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	<title>Sara Daini &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Gute Schule“: italienische Schulen im digitalen Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara Daini]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2019 15:33:52 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Digitalisierung der italienischen Schulen hat in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen, dennoch läuft der Prozess nicht überall im Land mit der gleichen Geschwindigkeit, gerade im Süden gibt es noch viel zu tun. Verschärft wird das Problem durch die Frage nach der Stabilität der aktuellen Regierung.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Im Februar 2019 wurde der Bericht „Digitale Bildung“ über den Stand der digitalen Entwicklung der Schulen in Italien veröffentlicht. Trotz einiger positiver Beispiele auf lokaler Ebene gehört Italien zu den Schlusslichtern bei der digitalen Ausbildung der Lehrkräfte. Einer der Gründe hierfür ist das Durchschnittsalter der Lehrer, das eines der höchsten in Europa ist.</p>
<p>Schaut man auf die gesetzlichen, infrastrukturellen und inhaltlichen Projekte, zeigt sich, dass Italien auf dem Weg ist, die schulische Ausbildung zukunftsorientiert zu gestalten.<br />
Mit der „Buona scuola“ („Gute Schule“, Gesetz 107/2015) hat der damalige italienische Regierungschef Matteo Renzi ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Innovationen in der öffentlichen Verwaltung und im Bildungswesen fördert.</p>
<p>Ein weiteres ambitioniertes Projekt war der Nationale Plan Digitale Schule (Piano Nazionale Scuola Digitale, PNSD), ein Dokument des Ministeriums für Bildung, Universität und Forschung zur Digitalisierung der Schule. Der Plan sah Mittel, Ausbildungsprogramme und Partnerschaften mit der Privatwirtschaft vor, um die Lücke zwischen den vom Arbeitsmarkt geforderten digitalen Fähigkeiten und den Lehrplänen der Schulen ab der Grundschule zu schließen. Der PNSD wäre ein ehrgeiziges Projekt gewesen, wenn die neue Regierung ihn nicht stark gekürzt hätte.</p>
<h3>Faktoren, die in der Studie „Digitale Bildung“ berücksichtigt sind</h3>
<p>Einer der Hauptfaktoren, die in der Studie berücksichtigt wurden, ist die Breitband-Internetverbindung. Die Abdeckung bis 2020 von mindestens 100 Mbit/s von Standorten der öffentlichen Verwaltung, einschließlich Schulen, gilt als Priorität; allerdings haben derzeit nur 97% der Schulen überhaupt einen Internetanschluss. Zwar ist der verbleibende Prozentsatz von 3% klein, in diesem Fall aber signifikant und er betrifft insbesondere Grundschulen in Süditalien. Die Grundschulen sind die von der Digitalisierung am stärksten betroffenen Schulen, anders als Sekundarschulen, die immer noch stark traditionelle Unterrichtmethoden verwenden. Dennoch haben die Sekundarschulen schnellere und qualitativ bessere Internet-Verbindungen.</p>
<p>Weitere in der Studie betrachtete Elemente, die in Betracht gezogen werden, sind die Erarbeitung eines effizienten Telematiknetzes und eines Konzepts für Wartungs- und Aktualisierungsmaßnahmen, um die Auswirkungen der technischen Überalterung der Infrastruktur zu steuern. Ein allgemeingültiges Urteil über die digitale Infrastruktur Italiens zu fällen ist unmöglich, da sich die regionalen Unterschiede beträchtlich sind.<br />
Mehr als 70% der italienischen Schulen nutzen immer noch den DSL-Anschluss per Kupfer, während nur 13% über Glasfaser erreicht werden: Nur jede fünfte Schule hat einen schnellen Anschluss. Spitzenreiter ist die Emilia-Romagna: Mehr als 30% der Schulen sind mit mehr als 30 Mbit/s verbunden, verglichen mit einem nationalen Durchschnitt von 11,2%.</p>
<p>Auch die Lehrerausbildung muss sich weiterentwickeln. 47% der Lehrer in italienischen Schulen nutzen häufig digitale Werkzeuge im Unterricht, 51% in Schulen mit einer Ultrabreitband-Verbindung; 5% der Lehrer setzen noch gar keine digitalen Mittel ein.<br />
Ein weiterer Aspekt ist die Digitalisierung von Entscheidungs- und Verwaltungsprozessen: So haben beispielsweise rund 63% der Schulen ihr Wirtschafts-, Finanz- und Vermögensmanagement vollständig digitalisiert, aber nur 21,5% der Schulen haben die Verwaltung der Zahlungen ganz digitalisiert.</p>
