicherung gestimmt. „In der leider aktuell angespannten Sicherheitssituation sehen wir ja immer wieder, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht das Allheilmittel ist.“ Vor allem Ermittlungsbehörden müssen besser ausgestattet werden, um der Terrorgefahr zu begegnen.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=Q3cyi1bQ9oU" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Jens Zimmermann" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Q3cyi1bQ9oU?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit Jens Zimmermann sprachen wir darüber hinaus über den Stand der <a href="http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/digitale-agenda.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Agenda</a>. Er sehe schon Fortschritte, jedoch müsse man vor allem die Außendarstellung deutlich verbessern. „Vieles, was auch im Kleinen getan wird, kommt außen gar nicht so an.“ Zu den <a href="http://www.telekom.com/medien/managementzursache/291708" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ankündigungen der Telekom</a>, die Neuregelungen der Netzneutralität für Spezialdienste wie Telemedizin oder Online-Gaming auszunutzen, sagte Zimmermann: „Wir haben das zur Kenntnis genommen und werden das sehr kritisch begutachten.“ Trotzdem habe die Telekom hier schon „eine fiese Fratze“ gezeigt, so der SPD-Abgeordnete.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>„Es muss ein Recht auf anonyme Kommunikation geben.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 15:01:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil sowie der Abgeordneten Saskia Esken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Teaser-1.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-147684 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD-Parteitag-Teaser-1.jpg" alt="SPD Parteitag Teaser 1" width="640" height="280" /></a>Auf dem Bundesparteitag der SPD sprachen wir mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil sowie der Abgeordneten Saskia Esken über aktuelle Herausforderungen der Netzpolitik und das neue digitale Grundsatzprogramm der Partei.</p>
<p>Ein eigenes digitales Grundsatzprogramm, die Konsequenzen aus den Anschlägen von Paris und netzpolitische Herausforderungen in Deutschland &#8211; hierüber sprachen wir mit Lars Klingbeil, dem netzpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion, und Saskia Esken, SPD-Abgeordnete im Ausschuss Digitale Agenda.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=xN47x49ovVw&amp;feature=youtu.be" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Lars Klingbeil" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/xN47x49ovVw?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Lars Klingbeil gab sich erleichtert, dass die Terroranschläge in Frankreich nicht die üblichen Forderungen nach verschärften Sicherheitsgesetzen im Internet zur Folge hatten. Er selbst ist hierbei ebenfalls sehr zurückhaltend und forderte vor allem eine bessere Ausstattung von Ermittlern mit den nötigen Ressourcen &#8211; schließlich seien die Täter den französischen Behörden bekannt gewesen. Er warnte aber gleichzeitig vor überzogenen Forderungen, beispielsweise dem Verbot des Anonymisierungsdienstes „Tor“ oder Hintertüren in Verschlüsselungstechnologien für Ermittlungsbehörden.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=hB7mi7YafhM&amp;feature=youtu.be" title="SPD-Bundesparteitag Spezial mit Saskia Esken" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/hB7mi7YafhM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Saskia Esken plädierte für eine bessere mediale Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Jedoch nicht nur in Form eines Pflichtfaches Informatik: „Wir müssen mit diesen Inhalten auch in alle Schulfächer reingehen.“ Wir sprachen mit Saskia Esken darüber hinaus auch über den kürzlich <a href="http://politik-digital.de/news/abschaffung-der-stoererhaftung-bundesregierung-in-der-kritik-147429/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Störerhaftung</a>. „Der Gesetzentwurf macht mich nicht glücklich.