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	<title>jschroeder &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>jschroeder &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Inter(net)essenvertretung für Arbeitnehmer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[IG-Metall]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagwort]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die Gewerkschaft IG-Metall rüstet sich fürs Online-Zeitalter</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die Gewerkschaft IG-Metall rüstet sich fürs Online-Zeitalter</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gewerkschaften tragen oft schwer an ihrem öffentlichen Image. In einer Zeit, in der sich die Industriegesellschaft mit<br />
großem Tempo zu einer Informationsgesellschaft entwickelt, wirken die traditionsreichen Organisationen der<br />
Arbeitnehmervertretung für manche wie ein Anachronismus. Dynamik und Innovationsbereitschaft werden von der<br />
öffentlichen Meinung eher den Lenkern der aufstrebenden Wirtschaftsunternehmen zugetraut, die auf neuen Märkten<br />
agieren und den wirtschaftlichen Wandel zu ihrem Business gemacht haben. Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre,<br />
die in diesen turbulenten Zeiten über die hart erkämpften Rechte der Arbeitnehmer wachen, werden dagegen oft als<br />
unflexible Verfechter eines überholten Sozial-staatesmodells kritisiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch einige Arbeitnehmervertretungen haben inzwischen begonnen, dem &#8216;alten&#8217; Image mit Hilfe der &#8216;neuen&#8217; Medien<br />
entgegenzutreten. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies am Beispiel der <a href="http://www.igmetall.de/">IG-Metall</a>: Die mit rund 2,7 Millionen<br />
Mitgliedern größte deutsche Einzelgewerkschaft präsentiert sich bereits seit 1996 im Internet und stellt dabei in<br />
Sachen Innovationsbereitschaft die meisten anderen politischen Akteure in den Schatten. Die zentrale Schaltstelle<br />
für diese Aktivitäten ist dabei die Online-Redaktion der Metallgewerkschaft. Deren Leiterin, Regina Droge, versteht<br />
ihre Arbeit als Vermittlung zwischen den Fachabteilungen der Organisation und ihrem zentralen Internet-Angebot.<br />
Droge erklärt: &quot;Wir fungieren als eine Schnittstelle. Die Abteilungen kommen mit Vorschlägen für Online-Informationen<br />
zu uns und wir beraten, koordinieren und organisieren die nötigen Aktionen. Beispielsweise haben die meisten<br />
Fachabteilungen für ihre Zielgruppe, seien es nun Frauen, Betriebsräte oder Behinderte, spezielle Seminare anzubieten.<br />
Wir arbeiten darauf hin, daß wir alle in einer interaktiven Online-Bildungsdatenbank zusammenfassen, auf die dann aus<br />
den einzelnen Spezialbereichen heraus verlinkt wird.&quot; Andererseits, so Droge, tritt aber auch die Internet-Redaktion mit<br />
eigenen Vorschlägen an die Fachabteilungen heran: &quot;Wenn es in einem Bereich &#8216;scharfe&#8217; neue Informationen gibt, dann müssen<br />
wir die Kollegen auch aktiv dazu motivieren, daß sie die zusammen mit uns für das Internet  aufbereiten.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Zauberwort bei dieser Art der Organisation heißt &#8216;abteilungsübergreifendes Querschnittsdenken&#8217; ein Prinzip, das in<br />
einer hierarchisch organisierten Gewerkschaften sicher nicht ganz einfach durchzusetzen ist. Doch Regina Droge weiß,<br />
daß sich in einem guten Internet-Auftritt nicht die traditionellen Hoheitsgebiete einer Organisation widerspiegeln<br />
dürfen: &quot;Das wäre viel zu bürokratisch. Die Nutzer müssen merken, daß das Angebot speziell für sie gemacht ist, und<br />
dafür muß man in so einem Laden auch flexibel sein.&quot; Viel Zeit setzt die gelernte Journalistin, die als freie<br />
Kommunikationsberaterin tätig ist, daher dafür ein, die Mitarbeiter im Frankfurter Hauptquartier der Gewerkschaft<br />
für das neue Medium zu begeistern und den Gedanken des Querschnittsdenkens innerhalb der gewerkschaftlichen<br />
Informationshierarchie zu fördern. Ihr Anliegen wird offenbar geteilt, denn das gewerkschaftliche Online-Angebot<br />
entwickelt sich rasant in diese Richtung: Im Februar 1999 riefen interessierte Surfer bei der IG-Metall rund 5.700<br />
Megabyte an Informationen von mittlerweile über 3.000 Info-Seiten ab, von denen viele von den Fachabteilungen in<br />
eigener Regie erstellt wurden. Die Nutzungszahlen des Angebotes haben 1999 erstmals die Schallgrenze von 1,5 Millionen<br />
monatlichen Hits durchbrochen. Die Seiten der Metallgewerkschaft sind damit ähnlich populär wie beispielsweise die der<br />
Umweltorganisation Greenpeace, und können fast schon den Online-Angeboten der großen Volksparteien Paroli bieten. Regina<br />
Droge: &quot;Für uns liegt hier ein besonderer Vorteil, denn in den traditionellen Medien haben Ge-werkschaften viel geringere<br />
Chancen als andere Akteure, ihre politische Positionen einen breiten Publikum authentisch darzustellen. Im Internet kommen<br />
wir besser zum Zug.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mitgliederservice</b><br />
Ein vielschichtiges Internet-Angebot wie das der IG-Metall hat natürlich auch eine vielschichtige Zielsetzung. Wenn man<br />
sie aber in einem Wort zusammenfassen müßte, dann hieße dieses Wort: &#8216;Mitgliederservice&#8217;. Regina Droge: &quot;Ganz klar, unser<br />
Stammpublikum sind und bleiben die Mitglieder und Aktiven, die sich im Internet über &#8216;ihre&#8217; IG-Metall informieren wollen.<br />
Und da sich die WWW-Seite aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert, müssen deren Interessen auch besonders<br />
berücksichtigt werden.&quot; Die strategisch wichtigsten Elemente des Angebotes sind daher diejenigen, die genau auf die<br />
Informationsbedürfnisse bestimmter Mitgliedergruppen zugeschnitten sind und ihnen einen echten, medienspezifischem<br />
Zusatz-Nutzen bieten. Dazu zählt allen voran die interaktive<br />
<a href="http://www.igmetall.de/tarife/tarifdatenbank/index.html">Tarifdatenbank</a>, in der sich die Besucher über die sie betreffenden Einzelheiten<br />
tariflicher Regelungen informieren können. Solche Service-Angebote sollen nach den Vorstellungen von Regina Droge auch bei<br />
der strategischen Weiterentwicklung der Internet-Seiten eine Schlüsselrolle spielen: So könnte die Tarifdatenbank in<br />
Zukunft um einen passwort-geschützten Exklusivbereich erweitert werden, in dem Mitglieder über die allgemeinen Auskünfte<br />
hinaus auch Antworten zu ganz individuelle Fragen fänden. Regina Droge: &quot;Natürlich bleiben viele Informationen frei<br />
zugänglich, schließlich sollen alle sehen, was die IG Metall für die Arbeitnehmer erreicht. Aber wir brauchen<br />
mittelfristig auch mehr geschlossene Bereiche für die zahlenden Gewerkschaftsmitglieder. Die wollen zurecht mehr<br />
bekommen als die Nicht-Mitglieder.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die medialen Eigenschaften einer Hypertext-Struktur werden vom Online-Angebot der IG-Metall genutzt, um den<br />
speziellen Bedürfnissen einer großen und vielfach unterteilten Mitgliederorganisation gerecht zu werden.<br />
Hypertexte bieten ideale Bedingungen, um die oft sehr unterschiedlichen Informationsinteressen aller unter dem Dach<br />
der Gewerkschaft organisierten Berufsgruppen zu bedienen. Regina Droge: &quot;Wenn eine Print-Mitgliederzeitung vier Seiten<br />
über die Probleme der Zahntechniker druckt, dann ist dieser kostspielige Platz für die große Mehrheit der Leser aus<br />
anderen Berufen uninteressant verwendet. Im Internet sind die Voraussetzungen anders: Wenn man einen Hypertext gut<br />
gliedert, dann kann man auch für die kleinsten Zielgruppen noch massenweise Spezial-Information anbieten, ohne daß das<br />
auf Kosten anderer Angebote geht und ohne daß sich jemand langweilen muß und das Gefühl hat, &quot;die sprechen ja mich nicht<br />
an&quot;. Der Platz ist unbegrenzt und jeder braucht ja schließlich nur das anzuklicken, was er wirklich sehen will.&quot; Für die<br />
interne Öffentlichkeitsarbeit der IG-Metall sind diese neuen Möglichkeiten enorm interes-sant, denn, so Droge: &quot;Auch<br />
kleine Gruppen von Mitgliedern und Betriebsräten können strategisch für die Gesamtorganisation äußerst wichtig sein.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die klare Service-Orientierung der IG-Metall-Seiten belegt auch ein Blick auf die Außenvernetzung des Angebotes: Die<br />
Verknüpfungen zu fremden Servern z.B. im <a href="http://www.igmetall.de/link_punkt_arbeit">Link-Punkt-Arbeit</a> dienen als vielfältiges<br />
Sprungbrett zu themenverwandten Informationen. Dabei werden in der Regel nicht nur die Front-Seiten der externen Angebote<br />
angesteuert, sondern die Surfer werden direkt zu den die für sie relevanten Verzweigungen in den Fremdangeboten<br />
verwiesen.  Regina Droge: &quot;Wir wollen Quali-tätslinks bieten, auch wenn das für uns einigen Arbeitsaufwand bedeutet.<br />
Unsere Mitglieder haben manchmal ganz spezifische Fragen, zu denen sie bei uns nichts finden. Da müssen wir sie doch<br />
zumindest dorthin führen, wo ihnen ge-hol-fen wird.&quot; Berührungsängste treten hinter diesem Servicegedanken offenbar<br />
in den Hintergrund: Vom IG-Metall-Server besteht beispielsweise eine direkte Verbindung zu den Seiten der<br />
Unternehmensberatung Kienbaum Management Consultants GmbH. &quot;Die sind mit uns ideologisch sicher nicht auf einer Linie,<br />
aber warum sollen unsere Leute nicht von den Bewerbungstips profitieren, die Kienbaum im Internet anbietet? Die<br />
Nutzer sehen eine solche ideologie-freie Verlinkung doch auch als einen Service der IG-Metall an, und so tut es auch<br />
gar nicht weh, sie aus dem Angebot zu entlassen: Sie gehen mit gutem Gefühl, und das ist wichtig.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Besonderen Wert legt die Online-Redaktion der IG-Metall auch auf die dialog-orientierten Elemente ihrer Seite. Ein<br />
elektronischer Briefkasten, ein Gästebuch, offene Foren, Streitfragen zu vorgegebenen Themen (zur Zeit Kosovo) sowie<br />
passwortgeschützte Diskussionszirkel für spezielle Zielgruppen: Hier werden alle Möglichkeiten des Mediums ausgeschöpft.<br />
Besonders die geschlossenen Angebote für Betriebsräte oder für die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter bestimmter<br />
Unternehmen (z.B. DEBIS) belegen dabei wiederum die strikte Orientierung an den Interessen der Mitglieder und<br />
Funktionsträger, an deren Wunsch nach paßgenauer Behandlung. Regina Droge erklärt: &quot;Die Diskussionen in den<br />
