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	<title>Sam van Wijk &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Sam van Wijk &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Bayern: Medienkompetenz für alle Altersstufen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 May 2017 08:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung der Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Medienkompetenz erlernen – in Zeiten der Digitalisierung wichtiger denn je, um sich zu informieren und beruflich nicht abgehängt zu werden. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Medienkompetenz erlernen – in Zeiten der Digitalisierung wichtiger denn je, um sich zu informieren und beruflich nicht abgehängt zu werden. Doch kennen sich Pädagogen und Eltern oft selbst nicht mit den Risiken in der digitalen Welt aus, wie sollen sie dies dann Kindern vermitteln? Die Stiftung Medienpädagogik Bayern versucht nun, mit dem Medienführerschein eine Hilfestellung zu geben.</p>
<p>Schon Grundschüler surfen heutzutage im Internet. Daher müssen Eltern und Lehrer ihnen frühzeitig vermitteln, wie sie mit digitalen Medien und deren Inhalten umgeht, kurz gesagt: Medienkompetenz. Doch immer öfters kommt es zu einer Kluft zwischen Digital Immigrants, den Eltern, und Digital Natives, den Kindern. Viele Erziehungsberechtigte sind mit der Angebotsvielfalt und dem digitalen Alltag der Kinder überfordert. Ausgenommen von den Medienpädagogen, wissen viele Eltern, aber auch Lehrer nicht, wie sie  Medienkompetenz vermitteln können und was genau diese umfasst.</p>
<p>Die gemeinnützige Stiftung Medienpädagogik Bayern koordiniert seit 2009 den Medienführerschein Bayern, um genau dort anzusetzen. Dieser umfasst ein breites Spektrum, um die Medienkompetenz von sowohl Kindern als auch Erwachsenen zu stärken. Das Portfolio besteht aus verschiedenen Angeboten. Der Medienführerschein umfasst alle Alterstufen, von Vorschulkindern über Schüler bis hin zu Auszubildenden. In Zukunft soll es ein weiteres Angebot für außerschulische Jugendarbeit geben.</p>
<figure id="attachment_152112" aria-describedby="caption-attachment-152112" style="width: 181px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2020/06/Baumann_klein.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-152112" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Baumann_klein.jpg" alt="Baumann_klein" width="181" height="181" /></a><figcaption id="caption-attachment-152112" class="wp-caption-text">Jutta Baumann, Stiftungsreferentin der Stiftung Medienpädagogik Bayern. Sie betreut den Medienführerschein Bayern seit seiner Entstehung.</figcaption></figure>
<p>Jutta Baumann, Stiftungsreferentin der Stiftung Medienpädagogik Bayern, hat von Anfang an die Entwicklung des Medienführerscheins begleitet und freut sich über den Erfolg der Initiative. Im Interview erklärt sie, was die Ziele des Medienführerscheins sind und wie er bislang angenommen wurde.</p>
<h3>Wie kam es dazu, dass Sie einen Medienführerschein entwickelt haben?</h3>
<p>Den Medienführerschein Bayern gibt es seit 2009. Damals waren zwar Smartphones und Apps noch kaum verbreitet, doch bei Kindern und Jugendlichen war das Thema „online sein“ bereits sehr groß. Die Internetnutzung am heimischen PC, egal ob Soziale Netzwerke oder Multiplayer-Online-Games, verunsicherte viele Eltern und Pädagogen. Es kam die Frage auf, wie man Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien nahebringen kann. Vor diesem Hintergrund rief die Bayerische Staatsregierung den Medienführerschein Bayern ins Leben. Er unterstützt Lehrkräfte und pädagogisch Tätige bei der altersgerechten Stärkung von Medienkompetenz – und zwar in verschiedenen Bildungsinstitutionen und in ganz Bayern. So sollen möglichst alle Heranwachsende erreicht werden und fit werden für die Welt der Medien.</p>
<p>Die Förderung von Medienkompetenz ist Bestandteil der bayerischen Medienpolitik. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie finanziert großteils den Medienführerschein Bayern. Die vbw &#8211; Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. unterstützt den Ausbau des Medienführerscheins Bayern auf Berufliche Schulen.</p>
<h3>Was ist das Lernziel des Medienführerscheins Bayern?</h3>
<p>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen auf eine Lebenswelt vorbereitet werden, die sich aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien gerade stark verändert. Ziel ist, dass sie die Chancen dieser Veränderungen nutzen können und dabei auch die möglichen Risiken im Blick haben. Der Medienführerschein Bayern vermittelt daher Kindern und Jugendlichen dem Alter angemessen Kompetenzen für einen reflektierten und verantwortungsbewussten Medienumgang. Passend zur jeweiligen Zielgruppe und Altersstufe greifen die kostenlosen Materialien aktuelle Themen wie Urheberrecht, Soziale Netzwerke oder digitale Spiele, aber auch „Klassiker“ wie Werbung, Medienfiguren und Medienkonsum auf. Am Anfang jeden Moduls werden in einer Übersicht die jeweiligen Kompetenzen bzw. Bildungsziele aufgelistet, die erarbeitet werden.</p>
<h3>Welche Materialien kommen zum Einsatz?</h3>
<p>Uns ist es wichtig, dass die Materialien des Medienführerscheins Bayern gut in der pädagogischen Praxis funktionieren. Die kostenlosen Materialien wurden deshalb passgenau für den Einsatz in den verschiedenen Zielgruppen entwickelt. Im schulischen Bereich stehen Lehrkräften z.B. Unterrichtseinheiten mit Anleitungen und Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Aus den Rückmeldungen von Lehrkräften wissen wir, dass auch die online bereitgestellten digitalen Aufgaben – die die Schülerinnen und Schüler am Computer bearbeiten – und Film-Clips gerne genutzt werden. Im Elementarbereich bietet der Medienführerschein Bayern zahlreiche Praxisbeispiele als Anregungen für die medienpädagogische Arbeit mit Drei- bis Sechsjährigen.</p>
<h3>Der Medienführerschein ist unterteilt in verschiedene Altersstufen und hat dementsprechend verschiedene Anforderungen. Welche Anhaltspunkte haben Sie für die Einstufungen genommen?</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-162409 size-medium" src="/wp-content/uploads/2020/06/Logo_MFS_blau-305x66-1.jpg" alt="Logo Medienführerschein" width="305" height="66" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_MFS_blau-305x66-1.jpg 305w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_MFS_blau-305x66-1-300x65.jpg 300w" sizes="(max-width: 305px) 100vw, 305px" />Bei der Konzeption und Ausarbeitung des Konzepts des Medienführerscheins Bayern holte die Bayerische Staatsregierung von Anfang an alle Beteiligten ins Boot. In den Gesprächsrunden waren Vertreter von Ministerien, aber auch Experten von Verbänden und Organisationen beteiligt. Gemeinsam wurde in Grundzügen festgelegt, welche Inhalte und Themen im Medienführerschein Bayern verankert werden sollen. Bei der Entwicklung der einzelnen Module für den schulischen Bereich wurden die Anforderungen der bayerischen Lehrpläne der jeweiligen Jahrgangsstufen berücksichtigt.</p>
<h3> Wie lässt sich der Erwerb von Medienkompetenz in den Unterricht einbauen?</h3>
<p>Das Thema Medienkompetenz ist in den bayerischen Lehrplänen aller Schularten verankert. In diesen ist der verantwortungsvolle und reflektierte Umgang mit Medien als fächerübergreifendes Bildungsziel beschrieben. Der Medienführerschein Bayern ist darauf abgestimmt. Alle Unterrichtseinheiten wurden an die bayerischen Lehrpläne der jeweiligen Jahrgangsstufen angepasst. Das Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) hat den Lehrplanbezug geprüft. Dies erleichtert Lehrkräften die Einbindung des Medienführerscheins Bayern in den Unterricht. Rückmeldungen aus der Praxis zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß haben, wenn Medienthemen im Unterricht aufgegriffen werden.</p>
<h3>Viele Lehrer müssen sich erst Vorwissen zu digitalen Medien aneignen, welche „Hilfestellungen“ bieten Sie hierfür?</h3>
<p>Die Materialien des Medienführerscheins Bayern sind extra so konzipiert, dass Lehrkräfte bzw. pädagogische Fachkräfte sie ohne vorherige Schulung oder externe Unterstützung einsetzen können. Die einzelnen Module geben ausgewählte Hintergrundinformationen zum jeweiligen Thema an die Hand. Mit den Hintergrundinformationen wird ein thematischer Einblick vermittelt und anschaulich wichtige Grundlagen für die eigene medienpädagogische Arbeit vorgestellt. Auf der Homepage des Medienführerscheins Bayern hat die Stiftung zudem für jedes Modul Links zu weiterführenden Informationen zusammengestellt.</p>
<h3>Wie würden Sie die Resonanz auf den Medienführerschein Bayern einschätzen? Wird dieser angenommen?</h3>
