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	<title>Bücherreport &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bücherreport &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Die Redaktion liest: Bücher rund um das Thema Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 10:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor nicht allzu langer Zeit war das Internet noch ein Spezialthema, mit dem sich nur wenige in Büchern befassten. Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/537556252_2ec77e2f1b_z/" rel="attachment wp-att-124340"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-124340" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/537556252_2ec77e2f1b_z-630x420.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a><br />
Vor nicht allzu langer Zeit war das Internet noch ein Spezialthema, mit dem sich nur wenige in Büchern befassten. Das ist jetzt vorbei: Die Publikationen purzeln nur so! Schnell verliert man den Überblick über die &#8211; zumal oft ähnlichen &#8211; Titel. Doch das lässt sich ändern: Die Redaktion hat sich einige der diesjährigen Publikationen zur Brust genommen und eine Übersicht erstellt, auf dass jede und jeder das passende Sachbuch finden möge!<br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Internet“ &#8211; Segen oder Fluch“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo</h3>
<p><em>Gelesen von Johann Eggert</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/internet-segen-oder-fluch_cover/" rel="attachment wp-att-124387"><img decoding="async" class="wp-image-124387 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internet-segen-oder-fluch_cover-305x468.jpg" alt="" width="195" height="299" /></a></strong></em><br />
<em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um den „modernen Kulturkampf“, die Auseinandersetzung zwischen „Internet-Ausdruckern“ und „Webbies“ und den Disput dieser beiden, sich scheinbar diametral entgegenstehenden Haltungen zu Themen wie Privatsphäre, Filterblasen und den Begriff der Freundschaft im 21. Jahrhundert.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Lobo und Passig sind beide Vorreiter der Netzkommunikation und der Arbeit im und mit dem Internet. Aufschlussreich wären teilnehmende Beobachtungen aus beiden Welten, aus der der Skeptiker und aus der der Netz-Fans, gewesen.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Menschen, denen der Internet-Anschluss für den Konsum von Lobos wöchentlicher Spiegel-Online-Kolumne fehlt.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Die Länge des Buches und die Langatmigkeit einiger Kapitel wird &#8211; je nach Standpunkt &#8211; den Internetskeptikern die Euphorie nehmen, sich mit dem Objekt ihrer Skepsis zu befassen. Den Fürsprechern des Lebens auf der Datenautobahn könnte sie Argumente FÜR die Kommunikation in 140 Zeichen liefern.</p>
<p><em>Erschienen im Rowohlt Verlag, zu haben für 19,99 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>Die digitale Gesellschaft von Markus Beckendahl &amp; Falk Lüke</h3>
<p><em>Gelesen von Germar Molter</em><br />
<strong><em><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/die_digitale_gesellschaft-cover/" rel="attachment wp-att-124396"><img decoding="async" class="wp-image-124396 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/die_digitale_gesellschaft-Cover-305x474.jpg" alt="" width="183" height="284" /></a></em></strong></p>
<p><strong><em>Um was geht&#8217;s?</em></strong> Das Internet verändert die Gesellschaft und die Politik steht hilflos daneben. Wenn sie trotzdem versucht einzugreifen, geht es schief.</p>
<p><strong><em>Wen könnte das interessieren?</em></strong> Eignet sich für Menschen mit wenig bis gar keinen oder nur rudimentären Kenntnissen über das Internet. Anekdotenreich führen die Autoren in Begrifflichkeiten wie den Streisand-Effekt ein und erläutern, warum nicht alles aus der analogen Welt genauso auch in der digitalen funktioniert.Versierte Nutzer werden hingegen kaum etwas Neues erfahren.</p>
<p><em><strong>Fazit: </strong></em>Kurzweil und Anspruch auf über 200 Seiten.</p>
<p><em>Erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag, zu haben für 14,90 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Die stille Revolution“ von Mercedes Bunz</h3>
<p><em>Gelesen von Julia Solinski</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/bunz_cover-2/" rel="attachment wp-att-124399"><img decoding="async" class=" wp-image-124399 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bunz_Cover1-305x500.jpg" alt="" width="183" height="300" /></a></strong></em><em><strong>Um was geht&#8217;s? </strong></em>Mechanische Webstühle haben die Industrialisierung eingeleitet, wir erleben jetzt die Digitalisierung: Das Internet verändert unsere Arbeitswelt und macht so manchen Beruf bald überflüssig,  schafft aber auch neue Betätigungsfelder.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen? </strong></em>Bei „Revolution“ denkt man schon irgendwie an etwas Politisches: Twitter-Revolution, E-Voting oder Online-Bürgerbeteiligung sind aber Phänomene, die Bunz eher streift als thematisiert. Stattdessen fokussiert sie auf den Journalismus. Vielleicht wollte sie sich ja auch nur Stoff für&#8217;s nächste Buch aufsparen.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren? </strong></em>Neben Journalisten und allen, die es werden wollen, ein Muss für Leute mit dem diffusen Gefühl, dass da gerade „was ganz Großes“ in Gange ist. Bunz liefert ihnen nicht nur den theoretischen Unterbau, sondern auch viele tolle Beispiele, die bei der nächsten Küchentisch-Diskussion garantiert für Stimmung sorgen werden.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Daumen hoch! <a href="http://politik-digital.de/heute-schreiben-sie-buecher-rezension/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zur ausführlichen Rezension </a></p>
<p><em>Erschienen im Suhrkamp-Verlag, zu haben für 14,00 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Grenzenlos vernetzt?“, herausgegeben von Frank Bsirske, Lothar Schröder u. a.</h3>
<p><em>Gelesen von Sabine Vogel</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/bsirske_ua_netzpolitik/" rel="attachment wp-att-124397"><img decoding="async" class="wp-image-124397 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bsirske_ua_Netzpolitik-305x457.png" alt="" width="183" height="274" /></a></strong></em><em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um Gewerkschaftsarbeit und Mitbestimmung zukunftsfähig zu gestalten, müssen diese mit netzpolitischen Instrumenten verflochten werden. Die Autoren stellen mit persönlichen Schwerpunkten eine breite Auswahl an Instrumenten der Netzpolitik vor, geben Anregungen für die Gewerkschaftsarbeit und hinterfragen kritisch Trends.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Der Untertitel „Gewerkschaftliche Positionen zur Netzpolitik“ lässt eine ungewöhnliche Verknüpfung erwarten. Die Neugier, wie diese Verflechtung im Detail aussehen kann, wird allerdings nur teilweise befriedigt.</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Funktionäre, Personalentscheider und Strategen können sich mit dem Buch schnell auf den aktuellen Stand des Wissens bringen und Anregungen für die operative Arbeit erhalten.</p>