geschlossenen Foren sind ja nicht wirklich geheim. Diese Exklusivität hat natürlich auch etwas mit<br />
Community-Building zu tun, man äußert sich freier, strategische Diskussion ist möglich, ohne daß der<br />
Arbeitgeber zuhört, und nicht zuletzt dient ein exklusiver Zugang auch der &#8216;Adelung&#8217; bestimmter interner Zielgruppen.<br />
Wir bieten als IG-Metall eine technische Plattform, wo die sich selbst organisieren können und senden damit auch ein<br />
politi-sches Zeichen an diese Mitgliedergruppen.&quot; Eingehende E-Mails versucht die Online-Redaktion dem Medium<br />
entsprechend schnell &#8211; möglich binnen 24 Stunden &#8211; zu beantworten. Besonders löblich: Ein internes System zur<br />
Verfolgung der Mail-Korrespondenz stellt sicher, daß jede einzelne Kontaktaufnahme mit einer Antwort gewürdigt<br />
wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß man die Ergebnisse der Online-Kommunikation an die internen tarifpolitischen Entscheidungsprozesse der Gewerkschaft<br />
ankoppeln könnte, das kann sich Regina Droge für die nahe Zukunft allerdings noch nicht vorstellen: &quot;Angesichts des noch<br />
geringen Anteils der Onliner unter den Mitgliedern wäre das nicht wünschenswert. Wichtig ist vielmehr, daß wir stets<br />
erreichbar sind für spontane Stimmungs-äußerungen aus dem Netz. Das ist zwar nicht immer repräsentativ, aber wir spielen<br />
mit diesen Möglichkeiten und zeigen uns offen. Das hilft uns, Mitglieder an uns zu binden und vielleicht sogar neue im<br />
Netz zu werben.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit ihrem Internet-Engagement beweist die IG-Metall eindrucksvoll, daß sich die klassische Arbeitnehmervertretung und<br />
technischer Fortschritt nicht beißen. Doch bei allem Enthusiasmus für ihr Online-Projekt bleibt Regina Droge in ihrer<br />
Gesamteinschätzung des Mediums realistisch: &quot;Auf absehbare Zeit können wir die traditionellen Informationskanäle<br />
lediglich ergänzen, aber keinesfalls ersetzen. Zu wenige unserer Mitglieder nutzen bislang das Internet. Viele der<br />
Arbeiter im Metallbereich gehören sicher zu der Bevölkerungsgruppe, die als letzte Online gehen wird.&quot;<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Surf-Tip:<br />
Ein für Politik-Digital-Leser interessantes Angebot auf den Seiten der IG-Metall ist das<br />
<a href="http://www.igmetall.de/branchen/it-magazin">IT-Magazin</a> mit<br />
Spezialinformationen zu den Entwicklungen in der Informations- und<br />
Kommunikationsbranche.</span></p>
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		<title>Webwerkzeuge für Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Webgrrls]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Maria Schertler]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &#34;Cyberfrauen&#34;-
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&#34;webgrrls&#34;</a> in Deutschland auf,
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &quot;Cyberfrauen&quot;-<br />
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&quot;webgrrls&quot;</a> in Deutschland auf,<br />
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/schertler/images/karin.jpg" alt="Karin Maria Schertler" border="1" height="230" hspace="0" vspace="0" width="190" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer>
			</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Karin Maria Schertler</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Begeistert von den Möglichkeiten<br />
eines solchen Netzwerkes beschloss sie zurück in Deutschland, dass es<br />
auch hier für Frauen die Gelegenheit geben sollte, auf unkomplizierte<br />
Art und Weise Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Also<br />
gründete sie im August 1997 die deutschen Webgrrls, &quot;ohne zu wissen,<br />
worauf ich mich damit einließ&quot;, wie sie heute sagt. Denn 1999, nach nur<br />
zwei Jahren, gibt es in Deutschland bereits über 4000 Webgrrls, die<br />
sich neben dem virtuellen Kontakt über Mailinglisten mittlerweile in<br />
sechs regionalen Gruppen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,<br />
München und Stuttgart auch real treffen.<br />
Und auch für die Zukunft der Webgrrls hat Karin Maria Schertler noch<br />
viele Pläne: ein Verein sollen sie werden, damit das Netzwerk Webgrrls<br />
Deutschland e.V. sich mit anderen wichtigen Frauen- und<br />
Branchennetzwerken zur schnelleren Verfolgung gemeinsamer Interessen<br />
zusammenschließen kann.<br />
Die Quereinsteigerin, die Europäische Betriebswirtschaft studierte und<br />
vom klassischen Verlagsgeschäft schließlich zu den Neuen Medien<br />
wechselte, ist heute Mitglied der Geschäftsleitung bei der Münchener<br />
Werbeagentur &quot;die argonauten&quot; und leitet dort die interactive unit II. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Frau Schertler, was genau sind die webgrrls und was hat sie<br />
dazu bewogen, ein deutsches Pendant zu dem amerikanischen<br />
Modell aufzubauen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Webgrrls Deutschland ist ein Netzwerk für Frauen, die im Bereich<br />
&quot;new media&quot; tätig sind. Aufgabe und Ziel ist es, diese Frauen zu<br />
vernetzen, um zum einen ihre berufliche Weiterentwicklung und zum<br />
anderen ihre Präsenz und ihren Einfluß innerhalb der Branche zu<br />
fördern. Dieses Forum für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch,<br />
Jobvermittlung, Weiterbildung und Networking wird getragen<br />
vom Gedanken des &quot;Gebens und Nehmens&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ich 1995/1996 in New York bei Newsday Electronic Publishing tätig war, lernte ich<br />
per Zufall die New Yorker Webgrrls &#8211; sozusagen die Keimzelle des inzwischen internationalen<br />
Netzwerkes &#8211; und deren Gründerin Aliza Sherman kennen.<br />
Die Selbstverständlichkeit, mit der Jobs angeboten und nachgefragt wurden,<br />
mit der Tips und Tricks rund um das Thema &quot;Internet&quot; ausgetauscht wurden, und<br />
der Enthusiasmus der so diversen Teilnehmerinnen diese neue Branche aktiv mitzugestalten,<br />
begeisterten mich derart, daß ich spontan Mitglied bei den New Yorker Webgrrls wurde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zurück in Deutschland vermißte ich diese unkomplizierte Art des Kontakteknüpfens auf<br />
beruflicher Ebene und des Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten. Schließlich bewegte<br />
sich frau damals noch mehr als heute in einer überwiegend männlich geprägten Arbeitswelt.<br />
Was lag also näher, als das internationale Netzwerk der Webgrrls um eine weitere Dependance<br />
zu erweitern?<br />
So kam es, daß ich im August 1997 mit Webgrrls Deutschland begann &#8211;<br />
ohne zu wissen, worauf ich mich letztendlich einlasse&#8230;  </span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b>  Welche Hilfe bieten die webgrrls Frauen, die beruflich<br />
mit dem<br />
Internet zu tun haben oder auch jungen Frauen, die sich dafür<br />
interessieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Virtueller Erfahrungsaustausch via 4 Mailinglisten: Job, Business,<br />
Webentwicklung und  Privat. Ferner gibt es inzwischen 6 Regionalgruppen<br />
(Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München) die ein<br />
sehr umfangreiches Programm anbieten: von Stammtischen bis hin zu<br />
Workshops und Vorträgen (Webdesign, HTML-Programmierung, Existenz-<br />
Gründung, Online-Recht, etc.). Für junge Frauen in der Berufsfindungsphase<br />
werden Orientierungsveranstaltungen angeboten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Gibt es Bemühungen seitens der webgrrls, diejenigen Frauen und<br />
Mädchen zu erreichen, bei denen noch Hemmungen gegenüber diesem Medium<br />
vorhanden sind, und wie sehen diese Bemühungen aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Mit der Möglichkeit, sich über die Webgrrls-Mailinglisten virtuell<br />
auszutauschen,<br />
sind unsere Mitgliedsfrauen räumlich und zeitlich ungebunden.  Gerade<br />
für Frauen in ländlichen Regionen oder für Frauen, die zeitweise im Ausland<br />
tätig sind oder ein Austauschsemester absolvieren, stellt dies somit eine ideale<br />
Form der Vernetzung dar: unkompliziert und effizient. Eine Voraussetzung um<br />
Webgrrl zu werden ist allerdings die Nutzung eines Email-Accounts. Für Frauen,<br />
die noch Hemmungen gegenüber dem Internet haben, oder für junge Frauen in<br />
der Berufsfindungsphase bieten die Webgrrls jedoch regelmäßig Informations-<br />
Veranstaltungen an. Und natürlich leisten viele unserer Mitgliedsfrauen<br />
tatkräftige Überzeugungsarbeit  in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Frauen und Mädchen trotz<br />
steigender User-Zahlen immer noch eine unterrepräsentierte Gruppe in den<br />
neuen Medien sind? Gibt es irgendwelche speziellen Hindernisse, die<br />
gerade Frauen und Mädchen auf dem Weg ins Internet zu überwinden haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Frauen setzen sich mit dem Medium Internet anders auseinander als Männer.<br />
Um es auf einen Punkt zu bringen: &quot;for men it&#8217;s a toy, for women it&#8217;s a tool&quot;.<br />
Zugegebenermaßen waren viele Internetanwendungen in den frühen Jahren des<br />
World Wide Webs nicht sehr nutzenorientiert und erst in den letzten ein, zwei<br />
Jahren haben wir einen verstärkte Entwicklung von Mehrwert-orientierten<br />
Anwendungen (e-commerce, e-banking, e-auktionen u.s.w.) gesehen. Hinzu kommt,<br />
daß viele Frauen die Chancen, die Ihnen das Internet bieten um den Alltag leichter<br />
zu gestalten, oft nicht für sich erkennen. Für sie steht primär der Computer<br />
und all der technische Kauderwelsch im Vordergrund. Daß der Computer<br />
letztendlich aber nur das Tool ist im Internet von A nach B zu kommen , sehen<br />
sie oft nicht. So wie man nicht wissen muß wie ein Auto bis ins letzte Detail funktioniert,<br />
um von A nach B zu kommen, braucht man auch nicht zu wissen, wie ein Computer<br />
funktioniert, um surfen zu können. Die Frauen aber, die sich mit den Chancen des<br />
Internets auseinandersetzen, sind oftmals restlos begeistert. In Aliza Shermans Buch<br />
Cybergrrl &#8211; der Internetguide für Frauen (Signum Verlag) finden sich ein Vielzahl<br />
von weiblichen Biographien, die diese Tatsache sehr schön unterstreicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie wird sich ihrer Meinung nach die Situation für Frauen in der<br />
Informationsgesellschaft in den nächsten Jahren ändern?<br />
Denken Sie, dass zur Verbesserung der Situation der Frauen in diesem<br />
Bereich auch Impulse aus der Politik nötig sind und wenn ja, wie könnten<br />