<p>Das Interesse an den kostenlosen Materialien des Medienführerscheins Bayern war von Anfang an groß. Viele Einrichtungen wurden mit ihrer Teilnahme beim Thema Medienkompetenz aktiv und beteiligte Kinder und Jugendlichen konnten altersgerecht die Chancen, aber auch die Risiken der Medienwelt kennenlernen. Seit der Veröffentlichung der ersten Unterrichtsmaterialien für die Grundschule im Jahr 2010 wurden bereits rund 240.000 Urkunden bzw. Teilnahmebestätigungen (Stand April 2017) an Kinder und Jugendliche übergeben. Mit dem Medienführerschein Bayern wurde ein kostenloses Angebot geschaffen, mit dem es möglich ist, die Medienkompetenzförderung in den Bildungseinrichtungen zu verankern. Das Konzept hat funktioniert: Der Medienführerschein Bayern ist mittlerweile gut in der bayerischen Bildungslandschaft etabliert und trägt zur Förderung der Medienkompetenz in ganz Bayern bei.</p>
<p>Weitere Informationen sowie die kostenlosen Materialien zum Download finden sie <a href="https://www.medienfuehrerschein.bayern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/smartphone-telefon-anruf-nachricht-2212963/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smartphone by JESHOOTS via pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC0 Public Domain</a></h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Plattform-Ökonomie – die Großen fressen die Kleinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 14:52:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Machtkonzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform-Ökonomien]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer kennt es nicht, den schnellen, einfachen und günstigen Einkauf bei Amazon oder die unkomplizierte Fahrt in einem Uber. Ökonomische [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt es nicht, den schnellen, einfachen und günstigen Einkauf bei Amazon oder die unkomplizierte Fahrt in einem Uber. Ökonomische Plattformen werden immer beliebter. Doch fehlen in einigen Branchen dieser Plattformen regulatorische Rahmenbedingungen, vor allem das Arbeitsrecht droht auf der Strecke zu bleiben.</p>
<p>Digitale Plattformen nutzt fast jeder Mensch mit einem Internetzugang. Sei es Amazon, Alibaba, AirBnb oder Uber. Klassische Hotelbuchungen fallen oft weg, da AirBnB die cooleren und günstigeren Wohnungen hat. Ein Taxiunternehmen anrufen und ein Taxi am Telefon bestellen? Dann doch lieber das günstigere Uber schnell und kinderleicht über die App auf dem Smartphone bestellen. Ständig bewegt man sich auf ökonomischen Plattformen, ohne dabei zu realisieren, was dies für die Wirtschaft bedeutet.</p>
<p>47 % der Deutschen glauben, dass die Plattform-Ökonomie für „klassische“ Unternehmen eine Chance darstellt. Diese Zahl wurde auf der <a href="https://basecamp.telefonica.de/event/youngrestless-plattform-oekonomie-chancen-herausforderungen-im-digitalen-strukturwandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Young&amp;Restless-Veranstaltung</a> am 20.04.2017 im Téléfonica Basecamp in Berlin vorgestellt. Ökonomische Plattformen haben eine Sache gemeinsam: sie dienen als Vermittler zwischen Suchenden und Anbietern. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, an einer digitalen Plattform teilzunehmen. Sei es durch das Bestellen einer Ware auf Alibaba oder das Mieten eines Privatautos auf Drivy. Doch wer stellt und bestimmt den Content auf diesen digitalen Plattformen? Wir, die Nutzer. AirBnB bestitzt genauso wenig eigene Wohnungen wie Uber eigene Autos besitzt. Privatnutzer können durch das Sharing ihrer privaten Sachen, wie Autos oder Wohnungen, Geld verdienen. Amazon lebt von den Bewertungen und den daraus resultierenden Bestellungen und auf Facebook verfassen wir selbst die Inhalte, die unsere Mitmenschen später sehen.</p>
<p>Um diesen Content zu schaffen, müssen Daten freigegeben werden. Nutzer geben ihre Daten dafür her und helfen den Unternehmen, ihre Macht zu vergrößern. Umso mehr Daten und schließlich Content geschaffen werden, umso erfolgreicher wird eine Plattform. Dem Nutzer aber entgleitet die Kontrolle über die Plattform und vor allem über die herausgegebenen und verwendeten Daten.</p>
<p>Die 4 Plattform-Ökonomien sind erfolgreicher als die größten 30 DAX Unternehmen. Der Markt und die Nachfrage nach digitalen Plattformen wachsen  stetig in Deutschland. Zwar sind Plattformen aus den USA und aus CHINA immer noch Spitzenreiter, doch mittlerweile versuchen auch deutsche Unternehmen, auf den Zug aufzuspringen. So ist supermarkt-berlin.net eine Plattform für digitale Kultur, kollaborative Ökonomie &amp; neue Arbeitsformen, mit Workshops und Events. In Belgien kann man über das Portal notfairbnb.be Behausungen von Obdachlosen mieten und sie so finanziell unterstützen. Die Organisation Solidarité Grands Froids will so auf die große Wohnungsnot in Städten aufmerksam machen.</p>
<p>Dennoch zeichnet sich eine Machtkonzentration von großen Plattformen ab. Immer wieder werden fehlende Regulierungen und Kontrollinstanzen bemängelt.</p>
<p>Die Schattenseiten der Plattformen sind nicht zu übersehen. Menschen haben Jahrzehnte lang für ihre Rechte gekämpft. Ein Ergebnis ist das Arbeitsrecht: Entschädigungen im Krankheitsfall, Reglungen der erlaubten Arbeitzeiten und Absicherungen bei Betriebsunfällen. Auf digitalen Plattformen schwindet die Verbindlichkeit. Es gibt keine versicherten Arbeitnehmer, keine Arbeitsgeber mehr. Die Plattform vermittelt nur. Ein Uber-Fahrer wird von niemandem aufgefordert, die Ruhezeiten zu beachten. Im Krankheitsfall hat er keinen Anspruch auf Zahlungen. Hierfür müssen in Zukunft neue Regeln gefunden werden. Der kurzfristige individuelle Gewinn, den man beim günstigen Mieten via AirBnB oder Uber erzielen kann, könnte langfristig und gesellschaftlich betrachtet teuer erkauft werden.</p>
<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/nafergo-1022408/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=765993">nelson gonçalves</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=765993">Pixabay</a> , <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>EU und NATO im gemeinsamen Kampf gegen hybride Bedrohungen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eu-und-nato-im-kampf-gegen-hybride-bedrohungen-151999/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2017 09:18:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Cyber-Kriminalität]]></category>
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		<category><![CDATA[hybride Bedrohungen]]></category>
		<category><![CDATA[hybride Kriegsführung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Kampf gegen Hackerangriffe, Propaganda und Desinformationskampagnen setzen immer mehr Länder auf internationale Zusammenarbeit. Nun unterschrieben 9 Staaten das Memorandum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/natoeu.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-152000" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/natoeu-630x334.png" alt="Titelbild: EU by OpenClipart-Vectors &amp; NATO by Clker-Free-Vector-Images via pixabay edited by Johannes Brinz, CC0 Public Domain" width="630" height="334" /></a>Im Kampf gegen Hackerangriffe, Propaganda und Desinformationskampagnen setzen immer mehr Länder auf internationale Zusammenarbeit. Nun unterschrieben 9 Staaten das Memorandum zur Errichtung des Zentrums gegen hybride Bedrohungen in Helsinki – eine gemeinsame Plattform von NATO und EU.</p>
<p>Der 11.04.2017 war für den internationalen Kampf gegen die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität ein wichtiger Tag. Neun Länder unterschrieben in Finnland ein entsprechendes Memorandum. Somit wurde formell die Eröffnung eines gemeinsamen Zentrums gegen hybride Bedrohungen beschlossen. Hybride Kriegsführung beschreibt den Einsatz von militärischen und nichtmilitärischen Mitteln zur Durchsetzung von politischen und strategischen Zielen. Nach einer fast einjährigen Planungsphase, kamen an diesem Tag die Vertreter der Länder Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und die USA in Helsinki zusammen. Sie setzten somit ein wichtiges Zeichen für die internationale Kooperation gegen Cyber-Kriminalität. Gemeinsam Strategien gegen Hackerangriffe, Propaganda und Desinformationskampagnen statt des Einsatzes militärischer Mittel sind das Ziel.</p>
<p>Das Zentrum gegen hybride Bedrohungen, European Center of Excellence for Countering Hybrid Threats, besteht aus einem 10 köpfigen Team von Experten und hat ein jährliches Budget von ungefähr 1,5 Millionen Euro. Im Juli soll das Zentrum noch um mehrere Länder erweitert werden. Allerdings wird es wahrscheinlich noch bis Juli dauern, bis die nationalen Entscheidungen gefallen sind. Angriffe über Datennetze dürfen seit Neuestem wie andere militärische Angriffe behandelt werden. Aus diesem Grund war die Gründung eines Bündnisses unumgänglich. Da Schweden und Finnland EU-Mitglieder sind, aber keine NATO Bündnispartner, stellt die Errichtung des neuen Zentrums eine gemeinsame Plattform der EU und NATO dar. Finnland gilt wegen seiner 1.300 km langen Grenze zu Russland als strategisch wichtig.</p>