<p><strong><em>Fazit:</em></strong> Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den aktuellen Stand der Netzpolitik und die Schnittstellen zur gewerkschaftlichen Arbeit.</p>
<p><em>Erschienen im VSA Verlag, zu haben für 14,80 €</em><br />
<br class="clear" /></p>
<h3>„Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena“, herausgegeben von Christoph Bieber und Claus Leggewie</h3>
<p><em>Gelesen von Johann Eggert</em><br />
<em><strong><a href="http://politik-digital.de/die-redaktion-liest-buecher-rund-um-das-thema-internet-2/ums2071xleggewie-indd-3/" rel="attachment wp-att-124398"><img decoding="async" class=" wp-image-124398 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unter-Piraten_Buchcover.jpg" alt="" width="156" height="237" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Um was geht&#8217;s?</strong></em> Um ein neues politikwissenschaftliches UND popkulturelles Phänomen bzw. die Rezeption durch aufgeweckte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.</p>
<p><em><strong>Um was hätte es gehen sollen?</strong></em> Endlich um weniger Seefahrermetaphern und sonstige Wortspiele!</p>
<p><em><strong>Wen könnte das interessieren?</strong></em> Menschen, die schon im Internet wohnten, als es die Piraten als Partei noch gar nicht gab, und die daher ein Verständnis für die angelegentlich nerdige Sprache des ansonsten überaus lesenswerten Sammelbandes haben.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> Eines der ersten Werke auf dem Markt, das dieses neue Phänomen am Sternenhimmel der Parteienforschung aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Subdisziplinen beleuchtet und dabei sowohl nationale wie auch internationale Perspektiven in den Blick nimmt. <a href="http://politik-digital.de/buchveroeffentlichung-unter-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zur ausführlichen Rezension</a></p>
<p><em>Erschienen im transcript Verlag, zu haben für 19,80 €</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-121978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" alt="CC-BY-SA-Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Innovative Piraten und die Frauen-Union</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/innovative-piraten-und-die-frauen-union-5034/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 13:09:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Buchvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie twittern aus dem Bundestag, ändern ihren Beziehungsstatus bei Facebook, produzieren Video‐Podcasts und laden ihre Reden auf YouTube hoch – das Web 2.0 hat längst auch die als altmodisch geltenden Volksvertreter erreicht. politik-digital.de-Vorstand Christoph Bieber hat in seinem neuen Werk &#34;politik digital - Online zum Wähler&#34; den Bogen zwischen alten und neuen Medien, zwischen Alter und Neuer Welt gespannt. Das Buch erscheint am 1. Oktober, unser Rezensent Jochen Zenthöfer hat es bereits gelesen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie twittern aus dem Bundestag, ändern ihren Beziehungsstatus bei Facebook, produzieren Video‐Podcasts und laden ihre Reden auf YouTube hoch – das Web 2.0 hat längst auch die als altmodisch geltenden Volksvertreter erreicht. politik-digital.de-Vorstand Christoph Bieber hat in seinem neuen Werk &quot;politik digital &#8211; Online zum Wähler&quot; den Bogen zwischen alten und neuen Medien, zwischen Alter und Neuer Welt gespannt. Das Buch erscheint am 1. Oktober, unser Rezensent Jochen Zenthöfer hat es bereits gelesen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Obamas Stern sinkt, aber sein Wahlkampf fasziniert noch immer – nicht zuletzt im vermeintlich alten und trägen Europa. Wie es der Demokrat mit modernsten Mitteln schaffte, die Mehrheit der Wähler und der Bundesstaaten auf seine Seite zu ziehen ist Vorbild für viele deutsche Politiker geworden. Zwar wurde in den vergangenen Monaten oft gewarnt, dass sich Obamas Kampagne nicht 1:1 übertragen lasse (wer mag dem widersprechen?), doch viele seiner Methoden und Ideen lohnen einer intensiveren Betrachtung. Genau dies leistet das verständlich verfasste Werk „politik digital“ von Christoph Bieber, Politikwissenschaftler an der der Justus-Liebig-Universität Gießen.
</p>
<p>
<b>Passgenau zur Zielgruppe</b>
</p>
<p>
Kernstück der Kampagne war eine Datenbank: „Durch die stetig wachsende Zahl der Registrierungen im Netzwerk (oder durch den Ankauf frei verfügbarer Adressdatenbanken) war die Kampagne stets in der Lage, passgenaue Informationen über die potenzielle Zielgruppe vor Ort zu übermitteln. Das Resultat waren multimediale Online-Tutorials, die etwa mithilfe eines kurzen Videofilms in die Technik des Canvassing einführten, dem wichtigen Klinkenputzen bei unentschlossenen Wählern. In solchen Anleitungen wurden auch Argumentationshilfen und Leitfäden für Telefonanrufe verteilt, und die immer umfassender werdende Adress-Datenbank lieferte gleich eine Liste mit Telefonnummern im eigenen Vorwahlbereich dazu.“
</p>
<p>
<b>Innovative Piraten</b>
</p>
<p>
Gegen die 2,4 Mio. Obama-Fans bei Facebook (am Tag der Präsidentenwahl) war die Beteiligung an den Online-Netzwerken von CDU oder SPD bei der Bundestagwahl 2009 bescheiden, analysiert Bieber. Er weist allerdings zu Recht darauf hin, dass es in Amerika auch kein solch bereites Geflecht von Ortsverbänden, Unterbezirken und Sonderorganisationen (wie „Jusos“ oder „Frauen-Union“) gibt. Viele Parteianhänger engagieren sich vor Ort, und benötigen das Netz nicht dazu. Als „die eigentliche Innovation des Superwahljahres 2009“ bezeichnet Bieber den „Online-Wahlkampf der Piratenpartei“: „Der von den etablierten Parteien häufig ausgerufene, aber kaum realisierte »Mitmach-Wahlkampf« hat unter der Piratenflagge sehr wohl stattgefunden. Die zentralen Elemente der Piratenkampagne setzten nicht auf komplexe Portalstrukturen, sondern auf einfache, textorientierte Angebote mit einem umfangreichen Wiki im Mittelpunkt.“ Die Piratenpartei erreichte damit immerhin zwei Prozent der Wählerstimmen &#8211; blieb nach der Wahl allerdings, anders als die Grünen 1980, farblos und fuhr bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nicht mal mehr ein Prozent ein.
</p>
<p>
<b>Bekannt durch &quot;Zensursula&quot;</b>
</p>
<p>
Twitter, Zensursula, E-Petition im Bundestag, Barcamps: „Politik im und mit dem Internet bringt nicht nur neue Kommunikationsroutinen, sondern auch neue Akteure hervor.“ Ein Beispiel ist die Berliner Mediengestalterin Franziska Heine als Gesicht der Zensursula-Kampagne. Heine hatte die E-Petition zum Thema eingebracht und wurde sofort gefragte Interviewpartnerin – bei neuen und bei traditionellen Medien. Bieber hat einen umfassenden und lesenswerten Überblick über digitale Politik verfasst, der alle entscheidenden Entwicklungen der letzten Monate und Jahre beschreibt und zusammenführt. Sind wir gespannt wie es weitergeht!
