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	<title>Bundestagswahl 2013 &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Bundestagswahl 2013 &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Politisches Twittern bereichert die politische Kommunikation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2015 08:59:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Der wissenschaftliche Artikel „Die Wahl in 140 Zeichen – Twitter als Kommunikationsplattform für Politik, Medien und Bürger im Bundestagswahlkampf 2013“ [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/twitter2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146380" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/twitter2.jpg" alt="twitter" width="640" height="280" /></a>Der wissenschaftliche Artikel „Die Wahl in 140 Zeichen – Twitter als Kommunikationsplattform für Politik, Medien und Bürger im Bundestagswahlkampf 2013“ von sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Jena untersucht die Rolle des Mikroblogging-Dienstes Twitter während der Bundestagswahl 2013. Die Ergebnisse geben einen interessanten Einblick in das politische Nutzer- und Nutzungsverhalten der Twitter-Community in Deutschland.</p>
<p>Soziale Netzwerke verändern die politische Kommunikation durch die Möglichkeit direkter Kommunikation zwischen Bürgern und Politik, so die Grundannahme der kommunikationswissenschaftlichen <a href="http://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=289&amp;tx_ttnews%5btt_news%5d=3902&amp;tx_ttnews%5bbackPid%5d=288&amp;cHash=4196bec60a#marker1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>. Das Forscherteam wollte herausfinden, wie sich das Verhältnis zwischen Politikern, Massenmedien und Bürgern gestaltet und wertete dazu knapp eine halbe Millionen Kurzbotschaften aus. Es zeigte sich, dass die Interaktionen weniger zwischen als vielmehr innerhalb der drei Akteursgruppen zustande kamen. Ein besonders reger Austausch zwischen Politikern und potentiellen Wählern konnte demnach nicht festgestellt werden. Politiker nutzen Twitter in erster Linie als ein Mittel zur vorteilhaften Darstellung der eigenen Person; Angriffe auf den politischen Gegner wurden deutlich seltener beobachtet. Für Bürgerinnen und Bürger sowie für Medien waren die Politiker-Accounts erkennbar Zielscheibe für kritische Beiträge.</p>
<h3>Parteien des linken politischen Spektrums schneiden besser ab</h3>
<p>Die meisten der untersuchten Tweets stammten von Mitgliedern der internetaffinen Piratenpartei, gefolgt von Grünen, der CDU/CSU und der Alternative für Deutschland (AfD). Weniger präsent waren Akteure von SPD und FDP, die Linke nutzte den Onlinedienst fast überhaupt nicht. Umso erstaunlicher ist die Erkenntnis, dass die Linke dabei die höchsten Zustimmungswerte unter politisch interessierten Twitter-Nutzern verzeichnen konnte. In der Gunst der deutschen Twitter-Community folgten die Piratenpartei vor SPD, AfD und den Grünen. Unionsparteien und FDP bildeten die Schlusslichter. Somit scheint ein besonders engagierter Einsatz bei Twitter keineswegs eine Garantie für höhere Zustimmungswerte zu sein.</p>
<h3>Twitter als „Gewinn“ für die politische Kommunikation</h3>
<p>Politische Akteure -insbesondere links stehender Parteien- haben durch Twitter weitaus bessere Chancen „gehört“ zu werden. Sie sind in der Twittersphäre nicht nur präsenter, sondern werden auch deutlich positiver beschrieben, verglichen mit ihrer Darstellung in konventionellen Medienformaten. Somit fördert das soziale Netzwerk die Vielfalt im politischen Diskurs. Die Inhalte von Politiker-Tweets unterscheiden sich von den Inhalten der Massenmedien, was die Wissenschaftler als vorteilhaft bewerten. Denn die politischen Akteure haben bessere Möglichkeiten, das soziale Netzwerk fernab der üblichen wahlrelevanten Medien zu nutzen und sie sind folglich weniger abhängig von Nachrichtenfaktoren zur Stimulation der journalistischen Berichterstattung. Außerdem: Twitter fördert den rationalen statt emotionalen politischen Diskurs. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass bevorzugt Kurznachrichten retweetet werden, die mit mehrseitigen Argumentationsformen und Statistiken untermauert sind. Emotionale Appelle oder Fallbeispiele erhöhen dagegen nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Beitrag retweetet wird.</p>
<h3>Nutzer und Nutzung im internationalen Vergleich</h3>
<p>Wie bereits in einem Artikel zur <a title="Ein umkämpftes Feld – politische (Wahlkampf-)Kommunikation in der Türkei" href="http://politik-digital.de/news/online-kommunikation-in-der-tuerkei-145990/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlkampfkommunikation in der Türkei</a> dargestellt, variiert das Nutzungsverhalten von sozialen Netzwerken wie Twitter im internationalen Vergleich deutlich. Zu dieser Erkenntnis kommen auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Jena und verweisen auf die soziographische Besonderheit, dass ein „sehr selektiver Teil der Bevölkerung“ deutlich überrepräsentiert ist in der politischen Twitter-Nutzung. Es handelt sich zumeist um Personen mit einem hohen Bildungsniveau, die außerdem sowohl politisch engagiert sind als auch gefestigte politische Positionen besitzen. Dies ist nach der Studie ein wesentlicher Unterschied zu der Situation in den USA.</p>
<p><strong>Bild: </strong><a href="https://www.flickr.com/photos/kooroshication/9091514815" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kooroshication</a>  <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Die Demokratie und die Fünfprozenthürde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schlitzke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2013 09:09:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundeswahlgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrklausel]]></category>
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					<description><![CDATA[14,9 Prozent bzw. sieben Millionen der Wählerstimmen haben Kleinparteien bzw. solche, die nicht in den deutschen Bundestag kamen, bei der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hürde.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-133775" alt="Hürde" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hürde.jpg" width="640" height="400" /></a></b>14,9 Prozent bzw. sieben Millionen der Wählerstimmen haben Kleinparteien bzw. solche, die nicht in den deutschen Bundestag kamen, bei der letzten Bundestagswahl erhalten – ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. So steht ein Thema wieder im Mittelpunkt der Diskussion, das beinahe vergessen war: Passt eine Sperrklausel zu einer Demokratie?<br />
4,8 Prozent der Stimmen für die FDP, 4,7 Prozent der Stimmen für die AfD (Alternative für Deutschland) und die Piratenpartei hat 2,2 Prozent der Stimmen erzielt. In Wählerstimmen heißt das, dass über sieben Millionen Stimmen (nimmt man die Nichtwähler bzw. ungültigen Stimmen davon aus) nicht im Parlament vertreten sind. Dadurch kam – nicht ganz überraschend – die Diskussion um die Sperrklausel auf Bundesebene wieder auf die Tagesordnung. Neben der gänzlichen Abschaffung der Fünfprozenthürde wurden <a href="http://www.mehr-demokratie.de/vorschlag-reform-wahlrecht.html">auch weitere Alternativen im Netz diskutiert</a>. Insbesondere der Vorschlag einer Eventualstimme von Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim von der Verwaltungshochschule Speyer findet relativ großen Anklang. Demnach bliebe es bei einer Sperrklausel, jedoch hätte der Wähler noch eine weitere Stimme zur Verfügung, die er vergeben könnte, falls seine gewünschte Partei es nicht in den Bundestag schaffen sollte. Das viel beschworene Argument von der „<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/31/31189/1.html">verlorenen Stimme</a>“ wäre damit obsolet.<br />
Aus europäischer Sicht sieht die Diskussion dagegen prinzipiell anders aus, wie von Arnim betont: „Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zur Abschaffung der Fünfprozenthürde deutlich gemacht, dass die Argumente, die für eine Klausel auf Bundesebene sprechen, nicht auf die europäische Ebene übertragbar sind.“ Auf Bundesebene nämlich diene die Klausel in erster Linie der „stabilen Regierungsbildung“, und diese Aufgabe sei beim europäischen Parlament nicht vorhanden.</p>
<h3>Fünfprozenthürde: Eine Benachteiligung der Kleinparteien?</h3>
<p>Dabei ist das Thema wahrlich kein neues. Seit der Einführung der Sperrklausel in Form einer Fünfprozenthürde im Jahre 1953, die durch Paragraf 6, Absatz 3 des <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bwahlg/">Bundeswahlgesetzes</a> geregelt ist, hat es diverse Urteile, Kommentare und Forschungen innerhalb der Politikwissenschaft zu diesem Thema gegeben. Häufig wurde das Thema kontrovers diskutiert. Anders als die Parteienlandschaft, die sich weitgehend für das Beibehalten der Sperrklausel eintritt, ist die Forschung durchaus geteilter Meinung. So drängt sich die Frage auf: Ist eine Sperrklausel eigentlich nicht prinzipiell undemokratisch und benachteiligt sie Kleinparteien?<br />