<p>Anlässlich der wachsenden Bedrohung hatten die Länder beschlossen, abgestimmte und gemeinsame Standards zur Abwehr zu schaffen. Hybride Bedrohung, wie Hacker-Angriffe und Propaganda, nehmen immer mehr zu. Russland wird verdächtigt, für die Annexion der Krim-Halbinsel hybride Kriegsführung eingesetzt zu haben. Auch werden sie von einigen verdächtigt, durch gezielte Hackerangriffe entscheidend die Wahl des US-Präsidenten manipuliert zu haben. Solche hybriden Aktivitäten sind für die europäische Sicherheit ein großes Problem. Dem soll nun entgegengewirkt werden. Durch gemeinsam entwickelte Strategien sollen in Zukunft Bedrohungen rechtzeitig erkannt und bekämpft werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:<a href="https://pixabay.com/de/europa-europ%C3%A4ischen-union-flagge-155191/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> EU by OpenClipart-Vectors</a> &amp; <a href="https://pixabay.com/de/flagge-nato-norden-atlantik-40828/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NATO by Clker-Free-Vector-Images</a> via pixabay edited by Johannes Brinz, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Schluss mit unübersichtlichen AGB: Neue Wege der &#8220;informierten Einwilligung&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 08:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Einwilligungsassistent]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Datenschutzgrundverordnung]]></category>
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		<category><![CDATA[PIMS]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stiftung Datenschutz veröffentlichte kürzlich eine Studie, um Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten der „intelligenten Technik“ aufzuzeigen. Durch Personal Information Management [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/informierteeinwilligung.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151951" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/informierteeinwilligung-630x312.jpg" alt="Titelbild: Vertrag by edar via pixabay, CC0 Public Domain" width="630" height="312" /></a></p>
<p>Die Stiftung Datenschutz veröffentlichte kürzlich eine Studie, um Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten der „intelligenten Technik“ aufzuzeigen. Durch Personal Information Management Systems, PIMS, soll nun die „blinde“ Einwilligung der Daten-AGB ein Ende haben.</p>
<p>Wer kennt es nicht: Um einen digitalen Dienst nutzen zu können, muss man die AGB akzeptieren. Diese enthalten auch sogenannte „Daten-AGB“ und regeln somit die Preisgabe der jeweiligen Daten. Nur kaum jemand liest sich diese Datenschutzerklärung genau durch und prüft sie auf eventuelle Schwachstellen. Einwilligungen werden immer öfter abgefragt und gefühlt werden sie immer länger und komplizierter. Dies führt zu einer Entscheidungsüberforderung, Abstumpfung und zu einer Entwertung der jeweiligen Einwilligung.</p>
<p>Die Stiftung Datenschutz hat nun „Neue Wege bei der Einwilligung im Datenschutz“ erforscht und <a href="https://stiftungdatenschutz.org/index.php?id=132" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Studie zu den technischen, rechtlichen und ökonomischen Herausforderungen veröffentlicht</a>. Wichtig ist hierbei, dass die informierte Einwilligung ein entscheidender Aspekt der Informationsautonomie und letztendlich auf das Grundrecht der informellen Selbstbestimmung ist. Durch die Flut an Einwilligungen kommt es zu einer Asymmetrie zwischen dem, was die Nutzer denken freizugeben und dem, was die Unternehmen wissen. Dadurch sinkt das Vertrauen der Nutzer in die Wirtschaft, da sie sich nichtmehr sicher sein können, welche Daten sie wirklich freigegeben haben. Auch auf Seiten der Unternehmen wächst der Bedarf nach einer transparenten Dokumentation und mehr Rechtssicherheit; nur so können sie das Vertrauen der Verbraucher wiedererlangen. Auch die EU-Datenschutzgrundverordnung sieht eine erweiterte Verpflichtung der Unternehmen in Bezug auf die Einwilligungen vor, um den Nutzern die Verfügungsmacht über ihre eigenen Daten zurückzugeben.</p>
<p>„Datenschutz durch Technik“, so lautet Art. 25 der EU-Datenschutzgrundrechtsverordnung. Gefordert wird dort ein anwenderfreundlicher technischer Ansatz. Verschiedene Studien und Experten kommen zu dem Schluss, dass viele Probleme des Datenschutzes sich durch „intelligente Technik“ lösen ließen und mehr Rechtssicherheit erzeugt werden könnte. Ein möglicher Lösungsansatz hierfür ist PIMS, das „Personal Information Management System“, oder auch PET, „Privacy Enhancing Technology“.</p>
<h3>PIMS für die &#8220;informierte Einwilligung&#8221;</h3>
<p>PIMS soll es dem Nutzer möglich machen zu entscheiden, an welches Unternehmen, zu welchem Zweck, für welche Dauer und in welchem Umfang er seine Daten freigeben möchte. Durch eine solche Plattform können diese Daten jederzeit eingesehen und ihre Verwendung gegebenenfalls widerrufen werden. Der Vorteil für Unternehmen liegt darin, dass eine solche „informierte Einwilligung“ eine neues Level an Rechtssicherheit schaffen würde. Außerdem könnte der Aufwand für die Umsetzung der Datenschutzvorschriften durch eine kontrollierte Preisgabe der Daten gesenkt werden.</p>
<h3>Nutzungsbereitschaft durch Anwenderfreundlichkeit</h3>
<p>Durch ein automatisiertes Einwilligungsverfahren wie das PIMS käme es aber auch zu neuen Herausforderungen. Zunächst müsste geklärt werden, ob es einen automatisierten Prozess für alle Bereiche der benötigten Einwilligungen geben kann bzw. welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssten. Denkbar sind individualisierte Assistenten für die jeweiligen Bereiche wie zum Beispiel des Finanzwesens oder Gesundheitsdaten. Damit diese Assistenten von einer breiten Masse der Bevölkerung genutzt werden, müssen sie anwenderfreundlich und übersichtlich sein. Umso transparenter die Anwendung, desto höher ist die Bereitschaft, diese zu nutzen. Für das Vertrauen der Verbraucher spielt die Art des Verfahrens eine große Rolle. Grundsätzlich gibt es zwei Lösungen der Datenspeicherung: ein lokales Speicherungssystem oder eine Cloud-Lösung. Die lokale Lösung könnte Schwierigkeiten bei der Vernetzung und Weitergabe der verschiedenen Dateitypen mit sich bringen. Die Cloud-Lösung dagegen könnte ein Sicherheitsrisiko darstellt. Weitere Herausforderungen stellen die ist Feststellung der Identität des Nutzers und die Rechte bei Firmenübernahmen dar.</p>
<p>In einigen Ländern, sowie auf EU-Ebene, wird die Verwendung der automatisierten Einwilligungsverfahren schon seit längerer Zeit geprüft und sind Teil des politischen Diskurses. Um dies auch in Deutschland voranzubringen, ist Datenschutzaufklärung notwendig. Auch eine vertiefte Forschung zu technischen, wirtschaftlichen und verhaltenspsychologischen Aspekten der Datennutzung könnte Aufschluss über die möglichen Vorteile der PIMS bringen. Das Ziel, mehr Privatheit und Transparenz zu schaffen, braucht sowohl politische als auch juristische Rahmenbedingungen. Diese zu schaffen, ist für die Realisierung von „intelligenter Technik“ grundlegend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/unternehmen-unterschrift-vertrag-962355/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vertrag by edar</a> via pixabay, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Open-Data: ein Leitfaden zum Gesetz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/open-data-ein-leitfaden-zum-gesetz-151893/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 06:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Eu-Datenchutzverordnung]]></category>
		<category><![CDATA[offene Verwaltungsdaten]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurz vor der Verabschiedung des neuen Open-Data-Gesetztes, veröffentlicht die Stiftung Neue Verantwortung einen Leitfaden für den Datenschutz bei Open Data. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daten2fertig1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151897" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daten2fertig1-630x314.jpg" alt="Titelbild: Daten by Pexels via pixabay, CC0 Public Domain" width="630" height="314" /></a>Kurz vor der Verabschiedung des neuen Open-Data-Gesetztes, veröffentlicht die Stiftung Neue Verantwortung einen Leitfaden für den Datenschutz bei Open Data. Dieser soll die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen aufzeigen, aber gibt auch Instrumente für die Umsetzung an die Hand.</p>
