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	<title>Der Vatikan im Netz &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Der Vatikan im Netz &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Beten, beichten, surfen &#8211; Das Internet als Weg zu Gott</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Beichte]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Chatten mit dem Papst, Multimedia-Predigt aus dem PC, Online-Beichte und virtuelle Pilgerfahrten - ist das die Kirche der Zukunft? Vieles davon ist bereits Realität, auch wenn die Internetseiten des 
                              Vatikan doch eher informativ als interaktiv sind. Die Positionen zu Kirche &#38; Internet sind gespalten: belächelt oder abgelehnt auf der einen Seite, mit Begeisterung umgesetzt und genutzt auf der anderen. Allerdings "stellt sich für die Kirche nicht die Frage, ob sie sich damit auseinandersetzen will, sondern nur wie".
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              <strong>Chatten mit dem Papst, Multimedia-Predigt aus dem PC, Online-Beichte und virtuelle Pilgerfahrten &#8211; ist das die Kirche der Zukunft? Vieles davon ist bereits Realität, auch wenn die Internetseiten des<br />
                              <a href="http://www.vatican.va" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vatikan</a> doch eher informativ als interaktiv sind. Die Positionen zu Kirche &amp; Internet sind gespalten: belächelt oder abgelehnt auf der einen Seite, mit Begeisterung umgesetzt und genutzt auf der anderen. Allerdings &#8220;stellt sich für die Kirche nicht die Frage, ob sie sich damit auseinandersetzen will, sondern nur wie&#8221;.</strong>
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Angefangen bei den großen Webauftritten der<br />
                            <a href="http://www.ekd.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">evangelischen</a> und<br />
                            <a href="http://www.katholische-kirche.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">katholischen</a> Kirche über einzelne Gemeinden, Klöster und verschiedene Glaubensrichtungen bis hin zu Seelsorgeportalen, Datenbanken und Bildungsangeboten wird alles geboten, was das religiöse Herz begehrt. Spezielle christliche Suchmaschinen erleichtern das Auffinden der gewünschten Informationen, und wer etwas weiter ausschweifen möchte, kann sogar auf eine<br />
                            <a href="http://www.weltreligionen.de/religion_liste.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Linksammlung Weltreligion</a> zurückgreifen. Doch wird die Umsetzung dem gerecht, was die Kirchen vermitteln wollen? Oder ist der Internet-Auftritt doch nur ein &#8220;Muss&#8221;, das notgedrungen umgesetzt wird, weil man ohne einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist?</p>
<p>So viele Webseiten es zu dem Thema gibt, so viele Antworten lassen sich wohl auch auf diese Frage finden. Allerdings spielt bei den &#8220;großen&#8221; Kirchen auch noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: Die riesige Kommunikationsplattform Internet bietet allerlei Sekten und pseudoreligiösen Scharlatanen ein weites Aktionsfeld, auf dem vor allem junge Leute angesprochen und umworben werden. Dem möchte die Kirche mit einem eigenen Internetauftritt etwas entgegensetzen. Ob sie damit jedoch diese Zielgruppe erreicht, hängt sehr vom individuellen Auftritt ab.</p>
<p>Ein Blick auf die Internetseiten der katholischen Kirche vermittelt den Eindruck, dass eher ein gesetzteres Publikum angesprochen werden soll. Reich an aktuellen Berichten, Hintergrundinformationen und seriösen Diskussionsforen, lassen die Seiten jedoch das Lebenslustige vermissen, den etwas entspannteren Auftritt, der die Jugend eher ansprechen würde. Da ist &#8211; wen wurdert&#8217;s &#8211; die evangelische Kirche kompromissbereiter: sie bietet sowohl fundierte Informationen als auch Spaß. Bei<br />
                            <a href="http://www.ekd.de/jesus_fragen/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Jesus fr@gen&#8221;</a>, im<br />
                            <a href="http://www.ekd.de/paulus/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paulus Online Spiel</a>, beim<br />
                            <a href="http://www.ekd.de/salomo/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Salomo Quiz</a> und ähnlichen Angeboten kann man sich spielenderweise vergnügen, etwas dazulernen und manchmal auch Preise gewinnen. Andere Anbieter haben noch kreativere Ansätze, so kann z.B., wer sich keine Blasen an den Füßen holen möchte, auf eine<br />
