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	<title>sostermann &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>sostermann &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das Kreuz mit der Online-Beichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sostermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit die Kirche im Internet tätig ist, ist auch die Online-Beichte ein heikles Thema. Virtuelle Beichstühle eröffnen immer wieder im World Wide Web, Otto-Normalbürger ernennt sich selbst zum Beichtvater. Doch die katholische Kirche sieht das gar nicht gern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Seit die Kirche im Internet tätig ist, ist auch die Online-Beichte ein heikles Thema. Virtuelle Beichstühle eröffnen immer wieder im World Wide Web, Otto-Normalbürger ernennt sich selbst zum Beichtvater. Doch die katholische Kirche sieht das gar nicht gern.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Die peruanische Bischofskonferenz sah sich zum Handeln gezwungen: Erst vor kurzem dementierte sie Gerüchte, nach denen die Beichte online abgelegt werden kann. „Es gibt keine Sakramente im Internet.&#8221;, heißt es in der Erklärung der Bischöfe. Um das Sakrament der Beichte empfangen zu können, bedürfe es der physischen Anwesenheit des Gläubigen und der persönlichen Bekundung seiner Sünden gegenüber einem Priester. In ihrem Schreiben verweisen sie auf das Dokument<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_positionspapier050401.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Kirche und Internet&#8221;</a>, das der „Päpstliche Rat für die sozialen Kommunikationsmittel“ im Februar 2002 veröffentlichte und das die Gültigkeit von Online-Beichten verneint.</p>
<p>Dennoch scheint das Bedürfnis, sich im Internet seiner Sünden zu entledigen, groß zu sein: Von Beicht-Weblogs über Beicht-Homepages bis hin zu virtuellen Beicht-Häusern ist alles vertreten. Aber geht es dabei wirklich um Buße im christlichen Sinne? Oder spricht die Online-Beichte vielmehr privaten Voyeurismus an, wenn Geheimnisse anderer preisgegeben werden?</p>
<p>
                              <strong>Online mit Jesus</strong>
                            </p>
<p>Auf der Internetseite<br />
                            <a href="http://www.beichte.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichte.de</a> betreibt der Privatmann Hartmut Landwehr seinen eigenen virtuellen Beichtstuhl. Das Konzept ist simpel: Tippe deine Sünden ein und dir wird vergeben! Mehr als die Lektüre des „Vater unser“, das nach der Beichte erscheint, ist dafür nicht erforderlich. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich eine virtuelle Kerze anzünden oder sich zum Gebet in die Rubrik „Rosenkranz“ zurückziehen. Für die passende Atmosphäre sorgt sakrale Orgelmusik, allerdings unterlegt mit weltlichen Elektro-Beats.</p>
<p>
                              <strong>Sünder unter Zeitdruck</strong>
                            </p>
<p>Für den modernen und gestressten Sünder bietet<br />
                            <a href="http://www.beichtstuhl-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichtstuhl-online.de</a> alles, was das Herz begehrt. Neben dem obligatorischen Online-Beicht-Formular wird zusätzlich ein Tool zum stressfreien Bußen angeboten: der QuickPrayer.<br />
                            <br />Der QuickPrayer betet für den unter Zeitdruck stehenden Sünder ganz von allein. Nachdem der Sünder seine Beichte abgelegt hat, verhängt der VirtualBußMaster, der Beichtvater aus dem Cyberspace, die Buße – je nach Schwere des Vergehens mal fünf, mal zehn „Ave Maria“. Nach anschließendem Klick auf die „Bußtaste“ startet der QuickPrayer das Gebet. In der neusten Version bietet der Computer auch an, vorher formulierte Auftragsgebete zu einem festgesetzten Zeitpunkt zu sprechen.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />Über 6.000 Beichten online!</strong></p>
<p>Wer nicht nur selbst gerne Sünden offenbart, sondern sich auch an den Verfehlungen anderer ergötzen kann, ist auf der Seite<br />
                            <a href="http://www.beichthaus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichthaus.de</a> richtig. Dort findet man über 6.000 Beiträge zum nachlesen und schmunzeln. Jedoch beweisen Statements wie „Ich habe Heuschnupfen“ oder „Ich bin ein Alien“, dass nicht nur die Betreiber, sondern auch die Nutzer die Sache nicht ganz ernst nehmen. Für die Veröffentlichung der Beichthaus-Beichte müssen einige Regeln befolgt werden. So darf der Text zum Beispiel nicht mehr als 500 Wörter umfassen (empfohlen werden 10-50 Wörter), zudem werden pornografische und rassistische Begriffe gelöscht.</p>