Tragisch hat sich die Sperrklausel bei dieser Bundestagswahl vor allem auf die FDP ausgewirkt: Die Partei hatte sich selbst immer deutlich für die Fünfprozenthürde auf Bundes- und EU-Ebene ausgesprochen, und auch das Gesetz zur Dreiprozenthürde bei Europawahlen hatte die Partei im Eiltempo mit CDU/CSU, der SPD sowie den Grünen, die sich in früheren Jahren durchaus dagegen positioniert hatten, durchgewinkt.  Nur die Linkspartei stimmte dagegen. Verfassungsrechtler von Arnim: „Das neue Gesetz wurde innerhalb von wenigen Tagen durch den Bundestag gepeitscht, obwohl selbst ein Gutachten des Innenministeriums dessen Verfassungswidrigkeit bestätigt hatte. Die Hürde bei Europawahlen ist ein grober Verstoß gegen die Gerechtigkeit sowie ein Widerspruch zur Gleichheit des Wahlrechtes.“<br />
Bundespräsident Joachim Gauck hatte das neue Europawahlgesetz anschließend – erst Anfang Oktober – unterzeichnet. Doch ob es nun bei dieser Hürde bleibt, ist alles andere als gesetzt. Die Piratenpartei hat erst kürzlich Klage eingereicht und ist damit nicht allein: Auch die Freien Wähler, die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die Republikaner (REP) und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) haben bereits angekündigt, vor das Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe zu ziehen und die Hürde zu Fall zu bringen. Doch ganz ohne Klausel geht es auch bei den Europawahlen nicht. Denn, wie von Arnim erklärt, gebe es ohnehin eine „natürliche Sperrklausel“ im Bereich von 0,6 bis ein Prozent der Stimmen. So viele Stimmen muss eine Partei erreichen, damit sie einen der 96 Sitze, über die Deutschland im EU-Parlament verfügt, erhalten kann.</p>
<h3>Klage gegen die Sperrklausel</h3>
<p>Die Argumente der Gegner einer solchen Klausel sind weitgehend homogen: „Offenheit für neue Ideen, politischer Wettbewerb und Vielfalt bilden das Fundament einer lebendigen Demokratie. Der Ausschluss kleiner und damit oft neuer Parteien aus dem EU-Parlament durch die Drei-Prozent-Sperrklausel führt zu einer Erstarrung des Parteiwesens und behindert die Lernfähigkeit des politischen Systems durch neue Impulse. Diese Sperrklausel ist undemokratisch und verhindert eine lebendige europäische Demokratie“, erklärt der Noch-Chef der Piratenpartei, Bernd Schlömer. Auch Sebastian Frankenberger, der Vorsitzender der ÖDP, argumentiert für den Wegfall: „Die Wähler haben Angst, dass ihre Stimmen verloren gehen. Daher entscheiden sich viele am Ende gegen die Wahl einer Kleinpartei.“ Doch die aktuelle Diskussion wirft auch die Frage auf, ob eine Partei mit einem oder zwei Abgeordneten überhaupt etwas bewirken kann, denn sogar große Parteien haben Schwierigkeiten, über ihre Arbeit in Brüssel und Straßburg zu kommunizieren. Frankenberger: „Häufig wollen die großen Parteien ihre Inhalte gar nicht kommunizieren. Wir setzen dagegen auf volle Transparenz unserer Arbeit und dabei spielt vor allem das Internet eine große Rolle in der direkten Kommunikation und im Austausch mit den Bürgern.“<br />
Auch der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, bestätigt den Vorwurf, dass die Fünfprozenthürde weniger der Unterstützung einer Regierungsbildung diene, als vielmehr der Abschottung vor ungeliebter Konkurrenz: „Die Wahlhürde ist ein Verlust für die Demokratie. Das Machtkartell der etablierten Brüssel-Parteien versucht nur die eigene Macht zu sichern. Das ist eine Verfestigung von Machtstrukturen.“</p>
<h3>Zwei verschiedene Kampagnen zur Europawahl</h3>
<p>Das Urteil soll – geht es nach den Klägern – möglicherweise noch in diesem Jahr fallen. Benachteiligt sind die Kleinparteien jetzt auf jeden Fall schon. Frankenberger: „Wir leiden darunter, denn wir müssen uns auf zwei verschiedene Kampagnen vorbereiten. Falls die Klausel fällt, müssen wir dem Wähler dies auch so auf unseren Plakaten vermitteln.“ Auch hätten bereits einige prominente Listenkandidaten aufgrund der Unsicherheit eines möglichen Einzugs abgesagt. Während der Straßenwahlkampf also „doppelt geplant“ werden muss, können die Parteien im Internetwahlkampf leichter und schneller auf die Ungewissheiten und die Urteilsverkündung reagieren – und damit auf ihren wichtigsten Kommunikationskanal zurückgreifen.<br />
Auf Kommunalebene wurde schon erreicht, was sich viele Kleinparteien auf Bundes- und europäischer Ebene erhoffen und worauf sie immer wieder gerne verweisen. Sebastian Frankenberger von der ÖDP: „Die Kommunalebene ist ein gutes Beispiel für einen Bereich, in dem es keine Sperrklausel gibt und wo die politische Arbeit auch mit einer Vielzahl von Parteien gut funktioniert.“<br />
Das Argument, man wolle mit der Sperrklausel einen möglichen Einzug der NPD vermeiden, das von einigen Politikern hierbei immer wieder angeführt wird, weist Frankenberger energisch zurück: „Die NPD hat es schließlich auch in einige Landtage geschafft, das Problem liegt also nicht in einer Sperrklausel, sondern in bestimmten Versäumnissen in der Politik“.<br />
Klarheit wird es spätestens um den 18. Dezember geben. Dann soll in Karlsruhe verhandelt werden. Die Neuregelung wäre sofort gültig und dann nur noch schwer von den großen Parteien verhinderbar. Für von Arnim wäre es bei einem positiven Ausgang ein erneuter „Sieg für die Demokratie“.<br />
&nbsp;<br />
Bilder: David Morris <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nach der Wahl die Rolle rückwärts – die digitale Presseschau KW 39</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2013 11:17:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Presseschau steht ganz im Zeichen der Bundestagswahl. Vom „Ende einer netzpolitischen Ära“ bis hin zum „abgebrannten Neuland“– die Onlinepresse [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Presseschau steht ganz im Zeichen der Bundestagswahl. Vom „Ende einer netzpolitischen Ära“ bis hin zum „abgebrannten Neuland“– die Onlinepresse tobt. „Vermutlich hatte der Deutsche Ruderverein einen größeren Impact auf diese Wahl als die Netzgemeinde“, schreibt beispielsweise Michael Seemann in seinem Blog. Wir versuchen, einen Überblick über den medialen Sturm der Entrüstung zu bieten.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=OvY3k3ir9gM&amp;feature=share&amp;list=UUUVSxH8r5fj3Uki5uAcyQaw" title="Verabschiedungsfilm: SPD-Abgeordnete erinnern sich" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/videoseries?list=UUUVSxH8r5fj3Uki5uAcyQaw" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Mit der FDP muss aktuell eine ganze Partei ihre Plätze im Bundestag räumen. Es scheiden aber auch 40 Mitglieder der SPD-Fraktion aus dem Parlament aus. Einige dieser nun ehemaligen Abgeordneten erinnern sich in unserem Video der Woche an besondere Momente aus ihrer Zeit im Bundestag.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://mspr0.de/?p=3775" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haben wir versagt?</a></h3>
<p>„Willkommen beim Rollback, bitte anschnallen.“ Mit diesem Satz beschließt der Blogger Michael Seemann seinen Blogeintrag zum Ende einer netzpolitischen Ära: Bis vor kurzem schienen die politischen Einflussmöglichkeiten der Netzgemeinde anzuwachsen. Der Erfolg der Piratenpartei bei einigen Landtagswahlen, das Ende der Vorratsdatenspeicherung, die Einberufung einer Enquetekommission und der europaweite Protest gegen „Acta“ – all das habe die digitale Szene damals von einer neuen, von „ihrer“ Politik träumen lassen. Die Ereignisse dieses Jahres aber, hätten diese Hoffnungen zum Einsturz gebracht: So wurde beispielsweise das Leistungsschutzrecht umgesetzt – ein Gesetz, das von den Netzaktivistenmassiv bekämpft wurde. Allerdings hätte weder dieses Gesetz, noch der „digitale Überwachungsgau“ irgendeine Auswirkung auf das Wahlergebnis gehabt. Nun müssten wir uns auf Netzsperren, mehr Überwachung und ein Trojanergesetz gefasst machen – ein Rollback eben. Die Netzpolitik in der aktuellen Konzeption, also Politik „aus dem Netz (…) als reine Selbstbespiegelung der Interessen der Netzgemeinde“ sei tot, folgert Seemann. Nun gelte es vor allem herauszufinden, woran das liegt: „Ist Post-Privacy bereits so eine Gesellschaftsnormalität, dass die Prism-Debatte nicht verfängt? Haben wir versagt: organisatorisch, ideologisch, personell?“ Fragen, für deren Beantwortung die digitale Szene wohl einiges an Zeit brauchen wird.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/imho-eine-niederlage-fuer-die-netzpolitik-1309-101736.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Düstere Aussichten</a></h3>
<p>Michael Seemann ist nicht der einzige, dem die Zukunft der Netzpolitik in vorerst düsterem Licht erscheint. Auch Friedhelm Greis schreibt auf golem.de von wenig erfreulichen Aussichten: Mit der CDU habe „diejenige Partei am stärksten zugelegt, deren Wahlprogramm die diffusesten Aussagen zur Netzpolitik enthält“. Die Union fordere die Vorratsdatenspeicherung und bekenne sich nur sehr eingeschränkt zur Netzneutralität. Zum flächendeckenden Ausbau der Breitbandinfrastruktur findet sich im Wahlprogramm kein einziger neuer Ansatz – „dafür aber das Bekenntnis zu wirtschaftlichen Verwertung von Nutzerdaten“. Wer taugt als Korrektiv? Die SPD eher nicht, meint Greis. Zum einen befürwortet auch die SPD die Vorratsdatenspeicherung und hat die Bestanddatenauskunft schon damals nicht im Bundesrat gestoppt. Zum anderen wird sie  &#8211; so vermutet Greis – für einige gute Vorschläge wie die Abschaffung des Leistungsschutzrechts in einer Koalition wohl keine Zustimmung finden. Was bleibt? Die Piraten liegen bei 2,2 Prozent und Grüne, Linke und FDP, also die Parteien mit „deutlichen Bekenntnissen zu Datenschutz, Netzneutralität, Breitbandversorgung und Open Government, haben zusammen 15 Prozentpunkte im Vergleich zu 2009 verloren“. Da bleibt erst mal nicht viel, findet Greis. Netzpolitiker werden es in den nächsten Jahren noch schwerer haben, ihre Forderungen durchzusetzen.</p>