<p>Das neue Open-Data-Gesetz steht vor der Verabschiedung. Das <a href="http://politik-digital.de/news/open-data-gesetz-mehr-zugang-zu-oeffentlich-daten-151154/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geplante Gesetz verpflichtet Behören dazu, ihre Daten zugänglich zur Verfügung zu machen</a>. Die Freigabe der Verwaltungs- und Regierungsdaten bedeutet einen Schritt in die richtige Richtung. Dies war im internationalen Vergleich notwendig, um soziale und wirtschaftliche Innovationen voranzubringen.</p>
<p>Gerade in Deutschland herrscht eine sehr hohe Datensensibilität und im Vergleich zu anderen Ländern strenge Regulierung. Das Open-Data Gesetz gilt als umstritten, denn die Gefahr einer missbräuchlichen Nutzung der freigegeben Daten ist groß. Um das Potenzial der geöffneten Verwaltungsdaten bestmöglich auszuschöpfen und Risiken eines Missbrauchs einzudämmen, hat <a href="https://www.stiftung-nv.de/de/publikation/leitfaden-f%C3%BCr-datenschutz-bei-open-data" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Stiftung Neue Verantwortung einen Leitfaden für Datenschutz bei Open Data veröffentlicht</a>.</p>
<p>Verwaltungsdaten „bilden ein wesentliches Puzzlestück eines Datenökosystems, das Quelle einer Vielzahl gesellschaftlicher Innovationen sein kann“ und sind somit ein wichtiger Baustein für die optimale Nutzung und Kombination von Daten. Dennoch sind die Herausforderungen, die mit einer Öffnung einhergehen, nicht von der Hand zu weisen. Die größte Herausforderung ist die mögliche rechtswidrige oder unethische Nutzung der freigegeben Daten. Durch intransparente Gründe oder dem Auschluss mancher Datensätze von der Öffnung, kann es zu Verfälschungen kommen. Da der Gesetzentwurf keine detaillierten Anforderungen für die Art und Qualität der Anonymisierung enthält, kann es durch qualititativ schlechte Sicherung und Kombinationen von verschiedenen Quellen zu einer missbräuchlichen Deanonymisierungen kommen.</p>
<p>Die Stiftung gibt in ihrem Leitfaden verschiedene Empfehlungen und zeigt Instrumente auf. Der Gesetzentwurf fordert den Aufbau einer Open-Data-Beratungsstelle, ein wichtiger Bestandteil. Der Leitfaden fordert außerdem einen großflächigen Kapazitätenaufbau und erweiterte Ressourcen. So sollen Checklisten und eigene Leitfäden kurzfristig die korrekte Verwendung und Anonymisierung der Daten garantieren. Langfristig sollen MitarbeiterInnen der Behörden professionell geschult werden. Hinzu kommt eine dynamische Risikoanalyse der Daten. Eine mögliche Umsetzung wäre ein Ampelsystem, welches das Risiko der Daten und der damit verbundenen Öffnung in verschiedene Farbkategorien einteilt. Unumgänglich ist, dass die Daten nicht nur einmal gescheckt werden, sondern jede Kategorie regelmäßigen Prüfungen unterzogen wird. Um eine Deanonymisierung zu verhindern, muss ein qualitativ hochwertiger Datenschutz geschaffen werden.</p>
<p>Im Einklang mit der EU- Datengrundschutzverordnung, sollen harmonisierte Maßnahmen erfolgen, um einen einheitlichen Standard und ein gleiches Sicherheitsniveau der Anonymisierung zu gewährleisten. Die Erwägung regulatorischer Ansätze sollte nicht außer Betracht gelassen werden, um Cyberverbrechen und Datengeschäfte zu verhindern. Ein weiterer Bestandteil der Empfehlungen, ist die Vernetzung von ExpertInnen und Expertise. Optimal werden hier die Kombination von technischen DatenschutzexpertInnen und der Austausch zwischen technischen und juristischen DatenschützerInnen, Open-Data-Community und der Verwaltung als Instrument benutzt.</p>
<p>Nicht nur die Herausforderungen, die mit dem neuen Open-Data-Gesetz einhergehen, wirken beachtlich. Auch das Potenzial für Innovation ist enorm. Wichtig ist es, die Möglichkeiten, die eine Öffnung der Verwaltungsdaten schafft, bestmöglich zu nutzen. Um aber langfristig das Vertrauen der BürgerInnen zu garantieren, ist es wesentlich, einen „gemeinwohlorientierten und verantwortungsvollen Umgang mit Daten vorzuleben“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Daten by <a href="https://pixabay.com/de/code-code-editor-codierung-computer-1839406/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pexels via pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Microsoft Explained: Bots, Business, Bildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2017 14:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Holoportation]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft Explained]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
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					<description><![CDATA[Uns erwartet eine spannende Zeit, lautete der Tenor der dritten Microsoft Explained Konferenz am 23.03.2017 in Berlin. In interessanten Vorträgen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/microsofteypl.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151818" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/microsofteypl.jpg" alt="Titelbild: Microsoft Explained von Lina Carnap / politik-digital.de, licensed CC BY SA 3.0" width="3264" height="1664" /></a>Uns erwartet eine spannende Zeit, lautete der Tenor der dritten Microsoft Explained Konferenz am 23.03.2017 in Berlin. In interessanten Vorträgen erläuterten internationale Experten aktuelle Trends aus den Bereichen Digital Leadership, Cybersecurity, Future of Digital Marketing und Digital Transformation.</p>
<p>Kürzlich ist der Network Readyness Index 2016 erschienen, der die Wettbewerbsfähigkeit durch Informations- und Kommunikationstechnik der Staaten bewertet. Mit einem ernüchternden Ergebnis, denn Deutschland als Heimatland der IngenieurInnen liegt nur auf Platz 15. Besonders im Bereich des Business- und Innovationsklimas fällt die Bundesrepublik deutlich ab. Nur durchschnittlich 10.000 € investieren hiesige mittelständische Unternehmen in die digitale Transformation und die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse.</p>
<p>Weitere Herausforderungen stellen der Datenschutz und die Gefahr von Datenmissbrauch dar. Auch die Umstrukturierung und das Wegfallen von Arbeitsplätzen durch künstliche Intelligenz (KI, bzw. AI, Artificial Intelligence) müssen gemeistert werden.</p>
<p>Dennoch ist sich Peter Jaeger, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft, sicher, dass die „dunkle Seite“ der Digitalisierung durch das kluge Gestalten von Rahmenbedingungen in Schach gehalten werden kann. Dabei stellte er einen Kanon von sechs ethischen Grundsätzen vor</p>
<ol>
<li>AI muss zur Unterstützung der Menschheit designt werden.</li>
<li>AI muss transparent sein.</li>
<li>AI muss Effizienz maximieren ohne Würde des Menschen zu verletzen.</li>
<li>AI muss zum intelligentem Datenschutz konzipiert werden.</li>
<li>AI muss algorithmisch Verantwortbarkeit besitzen, so dass unbeabsichtigter Schaden korrigiert wird.</li>
<li>AI muss Unvoreingenommenheit und repräsentative Forschung sicherstellen, so dass falsche Heuristiken nicht zu Diskriminierung genutzt werden kann.</li>
</ol>
<p>Im zweiten Teil der Veranstaltung griff der Mathematik-Professor Sebastian Stiller von der TU Braunschweig noch einmal das Thema „Künstliche Intelligenz“ auf. In einem pointierten Vortrag führte er aus, wie Algorithmen funktionieren. Man merkte, dass selbst dieses eher technikaffine Publikum nicht einfach erklären konnte, wie das alles funktioniert. Und genau diese Wissenslücke muss nach Stiller geschlossen werden, um eine konstruktive Diskussion führen zu können. Denn nur, wenn wir Wissen darüber haben, nach welchen Prozessen und Kriterien die Algorithmen funktionieren, können wir sie auch hinterfragen.</p>
<p>In einem waren sich alle Speaker jedoch einig: Die Digitalisierung ist nicht die erste Innovation, die kritisch beäugt und milde belächelt wird. Doch die Veranstaltung zeigte einen Ausblick darauf, wie eine vernetzte und digitale Zukunft aussehen könnte. Das Ziel ist, ein perfektes Team aus Mensch und Maschine zu schaffen, in dem eine vom Mensch angeleitete Zusammenarbeit effektiv von der Maschine unterstützt wird. Dabei geht es vor allem um das „Empowerment“, also die Selbstbefähigung der einzelnen Menschen und Unternehmen. Das Motto lautet: „empowering every person of every organization to achieve more”.</p>
<p>Auch aus ökonomischer Sicht ist eine Zusammenarbeit wichtig, um das Ziel der digitalen Transformation zu erreichen. Ein Beispiel ist die Kooperation zwischen Startups und Unternehmen. Da es vielen Unternehmen an Flexibilität und Innovation fehlt, können sie von der Schnelligkeit und Kreativität von Startups profitieren. Andererseits können Startups vom festen KundInnenstamm und von der Erfahrung der Unternehmen profitieren und sich dadurch etablieren. So bieten zum Beispiel die Deutsche Bank Labs umfassende Kooperationen an. Dafür müssen laut Kai Jäger, Technology Lead der Deutschen Bank Labs, verschiedene Voraussetzungen vorhanden sein. So ist eine zentrale Anlaufstelle, aber auch eine klare Verantwortlichkeit und ein Zusammenarbeitsmodell unabdingbar.</p>