diese aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Wie ein Blick über den großen Teich zeigt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis<br />
die Internetnutzerschaft zu gleichen Teilen männlich und weiblich ist. Sinkende<br />
Telekommunikationskosten, nutzenorientierte Internetapplikationen für die<br />
Zielgruppe &quot;Frauen&quot; und Aktionen wie &quot;Frauen ans Netz&quot;  initiiert von der<br />
Telekom, der Frauenzeitschrift Brigitte und der Intitiative &quot;Frauen geben<br />
Technik neue Impulse&quot; unterstützen den ohnehin nicht zu bremsenden<br />
Trend zu einer verstärkt weiblichen Nutzerschaft.<br />
Weniger optimistisch ist mein Ausblick jedoch, wenn es darum geht, die Berufswahl junger<br />
Frauen zu beurteilen. Leider stehen immer noch die klassischen &#8211; und<br />
schlecht bezahlten &#8211; Frauenberufe auf der Beliebtheitskala weit oben. Daß aber<br />
im Bereich der Neuen Medien die Sterne so leicht zu greifen sind, übersehen viele.<br />
Hier fehlt es meiner Meinung nach an gezielter Förderung von Mädchen im<br />
Hinblick auf die neuen Medien sowie an weiblichen Vorbildern in der Gesellschaft.<br />
Hier ist die Politik gefordert &#8211; aber auch Netzwerk wie Webgrrls Deutschland leisten<br />
hierzu einen wichtigen Beitrag indem sie junge Frauen für die Neuen Medien<br />
begeistern und ihnen als berufliche Vorbilder dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.<br />
<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
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		<title>Frauennews aus aller Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frauennews_aus_aller_welt-588/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Arakeljan]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauennews]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Auf der Suche nach einem Frauenmagazin im Internet stößt man schnell auf all diejenigen
Magazine für Frauen, die es auch am Kiosk gibt- ob Brigitte, Amica oder Allegra- sie alle
sind mittlerweile im Netz vertreten.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Auf der Suche nach einem Frauenmagazin im Internet stößt man schnell auf all diejenigen<br />
Magazine für Frauen, die es auch am Kiosk gibt- ob Brigitte, Amica oder Allegra- sie alle<br />
sind mittlerweile im Netz vertreten.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber es gibt auch ein Magazin, das man nur im Internet finden wird- die<br />
<a href="http://www.frauennews.de/">frauennews</a>. Jana Arakeljan hat vor zweieinhalb Jahren<br />
dieses Ein &#8211; Frauen &#8211; Projekt geschaffen, das sich nicht mit den üblichen Themen zwischen<br />
Schönheitstipps und Partnerschaftsproblemen befaßt. Die frauennews entstanden  vielmehr aus<br />
der Beobachtung heraus, dass frauenpolitische Nachrichten zwar noch in den Presseagenturen<br />
Aufnahme finden, in den Tagesmedien jedoch kaum erscheinen: &quot;frauennews entstand aus diesem<br />
Defizit. Das, was ich vermißte und mir wünschte, habe ich mit dem e- zine umgesetzt. Es<br />
bestätigt aber auch: was im Internet abgerufen werden will, muß erstmal eine/r reinstellen&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Also bietet Arakeljan in ihrem Angebot journalistisch aufbereitete und regelmäßig aktualisierte<br />
Nachrichten, die man sonst vergeblich sucht, beispielsweise  über die Lage der Frauen im<br />
Kosovokrieg. Neben den aktuellen News gibt es eine lange Reihe von Special-Themen: Frauen<br />
businesslike, die Geschichte der Frauenbewegung, die Situation von Frauen in Ländern wie<br />
Afghanistan oder Indien und vieles mehr. Hier stellt sie eine Fülle von<br />
Hintergrundinformationen und Links zur weiteren Recherche zur Verfügung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jana Arakeljan gibt auf ihren Seiten &quot;Tipps zum böser werden&quot; von A bis W &#8211;<br />
ein Auszug:<br />
&quot;Cross-Targeting : Frauen/ -Gruppen treten für andere Frauen/ Gruppen ein,<br />
wenn diese belästigt, diskriminiert o. ä. werden, da die Betroffenen sich<br />
oft nicht selbst wehren können oder sich in ihrer direkten Situation nicht trauen.<br />
Die unbeteiligte Gruppe kann dagegen den Mißstand öffentlichkeitswirksam anprangern.&quot;<br />
Außerdem findet man Buchempfehlungen für Mädchen (und Jungen) und Fernseh- und Kinotipps.<br />
Auf einem pinboard können Kotakte geknüpft und Veranstaltungen angekündigt werden. Dieses<br />
Angebot wird von vielen Fraueninitiativen rege genutzt und ist ein gutes Beispiel für das<br />
Networking, dass zwischen Frauen betrieben wird. Jeder der einen Termin für Frauen<br />
veröffentlichen möchte, kann das an dieser Stelle völlig kostenlos tun. In einem Pool<br />
werden darüber hinaus wissenschaftliche Arbeiten zu &quot;Frauenthemen&quot; gesammelt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass das &quot;Networking&quot; bei Frauenangeboten im Internet groß geschrieben wird, sieht man<br />
daran, dass die frauennews zusammen mit anderen Frauenprojekten eine gemeinsame<br />
Einstiegsseite im Netz haben. Auf der Seite <a href="http://www.woman.de/">www.woman.de</a><br />
werden folglich vier &quot;große Links&quot; angeboten: <br />
Eine <a href="http://www.woman.de/suche/index.html">Frauensuchmaschine</a><br />
mit Stichwortkatalog, die <a href="http://www.frauennews.de/">frauennews</a>,<br />
das <a href="http://internetfrauen.w4w.net/">Hamburger Frauen-Internet-Projekt</a><br />
und <a href="http://www.w4w.de/">Web for women</a>, &#8211; eine Internetproviderin für Frauen.<br />
Deshalb verstehen sich auch die frauennews als ein Netzknotenpunkt, an dem andere<br />
Frauenseiten verlinkt werden, Frauen eigene Beiträge veröffentlichen können, Projekte<br />
aus dem &quot;real life&quot; vorgestellt werden, ein Austausch an Informationen stattfindet und<br />
wo Frauenaktionen und -organisationen aktiv durch PR unterstützt werden. Dabei ist es<br />
nicht leicht, ein nicht kommerziell &#8211; ambitioniertes Projekt wie die frauennews in<br />
völliger Eigenregie zu betreiben, vor allem aus finanzieller Sicht.<br />
&quot;Zwei Jahre frauennews bedeuten auch, daß es Zeit ist, eine finanzielle,<br />
sehr einseitige Belastung abzubauen. Leider sehe ich kaum Möglichkeiten,<br />
finanzielle Quellen anzuzapfen. Es sieht so aus, daß<br />
Frauen kaum Förderungswege offen stehen.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und so ist der größte Wunsch der Macherin für den dritten Geburtstag ihres Magazins<br />
im nächsten Jahr ein bescheidener: &quot;endlich mal die Frauen zu einem gemeinsamen Essen<br />
einladen zu können, die direkt oder indirekt Anteil an frauennews haben. Das hatte ich<br />
mir immer vorgenommen &#8211; die Geburtstage von frauennews auch mit Frauen zu feiern!&quot; und<br />
außerdem:<br />
&quot;Ich wünsche mir, daß es mit frauennews kontinuierlich weitergeht. Ein gutes Projekt soll<br />
angeblich daran erkennbar sein, daß es nie zu Ende ist. Gern möchte ich, daß frauennews<br />
ein Wachsen mit den Wünschen und Ansprüchen frauenbewegter Userinnen erlebt.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jana Arakeljan hat mit den frauennews ein Internetmagazin geschaffen, das eine wichtige<br />
Ergänzung zu den Nachrichten der Tagesmedien darstellt. Es wäre ihr zu wünschen, dass im<br />
März nächsten Jahres irgendwo viele Frauen zusammen an einem Tisch sitzen, um gemeinsam den<br />
dritten Geburtstag dieses engagierten Projektes zu feiern. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Durch diese Gesellschaft muss ein Ruck gehen&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 1970 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Kircher]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
&#34;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&#34; - meint Herbert Kircher,
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/">
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot; &#8211; meint Herbert Kircher,<br />
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der<br />
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/"><br />
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.<br />
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen<br />
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/kircher/images/kircher_kl2.jpg" alt="Initiative D21" border="1" height="158" hspace="0" vspace="0" width="117" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Herbert Kircher</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Herr Kircher, im Interview mit online today sagten Sie:<br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot;. Welche Gründe<br />
sprechen Ihrer Meinung<br />
nach dafür, dass die Politik sich stärker mit diesem Thema auseinandersetzen sollte?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich möchte hier nicht einseitig die Politiker auf der Anklagebank sehen.<br />
Die zum Teil heute noch geringe Akzeptanz der modernen Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie ist in unserem Land ein gesellschaftliches Phänomen,an<br />
dem auch die Hochgebildeten unserer Gesellschaft nicht unschuldig sind.<br />
Gerade die Hochgebildeten stehen hierzulande der Technik als solcher mit besonders<br />
großen Vorbehalten gegenüber. Diese Gruppe tritt nicht selten eher als Bremser auf.<br />
Wer über etwas lamentiert, braucht sich schließlich nicht zu ändern. Doch Änderung<br />
tut not. Denn die weltweite informationstechnologische Vernetzung gibt dem sogenannten<br />
info age eine globale Dimension. Die aktive Nutzung von moderner Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie in allen Bereichen unserer Gesellschaft entscheidet in Zukunft<br />
über viele neue und sichere Arbeitsplätze. Im internationalen Vergleich ist offensichtlich,<br />
daß Deutschland beim Übergang in die Informationsgesellschaft nicht zu den führenden Nationen<br />
zählt und sogar weiter an Boden verliert. Das zeigen einige wichtige Kennzahlen:<br />
Laut Fachverband Informationstechnik betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben für Informations- und<br />
Telekommunikations-Technik (IuK) 1998 in der Schweiz 3.985 DM, in Dänemark 3.061 DM,<br />
in Schweden 2.994 DM, in Großbritannien 2.463 DM, in Frankreich 2.134 DM, in Deutschland<br />
nur 2.096 DM. Ein anderes Beispiel ist die Zahl der Internet-Nutzer. Nach Angaben des<br />
Fachverbandes Informationstechnik wird die Zahl der Internet-Nutzer in Westeuropa von 24<br />
Millionen in 1997 auf über 66 Millionen im Jahre 2001 steigen. Aussagekräftiger sind<br />
entsprechende Prozentwerte im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen: 1998 lag Deutschland<br />
