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	<title>sschellhaass &#8211; politik-digital</title>
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	<title>sschellhaass &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die Erfolgsstory des MP3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sschellhaass]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Fraunhofer Institut für integrierte Schaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Schneller, besser, kleiner... Der Siegeszug des MP3-Formats beim digitalen Austausch von Musikfiles ist einzigartig in der Geschichte des Internet. Und während die Musikindustrie noch immer zittert, schreitet die Entwicklung weiter fort.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schneller, besser, kleiner&#8230; Der Siegeszug des MP3-Formats beim digitalen Austausch von Musikfiles ist einzigartig in der Geschichte des Internet. Und während die Musikindustrie noch immer zittert, schreitet die Entwicklung weiter fort.<!--break-->
                    </p>
<p>MP3 steht für<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/layer3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MPEG 1 Audio Layer 3</a> und kommt, wie der volle Name schon andeutet, eigentlich aus dem &#8216;<br />
                    <a href="http://www.mpeg.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motion Picture Experts Group</a> (MPEG) Standard&#8217;, der zum Komprimieren von Video-, Audio- und Systemdaten entworfen wurde. Mit Hilfe des MP3-Formats können Musikdateien auf ein Zwölftel der ursprünglichen Größe reduziert, und dadurch rasend schnell über das Internet verschickt werden. Vor allem aufgrund seiner guten Qualität und Plattformunabhängigkeit wurde MP3 in kürzester Zeit zum populärsten Audio-Format und zum Marktführer auf diesem Gebiet. Auch das Standard-Soundformat &#8220;Wave&#8221;, das über eine bessere Klangqualität als MP3 verfügt, konnte auf dem Sektor Dateigröße nicht mithalten und musste die Führungsrolle abgeben.</p>
<p>Begonnen hat die Entwicklung von MP3 1987 am<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer Institut für integrierte Schaltung</a> (IIS-A) in Erlangen. Ursprünglich lag der Idee der Komprimierung von Audiodateien der Wunsch zugrunde, bessere Sprachqualität über Telefonleitungen aus Kupfer zu übertragen. Dies erübrigte sich bald durch die rapide Entwicklung des Glasfasernetzes und neuen Anschlussmöglichkeiten für den Privatbenutzer. Technologien wie<br />
                    <a href="http://www.isdn.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ISDN</a> brachten die Sprachübertragung entscheidend voran. Aufgrund dieser Entwicklung kreierte man neue, visionäre Ansatzpunkte für die Einsatzgebiete der Audiocodierung. Die Wissenschaftler des Fraunhofer IIS-A wollten nicht nur die Übertragung von Sprache, sondern auch von Musik via Telefonleitung oder anderer Kanäle, bei denen man besonders sparsam mit der verfügbaren Datenrate umgehen muss, ermöglichen.</p>
<p>Nach Abschluss einer fast dreijährigen Entwicklungsphase wurde 1989 in Deutschland ein Patent auf MP3 angemeldet und erteilt. 1992 wurde das MP3-Format von<br />
                    <a href="http://www.iso.ch/iso/en/ISOOnline.openerpage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ISO</a> (International Standards Organisation) standardisiert und in die Spezifikation der MPEG integriert.<br />
                    <br />Den Durchbruch schaffte MP3 jedoch erst mit der Entwicklung von Codier- und Decodiertools sowie Abspielgeräten. Der erste MP3-Player wurde 1990 vom Fraunhofer Institut entwickelt, jedoch nie kommerzialisiert.</p>
<p>1997 wurde das System des MP3-Players von einem Entwicklerteam der ‚Advanced Multimedia Products&#8217; überarbeitet. So entstand der erste herausgegebene MP3-Player mit dem Namen &#8220;AMP&#8221;. Er diente als Vorlage für<br />
                    <a href="http://winamp.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WinAmp</a>. Dies war möglich, da das Fraunhofer Institut als Patentinhaber die freie Nutzung der MP3-Technologie und -Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch zuließ, was sich jedoch kurz darauf änderte. Mittlerweile ist der MP3-Encoder der Fraunhofer-Gesellschaft urheberrechtlich geschützt.</p>