<p>In Emilia Romagna, Lombardei und Friaul-Julisch Venetien ist die Digitalisierung der Schulen am weitesten fortgeschritten. Ligurien und die Toskana folgen, behalten aber viele traditionelle Lehrmethoden bei. Weiter südlich gibt es die Fähigkeiten und den Willen zur Innovation, es fehlen aber die Ressourcen (Molise, Kampanien, Umbrien, Sizilien, Sardinien), während in den südlichen Regionen (Basilicata, Kalabrien, Apulien und Abruzzen) beide Aspekte, die Lehrerausbildung und Digitalisierung in der Verwaltung verstärkt werden sollten.</p>
<h3>Gegenwärtige Verwendung und Zuweisung von Mitteln für die Digitalisierung</h3>
<p>Die ministeriellen Investitionen für die Digitalisierung in den Schulen wurden in der letzten Zeit stark reduziert: Die derzeitige Regierung verwendet nur einen kleinen Teil der Mittel der &#8220;Guten Schule&#8221; und stellt, wenn möglich, noch weniger Mittel bereit.<br />
Während beispielsweise die beiden vorherigen Regierungen 223 Millionen Euro für „innovative digitale Lernumgebungen“ bereitgestellt haben, hat die neue Regierung nur 22 Millionen Euro verwendet.</p>
<h3>Ein virtuoses Experiment: „Ambizione Italia per la Scuola“(Italiens Ambition für Schulen)</h3>
<p>Das Projekt „Ambizione Italia per la Scuola“, eine Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der „Stiftung digitale Welt“ (Fondazione Mondo Digitale), soll 250.000 Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren und 20.000 Lehrer in ganz Italien ansprechen und bietet außerdem Kurse zum Erwerb digitaler Fähigkeiten an. Das kündigte Brad Smith, Präsident und Chief Legal Officer von Microsoft an. Ein Teil des Projekts besteht in der Ausbildung von hundert Datenwissenschaftlern: Microsoft hat für dieses Projekt mit dem Polytechnikum Mailand, der Universität Federico II von Neapel und dem Polytechnikum von Bari zusammengearbeitet.</p>
<p>„Ambizione Italia per la Scuola“ ist Teil des Projekts „Ambizione Italia“, das im September 2018 begann, um die Digitalisierung in ganz Italien zu fördern. Das allgemeine Ziel von Microsoft ist, bis 2020 mehr als 2 Millionen junge Menschen, Studenten, NEETs und Fachleute in ganz Italien einzubeziehen, mehr als 500.000 Menschen auszubilden und 50.000 Fachleute für eine Investition von 100 Millionen Euro in Ausbildungsaktivitäten und den Zugang zu digitalen Fähigkeiten in diesem Schuljahr zu zertifizieren.</p>
<p>Bei der Präsentation der Initiative wurden auch Projekte einiger Gymnasien vorgestellt. „Good Morning“ beispielsweise ist ein Handschuh, der Zeichensprache in gesprochene Sprache übersetzen kann, und zwar durch Sensoren, die die Bewegungen der Hände analysieren und sie an einen Lautsprecher übertragen, der das empfangene elektrische Signal in Schallwellen umwandelt.</p>
<p>Der „Floatalyzer“ ist eine schwimmende Plattform zur Messung und Bekämpfung der Flussverschmutzung. Er analysiert die Wasserqualität in Echtzeit, erkennt Schadstoffe und sammelt Daten aus einer Datenbank. „Ciutech“ ist ein intelligenter Schnuller, der beispielsweise die Körpertemperatur eines Neugeborenen und seinen Gesundheitszustand durch die Analyse des Speichels überwachen kann.</p>
<h3>Künstliche Intelligenz und Blockchain</h3>
<p>Beim Thema Künstliche Intelligenz ist die neue Regierung hingegen aktiv. Eine Expertengruppe hat im Ministerium für Wirtschaftsentwicklung Ende März ein Konzept entwickelt, das bei der Europäischen Kommission eingereicht wurde. Die Expertengruppe wurde auch von Vertretern von Universitäten, Unternehmen, Institutionen, Confindustria, Gewerkschaften und Verbraucherverbänden beraten.</p>
<p>Sechs Aspekte wurden hierbei berücksichtigt: die Nutzung der Forschung, um künstliche Intelligenz aus dem Labor auf den Markt zu bringen; Bildung und lebenslanges Lernen; die Förderung qualifizierter Investitionen; Daten als Produktionsfaktor; Gesetzgebung und ethische Auswirkungen und die Verbesserung der öffentlichen Dienste.</p>
