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	<title>Blogger und die alten Medien &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Blogger und die alten Medien &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Aufregende Postings und fiese Attacken</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Kristina Wahl bloggt für das Onlineportal der Frauenzeitschrift Brigitte aus Los Angeles. Wie es sich anfühlt, Privates für ein Medienunternehmen und vor großem Publikum im Internet zu veröffentlichen, beschreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Kristina Wahl bloggt für das Onlineportal der Frauenzeitschrift Brigitte aus Los Angeles. Wie es sich anfühlt, Privates für ein Medienunternehmen und vor großem Publikum im Internet zu veröffentlichen, beschreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Seit 21 Monaten bin ich mehr oder minder stolze Verfasserin eines Weblogs bei brigitte.de: „<br />
<a href="http://blog.brigitte.de/kalifornien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">California Dreaming</a>“ – ein Sammelsurium von kleinen, meist belanglosen Geschichten, die meinem Umzug von Hamburg nach Los Angeles gewidmet sind.
</p>
<p>
Wie häufig Sonntagabends – von mir aus Disziplingründen zum Weblog-Abend deklariert – sitze ich vor einem leeren Word-Dokument und weiß nicht so richtig, was für ein Text hier eigentlich gedeihen soll. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meine berüchtigte Weblog-Technik, die ich eigentlich selber nicht so toll finde, auch hier anzuwenden: Knall ich den Lesern doch einfach mal vor den Latz, was mir so durch den Kopf geht. Und los geht’s.
</p>
<p>
<b>Vorübung: Was ist ein Blog überhaupt?</b>
</p>
<p>
Da ich das Internet natürlich nicht nur zum Bloggen benutze, mache ich zur Einstimmung das, was der Großteil der in der Informationsgesellschaft lebenden Menschen mir wohl gleich tun würde: Ich google erstmal ein bisschen herum, was ich zum Thema Weblog eigentlich so alles im Netz finde. Sehr aufschlussreich: Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web für Internet und Log für Logbuch), häufig abgekürzt als Blog, ist ein digitales Tagebuch. Es wird am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht. Es ist also eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Ja, auch mein Immigranten-Erlebnisbericht erfüllt diese Kriterien– ich bin also eine waschechte Bloggerin.
</p>
<p>
Auf einer anderen Website finde ich die wertvolle Information, dass es bereits im November 2006 laut der Blog-Suchmaschine Technorati fast 60 Millionen Blogs gab, Tendenz steigend. Mein digitales Logbuch ist also nur eines unter vielen &#8211; unter sehr vielen. Umso erstaunlicher ist es daher für mich, wie viele Leser sich anscheinend doch für mein beschauliches Leben hier in Los Angeles interessieren – erstaunlich und auch irgendwie sehr schmeichelhaft.
</p>
<p>
Schließlich ist mein Blog sehr persönlich. Ich schreibe über alles, was mich beschäftigt. Anders als bei traditionellen Medien, bei denen immer eine Kontrollstelle namens Chef- oder Schlussredakteur zwischengeschaltet ist oder Zeitmangel und Aktualität entscheidende Faktoren sind, gibt es bei meinen wöchentlichen Einträgen keine Vorgaben von Seiten der Redaktion &#8211; weder was die Länge, das Thema, die Bilder oder die Aufbereitung meiner Einträge betrifft. Wenn ich der Meinung bin, ein Text sei fertig für die Allgemeinheit, poste ich ihn eigenhändig auf die brigitte.de Website. Diesen Prozess finde ich immer noch sehr aufregend.
