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	<title>Anschlagserie auf die USA &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Anschlagserie auf die USA &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Terror in den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anschlagserie auf die USA]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Webangebot]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Anschlagserie auf das World Trade Center und das Pentagon]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anschlagserie auf das World Trade Center und das Pentagon<!--break--></p>
<p>                  <strong>Das World Trade Center in Manhattan, New York, ist vollständig zerstört, das Pentagon in Washington D.C. brennt. Sämtliche Regierungsorganisationen sowie die Vereinten Nationen wurden evakuiert. Auch auf das Weisse Haus soll ein Bombenanschlag verübt worden sein.</strong>Der Hintergrund der Anschlagserie, der vermutlich viele Tausend Menschen zum Opfer fielen, ist bislang unklar. Zunächst wurden palästinensische Terroristen hinter den Attentaten vermutet. Yassir Arafat verurteilte die Gewalttaten umgehend. Ungefähr um 8:45 Ortszeit flog eine kleines Flugzeug in das obere Drittel des südlichen Turms des höchsten Gebäudes in New York. Achtzehn Minuten später flog eine große Maschine, eine Boeing 767, die in Boston entführt worden war, in den zweiten Turm des World Trade Centers. Wenige Minuten später kam aus der Hauptstadt der Vereinigten Staaten die Nachricht, dass im Pentagon ein Feuer ausgebrochen sei und auch hier ein Flugzeug in das Gebäude hineingeflogen sei. Achtzehn Minuten nachdem das erste Flugzeug in einen der beiden Türme des World Trade Centers geflogen war, stürzte der Turm in sich zusammen. Ob dieser Kollaps durch eine gezielte Sprengung hervorgerufen wurde, ist bislang unklar. Kurz darauf brach auch der zweite Turm in sich zusammen. Neben diesen katastrophalen Explosionen sollen in Washington D.C. in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses und vor dem Außenministerium Autobomben explodiert sein. Auch von einer zweiten entführten Maschine, die im Anflug auf die Hauptstadt sei, wurde auf dem amerikanischen Fernsehsender CNN berichtet.</p>
<p>Schon kurz nachdem die Katastrohpenserie ihren Lauf nahm, war der Nachrichtensender CNN auf Sendung. Mit Bildern vom zweiten Flugzeugcrash und zahlreichen Live-Reporten aus New York und Washington versucht der Sender die Chronologie des Geschehens zu rekonstruieren und das Ausmaß der Katastrophe einzufangen. Sämtliche Krankenhäuser im Stadtgebiet seien überfüllt, so die Berichterstattung. Der Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, forderte die Bürger in den gefährdeten Vierteln auf, den Stadtteil Manhattan zu Fuß in Richtung Norden zu verlassen. In den USA sind sämtliche Flughäfen gesperrt.</p>
<p>Am frühen Morgen war ein weiteres Flugzeug in der Nähe von Pittsburgh abgestürzt, ein Zusammenhang zu der Terrorwelle in New York und Washington ist bislang unbestätigt. Das Internet war kurz nach der Anschlagserie bereits vollständig und weltweit überlastet. Vor allem die Nachrichtenseiten der grossen US-Sender und Magazine waren nur schwer erreichbar. Auch in Deutschland waren<br />
                  <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spiegel.de</a> und<br />
                  <a href="http://www.n-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.n-tv.de</a> kurzzeitig überlastet und benötigen lange Ladezeiten. Allerdings beruhigte sich die digitale Lage in Deutschland relativ schnell und das Netz zeigte sich dem Ansturm gewachsen. Soweit erreichbar, boten einige Websites umfangreiche Dokumentationen: Sowohl<br />
                  <a href="http://www.cnn.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.cnn.com</a> und<br />
                  <a href="http://www.nyt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.nyt.com</a> reagierten schnell. Die Washington Post wartete sogar mit einer<br />
                  <a href="http://a188.g.akamaitech.net/f/188/920/1m/www.washingtonpost.com/wp-srv/mmedia/webcams/eyeondc.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Life-Webcam</a> auf, die alle 60 Sekunden ein neues Bild vom brennenden Pentagon zeigte. Auf<br />
                  <a href="http://www.villagevoice.com" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.villagevoice.com</a> ist eine Photoserie, die das Unglück dokumentiere zu sehen. Nicht alle Infoportale konnten mit aktuellen Informationen aufwarten. Die Seiten von<br />
                  <a href="http://www.msnbc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.msnbc.com</a> hatten auch drei Stunden nach Beginn der Anschlagserie noch keine Informationen online. Auch in Deutschland hinkte<br />