</p>
<p>
<b><i>Das Buch ist erschienen im blumenkamp Verlag, hat 130 Seiten und kostet 15 Euro.<br />
</i></b></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Obama: Online gegen die Bürokratie</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/obama-online-gegen-die-buerokratie-4678/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jknocha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Open Government Plan]]></category>
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					<description><![CDATA[In 60 Tagen muss jede US-Bundesbehörde eine Open-Government-Website haben, in 120 Tagen eine individuelle Strategie für Internetkommunikation: Mit einer ambitionierten <a href="http://www.scribd.com/doc/23847270/Open-Government-Directive" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direktive</a> und der Hilfe des Internet will US-Präsident Obama Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Dschungel des amerikanischen Behördensystems durchsetzen.
<center>
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</center>
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In 60 Tagen muss jede US-Bundesbehörde eine Open-Government-Website haben, in 120 Tagen eine individuelle Strategie für Internetkommunikation: Mit einer ambitionierten <a href="http://www.scribd.com/doc/23847270/Open-Government-Directive" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direktive</a> und der Hilfe des Internet will US-Präsident Obama Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Dschungel des amerikanischen Behördensystems durchsetzen.<br />
<center><br />
<object height="250" width="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pXp3yumdGhU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/pXp3yumdGhU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="250" width="300"></embed></object><br />
</center></p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<i>Aneesh Chopra, Vivek Kundra, Apple-Notebook und Chatmoderator Macon Philips (von links; Video von youtube.com/watch?v=pXp3yumdGhU&amp;feature=player_profilepage)</i>
</p>
<p>
Weißes Haus, 8. Dezember 2009, 11 Uhr Ortszeit: Die beiden wichtigsten IT-Beauftragten der US-Regierung stellen in einem Videochat den Open Government Plan (OGP) von Barack Obama vor. &quot;That´s a real good question!&quot; grinsen Chief Information Officer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vivek_Kundra" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vivek Kundra</a> und Chief Technology Officer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aneesh_Chopra" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aneesh Chopra</a> in die Webcam und beantworten die auf einem Apple-Notebook live eingehenden Fragen der Bürger. So stellt sich Präsident Obama Regierungshandeln via Internet vor.
</p>
<p>
Kundra und Chopra sind in der Obama-Regierung für die Investitionen im IT-Bereich, Informationssicherheit und die Förderung von technischen Innovationen zuständig. Transparenz spielte im Chat und auch in der neuen Direktive eine zentrale Rolle. Obamas Leitprinzipien Partizipation und Zusammenarbeit wurden dagegen vernachlässigt. Die Umsetzung dieser Ziele überlässt die Regierung den Behörden.
</p>
<p>
<b>Ein ambitionierter Zeitplan</b>
</p>
<p>
Der am 8. Dezember 2009 vorgestellte Plan ist Bestandteil der neuen Open-Government-Direktive. Obama weist die Bundesbehörden der Vereinigten Staaten darin an, Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit umzusetzen. Informationen sollen zukünftig schneller online verfügbar sein: Jede Behörde muss innerhalb von 60 Tagen eine eigene Open-Government-Webpage einrichten. Innerhalb von 120 Tagen soll jedes Amt zusätzlich einen Open-Government-Plan veröffentlichen. Der muss eine Strategie zur Umsetzung der Leitprinzipien Obamas beinhalten. Ob es vorangeht, kann also jeder online sehen. Ob und wie die Bürger hier mitreden können, ist jedoch noch nicht klar.<b></b>
</p>
<p>
<b>Wie der Open-Government-Plan entstand</b>
</p>
<p>
Die Grundgedanken des Open-Government-Plans entwickelten sich in drei Phasen. Ende Mai 2009 gab es in einer <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/Wrap-Up-of-the-Open-Government-Brainstorming-Transparency" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Phase</a> ein einwöchiges Online-Brainstorming. Bürger konnten eigene Projektideen und innovative Ansätze präsentieren. Danach folgte die <a href="http://blog.ostp.gov/2009/06/16/wrap-up-of-the-open-government-brainstorming-collaboration/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussionsphase</a>. In dieser wurden die Vor- und Nachteile der eingebrachten Vorschläge erörtert. Jeder Bürger konnte sich online beteiligen.
</p>
<p>
In der abschließenden <a href="http://blog.ostp.gov/2009/06/22/open-government-directive-phase-iii-drafting/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwurfphase</a> wurde besonderen Wert auf die Mitarbeit der Bürger gelegt. Die vorangegangenen Schritte wurden dafür in Blogs zusammengefasst. Auch hier baten die Macher konsequent um Feedback und Empfehlungen. Das <a href="http://mixedink.com/opengov/#topics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnis </a>waren über 300 Entwürfe zu 16 verschiedenen Themen wie Partizipation durch Neue Medien oder verbessertem Zugang zu Regierungsinformationen. Alle Entwürfe wurden ins Web gestellt.
</p>
<p>
Die Beteiligung der Bürger durch das Internet war somit in allen Phasen gegeben und auch die Direktive legt großen Wert auf Transparenz. Die konkrete Zusammenarbeit der Behörden mit Mitarbeitern und Bürgern und die Umsetzung von Beteiligungsmöglichkeiten bleiben in den Händen der Bürokratie. Das präsidentielle <a href="http://www.whitehouse.gov/the_press_office/Transparency_and_Open_Government" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Memorandum</a> zur Idee einer Open Government vom Januar 2009 ist somit noch nicht voll umgesetzt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wer archiviert eigentlich Twitter?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/wer-archiviert-eigentlich-twitter-4672/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:55:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Archivierung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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					<description><![CDATA[„Soziale Netze in der digitalen Welt“, ein Buch über soziale Netzwerke und deren Eingebundenheit in soziale, ökonomische und juristische Kontrollstrukturen. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat es gelesen, und findet es nicht nur für Web 2.0-Laien interessant.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Soziale Netze in der digitalen Welt“, ein Buch über soziale Netzwerke und deren Eingebundenheit in soziale, ökonomische und juristische Kontrollstrukturen. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat es gelesen, und findet es nicht nur für Web 2.0-Laien interessant.<!--break--></p>
<p>
Zu Bundestagsdebatten oder Abstimmungen gibt es Protokolle. Hier lässt sich noch Jahre später nachlesen, was geschehen ist oder wie entschieden wurde. Ebenso werden Wahlkämpfe dokumentiert, Flugblätter archiviert und Fernsehspots der Parteien aufbewahrt. Chronisten finden in den unterschiedlichsten Bibliotheken und Archiven ausreichend Material. Selbst Radiosendungen versenden sich nicht – sie werden aufgezeichnet. Erfassen wir damit die gesamte öffentliche Debatte? Nein. Denn wer archiviert zum Beispiel Twitter?