</p>
<p>
<b>Spielplatz für Egomanen</b>
</p>
<p>
Einen weiteren Pluspunkt meines Geschreibsels sehe ich gleichzeitig als eine Gefahr an: Im Gegensatz zu einem sachlich orientierten Blog, etwa einem Verbraucherschutz-Blog oder einer Seite zu den neusten Kindesmisshandlungen in Thailand, muss ich noch nicht mal die kleinsten Kleinigkeiten recherchieren, da ich ausschließlich über meine persönlichen Erfahrungen berichte. Ich bin Subjekt und Objekt meines Blogs zugleich. Und weil nicht jeder Alltag ein erlebnisreicher Feiertag ist, spiegelt sich das auch in meinen Einträgen wider. Manchmal sind sie fast ein bisschen langweilig, zumindest beschaulich, denn im Leben eines Durchschnittsmenschen passiert eben nicht jeden Tag ein Wunder oder eine Katastrophe – auch wenn er in Los Angeles lebt. Vielleicht wäre es da manchmal wirklich ehrlicher, einfach gar nichts zu schreiben.
</p>
<p>
Das Schöne an der Weblog-Technologie ist außerdem, dass ich genau nachvollziehen kann, wie meine Texte aufgenommen werden. Kein anderes Medium erlaubt meiner Meinung nach mehr Kontakt zum Rezipienten: Als Autorin kann ich genau sehen, wie viele Klicks meine einzelnen Einträge bekommen haben, wie viele Kommentare gemacht wurden und welchen Platz mein Blog im internen Ranking einnimmt. Das erste Jahr lang war ich fast immer unter den Top 5 aber seitdem ich mir immer seltener Zeit für einen vernünftigen Eintrag nehme, lässt auch meine Platzierung zu wünschen übrig. Lediglich meine treuen Unterstützer (Mama, Familie und alte Freunde) haben es sich lange nicht nehmen lassen, so gut wie jeden meiner Einträge zu kommentieren. Doch selbst diese Anhänger verlieren ob meiner Schreibfaulheit wohl langsam die Lust. Bei einem Weblog ist das meiner Ansicht nämlich so: Je mehr Zeit und Energie man investiert, umso mehr wird man auch respektiert und geschätzt. Weblog-Leser sind schließlich nicht bescheuert.
</p>
<p>
Nur manche lassen Kritik hageln, werden verletzend und gemein &#8211; denen kann ich es es wohl einfach nicht Recht machen. Doch auch gegen allzu fiese Attacken hat mich brigitte.de mit einer unschlagbaren Waffe ausgestattet. Unwillkommene Störenfriede kann ich jederzeit per Knopfdruck ins digitale Aus befördern. Dennoch mache ich das selten, da die meisten sich darüber anscheinend so ärgern, dass ihre nächsten Attacken nur noch abscheulicher werden.</p>
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		<title>Blogger zurück zu Zeitungen und Sendern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Die klassischen Medien haben lange zugeschaut, als der Konsument anfing, selbst im Internet zu publizieren. In der letzten Zeit gibt es Versuche, Blogger in die alten Medien zu ziehen. Eine Medienrevolution ist das jedoch nicht. Ein Überblick von Bas Bergervoet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Die klassischen Medien haben lange zugeschaut, als der Konsument anfing, selbst im Internet zu publizieren. In der letzten Zeit gibt es Versuche, Blogger in die alten Medien zu ziehen. Eine Medienrevolution ist das jedoch nicht. Ein Überblick von Bas Bergervoet.<!--break--></p>
<p>
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</p>
<p>
Blogger haben sich relativ schnell mit den Internetauftritten von Zeitungen angefreundet. Zeitungen wie die tageszeitung (taz) und die Welt lassen in ihren Online-Auftritten Blogger schreiben. So bloggt zum Beispiel politik-digital.de-Geschäftsführer<br />
<a href="http://weblogs.welt.de/blog.php/politik_mit_links" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Dowe</a> bei der Welt. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) hat die bekannte Bloggerin Katharina Borchert von Lyssas Lounge als Online-Chefredakteurin angestellt. Das Handelsblatt hat den elektrischen Reporter Mario Sixtus auf seine Website geholt. Im Radio und Fernsehen kommt es vor, dass Blogger als Internetexperten eingeladen werden. Ganze Sendungen über das Weblogschreiben oder von Bloggern gibt es auch schon, sind aber ein relativ neuer Trend.