bei 9 %. Im Vergleich dazu lagen Frankreich bei 13 %, Großbritannien bei 14 % und die<br />
USA bei 27 %. Diese Zahlen sollen bis 2001 auf ca. 20 % für Deutschland, 21 % für<br />
Großbritannien, 21,5 % für Frankreich und knapp 40 % für die USA steigen. Einer Steigerung<br />
in Deutschland 1998 gegenüber 1997 um drei Prozentpunkte stehen Zahlen für Großbritannien<br />
um sechs Punkte und für die USA um neun Punkte gegenüber.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was erwarten Sie konkret von der Politik?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Deutschland fehlt eine übergreifende Strategie für den Übergang<br />
ins Informationszeitalter. Es gibt seitens der deutschen Politik heute keine<br />
passende Antwort auf die Frage, wie wir die Chancen der Informationstechnologie nutzen<br />
oder wie wir mit den Risiken umgehen. Eine andere Frage ist, was auf der Grundlage von<br />
demokratischer Grundordnung und sozialer Marktwirtschaft wünschenswert ist. Was müssen<br />
welche gesellschaftlichen Gruppen eigeninitiativ unternehmen, um möglichst viele Chancen<br />
zu realisieren? Welche politischen, gesellschaftlichen und legislativen Rahmenbedingungen<br />
sind gefordert?<br />
Wir brauchen einen Plan für den Aufbau der Informationsgesellschaft in Deutschland.<br />
Keine gesellschaftliche Gruppe kann dies alleine leisten. Der Bundesregierung kommt<br />
die herausragende Rolle zu, wenn es darum geht, diesen Wandel zu moderieren und aktiv zu<br />
gestalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was genau tut IBM, um Einfluß auf die Politik zu nehmen,<br />
damit sich die Verhältnisse in Deutschland verbessern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Die IBM Deutschland hat die branchenübergreifende Initiative D21<br />
ins Leben gerufen. Unserem Gründungsaufruf haben sich inzwischen mehr als 100<br />
Chefs namhafter Unternehmen angeschlossen.<br />
Am 27. Juli 1999 wurde in Stuttgart von 27 Gründungsmitgliedern die &quot;Initiative D21 e.V.&quot;<br />
ins Leben gerufen. Neben IBM gehören zu den Gründungsmitgliedern unter anderem Alcatel SEL,<br />
AOK Baden-Württemberg, Arthur D. Little, Canto Software AG, debis, Dresdner Bank,<br />
Hewlett-Packard, Siemens und Preussag. Zum Vorsitzenden der Initiative wurde Erwin Staudt,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, gewählt. Sitz des Fördervereins<br />
Initiative D21 ist Berlin. Der Ehrenvorsitz soll dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog<br />
angetragen werden. Zur Übernahme des Beiratsvorsitz hat sich Bundeskanzler Schröder (SPD)<br />
bereiterklärt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> IBM ist Teil der Initiative D21. Welche Ziele hat diese Initiative,<br />
und wie sollen diese Ziele erreicht werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Wir, die Mitglieder der Initiative D21 fordern die Bundesregierung auf,<br />
dem Thema Informationsgesellschaft  höchste Priorität einzuräumen. Wir fordern die<br />
Bundesregierung auf, mit wegweisenden Projekten selbst eine Vorreiterrolle einzunehmen.<br />
Wir fordern die Bundesregierung auf, die gesetzlich-regulatorischen  Rahmenbedingungen<br />
so zu gestalten, daß sie sich vorteilhaft auswirken. Die Initiative D21 ist bereit, die<br />
Bundesregierung bei diesen Vorhaben zu unterstützen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Worum geht es bei den Gesprächen der Initiative D21 mit dem Kanzleramt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Als Leitfaden für die Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft hat sich D21 vier zentrale Ziele gesetzt:<br />
</span>
</p>
<ol>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln optimale<br />
	Rahmenbedingungen für den Wandel ins Informationszeitalter.</li>
<li>Der Staat und seine Einrichtungen sind Vorbild bei der Nutzung moderner<br />
	Technologien.</li>
<li>Bildung und Qualifikation sind Grundlage für Leben, Arbeiten und die<br />
	Wertschöpfung in der Wissensgesellschaft.</li>
<li>Staat und Wirtschaft fördern die Akzeptanz von Technik und den neuen<br />
	Informations- und Kommunikationstechnologien.<br />
	In den Gesprächen mit dem Kanzleramt geht es um die Umsetzung dieser Ziele.
	</li>
<p></span>
</ol>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Die USA haben Al Gore, Deutschland hat&#8230;? Welche Politiker machen sich<br />
Ihrer Meinung nach in Deutschland für die Neuen Medien stark, bzw.<br />
gibt es bestimmte Politiker, von denen Sie diesbezüglich besonders enttäuscht sind?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Es geht nicht darum, ob einzelne Politiker mehr oder weniger viel<br />
für die Informationsgesellschaft tun. Durch diese Gesellschaft muß ein Ruck gehen.<br />
Noch einmal: Auch viele von den sogenannten Multiplikatoren, Hochgebildete, selbst<br />
Journalisten, stehen den neuen Medien immer noch reserviert gegenüber. Dabei müssen<br />
vor allem diese Gruppen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht, die Chancen<br />
der Informations- und Kommunikationstechnologie zu erkennen und zu kommunizieren, nur so<br />
lassen sich breite Bevölkerungsschichten gewinnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Beschreiben Sie Ihre Vision von Deutschland im 21. Jahrhundert, und wie stellen<br />
Sie sich zum Beispiel die Demokratie in 5 Jahren vor?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich sehe vor allem die Chancen, die das Internet einer Demokratie bietet.<br />
Diktaturen haben es im Informationszeitalter immer schwerer, zu überleben. Vor fünfzig<br />
Jahren konnten in Deutschland Printmedien, aber auch der Rundfunk, leicht kontrolliert<br />
werden, kritische Blätter wurden verboten und der Bevölkerung vorenthalten.<br />
Heute und in Zukunft kann über das World Wide Web jeder mit jedem kommunizieren und<br />
interagieren. Die Welt wird zum globalen Dorf, auf dessen Marktplatz Menschen aus den<br />
verschiedensten Kulturen und Völkern zusammenarbeiten, Güter und Dienstleistungen produzieren,<br />
Handel treiben, und nicht zuletzt Informationen und Wissen austauschen und verarbeiten.<br />
Dazu kommen Mobiltelefone, die Möglichkeit via Satellitenantenne Fernsehsendungen aus<br />
der ganzen Welt zu empfangen. Eine Diktatur ist dank der modernen Informationstechnologie<br />
schon heute kaum noch in der Lage zu verhindern, daß sich die Bevölkerung aus den<br />
verschiedensten Quellen informiert und diese Informationen untereinander oder weltweit<br />
austauscht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Auf dem Weg in die Online-Demokratie</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/auf_dem_weg_in_die_online_demokratie-642/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jens Schröder über eine neue Aufsatzsammlung zur politischen
Dimension des Internets</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jens Schröder über eine neue Aufsatzsammlung zur politischen<br />
Dimension des Internets</b></span><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wenn von den politischen Auswirkungen des Internet die Rede ist, dann gehen<br />
die Meinungen meist weit auseinander: Die einen rufen euphorisch die<br />
virtuelle Wiedergeburt der athenischen Demokratie aus, und für die<br />
anderen ist das Netz der Netze ein gefährlicher Tummelplatz für<br />
digital-vernetzte Staatsfeinde und Extremisten. Wie so oft liegen die<br />
eigentlich interessanten Aspekte des Themas genau dazwischen. In ihrer<br />
Aufsatzsammlung &quot;Demokratie und Internet&quot; werfen der Passauer Politologe<br />
Winand Gellner und sein Mitarbeiter Fritz von Korff deshalb einen etwas<br />
differenzierteren Blick auf das, was am Internet politisch ist. Der Band ist<br />
das Ergebnis einer Fachtagung des Passauer Lehrstuhls für<br />
Politikwissenschaft im März 1998. In 16 Aufsätzen nähert er<br />
sich der Frage, wie das Internet die repräsentative Demokratie und das<br />
menschliche Zusammenleben verändern könnte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Das Internet verkörpert den Bedeutungszuwachs der Information,&quot; meint<br />
Gellner im Vorwort zu seinem Buch. Nach Ansicht des Wissenschaftlers werden<br />
durch die Online-Kommunikation die politischen Trends verstärkt, die<br />
uns der Medienwandel der letzten Jahrzehnte ohnehin schon beschert hat:<br />
Wertewandel, Individualisierung, Globalisierung und Fragmentierung der<br />
Gesellschaft. Darüber hinaus, so Gellner, werde die klassischen Medien<br />
um zwei neue Komponenten ergänzt: Interaktivität und<br />
Hypertextstrukturen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Sind diese Neuerungen für die Demokratie per saldo positiv oder<br />
negativ? Macht das interaktive Netz politikverdrossene Bürger zu<br />
Cyberaktivisten oder zu Couch-Potatoes? Wird die politische<br />
Öffentlichkeit zum &quot;total digitalen&quot; oder zum &#8216;total egalen&quot; Raum? Das<br />
alles ist heute schwer abzusehen. Aus den bisherigen Erfahrungen und mit<br />
Hilfe politologischer Theorien zeichnet der Sammelband aber zumindest eine<br />
Moment-auf-nahme des politischen Internet und beleuchtet Zukunftsperspektiven.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<h4><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Internet und die Studentenstreiks</span></h4>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der rote Faden verläuft dabei vom Allgemeinen zum Speziellen: Drei<br />
theoretische Annäherungen beleuchten das Internet zunächst aus<br />
Perspektiven der politischen Philosophie, der Demokratietheorie und der<br />
Organisationslehre. Im Kernsttück des Buches charakterisieren dann neun<br />
Wissenschaftler die Herausforderung, die die Internet-Kommunikation an die<br />
Akteure des politischen Systems stellt. Behandelt werden die<br />
Netz-Aktivitäten von Parlamenten, Parteien, sozialen Bewegungen,<br />
Journalisten und der Europäischen Union. Besonders herauszuheben ist<br />
hier die spannende Fallstudie von Christoph Bieber und Eike Hebeker<br />
über die Rolle des Internet bei der Organisation der Studentenproteste<br />
im letzten Jahr. Ein weitere Schwerpunkt der Sammlung, dem sich Volker Leib<br />
und Co-Herausgeber Fritz von Korff widmen, ist die Bedeutung von kommunalen<br />
Bürgernetzen. Abgerundet wird das Aufsatzmenü wieder mit etwas<br />
mehr Theorie: Anhand von sozialwissen-schaftlichen Modellen prüfen<br />
Patrick Rössler und Christina Holtz-Bacha, ob das Internet die<br />
Abhängigkeit der Bürger von Medieninformationen erhöht und ob<br />
es die Zersplitterung des Medienpublikums vorantreibt.<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt ist &quot;Demokratie und Internet&quot; eine empfehlenswerte Lektüre<br />