</p>
<p>
<b>Auch Bundespräsidenten twittern<br />
</b>
</p>
<p>
Schon eine Viertelstunde vor Veröffentlichung des Ergebnisses der Bundespräsidentenwahl 2009 twitterte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber – ja was denn eigentlich? In diesem Buch kann man es nachlesen: „Auszählung dauert lange. Gerücht: Köhler hat 613 Stimmen. Das wäre genau die kleinste Mehrheit.“ Ein Gerücht, das er selber zwei Minuten später bestätigte: „Nachzählung bestätigt: 613 Stimmen. Köhler ist gewählt!“
</p>
<p>
<b>Ein Buch für die Enkel und Web 2.0-Laien<br />
</b>
</p>
<p>
Unsere Enkel werden uns einmal fragen, was Twitter war und weshalb man früher auf Papier abgestimmt ab. Ihnen, aber nicht nur ihnen, sei der Blick in das Werk „Soziale Netze in der digitalen Welt“ empfohlen (zu twitternde Politiker der Beitrag von Andreas Jungherr ab Seite 99). Es gibt einen Einblick in die Diskussionen über politische Partizipation, Veränderungen des Urheberrechts, Kunden als Koproduzenten und Persönlichkeitsentfaltung im Netz nach Stand 2009. Wie es mit dem Internet so ist: nach Drucklegung bereits in Teilen überholt, aber dennoch spannend, beobachtend, erklärend, einordnend, und zwar insbesondere für den Web 2.0-Laien (wie viele unserer Politiker), die das lieber auf Papier studieren wollen als am Bildschirm.
</p>
<p><b>Praktisch orientiert und juristisch fundiert<br />
</b></p>
<p>
Insofern protokolliert dieses Buch den Stand der sozialen Netze in der digitalen Welt &#8211; und das nicht rein wissenschaftlich, sondern praktisch orientiert und juristisch fundiert. Das ist vor allem dem Autorenteam zu verdanken. Die Herausgeber Martin Eifert und Thomas Groß sind Professoren für Öffentliches Recht an der Universität Gießen; Christoph Bieber ist dort wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politikwissenschaft. Jörn Lamla ist Akademischer Rat am Institut für Soziologie der Universität Jena. Gemeinsam veranstalteten sie Herbsttagung des Zentrums für Medien und Interaktivität der Universität Gießen im Oktober 2008. Die Beiträge sind auf dem Stand von Sommer 2009. </p>
<p class="MsoNormal">
<!--[endif]--><o:p></o:p></p>
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		<title>Mächtig empirisch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/maechtig-empirisch-4439/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 10:32:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Buchvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Über vier Jahre vom Projektantrag über eine groß angelegte Befragung und Inhaltsanalyse bis hin zur Publikation: &#34;Journalismus im Internet&#34; will das Online-Medienschaffen neu vermessen. Mit der technischen Entwicklung Schritt halten kann der Band aufgrund der langen Bearbeitungszeit natürlich nicht - obwohl auch journalistische Weblogs zum Online-Journalismus gezählt wurden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über vier Jahre vom Projektantrag über eine groß angelegte Befragung und Inhaltsanalyse bis hin zur Publikation: &quot;Journalismus im Internet&quot; will das Online-Medienschaffen neu vermessen. Mit der technischen Entwicklung Schritt halten kann der Band aufgrund der langen Bearbeitungszeit natürlich nicht &#8211; obwohl auch journalistische Weblogs zum Online-Journalismus gezählt wurden.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der von Christoph Neuberger, Christian Nuernbergk und Melanie Rischke herausgegebene Sammelband definiert  Journalismus nicht über das Verbreitungsmedium. Vielmehr sollten funktionelle Äquivalente zum traditionellen Journalismus in Zeitungen oder im Radio erfasst und ebenfalls untersucht werden.
</p>
<p>
<b>Viele Blogs fielen raus </b>
</p>
<p>
Viele Weblogs jedoch überstanden aber den Kriterientest der Wissenschaftler nicht, der unter anderem Aktualität, regelmäßiges Erscheinen und Universalität in den Themen umfasste (es scheiterten aber auch die Internetangebote einiger klassischer Medien wie Radiosender). Die Autoren folgern daraus, dass Blogger &quot;im Wesentlichen komplementäre und nur punktuell journalistische Leistungen erbringen.&quot; Professionellen und organisierten Journalismus könnten sie nicht ersetzen. Für die Öffentlichkeit seien die Blogs dennoch bedeutsam: Als Quelle für Informationen und als Ort der Anschlusskommunikation und kritischer Auseinandersetzung mit Journalismus.
</p>
<p>
Im Gegensatz zu den Blogs wiederum schöpften viele Angebote die Multimedia- und Partizipationschancen des Internets nicht aus, stellen die Autoren fest.