                            <a href="http://old.fatima.org/german/gfatima.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">virtuelle Pilgerreise</a> gehen.</p>
<p>Auch an interaktiven Angeboten mangelt es nicht: Auf allen größeren Portalen und vielen kleineren Webseiten bieten Diskussionforen die Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Themen, die die Kirchenwelt oder die Gemeindemitglieder bewegen. Im<br />
                            <a href="http://www.bibelchat.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibelchat</a> tauscht man sich nicht nur über Neues und Altes Testament aus, sondern auch über Glaube und Unglaube, Enttäuschungen und Hoffnungen und alles, was die Chatteilnehmer persönlich bewegt. Wer sich ernsthaft mit dem Bibelstudium auseinandersetzen möchte oder in Ermangelung eines eigenen Exemplars &#8211; z.B. auf Reisen &#8211; Ersatz sucht, kann auch dies über das Netz abrufen. Eine<br />
                            <a href="http://alt.bibelwerk.de/bibel/?kbw_ID=43292340&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift</a>, Bibelstudium mit<br />
                            <a href="http://bibel.cid.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibel online</a> und kostenlose<br />
                            <a href="http://www.stimme-der-hoffnung.de/ibsi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibelfernkurse</a> sind nur eine kleine Auswahl solcher Angebote.</p>
<p>Ein wesentliches Element im Netzauftritt der Kirchen ist der seelsorgerische Bereich. Auch hier ist umstritten, ob das Internet das leisten kann, was die Seelsorger in der Regel im persönlichen Kontakt vermitteln. Der Soziologe und frühere evangelische Pfarrer, Professor Reimer Gronemeyer von der Universität Gießen,<br />
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/jk-23.01.01-001/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">warnte</a> noch Anfang des Jahres 2001 vor der &#8220;Entkörperlichung&#8221; gerade im seelsorgerischen Bereich. Die große Zahl an virtuellen seelsorgerischen Angeboten scheint allerdings zu belegen, dass auch hierfür Bedarf besteht.</p>
<p>Anonymität wird in der Online-Seelsorge zu festen Terminen über einen geschlossenen Chat geboten, in dem der User mit dem Seelsorger für einen festgelegte Zeit im Chatraum alleine ist. Es ist allerdings auch möglich, sich per Email beraten zu lassen oder in einem offenen Chat mit anderen zu diskutieren. Wem ^das nicht zusagt, der kann sich auch dem internationalen ökumenische Seelsorge-Team der<br />
                            <a href="http://www.seelsorge.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet-Seelsorge</a> oder der<br />
                            <a href="http://www.telefonseelsorge.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telefonseelsorge</a> anvertrauen. Katholiken, die sich von ihren Sünden befreien möchten, können auch dies über das Netz tun: die<br />
                            <a href="http://www.beichte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Beichte</a> offeriert nicht nur &#8220;innere Einkehr auf dem Computer&#8221;, sondern bietet auch autentisches Beichtstuhl-Feeling. Allederings handelt es sich dabei um ein Fake.</p>
<p>Für den Weg ins Netz bedarf es nicht unbedingt göttlicher Eingebung &#8211; kirchliche Gemeinden und christliche Einrichtungen können auf zahlreiche Hilfsangebote zurückgreifen. Wie man seine Kirchengemeinde ins Internet bringen kann und was dabei zu beachten ist, läßt sich in Tutorien erlernen, z.B. bei<br />
                            <a href="http://www.kirche-internet.de/index.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Kirchliche Präsenz im Internet&#8221;</a> oder bei<br />
                            <a href="http://www.kirche-ans-netz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Kirche @ns Netz&#8221;</a>. Als Provider mit zusätzlichen Serviceleistungen bietet sich der<br />
                            <a href="http://www.cid.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christliche Internet Dienst</a> an.</p>
<p>Offensichtlich betrachten die Kirchen schon lange den Internet-Auftritt nicht mehr als als &#8220;lästiges Muss&#8221;. Sie haben die vielfältigen Möglichkeiten des World Wide Web für sich entdeckt und erkannt, dass sie mit entsprechendem Einsatz und Phantasie hier auch Menschen ansprechen können, die zum Besuch im Gottesdienst nicht mehr zu bewegen sind. Dass dies nicht bedeutet, dass die aktive Gemeindearbeit mit persönlicher Zuwendung aufgegeben wird, ist dabei selbstverständlich. Der Schritt in die vernetzte Gesellschaft zeigt, dass sich die Kirchen von ihrem Image als &#8220;überholte, unzeitgemäße Institutionen&#8221; befreien wollten. Es scheint zu gelingen.</p>