<p>Noch im selben Jahr wurde das MP3-Nachfolgeverfahren &#8216;<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/aac/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Advanced Audio Coding</a>&#8216; (MPEG2-AAC) vom Fraunhofer IIS-A in Zusammenarbeit mit<br />
                    <a href="http://www.dolby.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dolby Labs</a>,<br />
                    <a href="http://www.sony.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sony</a> und<br />
                    <a href="http://www.research.att.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AT&amp;T Research</a> zertifiziert. Dieses Verfahren besitzt eine verbesserte Audioqualität sowie eine bessere Effizienz. So kann mit AAC schon bei einer Bitrate von 64 KBit/s CD-Klangqualität erreicht werden, was mit dem MP3-Format erst bei 128 Kbit/s möglich ist. AAC wird auf vielfältige Weise angewandt: Zum Beispiel bei der elektronischen Verteilung von Musikprogrammen über den digitalen Rundfunk in den USA oder in Japan beim Digitalfernsehen.</p>
<p>Aus dem Schatten von MP3 konnte AAC bislang jedoch nicht heraustreten. Dies könnte darin begründet sein, dass AAC nicht abwärtskompatibel ist, dieser Codec also keine MP3-Dateien lesen kann. Ein weiterer Grund ist sicher, dass die Fraunhofer-Gesellschaft das AAC-Verfahren nur an Firmen lizenziert, die es mit Copyright-Vorkehrungen vermarkten. Diese rigiden Lizenzbedingungen und das fehlen freier Encoder und Player für AAC verhindern, dass sich AAC genauso erfolgreich im Internet ausbreitet wie MP3. Daher gilt dieser Standard nur als MP3-Alternative für den professionellen Markt.</p>
<p>Im Sommer 2001 erschien ein weiterer Nachfolgestandard auf dem Markt:<br />
                    <a href="http://www.mp3prozone.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MP3Pro</a>. Neben einer verbesserten Klangqualität verfügt er im Gegensatz zu AAC über eine Abwärtskompatibilität. Somit können Files im MP3-Format auch in MP3Pro-Playern in gewohnter Qualität abgespielt werden. Umgekehrt lassen sich MP3Pro-Dateien auch mit einem herkömmlichen MP3-Player wiedergeben, allerdings in reduzierter Qualität.</p>
<p>Mittlerweile wird in Erlangen intensiv das Nachfolgeverfahren<br />
                    <a href="http://www.iis.fhg.de/amm/techinf/mpeg4/audio.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MPEG4 Audio</a> bearbeitet, das in Zukunft neben Audio auch die Übertragung und Speicherung von bewegten Bildern oder allgemeiner Multimediainhalte ermöglichen soll, so dass abzuwarten bleibt, ob dieses weitentwickelte Verfahren MP3 den Rang ablaufen wird.</p>
<p>Die Zukunft des MP3-Formats hängt jedoch auch von der strikten Lizenzierung ab.<br />
                    <br />Seit dem Jahr 2000 müssen Gebühren für Downloads von MP3-Dateien an die Fraunhofer-Gesellschaft und<br />
                    <a href="http://www.thomson-multimedia.com/gb/00/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomson Multimedia</a>, den Lizenzpartner, gezahlt werden. Seit dem 1. Januar 2001 werden auch Gebühren für MP3-Streams verlangt.<br />
                    <br />Bezüglich der MP3-Player berät sich die Fraunhofer-Gesellschaft ebenfalls, ob dieser Algorithmus unter das Copyright von Fraunhofer fällt, und somit Gebühren dafür verlangt werden können. Dies könnte das Aus für MP3 bedeuten. Wenn die Abspielprogramme nicht mehr kostenlos erhältlich sind, wird MP3 für den Otto-Normalverbraucher äußerst unattraktiv. Es ist fraglich, ob dann nicht alternative Formate, die bisher nicht gegen MP3 ankamen, in Zukunft den Markt beherrschen werden.</p>
<p>Einen Ausblick auf den Erfolg von digitalen Medien in der Zukunft gibt<br />
                    <a href="http://www.iis.fraunhofer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Professor Gerhäuser</a>, der Leiter des Fraunhofer IIS-A. Seiner Meinung nach komme der drahtlosen Übertragung in Zukunft besondere Bedeutung zu. Große Hoffnungen setze man dabei auf<br />
                    <a href="/archiv/econsumer/umts.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UMTS</a>, &#8220;mit dem eine wesentlich höhere Datenrate als mit dem heute gebräuchlichen Mobilfunksystem<br />