für alle diejenigen, die bereit zu mehr als einem nur<br />
oberflächlichen Blick auf das Thema sind. Vor allem ein ausgefeilter<br />
Fußnotenapparat ermöglicht gezielte weitere Recherche auch zu ganz<br />
speziellen Aspekten des Themas. Unglücklicherweise krankt das Buch aber<br />
an einigen der üblichen Problemen thematischer Aufsatzsammlungen:<br />
Standardinformationen wie die statistischen Daten über die Onliner oder<br />
die Geschichte des Internet werden von den meisten Beiträgen in<br />
ermüdender Weise wiedergekäut. Außerdem schwankt das Niveau der<br />
einzelnen Beiträge stark: Von recht abgehobenen Theorien bis hin zu<br />
eher trivialen Erkenntnissen oder rein deskriptiven Artikeln ist alles<br />
dabei. Aber das sind natürlich wieder mal nur die Extreme. Und wie so<br />
oft liegen das eigentlich Interessante&#8230; genau dazwischen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Demokratie und Internet. Herausgegeben von Winand Gellner / Fritz von Korff,<br />
Nomos Verlag, Baden-Baden 1998, 240 Seiten, 68,00 Mark</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das Internet und die politische Kommunikation</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/das_internet_und_die_politische_kommunikation-657/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/das_internet_und_die_politische_kommunikation-657/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/das_internet_und_die_politische_kommunikation-657/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>1. Eine Einleitung</b></span></span>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die unendlichen Weiten der
Informationsgesellschaft beginnen gleich hinter dem Bildschirm. Nur
einen Klick mit der Maus, und der heimatliche Schreibtisch wird zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>1. Eine Einleitung</b></span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die unendlichen Weiten der<br />
Informationsgesellschaft beginnen gleich hinter dem Bildschirm. Nur<br />
einen Klick mit der Maus, und der heimatliche Schreibtisch wird zum<br />
Tummelplatz für Unternehmer und Gewerkschaftler, Kirchen und Sekten,<br />
Stammes-fürsten und Präsidenten, für Dichter und Denker,<br />
Freiheitskämpfer und Diktatoren, Frauenrechtler und Porno-Händler. In<br />
Sachen Vielfalt und Kapazität kann es das Computer-Netzwerk Internet<br />
problemlos mit jeder Bibliothek der Welt aufnehmen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Experten haben es<br />
ausgerechnet: Die Daten, die täglich zwischen den 43 Millionen<br />
Internet-Rechnern ausgetauscht werden, übertreffen der Menge nach das<br />
gesamte Wissen der Menschheit des 19. Jahrhunderts. Und wenn man den<br />
Gurus des Internet glauben darf, dann können seine Nutzer schon bald<br />
auch das gesamte Wissen der heutigen Welt per Knopfdruck auf ihre<br />
Monitore befehlen. Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen<br />
spekulieren seit Jahren, wie sich dieses gewaltige und vielschichtig<br />
vernetzte Informationsangebot auf das Leben der Menschen auswirken<br />
könnte. Manche prophezeien dem Homo Sapiens eine Entwicklung zum<br />
&#8216;Homo-Communicator,&#8217; dessen täglicher Informationsbedarf sich gegenüber<br />
heute verdreißigfacht. Andere befürchten dagegen, daß der Mensch wie<br />
Goethes Zauberlehrling von den selbst geschaffenen Geistern überfordert<br />
wird und in seiner eigenen Informationsflut versinkt. Auch wenn dieser<br />
Streit zwischen Technik-Euphorikern und Technik-Skeptikern wohl noch<br />
lange nicht entschieden werden kann, so macht er doch eines schon heute<br />
deutlich: Die riesigen Dimensionen des Internet bieten bislang vor<br />
allem eine Projektionsfläche für Wünsche, Ängste und Visionen. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die Diskussion der<br />
vergangenen Jahre deutet darauf hin, daß eine dieser Projektionsflächen<br />
für Internet-Visionen der politische Prozeß ist. Philosophen,<br />
Soziologen und Politikwissenschaftler sind sich grundsätzlich einig,<br />
daß das Computer-Netzwerk durch seine besonderen medialen Eigenschaften<br />
(vgl. Kapitel 2) den Fluß von politischen Informationen in einer<br />
Gesellschaft (vgl. Kapitel 3) verändern kann. Ihre Geister scheiden<br />
sich aber bis heute immer wieder an der Frage, in welcher Weise das<br />
geschehen wird und welche Auswirkungen auf das politische System zu<br />
erwarten sind. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Daß im Internet politische<br />
Kommunikation tatsächlich stattfindet, ist mittlerweile nicht mehr zu<br />
übersehen: Parteien, Gewerkschaften, Bewegungen, Regierungen,<br />
Parlamente und internationale Organisationen &#8211; nahezu alle politischen<br />
Akteure sind im Internet mit eigenen Angeboten vertreten. Und selbst<br />
wenn das Bedürfnis nach politischen Inhalten sicherlich nicht als<br />
Kernmotiv für die Nutzung von Online-Medien gelten kann, so greifen<br />
doch immerhin zwei Drittel der Surfer zumindest gelegentlich auf<br />
Angebote aus den Bereichen &#8216;Nachrichten&#8217; und &#8216;Bürgerservice / Politik&#8217;<br />
zurück. In den USA haben sich vor den Präsidentschaftswahlen 1996 zwölf<br />
Prozent der Wahlberechtigten im Internet politisch informiert. Immerhin<br />
fünf Prozent der Schweizer schauten 1998 vor der Volksabstimmung über<br />
das sogenannte &quot;Genschutz-Gesetz&quot; ins Netz. Die Bundesgeschäftsstelle<br />
von Bündnis 90 / Die Grünen wurde nach den umstrittenen<br />
Benzinpreisbeschlüssen des Magdeburger Parteitags mit Hunderten von<br />
Protest-<br />
E-Mails überhäuft. Mehrere Hundert Internet-Nutzer &#8216;chatteten&#8217; vor der<br />
Bundestagswahl 1998 live mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl.<br />
Die berühmte &#8216;Ruck-Rede&#8217; von Bundespräsident Roman Herzog wurde in den<br />
ersten zwei Wochen nach ihrer Veröffentlichung rund 26.000 mal über die<br />
Internet-Seite des Präsidialamtes abgerufen. Und die elektronische<br />
Version des sogenannten &#8216;Starr-Report&#8217; mit Details über US-Präsident<br />
Bill Clintons Sex-Affaire bescherte allein der Internet-Seite des<br />
US-Kongresses mehr als vier Millionen Zugriffe innerhalb nur weniger<br />
Tage. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Für Leitartikler,<br />
Aufsatz-Schreiber und Kommentatoren sind solche Trendzahlen inzwischen<br />
ein beliebtes &#8216;Zeilenfutter&#8217;, mit dem sie die wachsende Bedeutung des<br />
Internet in der politische Kommunikation belegen. Wissenschaftlich<br />
greifbar wird das Phänomen des politischen Internet durch solche<br />
Einzelbeispiele aber noch lange nicht. Doch wer sich dem Rätsel etwas<br />
systematischer nähern will, stößt schnell auf massive<br />
forschungspragmatische Probleme: Die rasante und andauernde technische<br />
Entwicklung der Online-Welt macht Schlüsse von der Technologie auf ihre<br />
gesellschaftliche Durchsetzung und Einbettung besonders schwierig.<br />
Durch das kaum überschaubare und ständig aktualisierte<br />
Informations-Angebot sowie durch die stark individualisierte Nutzung<br />
des Internet wird eine statistisch sinnvolle Erhebung von Daten fast<br />
unmöglich. Außerdem ist die bei der Analyse traditioneller<br />
Kommunikationsformen maßgebliche Grenze zwischen Sender und Empfänger<br />
im netzwerkartigen Internet verwischt. Die Anwendung der etablierten<br />
Modelle der politischen Kommunikation ist daher im &#8216;Cyberspace&#8217; von<br />
vornherein problematisch. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">In der bisherigen<br />
politikwissenschaftlichen Diskussion spiegeln sich diese<br />
Schwierigkeiten deutlich wieder. In Ermangelung fundierter empirischer<br />
Daten haben viele Autoren den Elfenbeinturm der Theorie nicht verlassen<br />
und ihre Prognosen nicht hinreichend an der Realität überprüfen können.<br />
Besonders häufig finden sich in der Literatur daher Aufsätze, die<br />
anhand der technischen Eigenschaften des Internet seine denkbar<br />
extremsten politischen Auswirkungen konstruieren und diskutieren. Viele<br />
Netz-Apologeten prophezeien beispielsweise eine Art elektronische<br />
Wiedergeburt der griechischen Agora, in der politische Entscheidungen<br />
im öffentlichen computergestützten Diskurs aller Bürger gefällt werden.<br />
Politische Willensbildung werde hierarchiefrei in dezentralen<br />
Netzwerken stattfinden, politische Eliten ihren Informationsvorsprung<br />
verlieren und die Vertretung der Bürger durch gewählte Berufspolitiker<br />
nicht mehr nötig sein. Auf der anderen Seite stehen die pessimistischen<br />
Warner, die im Internet nicht die Agora, sondern die Apokalypse der<br />
politischen Öffentlichkeit sehen. Sie sagen voraus, daß im Internet der<br />
Medienkonsum übermäßig individualisiert wird. Ein Verlust an<br />
kollektiver Orientierung im Informations-Dschungel, so argumentieren<br />
sie, werde der politischen Diskussion die wichtige Basis eines<br />
geteilten Grundwissens entziehen. Nicht eine Stärkung der Demokratie,<br />
sondern eine Fragmentierung der Öffentlichkeit in voneinander isolierte<br />
und kaum noch kooperationsfähige Teile werde die Folge sein. Eine<br />
dritte Gattung theoretischer Arbeiten hat sich zwischen diesen<br />
Extrem-Positionen angesiedelt, analysiert ihre jeweiligen Stärken und<br />
Schwächen und sucht nach Möglichkeiten der Vermittlung. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">In den vergangenen zwei<br />
Jahren haben sich einige Wissenschaftler dem Thema aber auch in einer<br />
etwas konkreteren und pragmatischeren Weise angenähert. Es entstanden<br />
eine Reihe thematisch begrenzter, dafür aber empirisch gestützter<br />
Analysen, mehrere Fallstudien zum Online-Verhalten einzelner<br />
politischer Akteure, sowie einige Untersuchungen zu Auswirkungen des<br />
Internet auf spezielle Probleme der politischen Kommunikation. Aus den<br />
USA ist außerdem die Dissertation des MIT-Forschers Mark Bonchek<br />
hervorzuheben. Sie ist ein erster und eindrucksvoller Versuch, ein<br />
komplettes theoretisches Modell der politischen Kommunikation auf das<br />
Internet zu übertragen, und das Ergebnis durch eigene empirische Daten<br />
zu untermauern. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die vorliegende Arbeit soll<br />
die bisherige Literatur vor allem mit Blick auf die Akteurs-Perspektive<br />
ergänzen. Sie verfolgt dazu eine doppelte Zielsetzung: Einerseits soll<br />
sie dem Leser einen Überblick über das verschaffen, was die<br />
unterschiedlichen politischen Akteure in Deutschland mit dem Internet<br />