“ Er produziere viele neue Rechtsunsicherheiten, so Esken. Deshalb brauche es noch Nachbesserungen.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Hangout mit der neuen SPD-Generalsekretärin Katarina Barley</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2015 14:03:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die neue Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley, hat in einem Hangout von politik-digital.de Rede und Antwort gestanden. Sie sprach mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barley-Teaser.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147701" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barley-Teaser.png" alt="Barley-Teaser" width="640" height="280" /></a>Die neue Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley, hat in einem Hangout von politik-digital.de Rede und Antwort gestanden. Sie sprach mit uns über die künftigen Herausforderungen, Aufgaben und Ziele, die ihr Posten mit sich bringt.</p>
<p>Katarina Barley möchte vor allem den kommunikativen Aspekt ihrer Rolle als Generalsekretärin ausbauen – ihre große Leidenschaft und Stärke, sagt sie. Insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahlkampf 2017 kündigt sie mehr digitale Formate an. „Die Partei soll noch moderner werden – noch attraktiver.“ Vor allem die Jugend soll mit solchen Angeboten abgeholt werden. „Politik muss raus aus der verstaubten Ecke, wo sie für manche junge Menschen ist.“ Barley plädierte dabei auch für ein Wahlrecht ab 16 Jahren, vor allem im Lichte des demographischen Wandels.</p>
<p>Die neue Generalsekretärin kam aber auch bei unserem Hangout nicht um aktuell drängende Fragen herum. Viele der Userfragen drehten sich um die Flüchtlingskrise oder den Kriegseinsatz in Syrien. Katarina Barley selbst lehnt Flüchtlingsobergrenzen ab. Sollte die CDU trotzdem eine solche Begrenzung auf ihrem Parteitag in Karlsruhe beschließen, würde man einen Kompromiss finden, so Barley. „An dem Thema wird die Koalition nicht zerbrechen. Wir werden uns einigen.“</p>
<p>Nichtsdestotrotz kritisierte Katarina Barley die Kommunikation der Bundeskanzlerin bezüglich des Syrieneinsatzes der Bundeswehr. Eine Erklärung an das Volk wäre durchaus angebracht gewesen. Sie hält nichts von Merkels Strategie des „Wegduckens“. „Ich finde, das ist ein ganz problematischer Politikstil, weil Politik Auseinandersetzung ist und dann muss man auch Stellung beziehen.“</p>
<h3>Über Katarina Barley</h3>
<p>Beim SPD-Bundesparteitag wurde die bisherige Bundestagsabgeordnete <a title="Homepage Katarina Barley SPD" href="http://www.katarina-barley.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Katarina Barley</a> von den Delegierten zur neuen Generalsekretärin gewählt. 93 Prozent der Delegierten votierten für die gebürtige Kölnerin. Sie tritt die Nachfolge von Yasmin Fahimi an, die zum neuen Jahr Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium wird.</p>
<p>Katarina Barley arbeitete nach ihrem Studium für eine Hamburger Großkanzlei, wechselte dann zum wissenschaftlichen Dienst des rheinland-pfälzischen Landtags und bekam 2001 das Angebot, für die ehemalige Bundesverfassungsrichterin Renate Jaeger zu arbeiten. Die promovierte Juristin trat 1994 der SPD bei und ist seit 2005 Mitglied des Vorstandes des SPD im Kreis Trier-Saarburg. Seit 2010 hat sie dessen Vorsitz inne. 2013 zog sie für ihre Partei über die Landesliste Rheinland-Pfalz in den Deutschen Bundestag ein.</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=PLvQcBZC3Uc" title="Digitale Bürgersprechstunde mit der neuen SPD-Generalsekretärin (live vom Bundesparteitag)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/PLvQcBZC3Uc?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bild: <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Smart Meter – der zweite Schritt der Energiewende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 13:46:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Eine erfolgreiche Energiewende braucht nicht nur umweltfreundliche Stromquellen, sondern auch geeignete Abnehmer. Hier kommen intelligente Stromzähler ins Spiel. Darauf aufbauende „Smart Grids“ ermöglichen eine effiziente Energienutzung in einem von starken Schwankungen und dezentralisierten erneuerbaren Energien gekennzeichneten System.