                    <a href="http://www.gsmworld.com/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GSM</a> transportiert werden kann.&#8221; Im Bereich der materiellen Informationsträger ständen mit DVD und deren Weiterentwicklung und Verkleinerung sehr große Speicherkapazitäten zur Verfügung.</p>
<p>So wie es aussieht, werden uns MP3 und seine Geschwister auch noch weiterhin im digitalen Zeitalter begleiten.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 21.03.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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		<item>
		<title>CeBIT 2002: Gradmesser oder Trendschau?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-cebit2002-shtml-2445/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sschellhaass]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
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		<category><![CDATA[CeBIT]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 
                      CeBIT präsentiert sich dieses Jahr zum ersten Mal in seiner 16-jährigen Geschichte als selbstständige Messe mit rund 130 Ausstellern weniger als im Vorjahr. Die ursprünglich anberaumte Zahl von 8152 Ständen musste vom CeBIT-Chef Ernst Raue herunterkorrigiert werden auf 7962. Auch bei den Besucherzahlen wird ein leichter Rückgang erwartet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die<br />
                      <a href="http://www.cebit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CeBIT</a> präsentiert sich dieses Jahr zum ersten Mal in seiner 16-jährigen Geschichte als selbstständige Messe mit rund 130 Ausstellern weniger als im Vorjahr. Die ursprünglich anberaumte Zahl von 8152 Ständen musste vom CeBIT-Chef Ernst Raue herunterkorrigiert werden auf 7962. Auch bei den Besucherzahlen wird ein leichter Rückgang erwartet.<!--break-->
                    </p>
<p>Experten prognostizieren aufgrund der anhaltenden Konjunkturflaute eine eher schlechte Stimmung auf der CeBIT. Die Anspannung der Branche werde sich auf die Messe auswirken. Auch bei den technischen Innovationen sollen keine großen Überraschungen auftauchen. Zudem soll das Angebot auf dem traditionellen JobMarket der CeBIT dieses Jahr stark begrenzt sein. Die CeBIT macht daher den Anschein, an Qualität verloren zu haben und nur noch als Kontaktforum und Trendschau zu fungieren.</p>
<p>Was steckt dahinter? Sind die Vermutungen berechtigt oder ist die CeBIT noch immer der wichtigste Indikator für die internationale IT-Industrie?<br />
                    <br />Einige Branchengrößen scheinen das Interesse an der CeBIT bereits verloren zu haben. So werden dieses Jahr die Stände der Softwareunternehmen<br />
                    <a href="http://www.cai.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Computer Associates</a>,<br />
                    <a href="http://www.siebel.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Siebel Systems</a> und<br />
                    <a href="http://www.oracle.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oracle</a> fehlen, und auch der Internetkonzern<br />
                    <a href="http://www.aol.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AOL Deutschland</a> hat eine Absage erteilt. AOL-Sprecher Jens Nordlohne erklärte, das Unternehmen wolle seine Produkte und Dienstleistungen in diesem Jahr &#8220;zielgruppenorientierter anbieten und dabei keine Messen, sondern andere Formen des Marketings wählen&#8221;. Auch bei den anderen Unternehmen scheint ein Wandel in der internen Messe-Strategie erfolgt zu sein, sodass kein Platz mehr für einen teuren CeBIT-Stand bleibt. &#8220;So eine Massenveranstaltung entspricht einfach nicht mehr dem Trend&#8221;, meint Oracle-Sprecherin<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,203327,507817/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chari Lazaridis</a> im Gespräch mit dem Handelsblatt.<br />
                    <br />Grund zur Beunruhigung besteht durch die Entscheidungen dieser Unternehmen jedoch nicht. Die Zu- und Absagen für die CeBIT 2002 halten sich nach Angaben der<br />
                    <a href="http://www.messe.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Messe AG</a>, dem Ausrichter der Messe, ungefähr die Waage.<br />
                    <br />Fest steht zudem, dass von der CeBIT entscheidende Signale für den Verlauf des zweiten Halbjahres in der IT-Branche ausgehen werden. Nach Expertenmeinung ist die CeBIT noch immer wirkungsvoll für die Branche. Durch einen positiven Verlauf könnte die gesamte Wirtschaft Auftrieb erlangen.<br />