</p>
<p>
Man hat fast den Eindruck, dies seien die ersten Zeichen einer Demokratisierung der Medien – dass die klassischen Sender von Informationen also verstärkt die ehemaligen Empfänger zu Wort kommen lassen. Die Annahme, dass wir es mit einer Avantgarde von Bloggern außerhalb des Internets zu tun haben, kann man jedoch bezweifeln. Die Mehrheit der bekannten Blogger, die jetzt in einem anderen Medium vertreten sind, haben schon zuvor bei Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen gearbeitet oder besitzen zumindest gute Kontakte. Johnny Haeusler von Spreeblick ist zum Beispiel Radio-DJ. Zudem hat laut einer Studie der Uni Münster ein großer Teil der Blogger journalistische Berufserfahrung. So sind zum Beispiel Mario Sixtus (sixtus.net, elektrischer Reporter) und Christoph Schultheis (Bildblog) freie Journalisten. Der bloggende Rechtsanwalt Udo Vetter hat als freier Mitarbeiter bei einer Tageszeitung geschrieben, auch Katharina Borchert kommt aus dem Journalismus.
</p>
<p class="fett">
Blogger im Radio
</p>
<p>
Auf Deutschlandradio Kultur läuft seit November 2006 das „<br />
<a href="http://www.blogspiel.de/index.php?id=startseite&amp;rm=list" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogspiel</a>“. Die 25-minütige Sendung widmet sich ausschließlich dem Thema Weblogs. Blogger senden ihre eigenen Audiobeiträge ein und die Favoriten einer Internetabstimmung gehen auf Sendung. In den letzten zehn Minuten der Sendung interviewt der Moderator einem Blogexperten zu einem bestimmten Thema. Auch politik-digital.de wurde schon zum Thema Politiker und Blogs<br />
<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/01/13/dkultur_200701131630.mp3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eingeladen</a>.
</p>
<p>
Eine weitere Zusammenarbeit mit bekannten Bloggern gibt es ebenfalls im Radio. Mit „<br />
<a href="http://spreeblick.com/trackback/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trackback</a>“ sendet Johnny Haeusler, der Macher von Spreeblick zwei Stunden pro Woche in Berlin und Brandenburg auf Radio Fritz (RBB). Zudem legt er in „Trackback“ regelmäßig unter Creative Commons lizenzierte Musik auf &#8211; also Musik, die zur kostenlosen nichtkommerziellen Weiterverbreitung bestimmt ist. Doch es ist nicht sehr überraschend, dass der als Blogger bekannte Haeusler eine Radioshow hat. Schließlich machte er das schon jahrelang beruflich bei demselben Sender.
</p>
<p class="fett">
Fast im Fernsehen
</p>
<p>
In den Niederlanden sollte es ab Februar auch im Fernsehen mit einer Blogsendung los gehen. Das bekannteste Weblog Hollands „<br />
<a href="http://www.geenstijl.nl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GeenStijl</a>“ (KeinStil) sollte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wöchentlich 30 Minuten Sendezeit bekommen, um die Nachrichten der Woche aus ihrer stillosen (direkten, spitzen, bewusst politisch inkorrekten) Sicht zu betrachten. Ganz im (oder&#8230; in keinem..) Stil des Weblogs reagierten die „GeenStijl“-Betreiber auf das Angebot mit dem Satz: „Wir werden eure Steuergelder vergeuden“. Allerdings sagten die GeenStijl-Macher Mitte Januar die Sendung ab. Sie nannten dafür zwei Gründe: Sie wäre zu spät gesendet worden, weil der Programmdirektor die Sendung im letzten Moment auf die Zeit nach Mitternacht verschob. Zusätzlich gab es für viele Internetvideos keine Zustimmung zur Ausstrahlung im Fernsehen. Nach<br />
<a href="http://www.geenstijl.nl/mt/archieven/046038.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigenen Angaben</a> hat GeenStijl den Holländern durch den Rückzug 222.453 Euro gespart.