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Bundesregierung plant eine flächendeckende Versorgung mit intelligenten Stromzählern. Bis 2020 sollen die kleinen Computer in allen Haushalten mit einem Verbrauch über 6.000 Kilowattstunden installiert werden. Für Großverbraucher mit mehr als 10.000 Kilowattstunden Nutzung sind sie sogar schon ab 2017 verpflichtend. Das geschieht auf Grundlage einer EU-Richtlinie (<a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:211:0055:0093:de:PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2009/72 EG</a>), wonach 2020 insgesamt 80 Prozent aller Haushalte mit Smart Metern ausgestattet sein sollen. Die Mitgliedsstaaten sollten hierfür Bedarfsprüfungen durchführen, auf deren Grundlage der wirtschaftliche Nutzen von Smart Metern bewertet wird. Die intelligenten Stromzähler werden nur in jenen Haushalten eingebaut, wo die Einsparungen die Kosten des Einbaus und des Betriebs übersteigen.</p>
<p>Das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ wird im Frühjahr 2016 im Bundestag beraten. Bereits seit 2010 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen für Neubauten und nach umfangreichen Renovierungen Vorschrift.</p>
<h3>Was sind Smart Meter?</h3>
<p>Smart Meter sind digitale intelligente Messgeräte zur Bestimmung des Stromverbrauchs in einem Haushalt oder einem Betrieb. Sie ermöglichen eine wechselseitige Kommunikation zwischen Verbraucher und Versorger. Die bisher üblichen analogen Zähler arbeiteten mittels Aufsummierung des Verbrauchs, während digitale Zähler zu einer zeitgenauen Messung des Strombedarfs verhelfen. Dem Energieunternehmen kann so beispielsweise im 1-, 2-, 15- oder auch 60-Minuten-Takt der Stromverbrauch übermittelt werden.</p>
<p>Ein Smart Meter allein macht aber noch kein intelligentes Messsystem. Das entsteht erst in Kombination mit einem kommunikationstechnischen Modul, dem Smart Meter Gateway. Kommen vereinfacht gesprochen eine Vielzahl von Gateways, entsprechenden Rechenzentren, Steuerungszentralen sowie Energieproduzenten zusammen, spricht man von einem Smart Grid – das intelligente Stromnetz. In ihm werden Angebot und Nachfrage von einer Vielzahl an Akteuren und Technologien auf dem Strommarkt effizient in ein Gesamtsystem integriert.</p>
<h3>Welche Vorteile haben Smart Grids?</h3>
<p>Durch Smart Grids ergeben sich für die Netzbetreiber einige Vorteile, ohne die die Energiewende wohl kaum möglich wäre. Netzkapazitäten können durch die Verschiebung von Spitzenlastzeiten in lastschwächere Zeiten besser genutzt werden. Im Idealzustand schaltet sich die Waschmaschine um drei Uhr nachts von alleine ein. Zu dieser Zeit sind Stromverbrauch und Preis pro Kilowattstunde gering. Vor allem nach dem Aufstehen, während der Mittagszeit und in den Abendstunden treten in Deutschland wochentags Spitzenlasten auf.</p>
<p>Ohne das intelligente Stromnetz kann die Energiewende in Deutschland nicht gelingen. Solar- und Windenergie sind nicht planbar – mal schiebt sich eine Wolke vor die Sonne, mal kommt ein starker Sturm auf. Im Norden weht der Wind, im Süden gibt es blauen Himmel. Die stark schwankenden erneuerbaren Energien bedeuten großen Stress für das Stromnetz. Smart Grids können auf solche Verschiebungen in der Produktion reagieren und sie klug ausbalancieren. Drohende Überlastungen und Engpässe können deutlich besser erkannt, gegengesteuert und vermieden werden.</p>
<p>Allerdings ergeben sich aus der Verwendung von intelligenten Stromzählern und Smart Grids auch Herausforderungen und Probleme &#8211; Cyber-Sicherheit, Datenschutz, Wirtschaftlichkeit, über die wir in den nächsten Wochen berichten werden.</p>
<p><em><strong>Lesen Sie den <a href="http://politik-digital.de/news/smart-meter-einfallstor-hacker-147655/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten Teil der Reihe</a>:</strong></em> Smart Meter stehen im Verdacht, besonders anfällig für Hacker-Angriffe zu sein. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den einzelnen Verbraucher. Im schlimmsten Fall könnten so ganze Stromnetze lahmgelegt werden.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NASA</a> (gemeinfrei)</p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<item>