<p>Trotzdem müsse sich auch das Unternehmen wandeln, so Markus Köhler, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. Auch bei Microsoft gäbe es immer mehr Forderungen von MitarbeiterInnen nach mehr Autonomie und weniger Hierarchie am Arbeitsplatz. Die Rede ist von einem kulturellen Wandel, hin zur Vertrauens- und auch Fehlerkultur. Die heutigen und zukünftigen Leader müssen sich vor allem als Coaches verstehen. Diese neue Ausrichtung wird unter dem Schlagwort „growth mindset“ gehandelt. Die Digitalisierung kann diesen Wandel unterstützen.</p>
<p>Es wurden aber nicht nur Tipps für Unternehmen gegeben, sondern auch neuste Trends und Visionen vorgestellt. Live und in Echtzeit wurde vor unseren Augen ein Bot gebaut. Mit Microsoft Azure kann jedes Unternehmen kinderleicht ein Bot selber bauen. Die großen Programmierungen übernimmt der Computer selbst. Und am Ende ist ein „intelligenter“ Textbot entstanden, der Fragen von KundInnen direkt und ohne die Hilfe von MitarbeiterInnen beantworten kann.</p>
<p>Auch die Optimierung von intelligenten AssistentInnen und Unternehmens-Software schreitet stetig voran: Die Methoden, wie ein Smartphone Termine erkennt und uns rechtzeitig daran erinnert oder wie Systeme in Geschäften vorausschauend Nachschub bestellen, werden immer ausgefeilter.</p>
<p>Die visionärste Vorstellung ist jedoch die <a href="https://www.microsoft.com/en-us/research/project/holoportation-3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Holoportation</a>. Microsoft arbeitet zurzeit an der Verbesserung dieser Art des Apparierens von Muggeln, um es magisch auszudrücken. Mit Hilfe der HoloLenses soll ein virtuelles menschliches Beamen über eine Echtzeit-3D-Übertragung möglich werden. So ließe sich <a href="https://www.conrad.de/de/ratgeber/news-stories/technik-trends-news/virtual-reality/holoportation-mit-microsoft-hololens-willkommen-in-der-zukunft.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildung</a> auf neue Weise vermitteln. Beispielweise können StudentInnen so viel einfacher und realgetreuer die Anatomie des Menschen begreifen und lernen. Selbst Operationen können so geübt werden.</p>
<p>Eine kritische Nachfrage kam aus dem Publikum: „Wie kann Microsoft sein Versprechen halten, jeden Menschen empowern zu wollen?“ Kurzzeitig wirkten die Redner etwas ratlos. Und beteuerten dann, dass sie dieses Problem sehr ernst nähmen und durch Investitionen in die Bildung lösen wollten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Microsoft Explained von Lina Carnap / politik-digital.de, licensed CC BY SA 3.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Legal Tech – Zukunft der Rechtsbranche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 11:29:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Law 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Law Techs]]></category>
		<category><![CDATA[Legal Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsbranche]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf viele Menschen wirkt die Rechtsbranche eingestaubt, doch auch vor ihr macht die Digitalisierung keinen Halt. Verschiedene Legal Tech Unternehmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/paragraph.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151807" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/paragraph-630x276.png" alt="Titelbild: Tastatur by TheDigitalWay via pixabay, CC0 Puplic Domain" width="630" height="276" /></a>Auf viele Menschen wirkt die Rechtsbranche eingestaubt, doch auch vor ihr macht die Digitalisierung keinen Halt. Verschiedene Legal Tech Unternehmen versuchen aufzuzeigen, welche Neuerungen Anwälte und Klienten erwarten</p>
<p>Der Markt für Rechtsdienstleistungen macht jährlich einen Umsatz von circa 20 Milliarden Euro, rund 160.000 Anwählte besitzen in Deutschland eine Zulassung. Doch wenn von Anwaltsarbeit gesprochen wird, bleibt der Gedanke einer analogen, fast verstaubten, Wissenschaft nicht fern. Noch immer besteht das Jura-Studium aus dem Wälzen von Büchern und dem Nachschlagen von Paragraphen in Gesetzesausgaben.</p>
<p>Doch der digitale Wandel macht vor der Rechtsbranche keinen Halt. Wenn auch langsam und teilweise immer noch belächelt, werden stetig neue Geschäftsmodelle entwickelt, die sich mit der Digitalisierung der Rechtsbranche auseinandersetzen. Die Branche der „Legal Tech“ Unternehmen steht vor einem Boom.</p>
<h3>Legal Techs auf dem Vormarsch</h3>
<p>„Die letzte digitale Revolution war das Diktiergerät und alle sind damit irre glücklich“, sagte der Rechtsanwalt Klaus Lorenz Gebhardt bei dem Legal Tech Hackathon 2017 in Berlin. 2017, so der deutsche Anwaltsverein, ist das Jahr der Legal Techs.</p>
<p>Diese Unternehmen wollen den Zugriff zu einer Anwaltsberatung digitalisieren, juristische Vorgänge automatisieren und Daten durch künstliche Intelligenz auswerten. Digitale Technologien versprechen neue Möglichkeiten für die Arbeit von Juristen. Verschiedene Start-Ups programmieren Software,  durch die Digitalisierung der klassischen Anwaltsdienstleistung kann dann Zeit und Geld gespart werden.</p>
<p>Dies ist nicht nur ein von Vorteil für Menschen, die Hilfe bei Rechtsfragen brauchen, sondern auch Juristen können Profit schlagen. Der Gang in die Bibliothek und das Durchstöbern von Gesetzesbüchern könnten dann der Vergangenheit angehören.</p>
<p>Den größte Vorteil einer Digitalisierung der Rechtsbranche sehen Experten in der individualisierten und dadurch effektiven Beratung. Klienten, die eigentlich einen Rechtsbeistand brauchen, scheuen oftmals den Gang zum Anwalt. Dabei ist nicht nur die Suche nach einem passenden Anwalt ist ein Problem. Für die meisten potenziellen Klienten sind es die ungewissen Kosten eines Rechtsbeistands, die abschreckend wirken.</p>
<h3>Prozesse online gewinnen</h3>
<p>„37% der Deutschen können sich vorstellen, für die Inanspruchnahme einer durchgehenden Rechtsberatung/ eines Anwalts Online Dienste zu nutzen.“, so eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Vor allem bei weniger komplizierten Sachverhalten wie Kündigungen oder Scheidungen können Online-Dienste eine schnelle und umkomplizierte Alternative anbieten. Wer wissen möchte, ob und wie viel Entschädigung ihm durch eine Flugverspätung zusteht, kann sich kostengünstiger und schneller an ein Internetportal wenden, anstatt einen Anwalt zu beauftragen, den Fall zu prüfen.</p>
<p>Ein Aussterben klassischer Kanzleien ist laut der Umfrage nicht abzusehen. Umso komplizierter ein Sachverhalt scheint, desto weniger Menschen vertrauen auf eine digitale Rechtsberatung. Zudem ist es in Deutschland derzeit nicht möglich, einen kompletten Rechtsstreit von der Suche nach einem Anwalt bis hin zur Urteilsverkündung oder dem Beilegen des Rechtsstreits digital stattfinden zu lassen.</p>
<p>Trotz dieser Barriere sind in den vergangenen Jahren einige Start-Ups entstanden, die Teile des Prozesses digital abwickeln wollen.</p>
<p>Auf der Veranstaltung rund um Legal Techs von Young + Restless im Telefonica Basecamp wurden drei dieser innovativen Unternehmen vorgestellt.</p>
<h3>Keine reinen Anwaltsverzeichnisse</h3>
<p>Bei Advocado.de kann ein Rechtsproblem online geschildert werden. er Kunde erhält daraufhin Angebote von qualifizierten Anwälten, inklusive einer Kostenübersicht. Auf der Platfform werden viele differenzierte Rechtsbereiche abgedeckt. So schuf das Start-Up einen Online-Marktplatz, auf dem Kunden und Anwälte digital aufeinandertreffen. Das Unternehmen wirbt damit, dass eine Anfrage innerhalb von 30 Minuten von einem spezialisierten Anwalt geprüft wird und anschließender ein telefonischer Kontakt zwischen Klienten und Anwalt hergestellt wird.</p>
<p>Ein weiteres Unternehmen ist fragrobin.de, gegründet im Jahre 2016. Dieses Unternehmen arbeitet ebenfalls nicht als reines Online-Anwalts-Verzeichnis, sondern stellt zudem durch die Internetseite den Kontakt zwischen Anwalt und Klienten her. Auch hier gibt es einen Kosten-Rechner und eine Einschätzung der Erfolgsquote, Dauer und Kosten des Rechtsstreits.</p>
<p>Helpcheck.de ist dagegen ein digitales Verbraucherportal, welches Versicherungen prüft und die damit verbunden Rechte einfordert. Nach eigenen Angaben ist das Start-Up eine einzigartige Schnittstelle zwischen Anwaltskanzleien, Gründern und Digitalexperten.</p>