</p>
<p>
Obwohl es die Sendung letztendlich nicht gab, gab es auch bei GeenStijl schon Kontakte mit der Medienwelt. Ab und zu gibt es auf GeenStijl.nl Kurzreportagen vom „Videomann Rutger“. Rutger ist seit 2003 für verschiedene Sendungen als Fernsehjournalist tätig, vor allem auf regionaler Ebene. Er hätte die GeenStijl-Sendung moderiert. Außerdem besitzt die niederländische Boulevard-Zeitung „de Telegraaf“ seit März 2006 einen 40-Prozent-Anteil an dem Weblog.</p>
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		<title>Experimente mit der Blogger-Bindung</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Auf Portalen von klassischen Medien tummeln sich mittlerweile die Blogger. Florian Steglich hat auf der Suche nach dem Warum einen Experten und einen Macher befragt. Mehr Reichweite lässt sich mit Bloggern derzeit nicht erzielen, aber experimentieren wollen die Medienunternehmen trotzdem.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Auf Portalen von klassischen Medien tummeln sich mittlerweile die Blogger. Florian Steglich hat auf der Suche nach dem Warum einen Experten und einen Macher befragt. Mehr Reichweite lässt sich mit Bloggern derzeit nicht erzielen, aber experimentieren wollen die Medienunternehmen trotzdem.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Weblogs scheinen mittlerweile zur Grundausstattung von Verlagen im Internet zu gehören. Bei jedem Relaunch, den ein Medienhaus derzeit einem seiner Onlineportale gönnt, wird besonders darauf geachtet, wo das Mitmachinternet &#8220;Web 2.0&#8221; seine Spuren hinterlassen hat. So auch bei der Tageszeitung &#8220;Die Welt&#8221;, die Ende Februar in neuem Gewand erschien. Da fielen vor allem die Blogs auf. Bei &#8220;Westeins&#8221;, dem geplanten Onlineportal der WAZ-Gruppe, hat Chefredakteurin Katharina Borchert bereits Stellen für Blogger ausgeschrieben. Bei &#8220;Focus Online&#8221; sind mit dem ebenfalls noch jungen Relaunch die Blogs an prominenter Stelle auf die Startseite gerückt. Die tageszeitung &#8220;taz&#8221;, die sich online eher spartanisch präsentiert, bietet gleich 30 Blogs. Man muss diese immer noch oft so genannten &#8220;Online-Tagebücher&#8221; also offenbar haben &#8211; nur: Warum eigentlich?</p>
<p>Um Traffic, also um möglichst viele Besucher und Seitenaufrufe, kann es nicht gehen. Top-Blogs wie Spreeblick kommen auf 10.000 bis 15.000 Seitenaufrufe am Tag, &#8220;Indiskretion Ehrensache&#8221;, das Blog des Handelsblatt-Redakteurs Thomas Knüwer, schafft an guten Tagen ein Drittel davon. Auch die Vermarktungschancen von Blogs sind begrenzt: Robert Basic, dessen Blog &#8220;Basic Thinking&#8221; eines der meistbesuchten in Deutschland ist, kommt im Monat auf bis zu 800 Euro &#8211; und gehört mit diesem für große Verlage irrelevanten Umsatz hierzulande zu den Top-Verdienern. Bis zu den angeblich fünfstelligen Dollarbeträgen, die US-amerikanische Blogger einnehmen, ist es noch ein weiter Weg.</p>
<p>
                              <strong>Probieren geht über Studieren</strong>
                            </p>
<p>Der Grund für die Einbindung von Blogs ins redaktionelle Angebot ist ein anderer: Es handelt sich um Experimente. &#8220;Format-Know-How aufbauen&#8221;, nennt das Robin Meyer-Lucht. Der Leiter des<br />
                            <a href="http://www.berlin-institute.eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Berlin Institute&#8221;</a> berät mehrere Verlage bei ihrer Onlinestrategie. &#8220;Die Verlage sehen da ein Wachstumsfeld, das Bloggen, und wollen es nutzen und testen.&#8221;</p>
<p>Dafür spricht auch, dass kein Erfolgsmodell zu existieren scheint, an dem sich alle orientieren. Mal werden die Blogs etwas verschämt am Rande des eigentlichen Angebots präsentiert, erst nach mehreren Klicks von der Startseite aus erreichbar; mal werden einzelne Einträge direkt neben regulären Artikeln präsentiert. Mal schreiben Redakteure selbst, mal externe Autoren, die im besten Fall einen Status wie freie Mitarbeiter haben.</p>