<h3><a href="https://digitalegesellschaft.de/2013/09/forderungen-btw2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jetzt erst recht</a></h3>
<p>Allen Untergangsszenarien zum Trotz: Die Netzgemeinde bleibt am Ball. Die „Digitale Gesellschaft“ hat einen ausführlichen 10-Punkte-Katalog online gestellt, und fordert die Politik auf „Zielvorgaben zu den zentralen netzpolitischen Vorgaben im Koalitionsvertrag zu verankern“. Dazu zählen: Die Wahrung grundlegender Datenschutzprinzipien auf EU-Ebene, die Verhinderung grundloser Überwachung, die Eindämmung des Exports von Überwachungstechnologien sowie die Abschaffung der Funkzellenabfrage als Ermittlungsinstrument. Außerdem fordert die „Digitale Gesellschaft“ die Abschaffung der Störerhaftung. Denn bisher haften Betreiber von nicht gewerblichen Wlans für Rechtsverletzungen, die Dritte über ein von ihnen betriebenes offenes Funknetz verüben. Weitere Vorschläge der Digitalen Gesellschaft: ein „Recht auf Remix“, eine transparentere Gestaltung der öffentlichen Verwaltung, die Schaffung eines offenen Zugangs zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und natürlich die konsequente Durchsetzung der Netzneutralität.</p>
<h3><a href="http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bundestagswahl-fuenf-lektionen-aus-dem-social-media-wahlkampf-seite-all/8825116-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünf Lektionen</a></h3>
<p>In diesem Bundestagswahlkampf wurden von den Parteien so viel getwittert und gepostet wie nie zuvor. Oliver Voß zieht in der Wirtschaftswoche fünf Lektionen aus dem Social-Media-Wahlkampf. Erste und zweite Lektion: Twitter werde über-, Facebook dagegen unterschätzt. Denn nur sieben Prozent der Bevölkerung sind deutschen Bevölkerung sind gelegentlich auf Twitter unterwegs. Zum Vergleich: 25 Millionen Deutsche loggen sich mindestens einmal im Monat auf Facebook ein. Außerdem – Lektion drei – würden die neuen Plattformen nur in Kombination funktionieren. Ein Beispiel: Die wahre Innovation dieses Social-Media-Wahlkampfes waren die tumblr-Blogs, man denke an die „Stinkefinger-Blogs“ zu Peer Steinbrück. Und die meisten Besucher dieser Blogs kommen über Facebook und andere soziale Medien. Lektion vier: In den Social Media sind es die großen und die sehr kleinen Parteien, die dominieren. So wurden die meisten Kommentaren und Tweets über die CDU und die SPD verfasst. Direkt darauf aber folgt schon die Piratenpartei undnd die AfD holt schnell auf. Eine weitere Beobachtung von Voß: Die sozialen Medien würden Trends verstärken oder verzerren. Twitter wirke als Echokammer, und habe nur sehr begrenzten Einfluss auf die Wahlentscheidung der Bevölkerung.</p>
<h3><a href="http://gutjahr.biz/2013/09/wahlen-2013-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuland ist abgebrannt</a></h3>
<p>Bekommt Twitter von Seiten der Wahlkämpfer also viel zu viel Aufmerksamkeit? Ist das Social Web, eine Filterblase? Das fragt sich auch Richard Gutjahr in seinem Blog. Und zieht ein ernüchterndes Fazit. Der Wahlsieg der CDU zeige, dass es sich offenbar lohne, auf „öde Spots, Plakate und Strategien“ zu setzen. (…) Kreative Web-Wahlkämpfe hingegen verliefen oft im Nirvana.“ Allerdings habe das Netz alleine noch nie eine Wahl entschieden. Es komme auf das Zusammenspiel von On- und Offline an, das würden auch Experten bestätigen. Oft gelten online ohnehin die gleichen Regeln wie z.B. im TV: Insbesondere die Personifizierung sei bei abstrakten Themen von großer Bedeutung. Dennoch könnten digitale Analysen durchaus zu neuen Erkenntnissen führen. So würde die Analyse von Google-Suchabfragen „selektive Stimmungen und Trends im Wahlvolk besser abbilden, als das durch Wählerbefragungen geschehen ist.“ Ein Trend sei darüber hinaus auch ohne große Untersuchungen deutlich erkennbar:„Die „Zwischendrin“-Generationen 50- und 60-plus“ würden das Neuland beherrschen und hätten kein Interesse an Experimenten. Gutjahrs Resümee: „Mit abstrakten Netzthemen lassen sich keine Quoten machen, erst recht keine Wahlen gewinnen.“<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Die Digitalkämpfer &#8211; Ein Rückblick auf den digitalen Bundestagswahlkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2013 16:57:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hashtags, tumblrs und Facebooks-Posts: Wenig wurde in diesem Wahlkampf so heiß und oft  diskutiert wie die Online-Wahlkampfstrategien der Parteien. Welchen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-129329" alt="ArtikelInterviewKlingenbeil" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg" width="640" height="427" /></a>Hashtags, tumblrs und Facebooks-Posts: Wenig wurde in diesem Wahlkampf so heiß und oft  diskutiert wie die Online-Wahlkampfstrategien der Parteien. Welchen Einfluss hatten die unterschiedlichen Online-Kampagnen auf den Ausgang der Wahl, die Parteien und die Politik? Und ist diese Form des Wahlkampfes überhaupt von Bedeutung? Heute Mittag debattierten die Netzstrategen von SPD, CDU, Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Base_Camp Berlin über den Online-Wahlkampf 2013. Und zogen eine positive Bilanz.<br />
In den Monaten vor der Wahl wurde so viel und so ausführlich wie noch nie über die verschiedenen Onlinekampagnen der Parteien geschrieben – teils lobend, teils über die Maßen kritisch. Nun ist die Wahl gelaufen, und es wird Zeit für ein erstes Fazit: Welche Online-Strategie war erfolgreich? Wie wahlentscheidend war das Netz überhaupt? Darüber diskutierten die Digital-Experten von vier Parteien auf Einladung von Ketchum Pleon und Udl Digital heute im BASE_Camp Berlin. Zu Gast waren Tobias Nehren, Koordinator der Onlinekampagne von Peer Steinbrück; Uwe Göpel, Teamleiter Online der CDU; Mark Seibert, Internetbeauftragter der Linken, und Carsten Lißmann, Digital-Berater von Bündnis 90/Die Grünen. Ein Online-Campaigner der FDP war übrigens nicht mit dabei – die Veranstalter hatten ihn nach dem verpassten Wiedereinzug in den Bundestag ausgeladen.<br />
Gleich vorneweg: Wie zu erwarten war keiner der Experten dazu bereit, die Onlinekampagne der eigenen Partei wirklich kritisch unter die Lupe zu nehmen  – das hätte ja auch öffentliche Selbstkritik bedeutet, und die wollte heute niemand so richtig üben. Außerdem war es den Parteien nur vier Tage nach der Wahl nur schwerlich möglich, ein abschließendes Fazit über Erfolg und Misserfolg bestimmter Kampagnen zu ziehen, auch deshalb, weil viele ihre Strategien noch nicht umfassend ausgewertet haben. Generell aber hätten die Parteien verstanden, wie man Online-Wahlkampf betreibe, hielt Moderator Martin Fuchs, der <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/">Hamburger Wahlbeobachter</a>, zu Beginn der Diskussion fest. Die weit verbreitete Meinung, die Parteien würden keine innovativen und kreativen Online-Konzepte entwickeln, sei schlicht „Bullshit“: Google Hangouts, Mobilisierungsplattformen und vieles mehr hätten gezeigt, dass die Parteien durchaus in der Lage seien, das Internet für den Wahlkampf zu nutzen.<br />
Die Wahlstrategen zeigten sich mit ihrem Onlinewahlkampf dann auch unisono zufrieden. Die „Pflicht“, also eine „solide“ Bespielung der unterschiedlichen Social Media-Kanäle durch die Parteien, sei durchaus gelungen, hielten die vier Wahlkämpfer fest. In dieser Hinsicht würden sich die Strategien der Parteien ohnehin nicht sehr stark voneinander unterscheiden, resümierte Mark Seibert von der Linken. Carsten Lißmann von der Agentur Ressourcenmangel, die die Grünen berät, ergänzte, dass „kleine Spielereien“ von den Online-Strategen eigentlich nicht erwünscht seien. Vielmehr strebe man Aktionen mir großer Reichweite und einen Zusammenspiel aus On- und Offline-Aktivitäten an, also das, was Tobias Nehren von der SPD einen „integrierten und konsistenten Wahlkampf“ nennt.</p>
<h3>Innovation?</h3>
<p>Wo also liegt der digitale Innovationssprung bei der Bundestagswahl 2013? Gibt es den überhaupt? Für Lißmann liegt die Innovation insbesondere in der Vereinfachung der internen Kommunikation. So könnten Ideen über neue Kommunikationswege und interne Plattformen ohne den Einsatz großer finanzieller Mittel und mit kurzen Freigabewegen schnell und unkompliziert in die Tat umgesetzt werden.  Bereits vorhandene Tools wie tumblr würden außerdem dazu beitragen, dass einzelnen Aktionen deutlich schneller als früher realisiert werden könnten. Solche Möglichkeiten seien 2013 zum ersten Mal großflächig zum Einsatz gekommen und hätten den Wahlkampf der Parteien massiv erleichtert, meint Nehren. Überhaupt sei tumblr in diesem Wahlkampf eine große Bedeutung zugekommen, hielt Moderator Martin Fuchs fest, man denke beispielsweise an den Abwählkalender der Grünen.<br />