		<title>DigiKon 2015: Alles ist digital – nur die Politik nicht?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digikon15-147569/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2015 17:46:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Ebert-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[DigiKon]]></category>
		<category><![CDATA[DigiKon15]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt radikal verändern. Zu diesem Schluss kommen die Teilnehmer der DigiKon 2015 der Friedrich-Ebert-Stiftung. Darüber hinaus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-DigiKon15.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147571" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-DigiKon15.jpg" alt="Teaser-DigiKon15" width="640" height="280" /></a>Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt radikal verändern. Zu diesem Schluss kommen die Teilnehmer der DigiKon 2015 der Friedrich-Ebert-Stiftung. Darüber hinaus sollte die Nutzung des Internet nicht als Revolution, sondern als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden. Vor allem die Politik hinke in dieser Entwicklung sehr weit hinterher. Viele Thesen auf der zweitägigen Fachkonferenz waren nachvollziehbar – wirklich neu waren die meisten Erkenntnisse jedoch nicht.</p>
<p>“Wo bleibt der Mensch”, fragte der Vorsitzende der <a href="http://www.fes.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friedrich-Ebert-Stiftung</a> Kurt Beck zu Beginn der #DigiKon15. Eine berechtigte Frage, da die Digitalisierung oft den Fokus auf die Technik, jedoch nicht auf die Arbeiterinnen und Arbeiter wirft. Der erste Tag der Fachtagung kreiste rund um die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Am zweiten Tag standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Politik im Mittelpunkt. Zahlreiche Workshops versuchten, diese Problemstellungen mit verschiedenen Blickwinkeln zu erörtern. Im Zentrum der DigiKon standen jedoch zwei Podiumsdiskussionen mit prominenter Besetzung.</p>
<h3>Arbeit wird sich radikal verändern</h3>
<p>Die Podiumsdiskussion zur digitalen Zukunft von Wirtschaft und Arbeit kreiste vor allem um die Frage, was mit Arbeit im heutigen Sinne geschehen wird. Die Digitalisierung wird fast alle Branchen nachhaltig verändern. Jeder zweite Arbeitsplatz wird sich radikal verändern, meint Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim <a href="http://bdi.eu/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband der Deutschen Industrie</a>. Große Unternehmen müssen sich transformieren, ergänzt Martin Ott, Managing Director bei Facebook, sonst werden sie in dieser Entwicklung untergehen. Autohersteller müssten beispielsweise künftig Mobilität verkaufen, keine Fahrzeuge. Dieser Ansicht ist Start-Up-Beraterin Stephanie Renner, Gründerin des Online-Musiksenders <a href="https://www.tape.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tape.tv</a>. Es gehe um die Weiterentwicklung der Geschäftsfelder und deren Neuerfindung. Sie verstehe dabei die laufende Debatte um die Digitalisierung jedoch überhaupt nicht. Die Nutzung von digitalen Techniken sei für sie selbstverständlicher Arbeitsalltag, keine anstehende Revolution.</p>
<p>Es findet ein Strukturwandel statt, der teilweise auch noch unterschätzt wird, betont der Chef des <a href="http://www.dgb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Gewerkschaftsbunds</a> Reiner Hoffmann. Der Mensch müsse bei dieser Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Vor allem weiterbildende und qualifizierende Maßnahmen seien die Devise der Zukunft. Martin Ott bekräftigte, dass auch Fehler erlaubt sein müssen und als Motor für Innovation dienen können. Unternehmen dürften darüber hinaus auch keine Angst haben, ihr Geschäftsmodell grundsätzlich zu hinterfragen, um zukunftsfähig zu sein.</p>
<h3>Netzpolitik führt Nischendasein</h3>