<p>Bei &#8220;Welt Online&#8221; probiert man beides. Je fünf der aktuell<br />
                            <a href="http://weblogs.welt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zehn Blogs</a> werden im Haus und von externen Bloggern geschrieben. Auch hier geht es ums Experimentieren: &#8220;Wir wollen schauen, wie Journalismus im Netz noch aussehen könnte&#8221;, sagt Peter Schink, der den Relaunch der Webseiten verantwortete. Für die Welt bloggen unter anderem Don Dahlmann und Daniel Fiene, die sich schon vorher ihren Ruf in der Blogosphäre erarbeitet haben. Diese &#8220;Prominenz&#8221; sei allerdings nicht der Hauptgrund gewesen, sie ins Boot zu holen, so Schink. &#8220;Wir haben überlegt, welche Themen gut &#8216;bloggbar&#8217; sind, und für welches wir jemanden im Haus haben und für welches nicht.&#8221;</p>
<p>
                              <strong>Den Königsweg gibt es nicht</strong>
                            </p>
<p>Um zu beurteilen, wie die Blogs angenommen werden, sei es bei &#8220;Welt Online&#8221; noch zu früh, sagt Schink. &#8220;Die Zahlen sehe ich mir erst nach zwei Monaten an&#8221;. Den idealen Weg der Einbindung von Blogs haben auch die Berliner nach Ansicht von Robin Meyer-Lucht noch nicht gefunden. &#8220;Ich kenne hierzulande keinen Fall, wo eine Struktur geschaffen wurde, in der Blogs das redaktionelle Onlineangebot aus Lesersicht wirklich sinnvoll ergänzen.&#8221;</p>
<p>Möglicherweise funktionieren solche Blogs auf regionaler Ebene besser &#8211; &#8220;Westeins&#8221; könnte es zeigen. Möglich aber auch, dass Spiegel Online den besten Weg gefunden hat. Der Leitwolf unter den deutschen Nachrichtenportalen verzichtet bislang vollständig auf Blogs.<br />
                            </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Man muss offen sagen, wenn etwas bezahlt ist</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/blogger-und-die-alten-medien/man-muss-offen-sagen-wenn-etwas-bezahlt-ist-3189/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogger und die alten Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Annik Rubens]]></category>
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					<description><![CDATA[(Interview) Durch ihren Podcast im Internet bekam Annik Rubens Aufträge vom öffentlich-rechtlichen Radio. politik-digital.de sprach mit der Macherin von „Schlaflos in München“ über ihre kommerziellen Projekte und warum auch Komiker im Internet immer bei der Wahrheit bleiben sollten.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Interview) Durch ihren Podcast im Internet bekam Annik Rubens Aufträge vom öffentlich-rechtlichen Radio. politik-digital.de sprach mit der Macherin von „Schlaflos in München“ über ihre kommerziellen Projekte und warum auch Komiker im Internet immer bei der Wahrheit bleiben sollten.<br />
<!--break--></p>
<p>
<img decoding="async" src="/images/arubens.jpg" title="Annik Rubens ©Sebastian Widmann " alt="Annik Rubens" align="right" height="251" width="149" />
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Podcasts sind Audiobeiträge, die jeder mit simpler Technik produzieren und ins Internet stellen kann. Annik Rubens hat dieses Privatvergnügen zum Beruf gemacht. Sie startete 2005 mit ihrer eigenen Serie „Schlaflos in München“ und wurde schnell zu einer der bekanntesten Podcasterinnen Deutschlands. Heute liefert sie Beiträge für die Radiosender Bayern 3 und SWR2 und produziert Sendungen für verschiedene Firmen – im letzten Jahr beispielsweise für den Möbelkonzern Ikea und die Plattenfirma Warner Music. Hinter dem Künstlernamen Annik Rubens verbirgt sich die freie Journalistin Larissa Vassilian.