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		<title>Kircheneintritt online</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/der-vatikan-im-netz/netzkulturdossier_kirch_eintritt050407-shtml-2771/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Führt der Weg heim in den Schoß der Kirche künftig über das Internet? Auszuschließen ist es nicht, dachten sich die deutschen Bistümer und richteten im Sommer 2004 das Pilotprojekt 
                              „kircheneintrittsstelle.de“ ein.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              <strong>Führt der Weg heim in den Schoß der Kirche künftig über das Internet? Auszuschließen ist es nicht, dachten sich die deutschen Bistümer und richteten im Sommer 2004 das Pilotprojekt<br />
                              <a href="http://www.kircheneintrittsstelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„kircheneintrittsstelle.de“</a> ein.</strong>
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Der Vorsatz für das Portal ist deutlich: „Vorrangiges Ziel ist die Herstellung einer unkomplizierten Schnittstelle zwischen Menschen, die Interesse an der katholischen Kirche haben, und Mitarbeiter/innen der Kirche in der Nähe des Wohnortes dieser Menschen,“ erläutert Matthias Heidemann, Pastoralreferent des Bistums Osnabrück. Nur die kurzen Hinweise zu Anlässen und Motiven, aber auch die Auskünfte dazu, wie der (Wieder-)Eintritt eigentlich funktioniert, vermögen wahrhaft Interessierte kaum zu überzeugen.</p>
<p class="tidy-3">Im Zentrum der Seite steht deshalb die Suche nach Ansprechpartnern. „Vielfach suchen Menschen, die ein Interesse an einem Wiedereintritt<br />
                            <img decoding="async" height="144" src="kircheneintritt.jpg" width="200" align="left" alt="" />haben, mit ihren Fragen nicht als erstes den Pfarrer in ihrem Ort auf, sondern verschaffen sich zunächst per eMail Informationen, bevor sie aus der Anonymität heraustreten.“</p>
<p>Mit Hilfe der Postleitzahl soll so der nächstgelegene Ansprechpartner gefunden werden. Eine an sich gute Idee, die jedoch durch den Pilotcharakter des Projekts derzeit nur sehr eingeschränkt funktioniert. Momentan ist die Ausbeute noch mager, denn „Nach einer Projektvorlage sind die soziologisch unterschiedlichen Räume der Metropole (Berlin) mit dem weitgehend ländlich strukturierten Bistum Osnabrück in die Pilotphase genommen worden“ erklärt der Pastoralreferent. „Die ‚Glaubensinformation der Jesuiten’ in München ist im Herbst 2004 als süddeutsche Adresse in den Postleitzahlensucher hinzugekommen. Wer hier nicht fündig wird, muss die Auskünfte weiterhin per eMail erfragen.</p>
<p>Durch die Arbeit in diesen Modellregionen sollten zunächst Erkenntnisse für eine angestrebte mögliche bundesweite Ausdehnung des Projektes gewonnen werden.“ Den Anstoß zur Einrichtung des Portals habe die Zahl der Wiedereintritte in die katholische Kirche gegeben, die sich von 1990 bis 2002 nahezu verdoppelt habe.</p>
<p>Eine Erfolgsprüfung konnte bislang noch nicht durchgeführt werden, denn durch das eingeschränkte Budget in der Startphase musste auf eine Logfile-Analyse verzichtet werden. Dies solle sich jedoch in der anstehenden Ausbauphase ändern, so Heidemann. Verwertbares Feedback gibt es bisher vornehmlich von Kirchen und Gemeinden, die noch nicht an das Portal angeschlossen sind. Heidemann ist überzeugt davon, dass vor allem die wissenschaftliche Fundierung, die das Projekt über die Betreuung durch Prof. Erich Garhammer (Lehrstuhl für Pastoraltheologie) von der Uni Würzburg erfährt, ihm die Arbeit erleichtert und auch die Chancen erhöht, das Projekt deutschlandweit durchzusetzen.</p>
<p>Wesentlich sei aber auch, den gesellschaftlichen Wandel innerhalb der kirchlichen Strukturen nachzuvollziehen. Insbesondere für Wiedereintritte und Konversionen müssten fachbezogene Strukturen geschaffen werden, um Interessenten nicht wieder zu verlieren. Heidemann wird lebhaft, wenn er solche Szenarien schildert: „Wenn eine Investmentbankerin Interesse am Eintritt in die katholische Kirche hat und einen Ansprechpartner sucht, lässt sie sich nicht mehr einfach mit einem Termin in zwei Wochen abspeisen. Eine schnelle Reaktion und Professionalität im Umgang ist das, was auch wir in diesen Fällen bieten müssen.“ Die ersten Schritte in diese Richtung werden bereits getan.</p>
<p>Bleibt noch, den Ausbau den Projektes voranzutreiben. Wie die Ausweitung des Portals aussehen soll und wann es dazu kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Dazu müssen die einzelnen Bistümer davon überzeugt werden, dass ein gemeinschaftliches Vorgehen allen nützt. Den Bistümern ebenso wie den Interessenten, die nicht verschiedene Angebote auf das für sie geeignete durchforsten wollen, sondern eine zentrale Anlaufstelle suchen.</p>