<p>Mit der Frage, inwieweit das Internet die politische Kommunikation verändert, beschäftigten sich die Diskussion und die folgenden spezifischen Foren an Tag zwei. Parteien sind gut beraten, so Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Social Media und das Internet für sich zu nutzen. Jedoch sei das Netz dabei nur einer unter vielen Kommunikationskanälen. Die Politik habe „kein Kommunikationsproblem, sondern ein Substanzproblem“. Wer keine Inhalte hat, dem helfen auch die besten Kanäle nicht.</p>
<p>Er widerspricht jedoch der Euphorie, die durch die demokratischen Möglichkeiten des Internet ausgelöst wurde. Es entstünden segmentierte Teilöffentlichkeiten – nicht jeder beteilige sich. Gesamtgesellschaftliche Debatten bleiben weitestgehend aus. Das Internet ist kein demokratischer „Heilsbringer“, so Machnig. Valentina Kerst vom <a href="https://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zentrum für digitalen Fortschritt D64</a> entgegnete, dass die große Internet-Euphorie durch die Enthüllungen von Edward Snowden zwar gebremst wurde, mittlerweile aber wieder vorhanden sei. Netzpolitische Themen seien aber nach wie vor nicht wahlentscheidend. Man müsse eine „digitale DNA in die Politik bekommen“, um ein entsprechendes Bewusstsein für digitale Kommunikation zu schaffen.</p>
<h3>Gebremste Euphorie?</h3>
<p><a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpolitik.org</a>-Chefredakteur Markus Beckedahl warf der Bundesregierung vor, netzpolitisch zu stagnieren. Seit den Enthüllungen von Snowden sei im Bereich Datenschutz nichts passiert, dafür aber <a href="http://politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-vorratsdatenspeicherung-147222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Überwachung ausgebaut worden</a>. Wir befänden uns im Internet in einer „total überwachten Kommunikationsumgebung“. Auf die Interessen und Wünsche der BürgerInnen und Organisationen gehen die verantwortlichen PolitikerInnen dabei kaum ein, so Beckedahl. „Netzpolitische Diskurse werden von der Bundesregierung nur mit der Industrie geführt, nicht mit der Zivilgesellschaft.“</p>
<p>Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, bescheinigte der Politik einen relativ guten Umgang mit dem Digitalen. Das Internet ist dabei jedoch kein reiner Kommunikationskanal, widersprach er Machnig. Aber auch Billen konstatiert, dass das „Paradies Internet“ unter den Enthüllungen des NSA-Whistleblowers gelitten hat. Wir müssten uns fragen, wie wir mit den zwangsweise anfallenden Daten in Zukunft umgehen wollen. Regulierung sei nötig, so Billen. Er prophezeite ein „Digitales Bürgerliches Gesetzbuch“, das sich mit solchen Fragen auseinandersetzt.</p>
<p>Im Internet, so ist sich die Runde einig, können aber auch wichtige politische Trends abgelesen werden. Zwar sei Klick-Aktivismus auf Plattformen wie <a href="https://www.change.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">change.org</a> nicht die effektivste Methode der demokratischen Partizipation. Jedoch zeige sich hier, was die Menschen bewegt – ein gesellschaftlicher „Seismograph“, so Machnig.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.fes.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friedrich-Ebert-Stiftung</a></p>
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		<title>Österreich: Bürger wollen mehr politische Kommunikation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2015 11:34:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Oesterreich.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-147524 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Oesterreich.jpg" alt="Teaser-Oesterreich" width="640" height="280" /></a>Stärkere Partizipation, mehr Informationen. Das wünschen sich die österreichischen Bürgerinnen und Bürger von Parteien, Unternehmen und NGOs. Das ergab eine von TNS Infratest durchgeführte Umfrage. Vor allem die Lücke zwischen Realität und Erwartungen ist dabei groß.</p>