<p>Alle drei Unternehmen versuchen durch ein Netzwerk an spezialisierten Anwälten und Online-Prüfungen eine individualisierte, effiziente und kostentransparente Beratung zu ermöglichen.</p>
<p>Ob sich die Vermutung mancher Experten bewahrheitet und es irgendwann keine menschlichen Anwälte mehr geben wird, bleibt vor allem bei komplizierten Sachverhalten scheint unwahrscheinlich. Dennoch steht die Branche vor einem Umbruch. So werden wohl in den nächsten 20 Jahren mehr Veränderungen in der Rechtsbranche stattfinden, als in den letzten 200 Jahren.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/daten-sicherheit-tastatur-computer-1590455/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tastatur by TheDigitalWay </a>edited by Daniel Schumacher via pixabay,<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC0 Puplic Domain</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>München: von LiMux zu Microsoft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/muenchen-von-limux-zu-microsoft-151665/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2017 15:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung München]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbisch Hall]]></category>
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		<category><![CDATA[Umstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem CSU und SPD dem Münchner Stadtrat ihre Pläne zur Abkehr von der eigens individualisierten LiMux-Software vorgelegt haben, steht eines [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/penguin-keiner.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151669" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/penguin-keiner.png" alt="Titelbild: penguin by OpenClipart-Vectors via pixabay, CC0 Public Domain" width="626" height="305" /></a>Nachdem CSU und SPD dem Münchner Stadtrat ihre Pläne zur Abkehr von der eigens individualisierten LiMux-Software vorgelegt haben, steht eines der Vorzeigeprojekte für die Benutzung von freier Software in Verwaltungen vor dem Aus. Kritiker bezweifeln, ob das tatsächlich an LiMux liegt.</p>
<p>Das Projekt LiMux startete vielversprechend und mit pfiffigem Namen. Als individualisierte Anpassung des Betriebssystems Linux, ging LiMux nach Millioneninvestitionen 2013 für die Münchner Verwaltung in den Betrieb. Vier Jahre später hat sich die rot-schwarze Regierungskoalition der bayrischen Landeshauptstadt für ein Aus der freien Software in ihrer Verwaltung ausgesprochen. Im Februar legten SPD und CDU dem Stadtrat den Antrag vor, der Open-Source-Alternative den Rücken zu kehren und wieder auf Microsoft zu setzen.</p>
<h3>Rückkehr zu Microsoft</h3>
<p>Nach einer dreijährigen Benutzungsphase steht das Projekt, welches als eines der Vorzeigeprojekte der freien Software in Verwaltungen galt, vor dem Ende. Bis 2020 soll eine komplette Rückkehr zum Großkonzern Microsoft folgen. Knapp 20.000 Rechner der Verwaltung würden bis dahin wieder mit Windows zu bedienen sein. Man wolle „marktübliche Standardprodukte“ einführen, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und sprach von einer Kehrtwende. Begründet wird der Ausstieg mit einem zu hohen Kostenaufwand und der steigenden Unzufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Office-Programm von Linux. Auch werden die mangelnde Einheitlichkeit und der erhöhte Aufwand bemängelt, sodass es zu Verzögerungen und Komplikationen kam. Ein Dokumentenaustausch mit dem Bund und anderen Verwaltungen wurde zuletzt durch verschiedene Dokumentenformate erschwert.</p>
<p>Was nach einer Provinzposse und einem Fachthema für Informatiker-Kongresse klingt, ist tatsächlich ein Millionenthema. Es geht um das Geld der Steuerzahler in München. Obwohl die Stadt durch Einsparungen bei den Microsoft Lizenzen in Millionenhöhe sparte, war LiMux nicht nur ein Prestigeobjekt, sondern auch <a href="http://www.sueddeutsche.de/news/politik/kommunen-muenchen-schickt-linux-pinguin-in-die-wueste-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170215-99-294326" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein kostspieliges Unterfangen</a>. Dem Beschluss im Jahr 2003, auf eine freie Software umzusteigen, war eine zehnjährige Entwicklungs- und Individualisierungsphase mit dem anschließenden Entstehen von LiMux gefolgt. Der damalige Umstieg von Microsoft auf Linux und die Entwicklung von LiMux kosteten finanzielle und personelle Ressourcen, rund 70 Programmierer und Softwareentwickler wurden extra dafür eingestellt. Diese kreierten sogenannte Workarounds, also Behelfslösungen, und bauten Brücken zwischen Linux und Windows, um eine optimale Nutzung der Open-Source-Software zu gewährleisten.</p>
<h3>LiMux nicht alleiniger Faktor</h3>
<p>Mittlerweile häufen sich die kritischen Stimmen aus der Politik und der IT-Szene zum nahenden LiMux-Ende. Die Opposition in München spricht von einem Schildbürgerstreich und beruft sich auf einen Prüfbericht, welcher eine komplette Umstellung für zu teuer und unnötig erachtet. Auch IT-Experten zweifeln, ob die Komplikationen durch die Einführung von LiMux ausgelöst wurden. &#8220;Zwingende technische Gründe für einen Wechsel zu Windows und Microsoft Office sehen wir nicht“, sagte Karl-Heinz Schneider, der Chef des kommunalen Dienstleisters IT@M der Nachrichtenseite Heise online.</p>
<p>Andere Kritiker sehen die Probleme ebenfalls nicht bei LiMux, sondern in einer selbstverschuldeten Zersplitterung in der Münchner IT-Landschaft. Mit der Einführung von LiMux fand eine digitale Umstrukturierung der Verwaltung statt, die <a href="https://detektor.fm/digital/limux-muenchen-ohne-freie-software-linux" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut Experten nicht ideal umgesetzt wurde</a>. So sollen die Benutzersoftware und die dazugehörigen Programme nicht zeitnah und koordiniert installiert worden sein. Die installierten Programme seien zudem häufig veraltet gewesen. Experten kritisieren auch, dass themenspezifische Schulungen nicht ausreichend angeboten wurden. Kritiker der Rückmigration zu Microsoft stellen sich deshalb öffentlich die Frage, ob auch andere Faktoren für das Scheitern des LiMux-Projektes verantwortlich sein könnten. So berichtete „Heise online“ jüngst über die jahrelange Lobby-Arbeit des US-Konzerns Microsoft, der schon unter Münchens ehemaligen Oberbürgermeister Christian Ude versuchte, die Stadt von einer Rückkehr zu Windows zu überzeugen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehrere kommunale Verwaltungen und Einrichtungen arbeiten derzeit noch mit Linux und sind damit zufrieden. Als eine der ersten Kommunen setzte Schwäbisch Hall konsequent auf Linux und dessen freies Betriebssystem. Bis heute arbeitet die Verwaltung zufrieden mit der Open-Source-Software. Horst Bräuner, IT-Abteilungsleiter der Verwaltung Schwäbisch Hall erläutert, welche Vor- und Nachteile es bei der Arbeit mit Linux gibt.</p>
<p><strong>1. Seit wann nutzen Sie Linux für die Verwaltung und wie kam es dazu?</strong></p>
<p>2001 wurde der Support für die bis dahin eingesetzten, proprietären, also herstellerspezifischen und geschlossenen Standard-Progamme („Windows Betriebssystem und „Office“-Paket) vom Hersteller abgekündigt. Ein Wechsel auf die nachfolgenden Versionen dieser Software hätte weitreichende Konsequenzen gehabt. Die damals verwendete Hardware hätte getauscht werden müssen und bei der Stadt wären erheblichen Lizenzkosten für das Upgrade angefallen. Zusätzlich brachen zu diesem Zeitpunkt die Einnahmen aus der Gewerbesteuer ein. Deshalb lag es für die Verantwortlichen nahe, Alternativen auszuloten. Die positiven Erfahrungen mit OpenSource-Software in der Vergangenheit ermutigte die Verwaltung, diese Technik auch bei der Ausstattung der zukünftigen Arbeitsplätze einzusetzen.</p>
<p><strong>2. München hat nun entschieden, Ihrem LiMux Projekt den Rücken zu zukehren. Können Sie diese Entscheidung nachvollziehen?</strong></p>
<p>Für uns, als Außenstehende, stellt sich die Entscheidung auf den ersten Blick als politisches Statement dar. Ob und wie das konkret umgesetzt wird, können wir nicht beurteilen.</p>
<p><strong>3.</strong> <strong>Welche Vorteil sehen Sie bei der Nutzung von Open-Source-Programmen?</strong></p>
<p>Einer der größten Vorteile ist, dass wir jederzeit nachvollziehen können welches Programm was mit welchen Daten macht. Offene Desktops sind flexibel einsetzbar und lassen sich an eigene Bedürfnisse anpassen. Wir denken, dass offene Formate und Standards die einzige Chance sind, wie Informationen für die Zukunft erhalten werden.</p>
<p><strong>4. Bemerken Sie auch Nachteile?                                                                                       </strong></p>
<p>Als Nachteil haben wir bisher eher „psychologische“ erkannt. Wir, d.h. die Beschäftigten der Stadtverwaltung, werden von Externen als „Außenseiter“ und „Exoten“ gesehen. Das stößt manchen Personen auf.</p>