<p>Die evangelische Kirche macht das Gegenteil vor: Nahezu alle Landeskirchen und Gemeinden führen eigene Hinweise zum (Wieder-)Eintritt auf ihren Homepages. Bei der Google-Suche findet man zu den Stichworten Kircheneintritt und evangelisch mehr als 12.000 Ergebnisse. Gebündelte Informationen sucht man hier jedoch vergeblich – selbst unter der URL www.kircheneintritt.de sind die Informationen und Kontaktdaten auf die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche beschränkt. Hier besteht deutlicher Nachbesserungsbedarf.</p>
<p>Menschen, die aus der Kirche austreten möchten, finden ebenfalls – zwar mit Bedauern, aber dennoch – auf vielen Gemeindeseiten der evangelischen Kirche Erläuterungen zum Vorgehen. Von der katholische Kirche werden sie derzeit noch nicht versorgt, doch die Anregung ist gegeben: „Ein guter Hinweis!“ meint Matthias Heidemann.</p>
<p class="fett">
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			</item>
		<item>
		<title>Papst-Kritik an Internet-Sex und Digital Divide</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/der-vatikan-im-netz/netzkulturdossier_positionspapier050401-shtml-2907/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Paul II.]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
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					<description><![CDATA[Kritik an der Vormachtstellung westlicher Werte im Internet - ausgerechnet der Vatikan forderte in drei Thesenpapieren eine gerechtere Welt im Netz -und warnt vor Sex, Seelenfängern und Hasspredigern. Dokumentation der Texte des "Päpstlichen Rats für die Sozialen Kommunikationsmittel".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Kritik an der Vormachtstellung westlicher Werte im Internet &#8211; ausgerechnet der Vatikan forderte in drei Thesenpapieren eine gerechtere Welt im Netz -und warnt vor Sex, Seelenfängern und Hasspredigern. Dokumentation der Texte des &#8220;Päpstlichen Rats für die Sozialen Kommunikationsmittel&#8221;.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Der Papst über die schnelle Entwicklung der Technologie im Bereich der Medien (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_Die_schnelle_Entwicklung_050401.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF-Dokument</a>, 236 KB)</p>
<p>Der Päpstliche Rat für die sozialen pKommunikationsmittel zum Thema &#8220;Kirche und Internet&#8221; (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_Kirche_und_Internet_050401.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF-Dokument</a>, 64 KB)</p>
<p>Der Päpstliche Rat für die sozialen Kommunikationsmittel zum Thema &#8220;Ethik in der sozialen Kommunikation&#8221; (<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_Ethik_in_der_sozialen_Kommunikation_050401.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF-Dokument</a>, 116 KB)</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Das Internet ist einfach eine schöne Möglichkeit für uns, Präsenz zu zeigen.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/der-vatikan-im-netz/das_internet_ist_einfach_eine_schoene_moeglichkeit_fuer_uns_praesenz_zu_zeigen-559/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Josefa Harter]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Hegne]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Entrücktes Leben in aller Abgeschiedenheit, fern von allen weltlichen Einflüssen 
- das ist die Vorstellung, die gemeinhin vom Leben der Brüder und Schwestern 
im Kloster vorherrscht. Doch <a href="http://www.orden-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orden 
online</a> und <a href="http://www.orden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orden.de</a> belehren 
eines Besseren: Das Gros der deutschen Ordensgemeinschaften nutzt das Internet 
als modernes Kommunikationsmittel. Wie das ins Klosterleben passt, wie Ordensschwestern 
den Weg ins Internet finden und was dabei herauskommt, erzählte Schwester Josefa 
Harter von den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz im Interview mit politik-digital.de</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Entrücktes Leben in aller Abgeschiedenheit, fern von allen weltlichen Einflüssen<br />
&#8211; das ist die Vorstellung, die gemeinhin vom Leben der Brüder und Schwestern<br />
im Kloster vorherrscht. Doch <a href="http://www.orden-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orden<br />
online</a> und <a href="http://www.orden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orden.de</a> belehren<br />