<p>Die Bürger in Österreich wünschen sich deutlich bessere Partizipations- und Informationsmöglichkeiten über das Internet. Nicht mal ein Drittel ist mit den bisher angebotenen Informationen von Parteien zufrieden. Das sind die zentralen Ergebnisse einer <a href="http://www.tns-infratest.com/presse/pdf/presse/2015-11-19_tns-infratest_digitales-oesterreich_charts.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">repräsentativen Umfrage</a> von <a href="http://www.tns-infratest.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TNS Infratest</a> im Rahmen des in dieser Woche erschienenen Buchs <a href="http://www.cadmos.de/die-neue-macht-der-oeffentlichkeit-15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Die neue Macht der Öffentlichkeit – Der Kampf um die Meinungsmacht in Österreich“</a>.</p>
<p>Nur 31 Prozent geben an, „sehr“ oder „etwas“ zufrieden mit den angebotenen Informationen von Parteien zu sein. Bei Unternehmen und Nichtregierungsinformationen (NGOs) bietet sich ein etwas besseres Bild, jedoch ist auch hier nur knapp jede/r zweite Befragte tendenziell zufrieden mit den angebotenen Informationen im Internet. Überraschenderweise sind vor allem die jüngeren User weniger kritisch mit den Angeboten der Parteien. Bei den 18- bis 29-Jährigen geben 41 Prozent an, „sehr“ bzw. „etwas“ zufrieden mit den Informationen der Parteien zu sein. Im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung sind sie darüber hinaus aber weitaus kritischer mit der Informationspolitik von Unternehmen und NGOs.</p>
<h3>Partizipation über das Internet ausbauen</h3>
<p>Dabei wünschen sich die Befragten von allen Organisationen generell mehr Partizipationsmöglichkeiten über das Internet. 63 Prozent möchten stärker von Parteien einbezogen werden, 72 Prozent von Unternehmen und 53 Prozent von NGOs. Aber auch das Bedürfnis nach mehr Informationen ist bei knapp jede/m Zweite/n stark ausgeprägt. Für über 70 Prozent der Befragten ist es „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“, schnell und einfach über das Internet bei österreichischen Parteien und Unternehmen teilhaben und Feedback-Kanäle nutzen zu können. Die Lücke zwischen gewünschter Informationspolitik sowie Teilhabe und der Realität ist dabei besonders bei den Parteien groß.</p>
<p>Insgesamt sind 84,2 Prozent Österreicher online, wobei 64 Prozent hiervon auch mobil auf das World Wide Web zugreifen. Für mehr als ein Drittel der Befragten (37%) ist Facebook mit Abstand der beliebteste digitale Kanal. Auf Platz zwei und drei folgen Whatsapp mit 18 Prozent und YouTube mit 15 Prozent. Abgeschlagen dahinter liegen Google+ und Skype (jeweils 6 Prozent). Twitter wird nur von einem Prozent der Befragten als bevorzugter digitaler Kanal angegeben. Bei den jugendlichen Nutzern zwischen 16 und 24 bietet sich dabei ein anderes Bild: Bei ihnen ist WhatsApp der beliebteste Online-Dienst (35 Prozent), knapp gefolgt von Facebook (33 Prozent).</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/seltaeb/8377372537/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">David</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>„Hate Speech“: Agieren statt reagieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 16:09:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Web 2.0 tot?]]></category>
		<category><![CDATA[hate speech]]></category>
		<category><![CDATA[Hassrede]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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		<category><![CDATA[Konrad-Adenauer-Stiftung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Hassrede ist eines der zentralen Probleme sozialer Plattformen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete eine Podiumsdiskussion über die Frage, wie wir in sozialen Netzwerken kommunizieren wollen. Die Debatte im Rahmen des „forum digital“ behandelte letztlich jedoch vor allem den staatlichen und gesellschaftlichen Umgang mit der sogenannten „Hate Speech“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Flüchtlingswelle wird hierzulande nicht nur mit Engagement und Hilfsbereitschaft begegnet. Vor allem im Netz herrscht eine angespannte und hasserfüllte Debattenkultur. Ein Blick in die Kommentare bei Newsseiten oder in den sozialen Medien macht das Problem mehr als deutlich. Die <a href="http://kas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad-Adenauer-Stiftung</a> nahm sich dieser Problematik in einer Podiumsdiskussion an: «Wie wir in den Sozialen Netzwerken kommunizieren wollen».</p>