<p><strong>5. Welches Einsparpotential ergibt sich bei den Lizenzen, wo fallen welche zusätzlichen Kosten an?</strong></p>
<p>Letztendlich fallen keine Lizenzgebühren für Betriebssystem und Office-Paket an. Wegen der Vielzahl unterschiedlicher Lizenzmodelle des Herstellers ist es schwierig konkrete Zahlen zu nennen. Es gibt unseres Wissens keine Übersicht des Herstellers, die konkrete Aussagen dazu unterstützt. Lizenzgebühren, die auf den Einsatz von offener Software zurückzuführen sind, gibt es nicht.</p>
<p><strong>6. Gibt es Anwendungen, die nur microsoftbasiert funktionieren und wie lösen Sie das?</strong></p>
<p>Ja, einige Fachanwendungen sind so „unglücklich“ programmiert, dass sie nur auf proprietärer Software laufen. Wir lassen einen großen Teil der Fachsoftware in kommunalen Rechenzentren betreiben. Diese stellen uns die Software dann (remote) so zur Verfügung, dass wir sie von unseren offenen Desktops nutzen können.</p>
<p><strong>7. LiMux wurde dafür entwickelt, der Verwaltung München eine optimale Software-Nutzung zu ermöglichen. Arbeitet Schwäbisch Hall auch mit einer solchen „Individualisierung“ von Linux?<br />
</strong><br />
Eher nicht; wir setzten und setzen nur minimal modifizierte Distributionen ein. Wir modifizieren die Desktops nur deshalb ein wenig, damit unsere Anwenderinnen und Anwender eine einigermaßen gewohnte Umgebung mir ihren jeweiligen Fachanwendungen und Ablagen vorfinden.</p>
<p><strong>8. Wie aufwändig war der Umstieg auf Linux und wie aufwändig wäre jetzt ein Umstieg auf Microsoft?<br />
</strong></p>
<p>Der Umstieg müsste „by the way“, also im Rahmen des laufenden Betriebes erfolgen. Es durfte weder zusätzliches Budget noch Personal eingesetzt werden. Ich gehe davon aus, dass für den Rückschritt zu proprietärer Software Ähnliches gilt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gegensatz zu Schwäbisch Hall scheint das Linux Projekt in München schon vor dem offiziellen Vorschlag des Ausstiegs gescheitert. Ob und inwiefern LiMux alleiniger Grund dafür ist, bleibt fraglich. Bis 2020 wird der Umstieg auf Microsoft vollzogen sein, wie genau er aussehen wird, werden CSU und SPD zeitnah dem Stadtrat vorlegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/pinguin-linux-schlafen-tier-159784/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">penguin by OpenClipart-Vectors</a> via pixabay, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>#DataDebates: Privatsphäre und Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2017 17:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[DataDebates]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetminister]]></category>
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					<description><![CDATA[Daten gelten als das Öl der Zukunft, als Rohstoff der „digitalisierten“ Welt. Wie mit jedem Rohstoff kann auch mit ihnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-151391" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Tagesspiegel_1-Data-Debates_640x280.jpg" alt="Stephan-Andreas Casdorff und Thomas de Maizière, Copyright Tagesspiegel" width="640" height="280" />Daten gelten als das Öl der Zukunft, als Rohstoff der „digitalisierten“ Welt. Wie mit jedem Rohstoff kann auch mit ihnen Handel betrieben werden. Dies fordert Regeln und Grenzen, ein institutioneller Rahmen muss gefunden werden. Der Bundesminister des Inneren, Dr. Thomas de Maizière, fordert ein Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“.</p>
<p>Am 16.02.2017 initiierte das Téléfonica Basecamp zusammen mit dem Tagesspiegel die erste Podiumsdiskussion ihrer Reihe <a href="https://basecamp.telefonica.de/event/data-debates-1-freiheit-und-privatsphaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#DateDebates</a>. Zu Gast in der ersten Debatte rund um das Thema Freiheit und Privatsphäre waren Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels, und Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Inneren. In der Diskussion ging es um die Themen Datenschutz, Privatsphäre und digitale Grundrechte. In seiner Keynote und in der<a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/data-debate-in-berlin-de-maiziere-lehnt-einen-digitalminister-ab/19405520.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> späteren Podiumsdiskussion stellte sich de Maizière Fragen zu digitalen Themen</a> wie etwa die Notwendigkeit eines Internetministers, ob die Digitalisierung mehr Freiheit mit sich bringe und wie ein möglicher Datenschutz bzw. digitale Grundrechte aussehen könnte.</p>
<p><strong>„Meine Daten gehören mir“ </strong></p>
<p>Hinsichtlich des Datenschutzes konstatiert de Maizière, dass die Weichen für die Zukunft der digitalen Gesellschaft jetzt gestellt werden. Daten würden immer wichtiger und als Rohstoff der Zukunft gehandelt. Manche sprächen sogar von einem Datenschatz. Um einen Überblick über das vielschichtige Thema der Digitalisierung zu bekommen, seien erstmal drei allgemein weit verbreitete Grundannahmen zu hinterfragen, so der Minister.</p>
<p>Viele Menschen gingen davon aus, dass ihre Daten ihr privates Eigentum sind und beachteten nicht, dass Daten auch Informationen sind, die für Andere von berechtigtem Interesse sind. Dies führe zu über-protektionistischen Zügen und mache einen Datenhandel mit den eigenen Daten unmöglich. Eine weitere Gefahr sieht de Maizière im ungewollten und ungleich verteilten „Ausverkauf der Daten“. So sei es vorstellbar, dass sich in Zukunft nur wohlhabende Personen einen Nicht-Verkauf leisten können, wohingegen ärmere Menschen ihre Daten faktisch verkaufen „müssen“. Datenschutz zu regulieren ist somit eine wichtige und notwenige Aufgabe, betonte der Innenmister. Allerdings sei Datenschutz kein Selbstzweck, wie häufig angenommen; Daten seien nicht per se schützenswert Der Schutz gelte der Privatsphäre und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht. Privatsphäre sei zudem kein universeller Begriff, unter dem jeder Mensch das gleiche versteht. Einige Menschen verstünden unter Privatsphäre, überhaupt gar nicht beobachtet werden zu dürfen, andere wiederum eine Datentransparenz oder eine Selbstbestimmung über diese.</p>
<h3>Ist ein Internetminister die Lösung?</h3>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/data-debates-datenschutz-ist-kein-selbstzweck/19391956.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie de Maizière in einem Beitrag des Tagespsiegel anführt</a>, können Digitalisierung und eine digitale Zukunft natürlich auch mehr Freiheiten mit sich bringen. Zwar könne durch „missbräuchliche Verwendung“ von Daten viel Schaden entstehen, aber durch eine „bewusste und überlegte Verwendung von Daten können wir unser Leben verbessern, wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, von unserer Freiheit Gebrauch machen“. So würden immer mehr alltägliche Lebensbereiche digitalisiert, komme es aber auch zu immer neuen Herausforderungen in Sachen Privatsphäre, Freiheit und Datenschutz. Ein eigenes Digital- oder Internetministerium erachtet er nicht als sinnvoll, da es zu vielfältige Schnittstellen mit unterschiedlichen Politikfeldern gebe. Auf die Frage, ob die digitale Währung Bitcoins umsatzsteuerpflichtig ist, müsse der Wirtschaftsminister eine Antwort geben, wohingegen der Gesundheitsminister eine Regelung für Daten von Gesundheitsapps zu finden habe. So „sollte man nicht glauben, dass es besser wird, wenn es einen Minister für die Digitalisierung aller Lebensbereiche gibt“.</p>
<h3>Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“</h3>
<p><strong> </strong>Die Frage nach der Notwendigkeit einer digitalen Grundrechtecharta verneint de Maiziere. Wir müssten zwar eine klare Regelung finden und Grenzen ziehen, eigene digitale Grundrechte hält er allerdings für weniger sinnvoll. Hier vergleicht der Minister die digitale Welt mit der Straßenverkehrsordnung. So müsse auch im digitalen Verkehr Rücksicht aufeinander genommen werden. Eine ständige Vorsicht sei geboten, da das Internet kein gesetzfreier Raum ist. Auch im Internet können Schadensersatzansprüche und Haftungen geltend gemacht werden, bei schweren Verstößen können Sanktionen folgen. Da die Grundrechte auch im digitalen Raum Anwendung finden können, lehnt de Maizière eine digitale Grundrechtecharta ab. Allerdings setzt er sich für eine Änderung in Form eines neuen Grundrechts ein, das Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“.</p>