eines Besseren: Das Gros der deutschen Ordensgemeinschaften nutzt das Internet<br />
als modernes Kommunikationsmittel. Wie das ins Klosterleben passt, wie Ordensschwestern<br />
den Weg ins Internet finden und was dabei herauskommt, erzählte Schwester Josefa<br />
Harter von den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz im Interview mit politik-digital.de</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Schwester<br />
Josefa, wie sind Sie dazu gekommen, sich mit dem Internet zu befassen?<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schwester Josefa</b>: Wir sind seit 1996 im Internet, zunächst nur mit Email,<br />
seit 1997 auch mit einer eigenen Homepage. Als Ausbildungsleiterin war ich auch<br />
für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, und da stellt sich immer wieder die Frage,<br />
wie verstehen wir uns, was ist in der heutigen Zeit unsere Aufgabe, wie geben<br />
wir nach außen Auskunft. Es war für uns naheliegend, uns auch in diesem neuen<br />
Medium zu präsentieren, denn dies ist eine unaufdringliche Form, die auch Menschen<br />
erreicht, die sonst nicht direkt ins Kloster kommen.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600"></span></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wieviel<br />
Zeit verwenden Sie auf die Internetgestaltung &#8211; machen Sie das nebenbei?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schwester Josefa</b>: Als Ausbildungsleiterin war ich persönlich beteiligt<br />
an der Gestaltung der Internetseiten. Intensiv beschäftige ich mich erst seit<br />
etwa einem halben Jahr mit dem Internet, seit ich nicht mehr Ausbildungsleiterin<br />
bin und mich verstärkt der Öffentlichkeitsarbeit widme.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600"></span></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wo<br />
haben Sie die nötigen Kenntnisse erworben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schwester Josefa</b>: Selbst eingeben kann ich noch nicht, die technische Verwaltung<br />
macht Herr Luft für uns, der Lehrer an unserer Schule ist. Ich stelle ihm die<br />
Texte zur Verfügung, bespreche den graphischen Auftritt mit ihm und informiere<br />
ihn über die aktuellen Termine. Ich denke aber, dass ich in nächster Zeit auch<br />
lernen möchte, wie man die Inhalte eingibt.<br />
Es gibt übrigens Mitschwestern, die an der Schule schon seit mehreren Jahren Internet-Kurse<br />
geben. Jetzt haben wir auch hier im Kloster die Möglichkeit eröffnet, Grundkurse<br />
in Word, Excel, der Internet- und Email-Nutzung zu belegen. Alle sollen die Möglichkeit<br />
haben, den Computer und das Internet zu nutzen. Wer es beruflich braucht, also<br />
z.B. die Verwaltung oder auch die Öffentlichkeitsarbeit, hat eine eigene Email-Adresse.<br />
Die übrigen Schwestern können in den einzelnen Häusern über eine Sammeladresse<br />
erreicht werden bzw. mit einem Passwort Gebrauch von den Computern machen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was<br />
versprechen Sie sich von dem Internet-Auftritt Ihres Klosters?<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schwester Josefa</b>: Neben der bereits genannten Idee, auch Menschen zu uns<br />
zu führen, die auf anderen Wegen nicht kommen würden, verfolgen wir immer den<br />
Grundsatz &quot;Immer wieder neue Wege zu den Menschen finden&quot;. Wichtig ist das Internet<br />
als Medium besonders für unser Jugendhaus. Die dort angebotenen Programme kann<br />
man über das Internet abrufen, und die Anmeldungen erfolgen schon häufig über<br />
Email. Ein weiteres Beispiel sind unsere Konzerte, zu denen deutlich mehr Leute<br />
kommen als zu der Zeit, wo wir noch nicht im Internet zu finden waren. Wir haben<br />
außerdem auch von außen die Bitte bekommen, unsere Gottesdienst- und Gebetszeiten<br />
im Internet zu veröffentlichen, damit die Menschen auch spontan dazukommen können.<br />
Das Internet ist einfach eine schöne Möglichkeit für uns, Präsenz zu zeigen.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600"></span></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-family: Arial,helvetica; color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b></b></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das Kreuz mit der Online-Beichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sostermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Beichte]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit die Kirche im Internet tätig ist, ist auch die Online-Beichte ein heikles Thema. Virtuelle Beichstühle eröffnen immer wieder im World Wide Web, Otto-Normalbürger ernennt sich selbst zum Beichtvater. Doch die katholische Kirche sieht das gar nicht gern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Seit die Kirche im Internet tätig ist, ist auch die Online-Beichte ein heikles Thema. Virtuelle Beichstühle eröffnen immer wieder im World Wide Web, Otto-Normalbürger ernennt sich selbst zum Beichtvater. Doch die katholische Kirche sieht das gar nicht gern.