</p>
<p>
<b>Bestandsaufnahme </b>
</p>
<p>
Das knapp 350 Seiten starke Werk ist eine Bestandsaufnahme des Journalismus im Internet &#8211; nicht mehr und nicht weniger.  Den überwiegenden Teil des Bandes nehmen Bestandsaufnahme, Definition, Modelle und Methoden ein, die Forschungsergebnisse werden im Vergleich deutlich kürzer abgehandelt. Dennoch hebt sich der Band durch seine konsequent empirische Ausrichtung aus der Masse der wissenschaftlichen Journalismus-Literatur ab.</p>
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		<title>Rezension: Lernen von Obama?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 18:27:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Buchvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[&#34;Lernen von Obama?&#34; ist ein Kompendium zum Thema „Das Internet als Ressource und Risiko für die Politik“. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat es gelesen, kürt in seiner Rezension den langweiligsten Beitrag und arbeitet den Wunsch der Autoren des Bandes heraus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Lernen von Obama?&quot; ist ein Kompendium zum Thema „Das Internet als Ressource und Risiko für die Politik“. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat es gelesen, kürt in seiner Rezension den langweiligsten Beitrag und arbeitet den Wunsch der Autoren des Bandes heraus.<!--break--></p>
<p>
<b>Tatsache:</b> Immer weniger Menschen beteiligen sich in Parteien und Politik (Seite 37).</p>
<p><b>Möglichkeit:</b> Das Internet erlaubt ganz neue Formen von Kommunikation und Partizipation (Seiten 47ff.).</p>
<p><b>Test:</b> US-Wahlkampf von Barack Obama 2009 (Seiten 185ff.).</p>
<p><b>Ergebnis:</b> Obama sammelte 10 Millionen E-Mail-Adressen, fünf Millionen Mobiltelefonnummern und vier Millionen Spendernamen (Seite 8). Die beiden US-Parteien haben eigene Datenbanken aufgebaut, die bis zu 400 Merkmale pro Person bieten und damit ein effizientes Targeting ermöglichen (Seite 138). <br />
<b><br />
Nebenwirkung:</b> Obama musste sich für Predigten seines früheren Pastors Wright entschuldigen. Diese Predigten kursierten als Videos im Netz. Sie zu entfernen war nicht möglich (Seite 23).</p>
<p><b>Deutschland:</b> Kinder befragten im Juni 2007 Politiker für das ARD-Morgenmagazin nach ihrem Verhältnis zum Internet. „Auf die Frage, was ein Browser sei, reagierten Brigitte Zypries, Peter Struck und Hans-Christian Ströbele komplett ratlos“ (Seite 65).</p>
<p><b>Im Zugzwang:</b> Die Pressestelle der CDU Deutschlands teilte Ende Mai 2009 mit: „Die Sympathiewerte für Angela Merkel brechen immer neue Rekorde. Bereits 39.039 Menschen unterstützen die Vorsitzende der CDU Deutschlands im Internet. 20.872 &quot;Freunde&quot; bei StudiVZ, 8.791 Fans bei facebook und 9.376 Mitglieder im teAM Deutschland zeigen: Auch online liegt Angela Merkel weit vor ihren politischen Konkurrenten.“</p>
<p><b>Aber:</b> Die Videocasts der Kanzlerin bieten keine Rückkanal-Funktion an (Seite 74). Die Webseiten der CDU Deutschlands entsprechen – bis auf die Startseite – nicht modernen Web 2.0-Standards. Einige Links gehen fehl. </p>
<p><b>Vorbild:</b> In Großbritannien gibt es schon lange gelungene Online-Dialoge zwischen Bürgern und Politik, eines der ersten war <a href="http://www.tellparliament.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.tellparliament.net</a> (Seite 29). <br />
<b><br />
Ziel:</b> „Während von den Teilnehmern erwartet wird, neue Aspekte in die eigene Position aufzunehmen, und die eigene Sicht der Dinge zu hinterfragen und zu erweitern, muss den Teilnehmern seitens der Politik das Gefühl vermittelt werden, auch faktisch und nicht bloß symbolisch mitwirken zu können.“ (Seite 35)<br />
<b><br />
Fazit:</b> „Es gibt einen Markt, eine Nachfrage nach neuen Wegen der direkten Kommunikation. Wenn politische Kommunikation dies nicht zu nutzen weiß, vergibt sie eine Chance.“ (Seite 61)</p>
<p><b>Positive erste Ansätze:</b> Die E-Petition, die seit 1. September 2005 beim Deutschen Bundestag möglich ist (Seite 67). Das Angebot <a href="http://www.direktzurkanzlerin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.direktzurkanzlerin.de</a> von Studenten verschiedener Hochschulen – hier antwortet das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung im Auftrag von Angela Merkel auf Fragen (Seite 74). <br />
<b><br />
Wunsch der Autoren des Bandes:</b> Endlich anerkennen, dass in einigen Bereichen längst ausreichend Erfahrungen vorliegen, sodass nicht weitere Modellprojekte initiiert werden müssen (Seite 76). </p>
<p><b>Der langweiligste Beitrag in diesem Sammelband:</b> … stammt von Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin der Grünen, mit dem Titel: „Politik ist Dialog. Webbasierte Politikkommunikation in der politischen Praxis aus „grüner“ Sicht.“ (Seiten 117 – 124). Nur wenn grün gleich langweilig meint, passt diese Überschrift. Keine eigene Meinung, alles offen gelassen, Binsenweisheiten. Dazu passt, dass der grüne Europawahlkampf mit dem „WUMS“ fade und unklar wirkt. </p>
<p><b>Der wichtigste Satz:</b> „In der Goldgräberstimmung wird aber oft übersehen, dass Technik eben nur ein Mittel ist. Sie ist neutral, in die ein oder andere Richtung brauchbar oder missbrauchbar.“ (Seite 157)</p>
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		<title>Wie ich lernte, die Politiker zu lieben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/wie-ich-lernte-die-politiker-zu-lieben-4283/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 15:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Mishra]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwähler]]></category>
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					<description><![CDATA[Bücher brauchen schmissige Titel. Sonst verkaufen sie sich womöglich nicht. Ein Titel muss aber auch zum Inhalt passen. Leider passt der Titel „Wie ich lernte, die Politiker zu lieben“ so gar nicht zum Inhalt von Robin Mishras lesenswertem Vademecum. Unser Autor Jochen Zenthöfer über eine ganz besondere Beziehung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bücher brauchen schmissige Titel. Sonst verkaufen sie sich womöglich nicht. Ein Titel muss aber auch zum Inhalt passen. Leider passt der Titel „Wie ich lernte, die Politiker zu lieben“ so gar nicht zum Inhalt von Robin Mishras lesenswertem Vademecum. Unser Autor Jochen Zenthöfer über eine ganz besondere Beziehung.<!--break--></p>
<p>Im Fernsehen kennt jeder Journalist die Ton-Bild-Schere. Will man im Lektorat des Herder Verlags mit einer Titel-Inhalt-Schere im Wahljahr punkten? Mishra beschreibt nicht, wie er „Liebe lernte“, und teilt auch nicht mit, dass er „Politiker liebt“. Ist Liebe überhaupt der richtige Begriff für die Beziehung zu Personen, über die Mishra als Journalist objektiv berichten soll? Nach Bertolt Brecht ist „Liebe der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten“. Mishra aber möchte von den Politikern eine ganze Menge erhalten: das Standvermögen eines Jens Spahn in der Abstimmung zur außerplanmäßigen Rentenerhöhung, die Fähigkeit eines Ole von Beust, Gefühle der einfachen Menschen wahrzunehmen, und die Bereitschaft eines Boris Palmer, den Mund zu halten, wenn er als Oberbürgermeister nicht zuständig ist, wie zum Thema Rauchverbot in Kneipen. Außerdem müssen Politiker Betriebspraktika absolvieren, den Sonntag ihrer Familie widmen und ihre Nebentätigkeiten deutlicher offen legen.</p>