anfangen. Die meisten der bereits existierenden Arbeiten in diesem Feld<br />
sind Fallstudien, die ihr Augenmerk nur auf einen einzigen Akteur<br />
richten. Diese Studien sind durch jeweils sehr unterschiedliche<br />
Vorgehensweisen geprägt und können &#8211; auch wenn sie in Sammelbänden<br />
zusammengefaßt erscheinen &#8211; keinen homogenen Überblick vermitteln. Die<br />
vorliegende Arbeit stellt dagegen einen Versuch dar, die<br />
Online-Aktivitäten aller Teilnehmer der politischen Kommunikation<br />
nebeneinander und unter dem Dach einer übergreifenden Perspektive zu<br />
analysieren. Dies soll ergründen, wie sich die Internet-Nutzung der<br />
verschiedenen Akteure unterscheidet, welche Parallelen es gibt, und<br />
welche medialen Aspekte des Computer-Netzwerks von welchen Akteuren<br />
besonders betont oder vernachlässigt werden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Auf einer zweiten Ebene<br />
werden die einzelnen Akteure aber auch in ihren spezifischen Funktionen<br />
im Rahmen des politischen Prozesses betrachtet. Ihre Online-Aktivitäten<br />
werden in Bezug zu ihren akteursspezifischen Kommunikationsprofilen<br />
gesetzt. Dies soll ergründen, ob das Internet-Engagement politischer<br />
Akteure sich auf ihre jeweiligen Rollen im demokratischen<br />
Kommunikationsprozess auswirken kann.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Aus der beschriebenen<br />
Zielsetzung ergibt sich die folgende Gliederung der Arbeit: In den<br />
Kapiteln 2 und 3 sollen zunächst einige Grundlagen für das Verständnis<br />
der nachfolgenden Analysen gelegt werden. Kapitel 2 beleuchtet die<br />
medialen Eigenschaften des Internet, seine technischen Besonderheiten<br />
sowie seine Verbreitung und seine Nutzung durch das Online-Publikum. In<br />
Kapitel 3 wird dann das System der politischen Kommunikation<br />
beschrieben. Anhand des Begriffs der &#8216;Politikvermittlung&#8217; von Ulrich<br />
Sarcinelli werden die Akteure der politischen Kommunikation eingeführt,<br />
sowie drei unterschiedlichen Formen von Politikvermittlung erläutert.<br />
Kapitel 4 ist der Hauptteil der Arbeit. Es besteht aus fünf parallelen<br />
Studien zu den Internet-Aktivitäten der politischen Akteure: Parteien,<br />
Interessengruppen, Parlament, Regierung und publizistische Medien. Jede<br />
dieser Studien beginnt mit einer problemorientierten theoretischen<br />
Einführung in die kommunikativen Eigenheiten des jeweiligen Akteurs. In<br />
einem zweiten, deskriptiv ausgerichteten Schritt werden dann seine<br />
konkreten Aktivitäten im Internet sowie die dahinter stehenden<br />
Motivationen und Ziele beleuchtet. Jede der fünf Akteurs-Studien<br />
gipfelt drittens in einer Reihe von Thesen, die anhand der gemachten<br />
Beobachtungen mögliche Trends aufzeigen und im Lichte der jeweiligen<br />
kommunikativen Aufgaben eines Akteurs interpretieren sollen. Die Thesen<br />
und Trends im Rahmen der Kapitel 4 verkörpern die wichtigsten<br />
Erkenntnisse dieser Arbeit. Kapitel 5 faßt alle Beobachtungen nochmals<br />
zusammen, arbeitet die Online-Schwerpunkte der verschiedenen Akteure<br />
heraus und subsumiert sie unter den Begriffen aus Sarcinellis<br />
Politikvermittlungsmodell. Daran knüpft sich abschließend ein Ausblick<br />
auf grundsätzliche Tendenzen der politischen Internet-Nutzung und<br />
mögliche zukünftige Entwicklungen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Natürlich ist auch diese<br />
Magisterarbeit nicht von den grundsätzlichen forschungs-pragmatischen<br />
Problemen verschont geblieben, mit denen alle Internet-Studien zu<br />
kämpfen haben. Mit einer breiten Basis von Quellen und einer Vielzahl<br />
von selbst erhobenen Informationen steht sie dennoch auf einem<br />
vergleichsweise soliden Fundament. Neben den Ergebnissen früherer<br />
Studien fußt die Arbeit auf einer eigenen Umfrage unter Nutzern des<br />
überparteilichen Politikforums www.wahlkampf98.de, sowie auf einer<br />
Umfrage unter Bundestagsabgeordneten mit eigener Homepage. Außerdem<br />
wurden die Informationen aus 16 Leitfaden-Interviews mit den<br />
Internet-Verantwortlichen verschiedener politischer Akteure<br />
verarbeitet. Aus diesen Interviews stammen vor allem solche<br />
Informationen, die über Motivation und Zukunftsplanung für die<br />
verschiedenen politischen Online-Angebote Aufschluß geben. Für eine<br />
Erfassung der heutigen Situation politischer Internet-Seiten war<br />
selbstverständlich auch die teilnehmende Beobachtung dieser Seiten<br />
durch den Verfasser eine wichtige Quelle für die Analyse. Die<br />
entsprechenden Fundstellen zu diesen Beobachtungen sind in den Fußnoten<br />
als WWW-Adressen zitiert. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Natürlich bleibt es aber<br />
problematisch, über die politischen Effekte einer Technik zu schreiben,<br />
wenn deren rasante Entwicklungsgeschwindigkeit jeden mittelfristigen<br />
Analyse-Plan über den Haufen wirft. Aber der Wandel ist nun einmal die<br />
bislang einzige Konstante in der Entwicklung des Internet. Er wird<br />
manifest an den sich ständig weiterentwickelnden Bemühungen der<br />
Akteure, den Datenraum inhaltlich mitzugestalten. Und wenn diese Arbeit<br />
ein wenig Licht in die verschiedenen Gestaltungsbemühungen der<br />
politischen Akteure im Internet bringen kann, dann ist die Diskussion<br />
über das politische Internet schon um einen kleinen Schritt weiter.<br />
</span></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sachsen- freie Fahrt auf der Datenautobahn</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sachsen_freie_fahrt_auf_der_datenautobahn-885/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
Auch in Sachsen findet der Wahlkampf im Netz statt - und birgt dabei viele Überraschungen:
die PDS und die SPD beispielsweise bieten etwas, das man sonst auf kaum einer Parteiwebsite
finden wird- sie verlinken die Konkurrenzparteien, und die PDS ruft sogar explizit zum
Vergleich auf. Folgt man diesem Aufruf, stellt man fest, dass die sächsischen Parteien sich
für ihren Webwahkampf einiges haben einfallen lassen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
Auch in Sachsen findet der Wahlkampf im Netz statt &#8211; und birgt dabei viele Überraschungen:<br />
die PDS und die SPD beispielsweise bieten etwas, das man sonst auf kaum einer Parteiwebsite<br />
finden wird- sie verlinken die Konkurrenzparteien, und die PDS ruft sogar explizit zum<br />
Vergleich auf. Folgt man diesem Aufruf, stellt man fest, dass die sächsischen Parteien sich<br />
für ihren Webwahkampf einiges haben einfallen lassen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.biedenkopf99.de/">CDU</a>, die <a href="http://www.spd-sachsen.de/">SPD</a>, die<br />
<a href="http://www.gruenesachsen.de/">Grünen</a> und die <a href="http://www.pds-sachsen.de/">PDS</a><br />
bieten auf<br />
ihren Seiten Wahlwerbespots, Wahlplakate, Postkarten etc. zum anschauen und herunterladen<br />
und stellen gleich auch noch die erforderlichen Programme zur Verfügung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;König&quot; Kurt Biedenkopf (CDU) hat eine eigene Domain (<a href="http://www.biedenkopf99.de/">www.biedenkopf99.de</a>)<br />
und übertrifft mit seinem Webauftritt das Angebot seines <a href="http://www.cdu-sachsen.de/">Landesverbandes</a><br />
um Längen. Der Landesverband  bietet zwar im Wahlkampfspecial alle Kandidaten und das Wahlprogramm,<br />
bei Biedenkopf selbst findet sich aber noch viel mehr: ein Diskussionsforum, die Wahlwerbespots,<br />
ein e-mail Formular, das Transcript eines Chats mit Kurt Biedenkopf und außerdem ein Bildschirmschoner,<br />
Hintergrundbilder und Grafiken zum download. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.spd-sachsen.de/">SPD</a>, (noch?) zweite Kraft im Lande, muss sich,<br />
was den Webwahlkampf angeht , allerdings nicht hinter König Kurt<br />
verstecken- vielmehr bieten sie unter <a href="http://www.spd-sachsen.de/">www.spd-sachsen.de</a><br />
einen Internetauftritt,<br />
der alle anderen Parteien in den Schatten stellt. Das Design und die Navigation sind<br />
sehr professionell, und auch inhaltlich setzt die SPD Akzente: alle Kandidaten werden<br />
ausführlich vorgestellt, ein großer Servicebereich bietet downloads, es gibt  eine<br />
umfangreiche Linksammlung, und hinter der Rubrik &quot;Klartext&quot; versteckt sich ein<br />
Politik-Chat. Zusätzlich bietet die SPD noch einen Newsletter an.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.pds-sachsen.de/">PDS</a> wartet ebenfalls mit einem umfangreichen Angebot auf. Einmalig ist wohl das Projekt<br />
&quot;Links in Sachsen&quot;- die PDS in Sachsen bietet hier webspace &quot;zur Einrichtung einer<br />
Homepage &#8211; ohne politische Bedingungen, ohne inhaltliche Einschränkungen und zu einem<br />
selbst festzulegenden Solidaritätsbeitrag&quot;. Bisher nutzen dieses Angebot zwar nur zwei<br />
Parteimitglieder und die Gaststätte &quot;rosenrot&quot;, aber das Angebot befindet sich noch im<br />
Aufbau und soll weiterwachsen. Auch bei der PDS findet man das, was bei den sächsischen<br />
Parteien zum Standard gehört: die Kandidatenvorstellung, ein e-mail Formular, das Wahlprogramm<br />
sowie die Spots und Plakate zum download. All diejenigen, die sich Plakate, Bilder oder Spots<br />
nicht  herunterladen möchten, können sich eine Diskette am Wahlstand abholen oder sie per Post,<br />
Mail oder Fax bestellen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die <a href="http://www.gruenesachsen.de/">Grünen</a> haben einiges zu bieten: Gunda Röstel<br />
hat mit <a href="http://www.roestel.de/">www.roestel.de</a> eine eigene Domain, und unter<br />
dieser Adresse findet man die Wahlwerbespots der Grünen,<br />
Termine sowie die Möglichkeit, ihr eine e-mail zu schreiben.<br />
Auch das Webangebot ihrer Partei läßt sich sehen: es gibt ein<br />
Gästebuch, ein Diskussionsforum, und das &quot;Standardprogramm&quot;, das<br />
auch die anderen Parteien bieten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Einzig und allein die sächsische <a href="http://www.fdp-sachsen.de/">F.D.P.</a> scheint dem Wahlkampf im Internet<br />
keine große Bedeutung beizumessen. Man findet ein Angebot in schlichtem<br />
blau-gelben Design, dass dem Vergleich mit den anderen sächsischen Parteien bei<br />
weitem nicht standhalten kann.<br />
Es fehlt die Professionalität, die das Angebot der anderen Parteien auszeichnet,<br />
und der Service, der bei den anderen üblich ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die sächsischen Parteien bieten im Internet einen Wahlkampf,<br />