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Die peruanische Bischofskonferenz sah sich zum Handeln gezwungen: Erst vor kurzem dementierte sie Gerüchte, nach denen die Beichte online abgelegt werden kann. „Es gibt keine Sakramente im Internet.&#8221;, heißt es in der Erklärung der Bischöfe. Um das Sakrament der Beichte empfangen zu können, bedürfe es der physischen Anwesenheit des Gläubigen und der persönlichen Bekundung seiner Sünden gegenüber einem Priester. In ihrem Schreiben verweisen sie auf das Dokument<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/dossier_positionspapier050401.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Kirche und Internet&#8221;</a>, das der „Päpstliche Rat für die sozialen Kommunikationsmittel“ im Februar 2002 veröffentlichte und das die Gültigkeit von Online-Beichten verneint.</p>
<p>Dennoch scheint das Bedürfnis, sich im Internet seiner Sünden zu entledigen, groß zu sein: Von Beicht-Weblogs über Beicht-Homepages bis hin zu virtuellen Beicht-Häusern ist alles vertreten. Aber geht es dabei wirklich um Buße im christlichen Sinne? Oder spricht die Online-Beichte vielmehr privaten Voyeurismus an, wenn Geheimnisse anderer preisgegeben werden?</p>
<p>
                              <strong>Online mit Jesus</strong>
                            </p>
<p>Auf der Internetseite<br />
                            <a href="http://www.beichte.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichte.de</a> betreibt der Privatmann Hartmut Landwehr seinen eigenen virtuellen Beichtstuhl. Das Konzept ist simpel: Tippe deine Sünden ein und dir wird vergeben! Mehr als die Lektüre des „Vater unser“, das nach der Beichte erscheint, ist dafür nicht erforderlich. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich eine virtuelle Kerze anzünden oder sich zum Gebet in die Rubrik „Rosenkranz“ zurückziehen. Für die passende Atmosphäre sorgt sakrale Orgelmusik, allerdings unterlegt mit weltlichen Elektro-Beats.</p>
<p>
                              <strong>Sünder unter Zeitdruck</strong>
                            </p>
<p>Für den modernen und gestressten Sünder bietet<br />
                            <a href="http://www.beichtstuhl-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichtstuhl-online.de</a> alles, was das Herz begehrt. Neben dem obligatorischen Online-Beicht-Formular wird zusätzlich ein Tool zum stressfreien Bußen angeboten: der QuickPrayer.<br />
                            <br />Der QuickPrayer betet für den unter Zeitdruck stehenden Sünder ganz von allein. Nachdem der Sünder seine Beichte abgelegt hat, verhängt der VirtualBußMaster, der Beichtvater aus dem Cyberspace, die Buße – je nach Schwere des Vergehens mal fünf, mal zehn „Ave Maria“. Nach anschließendem Klick auf die „Bußtaste“ startet der QuickPrayer das Gebet. In der neusten Version bietet der Computer auch an, vorher formulierte Auftragsgebete zu einem festgesetzten Zeitpunkt zu sprechen.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />Über 6.000 Beichten online!</strong></p>
<p>Wer nicht nur selbst gerne Sünden offenbart, sondern sich auch an den Verfehlungen anderer ergötzen kann, ist auf der Seite<br />
                            <a href="http://www.beichthaus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beichthaus.de</a> richtig. Dort findet man über 6.000 Beiträge zum nachlesen und schmunzeln. Jedoch beweisen Statements wie „Ich habe Heuschnupfen“ oder „Ich bin ein Alien“, dass nicht nur die Betreiber, sondern auch die Nutzer die Sache nicht ganz ernst nehmen. Für die Veröffentlichung der Beichthaus-Beichte müssen einige Regeln befolgt werden. So darf der Text zum Beispiel nicht mehr als 500 Wörter umfassen (empfohlen werden 10-50 Wörter), zudem werden pornografische und rassistische Begriffe gelöscht.</p>
<p>
                              <strong>Himmel hilf!</strong>
                            </p>
<p>Dass das Internet reich an Skurrilem ist, daran hat man sich längst gewöhnt. Und auch beim Thema Online-Beichte tut sich die Hölle auf. Auf der Internetseite<br />
                            <a href="http://www.gottergeben.q27.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gottergeben.q27.de</a> wird der reuige Sünder aufgefordert, sich eine Identität zu geben, bevor er die Möglichkeit hat, zu beichten. Doch gefragt wird nicht etwa nach seinem tatsächlichen Namen. Auf der Seite findet sich eine ganze Reihe von vorgefertigten Avataren. Die Auswahl reicht vom „Satansbraten“ über den „Höllenhund“ bis hin zur „blutrünstigen Bestie“ oder dem „nichtswürdigen Antichristen“.</p>