                    <br />Diesen Auftrieb versprechen sich vor allem die führenden Anbieter der Telekommunikationsbranche von der CeBIT 2002. War zum Ende des letzten Jahres schon ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen, so soll dieser nun durch die CeBIT verfestigt werden. Dementsprechend viele<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/globis/007/2002/jsp/kurzlisten_asp_d.jsp?suchausstellungsschwerpunkt=2212&amp;sortierung=firma&amp;veran_nr=007&amp;veran_jj=2002&amp;sprache=D&amp;kontakt=71167089&amp;be_host=c0a80e34" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anbieter</a> aus der Telekommunikations- und Mobilfunkbranche sind auf der diesjährigen Messe vertreten.</p>
<p>Die Trends der Messe 2002 liegen daher auch im Bereich Hardware und<br />
                    <a href="/archiv/econsumer/umts.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UMTS</a>. Wahrscheinlich werden die ersten funktionsfähigen UMTS-Handys zu sehen sein, da<br />
                    <a href="http://www.vodafone.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vodafone</a> und<br />
                    <a href="http://www.mobilcom.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobilcom</a> schon für den kommenden Herbst den Start des Mobilfunks der dritten Generation angekündigt haben.<br />
                    <br />Zum Thema &#8220;drahtlose Vernetzung&#8221; wird neben dem Funkstandard<br />
                    <a href="http://www.bluetooth.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bluetooth</a> (der schon im vergangenen Jahr auf der CeBIT vorgestellt wurde, jedoch damals noch fehlerhaft war) die Funkverbindung mit dem WiFi-Standard (<br />
                    <a href="http://www.wifi.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wireless Fidelity</a>) eine Attraktion der Messe sein. Diese soll eine drahtlose Vernetzung in Gebäuden über Distanzen von 30 bis 50 Metern ermöglichen.<br />
                    <br />Außerdem steht die Verschmelzung von Handy und PDA, dem<br />
                    <a href="http://www.usus.org/timo/ddp/service/pda.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Personal Digital Assistent</a>, bevor. Da im vergangenen Jahr der PDA-Verkauf nur schleppend voran ging, erhoffen sich die Hersteller einen besseren Absatz mit Geräten, die PDA und Handy in einem sind.</p>
<p>Dass keine bahnbrechenden Neuheiten erwartet werden, macht die Messe aber nicht uninteressanter. Schließlich haben sich viele Trends und Neuheiten, die auf früheren CeBIT-Messen vorgestellt wurden, im Nachhinein als Flops erwiesen, da sie nicht kundentauglich waren. Wenn dieses Jahr UMTS erneut der Trend des Jahres sein soll, so lassen die zu erwartenden Neuheiten in diesem Bereich auf Alltagsgebräuchlichkeit hoffen. Dies könnte auch darauf hinweisen, dass sich die diesjährige CeBIT kundengerechter geben wird.</p>
<p>An Besucherfreundlichkeit wird es dieses Jahr nach Angaben der Deutschen Messe AG jedenfalls nicht fehlen. Die CeBIT präsentiert sich mit neuer Struktur übersichtlicher und konzentrierter. So ist die Geländeaufteilung optimiert, und thematisch in eine Nord-, Ost-, und Südwestausrichtung eingeteilt worden. Im Norden finden sich Aussteller aus dem Bereich Informationstechnik, im Osten sind die Softwareanbieter untergebracht und im Südwesten preisen die Telekommunikationsanbieter ihre Produkte an.<br />
                    <br />Zur besseren Orientierung wird das Navigations- und Informationssystem<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/26201" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobil Fair Guide</a> zum Download auf PDA oder Organizer angeboten. Dieser enthält eine Gesamtliste aller Aussteller in Kurzform, Informationen zum Kongress- und Eventprogramm, Gelände- und Hallenübersichten, sowie allgemeine Informationen rund um die CeBIT. Zum Download befinden sich sogenannte Datentankstellen in verschiedenen Messehallen. Er kann auch über die<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/22057" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CeBIT-Homepage</a> vorgenommen werden. Dazu ist eine Registrierung erforderlich.</p>