Hierarchiefreie Kommunikation zwischen Parteimitgliedern, Wahlkämpfern und Verwaltungen, das sei die eigentliche Innovation, findet auch Göpel von der CDU. Damit hängt ein weiterer entscheidender Faktor eng zusammen: Die Binnenmobilisierung, also die Mobilisierung der eigenen Leute für Wahlkampfaktionen. Der Haustür-Wahlkampf der SPD beispielsweise sei ohne digitale Unterstützung und die Plattform <a href="https://mitmachen.spd.de/">mitmachen.spd.de</a> in dem Ausmaß nicht möglich gewesen, so Tobias Nehren. Zwar könne man den Stellenwert des Internets für die Mobilisierung der eigenen Leute nur schwer quantitativ fassen – einen positiven Effekt aber habe es insbesondere in der heißen Phase des Wahlkampfs mit Sicherheit gehabt, da sind sich die Experten einig.<br />
Überhaupt sind die Experten hinsichtlich der Einschätzung von Einfluss und Potential des Online-Wahlkampfs ziemlich oft einer Meinung. Die Unterschiede bestehen eher im Professionalisierungsgrad der einzelnen Parteien. Hier sind die beiden großen Parteien CDU und SPD zwangsläufig besser aufgestellt als beispielsweise Die Linke.<br />
Alle Wahlkämpfer berichten übrigens auch von innerparteilichen Anfangsschwierigkeiten. Die Akzeptanz des Online-Wahlkampfes und die Medienkompetenz der Politiker sei zwar deutlich gestiegen &#8211; damit aber wüchsen auch die Erwartungen. Teilweise seien regelrechte „Abwehrkämpfe“ gegen wenig erfolgversprechende Ideen einzelner Parteimitglieder geführt worden, so Mark Seibert. Ohnehin sei ein sogenannter „Lucky Punch“ strategisch kaum zu planen, meint Lißmann von den Grünen. Der Hashtag #Veggieday, oder die tumblrs zu Steinbrücks Mittelfinger – solche Phänomene entwickelten sich eigenständig im Netz. Mit großen Folgen. „Der Finger steckte wie ein Koloss in der Kampagne“, berichtete Nehren. Den Campaignern bleibt dann oft nichts anderes übrig als zu reagieren, und diese Aktionen so gut wie möglich für die eigenen Zwecke zu nutzen. Gerade in solchen Situationen haben die digitalen Wahlkämpfer an Bedeutung gewonnen – denn sie haben die schnellste Rückkopplung, können sofort reagieren und direktes Feedback nach außen und innen geben. Aber tun unbeabsichtigte Selbstläufer der Partei nun gut oder weh? Da sind sich die Campaigner auch nicht sicher. Zwar sei das Internet bei weitem kein Neuland mehr, alle Folgen von digitalen Aktionen ließen sich dennoch nicht abschätzen. So oder so: In den Köpfen der Netz-Strategen scheinen noch viele Ideen zu schlummern. Lißmann spricht sogar von einem ganzen „Friedhof an Ideen“, also Vorhaben, die an innerparteilichen Widerständen gescheitert sind. Vielleicht werden einige dieser Leichen bei den nächsten Wahlen, seien es Landtags- oder Europawahlen, wieder ausgegraben. Wir dürfen also gespannt sein.<br />
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Bild: Sebastian Drescher</p>
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a>
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		<title>&#034;Guido Westerwelle ist jetzt Draußenminister&#034; &#8211; Die #btw13 im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 12:51:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Schadenfreude bis hin zu maßlosem Entsetzen – die Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 haben die Netzgemeinschaft zumindest stark beeindruckt. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guido_Westerwelle.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132993" alt="Guido_Westerwelle" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guido_Westerwelle.jpg" width="640" height="427" /></a>Von Schadenfreude bis hin zu maßlosem Entsetzen – die Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 haben die Netzgemeinschaft zumindest stark beeindruckt. Die interessantesten Posts des Wahlabends haben wir auf <a href="http://storify.com/politikdigital/die-btw13-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Storify</a> zusammengestellt.<br />
Zwischen Fassungslosigkeit, Triumphgeschrei und Galgenhumor:  Die FDP ist raus, die CDU nah an der absoluten Mehrheit und die eurokritische AFD erhält aus dem Stand fast fünf Prozent – seit gestern um 18 Uhr ist die Netzgemeinschaft wie erwartet in Aufruhr. Laut Twitter wurden mehr als 250.000 Tweets zur Bundestagswahl 2013 versendet. Wir haben den digitalen Wahlabend auf Storify <a href="http://storify.com/politikdigital/die-btw13-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zusammengefasst</a> und die markantesten, betroffensten und lustigsten Tweets und Posts gesammelt. Hier schon mal ein erster Eindruck der Reaktionen im Netz.<br />
Im Wesentlichen lassen sich zwei Reaktionsformen ausmachen: Große Schadenfreude auf der einen und riesengroße Bestürzung auf der anderen Seite. Die FDP wird mit Spott nur so überschüttet:<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FDP_Roesler.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132960" alt="FDP_Roesler" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FDP_Roesler.jpg" width="400" height="108" /></a><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FDP_Motorrad.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132962 alignnone" alt="FDP_Motorrad" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FDP_Motorrad.jpg" width="400" height="198" /></a><br />
Die vielen Stimmen für die AFD dagegen haben an allen Fronten vor allem Fassungslosigkeit hervorgerufen. Hier überwiegt weniger der Spott, als vielmehr das Entsetzen über das vergleichsweise gute Abschneiden einer eurokritischen, in Teilen rechtspopulistischen Partei.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AFD_nichtlustig.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132963 alignnone" alt="AFD_nichtlustig" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AFD_nichtlustig.jpg" width="400" height="175" /></a><br />
Und wie fallen die Reaktionen auf den großen Gewinner des Abends aus? Zwischendurch schienen CDU/CSU sogar die absolute Mehrheit erreicht zu haben. Das sorgte bei den vielen Twitterern für wenig Begeisterung:<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bundesverwaltungsgericht.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132953 alignnone" alt="Bundesverwaltungsgericht" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bundesverwaltungsgericht.jpg" width="400" height="177" /></a><br />
Eine weitere Auffälligkeit sind die vielen Kommentare zur zukünftigen Netzpolitik. Die digitale Szene befürchtet Schlimmstes.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzpolitik.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132965 alignnone" alt="Netzpolitik" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzpolitik.jpg" width="400" height="148" /></a><br />
Und die Piraten? Sie sind – den Erwartungen entsprechend – nicht in den Bundestag eingezogen. Bei der angeschlagenen Partei überwiegt Selbstkritik und Selbsterkenntnis:<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lauer.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132966 alignnone" alt="Lauer" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lauer.jpg" width="400" height="168" /></a><br />
Im Netz scheint letztlich die Ratlosigkeit zu dominieren.  Vier Stunden nach den ersten Hochrechnungen fasst ein Twitter-User die Situation wie folgt zusammen:<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-132968 alignnone" alt="Twitter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter.jpg" width="400" height="150" /></a><br />
Lesen Sie mehr auf <a href="http://storify.com/politikdigital/die-btw13-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">storify</a>.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/farbfilmvergesser/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Thurm</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a></p>
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a>
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		<title>Talk am Wahlabend: &#034;Online-Presseclub&#034; zur #btw13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 14:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[#btw13]]></category>
		<category><![CDATA[Cicero]]></category>
		<category><![CDATA[Elefantenrunde]]></category>
		<category><![CDATA[Presseclub]]></category>
		<category><![CDATA[tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpiloten]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Diskussionen über streitbare Wahlkampfgesten, &#8220;Peerlusconi&#8220;, &#8220;Merkelraute&#8221; und Inhaltsleere, wissen wir seit dem Abend des 22. September endlich mehr: Schwarz-Gelb [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/talk-am-wahlabend-online-presseclub-zur-btw13/hangout-wahlbild/" rel="attachment wp-att-132839"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132839" alt="hangout wahlbild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hangout-wahlbild.png" width="640" height="477" /></a> Nach Diskussionen über streitbare Wahlkampfgesten, &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/italien-eklat-wissing-schmaeht-steinbrueck-als-peerlusconi-a-886001.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peerlusconi</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://politik-digital.de/merkelraute-ueber-den-spott-des-netzes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Merkelraute</a>&#8221; und Inhaltsleere, wissen wir seit dem Abend des 22. September endlich mehr: Schwarz-Gelb ist Geschichte, Angela Merkel bleibt trotzdem Kanzlerin und die AfD wird nicht in den deutschen Bundestag einziehen.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/Xo70W1965u0" title="Talk am Wahlabend: &quot;Online-Presseclub&quot; zur #btw13" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Xo70W1965u0?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Als Alternativprogramm zur Elefantenrunde im TV haben wir am <strong>Wahlabend </strong>mit KollegInnen aus der Online-Presse die Hochrechnungen kommentiert und den Wahlkampf Revue passieren lassen. Mit dabei waren:<strong> Blogger</strong> und Politikwissenschaftler Christoph Bieber, <strong>Netzpilotin</strong> und Kommunikationsberaterin Nina Galla, der stellvertretender Leiter der <strong>Tagesspiegel Online-Redaktion</strong>, Christian Tretbar und Christoph Seils, Leiter von <strong>Cicero Online</strong>. Der Geschäftsführer von politik-digital.de, Steffen Wenzel moderierte den &#8220;Online- Presseclub&#8221; zur #btw13.<br />