                  <a href="http://www.phoenix.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.phoenix.de</a> hinter der internationalen Berichterstattung her. Auch die Seite der<br />
                  <a href="http://www.taz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TAZ</a> hatte rund drei Stunden nach der Katastrophe noch keine Informationen im Netz. Auf den Websites der Regierungsorgane hingegen finden sich noch keinerlei Informationen zu der Katastrophe. Auf<br />
                  <a href="http://www.whitehouse.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.whitehouse.gov</a> äußert der Präsident sich noch besorgt über die Wirtschaftslage. Die Seite des angegriffenen Pentagons war nicht mehr erreichbar. Die deutschen Regierungsseiten reagierten nicht online auf das Ergeignis. Weder beim Außenministerium noch auf der Seite der Bundesregierung wurde berichtet. Lediglich das<br />
                  <a href="http://www.bundesregierung.de/top/dokument/Regierung/Bundespresseamt/ix1847_.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bundespresseamt</a> veröffentlichte schnell ein Beileidsschreiben des Bundeskanzlers an den Präsidenten der U.S.A.</p>
<p>Die Bundesregierung drückte kurz nach der Katastrophe der amerikansichen Bevölkerung ihr Beileid aus. Gleichzeitig wurde die Sicherheitsstufe 1 für das Kanzleramt ausgelöst und das Regierungsviertel hermetisch abgeriegelt. Der Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer beriefen den Bundessicherheitsrat ein.</p>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Wut und Trauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[dflorian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anschlagserie auf die USA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Wie das Internet auf die Katastrophe von New York reagiert. &#34;Wow, was für ein Film ist das denn?&#34; wird &#34;Fred&#34; aus Großbrittanien von seinem Sohn gefragt, als dieser nach der Schule nach Hause kommt und seinen Vater vor dem Fernseher sieht. &#34;Das ist kein Film - das ist das echte Leben&#34;, ist die Antwort Freds.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Wie das Internet auf die Katastrophe von New York reagiert. &quot;Wow, was für ein Film ist das denn?&quot; wird &quot;Fred&quot; aus Großbrittanien von seinem Sohn gefragt, als dieser nach der Schule nach Hause kommt und seinen Vater vor dem Fernseher sieht. &quot;Das ist kein Film &#8211; das ist das echte Leben&quot;, ist die Antwort Freds.<!--break-->
</p>
<p>
So nachzulesen auf der Webseite des britischen Fernsehsenders British Sky Broadcasting (<br />
<a href="http://www.sky.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BSB</a>), der seine Leser dazu auffordert, seine persönlichen Reaktionen per E-Mail an den Sender zu schicken.
</p>
<p>
Nicht nur am Tag danach, sondern auch während der Katastrophe lieferte das Internet zuverlässig Informationen über das aktuelle Geschehen. Obwohl viele Newsseiten zeitweise nicht erreichbar waren (politik-digital<br />
<a href="/edemocracy/extremismus/ny.shtml">berichtete</a>), und andere in einem stark reduzierten Design ohne aufwendige Grafiken oder Menus erschienen, erwies sich das Netz als zuverlässiger als zum Beispiel das Telefon. Es wird von mehreren Fällen berichtet, in denen Menschen ihre Angehörigen nicht über Telefon erreichen konnten, mit einer E-Mail aber erfolgreich waren. Der Internet-Nachrichtendienst internet.com berichtet, dass die Erreichbarkeit von Internetseiten im gesamten Netz kurzfristig von 96 auf 88 Prozent sank (<br />
<a href="http://www.de.internet.com/artikel/index.jsp?2008341" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;USA: Internet-Traffic stieg nach der Katastrophe drastisch an&quot;</a>).
</p>
<p>
In der Tat ermöglicht das Netz vor allem jedoch jeden, über seine persönlichen Eindrücke zu reden. In zahlreichen Newsgroups, Foren und Kondolenzbüchern (zum Beispiel bei der deutschen Seite<br />
<a href="http://194.9.168.118/index.php3?position=100" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day.de</a>) gehen immer noch weitere Einträge ein. In Amerika dominiert Wut über die (bisher immer noch unbekannten) &quot;Feiglinge&quot; (George W. Bush), die den Anschlag verübt haben. In der Anonymität des Netzes fiel es vielen Amerikaner leicht, ihrer Wut freien Lauf zu lassen. Beschimpfungen und Aufrufe, Afghanistan, dem Irak und möglichst auch allen islamischen Ländern den Krieg zu erklären, sind hier keine Seltenheit. Andere User sind zwar wenier radikal, treffen dafür aber genau den Kern der Diskussion um die Frage, wie Amerika langfristig auf die Attentatserie reagieren wird: &quot;Wir sollten alle Hilfsgüterlieferungen und Hilfsgelder-Transaktionen in andere Ländere stoppen und keine Nicht-Amerikaner in die Staaten lassen. Stoppt alle Importe! Sie brauchen uns und nicht wir sie!&quot; Forderungen wie diese sind durchaus realistisch, wenn auch wenig wahrscheinlich.