</p>
<p>
<b>Was reizt Sie als Podcasterin daran, auch in traditionellen Medien Platz zu finden?<br />
<br />
</b>Ich bin in erster Linie nicht Podcasterin, sondern Journalistin. Ich wäre blöd, wenn ich sagen würde: „Nein, ich will nicht für öffentlich-rechtliche Radiosender arbeiten“. Wenn die Sender auf mich zukommen, ist das natürlich wunderbar. Insofern ist es relativ egal, ob ich als Printjournalistin, Rundfunkjournalistin oder Podcasterin arbeite. Podcasting ist einfach eine Verbreitungstechnik. Es ist für viele Journalisten eine Visitenkarte; eine Plattform, auf der man sich präsentieren kann. Man muss sowieso gerade als freiberuflicher Journalist schauen, dass man &#8211; was die berühmte Mehrfachverwertung angeht &#8211; möglichst flexibel ist. Und dann ist es natürlich eine schöne Chance, wenn man vom Radio regelmäßig Aufträge bekommt.
</p>
<p>
<b>Von der anderen Seite gesehen: Was sind die Vorzüge von Podcasts für das Radio?<br />
<br />
</b> Es ist natürlich eine Sache der Altersgruppen. Die meisten der etablierten Radiosender haben eine absolute Überalterung der Hörer. Unter 35 ist da keiner. Die meisten Zuhörer sind eher zwischen 45 und 55 Jahre alt. Deswegen haben die Radiosender momentan sehr große Existenzängste und wollen durch die Podcasts auch junge Leute ansprechen. Podcasthörer sind im Schnitt um die 30.
</p>
<p>
<b>Wie stark abhängig sind Sie bei Ihren kommerziellen Podcasts von der „Quote“, also Klick- oder Downloadzahlen?<br />
<br />
</b>Interessanterweise überhaupt nicht. Zum Glück wurde darauf wenig Wert gelegt. Beim Bayerischen Rundfunk hat man am Anfang schon geschaut, ob überhaupt jemand den Podcast hört. Wenn ihn niemand gehört hätte, hätte man ihn schon irgendwann abgesetzt. Aber dadurch, dass die Sachen auch im Radio gesendet werden und die Downloadquoten ganz stabil und gut sind, ist das nicht das Wichtigste. Auch bei den Vereinbarungen mit IKEA oder Warner Music hat keiner gesagt, dass jetzt mindestens 1000 Leute den Podcast hören müssen. Es war immer ein Versuchsballon. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass natürlich die Podcastproduktionskosten sehr viel billiger sind als herkömmliche Werbung. Es wäre für eine Firma kein großer finanzieller Verlust, wenn wirklich am Ende niemand den Podcast hören würde – obwohl, inhaltlich gesehen schon.
</p>
<p>
<b>Auch Hape Kerkerling alias Horst Schlämmer, eigentlich bekannt aus dem Fernsehen, ist unter die Video-Podcaster gegangen. Wie finden Sie Schlämmers Podcast?<br />
<br />
</b>Ich habe die erste Folge gesehen und fand es sehr lustig. Horst Schlämmer ist eine wunderbare Figur. Ich frage mich zwar immer noch, wie es passieren kann, dass man Hape Kerkerling in seiner Verkleidung nicht erkennt. Aber offenbar scheint es wirklich Leute zu geben, die darauf hereinfallen, wenn er vor ihnen steht.