<a href="http://politik-digital.de/talk-am-wahlabend-online-presseclub-zur-btw13/hangout-wahlabend/" rel="attachment wp-att-132808"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132808" alt="Hangout wahlabend" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hangout-wahlabend.png" width="553" height="167" /></a><br />
<span style="text-decoration: underline">Moderator:</span><br />
Steffen Wenzel (links)<br />
<span style="text-decoration: underline">Unsere Gäste (v.l.n.r.) :</span><br />
<a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a><br />
<a href="http://www.netzpiloten.de/author/nina-galla/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nina Galla</a><br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/tretbar-christian/5978346.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Tretbar</a><br />
<a href="http://www.cicero.de/autoren/seils-christoph" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Seils</a><br />
Bild: Wikimedia/Evert F. Baumgardner<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Klingelputzen in Neukölln: Mit SPD und Grünen von Tür zu Tür</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/klingelputzen-in-neukoelln-mit-spd-und-gruenen-von-tuer-zu-tuer-132809/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 13:21:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Canvassing]]></category>
		<category><![CDATA[Haustürwahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Tür zu Tür-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Wochen ziehen Wahlkämpfer von SPD und Grünen an Türen klingelnd durch die Stadtviertel. In diesem Bundestagswahlkampf ist der Haustürwahlkampf, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Klingelschilder1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132813" alt="Klingelschilder" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Klingelschilder1.jpg" width="640" height="512" /></a>Seit Wochen ziehen Wahlkämpfer von SPD und Grünen an Türen klingelnd durch die Stadtviertel. In diesem Bundestagswahlkampf ist der Haustürwahlkampf, das sogenannte Canvassing, besonders angesagt. Wie präsentieren sich die Parteien an den Türen? Gehen sie dabei unterschiedlich vor? Und wie reagieren die Bewohner? Wir haben Wahlkämpfer beider Parteien bei Haustür-Aktionen in Berlin-Neukölln und -Schöneberg begleitet.<br />
Mehr als zwei Drittel aller Haustüren bleiben den Wahlkämpfern verschlossen. Und die Gesichter an den Türen, die sich doch öffnen, sehen oft nur mäßig begeistert aus. Von „Naja, wenn’s schnell geht“ über „Danke, aber wir denken selbst“ bis hin zu „Ach Scheiße, was soll das denn?“ fallen die Reaktionen der Hausbewohner im Schnitt doch ziemlich reserviert aus. Die Haustürwahlkämpfer der Parteien haben es nicht leicht. Das ist eine der ersten Erkenntnisse, wenn man ein solches Team einen Abend lang begleitet. Wir haben das getan, und uns in der vergangenen Woche erst der SPD Neukölln und dann den Grünen in Tempelhof-Schöneberg bei der Tür-zu-Tür-Stimmenwerbung in Berlin angeschlossen. Denn beide Parteien setzen – das ist bekannt – bei dieser Bundestagswahl verstärkt auf das sogenannte Canvassing: klingeln, auf die bevorstehende Wahl und die eigene Partei aufmerksam machen und zuhören, so lässt sich das Prinzip in aller Kürze zusammenfassen.<br />
Haustürwahlkampf bedeutet Arbeit und erfordert Durchhaltevermögen. Die Tür-zu-Tür-Aktionen finden nach Feierabend statt, damit möglichst viele Menschen zu Hause angetroffen werden. So auch vergangenen Mittwoch mit der SPD in Neukölln. Und es war nass und kalt. Im strömenden Regen von einem stickigen Wohnblock zum nächsten zu rennen und völlig durchnässt bis in den 8. Stock zu klettern um dann an jeder, aber wirklich jeder Haustür zu klingeln, ist vor allem anstrengend. Man selbst ist bereits nach drei besuchten Mietshäusern geneigt, die obersten Etagen auszulassen. Nicht so die Wahlkämpfer der SPD. Gewissenhaft, Stock für Stock und Tür für Tür, wird die geplante Route in der Neuköllner Leinestraße abgearbeitet. Und wenn kein Bewohner anzutreffen ist, wird zumindest eine Infokarte hinterlassen, mit dem Hinweis, dass die SPD vor Ort war. Zweite Beobachtung: Die Haustür-Wahlkämpfer sind hoch motiviert und vom Erfolg des Haustürwahlkampfs überzeugt. Das trifft auf die Wahlkämpfer der Grünen aus Tempelhof-Schöneberg ebenso zu. Für Frederic Carpenter von den Grünen ist Canvassing eines der wenigen Mittel, der schwindenden Wahlbeteiligung entgegenzuwirken. In erster Linie diene der Haustürwahlkampf dem Zweck, möglichst viele Menschen an die Urnen zu bringen, erklärt der Kreisgeschäftsführer der Grünen Tempelhof Schöneberg. Wenn sie dann noch für die eigene Partei stimmen, könne man schon sehr zufrieden sein.</p>
<h3>Kleine Geschenke und kurze Fragen</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD_in_Neukölln.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132814" alt="SPD_in_Neukölln" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPD_in_Neukölln.jpg" width="640" height="360" /></a><br />
Das Team der SPD,  eine junge Frau mit einem ebenso jungen Kollegen, tritt zurückhaltend auf. Bewaffnet mit Klemmbrettern, Infoblättern zur Partei und dem örtlichen Direktkandidaten, SPD-Postkarten sowie kleinen Give-Aways stellt sich das Team an jeder Tür kurz höflich vor: „Hallo, wir sind von der SPD, wir würden gerne drei kurze Fragen stellen“. Wichtig: Lächeln, Betonung auf „kurz“ und vor allem das Licht im Treppenhaus anschalten – potenzielle Wähler, die sich im Halbdunkel vor den Wahlkämpfern fürchten, wären das denkbar schlechteste Ergebnis einer solchen Aktion. Bei positiver oder zumindest neutraler Reaktion folgen die Fragen: Eine Einstellungsfrage zu einem Wahlkampfthema der SPD, eine Erhebungsfrage („Welches Thema soll die SPD nach der Wahl angehen“) und eine Mobilisierungsfrage („Gehen Sie wählen?“). Länger als drei Minuten dauern die Gespräche selten und das soll auch so sein. Niemand möchte den Bürgern auf die Nerven fallen. Deshalb führt das Team die Gespräche auch immer vor der Tür, keine einzige Wohnung wird betreten. Abschließend übergeben die Wahlkämpfer das Informationsmaterial und weisen auf den Direktkandidaten hin. Denn der Tür-zu-Tür-Wahlkampf ist auch eine Erststimmen-Kampagne.<br />
Und diese Kampagne ist gut organisiert. Die Haustüren-Aktionen stehen im Zentrum des diesjährigen Bundestagswahlkampfs der SPD und werden von der Bundes-SPD gesteuert. Insgesamt will die SPD damit rund fünf Millionen Menschen erreichen. Demensprechend ausgearbeitet ist die Strategie. Alle Haustür-Wahlkämpfer sind mit umfassenden Infos vom Willy-Brandt-Haus ausgestattet: Neben einem Gesprächsleitfaden, der sogar konkrete Begrüßungsfloskeln beinhaltet, liegt jedem Team ein Konzept vor, das Absicht und Methodik der Aktion erklärt.  Denn in diesem Ausmaß wird das Canvassing auf Bundesebene zum ersten Mal durchgeführt<br />
Während der Haustürwahlkampf in den 1970er und 1980er Jahren auch in Deutschland durchaus populär war und in ländlichen Gebieten sowie bei Kommunalwahlen noch immer praktiziert wird, zählte er insbesondere in Städten und bei Bundestagwahlkämpfen lange Zeit nicht zu den bewährten Methoden. Seit den letzten beiden Präsidentschaftswahlen in den USA jedoch, wo US-Präsident Barack Obama höchst erfolgreich auf diese Form der Mobilisierung zurückgriff, wird die alte und neue Strategie des Haustürwahlkampfs auch in Deutschland (wieder) populärer. Sowohl die SPD als auch die Grünen orientieren sich bei ihrem aktuellen Vorgehen sogar explizit an Obamas Wahlkampf – auch wenn ihnen bei Weitem nicht so viele Daten über den einzelnen Wähler zur Verfügung stehen. Und das sei auch gut so, meint die Wahlkampftruppe der SPD Neukölln. Aber natürlich klingelt auch die SPD nicht willkürlich oder zufällig an den Türen. Sie hat „Mobilisierungsviertel“ ermittelt. Das sind Viertel, in denen Bürger wohnen, die der SPD nahe stehen, aber nicht regelmäßig zur Wahl gehen. Genau diese Menschen möchte man bei SPD und Grünen erreichen. Der Haustürwahlkampf habe eine „Riesenmultiplikationswirkung“, erklärt Generalsekretärin Andrea Nahles im <a href="http://politik-digital.de/andrea-nahles-im-wahlkampftalk-von-politik-digital-de-und-cicero-online/">Interview</a>.<br />