<p><b>Was ist Liebe?</b></p>
<p>Im Gegenzug soll sich das Volk an den Wahlen beteiligen und mehr zu sagen bekommen: Vorwahlen in den Parteien verlangt Mishra und die Möglichkeit, auf Landeslisten Bewerber von hinten nach vorne zu kumulieren. Bürgerentscheide seien endlich ernst zu nehmen und nicht, wie vom linken Berliner Senat, zu bekämpfen: in dem man schon vorher sagt, dass man das Ergebnis nicht ernst nehmen werde (Flughafen Tempelhof). Auf der anderen Seite soll das Volk unflätige Äußerungen über „die Politiker“ unterlassen, denn die meisten – so Mishra – machen ihre Sache gut. Sie sollten auch mehr Geld für Mitarbeiter bekommen, um von Lobbyisten weniger abhängig zu sein. Gleichzeitig könnte man die Zahl der Bundestagsabgeordneten verringern. Das alles sind sinnvolle Vorschläge, und Mishra schreibt in der Tat „lebensklug und humorvoll zugleich“ (Verlagswerbung), aber man hat diese Ideen schon oft gelesen, und mit gelernter Liebe haben sie nichts zu tun.</p>
<p><b>Traurige Lektionen</b></p>
<p>Mishra illustriert seine Thesen an Beispielen, wie dem des Werner Kuhlmann. 1997 war der Rentner Augenzeuge eines schlimmen Unfalls an einem unbeschrankten Bahnübergang. Seitdem fordert er, auf jedem Andreaskreuz ein Stoppschild zu montieren. Er sammelte Unterstützer, vom Landrat bis hin zu Bahnchef Mehdorn. 2005 war sogar der Bundestag von der Idee überzeugt. Die geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung fiel dann aber im Bund-Länder-Fachausschuss durch. Begründung: Für die Verkehrssicherheit bringe die Verkehrsschilder-Kombination nichts. Für Mishra ist das „eine traurige Lektion in Sachen Föderalismus“. Weshalb? Vielleicht hat der Ausschuss ja recht, die Verkehrssicherheit steigt nicht, dafür steigen Bürokratie und Kosten (für 14000 unbeschränkte Bahnübergänge in Deutschland jeweils 600 Euro)? Eine Auseinandersetzung darüber fehlt in dem Buch. Wie erfahren nur, dass Herr Kuhlmann enttäuscht ist. Er wird die Politiker sicher nicht lieben. Auch dann nicht, wenn sie in Zukunft Betriebspraktika bei der Deutschen Bahn machen.</p>
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		<item>
		<title>Wie die digitalen Medien die Politik verändern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/wie-die-digitalen-medien-die-politik-veraendern-4213/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 15:43:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Morstedt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Titel veranlasst den Leser in Kombination mit dem hochmodernen Thema &#34;digitale Medien in der Politik&#34; zuerst zu einigem Stirnrunzeln. Dieses gibt sich sehr schnell, wird doch deutlich, dass Jefferson - immerhin geistiger Vater der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung - seine Freude an der aktiven und persönlichen Beteiligung der Bürger an der Politik über das Internet gehabt hätte. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel veranlasst den Leser in Kombination mit dem hochmodernen Thema &quot;digitale Medien in der Politik&quot; zuerst zu einigem Stirnrunzeln. Dieses gibt sich sehr schnell, wird doch deutlich, dass Jefferson &#8211; immerhin geistiger Vater der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung &#8211; seine Freude an der aktiven und persönlichen Beteiligung der Bürger an der Politik über das Internet gehabt hätte. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
So jedenfalls folgert Tobias Moorstedt, Autor des Werkes &quot;Jeffersons<br />
Erben&quot;. Das Büchlein mit seinen knapp 160 Seiten verleitet zum<br />
Schwelgen in den gut recherchierten Anekdoten und Szenen aus dem<br />
US-Präsidentschafts-Wahlkampf 2008.
</p>
<p>
Einige der dargestellten Tools und<br />
Online-Anwendungen, wie etwa Youtube, sind bereits bekannt, andere sind<br />
gut recherchiert und stimmungsvoll aufbereitet. Die persönlichen<br />
Erlebnisse des Autors während seiner USA-Reise haben Spuren<br />
hinterlassen die man herauslesen kann &#8211; gerade dies gibt dem Werk<br />
seinen unvergleichlichen Charme und Witz.
</p>
<p>
Moorstedt beleuchtet die Spezifika des US-Wahlkampfes und nimmt sie<br />
messerscharf auseinander. Das Gefühl des Erstaunens stellt sich schnell<br />
ein, liest man etwas über den &quot;Long Tail der Politik&quot; oder die &quot;New<br />
Kids on the Blog&quot;. Bekannte Phänomene werden neu interpretiert und aus<br />
einem ganz anderen Licht beleuchtet, wie es nur das Erlebens des<br />
Wahlkampfes vor Ort hervorbringen kann. Tiefes Hintergrundwissen äußert<br />
sich eher nebensächlich und wird als selbstverständlich wahrgenommen.
</p>
<p>
Die Internet-Kampagne<br />
Spannend ist vor allen Dingen auch, wie Moorstedt die Hintergründe der<br />
Wahlkampagnen der Kandidaten und der Vielzahl politischer Websites<br />
beleuchtet. Sei es die Firma Blue State Digital, Heimat der Macher der<br />
Obama-Kampagne im Web, oder moveon.org, der demokratischen<br />
Organisations-Plattform im Internet: Moorstedt hat mit allen gesprochen<br />
und gibt seine subjektiven Eindrücke wieder. Eine digitale Avantgarde<br />
hat sich da heraus gebildet, welche die politischen Geschicke<br />
beeinflussen möchte.
</p>
<p>
Nicht Gier oder politischer Machtwille stehen dabei im Vordergrund,<br />
sondern der Wille zur demokratischen Veränderung, zum neuen Aufbruch,<br />
zum &quot;Change&quot;. Dieser Aufbruch zum Wandel wird als Triebfeder der<br />
Protagonisten der neuen elektronischen Demokratie spürbar dargestellt.<br />
Eine bemerkenswerte Leistung, die den Leser andeutungsweise verstehen<br />
lässt, auf welcher Stimmungswelle Barack Obama in das Weiße Haus<br />
eingezogen ist.  </p>
<p><b>Die &quot;grassroots&quot; als Allheilmittel?</b></p>
<p>Eindringlich geht Moorstedt auch auf die grassroots-Strategie der<br />
Obama-Kampagne ein. Eine offene Kampagne sollte sie sein, in der die<br />
Unterstützer alles dürfen. Doch allzu oft sind die Instrumente und Wege<br />
der Online-Kampagnen gesteuert und die Richtung damit beeinflußt<br />
worden. Die Möglichkeiten des web 2.0 machen jedoch auch eine<br />
Überwindung dieser Steuerung möglich, wie Moorstedt an einigen<br />
Beispielen zeigt.
</p>
<p>
Dabei differenziert er allerdings nicht nach dem wahlentscheidenden<br />
Charakter etwa einer kleinen facebook-Gruppe, die versucht ein<br />
millionenfach angesehenes youtube-Video zu diskreditieren. Nichts desto<br />
trotz lässt sich das Ausmaß der Auswirkungen erahnen.
</p>
<p>
<b>Neue &quot;Player&quot; im politischen Prozess</b></p>
<p>Deutlich wird vor allem eines: es gibt im politischen Prozess und<br />
besonders in den Wahlkämpfen in den USA neue Player im Internet. Sie<br />
verändern damit nicht nur die Art und Weise wie kommuniziert wird, sie<br />
verändern auch das Bewußtsein dafür, wer überhaupt kommuniziert. Die<br />
&quot;dritte Partei&quot; moveon.org und die Blogosphäre als elementarer<br />
Bestandteil des politischen Prozesses in den USA beschreibt Moorstedt<br />
mit einer Schärfe, die beim deutschen Leser nur schlichten Unglauben<br />
hervorrufen kann, sogar muss.