</p>
<p>
Wenig wahrscheinlich, aber &quot;verdammt unheimlich&quot; ist auch die Meldung in einer<br />
<a href="http://groups.google.com/groups?hl=en&amp;group=alt.security.terrorism" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsgroup</a>, die vielleicht schon Kontakt zu einem der (Selbstmord-)Attentäter hatte:
</p>
<p>
Am 31. August meldete sich unter dem Subject &quot;911&quot; (nach amerikanischer Schreibweise vielleicht ein Kürzel für den 11.9.?) ein gewisser &quot;Xinoehpoel&quot; und kündigte für den 1. September an: &quot;Etwas wird morgen passieren.&quot; Nachdem der 1. September jedoch ereignislos verstrichen war, verbesserte sich Xinoehpoel selber: &quot;Warte sieben Tage (&#8230;) In sieben Tagen werde ich werde fortgehen und Du wirst nie wieder von mir hören.&quot; Die Newsgroup-Gemeinde ist jedoch gespalten über die Person des Xinoehpoel. Warum irrte sich Xinoehpoel mit seiner ersten Vorhersage für den 1. September? Lag es wirklich am schlechten Flugwetter, wie &quot;Mike B&quot; meint? Von mehreren Usern wurden die Beiträge vorsichtshalber an FBI und CIA weitergeleitet.
</p>
<p>
Doch auch das<br />
<a href="http://www1.ifccfbi.gov/index.asp">FBI</a> selber sucht im Netz nach Hinweisen auf die Attentäter und hat eine Seite ins Netz gestellt, auf der Hinweise aus der Bevölkerung gesammelt werden.
</p>
<p>
Auf anderen Seiten, wie der Online-Community<br />
<a href="http://www.craigslist.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">craigslist.org</a>, wurden Foren eingerichtet, auf denen man nach Verwandten und Bekannten suchen oder eine Meldung posten kann, wenn man ein Opfer des Anschlages bei sich aufgenommen hat. 13615 Datensätze sind bis zum Augenblick, am Donnerstag mittag, auf der Seite gespeichert. Durch Seiten wie Craigslist.org oder<br />
<a href="http://www.shunn.net/okay/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.shunn.net/okay/</a>, auf der ebenfalls Namen von Überlebenden veröffentlicht werden, sollen die Telefonleitungen für Notfälle freigehalten und die Schlangen vor den Krankenhäusern sollen verkürzt werden. Auf Bildern aus New York sieht man, wie Hunderte von Menschen vor den Krankenhäusern warten, um dort nach Verwandten und Bekannten zu suchen. Craigslist.org ermahnt auf seiner Internetseite auch dazu, auf rassistische Übergriffe gegen arabisch-stämmige Amerikaner zu verzichten. Eine Warnung, die nicht von Ungefähr kommt, schließlich hat selbst US-Präsident Bush bekundet, man werde keinen Unterschied machen zwischen &quot;Terroristen, und denjenigen, die Terroristen beherbergen.&quot; Der schwelende Anti-Islamismus erfüllt auch manchen Newsgroup-User mit Sorge: &quot;Was sollen wir tun? Jeden Araber in ein Konzentrationslager sperren? Beruhigt euch, ihr Idioten, und hört auf, Haß zu verbreiten.&quot;
</p>
<p>
Hilfe bieten auch verschiedene Firmen an: So hat die amerikanische Firma<br />
<a href="http://www.paypal.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">paypal.com</a>, die Rechnungen über das Internet verschickt, einen Online-Spendenservice für das amerikanische Rote Kreuz eingerichtet eingerichtet.<br />
<a href="http://www.yahoo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yahoo.com</a>,<br />
<a href="http://www.amazon.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">amazon.com</a> und andere Unternehmen folgten seinem Beispiel. Amazon.com hat so in zwei Tagen 1,8 Millionen Dollar gesammelt. Der für seine aggressive Internet-Werbung berüchtigte Versandhändler X10 hat nach Angaben der<br />
<i>Netzeitung</i> gestern seinen ankommenden Datenverkehr auf die nationale Blutspenden-Seite umgeleitet. Heute, am Donnerstag, gelangt man wieder auf die Homepage der Firma. Immer noch online sind jedoch eine Beileidsbekundung und Links zu Hilfsorganisationen. Das Online Aktionshaus eBay hat unterdessen alle Artikel zum World Trade Center und dem Pentagon aus seinem Programm gesperrt, um zu verhindern, dass jemand aus der Katastrophe Profit schlägt. Sogar Pornoseiten stellten den Betrieb ein: Die bekannte Pornoseite mit dem &quot;regierungsnahen&quot; (<br />
<i>Spiegel</i>) Namen whitehouse.com hat auf ihrer Homepage eine Beileidsbekundung und einen Augenzeugenbericht veröffentlicht.
</p>
<p>
Die Emotionen kochen über im Netz, aber man hat den Eindruck, als würden die ernsthaft Betroffenen den übereifrigen Kriegstreibern noch voraus sein. Zumindest solange nicht eindeutig feststeht, wer hinter den Attentaten steht, fehlt den Kriegstreibern das entscheidende Argument. Aber was ist, wenn sich tatsächlich der vermutlich in Afghanistan lebende Top-Terrorist Osama bin Laden zu den Attentaten bekennt? Eilig erstellte Umfragen belegen, dass 92 Prozent der Amerikaner auch kriegerische Vergeltungsmaßnahmen befürworten würden.<br />
<!-- Content Ende --></p>
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