</p>
<p>
<b>Kurz nach der ersten Folge fanden Blogger heraus, dass es sich bei Schlämmers Podcast um eine VW-Werbeaktion handelt. Was halten Sie davon?<br />
<br />
</b>Das habe ich noch nicht mitbekommen. Generell finde ich es okay, wenn man in Podcasts, Videocasts Werbung macht – egal, ob das jetzt Prominente wie<br />
<a href="http://www.schlaemmerblog.tv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Horst Schlämmer</a> sind oder ganz normale Podcaster. Ich finde nur, dass man ehrlich sein muss. In diesem Fall sieht es so aus, als wenn die Leute an der Nase herumgeführt wurden. Ich habe auf jeden Fall nicht von Anfang an gesehen, dass „präsentiert von VW“ oder so etwas eingeblendet wurde. Man darf es nicht versteckt machen, denn sonst verarscht man die Leute. Ich würde Werbung in meinem Podcast wirklich nur ganz, ganz offen machen. Ein Markenzeichen von allen Podcasts sollte doch die Authentizität sein. Das ist doch genau das, was die Leute suchen und was sie in den etablierten Medien manchmal vermissen. Und wenn sie dort auch noch das Gefühl haben, dass alle nur irgendetwas verkaufen wollen und von irgendwem gesponsert sind, dann finde ich das gefährlich. Ich spiele immer mit offenen Karten. Ich schätze, mittlerweile wird Hape Kerkeling auch wissen, dass es klüger gewesen wäre von Anfang an „präsentiert von“ zu sagen. Ich glaube auch nicht, dass es deswegen weniger Leute geguckt hätten. Wenn irgendetwas gut ist, spricht es sich herum und dann wird das angesehen – egal, ob eine Firma dahinter steckt oder nicht.
</p>
<p>
<b>Sie haben ja auch Podcasts für Ikea oder Warner Music produziert. Gehen Sie bei solchen „Auftragsarbeiten“ anders vor als bei ihrem „Schlaflos in München“?<br />
<br />
</b> Wenn ich für einen großen Konzern einen Podcast mache, sitze ich zu Hause und nehme das mit der gleichen Ausrüstung auf, mit der ich auch „<br />
<a href="http://www.schlaflosinmuenchen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schlaflos in München</a>“ produziere. Ich gehe dafür nicht in ein Tonstudio. Man will dann auch gar nicht aalglatt oder steril wirken. Sonst könnte man gleich zu einer Werbeagentur gehen. Von der Produktion her sind die Podcast natürlich nicht so spontan wie „Schlaflos in München“. Ich nehme die aktuelle Folge heute noch auf und stelle sie am gleichen Abend online. Das hat bei IKEA etwas länger gedauert. Der Podcast wurde von verschiedenen Leuten zunächst abgesegnet und dann vorsichtig online gestellt. Da wurde aber nichts mehr herausgeschnitten. Die Spontaneität ist nicht da, wenn man für große Konzerne arbeitet.
</p>
<p>
<b>Sie machen also alle Podcasts, auch für Radiosender und Firmen, von Ihrem Schreibtisch aus?<br />
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</b>Richtig, genau. Nicht von meinem Schreibtisch, sondern mittlerweile aus meinem Schrank, weil dort die Akustik am besten ist. Ich habe eine Ankleidekammer, da stehe ich ohne Tageslicht, nehme meine Sachen auf und verschicke sie dann per eMail. Wenn es anders wäre, müsste ich erst ins Radiostudio fahren. Das wäre ein riesiger Aufwand und auch für den Sender um ein Vielfaches teurer.
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<b>Wofür brauchen Unternehmen überhaupt Podcasts?</b><br />
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Den Firmen geht es hauptsächlich ums Image, weniger darum, neue Kunden zu gewinnen. Dass die Leute, wenn sie das Logo dort irgendwo sehen, denken: „Hey cool, die sind modern und mit dabei.“ Das ist, glaube ich, das Wichtigste.