<p>Die Eigenschaften und Entwicklungen der Blockchain sind ein weiterer zentraler Aspekt, der es der italienischen Politik ermöglicht, über die Rolle Italiens in Europa im öffentlichen und privaten Sektor und in der Forschung nachzudenken. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist, die 4.0-Industrie-Revolution, Bildung und lebenslanges Lernen sowie die Gesetzgebung zu analysieren. Schließlich betrifft die italienische Strategie für die Digitalisierung die Verbesserung und den Schutz von „Made in Italy“.</p>
<p><strong><img decoding="async" src="http://vg04.met.vgwort.de/na/708ca7d6303f494388227689cae1116b" alt="" width="1" height="1" />Titelbild:</strong> ipad-3765920 by steveriot1_via <a href="https://pixabay.com/photos/ipad-school-child-kahoot-schulbank-3765920/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay,</a> Pixabay Lizenz</p>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Förderpreiswettbewerb: Neue Impulse für eine positive Debattenkultur im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara Daini]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 13:54:40 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Wettbewerbskriterien sind: Wirkungspotential, Wirtschaftlichkeit, Realisierbarkeit, Innovation, Übertragbarkeit/Nachhaltigkeit; zentral ist der thematischer Bezug zu Hate Speech und positiver Debattenkultur. Die Bewerber können Projekte in unterschiedlichen Reifestadien einreichen oder eine Teilfinanzierung beantragen, wenn sie nur für eine digitale Komponente ihres Projekts eine Finanzierung brauchen. Förderfähig sind auch nicht-digitale Projekte.</p>
<p>Eine Jury trifft eine V. Die letztliche Förderentscheidung findet an der Community-Veranstaltung am 06. und 07.06.2019 in Berlin durch ein Community-Voting statt.<br />
Die maximale Fördersumme der 4-6 Gewinnerprojekte beträgt 20.000 Euro, für ein einzelnes Projekt zwischen 3.000 und 5.000 Euro.</p>
<p>Die Projekte müssen bis spätestens 31.12.2019 realisiert sein.</p>
<p>Das Bewerbungsformular und die Teilnahmebedingungen finden Sie <a href="https://www.das-nettz.de/foerderwettbewerb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Das <a href="https://politik-digital.de/news/hate-speech-interview-das-nettz-154850/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NETTZ</a> versteht sich als Vernetzungsstelle gegen Hate Speech und untterstützt die Arbeit der Akteur*innen und Initiativen, die sich gegen Hass im Netz engagieren. Das NETTZ ist unabhängig, wird aber operativ und organisatorisch getragen durch das betterplace lab und durch die Robert Bosch Stiftung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.</p>
<p>Titelbild: by t-chick Mcclure via <a href="https://unsplash.com/photos/f_aHTIof44U" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div>
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		<title>„Künstliche Intelligenz Made in Germany”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara Daini]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 15:50:04 +0000</pubDate>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Künstliche Intelligenz (KI) sei nicht nur die nächste Stufe nach der industriellen und der Informationsrevolution, ordneten Olaf Groth (Cambrian, Founder &amp; Managing Partner) und Tobias Straube (Cambrian, Senior Consultant) das Thema ein, aufgrund der Schnelligkeit und Komplexität handle es sich um eine völlig neue Dimension mit schnell wachsenden Herausforderungen. Angesichts des wirtschaftlichen Potenzials und der Rasanz der Entwicklungen ist längst ein globales Wettrennen entstanden, bei dem derzeit die USA und China die Nase vorn haben und ihren Vorsprung weiter ausbauen könnten.</p>
<h3>KI-Strategien im Vergleich: die USA</h3>