<p>
                              <strong>Die Beichtfunktion</strong>
                            </p>
<p>Auch in der Blogosphäre hat das Beichtfieber um sich gegriffen. Obwohl ein privates Weblog schon an sich einem sich täglich wiederholendem Geständnis gleicht, gibt es seit neuestem das<br />
                            <a href="http://beicht.blogg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beichtblog</a>. Ob die Beichtblogger die Funktion der Beichte allerdings erkannt haben, ist zu bezweifeln. Beichtfunktion scheint hier eher als die technische Umsetzung des sich Offenbarens wahrgenommen zu werden. Kaum ein Blogger, der nach einem Sexgeständnis nicht den Satz „Ist das geil“ von sich gibt. Frei nach dem Motto: Sündigen ja, Buße tun lieber nicht.</p>
<p class="normal">
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der Vatikan nutzt das Netz für seine Ziele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Vatikan im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit professionell gemachten Websites informiert der Vatikan seine Gläubigen und wirbt für die katholische Kirche. Doch das Internet könnte zu einer Bedrohung der Herrschaftsstrukturen der Kirche werden. Tatsächlich trägt das Internet zu einer Demokratisierung der alten Kirchenstrukturen bei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Mit professionell gemachten Websites informiert der Vatikan seine Gläubigen und wirbt für die katholische Kirche. Doch das Internet könnte zu einer Bedrohung der Herrschaftsstrukturen der Kirche werden. Tatsächlich trägt das Internet zu einer Demokratisierung der alten Kirchenstrukturen bei.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Von bis zu zehn Millionen Besuchen pro Tag berichteten bereits zur<br />
                            <br />Weihnachtszeit 2004 die Macher der offiziellen Website des<br />
                            <a href="http://www.vatican.va/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vatikans</a>. Diese Zahlen sind in Zeiten des Todesdkampfes von Papst Johannes Paul II offenbar weit überschritten worden: Am 1. April, der Papst liegt nach Berichten aus dem Vatikan im Sterben, waren auch Unterseiten des Internetangebots nicht mehr zu erreichen. Auch die Webcam, die den Petersplatz<br />
                            <a href="http://www.vatican.va/news_services/television/multimedia/ctv28.ram" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zeigt</a>, ist nicht verfügbar.</p>
<p class="normal">Die 30 nach Erzengeln benannten Großrechner des Vatikans, die im<br />
                            <br />Apostolischen Palast einige Stockwerke unter der Wohnung des Papstes untergebracht sind, halten dem Ansturm der Gläubigen nicht mehr stand. Zwar gab es noch im Dezember 2004<br />
                            <a href="http://www.stern.de/computer-technik/internet/533654.html?nv=cp_L1_aa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichte</a>, wonach die Kapazität der Serverfarm verdoppelt werden sollte &#8211; ganz offensichtlich hat man es nicht mehr rechtzeitig geschafft. Die ganze christliche Welt schaut auf den Vatikan, und im Jahr 2005 schaut die Welt zunächst ins Internet.</p>
<p>Auch die Kirche hat während der Amtszeit von Papst Johannes Paul die Chancen erkannt, die das neue Kommunikationsmittel ungeahnte neue Chancen der Massenansprache bietet. Bereits im Jahr 1995 schloss sich der Vatikan dem Internet an. Im Jahr 1999 gestattete der Vatikan den weltabgewandten Klöstern die Nutzung von Handys und Internet &#8211; allerdings in Maßen. Und im November des Jahres 2001 verschickte der Papst seine erste e-Mail unter den Augen der Weltpresse. In der Mail-Botschaft bat er um Vergebung für<br />
                            <br />Missetaten der katholischen Kirche in Ozeanien.</p>
<p>Inzwischen hat sich längst ein kirchliches Leben im Internet herausgebildet. Eine Website für Kircheneintritte in Zeiten des Austritts?<br />
                            <a href="http://www.kircheneintrittsstelle.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorhanden</a>! Online-Beichte? Zwar nicht von der Kirche bereitgestellt, aber: vorhanden! Kirchliche Nachrichtendienste wie &#8220;Radio Vatikan&#8221; bieten hochaktuelle<br />
                            <a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/index.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">News</a> in mehreren Sprachen an. Hintergründiges und Buntes über den Zwergstaat im Herzen Roms mit der eigenen Domain &#8220;.va&#8221; sind zu Hauf zu finden. Zudem plant die katholische Kirche für das Jahr 2005 ein erstes virtuelles Portal katholischer Gemeinden, auf dem Gläubiger aller Welt in Newsgroups miteinander chatten sollen.</p>
