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	<title>Bundestagswahl 2002 &#8211; PDS &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bundestagswahl 2002 &#8211; PDS &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Vier gewinnt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bschemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundestagswahl 2002 - PDS]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Interview mit politik-digital.de erläutert Martin Icke (PDS) die Online-Strategie der PDS im Wahlkampf 2002. Wer sich auf den Seiten der PDS wohlfühlen soll, hier finden Sie Antworten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Interview mit politik-digital.de erläutert Martin Icke (PDS) die Online-Strategie der PDS im Wahlkampf 2002. Wer sich auf den Seiten der PDS wohlfühlen soll, hier finden Sie Antworten.<!--break-->
                    </p>
<p>
                    <br />
                    <strong>politik-digital:</strong> Welchen Stellenwert hat das Internet im diesjährigen Wahlkampf?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Das Internet hat in den vergangenen Jahren in fast allen Lebensbereichen und damit auch im Wahlkampf einen höheren Stellenwert gewonnen. Aber es wird die Wahl sicherlich nicht entscheiden.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Und warum gestaltet die PDS ihren Wahlkampf und ihre Strategie zur Bundestagswahl auch online, zum Beispiel mit dem Angebot<br />
                    <a href="http://www.pds2002.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.pds2002.de</a>?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Wenn wir das nicht machen würden, wäre einfach eine große Zahl an potenziellen Wählerinnen und Wählern ausgeschlossen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was ist der PDS im Online-Wahlkampf am wichtigsten? Welche Themen und Inhalte spielen die größte Rolle?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Unsere drei Säulen sind: Soziale Gerechtigkeit, Friedenspolitik und Ostdeutschland.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Und worauf legen Sie bei der Kommunikation den Schwerpunkt: A) Information, B) Service, C) Unterhaltung oder D) Interaktivität?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Das Gute am Internet ist, dass eine kleine Partei mit verhältnismäßig kleinem Budget im Online-Bereich mit den großen Parteien mithalten kann. Das wird mittlerweile aber auch vorausgesetzt. Wir haben eine bestimmte Klientel an Usern, die in erster Linie Informationen abfordert. Andere – vor allem junge Leute – setzen eher auf Unterhaltung. Und durch das Internet können wir dies alles miteinander verbinden.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Vorteile und Nachteile sehen Sie bei der Wahlkampfführung im Internet?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Ein ganz wichtiger Vorteil ist, dass wir im Wahlkampf eine große Zahl an potenziellen Wählerinnen und Wählern erreichen und mit „rapid response“ wirklich sehr, sehr schnell auf aktuelle politische Ereignisse reagieren können.<br />
                    <br />Ein Nachteil ist, dass das Medium Internet inzwischen zwar ein unverzichtbares Kommunikationsmittel, aber leider längst nicht allen zugänglich ist. Viele können es sich einfach noch nicht leisten. Wenn die Politiker ihre Hausaufgaben machen, wird sich das hoffentlich ändern.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Zielgruppe(n) soll(en) vor allem angesprochen werden (Wechselwähler, junge Wähler, Stammwähler)?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Den Wechselwähler würde ich in diesem Zusammenhang als Zielgruppe überhaupt nicht definieren. Zu unterschiedlich sind die Gründe, von der einen zur anderen Partei zu wechseln. Natürlich müssen wir unsere Stammwählerschaft bedienen. Und selbstverständlich geht es uns – darauf kann wohl keine Partei verzichten – um einen Zuwachs von Wählerstimmen. Wir richten unseren Auftritt in erster Linie an Erstwähler und junge Menschen bis Mitte Dreißig. Aber wir grenzen niemanden aus, auf unserer Seite finden sich auch 60-Jährige zurecht. Unsere durch eine Erhebung belegte Erfahrung ist, dass in Westdeutschland die Informationsnachfrage unserer Stammwählerschaft via Internet wesentlich höher ist als im Osten.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Ein Trend, den man in diesem Bundestagswahlkampf sieht, sind auch Aktionsseiten: Kann das Internet bei der Wählermobilisierung helfen?