<p>In den USA umfasste die Strategie der Obama-Regierung langfristige Investitionen in die KI-Forschung, wie z. B. das Intergovernmental Personnel Act Mobility Program. Weitere Ansätze waren die Entwicklung effektiver Methoden für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI, die Gewährleistung der Sicherheit von KI-System, die Entwicklung gemeinsamer öffentlicher Datensätze und Umgebungen für KI-Training und -Tests. Die letzte USA-Regierung hielt es auch für wichtig, die Auseinandersetzung mit den ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI zu strukturieren. Für die neue Trump-Regierung spielen ethische Fragen keine zentrale Rolle. Die Förderung auf dem Gebiet der Anwendungsforschung bleibt aber erhalten, so werden Investitionen von jährlich 90 Mio. Euro in Grundlagenforschung und Arbeitsmarktforschung getätigt.</p>
<h3>China: Investitionen haben sich gelohnt</h3>
<p>China hat viel in Forschung und Bildung investiert und verzeichnet erste Erfolge: z. B. das Thousand Talents Programm, mit dem Forscher angeworben werden, und die Ausbildung in „KI-Berufen“in Berufsfeldern wie Wirtschaft, Soziales, Management und Recht. Ein Ergebnis ist, dass die Anzahl der Patentpublikationen in China höher ist als in den Vereinigten Staaten: Forschung und Innovationen sind schneller und auch kommerziell erfolgreich. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alibaba_Group" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alibaba</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tencent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tencent</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ant_Financial" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ant Financial</a> haben sich etabliert und auch die Start-ups sind gegenüber den amerikanischen Mittbewerbern konkurrenzfähig. Insgesamt kommen elf der zwanzig weltweit wertvollsten Technologieunternehmen aus den USA, neun kommen aus China. Wie kein anderes Land profitiert China von einem enormen Datenvolumen der chinesischen Internet-Nutzer. Im zentral gesteuerten China regelt der nationale KI-Plan des Staatsrates alle institutionellen Zuständigkeiten auf nationaler Ebene neu.</p>
<h3>Die deutsche KI-Strategie</h3>
<p>Deutschland ist eine der größten Wirtschaftsmächte und setzt KI vorrangig in der Industrie ein. Auch die Forschung konzentriert sich auf den Einsatz der Wirtschaft, erklärten Groth und Straube. Die deutsche KI-Förderung ist gut, aber nicht genug: Die Bundesregierung hat nur drei Milliarden Euro bis 2025 in die Entwicklung der KI investiert und muss mehr tun, fordert Olaf Groth. Zum Vergleich: in den USA gibt es 1.400 KI-Start-ups, in Deutschland 106. Wichtig sei zudem, die Förderung in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Klimaschutz. Langfristig müsse auch das Ziel sein, in einer globalen digitalen Magna Charta ethische Regeln zu verankern.</p>
<h3>Welche sind die Herausforderungen für die Zukunft?</h3>
<p>In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Ronja Kemmer (MdB, Obfrau der CDU/CSU Fraktion in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz) und Stefan Heumann (Stiftung Neue Verantwortung, Vorstand), welche Schritte nun unternommen werden müssen. Das föderale Staatssystem Deutschlands mit der Bürokratie und den Verteilungskämpfen um Fördergelder wird als herausfordernd für eine schnelle Umsetzung der KI-Strategie empfunden.</p>
<p>Wichtig sei eine enge Kooperation in Europa durch eine gemeinsame Plattform und eine offene Forschungspolitik, außerdem müsse in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein für das Thema erschaffen werden. Zudem bräuchten Start-ups mehr Unterstützung und die Hochschulausbildung müsse in diesem Bereich gestärkt werden — hier können Deutschland und Europa von China lernen.</p>
<p>Die Studie lässt sich <a href="https://www.kas.de/einzeltitel/-/content/bewertung-der-deutschen-ki-strategie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bei der Konrad-Adenauer-Stiftung herunterladen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Hands-free Driving by Steve Jurvetson via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hands-free_Driving.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia Commons,</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-2.0</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-8"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div>
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