</p>
<p>
Und dennoch verliert der Autor nie die kritische Einstellung eines<br />
guten Journalisten und ist bei aller Euphorie für das neue Medium in<br />
der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Ein visionärer Ausblick auf<br />
die &quot;Open-Source&quot;-Democracy rundet das Werk ab, welches einen<br />
gelungenen Gesamteindruck hinterläßt und intensiv zum Nachdenken anregt.</p>
<p>Alle Phänomene die im US-Wahlkampf im Internet von Bedeutung waren,<br />
greift Moorstedt auf und erzählt, was er auf seiner Reise durch das<br />
politische Web sowie in persönlichen Gesprächen erfahren hat und was<br />
für ihn von Bedeutung war. Hinterlegt mit einer gehörigen Portion<br />
analytischer Schärfe wird dieser Titel zum &quot;must have!&quot; für jeden<br />
Anhänger des neuen Mediums.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von der Botschaft zur Bewegung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/von-der-botschaft-zur-bewegung-4207/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 20:25:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Aufstieg des Barack Obama zum amerikanischen Präsidentschaftskandidaten ist ein  Paradebeispiel für alle, die sich für Kommunikation, ob in Wirtschaft oder Politik interessieren. Was macht diesen Shootingstar der amerikanischen Politik, den vor zweiJahren kaum jemand kannte, so erfolgreich? Die Kommunikationsexpertin Kerstin Plehwe beschreibt die zehn Erfolgsstrategien des 44. Präsidenten der USA. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat das Buch gelesen. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufstieg des Barack Obama zum amerikanischen Präsidentschaftskandidaten ist ein  Paradebeispiel für alle, die sich für Kommunikation, ob in Wirtschaft oder Politik interessieren. Was macht diesen Shootingstar der amerikanischen Politik, den vor zweiJahren kaum jemand kannte, so erfolgreich? Die Kommunikationsexpertin Kerstin Plehwe beschreibt die zehn Erfolgsstrategien des 44. Präsidenten der USA. Unser Autor Jochen Zenthöfer hat das Buch gelesen. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Wieso ist Barack Obama nun Präsident geworden? Er hatte nicht das bessere Programm (das gehört Hillary Clinton) oder die meiste Erfahrung (die besitzt John McCain). Er gehört auch keiner Washingtoner Elite oder Familiendynastie an (wie die beiden letztgenannten). Sein Erfolgsrezept ist ein anderes: Obama ist – authentisch. Ursprünglichkeit, Echtheit, Selbstvollendung verbinden wir mit diesem Begriff und mit ihm. 
</p>
<p>
<b>Obama ist authentisch</b>
</p>
<p>
Im Gegensatz zu Frau Clinton, von der viele annehmen, dass sie sich verstellt, um ihre machtpolitischen Ziele zu erreichen, handelt Obama nach seinem ureigensten Wesenskern. Nun könnte man einwerfen, auch das könne man trainieren – dann sei die Authentizität gerade nicht authentisch. Doch jemand zu sein, der man gar nicht ist, und das über Monate hinweg: unmöglich. Personaler benötigen ein nur zweitägiges Assessment Center um herauszufinden wie ein Bewerber „wirklich“ ist; der Wahlkampf erst gegen Clinton, dann gegen McCain dauerte über ein Jahr. Trotz höchster Anspannung blieb der Kandidat aus &#8230; ja, woher eigentlich. Aus Hawaii, wo er geboren ist? Aus Asien, wo er zur Schule ging? Aus Afrika, wo sein Vater herkommt? Aus Kansas, woher seine Mutter stammt? Aus Los Angeles oder New York, wo er jeweils studierte? Aus Chicago, wo er als Sozialarbeiter, Rechtsanwalt und Senator wirkte? Schon sein Lebenslauf zeigt rasch, weshalb seine Botschaft von Einheit, Hoffnung und Wandel (Unity, Hope, Change) verfangen kann. Sie ist authentisch. Von George W. Bush dagegen wusste man nur, dass er aus Texas stammte, und am besten dort auch geblieben wäre.
</p>
<p>
<b>Tiefer Kenntnisreichtum</b>
</p>
<p>
Über den Wahlkampf des Barack Obama werden in den nächsten Jahren noch viele langweilige Aufsätze, überflüssige Diplomarbeiten und dröge Sammelbände erscheinen. Da ist es gut, dass gleich zu Beginn ein Werk Maßstäbe setzt, das in klarer Sprache, der gebotenen Kürze und mit tiefem Kenntnisreichtum den Erfolgsweg des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten analysiert. Fast glaubt man, die Autorin, die Kommunikationsexpertin Kerstin Plehwe, sei zwei Jahre lang in Obamas engstem Wahlkampfplanungszirkel zugegen gewesen. Ihre Analyse seines Erfolges zeigt auch Tendenzen für Deutschland auf: Authentizität ist gefragt – also etwas was Politiker wie Angela Merkel oder Thorsten Schäfer-Gümbel mitbringen.
</p>
<p>
Die Zeiten des Spindoctoring der Neunziger Jahre, von dem im Grunde nur Gerhard Schröder richtig profitierte, weil er es geschickt einzusetzen wusste und was schon die Fähigkeiten einer Andrea Ypsilanti oder eines Erwin Huber überstieg, sind vorbei. Statt Spindoctors braucht man heute eine Bewegung. In dieser Bewegung gibt es keine dunklen abhörsicheren „war rooms“ mehr wie noch 1998 in der SPD-Kampa, sondern eine offene, transparente Kampagne. Eine Kampagne, die basisdemokratisch wirkt – ein Begriff, den wir in den siebziger und achtziger Jahre mit den Friedensdemonstrationen und grünen Strick-Parteitagen verbunden hatten –, der aber jetzt wieder auflebt. Dem Internet sei dank. Plehwe beschreibt Obamas Direktmarketing, seine peer-to-peer-Kommunikation und die Bedeutung sozialer Netzwerke.