Politiker anderer Parteien sehen das völlig anders. FPD-Generalsekretär Patrick Döring beispielsweise <a href="http://www.fdp.de/SPD-Plakate-sorgen-fuer-Spott/5013c19004i1p452/index.html">lehnt das Canvassing klar ab</a>. „Die US-Importe ‚negative campaigning‘ und Haustürwahlkampf werden von den Menschen in Deutschland nachweislich nicht gewollt“, ist Döring überzeugt. Und auch die Piraten üben sich in Zurückhaltung: „Damit wird die Privatsphäre der Bürger verletzt&#8221;, <a href="http://wahl.thueringer-allgemeine.de/web/wahl/wk193/detail/-/specific/Ah-der-Carsten-Schneider-Wahlkampf-an-der-Wohnungstuer-162257578">meint</a> zum Beispiel Wilm Schumacher, Landesvorstand der Piratenpartei in Thüringen. Deshalb wollen die Piraten keinen Haustürwahlkampf in großem Ausmaß betreiben. Die CDU lehnt das Canvassing zwar nicht ab, steht aber in puncto Organisation und Reichweite deutlich hinter SPD und Grünen zurück. Nur wenige CDU-Kandidaten gehen in ihrem Wahlkreis klingelputzen.</p>
<h3>Begeistert? Naja.</h3>
<p>Natürlich stellt sich die Frage, ob die Strategie der Wahlkämpfer Obamas so einfach auf Deutschland übertragen werden kann. Lässt die politische Kultur, vor allem in den großen Städten, solche Aktionen hierzulande überhaupt zu? Davon sind auch innerhalb der SPD nicht alle restlos überzeugt. Insbesondere bei den älteren Generationen müsse noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden, meinen die Neuköllner Wahlkämpfer von der SPD.<br />
Der Wahlkampfleiter der Abteilung SPD Hermannstraße Simon Hennke berichtet im Vorgespräch jedoch von überwiegend positiven Reaktionen der Bürger auf die unangekündigten Hausbesuche. Wenn das Konzept auf die Realität treffe, laufe das natürlich trotzdem nicht immer reibungslos ab, räumt er zwar ein. Die meisten Menschen aber seien erfreut, „superunfreundlich“ habe noch niemand reagiert. Vielleicht hat das SPD-Team eine andere Definition von „superunfreundlich“. Eine wortlos zugeknallte Tür erscheint nicht besonders freundlich, auch das kam am vergangenen Mittwoch vor. Generell aber reagierten die Menschen auf die SPD-Truppe nicht abweisend, sondern vielmehr leicht irritiert. Zwar haben einige schon von den Aktionen gehört oder sogar schon Besuch von anderen Parteien erhalten, für die meisten aber ist die Erfahrung neu. Da wird sogar gefragt, ob die Wahlkämpfer bezahlt werden – werden sie übrigens nicht. Ein Großteil derjenigen, die ihre Haustüren öffnen, lässt sich auf die Fragen ein und antwortet durchaus ernsthaft und mit politischem Vorwissen. Ein junger Mann im Trainingsanzug beispielsweise fordert eine gesamteuropäische Sozialpolitik und mehr Geld für Bildung ein. Wählen wollen laut eigener Aussage die meisten. Und jedem Einzelnen wird das Infomaterial in die Hand gedrückt, auch dann, wenn der Bewohner kein Deutsch spricht oder in Deutschland nicht wahlberechtigt ist.<br />
Direkt nach einem Feedback zu dieser Form des Wahlkampfs gefragt, antworten die meisten Menschen mit „Naja, schon okay“. Manch anderen, wie einem älteren Herrn, ist es schlicht „egal“, er freut sich eher darüber, dass da plötzlich eine junge Frau vor seiner Tür steht. Die meisten Leute zeigen sich den Aktionen der SPD  gegenüber an diesem Abend also vergleichsweise gleichgültig – über alle Altersgrenzen hinweg. So positiv und begeistert, wie Andrea Nahles ihre Erfahrungen im Interview <a href="http://politik-digital.de/andrea-nahles-im-wahlkampftalk-von-politik-digital-de-und-cicero-online/">beschreibt</a>, läuft das in Neukölln nicht ab  &#8211; schließlich hat das SPD-Team hier auch keinen Promi dabei. Trotzdem können einige wenige der Aktion etwas abgewinnen und zeigen sich über die Mühen der Partei erfreut: „Immerhin kommt mal jemand vorbei“. Und manche sind einfach froh „sich mal auskotzen zu können“.</p>
<h3>On- und offline</h3>
<p>Das SPD-Team schreibt die Reaktionen fleißig mit. Neben den angesprochenen Themen erfassen sie anonymisiert, an wie vielen Türen geklingelt wurde und wie viele davon sich tatsächlich geöffnet haben. Diese Infos gehen dann an die SPD-Parteizentrale, wo die Daten auch für spätere Wahlkämpfe ausgewertet werden sollen. All das ist Teil der groß angelegten Kampagne „Haustüren-Wahlkampf“, die schon im Frühsommer begann: mit der Schulung der Tür-Wahlkämpfer.  Und das sind einige: Allein in Neukölln waren am vergangenen Mittwoch insgesamt drei Teams à zwei Personen unterwegs und klapperten insgesamt 180 Haustüren ab. Alle sechs waren mit einer Ausnahme deutlich unter 30 Jahre alt und ziemlich begeistert von der Aktion. Das ist umso erstaunlicher, als manche von ihnen mehrmals in der Woche klingelputzen gehen. Während sie das zu Beginn Überwindung gekostet habe, überwiege mittlerweile der Spaß an der Sache, berichten sie. Gleiches gilt übrigens für die Grünen. Die SPD-Truppe geht außerdem sehr routiniert vor, von Schüchternheit ist wenig zu spüren. Nur die begleitende Journalistin kommt sich an diesem Abend wie eine Mischung aus Staubsaugervertreter und Zeuge Jehovas vor. Nach Feierabend in die Privatsphäre fremder Menschen einzudringen, um mit ihnen über Mindestlohn oder Steuern zu sprechen, ist gewöhnungsbedürftig.<br />
Und wie wurden all diese Freiwilligen geworben? Zum Beispiel über <a href="https://mitmachen.spd.de/">mitmachen.spd.de</a>, eine Online-Plattform, auf der sich jeder kostenlos registrieren kann. Das Portal wurde vor einem halben Jahr gestartet und soll es auch Nicht- Mitgliedern ermöglichen, die Partei im Wahlkampf unkompliziert und ohne große Vorbereitung zu unterstützen. Insbesondere die Organisation des Haustürwahlkampfs läuft über das Online-Portal. Außerdem werden Werbe- und Informationsmaterial, Terminlisten und Ähnliches gepostet. Für unerfahrene Wahlkämpfer gibt es den „Tür zu Tür-Wegweiser“ oder ein Video mit dem Titel „Ich packe meine Tür zu Tür-Tasche“. Mittlerweile haben sich rund 18.000 Menschen auf der Plattform angemeldet. Zwar sei das Portal verbesserungswürdig und würde bisher vor allem SPD-Mitglieder ansprechen, erzählt das Neuköllner Team. Dennoch: Die Strategie der SPD, zumindest die eigenen Leute online für den Wahlkampf zu mobilisieren, um dann gemeinsam vor den Türen um Wähler zu werben, scheint ganz gut zu funktionieren.<br />
<a href="http://politik-digital.de/klingelputzen-in-neukoelln-mit-spd-und-gruenen-von-tuer-zu-tuer/2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lesen Sie im zweiten Teil, wie die Grünen klingeln gehen &#8211; und wie die Menschen das finden.</a></p>
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		<title>Wahlkampf in 90 Sekunden &#8211; Von der Absurdität der Wahlwerbespots</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 16:27:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Wahlwerbespots gehören zum Wahlkampf wie der Appel zum Ei. Ach nein. Besser: Wie die Butter aufs Brot. Unser Autor hat sich die Wahlwerbespots der Parteien zur Bundestagswahl 2013 angeschaut. Resultat: Freude und Ärger, Persönlichkeiten und gewöhnliche Bürger, Käseräder und Ritter.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Christlich Demokratische Union (CDU)</h3>
<p>Die nach Umfragen stärkste Partei Deutschlands hat sich etwas ganz Besonderes für ihren Wahlspot ausgedacht. Wirklich? Nur ein Scherz. Wie man seit mehreren Jahren schon feststellt, besteht die CDU nach außen nur noch aus einer Person: Angela Merkel. Deswegen wurde die Kanzlerin auch hautnah (durch Close-ups ist man unangenehme zwei Zentimeter entfernt) gezeigt. Die Macher wollen “unsere” Angie sympathisch rüberbringen, es eben auf die persönliche Schiene versuchen. Das Motto “Gemeinsam schaffen wir das” klingt aber eher nach “Ich schaffe das!” (für euch oder mich?)<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=Mk06yfbXQYg" title="TV-Spot der CDU Deutschlands zur Bundestagswahl" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Mk06yfbXQYg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD)</h3>
<p>Das „Wir“ entscheidet. Nein, Steinbrück hat wegen der schlechten Presse seinen Namen (noch) nicht in „Wir“ geändert. Gemeint ist das Volk. Deshalb steht auch das Volk im Werbespot am Rednerpult. Etwas glaubwürdiger als bei der AfD wollen die Protagonisten aber eigentlich nur gut 80 Sekunden von dem Mann klauen, den wir im Wahlkampf lieben gelernt haben: Peer „#Stinkefinger“ Steinbrück. Zehn Sekunden für ein Halleluja.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=n_VBj__W5-Q" title="Der SPD TV-Spot &quot;Rednerpult des Volkes&quot; zur Bundestagswahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n_VBj__W5-Q?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Bündnis90/Die Grünen</h3>
<p>Auf ein Duett setzen die Grünen mit ihren Spitzenkandidaten Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt. Marianne &amp; Michael für die Kernthemen Umweltschutz, Energie- und Familienpolitik. Dabei rollt die Spitzenkandidatin ein übergroßes „Und Du?“-Rad (oder ist es doch ein von Grünschimmel befallenes Käserad) durch den Berliner Tiergarten. Erinnert ein wenig an das Gloucester Cheese Roll Festival, bei dem betrunkene Briten einem Stück Käse hinterher fallen. Eines müssen mir die Grünen aber noch erklären: Warum stehen pinkelnde Säue für artgerechte Tierhaltung?<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=NwOcVbGn7Qs" title="Grüner TV Spot zur Wahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/NwOcVbGn7Qs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Freie Demokratische Partei (FDP)</h3>