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Auf jeden Fall dient es – das hat uns der Berliner Wahlkampf 2001 deutlich gezeigt – der Mobilisierung von Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern. Darüber hinaus habe ich die Hoffnung, dass das moderne Medium Internet insbesondere junge Menschen in ihrer Entscheidung beeinflusst, überhaupt wählen zu gehen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie hoch schätzen Sie denn das Mobilisierungspotenzial im Internet?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Das würde ich nicht überschätzen. Ich richte mich an Menschen, die in ihrer Welt leben und sich dennoch für Politik interessieren. Auf unseren Seiten sollen sich auch diejenigen wohl fühlen, die sonst nichts mit der Partei zu tun haben. Ihnen werden nicht nur Informationen, sondern auch ein optisch reizvolles Angebot mit Aktionen und Interaktion unterbreitet, ohne den Eindruck plumper Agitation zu vermitteln. Natürlich nutzen wir den Online-Bereich auch zum Mobilisieren. Aber dann doch eher auf der Parteiseite www.pds-online.de.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie verändert das neue Medium die politische Kommunikation zwischen Politikern und ihren Wählern, den Bürgern?</p>
<p>
                    <strong>Martin Icke:</strong> Zunächst können Informationen zwischen den Politikern selbst schneller ausgetauscht werden. Zwischen Politikern und Bürgern hat sich die politische Kommunikation ebenfalls verändert. Durch Print- und elektronische Medien hatte der Bürger eigentlich nur die Möglichkeit, redaktionell aufgearbeitet Informationen zu bekommen. Die Websites der Parteien bieten die Möglichkeit zu schauen, was Politiker X, Politikerin Y tatsächlich gesagt haben, und nicht nur den einen zitierfähigen Satz, den ich in der Zeitung finde.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 19.09.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <br />
                      <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Alles im roten Bereich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundestagswahl 2002 - PDS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer unter www.pds2002.de die Wahlkampfseiten der Sozialisten besucht, braucht sich keinem Zweifel hinzugeben, ob er hier richtig ist: Rot ist die dominierende Farbe auf der Startseite.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer unter www.pds2002.de die Wahlkampfseiten der Sozialisten besucht, braucht sich keinem Zweifel hinzugeben, ob er hier richtig ist: Rot ist die dominierende Farbe auf der Startseite.<!--break-->
                    </p>
<p>Nach einem ersten Farbflash werden Erstbesucher zusätzlich noch in ein weiteres Gefühl eintauchen: das der Orientierungslosigkeit. Aber keine Angst, dieses Karussell der Emotionen hält nicht lange an. Im Grunde genommen ist die Struktur dieses Webauftritts gut durchdacht – nur die Startseite wurde etwas überladen, vermutlich weil so viel Information wie möglich dort erscheinen sollte.</p>
<p>
                    <strong>Navigation</strong><br />
                    <br />In der rechten Bildhälfte sorgen sechs rote Balken für einen grellen Farbeindruck, die beinahe alle Elemente der Navigation beinhalten. Mit sechs Kategorien und ihren wesentlichen Unterpunkten sowie Service und Suchfunktion ist hier die gesamte Strukur von<br />
                    <a href="http://www.pds2002.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pds2002.de</a> erkennbar. Diese bleibt auch in den einzelnen Kategorien durch eine dezente Navigationsleiste im oberen Bereich gut nachvollziehbar. Zusätzlich werden in einem eigenen, rot überschriebenen Kästchen auf der linken Seite die Unterpunkte der Kategorie angezeigt. Hat man also erst einmal die Startseite hinter sich gebracht, ist an der Navigation nichts mehr auszusetzen.</p>
<p>
                    <strong><br />
                    <img fetchpriority="high" decoding="async" height="351" alt="http://www.pds2002.de" src="images/pds2002.jpg" width="300" align="right" />Das Angebot</strong><br />
                    <br />Auch inhaltlich bekommen Interessierte einiges geboten. Entsprechend den sechs Kategorien kann man sich über Kandidaten, Positionen, aktuelle Meldungen, Statistiken und die Wahl an sich informieren. Die Angebote sind umfangreich – sowohl für die, die nur eine schnelle Information wollen, als auch für andere, die umfangreiches Material suchen, wird etwas geboten. Kandidaten in ganz Deutschland, das Wahlprogramm in Stichpunkten oder ausführlich, 99 Gründe, diese Partei zu wählen, ja sogar Antworten auf Fragen von Verbänden, Organisationen und Vereinen werden aufgeführt. Tagesaktuelle Meldungen und Stellungnahmen im Magazin, die Resultate der letzten Wahlen sowie eine Auswahl von Umfrageergebnissen verschiedener Institute runden das breite Informationsangebot ab. Darüber hinaus gibt es natürlich eine Spaßecke mit Spielen, Chat, Fanshop und Downloadmöglichkeiten.</p>