<p>Die Schaffung eines institutionellen Rahmens für die digitale Welt ist nach Auffassung de Maizières unumgänglich. Nur durch eine Regulierung und Grenzen können die Möglichkeiten und die daraus resultierende Freiheit der digitalen Zukunft optimal genutzt werden, ist er überzeugt. Eine zu starke Regulierung würde dies einschränken. Laut De Maiziere bedeutet die Digitalisierung keinesfalls das „Aus der Privatsphäre“, wie oftmals befürchtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <em>Casdorff &amp; de Maizière, Copyright by Tagesspiegel </em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Fake News im Wahlkampf: Überschätzte Gefahr?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam van Wijk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 11:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahljahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie sorgen für Verwirrung in der Öffentlichkeit, sind derzeit überall im Gespräch und wurden zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/truth-166853_960_720bearbeitet.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151302" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/truth-166853_960_720bearbeitet.jpg" alt="fake news im wahlkamp poldi" width="640" height="280" /></a>Sie sorgen für Verwirrung in der Öffentlichkeit, sind derzeit überall im Gespräch und wurden zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt. Die Rede ist von: &#8220;Fake News&#8221;. Spätestens durch den U.S Wahlkampf wurden ihnen eine bedeutende, vielleicht sogar die entscheidende Rolle zugewiesen. Was ist dran an dem Einfluss von Falschmeldungen und was bedeutet das für das Wahljahr 2017 in Deutschland?</p>
<p><b>Fake-what? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Nicht nur gefälschte Nachrichten und bewusst platzierte Lügen, sondern auch fehlerhafte Aussagen und zugespitzte Nachrichten, die den Webtraffic in die Höhe schnellen lassen sollen, fallen unter den Begriff Fake News. Seit diesem Jahr und vor allem seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, wird in vielen Bereichen über Fake News und deren Relevanz diskutiert. Allerdings sind hier die bewusst platzierten Lügen und Provokationen das Hauptproblem. Die entscheidende Frage dabei: inwiefern lassen sich die Gesellschaft und insbesondere die WählerInnen durch falsche Nachrichten beeinflussen? </span></p>
<p><b>Fake News im US-Wahlkampf </b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Donald Trump wurde am 20. Januar in das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt. Während des Wahlkampfes kam es immer wieder zu Verwirrungen über den Wahrheitsgehalt von Nachrichten. So ging die Nachricht um, Hillary Clinton hätte Waffen an den IS liefern lassen und der Papst würde Donald Trump unterstützen. Auch wurde behauptet, Hillary Clinton würde einen Kinderschänderring betreiben, organisiert in einer Pizzeria. Diese Falschmeldung wurde sehr langsam aufgebaut und nach und nach mit Details ausgeschmückt, sodass sie immer glaubwürdiger erschien und tatsächlich immer mehr Menschen diese Nachricht für eine wahre Begebenheit hielten. Auch wenn die Meldung weiterhin von vielen Seiten angezweifelt wurde, entstand dennoch ein Imageschaden für Hillary Clinton. Aber wurde auch das Wahlergebnis entscheidend durch die Verbreitung solcher bewusst platzierter Falschmeldungen beeinflusst? Fake News lassen sich am besten auf Seiten von Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter platzieren, da sie sich dort erstmal größtenteils ungehindert und unkontrolliert verbreiten und innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Menschen erreichen können. Vor allem jüngere Menschen nutzen Soziale Netzwerke als potentielle Informationsquelle für politische Inhalte.</span></p>
<p><b>Bundestagswahl 2017 Deutschland</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Im Herbst diesen Jahres steht die Bundestagswahl in Deutschland an. Nach der US-Wahl und dem diskutierten Einfluss von Fake News, wird auch in Deutschland immer mehr über eine mögliche manipulative Wirkung diskutiert. Im Wahlkampf wird das Thema unausweichlich sein und so fordert die SPD jetzt schon eine Anti-Fake-News Kampagne, die CDU möchte sogar neue Gesetze. Auch Facebook will die Verbreitung von gefälschten Nachrichten zukünftig stärker überwachen und bekämpfen und wird deswegen zukünftig mit dem journalistischen Portal Correctiv zusammenarbeiten. Nach einem <a href="//politik-digital.de/news/social-bots-151185/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fachgespräch zum Thema “Social Bots”</a> äußerte sich Ulf-Jost Kossol, stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Social Media im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft e.V.</span><span style="font-weight: 400">,</span><span style="font-weight: 400"> zum aktuellen politischen Spannungsverhältnis und die Relevanz der Diskussionen rund um Social Bots und Fake News. </span></p>
<p><b>Amerikanische Studie relativiert Einfluss auf US-Wahlen</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die Relevanz von Falschmeldungen im Wahlkampf ist unumstritten. Dennoch halten viele den tatsächliche Einfluss auf das Wahlergebnis weiterhin für eher unwahrscheinlich. Das bestätigt eine <a href="http://news.stanford.edu/2017/01/18/stanford-study-examines-fake-news-2016-presidential-election/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der Stanford University und der New York University</a>. Dass Fake News für das Wahlergebnis und somit den Sieg Donald Trumps verantwortlich waren, ist den Wissenschaftlern zufolge nicht völlig auszuschließen, dennoch aber sehr unwahrscheinlich. Der Studie zufolge gab es bei der US-Wahl viele Versuche, das Ergebnis mithilfe digitaler Medien zu beeinflussen und Fake News spielte dabei eine geringere Rolle als gedacht. So wurden in Sozialen Netzwerken wie Facebook nur eine kleine Anzahl an NutzerInnen erreicht, von denen wiederum nur rund 50% an den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen glaubten. Selbst wenn eine Person diese Falschmeldung sehe, müsse sie also sehr überzeugend wirken. Die Studie kommt zu einem weiteren wichtigen Fazit. Bei einer Umfrage unter 1200 amerikanischen WählerInnen zeigte sich, dass nur 14%  Soziale Netzwerke, wie Facebook, als wichtigste Informationsquelle für ihre Wahlentscheidung nutzen. Das zeigt, dass die überwiegende Mehrheit immer noch die klassischen Medienkanäle, wie z.B. Fernsehen oder Radio, für ihre Entscheidungsfindung heranziehen. Soziale Medien spielen demnach eine wichtige, aber dennoch keine dominante Rolle für das Wahlergebnis. </span></p>
<p><b>Digitale Kompetenz für den sicheren Umgang mit Medien<br />
</b></p>
<p><span style="font-weight: 400">Trotzdem: Die Tendenz sich in Sozialen Netzwerken über Politik zu informieren geht nach oben. Einer <a href="https://m.futurezone.at/digital-life/jugendliche-tun-sich-schwer-fake-news-im-netz-zu-erkennen/243.891.719" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie des österreichischen Instituts für Jugendkulturforschung</a></span><span style="font-weight: 400"> zufolge, nutzen  59% der Jugendlichen in Österreich zwischen 14 und 18 Jahren als Hauptinformationsquelle Soziale Netzwerke, obwohl sie diese nicht für glaubwürdig halten. Jugendliche sind oft überfordert, sodass 86% der Jugendlichen angeben, bei Inhalten im Internet nicht immer zu wissen, ob eine Meldung wahr ist. Wichtig für Jugendliche ist, sich sicher im Umgang mit Sozialen Netzwerken zu fühlen. Um Ihnen das Erkennen und Beurteilen von Informationen bzw. deren Wahrheitsgehalt beizubringen, startete Österreich nun eine Regierungsoffensive. In dem Programm Schule 4.0 soll das Erlernen einer digitalen Kompetenz ein Hauptbestandteil des Lehrplans werden.</span></p>
<p>Die Relevanz von Fake News und deren Verbreitung in Sozialen Netzwerken kann nicht mehr geleugnet werden. Zwar ist ihr Einfluss auf das Wahlergebnis der Vereinigten Staaten von Amerika eher unwahrscheinlich, so werden Fake News dennoch in Sachen Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen. Die Nutzerzahlen der Soziale Netzwerke steigen stetig und mit ihnen der Trend auch politische Informationen aus diesen zu beziehen. Zeigt die Studie aus Amerika, dass dies noch nicht der Fall ist, verdichten sich die Warnzeichen, dass es in Zukunft immer mehr Verwirrung rund um Nachrichten geben wird. Vor allem bei jüngeren Wählern, die immer mehr Soziale Netzwerke nutzen, ist eine digitale Medienkompetenz für das Beurteilen des Wahrheitsgehalts von Nachrichten essentiell um eine aufkommende Ohnmacht zu verhindern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:  by PDPics via<a href="https://pixabay.com/en/truth-newspaper-news-printed-text-166853/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> pixabay</a>, licensed CC0 Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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