<p>Vor einigen Monaten noch eine der unbeliebtesten Parteien, erholen sich die Liberalen pünktlich zur Bundestagswahl 2013. Der Wahlwerbespot dürfte aber kaum dafür verantwortlich sein. Mit Klaviermusik, glücklichen Familien, freudestrahlenden Arbeitnehmern (nein nicht Arbeitgebern) und vor allem (!) einem Kaffee trinkenden und Butterbrot schmierenden Rainer Brüderle stilecht in einer Bäckerei (Vorsicht: Lobbyarbeit der Bäckerinnung) geht die FDP auf Stimmenfang. Nur leider hat sich die FDP bei demselben Bildmaterial bedient wie die NPD (siehe <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlspot-mit-bruederle-fdp-nutzt-dasselbe-bildmaterial-wie-npd-a-918900.html">Spiegel-Wahlblog vom 27.08.</a>). Ich sage aber: Dumm gelaufen ist besser als blöd gestanden!<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=IQQ5nREaJWs" title="FDP Wahlspot 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/IQQ5nREaJWs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Die Linke</h3>
<p>Glücklich scheint bei der Linken niemand zu sein – auch nicht die Bürger, die im Wahlwerbespot vorkommen. Wie auch? Sie können nicht mal ihren Gedankengang zu Ende führen. Zerknüllt, geknebelt oder terrorisiert von ferngelenkten Spielzeugautos – man hat es augenscheinlich nicht leicht in der Opposition und als Anhänger der Linken. Deswegen greift man zum altbewährten Ritterhelm (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RLyZ6wEdzkA">soll ja wieder in Mode kommen</a>), um sein frustriertes Gesicht nicht mehr zeigen zu müssen.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=4ZvhIyIK8OQ" title="DIE LINKE: TV-Spot zur Bundestagswahl" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/4ZvhIyIK8OQ?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Alternative für Deutschland (AfD)</h3>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=l3IJGtrEe9E">“Bist du pro, bin ich anti – bist du anti, bin ich pro”</a>– die Anti-Euro-Partei AfD möchte eine Alternative zu den großen Parteien darstellen. Geführt vom unantastbaren Prof. Bernd Lucke (und einem Logo, das sehr stark an einen Sportbekleidungshersteller erinnert), zeigt die AfD in ihrem Wahlwerbespot aufgebrachte Bürger, die leider eher wie „Schauspieler“ aus „Berlin Tag und Nacht“ wirken. Schade eigentlich, gibt es doch bestimmt (echte) Bürger, die ihre Meinung zum Euro „für umme“ äußern würden.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=6GemKdWc2kg" title="Alternative für Deutschland (AfD): TV-Wahlwerbespot" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/6GemKdWc2kg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Piratenpartei</h3>
<p>Deutschland. Unendliche Weiten (bis zu den Staatsgrenzen). Wir schreiben das Jahr 2013. Dies sind die Abenteuer der Piratenpartei, die mit ihrer Besatzung seit sieben Jahren unterwegs ist, um der Politik neue Welten zu offenbaren und erstmals in den Bundestag einzuziehen. Viele Lichtjahre von der deutschen Politik entfernt, dringt die Piratenpartei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat (Ok, das ist gelogen. Irgendjemand hat das #Neuland ja erfunden). Und hier liegt auch das Problem: Die viel umjubelten Piraten sind auf den Offline-Planeten abgestürzt. Der Wahlwerbespot im Stile der Linken kann dabei auch nicht überzeugen. Einstürzende Menschenpyramiden, grimmig schauende Lehrerinnen, deprimierte Kleinbauern – „Klarmachen zum Ändern“ heißt die nicht glaubhafte Devise. Im Weltraum der Wählergunst ist keine Luft zum Überleben. Sollte der verbleibende Sauerstoff der Partei bald ausgehen?<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=d5dMwpfDCTM" title="Piratenpartei Wahlwerbespot Bundestagswahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/d5dMwpfDCTM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Bilder: m.p.3. via flickr, Rainer Sturm via pixelio.de</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>OskarX macht mobil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 10:51:16 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[DU HAST DIE MACHT ist eine Initiative zur politischen Bildung junger Menschen und will beweisen, dass Politik auch sexy sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Oskar_X1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132676" alt="Oskar_X" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Oskar_X1.jpg" width="640" height="427" /></a>DU HAST DIE MACHT ist eine Initiative zur politischen Bildung junger Menschen und will beweisen, dass Politik auch sexy sein kann. Gefördert wird das Projekt von der Robert-Bosch-Stiftung, umgesetzt wird es von der UFA GmbH. Ein Interview mit der Projektleiterin Anna Mauersberger über Jungwähler, die Begeisterung für Politik und das neue Format „Fix OskarX“.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Was macht Ihr auf <a href="http://www.duhastdiemacht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;DU HAST DIE MACHT&#8221;</a>?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: DU HAST DIE MACHT hat den Auftrag, „politikferne Jugendliche“ anzusprechen, so heißt es im wissenschaftlichen Jargon. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es diese politikfernen Jugendlichen überhaupt gibt. Das sind Jugendliche, die von sich sagen, überhaupt kein politisches Interesse zu haben. Aber meist muss man da nur mal so ein bisschen kratzen, um zu merken, dass es sehr wohl ein politisches Interesse gibt. Nur von politischen Institutionen und Parteien wenden sich junge Menschen oft ab. Diese Gruppen will DHDM erreichen.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Welche Altersgruppen wollt ihr ansprechen?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Vor allem die Altersgruppen von 14 bis 23 Jahren, zur Bundestagswahl aber sicherlich auch ältere Menschen. Wir wollen all diejenigen erreichen, die vielleicht nicht soviel Lust auf Politik haben und Politik bei uns anders, mit bewegten Bildformaten oder aus künstlerischer Perspektive, erleben können.<br />
<strong>politik-digital.d</strong>e: Seit gut zwei Wochen ist das Live-Doku-Quiz zur Bundestagswahl <a href="http://www.fix-oskarx.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Fix OskarX“</a> online. Kannst Du in zwei bis drei Sätzen erklären, was OskarX macht?<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"> Anna Mauersberger studierte Politikwissenschaften in Bayreuth, Lille und Grenoble, schrieb für die GEO, die taz, den Kölner Stadt-Anzeiger und die Internationale Politik und produzierte im Auftrag des ZDF die dreiteilige Dokumentation „Macht der Wunder“. Seit 2012 leitet sie im Auftrag der UFA GmbH und der Robert Bosch Stiftung das Projekt DU HAST DIE MACHT, das im Frühjahr 2013 mit dem Civis Online Preis für Integration und dem 3. Publikumsplatz beim Grimme Online Award bedacht wurde.</div></div><br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Der Android OskarX hat im Prinzip drei Aufträge. Zum einen soll er auf die Wahl aufmerksam machen und eine Art Countdown sein, um den Menschen zu sagen „Hey, wir bewegen uns auf ein spannendes Datum zu. Mit mir könnt ihr zur Wahl gehen und dabei Spaß haben“.<br />
OskarX hat aber auch die Mission, Bildungsarbeit zu leisten. Auf fix-oskarx.de kann man zehn Tage lang Rätsel zu den wichtigsten Wahlkampfthemen lösen, wir haben aus dem Netz viel Hintergrundinformationen zu den Rätselthemen verlinkt, die man mindestens grob überfliegen muss, um das Lösungswort zu finden. Außerdem stellen wir dar, wie die wichtigsten Parteien zu den jeweiligen Themen stehen. Und OskarX führt mit vielen Politikerinnen und Politikern YouTube-Interviews  über ihre Programme.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Habt ihr das vorher in einer Fokusgruppe getestet?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Wir haben einen eigenen Jugendbeirat, der aus zehn Leuten in unserer Zielgruppe besteht. Mit denen gehen wir alle Formate durch, die wir entwickeln, und fragen sie nach ihrer Meinung.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Welches Budget habt Ihr für das Projekt?<br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AnnaMauersberger.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-132683" alt="AnnaMauersberger" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AnnaMauersberger.jpg" width="120" height="112" /></a>Anna Mauersberger</strong>: Das Programmieren des Quiz’ war am kostenintensivsten. Den Rest haben wir im Prinzip im Team gemahct, das aus zehn Personen besteht. Wir haben z.B. alle in der Rahmenstory mitgespielt oder unsere WGs dafür hergegeben. Und der Protagonist OskarX dreht sich bei Interviews mit einer Snorricam selbst. Das ist eine Kamera, die er um den Bauch trägt und auf sich selbst richtet, das sieht ziemlich funky aus. Das kostet zwar nur wenig Geld, dafür muss man aber viel organisieren&#8230;<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Mittlerweile hat OskarX mit einigen Politikern Interviews geführt. Welche Erfahrungen habt Ihr bisher gemacht?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Sehr gute. Vor allem bei schwierigen Interviews im Wahlkampf mit Politikern, die sonst nur Parteiprogramme und Zahlen runterbeten. Was bei OskarX super funktioniert, ist, dass er die Politiker mit seinem silbernen Kostüm und seiner Kamera verunsichert. Zudem muss man sich für die Interviews wegen der Bauchkamera eng zusammenstellen, und das finden nicht alle Politiker so angenehm. Sie werden dabei ein wenig aus dem üblichen Konzept gebracht. Wir haben festgestellt, dass die meisten Politiker am Anfang eine Weile brauchen, um sich zu fangen, und gerade dann ziemlich lustige Sachen sagen.