der bundesweit bei Landtagswahlen seinesgleichen sucht. Einzelne Landesverbände<br />
anderer Bundesländer zeigten zwar schon ein ähnlich gutes Angebot, doch die Professionalität,<br />
mit der sich in Sachsen (fast) alle Parteien präsentieren, ist bisher einmalig.<br />
Dies mag verwundern, erwartet man einen so engagierten Wahlkampf doch eher nicht<br />
in einem Land, in dem der Wahlabend so wenig Überraschungen verspricht wie gerade<br />
in Sachsen. Doch die stabilen Mehrheitsverhältnisse im Land boten den sächsischen<br />
Parteien vielleicht die nötige Zeit, sich intensiver mit dem Webwahlkampf auseinanderzusetzen.<br />
So sorgt Sachsen zumindest im Internet noch für Überraschungen.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Thüringen- Die SPD im freien Fall?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/thueringen_die_spd_im_freien_fall-889/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Gerade erst hat man in Brandenburg und im Saarland die letzten Stimmen ausgezählt, und
in Deutschland reagiert man geschockt oder erfreut auf die Ergebnisse. Und obwohl für die
Kandidaten in Thüringen heute die anstrengende letzte Wahlkampfwoche angebrochen ist, mussten
auch sie sich Zeit nehmen, um die Wahlergebnisse vom Sonntag zu analysieren.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Gerade erst hat man in Brandenburg und im Saarland die letzten Stimmen ausgezählt, und<br />
in Deutschland reagiert man geschockt oder erfreut auf die Ergebnisse. Und obwohl für die<br />
Kandidaten in Thüringen heute die anstrengende letzte Wahlkampfwoche angebrochen ist, mussten<br />
auch sie sich Zeit nehmen, um die Wahlergebnisse vom Sonntag zu analysieren.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Denn nach den Rückschlägen für die SPD im Saarland und in Brandenburg befürchtet man auch für<br />
die Landtagswahlen in Thüringen Verluste. Die letzten Umfragen scheinen den Trend zu bestätigen:<br />
Die zweite Erhebung, die infratest dimap im Auftrag des MDR durchführte, veranschlagt für die<br />
SPD nur noch 22% &#8211; das sind ganze 5% weniger als bei der 1. Umfrage von Anfang August.<br />
Hinzu kommt, dass für 57% der Thüringer die Bundespolitik eine große Rolle bei der<br />
Wahlentscheidung spielt &#8211; und schließlich ist es die Politik in Berlin, die man für<br />
die Verluste der SPD im Saarland und in Brandenburg verantwortlich macht. Seine Partei<br />
habe es nicht geschafft, den Wählern zu erklären, dass die anstehenden bundespolitischen<br />
Reformen notwendig seien, kommentierte Richard Dewes, Spitzenkandidat der Thüringer SPD,<br />
am Montag die Wahlergebnisse.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die CDU hingegen baut in Thüringen ihren Vorsprung aus &#8211; 45% würden sie laut infratest dimap<br />
am 12. September wählen. Auch die PDS ist im Aufwind und käme momentan auf 21% Stimmenanteil.<br />
Richard Dewes hat es wirklich nicht leicht gegen den Landesvater Bernhard Vogel: würde der<br />
Ministerpräsident direkt von den Thüringern gewählt werden, wäre der CDU-Politiker Vogel mit<br />
73 Prozent klarer Sieger. Dewes würden hingegen nur 21% der Thüringer wählen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotzdem wird es für Vogel auch diesmal schwer werden, die absolute Mehrheit zu erreichen.<br />
Zwar äußerte er sich im Wahlkampf : &quot;Wir wollen den Wähler dringend bitten, uns von der<br />
Notwendigkeit einer großen Koalition zu erlösen&quot;- dabei muss aber auch er die Möglichkeit<br />
in Betracht ziehen, dass eine rot-rote Koalition die CDU völlig von ihren Koalitionsnöten<br />
entbinden und in die Opposition verweisen könnte. Schließlich möchte Dewes Bernhard Vogel<br />
als Ministerpräsident ablösen, und läßt sich dafür die Option auf ein Bündnis mit der PDS<br />
offen. Allerdings hat er in dieser Frage schon Gegenwind aus den eigenen Reihen zu spüren<br />
bekommen: Die SPD-Minister der großen Koalition Irene Ellenberger (Soziales), Gerd Schuchardt<br />
(Kultur und Wissenschaft) und Otto Kretschmar (Justiz) wollen keine Ministerämter übernehmen,<br />
wenn die PDS mitregiert. Einer erneuten großen Koalition stehe er aber nur als<br />
Ministerpräsident zur Verfügung, kündigte Dewes nichtsdestotrotz an. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die PDS will erst nach der Wahl über Koalitionen oder Bündnisse entscheiden.<br />
Spitzenkandidatin Gabriele Zimmer läßt keinen Zweifel daran, dass ihre Partei<br />
der SPD nicht als &quot;Platzhalter&quot; zur Verfügung stehen werde, nur um deren<br />
Beteiligung an der Regierung zu sichern. Eine Koalition sei nur denkbar,<br />
wenn die SPD tatsächlich einen Politikwechsel in Thüringen anstrebe. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Grünen mit Spitzenkandidatin Anne Voß hoffen auf einen Einzug in den Landtag,<br />
Umfragen zufolge werden sie aber wohl wieder einmal an der 5%-Hürde scheitern &#8211; laut<br />
inftatest dimap kämen die Grünen auf etwa 3%. Die F.D.P. ereilt wahrscheinlich das gleiche<br />
Schicksal: mit derzeit 2% werden auch sie in Erfurt nicht dabei sein. Dabei hatte der F.D.P.-<br />
Spitzenkandidat Heinrich Arens sich bereits der CDU als möglicher Koalitionspartner angeboten &#8211;<br />
in der Hoffnung, CDU- Wähler, die um die Regierungsbeteiligung fürchten, abzuwerben. Bernhard<br />
Vogel reagierte jedoch nicht in seinem Sinne &#8211; da die F.D.P. aller Wahrscheinlichkeit nicht in<br />
den Landtag einziehen werde, könne es der CDU nur schaden, Stimmen abzugeben, die bei der<br />
Auszählung doch nicht berücksichtigt würden, so der Ministerpräsident.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es sieht also ganz danach aus, als ob auch 1999 wieder nur drei Parteien den Einzug in den<br />
Thüringer Landtag schaffen. Wie die Koalitionsfrage gelöst wird, oder ob die CDU vom allgemeinen<br />
Aufwind profitiert und doch noch die absolute Mehrheit erreicht, bleibt hingegen spannend.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Dewes vorn- Webwahlkampf in Thüringen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Republikaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
Das Wahlrad dreht sich weiter, und so sehen nun die Landesverbände in Thüringen mit gemischten
Gefühlen dem kommenden Wahlsonntag entgegen. Der analoge Wahlkampf geht in die letzte Runde und
auch der digitale Kampf um die Wähler wurde in diesem Jahr von allen
großen Landesverbänden bestritten.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
Das Wahlrad dreht sich weiter, und so sehen nun die Landesverbände in Thüringen mit gemischten<br />
Gefühlen dem kommenden Wahlsonntag entgegen. Der analoge Wahlkampf geht in die letzte Runde und<br />
auch der digitale Kampf um die Wähler wurde in diesem Jahr von allen<br />
großen Landesverbänden bestritten.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In klassischem rot-weissen Design präsentieren sich die Webseiten der<br />
<a href="http://www.spd-thueringen.de/">Thüringer SPD</a>. Das Wahlspecial führt alle Kandidaten mit Lebenslauf und Foto<br />
sowie deren e-mail Adresse auf, soweit eine vorhanden ist. Das Wahlprogramm der<br />
SPD kann man sich direkt im Internet anschauen oder herunterladen. Allerdings ist<br />
das Internet- Angebot des Spitzenkandidaten <a href="http://www.dewes.net/">Richard Dewes</a>  nicht mit<br />
in das Angebot eingebunden, nur unter der Rubrik Links findet man einen Verweis auf<br />
seine Homepage. Dafür überrascht dann das Angebot des Spitzenkandidaten mit vielen<br />
interaktiven Details. Neben Auskünften über seine Arbeit, Informationen über ihn<br />
&quot;mal ganz privat&quot; und &quot;was mich richtig ärgern kann&quot;, findet man zusätzlich ein sehr<br />
ausführliches e-mail Formular, in dem man dem Politiker einmal so richtig &quot;die Meinung sagen&quot;<br />
kann. Dewes ist es damit gelungen eine personality-site anzubieten, die fernab der üblichen<br />
Wahlkampfparolen, sehr viel persönliche und authentische Informationen bietet. Aber das ist<br />
nicht alles: Im Dewes-Chat kann zu politischen Terminen diskutiert werden. Inwieweit dieses<br />
Angebot genutzt wird, ist nicht ersichtlich (tagsüber war niemand im Chat zu finden), zeigt<br />
aber, dass der Spitzenkandidat die Möglichkeiten erkannt hat. Das reguläre Web- Angebot<br />
bekundet mit der Rubrik &quot;Dialog&quot; den guten Willen, sich an ihrem Spitzenkandidaten ein<br />
Beispiel zu nehmen, aber noch verweist man den enttäuschten User darauf, dass diese Rubrik<br />
noch ausgebaut werde. Diesbezüglich hat die Thüringer SPD alles in allem noch digitalen<br />
Nachhilfebedarf.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht als Koalitionsaussage zu verstehen ist das Layout der Wahlseiten<br />
der <a href="http://www.gruene.de/thueringen/">Thüringer Grünen</a>: Diese<br />
präsentieren sich nämlich in leuchtendem Grün auf schwarzem Hintergrund.<br />
Das Wahlspecial orientiert sich am Design der Wahlplakate: auch hier findet der<br />
Nutzer unter verschiedenen Stichworten wie Salat, Arbeit, Müll, Sonne oder Zukunft<br />
Wahlaussagen der Grünen zu Themen wie Genfood, Arbeitslosigkeit, Müllverbrennung oder<br />
Agenda 21. Unter &quot;Programm&quot; findet man das Wahlprogramm im html-Format oder zum<br />
Herunterladen als pdf- Datei. Die Rubrik &quot;Kandidaten&quot; führt alle Kandidaten der Grünen<br />
auf, leider ohne eine Möglichkeit, per e-mail Kontakt mit ihnen aufzunehmen.<br />
Nur die allgemeine E-mail Adresse der Geschäftsstelle ist im Impressum aufgeführt.<br />
Auch ansonsten vermisst man Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme- es gibt weder ein e-mail<br />
Formular, ein Forum oder gar einen Chat.  Die Grünen haben für ihre Wahlkampfseiten zwar<br />
ein ansprechendes und witziges Layout gewählt, die interaktiven Möglichkeiten des Mediums<br />
bleiben aber leider ungenutzt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das <a href="http://www.pds-thueringen.de/">PDS</a> Angebot präsentiert sich sehr<br />
unstrukturiert- man muß schon sehr lange suchen, um das Gewünschte zu finden. Auf der<br />
Startseite findet man in mikroskopisch kleiner roter Schrift einige Links zu Terminen<br />
oder zur PDS Brandenburg, der man zum Wahlerfolg gratuliert. Die Wahlseiten erreicht<br />
man schließlich unter dem Link &quot;Für einen besseren Lebensort&quot;. Dieser führt den User<br />
zum Wahlprogramm, das er entweder direkt dort lesen oder auf den eigenen PC herunterladen<br />
kann. Auch die Kandidatenlisten sind einsehbar, leider ohne Fotos, Informationen, oder<br />
Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Nur die Kandidaten, die wenigen Kandidaten, die bereits<br />