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<b>Viele kritisieren immer wieder, dass in den neuen Medien Journalismus und Marketing/ PR vermischt werden. Was halten Sie von diesen Vorwürfen?<br />
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</b>Wie ich vorher gesagt habe, die strikte Trennung ist wichtig. Man muss es wirklich offen sagen, wenn etwas bezahlt ist. Wenn in einer Zeitung über einer Anzeige „Anzeige“ steht, damit sie nicht im Redaktionellen verschwimmt, sollte das in den neuen Medien genauso sein. Das wird manchmal missachtet und das finde ich sehr schlecht. Man sollte sagen, was Meinung, was Redaktion oder was Sponsoring ist. Dann wird man glaubhafter. Bei „Schlaflos in München“ gibt es nichts Bezahltes. Das ist mein Privatvergnügen. Dafür mache ich eben andere Podcasts, mit denen ich Geld verdiene. Bislang nimmt mir das niemand übel. Ich mache immer deutlich, dass dies der Podcast von Bayern 3 ist und das der von Ikea. Und dafür bekomme ich auch Geld. Das ist kein Geheimnis. Insofern denke ich, mit offenen Karten zu spielen ist wirklich das Wichtigste. Sonst verstehe ich auch, wenn die Leute irgendwann einmal sauer werden.
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<b>Noch einmal zu Horst Schlämmer &#8211; er ist vom Fernsehen ins Internet gekommen. Bei Ihnen ist es genau umgekehrt: Aus den neuen in die alten Medien. Treffen sich jetzt alle in der Mitte?<br />
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</b>Ich denke, dass die Leute vor allem flexibler geworden sind und dass wir alle mittlerweile umgedacht haben. Wir denken nicht mehr, dass wir mit 19 beim Radio anfangen und dort bis zur Pensionierung bleiben. Journalisten sind ja in der Regel oder im besten Falle kreative Menschen und suchen einfach ständig nach neuen Ausdrucksformen. Und da ist das Internet wirklich toll, weil man ganz ohne Korsett arbeiten kann. Man hat keine Zeilenlänge vorgegeben. Man hat keine Minutenlänge wie im Radio. Man hat auch inhaltlich mehr Freiheiten und bekommt nicht eins auf den Deckel vom Chef. Ich denke, es ist einfach eine schöne Spielwiese für Journalisten. Es ist klar, dass jetzt alle darauf aufspringen. Das ist eine ganz normale Entwicklung.
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<b>Glauben Sie, dass sich Radiosender oder Fernsehsender überhaupt noch erlauben können, Web 2.0 – Formate wie Podcasts oder Weblogs zu ignorieren?<br />
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</b>Auf keinen Fall. Letztens erst gab es ein Zitat vom Chefredakteur der New York Times. Er sagte, ob die New York Times in fünf Jahren noch in gedruckter Form gibt, wisse er nicht und es sei ihm auch egal. Das ist jemand, der begriffen hat, dass es ohne Internet einfach nicht geht. Man muss den Leuten möglichst flexibel Informationen zur Verfügung stellen. Wenn sie die Zeitung lieber auf dem Handy lesen wollen, dann sollen sie es auf dem Handy lesen. Die Inhalte sind dann ja trotzdem noch die gleichen. Sie sind von dem gleichen Journalisten recherchiert und dann in verschiedene Kanäle eingespeist. Den Trend darf niemand verschlafen, sonst wird es wirklich eng.
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<b>Welcher Podcaster ist Ihrer Meinung nach radiotauglich?</b><br />
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Private? Oh je, ich höre momentan wirklich wenig private Podcasts, muss ich sagen. Ich denke jetzt einfach mal laut: Wenn ich an die „Chicks on Tour“ denke &#8211; das sind zwei Sängerinnen aus München, die von ihrem Tourleben erzählen – das ist sehr schnodderig und lustig. Die kann ich mir auf einem Privatsender Samstagabends super vorstellen. Ansonsten, wenn man eher etwas seriöseres nehmen möchte, gibt es „Kilians Podkost“. Kilian ist ein ausgewanderter Deutscher, der in Japan lebt. So etwas kann ich mir bei den Öffentlich-Rechtlichen gut vorstellen &#8211; in einer Show über Ausgewanderte. Es ist bloß die Frage, wie es thematisch eingegrenzt wird. Wahrscheinlich würden beide auf höchstens zehn Minuten heruntergedrückt. Das fände ich nun wieder sehr schade. Insofern: Hauptsache ist, sie bleiben der Podcastingwelt erhalten.
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<b>Vielen Dank für das Gespräch!</b></p>
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