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Politiker wollen natürlich junge Zielgruppen erreichen. Kommt das denn in der Zielgruppe an, wenn sich Politiker bei solchen Aktionen einen jugendlichen Anstrich geben?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Jugendliche sind sehr unterschiedlich. Erwachsene haben oft das Bild des „einen Jugendlichen“, den gibt es natürlich nicht. Viele Jugendliche eint aber der Eindruck: „Die da oben interessieren sich nicht für uns“. Deswegen sind viele von ihnen dankbar, dass sich Politiker für so eine Art von Gespräch Zeit nehmen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Was sagst Du zu dem Vorwurf, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene immer mehr zurücklehnen, um sich – ganz passiv – von der <a href="https://www.facebook.com/57541544534/posts/159764344229655">Politik informieren zu lassen</a>? Ist es nicht Aufgabe eines jeden Bürgers, sich selbst zu informieren?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Ich sehe diese Haltung auch. Aber die Sache stellt sich meines Erachtens komplexer dar. Die Jugendlichen sind nicht daran schuld, sie sind in einer ganz anderen Welt aufgewachsen als die meisten Erwachsenen, mit einem völlig anderen Konsumverhalten. Viele<ins cite="mailto:Steffen%20Wenzel" datetime="2013-09-16T16:26"> </ins>haben zu wenig den kompetenten Umgang mit Medien vermittelt bekommen, um sich die richtigen Sachen im Netz herauszusuchen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Jugendliche nur dann mit politischen Themen in Berührung kommen, wenn sie beim Einloggen in ihr E-Mail-Postfach einen Link angeboten bekommen oder wenn sie zufällig einen Post auf Facebook sehen. Jugendliche suchen selbst nicht aktiv nach Webseiten. Die Verfehlung liegt wenigerbei den Jugendlichen, sondern auch bei Eltern, Lehrern und Politikern. In diesem Zusammenhang ist übrigens auch die Studie<a href="http://www.sprichst-du-politik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Sprichst du Politik“</a> sehr interessant, die zu dem Schluss kam, dass es vor allem an der Sprache der Politiker liegt, dass sich Jugendliche nicht für Politik interessieren.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Noch mal zurück zu OskarX. Er soll ja besonders die Zielgruppe der Jungwähler motivieren, aber auch Inhalte und Unterschiede zwischen den Positionen der Parteien deutlich machen. Das geschieht teilweise auf eine sehr aufdringliche Art und Weise. Habt Ihr da mit Absicht ein bisschen dick aufgetragen, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Ja, das kann sein, dass es bei manchen so ankommt. Alles, was wir machen, ist neu und immer ein Experiment. Bei OskarX ist es sicher eine Geschmacksfrage, ob man ihn mag oder penetrant findet. Aber wir haben zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen festgestellt, dass es super ist, das er so auffällt. Denn die Leute gehen auf ihn zu und sprechen mit ihm über Politik – und genau das wollen wir ja. In dieser kurzen Zeit, die wir bis zur Wahl haben, müssen wir möglichst viele junge Leute erreichen. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, eine so schrille Figur zu entwickeln, die im Gedächtnis bleibt. Egal, ob du sie gut findest oder nicht, wichtig ist, dass wir polarisieren. Wenn wir 30 Dislikes oder fiese Kommentare bekommen, ist das auch okay; dann kann man wenigstens darüber diskutieren.<br />
<strong>politik-digital.de</strong>: Es sind jetzt nur noch wenige Tage bis zur Wahl. Was kann man da eigentlich noch machen?<br />
<strong>Anna Mauersberger</strong>: Wahrscheinlich ist jetzt für alle die wichtigste Phase. In der letzten Woche ist unser Quiz online gegangen. Es gibt seitdem jeden Tag bis zum 22. September ein Rätsel und ein Bonusrätsel zu lösen. OskarX wird weiter unterwegs sein und Politiker interviewen, an Hangouts teilnehmen, und man kann ihn in seinem Wohnwagen besuchen, in dem er lebt. Das Wohnmobil steht im Moment vor dem Betahaus in Berlin-Kreuzberg – wir machen also im wahrsten Sinne des Wortes mobil!<br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.duhastdiemacht.de/presse/12-fix-oskarx-das-online-quest-zur-bundestagswahl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Du hast die Macht, </a>Anna Mauersberger<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Countdown zur #btw13: Wahlkampftalk mit den Partei &#8211; Jugendorganisationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 15:19:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Linksjugend]]></category>
		<category><![CDATA[#btw13]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne Jugend]]></category>
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					<description><![CDATA[Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl 2013. Der Countdown läuft. Für uns Grund genug, um ein letztes Mal die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/experimentierfeld-enquete/neue-medien-vor-dem-reichstag/" rel="attachment wp-att-120646"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-120646" alt="Bild &quot;Neue Medien vor dem Reichstag&quot;" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Artikelbild_Bundestag_Enquete.jpg" width="621" height="414" /></a>Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl 2013. Der Countdown läuft. Für uns Grund genug, um ein letztes Mal die Stimmung aus den politischen Lagern einzufangen. Im letzten &#8220;Wahlkampftalk&#8221; von politik-digital.de und Cicero-Online haben wir daher die Vertreter der Partei-Jugendorganisationen zu Wort kommen lassen.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/BSXqcezCNb4" title="Countdown zur #btw13: Wahlkampftalk mit den Partei -- Jugendorganisationen" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/BSXqcezCNb4?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Am <strong>18. September um 19 Uhr</strong> waren fünf Bundesvorstandsmitglieder der Partei-Jugendorganisationen zu Gast im Google-Hangout von Cicero-Online und politik-digital.de. Gemeinsam mit unseren Moderatoren <strong>Steffen Wenzel</strong>, Geschäftsführer von politik-digital.de und <strong>Petra Sorge</strong>, Redakteurin von Cicero Online, zogen die Nachwuchspolitiker Resümee und diskutierten die wichtigsten Themen kurz vor der Wahl.<br />
<a href="http://politik-digital.de/countdown-zur-btw13-wahlkampftalk-mit-den-partei-jugendorganisationen/hangout-jugend/" rel="attachment wp-att-132612"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132612" alt="Hangout Jugend" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hangout-Jugend.png" width="603" height="121" /></a><br />
<span style="text-decoration: underline">Unsere Gäste (v.l.n.r.) :</span><br />
<a href="http://www.gruene-jugend.de/personen/jensparker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jens Parker</a>, Bundessprecher der Grünen Jugend                                                                     <a href="http://www.julis.de/wir-julis/bundesvorstand/mitglieder.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lasse Roth</a>, Beisitzer Bundesvorstand Junge Liberale<br />
<a href="http://www.ansgar-focke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ansgar Focke</a>, MdL und Schatzmeister Junge Union                                                                     <a href="http://www.jusos.de/julian-zado-stellv-bundesvorsitzender" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julian Zado</a>, stellv. Bundesvorsitzender Jusos<br />
<a href="http://www.linksjugend-solid.de/positionen/pressemitteilungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Malte Fiedler</a>, Bundessprecher der Linksjugend solid<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/steffen-wenzel/" rel="attachment wp-att-130720"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130720" alt="Steffen Wenzel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Steffen-Wenzel.jpg" width="96" height="145" /></a><a href="http://politik-digital.de/countdown-zur-btw13-wahlkampftalk-mit-den-partei-jugendorganisationen/portraet_sorge/" rel="attachment wp-att-132630"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132630" alt="portraet_sorge" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/portraet_sorge.jpg" width="102" height="145" /></a><br />
<span style="text-decoration: underline">Moderatoren:</span><br />
Steffen Wenzel, Geschäftsführer politik-digital.de                                                                          <a href="http://www.google.de/imgres?q=cicero+petra+sorge&amp;um=1&amp;sa=N&amp;biw=1280&amp;bih=911&amp;hl=de&amp;tbm=isch&amp;tbnid=p89cgNbNXthyWM:&amp;imgrefurl=http://www.cicero.de/autoren/sorge-petra&amp;docid=sjmTqmhIYXApqM&amp;imgurl=http://www.cicero.de/sites/default/files/styles/autor/public/portraet_sorge.jpg%253Fitok%253DMR9hALSY&amp;w=98&amp;h=139&amp;ei=3ygzUqqhH6Gu4ATMlYDQCA&amp;zoom=1&amp;iact=rc&amp;dur=262&amp;page=1&amp;tbnh=111&amp;tbnw=78&amp;start=0&amp;ndsp=37&amp;ved=1t:429,r:0,s:0,i:82&amp;tx=31&amp;ty=52" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petra Sorge</a>, Redakteurin Cicero Online<br />
&nbsp;<br />
Bild: Deutscher Bundestag/Arndt Oehmichen<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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