<h3>Facebook in der Kritik</h3>
<p>Vor allem Facebook wird seit geraumer Zeit dafür kritisiert, viel zu lax mit der ausufernden „Hate Speech“ auf seiner Plattform umzugehen. Die anwesende Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, versuchte jedoch zu relativieren. Nur ein „verschwindend geringer Anteil“ der Postings auf der Plattform seien der Hassrede zuzuordnen. Jedoch werde das Unternehmen „glaubhaften Gewaltandrohungen“ gegenüber Flüchtlingen künftig härter begegnen.</p>
<p>In erster Linie müssten aber strafrechtlich relevante Inhalte, beispielsweise Volksverhetzung, schnell gelöscht werden, so Kirschsieper. Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, reagierte skeptisch: „Ich höre das gerne, nur fehlt mir der Glaube.“ Er forderte von Facebook auch mehr Transparenz im Melde-Prozess. „Facebook ist für uns lange eine Black Box gewesen“, stellte er bezüglich der Meldestellen des Sozialen Netzwerks fest. Auch aus dem Publikum wurden Stimmen laut, dass Transparenz mehr Vertrauen schaffen würde.</p>
<h3>„Hate Speech“ strafrechtlich verfolgen</h3>
<p>Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass hetzende Beiträge strafrechtlich verfolgt werden müssen. „Letztendlich muss ein Gericht entscheiden, ob ein Posting den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt“, so Billen. Die strafrechtliche Verfolgung habe dabei auch eine abschreckende Wirkung, betonte der Justiz-Staatssekretär. Es sei zwar zu begrüßen, dass Facebook solche Beiträge blockiert, jedoch muss der Staat mithilfe seines Rechtssystems durchgreifen. „Die Gemeinschaftsstandards von Facebook haben hier keine Rechtsgültigkeit.“ Eva-Maria Kirschsieper bekundete dabei auch den Kooperationswillen von Facebook, betonte jedoch, dass das Soziale Netzwerk „nicht der verlängerte Arm der Justiz“ sei. Billen sowie der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) forderten für die Bewältigung des Problems mehr Ressourcen für die ermittelnden Behörden.</p>
<p>Problematisch seien aber vielmehr jene Beiträge, die keinen Straftatbestand erfüllen. „Das mag uns nicht gefallen, aber viele Postings fallen unter die Meinungsfreiheit“, konstatierte Staatssekretär Billen. Löschen hilft nur bedingt, vielmehr sei eine engagierte Gegenrede (Counter Speech) viel sinnvoller, so Kirschsieper. Zwar sei diese in Deutschland noch schwach ausgebildet, jedoch zeigen Beispiele wie der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar NDR-Journalistin von Anja Reschke</a>, dass Counter Speech auch hierzulande effektiv sein kann. Es ginge vor allem darum, Mythen mit Fakten zu entkräften. Auch Staatssekretär Gerd Billen plädierte für diese Form der Problembewältigung. Dabei geht es auch um Kritik im Umgang mit Quellen. Vor allem Jüngere sind mittlerweile sehr wohl in der Lage, seriöse Gegenmeinungen im Netz zu recherchieren, so Otto Vollmers von der <a href="http://www.fsm.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Dienstanbieter</a>.</p>
<h3>Problem an der Wurzel bekämpfen</h3>
<p>Wichtig ist auch, das Rassismus-Problem an der gesellschaftlichen Wurzel zu bekämpfen. Denn letztendlich liegt die Verantwortlichkeit für Hasspostings nicht bei Facebook, sondern bei ihren Verfassern. Mittels politischer Bildung, so die einhellige Meinung, müsse dem Problem begegnet werden. Jedoch „braucht [es] viele Maßnahmen im Köcher“, so Otto Vollmers, einfache Lösungen gebe es nicht. Die Digitalisierung ist schneller als die Gesellschaftsentwicklung. Deutschland sei generell eher skeptisch eingestellt gegenüber neuen Medien, sodass Anpassungsprozesse oft sehr lange dauern. Wir müssen uns fragen, so der Geschäftsführer der FSM, wie wir neuen Phänomenen effektiver und schneller begegnen. Agieren statt reagieren sei die Devise.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/rtgregory/1332596877" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roger Gregory</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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