<p>Rollstuhlfahrern soll der Messebesuch ohne Begleitung ermöglicht werden. So verfügen viele Hallen über behindertengerechte Eingänge. Ein<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/cms_bin/4844215_4572476_3236332_20_445136_behind.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übersichtsplan</a>, auf dem die Eingänge und Aufzüge, sowie leicht zugängliche Telefonapparate und Behindertentoiletten eingezeichnet sind, kann auf der CeBIT-Homepage als pdf-Datei heruntergeladen werden.</p>
<p>Der<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/prog_9.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">JobMarket</a> wird dieses Jahr mit weniger Ausstellern stattfinden. 2001 suchten noch 113 Firmen im Rahmen der CeBIT Mitarbeiter, 2002 finden sich nur noch 92 auf der<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/globis/007/2002/jsp/kurzlisten_halle_d.jsp?suchhalle=010&amp;sortierung=firma&amp;veran_nr=007&amp;veran_jj=2002&amp;sprache=D&amp;kontakt=71167089&amp;be_host=c0a80e34" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausstellerliste</a>. Während das internationale Beratungs- und Prüfungsunternehmen<br />
                    <a href="http://www.andersen.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arthur Andersen</a> noch im letzten Jahr neben einem Beratungsstand einen zweiten Stand im JobMarket stellte, wird dieses Unternehmen in diesem Jahr überhaupt nicht vertreten sein.<br />
                    <br />Angesichts der kränkelnden Konjunktur wurden bereits Stimmen laut, den traditionellen JobMarket in diesem Jahr von der Messe zu streichen. CeBIT-Chef Ernst Raue hält dies allerdings für das falsche Signal. Im<br />
                    <a href="http://www.stern.de/computer-netze/spezial/cebit/artikel_47407.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit stern.de äußert er die Befürchtung, ohne den JobMarket könnten nach Überwindung der Konjunkturschwäche zur Verfügung stehende Stellen nicht besetzt werden. Seiner Meinung nach würden auch in naher Zukunft Jobangebote im IT-Bereich vorhanden sein, allerdings nur für hochqualifizierte IT-Spezialisten. Für die &#8220;größte Stellenbörse der IT-Branche&#8221;, wie der JobMarket von den Initiatoren der Messe genannt wird, doch eher ein Armutszeugnis.</p>
<p>Bleibt abzuwarten, was die einzelnen Stände der Unternehmen inhaltlich anzubieten haben. Laut BW-Bank-Analyst Helmut Bartsch im Gespräch mit dem<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,203327,508274/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handelsblatt</a> leidet die Qualität der CeBIT unter dem Trend zur Masse. Durch die Ausweitung des Messegeländes und dem Anbieter- und Besucherzuwachs Anfang der 90er Jahre, fänden qualifizierte, tiefgründige Produktpräsentationen und Beratungen mittlerweile kaum noch statt. Vielmehr konzentriere man sich derzeit auf die Kontaktmöglichkeiten, die sich auf der CeBIT auftun. Kundenakquisition und Kontaktpflege scheinen nun an ersten Stelle zu stehen.<br />
                    <br />Auch eine<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/builduser/cn/bp_user/strucid/page_202829/pageid/page_202769/bmc/cn_hnavi/bmc/cn_umfrage_erg!DOCUMENT_202792!0ss/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage</a> der Online-Redaktion des Handelsblattes ergibt, dass die CeBIT an Stellenwert eingebüßt hat. Nur knapp 36 Prozent der Umfragenteilnehmer sind der Meinung, dass die CeBIT ein unabdingbarer Branchentreff ist. 22 Prozent halten die CeBIT für nicht mehr so wichtig und weitere 20 Prozent sehen die Messe als unnötige, interne Branchenparty. Sechs Prozent halten Messen im Zeitalter des Internets für schlichtweg sinnlos.</p>
<p>Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die CeBIT 2002 unter der schwachen Konjunktur zu leiden hat. Auf dem JobMarket wird in diesem Jahr wohl mehr informiert als angeboten werden. Die rückläufigen Ausstellerzahlen und das Fehlen bahnbrechender Innovationen entziehen der Messe ein Stück Einzigartigkeit, auf die sich die Veranstalter so gerne berufen. Die CeBIT läuft daher Gefahr, eine Messe unter vielen zu werden.<br />
                    <br />Zu hoffen bleibt, dass eine Vielzahl der in diesem Jahr vorgestellten Produkte auch tatsächlich auf dem Markt erhältlich sein werden.</p>
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