</p>
<p>
<b>&quot;Mobilisierung findet im Internet statt&quot;</b>
</p>
<p>
Peter Radunski fasst es im Nachwort treffend zusammen: „Es ist der Social-Network-Boom, der die neue Entwicklung in der Politik möglich gemacht hat. [&#8230;] Wer sich auf Web 2.0 einlässt, muss offen für selbstbestimmte Spontaneität der Unterstützer sein. [&#8230;] Es ist eine Renaissance des Dialogs und der Dialogkommunikation zwischen Politik und Wählern. [&#8230;] Mobilisierung findet im Internet statt, nicht mehr allein auf Seiten des Kandidaten, sondern auf externen Seiten wie YouTube, MySpace, Facebook, Bebo oder Eventful.“ Die Strategien der Amerikaner lassen sich nicht 1:1 auf Deutschland übertragen. Unser Land ist kleiner, unsere Politiker sind weniger charismatisch. Doch einige Ideen aus Obamas Wahlkampfteam werden wir auch bei uns erleben. Wie man hört, hatten CDU und SPD Beobachter in die USA entsandt. Die Ergebnisse werden wir im kommenden Bundestagswahlkampf erleben – oder können uns schon heute bei Plehwe darauf einstimmen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Theorie des Onlinejournalismus: Es besteht Forschungsbedarf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/theorie-des-onlinejournalismus-es-besteht-forschungsbedarf-4054/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jzenthoefer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 09:36:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Internet hat alles verändert. Freunde finden, Freunden schreiben, Freunde treffen – all das geht heute virtuell. Wir verändern das Netz, und das Netz verändert uns. Das ist klar. Wie aber geht es mit den Journalisten um? Wie reagieren die Informationsmacher auf das neue Medium? Sehen Sie es als Chance oder Bedrohung? Und: Wie verändert das schnelle Medium Internet den schnell sein müssenden Journalismus?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet hat alles verändert. Freunde finden, Freunden schreiben, Freunde treffen – all das geht heute virtuell. Wir verändern das Netz, und das Netz verändert uns. Das ist klar. Wie aber geht es mit den Journalisten um? Wie reagieren die Informationsmacher auf das neue Medium? Sehen Sie es als Chance oder Bedrohung? Und: Wie verändert das schnelle Medium Internet den schnell sein müssenden Journalismus?<!--break--></p>
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Thorsten Quandt (Juniorprofessor an der FU Berlin) und Wolfgang Schweiger (Vertretungsprofessor an der TU Dresden) haben als Herausgeber des Bandes „Journalismus online – Partizipation oder Profession?“ Antworten auf diese Fragen gesucht. Die 18 Beiträge reichen von der wissenschaftlichen Darstellung der Journalismusforschung zum Thema Internet zu ganz praktischen Beschreibungen von Podcasting oder Weblogs. Unter den Autoren finden sich Elvira Steppacher (ifp-Geschäftsführerin), Christoph Neuberger (Professor in Münster) und Dirk von Gehlen (Chefredakteur von jetzt.de).
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<b>Online-News mit eigener Sprache<br />
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Was haben die Autoren für den politischen Journalismus herausgefunden? Online-Nachrichten sind nicht einfach ins Netz transferierte Zeitungen. So schreibt Thorsten Quandt: „Im Online-Bereich bekommt der Leser ein deutlich anders akzentuiertes Nachrichtenrepertoire zu sehen, und auch die Tonalität der Berichterstattung weicht vom Print ab. Die Qualität von Online-Nachrichten liegt damit nicht einfach in der Ausnutzung aller technologischen Optionen. Vielmehr scheinen die webbasierten Nachrichten eigenständige, medienspezifische Themenstrukturen und Sichtweisen abzubilden.“ Dadurch würden sie sich, so der Autor, nach und nach von den traditionellen Medien (insbesondere dem Print-Bereich) abnabeln. Sie finden eine eigene Identität und Sprache.
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<b>Journalistischer Qualitätsverlust<br />
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Wie wird für politische Berichterstattung recherchiert? Antwort: Über Google. Dabei nutzen Journalisten fast ausschließlich die Standard-Suchfunktion, fast nie „Google News“ und noch seltener andere Suchmaschinen. Fast immer wird nur die erste Ergebnisseite überfolgen – die dritte Seite wird nie mehr in Betracht gezogen. Nicht beantwortet wird die Frage, ob sich Journalisten „fast blind“ auf Google verlassen. Normalnutzer tun das nämlich. Unumstritten ist, dass sich unreflektiertes Googlen negativ auf die journalistische Qualität auswirken kann. Ob es das auch tut, und wie; darüber besteht noch Forschungsbedarf. Leider werden diese Fragen im Band nicht beantwortet.
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<b>„Danaergeschenk Google“<br />
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Wenig sauber recherchiert sind auch die Aussagen über eine vermeintliche Manipulation der Trefferlisten. Was über die Methoden der Suchmaschinenoptimierung zu lesen ist, ist naiv – und teilweise falsch. Die Optimierung von Webseiten wird pauschal als „externe Manipulation“ bezeichnet. Dabei dienen gerade diese Maßnahmen dazu, das Web kundenfreundlicher zu machen. Inhalte sollen passgenauer gefunden werden, zum Beispiel durch das Google Webmaster Tool. Google erhebt auch keine Platzierungsgebühren für vordere Ränge. Nicht belegt ist auch die heikle Aussage, dass Suchmaschinen Bereiche des Internets vernachlässigen, „die nur schwer zu erfassen“ ist. Wenn im Buch also die Forderung laut wird, dass die Nutzung von Suchmaschinen Teil der journalistischen Ausbildung werden muss, sollte das am besten auch für einige Professoren gelten. Krone der Absurdität ist, dass der akademische Elfenbeinturm sogar Galtungs „strukturelle Gewalt“ von 1975 aus der Mottenkiste holt, um darunter das „Danaergeschenk Google“ zu subsumieren.
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<b>Begrenzte Partizipation<br />
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Aussagekräftiger sind die Beiträge über Weblogs. Immer mehr Menschen arbeiten journalistisch im Netz – in den USA vor allem Nicht-Journalisten. Einer der erfolgreichsten Weblogs der USA (dailykos) wird von einem jungen hispanischen Juristen betrieben. Er hat täglich fast eine halbe Million Besucher. Zum Vergleich: Bildblog.de hat gerade mal 40.000 Besucher. Leser können sich oft durch Kommentarfunktionen beteiligen. Das tun sie in politisch spannenden Zeiten – bei Wahlen – oder auch großen Tragödien. Elvira Steppacher zeigt in einem Beitrag, wie der Fall Natascha Kampusch in den Weblogs der großen österreichischen Medien von den Lesern begleitet wurde – und damit auch einen Rückkanal an die Redaktionen bildete. Partizipation pur? Ein wenig. Als viele Leser schrieben, nun sei es doch genug und man solle Frau Kampusch in Ruhe lassen, reduzierten einige Medien die Berichterstattung tatsächlich. Trotzdem: Nie haben Mitarbeiter der Zeitungen oder Sender, die solche Möglichkeiten der Leserteilnahme geschaffen hatten, auf Stellungnahmen der User geantwortet. Auch unwahre Behauptungen wurden redaktionsseitig nicht richtiggestellt. Wie es scheint, haben Journalisten noch Probleme damit, wenn Leser das einfordern, was sie selbst von der Politik wollen – Partizipation.</p>
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