<p>
                    <strong>Zielgruppe und Wahlhilfe</strong><br />
                    <br />pds2002.de zielt vor allem auf junge Wähler ab. Dies wird vor allem in der Kategorie „Erste (Wahl)Hilfe“ deutlich, in der beispielsweise ein „Stimmzettel 2002“ erläutert wird. Leider ist der Zusatz „2002“ irreführend, denn es handelt sich um ein Muster der Bundestgaswahl 1998. Oder hat der Bundeswahlleiter kein aktuelles Muster bereit gestellt? Ein Wahlglossar erklärt die wichtigsten Begriffe, „häufig gestellte Fragen“ (FAQs) können nachgelesen oder auch selbst gestellt werden. und es werden Gründe dargelegt, warum ein mündiger Bürger zur Wahl gehen sollte. Wem das noch nicht reicht, der kann auch noch in den gesetzlichen Grundlagen wie Bundeswahlgesetz oder Parteiengesetz stöbern oder sich unter den weiterführenden Links, z. B. beim Bundeswahlleiter, näher informieren.</p>
<p>
                    <strong>Interaktive Elemente</strong><br />
                    <br />Interessant sind auf den PDS-Wahlkampfseiten vor allem die interaktiven Elemente. Schon auf der Startseite wird ein Chat angekündigt. Als zweites interaktives Feature gibt es auf der Startseite die Möglichkeit zur Online-Spende. Der dezente Hinweis dazu findet sich in der Servicebox deutlich weniger prominet platziert als der Banner zur Spendenhotline. Mittels Kreditkarte kann man über eine gesicherte Verbindung den gewünschten Betrag abbuchen lassen und bekommt eine Spendenquittung zugesandt. Wer diesem Weg der Übertragung nicht traut, bekommt allerdings keine Alternative geboten. Die Angabe eines Spendenkontos wird hier scheinbar nicht mehr als zeitgemäß empfunden.</p>
<p>Auch in den einzelnen Kategorien finden sich fast überall Angebote zur Interaktion. Wer z. B. seinen Kandidaten sucht, kann die „interaktive Deutschlandkarte“ anklicken, um ihn oder sie zu finden. Das Wahlprogramm kann man in unterschiedlichen Dateiformaten herunterladen oder herkömmlich per Adresseingabe anfordern. Zu den 99 Gründen, die die PDS als Wahlargumente vorgibt, lassen sich Ergänzungen via E-Mail hinzufügen. Das Magazin bietet ebenfalls Möglichkeiten, das Angebot über den Bildschirm hinaus zu nutzen. Mit Wahlkampf O-Tönen als Soundfiles, Bildern aus dem Wahlkampf, die als E-Card versendet werden können und einer Live-Cam auf die „legendäre“ Kaffeemaschine im Wahlquartier sorgen die Online-Wahlkämpfer der Sozialisten hier für Abwechslung.</p>
<p>
                    <strong>Spiel und Spass</strong><br />
                    <br />Der Spiel- und Spaßfaktor hat natürlich auch eine eigene Kategorie, ostalgisch mit „Ein Kessel Buntes“ überschrieben. In der „Download Area“ gibt es den aktuellen Wahlsong2002 und den aktuellen Wahlspot 2002, letzteren allerdings nur im Real-Video Format. „Film ab“ verweist auf einen animierten Flash-Film, ohne den heute keine Wahlkampfseite mehr auszukommen scheint. Spiele wie „Wer wird Koalitionär“ oder „Klickern“ und ein Kreuzworträtsel mit Gewinnchance verleiten dazu, lange online zu bleiben. Natürlich lassen sich die Wahlkampfmotive der PDS als E-Card versenden.</p>
<p>
                    <strong>Strategie: Spitzemquartett</strong><br />
                    <br />Aktuell, informativ, aber auch spielerisch und dabei gut strukturiert – das Online-Team der Sozialisten hat die Anforderungen und Möglichkeiten des Mediums Internet verstanden und versucht, das Image der verstaubten, rückwärtsgewandten Partei zu widerlegen. Im Online-Bereich scheint dies zu gelingen. Auffallend ist, dass die PDS als einzige im Bundestag vertretene Partei keine Webseite für ihren Spitzenkandidaten hat, sondern auf ein „Spitzenquartett“ setzt. Allerdings muss die PDS auf ihren bekanntesten Politiker verzichten. Denn Gregor Gysi stolperte über die „Miles &amp; More“ Affäre. Dadurch ist der erneute Einzug in den Bundestag sicher nicht leichter geworden. Wenn dieser aber gelingen würde, könnte die PDS eine entscheidene Rolle im Machtpoker spielen. Damit dies gelingt, versucht die PDS mit ihrem Online-Angebot die Wähler „emotional anzusprechen“, wie Martin Icke, Verantwortlicher für den Online Bereich sagte. Der 22. September wird zeigen, ob dass von den Wählern honoriert wird.<br />
                    </p>
<p>
                      
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 29.08.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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