<p>Doch die erzkonservativen Kirchenfürsten können sich bei aller<br />
                            <br />Marketingprofessionalität nicht recht mit dem Medium anfreunden. Zwar sollen möglichst viele Schäfchen bei der Stange gehalten werden. Aber dass es im Internet von Sex, Seelenfängern und Verschwörungstheorien nur so wimmelt, hat sich längst auch bis nach Rom herumgesprochen. In seiner Skepsis gegenüber dem Medium gleicht der Vatikan dabei eben allen Staatsformen, die aristokratisch oder autoritär, jedenfalls nicht demokratisch legitimiert sind. Solange der Vatikan eine black box war, aus dem nur selten und oft mit<br />
                            <br />Verzögerung Nachrichten nach außen drangen, konnte die Informationspolitik leicht gesteuert werden. Doch heute sieht sich selbst der Vatikan gezwungen, Nachrichten über den Gesundheitszustand des Kirchenoberhauptes fast in Real<br />
                            <br />Time an die Öffentlichkeit weiterzugeben.</p>
<p>Der Grund: In Zeiten von Weblogs und Handys sind selbst die hohen Mauern von Vatikan-Stadt nicht mehr dicht zu halten. Vermutlich müssen die Kardinäle nun erstmals, wenn sie ihren Nachfolger in der Sixtinischen Kapelle küren, ihre Handys an der Pforte abgeben, damit weiterhin der aufsteigende schwarze Rauch aus dem Kamin den gefundenen Nachfolger deklamiert. Mit einer traditionellen Versiegelung der schweren Türen der Kapelle wird es auf jeden<br />
                            <br />Fall nicht mehr getan sein.</p>
<p>Dass Positionsbedarf besteht, hat der Vatikan bereits im Jahr 2000 erkannt, als eins von insgesamt drei Positionspapieren n (Dokumentation auf<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>) zum Umgang mit dem Internet veröffentlicht wurde. Zum einen warnt die katholische Kirche darin standardmäßig vor unseriöser Berichterstattung, Sex und Hassparolen, die sich heute schneller verbreiten können, als je zuvor.</p>
<p>Andererseits brechen die Autoren eine Lanze gegen &#8220;Kulturimperialismus&#8221; und Monopolbildung bei der Vermittlung kultureller Werte: Die Informationstechnologien könnten zwar zu einer besseren und (verteilungs-) gerechteren Welt führen. Allerdings dürfte das Internet nicht dazu führen, dass einzelne Kulturen die Definitionshoheit für gesellschaftliche Belange erlangen. Der Vatikan warnt damit vor der digitalen Spaltung und der Vormachtstellung der westlichen Welt im Internet.</p>
<p>Wie ernst gemeint diese Warnungen sind, ist nicht zu ermitteln. Der größte Teil der Internetnutzer dürften christliche Glaubensbrüder sein: So ist das eben in den USA oder Europa. Die religiöse Hegemonie im Internet wird damit derzeit noch von Werten geprägt, die der christlichen Lehre entspringen. An einer Stärkung von arabischen oder chinesischen Websites kann die katholische Kirche daher eigentlich kein Interesse haben.</p>
<p>Vom Internet könnte auch aus anderer Richtung für den Vatikan langfristig eine ernste Bedrohung seiner Struktur ausgehen. Forderungen nach einer Demokratisierung und Modernisierung der katholischen Kirche werden im Internet erhoben. Abtrünnige Glaubensgruppen innerhalb der Kirche können ihre Bewegungen weltweit vernetzen und organisieren. Auch die Gefahr eines<br />
                            <br />PR-Gaus erhöht sich durch die Vernetzung der Gläubigen: Heiss diskutiert wird zum Beispiel im Internet, ob der Boykottaufruf des Vatikans gegen das Buch &#8220;Illuminati&#8221; von Starautor<br />
                            <a href="http://www.danbrown.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dan Brown</a> gerechtfertigt sei. Brown unterstellt dem Vatikan in seinem Thriller unlautere Handlungen und erreicht damit ein Millionenpublikum.</p>
<p>Doch im Kampf um die Deutungshoheit im Netz hält der Vatikan vorerst mit: Die offiziellen Websites des Vatikans sind hochprofessionell. Selbst der erzkonservativen Opus Dei, eigentlich für extrem rückwärtsgewandte und konservative Glaubensinterpretation bekannt, erlaubt heutzutage einen Einblick in seine Arbeit durch ein<br />
                            <a href="http://www.opusdei.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet-Fensterchen</a>. Interessant wird sein, wie &#8211; im Falle des Todes von Papst Johannes Paul II &#8211; im Internet die Trauerbewältigung und die nächste Papstwahl begleitet wird. politik-digital.de wird ein Auge darauf werfen.</p>
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