eine eigene Homepage besitzen, bieten etwas mehr Informationen zu ihrer Person. Die Seiten<br />
des Landesverbandes sind übersichtlicher gestaltet, und man findet neben den e-mail Adressen<br />
des Landesvorstands auch ein Diskussionsforum. Hier erfährt der User, dass es eine<br />
Internetfragestunde mit Gabi Zimmer gegeben hat, und ausserdem hat er die Möglichkeit, seine<br />
Meinung zu Themen wie der doppelten Staatsbürgerschaft oder der PDS im Wahljahr 1999 abzugeben.<br />
Insgesamt sind diese Seiten wesentlich ansprechender gestaltet, die Wahlkampfseiten jedoch<br />
bleiben (wenn man sie denn überhaupt findet), weit hinter den Möglichkeiten zurück. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bernhard Vogel und die <a href="http://www.bernhard-vogel.de/index.htm">CDU</a> in Thüringen<br />
warten auf den ersten digitalen Blick mit einem soliden, informativen und gut strukturiertem<br />
Web-Angebot auf: Ausführliche Informationen gibt es zu Bernhard Vogel, seinem Lebenslauf,<br />
seinen Reden und Zielen, ausserdem wird auf seinen Seiten die direkte e-mail-Adresse für<br />
Fragen der Bürger angegeben. Auch die Kandidaten neben Bernhard Vogel sind schnell zu finden,<br />
und viele von ihnen besitzen eine eigene Homepage, die eine Kurzvita über die Person liefert<br />
jedoch leider keine direkte e-mail-Adresse angibt. Es scheint, der Landesverband der CDU in<br />
Thüringen setzt in erster Linie auf Information. So gibt es leider auch keine Extra-Aktionen<br />
zur Wahl, wie z.B. Chats oder Bürgerforen, für die das Netz ja optimale Voraussetzungen bietet.<br />
Informationen über die Partei ausserhalb Brandenburgs liefert die Web-Site fast genauso<br />
ausführlich wie zu ihrem eigenen Landesverband: So kann man auf einen Klick erfahren,<br />
wer aus dem Landesverband der CDU im Bundestag sitzt und wer in Europa. Hier sind jedoch<br />
im Gegensatz zu den Seiten der Direktkandidaten direkte e-mail Adressen angegeben. Insgesamt<br />
präsentiert sich der Landesverband der CDU in Thüringen auf den ersten Blick zwar<br />
professionell und mit einem gut strukturiertem Layout, doch wird das interaktive Potential<br />
des Mediums nicht vollends ausgeschöpft. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als reine Informationsplattform nutzt auch die<br />
<a href="http://www.fdp-thueringen.de/frameone.htm">F.D.P.</a> das Netz:<br />
Ganz stark setzt sie dabei &#8211; ähnlich wie die CDU auf Bernhard Vogel &#8211; auf ihren<br />
Spitzenkandidaten Heinrich Arens. Neben zahlreichen Fotos kann man seine Reden nachlesen<br />
und Wissenswertes zu seiner Person erfahren. Seine direkte e-mail-Adresse wird zwar angegeben,<br />
und auch eine e-mail Vorlage für Fragen und Anregungen ist vorhanden. Jedoch werden die anderen<br />
Kandidaten zwar mitsamt Adresse, privater Telefon- und Faxnummer in einer Liste aufgeführt,<br />
jedoch fehlen dort e-mail-Adressen, so dass der Web-Site Besucher leider nur den analogen<br />
Kontakt suchen kann. Die virtuelle Vorstellung des Landesvorstands ist sehr dürftig, denn<br />
klickt man auf den Namen eines Mitglieds, erscheint alleine ein neues Fenster mit dem<br />
jeweiligen Foto. Desweiteren werden noch die Kreisverbände vorgestellt, die jeweils eine<br />
eigene e-mail Adresse besitzen. Im Großen und Ganzen lässt das Web-Angebot der Liberalen &#8211;<br />
wie in vielen anderen Bundesländern auch &#8211; zu wünschen übrig. Denn eine ansprechend<br />
gestaltete Site allein reicht nicht aus, um dem Medium einen anderen Stempel als den einer<br />
Hochglanzbroschüre aufzudrücken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der virtuelle Wahlkampf der<br />
<a href="http://www.buendnis99.de/buendnis99.de/html/index.htm">Republikaner</a><br />
unterscheidet sich nur wenig von ihrem Reellen. Schlagwörter, wie zum Beispiel<br />
&quot;Innenpolitik&quot;, in der Navigationszeile führen zu Parolen und einem Programm, welches<br />
kurze Forderungen vorstellt. Jedoch werden nur die Ziele angegeben, nicht die Wege dorthin.<br />
Neben diesen Kurzinformationen bietet das &quot;Bündnis `99&quot;, wie die Republikaner ihr Programm<br />
für Thüringen nennen, eine e-mail Adresse für Anregungen und Fragen an. Aber es gibt keine<br />
weiteren Angebote für die Web-Site Besucher, die eine Auseinandersetzung mit den vorher<br />
aufgestellten politischen Forderungen erlauben würde. So setzt die rechtsextreme Partei<br />
auch im Netz auf Parolen anstatt auf Hintergrund und Substanz.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie die Landesverbände im Saarland und in Brandenburg lassen die Parteien<br />
in Thüringen viele Möglichkeiten ungenutzt. Zwar bietet die F.D.P. ein e-mail<br />
Formular und die PDS ein Diskussionsforum, darauf beschränkt sich die Interaktivität<br />
aber bereits. Längst nicht alle Politiker sind persönlich per e-mail erreichbar.<br />
Einzig der SPD Spitzenkandidat Richard Dewes bietet dem Nutzer mehr und beweist mit<br />
vielen Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme digitale Kompetenz. Dennoch werden wahrscheinlich<br />
weder Dewes noch die SPD am Sonntag nach der Wahl wirklich vorn liegen. In der Wählergunst<br />
entscheiden im Moment noch andere Inszenierungsformen über die Stimmabgabe des Wählers.<br />
Doch nicht nur Gerhard Schröder kann ein Lied davon singen, wie schnell sich solche<br />
Inszenierungen in Luft auflösen, wenn politische Realitäten spürbar werden.<br />
Dementsprechend wird vielleicht dieser Landtagswahlkampf nicht im Netz entschieden,<br />
beim nächsten könnte es jedoch schon ganz anders aussehen und dann könnte ein jetzt<br />
erarbeiteter Vorsprung unaufholbar sein.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>SPD bangt um absolute Mehrheit</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Schöhnbohm]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Stolpe]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Auch in Brandenburg ist der Wahlkampf in die heiße Phase eingetreten. Anders als im Saarland
sieht es in Brandenburg zwar nicht so aus, als ob die SPD eine Ablösung fürchten müsste,
allerdings ist es ebenso unwahrscheinlich, dass sie ihre absolute Mehrheit verteidigen
wird.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Auch in Brandenburg ist der Wahlkampf in die heiße Phase eingetreten. Anders als im Saarland<br />
sieht es in Brandenburg zwar nicht so aus, als ob die SPD eine Ablösung fürchten müsste,<br />
allerdings ist es ebenso unwahrscheinlich, dass sie ihre absolute Mehrheit verteidigen<br />
wird.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Das Tief der rot-grünen Bundesregierung hat anscheinend auch Einfluss auf die Zugkraft<br />
der beiden bekanntesten Politiker in Brandenburg, Regine Hildebrandt (97% der Brandenburger<br />
kennen sie) und Manfred Stolpe (ebenfalls 97%). So sind umstrittene bundespolitische Themen wie das<br />
Steuerpaket oder die Rentenreform auch nur Randthemen im Wahlkampf der SPD. Unter dem Motto<br />
&quot;Es geht um Brandenburg&quot; dreht sich alles um die beiden Spitzenpoliker. SPD-Wahlkampfleiter<br />
Klaus Ness ist der Auffassung, dass eine Konfrontation kontraproduktiv wäre. Brandenburg sei<br />
nicht das Saarland, außerdem gehe man davon aus, dass ein gemäßigter Kurs gegenüber der<br />
Bundesregierung und dem Kanzler eher zu praktischen Erfolgen führen werde. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Prognosen<br />
für die SPD liegen trotzdem nur bei etwa 44%- für jeden anderen Landesverband ein<br />
traumhaftes Ergebnis, für die SPD in Brandenburg eine mittelschwere Katastrophe, bedeutet<br />
es doch einen Verlust von über 10 Prozent gegenüber den Ergebnissen der letzten Landtagswahl.<br />
Manfred Stolpe muss demnach zwar nicht um sein Amt des Ministerpräsidenten fürchten, alleine<br />
zu regieren wird aber wohl auch nur ein Wunschtraum bleiben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Sowohl die CDU als auch die PDS werden sich nach letzten Prognosen mit jeweils 23%<br />
als mögliche Koalitionspartner anbieten. Während Manfred Stolpe, der schon<br />
als Gegner der rot-roten Koalition in Schwerin hervortrat, die PDS wohl nicht auf seiner<br />
Wunschliste ganz oben stehen hat, kann man sich in der PDS sowohl eine Koalition als auch<br />
eine Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung vorstellen. Das Wählervolk votierte laut<br />
infratest dimap im August mit 50%  für eine große Koalition mit der CDU, eine Koalition mit der<br />
von Spitzenkandidat Lothar Bisky angeführten PDS befürworten hingegen nur 36%. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jörg Schöhnbohm, Spitzenkandidat der CDU, hält sich diesbezüglich getreu seinem<br />
Wahlkampfmotto &quot;Nicht reden, handeln&quot; noch bedeckt. Seiner Meinung nach ist die<br />
Landesregierung &quot;verbraucht und handlungsschwach&quot;, und als Fraktionsvorsitzender<br />
möchte er &quot;Manfred helfen, in Bewegung zu kommen&quot;: ob aus der Opposition oder als<br />
Koalitionspartner, lässt er jedoch offen. Obwohl ihn jedoch laut Umfragen im August mittlerweile 59%<br />
der Brandenburger kennen (+11% im Vergleich zum Juli), sank die Prognose für die CDU von fast 30% auf<br />
nur noch 23% im August.<br />
Bisher<br />
hielt sich Schöhnbohm auch in Bezug auf mögliche Minister bedeckt. Jetzt kündigte der<br />
CDU-Wahlkampfchef Thomas Lunacek jedoch an, in diesen Tagen werde eine Wahlkampfzeitung<br />
an alle Haushalte geschickt, in der man mögliche Kandidaten für das Ministeramt nenne.<br />
Diese Liste soll allerdings nur Namen ohnehin schon bekannter Landtagskandidaten<br />
enthalten, wie  bzw. Wolfgang Hackel, Barbara Riechstein oder Beate Blechinger.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Grünen (Spitzenkandidatin Dr. Inke Pinkert-Sältzer) und die F.D.P. (Dr. Hinrich Enderlein)<br />
können sich anscheinend keine Hoffnungen auf einen Einzug in den brandenburgischen Landtag  machen:<br />
<br />
Die F.D.P. sank auf 1%, die Grünen auf nur noch 2%.<br />
Allerdings wird es immer wahrscheinlicher,<br />
dass bei diesen Wahlen erstmals eine rechtsradikale Partei in den Brandenburger Landtag einzieht.<br />
Jüngste Umfragen sehen die DVU bei<br />
5%, und rechte Parteien legen erfahrungsgemäß kurz vor dem Wahltermin noch einmal zu.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die SPD wird also höchstwahrscheinlich wieder einmal stärkste Partei im Land werden. Spannend<br />
bleibt aber, ob die Politik in Brandenburg diesmal eine rot-schwarzen oder einen komplett roten<br />
Anstrich bekommt.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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