<p>
                              <strong>Himmel hilf!</strong>
                            </p>
<p>Dass das Internet reich an Skurrilem ist, daran hat man sich längst gewöhnt. Und auch beim Thema Online-Beichte tut sich die Hölle auf. Auf der Internetseite<br />
                            <a href="http://www.gottergeben.q27.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gottergeben.q27.de</a> wird der reuige Sünder aufgefordert, sich eine Identität zu geben, bevor er die Möglichkeit hat, zu beichten. Doch gefragt wird nicht etwa nach seinem tatsächlichen Namen. Auf der Seite findet sich eine ganze Reihe von vorgefertigten Avataren. Die Auswahl reicht vom „Satansbraten“ über den „Höllenhund“ bis hin zur „blutrünstigen Bestie“ oder dem „nichtswürdigen Antichristen“.</p>
<p>
                              <strong>Die Beichtfunktion</strong>
                            </p>
<p>Auch in der Blogosphäre hat das Beichtfieber um sich gegriffen. Obwohl ein privates Weblog schon an sich einem sich täglich wiederholendem Geständnis gleicht, gibt es seit neuestem das<br />
                            <a href="http://beicht.blogg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beichtblog</a>. Ob die Beichtblogger die Funktion der Beichte allerdings erkannt haben, ist zu bezweifeln. Beichtfunktion scheint hier eher als die technische Umsetzung des sich Offenbarens wahrgenommen zu werden. Kaum ein Blogger, der nach einem Sexgeständnis nicht den Satz „Ist das geil“ von sich gibt. Frei nach dem Motto: Sündigen ja, Buße tun lieber nicht.</p>
<p class="normal">
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		<title>Im Norden nichts Neues</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sostermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Feb 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[SSW]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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					<description><![CDATA[Kleine Parteien haben es schwer. Im Gerangel um die besten Plätze in den Medien und der Öffentlichkeit ziehen sie in der Regel den Kürzeren und müssen den so genannten großen Volksparteien das Spiel überlassen. Und während sich die „Big Ones“ vor den Kameras der bundesdeutschen Presse räkeln, um ihre Gesichter und Taten in die Gedächtnisse der Bürger zu brennen, bleibt den Kleinen meist nur ein Ausweg, um Öffentlichkeit herzustellen: Das Internet. Denn das Internet ist jenseits aller medialen Berichterstattung die einzige Möglichkeit, eine Vielzahl von Menschen für die eigene Sache zu gewinnen. Aber wird diese Möglichkeit auch genutzt?
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine Parteien haben es schwer. Im Gerangel um die besten Plätze in den Medien und der Öffentlichkeit ziehen sie in der Regel den Kürzeren und müssen den so genannten großen Volksparteien das Spiel überlassen. Und während sich die „Big Ones“ vor den Kameras der bundesdeutschen Presse räkeln, um ihre Gesichter und Taten in die Gedächtnisse der Bürger zu brennen, bleibt den Kleinen meist nur ein Ausweg, um Öffentlichkeit herzustellen: Das Internet. Denn das Internet ist jenseits aller medialen Berichterstattung die einzige Möglichkeit, eine Vielzahl von Menschen für die eigene Sache zu gewinnen. Aber wird diese Möglichkeit auch genutzt?<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Am 20. Februar ist in Schleswig-Holstein Landtagswahl und für alle, die wenigstens ab und an einen Blick in die Zeitung werfen, drängt sich der Eindruck auf, es handele sich dabei um einen Zweikampf. Ein Zweikampf der großen Namen, der Macher, der Polit-Titanen, wenn man so will. Es treten an: In der linken Ecke die Titelverteidigerin:<br />
<a href="http://www.heide-simonis.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heide Simonis</a>, Landesmutter und sozialdemokratischer Lichtblick für mehr soziale Gerechtigkeit. In der rechten Ecke der Herausforderer:<br />
<a href="http://www.peter-harry.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Harry Carstensen</a>, die christdemokratische Antwort für mehr Wirtschaftswachstum. Doch tatsächlich ist das Spielfeld weitaus größer als vermittelt wird und die Mitspieler weitaus zahlreicher. Was? Sie haben noch nie was vom<br />
<a href="http://www.ssw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Südschleswigschen Wählerverband</a> (SSW) gehört? Seien Sie beruhigt, Sie sind nicht allein.
</p>
<p>
Was man über den SSW mit Sicherheit sagen kann, ist, dass es ihm vor allem über die Landesgrenzen von Schleswig-Holstein hinaus an medialer Präsenz mangelt. Und das, obwohl er seit der letzten Landtagswahl mit drei Abgeordneten im Landesparlament vertreten ist. Was also tun? Genau, wagen wir einen Blick auf die Internetseite der Partei.
</p>
<p class="fett">
Die Minderheitenpartei
</p>
<p>
Der SSW ist, und das wird beim Lesen der Rubrik<br />
<a href="http://www.fuerunsimnorden.de/fuin/ws/sswkurz/kurzueberdenssw.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Kurz über den SSW&quot;</a> schnell klar, die Interessenvertretung der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen in Südschleswig. Denn in Südschleswig, dem deutschen Teil des ehemaligen dänischen Herzogtums Schleswig, leben nach Schätzungen des Landes rund 50.000 Menschen, die der dänischen Minderheit angehören und etwa ebenso viele Friesen. Schaut man sich die Geschichte des SSW seit 1945 genauer an, dann zeigt sich, dass das historisch bedingte Zugehörigkeitsgefühl zu Skandinavien mit den Jahren nicht nachgelassen hat. Zwar verfolgt der SSW nicht länger den Anschluss Südschleswigs an das Land Dänemark. Dennoch sind seine Wahlziele eindeutig von der Sympathie zum Nachbarland geprägt.
</p>
<p class="fett">
Nichts ist faul im Staate Dänemark
</p>
<p>
Dänemark ist für den SSW das große Vorbild. Alles, was man als Politiker machen muss, sollte man deshalb auf dänischem Wege tun: Die Reform des Arbeitsmarktes, des Schulwesens, die Stärkung der Bürgerrechte und auch des Parlamentarismus. Die logische Konsequenz, die sich daraus ergibt: &quot;Wer wirklich mehr nordisch inspirierte Politik in Schleswig-Holstein will, der sollte den SSW wählen.&quot; Wie genau die Reformen nach skandinavischem Vorbild aber aussehen sollen, bleibt offen. Den Blick nach Dänemark muss der Wähler also selbst wagen.
</p>
<p class="fett">
Original, aber nicht originell
</p>
<p>
&quot;Wir sind das Original &#8211; für uns im Norden&quot; lautet der Slogan des Südschleswigschen Wählerverbandes. Ein Original mag die Partei ja sein, originell &#8211; zumindest in ihrer digitalen Form &#8211; ist sie leider nicht. Wie gesagt kleine Parteien haben es schwer. Und wenn sie neben öffentlicher Aufmerksamkeit noch etwas nicht haben, dann ist es für gewöhnlich Geld. Dennoch ist der Seite das Bemühen ihrer Macher anzusehen: Der SSW hat mit seiner Online-Präsenz solide Arbeit geleistet &#8211; Übersichtlichkeit ist wohl das hervorstechendste Attribut der Seite. Für alle, die sich über die Geschichte des Südschleswigschen Wählerverbands informieren, die Kandidaten kennenlernen und das Wahlprogramm studieren möchten, ist die Seite eine gute Anlaufstation.
</p>
<p>
Dass eine Partei aber nicht nur ein abstraktes Wesen aus Wahlprogrammen und Datenansammlungen sein darf, um Wahlen zu gewinnen und Unterstützer zu finden, ist auch dem SSW bewußt. Mit zahlreichen Tools, die zur Interaktivität und Auflockerung der Seite beitragen sollen, stellt die Partei ihre Bürgernähe und Kontaktfreudigkeit unter Beweis. Neuland wird dabei allerdings nicht betreten. Zu finden sind die obligatorischen<br />
<a href="http://www.fuerunsimnorden.de/fuin/spots.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlkampfspots</a> zum Hören und Sehen, ein<br />
<a href="http://www.fuerunsimnorden.de/www/forum/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum</a>, in dem allerdings lediglich neun Beiträge vor sich hin dümpeln, und &#8211; ein Highlight &#8211; der<br />
<a href="http://www.fuerunsimnorden.de/fuin/sswTest/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SSW-Test</a>, mit dem man herausfinden kann, ob man im Grunde seines Herzens immer schon SSW-Wähler war und nur noch nichts davon wußte oder nicht.</p>
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